Ist den Frauen wirklich nicht zu trauen?

Mamablog

Sollte nicht Vertrauen die Basis einer Beziehung sein, gerade wenn man eine Familie gründet? Ein Paar mit seinen zwei Kindern. (Foto: Keystone)

Ludger Pütz, Gründer des Kuckucksvater-Blogs, sorgte hier im Mamablog für einiges Aufsehen, als er seine Geschichte erzählte und einen obligatorischen Vaterschaftstest ab Geburt forderte. Der Verein verantwortungsbewusst erziehender Väter und Mütter (VeV) war sogleich begeistert von der Idee und sicherte Pütz in «20 Minuten» seine volle Unterstützung zu. Denn solche automatischen Tests würden «viel Streit und Diskussionen aus der Welt schaffen», wie Oliver Hunziker, Präsident des VeV, sagt: «Wenn der Mann von sich aus etwas unternimmt, um die Vaterschaft zu prüfen, schürt dies Misstrauen. Wenn der Staat aber jedes Baby testen würde, gäbe es dieses Misstrauen nicht mehr.»

Und Hunziker ist beileibe nicht der Einzige, der das so sieht. In einer «20 Minuten»-Abstimmung befürworteten 70 Prozent von rund 7600 Teilnehmenden einen automatischen Vaterschaftstest bei der Geburt, die «Tages-Anzeiger»-Leser stimmten immerhin mit etwas mehr als 57 Prozent dafür (1370 Stimmen).

Was wohl bedeutet, dass ich einer Minderheit angehöre. Denn meiner Meinung nach sind solche automatisierten Vaterschaftstests ein absolutes No-go. Nicht weil ich den Männern das Recht auf Wahrheit verweigern will – ich wäre absolut dafür, dass Väter bei begründeten Zweifeln einen Gentest ohne Einwilligung der Frau durchführen lassen dürfen. Was mich stört, ist, dass ein solcher gesetzlich verordneter Vaterschaftstest (man stelle sich das bloss mal vor!) unmissverständlich impliziert, dass den Frauen nicht zu trauen ist. Alle Schwangeren stünden fortan unter Generalverdacht. Die allermeisten davon völlig grundlos.

Denn auch wenn Schätzungen zufolge durchschnittlich in jeder Schulklasse ein Kuckuckskind sitzt: Es handelt sich um Einzelschicksale. Tragische Einzelschicksale natürlich. Nichtbetroffene können sich wahrscheinlich nicht ansatzweise vorstellen, was es bedeutet, ein Kuckuckskind oder ein Scheinvater zu sein. Ludger Pütz hingegen schon, und so verstehe ich, dass er aufgrund seiner Erlebnisse andere Männer in der gleichen Situation schützen will. Dennoch stört es mich, wenn er Sätze von sich gibt wie «Die Vaterschaft ist generell unsicher» und meint, man müsse das männliche «Bedürfnis nach Gewissheit» verstehen.

Denn wenn ein Mann so wenig Vertrauen zu seiner Partnerin hat, dass er jede Schwangerschaft als unsicher taxiert und das Baby erst nach einem DNA-Test als sein eigenes akzeptieren kann, dann frage ich mich, weshalb er überhaupt ein Kind mit dieser Frau zeugen wollte? Gehört zu einer funktionierenden Beziehung nicht unbedingt auch tiefes Vertrauen? Gerade wenn es um die Gründung einer Familie geht?

Und stellen Sie sich mal vor, kurz nach der Geburt stünde ein vom Staat abkommandiertes Vaterschaftstest-Team auf der Matte und würde Sie auf Ihre partnerschaftliche Treue überprüfen. Ganz egal, ob Sie selber auch nur den geringsten Zweifel an der Vaterschaft haben oder nicht. Würden Sie das nicht auch als völlig unzulässigen Eingriff in Ihre Privatsphäre empfinden?

Zudem: Ist es nicht denkbar, dass es Familien gibt, die mit Kuckuckskind glücklich weiterleben? Soll man die wirklich zur Wahrheit zwingen, wenn sie sie vielleicht gar nicht wissen wollen?

470 Kommentare zu «Ist den Frauen wirklich nicht zu trauen?»

  • Fae Insomnian sagt:

    ich finde es bemerkenswert, wie viele Männer in Zeiten von Datenverschlüsselung, NSA und gläsernen Bankkunden gewillt sind, dem Staat einfach mal so ihr aller intimstes und persönlichstes Anzuvertrauen, die eigene DNA und die ihres Partners, sowie Kindes gleich mit.
    Klar, warum nicht? Lasst uns doch gleich alle zum chippen vormerken, das erspart nicht nur den Geheimdiensten eine Menge Arbeit, sondern auch trivialeren Institutionen, angefangen beim Gesundheitsamt, über den Rententräger bis hin zu den Versicherungen.

    Und noch eins, das Blut entscheidet nicht darüber, wer ein guter Vater ist

    • Widerspenstige sagt:

      Wie wahr, Fae! Ich habe mich auch sehr gewundert, wie es in Zeiten von Datenklau etc. noch jemand bei nüchternem Zustand fertig bringt, freiwillig seine intimsten(!) Daten fremden Leuten zuzuspielen um russisches Roulette zu spielen. Zum Glück gibt es noch Menschen, die voraus denken können wie Sie mit Ihrem Beitrag beweisen. 🙂

  • Also, was ist nun die treibende Kraft, dass die Anzahl der erfogreichen Befruchtungen, bei den Kuckuckskindern so überproportional hoch sind.

    Sind es die Frauen, welche von einem Ei-Sprung zu einer Befruchtung getrieben werden?? Erhöht das die Erfolgs-Chancen???‘

  • Michael sagt:

    „dann frage ich mich, weshalb er überhaupt ein Kind mit dieser Frau zeugen wollte?“

    Wie immer bei solchen Themen, wird der Fokus von der Frau auf den Mann gelenkt.

    Es ist einzig und allein die Frau, die darüber entscheiden kann, ein Kuckuckskind in die Welt zu setzen oder nicht. Daher kann die Frage niemals „weshalb ER überhaupt ein Kind mit dieser Frau …“ lauten, sondern eher „weshalb SIE überhaupt ein Kind mit diesem Mann …“.

    Dieses „Verantwortung, nein, danke“ scheint sich in unserer Gesellschaft als Grundsatz für weibliche Haltung eingebrannt zu haben.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ich denke, dass Verantwortungslosigkeit nicht spezifisch weiblich ist, sondern dass sich dieses Phänomen je länger je mehr verbreitet in dieser Fun-Gesellschaft. Das Motto ist doch einfach vermehrt „ich kann tun und lassen was ich will und die Konsequenzen sollen Andere tragen.

  • Dr Renate Winter sagt:

    In Kulturnationen ist es Tradition,daß der Schwächste am meisten geschützt wird.Daist es logisch,daß das Recht des Kindes auf Idendität höher ist als der Schutz der Privatsphäre von Erwachsenen(Frauen),die ja durch medizinische Möglichkeiten und liberalem Familienrecht nicht zur Mutterschaft gezwungen sind.Neben dem Recht des Kindes auf Idendität gibt es aber noch einen wichtigen Grund:Gesundheitlich relevante Sachverhalte,die sich aus bestimmten genetischen Anlagen ergeben (und bei Kenntnis rechtzeitig behandelt werden können)Diese Routine-Untersuchung wäre diskriminierungsfrei und wichtig.

  • Karl sagt:

    Wenn, was mich ziemlich überrascht, statistisch gesehen in jeder Schulklasse mindestens ein Kuckuckskind sitzt, halte ich einen verpflichtenden Vaterschaftstest für absolut angebracht. Mit geneigtem Kopf von „Aber das Vertrauen“ und „Aber die Liebe“ zu sprechen ist dann ein neuro-romantisches Killerargument, das angesichts solcher Statistiken wenig zur Sachlichkeit beiträgt sondern nur weiteres Misstrauen schürt. Wie sagte schon Wilhelm Busch: „Bedenke stets wie schön es ist, wenn Du der Vater Deines Kindes bist.“

  • REALE ZAHLEN
    Eines ist sicher, das erste Mal würde das Paarungs-Verhalten der Frau aufgezeigt und analysiert werden können. Das vom EI-Sprung getrieben, der Mann/Freund gerade nicht zur Stelle ist, sich die arme Frau einen anonymen Biologischen-Sperma-Shake gönnt, um sicher zu stellen, das Ihre Gene weiter existieren werden. Die Gene des Mannes werden im SCHEIN weiter gehegt und gepflegt. Bis die Bombe einmal platzt….

    Treue Menschen haben nichts zu verlieren. Ihnen wird damit sogar wieder eine Moralische Stütze zur Seite gestellt. Für Betrüger/innen wird das Leben schwieriger…

  • 5 – 10 % Kuckukskinder
    Wieviel wird dann im gesamten bereits herum gevögelt, nicht jeder Seitensprung endet mit einem Kuckukskind. Wieviele verhüten?
    Es müssen Befruchtungen (Ei-Sprung und Ejakulat) im richtigen Moment zusammenfinden. Meine Partnerin und ich haben ein Jahr benötigt, um diesen gewissen Moment auszulohten.
    Also, wie kommt es dann zu solch einer grossen Anzahl erfilgreicher Befruchtungen??? Ich kann mir da nur weiter helfen mit dem Gedanken, dass die meisten Kuckukskinder gezeugt worden sind, durch den Ei-Sprung getrieben, der nächst Biologisch beste Mann bestiegen wird.

  • Thomas sagt:

    Nach Lektüre einiger Beiträge wundert man(n) sich als direkt Betroffener dann doch, wie sehr sich viele Menschen bei dieser Thematik echauffieren. Als direkt Betroffener kann ich dem Vorschlag nur zustimmen – aus einer ganz andren Sicht allerdings: Jedes Kind hat das Recht, seine leiblichen Eltern kennen zu lernen.

    Die Wahrheit zu meinem Kuckuckssohn kam ganz anders ans Tageslicht, als manch einer hier annehmen würde.

    Leidtragend beteiligt, bis heute: Die Kinder. Es sind nämlich alle betroffen, nicht „nur“ der Sohn.

    Ein obligatorischer Test ist eine Chance für alle.

  • Maximilian Morgenstern sagt:

    Die Sachlage ist klar: Allgemeinwohl geht vor Einzelwohl. Deshalb wird sich der Test durchsetzen.
    Frauen, die nix zu verbergen haben, nehmen diesen Vorgang mit Humor.

    • 13 sagt:

      Genau wegen dem „Allgemeinwohl“ wird sic er Test nicht durchsetzen. Wenn man mal die Emotionen zur Seite lässt, so kommt man schnell darauf, dass sich für den Staat, die Allgemeinheit der Test nicht rechnet. Der Test selber kostet etwas und die daraus entstehen vaterlosen Kinder kosten einen Haufen Geld. Die damit zusammenhängende Steigung der Scheidungsrate erst recht. Die bisherige Haltung des Staates: „lieber der falsche Vater als gar keiner“ wurde nicht etwa aus Liebe zu den Kindern verfolgt, sondern ist ein klarer Schutz der Staatsfinanzen.

      • Lukas Müller sagt:

        @13, das ist eher ihr Wunschdenken als Realität. Die bisherige Haltung des Staates welche Sie meinen zu kennen ist völlig falsch, weil es gab vor paar Jahren noch gar keinen DNA Test, man konnte das also früher gar nicht testen. Mit ein bisschen Phantasie hätten Sie bestimmt auch noch die NSA einbauen können, tolle Verschwörungstheorie.

      • 13 sagt:

        @ Lukas Müller
        Nein, kein Wunschdenken, ich finde die Haltung nicht richtig. Und auch nicht etwas „das ich zu wissen glaube“, denn ich arbeite in diesem Bereich und kenne die umfassende Literatur, warum an der Vaterschaftsvermutung des Ehemannes festgehalten wird. Was das Ganze aber mit DNA-Tests zu tun hat, verstehe ich gerade nicht, aber Tatsache ist: es wird früher wie heute der Ehemann gleich als Vater angenommen und gibt es keinen Ehemann, wird notfalls die Behörde beauftragt, einen Vater zu finden und zu verpflichten. Die Beweise dafür haben sich verändert, das Vorgehen nicht.

      • 13 sagt:

        Die herrschende Lehre sowie die Gerichte sagen klar: „Es entspricht dem Kindeswohl, dass ein Vater als rechtlicher Vater eingetragen ist.“ Nur dass das Kindeswohl teils v.a. finanziell motiviert ist, ist meine Interpretation, die aber nicht ganz falsch sein dürfte.

  • Thies sagt:

    Ich liebe meine Frau über alles! Es ist mir enorm wichtig, dass sie Loyal ist, also im Geiste treu! Wie sie es mit der körperlichen Treue hält ist mir ehrlich geasgt egal. Es ist ihr Leben und ihr Körper. Das schlimmste wäre, wenn sie nicht loyal also 100%ig zu mir stehen würde! Und trotzdem: Wäre eins der Kinder nicht von mir, wäre das so ziehmlich das übelste und diskusionslos das Ende! Darum gabs ein seriologisches Gutachten, welches später durch einen Gentest bestätigt wurde. Apropos Kukuskinder:
    Liebe Mitmenschen in welcher religiösen Verblendung lebt ihr noch? Es sind mind. 20% garantier

  • Tut mir leid, ich habe mich falsch ausgedrückt!

    Es geht um das Wissen, welches Mutti von Anfang an inne hat, jedoch Vati von Gesetzes wegen ohni Muttis Zustimmung verwehrt wird.

    Stellen Sie sich einmal vor, ob „Al Capone“ wegen Steuerhinterziehung ins Kitchien gekommen wäre, wenn die Steuerbehörde ihn erst um Erlaubnis gefragt haben müsste!?

  • Ist doch klar, dass die Frauen in der heutigen Machtposition (wie die Männer vor 50 Jahren) nicht verzichten wollen.
    Von Gleichberechtigung kann nicht die Rede sein, wenn ich die Treue meiner Partnerin im Ausland illegal testen muss, nur um sicher zu sein, dass der kleine auch wirklich meiner ist. Ein Recht, welches die Mutter von Beginn an hat/weiss, wird hier dem Vater verwehrt. Weshalb wohl??? Weil wir sehr wahrscheinlich über die 5 – 10% Marke der Kuckuckskinder kommen würden….
    Alles andere macht keinen Sinn…

    • tststs sagt:

      uhhh, jetzt vermischen Sie aber zwei Dinge; die Mutter hat sicher nicht das Recht, grossflächig DNA-Tests durchführen zu lassen, um sich von der Treue ihres Partners überzeugen zu können 😉

  • Alex Steiner sagt:

    Eine Frau die sagt das die „Wahrheit“ nicht so wichtig ist wenn alle mit der Lüge glücklich sind. Alle Leute die ihren Partner betrügen stimmen ihnen vermutlich zu. Wo ist das Problem wenn ich ihr Vertrauen ausnutze – solange sie nichts davon weiss. Super Moral.

  • Peter Fu sagt:

    Mietern und Vermietern, Arbeitgebern, etc ist ja prinzipiell auch zu trauen, deshalb sind Verträge und diverse Auskunftsgesetze eigentlich auch überflüssig und ein Schandfleck unserer Ehrengesellschaft.
    Wäre es ein Eingriff in die Privatsphäre der Frau, Mann oder der Beziehung grundsätzlich?
    Dann wäre auch die Frage, inwiefern das Kind denn überhaupt gewollt wurde (bzw. versucht wurde eines zu zeugen), was bei Kuckuckskindern Pi-mal-Daumen ja vielleicht sogar etwas weniger wahrscheinlich ist? Insofern auch die Frage wieviele Frauen ein Kind ‚erzeugen‘ wollen, um auch die Beziehung zu festigen.

  • Flo sagt:

    Ist den Frauen nicht mehr zu trauen? Eine Beantwortung dieser Frage ist sehr schwierig. Ich denke man darf nicht den Fehler machen alle Frauen in einen Topf zu werfen. Aber was ich feststelle, der Trend das es Frauen gibt die einfach ein Kind wollen und dafür alles Tun nimmt eher zu. Wenn sie dann noch einen zahlungskräftigen „Sponsor“ ausfindig machen – dann ist einigen alles andere egal!
    Als Mann gäbe es da für mich nur eines; für jedes Kind sofort nach der Geburt einen Vaterschaftstst verlangen. Wenn Frau nichts zu verbergen hat, muss sie da auch nichts befürchten.

  • Thomas Hugler sagt:

    Zusammenfassend kann man sagen:

    Auf ein berechtigtes, rational begründetes Anliegen der Männer antwortet die Frau mit…. „Aber ihr müsst uns doch einfach vertrauen, nicht alle Frauen sind so.“

    Nein Danke, solche Manipulationen sind nicht gefragt. Wir Männer müssen unsere Buben und Jugendlichen aufklären, was das bedeutet. Und ganz einfach „Danke, aber wir vertrauen lieber nicht“ sagen.

    Schon nur im Interessen der mitbetroffenen Kinder. Wir sind es ihnen einfach schuldig.

    • David Wiedemann sagt:

      Dieses Vaterschafts-Obligatorium: So ein Schwachsinn!
      Wer seiner Parterin nich traut, sollte wirklich davon absehen, mit ihr eine Familie zu gründen.
      Aber echte Liebe, Vertrauen, absolute Ehrlichkeit und Transparenz, alles miteinander zu teilen „im Guten wie im Schlechten“: das ist halt alles nicht mehr Mode – und so erstickt sich die Gesellschaft selber in ihrem Misstrauen und übersteigertem Sicherheits-Wunschdenken, das keine Freiheit und kein Vertrauen mehr zulässt und somit jegliche Grundlage für echte Beziehungen und gesunde Familien in den Abfall schmeisst – schade, schade!
      Ein Vater

    • Karl sagt:

      Thomas, Du sprichst mir aus der Seele. Angesichts dieser Statistiken sind Hinweise auf Liebe und Vertrauen der blanke Hohn und reine Killer-Argumente, um weiter schön die Augen vor der Realität verschließen zu dürfen. –> Siehe dazu auch meinen Kommentar.

  • Lucas sagt:

    Ich bin für einen Vaterschaftstest nach der Geburt. Warum?

    Weil geschätzt 10% Kuckuckskinder kein Einzelschicksal sind, sondern schon eine ganz schöne Hausnummer.
    Das heißt nicht das ich meiner Frau nicht vertraue.

    Die 90% die hinterher bestättigte Väter sind freuen sich um so mehr da das letzte kleine bisschen Unsicherheit weg ist.(was immer irgendwie im Hinterkopf sein kann). Die 10% der betrogenen Väter haben auch Sicherheit… jaja die Beziehung geht dadurch kaputt bla bla bla…. die Beziehung ist kaputt in dem Moment in dem eine Person betrügt… warum verdient diese Person Schutz?

  • Heidi Merz sagt:

    Das ist ja eine Horror-Diskussion! Im Endeffekt geht es um Kinder, die ein Recht auf Liebe haben. Wie schlimm muss es sein, wenn mich ein Elternteil plötzlich ablehnt, weil er nicht mein biologischer Erzeuger ist. Der Konflikt müsste doch zwischen den Erwachsenen bleiben und das Kind die Liebe weiter bekommen dürfen. Ich verstehe die Wut über einen „Beschiss“, aber Ihr „Betrogenen“ vergesst völlig, wie sehr ihr die Gefühle der Kinder verletzt.

    • Moritz Barth sagt:

      Frau Merz, Ihre Argumentation ist der reinste Horror!
      Zurück zum Start. Denn sie haben völlig vergessen wo alles anfängt. DIE FRAU geht UNGESCHÜTZT fremd! Lassen sie sich das auf der Zunge zergehen und überlegen sie mal etwas genauer. Das HIV-Risiko lassen wir weg. Nun soll der Mann der Liebe des FREMDEN Kindes gegenüber weiter zur Frau stehen und die Familie lieben und alles bezahlen. Was haben sie für ein kaputtes Verständnis von Gerechtigkeit, Frau Merz? Die Frau vögelt frivol herum und der Mann bezahlts auch noch. Umgekehrt kommt die Scheidung plus die Alimentenforderung! DNA-Test JA!

  • Remond Fischer sagt:

    Hmm, wenn ich da so lese, bin ich eigentlich ganz froh Jungeselle (ohne Allimentenverpflichtung) zu sein.
    Es bestätigt aber auch, dass gewisse Männer anderen Evolutionsmässig voraus sind, und gerne als „Beschäler“ tätig sind. Die Damenwelt scheint denen halt nicht abgeneigt. Die Anzahl Kuckukskinder (5%) empfinde ich als erschreckend hoch.
    Ein obligatorischer Test fände ich jetzt trotzdem übertrieben. Allerdings müssten die Männer den Frauen gleichgestellt werden, damit diese ebenfalls die Möglichkeit haben, einen DNA Test problemlos durchführen zu lassen.

  • eleonore sagt:

    „Denn wenn ein Mann so wenig Vertrauen zu seiner Partnerin hat,…“
    dieser Argumentation kann ich nicht ganz folgen. Ich würde auch einen Ehevertrag empfehlen, obwohl man Vertrauen zum zukünftigen Ehepartner hat… Manche verdienen Vertrauen, andere nicht, deshalb ist eine „Absicherung“ gerechtfertigt…

  • mila sagt:

    Nun, ein bestimmter Prozentsatz von Männern vergewaltigt und ermordet Frauen und Kinder – wie wäre es, wenn wir deshalb prophylaktisch ein Gen-Screening aller Männer in der Schweiz, idealerweise gleich beim Vaterschaftstest ab Geburt, durchführen, um die Gesellschaft vor den (wenigen) Übeltätern zu schützen? Ein Mann, der sich nichts zuschulden lassen kommt, könnte – im Sinne des übergeordneten Gemeinwohls – doch gar nicht dagegen sein, oder?

    Dies ist das Problem beim Thema Pauschalverdacht. Es ist leicht, Sprüche zu klopfen: zumindest so lange man nicht in der verdächtigten Gruppe steckt.

    • mila sagt:

      Deshalb: ja zu einem anonymen Vaterschaftstest auf Antrag ohne Wissen der anderen Partei (auch eine Mutter oder ein Kind könnten entsprechend davon Gebrauch machen), nein zu einem kollektiven Zwangstest auf staatliche Verordnung. Dies schiene mir ein gutschweizerischer Kompromiss.

    • mila sagt:

      Und: bei negativem Ergebnis bezüglich biologischer Vaterschaft sollte Offenlegugspflicht bestehen, im Interesse aller Beteiligten – vor allem der Kinder.

      • pedrodesconocido sagt:

        In meinen Augen das Vernünftigste Argument auf den kürzesten Nenner gebracht – Sie haben meine Sympathie. Wenn ich mir von ausserhalb so anschaue was zunehmend in Sachen Legislation von den sogenannt souveränen CH Bürger(innen) ‚aufgegleist‘ wird, fange ich an an der Eigenverantwortung und Mündigkeit eben dieser CH Bürger(innen) zu zweifeln.
        Ihr seid drauf und dran, den kleinen Rest an Selbstbestimmung und Selbstverantwortung der uns geblieben ist, dem Staat zu überantworten. Von der Wiege bis zur Bahre ist der Staat das einzig wahre – willkommen im Gefängnis CH !

    • Hj sagt:

      Mila, nur funktioniert das mit dem Gen-Screening nicht – die Ableitung der Abstammung aus DNA hingegen ist einfach.
      Zudem wird kaum jemand bspw. das ganze Eherecht und Unterhaltsrecht abschaffen wollen, nur weil es ja erst bei Differenzen relevant würde und diese in einer Beziehung die auf Vertrauen basiert, sicher nicht auftreten (…)

      • mila sagt:

        Kuckuckskinder sind, statistisch betrachtet, auch Einzelfälle – lieber Erich… Deswegen eben mein Plädoyer gegen jedweden Pauschalverdacht, falls Sie das nicht mit bekommen haben sollten. 😉

      • mila sagt:

        Sorry, sollte weiter unten angesiedelt sein.

    • M.M sagt:

      @mila
      Teil 1
      Stellen sie sich folgende Situation vor. Wir machen ein neues Gesetz: Wenn ein Kind stirbt bei der Geburt dann wird automatisch allen Müttern die an diesem Tag geboren haben, ein Los zugeteilt. Diejenige Mutter die den Kürzeren zieht, muss ihr Kind abgeben, am Besten unwissentlich unmittelbar nach Geburt. Dabei ist die Mutter, der das Kind verstorben ist auch von einem solchen Los betroffen. Ich frage mich wie viele Mütter dann gerne ihr Kind testen möchten. Und wie viele Mütter bei diesem Spiel mitmachen würden.
      Wohl keine.
      Wenn man sie nun zwingt, wie viele würden wohl nicht

    • M.M sagt:

      @mila
      Teil 2
      testen?
      Und denken sie nicht, dass falls sie aus irgend einem Grund nicht testen, dass diese Frauen früher oder später sowieso Zweifel haben werden. Im Zwist sind mit sich selbst, hadern, und die Beziehung zum Kind leidet.

      Ich weiss, diese Situation ist konstruiert. Und sie ist fehlerhaft. Das zeigt nur wie schwierig es ist, das gleiche für Frauen zu generieren. Aber sie zeigt auf, dass Menschen mit Ungewissheit früher oder später wohl immer diesen Kern von Misstrauen und Zweifel in sich haben werden. Und genau das Macht die Menschen depressiv, und lässt Beziehungen scheitern

    • Erich Müller sagt:

      „Nun, ein bestimmter Prozentsatz von Männern vergewaltigt und ermordet Frauen und Kinder“.

      Ein gewisser Prozentsatz??????
      Es sind ein paar Einzelfälle. Aber wir sind schon so weite dass dank der Rassenideologie der Feminsitnnen (Männer sind Gewalttäter) solche Argumente aufkommen.

  • landert beatrice sagt:

    wer einer partnerschaft gegenüber so misstrauisch ist, sollte sich eine puppe anschaffen, die wird bestimmt nicht schwanger ! ich sehe es als einm armutszeugnis , alles in den schmutz zu ziehen, auch die themen der blogs sind an den haaren herbei gezogen, gibt es nun wirklich keine normal denkende, handelnde erwachsene mehr ! arme kinder die solchem elend ausgesetzt werden.

  • M.M sagt:

    Teil 1:
    Ich will diesen Test unbedingt. Jeder Mann muss heute entweder einfach glauben, zweifeln oder hinterhältig Gewissheit suchen. Ein zukünftiger Test ohne Einverständnis der Mutter, setzt zu dem Zeitpunkt schon Zweifel voraus. Die frassen an ihm, die mach(t)en die Beziehung kaputt. Wer behauptet, dass man einander Vertrauen muss, der lebt in einer Rosanen Fantasiewelt. Wer kann sagen, dass er in seiner Beziehung noch nie Streit, oder Zweifel hatte. Noch gar nie?
    Ein obligatorischer Test, setzt all dem ein Ende. Keine Zweifel. Ein Vater darf sich dann für das Kind, das er nicht verursacht

    • M.M sagt:

      Teil2:
      hat entscheiden. Und er gibt dem richtigen, biologischen Vater das Recht auf den Plan zu treten und eine Beziehung mit dem Kind zu haben. Und das Kind kommt zu seinem Menschen Recht den Vater zu kennen. Allfällig gegen Erbkrankheiten vorzubeugen, wenn es das will, seine Grosseltern kennen zu lernen und all das.
      Wer das weiter verhindern will, der will meiner Ansicht nach nur eines: Frauen schützen. Die Frauen brauchen aber keinen Schutz. Den meisten Frauen wird nicht ein Haar gekrümmt. Einige Mütter müssen halt dann mit ihren Geschichten hervorkommen und eine Erklärung bieten. Und

    • M.M sagt:

      Teil 3:
      einige Männer müssen dann für etwas gerade stehen, dass sie verursacht haben, und als Nichtigkeit abgetan haben. Aber was Gewinnen wir? Kinder, die nicht zweifeln müssen ob ihr Vater ihr Vater ist. Adoptivkinder sind auf einmal nur Kinder die sowohl einen anderen biologischen Vater als auch eine andrere biologische Mutter haben. Keine Ausnahmen mehr. Väter die sich bewusst für ein Kind entscheiden können. Männer die keine Viertelmillion für ein Kind zahlen, das sie überhaupt nicht verschuldet haben, nur weil eine gemeine Frau ihre Fehler nicht eingestehen kann.
      Alles andere ist krank.

    • Hj sagt:

      M.M. hat wohl den entscheidenden Ansatz und Begründung für automatische Tests dargelegt.

    • mila sagt:

      Dasselbe liesse sich mit anonymisierten Tests auf Antrag ohne Wissen der jeweils anderen Partei erreichen – siehe Darlegung weiter unten. Ohne dass aufgrund eines Pauschalverdachts ein kollektiver Zwangstest an der gesamten Bevölkerung angewendet werden müsste.

    • mila sagt:

      Ansonsten wären wir beim Thema, dass es im Gemeinwohlsinn überaus praktisch wäre, die genetischen Daten aller Männer in der Schweiz prophylaktisch zu erfassen – damit liessen sich Vergewaltiger und Mörder um ein Vielfaches leichter aufspüren. Ach was, erheben wir doch gleich die Gendaten aller Bürgerinnen und Bürger – wer kein (Kapital-)Verbrechen begeht, kann unmöglich etwas dagegen haben…

      Ist es das, was wir wollen: eine Art vermeintlicher Nullrisikogesellschaft unter obrigkeitlicher Verwaltung (um nicht zu sagen Überwachung), unter Abtretung aller privaten Verantwortung an den Staat?

      • M.M sagt:

        @mila
        Wenn sie mir die Frage erlauben:
        Wie soll ein Kind (!) Mit 11 Jahren diesen Test durchführen können, ohne dass seine Elter das wissen? Das ist überhaupt nicht durchdacht. Ausserdem Freiwillige Tests bedingen Zweifeln und hadern. Dann ist die Beziehung schon praktisch am Ende. Denken Sie Männer machen so einen Test leichtsinnig? Was ist so schlimm daran das direkt zu testen? Ihr Vorschlag funktioniert nur für einen Vater. Nicht für ein Kind.

  • Nadine Zimmermann sagt:

    Nach jeder Geburt einen DNA Test machen lassen. Automatisch. Klar. Sofort. Habe nichts zu verbergen. Finde ich eine super Idee. Einen Grund zum Heiraten sind Kinder schon lange nicht mehr. Dann spart man sich die Scheidung. Früher oder später geht eh jede Beziehung in die Brüche, aus was für Gründen auch immer. Also heiraten lohnt sich echt nicht mehr. Und wer gar niemandem mehr traut, soll sich doch einfach unterbinden lassen, so schafft man Klarheit für alle Beteiligten.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Einen rationalen Grund zu heiraten gibt es für Männer schon lange nicht mehr, hat ein Scheidungsanwalt in einem Interview einmal gesagt. Nun soll selbst Konkubinaten der Garaus gemacht werden: Ganz gewiefte Rechtsanwälte, Verzeihung: Politiker natürlich, haben letzte Woche darüber beraten, ob Mann auch in einem Konkubinat unterhaltspflichtig sein soll. Doch die Geldesel der Nation beginnen sich langsam zu wehren. Die Diskussion hat gerade erst begonnen. Sie wird nicht nur angenehm werden. Vor allem für jene, die geglaubt haben, sich auf Kosten Dritter einen schönen Lenz machen zu können.

  • Volkan Aydin sagt:

    Ich muss immer noch lachen wenn die „Eltern“ versuchen zu erklären, das sogenannte „Merkmale“ generationen überspringen. Das es wirklich passieren kann das ein Kind auf einmal Schwarz ist, oder die Blonen Haare von der Grossmutter her kommt, da ihre Schwester ebenfalls Blond war…..
    Das Brüder so verschieden aussehen, das der eine alle Väterlichen Merkmale hat, der Bruder aber bereits mit 20 eine Glatze…..

    • Susi sagt:

      Natürlich gibt es Eigenschaften, die Generationen überspringen können. Helle Haare, zum Beispiel, und helle Augen. Hell ist genetisch rezessiv, dunkel ist dominant. Das heisst, dass Augen / Haare / Haut des Kindes nie dunkler sein können als die des dunkleren leiblichen Elternteils. Heller aber schon. (Mann & Frau mit dunklen Haaren und Augen können ein blondes, blauäugiges Kind produzieren, zwei blonde, blauäugige aber kein dunkles. So erkennt man Kuckuckseier manchmal auf den ersten Blick). Für mehr Details dürfen Sie gerne die Vererbungslehre nach Mendel nachlesen.

  • Robert Schuman sagt:

    Das Argumnent, dass es ein Misstrauensvotum gegenüber Frauen ist, ist sicher zutreffend. Allerdings sollte sich Frau bewusst werden, dass Männer IMMER unter Generalverdacht gestellt werden. Vielleicht wäre es gut diesen Test einzuführen um Frauen den Schaden der Misstrauenskultur klarzumachen.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Hätten wir ein weniger männerfeindliches Scheidungs- und Unterhaltsrecht (vom Besuchsrecht ganz zu schweigen), dann könnte wohl noch mancher Mann mit einem Kuckuckskind leben. So hingegen verkommt die Kinderfrage schon fast zwingend auch zur Geldfrage. Das Geld muss ja irgendwer verdienen- was in einem Arbeitsmarkt wie dem Heutigen alles andere als einfach ist. Meistens sind das die Männer. Deshalb sprechen sie auch immer vom Geld. Und die Frauen von den Kindern. Weil sie prozentual genauso viel Haus- und Betreuungsarbeit übernehmen, wie die Männer einer bezahlten Erwerbsarbeit nachgehen.

    • mikkesch sagt:

      So ist es…. Und notabene, spricht auch niemand von falschem Vertrauensverhältnis, wenn vor dem SEX ein HIV-Test vollzogen wird.

      • Ralf Schrader sagt:

        Kennen Sie jemand, der das tut? Ein halbes Jahr auf das Ergebnis warten, dass dann schon 1 Tag nach der Untersuchung nicht mehr stimmen kann?
        AIDS Teste sind vorgetäuschte Sicherheit, bezogen auf Ansteckung, man weiss nur, dass man vor 6 Monaten nicht HIV+ war.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Ralf Schrader: Ja, ich. Wenn eine Beziehung entstand, dann haben wir immer einen Test machen lassen. Wie kommen Sie auf 6 Monate, nach meinem Wissenstand sind es immer noch 12 Wochen.

      • Ralf Schrader sagt:

        @Joerg, was gibt das nur für Sicherheitsjunkies. 12 Wochen sind der statistische Mittelwert. Wegen der hohen Mutabilitant des HI Virus empfehlen wir unseren Patienten einen Aufschlag von 100%.

  • Susanne Reich sagt:

    Ein bisschen traurig ist es schon, auch wenn ich verstehen kann, dass ein Mann Gewissheit möchte. Trotzdem werden alle Betroffenen, evtl. so oder so, verletzt. Die Mutter, weil man ihr das Fremdgehen und Kind-Unterschieben zutraut, der Vater, weil er evtl. feststellen muss, dass er tatsächlich betrogen wurde und das Kind, weil es auch ein Recht auf die Wahrheit hat, wer sein richtiger Vater ist. Jeder muss selbst entscheiden, ob es das wert ist. Viel schöner wäre, alle Beteiligten wären ehrlich zueinander. Dies würde wirklich viele Probleme beseitigen, evtl. nicht immer auf positive Art…

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Warum kann man einen obligatorischen DNA Test nicht einfach von einer anderen Seite sehen? Ich selber wurde bei der Trennung damit konfrontiert, dass mein Exmann die Vaterschaft meines Kleinen abstritt, nur um mir eine reinzuwürgen. Selbstverständlich hat er trotz üblem Gerede aus Kostengründen keinen Test machen lassen. Ein obligatorischen Test hätte seine Lügen zum Schweigen gebracht.

    • Robert Mueller sagt:

      Liebe Frau Siebenthal, „von einer anderen Seite sehen“ meinen Sie ? Man lese Ihren Text genau: „MEIN Exmann“ die Vaterschaft „MEINES KLEINEN“ abstritt, nur um MIR eine reinzuwürgen. Sorry im Ernst: SIe müssen sich gar nicht so aufführen, denn es ist weder IHR KLEINER, sondern das Produkt ihrer und ihres Mannes. Und Nein: Das Kind GEHÖRT IHNEN NICHT ! Genau solche Haltungen wie die Ihre, bestärken mich darin, eben genau den obligatorischen DNA Test zu befürworten. Oder haben sie etwa Angst davor, das die Vaterschaft „IHRES KLEINEN“ unterschiedlich sei zu dem Alimentenzahler der sie finanziert?

    • Christoph Schnyder sagt:

      Ein klares Nein zu staatlich verordneten Zwangsvaterschaftstests! Aber nicht weil Frauen dies als Generalverdacht auslegen, sondern weil mündige Eltern vom Staat bevormundet würden. Frauen sollten aber akzeptieren, dass ein freiwilliger Test für einen Mann wichtig sein kann, und dass er – insbesondere wenn er früh durchgeführt wird – später viel Unheil verhindern kann. Die Gesetze sollten zumindest so angepasst werden, dass jeder Vater einen Test durchführen darf (für diejenigen Fälle, wo kein Verständnis dafür herrscht, notfalls auch ohne Zustimmung oder gar Wissen der Mutter).

    • Moritz Barth sagt:

      Gerade bei Frauen wie Ihnen, Frau Siebenthal, hätte ich zu 1000% auf einen Test bestanden! Frauen die so argumentieren wie sie, ist niemals zu trauen.

      • aurea sagt:

        Frau von Siebenthal hat sich nicht gegen einen DNA Test ausgesprochen…

      • Moritz Barth sagt:

        Natürlich hat sie das nicht, denn der wurde ja aufgrund der hohen Kosten auch nie fällig. Gut möglich, dass Frau Siebenthal reines Gewissens ist und alles nach rechten Dingen zuging.
        Es wäre spannend – man könnte das auch anyonym machen – wenn 1 Jahr lang in der CH alle getestet würden und dann eine echte Zahl rauskäme. Ich bin mir sehr sicher, dass ab dann so ziemlich jeder Mann darauf bestehen würde.
        Ich rate jedem Mann auch nur beim allerkleinsten Zweifel sofort zu testen, legal oder illegal. Fremdgehen ist eine Sache aber einem Mann ein fremdes Kind anhängen ist eine ganz andere Stufe!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Robert Müller

        MEIN Kleiner, ganz genau: ich wurde (trotz Ehe) ab dem 1. Tag mit MEINEN Kindern alleine gelassen, während der Erzeuger sein Singleleben weiter geführt hat. ICH bin jahrelang jede Nacht mehrmals aufgestanden, jahrelang (der Erzeuger kein einziges Mal) und ICH war nach dem Unfall MEINES Kleinen 7 Monate lang jeden Tag im Krankenhaus.

        Ein Erzeuger ist nicht gleich Vater und ich habe ja ausdrücklich einen DNA-Test gewünscht, welcher aber vom Erzeuger abgelehnt wurde, da er ja schliesslich WUSSTE, wessen Lenden das Kind entsprungen ist!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Moritz Barth

        -Gerade bei Frauen wie Ihnen…………- !!!!!!!!!!!!! Hallo, aber sonst gehts noch? Woher kennen Sie mich, dass Sie glauben, über mich urteilen zu dürfen?

        Ich WOLLTE ja einen gerichtlich anerkannten DNA-Test, damit mein Exmann mich nicht weiterhin als Schlampe hinstellen konnte, aber ER lehnte diesen ab, da er ja WUSSTE, dass meine Kinder von seinen Lenden abstammen. Was bitte ist denn falsch an meiner Argumentation, wenn ich sage, dass so von Anfang an Sicherheit bestehen würde für beide Elternteile?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Sowieso; im Gegensatz zu einigen Männern hier, weiss ich sehr genau wie viele Kinder die Meinen sind und auch von wessen Lenden sie abstammen. Da gibt es aber einige Männer, die nicht wissen, wie viele Kinder sie gezeugt haben und sich auch nicht dafür interessieren, solange keine Alimentenklage kommt. Apropos: die Alimente bezahlt nicht der Erzeuger (er hat die Frechheit sich als Vater zu bezeichnen), meiner Kinder, sondern die Inkassostelle.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Klar ist bei einem Kuckuckskind nur die Frau schuld (Vergewaltigung mal ausgenommen) und ich kann Männer verstehen, die ab der heutigen (UN)-Rechtslage nur frustriert sein können, aber nach 14 jähriger Beziehung ohne Seitensprünge meinerseits muss ich mich bestimmt von niemandem als Hure beschimpfen lassen.

        Und ja, um sich Vater nennen zu dürfen, braucht es schon mehr als nur den Samen und Männer die sich Vater nennen dürfen gibt es auch, ohne dass sie Kinder gezeugt haben. Gilt auch für Mütter: Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein, dagegen sehr.

      • Susi sagt:

        Tamar von Siebenthal: 7 Monate im Spital?? Das ist ja extrem schlimm, für Sie und für das Kind. Was war denn das für ein Unfall? (Und wurde das Kind wieder vollends gesund?)

    • Moritz Barth sagt:

      Ja, der „Erzeuger“ wird auch Vater genannt, Frau Siebenthal. Nur wegen seiner schlechten Zahlungsmoral müssen sie ihn nicht abwerten.
      Sie haben sich oben schlecht ausgedrückt und ich mich weiter unten offensichtlich auch. Wie auch immer, nehmen sie es nicht zu persönlich. Fakt ist nun mal, dass die Lage angespannt ist und das Ganze ein Reizthema ist und bleibt. Bei Kuckuckskindern sind nunmal die Frauen die Schuldigen und keinesfalls der geprellte Mann. Da gehen die Emotionen schon mal hoch. Wenn gewisse Frauen (nicht sie) bei Tests noch mauern, wirds keinesfalls besser.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Tja, die Zahlungsmoral wäre ja auch kein Problem, wenn er sich wenigstens für seine Kinder interessieren würde, aber diesen Pflichten kommt er halt auch nur selten nach.

        Und sowieso habe ich schon früher und auch wieder im gestrigen Blog ganz klar geschrieben, dass ich mich absolut FÜR einen obligatorischen DNA-Test ausspreche und zwar auch aufgrund eigener Erfahrungen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Susi

        Mein Kleiner hat bei einem Verkehrsunfall schwere Hirnverletzungen erlitten. Er ist nicht behindert in dem Sinne, wird aber weder einen Schulabschluss haben, noch eine Lehre machen können. Der Kleine ist trotz allem fröhlich und aufgeschlossen und ich hoffe, dass sein sonniges Gemüt ihm erhalten bleiben wird.

      • Susi sagt:

        Das tut mir sehr leid zu hören, das ist sicher nicht einfach, vor allem für dich. Schön, dass er seine Fröhlichkeit behalten hat.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Susi

        Danke. Ja, es ist nicht einfach, aber leider nicht zu ändern. Eine Sekunde vermag ganze Leben zu verändern/zerstören und nichts ist mehr, wie es einmal war und kommt auch nicht mehr.

      • Susi sagt:

        jKönnte man doch manchmal die Zeit zurück drehen…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ja, das wünsche ich mir seit über 7 Jahren jeden Tag…………..

  • Billy sagt:

    Laut Statistik sollen also 5% Kuckuckskinder sein..nur: es steht nirgends ob der „Vater“ Bescheid weiss! Ein paar dieser Kinder könnten ja auch durch Samenspenden gezeugt worden sein. Oder auch durch einen Seitensprung/Affäre von dem der „Vater“ weiss oder der während einer Trennungszeit stattgefunden hat wobei die Eltern wieder zusammengefunden haben. Also sind wahrscheinlich weniger Kinder wirklich „Kuckuckskinder“. Ich finde einen obligatorischen Test nur einer Diktatur würdig..und was passiert denn mit den Daten? Genanalysen zeigen nicht nur die Elternschaft auf!

    • Billy sagt:

      Aber ich denke, ein Vaterschaftstest sollte einfacher durchzusetzen sein.
      Muss eigentlich die Mutter immer zwingend mitgetestet werden? Weil sonst könnte aus Versehen oder Absicht das Genom eines „falschen“ Kindes analysiert werden.. im Streitfall muss klar sein welches Kind von welcher Mutter welchen Vater hat.

  • Moritz Barth sagt:

    Tiefes Vertrauen um am Schluss noch tiefer verarscht zu werden!? Jawohl, den Frauen ist NICHT zu trauen!

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Den Männern leider auch nicht, denn die Kuckuckskinder stammen nicht nur von ungebundenen Männern.

      • Sportpapi sagt:

        Das wissen Sie woher?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Auf diese Tatsache kommt man von selber, wenn man ein bisschen nachdenkt.

      • Sportpapi sagt:

        Auf Tatsachen kommt man nicht beim Nachdenken…

      • andreas sagt:

        das ist schon richtig, aber nachweislich gehen eher frauen fremd als maenner, in der zeit wo sie fruchbar sind sogar noch mehr als in der anderen zeit, gibt wunderbare biologische erklaerungen. klar der mensch ist wie die anderen tiere (und dazu gehoeren wir nun mal) hormon und programm gesteuert. aber und das ist das einzige was uns wirklich aus den anderen lebewesen hervorhebt, wir sind auch vernunftwesen, die ihre triebe und subprogramme verstehehn und kontrolieren koennen sollten. ich halte nichts vom generalverdacht gegen alle frauen, oder einen verpflichtenden test,

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Frau nur mit Männern fremd geht, wie es auch unwahrscheinlich ist, dass Mann nur mit ungebundenen Frauen fremd geht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ andreas

        Und Frauen gehen nicht öfter fremd als Männer, sondern etwas weniger. Während Männer bei bezahltem fremd gehen ganz klar im Vorsprung sind, kann es statistisch gar nicht sein, dass das eine Geschlecht mehr fremd geht als das andere, denn schliesslich braucht es ja jeweils auch jemanden vom anderem Geschlecht.

      • Moritz Barth sagt:

        Schon erstaundlich, dass gerade die Frauen, welche die Männer als Schweine und Fremdgeher bezeichnen, nun gegen einen Vaterschaftstest sind! Warum denn wohl? Der ehrlichen Frau kann doch überhaupt gar rein nichts passieren! Oder passiert die Befruchtung neuerdings unbemerkt? Die Frau verliert ja auch nichts durch einen Test, denn einer muss immer bezahlen – nur bitte nicht der falsche!
        Den Männern wird dauernd mit mehr und mehr Pflichten auf die Pelle gerückt. Wenn man die Frau zur Wahrheit zwingen möchte, wird mit Klauen und Krallen gekämpft. Es zeigt die Verlogenheit gewisser Frauen auf.

    • mikkesch sagt:

      @Tamar von Siebenthal
      Sie nerven. Die Frauen gehen Statistisch mehr fremd als die Männer. Und es bleibt meistens nicht beim ersten Mal.
      So ergeben sich die Resultate dieser Statistik.

      • Susi sagt:

        @mikkesch: dass Tamar von Siebenthal sie nervt, ist ja vielleicht verständlich. Bleiben wir dennoch sachlich: Nennen Sie doch mal eine repräsentative Studie, die Ihre Behauptung belegt. Ansonsten ist es einfach nur eine Behauptung, mehr nicht. Und die gängige Meinung ist anders, da hat Frau Siebenthal recht.

      • Sportpapi sagt:

        Nicht dass es darauf ankommt. Ich denke auch nicht, dass man das empirisch beweisen kann. Wie soll das gehen? Mittels Umfragen? Sicher hat die eine oder andere einschlägige Agentur das schon gemacht…
        Wo sie aber unrecht hat ist bei der Idee, dass es grundsätzlich gleich viele Männer wie Frauen braucht. Das stimmt nicht. Ein Mann kann ja beispielsweise jede Woche mit einer anderen verheirateten Frau ins Bett. Macht 50 Frauen und ein Mann im Jahr…

      • Susi sagt:

        @SP: EBEN! Falls da jemals eine Umfrage gemacht wurde und Frauen dabei schlechter wegkamen, waren sie vielleicht auch einfach ehrlicher. Ich finde auch nicht, dass es darauf ankommt. Aber so Behauptungen, wie mikkesch sie aufstellt, sind schon ein wenig befremdlich, mal gelinde gesagt.
        Und natürlich hat TvS nicht recht damit, dass es beim Fremdgehen gleich viele Frauen wie Männer braucht, mit dieser Logik ist es nicht weit her.

      • Susi sagt:

        Ich habe übrigens während des Studiums auch für ein Meinungsforschungsinstitut gearbeitet. (Träller: „Grüezi, händ Sie en Momänt Ziit? Ich bin vom Meinigsforschigsinstitut XY und machä en Umfrag!“) Und Anfang der 90er Jahre machten wir eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit, wo man herausfinden wollte, ob die Leute sich beim Fremdgehen mit Kondomen schützen. Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich stets nur Gutmenschen am Apparat. So ein Zufall aber auch.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ mikkesch

        Von welcher Statistik sprechen Sie? Glauben Sie allen ernstes, dass es zuverlässige Zahlen gibt? Wie und wo sollen diese denn erhoben worden sein? Bei Rotkäppchen vielleicht?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Ihr Argument zieht nicht, da theoretisch auch eine Frau mit 50 Männern fremd gehen kann. Wenn man die bezahlten Gespielinnen weglässt, dann hält sich die Quote wohl so ungefähr im Gleichgewicht.

      • Susi sagt:

        „Von welcher Statistik sprechen Sie? Glauben Sie allen ernstes, dass es zuverlässige Zahlen gibt? Wie und wo sollen diese denn erhoben worden sein? Bei Rotkäppchen vielleicht?“

        Bei Rotkäppchen. Oder ev. auch in „Susis Meinungsforschungsinstitut“. 😀

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar: Mein Argumenz zählt. Eben, theoretisch ist alles möglich. Die Behauptung, es müsse 50:50 sein, deshalb nicht mehr als eine Vermutung ohne jegliche Grundlage.

      • Moritz Barth sagt:

        Keine gute Statistik, aber mal ein Anfang der aufzeigt, dass die Frauen inzwischen schlimmer sind (oder immer waren?): http://www.untreue.at/statistik-fremdgehen.htm

      • Susi sagt:

        Moritz Barth: Das einzige, was diese Statistik aussagt, ist, dass Fremdgehen geschlechterunabhängig ist. (Und nicht; dass Frauen mehr fremdgehen als Männer.)

      • Moritz Barth sagt:

        Susi, dann klicken sie mal auf den Link unten, bzw. schauen sich mal das an: http://www.untreue.at/statistik-untreue.htm
        Ist immerhin eine Umfrage von 1000 Personen. Aber ich bin mir sicher, das ist alles nur weil die pösen Männer immer lügen und die Frauen so ehrlich sind – Ironie aus.

      • Susi sagt:

        Moritz Barth: Ja, das ist zugegeben ziemlich starker Topak, was da steht. Wie aber interpretiert man jetzt diese Zahlen?

        Das Problem bei solchen Umfragen ist ja immer auch, dass die Resultate auf Aussage beruhen und nicht auf Tatsachen; es ist das, was die Leute geantwortet haben. Was, wenn Frauen auch einfach ehrlicher sind als Männer? Reflektierter/bewusster? Weniger Abwehr- und Verdrängungsmechanismen einschalten? Oder eine andere Vorstellung haben davon, was tatsächlich Betrug ist? (Gilt Küssen schon als Fremdgehen, oder Fummeln? Muss Penetration dabei sein? Ein Orgasmus? Gefühle?)

      • Susi sagt:

        Vielleicht interpretiert eine Frau bereits Fremdknutschen als „Betrug“, während ein Mann es erst in diese Kategorie einteilt, wenn er in der Frau abspritzt.

      • Flo sagt:

        Ob Frauen mehr oder weniger Fremdgehen interessiert mich eigentlich nur am Rand. Am Rande nur, weil wenn ein Kind aus einem solchen Femegeh entsteht, hat das Kind eine Recht auf eine ehrliche Mutter und um das geht es, um garnichts anderes!

  • Roman sagt:

    Nach 280 Kommentaren können wir mal sicher sein, dass dies ein sehr emotionales Thema ist.
    Aber nach so vielen Kommentaren die frau unter Generalverdacht stellt und jeder mann ein egoistisches Schwein zu sein scheint… wäre es nicht Zeit ein bisschen konstruktiver zu werden?
    So mein Gegenvorschlag wäre, nur bei einer Scheidung im Streitfall die Vaterschaft zu prüften. Die Unterhaltszahlungen wären dann abhängig vom Resultat des Tests. So kann der Status Quo, solange die Ehe funktioniert, aufrecht erhalten werden. Die Frau hätte dann vor dem Fremdgehen etwas zum „darüber schlafen“.
    Meinungen?

    • Susi sagt:

      Diese Idee hat bereits Pascal Meister in einem der frühen Kommentare auf der ersten Seite geäussert (mit dem Resultat eines der zahlreichen Annalena-Bashings)

    • maria sagt:

      wieso bei einer scheidung die vaterschaft prüfen? hätte dann der vater dieses kind plötzlich nicht mehr gerne und würde es nicht mehr unterstützen wollen?

      • Erich Müller sagt:

        Gerne hat er es wahrscheinlich schon. Aber dass er nicht für ein Kind zahlen will, das von einem anderen ist, dürfte wohl selbstverständlich sein. Hier vermischen Sie also zwei Dinge.

    • Sportpapi sagt:

      Muss man nach 280 Kommentare noch nach Meinungen fragen? Aber gut. Nein, wenn man ein paar Jahre Vater war, dann bleibt man es auch. Und schon gar nicht ist es zulässig, die Vaterschaft bei einer Scheidung einfach abzulegen. Da haben die Kinder schon genug zu beissen.

    • Flo sagt:

      Finde ich die absolut falsche Idee: was für Gefühle muss ein „Vater“ haben wenn er nach mehreren Jahren erfahren muss das sein Kind nicht sein Kind ist. Und geht geht den Männern die daran verzweifeln nicht (immer) in erster Linie um das Geld. Es geht um Gefühle (ja auch Männer haben Gefühle), fühlen sich missbraucht und durch solches Verhalten stellt Frau auch die spätere Beziehung des Kindes zu ihr und zum Vater auf eine schwere Probe.
      Als Frau würde ich einen sofortigen Vaterschaftstest direkt nach der Geburt nicht als Misstrauen empfinden, sondern als Bestätigung/Beweis meiner Treue.

      • Gottfried von Siebenthal sagt:

        Das sehe ich auch so. Ich würde einen obligatorischen Vaterschaftstest auf jeden Fall befürworten!

    • manu sagt:

      ganz egal was mama und papa wollen, haben, bald nicht mehr haben oder sonst was. das kind hat ein recht zu erfahren woher es ist. darum ganz klar obli. vaterschaftstest. es erschreckt mich immer wieder, wievile eltern heute noch fast besitzansprüche an kinder haben.

  • Stefan Meier sagt:

    Nein, Frauen ist nicht zu trauen. Ich kenne jede Menge verheirateter Frauen, die fremdgehen. Habe ich, als ich noch Single war, ausgenützt, aber jetzt, seit ich selbst verheiratet bin, ein absolutes No-No (auch für mich selbst).

    • Alex sagt:

      Deine Frau wird auch freuen zu lesen, dass Du ihr nicht traust. Welch wunderbare Basis für eine Heirat. Ob sie dir traut, würde mich noch interessieren.

  • D. Meier sagt:

    Für mich gibt es mehrere Ebenen zu unterscheiden.
    1. Biologisch
    2. Sozial
    3. Finanzielles und Gesetze
    Gesetze und finanzielle Verpflichtungen sollten aus dem Biologischen und Sozialen gefolgert werden.
    Bei Samenspnden zahlt der Sozial-Vater und bei Fremdgehkindern der Biologische. Und nur wer die Pflichten (Bezahlen) wahrnimmt, sollte auch die Rechte haben (Besuch etc).
    Je früher klar ist, wie die biologischen Verhältnisse sind, umso einfacher lassen sich falsch wachsende sozialkontakte bewusst steuern. Väter können auch fremde Kinder bewusst akzeptieren, oder eben nicht.
    Keine Lügen bitte.

  • Dani Kobler sagt:

    Interessantes Thema, und wie beim Thema Scheidung dreht sich immer alles um Mann und Frau.
    Das Kind geht vergessen.
    Was will das Kind?

  • von Romberg sagt:

    Sorry: ich habe soeben vergessen zu schreiben: die Frage ging an die Autorin, @ Frau Custer

  • von Romberg sagt:

    „Gehört zu einer funktionierenden Beziehung nicht unbedingt auch tiefes Vertrauen?“

    Mehr als die Hälfte aller Ehen werden heute geschieden. Tendenz: steigend. Die weitaus meisten dieser Ehescheidungen werden von Frauen betrieben! Die Fakten kennen Sie – worauf gründen Sie nun Ihr „tiefes Vertrauen“ in die Frauen und deren „ehelicher Vertragstreue“?

    • Marie sagt:

      @ von Romberg:
      Nur weil der Scheidungswunsch letztlich mehrheitlich von Frauen initiiert wird, heisst das nicht dass sie den grösseren Teil der Schuld tragen…

      • Alberto La Rocca sagt:

        😀 Es gibt keine „Schuld“ mehr bei gescheiterten Ehen. Marie, werden Sie endlich erwachsen und wachen Sie auf, wir sind schon im 21. Jahrhundert. Wenn Sie wollen, können Sie alles machen ohne Ehe und fast alles ohne Männer, aber Sie müssen dann natürlich auch dafür selber geradestehen …

      • Erich Müller sagt:

        @Marie
        Doch, das bedeutet es. Allein schon aus statistischen Gründen. Frauen werden immer egoistischer und trennen sich vielfach missbräuchlich, ohne vernünftigen Trennungsgrund. Wenn es dann darum geht, Eigenverantwortung für sich und die Kinder zu übernehmen und z.B einen 100% Job zu suchen, wird es für die armen Frauen plötzlich unzumutbar.

  • Blunt Stone sagt:

    Für ein Kind hat IMMER der ERZEUGER und die ERZEUGERIN zu bezahlen. Der nicht-Biologische Vater sowie jedes Kind sollte das Recht haben jederzeit ohne Einwilligung der Mutter einen Vaterschaftstest zu machen. Auch sollte, solange ein Kind finanziell unterstützt werden muss (Ende Erstausbildung) eine Vaterschaftklage möglich sein. Soll doch der ERZEUGER diie Kosten bezahlen, aber sicher nicht der gehörnte Ehemann/Lebenspartner der Mutter. Auch muss der biologische Vater sämtliche bereits erfolgten Kosten übernehmen müssen. Das wär dann die richtige Umsetzung des Verursacherprinzips.

  • Rainer Leicht sagt:

    Mann gibt ja mit seinen Genen evtl. auch Erbkrankheiten mit. Insofern wäre es dem Kind gegenüber fair, seinen Genpool zu kennen. Weiss aber nicht, ob dazu ein Vaterschaftstest nötig ist, bin nicht Mediziner. Falls ja, würde dies eher noch für Zwangstests im Sinne der Prävention sprechen. In der Tendenz sehe ich sowieso das Recht des Kindes auf die volle Wahrheit zuvorderst, man muss sie ihm ja nicht aufdrängen.

    • Ralf Schrader sagt:

      Den Genpool des Kindes kann man, so gewollt, bereits in Schwangerschaft erfahren. Deswegen werden viele Embryos interruptiert. Der eines Elternteiles allein reicht nicht für eine präventive Intervention.

  • Daniel ballimann sagt:

    Wenn eine linke Journalistin und Frauenrechtlerin sich gegen staatliche Reglementierung ausspricht, ist Vorsicht geboten..

  • Franz Pfister sagt:

    Angenommen meine Frau geht fremd und wird schwanger, bekommt ein Kind. Dann fliegt es auf und es kommt zur Scheidung. Nun soll ich für ihren Betrug noch 20 Jahre lang bluten und ihr und dem Kind das Leben finanzieren müssen?
    Ohne dabei ein Mitspracherecht in Sachen Kindererziehung zu haben?
    Geschweige denn eine Möglichkeit zur Durchsetzung des Besuchsrechts?
    Obwohl es nicht mal mein Kind ist für das ich (und auf Grund dessen Existenz ich auch für die Ex) bezahlen soll?
    Auch wenn sie bereits mit einem neuen Mann an ihrer Seite das Leben geniesst und sich die schönen Dinge bezahlen lässt?

    • Franz Pfister sagt:

      Es gibt eine ganz einfache Lösung:
      .
      1. Mann kann ein Kind testen lassen ohne die Mutter zu informieren.
      2. Mann kann Aliments-, und Unterhaltszahlungen vom Testergebnis abhängig machen.
      .
      Hätte gerne Antworten von Frauen/Müttern dazu gehört, bitte keine falsche Scheu!

      • Alberto La Rocca sagt:

        Franz Pfister, wohnen Sie irgendwo auf der Welt, wo es keine Gesetze gibt? In der Schweiz ist es jedenfalls, trotz Männerüberhang im Parlament, nicht so, wie Sie träumen!

      • Franz Pfister sagt:

        Zu 2. würde ich eine faire Lösung finden, dass während den ersten – sagen wir mal – 10 Jahren die Verbindlichkeit zum fremden Kind stetig wächst, bis es dann ganz offiziell als mein Kind gilt auch wenn es das biologisch nicht ist.
        Die Mutter wäre aber, nach meinem persönlichen Rechtsverständnis, zu 100% davon ausgeschlossen Unterhalt von mir zu erhalten – es sei denn ICH WILL (daher das „kann“ im oberen Post) der Betrügerin ein würdiges Leben ermöglichen, das muss mir aber kein Richter aufzwingen wollen!

      • Franz Pfister sagt:

        Hätte gerne Antworten von Frauen/Müttern dazu gehört, bitte keine falsche Scheu!
        Schade. Bleibt mir nur zu denken, dass keine Antwort auch eine Antwort ist.

  • Kurt Zerzawy sagt:

    Diese Forderung und die Reaktionen zeigen genau auf, wie weit es unsere Gesellschaft gebracht hat. Ein Kind ist zum Kostenfaktor verkommen. Das eigene Kind ist unendlich wertvoll, andere Kinder oder gar Kinder von anderen sind unnötige Kostenfaktoren. Ich möchte mir auch noch die Frage erlauben, was mit Frauen geschieht, die nicht mit dem Namen des echten Vaters herausrücken wollen. Bekommen sie Beugehaft oder werden alle Männer einem DNA-Test unterzogen, damit man den Uebeltäter dingfest machen kann? Das ist ja schon lange auf dem Wunschzettel der Behörden und Versicherungen.

    • Herbert Schneider sagt:

      Kurt, dicSe ist ganz einfach, es geht wie immer ums Geld: Die Frauen müssen dann selber für das Kind bezahlen.

    • Sportpapi sagt:

      Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf: Frauen, die den Erzeuger nicht angeben, machen sich strafbar. Und manchmal ist es so, dass sie dem Kind einen Vater und dem Vater die Möglichkeit einer Vaterschaft entziehen. Wie man damit sinnvoll umgehen soll, weiss ich nicht.

      • Ralf Schrader sagt:

        @SP, ‚Frauen, die den Erzeuger nicht angeben, machen sich strafbar.‘
        Wo steht denn das nun wieder? Was macht dann eine Frau, die es objektiv nicht weiss?

  • Philipp Rittermann sagt:

    es ist glasklar. ein obligatorischer test bringt aufschluss. da gibt es nichts dran zu rütteln. und wenn frau ein reines gewissen hat, hat sie ja auch nichts zu befürchten. und für den mann würde dies im zweifelsfall gewissheit bedeuten, oder andernfalls und im härtefall keine finanziellen verpflichtungen. ma(n) wisse – frauen lügen besser. ich sehe das ganz unemotional und pragmatisch – vertrauen ist schön, kontrolle besser. und abschliessend ist es nichts anderes als fair, wenn beide partner mit gleichlangen spiessen in’s rennen gehen.

  • Cinzia Bucchioni Schultheiss sagt:

    Wie sagten doch die alten Roemer? „Mater semper certam est. Beim Vater koennen sehr wohl Zweifel bestehen.

    Viel Spass noch mit den Vaterschaftstests.

  • Meier Klara sagt:

    Wieder einmal bin ich erstaunt über die Anhäufung gehässiger bzw. von Misstrauen zerfressener Kommentare zu diesem Bericht. Seid Ihr Euch sicher, dass wenn Ihr bereits dieses Misstrauen gegenüber Eurer Partnerin habt und diesen oblig. Vaterschaftstest verlangt, dass dies eine gesunde Basis für eine Partnerschaft (mit Kind) ist? Sorry, aber da stimmt doch schon weit vor dem Test etwas nicht in Eurer Partnerschaft! Mir selber wäre ein solcher Test egal, einfach ein Dokument mehr zum Ablegen. Aber gibt Euch dieses Dokument wirklich das Vertrauen zurück, welches anscheinend nie richtig da war?

    • Ricco Morales sagt:

      Liebe Klara: Wie denken sie wirkt ihr Kommentar auf Männer, die ihrer Partnerin vertraut haben und irgendwann erfahren dass diese sie jahrelang getäuscht hat? Können sie verstehen, wenn sie nicht unbedingt ihre Meinung teilen dass die Männer und ihr Misstrauen das Problem sind in dieser Geschichte?

      • Meier Klara sagt:

        Lieber Ricco Morales: Denken Sie ernsthaft, nur Männer werden betrogen? Selber wurde ich in zwei Beziehungen, teilweise über einen längeren Zeitraum, betrogen. Das waren keine schöne Erfahrungen, auch finanziell. Ich hab es vorgezogen, einfach zu gehen und habe alles was wir zusammen angeschafft hatten, zurückgelassen. Heute lebe ich in einer wunderbaren Beziehung und ich vertraue meinem Partner voll und ganz. Frage zum Generalverdacht: Soll ich meinem Partner, aufgrund der vorherigen negativen Erfahrungen auch generell misstrauen? Das wäre 1. absolut unfair und 2. Gift für die Beziehung!

      • Ricco Morales sagt:

        @Klara: Es geht doch gar nicht darum, nur Frauen, die betrügen, zu verurteilen. Niemand bestreitet, dass auch Männer fremdgehen, und niemand findet das weniger falsch. Es geht darum, dass mann/frau die Verantwortung für sein/ihr Handeln übernimmt, wenn dabei ein Kind entsteht, und nicht andere Menschen täuscht und diese ein Leben leben lässt, welches sie vielleicht nicht wählen würden in Kenntnis aller Fakten. Ein Mann, der ausserhalb seiner Beziehung ein Kind zeugt und dieses mithilfe des Einkommens seiner Ehefrau ohne deren Wissen finanziert, handelt genauso unverantwortlich.

  • Chris Stoffer sagt:

    Ach ja, ein Kind ist auch teuer. Ein rolls royce pro kind oder so sagte man früher. Wenn sie ein Haus kaufen für 1 Mio. trauen sie dem Verkäufer auch nciht einfach, auch wenn es ein Verwandter oder Bekannter ist udn lassen es von einem Experten prüfen, ob alles in Ordnung ist. Hier gilt das gleiche.

  • Lia sagt:

    anscheinend geht es den Männern nur darum, dass sie ihre Gene weiter geben können, und nicht darum, mit der geliebten Frau eine Familie zu haben. Denn ansonsten hätten sie keinen Drang, unbedingt Gewissheit haben zu müssen, auch wenn sie gar keinen Verdacht haben, das Kind könnte von ihnen sein. Ausserdem – ich verstehe den finanziellen Grund, aber wieso müssen diese Väter unbedingt die Kinder leiden lassen, die nach x Jahren des Zusammenlebens den Vater verlieren, weil dieser sich von ihnen abwendet, nur, weil sie biologisch nicht verwandt sind? Die gefühlsmässige Bindung zählt wohl nix..

    • Markus Meier sagt:

      Mit dem automatischen Test nach Geburt gäbe es ja gar keine „x Jahre des Zusammenlebens“. Ich würde mich jedenfalls sofort von einer Frau trennen, die mir ein Kind unterjubeln will, das nicht von mir stammt. Dies bedeutet nämlich, dass ich mich in der Frau geirrt habe und mein Vertrauen von dieser Frau missbraucht wurde. Will ich denn mit so einer Person tatsächlich noch weiter zusammen leben? Nein, auf keinen Fall. Also, keine „x Jahre“, sondern Tschüss per sofort.

    • urs lehmann sagt:

      Warum müssen die Mütter die Kinder UND die Väter leiden lassen?

  • Chris Stoffer sagt:

    Studien vor Jahrzehnten haben immer wieder ergeben das jedes 10te Kind ein Kuckuckskind ist. Mit den Veränderungen der Gesellschaft in den letzten 10-20 Jahren ist diese Quote vermutlich nru gestiegen, sicher nicht gesunken. Deshalb ja, ein Generalverdacht herrscht. Wenn Frau nicht fremd geht, sollte das ja auch kein Problem sein…

    • Lia sagt:

      Naja sorry.. klar gehen Frauen fremd, wie auch Männer, aber dass die Frauen dann so blöd sind und sich von der Affäre schwängern lassen, in Zeiten von Pille und Kondom, das ist doch wohl seltenst der Fall.

      • Meier Klara sagt:

        „Wenn Frau nicht fremd geht, sollte das ja auch kein Problem sein…“
        Da sind wir wieder beim Generalverdacht. Dieser Generalverdacht scheint ja unter den Kommentarschreibern weit verbreitet zu sein. Wäre es da nicht auch angebracht, einen oblig. Treuetest einzuführen? Natürlich für Mann und Frau? So wie sich die Kommentare hier lesen, scheinen ja ausschliesslich Frauen zu betrügen… Auf diesen Test wäre ich gespannt und ob dann auch noch so viele männliche Kommentarschreiber für einen oblig.Test sind.. Schade, wenn Eure Partnerschaft nicht auf Vertrauen beruht und es dafür einen Test braucht

    • Alberto La Rocca sagt:

      Meier Klara: Nur wenn Ehefrauen betrügen, hat das für den Partner finanzielle Konsequenzen, umgekehrt kann sich (Ehe-)Frau leicht davonstehlen. Vielleicht informieren Sie sich mal über das Eherecht, Stichworte ZGB, Vaterschaftsvermutung des Ehemannes. Aber die Hinweise nützen wohl kaum etwas: Schweizerinnen waren schon immer Weltmeisterinnen im Selbstmitleid!

    • urs lehmann sagt:

      Studien..genetische Studien? Weil, das sind die einzigen wirklich verlässlichen. Vor Jahrzehnten…tatsächlich?

      Das HUGO-Projekt wurde 1990 gestartet, das Wissen zur Bestimmung der Vaterschaft dürfte erst im Laufe des Projekts zusammengetragen worden sein, vielleicht auch erst danach. Und Studien, die darauf basieren, dürften wohl noch einiges zusätzlich später durchgeführt worden sein, also maximal 15 Jahre alt sein…behaupte ich mal, es sei denn Sie würden Ihre Quelle nennen.

      • M.M sagt:

        Das wissen um Vaterschaftstests gab es schon früher. Man muss das Genom nicht sequenzieren um eine Vaterschaft auszuschliessen.

        Und nur so nebenbei, früher konnte man es auch schon mal an unmöglichen Konstellationen von Blutgruppen sehen. Daher die 10%…

  • Anita sagt:

    Wieso wird hier immer nur von den Frauen geschrieben? Von wegen Frauen werden generell verdaechtigt und Maenner trauen ihrer Partnerien nicht. Seid ihr denn alle blind oder einfach nur grenzenlos egoistisch was das Zeug haelt? Denkt denn irgend jemand auch and die Kinder, die sollten doch eigentlich der wichtigste Teil in dieser ganzen Diskussion sein, aber ich lesen nur ueber Rechte fuer Muetter und Vaeter. Was ist denn mit dem Recht des Kindes zu erfahren wer seine leiblichen Eltern sind?

    • urs lehmann sagt:

      „Was ist denn mit dem Recht des Kindes zu erfahren wer seine leiblichen Eltern sind?“

      Im Grunde noch ein Argument für einen obligatorischen Test. Allerdings fragt sich, ob die biologische Vaterschaft für das Kind tatsächlich waaaahnsinnig relevant ist, solange es guten Glaubens davon ausgehen kann, dass der Pflege- auch der biologische Vater ist.

  • Markus Notter sagt:

    Die Schätzung ‚1 Kind pro Schulklasse‘ ist vermutlich eher zu tief.
    Ein Bekannter, der bei der Erfoschung von Erbkrankheiten jeweils ganze Familien (auf diverses) untersucht hat, meinte, dass etwa 25% der untersuchten Kinder nicht zu dem ‚Papi‘ gehörten, der auf dem Formular vom ‚Mami‘ als solcher angegeben wurde. Ist vielleicht etwas viel aber je mehr Jahre Lebenserfahrung man(n) hat desto realistischer wird diese Zahl.

    P.S. Meine Meinung: Obligatorischer Test: Nein; Recht des Vaters auf Test ohne Einwilligung der Mutter: Ja

    • henriette sagt:

      Herr Notter, Zustimmung zu Recht des Vaters auf Test ohne Einwilligung der Mutter.

      Wenn man bedenkt, dass 80 bis 90 % der Menschen nicht auf der „hellen Seite“ verankert sind, könnten die 25 % als zu gering erachtet werden. Mir sind diese Mamis ein völliges Rätsel!

  • Patrick Armbruster sagt:

    Schützen wir das Opfer. Wer ist hier das Opfer? Die Mutter auf alle Fälle nicht. Als nächstes kommt der Vater. Der ist potenziell Opfer. Ein allgemeiner Vaterschaftstest würde die Zweifel ausräumen. Dann ist da noch das Kind. Das ist zu jenem Zeitpunkt noch sehr, sehr, sehr abhängig von seinen Eltern. Verantwortungsvoller Umgang ist da Pflicht. Das beginnt mit Ehrlichkeit. Es gibt _keinen_ Grund gegen automatische Vaterschaftstests. Und schon gar nicht gibt es ein Recht auf Verheimlichung in diesem Fall, da es ja doch um mehr als nur Geld und Ehre geht – es geht auch um Gefühle (des Vaters).

    • Lia sagt:

      ach ja, und was ist mit den Gefühlen des Kindes? Wieviele Väter werden denn bitte noch zum Kind stehen, auch nach x Jahren als Familie, wenn sie erfahren, dass es nicht ihres ist? Kein einziger. Das Kind wird vaterlos aufwachsen. Ist das wirklich besser?

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Lia: Ich denke, da sehen Sie einiges falsch. Wie mancher Mann ist in einer Patchwork-Familie für die Kinder da, die nicht seine eigenen sind? Vielleicht müsste Mutti dann halt das eine oder andere mal etwas zurückstecken, was aufgrund einer derartigen Aktione ja nicht so falsch wäre.

      • Herbert Schneider sagt:

        Sie gehen also davon aus, dass der Betrug ein leben lang vertuscht werden kann? Ich möchte nicht in ihrer haut stecken, wenn ihr Kind bei der ersten OP einen genetisch Abgleich macht für die Besorgung von Organen etc. Aber sehen sie Lia, die Test wären gerade wegen Frauen wie Ihnen notwendig, damit allen Opfern Gerechtigkeit zukommt.

      • urs lehmann sagt:

        @Lia
        Sie schieben das Kindswohl vor um den Vater jahrzehntelang zu betrügen. Als ob ein zweites Unrecht ein erstes ungeschehen machen könnte.

        Könnte es sein, dass Sie hier im Glashaus sitzen?

  • Mike sagt:

    Wenn man sich die finanziellen Verpflichtungen von geschiedenen Vätern (und die Scheidung ist bekanntlich heutzutage die Regel, nicht die Ausnahme) vor Augen hält, sehe ich nicht ein, warum das auf „Vertrauen“ fussen soll. Und ja, selbstverständlich macht man es den Vätern leichter, wenn der Vaterschaftstest eine Formalität ist. Wer seiner Partnerin auch so vertraut, dem kann der Test ja wurscht sein, und wer das Kind trotzdem will, kann es adoptieren. Ausser der wagen Unterstellung von Frau Kuster, es sei irgendwie frauenfeindlich, sehe ich hier absolut kein Gegenargument.

  • Lukas O. Bendel sagt:

    Mir fehlt in dieser Diskussion die Sichtweise bzw. die Rechtsposition des Kindes:
    Aus heutiger medizinischer Sicht ist es schon nur für die optimale Gesundheitsversorgung für jeden enorm wichtig die biologische Abstammung und damit die vererbbaren Gesundheitsrisiken möglichst gut zu kennen.
    Aus psychologischer Sicht ist es für die Persönlichkeitsentwicklung wichtig, seine biologischen Eltern zu kennen und in der Spiegelung an diesen sich zu reiben und zu reifen.

    Der Aufschrei der Mütter bzw. FeministInnen hier ist absurd, egoistisch und inkonsequent; denn Zwangs-Vaterschaftsteste wollen sie!

    • Lia sagt:

      aus psychologischer Sicht ist es für ein Kind wichtig, einen Vater zu haben, der für es da ist, egal ob es seins ist oder nicht, und nicht einen, der abhaut, falls ein Test erweist, dass ein anderer das Kind gezeugt hat. Und natürlich wollen Mütter einen Vaterschaftstest, denn eine Mutter, die nur mit einem Mann geschlafen hat weiss GANZ genau, wer der Vater ihres Kindes ist, auch wenn es dieser verleugnet – ein Vater kann immer nur einen Anfangsverdacht haben, ausser er sei unfruchtbar.

      • Felix Huber sagt:

        Egal ist gar nichts. Da sein für ein Kind kann tatsächlich jeder, es ist aber für ein Kind sehr relevant, obe es die eigene Mutter oder eigene Vater ist. Die Welt ist voll von Menschen, die von Eltern nicht gewollt wurden, fragen sie mal nach.. Und wenn ein Vater von der Mutter betrogen wurde um Kind und leben, wäre es ja noch schöner, wenn er das schweigend akzeptieren sollte, selbstverständlich dann auch noch ohne finanzielle gutmachend.. Unglaublich sowas.

      • Lukas O. Bendel sagt:

        @Lia: Sie verwechseln Sozial- mit Entwicklungspsychologie: In letzterer ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft sehr wichtig. Und Sie verkennen, dass im Fall genereller Vaterschaftstests nach Geburt das Kind allenfalls vor Aufbau einer emotionalen Beziehung zum sozialen Vater verlassen würde, was für dieses unbestreitbar weniger schlimm wäre – so weit muss es aber gar nicht kommen. Und sorry: Wenn Frau GANZ genau weiss, dass sie nur mit einem Mann geschlafen hat, dann kann sie mit dem Zwangs-Vaterschaftstest ja nur gewinnen!

      • Erich Müller sagt:

        „der abhaut, falls ein Test erweist, dass ein anderer das Kind gezeugt hat.“
        Woher nehmen Sie die Frechheit einfach zu fordern, dass irgendein Mann irgendein Kind versorgen soll, das nicht von ihm ist. Hoffentlich wissen Sie wenigstens was ein Vater ist. Er ist nicht nur ein Mann.

    • Annalena sagt:

      Herr Bendel, lassen Sie bei Ihren Kindern das ganze Genom aufschlüsseln, damit sie ja wissen, dass sie evtll. einmal an Leukämie oder Chorea major erkranken werden? Sollen Adoptivkinder auf den Teufel komm raus Kontakt zu ihren biologischen Eltern pflegen, auch wenn diese das gar nicht wollen? Ist das nicht alles bloss ein Feigenblatt, um Ihre Zwangstests plausibel zu machen?

      • Lukas O. Bendel sagt:

        @Annalena: Sie diskreditieren sich selbst, wenn Sie zur Entgegnung meiner Argumenten gleich zu absurden Extrempositionen greifen müssen (Ihr Feigenblatt?!):
        – Nein, aber ich dokumentiere für unsere 5 Kinder die Krankengeschichten beider Elternstränge – so dass sie später wissen, welche Vorsorgeuntersuchungen aufgrund erhöhtem Erkrankungsrisiko ab wann angezeigt sind, und jederzeit die korrekte Anamnese ermöglichen können.
        – Nein, auch Adoptivkinder sollten jedoch die Krankheitsgeschichte ihrer leiblichen Eltern kennen und das Recht haben, deren Identität zu erfahren – egal ob diese das wollen.

  • Manni Mann sagt:

    Generalverdacht ist überhaupt kein Argument. Dann müsste man auch den Kondukteur abschaffen, weil die Billet Kontrolle jeden öv-Passagier unter Generalverdacht stellt. Im Kleiderladen gibt es einen Chip, der anfängt zu piepsen. Jeder Kunde steht unter Generalverdacht. ABER weil das Standard ist, empfindet niemand diesen Generalverdacht persönlich.
    Solche Kontrollen wiederspiegeln nur die Gesellschaft, in der eben nicht alles eitel Sonnenschein ist.

    Mir scheint das einzig wahre Gegenargument ist, dass man sich eine Hintertür offenlassen will, für den Fall der Fälle.

    • Kathy sagt:

      Nö, das einzige wahre Gegenargument sind die Kosten. Und das der Staat nicht über das Erbgut meiner Kinder informiert sein soll!

      • Manni Mann sagt:

        Kathy das Kostenargument kam schon. Das gibt ca. 25.- Rappen pro Monat (Vollkostenrechnung).
        Also KEIN Argument.

        Und von wegen Staat kennt Erbgut … das ist ja ein Witz. Haben Sie schon mal was vom Arztgeheimnis gehört?
        Jeder hat heute schon eine Krankenakte. Aber der Staat kennt deswegen nochlange nicht meine Krankengeschichte.
        Es geht hier allein um die Vaterschaft und für wenig Geld kann diese diskussionslos festgestellt werden und feigen Betrügern (auch am eigenen Kind) ein Riegel geschoben werden.

      • Felix Stern sagt:

        @Kathy: Die Kosten können nicht das Argument sein. Sind die Kosten bei Abtreibungen ein Argument? Nein, hiess es doch. Hier sind die Kosten viel tiefer. Man macht lediglich einen Test, der in der Masse praktisch nichts kostet. Der Staat soll nicht das erbgut kennen? Das tut er auch nicht. ahrscheindlich ist der Staat ga nie in ir´gendetwas involviert. Keiner käme auf die Idee, das ganze Erbgut abzuspeichern. Es geht lediglich darum, ob der Mann, der da als Ehemann oder Freund auftaucht, der Vater ist oder nicht. That’s it. Die Transparenz ist überfällig.

    • Manni Mann sagt:

      Spannend, dass niemand von der Generalverdacht-Fraktion hier Stellung nimmt.

      Im übrigen würde ein Test ebenso die männlichen Ehebrecher treffen, weil dann die Kuckucksmutter auf den Erzeuger zurückkommt (sie will dann ja nicht allein für das Kind aufkommen müssen).
      Fremdgänger jedweden Geschlechts müssten sich dann der Wahrheit stellen.
      Fänd ich gut so.

      • Susi sagt:

        Manni Mann, die Welt ist nicht so einfach gestrickt: Als ob diese Frauen dann auch immer wüssten, wer der wirkliche Vater ist (und dann auch noch über die Kontaktinformationen verfügten).
        Ein Bekannter von mir ist Arzt in der Onkologie-Abteilung im Kinderspital, spezialisiert auf Leukämie. Da es hier um Knochenmarkspenden geht und zuerst bei den Eltern geschaut wird, kommen ständig Kuckuckskinder ans Licht. Er muss diese Fälle dann „aufdecken“. Wie tragisch und unangenehm das ist, kann man sich ja vorstellen; die Familie ist durch die Kranheit ohnehin schon furchtbar belastet. In so einem Fall geht es um Leben und Tod, man müsste wissen, wer der leibliche Vater ist. Häufig wissen es die Mütter selbst nicht bzw. haben keine Ahnung, wie sie den Erzeuger des Kindes ausfindig machen sollen.

      • Manni Mann sagt:

        Ja eben Susi – so könnte das verhindert werden. Da Mama weiss, dass der Betrug ans Licht kommt, wird sie sich eher Gedanken machen, wer der Erzeuger sein könnte und es käme nicht zu diesen tragischen Spätoffenbarungen.
        Wenn sie es nicht weiss, dann darf sie auch nicht einem Ahnungslosen das Kiind unterjubeln. Sondern ehrlich sein.
        Ein Freund von mir hat auch ein Kind adoptiert das nicht von ihm ist.

      • Susi sagt:

        Ob diese Gesetzgebung wirklich einen Einfluss auf das Fremdgehverhalten hätte, wage ich zu bezweifeln.
        Auf die Gefahr hin, dass ich nun für diesen Vergleich gesteinigt und gefedert werde: Die Todesstrafe dient auch nicht als Abschreckung; in den USA werden in jenen Staaten, wo die Todesstrafe praktiziert wird, nicht weniger Morde begangen.

      • Susi sagt:

        „geteert und gefedert“, wollte ich natürlich sagen, nicht „gesteinigt“. (Ein Freudscher Verschreiber?)

      • Lukas O. Bendel sagt:

        @Susi:
        1. Was ist besser: Im Freudentaumel der Geburt oder noch besser der Schwangerschaft den Fehltritt zu beichten und die Beziehung zu retten ODER in der dunklen Stunde der todesverzweifelten Suche nach einem Knochenmarkspender auch noch mit der jahrelangen Lüge und damit Beziehungsstress belastet zu werden??
        2. Wer meint, es gebe wegen den Standard-Vaterschaftstest weniger Seitensprünge, hält die Menschen für klüger als sie sind – solcherlei passiert ja selten wohldurchdacht. Er würde aber dazu führen, dass Seitensprünge frühzeitig geklärt würden – was meist weniger Schaden anrichtet

      • Susi sagt:

        @ Lukas O. Bendel: Warum ist dieser Kommentar an mich gereichtet, nachdem er ja nicht viel anderes aussagt, als das, was ich selbst geschrieben habe? (Punkt 1. soll ja wohl eine rhetorische Frage sein. Meine Position zum Thema Vaterschaftstest ist jedoch nicht gefestigt. Ich wollte mit jenem Kommentar eigentlich etwas anderes aufzeigen als dass ich kategorisch gegen solche Tests bin…)

      • Erich Müller sagt:

        @Susi.
        „Manni Mann, die Welt ist nicht so einfach gestrickt: Als ob diese Frauen dann auch immer wüssten, wer der wirkliche Vater ist (und dann auch noch über die Kontaktinformationen verfügten)“.

        Es geht ja NUR darum,.ob der eigenen Mann DER VATER ist! Wenn die Frau den „WAHREN“ Vater verschweigt oder nicht kennt, soll sie gefälligst auch alllein für das Kiind aufkommen.

    • Ralf Schrader sagt:

      @M.M., menschliche Reife reicht auch als Lösung. Als meine Gattin und ich nach 9 Monate des Kennens im zarten Alter von 19 und 21 Jahren beschlossen haben, eine Familie mit Kindern zu gründen, haben wir die Regeln ausgemacht.
      Jeder darf alle 3-4 Jahre einen anderen Sexualpartner haben. Bedingung ist, es wird nicht gebeichtet und niemals darüber geredet. Zu viel Ehrlichkeit ist der Tod jeder Beziehung, jeder hat neben dem Familien- noch ein Eigenleben.
      Sollten dabei Kinder entstehen, werden die abgetrieben.

  • Rémy sagt:

    „Alle Schwangeren stünden fortan unter Generalverdacht. Die allermeisten davon völlig grundlos.“
    Welcher Statistik haben Sie das entnommen, das es Grundlos wäre? Gibt’s da schon Zahlen? Nein? Oder doch bloss ein Bauchgefühl? Sagt Ihnen Ihre weibliche Intuition das die meisten Frauen Treu und Ehrlich sind und sich nur von Ihrem Mann schwängern lassen?
    Mir sagt meine Lebenserfahrung das die meisten Menschen, Männer und Frauen, durchtrieben, durchlogen und grundsätzlich unehrlich sind (oder zumindst die Wahrheit gern so Zurechtbiegen das es passt),deshalb: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

    • Jeanette Kuster sagt:

      Sie haben aber ein sehr negatives Menschenbild. Wenn Schätzungen zufolge ein Kind pro Schulklasse ein Kuckuckskind ist, dann hat wohl die Mehrheit der Frauen ihren Mann nicht betrogen.

      • Rémy sagt:

        Ich bin grundsätzlich optimistisch eingestellt, musste mir deshalb über die Jahre den Pessimismus erlernen, und mancher Mitmensch hat mir dabei geholfen 🙂
        Ein Pessimist wird von einer schlechten Nachricht nicht überrascht, nur von einer Guten. Und das ist dann eine gute Überraschung, und jeder mag gute Überraschungen. Deshalb der Pessimismus aus Überzeugung 🙂

      • Ricco Morales sagt:

        Ja, das darf ruhig gesagt werden: viele frauen (und männer) sind ihren partnern trotz aller verlockungen treu, oder verhüten, oder geben ehrlich zu wenn sie ausserhalb der beziehung ein kind zeugen. 5% sind trotzdem krass viel, wenn man bedenkt dass beim seitensprung nur mit geringer wahrscheinlichkeit ein kind entsteht. hätten sie, frau kuster, weniger bedenken bez. generalverdacht für unbescholtene frauen (und ich sehe schon auch dass dies ein relevantes argument ist), wenn es 20% kuckuckskinder gäbe?

      • Billy sagt:

        @J. Kuster: genau, zudem weiss man ja nicht ob die „Väter“ dieser Kinder nicht wissen, dass es nicht ihr biologisches Kind ist! Die Statistik zeigt ja nur, dass etwa ein Kind pro Schulklasse betroffen ist, aber nicht ob es oder der Vater es weiss! Ein paar dieser Kinder könnten aus Samenspenden oder eben auch Seitensprüngen oder auch Affären die stattgefunden haben, als die Eltern getrennt waren, aber nachher wieder zusammengefunden haben!
        Generell bin ich aber auch dafür, dass Männer „leichter“ zu einem Test kommen sollten.

    • Alberto La Rocca sagt:

      Das Problem liegt u. a. auch darin, dass sich die Frauen sich von ihren eigenen (Lebens-)Lügen täuschen lassen. Deshalb geben immer weitaus mehr Hetero-Frauen als -Männer an, absolut treu zu sein. Es ist wie mit dem Feriensex: bloß, weil die Frauen ihren Toyboy nicht (wie die Männer bar), sondern mit Goldketteli und anderen Geschenken bezahlen, bedeutet dies nicht, dass sie sich den Sex nicht erkaufen. In der öffentlichen „Wahrnehmung“ ist in Bezug auf Bumsferien jedoch bloß das männliche Geschlecht unter Generalverdacht …

      • Manni Mann sagt:

        Frau Kuster – ich als treuer Ehemann mit treuer Frau, kann mir sowieso nicht vorstellen, was da alles so abgeht. Aber das ist doch gar nciht der Punkt. Die grosse Mehrheit aller öv-Benutzer fährt auch nicht schwarz, trotzdem werden von allen die Billete kontrolliert. Stört sich doch niemand dran – nur der Schwarfahrer den störts.
        Punktuelle Kontrollen wären viel störender, weil dann wäre man unter Verdachtt.

      • Manni Mann sagt:

        Frau Kuster II – ihr Vorschlag, dass jeder Mann einfach das Recht hat, ist viel Problematischer.
        1. Der nette Treuherz (auch nach Evolutionsbiologie prädestiniert um hintergangen zu werden) wird nie einen Test machen und das Kind merkt es dann vielleicht irgendwann mal, und das ist schlimm.
        2. Der Eifersüchtige will einen Test machen, womit er seine treue Frau verletzt und die Beziehung stürzt in die Krise.
        Zweimal kommt das Kind schlecht weg.

        Wenn generell der Test gemacht wird, hat man all diese Probleme nicht. Und die Raben wissen, dass sie nicht durchkommen mit ihren Lügen.

  • Wie geht das Sprichwort schon wieder? Wer nichts zu verbergen hat kann ja dafür sein!?

  • D Bach sagt:

    Verstaatlichung bzw. einen obligatorischen Test finde ich persönlich unnötig. Jeder sollte aber einen Test legal machen lassen können, wenn man der Sache nicht wirklich traut (dazu genügen schon ein paar Haare?), egal wann. Dieses Recht zu verbieten, wie jetzt, würde doch genau das unterstreichen, dass man einigen Frauen nicht trauen kann/darf und man deshalb vor einem Test Angst hat. Es ist das (Menschen-) Recht des Mannes zu wissen, wenn er es auch will, was wirklich Fakt ist und ob er Vater ist oder nicht.

  • Leo Klaus sagt:

    Einen Vaterschaftstest bei allen Geburten waere absolut unverhaeltnismaessig. Einen Vergleich, dass auch solche „maennliche“ Herren einleuchten sollte:

    Stellen Sie sich vor, die Polizei wuerde einen Alk-Test machen, jedes mal Sie mit Ihrem Auto fahren wollten. Schliesslich koennte es sein, dass Sie blau fahren.

    Deshalb macht die Polizei es sinnvoller, also nur bei Verdacht. Wenn Maenner das Recht haetten, beim Verdacht einen Vaterschaftstest zu fordern egal ob die Frau es wollte oder nicht, dann waere das mehr als genug.

    • Klicki sagt:

      „Stellen Sie sich vor, die Polizei wuerde einen Alk-Test machen, jedes mal Sie mit Ihrem Auto fahren wollten. Schliesslich koennte es sein, dass Sie blau fahren.“

      So ist es aber seit einigen Jahren: Sie können jederzeit auf Alkohol getestet werden, ohne dass ein Verdacht vorliegen muss.

      • Rémy sagt:

        und dazu möchte ich noch hinfügen: es gibt schon seit Jahren ernsthafte Bemühungen, eine automatische Alkkontrolle in jedes Auto einzubauen (Auto startet erst nach dem Blasen). Technisch ausgereift, in gewissen Ländern (Frankreich z.B.) für mehrfach bestrafte Alkohol Wiederholungstäter schon obligatorisch. Gesetz wird schon Vorbereitet in Brüssel. Es geht nicht mehr lange und auch Ihr Auto startet nur noch nach Atemtest: Sehr gutes Beispiel falls Sie für die obligatorischen Vaterschaftstests sind 🙂

      • Rémy sagt:

        Und es soll mir keiner kommen „Brüssel ist nicht Bern“…wenn das Gesetz mal durch ist in Europa wird’s auch in die Schweiz eingeführt, so realistisch muss auch der hinterletzte Alpöhi sein…

    • tom174 sagt:

      Der Vergleich hinkt ein wenig. Fremdgehen ist gottlob keine Straftat, und ein Kind bekommen keine Strafe.
      Der Vergleich wäre eher, dass man immer seinen Ausweis zeigen muss, wenn man einen Mietvertrag unterschreibt, nicht dass man einen Mieter bekommt, der nicht der ist, der er vorgibt zu sein.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Wir (privater Vermieter) verlangen von jedem Mieter einen Ausweis. Das Risiko der rechtlichen Unsicherheit ist einfach zu gross.

      • tom174 sagt:

        Macht ja auch total sinn. Daher finde ich auch nen vatertest, dann, wenn die vaterschaft anerkannt oder zugewiesen wird, durchaus sinnvoll.

    • urs lehmann sagt:

      Sie macht nicht jedes Mal einen Test, sondern nur, falls „es einschlägt“. Und genau das soll auch bei Schwangerschaft gelten.

  • Hans Joggeli Buume sagt:

    Ich lese gerne von „Einzelschicksal“, so ruehrend nett, fast Traenen treibend.
    Aber wenn der „Vater/Ehemann“ fuer den Freudenmoment seiner betruegenden Ehefrau bezahlen soll, muss eben etwas unternommen werden. Da der Samenspender wohl kaum zur Kasse gebeten wird, muss halt dann der Steuerzahler ueber Sozialhilfe bezahlen. Wo bleibt das Schuldeingestaendnis der Frauen?

  • Klicki sagt:

    Falls meine Kinder in Wirklichkeit nicht von mir sein sollten, möchte ich das derzeit gar nicht wissen. Sollte meine Ehe aber einmal in Brüche gehen, möchte ich das Recht haben, es zu wissen und gegebenenfalls die Vaterschaft anzufechten. Beides ist mir jedoch rechtlich verwehrt: Einen Test darf nur das Gericht anordnen. Es tut dies nur, wenn ich einen begründeten Verdacht glaubhaft machen kann, was ich ohne Test gar nicht kann. Und nach dem 5. Geburtstag kann ich sowieso nicht mehr anfechten und daher auch nicht einmal testen lassen. (Fortsetzung folgt)

    • Klicki sagt:

      Die einzige Möglichkeit der Anfechtung der Vaterschaft besteht danach nur noch, wenn die Ehe auseinandergeht und das Kind die Vaterschaft anficht. Dafür muss die KESB einen Beistand einsetzen, der nach dem angeblichen Kindeswohl entscheidet. Der Beistand wird die Vaterschaft aber nur anfechten, wenn ihm die Mutter einen möglichen echten Vater nennen will, denn für das „Kindeswohl“ ist es besser, wenn das Kind einen zahlenden Scheinvater hat.

      Diese Rechtslage ist stossend und diskriminierend.

      • Alberto La Rocca sagt:

        😀 Kathy, in Tat und Wahrheit verwenden die Mütter ihre Kinder gegenüber ihrem Ex-Sex-Buddy als Waffe – auch gegenüber ihrem Zahlvater. Dies ist die bittere Wahrheit. Ich versuche oft meiner Partnerin klar zu machen, wie ich ich fühlen würde, wenn sie mich als echter Vater so behandeln würde, wie sie mit ihrem Ex-Ehemann verfährt – endet immer damit, dass sie mir vorwirft, ihrem Ex zu helfen. Was völlig lächerlich ist – weshalb sollte ich mir mit ihrem früheren Ehemann wegen ihrer Tochter gegen sie verbünden?

      • Kathy sagt:

        @ Alberto: Finde ich auch nicht richtig! Ich staune immer wieder darüber, wie erwachsene Menschen sich derart unreif Verhalten können, auch wenn die Beziehung teilweise schon seit Jahren vorbei ist. Und trotzdem: die Gefühle der Kinder sollten immer auch beachtet werden. Viel zu oft stehen die gekränkten Egos der Eltern und die finanziellen Interessen im Vordergrund.

    • Kathy sagt:

      Ok, heute wollen sie das nicht wissen. Sagen wir mal, ihre Ehe zerbricht, wenn ihre 14 und 12 sind und es stellt sich heraus, dass das 12jährige ein Kukuskind ist. Werden sie dann ernsthaft dem Kind (welches sie in den Armen hatten, bei welchem sie Nächtelang am Bett sassen, dem Kind das sie aus vollem Herzen liebt) „Adieu“ sagen!?? Und glauben sie mir, so eine Distanzierung, auch wenn sie sich „nur“ auf das finanzielle beziehen sollte, wird einen defintiven Bruch bewirken. Dem Kind ist es egal, ob das ihr Penis oder der von XY war, der da mal in der Mutter steckte. Es liebt sie, nicht XY!

      • Herbert Schneider sagt:

        Katy, sie haben keine Ahnung wovon sie schreiben, oder sie stellen einfach die Interessen der Mutter über alles. Beides ist tragisch.

      • Klicki sagt:

        @Kathy: Sie brauchen sich gar nicht über ihr selber erfundenes Beispiel zu empören. Ich verlange nur das Recht, selber zu entscheiden, ob und wie lange es mir egal ist, ob meine Kinder von mir stammen, aufgrund der Situation, wie sie sich für mich darstellt. Dies empfinde ich als meine Privatsache und mein legitimes Recht.

        Wenn ich vom worst case betroffen wäre, dass meine Kinder nichts von mir wissen wollen und einem anderen „Papi“ sagen, und ich sonst noch Gründe hätte, an meiner Vaterschaft zu zweifeln, würde ich es höchstwahrscheinlich wissen wollen, ja.

      • Kathy sagt:

        Nein Herbert, die Interessen des Kindes. Ich bin voll und ganz dafür, dass Väter in der CH das Kind auch ohne das Wissen der Mutter testen dürfen.

        Aber ich finde, es sollte auch mal dargestellt werden, wie Kinder sich in einer solchen Situation fühlen. Zufällig kenne ich so ein Beispiel. Es ist schlimm für ein Kind, vom Vater (denn in seinen Augen ist er der Vater) abgelehnt zu werden.

      • urs lehmann sagt:

        @Kathy
        Mag sein, dass Sie aus Ihrere persönlichen Sicht die Interessen des Kindes priorisieren. Nur ändert das nichts daran dass der (Zahl-)Vater in dieser Konstellation gleich doppelt betrogen wird, und die Mutter allenfalls zusätzlichen Nutzen daraus zieht wenn der Zahlvater gegebenenfalls materiell besser gestellt ist als der biologische.

      • urs lehmann sagt:

        Stellen Sie sich vor, Sie wären Mann und würden unter dem neuen Recht das gerade beraten wird, als Vater bezeichnet. Die unverheiratete Mutter gibt an, während den fraglichen Wochen lediglich mit Ihnen verkehrt zu haben, und somit fehlt der „begründete Verdacht“, Sie müssten während 20 Jahren für Mutter und Kind bezahlen ohne wenigstens Gewissheit zu haben, dass Sie tatsächlich der Vater sind.

        Ich bin wohl zu alt um Vater zu werden, aber wäre ich der behauptete Vater, würde ich wahrscheinlich auswandern.

  • Alberto La Rocca sagt:

    Ein pflichtiger Vaterschaftstest ist genauso widersinnig wie die obligatorische Zustimmung der Ehefrau, wenn der Vaterschaftstest nicht gerichtlich angeordnet wurde. Solange die gesetzliche Vaterschaftsvermutung des Ehemannes im ZGB festgehalten ist, muss der Ehemann auch die Möglichkeit haben, seine Zweifel ohne richterliche Anordnung zu überwinden. Ebenfalls muss die Möglichkeit eingerichtet werden, dass ein Ehemann sich nach Auflösung der Ehe von der Zahlvaterschaft für ein Kuckuckskind entbinden lassen kann, wenn er sich nicht ausdrücklich gegenüber einem Kuckuckskind verpflichtet hat.

  • mathis sagt:

    Sorry aber dieser Text MUSS von einer Frau geschriben sein.

  • Victor Hösli sagt:

    Ich darf mich hier als Ziehvater eines Kuckucks-Sohnes äussern. Ich erfuhr erst hinterher, dass eine Schwangerschaft nicht schon nach 2 Wochen, wie das bei uns war, eintreten kann. Da hatte eben vorher schon jemand anderes Männlicher seinen Degen gezogen. Die Vereinigung war denn auch unerwartet und geschah gegen alle Gewohnheiten meiner Partnerin. Da schon ein Kind da war, befand ich mich, wie viele andere Väter, sexuell schon auf dem Abstellgleis. Am schlimmsten sind nachträgliche News dieser Art für das Kuckucks-Kind selber. Aus meiner Erfahrung heraus ist der Test geradezu Pflicht.

  • Fred sagt:

    Sehr guter Kommentar: Ein Staat der grundsätzlich mal davon ausgeht, dass dem Bürger nicht zu trauen ist (sehen wir auch in ganz anderen Bereichen) wird das Vertrauen der Bürger in den Staat über kurz oder lang verlieren.
    Dass ein Mann bei Verdacht einen Vaterschaftstest auch ohne Zustimmung der Frau in Auftrag geben kann ist aber schon o.k.

  • alam sagt:

    Wenn Paare sich mit einer Eizellen- oder Samenspende behelfen, weil es lange nicht klappt, möglicherweise im Ausland, nimmt man ihnen nach dem Test die Kinder dann weg, weil sie nicht die biologischen Eltern sind?

  • Martin sagt:

    Im Strassenverkehr stehen wir auch alle unter Generalverdacht, alle paar Meter wird kontrolliert, gemessen und fotografiert.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Und das völlig zu Recht; schliesslich gibt es auch jedes Jahr viele Tote auf der Strasse. Eigentlich wird sogar noch zuwenig kontrolliert.

  • Regina sagt:

    Hoi zäme!
    Ist das euer ernst? Jetzt soll ich, treue ehefrau die ihren mann über alles liebt, nach der geburt unserer kinder eine prozedur über uns ergehen lassen müssen, die mich herabsetzt, mich demütigt wie so ein zuchttier dessen brut nach dem wurf gleich mal auf saubere abstammung überprüft wird??
    Bitte ein bisschen verständnis, wenn ich mich dagegen wehre!

    • Reto Widmer sagt:

      Regina, neien, kein Verständnis, von welcher „Herabsetzungen“ reden Sie da eigentlich?: Der Aidstest wird auch automatisch gemacht, wussten Sie das überhaupt? Wurde selbstverständlich auch bei mir und meiner Partnerin gemacht, obwohl es ja für beide kompromitierend sein könnte, vorallem weil wir schon länger zusammen waren. Eben im Interesse des Kindes, also wo liegt da Ihr Problem genau? Ist Ihnen Ihr KInd so wenig wert und gewichten Sie Ihre Interessen demnach höher?

      • Susi sagt:

        HIV-Tests dürfen meines Wissens nicht ohne Zustimmung des Patienten gemacht werden, auch wenn dies oft anders gehandhabt wird. Bei der ersten SS hiess es, ich brauche einen, wenn ich die Möglichkeit einer Wassergeburt haben möchte. Also liess ich den machen, weil ich mir das offen lassen wollte. Bei meiner zweiten SS bekam ich eine Leistungsabrechnung und da war, so quasi unter „ferner liefen“, auch ein HIV-Test aufgelistet, ohne dass ich davon wusste. Ich hab mich dann etwas gewundert und nachgefragt, anscheinend wird das häufiger so praktiziert, obwohl die Rechtslage anders aussieht, ein Arzt darf nicht einfach so einen solchen Test anordnen.

      • Reto Widmer sagt:

        Susi, die Rechtslage ist mir auch nicht ganz klar, aber im Spital wird nur schon zum Schutz der Pflegepersonals ein Test gemacht, den Patienten/Eltern empfohlen, es kann ja noch jemand angesetckt werden von den 3en.. eben halt im Interesse des Kindes.

      • Ralf Schrader sagt:

        Selbstverständlich dürfen in der Schweiz auch HIV- Tests ohne Wissen und Einstimmung des Patienten gemacht werden. Man muss es nur begründen können.
        Auch hier, wer es besser weiss, den bitte ich um eine Quelle.

      • Susi sagt:

        @ Ralf: Hier ist die Quelle (letzte Frage): http://www.aids.ch/de/fragen/hiv-aids/hiv-test.php

        @ Reto: Natürlich ist es sinnvoll, vor einer Geburt einen Test zu machen! Aber darum geht es mir nicht, sondern darum, dass das immer wieder ohne Nachzufragen durchgeführt wird, obwohl es nicht erlaubt ist.

      • Ralf Schrader sagt:

        @Susi, kenne ich, aber gilt nur für den ungeregelten Ausnahmefall..
        Wenn man sich in ein Spital oder eine Arztpraxis begibt, schliesst man einen Behandlungsvertrag ab. Fairerweise wird der dem Patienten schriftlich vorgelegt und erläutert, bevor der unterschreibt, kommt aber aus der Mode.
        Sonst gilt ein impliziter Vertrag. Mit freiwilligen Betreten der Einrichtung signalisiert der Patient, untersucht werden zu wollen. Dann entscheidet der Arzt, was passiert. Wenn er nett ist, kündigt er es an, muss es aber nicht. Medizinisch ist ein HIV-Test nichts anderes als jede andere Untersuchung.

      • Ralf Schrader sagt:

        2/ Etwas anderes ist die Kostenübernahme. Bei privat oder zusatzversicherten Patienten muss man es nicht erwähnen, den Allgemeinen muss man sagen, das ihre Kasse das nicht übernimmt. Damit muss man denen, wieder implizit, auch die Untersuchung ankündigen und um Einwilligung bitten.

      • Ralf Schrader sagt:

        3/ Eine Korrektur, handelt es sich um ein Spital, welches auf der Spitalliste steht, darf das Spital seit 2012 den HIV- Test bei Allgemeinversicherten nicht gesondert abrechnen und muss damit dem Patienten den auch nicht zwingend ankündigen.

      • Susi sagt:

        @ Ralf: Ich hab das aber mehrfach gelesen, dass es die Einwilligung des Patienten braucht für einen HIV-Test (habe einfach die erste Quelle zitiert). Was soll denn das für ein Ausnahmefall sein und warum wird es dann so kommuniziert?

        Wenn ich als Patient mit einem Arzt kontakt habe, geschieht doch das ausnahmslos in einer Praxis oder einem Spital! Ich hab auf jeden Fall damals im Labor und in der Praxis nachgefragt, und die meinten einfach, man habe wahrscheinlich vergessen, mich zu fragen. War mir eigentlich auch nicht sooo wichtig, aber ich musste es trotzdem ansprechen.

      • Ralf Schrader sagt:

        @Susi, Ausnahmen sind richterlich angeordnete sog. führsorglichen Unterbringungen. Da geht es vollständig ohne Patientenwillen.
        Die zweite Ausnahme sind Menschen verschiedener Glaubensgruppen, die lieber sterben, als punktiert zu werden, aber die sagen das.
        Grundsätzlich muss jeder Patient einer invasiven Methode zustimmen, auch wenn es nur durch die Oberhaut geht, nicht nur Blutentnahmen, nicht nur HIV-Test.
        Nur, wer das nicht will, warum kommt er dann?
        Dafür gibt es den impliziten Behandlungsvertrag. Unfair ist, Patienten das nicht einmal zu sagen, nicht nur für Patienten, auch für uns.

      • Hj sagt:

        Ralf hat schon recht, generell werden automatisch Breitbandtests gemacht, bei denen entsprechend auch Anderes zutage treten kann. Ein moderner Spitalbetrieb wie wir ihn seit Jahrzehnten kennen und sogar voraussetzen, wäre sonst gar nicht möglich. Selbstverständlich wird versucht, die ermittelten Patientendaten möglichst nur für dienstlichen Gebrauch zu konservieren. Das gelingt ja in den allermeisten Fällen und das Resultat des AIDS-Test wird vorerst nicht an Dritte geleitet. Sobald Sie sich aber in Behandlung begeben, wird das Blut vorweg automatisch getestet.

  • Katja Winkler sagt:

    99.9% dieser Tests würden für die Katz gemacht. Überall wird nach Kostenreduktion geschrien, hier soll Geld nutzlos verschwendet werden. Wer den Test will, der soll ihn machen lassen. Mit allen allfälligen Konsequenzen für die Beziehung. Nur das wäre wirklich „ehrlich“. Er darf ihn dann auch gerne selbst bezahlen.

    • nando sagt:

      Mann darf den Test beim aktuellen rechtlichen Stand aber nicht machen, ohne die Zustimmung der Mutter des Kindes. Hier geht es nicht um „wer den Test will, soll ihn machen“ sondern um WER DEN TEST WILL, SOLL IHN MACHEN DÜRFEN AUCH OHNE DIE ZUSTIMMUNG DER MUTTER.

      • phil kell sagt:

        Der Mann ist ja auf jeden Fall der Zahlesel, wenn ein Kind kommt, und er hat nichts, absolut nichts zu sagen, wenn die Frau gegen seinen Willen ein Kind erhält (gibt einige Möglichkeiten, auch ohne Einwilligung des Mannes).
        Da ist es nur logisch, dass der Mann wenigstens sicher sein will, ob ein Kind wirklich von ihm ist. Und nicht etwa von einem weniger zahlungskräftigen Nebenbuhler.
        Praktisch sämtliche Rechte sind heute auf Seiten der Frau. Ein wenig Verständnis, dass Männer Sicherheit bezüglich ihrer Vaterschaft wollen, sollte da aufzubringen sein.

  • Diethelm sagt:

    Familie verlangt von beiden Partnern Vertrauen. Der Mann muss seiner Frau vertrauen, dass es stimmt, wenn sie sagt, er sei der Vater des Kindes. Und die Frau muss sich darauf verlassen können, dass der Mann seine meistens grössere Körperkraft nicht gegen sie einsetzt, sondern ihr in der Schwangerschaft und der Stillzeit wenn nötig schwere Arbeiten abnimmt. Wer kein Vertrauen investieren will, soll auf eine feste Beziehung verzichten und zuverlässig verhüten.

  • tom174 sagt:

    Manche der Kommentare hier sind schon seltsam. In Deutschland ist eine anonyme Samenspende nicht erlaubt, da wir ein Recht auf die Kenntniss seiner Abstammung kennen. In der Schweiz ist dies anders.
    Sicherlich spielt hier auch das Finanzielle eine Rolle, aber hier wird ja auch das Kind getäuscht.
    Bei den Fallzahlen geht es nicht um tragische Einzelschicksale. Wenn beide ein Kind wollten, es ein geplantes Kind war, ok. Aber nicht jede Schwangerschaft ist gewollt. Manchmal arrangiert man sich da vielleicht auch einfach nur. Übernimmt Verantwortung, weil eine Abtreibung nicht in Frage kommt.

  • Pheobe sagt:

    Ich erinnere mich da an einen Artikel in der Annabelle
    http://www.annabelle.ch/liebe/familie/kinderwunsch-verdeckte-samenspender-33328
    Diese Eltern wissen um ihr Kuckuckskind und würden sicher keine automatischen Test wollen…

    • Richard Müller sagt:

      Der Test soll ja die Interessen des Kindes schützen und nicht die der Eltern. Darum sind Eltern (vorallem Frauen) nicht daran interessiert. Eine stringente Logik.

  • D. Meier sagt:

    Die Frage ist doch wieso VERBIETET das Gesetz es den Männern einen anonymen Test zu machen?
    Unsicherheiten könnten so ohne Staub aufzuwirbeln diskret beseitigt werden und wenn die Frau denn Mann betrogen hat, muss sie wissen, dass er es herausfinden kann.

  • Tobias Meyer sagt:

    „Gehört zu einer funktionierenden Beziehung nicht unbedingt auch tiefes Vertrauen? Gerade wenn es um die Gründung einer Familie geht?“ -> Superbeitrag!! Diese Fragen sind für mich das Wichtigste. Die Idee eines Zwangstests ist absurd, nicht nur weil sie die Frauen unter Verdacht stellt, sondern auch die Beziehung an sich: Der Test impliziert, dass die beiden Partner unfähig sind, eine auf Vertrauen basierte Beziehung zu haben. Was soll das denn bitte schön?!
    Das einzige was zu ändern ist: Einzig in Verdachtsfällen sollte ein Mann auch ohne Einwilligung der Partnerin einen Test machen dürfen.

  • Bernhard Piller sagt:

    Es ist wie beim Steuerrecht: wir alle sind ehrlich, aber trotzdem will man die ganze Gesellschaft unter Generalverdacht stellen, das Bankkundengeheimnis abschaffen und den Bargeldverkehr einschränken. Im Unterschied dazu ist der Generalverdacht in dieser Sache ja nicht ein Verdacht, sondern eine Realität.

    • Sportpapi sagt:

      Oh ja, weil wir ja alle so betroffen sind, wenn wir nicht mehr für über 100 000 Franken in bar bezahlen dürfen bei unseren spontanen Einkäufen. Ja, es wäre in unser aller Interesse, wenn man nicht nur bei Sozialhilfebetrügern, sondern vermehrt auch bei Steuerhinterziehern genauer hinschauen würde. Und ein automatischer Informationsaustausch wäre sogar für die meisten einfachen Steuerzahler eine Dienstleistung.

  • Hj sagt:

    Der Test soll routinemäßig gemacht werden. Das Resultat aber müsste verschlüsselt abgelegt werden.
    Der (vermeintliche) Vater und selbstverständlich auch die Mutter sollte dann mittels rascher und absolut einfacher Anfrage das Ergebnis umgehend erhalten.
    Ich kann schlicht nicht nachvollziehen, wie es möglich ist sich gegen einen einfachen und diskreten Automatismus zu stemmen. Das Recht zu wissen, ob man(n) das eigene Kind aufzieht ist absolut zentral. An das Vertrauen zu appellieren macht in Beziehungen Sinn – nur geht’s hier um zu viel Geld und Engagement, um es dem Zweifel zu überlassen.

    • Tobias Meyer sagt:

      Eben gerade nicht. Wenn man eine auf Vertrauen basierte Beziehung hat, dann wird es auch keine Zweifel geben. Ein staatlicher Test ist BEVORMUNDUNG PUR der BürgerInnen.
      Aber: Die gängige Praxis sollte so geändert werden, dass ein Mann im Verdachtsfall auch ohne Einwilligung der Frau einen Test machen darf. Aber bitte schön ohne eidgenössischen Zwang! Oder wären sie für eine kantonale Regelung 😉 ?

      • Hj sagt:

        Genau das meine ich ja auch – in der Sache bin ich mit Ihnen einverstanden.
        Das Resultat wird nur auf Anfrage des Mannes ihm vertraulich kommuniziert.
        Die Anfrage kann rasch und unkompliziert gestellt werden.
        Er braucht nur ein Haar abzugeben. Von der Frau ist sowieso DNA vorhanden.
        In Bezug auf das Vertrauen sehe ich es etwas anders. Aber das ist sehr individuell und vom Erfahrungshintergrund abhängig. Grundsätzlich bildet Vertrauen die Basis von Beziehungen – aber eben nicht nur.
        Und Vertrauen kann leider missbraucht werden – zu sehen Tag für Tag.

      • Richard Müller sagt:

        Tobias Meyer: Auch eben gerade nicht. Ein staalicher Test schützt das Kind vor der Willkür und Bevormundung der Eltern. Die Eltern könnern sich ja gegenseitig ein Leben lang belügen, aber das Kind kann bei Bedarf auf die Information zurückgreifen, ob der Vater der Vater ist. Völlig Freiwillig, niemand wird zu etrwas gezwungen. Warum wollen Sie Ihrem Kind diese Information bewusst vorenthalten?

      • Hj sagt:

        Gute Argumentation Herr Müller.

  • alam sagt:

    Der Test selber ist ja eine kleine Sache, aber was passiert davor und danach? Wer wird zum Test eingeladen? Wer bekommt das Resultat? Was wird aus dem Resultat abgeleitet? Was wenn das Kind keinem Vater zugeordnet werden kann?

    • Markus Meier sagt:

      Wenn das Kind keinem Vater zugeordnet werden kann, dann bedeutet dies konkret, dass die Frau noch einen weiteren Lover hatte und diesen – aus welchen Gründen immer – nicht benennt.

  • Anh Toan sagt:

    Wird der Test nicht zwingend immer durchgeführt, stellt sich die Frage, wer ihn beantragen darf:

    – der Ehemann, der seine Vaterschaft anfechten will
    – sicher das Kind, das seine genetische Abstammung kennen will

    Heikel wird es beim ausserehelichen Erzeuger, der eine Vaterschaft will, also die rechtliche Anerkennung seiner biologischen Vaterschaft: Sollte er dies gegen den Willen der Frau / des Ehemannes verlangen können?

    Verlangt ein Ehemann einen Vaterschaftstest, unterstell er damit Untreue seiner Frau, dieser Individualverdacht ist verletzender als staatlicher Generalverdacht.

  • Daniel Graf sagt:

    Wenn ich mir den etwas flappsigen und saloppen Betrag von Jeanette Kuster zum Thema „Kuckuckskinder“ so im Kopf zergehen lasse, erinnert es mich an Aussagen von Männern, die es bei einer Frau bezüglich Aussagern zu Sex Ja/nein nicht so genau nehmen. Ein weibliches Kavaliersdelikt halt. Man ersetze in diesem Sinne den Artikel durch Geschlecht (Autor: Mann) und Thema (Wollte sie den Sex, Ja/Nein/eventuell) und es wäre ein handfester Skandal. Da es aber um Männer geht, ist das nur der gesellschaftsfähige und übliche männerverachtende Trash. Schweiz, im Jahre 2014.

    • Carolina sagt:

      Irgendwie müssen wir zwei völlig unterschiedliche Beiträge gelesen haben. Männerverachtender Trash? Einige Ihrer Blogkollegen machen das aus dem Thema, aber eher frauenverachtend. JK und viele andere hier sagen doch ganz klar, dass sie Mühe mit dem Generalverdacht und Reihenuntersuchungen hätten, aber dass Männern das Recht auf einen Test bei Verdacht zugestanden werden müsse. Fertig, Ende, Aus. Alles andere lesen Sie hinein.

    • Daniel Graf sagt:

      Carolina, das ist föllig normal, dass Sie in dem Beitrag nichts „männerfeindliches“ erkennen können, Sie sind ja auch eine Frau – und können offensichtlich auch nicht richtig lesen. Sie finden Kuckuckskinder sicher auch eher etwas lustiges, gel? Und Sie finden es auch völlig normal, dass ein Vaterschaftstest durch die Mutter gerichtlich jederzeit angeordnet werden kann, aber durch den Vater nicht? Die aktuelle Gesetzgebung ist männerfeindlich und in der Regel Beiträge wie diese, die sich unterschwellig belustigend mit dem Thema aus Frauensicht befassen. Carolina, Ihr Beitrag ist daneben. Aus.

      • Carolina sagt:

        Wischen Sie sich den Schaum vorm Mund ab und lesen SIE richtig! Wen sollen Ihre Rundumschläge überzeugen?

    • Jeanette Kuster sagt:

      Unfassbar, was für Vergleiche Sie anstellen Daniel Graf.

      • Daniel Graf sagt:

        Jeanette Küster; Ich weiß, dass Frauen es nicht als Vergewaltigung sehen, einem Mann ein ungewolltes Kind – mit allen Konsequenzen – anzudrehen. Und da liegt der Hund wohl begraben. Ich hoffe auf eine neue Generation von Frauen, die hier mehr Verantwortung und Einsicht zeigt. Unglaublich und unterste Schublade.

  • tststs sagt:

    Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits verstehe ich die Sorge gewisser Väter; andererseits habe ich gerade mit diesem Generalverdacht extrem Mühe.
    Als wirklich guten Kompromiss erachte ich deshalb die Möglichkeit für Väter, einen Test ohne Einverständnis und Wissen der Mutter durchführen lassen zu dürfen.
    Ausserdem wird, unabhängig vom Resultat das folgende Problem nicht gelöst:
    1) Bei Kindern, die in eine Ehe hineingeboren werden, gilt automatisch der Mann als Vater, egal was ein allfälliger Vaterschaftstest sagt.
    2) Wie sieht’s bei ONS-Unfallkindern aus?
    3) Wenn ein Mann nicht will?

    • Carolina sagt:

      Danke, ts. Das könnte ich Wort für Wort selber geschrieben haben. Der von Ihnen vorgeschlagene Kompromiss (den ja übrigens auch Frau K zur Diskussion stellt und selber befürwortet) ist mMn der einzig gangbare Weg.

  • Richard Müller sagt:

    Schlussbemerkung „Zudem“.. finde ich arrogant und ignorrant; Aber es versinnbildlicht das heutige Selbstverständnis von vermeintlich emanzipierten Frauen. Passend dazu sind Weisheiten wie „ich habe nicht gelogen, ich habe nur nicht alles gesagt. Solche Statements von Frauen sprechen eben gerade dafür, Vaterschaftstests obligatorisch durchzuführen, damit die Herkunft belegt wird. Sei es aus finanziellen Gründen (gem. aktuellem Gesetz braucht es nicht einmal mehr eine Partnerschaft) oder vorallem auch für das Kind (Menschenrecht Abstammung und genetische, sprich gesundheitliche Belastungen.

  • I.Hartmann sagt:

    Was in der Diskussion auch so gut wie gar nicht zur Sprache kommt, ist der Datenschutz. Denn aus der Probe, die für den Vaterschaftstest genommen werden muss, lässt sich im Grunde die gesamte genetische Information ablesen, nicht nur wer Mutter und Vater sind. Hochinteressante Daten. Wollt ihr wirklich, dass ALLE ihre genetische Information preisgeben MÜSSEN, oder sollte dies nicht doch lieber eine gründlich überlegte private Entscheidung sein? Meiner Meinung nach lauert in der Idee eines Obligatoriums auch ein ungeheures Missbrauchspotential.

  • I.Hartmann sagt:

    Wie schon an anderer Stelle zum Thema gepostet, bin ich gegen den obligatorischen Test, denn auch wenn in jeder Schulklasse 1 Kuckuckskind ist, sind immer noch ca. 29 Kinder keine. Ich finde aber auch, dass das Recht der Väter auf einen Test gegen den Willen der Mutter gestärkt werden sollte (und auch das Recht des Kindes auf einen Test, sollte es selbst später Zweifel haben) und dass es bei Negativergebnis auch Konsequenzen für die Unterhaltspflicht geben sollte. Entweder frau verhütet, wenn sie schon fremdgehen muss, oder redet rechtzeitig Klartext. Wenn nicht, soll sie dafür geradestehen.

    • Annalena sagt:

      Warum delegieren Sie die Pflicht zur Verhütung einseitig an die Frau? Warum jammern dann Männer über den „Spermienklau“? Wenn Sie als Mann nicht Vater werden wollen, müssen Sie eigenverantwortlich mit Ihrer Zeugungsfähigkeit umgehen, und das nicht einseitig an die Frau abgeben. Vielleicht will die ja ein Kind.

      • I.Hartmann sagt:

        1/2 Annalena, dem stimme ich zu, konnte das aus Platzgründen aber nicht ausführen. Ich bin auch dafür, dass die Regeln so zu ändern sind, dass dem biologischen Vater die finanzielle Unterhaltspflicht zukommt (und wenn er nicht mit der Mutter zusammenlebt, auch ein Kontaktrecht). Denn die Kuckucksväter werden ja nicht nur von ihren Partnerinnen hintergangen, sondern auch von anderen Männern, die sich trotz des Wissens um ihren Beziehungsstatus mit ihr einlassen (dokumentiert weiter oben in dieser Kommentarspalte – der Herr, der nicht weiss, ob er irgendwo in Europa Kinder hat).

      • I.Hartmann sagt:

        2/2. Das finanzielle Risiko, irgendwann noch für einen unbekannten Sprössling aufkommen zu müssen, würde vielleicht dazu führen, dass auch die Männer mehr auf Verhütung achten und es wäre gerechter den Kuckucksvätern gegenüber. Aber den Punkt, dass die Frau vielleicht ein Kind will, kann ich nicht gelten lassen. Denn das rechtfertigt in keinem Fall, das Kind einem anderen, gutgläubigen Mann unterzuschieben.

      • Annalena sagt:

        Ich gebe Ihnen da völlig recht, es geht gar nicht, einem gutgläubigen, vertrauensvollen Mann ein Kind unter zu schieben. Das ist indiskutabel. Aber, je nach finanzieller Leistungsfähigkeit des Samenspenders ist das für einige „Damen“ doch eine verlockende Möglichkeit, aus der Misere zu kommen. Über die Redlichkeit eines solchen Vorgehens brauchen wir aber auch nicht zu sprechen.

      • Sportpapi sagt:

        Welche Rolle spielt denn jetzt wieder die finanzielle Leistungsfähigkeit des „Samenspenders“? Der bezahlt ja gar nichts.

      • Annalena sagt:

        Und ob BB nicht für seine Tochter zahlt. Ich weiss allerdings nicht, wie das in der CH gehandhabt wird. Wenn man aber bedenkt, dass für jedes uneheliche Kind ein Vormund bestellt wird, zum Zweck den Kindesvater heraus zu finden, wird das für einen ehelich geborenen Kuckuck wohl nicht anders sein. Denn Papa Staat will auch nicht zahlen.

      • urs lehmann sagt:

        @SP
        Die Frau hat grundsätzlich gesehen die Wahl, wen sie als Vater angibt, und kann sich somit gegebenfalls „für“ den finanziell potenteren entscheiden.

      • Sportpapi sagt:

        Meine Lieben, es geht bei Kuckuckskindern um Kinder, die eine verheiratete Frau im Rahmen einer Ehe auf die Welt bringt. Und bei denen man automatisch davon ausgeht, dass der Ehepartner der Vater ist. Da wird kein dritter, biologischer Vater belangt.

  • Olaf Olafson sagt:

    Ein Schritt mehr zur Prüderisierung der Gesellschaft. Gegen die Scharia schimpfen und sie aber indirekt gleich selber einführen. Fehlt nur noch die Steinigung der Fehlbaren. Privatsphäre soll Privatsphäre bleiben und es geht den Staat schlichtweg nichts an, ob ein Kind ein Kuckuckskind ist oder nicht. Das soll eine Familie unter sich ausmachen.

    • Widerspenstige sagt:

      Genau, Olaf! Es sind verletzte Gefühle, die hier die Hauptrolle spielen nebst dem finanziellen Aspekt. Mann kann nicht alles haben, ungeschützten Sex und Absicherung der Folgen. Das ist für absolut zuverlässige und reife Sexpartner reserviert. Die anderen müssen damit leben lernen, wenn sie es bis jetzt nicht gelernt haben.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Du bist da nicht ganz auf der Höhe. Es geht um Paare mit Kinderwunsch, die deswegen ungeschützten Sex haben. Leider hat die Frau das auch noch mit anderen. DA kann für einmal der Mann wirklich nichts dafür, und sich auch nicht schützen dagegen.
        Natürlich geht es um verletzte Gefühle. Was sonst? Ist das nichts?

      • Richard Müller sagt:

        Widerspenstige, mit einer solchen Einstellung sind Sie in den vorpupertären Anfängen der Frauenbewegung in den 70ern stehengeblieben… da wo auch die Emanzipation in der Schweiz stehengeblieben ist. Und den Staat geht es nur etwas an, wenn ums Geld für die Frau geht, gel? Dann kann plötzlich auch gegen den Willen des Mannes gerichtlich ein Vaterschaftsetst angordnet werden. Und es geht ja auch hier wieder mal nur ums Kind. Kennen wir.

      • Annalena sagt:

        Einfach nur so zur Information, liebe Männer: Mann kann ein Kondom benutzen, wenn mann ausserhalb der Beziehung rummacht. Damit ist die Gefahr, ein Kind zu zeugen, ordentlich minimiert. Ich weiss nicht, warum mit der Einführung der „Pille“ den Männern die Verantwortung für ihre Zeugungsfähigkeit so gänzlich abhanden gekommen ist. Oder habt ihr die einfach nie übernommen (siehe Anna Göldi)? Dann wäre es an euch, endlich erwachsen zu werden.

      • Sportpapi sagt:

        @Annalena: Voll am Thema vorbei!

      • Daniel Graf sagt:

        Annalena: Erwachsene Frau informiert über ungewollte Schwangerschaften – ein Märchen aus Anna Göldis Zeiten, sehr unterhaltsam. Dumm nur, dass primär nicht Frauen, sondern mehrheitlich Männer und Kinder der Hexenjagt zum Opfer fielen. Aber zum Thema zurück, danke für die Information, dass Frauen bei ungeschütztem GV nicht Sex, sondern ein Kind wollen – wurde mir noch nie so klar kommuniziert. Da spielt nicht mal mehr AIDS eine Rolle.

      • Annalena sagt:

        @ Sportpapi: Wenn ein Mann mit einer verheirateten Frau (und ich nehme an, der Lover weiss das) schläft, wäre es sinnvoll, ein Kondom zu verwenden. Sonst könnte er sich, neben Unterhaltsforderungen für ein Kind, das er nicht kennt, auch sonst was holen. HIV zum Beispiel. Habe ich mich jetzt klar ausgedrückt?

      • Annalena sagt:

        @ D.Graf: Das Büchlein zur Anleitung zur Inquisition hiess “ der Hexenhammer“, Hexe= weiblich. Kein Märchen, leider. Es gab auch einige wenige männliche Opfer, das stimmt. Die Geschichte der A. Göldi hingegen gehört zu der Kategorie Albtraum, die eine Frau in heutiger Zeit nicht mehr heimsucht. Zum Glück. Der Kindsvater hingegen bezahlt Alimente. Ihr Albtraum?

      • Sportpapi sagt:

        @Annalena: Es sind aber nicht die unbelangten ledigen Männer, die ein Problem haben, sondern die Ehemänner, die sich beim besten Willen nicht dagegen schützen können, betrogen zu werden.

      • Annalena sagt:

        Stimmt, Sportpapi, da haben Sie völlig recht. Gegen das Betrogen werden gibt es kein Mittel. Aber so wird mindestens nicht noch ein kleines Menschenkind mit hinein gezogen und wird auch zum Leidenden. Wissen Sie, Erwachsene haben ein Minimum an Handlungsmöglichkeiten, Kinder sind dem ganzen hilflos ausgesetzt. Mit einem bisschen Identitätskrise ist es da wohl nicht gemacht (das hat mich genervt, Susi). Und das sollte einfach vermieden werden. Wenn schon ein Betrug mit Folgen, dann sollte frau den Mut haben, das mit ihrem Mann zu bereinigen.

      • Susi sagt:

        Ja, Annalena, da gebe ich Ihnen recht, mein Kommentar dort war tatsächlich etwas unüberlegt.

        Trotzdem ist nicht alles so schwarz/weiss, da ist doch jeder Fall anders.

      • Susi sagt:

        Aber zu erwarten, dass eine Frau ihrem Mann den Seitensprung beichtet, finde ich auch sehr unrealistisch. Die Welt besteht nicht aus Helden und Heldinnen, vor allem auch nicht unbedingt in der Teilmenge, die notorisch fremd geht.

    • Daniel Graf sagt:

      Olaf Olafson: Genau, und bei der Erbteilung sollen die Familie auch alles unter sich ausmachen, da hat der Staat auch nichts dreinzureden und es spiel auch keine Rolle, ob man jetzt verwandt ist oder nicht. Die Erbteilung bei meiner Grossmutter wurde übrigends auch nach dem „Olaf Olafson-Prinzip“ gemacht, es ist sehr fair verlaufen. (war ca 1970 in den Bergtälern der Schweiz noch üblich).

    • Marcel Zufferey sagt:

      @Wiederspenstige: „Mann kann nicht alles haben, ungeschützten Sex und Absicherung der Folgen.“

      Auch Frau kann nicht alles haben, ungeschützten Sex und Absicherung der Folgen! Für Sex braucht es meines Wissens nach immer zwei. Das gilt selbstverständlich auch für den Entscheid, ob man ungeschützten Sex haben will oder nicht.

      Freiheit und Gleichberechtigung sind auch mit Pflichten und Selbstverantwortung verbunden: Man kann doch nicht immer Drittpersonen oder „Strukturen“ für alles verantwortlich machen! Es wird Zeit, dass Frauen endlich wirklich selbstständig und unabhängig werden!

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Was ich einfach nicht verstehe ist das Verbot, dass der Vater ohne Einwilligung der Mutter keinen Vaterschaftstest durchführen kann. Klar, aus der Sicht des Staates ist es klar, einer muss das Kind finanzieren, häufig entweder der (vermeintliche) Vater oder der Staat. Moralisch gesehen hätte ich keine Bedenken, dieses Verbot zu missachten.

    • Annalena sagt:

      Was machen Si dann mit dem Resultat? Sie wissen doch,dass ein unrechtmässig erworbener Beweis vor Gericht nicht gültig ist.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Annalena: Ganz einfach, dann könnte ich meinen „Verdacht“ äussern (natürlich aufgrund von äusseren Merkmalen/Verhalten), dass das Kind nicht von mir ist und einen offiziellen Test verlangen. Das können die Frauen nicht verhindern, auch wenn das vielleicht viele gerne möchten.

  • susann sagt:

    Die Kosten würden bei einem Rastertest nicht allzusehr ins Gewicht fallen. Verglichen mit dem potetiellen finanziellen Schaden, der den Kukuksvätern entsteht ist das wohl vernachlässigbar.
    Und auch wenn Sie es als Vater nicht wissen möchten, ob sie auch der biologische Erzeuger sind (wow!), steht es doch dem Kind zu, seine genetische Herkunft zu kennen. Das schlimmste Szenario ist, dass sich die Vaterschaft dann bei einer späten Trennung als unwahr herausstellt. Dann zerbricht wohl die Beziehung Kind-Kukuksvater und gleichzeitig wurde dem Kind eine Beziehung zum biologischen Vater verwehrt.

    • Kathy sagt:

      Da bin ich anderer Meinung. Falls mein Vater nicht mein biologischer Vater sein sollte, möchte ich das nicht wissen. Er liebt mich, er hat mich aufgezogen, ich liebe ihn – was will man mehr!?

  • Francesca sagt:

    Früher wollte man keine Tests, weil man das Aufwachsen des Kindes im geschützten Familienbund nicht gefährden wollte, die Stigmatisierung, den Skandal vermeiden. Das spielt heute keine Rolle mehr, da eh jede zweite Ehe scheitert und viele Kinder unehelich geboren werden. Vielleicht ist also die Sicherheit der Abstammung heute wichtiger, für Vater und Kind. Fragt sich aber, was die rechtlichen Folgen sind. Wird der Ehemann oder Lebenspartner dann nicht als Vater registriert, auch wenn er das möchte? Was, wenn die Mutter schweigt, hat das Kind dann keinen Vater? Die Väter und Kinder sollten …

    • Francesca sagt:

      … das Recht haben, den Test zu verlangen, ohne aber das von den Behörden Schritte unternommen werden können, wenn keine biologische Vaterschaft vorliegt. Wir Frauen müssen unsern Männern und Kindern ein Recht auf Wahrheit zugestehen, und Misstrauen ist schädlicher, als alles andere.

  • susann sagt:

    Nun steht hier aber nicht die Mutter im Zentrum sondern das Kind. Dieses muss sozusagen den Beweis seiner genetischen Identität erbringen, damit es Dokumente erhalten kann, die Aussagen über die Vaterschaft machen. Wenn ich einen Pass beantrage kann ich mich auch nicht betüpft fühlen, wenn man mich dazu anhält einen Beweis für die Richtigkeit der Angaben darin zu erbringen.
    Es gibt aus meiner Perspektive keinen Grund sich gegen Standard-Vaterschaftstest auszusprechen, ausser man möchte halt, dass Mütter damit durchkommen, Männern Kinder unterzuschieben.

    • Sportpapi sagt:

      Zwei Gründe: Als Ehemann würde ich es nicht unbedingt wissen wollen. Und: die Kosten, der Aufwand.

      • susann sagt:

        Die Kosten würden bei einem Rastertest nicht allzusehr ins Gewicht fallen. Verglichen mit dem potetiellen finanziellen Schaden, der den Kukuksvätern entsteht ist das wohl vernachlässigbar.
        Und auch wenn Sie es als Vater nicht wissen möchten, ob sie auch der biologische Erzeuger sind (wow!), steht es doch dem Kind zu, seine genetische Herkunft zu kennen. Das schlimmste Szenario ist, dass sich die Vaterschaft dann bei einer späten Trennung als unwahr herausstellt. Dann zerbricht wohl die Beziehung Kind-Kukuksvater und gleichzeitig wurde dem Kind eine Beziehung zum biologischen Vater verwehrt

      • 13 sagt:

        @ susann
        Was kostet denn so ein Rastertest? Wir sprechen ja immerhin von rund 90’000 Geburten pro Jahr.

      • Manni Mann sagt:

        was ist denn das für eine Haltung: „würde ich nicht wissen wollen“
        ein Mann, der denkt, es könnte möglich sein… will es nicht wissen, weil er meint, mit Verdrängung könne er besser leben.
        Das ist doch eine Vogelstrauss-Taktik. Das Lebenshaus auf Sand bauen. Wenn dann die Konflikte kommen, Sportpapi, dann wird diese Ungewissenheit weit mehr schaden anrichten, als wenn man zu Beginn klare Fakten hat.

      • Daniel Graf sagt:

        Sportpapi: Es geht in erster Linie um das KInd, es ist ein (international anerkanntes) Menschenrecht, die Abstamnmung zu kennen. Da interessiert grundsätzlich weder die Meinung der Mutter noch des Vaters, das Wissen ist gesetzlich geschuldet. Die Kosten belaufen sich auf ca. 250.-/Person, was um einiges günstiger ist als die Kosten einer Abtreibung, welche alle mitbezahlen. PS: Die Schweiz verstösst mit der aktuellen Rechtslage gegen internationales Recht.

      • Sportpapi sagt:

        @Daniel Graf: Gibt es denn Länder, in denen bei sämtlichen Geburten ein Vaterschaftstest gemacht wird??? Das einzige Problem ist das in der Schweiz den Vätern verwehrte Recht, einen Test vornehmen zu lassen. Und das muss man definitiv korrigieren. Es käme mir aber in einer funktionierenden Beziehung nie in den Sinn, einen solchen Test vornehmen zu lassen. Und schon gar nicht nach Trennung. Weil ich diese nicht auf dem Buckel der Kinder austrägen wollte.

      • Annalena sagt:

        In Frankreich kann eine Frau anonym gebären. Kein Mensch weiss, wer sie ist, nach der Geburt verlässt sie das Spital und das Kind wird zur Adoption frei gegeben. Wie verträgt sich das mit „dem international anerkannten Recht auf Kenntnis der Abstammung“. Das ist Quatsch. Sonst müssten Sie schweizweit alle Babyklappen schliessen.

    • Daniel Graf sagt:

      Sportpapi; Die Welt besteht nur aus Eltern, die nichts auf dem Buckel ihrer Kinder austragen wollen – und primär Eigeninteressen schützen. Wie in Ihrem Fall. Nochmals: Es ist nicht im Interesse der Kinder, die Abstammung nicht zu wissen. Darum gibt es auch dazu das Menschenrecht, das dies explizit fordert für Kinder.

      • Sportpapi sagt:

        Ist es im Interesse der Kinder, zu erfahren, dass der gute Vater, der sie durch die Kindheit begleitet hat, eigentlich nur ein Stellvertreter war?

      • Daniel Graf sagt:

        Ja das ist es. Aber was meint denn Ihr Vater dazu, dass es Ihnen egal ist, ob er der leibliche Vater oder nur ein „guter Stellvertreter“ ist? Sportpapi ist wohl vieles egal, vermute mal, er ist nicht betroffen oder sieht das auch für sich selber nicht so eng, wenn selber gezeugt Kinder in andern Familien aufwachsen. Ist ja alles austauschbar, können Sie dann dem Kind sagen, wenn es vor Ihnen steht.

      • Sportpapi sagt:

        @Daniel Graf: Jetzt wo Sie es sagen, kommen mir plötzlich Zweifel, ob mein Vater wirklich mein leiblicher Vater sein kann. Er ist doch so viel kleiner wie ich. Aber wenn ich an ihn denke, fällt mir so viel ein, was er in den letzten 40 Jahren mit mir und für mich gemacht hat, dass das tatsächlich keine Rolle spielen würde.

      • Susi sagt:

        @ Sp: Das hat mich jetzt grad gerührt, was Sie über Ihren Vater schreiben.

      • Daniel Graf sagt:

        Sportpapi, schön gesagt, aber nur darüber philosophieren ist wohl nicht dasselbe wie sich sich damit befassen müssen und die Konsequenzen täglich spüren. Mich berühren da ganz andere Dinge als Susi..

  • Manni Mann sagt:

    Ich lebe auch in einer vertrauensvollen Beziehung in der ein solcher Test obsolet ist, aber ich lebe in einer Gesellschaft in der sehr viele Leute eine andere Einstellung haben als ich und meine Frau. Wenn nun neu auch der nichtverheiratete Vater Unterhalt für die Frau zahlen soll, scheint mir ein solcher obligatorischer Test sinnvoll. – Was soll das Leute wie mich und meine Frau stören? Es ist eine Formalität, wie viele andere auch. Es gibt auch Metalldetektoren durch die ich gehen muss, die alle Menschen unter einen „Generalverdacht“ stellen.

    • Sportpapi sagt:

      Nach meinem Wissen können ledige „Väter“ sowieso einen Vaterschaftstest verlangen. Bzw. sie werden ohne Test nicht einfach zu Vätern, ausser sie anerkennen das Kind.

    • 13 sagt:

      Zahlen Sie Krankenkassenprämien und Steuern Herr Mann? Falls ja, könnte es Sie doch stören, wie diese eingesetzt werden.

      • Manni Mann sagt:

        ja was kostet denn so ein standardisierter Test?
        soviel wie die Abtreibungen? 5 Rp. pro Monat?

        Die Kosten, welche ungelöste Streitigkeiten und kollateralschäden von unverantwortlichen Eltern kosten, sind bestimmt höher. Fakt ist: wir leben in einer sexuell freizügigen Gesellschaft und dies würde in einer Fundamentalen Frage Rechtssicherheit für alle Personen schaffen: Kinder, Väter, Mütter. Da hat man schon für viel dümmeres Geld ausgegeben.

      • Annalena sagt:

        Nein, Manni Mann. Ich bezahle schon höhere KK-Beiträge, weil ich eine Frau bin und schwanger werden kann. Wenn die Männer solche staatlich verordnete Tests wollen, sollen sie sie auch selber berappen. Und noch etwas: Wie soll das gehen bei Kindern, die via Hochtechnologie (homologe Samenspende) gezeugt wurden? Wem gehört das Kind, wenn beim Gynäkologen gepfuscht wurde, Samen verwechselt? Darf dann die Mutter auch sagen, ein so fehlerhaftes Produkt wolle sie nicht? Kinder tauschen oder Ehemänner? Oder die Fortpflanzungsmedizin verbieten?

    • Daniel Graf sagt:

      Annalena: Nur weil es getan wird, ist es noch nicht rechtens. Dann hoffen wir für Sie, dass Ihre Mutter bei entsprechender Nachfrage Ihrerseits nicht sagt: Quatsch, du brauchst deine Abstammung nicht zu wissen, es hat dich nicht zu interessieren, wer dein Vater ist. Schöne neue Welt ohne Verantwortung.

      • Manni Mann sagt:

        Annalena – was für ein Argument…. ich zahle auch 5 Rappen obwohl ich nie abtreiben werde und wegen mir auch nie jemand abtreiben wird – deswegen kann ich nicht die gesellschaftliche Realität leugnen.
        Bei Samenspenderkindern (meiner Meinung nach sowieso ein Unding) ist die Sache sowieso klinisch klar. Das ist überhaupt kein Argument.

      • Annalena sagt:

        Meine BG ist 0 Pos, meine ältere Schwester ist 0 Pos, mein Vater ist 0 Pos. Meine Mutter ist A negativ. Ich kam ohne Unverträglichkeitsreaktion davon. Ist jetzt meine Mutter meine Mutter? Nein, das ist natürlich Quatsch. Ich hätte noch nie die Veranlassung gehabt, an der Elternschaft meiner „Erzeuger“ zu zweifeln, dafür waren sie uns viel zu gute, liebevolle Erzieher und Vorbilder. Ich liebe beide sehr. Braucht ein Kind mehr?

      • Annalena sagt:

        Bei Samenspenden ist die Sache klar, Vater fremd, niemand weiss, wer er ist. Nur der Arzt. Bei Inseminationen durch den Ehemann, in das Ei direkt oder in den Eileiter injiziert, sind aber schon Fehler unterlaufen, sprich, die Proben wurden verwechselt. Und nun? Ob das nun ein Unding ist, bleibe dahin gestellt.

  • Adrian Wehrli sagt:

    Die Diskussion ist müssig. Der Staat hat kein RECHT mich zu einem solchen Test zu zwingen. Denkt hier eigentlich jemand mit?

    • Mariam sagt:

      hm, aber der Staat hat das Recht, Sie zu Unterhaltszahlungen für Kinder zu zwingen, die nicht von Ihnen sind?

      • Monaco sagt:

        Genau so ist die gängige Praxis!
        Und sie wird gerade noch verschärft, in dem man künftig auch noch lebenslang für die schwangere Geliebte bezahlen darf und nicht nur für die angetraute Ex.

    • Widerspenstige sagt:

      Das ist der wesentlichste Punkt, Adrian. Wir sind immer noch ein freiheitlicher Rechtsstaat und solche Zwangstests gehören zu einem Polizeistaat bzw. Diktatur! Es ist der falsche Ansatz, Mütter unter Generalverdacht zu setzen wie es auch Vätern nicht zuzumuten ist, jede Respektlosigkeit ihrer Sexpartnerin zu schlucken.

      Ich plädiere deshalb für einen separaten Fonds, welcher bei Trennung zum Tragen kommt. Diese Alimentierung ist einfach unwürdig für Mütter wie Väter. Hier darf oder muss der Staat via Fonds aus der EO einspringen. Andere Staaten handhaben das ebenso eleganter.

      • Reto Widmer sagt:

        Widerspenstige: Der Lösungsansatz ist genau umgekehrt, es ist an den Frauen, endlich die Verantwortung für das Kind zu übernehmen. Heute gibt es in der diesbezüglich rückständigen Schweiz nur einseitige Verpflichtungen der Männer, jedoch keine für Frauen. Frau bestimmt Schwangerschaft und Vaterschaft, Mann und Kind bezahlen, sprich tragen die Konsequenzen. Zudem verstösst die Gesetzgebung gegen internationales Menschenrecht, das Kind hat einen Anspruch auf die Herkunft. Kurz gesagt, Frauen müssen erwachsen werden, auch wenn es unangenehm ist.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Vaterlos aufwachsende Kinder haben wir genug, wir müssen das nicht auch noch fördern.

      • Monaco sagt:

        Hä? Die Gesellschaft soll also dafür zahlen, dass die Frauen ungeschützt in der Gegend herumschlafen?
        Nicht zu fassen diese Logik…

    • Richard Müller sagt:

      Adrian Wehrli: Doch hat er, wenn Frau das will, müssen Sie zum Vaterschaftstest. Umgekehrt haben Sie keine Rechte, Sie haben nur den Mund zu halten und zu zahlen. Informieren Sie sich mal.

      • bea sagt:

        @Monaco: wären es ausschliesslich ungeschützte Frauen, würde sich das mit dem bezahlen wohl von selber erledigen…

      • Adrian Wehrli sagt:

        Müller: Ja im Einzelfall ist das auch richtig, aber nicht Flächendeckend. Keine Videokamers, keine Schwangerschaftstest, kein Schnüffelstaat.

  • Claude Salzmann sagt:

    Die Autorin spricht von einzelnen ‚tragischen‘ Fällen! Mit dieser Begründung können wir dann ja alle Bemühungen gegen häusliche Gewalt und Vergewaltigung einstellen, das sind ‚tragische‘ Einzelschicksale! Der Punkt ist doch, dass ich, nach den jüngsten Entscheidungen bezüglich Unterhalt auch für ledige Mütter, wissen will, ob ich tatsächlich 20 Jahre für Mutter und Kind zahlen soll. Jede Verbesserung bringt auch eine Pflicht, die Tatsachen eindeutig abzuklären. Das sollte die Autorin wissen und akzeptieren!

    • Jeanette Kuster sagt:

      Mich erstaunt dieser ewige Fokus aufs Geld. Ist es wirklich das Bankkonto, das in einem solchen Fall am argsten „verletzt“ wird? Ich denke nicht.

      • Reto Widmer sagt:

        Janette Kuster, Ihre Antwort finde ich sehr zynisch. Der ewige Fokus aufs Geld haben eben nur diejenigen, die es bezahlen. Insofern gebe ich Ihnen aus eigener Erfahrung sogar Recht, Frauen interessiert nicht sonderlich, woher das Geld kommt, hauptsache es kommt.

      • Reto Bielmann-Kuster sagt:

        Nein, aber auch, Frau Kuster! In allererster Linie ist es natürlich der Vertrauensbruch, der am meisten schmerzt! Aber wenn ich doch schon beschissen werde, so sollte ich doch wenigstens nicht auch noch ungewollt dafür bezahlen müssen. Und mir bei zig Behörden ein Rad abmachen muss beim Versuch, klare Verhältnisse zu schaffen. Bisher ist es fast unmöglich, bei einem Verdacht auf ein Kuckuckskind Klarheit zu schaffen, wenn das die Mutter nicht will. Wie verachtend und zynisch muss eine Frau sein, wenn sie einen Mann jahrelang zu Unrecht zahlen lässt und ihm das Leben so kaputt macht?

    • 13 sagt:

      „Mit dieser Begründung können wir dann ja alle Bemühungen gegen häusliche Gewalt und Vergewaltigung einstellen, das sind ‘tragische’ Einzelschicksale! “
      Auch in diesen Fällen wird doch dagegen angekämpft, dass automatisch jeder Mann als Übeltäter (Schläger, Vergewaltiger, Kinderschänder) angeklagt wird. Generalverdacht ist immer zu kritisieren.

      • Hj sagt:

        Die Wahrheit liegt zwischen Generalverdacht und Gutgläubigkeit.
        Wie eben bei Verdacht auf Häuslicher Gewalt soll auch bei Verdacht auf Kuc-Kücken rasch und effizient interveniert werden können.
        Das ist heute noch nicht möglich.

    • Marcel Zufferey sagt:

      @Kuster: „Mich erstaunt dieser ewige Fokus aufs Geld. Ist es wirklich das Bankkonto, das in einem solchen Fall am argsten “verletzt” wird? Ich denke nicht.“

      Wissen Sie, was mich immer wieder erstaunt, Frau Kuster? Geld scheint für Frauen die grösste Selbstverständlichkeit zu sein! Es ist offenbar immer welches da, dass man ausgeben kann… Und das in einer Zeit, in der eine lebenslange, sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle keine Selbstverständlichkeit mehr ist! Wir Väter haben da eine ganz pragmatische Sicht auf die Dinge: Ohne Geld läuft nichts, auch in einer Familie nicht!

      • Reto Widmer sagt:

        Marcel Zufferey: Mich erstaunt bei dieser Gesetzgebung gar nichts mehr. Viele Frauen bekommen in der Regel das Geld vom Staat (Sozialbeiträge) oder vom Partner. Darum ist Geld auch für viele Frauen nicht so wichtig, es muss nicht selber verdient werden. Ein lustiges Teilzeitjöbli mit Kind ist eine sensationelle Form von Lebensmodell geworden, neu aktuell auch ohne störenden Partner resp. Heirat problemslos möglich.

      • Annalena sagt:

        Herr W, haben Sie eine Ahnung, welche Kosten eine ausserhäusliche Betreuung verursacht? Ist Ihnen klar, dass Frauen für gleiche Arbeit immer noch 25% weniger verdienen als Männer? Dass vor allem Frauen Teilzeitjobs haben, damit sie die Kinder betreuen können? Warum beteiligen sich Männer kaum an Kinder- und Haushaltarbeiten? Dann könnten sie die Ehefrau die Ernährerrolle übernehmen lassen und nach der Scheidung bequem von den Alimenten und der Fürsorge leben. Ohne störende Partnerin.

      • Marcel Zufferey sagt:

        @Annalena: Vor geraumer Zeit habe ich mal hier einen Blogbeitrag über den Gender Pay Gap geschrieben:

        http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/10791/die-mar-von-den-unfairen-frauenlohnen/

        Das war damals noch politisch unkorrekt. In absehbarer Zeit erscheint ein ganzes Buch von mir.

      • Richard Müller sagt:

        Annalena; Nein, Frauen verdienen bei gleicher Arbeit nicht 25% weniger, die fragwürdige „Studie“ der SP sagt bestenfalls, das wenige % lohnunterschiede nicht „erklärbar“ seien und darum diskriminierend. Aber sogar diese Interpretation ist mittlerweile widerlegt, da Markt und Berufserfahrung in der Studie nicht berücksichtig. Aber solange Frauen diese Studie nicht mal richtig lesen können, kann man darüber auch nicht diskutieren. Uff..

      • Sportpapi sagt:

        @Annalena: Es ist immer die Frage nach Huhn und Ei. Zeigen Sie mir die Frau, die die Ernährerrolle in der Familie übernehmen möchte.

      • Annalena sagt:

        Ich.

      • Sportpapi sagt:

        @Annalena: Und, machen Sie das auch wirklich? Sie sind Allein- oder Haupternährerin?

      • Annalena sagt:

        Ich bin geschieden, war lange Haupt – und nach der Scheidung Alleinernährerin und musste mit viel Glück nur Pensionskassenbeiträge an meinen Ex bezahlen, aber keinen Unterhalt. Das gibt es auch.

      • Sportpapi sagt:

        @Annalena: Hier liest man immer nur von Frauen, die schon bereit wären, voll zu arbeiten. Aber viele Gründe finden, es doch nicht zu tun. Und von alleinerziehenden Vätern (die es hier offenbar weit häufiger gibt als gemäss Statistik), die allesamt von ihren Ex-Frauen keinerlei Unterhalt oder Alimente erhalten. Mit Glück? Bzw. Pech?

      • Felix Huber sagt:

        Annalena: Zum Glück sind sie eine Frau, als Mann wären Sie da diskriminiert: 1 Beispiel von mehreren – ähnlichen -im Freundeskreis: Nach der Scheidung ha/sorgt ER für die Kinder (1 eigens und ein fremdes) und muss IHR (alleine) noch Unterhalt zahlen. Sie arbeitet gar nichts.

      • Annalena sagt:

        Und, Herr Zufferey, haben Sie die Kinderpause gemacht, und in dieser Zeit Ihr gescheites Buch geschrieben? Falls es Ihnen nicht aufgefallen ist: Wir sprechen von Müttern, die sich angeblich nach der Scheidung auf Kosten des Mannes und der Fürsorge ein schönes Leben machen. Und genau Sie erklären in Ihrem Blog doch die Lohndifferenz, die es unbestrittenermassen gibt mit der Babypause. Oder den typischen Frauenberufen, die allesamt mies bezahlt sind (Verkäuferin versus CEO Bank). Für die Bank ist ein weiblicher CEO übrigens ein Schnäppchen, die verdient 20-25%weniger als männlichen Kollegen.

      • Annalena sagt:

        Keine Ahnung, wie das kommt, es gibt ja auch viele Väter, die ihren Unterhaltspflichten nicht nachkommen. Aber zeigen Sie mir einen Vater, der sein Arbeitspensum kürzt, damit Mami im Beruf bleiben kann. Die Ausreden sind auch sehr kreativ. Ich habe mich einfach für meine Arbeit gewehrt, weil ich sie immer gern gemacht habe. Mein Ex war einverstanden, mit der Auflage, ich müsste die Kinderbetreuung selber organisieren. Es leben die Grossmütter, und die Frauensolidarität, die hier gespielt hat.

      • Sportpapi sagt:

        @Annalena: Also haben Sie die Kinderbetreuung organisiert (weshalb?), weil wohl auch Ihr Partner voll arbeitete. Diese Möglichkeit hätten praktisch alle Frauen (sofern sie Fremdbetreuung ok finden), die wenigstens möchten es aber offensichtlich. Aber es bleibt dabei: Die wenigsten Frauen möchte mit ihrem Lohn die Familie ernähren, während der Partner zu Hause ist. Und die wenigsten Männer wollen den Job reduzieren. Ich übrigens hätte nicht nur reduziert (zumindest vorübergehend), sondern massiv eingeschränkt, wenn meine Frau gewollt hätte. Hat sie aber nicht.

      • Susi sagt:

        Ich kenne so einige Männer, die, nachdem sie Vater geworden sind, das Pensum reduziert haben. Einer hat sogar seine Kaderstelle aufgegeben, weil er die nicht mit einem Teilpensum hätte halten können und arbeitet jetzt nur noch 60%, auf einer tieferen Lohnstufe und mit weniger Macht/Prestige als vorher, weil seine Frau ebenfalls 60% arbeiten will (sie verdient weniger als er).
        Ja, Annalena, solche Männer gibt es.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Annalena: Ich muss mich dem Votum von Richard Müller bzgl. des GPG leider anschliessen. Ein kleiner Denkanstoss: In Frauenberufen sind Männer genauso schlecht bezahlt, wie Frauen. Und eine Frau als Alleinernährerinnen wünschen sich in Deutschland nur gerade 2% der Bevölkerung. Wieviele Familien sich einen Teilzeitpapi überhaupt leisten können, wissen Sie sicherlich auch nicht. Für Sie sind die heutigen Paarkonstellationen wahrscheinlich allesamt das Resultat freiwilliger Entscheidungen und die meisten Menschen einfach zu dumm, sich für das richtige Familienmodell zu entscheiden, nicht..?

      • Ursi sagt:

        @sportpapi 14h30, ja Sportler auch ich gehöre zu den Frauen die gerne die Haupternähererrolle übernimmt und dies auch tut, mein Mann ist zu Hause und arbeitet 20 bis 30%. Ich arbeite 100% und erdiene 98 % unseres Einkommens! Also bitte nicht immer schubladisieren…

      • Marcel Zufferey sagt:

        Gratuliere Ursi: Eine Alleinernährerin gibt es in der Schweiz in genau 0,25 Prozent aller Familien..!

  • 13 sagt:

    Auch wenn ich der klaren Überzeugung bin, dass in Familienbelangen mehr Gleichberechtigung nötig wäre, zeigt für mich die Forderung wieder einmal, dass es dem VEV trotz des tollen Namens weder um Verantwortung noch um Erziehung oder um Eltern geht, sondern einzig um die Rechte, insbesondere die finanziellen Rechte, der Väter, wobei an die Kinder eher selten gedacht wird. Für die wäre es besser, einen Vater zu haben und sei es nicht der biologische, als gar keinen. Aber um die Liebe (des Vaters zum Kind, nicht zur Mutter) geht es ja hier nicht. Da wird zwar immer wieder betont, dass man die

    • 13 sagt:

      gleichen Rechte für die Kinder will, schaut sie aber von Anfang an nur ein Kostenfaktor an, da stellt sich dann schon die Frage, warum man diese will. Ich bin dafür, dass Väter nach der Geburt testen können und zwar ohne Zustimmung. Aber diese staatlich verordnete Wahrheitsfindung ist schlicht und einfach nicht im Sinne des Wohls der Kinder, wo man doch soviele Jahre darum gekämpft hat, dieses ins Zentrum zu rücken.

      • Sportpapi sagt:

        Ich finde ja, in diesen Streitereien wird immer das Wohl der Kinder ins Zentrum gerückt. Von beiden Seiten. Manchmal führt das dann zu haarsträubenden Urteilen. Zum Beispiel, wenn eben Besuchtsrechte etc. nicht eingefordert werden können, weil man „zum Wohl der Kinder“ keine Zwangsmittel einsetzen möchte.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Da gebe ich Ihnen recht, ist aber für mich eine andere Situation, die einzelfallgerecht beurteilt werden sollte, was sie selten wird. Ich habe auch die Stellungnahme des VEV gelesen, wonach es um das Kind geht, welches doch seine Abstammung kennen muss…ich glaube ehrlich gesagt, es gibt wichtigeres. Die Wahrheit ist nicht zwangsläufig in allen Fällen das Beste und es ist nicht am Staat zu entscheiden, welcher Fall da vorliegt, es sei denn im Rahmen eines Gerichtsverfahrens.

    • fabian sagt:

      „wobei an die Kinder eher selten gedacht wird. Für die wäre es besser, einen Vater zu haben und sei es nicht der biologische, als gar keinen“
      Natürlich ist ein Vater für die Kinder wichtig. Aber einem Mann die Kinder aufzuzwingen, der sie nicht gezeugt hat, wäre ja absurd.

      • 13 sagt:

        Und schon wieder sind wir beim bösen Zwang. Die meisten der Väter wollten ja Väter werden, nicht? Wenn Sie richtig gelesen haben, halte ich ein Recht auf den Test, auch ohne Bewilligung, sogar von mir aus ohne Wissen der Mutter für i.O., aber grundsätzlich mal in allen Fällen davon auszugehen, dass das Beste wäre, halte ich für falsch.

      • Monaco sagt:

        Falsch: Die meisten Männer wollen eben nicht Vater werden – weil sie gar nicht gefragt werden.

  • Martin Frey sagt:

    Es ist halt wie immer. Derartige etwas extreme Ideen werden erst dann geboren, wenn sich die Mehrheit der Frauen berechtigten Männeranliegen verweigern. Damit meine ich nicht die Idee einer flächendeckenden Testung aller Neugeborenen, sondern dass Frauen auf teils berechtigte Männeranliegen schlicht nicht eintreten. Denn für einen solchen Test sollte das Einverständnis der Mutter schlicht irrelevant sein. Und für dieses Anliegen sollte man nicht erst eintreten, wenn ein Automatismus am Horizont winkt. Wie die Autorin es tut.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Das unterstellen Sie mir zu unrecht. Ich war schon immer dafür, dass der Mann ohne Einverständnis der Frau einen Vaterschaftstest durchführen lassen kann. Mich stört einfach der automatische Test bei jeder(!) Geburt und die Botschaft, die er aussendet.

      • Martin Frey sagt:

        Der Automatismus stört mich auch, das können Sie mir glauben Fr. Kuster. Wobei dieser Vorschlag gemäss den Initianten nur eine von mehreren vorgeschlagenen Varianten sein soll wenn man ihnen Glauben schenken darf. Ich würde mir persönlich einfach wünschen, dass unter dem Kapitel Gleichberechtigung mehr von echter Gleichberechtigung gesprochen wird, und dass die bei dem Thema tonangebenden Frauen dafür auch vermehrt Männeranliegen berücksichtigen. Denn alles andere hat mit Gleichberechtigung nur der Name gemein. Was ein frommer Wunsch sein mag, auch wenn es viel zu Entkrampfung beitragen würde.

    • Annalena sagt:

      Können Sie mir sagen, was Sie meinen, wenn Sie von berechtigten Männeranliegen sprechen, die Ihnen verwehrt bleiben? Wer ist die Mehrheit, die Ihnen diese Rechte verwehrt? Nur die Frauen? Ich finde es richtig, wenn ein Mann, der zweifelt, einen Test verlangen darf. Aber er wie die Mutter des Kindes müssen bereit sein, sich mit dem Resultat und den Konsequenzen daraus auseinander zusetzen. Ist der Papi der Papi, alles gut, Ende der Diskussion. Für die verletzte Mami vielleicht nicht, für sie fängt die Geschichte evtl erst an. Warum misstraut der mir so? Dann sollten Sie antworten.

      • Martin Frey sagt:

        Man muss kein Männerlobbyist sein um zu konstatieren, dass in div. Gebieten Männeranliegen mit Füssen getreten werden. In dem konkreten Fall betrifft es eine Minderheit sowohl der Kinder wie auch der Väter. In solchen Fällen ist es nachgerade typisch, dass sich niemand für Gerechtigkeit und Fairness einsetzt, diie Ungerechtigkeit bzw. Ungleichheit vor dem Gesetz ist quasi gegeben. Die Betroffenen wehren sich dann und merken erst, wie machtlos sie sind. Nichtbetroffene Männer haben davon oft keine Ahnung, interessieren sich auch wenig dafür. Die Berufs-Feministinnen aber schweigen genüsslich.

  • ira sagt:

    Ist zwar nicht direkt das Thema des Artikels, aber bin ich die Einzige, die es befremdlich findet, dass anscheinend eine nicht unerhebliche Anzahl von Frauen fremdgeht ohne zu verhüten? Irgendwie dachte ich, wir seien schon weiter.

    • Martin Frey sagt:

      Wir sind nicht weiter. Und bei 5-10% Kuckuckskindern kann man auch nicht mehr von Einzelfällen sprechen.

    • Joerg Hanspeter sagt:

      @Ira: Da bin icht ihrer Meinung. Ich weiss nicht, wie ich bei Fremdgehen meiner Partnerin reagieren würde, bei ungeschütztem Fremdgehen ist die Sache klar. Niemand spielt mit meinem Leben russische Roulette (ausser mir).

      • Annalena sagt:

        Aus Ihren Zeilen muss ich entnehmen, dass Sie keine Hemmungen haben, mi dem Leben und der Gesundheit Ihrer Partnerin eben dieses Russische Roulett zu spielen. Sie sind doch ein toller Hecht.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Annalena: Wenn sich Ihre Antwort auf mich und auf Safer-Sex bezieht, dann haben sie mich völlig falsch verstanden. Ich schrieb, niemand ausser mir hat das Recht mit meinem Leben russisches Roulette zu spielen. Das soll heissen, nur ich habe das Recht mein Leben oder meine Gesundheit zu riskieren (ganz generell) und selbstverständlich nur dann, wenn keine anderer davon betroffen ist, d.h. heisst, natürlich würde ich auch nie das Leben oder die Gesundheit eines anderen aufs Spiel setzen.

      • Annalena sagt:

        Ich habe das tatsächlich auf ungeschützten GV bezogen. Wenn Sie sich hingegen mit einem Gleitschirm eine Felswand hinab stürzen, dann viel Glück und häbet Sorg.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Annalena: Natürlich hätte ich auch das Recht auf ungeschützten GV, sofern ich Single bin. Aber keine Angst, ich würde mich wahrscheinlich vorher auf eine scharfe Tretmine stellen 🙂

    • Susi sagt:

      Der grosse Teil der Gesellschaft ist da ja zum Glück auch weiter…

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Susi: Wenn Sie das auf Safer-Sex beziehen, dass wage ich zu bezweifeln. Wo kämmen denn sonst die vielen Kuckucks-Kinder her?

      • Kathy sagt:

        und noch erschreckender: die andere Hälfte – also die Erzeuger dieser Kinder – schützen sich auch nicht! Wie kann man nur so dumm sein…

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Kathy: Scharfsinnige Ueberlegung!

      • Susi sagt:

        Joerg Hanspeter:
        „@Susi: Wenn Sie das auf Safer-Sex beziehen, dass wage ich zu bezweifeln. Wo kämmen denn sonst die vielen Kuckucks-Kinder her?“
        Ja, auf Safer-Sex. Das war jetzt so eine Schätzung von mir: Die Kuckucks-Kinder machen ca. 5% (oder etwas mehr) aus. Viele Leute gehen ungeschützt fremd, ohne dass daraus eine SS entsteht. Jetzt überlegen wir mal, wie viele Leute denn gesamthaft fremd gehen. Etwa 50%? Und 30% regelmässig? Und schätzungsweise die Hälfte davon ungeschützt? Macht dann insgesamt 15% aus. Das ist zwar viel, aber es ist definitiv die Minderheit, nicht? Aber vielleicht ist das ja eine Fehleinschätzung. 🙂

    • Annalena sagt:

      Es ist ja schon ein Elend, dass Männer nicht verhüten können. Da wäre die Forschung unbedingt gefordert.

      • Ira sagt:

        Die Männer sind bei meinem Post selbstverständlich mit eingeschlossen. Ich als Frau verstehe aber trotzdem nicht, wie man beim Fremdgehen, One-Night-Stand oder was auch immer, nicht darauf bestehen kann, dass der Mann ein Kondom benutzt. Völlig unabhängig davon, dass es auch vom männlichen Teil völlig daneben ist nicht zu verhüten.

  • andi matata sagt:

    trau KEINER Frau, auch wenn du selber eine bist! Als Mann! stehst du seit Jahrzehnten im zweiten >Glied<, ausser bei Lohn und Karriere.

  • Hörnli sagt:

    Sorry, liebe Verfasserin des Artikels, Sie verstehen hier etwas falsch. Der Mann hat natürlich Vertrauen zu seiner Frau, denn wie Sie sagen, er möchte ja ein Kind mit ihr zeugen. Das Vertrauen wird aber missbraucht. Erst Jahre später herauszufinden, was die vertrauenswürdige Frau getan hat, was denken Sie wie die Vertrauens-Situation dann aussieht? Klarheit ist kein Angriff auf „die Frau“, Klarheit ist ein Grundrecht, wenn ich als Vater für alles aufkomme und alles tue, damit es meinem Kind gut geht.

    Über die Mittel kann man diskutieren, nicht über das Recht des Vaters / „Vaters“. Grüsse

    • Martin Frey sagt:

      Richtig, Hörnli, ich denke hier wird wieder mal bewusst Ursache und Wirkung vernebelt. Oder mit anderen Worten, es stellt sich die alte Frage nach dem Huhn und dem Ei. Vaterrechte bei Vertrauensmissbrauch haben mit prinzipiellem Misstrauen gegenüber der Partnerin vorab mal nichts zu tun. Ich denke dass dies im Artikel bewusst vermengt wird.

  • Anja Mayer sagt:

    Ich als Frau finde es nicht fair, dass wir Frauen immer mit 100%iger Sicherheit wissen, dass ein Kind von uns ist, wir aber dieses Wissen unseren Maennern verweigern wollen. Ich wuerde meinen Mann sofort einen Test machen lassen, weil ich weiss, dass es nicht darum geht, dass er mir misstraut, sondern weil er nur dadurch die gleiche Sicherheit haben kann wie ich. Warum sollte ich ihm verweigern? Zudem: Wenn wirklich 5% aller Kinder Kukukskinder sind, ist uns Frauen ja wohl wirklich nicht zu trauen und von „Einzelschicksalen“ nicht zu sprechen.

    • Beatrix sagt:

      Ich stimme völlig Anja zu. Ich frag mich zwar schon, woher die Hochrechnungen von bis zu 10% angebliche Kuckuckskinder stammen, aber grundsätzlich scheint es ja schon eine Menge zu geben. Also ist uns nicht zu trauen…

      • LeaG sagt:

        Soviel ich weis, stammt die Zahl aus einer Hochrechnung von Nierenspendende bereiten Eltern in Frankreich. Dabei wird getestet wie unterschiedlich Spender und Empfänger sind, um eine Abstossungsreaktion zu verhindern. Wenn zb. x% der Mütter und nur y% der Väter geeignete Spender sind und bekannt ist dass bei nicht verwandten z% geeignete Spender sind, lässt sich abschätzen, wie viele einen anderen Erzeuger haben. Ob berücksichtigt (gefragt) wurde, dass es auch Väter gibt, die zwar wissen, dass sie nicht Erzeuger sind, dies gegen aussen jedoch nicht zeigen, ist mir nicht bekannt.

    • Tobias Meyer sagt:

      ??? Wenn er Ihnen nicht misstraut, dann braucht er ja auch keinen Test zu machen. Denke.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Vaterschaftstest automatisch ab Geburt für alle? Da wird ja das Kind mit dem Bade ausgeschüttet! Aber jeder zweifelnde Vater sollte jederzeit und ganz legal einen Vaterschaftstest machen können, ohne dass er zuerst die Mutter um Erlaubnis fragen muss, kurz: Legalisiert die Vaterschaftstests! Das ist keine Frage des Vertrauens, dieser Vorgang kann und darf nicht unnötig emotionalisiert werden: Eine Kuckuckmutter hat ja auch keinerlei Bedenken, einem Mann ein Kind unterzujubeln! Die Zeit der grossen (aufgesetzten) Gefühle ist endgültig vorbei!

  • Thomas Hugler sagt:

    Einfach mal angenommen, ein Mann täuscht eine Frau und schafft es, dass diese ihm über die nächsten 20 Jahre dank seiner List Hunderttausende von Franken zahlt und dazu noch viel Zeit, Aufwand, Sorgen und … und … und….

    So ein Mann würde, sobald der Betrug auffliegt, wohl zu Recht schwer bestraft und gesellschaftlich geächtet.

    Und damit bin ich in der Argumentation noch nicht einmal beim Kind angelangt, dass in einer grundsätzlichen Fragen im Leben, „wer ist mein Vater?“ belogen wird…

    Und im umgekehrten Fall, wenn die Frau die Täterin ist, stellen sie die Vertrauensfrage? Echt?

    • Annalena sagt:

      Herr Hugler, es ist unbestritten absolut verwerflich, seinem Ehemann und Geliebten ein Kuckukskind unter zu jubeln. Das geht gar nicht. 95-99% aller Ehefrauen (1-5% solcher Kinder) denken wie ich. Aber muss Mann nun alle fürsorglichen und liebevollen Frauen unter Generalverdacht stellen? Muss ich jetzt wiederum denken, dass meine Kinder Halbgeschwister zu Hauf haben?

      • Thomas Hugler sagt:

        Nun, ich warte einfach darauf, dass eine Frau die ihrem Mann ein fremdes Kind unterjubelt, entsprechend bestraft wird. Denn wie gesagt, würde ein Mann einer Frau gegenüber so handeln (20 Jahre Betrug mit Hunderttausenden von Franken Verlust und dazu der ganze emotionale Aufwand und Sexausbeutung, da Sex auf Lügen beruhte), dann wäre die Strafe wohl drakonisch.

        Und jetzt gibt es eine ganz einfache Logik: Will man diese Täterinnen erwischen, dann muss getestet werden, gerade dort, wo ein solcher Test nicht gewollt wird.

        Massentests bei Männern sind ja schliesslich auch schon gemacht worden…

      • christian cortesi sagt:

        Herr Hugler, diesen Aspekt hatte ich noch gar nicht bedacht. Es werden 15’000 Männer per DNA-Test darauf überprüft, ob diese evtl. vergewaltigt haben. Kann ich – muss ich – damit leben, da ich ansonsten gleich unter verdacht komme. Das muss hingenommen werden. Aber wenn ein Mann 20 Jahre die Verantwortung für ein Menschenleben tragen muss, finanziell und auch emotional, dann soll er kein Recht darauf haben. Und wenn er das möchte, dann fühlt sich die Frau unter „Generalverdacht“.

        Verrückte Welt.. Verrückte Welt. Verrückte Kuster 🙂

      • christian cortesi sagt:

        Analena, das mit den Halbgeschwistern ist auf den ersten Blick ein schlauer Einwurf. Aber auch nur auf den ersten Blick.

        Weil die andere Frau müsste ihr Kind ja auch testen lassen, sofern sie nicht die alleinige Verantwortung übernehmen wollte.

        Sie versuchen hier auf Gedeih und Verderb, mit allen möglichen und unmöglichen Finten, diese Ungerechtigkeit zu verteidigen.

  • Susi sagt:

    Persönlich hätte ich nichts gegen einen Vaterschaftstest einzuwenden, da mein Mann der Vater unseres Kindes ist. Wir hätten sowieso keinen benötigt, da die beiden sich so unglaublich ähnlich sehen.

    Ob man die Wahrheit den Leuten aber aufzwingen soll? Jedem und jeder, die hier ev. unüberlegt für ein Testobligatorium plädiert, empfehle ich die Lektüre von Ibsens Drama „Die Wildente“. Da wird sehr eindrücklich gezeigt, wie eine Wahrheit dieser Art eine glückliche Familie völlig zerstören kann.

    • Ralf Schrader sagt:

      @Susi, eheliche Kinder sollten eigentlich kein Problem sein. Wenn da der Gatte Zweifel, steht die Familie zur Disposition, so oder so.
      Bei unehelich geborenen Kindern kann man nach üblichen rechtstaatlichen Regel verfahren. Frau fordert Alimente, Beschuldigter bestreitet Vaterschaft, dann gilt die Unschuldsvermutung und die Klägerin muss mit ihren Mitteln den Anspruch beweisen.
      Ich kenne einige Damen, welche die Vaterschaft, welche auch immer, höchstens wahrscheinlichkeitstheoretisch belegen könnten.
      In beiden Fällen braucht es keinen automatischen Test.

    • Eduardo sagt:

      „Ob man die Wahrheit den Leuten aber aufzwingen soll?“ – Eine gute Frage. Ich kenne einen umgekehrten Fall, wobei ich gewisse Details aus Diskretion lieber weglasse: Eine Schweizerin reiste in ein europäisches Land, um dort ganz bewusst einen passenden gutaussehenden Erzeuger für ihr Kind zu suchen. Wie gewünscht schwanger geworden kehrte sie in die Schweiz zurück und heiratete dort kurz darauf einen Schweizer. Dem Kind, inzwischen nicht mehr jung, wurde lebenslang vorgemacht, er sei der Sohn des Schweizers. Alle in der Familie kennen die Wahrheit, nur der – bedauernswerte? – Sohn nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Eduardo: Ist das so schlimm? Muss er jetzt dringend aufgeklärt werden? Ich finde nicht. Der Partner sollte es aber schon wissen.

      • christian cortesi sagt:

        Sportpapi: Das soll das Kind entscheiden können. Und darum muss es das wissen.

  • Pascal Meister sagt:

    Wenn kein automatischer Test bei Geburt, dann aber idealerweise einen zwingenden Test bei der Festsetzung von Alimenten! Dann gibt es wenigstens darüber keine späteren Diskussionen oder Unsicherheiten.

    • Susi sagt:

      Stimme völlig zu, genau das habe ich vorher auch grad gedacht. Da es in einer solchen Situation keine intakte Familie mehr gibt, kann auch nichts mehr kaputtgehen durch ein Testresultat.

      • Susi sagt:

        wobei, wenn ich genau überlege: so ganz stimmt das ja nicht, natürlich kann die Beziehung zwischen Kind und (Kuckucks-)vater zerstört werden und das Kind erleidet möglicherweise eine Identitätskrise. Allerdings finde ich dieses Risiko innerhalb der entsprechenden Situation zumutbar.

    • Sportpapi sagt:

      Nein. Dann ist da vielleicht ein 10jähriges Kind, das plötzlich keinen Vater mehr hat? Es ist auch die Grösse der Männer, ein Kind, das man jahrelang (Frage: wie viele Jahre) als eigenes Kind aufgezogen hat, nicht plötzlich wegzuschieben. Auch nicht, wenn es „nur“ um Geld geht.

      • Annalena sagt:

        Nicht wahr, liebe Susj, es gibt so viele gestörte und zerstörte Kinder(seelen), da kommt es auf eines mehr oder weniger nicht drauf an. Angenommen, der Test zeigt, der Vater ist doch der Vater, wie erkläre ich dem Kind den Test? Weisst du, mein Schatz, Papa will nicht für uns Unterhalt bezahlen, er hoffte, du wärst nicht sein Kind. Papa wollte halt nur die Mama, dich hat er als „Folge der Beziehung“ (siehe HP) in Kauf genommen. Und wenn es dir jetzt schlecht geht, ist das halt ein Kollateralschaden, da kann man nichts machen. Weisst du, wir haben Scheidungskrieg.

      • Martin sagt:

        Dem stimme ich zu… wenn ich nun nach über 10 Jahren erfahren würde, dass eines meiner Kinder nicht von mir ist sind sie trotzdem „meine“ Kinder. Dafür habe ich zu viel investiert (nicht Geld)

        Wie das Verhältnis zu meiner Frau wäre müsste ich dann jedoch überdenken.

      • christian cortesi sagt:

        Sagen Sie mal, Analena, ihr Kommentar ist natürlich unter jeder Kanone. Schön auf die Tränendrüse drücken und die Kinder vorschieben.

        Ich möchte Ihnen ja nichts unterstellen. Aber ich vermute etwas sehr stark.

      • christian cortesi sagt:

        Analena: Ihr letzter Kommentar ist echt unglaublich. Was glauben Sie passiert mit einer „Kinderseele“, wenn es nach 20 oder 30 Jahren erfährt, dass es von ihrer leiblichen Mutter so belogen und betrogen wurde?

        Egal ob Mann oder Frau, wie kann ein Mensch mit so einer Lebenslüge im Rucksack, überhaupt jeden Morgen in den Spiegel schauen. Da muss man echt abgezockt sein.

  • Sportpapi sagt:

    Für mich ist das undenkbar. Hingegen verstehe ich nicht, weshalb ein misstrauischer Mann nicht das Recht haben sollte, einen Vaterschaftstest zu verlangen (und zu bezahlen). Dafür braucht es die Einwilligung der Mutter sicher nicht. Weshalb auch?

    • Pascal Meister sagt:

      Stimmt – heute wird ein Vater gleich kriminell, wenn er einen Vaterschaftstest ohne Zustimmung der Mutter durchführen lässt. Trotzdem wird das wohl hundertfach gemacht, ist ja einfach über deutsche Anbieter. Und das ist zu empfehlen, denn nur so erfährt die Mutter nichts vom Misstrauen.

      • Sportpapi sagt:

        Da bin ich strikt dagegen. Wer misstrauisch ist, soll wenigstens den Mumm haben, das der Partnerin auch mitzuteilen.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Mich nimmt wunder, wie dieselben Frauen, die es als ihr angestammtes Recht sehen, ihrem Partner ein Kuckuckskind unterzujubeln reagieren, wenn Mann ausserhalb der Beziehung ein Kind mit einer anderen Frau zeugt. Wahrscheinlich wollen sie dann auch einfach „glücklich“ weiter leben………

    • christian cortesi sagt:

      Das ist eben diese verqueere Logik. Frau Kusters Logik folgend dürfte die Frau bei einer eingefangenen Geschlechtskrankheit auch nicht erfahren, woher sie diese aufgelesen hat.

      Vorschlag zur Güte: Wenn mir meine Ehe-Frau einen Vaterschaftstest verweigert, ist genügend Anfangsverdacht da um ungefragt den Test durchführen zu lassen. Ist natürlich Blödsinn, aber konsequent zu ende gedacht.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Ich bin doch gar nicht gegen Vaterschaftstests, siehe Text oben. Ich bin bloss strikt dagegen, dass alle Frauen automatisch als mögliche Betrügerinnen gelten und jedes Kind getestet werden muss.

      • adam gretener sagt:

        Frau Kuster, dann stellen Sie aber den Mann unter Generalverdacht, der biologische Vater zu sein. Um diese Problematik aus der Welt zu schaffen geht am automatisiertem Vaterschaftstest kein Weg vorbei.

      • Susi sagt:

        „Frau Kuster, dann stellen Sie aber den Mann unter Generalverdacht, der biologische Vater zu sein. Um diese Problematik aus der Welt zu schaffen geht am automatisiertem Vaterschaftstest kein Weg vorbei.“

        Jetzt wird’s langsam etwas absurd hier, ist ev. einfach ein bitzeli spät am Abend. Gut Nacht.

    • Annalena sagt:

      Herr Cortesi, das ist so. Ein Arzt darf eine Ehefrau nicht informieren, dass ihr Mann HIV-pos. ist,auch wenn er ungeschützten GV mit ihr pflegt. Sie hingegen kann ihn dann anzeigen wegen Verbreitung einer menschlichen Seuche, wenn sie an AIDS erkrankt ist.Toll, nicht?
      Ich fände es richtig, wenn ein zweifelnder Vater einen Test machen kann, ohne bürokratische Hindernisse. Aber das Erbgut aller, wegen ein paar wenigen dem Staat zur Verfügung zu stellen ist für mich ein Unding.

      • Ralf Schrader sagt:

        Selbstverständlich darf ein Arzt die Ehefrau über alle gesundheitlichen Probleme ihres Mannes informieren. Oder kennen Sie ein dementsprechendes Gesetz, eine Weisung, oder …?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Ralf Schrader

        Das nennt man Arztgeheimnis, aber das gab es wohl in der DDR nicht.

      • Susi sagt:

        Die Schweigepflicht ist einem Arzt nicht kategorisch auferlegt, je nach Kanton darf er urteilsfähige Kinder, Eltern, Ehe- oder Lebenspartner über den Gesundheitszustand, die Behandlung, die Heilungsaussichten Auskunft geben, sofern aus den Umständen nicht auf einen Geheimhaltungswillen des Patienten geschlossen werden muss.

      • Ralf Schrader sagt:

        @Tamar, in der DDR gab es das Arztgeheimnis, in CH gibt es das nicht, Wenn Sie eine anders lautende verbindliche Rechtsauskunft geben könnten, wäre ich Ihnen unendlich dankbar.
        @Susi, dass ist wahrscheinlich auch wieder aus nur larifari- Quellen. Jede kantonale Gesundheitsdirektion in CH darf den Patientendatenschutz komplett aushebeln, weil der nur gefühlt ist, es aber keine gesetzliche Grundlage gibt, nur den $321 im Strafgesetzbuch.
        Darin steht nicht, das man Ehepartner, Kinder, Eltern nicht vollumfänglich informieren darf, denn ohne dem kann keine Diagnose stellen.

      • Susi sagt:

        @Ralf: „@Susi, dass ist wahrscheinlich auch wieder aus nur larifari- Quellen“
        Heeeeee, was soll denn das heissen? WIEDER???
        🙂

        Quelle: § 33 Abs. 2 Bst. a des kantonalen Gesundheitsgesetzes Solothurn.

      • Ralf Schrader sagt:

        Entschuldigung Susi, wenn ich unhöflich war, ist nur meine Argumentationsart.
        Nur wo ist da der Widerspruch zu meinen Aussagen?

        ‚Sofern aus den Umständen nicht auf einen Geheimhaltungswillen des Patienten
        oder der Patientin geschlossen werden muss, wird die Zustimmung
        vermutet für:
        a) Auskünfte an die nächsten Angehörigen und an den Lebenspartner
        oder die Lebenspartnerin;‘
        b) medizinisch notwendige Auskünfte an Heilpersonen, die zuweisen,
        mitbehandeln, nachbehandeln oder an der Therapie beteiligt sind.

        Ist doch genau, was ich sagte.

      • Ralf Schrader sagt:

        2/ Wobei mich jetzt eines interessiert. Wie viel Gesetzkraft hat ein kantonales Gesetz? Kann man dafür verurteilt werden?
        SwissDRG verpflichtet, alle Diagnosen, alle Prozeduren an die Krankenkassen zu übermitteln. Wo ist da noch Geheimhaltung? Damit überschreibt Bundes- kantonales Recht.
        Wo ist da Geheimhaltung? Auf den Dörfern kennt doch Jeder Jeden.
        Ich hatte so einen Fall. Der junge Mann war noch nicht einmal tot, da wussten alle im Dorf alles.

      • Susi sagt:

        @Ralf: kein Problem, ich bin nicht empfindlich, ich fand’s nur lustig!

        Ja, das ist das, was du gesagt hast. Ich habe auch nicht gegen dich argumentiert, sondern auf das reagiert, was Annalena und Frau von Siebenthal geschrieben haben.

      • Susi sagt:

        Ob bzw. inwiefern man dafür verurteilt werden kann, ist mir nicht bekannt.

        „Der junge Mann war noch nicht einmal tot, da wussten alle im Dorf alles.“ Das ist ja wie beim Blick, der vermeldete den Tod von Johannes XXIII. auch zwei Tage bevor dieser tatsächlich starb!

      • Ralf Schrader sagt:

        Nur für die Frau war es real, das war nicht BLICK. Das war Dorf, die hatten detaillierte Informationen. Von unseren Mitarbeitern, oder von denen der Krankenkasse?
        Dafür gibt es keine Gesetze. Für kleine Verfehlungen gibt es kleines, für grosse ein grossen DuDu,
        Das meinte ich, es gibt kein Arztgeheimnis, keinen Patientendatenschutz. Weil es keine Gesetze, nur Gefühltes dazu gibt. Mir hat meiner einer von der obersten Kontrollbehörde gesagt, in CH gibt es alles, was nicht explizit verboten ist und wir wollen nichts verbieten. Nur wenn es schief geht, handeln wir-

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ein Arzt ist in der Schweiz an eine gesetzliche Schweigepflicht gebunden. Auskünfte über meinen gesundheitlichen Zustand dürfen nicht an Ehepartner, Kinder und Eltern weiter gegeben werden, wenn ich das ablehne.

      • Susi sagt:

        Ja, aber es ist keine automatische Schweigepflicht (vgl. die erwähnten Paragraphen)

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Naja, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Ärztin nach einem positiven HIV Test meinen Partner darüber informieren würde. Auch kann eine Ehefrau eine Abtreibung oder Unterbindung vornehmen lassen, ohne dass der Ehepartner etwas weiss.

      • Susi sagt:

        Bestimmt nicht von sich aus. Aber wenn der Ehepartner nachfragt, sieht die Lage offenbar je nach Situation anders aus.

      • Susi sagt:

        @RS: Was ist ein DuDu?

      • christian cortesi sagt:

        Annalena: Natürlich darf er. Mein Vater war letzten im Spital, ich musste mich ausweisen und wurde dann umfänglich informiert. Bei Ehepartnern ist das noch stärker verwurzelt. Sie implizieren hier aber wieder, dass die Ehefrau nicht informiert wird. Wie ist es denn umgekehrt? Ich unterstelle Ihnen einfach mal, dass Sie wissen müssten, dass das HI-Virus nicht nur von Mann zu Frau übertragen werden kann, sondern auch umgekehrt.

        Ich habe es weiter oben der Frau Kuster schon geschrieben. Heute wird dem man einfach unterstellt, er sei der Bio-Vater, umgekehrt wäre es aber eine bodenlose Frechheit.

      • urs lehmann sagt:

        „Ein Arzt darf eine Ehefrau nicht informieren, dass ihr Mann HIV-pos. ist“

        Leider grundsätzlich richtig, Daten- bzw. Persönlichkeitsschutz hat grundsätzlich Vorrang. Jedoch kann der Arzt bei der kantonalen Gesundheitsdirektion (bspw ZH, ggf. kantonal unterschiedlich) ein Gesuch stellen, von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden zu werden (die Bewilligung scheint weitgehend Formsache zu sein). Macht er dies nicht, obwohl er davon ausgehen muss, dass der/die positiv Diagnostizierte den Partner nicht informiert und sie/ihn auch nicht schützt, so macht er sich u.U. selbst strafbar.

      • Ralf Schrader sagt:

        @Susi, wenn ich als Kind etwas Schlimmes gemacht habe, hat Mama den Zeigefinger vor meiner Nase geschwenkt und ‚DuDu, das machst Du nie wieder‘ gesagt.
        Das soll auch bei Erwachsenen unheimlich wirkungsvoll sein, man nennt es dann nur Selbstkontrolle.

  • Klicki sagt:

    Im Geschäftsleben ist es ein höchstes Alarmzeichen, wenn jemand aktiv Vertrauen einfordert. Meistens ist dies die Masche von Betrügern.

    Die Frauen, die sich über mangelndes Vertrauen beschweren, werden schon wissen, warum.

    Bei geschätzten 5% Kuckuckskindern kann man auch nicht von Einzelfällen sprechen. Bei durchschnittlich zwei Kindern pro Familie betrifft das schon jede zehnte Familie. Und da die Kindsmutter in der Regel gleichzeitig auch mit dem Ehemann verkehrt haben wird, dürfte die Zahl der unklaren Vaterschaften mindestens das Doppelte betragen.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ein leicht seltsames Argument. Wenn Sie Ihre Paarbeziehung mit einer Geschäftsbeziehung gleichsetzen, wäre es vermutlich sowieso besser, kein Kind in die Welt zu setzen.

      • ira sagt:

        Es geht aber doch letztendlich beim Vaterschaftstest um Geschäftliches. Auch die Ehe ist nichts Anderes als eine Geschäftsbeziehung, ansonsten dürfte eine Eheschliessung ja keine zivilrechtlichen Konsequenzen haben. Genauso sieht es beim Kinderkriegen aus. Aus der Vaterschaft leitet sich ein finanzieller Anspruch des Kindes (und der Mutter) ab.

      • Klicki sagt:

        Frau Kuster, wenn eine Paarbeziehung reine Vertrauenssache sein soll, dann müssten Alimente freiwillig sein und die Mütter darauf vertrauen müssen, dass der Kindsvater seine moralische Pflicht zum Unterhalt seiner Kinder erfüllt.

        Vertrauen kann man sich verdienen, aber niemand hat einen Anspruch darauf. Wer Vertrauen einfordert, will den anderen in eine Position bringen, in der er einem ausgeliefert ist. Es geht also um einen Machtanspruch. In meiner Vorstellung von Partnerschaft hat das keinen Platz.

      • Maximilian Morgenstern sagt:

        @Klicki

        Vollkommen korrekt! Interessant, dass Frau Kuster hier kneift und nicht mehr antwortet.

  • christian cortesi sagt:

    Ich kenne aus dem Bekanntenkreis folgende Situation:

    Mutti geht fremd und Vati findet es heraus und reicht die Scheidung an.
    Später kommt raus, Mutti ist vom Lover schwanger.
    Als die Scheidung rechtlich über die Bühne geht, ist das Kind schon da.
    Der Gehörnte soll nun laut Frau Kuster soll nun der Gehörnte 20 Jahre zahlen.

    Nö. Ich als Ex-Mann würde meine sieben Sachen packen und mir in Brasilien noch ein schönes Leben gönnen und natürlich nicht bezahlen. Natürlich nicht.

    • christian cortesi sagt:

      Frage an Frau Kuster: Wann ist denn ein Verdacht begründet? Und wer entscheidet das? Ein Gericht? Die Frau selbst? Nein, der obligatorische Test ist die fairste Lösung. Dann ist alles klar. Und wenn es ein Kuckuckskind ist kann die Mutter ja wählen. Selber zahlen und aufziehen oder den Lover bekannt geben.

      • urs lehmann sagt:

        Ich wage zu behaupten, dass in einer solchen Situation der Mann heute schon einen Gentest, auch gerichtlich, erzwingen kann. Schliesslich bestehen berechtigte Zweifel.

    • 13 sagt:

      Und für diejenigen, denen Brasilien zu heiss ist, gäbe es ja noch die Möglichkeit einer Vaterschaftsaberkennungsklage.

  • Ricco Morales sagt:

    „Gehört zu einer funktionierenden Beziehung nicht unbedingt auch tiefes Vertrauen? Gerade wenn es um die Gründung einer Familie geht?“
    Ja, schon, aber es gehört halt auch dazu, dass dieses Vertrauen nicht missbraucht wird. Wenn eine Mutter pro Schulklasse ihren Mann als nützlichen Idioten sieht dem sie nicht mal mitteilen muss dass er ein Kuckuckskind aufzieht sagt das einiges über das Geschlechterverhältnis aus, und zwar über Einzelschicksale hinaus. Das Image der Frauen gewinnt durch ihr korrektes Verhalten, nicht indem ihnen erlaubt wird die Wahrheit unter dem Deckel zu halten.

    • Billy sagt:

      Vielleicht weiss es die Mutter aber gar nicht und hat vielleicht andere Kinder mit dem Ehemann..warum dann auf Grund eines Verdachts die ganze Familie zerstören? Es sind ja meistens nicht nur Frau, Mann, Kind betroffen, sondern auch Grosseltern, Tanten, Onkel etc..Aber generell sollte ein Test möglich sein, wenn der (vermeintliche) Vater es will, nicht vom Staat diktiert!

      • Ricco Morales sagt:

        Ist eine „Familie zerstören“ denn etwas Schlimmes? Falls ja, wieso ist es ok wenn 50% der Ehen geschieden werden (weil die Liebe oder Verliebtheit nachlässt, die Interessen auseinandergehen, die Freiheit eingeschränkt ist man keine Lust hat auf Kompromisse, oder weil ein vermeintlich besserer Partner lockt), aber gleichzeitig soll der Vertrauensmissbrauch im Kontext eines Kuckuckkindes (nicht in erster Linie das Fremdgehen, sondern die langjährige Täuschung des Partners) ein Kavaliersdelikt und kein Grund für eine Trennung sein?

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Ist es nicht denkbar, dass eine Familie glücklich mit einem Kuckuckskind weiterleben kann? Doch das ist denkbar und die Frau hat ja 40 Wochen Zeit den Seitensprung/die Affäre zu beichten.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Ich habe schon mehrmals geschrieben, dass Vaterschaftstest obligatorisch werden sollten und wurde dafür ausgebuht. Ist ja wieder typisch Feminanze, die nach Trennung schreit, falls der Mann es wagen sollte, je fremd zu gehen, aber es für selbstverständlich hält, dass der (Ehe)-Mann für Kuckuckskinder aufkommen soll

    • Kathy sagt:

      Und wer soll das bezahlen? Ich nicht, nein danke… wenn mein Partner mir nicht traut und die Vaterschaft anzweifeln würde, soll er doch ohne mein Wissen einen Test machen. Ich will das aber weder privat noch über die Stuern finanzieren. So ein DNA Test ist sehr teuer.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Wissen Sie; da gibt es ganz viel, wofür ich nicht bezahlen möchte, aber trotzdem muss. Die obligatorischen DNA Tests wären einfach eine Gleichstellung, damit der Mann sich ebenso sicher ist wie die Frau.

  • Don Bosso sagt:

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ein Kuckuckskind kann durchaus ähnlich aussehen als das eigene, denn der Seitensprünge finden oft mit einem ähnlichen Menschentyp statt. Die finanziellen Folgen sind gravierend. Deshalb JA zum Routinetest. Und ja, den Frauen ist tatsächlich nicht zu trauen, sie gehen mindestens so oft fremd wie Männer, behalten die Tatsache im Gegensatz zu den Männern für sich.

  • Aber Hallo sagt:

    Sind die Gegnerinnen solcher Tests alles Frauen, die evtl. etwas zu verbergen haben? Mir wäre es egal, wenn ein Vaterschaftstest standardmässig durchgeführt würde, habe ja nichts zu verheimlichen und dann wäre alles s auf w klar. Sehe wirklich das Problem der Frauen nicht, die dagegen sind…und bin wohlverstanden selbst eine Mami.

    • Ylene sagt:

      Ich bin dagegen, dass der Test automatisch ist. Reine Geldverschwendung und verdammt demütigend. Ich wäre aber als Mami 100% dafür, dass ein Mann ohne vorzugebenden Grund und ohne Einwilligung oder gar Wissen der Mutter seine Vaterschaft überprüfen lassen kann. Persönlich will ich dann nämlich den Kopf in den Sand stecken und nicht wissen, dass mein Mann mir so wenig vertraut. Ich vertraue ihm schliesslich auch oder sollen wir uns etwa gegenseitig in einen Keuschheitsgürtel stecken und vielleicht noch in eine Hannibal-Lecter-Maske und Zwangjacke, damit auch ja kein Fremdgefummel möglich ist?

      • James sagt:

        Und wie macht ein Mann das? Wenn er nicht im gleichen Haushalt lebt wird Ihr Vorschlag ziemlich schwierig umzusetzen sein. Und braucht man für einen Gentest nur ein Haar oder ist Blut nötig? Im zweiten Fall würde Ihre „Vogel Strauss“-Taktik definitiv nicht funktionieren…

      • Aber Hallo sagt:

        Und was ist daran demütigend, wenn Sie nichts zu verbergen haben? Demütigend ist, einen Vater für etwas bezahlen zu lassen, was er „nicht getan hat“. Der Test müsste vielleicht nicht obligatorisch sein, aber auch ohne Einverständnis der Mutter durchführbar – diesen Teil verstehe ich nämlich absolut nicht. Ein Vater hat ein Recht auf die Wahrheit, auch wenn er diese nur ansatzweise anzweifelt.

  • Thorsten Juhl sagt:

    „Ist den Frauen wirklich nicht zu trauen?“

    das werden die Tests zeigen.

    „Zudem: Ist es nicht denkbar, dass es Familien gibt, die mit Kuckuckskind glücklich weiterleben? Soll man die wirklich zur Wahrheit zwingen, wenn sie sie vielleicht gar nicht wissen wollen?“

    Doch, das sollen die Väter wissen, dass sie nicht die Väter sind, und dass sie betrogen wurden.

    • Vollenweider sagt:

      „Doch, das sollen die Väter wissen, dass sie nicht die Väter sind, und dass sie betrogen wurden.“

      Das ist doch keine Staatsaufgabe. Wer sich unsicher über seine Vaterschaft ist, soll einen Test veranlassen. Notfalls als Beweismassnahme im gerichtlichen Trennungsverfahren.

      • susann sagt:

        Doch es ist Staatsaufgabe. Der Staat sagt nämlich, dass es jedem Kind zusteht seine genetische Herkunft zu kennen und daher sollte er auch bestrebt sein, dem Kind zu seinem Recht zu verhelfen.

      • Billy sagt:

        @Susanne: genau das Kind hat das Recht seine Herkunft zu kennen! das heisst, die Initiative zu einem Test muss vom Kind selber kommen!
        Generell bin ich dafür, dass die Väter einen Test verlangen können aber obligatorisch und vom Staat diktiert: nein danke! Wer soll das bezahlen? Wo bleibt das Recht auf Unwissenheit?

  • Adrian Bühlmann sagt:

    Ich denke, die Männer (ups, gehöre ja auch dazu, bin aber aus dem Alter, in dem man üblicherweise noch Kinder zeugt, eigentlich raus), haben ein Recht darauf, Sicherheit zu haben. Die Verantwortung, die sie übernehmen (müssen und dürfen) – gerade auch mit Blick auf die Gesetzesrevision des Kindesunterhalts (der ich zustimme) – ist enorm. Beim Argument, es seien ja „nur Einzelfälle“ (die Kuckuckskinder) sträuben sich bei mir die jeweilen die Nackenhaare. Wenn man das „Einzelfälle!“-Argument hört, wird meist versucht, eine gerechtere Regelung zu verhindern. Kommt in der Politik oft genug vor…

  • Liebe Frau Kuster,
    Vielen Dank, dass Sie mich so ausgiebig erwähnen.
    Allerdings haben Sie den Artikel wohl etwas zu oberflächlich gelesen.
    Tatsächlich halte ich die heutige Situation bezüglich Vaterschaftstests für absolut unhaltbar. Hier muss unbedingt angesetzt und das Gesetz zugunsten von mehr Gleichstellung verändert werden. Da stimmen Sie mir ja auch zu.
    Für mich ist aber der automatische Test nur eine mögliche Lösung unter vielen.
    Für mehr Information verweise ich auf unsere Richtigstellung unter http://www.vev.ch

  • Hotel Papa 2 sagt:

    Für die Mutter ist es ein leichtes sich zu trennen, da sie im Normalfall auf Alimente nicht nur für die Kinder sondern auch für sich zählen kann. Unter diesen Voraussetzungen ist es doch nichts als verständlich wenn man dem Vater nicht für Kinder- und Frauenalimente zahlen lässt, wenn es nicht seine Kinder sind. Wenn es sich später herausstellt, man hat für ein Kukucks Kind bezahlt, bleibt wahrscheinlich in den meisten Fällen ein ungutes Gefühl übrig, was auf die Beziehung zu den Kindern (ob eigene oder nicht) zurück schlagen kann.

    • Hotel Papa 2 sagt:

      Im Interesse aller, nicht zuletzt der Kinder, sollte man von Anfang an Klarheit herstellen.
      Die die nicht betrügen, haben ja gar nichts zu verlieren. Aber alle haben was zu gewinnen. –> Kein Misstrauen und kein Streit deswegen!!!

  • Michael sagt:

    Ich liebe rhetorische Fragen! Stell dir mal vor, ich – Mann – hatte bzw. habe mehrere sexuelle Beziehungen mit verheirateten Frauen oder Frauen in festen Beziehungen.
    Also, ich kann es mir gaaaaaar nicht vorstellen, dass man einer Frau nicht trauen sollte.

    • fabian sagt:

      ich hatte anfang bis mitte 20 mit einigen liierten frauen meist um die 30 beziehungen und ungeschützten verkehr, quer durch europa (studium, arbeit etc).
      mit der zeit wurde ich etwas verantwortungsbewusster und hab immer pariser gebraucht.
      aber ehrlich gesagt kann ich nicht 100% ausschliessen, dass nicht irgendwo ein stöpsel von mir rumläuft 😀

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Auch nicht gerade intelligent, wenn man stolz darauf ist, wenn da eventuell Kinder auf der Welt sind, von denen man nichts weiss……….

      • Susi sagt:

        @ fabian
        „Quer durch Europa“? Da haben Sie Ihren biologischen Auftrag, Ihr Erbgut möglichst zu verbreiten, ja mächtig ernst genommen!
        😉

  • fabian sagt:

    Zwischen ’staatlich verordnet‘ und ’nur mit Zustimmung der Frau‘ gibt es noch viele andere Möglichkeiten.
    Mein Vorschlag: Wenn Mann einen Test will, soll dieser unabhängig von der Zustimmung der Frau (aber mit ihrem Wissen) durchgeführt werden.
    Das wäre für Mann wie Frau tragbar. Frauen und Politikerinnen die gegen eine solche Möglichkeit sind (inkl. der obigen Schreibenden), sind bloss auf ihre Vorteile und Pfründe aus.

    • Knecht sagt:

      Dann sagt die Frau “ wenn du das machst dann vertraust du mir nicht, dann verlasse ich dich und nehme das Kind mit“ Da ist der Mann wieder machtlos, entweder weis er dann dass er der Vater ist und darf dafür dann zahlen bis er schwarz wird oder er weis es halt dann nicht und geht das Risiko ein ein Kind aufzuziehen dass nicht von ihm ist.

  • Hotel Papa sagt:

    Schon die Römer wussten: „Mater semper certa“. Im Umkehrschluss: der Vater eben nicht.Das unterscheidet sich nur in Nuancen von „Die Vaterschaft ist generell unsicher“

    Und der Spruch von „so wenig Vertrauen und warum dann überhaupt ein Kind“ ist genau so eine Plattitüde und entspricht genau dem Vertrauensterror, der eben den Test bei begründetem Verdacht schon zum Risiko für die Beziehung macht.

    Vertrauen ist gut und wohl im Schnitt auch vorhanden. Wie Statistik zeigt aber offenbar in vielen Fällen blauäugig. Und angesichts der finanziellen Pistole, die jedem/r HaupternährerIn

    • Hotel Papa sagt:

      bei der Geburt eines Kindes auf die Brust gesetzt wird, ist Sicherheit diesbezüglich auf jeden Fall nachvollziehbares Bedürfnis.

      In einer (trotz allem) funktionierenden Beziehung werden wohl viele Väter ein Kuckukskind akzeptieren können. Das ist aber nunmal an die Beziehung zur Mutter gekoppelt. Männer wollen in der Regel die Frau, nicht das Kind. Das Kind ist Folge und Teil, nicht Zweck der Beziehung.
      Wird diese, wie so oft, einseitig für beendet erklärt, sinkt diese Akzeptanz frappant. Was überhaupt nicht ankommt, ist, dass über mein Einkommen durch die Handlungen anderer entschieden wird.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.