Pelz gehört nicht an Kinderjacken

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Echt oder nicht? Das Kind selbst möchte sicher kein richtiger «Tierliquäler» sein. Foto: Mlenny/iStock

Pelz, ja oder nein? Ich war schon als Teenager der Meinung, dass Pelz gar nicht geht. Wobei sich mir diese Frage eigentlich gar nie so direkt stellte, denn ausser ein paar Altfrauen-Mänteln gab es nichts aus Pelz. Heute sieht das ganz anders aus: Auf jeder zweiten Strickmütze, die man in den Läden sieht, sitzt ein Pelzbommel und auf der Strasse kommen einem ständig (auch junge) Leute entgegen, die eine Jacke mit Pelzkragen tragen. Echtpelz, nota bene. Helen Sandmeier vom Schweizer Tierschutz bestätigt diese Wahrnehmung und spricht von einem regelrechten Pelz-Boom, «insbesondere als Besatz an Kragen, Kapuzen, Aufschlägen, Schuhen und Mützen».

Ein bedenklicher Trend, denn «die Mehrheit der Pelze stammt aus Farmhaltung und das ist Tierquälerei pur», so Sandmeier. Und auch die (in Europa übrigens verbotene) Fallenjagd sei eine äusserst brutale Sache. «Der einzige Pelz, der allenfalls tragbar ist, ist Fuchsfell aus inländischer Jagd.» Dessen Anteil am Gesamtmarkt ist allerdings verschwindend klein. Circa 25’000 Rotfüchse wurden 2013 in der Schweiz erlegt. Zum Vergleich: Weltweit werden jedes Jahr schätzungsweise 17 Millionen Füchse für die Pelzproduktion getötet.

Und ein Teil dieser Fuchsfelle wird für Kinderprodukte verarbeitet. Dass es überhaupt Kindermode mit Echtpelz gibt, ist mir erst bewusst, seit ich auf virtuellen Elternflohmärkten herumsurfe. Dort werden regelmässig mit Pelzbesatz verzierte Kinderjacken zum Verkauf angeboten, oft von Luxuslabels wie Jetset. Die empörten Reaktionen bleiben jeweils nicht aus, doch die Voten der Pelzbefürworterinnen sind mindestens so zahlreich. Die Mutter, die ihr Kind ganz bewusst mit Pelz schmückt, weil es darin so süss aussieht, ist also kein Einzelfall. «Ihr esst schliesslich auch Fleisch und tragt Leder!», so die am häufigsten genannten, nicht sehr überzeugend klingenden Argumente der angegriffenen Pelzfans. Meist gefolgt vom Satz, dass das schliesslich jeder für sich selber entscheiden dürfe.

Bloss: Hat sich das Kind dafür entschieden? Hat die Mama ihm erzählt, dass das Füchslein in einem winzigen Gitterkäfig dahinvegetieren musste, bis es (wenn es Glück hatte mit Elektroschock, andernfalls mit einem Knüppelschlag auf den Kopf) getötet wurde? Dass es womöglich gar nicht ganz tot war und nochmals das Bewusstsein erlangt hat, während man ihm das Fell vom Körper gezogen hat? Und hat das Kind danach genickt und gesagt: «Alles klar Mami, ich will die Jacke trotzdem, weil sie mir so gut steht?»

Natürlich nicht. Und vermutlich haben sich auch die Eltern selber diese Gedanken nicht gemacht – wer setzt sich schon freiwillig mit etwas so Grauenhaftem auseinander. Doch sie müssten darüber nachdenken, weil sie als Mütter und Väter nun mal Vorbilder sind und deshalb nicht einfach den Kopf in den Sand stecken und die Wahrheit ignorieren dürfen. Schon gar nicht, wenn man ihnen die Informationen direkt vor die Nase hält: Seit einem Jahr müssen Pelze in der Schweiz nämlich deklariert werden – es steht also in jeder Jacke drin, um welche Pelzart es sich handelt und wie diese hergestellt wurde.

Ich befürchte ja, dass wahre Pelzliebhaber nur ein müdes Lächeln übrig haben für dieses Argument. Aber vielleicht ändern sie ihre Einstellung irgendwann doch noch. Dann zum Beispiel, wenn ihr Kind in die Schule kommt und dort wegen seiner Jacke «Tierliquäler» geschimpft wird. Und selber keine Ahnung hat, was es denn eigentlich Böses getan haben soll.

Unter FurFreeRetailer finden Sie eine Liste aller Anbieter, die sich verpflichtet haben, auf Echtpelz zu verzichten.

219 Kommentare zu «Pelz gehört nicht an Kinderjacken»

  • barbara marty sagt:

    „Pelz ist nachhaltig“ – sowas Dummes! Pelz ist zwar biologisch abbaubar, aber damit hat sichs auch schon. Nachhaltig ist er wegen der verheerenden Umweltbilanz der Pelzfarmen – giftige Böden, giftige Abwässer, giftige Luft – niemals. Und ein Produkt, das mit derart unermesslichem Tierleid entstanden ist, widerspricht per definitionem dem Begriff der Nachhaltigkeit. Es geht auch keinesfalls um das Verwerten des ganzen Tieres: Bei Kaninchen wird das Fell der Fleischlieferanten ebensowenig verwendet wie das Fleisch der Pelzkaninchen. Beide Linien „leben“ ebenfalls unter grausamen Bedingungen.

  • Adrian Wehrli sagt:

    Zum Glück gibts so viele Pelzgegner, dann bleiben die Preise tief und die Öko-fundis leicht erkannbar am Pelzmangel an der Jacke (und am leichten Schlottern).

  • Adrian Wehrli sagt:

    Pelz ist praktisch und schön, auch an Kinderjacken. Das gitl auch für Lederschuhe und Daunenjacken aus echten Daunen. Dachshaarpinsel zum rasieren, und Pferdehaare für die Geige, Lammfell für unders Kinderbett. Haifischzähne als Kette für die Kinder, usw. So und jetzt darf sich die Vego-Fago Fraktion fouttieren …

  • Petra Thomas sagt:

    … ich bin einfach nur erschüttert über die Pro-Pelz „Argumente“. Mich wundert es nicht, dass es so viel Leid und immer noch Kriege auf dieser Welt gibt, bei so viel Ignoranz und Egoismus! 🙁

    • Adrian Wehrli sagt:

      Genau! All diese Pelzkriege! Und die Ignoranz der Veganer … ähm Pelzaner! Traurig, traurig, traurig.

  • Danny sagt:

    Lächerlich, diese Hysterie. Wäre man konsequent in der Pelzdebatte, dürften wir kein Leder mehr tragen und sowieso kein Fleisch mehr essen. Sollen unsere Kleinsten auch dahingehend durchpolitisiert werden? Jahrhundertelang haben wir Menschen für mehr Freiheit gekämpft, für das Recht auf Individualität, und wozu? Um uns am Ende selber mit Hilfe der Political correctness in einem pietistischen Verbotswettbewerb alles zu untersagen. Den Leuten auf der Welt, die wirkliche und echte Probleme haben, und sie sind in der Mehrheit und wir gehören nicht dazu, bleibt nichts anderes, als uns auszulachen.

    • Hotel Papa sagt:

      A) Über das Mass, und wie Fleisch und Leser sich zu Pelz verhalten wurden genug Argumente gebracht. In diesem Licht ist dieser Beitrag nur peinlich.
      .
      B) Mit Individualität kann man jede noch so unmoralische Tat rechtfertigen. Nur zu. Beklag Dich einfach nicht über das Bild, welches dieses Dein Individuum in der Öffentlichkeit erzeugt.

  • Peter sagt:

    in kälteren Ländern ist Pelz bzw. Pelzmantel, Pelzjacke eine Notwendigkeit, und auch der Pelzsaum an der Kapuze ist notwendig. Es ist ganz einfach.

  • Georg Stamm sagt:

    Richtig: Echter Qualpelz gehört nicht an Kinderjacken. Man soll noch weitergehen: Er gehört überhaupt an keine Jacken !

  • Adrian sagt:

    „Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss“ scheint die Devise eines Grossteils der Bevölkerung zu sein. Man möchte natürlich nicht wahrhaben, dass man das Leid der Tiere unterstützt indem man Pelz trägt.

    Ich habe schon folgendes Argument zu Ohren bekommen: „Wenn wir keinen Pelz tragen (oder soviel Fleisch konsumieren) würden, würde diesen Tieren nie das Leben geschenkt werden. Sie werden ja extra dafür gezüchtet.“ Ich wage zu bezweifeln, dass ein Leben auf einer Pelzfarm (oder als Gebärmaschine auf einem Bauernhof) wirklich lebenswert ist. Tiere sind Lebewesen, genau wie wir alle!

  • Manni Mann sagt:

    Ich weiss nicht in welchem Land Sie leben, aber noch vor 6 Jahren, haben wir das überhaupt nicht so erlebt. Keine Ahnung wieviel Kontrollen es waren (und meine Frau war ü36),, aber sicher nicht monatlich. Ultraschallbildli gabs 2. Mehr nicht, und die machten uns Freude. Kein Arztbesuch löste Angst aus, sondern gab einem eher ein gutes Gefühl.

  • Und was genau passiert, wenn der Goof Ketchup hin diesen Umhang hineinschmiert? Wer wäscht dann die Jacke? Richtig, dafür haben wir ja Kleidersammlung also freut sich dann ein Bubi im Sahel, wenn er solche Gebrauchtkleider beim Ziegenhüten tragen darf.

    Das ganze ist schlicht ein Symptom von Dekadenz und Dummheit.

    • Renato sagt:

      Es ist allgemein Bekannt, dass alte Daunenjacken vor allem in der Sahelzone wieder auftauchen und die entsorgten Badehosen und Sommerkleider in Nepal. Sie seien mit Hochdruck an der Lösung des Problems dran.

  • Sportpapi sagt:

    Also mit Pelz dürfen die Kinder nicht in die Schule, weil sie dort als Tierliquäler beschimpft werden. Aber der Junge darf im Kleidchen gehen, denn dann darf niemand über ihn lachen. Naja, alles eine Frage der Perspektive halt. Wobei ich auch nicht sehe, weshalb bei uns jemand Pelz tragen sollte.

    • Renato sagt:

      Wieso jemand Pelz tragen sollte? Wissen Sie, was wir alle tun würden, wenn wir nur tun würden, was wir ’sollten‘? Ich sehe zum Beispiel nicht, wieso wir gefärbte Textilien tragen sollten, oder synthetische Textilien. Aber wissen Sie wieso ich es trotzdem mache? Weil ich kann und weil ich will.

  • San sagt:

    Man droht wieder von einem Extrem ins andere Extrem abzudriften. Mir und meinen Kindern gefällt Pelz (künstlich/natürlich). Wir wissen auch, wie Pelztiere in Zuchten oftmals gehalten werden. Kunstpelze sind für uns jedoch der falsche Weg, da sie nicht nachhaltig sind, weil auf Erdölbasis produziert. Die Kinder tragen daher, wie ich selber, nur Pelze von ohnehin auf freier Wildbahn geschossenen Tieren (Überpopulation, da keine natürlichen Feinde, folglich Abschuss, sonst Schäden an Flora und Fauna). Das ist nachhaltig und mE vorbildlich.

    • Snow sagt:

      Da gebe ich Dir absolut Recht, San….. so, ich ziehe mich aus der Diskussion zurück. Da sowieso (am Ende) sinnlos. Ich jedenfalls verbringe meine Zeit lieber damit, mit Freunden / Familie etc. schöne Stunden zu verbringen, wie auch immer sich dies dann definiert: kurz: das Leben zu geniessen, in vollen Zügen… denn darauf bin ich stolz! Ja, ich bin stolz, fast 100% meiner wertvollen Zeit machen zu können (selbst erarbeitet!!), was mir und meinen Liebsten pure Lebensqualität verschafft! „Zwingst Du Dich noch – oder LEBST Du schon??“ 😀

    • Bernhard Trachsel sagt:

      Wenn man weiss, wie Pelztiere gehalten werden und trotzdem Echtpelz konsumiert, dann gibt es wohl nichts mehr, was einem nicht gleichgültig ist. Die Begründung wegen des Erdöls (laufen Sie und Ihre Kinder ganzjährig nackt herum) und der Überpopulation ist eine Schutzbehauptung der Pelzbranche, vielfach wissenschaftlich widerlegt und biologisch völlig unhaltbar. Wenn das so wäre, müsste man uns Menschen sofort aus dem Ökosystem entfernen.

      • Adrian Wehrli sagt:

        In der Schweiz alleine fallen 40000 Rotfüchse und >500000 Kanninchen an, nicht zu reden von Lammfell. Alleine in den USA werden 1000000 Koyoten wild geschossen wegen der Überpopulation, und das gibt dann die netten Chrägeli am Kindermänteli. Gerne dürfen Sie sich aber aus dem Ökosystem entfernen, dazu gibt es den Darwin Award.

  • Snow sagt:

    Ach herrje… also ich bin diese ewigen Diskussionen um JEGLICHE solcher Tierprodukte und dem anhaltenden JA/NEIN/VIELLEICHT „je nach dem etc.“ absolut leid!
    Meine Meinung: je mehr darüber geschwafelt wird (und ich bin jetzt leider ebenso darin verwickelt – das 1. und letzte mal, versprochen!), desto interessanter und populärer!
    Konklusion: hört auf und lasst es einfach sein. Beide Seiten (oder alle 3 Seiten (3. Seite = meine Seite)). Brutal/genial: die extremenen Gegner fördern genau das, was sie zu verhindern versuchen. Think about it. Und geht mal selbst zur Jagd, first of all. 😉

    • Renato sagt:

      Wie kommen Sie darauf, dass die Gegner in diesem Fall genau das fördern, was sie zu verhindern versuchen? Meinen Sie damit, dass sich jemand aus Trotz ein Pelzprodukt kauft oder wie ist das zu verstehen?

    • Onkel Arnold sagt:

      Eine Seite ignorieren Sie in Ihrer Forderung. Die Seite derer, die sich nicht wehren und ihre Stimme nicht erheben können. Die der Tiere, und um die geht es ja!

  • Peter Fischer sagt:

    Ich habe in Finnland mal eine Pelztierfarm gesehen. Das Gelände war eingezäunt mit Stacheldraht, Flutlicht, Wachtürmen,… erinnerte einen irgendwie an ein KZ! Hunderte von Polarfüchsen waren darin einzeln in winzige Gitterkäfige gesperrt, kaum genug Platz, um sich um ihre eigene Achse zu drehen! Dieses schockierende Bild hat sich mir tief eingebrannt! Und schon kamen bewaffnete Securities angerannt und forderten mich zum Weiterfahren auf!

  • Christoph P sagt:

    Dann gehört Fleisch auch nicht auf den Kinderteller.

  • Benhard TRachsel sagt:

    Als Vater und Augenzeuge sowohl der Farmpelzproduktion als auch der Betäubungen und Schlachtungen im Schlachthof plädiere ich dafür, den einen Missstand nicht gegen den anderen auszuspielen. Man darf oder besser muss in beiden Fällen eine Güterabwägung machen. Wenn wir ein Tier halten und töten, um es zu essen bzw. uns damit zu ernähren, dann kann man dies akzeptieren unter der Voraussetzung, dass seine Haltung, Transport und Tötung tiergerecht waren. Wenn aber das Tier für die Mode oder ein Luxusprodukt gequält und getötet wird, ist dies inakzeptabel. Sowas verstehen auch Kinder.

  • P. Elzig sagt:

    Interessant zu sehen, wo die Grenze zwischen der akzeptierten ‚Tiernutzung‘ einerseits und der verpönten ‚Tierquälerei‘ so durchgeht.

    • Hotel Papa sagt:

      Sie werden vor allem durch das Leid des Tieres während es am Leben ist definiert. Ob es als Art gefährdet ist. Und wie es um die Ecke gebracht wird.

      Und Nutzung Tierqälerei ist wohl kaum der Gegensatz.

      • Renato sagt:

        Das ist leider eine arge Rationalisierung. Die tatsächliche Reaktion auf Leder und Fleischkonsum ist eigentlich totale Gleichgültigkeit, obwohl niemand, der diese Gleichgültigkeit an den Tag legt, weiss, wie es dem Tier ergangen ist und wie es getötet wurde. Es wird einfach die Annahme gemacht, dass es seine Richtigkeit hat.
        So verhält es sich auch bei der Empörung über ein gesichtetes Pelzstück, von dem die empörte Person auch nicht weiss, wie das Tier, welches diesen Pelz hergeben musste, gelebt hat und unter welchen Umständen es getötet wurde.

  • Imhof Wolfgang sagt:

    Ich finde, auch in diesem Bereich gibt es nicht nur schwarz/weiss. Weshalb soll man von einem Nutztier, zB Kaninchen, den Pelz nicht verwerten? Weshalb darf ein Inuit, welcher Robben jagt, das Fell zur Einkommensaufbesserung nicht verkaufen? Mir scheint eher bedenklich, wie letztzhin gehört, dass ein geschossener Fuchs komplett in die Kadaverwertungsstelle gebracht wurde. Das ist für mich Verschwendung natürlicher Rohstoffe! Also bitte nicht einfach verallgemeinern ….

    • Hotel Papa sagt:

      Hat ja auch niemand. Das Problem ist halt, wenn Pelz wieder gesellschaftsfähig wird, dann werden es auch die unmenschlichsten Produktionsmethoden. Dem Kleidungsstück sieht man ja nicht mehr an, wie es dem ursprünglichen Träger ergangen ist.

  • Andreas sagt:

    Selbstverständlich kann man Pelz tragen – genauso wie man Fleisch ist, Lederschuhe trägt, Milch und Käse ist und sein Butterbrot mit Honig schmiert.
    Wer eins von allen daneben findet soll gefälligst vegan werden und ab sofort in Gummistiefeln und Croggs rumlaufen. Und mir erkären, inwiefern diese Petrochemie besser als Naturprodukte sind.
    Und zur kindlichen Freude: Die schönsten Puppen hatten doch dieses seidenweiche Kaninchenfell als Haar, oder?

    • Hotel Papa sagt:

      Ja ich bin Fleisch. Und (zuviel) Speck und Knochen. Und etwas Hirn. Käse bin ich aber nicht.

      Es geht bei all diesem Konsum um das Mass des Leids, das man über die Kreatur bringt. Und da sieht nunmal Pelz immer noch weitgehend traurig aus. Die meisten anderen tierischen Produkte kann man aus verantwortungsvoller Produktion bekommen.

      Komplett vegan ist der Mensch schon rein biologisch nicht. Unser Stoffwechsel ist der eines omnivoren. Dennoch darf man sich überlegen, was man mit seinem Konsum in der Welt bewirkt.

    • Peter sagt:

      Ja, lieber Andreas, es gibt genügend Filmmaterial über Pelztierfarmen, die zeigen, wie diese Tiere gehalten werden. Schau dir mal so einen Film an oder genehmige dir mal ein paar Ausschnitte von einer Robbenjagd. Ob du dann immter noch die gleiche Meinung zum Pelztragen hast, bin ich mir nicht so sicher.

    • Thomas Meyer sagt:

      Typische Relativierungsargumentation, die jede Form der Empörung zum Schweigen bringen will. Populär, aber lächerlich.

    • Adrian Engler sagt:

      Ja, ich finde, dass es viele Argumente dagegen gibt, Tiere auszubeuten, obwohl man Tierprodukte wie Fleisch, Milch, Eier, Leder oder Pelz überhaupt nicht braucht und es gute Alternativen dazu gibt, die erst noch ökologisch viel besser sind.

      Es gibt übrigens nicht nur Gummistiefel und Crocks, sondern viele andere lederfreie Schuhe in verschiedensten Qualitäts- und Preisklassen, die zum Teil ähnlich wie Lederschuhe aussehen.

      Von der Menge her fällt das Fleisch am stärksten ins Gewicht, aber in jedem Bereich ist es wichtig, dass das Tierleid und andere Folgen der Tierausbeutung reduziert werden

      • Adrian Wehrli sagt:

        Der Vorteil an den Veganern ist augenscheinlich: Aufgrund ihres uneingeschränkten Egotripps, bei dem Sie die fehlende Mutterliebe mit Gaia (Mutter Natur) zu kompensieren versuchen. Die daraus resultierende Kinderlosigkeit, verhindert eine allzugrosse Verschleppung der Meme.

  • Jo sagt:

    Wenn einem Pelz gefällt, dann kann man prima Kunstpelz tragen. es wäre wichtig dass man darauf achtet. Generell alles Pelzähnliche zu verteufeln ist doch wirklich nicht nötig!
    Schön wäre wenn die Marken generell für Kunstpelz stehen und garantieren, keinen Echtpelz zu verarbeiten.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das Problem ist halt, dass nicht zuletzt der Kunstpelz dem Echtpelz den Weg zurück geebnet hat. Einerseits weil dadurch Pelz-Elemente generell wieder trendig und weit verbreitet wurden, und andererseits weil dadurch eine Grenze verwischt wurde. In der Praxis ist es darum fragwürdig, ob Kunstpelz wirklich ein geeignetes Mittel gegen Echtpelz ist..

      • Thomas Meyer sagt:

        Absolut richtig, Herr Bögli. Kunstpelz ist ein Statement, das besagt, dass Pelz generell harmlos ist. Und man kann Pelzprodukte gar nicht genug verteufeln, verdammen, ächten und dämonisieren.

      • Carolina sagt:

        Dieses Argument konnte ich noch nie nachvollziehen: das würde ja bedeuten, dass ein Vegetarier, der auf Tofu bzw Soja ausweicht, das ja fleischähnlich sein soll, immer noch Fleisch für das Mass aller Dinge halten würde.
        Man kann doch, wie bei allem im Leben, ein wenig differenzierter argumentieren und nicht nur Schwarz und Weiss sehen. Es ist besser, ein Tier ganz zu verwerten, auch sein Leder/Fell, wenn wir es schon halten. Jeder, wirklich jeder, kann etwas dafür tun, dass Massentierhaltung langsam, aber sicher ein Auslaufmodell wird. Und man kann auch schon im kleinen Kind ein Bewusstsein

      • Carolina sagt:

        /2 dafür wecken, dass Fell/Pelz, für das Tiere qualvoll sterben müssen, etwas anderes ist als ein Tier ganz verwerten und sich nicht nur die Filetstücke heraussuchen. Mann kann Kunstpelz benutzen, einfach weil Pelz etwas Wunderbares ist und ein sinnliches Erlebnis ist, man aber ethisch mit diesem Vergnügen umgehen will. Wir verbieten ja auch nicht das Autofahren, weil es D*ppen gibt, die am Steuer kriminell agieren. Es gibt hier, wie bei allen diesen Themen, sehr viele Zwischentöne und mit entweder/oder kommen wir nicht viel weiter.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Carolina: In der Nahrungsmittelproduktion werden Tiere auch ganz verwertet. Allerdings ist die Schnittmenge mit der Pelzproduktion da ja so gut wie inexistent, zudem trifft die vollständige Verwertung bei Pelztieren meist gerade nicht zu. Der Vergleich hinkt deshalb, weil beim Essen die Ausgangssituation eine völlig andere ist. Bei der gegenwärtigen Dominanz von Fleischessern sind Fleischimitate eher ein hilfreiche Brücke zur vegetarischen Ernährung. In der Mode war der Pelz hingegen schon fast verschwunden, kam aber gerade durch den Kunstpelz und die damit geschaffene Grauzone zurück.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Carolina: Im übrigen wäre Pelz aus akzeptabler Herkunft für mich durchaus ok, das Problem ist halt, dass wie im Artikel beschrieben solche Produkte so gut wie inexistent sind. Pelz steht heute fast durchwegs für inakzeptable Produktionsbedingungen, weshalb eine pauschale Ablehnung eine angebrachte Strategie sein kann. Die Thematik mit den paar wenigen Ausnahmen differenzieren zu wollen führt – genau so wie Kunstpelz – an dieser Stelle nur zu einer Verwässerung, die primär der Pelzindustrie dient..

      • Carolina sagt:

        Sorry, CB, schulde Ihnen noch eine Antwort: ich sehe das schon auch, dass Kunstpelz die generelle Attraktivität von echtem Pelz unterstreicht. Aber das liegt eben auch daran, dass Pelz eine sinnliche Qualität hat, die wir nicht einfach verbieten können. Globale Lösungen sind hier sehr schwierig, wir können also nur an die Achtsamkeit der hiesigen Konsumenten appellieren; ebenso wie bei Massentierhaltung Tierquälerei generell ächten und das auch durchsetzen.
        Ich persönlich glaube, dass uns Organisationen wie Peta eher einen Bärendienst erweisen – jeglicher Fundamentalismus hat eine Tendenz,

      • Carolina sagt:

        /2 genau diejenigen, an die er appellieren soll, abzuschrecken. Die sowieso Informierten reagieren nur auf objektive Informationen, nicht auf Vorwürfe. Daher sollten Stimmen wie Hotel Papa ernst genommen werden, die Hinweise darauf geben, was durchaus noch ethisch vertretbar sein kann und was nicht. Wir kommen ja auch nicht auf die Idee, das Fleischessen zu verbieten (obwohl mancher fundamentaler Veganer das gern hätte) – also hilft nur Aufklärung und meines Erachtens ist Kunstpelz als Ersatz für einen Pelz, auf den man aus ethischen Gründen verzichtet, geeignet – denn es gibt Pelz nun mal.

      • ri kauf sagt:

        Ich bin/war eine Vertreterin von Kunstpelz und hatte auch solchen getragen. Aber Ihr Argument überzeugt mich , Herr Bögli. Ich bin auch empört, über das come back des echten Pelzes und mit Fleisch essen und Leder tragen hat das nun einfach nichts zu tun; ihr PelzträgerInnen!

  • kim kim sagt:

    und was ist mit Daunen? alle schreien immer wegen Pelzen, was ist mit den Gänsen? gibt wohl praktisch keinen der keine Daunenjacke hat. aber wahrscheinlich verstehe ich da irgendetwas falsch….

    • mila sagt:

      Ich habe keine – nicht zuletzt da ich zu eitel bin, um mich in unförmigen Polsterungen zu verhüllen… Spass beiseite, viele tierischen Erzeugnisse haben, je nach Produktionsart, problematische Aspekte. Dem kann man wohl nur dann vollends entgehen, wenn man sich rundum in Pflanzenfasern (Leinen, Baumwolle, Hanf) etc. schlägt – aus wohlgemerkt organischer, d.h. umweltschonender Produktion. Auch Kunst-Stoffe haben nämlich ihre Schattenseiten.

      Aber Sie merken, in welche Absurdität(en) solche Diskussionen zu führen pflegen. 😉

    • Annalena sagt:

      Habe keine, Kunstfaser hält auch warm und lässt sich waschen. Und die Daunen im Duvet stammen von toten Tieren (tot beim Erstrupf) Haben sie schon mal Gänse schreien hören, die lebendig gerupft wurden? Das ist unerträglich, das geht jedem normal empfindenden Menschen unter die Haut, das geht gar nicht.

  • Nora sagt:

    Wie sieht es eigentlich mit den Schaf- / Lammfellen in den Kinderwagen etc. aus? Ein kleiner Fellkragen ist ja dann nichts mehr, im Vergleich mit einem ganzen Fell. Für das womöglich sogar ein „Tierkind“ sterben musste.

  • Franz sagt:

    Pelz stammt oft von Katzen und Hunden aus Asien. Oft werden sie auch lebendig gehäutet.
    Aufpassen sollte man auch weil billiger Webpelz auch aus echtem Pelz bestehen kann.

    Tierquälerei und Tiermißhandlung müßte heutzutage nicht mehr sein denn echter Webpelz macht keinen Unterschied.

  • Daniel sagt:

    Na wenigstens werden die Schläge für das Kind, wo es auf dem Pausenplatz von den anderen Kindern bekommt, ziemlich abgeschwächt. Der Pelz polstert gut und hält zudem super warm, wenn sich das Kind dann vor den anderen möglichst lange irgendwo versteckt halten muss. Perfekt!

  • Hans-Jürg sagt:

    An was sieht man denn auf der Strasse, dass es sich um Echtpelz handelt? Ich hatte ja schon Mühe im Laden zu sehen, dass der Pelz der Jacke meiner Tochter wirklich Kunstpelz ist.
    Natürlich kaufen wir keine Echtpelz-Jacken und -Mützen. Deshalb schauen wir ganz genau, um was für ein Material es sich handelt. Die heutigen Kunstpelze haben eine so hohe Qualität, dass es schwierig ist, sie auf den ersten Blick von Echtpelz zu unterscheiden. Da muss man schon sehr tief ins Material hinein gehen um sicher zu sein.
    Deshalb frage ich mich, wie die Autorin auf der Strasse den Unterschied sieht.

  • Gabor Horvath sagt:

    Ich denke die Diskussion hier lässt sich sehr einfach überflüssig machen. Man gebe in Google einfach „China Fur Farming“ ein und betrachte die Bilder…

  • Alfred sagt:

    Pelz nicht tragen, aber Shirts, Seidenblusen etc. die von Menschen „gemacht werden müssen“, die nicht viel besser gehalten werden als Tiere? Scheinheiligkeit findet sich überall.

    • Susi sagt:

      Jaja, es gibt immer Schlimmeres und anderes. Aber hier geht’s jetzt um Pelze für Kinder.

    • mila sagt:

      @Susi: Unter einem ethischen Aspekt hat das eine sehr wohl mit dem anderen zu tun, zumindest wenn man ganzheitlich denkt. Es sind gerade verkürzte Argumentation(en) und thematische Ausblendung(en), die jeweils Wasser auf die Mühlen der jeweiligen Befürworter giessen – wie man auch am bisherigen Blogverlauf unschwer herauslesen kann.

      • mila sagt:

        Ich meinte natürlich Kommentarverlauf.

      • Susi sagt:

        Das stimmt, ich habe auch schon Leute, die Fleisch essen und gleichzeitig Zootierhaltung kritisieren, darauf aufmerksam gemacht. Aber Alfred sagt ja nicht, „Hey, vergesst nicht die armen Tiere in Massentierhaltungen für die Fleischproduktion!“ sondern stellt Pelzkritiker hier als „scheinheilig“ hin, ohne etwas über sie zu wissen.
        Schon sehr kurzsichtig, oder?

      • mila sagt:

        Sie wissen umgekehrt auch wenig über die Pelzbefürworter, haben aber, wenn Sie ehrlich sind, ein spezifisches Bild von ihnen im Kopf – nicht wahr?

        Persönlich habe ich kein Problem mit dem Vorwurf der Scheinheiligkeit – ich weiss, dass er situativ auf mich zutrifft. Teils aus Nicht-Wissen, teils aus – wie auch Sie zuvor erwähnten – Bequemlichkeit.

      • mila sagt:

        Wobei Nicht-Wissen hier nicht ganz das richtige Wort ist – Gedankenlosigkeit trifft es eher. Noch eine Stufe weiter geht bewusste Ignoranz, respektive das sich nicht Auseinandersetzenwollen mit problematischen Sachverhalten.

      • Susi sagt:

        @mila: „Sie wissen umgekehrt auch wenig über die Pelzbefürworter, haben aber, wenn Sie ehrlich sind, ein spezifisches Bild von ihnen im Kopf – nicht wahr?“

        Da schiessen Sie jetzt einfach mal ins Blaue. Tatsächlich weiss ich sehr viel über Pelzbefürworter, als (damals eher unkritischer) junger Teenager habe ich nämlich im einzigen Geschäft für Pelzmantel-Zusatzprodukte gearbeitet. (Seitenmuster für das Futter zugeschnitten, Fuchsglasaugen, Kunstnasen, Kragenband verpackt…)
        Ich kann mir also schon ein sehr genaues Bild machen, wie die „andere Seite“ tickt.

      • Susi sagt:

        ich meine natürlich Seidenmuster, nicht Seitenmuster, pff.

      • mila sagt:

        Das ist jetzt aber wirklich Zufall, dass Sie sich in der Pelzproduktion auskennen. Ich meinte aber eher die Pelzträger/innen, nicht die Pelzproduzenten – zu deren charakterlichen Eigenschaften hat man gemeinhin bestimmte Vor-Einstellungen, die teils vermutlich zutreffen, teils nicht. Auch hier nehme ich mich – im stillen Denk-Kämmerlein – gar nicht mal aus. Aber zugegeben – mit den Botoxnutzer/innen (Stichwort Testen am Lebendobjekt) habe ich persönlich fast noch mehr Mühe, wobei sich die Konsumentenkreise wahrscheinlich in so einigen Fällen überschneiden.

        So entscheidet jeder, /

      • mila sagt:

        was in seinen Augen der sinn-loseste Luxus-Auswuchs ist.

      • Susi sagt:

        „Das ist jetzt aber wirklich Zufall, dass Sie sich in der Pelzproduktion auskennen.“
        Ich weiss, aber der Trumpf im Ärmel war nicht schlecht, oder? (Ich habe viele dunkle Seiten 😉 )

      • Susi sagt:

        Wie gesagt, mit wärmenden Pelzen, so wie Nora sie beschreibt, hab ich gar kein Problem. Aber sich in der Stadt damit schmücken, ohjemine.

      • mila sagt:

        Hehe, das geht mir genau gleich. Um mein Studium zu finanzieren habe ich u.a. in einer Privatschule gearbeitet, bei der wohl so manche russische (Mafia-)Gelder flossen – u.a. in meinen Lohn… Wobei ich die Triaden aus Korrektheitsgründen nicht unterschlagen will.

      • Susi sagt:

        haha, das ist lustig!
        ich geb noch einen drauf: ich hab während des Studiums auch noch jahrelang in der Erdölbranche gearbeitet :-O 😀

      • mila sagt:

        Da kann meine Tätigkeit für einen globalen Technologiekonzern vermutlich nicht mithalten, oder? 😉

      • Susi sagt:

        Und jetzt kommt mir grad noch etwas in den Sinn: Mein Schwiegervater ist Kürschner…

  • Nora sagt:

    Wir haben bei uns zuhause Rentierfelle und Jacken mit Pelzkragen. Bei Aussentemperaturen von bis zu -30° (Der diesjährige Winter ist zwar eher milder..) ist dies auch nötig. Es gibt hersteller, welche auf nachhaltige Jagd achten, und Pelz nicht aus Pelzfarmen, sondern eben, „gejagt“ kaufen. Ich bin mir sicher, dass diese Tiere ein vergleichsweise gutes Leben hatten.

    • Susi sagt:

      nur, dass die handelsüblichen Pelz-Applikationen, die man hier tagtäglich sieht, an Stellen sind, wo sie nicht oder kaum wärmen (Pommel auf Pudelmütze, Pelzumrandung bei Kapuze) und aus Massentierzucht stammen.

      Im Artikel geht’s echt nicht um Rentierjacken bei -30°…

      • Nora sagt:

        Die Fellumrandungen unserer Kapuzen bestehen aus Koyotenfell, nachhaltig gejagt. Diese Umrandung ist übrigens bei eisig starkem Wind äusserst nützlich um das Gesicht zu schützen. Diesen Nutzen bemerkt man natürlich nicht inmitten der Stadt Zürich bei plus 2 Grad, das ist mir schon klar. Den Pommel bei der Pudelmütze finde ich selbst auch unnütz. Die Umrandung an der Kapuze kann aber wie oben beschrieben wirklich hilfreich sein.

      • Susi sagt:

        Nora, ok, ich hab noch nie eine Pelzumrandung getragen – und ich finde, wenn der Pelz wenigstens den Zweck erfüllt, dass er wärmt, ist das eine andere Geschichte. Pelze von Tieren, die in der Jagt erlegt wurden, finde ich völlig ok.

      • Nora sagt:

        Danke Susi. Wenn ich dann ab und zu in der Schweiz zu besuch bin, fällt mir immer wieder auf, das besagte Jacken (der selben Marke) auch hier reissenden Absatz finden. Da es in Zürich aber kaum je kälter als -10°C (wenn überhaupt) wird, ist es für mich Verschwendung. (Ich bin nur in Zürich zu besuch, daher der Vergleich). Pelz ist dann in Ordnung, wenn er benötigt wird. Statussymbole braucht man meiner Meinung nach eh nicht. Solche Jacken sind in der Schweiz, insbersondere in Zürich und Genf, eh viel zu warm.

  • Sandra sagt:

    Man müsste hauptsächlich den Asiaten mal beibringen wie man respektvoll mit Tieren umgeht. Wenn nur noch Produkte von kontrollierten Produzenten (gute Haltung/schnelle Tötung) gekauft/importiert werden dürften, wäre auch das Tragen von Pelzen, Reptilhäuten oder Essen von Froschschenkeln kein Problem. Tierquälereien wie lebendig häuten, oder Schenkel abschneiden geht gar nicht.

    • Christoph Bögli sagt:

      Eine angemessene Haltung führt aber blöderweise dazu, dass solche Produkte sich massiv verteuern und damit halt zu teuer werden, um sie auf jede Billigjacke zu montieren. Kommt dazu, dass eine „gute Haltung“ in der Praxis schwierig zu definieren und erst recht zu realisieren ist, gerade bei typischen Arten in der Pelzproduktion. Dass sich Tiere wie arktische Füchse oder Nerze überhaupt, geschweige denn im industriellen Massstab, artgerecht halten lassen, ist letztlich zu bezweifeln. Bei solchen Arten ist bereits die Haltung in einem guten Zoo eher grenzwertig..

  • Sylvie Brigger sagt:

    Und ‚Tierliquäler‘ wird das Kind genannt, weil die Moralapostel in den Medien eine regelrechte Hetzjagd unter dem Titel (einmal mehr) der ‚political correctness‘ angezettelt haben. Alles auf der Basis von Halbwissen (z.B. ‚die Mehrheit‘ in ihrem Blog, ungefähr so aussagekräftig wie ’spannend‘). Ohne Diskussion sind die Tötungs-Methoden eines Teils (auch ich nehme mir jetzt die Freiheit der Unbestimmtheit) der Produzenten skandalös. Deshalb gleich alles in einen Topf zu werfen ist einfach nur fehlende Fähigkeit (oder fehlender Wille) zu differenziertem Denken und Handeln.

    • Annalena sagt:

      Nicht nur töten. Katzen werden in China beispielsweise mit Drahtschlingen stranguliert, damit das Fell keine Löcher bekommt. Auch die Haltung ist erbärmlich, wenn ein Nerz in Dänemark einen ganzen Quadratmeter Platz hat in seinem Gitterkäfig. Wer will schon sowas tragen.

  • Ellen Key sagt:

    Kann hier bitte ein Kürschner oder andere Fachperson die Fakten zusammen tragen? Die Diskussion ist reichlich unausgewogen und wahrscheinlich nicht faktenbasiert. Die Frage, ob Kinder Pelz tragen sollen, beantworte ich mit nein. Pelz aus artgerechter Haltung oder Naturhaltung ist schweineteuer. Billigpelz, ist darum billig, weil die Tiere eben massenhaft billig gehalten werden. Das ist die gleiche Diskussion wie das 3 Franken T-Shirt von H&M.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Und ich darf meinem Kind keine Jacke für 500 CHF umhängen weil …? Ach ja, weil die Moral und Gesinnungspolizei unterwegs ist …

  • Marie sagt:

    „Hat sich das Kind dafür entschieden? Hat die Mama ihm erzählt, dass …“ genau das Argument benutze ich, wenn ich erkläre, dass meine Tochter, bis sie es selbst einigermassen erfassen und entscheiden kann, kein Fleisch isst…

    Und: Pelz geht einfach gar nicht. Nie.

    • Hotel Papa sagt:

      Dann sollen die Lappen den wunderschönen Pelz ihres Weide- und Fleischtiers umkommen lassen?

      Kleinraubtiere im Käfig finde ich auch unmöglich. Aber die Rentiere haben ein schönes Leben.

      • Marie sagt:

        Keine „Fleisch“Tiere, kein Pelz. Welches ist das höchst zumutbare Leid, das wir Tieren zufügen dürfen, um unseren Gaumenschmaus oder unser ästhetisches Wohlbefinden (in früheren Zeiten war das mit der Temperatur sicher auch ein Thema) zu befriedigen?

      • Hotel Papa sagt:

        Bei einem Vegetarier akzeptiere ich das Argument. Allerdings nicht, dass er es anderen überstülpt.

      • Hotel Papa sagt:

        Bei einem Vegetarier akzeptiere ich das Argument. Allerdings nicht, dass er es anderen überstülpt.

      • Hotel Papa sagt:

        Bei einem Vegetarier akzeptiere ich das Argument. Allerdings nicht, dass er es anderen überstülpt.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Arme Tocher. Hoffe sie erfriert nicht ohne Pelzmantel und so ganz ausgezehrt ohne Fleisch. Dafür darf sie jeden Tag das süffisante, überlegene, selbstgerechte Grinsen der Mama geniessen. Und die Moralin-Schleimspur aufwischen.

  • Ellen sagt:

    Kann hier bitte ein Kürschner oder so, die Aussagen präzisieren? Kommt jeder Nerz oder Fuchs aus Quälzucht? Ich komme nicht umhin zu sehen, dass die Meinungen recht unausgewogen sind. Etwas logische Berichtigung würde der Diskussion gut tun.

  • Walter Kuhn sagt:

    Bitte lässt die Information über die Tierquälerei, die praktisch mit jedem einzelnen Pelz-Kapuzenbesatz aus China etc. verbunden ist, auch Halbanalphabeten und Fremdsprachigen zukommen. Unter den zwischen 15- und 25-Jährigen, die das (noch) tragen, sind überdurchschnittlich viele mit Migrationshintergrund. Die lesen keine Blogs und orientieren sich nur an ihrer Peer-Group, d.h. an Kollegen mit gleichem Hintergrund.

    • Bettina Fries sagt:

      Leider nicht ganz richtig – ich studiere an einer Fachhochschule und da tragen so einige, die durchaus etwas in der Birne haben, Echtpelz. Wenn man im Gespräch erwähnt, dass man extra eine Jacke OHNE Fellbesatz (schwierig!) wählte weil man es grauenhaft findet, wie die Tiere gehalten werden, kommt eben das Fleischargument oder „ja aber es ist ja schon tot, da macht es keinen Unterschied mehr ob ich es kaufe“. Herr wirf Hirn vom Himmel. Dasselbe in den Büros einer grossen internationalen Firma, speziell lächerlich finde ich ja Männer mit Pelzbordüren, das wirkt auf mich irgendwie gockelhaft.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Na ja frau Fries, sie dürfen sich Ihr Beuteschema selber zurechtlegen, bin aber sicher der eine oder andere Gockel findet sie eine echte Gans.

  • Nora sagt:

    Wenn man an sehr kalten Orten lebt, kann Pelzkleidung durchaus nützlich sein. An diesen Orten wird aber oft auch sehr nachhaltig mit dem Pelz umgegangen. Da wird auch das Fleisch verwertet. Wenn man hingegen in der Stadt Zürich lebt, ist das Tragen von Pelz einfach nur lächerlich und unnötig.

    • semmelweiß sagt:

      Im Internet surfen und Ressourcen verbrauchen ist auch unnötig…WAS ist nötig? Entscheiden Sie das?

      • Nora sagt:

        Ja klar, was denken Sie denn. Ich sitze auf meinem Thron und verdiene mein täglich Brot in dem ich Münzen werfe betreffend Notwendigkeit aller existierender Gegenstände.
        Ich habe hier nur meine persönliche Meinung wiedergegeben, dafür sind Blogs doch da? In der Schweiz ist das Tragen von Pelz nur ein Statussymbol (sofern Sie nicht auf dem Gipfel eines 4000ers Wohnen).

  • Tom Schweizer sagt:

    Liebe Ethiker – und Blogschreiber.
    Ihr seid mir ja lustige Gesellen – Tierprodukte gehören nicht getragen und nicht gegessen, und wenn, lediglich aus freier Natur, ohne Fallen und ohne CO2 Emissionen.
    Sorry, liebe Eltern. Wacht auf: Die Welt ist überbevölkert. Eine nicht gekaufte Pelzjacke, Energie sparen, Produkte aus der Natur sind toll. Aber, liebe Eltern, Sie werden niemals auf so viele industrielle, tierische Produkte und auf so viel Energie verzichten können, wie Ihre Kinder und Kindeskinder verbrauchen werden. – alleine Ihre Reproduktion schadet x-mal mehr als jedes Pelzmäntelchen

    • Susi sagt:

      Danke für diesen konstruktiven Beitrag im Mamablog (!)
      *kopfschüttel“

    • semmelweiß sagt:

      So ist es! Will aber keiner hören Tom Schweizer. Sich selber belügen und sich über die anderen empören ist viel bequemer.

    • Franz Vontobel sagt:

      All diese „Die Erde ist überbevölkert und Kinderhaben total unverantwortlich“ sollen doch bitte endlich mal konsequent sein und, statt andere zu kritisieren, selber etwas gegen die Überbevölkerung tun. Sie könnten bei sich damit anfangen…

    • U. Knecht sagt:

      TS +1

    • Carolina sagt:

      Mir gehen diese Tom Schweizer dieser Welt mit ihrem von der moralischen Ueberlegenheitswarte aus vorgetragen missionarischen Menschheits-Abschaffungs-Eifer so was von auf den Keks! Eigentlich sollte man ihnen gar nicht mehr antworten, aber es bringt mich immer wieder auf die Palme, wie selbstgerecht und undifferenziert Menschen sein können.
      Schweizer: was machen Sie denn? Denken Sie daran, sich selber abzuschaffen? Laufen Sie nackt herum? Wissen Sie eigentlich, dass es Menschen gibt, für die Emissionen Ihrer Art viel, viel schädlicher sind als jeglicher CO2-Ausstoss?

  • Stefan W. sagt:

    Ehrlich gesagt würde ich beim Pelzbommel oder -kragen eines entgegenkommenden Kindes jetzt nicht so auf den ersten Blick erkennen, ob es Echtpelz ist. Ich kann daher nicht bestätigen, ob ich die Diagnose von Frau Küster hier teilen könnte, oder ob das vielleicht mehr ein urban-zürcherisches Problem ist.
    Wie auch immer. Das Problem ist ja nicht das Produkt per se, sondern die Haltungsbedienungen des Tiers. Sonst dürften wir keinerlei tierische Produkte verwenden. Wir sollten uns also eher dafür einsetzen, dass Pelztiere anständig gehalten werden, als pauschal Pelz zu boykottieren.

    • Annalena sagt:

      Geht das, Pelztiere artgerecht halten? Ich bezweifle das ernsthaft. Wäre es nicht schlauer, Felle einheimischer Nutztiere zu verwerten und der Raubtieren, die unsere Jäger erlegen (Dachse, Füchse…). Und dem Rest der Vierbeiner ihren Pelz zu lassen? Ein Tigerfell macht aus einer Kuh noch lange keine Raubkatze haben wir in den 70ern skandiert.

  • Lucas Kunz sagt:

    Hat die Mama ihrem Kind auch erzählt, wie das Schwein, dessen paniertes Schnitzel gebrutzelt auf dem Teller liegt, oder dessen Wienerli mit Senf zwischen dem Brötchen klemmt, auf aller engstem Raum dahinvegetieren musste, mit pechschwarzen Zähnen durch Karies, kaputten Füssen und Gelenken und dessen Tötungsmethoden auch nicht schmerzfrei waren? Vielleicht sollte mal das Mami mit ihrem Kindchen einen Besuch in einem Schlachthaus oder einer Hühnerfabrik machen ….

    • Darja Rauber sagt:

      Wer Fleischessen mit Pelztragen vergleicht, hat die Pelzindustrie und deren Haltungsmethoden nicht begriffen oder verschliesst ganz bewusst die Augen vor dem entsetzlichen Tierleid. Wer hierzulande Fleisch isst, isst mit grosser Wahrscheinlichkeit Schweizer Fleisch. 80% der CH Rinder bspw. haben Auslauf und leben unter Bedingungen, die das (strenge) Tierschutzgesetz bei Weitem (!) übertreffen. Die weltweit praktizierte Pelztierhaltung aber ist in der Schweiz vom Gesetz her als Tierquälerei verboten. In der CH hat ein Fuchs im Zoo Anrecht auf mind. 100 m2 – auf einer Pelzfarm ist es 1 m2…

    • Susi sagt:

      @Kunz: “ Vielleicht sollte mal das Mami mit ihrem Kindchen einen Besuch in einem Schlachthaus oder einer Hühnerfabrik machen ….“

      Ein Kind soll also traumatisiert werden dafür, dass ihm Fleisch aufgetischt wird, ein Entscheid, den es nicht mal selber getroffen hat? Haben Sie mal überlegt, wie fies Ihr Kommentar daherkommt? Unterste Schublade.

    • Susi sagt:

      @Kunz: “ Vielleicht sollte mal das Mami mit ihrem Kindchen einen Besuch in einem Schlachthaus oder einer Hühnerfabrik machen ….“

      Ein Kind soll also traumatisiert werden dafür, dass ihm Fleisch aufgetischt wird, ein Entscheid, den es nicht mal selber getroffen hat? Haben Sie mal überlegt, wie fies Ihr Kommentar daherkommt? Unterste Schublade.

      • Lucas Kunz sagt:

        Mein Kommentar ist doch absichtlich fies und provokativ! Aber ich möchte auf die Scheinheiligkeit hinweisen – es wird nur über die Pelztierhaltung sich echauffiert, aber täglich haben wir selbstverständlich Fleisch auf dem Teller, von Tieren, deren Haltung teils noch viel grausamer ist, als was in der Pelztierhaltung abläuft. PS: Als Kind war ich selbst im Schlachthof und hatte gesehen, wie geschlachtet wurde … und mein Credo bereist als Jugendlicher: Es dürfe ausschliesslich nur derjenige Fleisch essen, der auch ein Tier töten und schlachten würde …

      • Susi sagt:

        Provokation hin oder her, der Vergleich hinkt trotzdem, die Massentierhaltung, aus der unser Fleisch kommt, ist zwar übel, aber doch nicht vergleichbar mit der Haltung und „Verarbeitung“ der Pelztiere in China.
        Ich stimme auch nicht zu, dass man für „Lizenz zum Fleischessen“ selbst in der Lage sein müsste, ein Tier zu jagen/töten. Der Mensch lebte schon immer in Sippen, in welchen die „Ämtlein“ aufgeteilt wurden, da muss nicht jeder alles können, wo kämen wir denn da hin.

      • Susi sagt:

        Und ob man jetzt ein Tier töten/schlachten würde, ist doch eine völlig hypothetische Frage, die man nicht 100%ig beantworten kann, ausser, man hat das schon mal gemacht. Haben Sie?
        (Ich übrigens schon, ich hatte ein Weile mit Schlangenzucht zu tun und musste ab und zu ein Futtertier töten. War gar nicht toll, das zu tun. Und es ist der Grund, warum ich heute nicht mehr mit den Reptilien zu schaffen haben möchte. Müsste ich mein Fleisch selbst erlegen, würde ich definitiv extrem viel weniger essen als jetzt…)

      • Renato sagt:

        Herr Kunz, darf ich mich auch nur rasieren, wenn ich das Metall der Klinge auch selber aus dem Erz gewonnen habe?

      • tina sagt:

        susi, ich dachte, man dürfe futtertiere nicht selber töten und lebende säugetiere füttern sei verboten.
        man kann für die schlangen als futter gefrorene mäuse kaufen.

      • Susi sagt:

        @tina: Vor gut 10 Jahren war Lebendfütterung noch üblich, da kaufte man die Tiere nicht eingefroren; heute hat sich das geändert.
        Aber ich hatte eben auch mit der Zucht der Futtertiere zu tun und da musste man manchmal Mäuse/Ratten töten, um sie dann einzufrieren. Mein damaliger Partner züchtete Schlangen, der Bestand war manchmal um die 300 Stück, da ist es immer ein Balanceakt, die Fortpflanzung der Futtertiere dementsprechend zu regulieren. Konstant Säugetiere sterben zu sehen ging mir längerfristig echt an die Substanz. Ich mag Ratten nämlich sehr gerne und hatte sie auch als Haustiere.

      • Lucas Kunz sagt:

        @ Susi, Als meine Kinder klein waren, hörten sie mit Wonne „Michel Lönneberga“. Da ging’s auch um ein Schwein, welches geschlachtet werden sollte – reales Leben eines Bauernhofes eben ….das hatte ich als Kind auch mitbekommen. Wenn Sie mich fragen, ob ich geschlachtet hätte – ja, nur Kleintiere, wie Hühner und Fische. Bin immer noch der Ansicht, auch Kinder sollten wissen, was sie auf dem Teller haben und sich ihre Gedanken machen, wenn sie duftende bruzzelnde Klöpfer am Imbiss sehen, was das für Tiere einmal waren und wie sie gelebt hatten.

      • Susi sagt:

        @Lucas: Da stimme ich absolut zu, ich erkläre meiner Tochter auch immer, was auf ihrem Teller liegt. Sehr eindrücklich für die Kinder war das Spannferkel, von dem wir im letzten Sommer im Rahmen eines Siedlungsanlasses gegessen haben. Man sieht das ganze Säuli am Spiess und weiss dann auch genau, was man auf dem Teller hat.

  • Markus Schneider sagt:

    Sie entscheiden für Ihr Kind dies, ein anderer für seins eben das. So ungerecht geht es auf der Welt zu und her. Aber Sie haben natürlich recht und stehen auf der guten Seite. Nun stellen Sie sich aber mal (gemäss Oberredaktor Somm, der letzten behauptete, er hätte „gerade so gut in Ruanda geboren werden können“) vor, Sie wären als Kind eines Pelzfarmers aufgewachsen. OK – Sie wären dann natürlich trotzdem Gegner von Pelzbesatz geworden, alles klar. Dann stellen Sie sich halt einfach mal vor, dass es tatsächlich Leute gibt, die Ihre Ansichten nicht teilen. geht das?

    • Martina sagt:

      Was ist das Fazit ihres Kommentars? Wieso soll ich Einfühlungsvermögen und Empathie investieren um etwas zu begreifen, dessen Grundlage einzig und allein Schmerz, Brutalität und Tod ist? Das ist ein kompletter Widerspruch, verstehen sie? Sie kommen mit diesem Müll (entschuldigen sie) von der „guten Seite“. Also soll es jetzt bereits so sein, dass man Leid und Qual befürwortet, nur um ja nicht als Gutmensch (womöglich noch als Linker, gälled sie!) zu gelten? Sie müssen meine Ansichten nicht teilen, können tun und denken was sie wollen – aber nur so lange sie keinem Lebewesen Schmerzen zufügen!

    • Marie sagt:

      Herr Schneider, man kann sich sehr wohl anders entwickeln und andere Lebensanschauungen haben als seine Eltern. Wenn nicht, ist das ein Armutszeugnis.

    • >Hanspeter Niederer sagt:

      Wer sich wie ein Zombie über die verheerenden Qualen aderer Lebewesen hinwegsetzt mit oder ohne lächerliche Ausreden, um seiner irgendwie gearteten Lust zu frönen, disqualifiziert sich als Gesprächspartner. Pelz bedeutet zu mindestens 90% pure Barbarei durch die „Krone der Schöpfung“.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Ja hier! Reichen Sie mir mal die Krone, auf einem Pelzkissen bitte. Und dann dürfen sie weiterheucheln, das Moralin ist ja umsonst.

  • Beni Dorm sagt:

    Her mit dem Pelzmantel! Brauchen wir nicht, solche scheinheiligen, falsch informierenden Moralapostel überall. Man kann auch verantwortlich geschossenen Pelz erwerben (Populationsregulation.)

    • Jeanette Kuster sagt:

      Kann man, siehe Schweizer Fuchs. Doch der Anteil dieses „guten“ Pelzes am Gesamtmarkt ist verschwindend klein.

      • Michael Steiner sagt:

        Und wie wollen sie beurteilen ob es „guter“ oder „schlechter“ Pelz ist? Gar nicht? Schon allein zu erkennen ob es echter oder falscher Pelz ist wird wohl schwer genug sein. Besonders von Auge ist es wohl schwer ein Urteil zu fällen. Sie scheinen das Problem aber anscheinend nicht zu haben. Echtpelz, nota bene.

  • Dan dee sagt:

    Tiere töten und essen geht aber wen man einen Pelz draus macht ist es verwerflich? Hallo scheinheiliger gehts nicht!

    • Brunhild Steiner sagt:

      … von welchen Tieren welche hierzulande auf dem Teller landen könnten Sie den PELZ verwerten?

      • Hotel Papa sagt:

        Vom Kaninchen.

        Aber konstruktive Ansätze sind nicht mal eine Antwort wert. Lieber empört man sich hüben wie drüben.

      • Martin Frey sagt:

        Richtig, Hotel Papa. Hauptsache wir können die etwas scheinheilige MB-Empörungsindustrie wieder etwas bewirtschaften…

    • Jeanette Kuster sagt:

      Genau dasselbe wollte ich auch fragen Brunhild Steiner. Die Füchse und Nerze in den Pelzfarmen werden alleine des Fells wegen gezüchtet und getötet Dan dee.

      • semmelweiß sagt:

        Jedes Nutztier wird gezüchtet und dann getötet – für uns, die wir in diesem System leben. In diesem System leben heisst: konsumieren, konsumieren, Wachstum, Wachstum, das ist KAPITALISMUS. In diesem System sind weder Umwelt- noch Tierschutz ernsthaft machbar, wer es trotzdem glaubt, lügt sich in die Tasche. Ausserdem interessiert es global nicht die Bohne, was wir hier in CH treiben, in China oder Indien lachen die über unsere Gesamteinwohnerzahl, wir sind einfach mit unserer Meinung und Lebensweise irrelevant. Sich empören hilft da auch nicht weiter.

      • Hotel Papa sagt:

        Doch, solche Anliegen sind auch im Kapitalismus durchzubringen. Auf geneu dem Weg, der hier läuft. Wenn es gemäss der öffentlichen Meinung untragbar wird, dann wird es auch unwirtschaftlich.

      • mila sagt:

        @HP: semmelweiss hat mit dem Hinweis auf die Problematik globaler Verflechtung(en) durchaus ein stichhaltiges Argument – solange wir beispielsweise bei uns Sweat-Shop-Bedingungen verbieten, über Konsum jedoch nach wie vor (in)direkt davon profitieren, betreiben wir bis zu einem gewissen Grad Augenwischerei. Wirklich konsequent, in allen Belangen, ist das nicht. Ich sehe da allerdings auch, wie gesagt, keine einfachen Lösungen, schon gar nicht mittels simpler Kapitalismuskritik.

  • Tierfreund aber gerecht sagt:

    Genau so wie carrie B es schreibt ihr wollt keinen pelz oder leder aber das fleisch esst ihr in massen auf!!! Und es ist doch gut so wenn alles von dem toten tier verwendet wird

  • Mike Soldano sagt:

    Ein Stück Fleisch ist in ein paar Stunden verdaut, ein Pelz kann jahrelang genutzt werden. Was der offenbar riesige Unterschied zwischen Pelz und Leder tragen sein soll, konnte mir von PETA noch niemand erklären. Ich vermute, es ist im Klassenkampf begründet, die Reichen können sich Pelze leisten, ich nicht, darum bin ich dagegen. Ist bei foie gras genau die gleiche Geschichte, einer Gans, die den ganzen Tag draussen rumwatscheln kann, geht es sicher besser, als einem Huhn in einer Legebatterie, auch wenn es der Gans täglich (vielleicht!) kurz unangenehm ist.

    • tina sagt:

      man kann auch gänse herumlaufen lassen ohne dass das zwangsläufig mit quälerischen füttermethoden verbunden sein muss.
      das leder das man für schuhe usw braucht, ist doch meist rindsleder und stammt von den schlachttieren, die gegessen werden. auch da hat man gelegenheit, tiere aus haltung zu essen (und deren verarbeitetes leder zu tragen), die einigermassen anständig gehalten wurden.
      mit pelz meint man selten fell eines rindes oder schafsfell, sondern pelz von tieren, die nur zur pelzproduktion unter quälerischen bedingungen gehalten werden

      • Mike Soldano sagt:

        Warum genau wird Pelzhaltung zwingend immer mit Tierquälerei gleichgesetzt? Die seriösen Pelzhändler haben doch schon lange reagiert, sie wären ja dumm zu glauben, dass man ihnen das durchgehen lassen würde. Genau so wie bei der Nutztierhaltung gibt es sehr gut geführte und sehr schlecht geführte Pelzzuchten.

      • tina sagt:

        ah ja? welches sind denn die labels, die dem kunden einigermassen unquälerische haltungsbedingungen garantieren?

      • Franz Vontobel sagt:

        Wie bei den Banken, die sind ja jetzt auch alle seriös…

  • Katharina I sagt:

    Leder ist Pelz ohne Haare… Nach all diesen moralinsauren Kommentaren habe ich richtig Lust, einen schönen Pelzmantel zu kaufen.

    • Christine II sagt:

      Ja KatharinaI, endlich ein positiver Kommentar! Kaufen Sie sich einen wunderschönen Nerzmantel, was gibt es Eleganteres zu tragen bei grosser Kälte!

    • Rohrer sagt:

      Ja Katharina machen sie das,freue mich noch jemanden mit Pelzmantel anzutreffen. Ich habe Kürschnerin gelernt und schon zu meiner Zeit wurde viel schlechtes geschrieben über uns, was viel nicht der Warheit entspricht. Ich trage meinen Nerzmantel ohne ein schlechtes gewissen zu haben.

    • Franz Vontobel sagt:

      Oder Baby Robbenfell! Das ist auch wunderbar, und die Vorstellung, wie so ein Robbenschädelchen zerplatzt, wenn man mit dem Knüppel drauf haut hat auch was… Na, Mädels? Wie wär’s?
      Sind ja bloss Tiere, also was soll das Geschrei…

      • Rohrer sagt:

        Herr Vontobel sie wissen aber auch nicht was in der Kürschnerei verarbeitet wird.Zuerst schauen und dann schreiben.
        Immer mit falschen Tieren kommen und einen ganzen Berufsstand schlecht machen.!!!!!!!!!

      • Hotel Papa sagt:

        Dann erklär mr doch bitte woher ein Nerz kommt, den man ohne schlechtes Gewissen tragen kann.
        .
        AFAIK ist der aus Fallenjagd (unbezahlbar) oder aus dem Käfig. Dutzende für einen Mantel.
        .
        Ja, Kürschnerei ist ein schönes Handwerk. Aber sauberes Material ist selten.

    • Widerspenstige sagt:

      Wer kein Gewissen hat, braucht auch keines vorzutäuschen… 😡

  • Claudia Egger sagt:

    Pelz ist ein wunderbares Material, einzigartig vom Griff und der Wärme. Anstelle den Pelz zu verteufeln, sollte man die Tierhaltung anprangern. Zahlt Jägern einen anständigen Preis für einen schönen geschossenen Rotfuchs oder einen Waschbär und die Sache ist gegessen. In der Schweiz werden die Fuchsfelle verbrannt, weil das Gerben des Fells teurer ist als der Verkaufspreis des Fells. Auch ein Schaffellmantel ist eine tollle Sache. Pelz ist nicht gleich Pelz.

  • Hannes Müller sagt:

    Die Gutmenschen haben ein neues Thema.

    • Onkel Arnold sagt:

      Es spricht nicht gerade für unsere Gesellschaft, dass Wörter wie „Gutmenschen“ als Beleidigung verwendet werden. Und neu ist das Thema übrigens auch nicht.

      • Hannes Müller sagt:

        Es sind zwei Paar Schuhe, ob man tiergerechte Haltung verlangt oder ob man über die Moralschiene anderen etwas verbieten oder vorschreiben will, weil man selber der Papst ist. Leuten mit letzterer Haltung sagt man kurz gefasst Gutmenschen.

    • Hotel Papa sagt:

      Die Schlechtmenschen auch.

    • Widerspenstige sagt:

      Gutmensch? Schlechtmensch?! Überhaupt Mensch??!!

      • Hotel Papa sagt:

        Natürlich ists ein Unwort. Aber wer andere im Zorn Gutmensch schimpft, bei dem muss ich annehmen, dass er gern Schlechtmensch geheissen wird.

      • Widerspenstige sagt:

        Sorry, damit wollte ich Dich nicht in Erklärungsnotstand bringen, Hotel Papi. Ich ärgere mich nur immer wieder über dieses äusserst peinliche Einfügen des Wortes ‚Gutmensch‘, wenn immer sich das eigene schlechte Gewissen über eine Sache meldet. Egal wo es auftaucht, sind es doch immer wieder derselbe Menschenschlag. Wie konnte es überhaupt soweit kommen, dass eine gute Tat oder ein guter Gedanke ins Gegenteil verkehrt wurde, indem man diesen Mensch dann verächtlich einen ‚Gutmensch‘ tituliert?! Ich muss annehmen, dass solche Aussagen einem starken inneren Gewissenskonflikt entweichen. Gut so!

      • Martin Frey sagt:

        Gut gemeint bedingt halt oft auch eine gewisse Gutgläubigkeit und ist daher nicht selten das Gegenteil von gut, WS. Daher wohl der Begriff.

  • Carrie B sagt:

    Meine Skijacke hat Pelzvesatz. Echten. Dafür ist Pelz ja da. Ich bin sicher das glückliche Biosäuli war bei der Schlachtung sehr glücklich. Ihr tragt ja auch Lederschuhe, deren Background war ganz sicher ganz und gar nicht problematisch. Immer dieses tendenziöse kollektive Herumgeheule

  • Andrea sagt:

    Meiner Meinung nach gehört (Echt)Pelz an gar keine Jacke! Und diese doofen Pelzumrandungen an mittlerweile wirklich jeder Winterjackenkapuze finde ich absolut hässlich, ob echt oder falsch spielt dabei keine Rolle.

  • Patrick Keller sagt:

    Viel verbreiteter noch und nicht minder furchtbar sind Gänsedaunen, bloss scheint sich hier die Einsicht noch nicht durchgesetzt zu haben, dass die Lebendrupfung eine Tierquälerei ersten Ranges ist. Aber das Federvieh hat ja auch nicht annähernd den Jöö-Faktor eines Fuchses oder einem sonstigen Felltierchen. Nur die wenigsten Hersteller deklarieren klar und deutlich die Unbedenklichkeit ihrer verarbeiteten Daunen – H&M und Konsorten gehören nicht dazu…
    Wer’s nicht glaubt, googelt „Lebendig gerupft: Das Geschäft mit den Gänsedaunen“ (Spiegel Online).

    • Marcus Ballmer sagt:

      Lebendrupf ist in Europa faktisch überall verboten, Patrick Keller. Nur ist den Daunen, wenn sie gewaschen und sortiert sind, nicht anzusehen, ob die Daunen aus Tot- oder Lebendrupf stammen. Der Hersteller ist da auf die Angaben des Lieferanten angewiesen – und unter diesen hat es natürlich, wie überall, auch Unseriöse. Im Gegensatz zur Ihrer Behauptung deklarieren die meisten Hersteller die Herkunft der Daunen. Und es gibt keinen Hersteller, der Lebendrupf befürwortet. Das ist der Unterschied zum Pelz.

  • Barbara sagt:

    Unserer Tocher war es, zumindest seit sie Fernsehen schaut, wichtig, keinen Echtpelz zu tragen. Sämtliche Besätze wurden darauf abgeklopft, ob sie auch wirklich „fake fur“ waren, das ist bis heute so. Schliesslich kann und konnte sie schon immer selber denken. Und natürlich wäre es mir niemals in den Sinn gekommen, sie in Echtpelz zu kleiden. Unglaublich, dass es Eltern gibt, die diese Tierquälerei noch unterstützen. Die heutige Tierquäler-Pelztierhaltung kann man nun wirklich nicht mit früherer Jagd vergleichen. Und niemand braucht heute in unserem Land Pelz um sich warmzuhalten.

  • Moralischer Riese sagt:

    Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, wie viele Polyester für den Pelzbesatz des Kindes auf dem Foto ihr Leben lassen mussten …

    • Adrian Wehrli sagt:

      Vor allem da sich die Mamas ja heutzutage mit viel Kosten, Energieaufwand und Ausdauer den Pelz rasieren …

  • Harold Shand sagt:

    Anstelle des „gezüchteten“ Rofuchses könnte man ja wieder auf den Waschbären ausweichen. Ging früher ja auch! Diese pussierlichen Tierchen sind u.a. in Teilen Deutschlands und Japan eine echte Plage. Alleine in D jährlich zwischen 100.000 und 130.000 Abschüsse. Verwertung = 0. Das Fleisch ist gesellschaftlich im Gegensatz zu bspw. Kanada mit einem Näheverbot belegt, Der Pelz wird überwiegend nicht verarbeitet.

  • Christoph Willi sagt:

    Ich bin von allen Menschen, die so gefühlsarm auf die Tatsache der tierquälerischen Pelzproduktion reagieren, masslos enttäuscht. Ein vom Jäger waidmännisch erlegtes Wildtier als Pelzlieferant ist mit einem Pelz aus der Tierfabrik nicht zu vergleichen und wer dies nicht sieht ist auch für menschliches Leid nicht empfänglich. Wo es den Tieren gut geht leiden auch die Menschen weniger und vice versa…
    Als Tierschützer muss man gegen diese Brutalität anschreiben und wer sich darüber nur spöttisch äussert hat wirklich ein emotionales Defizit.

  • Rea sagt:

    Danke, Jeanette Kuster, für diesen Beitrag!

  • ramseier bettina sagt:

    Was für eine moralinsaure Besserwissertante! Als Inkarnation der Weltdeutung und Hüterin von Moral fühlt Frau Kuster sich bemüssigt uns vorzuschreiben, wie wir unsere Kinder zu kleiden haben und wie nicht. Mit Angst- und Schreckensszenarien versucht die Journalistin, den Kindern Spass und Freude am Naturpelz zu vermiesen. Lieber sollen zehntausende von Tierfellen im Müll landen und diese wertvollen Resourcen vernichtet werden. „Hat die Mama ihm erzählt, dass das Füchslein in einem winzigen Gitterkäfig dahinvegetieren musste?“ Gilt das auch für jeden Bissen Fleisch und jeden Tropfen Milch?

    • Hotel Papa sagt:

      Solange Du Das Fell von den Fleisch und Milchtieren verwendest, ists ja in Ordnung. Aber Fuchspelz ist meist Tierquälerei.

    • Res Andermatt sagt:

      Liebe Bettina Ramseier: Sie dürfen natürlich gerne ihre Meinung haben und die Schreiberin dieses Artikels als moralinsaure Besserwissertante bezeichnen. Aber eine Tatsache bleibt bestehen, ob Sie dies wahr haben wollen oder nicht: wer Pelz kauft, macht sich mitschuldig für die oft unbeschreiblich tierquälerischen Methoden der Pelzgewinnung. Mitgefühl ist heutzutage mehr den je gefragt, damit wir als gesamte Menschheit vielleicht doch noch eines Tages aus dem uns langsam aber sicher unwürdigen Mittelalterdasein herauswachsen. Also: öffnen Sie ihr Herz und geben Sie dem Neuen eine Chance.

    • Onkel Arnold sagt:

      Selbstverständlich ist es aus ethischer Sicht ebenso zwingend geboten, Fleisch- und Milchprodukte, wie übrigens alle anderen Tierprodukte auch, zu boykottieren und so unrentabel zu machen. Es sollte sich jedem halbwegs vernünftigen Menschen von selbst erschliessen, dass das Einsperren und gewaltsame Umbringen von empfindsamen und bewussten nichtmenschlichen Tieren aus rein kulinarischen oder modischen Gründen eine Greueltat sondergleichen darstellt, die es schnellstmöglich zu beenden gilt.

    • Danielle sagt:

      Statt sich über anderer Leute Einstellung und Ausdrucksweise aufzuregen, würden Sie gescheiter mal in sich hineinhorchen und Ihr ethisches Gewissen aktivieren, so vorhanden. Aber wahrscheinlich berührt Sie das Schicksal nicht-menschlicher Lebewesen sowieso nicht – Hauptsache, der Mensch hat seine Handlungsfreiheit. Weiterhin ruhigen Schlaf wünsche ich im Namen der geschundenen Mitgeschöpfe.

  • Hotel Papa sagt:

    Muss es eigentlich Fuchs sein? Chüngel und Rentier muss für einen Nicht-Vegetarier eigentlich drinliegen, und vor allem letzteres gibt herrlich warm. (Dachhase wäre auch nett; an Nachwuchs mangelt es da nicht. Aber da hat man natürlich sofort die Büseli und Hündli Tierschützer auf der Pelle.)

    • Issey sagt:

      Es ist richtig, dass die Besätze an Schuhen, Jacken und Taschen sehr häufig von Kaninchen Stammen die für die Fleischproduktion gezüchtet wurden. Aus modischen Überklegungen ist das das günstigste Fell um die teuren Fellarten zu imitieren.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚Ich war schon als Teenager der Meinung, dass Pelz gar nicht geht.‘

    Ohne Tierpelz wären unsere steinzeitlichen Vorfahren nicht über den Winter gekommen. Heute können wir uns natürlich warme Kleidung aus Erdöl machen, nur ist das ein Artefakt, während der Naturpelz, wie das Wort schon sagt, Natur ist.
    Das Werden und Vergehen in der Natur ist elementar notwendig, ohne Tod kein Leben und ohne Fleischnahrung und Pelzkleidung keine Humanevolution.

    Fordern sollten wir aber, die Gewinnung von Nahrung und Kleidung zu entkommerzialisieren und Tiere nicht zum Zwecke der Gewinnerzielung zu halten.

    • B. Gautschi sagt:

      Sie haben nicht im Ansatz verstanden wie heute Pelz produziert wird.
      Das hat rein gar nichts mit Natur zu tun und noch viel weniger mit unseren Vorfahren. Diese haben, intelligent und sparsam wie sie waren, ein Tier gejagt, erlegt und alles davon verwertet. Das Fleisch als Nahrung, die Sehen als Schnüre und der Pelz als Kleidung. In diesem Sinne war die Verwendung von Pelz auch vollkommen legitim. Heute aber wird das ganz anders gehandhabt und dem gilt es den Riegel zu schieben.

    • Onkel Arnold sagt:

      „ohne Tod kein Leben“

      Lustigerweise kommen solche pseudophilosophischen Platitüden immer dann vor, wenn es um das Leben und vor allem Sterben von anderen geht. Wenn Sie selbst von massivster Ausbeutung betroffen wären, weil andere im wahrsten Sinne des Wortes an Ihre Haut wollen, würde das sicher ganz anders klingen.

  • Widerspenstige sagt:

    Das ist die logische Folge, liebe Tieresser oder ist nur das Fleischessen en masse genehm? Also Fuchsfleisch habe ich zwar noch nie auf einer Speisekarte gelesen. Das fehlt noch…

    • tina sagt:

      und ich noch nie schweinepelzbesatz

    • Susi sagt:

      aber als „Tieresser“ kann man bestimmen, aus welcher Haltung das Fleisch kommt (und halt dem entsprechend etwas mehr bezahlen). Bei diesen Pelzeinsätzen ist oft keine Deklaration vorhanden vorhanden (by „made in China“ weiss man ja auch, wie die Tierhaltung dort aussieht; ich kenne so ein nettes Filmchen, wo dem Tier bei lebendigem Leib das Fell abgezogen wird und es danach – vollständig gehäutet – versucht, aufzustehen…) und kaum jemand macht sich Gedanken darüber beim Kauf einer solchen Mütze oder Kaputzenjacke mit Pelzumrandung.
      Ich finde nicht, dass man das 1:1 vergleichen kann.

    • mila sagt:

      Nicht 1:1 vergleichbar – aber als Fleischesser (ich miteingenommen) sollte man sich bewusst sein, dass Nutztiere nur zu einem einzigen Zweck gehalten werden: dem (menschlichen) Konsum. Ich gebe es zu, dieser Gedanke gibt mir doch zu schaffen.

      • Susi sagt:

        Ja, das stimmt. Darum halten wir unseren Fleischkonsum auch tief, essen kaum Rindfleisch und ich erkläre meiner Tochter immer, woher das kommt, was auf ihrem Teller liegt. „Das isch s’Bei vomene Huehn.“
        Konsequent wäre natürlich, vegan zu leben, aber das ist mir persönlich zu anstrengend und zu genussfern, das gebe ich zu.

        Nie und nimmer würde ich aber ein Kleidungsstück, das mit Pelz „geschmückt“ ist, kaufen, nicht für mich und schon gar nicht für ein Kind, das noch im Wachstum ist und Kleider nur eine Saison (oder maximal zwei) trägt.

      • mila sagt:

        Wie halten Sie es denn z.B. mit Plastikspielzeug? Plastik verseucht inzwischen ganze Weltmeergegenden, Fische und andere Meerestiere verenden elendig daran. Aber hält Sie das vom Spielzeugkauf ab, respektive überlegen Sie sich, wie Sie mit möglichst wenig Plastik im Alltag auskommen (und damit meine ich nicht nur den Umgang mit Einkaufstaschen)?

        Es ist jeweils einfach, sich bei einem spezifischen Thema gegen andere ‚einzuschiessen‘, bei dem man selbst gut dasteht.

      • Susi sagt:

        In der Tat achte ich darauf; wenn ich all die bunten Erdölderivate sehe, kommt mir manchmal schon fast das K*tz*n.
        Mein ökologischer Fussabdruck ist wirklich recht klein, ich achte schon auf solche Dinge (gehe dabei meinem Umfeld auch mal auf die Nerven) und kann es mir m.E. darum leisten, auch mal etwas zu kritisieren.
        Vegan leben geht für mich allerdings nicht 🙂

      • Susi sagt:

        Trotzdem die Frage: Darf jemand, der Plastikspielzeug oder Batterie-Schuhe kauft, keine Chinapelz-Träger kritisieren?

      • mila sagt:

        Kritisieren darf man immer – aber man muss halt mit entsprechender Gegen-Kritik rechnen (die eher selten ganz verfehlt ist). 😉

        Ich habe noch nie Batterie-Schuhe gesehen… Bin ‚modisch‘ wohl nicht ganz auf dem Laufenden.

      • Susi sagt:

        Ich meine die Schuhe, die beim Gehen leuchten; Brunhild beschreibt sie im allerersten Kommentar hier, darum hab ich das aufgegriffen.
        Meine Schwiegereltern haben meiner Tochter solche gekauft, ich find’s übel, aber eben.

      • mila sagt:

        Uj, allein bei der Vorstellung entrüstet sich mein ästhetischer (Wahrnehmungs-)Apparat… 🙂

      • Widerspenstige sagt:

        Es war für mich schon früh (k)ein Thema, echten Pelz überhaut tragen zu wollen. Meine Mutter besass einen Nerzmantel, den sie nur ganz selten trug. Ihn zu besitzen war meiner Mutter höchstes Ziel. Ich bewunderte diesen Mantel an meiner Mutter als Kleinkind, weil sie darin einfach sehr gut aussah. Später machte ich mir Gedanken darüber, wie dieser Mantel entstanden ist, da mein Vater gerne Tiere im Wald schoss… Von da an war ich Tierschützerin u hatte es nicht mehr leicht zu Hause. Inzwischen esse ich bewusst immer weniger Fleischprodukte u mag feine Vegimenues meiner Familie näher bringen.

  • mila sagt:

    Kann man so eine Kritik eigentlich auch ohne moralische Überlegenheitsrhetorik schreiben – sachlicher, unaufgeregter, und vor allem: fingerzeig-los? Vielleicht würde dies die Pelztragenden ja eher überzeugen.

    • mila sagt:

      ..letztlich sollten doch die Argumente überzeugen, nicht der soziale Pranger (der bei diesem Thema, PETA zum Trotz, augen-scheinlich nicht wirkt).

      Mir sträuben sich dabei ebenfalls alle Haare, aber mit schierer Entrüstung wird man hier, wie bei vielen anderen kontroversen Themen, nicht weiterkommen.

      • Martin Frey sagt:

        Sehe das ähnlich, mila. Zudem finde ich es völlig daneben, dass man seine eigenen Vorbehalte und Weltanschauungen auf dem Buckel der Kinder austrägt, ihnen Schuldgefühle einimpft und ggf. sogar völlig unangebrachte explizite Beschreibungen („Hat die Mama ihm erzählt, dass das Füchslein in einem winzigen Gitterkäfig dahinvegetieren musste, bis es (wenn es Glück hatte mit Elektroschock, andernfalls mit einem Knüppelschlag auf den Kopf) getötet wurde“) unter die Nase reibt. Dies ist schlicht nicht altersentsprechend. Solche Entscheide sollen Eltern fällen und nicht auf die Kinder abschieben.

      • mila sagt:

        Das Problem ist doch, dass wir alle uns situationsbedingt ethisch fragwürdig verhalten. Unsere coolen Elektronikgagdets und hippen Billiglabelkleider werden mehrheitlich zu menschenunwürdigen Bedingungen produziert, aber wieviel wäre uns denn der Schweiss der betroffenen Menschen realiter wert – wieviel wären wir bereit zu zahlen, um faire Bedinungen zu schaffen? Eben. Milchkühe und Legehennen werden in der konventionellen Produktion leistungsmaximiert eingesetzt, und wenn sie ihr Tageszoll nicht mehr erreichen, werden sie nicht in den ‚verdienten‘ Ruhestand geschickt – das wäre zu teuer. /

      • mila sagt:

        Botoxeinheiten werden am Lebendobjekt geprüft, um Sicherheit für die kosmetische Anwendung zu gewährleisten, aber es ist fraglich, ob die Botoxnutzer/innen das wissen – sie interessieren sich dafür in der Regel nicht.

        Persönlich denke ich daher, dass jede/r es mit dem eigenen Gewissen vereinbaren muss, ob er sich jedes Jahr ein neues Handy, jede Saison neue Wegwerfkleider, jeden Tag Fleisch leisten will. Eine einfache Lösung sehe ich nicht, auch ich handle (und kaufe) nicht immer ethisch konsequent. Insofern konzentriere ich mich auf mein eigenes Gärtchen und achte auf Nachhaltigkeit /

      • mila sagt:

        so gut es eben geht. Was ich versuche zu vermeiden ist, anderen moralische Vorwürfe zu machen für Verhaltensweisen, die ich bei mir selbst wiederfinde – schliesslich bin ich weder Vegetarierin, noch Veganerin, noch eine Handy-Entsagende. Wer ein Überlegenheitsgefühl daraus zieht, dass er/sie weder Botox benutzt noch Pelz trägt und auf nachhaltige (Bio-)Produktion achtet, macht es sich in dieser doch recht komplexen modernen (Konsum-)Welt meines Erachtens etwas zu einfach.

      • Martin Frey sagt:

        Bin da ganz bei Ihnen, mila. Deshalb halte ich diese Diskussion auch für sehr bigott. Die Kleider stammen aus China, die Spielsachen auch, der Teppich sowieso aus Kinderarbeit, unser Tablets mit denen wir hier Beiträge schreiben, wir fliegen ferienhalber in Länder wo gefoltert wird usw. Wir können nicht 100% politisch korrekt leben, wir können es höchstens versuchen. Was mich stört, wenn sich Leute hier aufs moralische Podest stellen, denn so perfekt ist niemand.
        Persönlich denke ich einfach, dass diese Realitäten nicht für unsere Kinder bestimmt sind, sie werden früh genug damit zu tun haben.

      • mila sagt:

        Ich denke schon, dass man Kindern Nachhaltigkeit altersgerecht nahebringen kann – aber wie Sie sagen, (bitte) ohne missioniererische Weltanschauungszüge und im Bewusstsein, dass Perfektion nicht zu leisten ist (ausser vielleicht man verzichtet auf alle Annehmlichkeiten des modernen Lebens).

      • Martin Frey sagt:

        Altersgerecht ja, aber sicher nicht so wie es Fr. Kuster schilderte, und dann noch im Vorschulalter. Es ist ein Unterschied ob es sich um Teenager handelt oder Kindergärtner.

      • mila sagt:

        Ich gehe davon aus, dass es sich hierbei um eine rhetorische Spitze gegen die pelzbesatzkaufenden Eltern handelt – ich denke nicht, dass Frau Kuster sich gegenüber einem Kind tatsächlich so äussern würde. Und doch ja, ich denke, dass man auch einem Vorschulkind beispielsweise beibringen kann, dass es keine Unmengen von selten benutztem Plastikspielzeug braucht. Entsprechend verschenke ich ganz bewusst keine solchen Artikel, aber wie die Eltern mit dieser Thematik umgehen, ist ihre Sache; da mische ich mich nicht ein.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Wenn sich die Haare sträuben, gäbe das vielleicht ja noch einen guten Pelz …

  • Brunhild Steiner sagt:

    Ah, und wenn wir schon dabei sind,
    liesse sich auch das Feld „durch Batterien aufgemotztes Schuhwerk“ bearbeiten?

    Würde mal von den Batterien-tragen-Lassenden gerne wissen,
    ob sie diese vor der Schuhentsorgung der entsprechenden Sammelstelle zukommen lassen???
    Abgesehen davon dass auch fachgerechtes Recycling immer noch von
    gar nicht erst benutzen
    gründlichst übertroffen wird was die Wirksamkeit bezüglich Umweltschutz betrifft…

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