Das Drama Einzelkind

Ein Gastbeitrag von Martina Marti*

Armes Einzelkind: Katie Holmes und ihre Tochter Suri. (Getty Images/Toby Canham)

«Aaah, Einzelkind»: Katie Holmes und ihre Tochter Suri. (Getty Images/Toby Canham)

Ich bin selbstsüchtig, überbehütet, asozial, arrogant, unangepasst, konfliktunfähig und vor allem total einsam. Zumindest, wenn man den gängigsten Klischees über Einzelkinder Glauben schenkt. Ja, ich bin so eine Spezies. Und ziehe immer noch leicht beschämt den Kopf ein, wenn ich diesen Sachverhalt klarstelle.

Aber der Reihe nach: Bereits im Buggy erntete ich für meine nicht vorhandenen Geschwister mitleidiges Tätscheln auf den Kopf. Meiner Andersartigkeit vollends bewusst wurde ich mir allerdings erst im Kindergarten, als mich ein Gspändli nach einem kurzen Intermezzo anblökte: «Du benimmst dich nur so doof, weil du Einzelkind bist!» Die Frage, ob eine solche Aussage in den Hirnwindungen einer Sechsjährigen entstehen kann, stellte sich für mich erst gar nicht. Ich lief heulend nach Hause. Und ja, in diesem Moment hatte ich die volle Aufmerksamkeit meiner Eltern – so als weinendes Einzelkind.

Irgendwie traf der Vorfall auch bei ihnen einen wunden Punkt: Auf keinen Fall wollten sie aus mir einen verzogenen Rotzbengel machen und unternahmen noch mehr Anstrengungen, dieser Gefahr entgegenzuwirken. Meine Mutter schärfte mir täglich ein, dass die Bedürfnisse anderer wichtig seien. Mein Vater stritt mit mir um jedes (!) letzte Stück Kuchen. Ich trug abgelegte Klamotten meiner Cousine, kriegte Occasion-Fahrräder und notierte brav jegliche materiellen Wünsche auf meine Geburtstags- oder Weihnachtsliste. In die Sommerferien durfte stets eine Freundin mitreisen (einerseits natürlich für den Spassfaktor, andererseits um meine Sozialkompetenz zu stärken). Alles schön und gut. Doch die Momente, in denen ich mir sehnlichst eine Schwester oder einen Bruder wünschte, blieben.

In der Pubertät genoss ich das Alleinsein (vor allem, wenn ich die Geschwisterkräche meiner Freunde mitverfolgte). Dafür bestritt ich auch sämtliche Ausgeh- und sonstigen Kriege im Alleingang. Bei neuen Bekanntschaften gab es drei Reaktionsmöglichkeiten:

  1. «Aaah, Einzelkind» (mit argwöhnischem «Jetzt weiss ich, wie du tickst»-Blick).
  2. «Oooh, Einzelkind» (mit viel Mitleid für das arme Ding).
  3. «Echt? Einzelkind?» (das war dann als Riesenkompliment an mein bisher normales Auftreten gedacht). Übrigens haben sich diese drei Varianten bis zum heutigen Tag nicht verändert.

Auf der Gästetoilette einer Bekannten fand ich letzthin eine Broschüre mit dem Titel: «Wollen Sie wirklich ein Einzelkind?».

Himmel, das Thema wird behandelt wie eine ansteckende Krankheit. Es gibt für Eltern doch absolut triftige Motive, sich gegen mehrere Kinder zu entscheiden: gesundheitliche Risiken, finanzielle Gründe, Trennung, das Alter der Eltern und berufliche oder private Ziele, die nicht mit mehreren Kindern zu vereinbaren sind, für das Glück von Eltern aber genauso wichtig sind.

Ganz abgesehen davon existieren zahlreiche Geschwisterkonstellationen, die trotz perfekter Planung und Umsetzung (maximal zwei Jahre Abstand, dasselbe Geschlecht und so weiter) überhaupt nicht funktionieren. «Ich wäre auch lieber allein gewesen wie du», gestand mir meine Schulfreundin Jahre später. Eine andere kann ihrem Bruder nichts abgewinnen: «Mit einer Schwester wäre alles viel besser!» In Dreierkonstellationen höre ich oft: «Das mittlere Kind zu sein, ist einfach nur doof.» Bei vielen Kindern beschweren sich Einzelne über zu wenig Aufmerksamkeit. Ja, wie bei so vielem im Leben gibt es offensichtlich keine Idealsituation, eine ganze Liste an Vor- und Nachteilen und Mutter Natur, die auch noch ein Wörtchen mitzureden hat. Ich finde, jedes Paar und jede Familie sollte ihren eigenen individuellen Glücksweg finden dürfen – und zwar gänzlich ohne «Aaahs» und «Ooohs».

Zur Beruhigung aller Einzelkindeltern: Ich muss heute ganz atypisch lernen, dass das letzte Stück Kuchen auch einfach mal mir gehören darf.

bild_martina_marti* Martina Marti ist freie Journalistin und Psychosoziale Beraterin in eigener Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, www.martinamarti.ch. Sie lebt mit ihrem Mann und den gemeinsamen Kindern (Jg. 06 und 09) in der Nähe von Zürich.

166 Kommentare zu «Das Drama Einzelkind»

  • ps sagt:

    Wir haben einen knapp 1-jährigen Jungen und gerade eben in der 9 SSW ein Würmchen ziehen lassen müssen. Es sollte wohl nicht sein, ich wünsche mir 3 Kinder, mein Mann findet 1 völlig OK. Da wir selber ein Geschäft haben, lässt sich mit 1 Kind alles viel leichter organisieren und mit den heutigen Betreuungsangeboten kommt er unter andere Kinder. Mein Wunsch nach einem zweiten Kind sollte wohl nicht sein… Es lassen sich eben nicht alle Wünsche im Leben umsetzen, was wohl seinen Grund hat.

  • Einzelkind-Mutter sagt:

    @Frau von Siebenthal: Vielleicht kommt’s ja ganz anders als Sie denken…! Wenn Sie und Ihr Mann verstorben sind, werden sich Ihre beiden Buben ums Erbe streiten, mit Rechtsanwälten und bis aufs Blut… Das ist gar nicht so selten! Gerne lasse ich Ihnen Ihre Illusionen von Friede-Freude-Eierkuchen bis zum Tod. Aber belehren Sie nicht andere Leute, bitte!
    Und ja, ich habe auch ein Einzelkind: Die Natur hat uns das zweite und das dritte Kind — die wir so gewünscht hätten — nicht geschenkt. Für das arme Einzelkind dann noch kritisiert zu werden, ist schmerzhaft (aber nicht selten).

    • Hansjürg sagt:

      Frau v. Siebenthal hat nicht belehrt. ich schlage mich jetzt über 20 Jahre mit einem Einzelkind (Vorgesetzter) rum. Er ist asozial, selbstverliebt, herrisch und mehrfach geschieden und getrennt, er hat null Führungskompetenz. Ein Rätsel, wie er dieses Stelle je ergattern konnte.
      Dass Sie so ein Kind nicht woll(t)en, schreiben Sie deutlich, deshalb brauchen Sie dieses schlechte Gewissen auch nicht haben. v.Siebenthal sieht das Positve ihrer 2 Buben. Ich auch. Es ist mir unvorstellbar, wie meine beiden wie Kletten zusammenhaltende, immer für einander einstehende Söhne sich ums Erbe streiten.

      • Ella sagt:

        @Hansjürg:
        Der Ursprung der Charaktereigenschaften sowie des Lebenswandels Ihres Vorgesetzten liegt wohl nicht in der Tatsache, dass er als Einzelkind aufgewachsen ist – aber das ist Ihnen ja hoffentlich klar.
        Wenn nicht, frage ich mich besorgt, welche Werte Sie Ihren Söhnen weitergeben…
        Dass sich eine Geschwisterbindung je nach Situation / Partner des Geschwisters / Jobsituation u Einkommen / etc verstärkt oder gar auflöst, ist Ihnen sicher auch bekannt.
        Ich empfinde es als unglaublichen Affront, über Einzelkinder und deren Eltern zu urteilen!

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Es ist anmassend, über Einzelkindeleltern zu urteilen und diese zu kritisieren. Ich bin froh und dankbar, durfte ich mit zwei jüngeren Schwestern aufwachsen und dürfen wir nun Eltern zweier Kinder (Junge + Mädchen) sein. Ich finds toll dürfen sie zusammen aufwachsen, das Leben teilen, spielen, lachen, streiten, sich wieder versöhnen etc. Das ist nicht selbstverständlich, denn es gibt wie Sie, leider sehr viele, die keine oder dann eben keine weiteren Kinder bekommen können. Zudem: Jede Geschwisterkonstellation hat Vor- und Nachteile, egal ob Einzelkind, Erstgebonere(r) oder Letztgeborene(r).

  • Frasier Wolan sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag. Wir werden auch immer nach dem 2. Kind gefragt, als ob unser einzelnes Kind nicht gut genug wäre. Mein inkorrekter Kommentar ist dann “ Qualität geht über Quantität“ . Wenn ich sehe, wie die meissten mit ihren Kindern überfordert sind, wäre vielleicht eines oder zwei weniger besser gewesen.

  • Janina sagt:

    Die Debatte ist doch nicht, ob man pro oder contra Einzelkind sein sollte, sondern daß es schade ist, daß die Umwelt / Gesellschaft einen nicht einfach so leben lässt, wie man möchte. Immer gibt es etwas auszusetzen und zu kritisieren. Schade finde ich, daß auch die Eltern der Autorin einem vermeintlichen Defizit entgegengewirkt haben und damit einige erst produzierten. Jede Lebenssituation hat nun mal Vor- und Nachteile… so ist das eben. Deshalb ist keine besser oder schlechter.

  • Lila sagt:

    Es gibt auch Familien mit zwei Alibi-Kindern, dem Alibi-Hund und manchem Alibi mehr. Dieses Arguemnt ist überflüssig. Ich liebe meinen grossen Bruder, auch wenn er mich auch im hohen Alter immer noch regelmässig in den Wahnsinn treibt, zwar nicht mehr so häufig aber mit absoluter Zielstrebigkeit – manche Dinge ändern sich einfach nie. Genauso wenig wie meine grosse Liebe zu ihm.

    Trotzdem jedeR nach seinem Gusto. Wenig Action und Trubel = weniger Kinder / Viel Action und Trubel = eine Horde.

  • Lea sagt:

    Wir haben eine 2jährige Tochter und genießen unsere Dreisamkeit. Alles hat sich gut eingespielt, Alltag / Job / Partnerschaft als Elternpaar / immer noch genug Zeit für vieles. Eigentlich ist unser Glück perfekt! Schade dass ich „eigentlich“ schreiben muss da ein Zweites schon auch wunderbar wäre, ohne Zweifel würden wir auch dieses Kind abgöttisch lieben, aber irgendwie fürchten wir uns doch davor, dass wir dann unglücklicher sind, da zu viel Stress, zuwenig Zeit etc. Versteht das jemand von euch? Dieses Dilemma könnte dazu führen dass es bei einem Kind bleibt.

    • Bernhard sagt:

      Liebe Lea, ich verstehe das zu 100%, weil es uns genauso geht. Das Leben mit einem Kind ist für uns perfekt. Kein Stress, keine Sorgen, kein Burnout. Einfach nur Leben und geniessen (und nebenbei noch ein wenig Arbeiten – aber nur so viel wie nötig, damit wir so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen können). Alles wäre so schön, wenn nicht immer wieder versucht würde, einem ein schlechtes Gewissen einzureden. Mit gezielten Giftspritzen in Form von Argumenten, die einem treffen, da man sein Kind ja über alles liebt und folglich nicht möchte, dass ihm Schlechtes widerfährt…

    • Bernhard sagt:

      …Trotz allen Bekehrungsversuchen ist für uns klar, dass es bei einem Kind bleibt. Denn das Risiko ist uns zu gross, dass es uns als Eltern mit einem weiteren Kind schlechter ginge und dies folglich auf alle Familienmitglieder negative Auswirkungen hätte (bis hin zu einer allfälligen Trennung). Man darf im Leben auch mal glücklich und zufrieden sein mit einer bestimmten Situation und nicht immer das Gefühl haben, es könnte noch besser, man könnte noch glücklicher sein! Lea, hören Sie auf Ihr Gefühl. Es ist IHR Leben. Es geht niemanden (Partner und Kind ausgenommen) etwas an, wie Sie es leben!

      • Lea sagt:

        Vielen Dank Bernhard für Ihren Imput. Gut zu hören dass wir nicht die einzigen sind die so fühlen. Die im Beitrag erwähnten Vorurteile Einzelkindern gegenüber lassen uns zum Glück kalt, ebenso Bemerkungen wie in den Kommentaren („Alibikind“ / egoistische Eltern etc). Die positiven Aspekte eines 2.Kindes liegen zwar auf der Hand (ein Kind mehr zum Gernhaben/ man ist noch mehr Familie/Kind hat ein Geschwister) aber es ist genau wie sie sagen: wir zweifeln daran ob sich die Gesamtsituation nicht doch für alle verschlechtert. Die meisten bekommen ein 2.Kind- wäre spannend zu hören weshalb…

      • Sportpapi sagt:

        @Lea: Weil wir das dem ersten Kind zu liebe wollten. Weil wir die Mehrarbeit dahinter nicht sahen und entsprechend auch nicht fürchteten (zu recht, wie sich zeigte). Weil wir noch ein Kind wollten (es gibt ja auch eine Motivation, überhaupt ein Kind zu haben – die gleiche gibt es auch für das zweite, bei uns auch das dritte).

      • tina sagt:

        ach kommt. ebenso, wie es leute gibt, die ein kind möchten, gibt es welche die keines möchten oder mehr als 3. die einen können nicht, die anderen wollen nicht. es gibt schicksalsschläge und vorschussängste.
        gerade als eltern weiss man doch längst: irgend einer findet sich immer, der es tooootal schlimm findet, so wie mans macht oder betrachtet. auch ihr findet bestimmt nicht immer alles gut und richtig und kommentiert das entsprechend bei anderen.
        allerdings weiss man als eltern aber auch: einen zustand zementieren auf alle ewigkeit, weil es gerade so gut läuft, klappt sowieso nicht.

      • miss_t sagt:

        Liebe Lea. Ich fühle mich eigentlich auch sehr wohl in unserer Dreierkonstellation. Obwohl ich mit zwei Geschwistern aufgewachsen bin und die „Rasselbande“ immer noch als heimlich verankerte Norm empfinde, sehe ich täglich das Positive am Status Quo. So viel Zeit wie wir jetzt haben, hätten wir mit einem Geschwister nicht mehr. Wir müssten beide mehr arbeiten, wären gestresster, das zweite Kind würde nicht die volle Ladung Liebe, Aufmerksamkeit und Muttermilch abkriegen wie das erste. Es gäbe keinen wöchentlichen Vater-Tochter und Mutter-Tochter-Tag mehr. Teilen und Sozialkompetenzen lassen

      • Hansjürg sagt:

        @Lea: bis auf den letzten Nebensatz die gleichen Worte wie von Sportpapi.

    • miss_t sagt:

      /2 sich auch in Kitas erlernen. Und auf Spielplätzen werden m.E.n. Erstgeborene noch ohne Geschwister und Einzelkinder eh von Geschwisterkindern links liegen gelassen, weil nämlich auch diese lieber mit dem vertrauten Geschwister spielen statt ihr Sandzeug mal mit einem fremden Kind zu teilen. Wenn ich meine beiden Augen, Ohren, Hände und Hirnhälfte je auf ein Kind fokussieren müsste, wo würde mein Partner bleiben? Auf der Strecke, vermutlich…

  • Elisabeth sagt:

    Die Kommentare zeigen, 1., dass es DAS Einzelkind mit seiner typischen Geschichte genauso wenig gibt DIE zweite Schwester von vier Kindern, die 2, 5, 3 und 1 Jahr auseinanders sind. 2. geht es niemanden was an ob ein Kind noch ein Geschwisterchen hat oder nicht. Wenn die Person – und sei es die Schwester oder die beste Freundin – von selber von Familienplanung spricht, kann man ja noch immer nachfragen. Aber selber fragen? Unglaublich unhöflich! Und vor allem: Zeichen von zuviel Heftlipsychologie. Machen wir mal Familienstellung…

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Ich denke einfach, dass wenn die Eltern sterben, ein Einzelkind niemanden mehr hat und dieses Argument schlägt alle Argumente pro Einzelkind.

    • Bernhard sagt:

      Ja, sozusagen der A1-Supertrumpf wie beim Kartenspiel…sorry, aber das ist so ein „schlechtes-Gewissen-mach-Argument“. Warum soll ein Einzelkind allein und ohne sozialen Rückhalt sein? Was, wenn das einzige Geschwister vor den Eltern stirbt? Soll dann eins adoptiert werden, nur damit das andere nicht allein ist? Freunde kann man sich aussuchen, Familie (leider) nicht! Ich sehe da nicht nur Positives und lass mir kein schlechtes Gewissen einreden, denn dafür ist mein Leben zu schön, so wie es ist!

      • aeschlimann peter sagt:

        Ich möchte noch etwas beifügen. Wenn ans Erben geht, hört der Spass bei Geschwister auf.

    • lisa tschudin sagt:

      es mag sie erstaunen, aber auch Einzelkinder können heiraten und kinder haben, mehrere sogar.

      • Kari Meier sagt:

        Ha, Kinder haben kann man(n) und frau auch ohne zu heiraten. Das ist nichts als auch noch so ein alter Zopf, der abgeschnitten gehört.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich brauche Ihnen kein schlechtes Gewissen einzureden, denn das haben Sie von alleine. Ich habe geschrieben, was meine Meinung ist punkt. Wenn ich meine beiden Buben sehe, dann weiss ich, dass diese Verbindung nicht abbrechen kann. Ihre Kinder werden diese Verbindung nie erleben. Ob Sie deswegen ein schlechtes Gewissen haben oder nicht, ist nicht mein Problem. Ich habe meine Meinung und Sie dürfen die Ihrige haben.

      • Susi sagt:

        „Ich brauche Ihnen kein schlechtes Gewissen einzureden, denn das haben Sie von alleine.“
        Wie vermessen Sie über andere urteilen bzw. zu wissen glauben, was diese empfinden… Auch wenn Sie etwas anderes behaupten, Sie lassen neben Ihrer eigenen Meinung keine anderen gelten. (Lesen Sie doch nochmals ihre Kommentare durch…)

      • Bernhard sagt:

        Frau von Siebenthal, ich finde es anmassend, dass Sie glauben zu wissen, was für andere Menschen gut und schlecht ist. Eine solche Haltung zeugt von mangelndem Respekt und fehlender Sozialkompetenz. Es käme mir nie in den Sinn zu behaupten, Ihre Kinder würden niemals wahre Vaterliebe erfahren, weil Papa nicht mind. 4.5 Tage die Woche daheim ist. Nur, weil es bei mir so ist. Oder dass nur ausgebildete Pädagogen gute Eltern und erziehungsfähig sind, nur, weil ich einer bin. Auch würde ich Ihnen nie einen Vorwurf machen, sollten Sie dereinst alleinerziehend sein. Das wäre alles Schwachsinn!!!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Wie gesagt: Sie haben Ihre Meinung, lassen Sie mir auch die Meine.

    • Max Blatter sagt:

      … ein Einzelkind niemanden mehr hat? Hallo – es stehen auf der Welt über 7 Milliarden Menschen „zur Auswahl“! Wenn man sich in seinen Kontakten auf die engere Familie beschränkt, ist dies m.E. schon fast eine Art kollektiver Autismus.
      P.S. Ich bin Einzelkind: Das hat mich mit Sicherheit geprägt – wie vieles andere auch, nicht mehr und nicht weniger.

  • Stella3 sagt:

    Da ich auch ein Einzelkind bin, das von der Mutter alleine grossgezogen wurde, kenne ich all diese Klischees! Waas du bist ein Einzelkind, hätte ich nie gedacht… Gähn! Nun habe ich selber 3 Kinder und darf mir immer anhören, der arme Jüngste, Mittlere, Grösste hat dies und jenes. Ich kanns nicht mehr hören. Alles hat etwas Positives und Negatives und wenn man sich auf das Negative fokussiert, trifft es ja auch ein, weil man das ja eh so sehen möchte! Ich wollte immer drei Kinder, wenn das jemand nicht möchte, hat er/ sie seine/ ihre Gründe. Mehr Respekt wäre angebracht.

  • Jane Doe sagt:

    Ich bin auch ein Einzelkind und die Leute meinen immer das Schlimmste daran ist, dass man niemanden zum Spielen hatte als Kind. Das ist jedoch nicht das Problem, Spielkameraden finden sich immer. Woran jedoch niemand denkt: wenn die Eltern alt und krank werden, dann trägt man als Einzelkind diese Verantwortung alleine, und wenn die Eltern einmal nicht mehr da sind, dann gibt es einfach niemannden mehr aus der nächsten Familie, keine Geschwister, mit denen man Erinnerungen teilen kann, und auch keine Neffen und Nichten. Und aus diesen Gründen habe selbst ich nie ein Einzelkind gewollt.

    • Hübner sagt:

      Na ja wer weiss schon wer wie lange lebt zum Voraus und ob Mann die Erinnerungen mit dem Geschwistern aufleben lassen möchte.. Die Beziehung unter Geschwistern ist oft nicht so toll.. Und ob man sich dann in allem einig ist wenn die Eltern alt werden und Probleme auftauchen also das kann ja echt nicht der Grund sein meiner Meinung nach.
      Wenn man sich von Herzen ein 2. Kind wünscht ist das, das einzig richtige.. Die meisten haben alle anderen Gründe..

  • Muckefuck sagt:

    Egal ob Einzelkind oder nicht, alle Kindsväter sollen unbedingt das Recht auf den Vaterschaftstest bekommen. Das soll auch für Väter im ausserehelichen Kindsverhältnis gelten.

  • Matti klampen sagt:

    Höre ich „Einzelkind“ muss ich an China denken. Dort leben einige 100 Millionen Einzelkinder ! Nähme mich wunder welche Auswirkungen dieses Phänomen in der Bevökerung und für die Betroffenen hat.

    • Muttis Liebling sagt:

      Na klar. Das Pudong- Viertel in Shanghai ist die Hauptstadt der aus dem Fenster springenden Kinder. Wenn man Wohlstand hat, aber nur ein Kind haben darf, werden sie überversorgt.
      ‚Ich will nur das Beste für mein Kind.‘ höre ich auch oft in Schweiz. Ich wollte nie das Beste für meine Kinder, es sollte ihnen nur so gut gehen, wie es eben geht.

    • Widerspenstige sagt:

      Das kann ich Ihnen gerne benennen: die Ein-Kind-Politik in China war ein Segen und gleichzeitig ein Fluch. Der Segen war die weniger schnell wachsende Population in den Griff zu bekommen, sonst wäre China nicht mehr zu bremsen gewesen was Annektion im benachbarten Ausland anbelangt mit allen negativen Auswüchsen. Der Fluch zeigt sich hämisch in fehlenden Frauen allüberall, übersteigerter Anspruchshaltung der Eltern an das einzige Kind, meistens ein Sohn, denn Töchter wurden meistens abgetrieben. Die Suizidrate steige, weil der Leistungsdruck zu stark geworden sei. Mit CH NICHT zu vergleichen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Mit CH nicht zu vergleichen, würde ich nicht sagen. Auch hier wird Überzucht betrieben.

      • Widerspenstige sagt:

        Also das Wort ‚Zucht‘ gehört mE in die Tierwelt, was auch dort verboten werden sollte. Der Vergleich der sozialen Zustände in China und in der Schweiz sind Welten von einander entfernt, ML. Auch wenn China eine bewundernswerte kulturelle Vielfalt aufzuweisen hat wie zB Tuschezeichnungen, Kalligraphie, Kunsthandwerk, Schattentheater, um nur ein paar Wenige zu nennen, sind die gesellschaftl. Ansprüche und Gesichtsverlust bei Nichtbeachtung oder Versagen erschreckend brutal. Aber klar ist auch hier in CH eine gefährliche Tendenz erkennbar.

        P.S. Beeindruckender Artikel in der Aerztezeitschrift!

      • Sportpapi sagt:

        Das beste Mittel gegen selektive Abtreibungen ist ein Abtreibungsverbot. Jede Freiheit hat auch eine Kehrseite.

  • Heidi Merz sagt:

    Ich bin auch Einzelkind, und das einzige mir bekannte Defizit besteht darin, dass ich bis heute nicht gelernt habe, zu rivalisieren. Ich bin schlicht nicht daran gewöhnt, dass jemand versucht, mir den Platz streitig zu machen. Das ist bisweilen, gerade in der Berufswelt, ein Nachteil. Handkehrum habe ich gelesen, dass Einzelkinder viel leichter bereit sind, zu teilen, weil sie nie Angst haben mussten, zu kurz zu kommen.

    • Heidi Merz sagt:

      Für mein Kind wünsche ich mir allerdings ein Geschwister. Egal, wie sehr sie sich als Kinder/Jugendliche streiten werden, im Endeffekt ist Blut immer dicker als Wasser. Das heisst: Geschwister verliert man nicht so leicht wie Freunde.

      • tina sagt:

        ich kenne einen mann, der dermassen litt unter seinem bruder, dass er auf keinen fall mehr als ein kind haben wollte….
        geschwisterbeziehungen lassen sich nicht planen

  • Buschbrenner sagt:

    in meinem Bekanntenkreis haben sich 3 Paare unmittelbar nach der Geburt des 2. Kindes getrennt! Belastung? Überforderung? Wie auch immer. Ich bin der Meinung, für das jeweils erste Kind der drei genannten Paare wäre es massiv besser Einzelkind zu sein, als dann für beide Kinder die komplette Kindheit bei nur einem Elternteil und der damit verbunden und bekannten Streitigkeiten zu verbringen….Es gibt tatsächlich gute Gründe sich für nur 1 Kind zu entscheiden!

    • Susi sagt:

      Ich weiss nicht, ob diese persönliche Statistik auch für die Allgemeinheit gilt. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Paare mit nur einem Kind am wenigsten glücklich sind (im Vergleich zu kinderlosen oder solchen mit mehreren Kindern). Hatte irgendwas mit Glücksforschung zu tun. Logisch finde ich das aber eigentlich nicht unbedingt.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Susi, dass ist auch objektiv so. Kein Kind oder =>2 sind besser als eines. Ein Kind ist das Eingeständnis, so ein wenig mitmachen zu wollen, aber nicht wirklich zu wollen. Kein Kind ist die klare Aussage, ich mache nicht mit, =>2, ich mache mit.
        Einkinderer sind der Standard für Unentschlossene. Wichtig für eine Entscheidung ist nicht, wie man sich dabei fühlt, sondern wie sie wirkt.

      • Susi sagt:

        ML: Und Unentschlossene sind weniger glücklich als Entschlossene?

        Manchmal hat man zudem auch als Entschlossene keine Wahl. Was aber heissen würde, dass ein Lebensplan nicht erfüllt wurde, und das würde auch wieder zu weniger Glück führen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Susi, das ist alles nur Individualismus.
        ‚Was aber heissen würde, dass ein Lebensplan nicht erfüllt wurde, und das würde auch wieder zu weniger Glück führen.‘
        Warum muss man Glück gaben? Man kann auch ohne Glück leben, man wird es müssen. Diese Welt hat einen Wert von 5000 Milliarden Dollar pro Jahr, mehr ist nur, wenn man Raubbau betreib, und das tuen wir derzeit.
        Das macht für jeden, wenn man es gerecht verteilt, und das wollen wir ja angeblich, 7200 Dollar pro Jahr. Mehr gibt es nicht wer mehr nimmt, schädigt andere.
        Mehr ist nicht.

      • Susi sagt:

        Aber Glück hat doch mehr mit Serotonin-Ausschüttung zu tun als mit Bruttosozialprodukt, nicht?

        Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Individualismus: Eine depressive Menschheit wird sich wohl kaum weiterhin vermehren.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Menschheit wird sich schon noch vermehren, nur unserer Teil nicht. Den Seretoninpegel kann man ganz gut regulieren, dafür gibt es Medikamente. Aber das ist nur das biologische Glück. Das soziale Glück ist relativ zum erlebten Umfeld. Wenn jemand allen Ernstes in CH meint, finanzielle Gründe zu haben, um auf ein 2. Kind verzichten zu müssen, ist jedes Mass verloren. Was sollten die 90% der Menschheit sagen, die unter schweizerischen Sozialhilfeniveau leben müssen und das ein Leben lang.
        Die Wohlstands- und gleichzeitig emotionale Verwahrlosung hat da ein Maximum erreicht.

  • Anh Toan sagt:

    „…vor allem, wenn ich die Geschwisterkräche meiner Freunde mitverfolgte“

    Woraus ich am meisten lernte miit meinen Geschwistern und was ich am wenigsten missen möchte in meiner „Erziehung“, waren gerade die „Kräche“: Sich zu verprügeln und sich wieder vertragen, abgrundtief hassen und vergeben. So oft habe ich mich mit meinem Bruder geprügelt, und immer sind wir wieder dabei gelandet, „Frieden zu machen“.

    • 13 sagt:

      Ganz genau. Ich zitiere mal meine fast 6-jährige Tochter: „Mami, weisst Du, was das schönste daran ist, einen Bruder zu habe? Auch wenn er einen nervt, meine Sachen kaputt macht und herumschreit, obwohl ich Ruhe will, hat man ihn immer noch lieb!“

      • Anh Toan sagt:

        Geschwister sind unpassend: Sie sind zu alt, zu jung, zu Mädchen, und trotzdem lernt man, in ihnen Bereicherung zu finden. Freunde sucht man sich passend aus, das ist einfach.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich denke, das ist es. Freunde sucht man, Geschwister hat man. Mit denen muss man sich arrangieren. Scheidung, Trennung gibt es nicht. Das ist der Vorteil gegenüber der Ehe oder von Freundschaft.

      • 13 sagt:

        Das stimmt auch. Meine Schwester und ich haben bereits als Teenager gesagt: „Wären wir keine Schwestern würden wir wohl kaum je ein Wort zusammen wechseln.“ Sie gehörte eher einer „Clique“ an, die ich in der Schule am liebsten mied, weil ich mit ihnen nichts anfangen konnte, und umgekehrt. Und doch war und ist sie einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben.

  • Lia sagt:

    Einzelkinder haben auch Vorteile: sie müssen lernen, sich zu beschäftigen, denn wenn sie nach dem Spielen draussen nach Hause gehen, ist da kein anderes Kind, um weiter zu toben.

    • Lia sagt:

      ich muss aber sagen, dass ich vor allem bei Einzelkindern, deren Mütter vom Vater getrennt leben und dessen Väter keinen Kontakt wollen, erlebe, dass diese genau zu solch verzogenen Gofen „erzogen“ werden – das Kind wird als Partnerersatz verstanden und in jede Entscheidung miteinbezogen, wenn das Kind nicht will, dann macht mans eben nicht – und wenn es will, macht mans, auch wenn man vielleicht gar nicht möchte. Ein NEIN haben diese Kinder selten erlebt. DAS ist für mich das Gefährliche, nicht das Einzelkind-Sein an sich.

      • Muttis Liebling sagt:

        Eine der Formen von Zuwendungsverwahrlosung. Ich glaube nicht, dass eine gute Idee war, Alleinerziehende als gleichberechtigt zu betrachten und Ehescheidungen überhaupt nur zu erlauben.
        Wenn ich mit einem Fallschirm abspringe, weiss ich, dass es schief gegen kann. Aber es gibt dann kein zurück mehr. Im aktuellen gesellschaftlichen Leben gibt es zuviel Rückzugsmöglichkeiten. Deshalb können eine Mehrheit von Menschen absolut orientierungslos durchs Leben taumeln.

      • tina sagt:

        „sich beschäftigen“ muss man meiner ansicht nach nicht unbedingt trainieren. das ist nur für eltern von kleinkindern relevant, aber nicht fürs kind, oder?
        ich bin alleinerziehend mit 2 kindern, und richte mich vielleicht zu häufig nach deren bedürfnissen und stecke meine zurück, weil sie in der überzahl sind. sprich: ich kann schon ferien nach meinem geschmack planen statt nach ihrem, tue mir aber damit keinen gefallen, weil es nicht lustig ist, wenn 2 sich sträuben (ferien kann man ersetzen durch allerlei anderes)

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Viele Verwirrungen der Neuzeit stammen aus einer extremen Überbetonung des Individuellen. Dabei geht verloren, dass nur das Gemeinsame unsere Kultur ausmacht.
        Individuell mag Einzelkind zwar eine Möglichkeit sein, gesellschaftlich ist es eine Katastrophe. Aber auch individuell, die Kinder von Einzelkindern haben keine leiblichen Tanten oder Onkeln.
        Wenn mein Grossvater Geburtstag gefeiert hat, sassen das so 25 Personen im Wohnzimmer. Meine Oma hatte 8 Geschwister, die waren alle meine Grosstanten und -Onkel. Cousinen und Cousins hatte ich die Masse. Einzelkinder vererben Einsamkeit.

      • tina sagt:

        hahahaaa ML wieder. ich erlaube mir, mich deswegen nicht schlecht zu fühlen. wieviele elternteil und geschwister hattest du? eben 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        @tina, Fühlen ist völlig geschenkt. Intelligente Menschen gaben keine Gefühle, oder wenn sie sie haben, verstecken sie sie. Intelligente Menschen wissen, was läuft. Das alles, was hier gerade läuft, Einzelkinder, Wirtschaftswachstum, schädlich ist. Intelligente Menschen, wissen, dass Individualität eine Hilfsannahme ist. Die Menge allen ist begrenzt, je mehr ich habe, umso weniger andere.
        Ich hatte 2 Eltern und 1 Schwester. Die Eltern waren nie glücklich miteinander, aber auf dem deutschen Dorf liess man sich nicht scheiden, man findet andere Auswege.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und darauf einen Schluck, nicht Ralf? Prost!

    • mila sagt:

      Wieso immer dieses „ja, aber“ – weshalb sich einschiessen auf die ‚Reichen‘, oder wie hier geschehen, auf die ‚Einzelmütter‘? Ich frage mich dann jeweils immer, was das versteckte Motiv dahinter ist. Irgendein persönlicher Schuh drückt, und man sucht sich bequem eine spezifische Sündenbock-Gruppe aus. Vielleicht trifft manches im Einzelfall zu, aber sicher nicht pauschal.

  • Kathy sagt:

    Frau Marti, das mit dem Mitleid ist nicht böse gemeint. Denn wenn man selber Geschwister hat (3 sinds bei mir), dann weiss man, was das „Einzelkind“ verpasst. Als Kind ist es einerseits super immer Spielkameraden zu haben, andererseits hätte ich damals auch oft gut und gerne auf sie verzichten können… Heute aber als Erwachsene schätze ich diese Geschisterbeziehung umso mehr. Auch wenn ich viele Freunde habe, bei diesen dreien bin ich mir sicher, dass sie immer zu mir halten werden. Und dass ich nicht alleine bin, wenn meine Eltern mal sterben werden.

    • mila sagt:

      Ich habe auch drei Geschwister, und weitere Halb-Geschwister. Diese liebe ich sehr, meine deswegen aber nicht, mit Einzelkindern Mitleid haben zu müssen. Gute Freunde, die einen durchs Leben begleiten, sind ebenso ’schätzenswert‘ (um bei Ihrer Begrifflichkeit zu bleiben) – und können bei dysfunktionalen Geschwisterbeziehungen tragender sein als Blutsverwandte.

  • Einzelkind. sagt:

    Danke liebes Einzelkind für diesen Beitrag. Sagt ein anderes Einzelkind. Mir unglaublichst aus der Seele gesprochen. Habe ebenfalls – entgegen aller Erwartungen – ein Chrättli voll Sozialkompetenz mit auf den Weg bekommen – und bin dank dieser ungemein lebensfähig und froh.

    • mila sagt:

      Ich würde soweit gehen zu sagen, dass Sozialkompetenz erst mal gar nichts damit zu tun hat, ob man in einem Ein-Kind- oder Mehr-Kind-Familienhaushalt aufwächst. Erziehung ist das Schlüsselwort.

      • sausewind sagt:

        @Mila. Genau :-). Mein Einzelkind wurde schon mehrmals gelobt (mit Punkten belohnt) im Kinderkarten, weil er mehrmals bewiesen hat, dass er sehr sozial ist. Dies trotz Einzelkindstatus und Kinderkrippe Betreuung und Berufstätigkeit beider Eltern, oh wunder ;-).

      • Sportpapi sagt:

        Naja, ein „Krippenkind“ ist ja irgendwie kein Einzelkind mehr, oder?

  • Francesca sagt:

    Im Grunde ist dem nichts hinzuzufügen, das Hickhack Einzelkind gegen mehrere Kinder ist völlig daneben. Was ich aber auch daneben finde: diese meist vermögenden Eltern, die beide Karriere machen, und die sich dann noch ein „Alibikind“ zulegen, wie ich das nenne, welches dann gecoacht, gefördert und gegängelt wird, an jede Einladung mit muss, und völlig unkindlich aufwächst. Mit einem Kind kann man nämlich sein urbanes DINK-Leben noch einigermassen beibehalten, ab zwei Kindern ist dies unmöglich. Ich finde diese Motivation aber dem Kind gegenüber nicht richtig.

    • mila sagt:

      Diese Alibi-Kinder mag es geben oder auch nicht – ich kenne jedenfalls keins. Hinter solchen Kommentaren vermute ich in erster Linie eines: einen mehr oder weniger unterschwelligen Neid gegenüber denjenigen, die sich ein urbanes DINK-Leben (weiterhin) leisten können (und dies bewusst auch wollen), hinter dem wohlanständigen Deckmäntelchen des ‚Kindswohls‘. Ob ein Kind ‚gecoacht, gefördert und gegängelt‘ wird, hängt zudem von der Persönlichkeit der Eltern ab: das kriegt man auch mit zwei Kindern bestens hin.

    • Susi sagt:

      ich kenne auch keine Eltern mit „Alibi-Kind“. Wofür soll das Alibi denn sein?

    • alam sagt:

      Nein, auch mit einem Kind kann man kein DINK-Leben führen.

    • Carolina sagt:

      Francesca: was denn nun? Erst ist das Hickhack EK-mehrere Kinder völlig daneben, dann sind aber (von Ihnen als) Alibikinder empfundene reiche Eltern (wow!) grauenhaft. Lassen wir doch die Beurteilungen, in der Regel haben wir doch keine Ahnung, ob es sich um ein Alibikind oder was auch immer handelt. Der Hickhack ist auch in dieser Gruppe völlig unnötig.

    • 13 sagt:

      Komisch. Ich war bisher der Meinung, dass das Teilhabenlassen am Leben der Erwachsenen gerade kindsgerecht ist.

  • KK sagt:

    Bitte nicht vergessen, oft stehen ‚hinter‘ Einzelkindern auch tragische Geschichten, wie z.B. Fehlgeburten. So kann das Thema ‚Einzelkind‘ gegenüber Eltern auch ein Fettnäpfchen bedeuten.

    • mila sagt:

      Es ist so oder so ein Fettnäpfchen, ob nun eine tragische Geschichte dahinter steht oder eine bewusste Entscheidung gegen ein weiteres Kind. Ersteres ist eine schmerzliche Erfahrung, für zweiteres sollte sich niemand in irgendeiner Weise gegenüber anderen rechtfertigen (oder ‚erklären‘) müssen.

    • 13 sagt:

      Das ist richtig. Aber man sollte auch nicht den Fehler begehen und davon auszugehen, dass sich bei jemanden eine solche Geschichte dahinter verbirgt, nur weil er ein Einzelkind hat. Es gibt viele Menschen, die haben Einzelkinder, weil sie eben nur ein Kind wollten. Darüber ist ebenfalls nicht zu urteilen, nur weil man es selber anders macht. Eine gute Freundin von mir muss nämlich genau deshalb immer wieder erklären, dass sie, ihr Mann und ihr Sohn sehr glücklich sind und ein zweites Kind einfach gar kein Thema war.

    • Susi sagt:

      So war es auch bei uns (Totgeburt SSW 40+0). Ganz übel, wenn man dann auch noch für den Einzelkindstatus der Tochter kritisiert wird, nachdem diese sich ein Geschwisterchen so sehnlichst gewünscht hat.

      • Anna sagt:

        Genauso wars bei mir. Meine Mutter erlitt eine Totgeburt (40+0) und ich blieb ein Einzelkind. Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit und habe nie darunter gelitten, ein Einzelkind zu sein.

      • Susi sagt:

        Danke, Anna, dieser Kommentar hat mich sehr gerührt. Und irgendwie beruhigt er auch.
        Man hat als Mutter nämlich immer Schuldgefühle, erstens, weil man sich für den Tod des Kindes verantwortlich fühlt (auch wenn es sich, wie bei mir, um eine Nabelschnurkomplikation handelte) und zweitens, weil man dem älteren Kind kein Geschwisterchen schenken konnte.
        Sicherlich stimmt es, dass meine Tochter auch als Einzelkind glücklich sein kann.

    • Sportpapi sagt:

      Es ist die alte Geschichte. Wenn man sich für jemanden interessiert, muss man auch Persönliches fragen. Wenn man immer Angst vor „Fettnäpfchen“ hat, fragt man nicht und wird immer distanziert bleiben. Für mich ist das auch keine Option. Was nicht heisst, dass man gewisse Fragen nun auch flüchtigen Bekannten stellen muss. Und weiter: Nur weil man beim 1-Kind-Status allenfalls im konkreten Fall ein Problem sieht (fehlender sozialer Umgang), heisst das noch lange nicht, dass man den Eltern einen Vorwurf macht.

      • alam sagt:

        Es kommt halt immer darauf an, wie man fragt und ob die Frage schon ein „Fehlverhalten“ des Gegenübers impliziert.

      • Susi sagt:

        Aus meiner Sicht tritt man mit Fragen nicht in ein Fettnäpfchen, im Gegenteil. Fragen zeigt ja immer Interesse und ich habe überhaupt kein Problem damit, Auskunft zu geben, warum unsere Tochter jetzt ein Einzelkind ist.
        Was nervt, ist, wenn kritisiert wird, dass man nur ein Kind hat („wie bequem Einzelkindmütter es haben, die haben ja keine Ahnung“ etc.), ohne zu wissen, welche Gründe dahinter stecken.
        Es gibt übrigens mehr als genug solche Tragödien, das ist häufiger, als man glaubt. Meist hört man einfach nicht davon, weil nicht gerne darüber gesprochen oder eben nicht gefragt wird.

      • Carolina sagt:

        Susi, wie immer bei jedem Thema: dumme Kommentare oder sagen wir: solche die einzelne als dumm oder verletzend empfinden, gibt es in allen Lebenslagen (wir mussten uns schon oft fragen lassen, warum um Himmels willen wir vier Kinder in die Welt gesetzt haben – so what?) – Sie werden es immer irgendwem nicht Recht machen und es gibt tatsächlich Menschen, die mit dem totalen Tunnelblick durch die Welt laufen und keinerlei Antennen für andere haben. Das muss man lernen, ganz dringend, diese Leute zu ignorieren! Es lebt sich viel einfacher!

      • Susi sagt:

        das stimmt, Carolina, es fällt einem auch je länger je leichter.

      • 13 sagt:

        Ich würde sagen, ob eine Frage ok ist oder nicht, hängt davon ab, wer sie stellt und wie sie gestellt wird. Fragt ein Freund, ob ein Einzelkind so gewünscht war oder nicht, ist das sicher ok. Sagt aber die Nachbarin, die man einmal pro Monat sieht, im Treppenhaus: „Oh je, schade dass es beim Zweiten nicht geklappt hat, so dass ihr Kind nun alleine bleiben muss! Haben Sie mal eine künstliche Befruchtung versucht?“ ist das definitiv nicht ok! Vorverurteilungen vor der Frage sind grundsätzlich schwierig.

      • Sportpapi sagt:

        „Ich würde sagen, ob eine Frage ok ist oder nicht, hängt davon ab, wer sie stellt und wie sie gestellt wird.“ Und wie empfindlich der Gefragte ist.

      • mila sagt:

        Glauben Sie mir, Sportpapi: Auch Sie haben Ihre Empfindlichkeiten. Nur sind diese vielleicht anders gelagert. 😉

        Wie alam und 13 herausgestellt haben, geht es oft darum, mit welcher Grundintention eine Frage gestellt wird. Man kann sich natürlich dagegen ‚ein (ignorantes) dickes Fell zulegen‘, wie Carolina das ins Feld führt: aber wenn man immer wieder mit Vor-und Fremd-Urteilen konfrontiert wird, kann das schon ganz schön nerven. Im Sinne eines empfundenen kollektiven Erklärungsdrucks. Wenn es diesen nicht gäbe, würden wir hier ganz sicher nicht diskutieren.

      • 13 sagt:

        Richtig, wobei die Empfindlichkeit je nach Situation verständlich oder eher übertrieben ist;-)

    • mila sagt:

      Komisch, mich interessieren solche ‚persönlichen‘ Fragen einfach nicht. Wenn Eltern von sich aus darüber sprechen wollen – schön und gut. Wenn nicht, bin ich eher daran interessiert, was sonst so in ihrem Leben läuft.

    • Carolina sagt:

      Ich habe es hier schon oft gesagt: der Ton macht die Musik. Wenn ich jemandem näherkomme, finde ich es legitim, mich für deren Lebensentscheidungen und Lebensumstände zu interessieren. Aber man kann taktvoll fragen und sich vorher überlegen, dass keine Antwort eben auch manchmal eine Antwort ist und dann nicht beleidigt sein…..
      Aber für viele Menschen, die trauern, ist Schonhaltung auch verletzend! Also fragen Sie, aber seien Sie vorsichtig.

      • mila sagt:

        Ja, das finde ich grundsätzlich auch legitim. Vielleicht liegt es ja an mir (und dem Umstand, das ich keine Kinder habe…), aber wie oben schon gesagt, andere ‚persönliche‘ Lebensumstände interessieren mich (als Fragende) schlicht mehr, als die Entscheidung, ob jemand ein zweites Kind haben möchte oder nicht.

      • Susi sagt:

        wie wahr.

      • Sportpapi sagt:

        Weshalb ist die Frage nach dem Kinderwunsch etc. nicht eine Frage nach persönlichen Lebensumständen? Was denn sonst?

      • mila sagt:

        SP: Mich interessiert nun mal das Individuum, nicht – in erster Linie – das ‚Elter‘. Ich habe aber auch gesagt, dass das einfach an mir (und meinen Lebensumständen) liegen könnte. Es ist einfach für mich keine brennende Frage, die ich irgendjemandem stellen müsste. Aber natürlich rede ich mit meinen weitgehend kinderlosen Freundinnen ab und zu auch über den vorhandenen (oder mangelnden) Kinderwunsch. Wenn es sich ergibt. Kommt aber meist vom Gegenüber.

      • Susi sagt:

        hat mila nicht gemeint, sie interessiere sich weniger für Kinderwunschfragen als für andere persönliche Bereiche im Leben von Bekannten? Kann ich noch verstehen, ging mir, bevor ich selbst ein Kind hatte, meist auch so.

        mein „wie wahr“ bezieht sich auf Carolinas Beitrag, der von mila war da noch gar nicht freigeschaltet.

    • sven sagt:

      danke KK, .. die Natur hat auch ein Wörtchen mit zu reden. Wir wollten mehr Kinder, es hat nicht sollen sein, sind aber überglücklich mit unserem Jungen der mittlerweile 11 ist, mehr Freunde hat als ich jemals haben werde und bei jedem Streit von befreundeten Geschwistern über deren mangelndes Einfühlvermögen berichtet. Wir versuchen einfach aus der gegebenen Situation das Beste zu machen. Bei vielen Kommentatoren in solchen Foren fehlt das Verständnis dass es Situationen gibt welche nicht selbst bestimmt sind und dass die Wege zum Ziel nicht immer nach eigenem Gusto verlaufen müssen

  • DB sagt:

    Auch wenn es komisch klingen mag: Man kann das letzte Stück Kuchen auch teilen! Ob mit den Eltern oder Geschwistern ist einerlei…

  • Sportpapi sagt:

    „Es gibt für Eltern doch absolut triftige Motive, sich gegen mehrere Kinder zu entscheiden: gesundheitliche Risiken, finanzielle Gründe, Trennung, das Alter der Eltern und berufliche oder private Ziele, die nicht mit mehreren Kindern zu vereinbaren sind, für das Glück von Eltern aber genauso wichtig sind.“ Die meisten dieser Gründe wären für mich nicht relevant gewesen. Für uns war immer klar, mindestens 2 sollten es schon sein, eben gerade, damit sie auch einander haben. Aber das sind ja nur wir.

    • 13 sagt:

      Ich habe das so verstanden, dass das Vorliegen dieser Gründe, die Entscheidung für das Einzelkind fallen könnte, nicht nur die abstrakte Möglichkeit, wie Sie es beschreiben. Meine Schwiegermutter hat die vorhandenen gesundheitlichen Risiken ignoriert und trotz Warnungen ein Geschwisterchen für meinen Mann gewollt. Das Ergebnis war, dass er nicht nur ein Einzelkind, sondern Halbwaise, wurde. Bei einer Trennung passiert es auch, dass ein Kind Einzelkind bleibt, obwohl vielleicht von den Eltern nicht so gewünscht.

    • mila sagt:

      @13: Meine Schwester hat trotz vorab ärztlich ausgemalten Risiken (für das Kind) ein gesundes zweites Mädchen zur Welt gebracht. Eine gute Freundin wusste, dass sie Gefahr lief, auch bei der zweiten Schwangerschaft für sie äusserst schmerzhafte Komplikationen zu erleiden – sie ist dennoch das Risiko eingegangen. Manchmal ist das nicht-rationale Bedürfnis stärker als alle rationalen Gegenargumente.

      @SP: Bei mir wäre immer nur ein Kind infrage gekommen, exakt aufgrund beruflich-privater Ziele, die mit mehreren Kindern nicht zu vereinbaren sind. Aber das bin ja nur ich.

      • 13 sagt:

        @ mila
        Ich habe nicht gesagt, dass man wegen dieser Argumente unbedingt verzichten sollte, sondern dass die Frage anders aussieht, wenn man einfach die abstrakte Möglichkeit, es könnte etwas passieren, vor Augen hat als wenn ein sehr gewichtiger Grund tatsächlich im Raum steht. Ich sage für mich klar: Wäre bei mir eine zweite Schwangerschaft mit einem erheblichen gesundheitlichem Risiko (in erster Linie für mich) verbunden gewesen, hätte ich nur ein Kind bekommen, denn es wäre mir wichtiger gewesen, dass meine Tochter eine Mutter hat. Ich verurteile aber niemanden, der sich anders entscheidet.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ich verstehe nach meinen Erfahrungen nicht, wie der riesige Sprung von kinderlos zu einem Kind (das zu betreuen ist) toleriert werden kann, aber dann der kleinere zu einem zweiten Kind nicht mehr? Ich verstehe gut, wie jemand aufgrund seiner Prioritäten auf Kinder verzichten kann. Aber weniger, wieso dann auf ein zweites?

      • mila sagt:

        SP, was ich beobachte ist, dass gerade beim zweiten Kind der Stress erst so richtig aufkommt. Die Abgeschlagenheit, die Müdigkeit – oft begleitet von einer entsprechenden (weiteren) Reduktion der mütterlichen Teilzeitarbeit. Ausserdem sind die individuellen Bedürfnisse von zwei Kindern anfordernder als die von einem – wenn man auf beide adäquat eingehen will, ohne das eines zu kurz kommt.

      • mila sagt:

        Eine Frau, die langfristig vollzeitarbeitend eine berufliche Karriere verfolgen möchte, wird sich deshalb gut überlegen, ob sie zwei Kinder will – zumal wenn der Mann nicht alternativ kürzer tritt (oder treten möchte).

        Mein Weg wäre klar gewesen: im Falle eines Kindes hätte ich (und mein geschiedener Mann) in den ersten zwei bis drei Jahren das Pensum reduziert, um möglichst ohne Fremdbetreuung auszukommen. Zweimal hätte ich das aber sicher nicht gemacht. Umgekehrt: zwei Kinder haben, um sie weitestgehend fremdbetreuen zu lassen, wäre für mich persönlich nicht in Frage gekommen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich fand den Sprung von 0 zu 1 kleiner als den von 1 zu 2.

      • mila sagt:

        @Franz Vontobel: Ich schätze, die Wahrnehmung hängt stark davon ab, wie beide Elternteile sich das Leben mit einem oder eben zwei Kindern einrichten (wollen). Siehe obige Kommentare.

      • Carolina sagt:

        Ich auch! Hätte nicht irgendetwas versagt (;-), hätte ich nie ein zweites Kind bekommen – das erste war für mich dermassen anspruchsvoll und hat mein Leben so sehr verändert, dass ich nie im Leben die bewusste Entscheidung für ein zweites getroffen hätte. Tja, die Natur wollte es anders. Aber es gibt tatsächlich sehr, sehr viele Gründe für die Anzahl der Kinder bzw das Nichthaben – es geht uns letztlich nichts an, darüber zu werten.
        Ich würde jedoch Eltern von EK (wie Claudia) raten, nicht jede nicht genehme Reaktion von Lehrern, anderen Eltern etc darauf zurückzuführen, dass das Kind eben

      • Carolina sagt:

        /2 ein EK ist – auch Lehrer von Geschwisterkindern reden dummes Zeug, damit muss man umgehen können.

      • alias sagt:

        Carolina, beim Seitensprung Kondome benützen. Tsts. Dass man sowas immer wieder betonen muss.

      • Carolina sagt:

        Alien, wo ist der Witz?

      • Carolina sagt:

        A.: Entgeht nur mir hier der Witz?

      • Franz Vontobel sagt:

        @mila: Ja, ist wohl eine Einstellungssache: Beim 1. Kind hatte ich die Vorstellung, dass nun nichts mehr wie früher sein würde und mein Leben auf komplett anderen Schienen laufen würde – beim 2. erwartete ich wohl nur noch quantitative Veränderungen.

        Beide Annahmen waren nicht korrekt.

      • mila sagt:

        Eigentlich, Carolina, wäre dieser Kommentar keiner Replik wert gewesen. Sie verstehen mich sicher richtig. 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        @Carolina: das war glaub’s kein Witz, sondern einfach freies Assoziieren. Oder einfach ein weiteres von Aliens „Écriture automatique“ Experimenten…

      • 13 sagt:

        „@mila: Ich verstehe nach meinen Erfahrungen nicht, wie der riesige Sprung von kinderlos zu einem Kind (das zu betreuen ist) toleriert werden kann, aber dann der kleinere zu einem zweiten Kind nicht mehr?“

        Das hängt in erster Linie aber vom Betreuungsmodell ab. Bleibt man wegen dem ersten Kind eh zu Hause, dann ist der Sprung zum zweiten vermutlich kleiner. Bezahlt man für die 50%-Betreuung eines ersten Kind CHF 1’000.00 an die private KITA, ist der Sprung immerhin CHF 1’000.00. Wenn sie dann älter werden, passiert es, dass ein Modell nicht für beide geht…sprich: grösserer Aufwand.

      • mila sagt:

        @13: Also mir müssen Sie das bestimmt nicht erklären… 😉 Ging wohl an Sportpapi.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Erfasst. Die Betreuung von einem oder zwei oder gar drei Kindern ist praktisch gleich intensiv (je nach Moment). Der Punkt ist, dass man überhaupt Rücksicht nehmen und die Betreuung organisieren muss.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Dass es gleich intensiv ist, empfinde ich nicht unbedingt so. Bin ich mit den Kindern daheim, ist es teils mit zwei einfacher, weil ein Spielkamerad da ist, teils schwieriger bei Sachen, die man dann eben doppelt machen muss (anziehen, duschen etc.). Bei der Fremdbetreuung haben wir zur Zeit den doppelten Aufwand (nicht nur finanziell), weil eben ein Betreuungsmodell nicht mehr für beide Kinder geht und ich so an zwei Orte fahren, zweimal organisieren, zweimal Austauschen, zweimal Elternabende etc. etc. Der Aufwand ist klar mind. doppelt so gross.

      • Sportpapi sagt:

        Mindestens (!) doppelt so gross. Jetzt übertreiben Sie aber!

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Nein, die Fahrt Arbeitsplatz-Kita-nach Hause ist einiges kürzer als die Fahrt Arbeitsplatz-KITA-Tagesmutter-nach Hause. Dazu kommt die Zeit, die ich benötige zum Austausch, Kindersachen zusammensammeln etc. Mein Arbeitsweg bis ins Dorf beträgt 25 Min., musste ich noch ein Kind in der KITA abholen brauchte ich zusätzliche 25 Min., jetzt brauche ich für die Kinderabholung mehr als 30 Minuten. Und dazu kommen eben die doppelten SMS/Anrufe mit Tagesmutter/Kita, wenn ein Tag wechselt, es später wird, was man mitgeben soll etc. Ich mache es gerne, aber der Aufwand ist da.

      • 13 sagt:

        Klar, das ist wohl eher die Ausnahme. Wären beide an einem Ort, würde es sich um ein Viertel reduzieren, das Bringen wäre immer noch separat, da die Grosse aus dem Kindergarten geht, der Kleine aber hingebracht werden muss, aber doch wäre ein Mehraufwand da.

      • Muttis Liebling sagt:

        @13, das sind doch alles Artifiziellen, in einer humanen Gesellschaft zahlt man doch nicht für Kindererziehung. Es ist eben keine Dienstleitung und wie Schule eine hoheitliche Aufgabe des Staates. So wie Gesundheitswesen das ist, obwohl man auch dafür inzwischen bezahlen muss.
        Staaten, wie die Schweiz, manipulieren ihr BIP über die private Bezahlung hoheitlicher Aufgaben.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich will ja nun nicht spitzfindig sein. Aber die Kinder separat in die Betreuung führen führt nach meinem Dafürhalten in der Regel zu höchstens (und nicht mindestens) zweifachem Aufwand gegenüber einem Kind. Und irgendwo werden sich schon noch Synergien ergeben. Ausserdem ist die Konstellation wie erwähnt etwas speziell und wird auch kaum so bleiben.

    • sausewind sagt:

      Manchmal kann man halt kein 2. Kind mehr bekommen, obwohl man es sich sehr wünscht. Lässt sich nicht immer alles planen im Leben wie man es sich vorstellt.

    • Lia sagt:

      die meisten dieser Gründe wären für Sie nicht relevant gewesen? Wir haben hier die Gesundheit: sehr wichtig. Die Finanzen: auch nicht ohne, wenn man 2 Kinder durchfüttern muss. Trennung? Ganz wichtiger Grund. Also blieben nur das Alter der Eltern und berufliche Ziele. Wenn Sie die anderen Gründe als nicht wichtig einstufen, hauptsache, Sie haben ein zweites Kind durchgestiert, dann weiss ich auch nicht.

      • Susi sagt:

        Das Alter der Eltern ist auch eines der Kriterien, gegen die man machtlos ist, da hat man doch gar keinen Handlungsspielraum mehr!

      • Sportpapi sagt:

        @Lia: Gesundheitliche Risiken sind zu beachten, häufig aber nicht anders schon beim ersten Kind. Finanzielle Gründe: ich weiss nicht so recht. Die (ausländischen) Familien mit viel Kindern haben kaum mehr Einkommen. Tennung: ok, guter Grund. Aber wohl nicht so häufig genau in diesen vielleicht zwei Jahren. Berufliche oder private Ziele – die sehe ich mit dem ersten Kind bereits beeinträchtigt, für uns war der Schritt zum zweiten Kind kein grosser mehr (zum dritten dann schon wieder). Aber bitte, hat ja jede/r seine eigene Prioritätenliste.

      • 13 sagt:

        „Gesundheitliche Risiken sind zu beachten, häufig aber nicht anders schon beim ersten Kind.“
        Ich sehe den Unterschied darin, dass man beim ersten Kind, nur auf sich Rücksicht nehmen muss, beim zweiten Kind aber noch auf das ältere Geschwisterkind. Zudem kommt es darauf an, von welchen Problemen wir sprechen. Bsp. Eine Frau ist herzkrank. Ihr Herz wurde durch die erste Schwangerschaft schon stark beansprucht und weiter beschädigt. Bei der zweiten war damit das Risiko noch einiges höher.

      • Kathy sagt:

        Spannend, dass das so unterschiedlich beurteilt wird. Meine Nachbarin hat mir letzthin gesagt „von 0 auf 1 Kind ist eine extreme Umstellung, von 1 auf 2 eine grössere und jedes weitere Kind ist keine Umstellung mehr.“

      • Muttis Liebling sagt:

        @13, das sind doch alles extreme Ausnahmen.

  • tina sagt:

    jede familienkonstellation hat auswirkungen, wie das bei allen gruppen der fall ist. wenn jüngere geschwister häufig mit bestimmten vor- und nachteilen zu kämpfen haben, ebenso wie mittlere und ältere mit jeweils anderen, dann sehe ich nicht ein, was diskriminierend ist, wenn man auch bei einzelkindern gewisse regelmässigkeiten beobachten kann

    • tina sagt:

      der schluss des textes jedenfalls weist genau auf diese typischen kritischen felder bei geschwisterkonstellationen hin

      • Manni Mann sagt:

        richtig Tina – im übrigen zeigt ja der Text, wie sehr sich die Eltern bemüht haben, aktiv den kritischen Feldern entgegen zu wirken. Natürlich machen das nicht alle Eltern.
        Aber was die Vorurteile betrifft – weder als Kind, noch als Erwachsener ist mir jemals aufgefallen, dass jemand diskriminiert, oder anders angesehen wurde, weil er Geschwister hatte oder nicht. Das interessiert doch niemanden. Einen sympathischen Menschen mag man, ob er Geschwister hat oder nicht. Und einen Egomanen mag man nicht, ob er Geschwister hat oder nicht.
        Man grenzt sich selbst aus, d.i. Kopfsache.

      • tina sagt:

        es interessiert manchmal aus „verhaltensforscherischer“ sicht. ich mache mir einen sport daraus, einzuschätzen, was jemand für eine geschwisterkonstellation hat. ich bilde mir ein, man merkts beispielsweise an einer gewissen pionierhaftigkeit bei 1. geborenen, während die jüngeren geschwister eher die neigung haben, sich wie automatisch anzuschliessen, aber mit abweichungen

    • 13 sagt:

      Ich gebe Dir recht, Tina. Die Geschwisterkonstellation ist für die Entwicklung eines Kindes ein wichtiger Faktor neben so manchen anderen. Eine Erklärung, warum jemand so ist, wie er ist, u.a. auch darin zu suchen, dass er eben ein Einzelkind, älteres, mittleres, jüngstes etc. Kind ist, finde ich auch in Ordnung. Schwierig wird es umgekehrt, wenn man davon ausgeht, dass jemand xy ist, weil er eben ein Einzelkind, ältestes etc. Kind ist.

      • tina sagt:

        ja genau 13. ausserdem gibt es so viele untypische gruppen/familien, in denen die geschwisterreihenfolge kaum viel weniger gewichtet ist als andere faktoren (beispiel chronisch krankes familienmitglied)

  • Claudia sagt:

    Mein Sohn ist ein Einzelkind. Als er im Kindergarten von einem aelteren Kind gemobbt wurde, und ich einschritt, da die Lehrerin „nichts merkte“, da entgegnete mir die Lehrerin doch tatsaechlich mit „Ihr Kind ist ja Einzelkind“. Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Mein Kind wurde abgestempelt, kategorisiert, diskriminiert – wegen etwas, wofuer er nichts kann.
    In unserer Gesellschaft wird vieles schubladisiert. Sensibilisiert werden wir auf Rassendiskriminierung, aber auf alltaegliche, schmerzliche Bemerkungen nicht. Schlussendlich geht’s aber in die gleiche Richtung.

    • Sportpapi sagt:

      Die Bemerkung (eigentlich Erklärung) mag vielleicht hier unpassend gewesen sein. Aber es ist nicht immer Diskriminierung, wenn man Fakten erwähnt, die eine empirische Basis haben.

      • alam sagt:

        Wenn die „empirische Basis“ aus Vorurteilen besteht, ist es sehr wohl Diskriminierung.

      • Susi sagt:

        was für empirische Fakten, dass Einzelkinder öfters gemobbt werden als Kinder mit Geschwister?

      • Manni Mann sagt:

        hach ja im Kindergarten „gemobbt“ – und dann macht da sogar noch die Kindergärtnerin mit …. die ganze Welt ist böse …
        Meine Kinder kamen auch schon weinend nach Hause, weil sie gehänselt wurden oder „geschlagen“. Da braucht es dann etwas Abstand, damit man nicht gleich das Mobbing-Gespenst sieht. Da kann es als Eltern tatsächlich helfen, wenn sie mehrere Kinder haben. Weil zu Hause streiten und schlagen und „mobben“ die Lieben auch untereinander…
        Erweiterter Erfahrungshorizont für Eltern: „ah mein Kind haut auch, geht auch gegen Schwächere, hänselt auch etc.“

      • Sportpapi sagt:

        1) Man lese meinen Beitrag. Auch den ersten Satz. 2) Die Lehrerin hat offensichtlich das Gefühl, das Kind wird nicht gemobbt (im Kindergarten!), sondern erlebt, was andere Kinder halt zu Hause schon mit Geschwistern erleben. Was daran ist, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. 3) Man sollte aufpassen mit Begriffen wie Diskriminierung, damit die sich nicht an Banalitäten abnutzen. 4) Was, wenn man nun Zusammenhänge empirisch beweisen kann? Es besteht die Tendenz, selbst klare Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien als „diskriminierend“ zu bezeichnen.

      • alias sagt:

        Die Tatsachen bleiben, dass a) ein Einzelkind meist nichts dafür kann, eins zu sein und b) es oft gute Gründe gibt, dass ein Kind Einzelkind bleibt. Wer sein Verhalten dem Kind gegenüber daran festmacht, dem fehlt es an Denkfähigkeit und an Empathie. Das ist in der Tat eine Art von Diskriminierung. Und auch wenn das Wort hier etwas krass scheint, SP, (und Du sagst zu Recht, wieso das nicht gut ist), falsch ist es nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @alias: Du gehst wieder mal voll an meinen Aussagen vorbei. Macht nichts, versuchs weiter. Aber du hast ja auch recht. Diskriminierung heisst ja irgendwie nur Unterscheidung. So gesehen, ja, wird hier natürlich diskriminiert.

    • Franz Vontobel sagt:

      Echt? Schon wieder die Einzelkind-Sache? Mal abgesehen davon, dass die hier bereits gefühlte 30 mal durchgekaut wurde, dünkt mich, dass das Thema heutzutage etwa die Relevanz von z.B. „Das Drama uneheliches Kind“ hat. Nämlich keine.

      • alias sagt:

        Ich fühle keine 30, nicht mal 3. Seit *Mamablog vielleicht 1 Mal. Und relevant ist relativ. Wen ein Thema interessiert, für den ist es relevant. Franz, Du bist nicht Mass aller Dinge.

      • Franz Vontobel sagt:

        Oho! Alien, der Rächer aller, die gar nicht von ihm gerächt werden wollen, reitet wieder…

        Ich darf aber schon schreiben, was ich will, ohne vorher Sie um Erlaubnis gefragt zu haben, oder? Nur so wegen „Mass aller Dinge“ sein und so…

        Ansonsten:
        – „Und? Wann kommt Nummer zwei?“
        – „Wird jedes Einzelkind ein Tubel?“
        – „Exotische Einzelkindhaltung“
        – usw. usf.

    • tina sagt:

      bei chindsgikindern von mobbing zu sprechen ist wirklich total übertrieben. claudia, es ist der job der eltern, fürs kind einzustehen, aber dafür bekommt man keinen applaus. ich finds richtig, setzt du dich ein. dass eine chindsgilehrerin nicht interessiert ist, bei konflikten integrierend zu steuern finde traurig, denn da könnte man niederschwellig viel positives bewirken. aber ist imfall normal: lehrer kriegen so viel nicht mit

    • Pumuckl sagt:

      Wenn aus jedem typischen Zwischenfall zwischen Kindern von den Müttern umgehend Mobbing- und Diskriminierungsphantasien ausgelebt werden, kommt es nicht darauf an, ob es sich um ein Einzelkind oder das Mitglied einer familieninternen Fussballmannschaft handelt. Aber sind wir mal ehrlich ….. Welche Mutter mit 10 oder mehr Kindern hätte auch nur ansatzweise die Zeit, sich über Normalitäten wie den oben beschriebenen derart zu ereifern? So gesehen sind wohl auch nicht die Einzelkinder problematisch, sondern eher die Mütter, die ihr einziges Kind in den Projektstatus erheben

  • Don Bosso sagt:

    Ich bin Einzelkind und habe noch nie einen Vorwurf „Einzelkind“ anhören müssen. Hier wohl ein misslungener Versuch, peinliche Verhaltensmuster auf die externe Gegebenheit „Einzelkind“ abzuschieben.

    • Franz Vontobel sagt:

      Haha, gut gegeben! 😀

    • Jutta Maier sagt:

      Seh ich auch so. Egal welche Erfahrungen ein Kind macht (gute/schlechte Eltern, streitsüchtige/liebevolle Geschwister, kollegiale oder Cliquenhafte Schulfreunde etc.), schlussendlich liegt es an der Person selber, welche Konsequenzen man aus diesem Umfeld zieht. Deshalb finde ich auch den Ansatz so verfehlt, kriminelle Jugendliche mit Samthandschuhen anzufassen, nur weil deren Umfeld suboptimal war.

  • Sharing sagt:

    Was für ein Lärm um Einzelkinder-Clichés! Meinen Einzelkind-Sohn hab ich in die Vorkindergarten-Gruppe geschickt. Er hat eine Sozialkompetenz entwickelt, die mir als Mehrfachkind den puren Neid weckt! Er lebt heute in einer umfangreichen Wohngruppe, engagiert sich in verantwortlicher Position ür Open Air Festivals und kocht an Quartierfesten für unglaubliche Mengen an Leuten – wenn ich doch bloss einen Teil seiner endlos scheinenden Sozialkompetenz besässe!

  • Jana sagt:

    Ich behaupte immernoch, Einzelinder wie auch Geschwister haben ALLE mit den unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen. Zum beispiel jüngere Geschwister müssen sich (oder dürfen sich) nicht so viel selbst „erkämpfen“, da ihnen die älteren den Weg geebnet haben. Ältere Geschwister haben oft mit dem Erwartungsdruck der Eltern zu kämpfen und werden in eine Vorbildrolle gedrängt. Geschwister werden mit ihren Brüdern und Schwestern verglichen (und das ist auch kein Spass), ganz zu schweigen von Zwillingen (oder Mehrlingen), die noch viel mehr auf der Suche nach Identität sind…. IRGENDWAS ist immer.

  • Erich Muckefuck sagt:

    Scientologen sind gefährliche Demagogen. Auch deshalb geht Katie Holmes (mit Einzelkind) ihren eigenen Weg.

  • Mike sagt:

    Ich bin seit 13 Jahren Oberstufenlehrer und habe drum die Sozialkompetenz von hunderten Teenagern erlebt. Irgendwelche regelmässig auftretenden Besonderheiten, die sich an der Anzahl Geschwister festmachen lassen, wären mir bis jetzt nicht aufgefallen. Ich glaube, diese Klischees haben mehr mit der typisch Schweizerischen Eigenschaft zu tun, allen anderen bei allem reinreden zu wollen. Und über Scheidungskinder kann man ja heutzutage nicht mehr lästern.

  • Susanne Reich sagt:

    Guter Beitrag! Gibt es jedoch auch mit den jüngeren Geschwistern. Die jüngere bleibt immer die Kleine, ob sie längenmässig grösser ist od. nicht. Manchmal scheint mir, da man hauptsächlich auf das ältere Kind achtet, da ist alles neu u. spannend, dass die jüngere – von wegen Nesthäkchen! – ein bisschen zu kurz kommt. Erzählt man etwas aus der Kinderzeit u. hat sich damals – ausnahmsweise 😉 – vernünftig verhalten, entgegen dem älteren Geschwisterchen, fragt das Gegenüber jedes Mal: es ist das jüngere, nicht? Weshalb immer diese Klischees. Man soll doch jeden Menschen einfach nehmen wie er ist!

    • Lisa sagt:

      Bei mir aber ganz anders. Meine kleine Schwester war immer die Verwöhnte der Familie, eben weil meine Eltern Angst hatten, sie käme zu kurz oder würde von den älteren Geschwistern schikaniert. Ich habe sie früher gehasst, weil sie die Aufmerksamkeit der Eltern schamlos ausnutzte. Selbst jetzt, wo wir erwachsen sind und viel zusammen unternehmen, fühle ich noch diese Distanziertheit. Ausserdem wurde sie extrem narzisstisch und kann noch heute nicht einsehen, dass sie nicht immer alles haben kann… Leider ist sie auch jähzornig.
      Ich selber möchte gerne einmal ein Einzelkind, der Welt zuliebe.

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