Warum Kevin keine Karriere macht

Ein Papablog von Tobias Schubnell*

Prinz George bei seiner Taufe: Bei Königskindern ist die Namenswahl einfach. Foto: Keystone

Prinz George bei seiner Taufe: Bei Königskindern ist die Namenswahl einfach. Foto: Keystone

Sehen Sie, es gibt Paare, die wissen, wie ihr Kind heissen soll, noch bevor sie mit dem Kinderkriegen begonnen haben. Es gibt Paare, die wissen schon vor der Geburt den Namen ihres zukünftigen Kindes, und es gibt uns, meine Frau und mich, die den Namen zwei Wochen nach der Geburt einreichen.

Meine Mutter stand kopf, als wir nach einer Woche noch immer keinen Namen für unseren Sohn hatten. Alles eine Frage der Einstellung, finde ich. Meine Frau und ich sind die ganze Sache ziemlich entspannt angegangen, der Name muss wohlüberlegt sein, wird er doch das Leben des Kindes prägen. Nur: Wie wählt man den Namen am besten aus?

Kaum gefällt dem einen Partner ein Name, fangen die Probleme an: Wir assoziieren Namen mit Menschen, die wir in unserem Leben getroffen haben. Oder man wird vom familiären Umfeld beeinflusst, wie zum Beispiel, dass jener Name wie derjenige des Hundes unseres verstorbenen Nachbarn lautet. Schön. Das macht es nicht einfacher. Man fängt an, sich durch Studien zu wühlen, welcher Name für eine erfolgreiche Karriere steht und welcher am meisten auf Abneigung stösst.

Kevinismus nennt man das Ganze. Es beschreibt die sich wie ein Flächenbrand verbreitende Form von Kindernamen, die aus dem Ikea-Katalog entnommen wurden. Den ahnungslosen Kindern werden exotische Namen – von fragwürdigen Doppelnamen bis hin zu Städtenamen – mit auf den Lebensweg gegeben, ohne dass sich die Kinder dagegen wehren können.


(«…wer aber Philipp, Alexander, Marie oder Sophie heisst, ist Oberschicht und klug.» Kabarettist Robert Griess. Quelle Youtube)

Stellen Sie sich vor, wohin das führen wird, wenn in der Vorschule nur Cheyenne-Chantals und Justin-Kevin-Enrikes in den Reihen sitzen. Es sind nicht nur Kleider, die Leute machen, sondern auch die Namen. Es scheint, als würde Kindern mit «ausgeprägten» Namen im weiteren Leben eher ein gesellschaftlicher Nachteil entstehen. Daher ist es vonnöten, dass man sich nicht zu sehr von der Gegenwart beeinflussen lässt, sondern auch ein bisschen weitsichtiger und geschickter denkt. Der Name sollte daher zu einem Vorschulkind sowie auch zu einem Erwachsenen passen.

Meine Frau und ich haben jedenfalls den perfekten Namen gefunden. Ich bin sicher, dass sich mein Sohn nicht beschweren wird, auch wenn er zwei Wochen ein namenloses Geschöpf war.

subnell_AUTOR*Tobias Schubnell ist 25 Jahre jung und seit 5 Monaten stolzer Vater eines Sohnes. Er lebt mit seiner Frau derzeit arbeitsbedingt in Mostar, Bosnien. Er arbeitet als Inventory Controller in einer bosnischen Firma, welche medizinische Geräte verkauft.

188 Kommentare zu «Warum Kevin keine Karriere macht»

  • . Leute teilen sich wie Gallien in drei Teile: Konformisten, Nichtkonformisten, Indifferente. Die ersten werden ihren Kindern Namen geben, die viele tragen. Die zweiten ungewöhnliche Namen. Den dritten ists wurscht, da nimmt man was, was gerade kommt.
    Namen sind aber wie Gedichte, ein Konzentrat. Sie können wunderbare, aber auch verheerende Wirkung haben. Und hier liegt das Problem: im sozialen Vorurteil. Man muss Strategien finden, das möglichst zu minimieren. In meiner Familie gibt es Namen wie Leocadia, Johanna, Nicodemus, Floris. Alle vorurteilsfrei. Im interesse der Kinder. Sonsolls sein

  • Dieter Neth sagt:

    Darf man eigentlich Adolf wieder als Vornamen aussuchen? In Mexiko darf man. Es gibt unzählige davon. Fast soviele wie Jesus. Wir haben allerdings 3 Mädchen. Mit Namen, welche sowohl in Mexiko als auch in Europa leicht auszusprechen und einigermassen gängig aber nicht in Mode sind. Keine Telenovela Doppelnamen mit anschliessendem Aussuchen! Wir waren uns jeweils derart sicher, dass es ein Mädchen wird, dass wir gar nie männliche Vornamen vorbereitet hatten. Jetzt können unsere 3 an ziemlich vielen orten dieser Welt ihre Zelte aufschlagen, ohne ständig den Namen buchstabieren zu müssen.

  • Maximilian Stauffer sagt:

    Der Name bei unserem Sohn war nie besonders wichtig. Wir wussten, dass er eines Tages mit Herr Oberst i Gst oder alternativ Herr Dr. angesprochen wird… Und so ist es!

    • Muttis Liebling sagt:

      Dieser Aspekt wurde noch gar nicht beleuchtet, die Unsitte, Erwachsene mit ‚Sie‘ und Vornamen anzusprechen. Im öffentlichen Kontext ist es tatsächlich auch respektabler mit Frau/ Herr anzusprechen. Mich interessiert ja nicht die Person, welche gerade den vor mir stehenden Schreibtisch benutzt, sondern ausschliesslich die damit verbundene Aufgabe. Ich habe keinen Grund mich jemals mit Frau Merkel auszutauschen, wohl aber mit der bundesrepublikanischen Bundeskanzlerin.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …ehrlich?
      Falls er eine Partnerin und Freunde hat, sprechen ihn die mit „Herr Doktor“, alternativ „Herr Oberst i Gst“ an? Was für ein bahnbrechender Fortschritt in längst vergangen geglaubte Zeiten!

    • beat graf sagt:

      Lustig, Herr Stauffer, meine Grossmutter hat auch am Standesamt promoviert. Sie heiratete einen 2 fachen Doktor.
      Von da an hiess sie auch, Frau Doktor. (obwohl sie es hasste.) Uebrigens: Mir käme es nie in den Sinn, jemanden mit Herrn Bundesrat, Frau Stadträtin anzusprechen, da dies ja nur Funktionen sind und mit meinem Arzt bin ich schon längstens duzis.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Bei meinen beiden Söhnen stand der Name schon vor den Schwangerschaften auf meiner Wunschliste, obwohl die 2. Schwangerschaft noch nicht einmal gewollt war. Dagegen hatte mein Exmann und ich beide Male grosse Mühe uns auf einen Mädchennamen zu einigen. Die Mädchennamen waren dann auch eher ein Kompromiss, aber zum Glück kamen sie nicht zu einer Verwendung. Übrigens sind die Namen meiner Jungs selten und wir kennen niemanden der gleich heisst.

  • Oberli, György sagt:

    Das ist schon lustig: Wenn jemand in New York, Zürich oder London wohnt, dann gilt er als cool und hat seinen Ort selbst gewählt. In der schönen Stadt Mostar hingegen lebt man „arbeitsbedingt“. Ich hoffe das Kind heisst Franjo Josip!

  • mila sagt:

    Ach, gerade fragte ich mich, weshalb eine meiner Nichten Jovana (Johanna) heisst – hier ist die Antwort:

    Perpetuum Jazzile – Jovano Jovanke

    https://www.youtube.com/watch?v=EZX4v9UW5l0

    Auch (fremde) Tradition kann etwas schönes sein. 😉

  • Leo Schmidli sagt:

    Zwei Wochen? Glaube ich nicht! Der Vorname muss bei der Geburtsmeldung bekannt gegeben werden, die Geburtsmeldung wiederum muss innerhalb von 3 Tagen beim Zivilstandsamt erfolgen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …möglicherweise kam das Kind nicht im durchregulierten Inland zur Welt?
      Und was machen Sie, wenn die Eltern halt auch nach der Frist noch keinen Namen haben, könnt ja mal vorkommen- wird dann, analog zu den Orkan-benamungen, einfach ein Name von Amtes wegen verpasst? Das würde ich jetzt noch weniger glauben, ich denke für derartige Ausnahmefälle sind selbst unsre Behörden flexibel genug…

    • Franz Vontobel sagt:

      Theoretisch…

      Die Geschichte wird schon stimmen, ich kenne aus dem Bekanntenkreis eine ähnliche…

  • Anh Toan sagt:

    Frank Zappa kannte kein Mitleid und taufte seine Kinder Diva Muffin, Dweezil, Moon Unit und Ahmet Emuukha Rodan.

    • tststs sagt:

      Ich bin ja der festen Überzeugung, dass an einem feuchfröhlichen Abend Frank und Bob (Geldof) sich zu einer Wette hinreissen liessen, wer den blöderen Namen findet…
      Fifi Trixibelle, Peaches Honeyblossom (selig), Little Pixi und Heavenly Hiraani Tiger Lily (okee, nur adoptiert, nicht Namen gegeben) fahren IMHO den Sieg ein 😉

      • Ulrich Gassner sagt:

        Bei diesem Besäufnis waren Penn Jillette und Jason Lee wohl auch dabei – ‚Moxie CrimeFighter‘ bzw. ‚Pilot Inspektor‘ waren die Resultate.

      • Carolina sagt:

        Das waren dann wahrscheinlich nicht nur feucht-fröhliche, sondern sehr pudrige Abende……. ;-(

      • Franz Vontobel sagt:

        Nicki „Tiki“ Cage mit Söhnchen Kal-El ist auch ganz vorne mit dabei…

  • Kathy sagt:

    Am schlimmsten sind die englischen Vornamen, aber schweizerdeutsch ausgesprochen. Einen „Brädliii“ und einen „Tschööstiin“ kenne ich, dann noch in SH-Dialekt..

    Wie ich mein Kind nie nennen würde: Cornelia, Susi, Leonie – nie nie neimals Leonie!!

  • KT sagt:

    Momentan läuft ja voll die Retro-Welle mit „alten“ Namen wie Ida, Emilie, Johanna, Max, Paul etc. Wer dem Trend voraus sein möchte, müsste sein Kind ergo Barbara nennen, Monika, Regula, Margrit o.ä. Oder, für einen Jungen, wahlweise Thomas, Daniel, Beat oder Urs. Denn in zwanzig Jahren oder so wird garantiert die Retro-Welle anlaufen mit diesen Namen, die dann als „wirklich alt“ empfunden werden…

  • IaE sagt:

    Hihi!
    Ich arbeite als Lehrperson und da sagen wir jeweils: „Kevin ist doch eine Diagnose und kein Name.“ Sorry! Hoffe ihr könnte trotzdem mit Humor nehmen. Ist nicht böse gemeint.

  • Jana sagt:

    Unkonventionelle Namen gehen schon in Ordnung. Ich finde halt es klingt seltsam, wenn man einen englischen Vornamen für ein Kind mit ultrabünzligem schweizer Nachnamen auswählt (Sky-Jayden Bächtold), oder wenn man Kindern unbedingt Namen aus berühmten Fernsehserien oder Filmen (wir haben sicher die nächsten Jahre einige Aryas…) verpassen muss. Das ist bei Haustieren schon daneben, und wird bei Kindern nicht besser. Und Namen, in denen die „Rechtschreibung“ nicht stimmt (Schackeline), oder in der willkürlich „I“s durch „Y“/“J“ ersetzt werden (Krystin, Kristyn..) sind ein Leben lang peinlich.

  • plop sagt:

    Wir sind doch eher in der Zeit wo die Kinder früh lernen müssen ihre Namen zu buchstabieren… Oder immer mehrmals wiederholen (wird bei meinem kleineren so sein). Ausser all die glücklichen Lewins/Linusse etc…

    Hätte ich ein Mädchen, würde die Meta Elektra heissen (was beim Vater wohl schwer durchzubringen gewesen wäre, der mag eher was im Stil „Meret“) – das müsste sie ja nichtmal buchstabieren, sie würde nur schräg angeguckt…

  • leonie sagt:

    Wenn es um trendige Doppel- und in ganz verrückt-kreativen Fällen sogar Trippel-Namen geht, lässt sich der Zeitgeist doch hervorragend an der Heckscheibe des jeweiligen Vordermanns verfolgen. Aber egal, wie die Kinderchen jeweils heissen – 3 oder 33 Buchstaben – schön wäre es, wenn der leidig Trend der Heckscheibenkommunikation auf Nimmerwiedersehen verschwinden würde!

    • caro sagt:

      …und ich würde es auch begrüssen, wenn der Trend zu den aufdringlichen Geburtsfiguren (neuerdings auch mit Gewicht und Körperlänge) im Vorgärtli endlich verschwinden würde oder man wenigstens genug Stil hätte, sie längstens 3 Monate stehen zu lassen – und nicht bis das Kind gefühltermassen bereits in der Lehre ist. Gerne würde man den stolzen Eltern zurufen: „Hey, es ist nett, dass ihr Eltern geworden seid, aber mir ist das eigentlich sowas von egal…warum verschickt ihr nicht eine nette Anzeige an diejenigen, die es wirklich interessiert?“

    • Ulrich Gassner sagt:

      @ leonie und caro: Wie recht Sie doch beide haben. Da schienen endlich die saudummen ‚Baby an Bord‘-Sticker überwunden, und dann kam das….

  • Widerspenstige sagt:

    Also, bei der Namensgebung haben wir darauf wert gelegt, dass er eine Geschichte hat aus unserem Leben. Das beim ersten Rufnamen. Beim zweiten Vornamen wurde die Familientradition berücksichtigt wie Namen von Eltern, Grosseltern, Gotti/Götti etc. Beim dritten Vornamen darf nochmals in der Ahnengalerie gewühlt werden…. So entstanden Vornamen unserer drei Kinder, die es in sich haben. Ich habe halt auch drei Vornamen aus meiner Familientradtion mitbekommen….

    Und dann wäre noch die Namensgebung nach nummerologischen Gesichtspunkten. Das ist dann nochmals eine andere Geschichte…tja. 😉

  • Janina Maurer sagt:

    http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/interaktives/vornamen.html Laut Statistik wurden im Jahr 2013 im Kanton ZH 10 Kinder mit dem Namen Kevin geboren. Höhepunkt war 1991 mit 168 Kevins. Cheyenne wurde 2013 4 mal im Kanton ZH geboren, Höhepunkt war 2004 mit 9.

    • Carolina sagt:

      Das ‚Problem‘ sind meines Erachtens auch nicht die Einzelnamen, sondern diese zusammengezogenen Konglomerate wie Kevin-Boateng Müller oder Seraina-Cheyenne Inderbizin – seit einiger Zeit, zumindest habe ich das gehört, wird auch gern als zweiter Vorname der Zeugungsort genommen: Seraina-Paris oder Kevin-Einsiedeln, äh, Mallorca oder so…..

      Die Probleme, z.B. bei Bewertungen, ergeben sich eher aus den Nachnamen, würde ich mal sagen. Wenn man nicht mal vorstellig werden kann wegen eines dummen Namens, kann man sich auch nicht beweisen.

  • Martin sagt:

    Endlich! Danke für diesen Artikel, der zeigt, dass es noch vernünftige Menschen auf dieser Welt gibt! Der beste Namen von allen für einen Mann: Martin. Der Name kommt vom lateinischen „martinus“ und dies wiederum vom Wort „Mars“. Mars war der Kriegsgott der Römer. Es gibt auch noch einen Heiligen Namens Martin. Der erste nicht Märtyrer, der heilig gesprochen wurde!
    Wird zwar oft mit „Streber“ in Verbindung gebracht, weil die Leute die wirkliche Bedeutung des Namens nicht kennen. 🙂
    Bei vielen Kindern denke ich: Wie konnten ihnen ihre Eltern das bloss antun! Ich dachte, die Hippizeit sei passé

    • Cybot sagt:

      Was ist so toll an Krieg? Egal, die Bedeutung eines Namens interessiert heute nur noch die wenigsten Leute, die meisten kennen sie ja gar nicht. Ist immerhin ein ganz normaler Name für die meisten Leute.

    • tststs sagt:

      Oh Gott, stellen Sie sich den Umkehrschluss vor: Venus als gängiger Frauenname 😉

  • Franz Vontobel sagt:

    Liste des Schreckens (ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne besondere Reihenfolge): Jessica, Justin, Priscilla, Graziella (kommt vor allem dann gut, wenn das Kind klein und übergewichtig ist), Vanessa, Melanie, Xenia, Tanja, Janine, Zoe, Sophie, Mandy, Tamara, Tina, Jennifer, Sara, Rahel, Jason, Denise, Orlando, Dustin…

    …mmh, es gibt offenbar viel mehr schlimme Frauennamen als Männernamen… seltsam…

    • Muttis Liebling sagt:

      Sophie passt nicht in die Liste.

      • Widerspenstige sagt:

        Ach ja, die kalte Sophie…..wird sehr gerne als Stiefmutter in entsprechenden Märchen/Spielfilmen so genannt. Oder dann eben als ‚kalte Sophie‘ beim Wetter im Frühling, dass man nicht vor dieser ‚kalten Sophie‘ Pflanzen ins Freie stellen sollte….überall Hexenzauber, wo man hinschaut….Simsalabim! 😀

      • Muttis Liebling sagt:

        Sophie aus dem Altgriechischen ist die Weisheit. Ich kenne eine ganz gute Literaturkritikerin, deren Eltern sie mit ‚Gabi‘ bestraft haben und die sich dann in Sophie umbenannte. Darf man ja nicht vergessen, auch Namen sind nicht in Stein gemeisselt. Man kann die als Erwachsener ändern.
        Ich habe einen so ausgefallenen Vorname, den gibt es nur 1x, zumindest in Europa, so dass ich den nur in seltensten
        Zusammenhängen benutze. Ansonsten habe ich für CH und D verschieden Pseudonyme, auch im offiziellen Verkehr. Das geht ganz legal.

      • Carolina sagt:

        Seit wann ist denn Ralf ausgefallen?

      • Franz Vontobel sagt:

        Carolina, 😀

      • Sportpapi sagt:

        “ Ansonsten habe ich für CH und D verschieden Pseudonyme, auch im offiziellen Verkehr.“ Dann wird das wohl auch für elektronische Autritte so sein.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        Ralf ist in dem Fall wohl eines der Pseudonyme, wobei mich schon noch interessieren würde wie das legal geht mit verschiedenen Namen auf den amtlichen Dokumenten?

      • Carolina sagt:

        Bei ML funktioniert das, Brunhild – da bin ich mir sicher. Allerdings hat er hier mal unter RS seine Familienkneipe in Berlin beschrieben und zumindest der Nachname stimmte. Frage mich halt schon, welche Persona da jeweils redet bzw schon wieder vergessen hat, was die andere mal gesagt hat…..

      • Muttis Liebling sagt:

        Immer dieses Interesse an der Privatperson.
        Es geht hier um die Vornamen und im engen Kontext zum Thema, man kann sie variieren. Entweder einen Namen vollständig ändern oder einen selbst gewählten Namen vor dem eigentlichen schieben, welcher dann nur noch im Melderegister steht, nicht aber am Türschild, nicht im Arbeitsvertrag, nicht in der Krankenkassendatei, usw. Insofern ist ein von den Eltern gewählter zu exotischer Vorname zumindest im Erwachsenenalter bedeutungslos.

      • Carolina sagt:

        Ah ja, äh wie bitte? Schwurbel, schwurbel! Wenn das alles so bedeutungslos ist, warum lassen Sie dann Ihre Kinder mit vollem Namen und Ihre Familienhistorie hier verlauten? Oder ist das ‚Wesen‘, das sich dazu erdreistete, mittlerweile nach Sibirien verbannt worden?

      • Muttis Liebling sagt:

        Carolina, das ist mein zweitliebstes Thema hier, die Trennung zwischen Person und Meinung. Im MamaBlog ist es naheliegend, Aussagen mit familiären Gegebenheiten zu illustrieren. Das verleiht Nachdruck, denn ich möchte schon, das meine Meinung nicht nur als Denkvariante, sondern auch als realisierungsfähig gesehen wird.
        Beruflich, bzw. in meinen offiziellen Verlautbarungen trenne ich die Stränge CH und D, und von diesen natürlich das Subjekt ML. Die haben jeweils nichts miteinander zu tun. Meinung =! Meinungsveräusserer.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ ML kann etwas sagen, was Ralf ins Lächerliche zieht. Ich bin dann keiner von Beiden. Ist das so schwer zu verstehen. Eigentlich steht das in jedem modernen Buch, welches die Grenze zwischen Psychologie und Kulturtheorie behandelt. Ich ist schon homogen, Erscheinung ist multipel.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        eine Namensänderung ist machbar, aber nicht ganz aufwandslos, und für mehrere Namensvarianten wohl eher nicht. Und in der Regel bedeutet das dann auch Abschied vom Namen der auf der Geburtsurkunde steht. Vermutlich kann man andere Namen einführen, aber sobald dieser Name auch in arbeitsrechtliche Versicherungssysteme reinmuss wohl eher schwierig?
        Tja, und das Interesse an der Privatperson, das wird Ihr ewiger Dorn im preussischen Fleisch sein…

      • Carolina sagt:

        ML, ja, das ist so schwer zu verstehen – jedenfalls für mich nicht-preussischen Dödel! Uebrigens bringt preussischer Befehlston bei mir gewisse nationale Resssentiments hervor – und da werde ich wie ein English Bulldog, so schnell werden Sie mich nicht los 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        ’so schnell werden Sie mich nicht los ;-)‘
        Das hoffe ich doch sehr, Carolina.

      • Carolina sagt:

        Vielleicht sollte ich doch meine Taktik ändern, ML! 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Carolina, wenn Du Deine Taktik ändern könntest, wäre das ein Qualitätssprung. Aber da Du, wie die meisten hier, auf nativ machst, sehe ich das erst mal nicht. Du könntest schon, aber hast Dir zu viele eigene Riegel vorgeschoben, so im Sinne von Psychotante, die Du ja nicht bist. Positiv gemeint. Handwerklich kannst Du das schon, aber es läuft insgesamt unter Deinen Fähigkeiten.
        Wir haben uns von Anfang an verstanden.

      • Franz Vontobel sagt:

        Niemand versteht es zu flirten wie ML… dieser Charme… wie macht er das bloss… 😀

      • Franz Vontobel sagt:

        WS, die „kalte Sophie“ hat nun grad gar nichts mit ihrem Eso-Hexen-Klimbim zu tun, ganz im Gegenteil – es handelt sich dabei um den Gedenktag einer katholischen Heiligen und die Bauernregel, dass der Frühling erst ab diesem Datum (15. Mai) stabil sei.

        Btw: die gute Söph ist nur eine von 5 Eisheiligen, die anderen 4 sind Männer…

    • Martin Frey sagt:

      Noch schlimmer sind Hartz IV – Namen die mit ihrer ganz eigenen Schreibweise daherkommen: Gessica, Maicol usw. Das finde ich, ist nicht mehr zu toppen…

      • caro sagt:

        Genau, wir haben in der Verwandtschaft eine Maira Zoé (nicht Maria oder Maria, bitteschön!), ihr Bruder heisst wie die beiden Söhne von Prinzessin Diana. Dennoch muss man sagen, dass Chantal & Kombinationen in frz. Regionen beliebte und unbelastete Namen sind, Marie-Chantal klingt sogar nach höherer Tochter („Marie-Chantal est une fille très organisée…“)

    • mila sagt:

      In Verteidigung von Zoe und Xenia (und, unausgesprochen, Daphne): diese Namen haben einen Inhalt und eine Tradition, die überaus schön ist. Aber dafür müsste man, zugegeben, griechisch sprechen (können). 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Haha, Daphne! Ganz übel (ausser es handelt sich dabei um Jack Lemmon)!

        Inhalt und Tradition ist ja schön und gut, trotzdem sollte man seine Töchter (wie das ein Lateinlehrer an meinem Gymi tat) nicht mit Namen wie Kassiopeia oder Eurythemis bestrafen – umgekehrter Kevinismus, sozusagen.

      • mila sagt:

        Ach, FV, ich mag sie einfach (richtig gut). Und trotzdem ist es mit den Namen nicht immer so einfach, wie es scheint. Meine Tochter hätte ich gerne Dana (slawisch), Daphne (griechisch), oder Mina (Bram-Stokerisch) genannt. (Ich hoffe, Sie verstehen, was ich damit sagen will.)

      • Widerspenstige sagt:

        mila, ich erinnere mich noch gut an den Nick Daphne hier im MB und was damit zusammen hängt 😀 Daphne gefällt mir gut übrigens, weil er mich an Marc Chagall’s Bildzyklus ‚Daphnis et Chloe‘ erinnert….seufz. Wunderschön gemalt und für mich unvergessen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Mina! – Gefällt mir. Aus einer Zeit, als Vampire noch richtige Vampire waren, und keine Glitzerpuppen!

      • mila sagt:

        Oh, WS, danke.

      • mila sagt:

        …und FV ebenfalls.;)

      • Susi sagt:

        @Mila: Und wieder mal bin ich mit Ihnen einig: Auch Dana und Mina standen bei unserer zweiten Tochter ganz oben auf der Liste

      • Susi sagt:

        @Mila: Und wieder mal bin ich mit Ihnen einig: Auch Dana und Mina standen bei unserer zweiten Tochter ganz oben auf der Liste

      • Franz Vontobel sagt:

        Chloe! Schauder!

      • caro sagt:

        @Mila: Zoe und Xenia sind für sich allein genommen wunderschöne Mädchennamen und ich weiss zufälligerweise auch, was sie bedeuten. Es sind diese pathetischen Kombinationen mit dem gesucht Ausgefallenen, die den Kitsch des sog. „Hartz-IV“-Namens ausmachen. Es wie beim Styling und dem Schmuck: weniger ist fast immer mehr!

    • ka sagt:

      also meine Graziella aus der Schulzeit war wunderhübsch, gross schlank traumhaftes schwarzes lockiges Haar 🙂

      • Martin Frey sagt:

        Wahrscheinlich hat der Hr. Vontobel da halt eben eine genau andere, sehr spezifische Assoziation 😉
        Graziella gehört für mich, wie auch 2-3 andere von FV erwähnte Namen, nicht zwingend auf eine allgemeingültige Blacklist des Schreckens. Von persönlichen Aversionen mal abgesehen…

    • tina sagt:

      obwohl ich ja mit ungefähr 9 unbedingt so heissen wollte.

    • Cybot sagt:

      Mir fällt dabei auf, dass offenbar vor allem ausländische Namen als negativ gesehen werden. Das passt auch zu der Liste auf vornamen.com von Susi oben. Überall stehen vor allem französische, englische und italienische Namen oben.

      • Martin Frey sagt:

        Interessanterweise sind z.b. in Italien alte deutsche Vornamen wie „Walter“ oder „Anna“ ziemlich en vogue.

      • tina sagt:

        und ich kenne erstaunlich viele kinder von brasilianern, die wolfgang heissen

      • Muttis Liebling sagt:

        Im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina gibt einige Orte, die von deutschen Einwanderern bis heute dominiert sind und in denen Deutsch Pflichtsprache in der Schule und zweite Amtssprache ist. Blumenau z.B.

    • Ulrich Gassner sagt:

      @FV: An der Liste müssen Sie noch arbeiten. Sophie zum Beispiel ist alles andere als ein schrecklicher Name. Dafür fehlen ‚Perlen‘ wie Seraina und Ladina.

      • Franz Vontobel sagt:

        Sabrina! Ganz übel! – Und Sophies kenne ich drei – eine schlimmer als die andere… Der Name macht einem zu einem grässlichen Menschen.

      • caro sagt:

        Sind Seraina und Ladina nicht klassische Bündner Namen?

      • Ulrich Gassner sagt:

        @ caro: Schon möglich. Mit Seraina assoziiere ich jedenfalls eine selbständige Unternehmerin aus einem der ältesten Gewerbe, mit Ladina eine Kuh.

      • caro sagt:

        in der Tat, Herr Gasser, unsere Bordercollie-Hündin heisst Ladina, der Züchter ist Bündner…

    • Sportpapi sagt:

      Nun ja, die meisten dieser Namen wären bei mir nicht auf der schwarzen Liste. Im Gegenteil. Zeigt, doch, dass Geschmäckler verschieden sind. Wobei mich schon der Fakt, dass man überhaupt solche Listen erstellt, zumindest etwas verwundert. Sind das die gleichen Leute, die andere dann wegen ihrer Kleidung, Musikgeschmack, usw auslachen?

      • Franz Vontobel sagt:

        Kleidung ist egal – wegen üblem Musik/Film/Lese-Geschmack darf man, nein, muss man, ausgelacht werden.

      • Sportpapi sagt:

        Sehen Sie, Vontobel, so hat halt jede/r seine Prioritäten im Leben. 1) braucht es meiner Meinung solche blöden Listen und Vorgaben, was „geht“, oder „gar nicht geht“, überhaupt nicht. Schliesslich sind wir doch irgendwie diesem Teeniealter entwachsen. Und 2) selbst wenn man für sich selber eine solche Liste hat, kann man auf das Lästern über andere mit anderen Prioritäten/Vorlieben gut verzichten. Wir werden ja nicht besser dadurch, dass wir andere schlecht machen. Oder?

      • Franz Vontobel sagt:

        War das jetzt gerade eine Liste mit Vorgaben, was man im Leben für Prioritäten haben muss..?

        Mhh…

      • Sportpapi sagt:

        Ich weiss nicht. Sind zwei Punkte schon eine Liste? Und Bemerkungen, was man nicht so toll findet, bereits eine Festlegung von Prioritäten? Eher nicht…

      • Franz Vontobel sagt:

        Yep, ab zwei Punkten ist’s eine Liste – sogar eine nummerierte, bei ihnen.

        Von Prioritäten schroben doch aber sie..? Und warum ist das was anderes, wenn ich bemerke, was ich nicht so toll finde..?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Franz Vontobel:

        vielleicht ist es was anderes weil der Eine fürs einfach-leben-lassen plädiert,
        der Andere hingegen fürs auslachen…,
        das Resultat macht den Unterschied.

      • Franz Vontobel sagt:

        BS: Tja, wer ist jetzt wer..? Weil, seien wir ehrlich, SP ja nicht wirklich der Typ ist, der ehrlich „fürs einfach-leben-lassen plädiert“ – auch wenn er selber das vielleicht sogar so sieht.
        Und mein plädieren für’s Auslauchen vielleicht nicht ganz so bierernst gemeint ist, wie gewisse andere Leute hier diesen Mittwochs-Blog nehmen…

        Schon mal dran gedacht?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Franz Vontobel

        und gerade deswegen, fand ich, hat er hier Unterstützung verdient-
        und nein, mit komisch gemeinten Aufrufen zum Auslachen kann ich auch beim drüber nachdenken nicht viel anfangen, muss wohl an meinem Namen liegen…

      • Franz Vontobel sagt:

        Das könnte sein… tönt Brunhild doch eher nach Wagner’scher Humorlosigkeit als nach Opera Buffa… 😀

      • Brunhild Steiner sagt:

        … tja, was will frau machen, dafür nicht so einfach zu Kleinholz verarbeiten…

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Auslauchen, Vontobel? Meinten Sie wohl auslaugen? 🙂
        Nun ja, eigentlich plädiere ich eher für tun, was einem gefällt. Solange man mit den Reaktionen der Umwelt leben kann. Und solange man andere nicht zu sehr beeinträchtigt. Andererseits hat die Umwelt eben schon auch das Recht, sich eine eigene Meinung zu bilden, und diese allenfalls auch zu äussern. Auch das ist eine Freiheit.

      • Franz Vontobel sagt:

        Eben. Nichts anderes tue ich hier.

    • Widerspenstige sagt:

      Und diese Blacklist ist mit gar keinen Vorurteilen aufgelistet worden und hat nichts, aber auch gar nichts mit Scheuklappendenkmustern zu tun, nicht wahr Franz?! Ich erinnere Sie demnächst daran, wenn Sie wieder mal über die Schränge schlagen beim Austeilen von Pauschalurteilen oder war das nur so als Provokation gedacht? Ja dann…..

      • Franz Vontobel sagt:

        Moment, wie jetzt genau? Wenn ich das nächste Mal Pauschalurteile austeile, dann erinnern sie mich daran, dass ich hier Pauschalurteile ausgeteilt habe..?

        Ergibt das tatsächlich Sinn in ihrem Kopf? Echt? Ja dann…

      • Franz Vontobel sagt:

        Ah, und noch was: es heisst über die Stränge schlagen. Wenn eingespannt Pferde sich zu wild gebärdeten, so schlug es mit den Hinterbeinen über die Zugstränge.

      • Franz Vontobel sagt:

        Nochmals: Wenn eingespannte Pferde sich zu wild gebärdeten, so schlugen sie mit den Hinterbeinen über die Zugstränge.

        (Nur, damit sie mir daraus keinen Schrang drehen…)

      • Widerspenstige sagt:

        Sind wir heute etwas voreilig und mit dem Provokationsschlaghammer unterwegs im Papablog, Franz? Ich habe mich nur vertippt…..es musste halt wieder mal schnell ‚zwischendurch‘ hier mein Senf plaziert werden. Sie wissen schon und verhädern sich ja auch gleich mehrmals selber 😆

        Und ja, gibt durchaus Sinn, so wie ich es geschrieben habe. So, wie Sie es allerdings darzustellen versuchen, ist es nur noch Geschwurbel. Ähm…..grad nichts besseres zu tun heute als Sätze zu sezieren, Franz?

      • Franz Vontobel sagt:

        Nein und Nein, liebe WS.

        Nein, man vertippt sich nicht so, dass anstelle eines „t“ ein „ch“ erscheint – sie glaubten tatsächlich, es heisse „Schränge“… 😀

        Nein, ihr Satz ist Schwurbel und ergibt keinen Sinn. Hier glaube ich ihnen allerdings, dass sie selbst den Satz für sinnvoll halten… Leider ändert das halt nichts an seiner Schwurbligkeit..

    • Jane Belle sagt:

      Es gibt auch mehr schöne Frauennamen. Fanden wir jedenfalls bei der Namenssuche.

    • Stranger sagt:

      A geh Franzl. Von denen gefallen mir doch einige.

    • Martin Frey sagt:

      Man kann das gut oder schlecht finden, aber wir alle werden auf dem ganzen Globus an unserem Namen irgendwie auch gemessen. Wir vergessen auch gerne, dass Namen in anderen Weltgegenden auch eine völlig andere Bedeutung haben odere eine bestimmte Assoziation haben können, deren wir uns oft nicht bewusst sind.
      Viele Eltern machen es sich da meines Erachtens etwas zu einfach, denn nicht sie müssen mit dem gewählten Namen leben, sondern die Kinder.

  • Srdjan.M. sagt:

    Wir haben bewusst nach möglichst kurzen Namen mit einer für uns bedeutender Hintergrunds-Geschichte gesucht und dabei auch unsere Herkunft und Tradition berücksichtigt. Natürlich war auch die Aussprache und die Bedeutung in unterschiedlichen Sprachen ein Thema, aber sich einfach für einen beliebigen Namen zu entscheiden damit es nur dem gerade geltenden gesellschaftlichen Umfeld entspricht und weil es (angeblich) den Kindern dann einfacher machen würde, das ist zu kurz gedacht.

  • Klara Klassisch sagt:

    Es ist tatsächlich schwierig sich auf einen Namen einigen zu können, der zu einem Kind genauso wie zu einer erwachsenen Person passt und der keine schlechten Assoziationen weckt. Aber im Hinblick auf den Kevinismus, ist meiner Meinung nach das „Problem“ erst dadurch entstanden, dass es gebetsmühlenhaft von verschiedenen Medien immer und immer wieder aufgegriffen wird. Im französischsprachigen Gebiet (und dazu zählt die Westschweiz) ist beispielsweise Chantal ein eher unauffälliger Name, weder besonders neu- noch altmodisch. Auch Kevin lässt in vielen Teilen der Welt niemanden aufhorchen.

    • Hattori Hazno sagt:

      Genau – irgendeiner von denen, die nichts zu sagen haben, hat das mal in den Raum geworfen. Daran haben sich dann all die mit mangelndem Selbstwertgefühl aufg e ge ilt. Im Sinne von „oh schau mal wie doofe Leute es gibt, zu denen ich kluger Kopf nicht gehöre“. Und die haben es nachgeplappert.

      Und nun kommt ein 25 jähriger, wie die alte Fastnacht, der das sogar noch tut, wenn dieser Namens-Modetrend schon seit vielen Jahren vorbei ist.

      • Hattori Hazno sagt:

        Kurz – natürlich gibt es gewissen Namensgebungen, wie jetzt ihr Beispiel (das ich übrigens noch nie gehört habe), die etwas fragwürdig sind. Aber im allgemeinen ist es doch unsere eigene Bünzligkeit die einfach abwertet.
        Was sich heute Normal anhört, hörte sich vor … Jahren komisch an und umgekehrt.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Hattori-san, das Thema scheint Sie ja emotional ziemlich mitzunehmen. Heissen Sie per Zufall Kevin?

      • Hattori Hazno sagt:

        überhaupt nicht – ich trage einen typischen Schweizernamen, der zu meiner Zeit zu den beliebtesten überhaupt gehörte.
        Ich wurde als Kind auch kaum gehänselt. Ganz im Gegenteil, um mich herum scharten sich immer Leute.

        Ich bin emotional, weil ich ein emotionaler Mensch bin. Zudem, drücke ich mich zugespitzt aus, um einer anderen Sichtweise zu pointieren. Mich ärgert diese Oberflächlichkeit: Erwachsene die nie erwachsen geworden sind, machen Kindern Probleme. Und natürlich begreifen diese Leute nicht, dass die Welt nicht mehr die gleiche ist, wie in ihrer Kindheit.

      • Ulrich Gassner sagt:

        Tja sehen Sie, das Thema ist eben auch für andere emotional, weil Namen nun mal nicht einfache Aneinanderreihungen von Buchstaben sind, sondern eben eine Bedeutung haben und einer Tradition entspringen. Wenn dann eingebildete Eltern zu doofen Namenskombinationen greifen, um auszudrücken, wie u-hüne SPEZIELL und EINZIGARTIG ihre Goofen doch sind, wirkt das nur lächerlich und nervt v.a. deshalb, weil es ja dann die armen (und meist sehr durchschnittlichen) Goofen sind, die damit klar kommen müssen.

      • Ulrich Gassner sagt:

        (Forts.:) Ausserdem sollten Vornamen schlicht zum Nachnamen passen; Dustin Orville Hugentobler ist nun mal einfach zum Wiehern.

      • Hattori Hazno sagt:

        Herr Gassner – es entspricht nicht meinem Geschmack. Aber aus Respekt sage ich dazu nichts. Und vor allem aus Respekt vor dem Kind, das nichts dafür kann. Aber gerade Kevin fällt phonetisch überhaupt nicht aus dem Rahmen. Ob Kevin oder Leon Hugentobler macht jetzt echt keinen Unterschied.
        Als ich zum ersten Mal Finn hörte, dachte ich im Stillen auch „was sind denn das für Hipster?“ Finn assozierte ich mit Finnair, Finntroll und Petterson und Findus. Aber heute stelle ich fest dass dies ein angesagter Name in CH ist, und sich deshalb für die heutige Generation ganz normal anhört.

      • Ulrich Gassner sagt:

        Fein. Aber zumindest Ihren Blog-Vornamen sollten Sie mal überdenken – der Gute hiess nämlich ‚Hanzo‘. 😉

      • Hattori Hanzo sagt:

        Ui da haben sie recht… Besten Dank für den Hinweis.

  • Gregor Meyer sagt:

    Hmm, und was ist mit Tobias? Machen die Karriere?

  • Hattori Hazno sagt:

    alles halb so wild – man gewöhnt sich an jeden Namen und am Ende macht der Charakter das Rennen. Wer gut drauf ist, wird seinem eigenen Namen neue und positive Assoziationen geben.

    • Michael sagt:

      Das stimmt so leider nicht – die Kevins und Chantalles aus der DDR Zeit sind heilsfroh, wenn man ihnen noch einen zweiten Namen mitgegeben hat.

      • Hattori Hazno sagt:

        Was geht mich die DDR an? Ist das irgendwie Relevant?
        Ich kenne keinen lebenden Menschen in der Schweiz, der wegen seines Namens, nicht hätte seinen Weg machen können. Natürlich gibt es viele Menschen mit mangelndem Selbstwertgefühl, die meinen es liege an ihrer Nase oder ihrem Namen, dass sie es zu nichts gebracht haben. Aber das ist Unsinn.
        Wir sollten unseren Kindern nicht solchen Mist beibringen. Die Persönlichkeit stellt alles andere in den Schatten, bzw. gibt ihm ein neues Licht. Wem das nicht klar ist, meint dann eben er brauche bereits mit 20 schon ne Schönheits-OP.

      • Martin Frey sagt:

        @HH: Ich kenne Leute in der CH, die derartig wegen ihrer Namen stigmatisiert wurden, dass sie ihren Namen ändern mussten/wollten. Weil sie Nachteile erfahren haben (Job, Wohnung etc.). Von anderen Ländern, die viel mehr in Schicht- und Klassendenken behaftet sind, ganz zu schweigen. In den USA beispielsweise haben Bewerber mit einem weiss klingendem Vornamen wie „Emily“ oder „Greg“ gemäss einer Studie eine 50 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, einen Rückruf des potentiellen Arbeitgebers zu bekommen als Bewerber mit typisch schwarzen Vornamen wie „Lakisha“ und „Jamal“.

      • Hattori Hazno sagt:

        Ja, ja ich kenne einen der hat seinen ic Nachnamen(!) wegen solchen Gründen ändern lassen. Aber es stellte sich heraus, dass er eben ein Hochstapler-Typ ist, der es mit der Wahrheit nicht allzu genau nimmt. Manchmal ist der Name nur ein Vorwand. Das beweisen Tausende, die in der Schweiz auch mit einem ausländischen Namen Karriere machen.

        Aber das, genau so wie die Beispiele aus Amerika, wo es um Hautfarbe und Nationalitäten geht, war ja gar nicht das Thema der Diskussion: es ging um Modenamen wie Kevin etc. –

      • Martin Frey sagt:

        Doch, HH, die Stigmatisierungen sind vergleichbar. Wie ich an anderer Stelle schon angemerkt haben, sind sich whs. viele Eltern nicht bewusst, mit welchen Stigmata ein Name behaftet sein kann. Bei Jamal haben viele Leute ein popup-Fenster vor dem geistigen Auge. Und bei Kevin ist das genauso. Bei Osama selbstredend auch.
        Vieles bei Ihnen ist meines Erachtens sozialromantisches Wunschdenken, HH, auch wenn Sie darin recht haben, dass zumindest Kleinkinder bei seltsamen Vornamen noch am wenigsten Vorbehalte haben dürften. Später wird das aber anders sein.

      • Franz Vontobel sagt:

        @MF: Noch nicht begriffen? Was für HHs kleine Welt gilt, das gilt auch im gesamten Universum. Da z.B. HH nie gehänselt wurde für seinen Namen, kann es nicht sein, dass dies anderen Kindern passierte – und wenn doch, so waren die entweder selber schuld oder böse Eltern mit leeren Persönlichkeiten (ja, ich liebe dieses Nonsense-Konstrukt, ich gebs zu…) stehen dahinter.

        Leben im Lala-Land, eben… wo Tinky Winky und HH sich gute Nacht sagen.

      • Sportpapi sagt:

        Oh, ich stelle mir gerade vor, wie Vontobel als Kind ganz schlimm gehänselt wurde. Das würde doch einiges erklären. Aber mittlerweile sind Sie doch erwachsen und darüber hinweg, oder?

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach, noch einer, der Hänseln und Plagen als inexistent oder zumindest nicht so schlimm ansieht… ist allerdings, meiner Erfahrung gemäss, eine bei Turnlehrern verbreitete Einstellung…

      • Sportpapi sagt:

        @Vontobel: Richtig ist, dass Sportlehrer das häufig selber nicht so erlebt haben. Dass sie aber das Problem ausblenden, das sehe ich eher nicht so. Es ist ja gerade der Sportunterricht ein Feld, in dem viel Interaktion geschieht.
        Nun ja, offenbar habe ich einen wunden Punkt getroffen. Aber wer so grosszügig austeilen kann wie Sie, der muss auch einmal einstecken können.

      • Franz Vontobel sagt:

        Kein Problem – allerdings sind meine Erfahrungen mit Turnlehrern tatsächlich… sagen wir, durchzogen. Gelten bei mir jetzt nicht wirklich als Sympathieträger…

        Dass sie aber das Problem ausblenden, das sehe ich eher nicht so.
        Ausblenden? Nö, die waren jeweils Teil des Problems…

      • Sportpapi sagt:

        Ach Katharina, das meinst du jetzt aber nicht ernst, oder? Liegt es eigentlich an mir, dass ich zu diesem Text keine Signatur finde, oder steht tatsächlich niemand mit Namen dazu? Ansonsten ist es sehr erstaunlich, wie jemand, der offenbar nur sehr begrenzte Fähigkeiten aufwies, offenbar mit schwierigsten Geräteturneelementen konfrontiert wurde. Überhaupt ist Geräteturnen offenbar etwas vom Schlimmsten (weshalb tatsächlich auch viele Lehrer darauf verzichten), obwohl es eine der beliebtesten Sportarten von Mädchen ist… Und Stangenklettern? Wann gabs das zuletzt? Wählen? Wer macht das noch?

      • Sportpapi sagt:

        Und ja, tatsächlich, Umziehen vor anderen ist auch noch gefordert…
        Aber richtig, Sportunterricht ist für viele Kinder eine Herausforderung bis Belastung. Vielfach auch, weil sie von zu Hause gar nichts mitbekommen haben. Das gilt aber wohl für die meisten anderen Fächer auch (wenn ich zum Beispiel an den mündlichen Unterricht in den Sprachfächern denke, an Kopfrechenwettkämpfe, usw – überall gab es einige, die äusserst schlecht abschnitten). Aber klar und mehrfach bestätigt ist: Sportunterricht ist das beliebteste Fach, zumindest in der Primarschule.

      • Susi sagt:

        Ich ergänze Katharinas Liste:

        Stufenbarren
        Beinschwingend über die höhere Stange springen, sich dabei mit dem nachfolgenden Bein verkeilen, während des Fallens mit verschiedenen Körperteilen an drei weiteren Stellen des Barrens antätschen, auf dem Boden landen, sich wundern, dass es gar nicht so weh tut, in die erschrockenen Gesichter der erstarrten Zuschauer blicken und die beste Freundin sagen hören: „Susi. Mach das nie mehr.“

      • M.M sagt:

        @Sportpapi
        An Sportlehrer 1 kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber an den 2. schon. Der trug ab und zu keine Unterhosen unter seinen schon sehr kurzen shorts. Da konnte man dann sein Zentralmassiv sehen, wenn wir wieder im Halbkreis hinhocken mussten. Er beschwerte sich stets dass es Lücken hatte, im Kreis. Aber das war nur der Bereich, den ein Blick auf seine Scham zuliess.
        Ausserdem hatte ich 2 Sportlehrer, die gerne hänselten. Dabei war einer, der half immer wieder mal bei einer Mannschaft mit, der wollte stets gewinnen, kostet es was es wolle. Der war auch noch Unihockeytrainer…

      • Sportpapi sagt:

        Ungeschickt, Susi. Gut, dass meistens nichts passiert…
        @M.M. Solche Erinnerungen habe ich nur an unsere Biologie-Lehrerin, die uns immer wieder berichtete, dass sie leider aus gesundheitlichen Gründen nur Gesundheitsschuhe tragen dürfe. Dafür tänzelte sie dann mit weitem Ausschnitt und ohne BH durch die Reihen, zur Freude der jungen Männer (ich glaube, die Mädchen fanden das eher doo f…).

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        „Aber klar und mehrfach bestätigt ist: Sportunterricht ist das beliebteste Fach, zumindest in der Primarschule.“
        Sagt wer genau?

        „Wählen? Wer macht das noch?“
        Eben, und warum wird das heute eher nicht mehr gemacht?!
        Weil in der Ausbildung mittlerweile ganz viele Themen/Dinge angekommen sind unter denen Kinder früher gelitten haben, und deshalb dafür plädiert wird dies heute anders anzugehen!
        Das haben mir jedenfalls jüngere Sportlehrer so erklärt (ja, in Mehrzahl von verschiedenen Schulen).
        Und belegt ja deutlich dass auf diesem Gebiet so einiges schief lag…

      • Franz Vontobel sagt:

        Unser Turnlehrer im Gymi war auch noch unser Geographielehrer – wer gut war im Turnen, der hatte lustigerweise (naja, lustig war’s nicht wirklich) auch gute Gg-Noten… wer Sport nicht mochte, der kam auch in Gg nie auf einen grünen Zweig…

      • Sportpapi sagt:

        Ja, Bs, die Irrungen und Verwirrungen. Man haat einiges korrigiert, ist aber vielfach auch übers Ziel hinausgeschossen. So dass heute bereits ernsthaft gefragt wird, ob sich die Kinder im Sportunterricht eigentlich noch bewegen. Und welchen Stellenwert Üben und Leisten, Wettkampf noch haben dürfen. wenn wir alles weglassen, was vielleicht einen schwächeren Schüler frustrieren könnte, bleibt nicht viel übrig. Und genau in diese Richtungmging es vielfach. Zum Glück schwingt nun das Pendel zurück. zur Beliebtheit verwise ich aud dienSPRINT-Studie Deutschland.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        die erwähnten Sportlehrer liessen Leistung jedenfalls nicht aussen vor, haben aber deutlich zum Ausdruck gebracht dass sie über die neuen Schwerpunkte und Sichtweisen sehr dankbar sind, das könnte man ja auch einfach mal zur Kenntnis nehmen und bestätigen, dass Sport/Turnunterricht früher auch dunklere Seiten hatte.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Falls das vorwurfsvoll gemeint sein soll. Habe ich nicht gerade das getan?

  • Muttis Liebling sagt:

    Machen wir mal eine MB- Umfrage. Wer hat für die Namensfindung seiner Sprösslinge länger als 30 min. gebraucht? Wer hat sich erst während der Schwangerschaft mit Präferenzen für Vornamen beschäftigt und wie vielen ging es wie mir, dass es bereits am Tag 1 höchstens 2 Varianten pro Geschlecht gab, die man dann auch gut hätte auswürfeln können.

    • tina sagt:

      bei beiden kindern hatten wir seitenweise ideen. beim ersten kind waren wir uns sofort nach dessen geburt einig, welcher name passt. beim 2. kind passte einfach nichts – das arme war 2 tage ohne vornamen. unsere kinder bekamen 2 vornamen, mit dem hintergedanken, dass später davon derjenige benutzt werden kann, der dem kind besser gefällt. zeitgeistprobleme sind ja so schlecht voraussehbar ….

    • Hattori Hazno sagt:

      Unser Liebling – all denen von uns, die wie Sie gebildet sind, ging es natürlich so wie ihnen:
      Bereits am 1. Tag war uns klar, dass es pro Geschlecht höchstens zwei Varianten gibt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Richtig, Jungen heissen August (der Starke) oder Wladimir (russ. Eroberer der Welt). Mädchen Friederike (weibliche Form von Fritz – Preussenkönige) oder Kommunistina (gab es wirklich, wurde aber Tina gesprochen).

      • Hattori Hazno sagt:

        Ich dachte eher an Heinrich und Konrad. Weil viele Herrscher so heissen, gibt man den Kindern mit diesen Namen gute Karrieremöglichkeiten.
        Bei Mädchen kann es eigentlich nur Maria und Elisabeth sein.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Karrieremöglichkeiten lassen wir mal beiseite. Die erste historisch verbürgte emanzipierte und politisch dominierende Frau war Adelheid von Burgund. Deren Namen kann man heute noch gern vergeben.
        Danach gleich ihre Tochter Mathilde, die mit 13 Äbtissin von Quedlinburg wurde, ihre Schwiegertochter Theophanu. Auch ein schöner Name.
        Gestern hatten wir Siegmund Freud, ausser seiner Tochter Anna hat er nur einer Frau Psychoanalyse beigebracht, Lou Salomé, eigentlich Louise. Darf man auch benutzen, den Namen meine ich.
        Wenn man historisch möchte, gibt es für beide Geschlechter viel Auswahl.

  • soso sagt:

    na und, was ist er jetzt, der beste Name aller Zeiten, den Sie Ihrem Sohn gegeben haben?

    • martin sagt:

      ich tippe auf „Linus Alexander“ 🙂

      • caro sagt:

        Also meine Tochter heisst Djamila Talatavi Apurva – fanden wir süss, und sooo speziell…

      • Muttis Liebling sagt:

        Apurva ist im Herkunftsgebiet ein männlicher Vorname.

      • caro sagt:

        Ja, Muttis Liebling, da haben Sie vollkommen Recht, aber hier gibt es ja auch Claude, Dominique, Andrea, usw., warum dann nicht dortzulande? In Indien zB gibts Kanti, Kantu, Kanta für Frauen und Männer, wobei die mit dem U meist Männer sind.

  • tina sagt:

    namen sind nunmal auch zeitgeist. oder wieviele 5 jährige kinder namens paul, werner, ruth oder auch nur schon claudia, monika, rené oder patrick kennt man heute schon? als ich 5 war, hatte es in jeder klasse einen rené und 2 claudias. und das sind ja wohl keine exotischen namen.
    man hat doch schon vor 10 jahren witze über kevins und chantal-cheyennes gemacht, ist das nicht langsam vorbei? kevins sind heute erwachsen, irgendwie fanden auch die jobs und vielleicht ist der eine oder andere inzwischen vater und liest solche beiträge und könnte zum millionsten mal im boden versinken

    • Hattori Hazno sagt:

      absolut einverstanden Tina – es ist nur zum gähnen, wenn ein junger Blogger mit so abgedroschenen Uralt-Klischees, zum 10.mal aufgeworfenen Kevin-Klischees kommt.
      Der Zug ist schon vor Jahren abgefahren! Schon längst ist Kevin kein Thema mehr.
      Heute heissen die Kinder allesamt Noah, Leon, Laura, Lea, Mia etc. 5 Buchstaben maximal. Von wegen Chantal-Cheyenne – das ist nun schon seit mehr als 10 Jahren nicht mehr Mode.

      Aber die Biederen halten sich stets für modern, wenn sie mit flotten Sprüchen von gestern um sich werfen.

      • Sportpapi sagt:

        Spezielle Namen sind aber immer noch im Trend, und es gibt, wie immer, auch „unabhängige“ Leute, die keiner Mode gehorchen, und deshalb immer das Gegenteil von dem machen, was Mode ist…
        Mir scheint aber immerhin, dass die Namensgebung generell an Bedeutung gewonnen hat.

      • tina sagt:

        sportpapi, zeitgeist kannst du teilweise aber nicht voraussehen. ich kannte nur eine einzige person, die so hiess, wie wir unseren einen sohn nannten. und diese person kannte ich aus meiner kindergartenzeit! wohlgemerkt: kein exotischer name ….. ums haar hätte der sohn meines besten freundes den selben namen bekommen, und heute gibt es im jahrgang meines sohnes in jeder 2. klasse mindestens einmal diesen namen. fiese sache, dieser zeitgeist

      • mila sagt:

        Das stimmt so nicht ganz, SP. Früher hatten Namen einfach eine tradierte(re) Bedeutung, als die Individualisierten heute. Dennoch wollten Eltern damit dem Kind eine bestimmte ‚Richtung‘ aufprägen, das hat sich keineswegs geändert.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Dann sage ich es einmal anders: Während es früher ganz ok war, dass das halbe Dorf den gleichen Namen trägt (und man deshalb auf zusätzliche Bezeichnungen, Spitznamen etc wechseln musste), ist heute Einzigartigkeit bei vielen schon ein Thema. Und der Wohlklang.

      • papperlapapi sagt:

        @tina zum Zeitgeist.
        Meine Eltern nannten mich „Stefan“ und meinten damit einen seltenen Namen auszuwählen. Wir waren 2 Stefans und 4 Danielas in der Primar-Klasse und noch heute treffe ich in meiner Generation ständig auf Stefans. Wirklich ein Allerweltsname…..

      • Carolina sagt:

        Ich bin jetzt mal ganz ehrlich: wir dachten bei jedem unserer Kinder, wir wären originell (klassisch, also nicht kevinesk). Bei jedem unserer Kinder hat sich recht schnell herausgestellt, dass noch Tausende anderer Eltern so gedacht haben – und wir müssen leider zugeben, dass unsere Kinder mit Allerweltsnamen herumlaufen. Verstehe heute noch nicht so ganz, wie das immer wieder passieren konnte…… Aber merkwürdigerweise passen Namen (fast) immer – ich bilde mir sogar ein, dass bei manchen die Träger ganz ähnlich sind.

      • Stranger sagt:

        Die eine Tochter hat einen häufigen Vornamen, die andere einen (in der Deutschschweiz, nicht im Tessin oder in Italien) seltenen. Wir haben bei beiden darauf geschaut, dass sie mit einem Vokal enden, damit sie ohne Holpern zusammen mit dem Nachnamen ausgesprochen werden können. Mein Vorname holpert eher. Nicht schlimm, aber „Keith Reginald Hugentobler“ ist auch nicht so toll. Zu einem Hungerbühler gehört ein deutscher Vorname.

      • Alpöhi sagt:

        …was das Problem kein bisschen verkleinert: Kinder müssen ein ganzes Leben lang mit ihrem Namen rumlaufen (im Normalfall). Alle Namen, bei denen man annehmen muss, dass ein durchschnittlich begabter Zuhörer zurückfragt: „Hä? Wie schreibt man das?“ sind eine bescheuerte Wahl.

      • Stranger sagt:

        Naja, zurück fragen ist nicht so schlimm. Meinen Vornamen gibt’s mit ck und mit k, und ich bin es mir gewohnt, dass die Leute zurück fragen. Oft hilft es, sich lustige Hilfskonstruktionen auszudenken. Ich wohne an der Klosbachstrasse, und die Leute wollten immer, dass ich das buchstabierte. Also sage ich „Klosbachstrasse wie WC“, und schon sind keine Fragen mehr offen.

      • Nora Richardson sagt:

        Meine Kinder haben alle einen Ungarischen und einen Deutschen Vornamen. Wir pendeln seit Jahren zwischen Ungarn und der Schweiz. Der Vater der Kinder ist übrigens auch Ungare. Ich wollte meinen Kindern die Möglichkeit geben, für beide Länder übliche Vornamen zu haben, und wählen konnten welchen sie wem nennen. Meine haben seit eh und je nur ihre ungarischen Vornamen benutzt. Und wissen Sie was, Alpöhi? Viele Schweizer müssen zurückfragen wie man das schreibt oder gar ausspricht. Meine Kinder sind trotzdem glücklich mit ihren Namen.

    • Martin Frey sagt:

      Kevin mag vorbei sein, der Kevinismus als Phänomen aber sicher nicht. Es sind nun mal spezielle Schichten die sich auf derartige originell-exotische, oft möglichst seltene Namenskreationen kaprizieren. Seien sie indianischen Ursprungs oder an irgendwelche it-girl-promis angelehnt, für die Kinder, die ja selber nicht wählen können, bedeuten derartige Namen oft eine lebenslängliche Stigmatisierung. Die Eltern mögen das irgendwann mal lustig oder originell gefunden haben, die Kinder ganz sicher nicht.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Ach kommen Sie. Der Träger gibt mit seiner Persönlichkeit dem Namen stets eine neue Assoziation. Es sei denn er hat keine Persönlichkeit, aber dann nützt ihm auch der beste Name nichts. Wenn Kinder von Proll-Eltern, mit komischen Namen es zu nichts bringen, dann liegt das vielmehr an ihren genetischen Anlagen und dem benachteiligten soz. Umfeld.

      • Martin Frey sagt:

        Natürlich kann auch ein Kevin oder einen Cheyenne etwas aus ihrem Leben machen, zumindest bei uns ist das kein Hindernis. Trotzdem werden ihre Namen ein Leben lang mit Assoziationen behaftet sein. In den Köpfen der anderen, wohlgemerkt. Von den Hänselungen in der Kindheit und Jugend ganz zu schweigen. Ich finde das nicht ganz so banal.

      • Hattori Hanzo sagt:

        MF – ist denn das heute noch so mit dem Hänseln? Meine Kinder wachsen auf mit allen möglichen Namen. Arabische, asiatische, moderne, neomoderne etc. die finden nicht einen Namen komisch. Das würden sie nur wenn sie dümmliche Eltern hätten die zu Hause über „schreckliche“ Namen dümmliche Bemerkungen machen würden.

      • Martin Frey sagt:

        Gegenfrage, HH: Haben die Kinder alles gescheite, differenzierte Eltern? Solche Dinge laufen in aller Regel „hintenherum“.
        Und wissen wir wirklich, was auf dem Pausenplatz diskutiert wird?

      • Hattori Hazno sagt:

        Nein haben sie nicht. Es gibt sogar Leute, die finden einen Namen wie „Sara“ schrecklich. Praktisch jeder Name kann auf der schwarzen Liste auftauchen, das ist doch Geschmackssache. Dazu kommt noch, dass in der neuen Generation der Kinder plötzlich ein Name total IN sein kann, der in unserer Generation mit OUT assoziert wurde.
        Am Ende werden Kinder nicht wegen einer Äusserlichkeit gehänselt, das ist nur die Oberfläche, die wahren Gründe liegen tiefer. Darüber sollten sich Eltern weit mehr Gedanken machen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Manni! Auch extrem doof!

      • Hattori Hazno sagt:

        Wenn ich solche Diskussionen lese, glaube ich jedenfalls, dass es die Eltern sind, die Kinder wegen ihrer Namen vorverurteilen und nicht die Kinder selbst. Die Kinder haben gar keine Vorurteile, die kriegen sie höchstens von ihren Eltern eingeimpft, die sich hier eben so dümmlich äussern.
        Und gibt es etwas schlimmeres als einen Menschen, schlimmer noch ein Kind, nur aufgrund seines Namens abzuwerten?
        Darum sind solche Abwertungslisten von Namen einfach nur dumm. Denn nur durch diese entstehen solche Vorurteile erst, an denen sich leere Persönlichkeiten auf gei len.

      • Franz Vontobel sagt:

        Jep, das ist natürlich so – weil Kinder sind sonst nämlich immer nett und freundlich zueinander; es käme ihnen gar nie in den Sinn, jemanden auszuschliessen, weil er irgendwie anders ist oder heisst oder aussieht. Wenn sowas passiert, müssen da natürlich fiese Eltern mit ganz, ganz leeren Persönlichkeiten dahinterstehen…

        Und? Sonst alles OK im Lala-Land, Hanni Hann?

      • Hattori Hazno sagt:

        Nein, aber Namen haben für heutige Kinder einfach nicht mehr diese Bedeutung. Die Bandbreite ist dermassen gross. Dass eventuelle Hänselungen JEDEN Namen treffen könnten. Ob jetzt Mohammed, Fritz, Peter oder Kevin. Die Kinder die hänseln, suchen sich meist einfach irgendetwas unsinniges aus. Seien das jetzt die Gummistiefel oder Namen oder Frisur.
        Der wahre Grund liegt natürlich irgendwo anders. Hab ich bereits geschrieben. Aber zuhören ist wohl nicht so ihre Stärke.

      • Franz Vontobel sagt:

        Aber zuhören ist wohl nicht so ihre Stärke.

        Kann ich schon, gehe da aber halt etwas selektiv vor. Wenn ich jedem Hanswurst, der sich selbst für die Quelle der Weisheit hält, zuhören würde… 😀

    • mila sagt:

      @MF: Also, ich fand meinen sehr traditionellen Echt-Namen auch nicht lustig, zumal zu meiner Geburtszeit nur Grossmütter so hiessen und es Schweizern partout unmöglich war, ihn adäquat auszusprechen. Eine nationalistische Wende hat zwischenzeitlich zu einer regelrechten Namenüberflutung geführt – einerseits stimmt mich das tröstlich, andererseits bedenklich: meine Eltern haben bei meiner Benennung noch auf den Namensinhalt geschaut – nicht auf die (historische) Namenbedeutung.

      So trägt ein jeder sein ‚Omen‘. 😉

      • mila sagt:

        …so ab Dreissig habe ich mich übrigens mit meinem Namen arrangiert: weil mila (vom slawischen milo) echt gut zu mir passt.

      • Susi sagt:

        Mila ist ein sehr schöner Name, war bei unserer zweiten Tochter in der engeren Wahl

      • tststs sagt:

        „Mila…kann lachen…wie die Sonne über Fujiyama…“ 🙂
        Ich schliesse mich Susi an, finde Mila einen wirklich schönen und coolem Namen: er hat einen schönen Klang, ist fast zeitlos und er passt sowohl zu einem Mädchen wie auch zu einer erwachsenen Frau…

      • mila sagt:

        Meine Lieben, ich wäre ziemlich glücklich gewesen, wenn es da nicht diese Zusatzsilbe in meinem Namen gegeben hätte…

        Und ja, Mila Superstar habe ich geliebt. Nur nannte man mich eher ‚Mili‘.

      • Stranger sagt:

        Die Schwester einer Freundin wird auch Mili gerufen. Ich glaube, sie heisst Miljana oder so.

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