Luxusprojekt Kind?

Six month olds are held by family friends as they wait for Britain's Queen Elizabeth and Prince Phillip at King's Square, St. George's in Bermuda

Lauter kleine Prinzen und Prinzessinnen: Eltern in Deutschland investieren durchschnittlich 131’256 Euro in ein Kind, in der Schweiz sind es sogar 200’000 Franken. Foto: PD

Für das Kind nur das Beste. Einen Kinderwagen für 2000 Franken, professionelle Babymassagen für das Kleine – und bitte nur Seiden-Bodys an die empfindliche Haut.

Noch nie haben Eltern so viel Geld für ihren Nachwuchs ausgegeben wie heute. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr investieren Eltern in Deutschland durchschnittlich 131’256 Euro in ein Kind. Den Betrag haben Journalisten der deutschen Zeitschrift «Stern» anhand von Statistiken errechnet. «Das sind monatlich gut 600 Euro für Wohnen, Essen, Heizen, aber auch Klassenfahrt, Handy und Führerschein», schreiben die Autoren. «Und natürlich für Babyschwimmen, musikalische Früherziehung und Nachhilfelehrer.»

Heft_45_2014_300«Lieb und teuer. Was Kinder heute kosten – und was sie wirklich brauchen», heisst die aktuelle Titelgeschichte des «Stern». Es ist vom Kind als Statusobjekt die Rede. Vom Luxusprojekt Kind. Denn die normale Familie mit Einzelkind verwendet gut ein Fünftel ihrer Gesamtausgaben für den kleinen Prinzen oder die Prinzessin. Die wohlhabendsten zehn Prozent der Familien geben im Durchschnitt monatlich gar 900 Euro im Monat für ihr «Luxusprojekt» aus.

In der Schweiz kostet ein Kind im Durchschnitt pro Monat umgerechnet 942 Franken, wie das Bundesamt für Statistik berechnet hat. Hochgerechnet bis zum 18. Lebensjahr ergibt das mehr als 200’000 Franken. Allein die Kinderbetreuung kostet hierzulande viel mehr als im Nachbarland: Gibt in Deutschland eine Familie im Schnitt 37 Euro pro Monat für externe Betreuung aus, kostet in der Schweiz ein einzelner Tag Krippenbetreuung im Durchschnitt 110 Franken. Geht das Kind zweimal die Woche in die Krippe, sind das 880 Franken monatlich. Für ein Kind. Geschwisterchen nicht mitgerechnet.

Doch die eigentlich spannende Frage lautet: Was alles braucht ein Kind? Wie viel Materielles benötigt es? Wie sehr hängt eine gute Kindheit vom Geld ab? Braucht das Kind ein teures Handy, den Musikunterricht, die private Nachhilfe? Im Artikel antworten Politikwissenschaftler, Kinderpsychologen, Soziologen und Ökonomen darauf, die alle auch Eltern sind.

Besonders die folgenden Aussagen dazu sind interessant – und wie ich finde mehr als nur einen Gedanken wert:

  • «Kinder brauchen authentische Beziehungen. So gestärkt, können sie sich an Widerständen messen und die Welt erforschen», sagt Herbert Renz-Polster, Kinderpsychologe und Vater von vier Kindern. Aber heute wimmle es allerorten von kleinen Einsteins und Schlaumäusen – «und vielleicht werden wir uns einmal fragen, wo denn eigentlich die Kinder geblieben sind».
  • «Geld ist nicht entscheidend für eine gute Kindheit. Viel wichtiger ist Geborgenheit in der Familie», sagt Christian Alt, Soziologe am Deutschen Jugendinstitut München. «Doch ab dem zehnten Lebensjahr wird der Druck auf Eltern immer grösser, ein Smartphone zu kaufen. Wenn sie es nicht tun, droht der Ausschluss.» Die Kinder würden deswegen möglicherweise Freunde verlieren.
  • Mathias Albert, Politikwissenschaftler und einer der Autoren der Shell-Jugendstudie: Kinder und Jugendliche benötigen unbedingt mehr Freiheit. «Freiheit von Ansprüchen, aber auch räumliche Freiheit. Sie brauchen Rückzugsmöglichkeiten aus der Welt der Erwachsenen. Doch die elternfreien Zonen werden immer kleiner.» Auch deshalb würden sich Kinder in die sozialen Netzwerke im Internet zurückziehen. «Da sind sie endlich ungestört.»

Was ist Ihre Meinung? Wie sehr hängt eine gute Kindheit vom Geld ab? Diskutieren Sie mit.

167 Kommentare zu «Luxusprojekt Kind?»

  • Sten Köppe sagt:

    Zu den monatlichen Ausgaben für materielle Dinge wie Spielzeug, Kleidung, mehr Wohnraum usw. kommt ja auch die Vorsorge hinzu. In einer globalisierten Welt spielt Bildung eine wichtige Rolle und die kostet zunehmend auch Geld. Wenn es dann zum Studium geht und ein Auslandssemester zur Sprachvertiefung ansteht, kann dies auch recht teuer werden. Wohl dem, der hier entsprechend angespart hat.

    Letztlich sollte ein Kind aber nie eine finanzielle Entscheidung sein. Vor allem ist die Liebe zum Kind für eine Entwicklung zu einer gefestigten Persönlichkeit wichtig.

  • Hans Weder sagt:

    Seit Günther Jauch weg ist, schaue ich ja kein Stern mehr – aber das nur am Rand. Die tatsächliche Zahl liegt sehr wahrscheinlich deutlich höher. Denn der grösste Kostenpunkt sind nicht Babyschwimmen oder Naturerlebnispädagogik, oder Tierkommunikatorinnen oder Krippen oder Nannies, sondern das entgangene Einkommen von Mutti. Verfügbares Einkommen pro Haushal in CH: Etwas über CHF 6’000 im Schnitt. Arbeitet Mutti 30%, was sehr sportlich wäre, dann wäre das entgangene Einkommen gegenüber „Double Income No Kids“ über 18 Jahre über CHF 700’000.-. Macht schon was aus, oder?

  • Muttis Liebling sagt:

    Noch gar nicht angesprochen wurde, dass Kinder bezogen auf Geld nicht nur Objekt, sondern auch Subjekt sind. Sie lernen den Umgang mit Geld von ihren Eltern und wenn sie Glück haben, bekommen sie auch noch ein paar Erklärungen dazu.
    Gestern berichteten die Medien über 10% aller jungen Schweizer, welche Steuer- und oder KK- Aussenstände haben. Angeblich wegen Überkonsum.
    Mit etwas Überspitzung könnte man behaupten, dass Eltern, welche ihre Kindern mit geldwerte Waren und Leistungen im Druckpumpenverfahren abduschen, den Zugang zum abgewogenen Umgang mit Geld erschweren.

  • Bernhard sagt:

    Ich gehöre zu den Menschen, die sehr viel Geld für ihr Kind ausgeben. Unser Haus gleicht einem Indoor-Spielpark und im Garten wimmelt es von Sportgeräten aller Art. Warum? Ich bin der Meinung, dass Kinder ihre wahren Interessen und Begabungen nur dann entdecken und fördern können, wenn sie auch die Gelegenheit dazu haben, diese auszuprobieren. Und da gehört halt alles dazu – ein Akkubohrer-Set genauso wie Schmink-Utensilien, ein ferngesteuerter Helikopter oder eben die fliegende Fee…wir handhaben es aber so, dass die Sachen, die nicht gebraucht werden, ziemlich rassig verschenkt werden.

    • Bernhard sagt:

      Natürlich ist all dies purer Luxus und unser Kind würde bestimmt auch ohne dies gross werden. Aber gerade solange der kindliche Spieltrieb noch so stark ausgeprägt ist, macht es doch Sinn, genügend Spielsachen (und damit meine ich auch Bastelmaterialien, Knete, Malzeugs, Schnüre, Leim etc., aber auch diverse Musikinstrumente oder eine Reckstange zum Turnen) anzubieten. Das Kind soll alles ausprobieren dürfen und sich irgendwann – wenn es sich dazu bereit fühlt – für einen (oder mehrere) Weg(e) entscheiden. Denn wie will das Kind z.B. die Freude am Klavier erkennen, wenn es nie gespielt hat?

      • mutter von vier sagt:

        omg, wieder ein paar verwöhnte kids mehr auf dieser welt. sie scheinen ja mächtig viel geld zu haben. wissen sie was? ich hab selbst vier kinder und für die ist es das schönste wenn wir als familie zeit gemeinsam verbringen. wenn mama und papa sich zeit nehmen. sowas kann nix materielles ersetzen. ich bekam früher auch sehr viel geschenke und hatte spielzeug im überfluss weil meine mutter all das nicht hatte. aber wissen sie was? ich erinnere mich nicht an mein spielzeug sondern an die tollen ausflüge die mir als familie gemacht haben, coole momente die wir erleben durften das bleibt haften.

  • extraterrestre sagt:

    mich würde wunder nehmen, wie die autorin des blogs darauf kommt, dass in deutschland externe betreuung im durchschnitt 37 euro kostet. ich wohne in deutschland. in unserer stadt gilt: ab einem einkommen von 2500 euro (gesamteinkommen der familie) bezahlt man als 4-köpfige familie für den kindergarten (ganztagesbetreuung, exkl. essen, das wird separat berechnet) 240 euro pro monat. die kinder gehen in der regel ab 3 jährig in den kindergarten. kindergarten in der schweiz sind, soweit ich weiss, gratis.

    • Muttis Liebling sagt:

      Der Durchschnitt wird, wie im Text steht, über alle Familien errechnet, einschliesslich derer, welche keine externe Betreuung in Anspruch nehmen. Deshalb kann man den nicht mit den realen Tageskosten in CH vergleichen. Wenn man hier z.B. davon ausgeht, das 30% der Kinder fremdbetreut sind und für ein Kind 880 Fr./ Monat bezahlt wird, kommt man auf rund gerechnet 880 * .3 * 1,5, ca. 400 Fr./ 330 Euro pro Familie, so ungefähr das 9- fache.

    • Muttis Liebling sagt:

      Kaufkraftbereinigt bleibt das 5- fache übrig.

  • Kamil Chwast sagt:

    geld, geld, geld. Wollen wir vielleicht berechnen wie viel uns unsere Reichen, Manager und Politiker kosten, welche wir unterhalten müssen? Weil wir eben jene Taugenichts unterhalten müssen, reicht uns das Geld nicht aus eigene Kinder zu unterhalten.

    Wir sind so egoistisch und wollen entbehrlichen materiellen Luxus. Den brauchen wir nicht, dass wisst ihr. Ein Kind braucht nicht viel. Es reicht nur in seine seelische und physische Gesundheit zu investieren und dann es schon das meiste was es braucht. Denn schaut doch, so viele Kinder besitzen Unmengen an Materiellen und sind auch unglücklich.

    • Stay-at-home mom sagt:

      In den ersten (!) Jahren braucht’s ein Kind sehr weing materiellen, aber viel Mutter/Vater/Geborgenheit. Eines was ich hier immer wieder sehe in der Schweiz und kaum verstehe – wie viele es behaupten sie könnes es sich nicht leisten zu hause zu bleiben mit dem Kind. Und ich meine nicht Jahre lang! Aber wenigstens in den ersten 1-2 Jahren. wo es am wichtigsten ist. Sie haben Autos, grosse Wohnung etc. aber sie meinen sie könnes es sich nicht leisten. EIn Baby braucht all das nicht. Wie wäre es die Bedürfnissen bisschen runterzufahren und Geld auf der Seite tun für diese wichtige Zeit?

      • Franziska sagt:

        Man kann es sich leider nicht leisten, die ersten Jahre zuhause zu bleiben, weil man nachher aufgrund der langen Pause keine Stelle mehr findet.

      • Anja Müller sagt:

        @Franziska: Genau das muss sich ändern. Es darf nicht sein, dass Wiedereinsteiger/innen, die wenigstens in den ersten Lebensjahren ihr Kind selber betreut haben, nachher von Arbeitgebern so behandelt werden, als hätten sie in dieser Zeit nur Däumchen gedreht und wären verblödet. Diese Diskriminierung von Eltern nach einem Erwerbsunterbruch zu beenden, wäre viel besser, statt immer noch mehr Fremdbetreuungs-Strukturen aufzubauen.

      • Pia sagt:

        Stayathomemom Eine kleine, abgehalfterte Wohnung mieten, Waschmaschine mit 10 anderen Hausfrauen teilen, weil Frauen zu anspruchsvoll sind? Das kann nur im Zickenkrieg enden. Und die Männer lachen sich schlapp…

  • Patrizia sagt:

    Ein Kind kostet durchschnittlich 942.- CHF pro Monat? Und warum muss mein Mann 1250.- CHF Alimente pro Monat für seine Tochter bezahlen, wohlgemerkt die eine Mutter hat, die sogar mehr verdient als er??????

  • Su sagt:

    @ML: Ja, da haben Sie natürlich recht.

  • Teeniemutter sagt:

    /2 ein existenzsicherndes Einkommen erzielt, um ihren Kindern eine solche Situation zu ersparen. Schliesslich werden 50% aller Ehen geschieden, das Risiko ist also zu gross, um in der Traumwelt ‚Alleinernährerfamilie‘ zu verharren.

  • Teeniemutter sagt:

    Geld allein macht sicher nicht glücklich, aber es macht unabhängig, z. B. unabhängig vom Wohlwollen der Schulbehörde, wenn es um gezielte Unterstützung des Kindes bei der Schulbildung geht.
    Ganz speziell macht aber ein gutes Einkommen uns Frauen unabhängig vom Wohlwollen eines Ex-Partners. Ein Hick-Hack um Alimentenzahlungen wie oben in diesem Blog finde ich unerträglich für alle Beteiligten, und vor allem für die Kinder. Schrecklich, wenn Kinder aus alter und neuer Partnerschaft gegeneinander ausgespielt werden. Für jede Mutter sollte es Ziel sein, einen Beruf auszuüben, in welchem sie

  • Amy Berger sagt:

    Kinder brauchen um gut zu gedeihen grundsätzlich genau drei Dinge, nicht mehr und nicht weniger (und das bestätigt jede auch nur halbwegs kompetente Fachperson):
    Liebe & Geborgenheit.
    Genügend Zeit.
    Sinnvolle Grenzen.
    Hat nichts mit teuren Kinderwagen und Handys zu tun.

    • Franz Vontobel sagt:

      mhhh, sind das, bei genauem Zählen, nicht vier Dinge? Nicht mehr und nicht weniger? Wie ihnen jede auch nur halbwegs des Zählens mächtige Person bestätigen würde?

    • Christoph Bögli sagt:

      Das sind ja, idealistisch gesehen, ganz nette Grundlagen, die aber in ihrer naiven Schlichtheit im Alltag leider ganz schnell auch nicht mehr weiterhelfen. Denn von Luft und Liebe allein kann letztlich ein Kind auch nicht leben. Und spätestens wenn ein Kind ins Teenie-Alter kommt wünsche ich viel Glück dabei, diesem zu erklären, dass ein Handy ja völlig irrelevant sei zum „guten Gedeihen“..

  • Melanie Gados sagt:

    Mein Sohn kostet mich allein, ohne meinen Mann dazu zu rechnen, der auch Teilzeit arbeitet und jeweils die Hälfte der Fremdbetreuungs / Wohn und Haushaltskosten zahlt monatlich
    – 4000 CHF Einnahmen, weil ich nur 60% arbeite, a (ja ich verdiene auch als Frau gut)
    – 1000 CHF Betreuungskosten (2 Tage Krippe)
    – 300 CHF Anteil wg. grösserer Wohnung in besserem Quartier (im Grünen)
    – 100 CHF höhere Pendelkosten weil ich nicht mehr im Stadtzentrum wohne
    – 100 CHF pro Monat Mehrkosten weil wir uns jetzt gesund ernähren

    Also kostet er mich 5500 CHF im Monat, und meinen Mann kostet er nochmals ca. 3500

    • Melanie Gados sagt:

      Und das ohne Kleidung und Spielsachen, die wir sowieso aus der Kinderkleiderbörse haben und Kindermöbel etc. haben wir alle Secondhand gekauft.

      Tja, was für ein teures Kind! 😀

      Handkehrum, meine Eltern haben auch für mich Klavierstunden, Ballettstunden, Reitstunden etc. bezahlt und wenn sie es nicht wollten/konnten, musste ich halt Stalldienst machen oder Zeitungen austragen. Und die Krankenkasse habe ich nicht mal einberechnet. Es ist schon verrückt, wie ein Kind den Lebensstandard verändern kann, vor allem auch bei gut verdienenden Menschen.

      • Manni Mann sagt:

        Genau so kommen solche absurden Berechnungen zustande. Dass sie beide Teilzeit arbeiten, ist einfach ihre Entscheidung. Das hat wenig mit dem Kind zu tun, man könnte das auch anders lösen.
        Dass sie nicht mehr im Stadtzentrum wohnen ebenfalls. Dass sie teureres Essen kaufen ebenfalls.

        Sie machen das alles für sich selbst, weil sie so einen Lifestyle wollen, das hat nichts damit zu tun was ein Kind kostet. Und hoffentlich machen sie nicht das Kind tatsächlich verantwortlich für sämtliche Entscheide ihres Lifestyles.

      • semmelweiß sagt:

        oweia…tja, solche Rechnungen werden wohl auch bei Gericht aufgemacht! Kann man nicht kommentieren, ist absolut lächerlich.

      • 13 sagt:

        @ Semmelweiss
        Bei welchem Gericht in der Schweiz werden solche Berechnungen gemacht?

    • Thamarin sagt:

      Sie haben ihre Einnahmen zu den Kosten gerechnet.

      • 13 sagt:

        Nicht die Einnahmen, sondern die Einkommenseinbusse. So wie ich Frau Gados verstehe, verdient sie CHF 10’000.00, da sie nur 60% arbeitet, eben nur 6’000 und somit sind die 4’000 eine Einkommeneinbusse.

      • G.G. sagt:

        Wenn Sie weniger arbeiten, zahlen Sie vermutlich auch weniger Steuern, hier gibt es also weniger Ausgaben.
        Als zusätzliche Einnahmen kommen Kinderzulagen dazu.
        In die Rechnung miteinbeziehen müsste man auch, wie sich das Kind auf Ihr Freizeitverhalten und ihre Ferien auswirkt: Vermutlich brauchen Sie, solange das Kind noch klein ist, weniger Geld für Reisen, Konzerte, Kino, was wiederum Einsparnisse bedeutet.
        Mittelfristig könnte es sogar sein, dass Sie dank dem Kind einen Profit machen.

    • Sportpapi sagt:

      Die Eltern arbeiten 120% zusammen, das Kind ist aber vier Tage in der Krippe? Naja. Aber wird schon stimmen. Ansonsten zeigt die Zusammenstellung vor allem, wie manchmal in Studien so unglaubliche Zahlen entstehen, völlig jenseits von gesundem Menschenverstand.

    • Peter Wyss sagt:

      Sie haben aber vergessen die Steuerersparniss abzuziehen. Wenn sie weniger Verdienen müssen sie auch weniger Steuern zahlen, und die Betreuungskosten kann man auch abziehen. Wenn sie sich gesünder ernähren sparen sie auch noch Gesundheitskosten.

  • Franziska sagt:

    Für mich stellt sich eine andere Frage: Wenn viel Geld mit viel Arbeit und einem abwesenden Vater/ und z.T. auch Mutter (oder umgekehrt) gleichgesetzt ist, dann leiden oft die Kinder darunter und Geld macht keine glücklichen Kinder. Wenn gearbeitet wird, dies mit Freude getan wird, dem Kind gezeigt wird, dass Papa und Mama arbeiten gehen damit es finanziell besser geht und trotzdem noch Zeit vorhanden ist für die Kinder dann sind auch die Kinder glücklich. Ich erlebe Zeit als den wahren Luxus den wir unseren Kindern bieten können und auch sollen. Ja, Geld ist wichtig aber auch überbewertet!

  • Michele Holderegger sagt:

    Nach Durchsicht aller Kommentare kann man zum Schluss kommen, dass eine glückliche Kindheit sicher nicht am Wert des Spielzeugs gemessen wird. Meine Erfahrung zeigt aber auch: Armut grenzt finanziell aus und führt zu Chancenungleichheit bei Kindern. Und Bildung ist eine Frage des Geldes, denn Musikunterricht kostet, Sport kostet, Unterstützung kostet. Je mehr Bildung, desto besser die Chancen auf ein hohes Einkommen. Insofern haben die Kinder die besten Chancen, die Eltern im Rücken haben, die sich Bildung leisten können.

  • semmelweiß sagt:

    @Anne:
    Sie machen einen kleinen Denkfehler: NICHT die Eltern sind bessergestellt, sondern der Zahlvater. Dieser darf dann (und das soll er wohl noch dankbar als Privileg auffassen?) bis zum Sanktnimmerleinstag dafür bezahlen, dass ER eine gute Ausbildung hat und für die Gesellschaft Wachstum produziert. Gleichzeit muss er in einer Sozialwohnung hausen, die Ex sitzt derweil im Familienhaus und geniesst ihr Dasein. Das ist dann alles zum „Wohle des Kindes“, ja ja schon klar…

    • Sportpapi sagt:

      Ganz so einfach ist es schon nicht, wie einige hier tönen. Es gibt die Idee, dass die Kinder im gleichen Lebensstandard weiterleben sollen, wie bisher. Ergo auch die Mutter, wenn sie die Kinder betreut. Und offenbar bleibt das Manko daraus, dass jetzt zwei Haushalte zu zahlen sind, bei gut Verdienenden dann eher beim Vater. Und die Mutter erlebt einen Lebensstandard, den sie sich aus eigener Kraft wohl nie hätte leisten können. Dass man das als unfair empfindet, gerade wenn vielleicht die Trennung nicht ganz schmerzfrei verlaufen ist, liegt auf der Hand.

    • Franz Vontobel sagt:

      Nur schnell aus Interesse: auf was genau soll ich denn neidisch sein? Auf die Alimente, die sie zahlen dürfen? Auf ihre Scheidung? Auf ihre offensichlich nicht sehr glückliche Existenz?

      Aber wenn sie es sagen, dann wird’s wohl so sein… 😀

    • Susi sagt:

      Ach, du liebi Ziit.
      Franz, jetzt musste ich mich grad zusammenreissen, um nicht auch noch mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen…
      😀

    • marielle sagt:

      @Felix Stern Nein, das heisst lediglich, dass Sie sich ein bisschen detaillierter damit auseinandersetzen sollten, was Feminismus bedeutet. Die Einschätzung der Frau als Opfer stammt aus einer Zeit, in der Frauen tatsächlich gesetzlich schlechter gestellt waren, nicht ohne Erlaubnis arbeiten durften etc. Moderner Feminismus sieht anders aus und anerkennt oft auch, dass Emanzipation keine Einbahnstrasse ist. Wer glaubt, sie habe nun „die Wahl“ tun und lassen können, was sie möchte, ohne Eigenverantwortung übernehmen zu müssen, die hat meiner Ansicht nach etwas falsch verstanden.

    • marielle sagt:

      Eigenverantwortung übernehmen heisst für mich auch, sich Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung 50:50 aufzuteilen. Hausfrau und Mutter ist kein Job, denn Sie werden dafür nicht bezahlt, ihnen kann keiner kündigen, Fehler werden nicht sanktioniert und es bietet kein finanzielles Auskommen. Der „Ernährer“ kann auch ohne Hausfrau leben und die Kinderbetreuung organisieren, andersherum ist das nicht möglich. Letztendlich sind solche Entscheidungen Privatsache und jeder soll leben, wie er es für richtig hält. Die Entscheidung für ein Dasein als Hausfrau und Mutter ist einfach eines nicht: Feministisch.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @marielle:
      „Der “Ernährer” kann auch ohne Hausfrau leben und die Kinderbetreuung organisieren,
      andersherum ist das nicht möglich.“
      Da wäre dann wohl noch so einig anderes zu organisieren, mit Kinderbetreuung alleine haben Sie die Aufgaben einer Hausfrau noch längst nicht abgedeckt… . 50-50 sind für bestimmte Berufsgruppen nur schwer machbar, schon mit normaler Schichtarbeit kanns herausfordernd sein. Und bloss weil nicht-ausgelagerte Arbeit nicht bezahlt ist, bedeutet noch lange nicht sie sei nichts wert!

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      Ihre Definition von Eigenverantwortung ist Ihre, andere definieren ihre Eigenverantwortung anders.

      „Letztendlich sind solche Entscheidungen Privatsache und jeder soll leben, wie er es für richtig hält.“
      Dann bringen Sie bitte auch für Entscheidungen, welche nicht in Ihr Weltbild passen, einen Grundrespekt auf,
      denn das da: „Die Entscheidung für ein Dasein als Hausfrau und Mutter ist einfach eines nicht: Feministisch.“ finde ich abwertend, allerdings hab ich über die Jahre hier drin auch gelernt dass es verschiedene Formen von F gibt, so gesehen reicht eine Bitte:

    • Brunhild Steiner sagt:

      3/
      präzisieren Sie einfach dass es nicht dem Feminismus nach Lesart so und so entspricht.
      Wenn wir Frauen vorwärtskommen wollen, dann sollten wir uns in der Familien/Lohnarbeitgeschichte nicht gegenseitig abwerten.

    • Muttis Liebling sagt:

      Brunhild
      ‚Ihre Definition von Eigenverantwortung ist Ihre, andere definieren ihre Eigenverantwortung anders.‘

      Wenn in einer sich plural verstehenden Gesellschaft sich jeder seine Begriffe selber prägt, hier Luxus, Eigenverantwortung, Feminismus, … erübrigt sich jede Diskussion. Der MB zeigt das täglich.

    • Sportpapi sagt:

      „Die Entscheidung für ein Dasein als Hausfrau und Mutter ist einfach eines nicht: Feministisch.“ Zum Glück hat nicht jede Frau das Gefühl, sie müsste anderer Leute Erwartungen erfüllen, um bei irgendeiner Gruppe dabei sein zu können. Wobei: Ging es nicht gerade dem Feminismus angeblich um Wahlfreiheit? Oder war das nur gemeint, wenn es in die gewünschte Richtung geht?

    • Sonja sagt:

      @Semmelweiss

      Bitte verallgemeinern Sie das nicht so. Ich habe als Frau bessere Ausbildung und verdiene 3x mal als mein Mann. Es gelten gleiche Gesetze für den Mann und Frau. Falls wir uns trennen, darf ich ja auch für meinen Ex Unterhalt zahlen… Eigentlich können die Männer die Kinder auch bekommen, wenn sie sie wirklich wollen (dh. aber viel Arbeit mit Kindern: nachts aufstehen, Arztbesuche, in Kita bringen holen, jeden Abend keine freie Zeit usw.). Aber die meisten wollen lieber zahlen und dafür sturmfreie Bude haben.

  • semmelweiß sagt:

    Tja, das ist die Logik des sogenannten „Kindeswohls“, auch in Deutschland ein beliebter Topos, um Unterhalt zu maximieren. Und, man holt ihn sich natürlich von denen, die es haben und zwar nicht zu knapp! Wenn ihr Kind noch zum Studium geht, dann weden sie nochmals mind. 300.000 drauflegen. Gleichzeitig sind Sie aber der böse Papa, der sowieso an allem Schuld ist und keinerlei Rechte geniesst, ausser natürlich zu bezahlen! Denn: Pecunia non olet, dass wussten schon die alten Römer!

    • Franz Vontobel sagt:

      Naja, dafür schaffe ich es, meine Kommentare am korrekten Ort zu platzieren – so hat jeder seine Stärken und Schwächen, gell… 😀

  • Susi sagt:

    „Braucht das Kind ein teures Handy, den Musikunterricht, die private Nachhilfe? “

    Etwas befremdlich, dass hier durch die Aufzählung eine Parallele zwischen Handy, Privatnachhilfe und Musikunterricht gezogen wird.

    • Sportpapi sagt:

      Warum? Offenbar alles heute ein Symbol für Eltern, die ihre Kinder pushen und verwöhnen. Wenn auch etwas klischeehaft. Und immer nur die anderen betreffend.

      • Susi sagt:

        Ich verstehe einfach nicht, was Musikunterricht mit Verwöhnen zu tun hat. Ein Instrument zu erlernen sollte m.E. nicht als „Luxus“ bezeichnet werden.

      • Christoph Bögli sagt:

        Ernsthafter Musikunterricht ist langfristig sehr kostspielig und darum alleine deswegen ein Luxus. Kommt hinzu, dass gerade der Musikunterricht seit je her ein Prestige-Hobby ist, bei dem oft mehr die Wunschvorstellungen der Eltern im Vordergrund stehen als die Interessen oder Begabungen der Kinder.
        Letztlich kann man aber über Sinn und Unsinn davon trefflich streiten. Die Aufzählung im Artikel ist aber alleine deswegen nicht falsch, weil die Gemeinsamkeit zwischen Musikunterricht, Nachhilfe und Smartphone alleine darin besteht, dass alles nicht essentiell ist für das Wohl eines Kindes.

      • Manni Mann sagt:

        Susi, das kommt immer auf den Standpunkt an: aus Sicht des Steinzeit-Menschen ist wohl alles, was es nicht zwingend fürs nackte Überleben braucht, Luxus. Ebenso aus Sicht ganz armer Völker, die fliessend Wasser im Haus auch als Luxus sehen würden.
        Hier im MB ist Luxus a) was man sich selbst nicht leisten kann b) was man sich selbst nicht leisten will c) was aus irgendwelchen Gründen mit einer Aversion behaftet ist.

        Ein Leben im Wohlstand, das wir GsD alle haben, ist in gewisser Hinsicht immer Luxus. Ich finde es schön, wenn es uns allen so gut geht.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Wenn man es selber bezahlen muss, ist Musikunterricht sehr teuer. Und wenn man, als Vereinssportler, aus einer Kultur des Ehrenamtes stammt, in der die Leiter alle mit sehr viel Engagement jede Woche gratis arbeiten, daneben aber für den Musikunterricht ein Profi her muss, dann kommt einem das noch viel teurer vor. Manni Mann hat da mit seiner Einstufung von nicht zahlen können, wollen, oder eine Aversion haben wohl schon recht…

      • Susi sagt:

        Natürlich kann man so weit gehen und sagen, dass auch fliessendes Wasser und elektrisches Licht zum „Luxus“ gehören, denn es sind Dinge, die wir nicht brauchen, um zu überleben. Aber sehen wir doch mal von Entwicklungsländern und Urzeitzuständen ab; in unserer Kultur hat das Wort „Luxus“ eine andere Stellung. Für mich hat es immer einen Beigeschmack von „überflüssig“.
        Was den Instrumentalunterricht betrifft, ich stamme nicht aus reichem Haus, durfte aber trotzdem zwei Instrumente erlernen. Noten lesen und spielen zu können, gehört für mich irgendwie zur Grundausbildung.

      • Susi sagt:

        Eine musikalische Ausbildung hat einen nicht zu unterschätzenden (positiven) Einfluss auf die Hirnentwicklung; dem kann gerne der negative Effekt von Handys (vgl. auch „Digitale Demenz“ von Manfred Spitzer) gegenübergestellt werden. Und genau darum finde ich die Aufreihung sehr irritierend.

      • Franz Vontobel sagt:

        Uuuuh, Spitzer… bad move, Susi – der gute Mann ist alles andere als unumstritten – der wissenschaftliche Gehalt seiner Thesen ist, mh, sagen wir mal, an einem kleinen Ort versteckt…

        (in „Digitale Demenz“ zieht er btw. über eBooks her – und nun raten sie mal, ob man das Machwerk als eBook kaufen kann… :D))

      • Susi sagt:

        Wollt ihr jetzt etwa behaupten, mein IQ von 135 habe gar nichts mit dem Erlernen der Instrumente zu tun? 😀

        Franz: Hey, Manfred Spitzer ist im Fall schwer in Ordnung!

        SP: Ich dachte, es gäbe neuere Quellen zu dem Thema, ich hab das erst etwa vor maximal 3 Jahren gelesen. Hab grad wenig Zeit zum Recherchieren…

      • Franz Vontobel sagt:

        @Susi – hu, demfall sag ich wohl besser nichts mehr wegen Spitzer – kommt selten gut, sich mit Groupies anzulegen… 😀

        Nur soviel muss noch sein: ich halt’s seinen Thesen gegenüber eher mit der „Süddeutschen“, die da titelte:
        „Krude Theorien, populistisch montiert“

      • Christoph Bögli sagt:

        Das zeigt wohl einmal mehr, dass auch Intelligenz bzw. hohe IQ-Werte nicht vor plumpen Vorurteilen und schwarz-weissen Weltbildern schützen. Denn die Realität ist wesentlich komplexer und ob die Beschäftigung mit Musik und/oder Smartphones/Computern (übrigens kann man auch mit dem PC Musik machen..) vorteilhaft, „unnütz“ oder gar schädlich ist, hängt primär vom „wie“ und „was“ sowie den individuellen Voraussetzungen ab. Pauschalisierungen sind und bleiben da Quatsch. Und so oder so sollte gerade ein Kind auch Freude an einer Sache haben, ansonsten ists allemal rausgeschmissenes Geld.

      • Carolina sagt:

        Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich einen elterlichen Horror habe vor Dingen, die angeblich die Intelligenz fördern/die späteren Chancen des Kindes erhöhen/irgendeinen sonstigen Zweck erfüllen. Letztlich werden vor allem kleine Kinder nur dann wirklich lernen und etwas weiterverfolgen, wenn sie Freude daran haben – die Welt ist voll mit Erwachsenen, die als Kind zum Geigespielen gezwungen wurden bzw zum Ballett und das bei der ersten Gelegenheit gelassen haben.
        Frühchinesisch ist, viel mehr als irgendwelche Luxusdinge, für mich ein Symbol dafür (eines unter vielen), dass Eltern sich,

      • Carolina sagt:

        /2 u.U. zu Lasten einer kindgerechten Entwicklung, profilieren oder ihre eigenen Ambitionen versuchen durchzusetzen. Kommt dazu, dass der Versuch heutiger Eltern, Kindern alles und jedes vom Leibe zu halten, was auch nur die kleinste Möglichkeit von Verletzung oder Nichtgefallen oder Aushalten birgt und wir haben meiner Ansicht nach einen Cocktail, der dazu führt, dass wir es u.U. mal mit einer ganzen Generation zu tun haben, die man sozusagen von Geburt an glauben gemacht hat, dass ihnen alles zusteht.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Susi, die Frage der Autorin war ‚Wie sehr hängt eine gute Kindheit vom Geld ab?‘
        Also nicht, ob Musikunterricht nützlich ist, sondern ob es notwendig ist, Geld für z.B. Musikunterricht erübrigen zu können. Das ist es nicht. Die Frage wäre, kann ich meinem Kind frühzeitig Musik vermitteln, ohne dafür Geld in nennenswertem Umfang auszugeben. In meinem Lieblingsmodell Tauschring geht das.
        Besser noch, wenn Eltern das selbst können. Die grossen Musiker der mittleren Vergangenheit haben Musik von ihren Vätern gelernt. Auch ich habe meinem Sohn das Gitarre spielen beigebracht, ich es mir selber.

      • Muttis Liebling sagt:

        Eine Bemerkung zu Frühchinesisch, Carolina. Chinesisch ist, weil Bild-und Symbolsprache tatsächlich die am besten geeignete erste Fremdsprache. Kinder verstehen die sehr schnell. Kommt hinzu, dass die für Europäer notwendigen Verbiegungen des Lautapprates einem Kind ab 4 Jahren viel leichter gelingt, als einem Erwachsenen.
        Aber richtig ist, wie SP sagt, das Frühchinesisch und der Musikunterricht mehr als Statussymbol eingesetzt wird.. Die Eltern wollen sich in ihren Kindern selbst bestätigen, nur was nützt es, wenn Mama weder mit dem Kind musizieren, noch Mandarin mit ihm sprechen kann.

      • Su sagt:

        @Carolina: Ich stimme Ihnen da zu, mein Punkt war auch nur der, dass ich es eben unpassend finde, Handy und Musikunterricht in einem Atemzug als Luxus gleichzusetzen. Den Punkt wollte uch begründen, aber irgenwie ging das wird hl in die Hose.

      • Su sagt:

        @Christoph Bögli: Plumpe Vorurteile, schwarz-weisse Weltbilder? Äh, danke.

        ist halt bitzeli schwierig, auf meiner Smartphone-Tastatur die Welt hier facettenreich und farbig zu malen…

  • Felix Stern sagt:

    Eine gute Kindheit hängt nicht vom Geld ab. Die Berufsaussichten hingegen schon. Gerade in der Ausbilduing sind einige Sprossen mit Geld deutlich leichter zu erreichen als ohne.

    Ich fand die Aussage Herbert Renz-Polster treffend, dass wir uns bei all der Früherziehung einmal frafgen werden, wo die Kinder geblieben sind. Dieser Teil hat in meinen Augen mit den Berufsaussichten auch nicht viel zu tun.

    • Christoph Bögli sagt:

      Punkto Bildung ist das wohl eher eine Autokorrelation: Geld an sich ist da kaum ein relevanter Faktor, wesentlich wichtiger ist das Bildungsniveau der Eltern selbst, da dies sowohl biologisch wie punkto Sozialisation tendenziell positive Auswirkungen hat. Zwar bedeutet ein hohes Bildungsniveau der Eltern meist ein überdurchschnittliches Einkommen, sprich Geld ist auch ausreichend vorhanden, aber das scheint eher sekundär. Wichtiger ist, dass in solchen Haushalten halt Wert auf Ausbildung gelegt wird und auch die nötige intellektuelle Hilfestellung gewährt werden kann..

      • Michele Holderegger sagt:

        Das stimmt meines Erachtens nur begrenzt, Herr Bögli. Ohne ein gutes Einkommen hätte ich mir mein berufsbegleitendes Studium nicht leisten können. Und dieses gute Einkommen habe ich auch, weil meine Eltern in der Lage waren, uns eine entsprechende Ausbildung zu ermöglichen. Ein Gymnasialschüler kommt bedeutend teurer als ein junger Erwachsener, welcher eine Berufslehre macht. Ausserdem konnte ich mich auf allen Ebenen als Kind bilden, mit Sport, Musik, Büchern, Ausflügen, Ferien. Und dafür braucht es nun mal Geld.

      • Christoph Bögli sagt:

        @MH: Das mag teilweise stimmen, aber letztlich scheinen Sie meine These missverstanden zu haben: Der Vorteil für das Kind ergibt sich nicht primär durch das Geld als solches, sondern in einem bildungsaffinen (und deshalb tendenziell gut situierten) Haushalt aufzuwachsen. Denn wenn Eltern dumm und bildungsfeindlich sind, dann hilft alles Geld der Welt nicht, weil diese dann gar nicht erst auf die Idee kommen, in Bildung für das Kind zu investieren. Das Geld an sich macht zwar vieles leichter macht, aber ist in der Frage letztlich doch nur sekundär.

      • Michele Holderegger sagt:

        Das stimmt sicherlich. Nur kann man auch bildungsfreundlich sein und es sich dann nicht leisten können. Und darum glaube ich, greift die These zu kurz. Geld ist nur dann sekundär, wenn man genug davon hat.

      • Felix Stern sagt:

        @Bögli: Ich habe nicht behauptet, dass Geld bei einer Ausbildung wichtiger ist als die genetische Veranlagung, die die Eltern dem Kind mitgeben. Aber Geld spielt mE keine Rolle, ob die Kindheit glücklich ist oder nicht. Auf Firlefanz kann verzichtet werden und man kann immer noch glücklich werden. Es gibt aber durchaus Bildungsschritte, die Kosten nach sich ziehen. Die stehen den Kindern nur oder leichter zur Verfügung, wo die Eltern eben auch unterstützen können. Ich denke da an private Aus- und Weiterbidlungsoptionen, unentgeltliche Praktika, Auslandsemester oder Sprachaufenthalte usw.

      • Christoph Bögli sagt:

        @MH: Ok, das ist sicher so, zu einem gewissen Grad. Aber bezogen auf die Schweiz bezweifle ich halt ein wenig, dass das effektiv ein Problem sein kann, selbst in finanziell schwierigen Situationen finden sich schliesslich entsprechende Hilfestellungen und Stipendien, ebenso sind viele Bildungsressourcen heute so gut wie kostenfrei (Bibliotheken, Internet). Wer also behauptet, dass es am Gelde scheitere, dem fehlt schlicht der Wille. Selbst wenn Geld bis zu einem gewissen Mittelstands-Niveau vieles einfacher macht..

      • Martin Frey sagt:

        „Und Bildung ist eine Frage des Geldes, denn Musikunterricht kostet,“ haben Sie weiter unten geschrieben, Fr. Holderegger. M. E. sollte man aber Bildung nicht mit Förderung gleichsetzen. In der CH haben wir glücklicherweise sehr weit gehende soziale Mobilität und Chancengleichheit, gerade in der Bildung. Bildung ist bei uns, gerade auch im internationalen Vergleich, wenig monetär bedingt. Ein bildungsaffines Umfeld ist jedoch mindestens so wichtig wie die finanziellen Möglichkeiten der Eltern, meine ich. Und leider stehen da manchmal die Eltern den Sprösslingen hin und wieder mehr im Wege.

  • Heidi K. sagt:

    Heut ist alles teuerer und komplizierter als früher. Von den Kids wird auch mehr verlangt als vor 30 Jahren. Kinder kosten Geld, aber alles andere auch. Ferien, Ausgang, Labelanzüge, Sportbekleidung, Sportausrüstung etc. Aber da es für einen selbst ist, wird es nicht thematisiert. Und was soll dieser Hieb gegen Einzelkinder? Wohl neidisch was? Sollen wohl alle gleich aufwachsen, so richtig kommunistisch, damit allle zufrieden sind? Wir geben viel Geld für unsere Kids aus, für die Ausbildung. Da wird nicht gespart weil dies das höchste Gut ist.Aber kein Nachhilfelehrer, es wird zu Hause gelernt

  • Stephan sagt:

    Gemäss Musterrechnung TCS kostet ein einfaches Auto etwa 1000.- Franken im Monat. Das relativiert die Kinderkosten in gleicher Höhe doch etwas. Natürlich hängt eine schöne Kindheit nicht vom Geld ab. Natürlich kann ein Familie mit 5000.- Franken Monatseinkommen und 3 Kindern nicht 1000.- Franken pro Kind und Monat ausgeben. Aber bei 10’000 Franken Einkommen und zwei Kindern kann man das Geld doch dümmer ausgeben. Muss ja nicht noch mehr Plastikspielzeug sein. Eine Woche Skiferien, Schwimmkurse, Musikunterricht, Zoobesuch, ……warum den nicht, wenns finanziell drinliegt?

  • Cybot sagt:

    Auch hier stellt sich bei so einer Durchschnittsangabe die Frage der Verteilung. Ich wette es gibt Leute, die allein schon für Weihnachts- und andere Geschenke mehr ausgeben als die meisten im ganzen Jahr für das Kind ausgeben. Und die anderen 90% liegen entsprechend unter dem Durchschnitt.

  • tststs sagt:

    Woran Sie die wirklichen Luxus-Kinder erkennen? Werfen Sie einen Blick ins Plastik-Z…ääähhh Spielzimmer der Kinder!
    Was da an unnützem Zeug rumliegt…
    99% des Spielzeugs ist für den A*****, resp. für:
    https://www.youtube.com/watch?v=f7vq3AC6Ezo

    • Cybot sagt:

      Allein dass jemand ein Spielzimmer hat, ist schon ein ziemlich deutlicher Hinweis.

    • Sportpapi sagt:

      Spielzeug ist per Definition unnütz.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ähm, nein. Spielzeug ist „per Definition“ ein „Gegenstand zum Spielen“ – ausser, sie bezeichnen Spielen ganz allgemein als unnütz. Was ich für einen Sportlehrer einen etwas seltsamen Ansatz fände…

      • Sportpapi sagt:

        Sagen wir mal: Spielen und Sport sollten zweckfrei sein. Insofern tatsächlich „unnütz“. Was nicht heisst, dass dabei nichts gelernt wird.

      • tststs sagt:

        Ich würde hier tatsächlich differenzieren:
        Es gibt „nützes“ Spielzeug, quasi das Werkzeug um das Spiel auszugestalten; mit etwas kindlicher Phantasie wird eben aus einem Stecken und einem Karton ein Haus.
        Unnützes Spielzeug empfinde ich solches, das den Spielzweck schon vorgibt; also ich mein natürlich nicht Brettspiele u.ä., sondern solch stupide Beispiele wie diese Plastikfee aus dem Youtube-Video…
        Und ich würde nicht sagen „zweckfrei“, sondern „Eigenzweck“ (Spielen um des Spielens willen)…

      • Sportpapi sagt:

        Zweckfrei ist allerdings üblicherweise der Fachbegriff. Auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Spielwissenschaft

      • Carolina sagt:

        Ach G*ttchen ja, die alte Diskussion über nützliches und unnützes Spielzeug. Und natürlich haben wir ja alle aus einem Stecken eine Pistole geschnitzt, äh nein, Entschuldigung – wir haben aus Stecken und Karton Häuser gebaut. Wir waren ja alle so arm und so bewusst und Spielzeug war grundsätzlich durchdacht und erzieherisch wertvoll. Bei mir nicht! Unsere Eltern hielten Spielzeug per se für dummes Zeug, also haben wir die Grosseltern und Verwandten angezapft, bis ich eine ganze Barbie-Armee hatte, für die ich Landschaften gebaut habe. Für meinen Sohn ist alles, was auch nur im entferntesten

      • Carolina sagt:

        /2 etwas mit Star Wars zu tun hat, egal ob aus Plastik, Holz, Papier oder Lego, der absolute Hit. Wie immer, gibt es Grenzen des Plastikaufkommens, aber diese Getue um wertvolles und nicht wertvolles Spielzeug ist doch oft genauso doof wie die Diskussion, ob man Kinder ans Smartphone/TV/xBox lässt – der Mittelweg ist das entscheidende.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Du und tststs sind eigentlich die einzigen, die sich hier empören. Ich glaube, du bist hier gerade nicht auf den richtigen Zug aufgesprungen.

      • tststs sagt:

        @Carolina: Naja, also im Zuge der Kosten-Diskussion finde ich das schon nicht so unnötig…
        Wenn ein Kind nach 3x spielen bereits von einem Spielzeug gelangweilt ist, dann war dessen Anschaffung wirklich unnütz/unnötig/dumm… Und Sie können „Stecken“ und „Karton“ auch gern mit „Lego“ und „Bettbezug“ ersetzen und es läuft auf dasselbe hinaus, einfach nicht so alternativ-öko-mässig 😉

      • tststs sagt:

        Und SP, ich empöre mich doch nicht (oder?), ich drücke nur allen wieder mal meine Meinung auf…

        Empörung würde etwa so lauten: Läck, jetzt jammern sie über die teueren Kinder, haben aber ein Spielzeuglager im Wert von mehreren hundert Franken (wenn nicht tausende) 😉

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe die Empörung eher so bezüglich Plastik-Spielzeug verstanden. Aber ja, war ja ziemlich gemässigt.

      • tststs sagt:

        @SP: Ja, meine Argumentation könnte tatsächlich einen Ökotouch haben, darum ging es mir aber nicht… ganz im Gegenteil, eines der besten/nützlichsten Spielzeuge (IMHO) ist aus Plastik: Lego!

        Aaaaber, tatsächlich, nach meinem Empfinden: Plastik erhöht die Chancen, dass es unnützes Spielzeug ist

      • Susi sagt:

        Ich hätte nichts gegen Plastikspielzeuge, wären diese nicht ein Erdöl-Derivat… Abgesehen davon liebe ich Dinge aus Plastik.

      • Manni Mann sagt:

        Quatsch, quatsch – die Plastickfee kann sehr nützlich sein und Stecken unnütz. Das kommt ganz auf das Kind drauf an.
        Das Spielzeug nützt, das dem Kind a) Freude macht und B) es stundenlang spielen lässt
        Und es gibt Kinder die können mit Plastikfeen ganze Romane erfinden, andere graben mit Stecken Labyrinthe. Am schlimmsten sind Eltern, die ihre eigenen Vorstellungen dem Kind aufzwingen wollen.
        Mit der Zeit lernen wir aus beobachtung, welches für unsere Kinder ein nützliches Spielzeug sein könnte und welches eher nicht. Fehlerquote nie ganz ausgeschlossen.

      • Manni Mann sagt:

        im übrigen was soll dieses Normdenken? Kinder die das und das haben, sind verwöhnt, sprich „schlecht gehalten““ etc.
        So ein Stuss! Ob ein Kind gut oder schlecht erzogen ist, sieht man einzig an seinem verhalten. Einiges sieht man schon jetzt – anderes wird sich erst einmal zeigen.
        Etwas mehr Demut wäre jedenfalls angebracht, bevor man ständig Leute vorverurteilt, die es nun mal anders machen, als man selbst.

      • Franz Vontobel sagt:

        …bevor man ständig Leute vorverurteilt, die es nun mal anders machen, als man selbst.

        Der Spruch kommt ausgerechnet von ihnen, Manni Mann! – Danke für den Lacher! 😀

      • Carolina sagt:

        Na ja, dafür, dass ich auf den falschen Zug aufgesprungen bin, sind mir ja relativ viele gefolgt…;-)
        Tsts: Point taken! Ehrlich gesagt geht mir bloss dieses Seht-her-ich-mache-es-viel-besser-ich-bin-nämlich-ökologisch-dynamisch-erzieherisch-wertvoll-etc manchmal wahnsinnig auf den S…. Hat natürlich mit Ihnen nichts zu tun.

  • 13 sagt:

    Ich bin auch der Meinung, dass diese Rechnung etwas tief ist, hängt aber davon ab, was man einrechnet. Wir sind mit dem ersten Kind aus einer Wohnung in ein Haus gezogen, die Wohnkosten gingen um rund 1’000.00 rauf. Rechnet man das dem Kind zu, ist man schon nur damit drüber. Beim zweiten wären es dann noch 500.00, beim dritten dann 330.00. Die Betreuung nimmt auch mit Subvention bei zwei Tagen mehr als die Hälfte des Betrages ein. Und dann sollte das Kind noch angezogen und gefüttert werden und eine Krankenkasse wäre auch noch gut. Das ganz ohne den Luxus, den man sich und dem Kind gönnt.

    • 13 sagt:

      Und dann kommt die allgemeine Frage: Was ist Luxus? Wir haben zwei Autos. Mein Mann braucht berufsbedingt eins, geht nicht anders. Ich könnte theoretisch auch Zug fahren, hätte aber damit einen 1,5 Stunden längeren Arbeitsweg pro Tag. Ohne Kinder würde ich es wohl tun und die Zeit im Zug mit Lesen etc. geniessen, so ist sie mit zu schade. Ein Zweitauto ist ein materieller Luxus, klar. Aber hier geht es in erster Linie um Zeit mit der Familie. Auch Luxus? Vielleicht, aber es wird schon anders gewertet. Es würde kaum einer als überflüssig bezeichnen.

      • tina sagt:

        hihi ja das ist lustig 13. so wird ein kind natürlich wahnsinnig teuer, wenn es sozusagen 2 autos und ein häuschen finanzieren muss. ich bin in eine günstigere, kleinere wohnung gezogen nach der trennung

      • tina sagt:

        das häuschen steht natürlich auf dem lande, und darum hat man auch einen weiteren arbeitsweg. so wurde mir das hier kürzlich schonmal als notwendigkeit verkauft: man braucht über 6000.– einkommen um 2 autos zu finanzieren für den weiteren arbeitsweg, den man leider hat, weil man ja das häuschen hat, das natürlich auf dem lande steht weil es in der stadt keine häuschen gibt. wer wenig verdient hat natürlich kein häuschen, braucht darum auch keine 2 autos denn er hat muss ja nicht auf dem lande leben

      • Susi sagt:

        tina, manchmal hat man auch einen weiteren Arbeitsweg, weil man pendelt. Dass man pendelt, kann unzählige verschiedene Gründe haben. Das Pendeln muss auch finanziert werden.
        Wir wohnen beispielsweise nicht in einem Haus, sondern in einer Siedlung am Stadtrand, benötigen aber trotzdem ein Auto und ein GA.
        Irgendwie stellst du das jetzt grad etwas schwarz/weiss dar.

      • Susi sagt:

        Und P.S. Ich habe pro Tag oft an die 3 Stunden Arbeitsweg, weil die ÖV-Verbindungen so mies sind, mit Auto wären das bedeutend weniger. Aber ein Zweitauto können wir uns nicht leisten, auch wenn wir zusammen mehr als 6000.- verdienen.

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Eine Wohnung in der Stadt wäre viel teurer. Dazu höhere KK-Prämien und Betreuungskosten.Und dann müssen Sie zwei Arbeitswege berechnen. Es bringt nichts, in die Nähe meines zu ziehen, wenn dann mein Mann diese Strecke mehr hat, die ich spare. So leben wir in der Mitte. Wenn man alles rechnet, ist der Zweitwagen plötzlich günstiger. Aber die Frage war eben genau das: Was rechnet man alles ein, wenn man von den 942.- ausgeht?

      • Sportpapi sagt:

        tina bringt das Problem allerdings schon auf den Punkt. Und dass heute Arbeitswege von Stunden täglich in Kauf genommen werden, halte ich nicht nur aus Sicht der Zeitverschwendung nicht für sehr sinnvoll.

      • Susi sagt:

        @SP: das ist leicht gesagt, wenn man in einem Job arbeitet, wo es sehr viele freie Stellen gibt. Für Phil.I-Gymnasiallehrer ist der Arbeitsmarkt halt mehr als ausgetrocknet. Ich aber nehme den Arbeitsweg vor allem in Kauf, weil ich extrem gerne an genau dieser Schule arbeite, an der ich bin (wir sind übrigens sehr viele Pendler dort).
        Und die Zeit im Zug empfinde ich meistens auch nicht als Verschwendung. Aber manchmal wäre ich natürlich gerne schneller daheim.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Ich kenne die Situation gut, ich war auch schon in der gleichen. Trotzdem.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich hatte einen Job 5 Min. von zu Hause entfernt. Und ich war nicht glücklich. Bereits am Sonntag abend fing ich an, zu Hause schlechte Laune zu verbreiten, weil ich am nächsten Tag arbeiten gehen musste und so zog sich das fort. Klar, war es super, konnte ich mittags nach Hause und war eben schnell da, aber das ist eben auch nicht alles. Mein Arbeitsweg mit dem Auto beträgt 25-30 Min. Kein Weltuntergang, wie ich finde. Und ich komme zufrieden heim und geniesse die Zeit mit meiner Familie. Es muss für jede Situation angeschaut werden, was das Beste ist.

      • Susi sagt:

        @13: Stimme zu, Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist auch für mich eine der obersten Prioritäten.

      • tina sagt:

        es ist ja schön, wenn man für jede situation schauen kann, was das beste ist, aber eben: fragt sich ob man das dann wirklich den kosten anrechnen kann, wenn das ein auto erfordert, oder gar 2. ich konnte mir gar nicht leisten, zu schauen wo ich lieber arbeite. ich musste einfach einen job haben der sich mit krippenöffnungszeiten vereinbaren lässt. da ging nicht nur einkommen flöten sondern auch zufriedenheit, aber die alternative wäre sozamt gewesen.

      • Muttis Liebling sagt:

        In dem Fall langer Arbeitsweg besteht der Luxus darin, so weit entfernt vom Arbeitsplatz zu wohnen.

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Ich habe die höheren Wohnkosten bei den Kinderkosten eingerechnet, das Auto nicht. Das war nur ein Beispiel für die Frage: Wie definiert sich eigentlich Luxus?

      • tina sagt:

        ja 13, genau, das war thema hier. und ich staunte. einfamilienhaus fürs baby.
        ich wohne übrigens auch in der stadt, wüsste gar nicht wie ich sonst job und familie unter einen hut gekriegt hätte früher. wenn man so hohe pendlerkosten hat, lohnt sich eine stadtwohnung noch schnell mal. es sind dann vielleicht aber nicht 30m2 pro person oder mehr, sondern eher 20. fazit: „notwendigkeiten“ steigen mit der lohnhöhe massiv

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Du hast völlig recht. Ein Kind benötigt bestenfalls ein zusätzliches Zimmer, und damit zusätzliche Wohnkosten von vielleicht 200 Franken. Wenn man aufs Geld schauen muss. Und natürlich geht es dann auch beim Job mehr um den Lohn und die Erreichbarkeit (und sonstige Rahmenbedingungen), als die Befindlichkeit, und zwei Autos sind definitv Luxus, vor allem wenn teilzeit gearbeitet wird.
        All das heisst nicht, dass auf all diese Dinge verzichtet werden soll. Aber eben, man muss es sich leisten können. Und die Ansprüche steigen mit dem Einkommen.

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Das Einfamilienhaus war nicht fürs Baby, sondern in Erwartung weiterer Kinder und für uns. Wir sind mit dem Kind aus der Studentenwohnung rausgewachsen;-). Und zu dem Zeitpunkt habe ich mir den Arbeitsweg vom 1 h auf 10 Min. verringert, was mit ein Grund war, also gehen Sie nicht gleich davon aus, dass jeder in der Stadt arbeitet. Nur ist es heute nicht mehr üblich 50 Jahre am gleichen Ort zu arbeiten. Es war hier auch nicht die Frage, was unbedingt notwendig ist. Ich lebte als KIGA-Kind zu Viert n in 36 qm und hatte auch alles, was ich brauchte. Es geht um die Frage, was man ausgibt.

  • Claudia Maier sagt:

    Das hat damit zu tun, dass in diesen Kosten die Betreuungskosten und der Erwerbsausfall nicht mit einberechnet sind. Und ebendies zahlen Sie an die Mutter, die die Betreuung übernommen hat.

    • Anne sagt:

      Weil die 942 Durchschnittszahlen sind. Wenn die Eltern finanziell bessergestellt als der Durchschnitt sind, haben die Kinder Anrecht auf einen Teil dieser Besserstellung.
      Mögen Sie das ihrem Kind nicht gönnen oder hängen Sie einfach alte Partnerschaftskonflikte am Unterhalt auf?

    • Felix Stern sagt:

      Das ist eben die Lüge mit dem „Kindswohl“. Im Namen des Kindes zockt die Ex-Frau ab. Das ist die Realität und das gehört korrigiert. Wenn das Kind alt genug ist und Geld für die Weiterbildung braucht, kann man gerne darüber reden. Aber einfach so den Ehemann in den Ruin treiben, wie das heute der Fall ist, das ist schlicht nur ungerecht. Das ist auch allen klar. Es gehört korrigiert. Leider ist das bei uns genauso unmöglich wie eine Reformation der Waffengesetze in den USA. Alle wissen, dass der Status Quo falsch ist, keiner getraut sich, die Dinge zu korrigieren.

  • Tobias Reich sagt:

    Unnötiger und hetzerischer Artikel. Kind als Luxusprojekt, als Statusobjekt? Quatsch, ich kenne niemanden, der ein Kind aus diesen Gründen hat. Alles nur 08-15-Floskeln „Geld ist nicht entscheidend für eine gute Kindheit“, diesen Satz wird ja wohl jeder unterschreiben.
    Und die Rechnung ist auch falsch, ein Kind kostet def. mehr als 200’000….

  • schoch sagt:

    Bei uns sind mindestens 2300 monatlich.krippe 4tage,Krankenkasse sind scho mehr als2000.Luxus hobby

  • Martin Frey sagt:

    Ein Kind ist in meinen Augen Luxus. Wahrer, echter Luxus, im Sinne von etwas unendlich Kostbarem, welches nicht selbstverständlich ist. Materielle Güter treten für mich dagegen alle in den Hintergrund, sie sind allenfalls nützlich, ein diesbezüglich sorgenfreies Leben zu führen. Und dafür braucht es weder Seidenbodies noch eine Burberryjacke. Echter Luxus ist für mich das Glück, eine intakte Familie mit gesunden Kindern zu haben. Und dies ist alles andere als selbstverständlich, was leider zu oft vergessen geht.

    • Carolina sagt:

      Danke, MF. Schön geschrieben und genau auf den Punkt für mich.

    • Franz Vontobel sagt:

      Der Duden definiert „Luxus“ als kostspieliger, verschwenderischer, den normalen Rahmen (der Lebenshaltung o. Ä.) übersteigender, nicht notwendiger, nur zum Vergnügen betriebener Aufwand – ich würde meine Kinder und meine intakte Familie insofern nie als „Luxus“ bezeichnen…

      • Carolina sagt:

        Und Herr Frey hat seine eigene Definition gebracht ‚…im Sinne von etwas unendlich Kostbarem, welches nicht selbstverständlich ist….‘ Halte ich für viel wertvoller als diese Kosten-Nutzen-Rechnungen, die hier von einigen aufgemacht werden.

    • Martin Frey sagt:

      Danke, Carolina.
      Gemeinhin wird der Begriff Luxus auch auf rein materielle Güter verwendet wie auch der Duden das tut. Da spricht nichts dagegen, Hr. Vontobel. Ich habe lediglich meine hochprivate Meinung dazu geäussert im vollen Bewusstsein, damit möglicherweise vom common sense etwas abzuweichen.

  • Sportpapi sagt:

    So wenig kosten uns die Kinder? Ich bin sicher, da könnte man auch ganz anders rechnen, je nachdem, was man einbezieht. Egal. Kinder sind Teil der Familie, und nehmen entsprechend Anteil am Lebensstandard der Familie. Ist Wohlstand nötig? Nein. Schadet er? Naja. Auf jeden Fall haben wir auch gerne den teuren Kinderwagen gekauft, statt der Occasion, die es auch gegeben hätte. Weil wir in dem Moment Freude daran hatten (und nicht nur, weil die Grossmutter damals bezahlt hatte 🙂 ).
    Der Wagen hat aber nun drei Kinder überstanden und kann immer noch verkauft werden. Auto haben wir dafür keines..

  • Ariel Wyler sagt:

    Geld allein macht nicht glücklich, aber es lässt sich damit viel einfacher heulen: Rein vom ökonomischen her gesehen sind Kinder ein Luxus, das erste Kind kostet in der Vollkostenrechnung rund 750’000 Fr, jedes weitere rund 500’000 Fr. (inkl. Versicherung, entgangene Einkünfte/Kosten für grössere Wohnung). Es geht nicht darum, Kinder mit Materiellem zu überhäufen, sondern sie für das Überleben als Kinder, Jugendliche und Erwachsene fit zu machen und der Druck (auch materiell) steigt. Das kostet, aber macht Spass und gibt Befriedigung: es gibt nichts Schöneres als zufrieden schlafende Kinder.

    • Muttis Liebling sagt:

      Kinder wären Luxus, wenn sie ein Konsumgut wären. Da sieht man, wie weit des geldabhängige Denken bereits Einzug in die Sprache genommen hat.

      • Manni Mann sagt:

        das ist sowieso totaler Quatsch den sie da nachplappern Wyler. 2 Kinder würden dann 1’250’000 Fr. kosten. Auf 20 Jahre verteilt sind das. 62’500.- Fr. im Jahr. Es gibt Familienväter die durchschnittlich gerade mal soviel verdienen. Das ist also absoluter Humbug. Den mal jemand vom Stapel gelassen hat und von all denen nachgeplappert wird, die nicht rechnen und kritisch nachdenken können.
        Entgangene Karriere Möglichkeiten. Ha, ha, ha! Als ob alle Kinderlosen in der Teppich-Etage arbeiten würden! Dort sind die Mehrheit, sogar Eltern.

      • Sportpapi sagt:

        @Manni Mann: Wenn meine Frau wegen der Kinder nicht mehr arbeitet, sind das mehr als 62 500 Franken im Jahr, die sie nicht verdient (aber auch nicht versteuert). Aber das macht sie ja dann nicht (nur) wegen der Kinder, schon gar nicht im zweiten Jahrzehnt. Eben, ist halt die Frage, was man rechnet und wie.

      • Manni Mann sagt:

        genau – wer wirklich Karriere machen will (und dazu auch befähigt ist!) – der wird das mit oder ohne Kinder machen.
        die Kosten für die Fremdbetreuung, müsste man steuerbereinigt rechnen.
        Aber einfach allen Menschen pauschal eine Karriere andichten, wären sie nur ohne Kinder ist ein Witz. Hätte ich z.B. keine Kinder, hätte ich mich zehnmal weniger um Karriere und Verdienst geschert.

      • Sportpapi sagt:

        Aber um 60 oder 80 000 Franken zu verdienen muss man auch nicht unbedingt Karriere machen.

      • Manni Mann sagt:

        60’000 zusätzlich. Keiner sagt, dass ich nicht arbeiten gehen muss, bloss weil ich ein Kind habe.
        Dies ist vielmehr eine Sache, persönlicher Prioritäten, die man setzt.

  • Martin sagt:

    … warum hat man als geschiedener Ex CHF 1500 monatlich an Kinderunterhalt zu zahlen, wenn ein Kind im Durchschnitt CHF 942 kostet??? …daraus folgt, dass Kinder von Geschiedenen viel, viel teurer sind 😉 …

    • Muttis Liebling sagt:

      Das hat der Durchschnitt so an sich. ‚Die Schweizer‘ (weiss der Himmel, wer oder was das ist) hat ja auch das mit Abstand grösste Haushaltsvermögen, … im Durchschnitt.

    • 13 sagt:

      Es scheint immer noch Leute zu geben, die das Wort Durchschnitt nicht verstehen. Wer zu Unterhaltszahlungen von 1’500.00 oder 2’500.00 für das Kind verpflichtet wird, hat einen überdurchschnittlichen Lohn, was bedeutet, dass auch das Kind davon profitieren darf und soll.

      • Martin sagt:

        Stimmt … das Minimum ist in diesem Kanton 1’300 … jeder Geschiedene hat mehr als der Durchschnitt zu bezahlen, wenn er durchschnittlich verdient …

      • 13 sagt:

        @ Martin
        Falsch. Dieses Minimum wird reduziert, wenn der Schuldner es nicht bezahlen darf. Man darf ja bei ihm nicht ins Existenzminimum eingreifen, daher gibt es auch viel tiefere Alimente.

      • Martin sagt:

        @13: Danke für die Nachhilfe … die Frage bleibt, weshalb die Kinderalimente standardmässig so hoch sind, wenn der Durchschnitt tiefer liegt? …

    • aurea sagt:

      Vielleicht weil mein Ex Mann nur 250.00 pro Kind bezahlen muss? 942.00 ist ja nur ein Durschnittswert.

  • Brunhild Steiner sagt:

    «Geld ist nicht entscheidend für eine gute Kindheit. Viel wichtiger ist Geborgenheit in der Familie»,“

    Klar, bloss… sich bei jeder kleinsten Anschaffung 2mal überlegen müssen ob das wirklich drinliegt
    fördert eine entspannte Geborgenheit auch nicht grade, eine bestimmte freie Verfügbarkeit ist von Vorteil… .
    Die entscheidenden Faktoren sehe ich bei Wohnkosten, Versicherungen, ÖV etc- unsrer Ältester rutscht bald ins Halbtaxabo, wir haben das kostengünstige herumreisen mit Juniorkarte sehr geschätzt… .

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      „Doch ab dem zehnten Lebensjahr wird der Druck auf Eltern immer grösser, ein Smartphone zu kaufen.
      Wenn sie es nicht tun, droht der Ausschluss“.
      Das hören wir seit Jahren und erleben es nicht so dramatisch, unsre Jüngste hat immer noch kein eigenes Handy, unsre Älteren (14, 16) deutlich nach 10 Gebrauchthandys.

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe auch kein Smartphone. Aber auch ich spüre den zunehmenden Druck, endlich mal zu wechseln. Doch, ab einem gewissen Alter ist man schlicht von Kommunikationskanälen ausgeschlossen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        mein Handy hat nicht mal Internet…, es ist für seinen ursprünglichen Zweck voll funktionsfähig, unterwegs anrufen können/angerufen werden- zugegeben, je nach Berufsfeld heute evtl tatsächlich unabdingbar, aber für Schulkinder, ich finde wir sollten unsren Einfluss nicht unterschätzen. Solange sich die grosse Mehrheit dem Aussendruck beugt gibts keine Änderungen.

      • Sportpapi sagt:

        Geht mir auch so. Aber eben, dann bin ich von gewissen Kommunikationskanälen schlicht abgeschnitten. Und wenn alles darüber läuft, bin ich dann halt nicht im Bilde, wo man sich trifft, etc.

      • 13 sagt:

        Ob man eins will oder nicht, ist eine persönliche Frage. Aber ich bin immer wieder überrascht, wenn ein Smartphone immer noch als Luxus betrachtet wird. Heute werden sie einem mit Abos ja beinahe nachgeworfen und es gibt sie auch Occassion. Oder wer selbst eins hat, kann das alte dem Kind vermachen. Selbst die teuersten sind mit dem Preis erheblich runtergekommen und es gibt sie auch bereits unter 200.-, auf Aktionen ab 100.-. Wenn man eins will, auch für das Kind, dann kann sich das auch praktisch jeder leisten. Eben, wer eins will, ein Muss ist es nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Und dann muss man die Geräte aber auch noch betreiben, bzw. ein Netz haben. Also irgendwann 5 Smartphones, Computer, usw. Das läppert sich schon zusammen, mit der Zeit.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Wenn Sie einen WLan Anschluss haben, können die Smartphones ja darüber laufen. In der Schule wird das auch bald der Fall sein, wenn es nicht schon Realität ist. Da reicht ein PrePaid-Abo. Computer braucht doch nicht jedes Kind ein eigenes. Auch wenn es von der Schule verlangt wird, ist es ja nicht so, dass jedes mehrere Stunden an diesem sitzt . Daher reichen 1-2 für die Familie. Es ist nicht wenig, aber verglichen mit anderen Kosten…damit, was ich der KITA bezahle, könnte ich monatlich einen Laptop oder zwei Smartphones kaufen…

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich war vor kurzem in der Baukommission einer neuen Turnhalle. Und das Thema WLAN im Schulhaus kam zur Sprache. Da tönte es seitens der Schulpflege überhaupt nicht so, als wolle man das in nützlicher Zeit aufbauen. Im Gegenteil. Aber gut, Sie haben schon recht.
        Bei den Kosten ist es so, dass Notwendiges von Nützlichem oder Wünschenswertem zu trennen sind. Wenn Sie die Kinder betreuen lassen, kostet das, wenn Sie gleichzeitig arbeiten, werden Sie um diese Ausgaben nicht herumkommen. Auf die elektronischen Geräte konnten wir vor kurzem noch gut verzichten…

      • Sportpapi sagt:

        Was nicht heisst, dass es sie heute nicht braucht. Aber die Kosten sind schnell einmal in einem Bereich, der ein Mehrfaches des traditionellen Taschengeldes bedeutet, und zumindest ein rechtes Weihnachtsgeschenk in der Anschaffung. Ich finde das nicht selbstverständlich, dass man dieses Geld hat und ausgibt.

      • 13 sagt:

        Ob man heute verzichten kann, weiss ich nicht. Ich habe gleich wie Sie noch kein Kind in de Alter und kann es nicht einschätzen. Ich weiss aber aufgrund meiner persönlichen Einstellung, dass ich, wenn es dann anfängt mit Austausch über Hausaufgaben und co. über What’s up, meinem Kind auch die Möglichkeit bieten will, da mitzumachen. Dass man das tut, ist nicht selbstverständlich und ich finde es auch ok, wenn es jemand anders macht. Aber ich denke, dass es nur in wenigen Fällen wirklich am Geld liegt. Eher an de Prioritätensetzung, was völlig ok ist.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich sehe das auch so. Aber hin und wieder frage ich mich wirklich, ob all diese Neuigkeiten im Verhältnis zu den Kosten – nicht nur Geld! – auch den entsprechenden Nutzen bringen.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚Wie sehr hängt eine gute Kindheit vom Geld ab?‘ Die Frage ist unpräzise formuliert und kann in der Form nur mit ‚Gar nicht‘ beantwortet werden.

    Besser wäre zu fragen, welche Notwendigkeit haben Randbedingungen der Kinderaufzucht, welche ausschliesslich oder überwiegend nur mit dem Einsatz von Geld zu erreichen, also Waren sind und nicht zu den unverzichtbaren Grundbedürfnissen gehören. Das lässt sich beantworten, aber nicht international vergleichen. Wie erwähnt, ist Fremdbetreuung in D überwiegend keine Ware und in der Mehrzahl der OECD- Länder ist die gesundheitliche Versorgung keine Ware.

    • Muttis Liebling sagt:

      CH ist dem Wunschtraum der Neoliberalen, ALLE zwischenmenschlichen Beziehungen zu bewirtschaften, mit Preisschildern zu versehen, nach den USA am nächsten gekommen. Folglich muss hier das Mittel Geld eine weitaus grössere Rolle spielen, als z.B. in D oder dem Rest der EU- Länder. Kinder werden hier aber nicht besser erzogen, was eher dafür spricht, das Geld und Waren nicht zu den 5 wichtigsten Positionen der Kinderaufzucht gehören.

      Pädagogisch gilt wie oben gesagt ‚Freiheit von Ansprüchen, aber auch räumliche Freiheit‘ ist hoch prioritär, wäre bei mir Platz 1. In praxi bedeutet das,

    • Muttis Liebling sagt:

      2/
      1 Kinder zu Autonomie erziehen, d.h. Aussenreizabhängigkeit minimieren (Werbung, eines der schrecklichsten Phänomene unserer Zeit nicht abschalten, sondern erklären, ruhig auch verunglimpfen).

      2. Konsum in der Erziehung als das bezeichnen, was es ist, ein notwendiges Übel, auf welches man, wenn immer es geht, verzichtet. Babyschwimmen, musikalische Früherziehung und Nachhilfelehrer sind verzichtbar, aber wenn man es unbedingt will, diese nicht als Ware einkaufen. Deshalb:

      3. Alternativen zum Konsum nahe bringen, Tauschringe sind da ein gutes Beispiel.

    • Muttis Liebling sagt:

      Ich z.B. gebe ein paar Kindern, inzwischen schon der 3. Generation, sporadisch Nachhilfeunterricht in Deutsch und Mathe.
      Dafür nehme ich kein Geld, sondern die Mütter oder Omas putzen meine Wohnung, kochen, wenn ich Besuch habe. Wir notieren die Stunden, aber es muss nur grob stimmen, nicht in der Tendenz entgleiten, also eine Schere bilden.

      Das ist für mich das Wirtschaftsmodell der Zukunft, entgeltloser Leistungsaustausch. Dann spielt Geld im privaten Teil des Lebens fast keine Rolle.

      • Marc Goldinger sagt:

        Muttis Liebling schrieb: „… Omas putzen meine Wohnung … Das ist für mich das Wirtschaftsmodell der Zukunft…“
        Eine tolle Zukunft, die uns hier erwartet…

      • Martin Frey sagt:

        Zurück zur Naturalienwirtschaft, nennt man das wohl. Mag in seinem kleinen Mikrokosmos funktionieren, aber ob dies ein Modell für unsere globalisierte Wirschaftsordnung darstellt? Wer weiss…

    • Sportpapi sagt:

      @ML: Wie kommen Sie zur Behauptung, Kinder werden hier in der Schweiz nicht besser erzogen? Nicht dass ich zwingend etwas anderes behaupten würde. Aber der Massstab, die Empirie dahinter würde ich schon gerne mal erfahren.

      • Muttis Liebling sagt:

        @SP, wie immer, im Durchschnitt. Quelle sind 15 Jahre Eigenbeobachtung und die Tatsache, das ich trotz eifriger MB Teilnahme noch nie gelesen habe, dass dies der Fall wäre. Es handelt sich also um einen vollständigen Induktionsschluss.

      • Sportpapi sagt:

        Also subjektive Empfindungen nach einem subjektiven Massstab, der hier eher nicht mehrheitsfähig scheint. Und ohne aktuelle Kontrollgruppe.

  • Lala sagt:

    Wir alle wissen Kinder brauchen Liebe, Geborgenheit und die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln.
    Klar wir geben mehr Geld für unsere Kinder aus. Ich gebe auch mehr Geld für mich aus. Oder waren unsere Eltern 2-3 Mal im Urlaub, besuchten Sportkurse gegen Bezahlung, Spanisch in der Kleingruppe, besuchten Seminare zu diversen Themen. Wie viel Geld geben wir für uns selber aus? In der Regel auch mehr als die Generationen davor.
    Verantwortungsvolle Eltern misst man nicht an ihrem Budget.

  • Stevens sagt:

    Es scheint ja momentan richtig salonfähig zu sein, über heutige Eltern herzuziehen. Als Leute, welche richtig viel Kohle in ihr Luxusprojekt Prinz/Prinzesschen stecken (Seidenbodys, Babyschwimmen, etc…) und dieses übermässig verwöhnen…
    Ich erlebe in meinem Umfeld nur normale Eltern, die ihre Kinder normal erziehen. In was für einem Umfeld bewegt sich wohl die Autorin? Wäre vielleicht ein Wohnortwechsel sinnvoll?

    Der erste Abschnitt ist so was von unnötig. Der Blog würde tiptop funktionieren auch ohne über die „heutigen Eltern“ herzuziehen. Bin ich der

    • tststs sagt:

      Ja eh, Eltern und Ausländer sind die einzigen, die es per se immer geben wird und die sich dem Gemotze nicht entziehen können… 😉

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