8 gute Gründe, nicht zu heiraten

Mamablog

Sie wissen auch ohne Ehevertrag, dass sie zusammengehören. (Foto: Flickr Klukovkin Photography)

Letzte Woche haben wir uns im Mamablog gleich an zwei Tagen für das Heiraten starkgemacht: mit den Texten Konkubinat: Mütter zahlen drauf sowie Ja und Amen: 7 gute Gründe, eine Frau zu heiraten. Heute nun acht Gründe, die gegen eine Heirat sprechen. Ich selbst bin nicht verheiratet. Ich lebe seit neun Jahren mit meinem Lebenspartner in wilder Ehe, also im Konkubinat.

1. Das Gefühl der Freiwilligkeit

Weder ein Ehevertrag bindet das Paar aneinander noch die Angst vor einer Scheidung – und dass man sich die nicht leisten kann. Mein Lebenspartner und ich sind zusammen, weil wir uns lieben, zusammengehören und zusammen sein wollen. Punkt.

2. Alles ist möglich

Man kann als unverheiratetes Paar eine Wohnung mieten, ein Hotelzimmer teilen, Kinder haben. Die Ehe und der kirchliche Segen sind für das gemeinsame Zusammenleben schon lange nicht mehr Pflicht. Für mich käme eine kirchliche Heirat zudem gar nicht infrage. Ich hatte meine Gründe, als ich mich als Teenager gegen die Konfirmation entschied.

3. Keine gemeinsamen Kinder

Wir haben und wir wollen kein gemeinsames Kind. Er hat seine zwei Kinder, ich habe meins. Vom finanziellen Aspekt her leben wir so, wie wir es schon mit Anfang 20 in Wohngemeinschaften hielten: Jeder bezahlt seine Ausgaben mit dem eigenen Geld, dazu gehören die alltäglichen Dinge sowie Kleider, Freizeit oder Ferien. Bei der Miete, dem Essen, den Billag-Rechnungen und so weiter machen wir halbe-halbe. Das funktioniert bestens.

4. Weil der Richtige nicht fragt

Mein Lebenspartner ziert sich schon seit Jahren, mich zu fragen, was ich ihm jedoch keine Sekunde verüble. Er war schon mal verheiratet, sagt, er sei dadurch traumatisiert – auch wegen der Scheidung. Kann ich verstehen, siehe Punkt 5.

5. Schlechte Erfahrungen

Ich war ein Scheidungskind und habe während Jahren mitbekommen, was es heisst, wenn eine Ehe im Eimer ist und geschieden wird. Weshalb also dieses Risiko selbst auch eingehen?

6. Konkubinatsvertrag

Wir haben uns gegenseitig abgesichert und sind bei der Pensionskasse des Partners registriert. Im Todesfall des einen erhielte der andere wenigstens eine kleine Rente. Nach einem Gespräch letzter Woche mit Andrea Gisler, Juristin und Präsidentin der Zürcher Frauenzentrale, werde ich mich nun allerdings zusätzlich für einen Konkubinatsvertrag starkmachen. Etwas mehr gegenseitige Absicherung kann nicht schaden.

7. Steuervorteile und Vergünstigungen

Sie können ein triftiger Grund fürs Konkubinat sein. Ein gut verdienendes Konkubinatspaar kann jährlich mehrere 1000 Franken sparen.

8. Mehr Geld im Alter

Konkubinatspartner erhalten zusammen eine bis 50 Prozent höhere AHV-Rente als Verheiratete mit einer Ehepaarrente. Das war bei uns allerdings noch nie ein Thema. Das Rentenalter ist zu weit weg. Wer weiss, was in den kommenden 25 Jahren noch alles geschieht. Vielleicht haben wir uns bis dahin ja getrennt. Oder getraut.

Was ist mit Ihnen? Was sind Ihre Gründe, dass Sie mit dem Liebsten oder der Liebsten im Konkubinat leben?

231 Kommentare zu «8 gute Gründe, nicht zu heiraten»

  • Daniel Mühlauer sagt:

    Es gibt hier diverse Stimmen, die mit absurden Argumenten kommen wie „Heiraten ist nur für Menschen, die ihren Partner sonst nicht genug lieben“ und der gleichen. Den Spiess kann man ja ohne weiteres umdrehen und sagen, dass Leute, die sich nicht zur Ehe trauen, schlicht nicht genug lieben und deswegen unverheiratet bleiben wollen. Ich finde im Übrigen das Zweitere viel bedenklicher als das Erste. Seis drum. Leute die Kinder haben, gut verdienen und langsam im Alter fortschreiten, wissen, warum Heiraten durchaus ein Vorteil sein kann, auch aus rechtlicher Sicht. Die ganze Symbolik weggelassen

  • Axel Döll sagt:

    Donnerwetter! Was es bringt, ob es lohnt? Die Quittungen dafür sind schon geschrieben.
    Gute Nacht Freunde, es wird Zeit für mich zu gehn. AD

  • Butzimaa sagt:

    Die Lebenserwartung in der Schweiz beträgt rund 80 Jahre. Wenn wir mal annehmen, dass 2 Paare glücklich bis in dieses Alter zusammen leben, si haben keine Kinder und arbeiteten ihr ganzes Leben lang, so ergibt sich folgende Diskrepanz:

    Das verheiratete Paar bekommt von der AHV 3’300 Franken pro Monat, das unverheiratete 4’400 Franken pro Monat. Das ergibt über die 15 Jahre von der Pension bis zum Tod gesamthaft Fr. 200’000, welche das unverheiratete Paar mehr bezieht.

    Und nun die entscheidende Frage: Wieso gibt es diese schreiende Ungerechtigkeit?

    • Crea sagt:

      Weil kein Geld vorhanden ist, es würde mehr als eine Milliarde kosten, sagen die Politiker

      Als verheiratetes Ehepaar erhalten seit 1.1.1996 nur 2/3 der AHV-Renten.

      Diese Ungerechtigkeit habe ich schon 2 mal an Herrn Darbellay (CVB) in einer Email mitgeteilt.

      Antwort : Es ist skandalös, wirklich eine Ungerechtigkeit und muss beseitigt werden.

      Das Gleiche sagte auch Frau Oberholzer Sondereggen (SP) in dem Medien.

      Passiert ist bis heute noch gar nichts !

      Sollen wir uns nach 53 Jahren glücklicher Ehe noch scheiden lassen ? Unsere Ehe ist uns immer noch heilig.

    • Rose sagt:

      Weil früher die Frauen nie etwas ausser Haushalt/Kinder gearbeitet haben und ergo nichts oder nur sehr wenig in die AHV einbezahlt haben. Das ganze System stimmt jedoch nicht mehr. Für’s Kinderaufziehen sollte man 10 Jahre anrechnen bei der AHV, danach müssten die Hausfrauen wieder min. Teilzeit arbeiten. Dann fände ich es gerecht wenn auch Eheleute 200% AHV bekommen würden. Wenn beide die gesamten 45 Jahre einbezahlt haben sowieso.

  • AR sagt:

    Punkt 1: Gaht’s no? Ist es wirklich Ihr Ernst, dass ich nur mit meinem Mann verheiratet bin, weil ich es MUSS?! Über die anderen Gründe lässt sich ja teilweise streiten – über andere nicht, obwohl sie einfach nur unfair sind (sprich AHV, Steuern)
    Ich habe meinen Mann geheiratet, weil ich es WOLLTE und ich bleibe mit ihm verheiratet weil wir das so wollen. Ich habe auch seinen Namen angenommen (höre ich da ein „OMG“ aus Ihrem Mund?) Einfach nur, weil ich mit ihm so verbunden wie möglich sein will. Und ich dieses Patchworkgschmoiss nicht ab kann. Die Kinder werden mal UNSERE Kinder sein.

    • B.Schmid sagt:

      Bravo, schade, dass es heute nicht mehr viele standhafte und mutige Menschen gibt, alle schauen auf sich, bei Problemen rennt man davon,…das ICH könnte ja zurückstecken müssen und das ist nicht Trend….

    • Chris sagt:

      Ich kenne Einige (+/- 30-jährig), welche geheiratet haben bzw. bald heiraten werden. Für mich ist es aber nicht wirklich ein Thema. Kann mir auch vorstellen, mit meiner Partnerin Kinder zu haben – unverheiratet. Trotzdem werden es UNSERE Kinder sein! Das mit dem Kindernamen ist dann halt so, wie’s jetzt aktuell ist. Nur deswegen zu heiraten? Niemals. Kenne auch Paare, welche zusammen Kinder haben und nicht verheiratet sind – klappt auch wunderbar. In der heutigen Zeit geht fast alles (in der CH). Halte ausserdem von Kirchen sehr, sehr wenig, bin konfessionslos.

      • Daniel Mühlauer sagt:

        Sie wissen schon, dass Heiraten und Kirche zwei verschiedene Dinge sind? Mir ist aufgefallen, dass Sie hier recht fleissig bezüglich des Heiratens posten, allerdings in beinahe jedem Kommentar zeigen, wie wenig Sie von der Sache verstehen. In der Regel äussert man sich öffentlich nur, wenn man sich nicht völlig unkundig zeigt. Bei Ihnen ist das anscheinend anders. Und damit Sie mich jetzt nicht falsch verstehen: Ich bin wieder für noch gegen die Ehe. Allerdings diskutieren hier Leute, die Ihre Meinung begründen möchten. Sie andererseits befürworte eine best. Seite, ohne dafür qualif. zu sein

  • Wesley sagt:

    HAHA!!! Good one 🙂 Sollte man sich vor dem heiraten mindestens 10 mal durchlesen 😉

  • Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist.(C) Oscar Wilde

  • Dan sagt:

    Diese Einstellung ist einfach durchwegs traurig.

  • Warum heiraten ? Wenn man allein bleibt sind 5 Franken noch 5 Franken und nicht nur noch 2.50 CHF. In jeder Hinsicht mehr Vorteile als wenn man veheiratet ist ! Ist heiraten überhaupt noch aktuell ? Ich glaube es nicht !!

    • Daniel Mühlauer sagt:

      Da fängts bereits beim richtig Rechnen an… Zwei Partner können auch zwei Einkommen generieren. Probieren Sie es nochmal…

  • Joerg Hanspeter sagt:

    @Daniel Adler: Jetzt haben Sie mich wirklich etwas gefordert, aber schlussendlich habe ich den Artikel doch gefunden. Meine Aussage, dass da irgendetwas geplant ist um auch unverheiratet Väter bezüglich Unterhalt für die Kindesmutter in die Pflicht zu nehmen ist also doch richtig: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Auch-unverheiratete-Partner-sollen-Unterhalt-zahlen-muessen/story/15171615

    • Pascal Meister sagt:

      Ja… Der Staat versucht, sein Risiko auf die Verursacher abzuwälzen, hier also die Eltern der Kinder. Kinder zu zeugen oder zu gebären, beinhaltet also bald für alle Beteiligten ein hohes Armutsrisiko. Die einzelnen Menschen werden ihr Verhalten bestimmt anpassen, also werden weniger Kinder geboren…

  • aurea sagt:

    2/2 Wir haben keine getrennte Kasse, alles was wir verdienen, kommt auf ein gemeinsames Konto und wird gemeinsam ausgegeben. Ich verdiene mehr als mein Partner, dafür leben meine Kinder bei uns. Sobald man sich Gedanken über Geld macht, zerbricht die Liebe. So war es jedenfalls bei unserer beider Ehen.

    • alien sagt:

      Nein, fürs Zerbrechen der Ehe gibt es viele Gründe. Das Geld war bei uns ganz entschieden keines.

      • aurea sagt:

        Bei mir war es ausschliesslich der Grund. Dass wir nicht mehr verliebt waren, war mir egal. Aber mit einem Mann verheiratet zu sein, der alles Geld augeben darf (auch meines), weil er der Mann ist, und mir und den Kindern nur gerade Essensgeld gibt, für alles andere mussten wir geradezu betteln, das war mir irgendwann einfach zuviel.

  • aurea sagt:

    1/2 Ich habe aus Liebe geheiratet, nach 2 Jahren war die Liebe verpufft. Sind aber trotzdem zusammengeblieben, weil man es sich ja mal versprochen hat. 15 Jahre und 2 Kinder später habe ich mich scheiden lassen. (Keine Angst Männer, mein EX muss weder für mich noch für die Kinder Unterhalt bezahlen, ich arbeite!) Nun bin ich seit 6 Jahren mit meinem Partner zusammen, die Liebe könnte nicht grösser sein. Wir sind beide geschieden, haben je 2 Kinder und seit 2 Jahren auch ein gemeinsames Kind. Heiraten kommt uns nicht in den Sinn, das hat aber keine finanziellen Gründe.

  • Simons sagt:

    Diese Artikelserie könnte von einer Haushälterin geschrieben worden sein. Man kann sich des Eindrucks nicht enwehren, dass das Wirtschaftlichkeitsprinzip oberste Priorität in einer Beziehung hat.
    Wäre schön, wenn Herr und Frau Schweizer das Milchbüchlein mal kurz auf die Seite legen und sich ihrem Gefühlsleben – falls das unter der Last der Rechnungen nicht ganz abgestorben ist – widmen würden.

    • Hotel Papa sagt:

      Tausende tun das (ask me, how I know…) und kommen nachher auf die Welt, wenn sich die Gefühle als doch nicht so dauerhaft herausstellen.

      Nene, etwas klarer Kopf tut schon gut bei der Entscheidung. Heisst ja nicht, dass nurr pekuniäre Argumente betrachtet werden sollen.

    • pixel sagt:

      Eine Ehe ist ein Vertrag. Wenn ich einen Vertrag unterschreibe, dann prüfe ich in der Regel seine Vor- und Nachteile, wäge sie gegeneinander ab und entscheide dann. Und wenn ich dann noch feststelle, dass ich gar keine Vorteile hab, dann gibts auch keinen Grund den Vertrag einzugehen. Und so ist das nunmal für mich und meinen Partner. Und das ist gut so, denn in unserem Fall hiesse das anders rum, dass wir für unsere Gefühle zueinander ein Dokument bräuchten.

    • Chris sagt:

      Man könnte meinen, dass man nur als verheiratetes Paar glücklich sein kann. Traurig, wenn es einen Ehevertrag dazu braucht, um sich seiner Gefühle „sicher“ zu sein. Ich lebe mit meiner Partnerin zusammen, unverheiratet, geht alles wunderbar. Da wir beide über genügend Geld verfügen, ist das bei uns klar im Hintergrund. Aber schon so, ich als Mann, was habe ich für Vorteile bei einer Hochzeit? Sagt’s mir bitte… ich weiss es nicht! Kinder werden vermutlich auch einmal folgen, aber nur deswegen heiraten? Niemals.

      • Daniel Mühlauer sagt:

        Bei Ihnen scheiterts bereits an der Unterscheidung zwischen Ehe und Ehevertrag… Kein Wunder sind Sie nicht verheiratet. Ist vermutlich auch besser so…

  • carlotta sagt:

    Welche Vergünstigungen sind gemeint?

    Das Erschleichen von Krippenbeiträgen? Von Krankenkassen-Unterstützung? Von…. während der Vater als Arzt oder Architekt ein schönes Salär garniert?

    Wir Verheirateten sind nicht am Optimieren fürs Portemonnaie. Das macht uns glücklich.

  • Jörg Wirz sagt:

    Es gibt genau so viele Gründe zu heiraten wie es Argumente dagegen gibt.

    Das entscheidende ist doch, was man meim Gedanken an eine Ehe empfindet:
    Wenn dies mit positiven Werten besetzt ist und das Gefühl z.B. noch mehr Nähe, Vertrauen und Verbindlichkeit, etc. mit sich bringt, dann ungedingt heiraten!!!!

    Wenn eher negative oder keine Gefühle bei diesem Gedanken aufkommen (mehr Steuern, zuviel Nähe, zuviel Verbindlichkeit, leeres Versprechen…….) dann halt nicht.

    Das Wort „Punkt“ im ersten Absatz des Berichtes zeigt u.a. deutlich, dass Frau Braun hier noch einiges verdrängt und blockt.

  • Katharina sagt:

    „Ich war ein Scheidungskind“ ist ein oft benutztes Argument gegen die Ehe. Wie wärs mal mit „Ich war ein Kind von glücklich verheirateten Eltern und DESHALB heirate ich“?!?? Klingt seltsam, aber ist die gleiche Logik!
    Vielleicht wäre „Ich heirate bzw. heirate nicht UNABHÄNGIG von der Beziehung meiner Eltern“ auch mal eine reife, erwachsene Position.

    • Hotel Papa sagt:

      Das ist überhaupt nicht seltsam sondern natürlich. Generation Baby Boomer hat Eltern gehabt, die auch mal durchgebissen haben. Die heute ca. 30-jährigen sind Kinder der Generation Scheidung. Dass die das Ganze etwas entzaubert sehen und den Vertrag auch auf seine Schattenseiten hin anschauen ist nur normal.

  • oli sagt:

    Hier noch ein anderer Aspekt meinerseits:
    Ich finde das Versprechen ewig füreinander da zu sein, in guten sowie in schlechten Zeiten, eines der schönsten Gründe fürs Heiraten. Man verspricht sich das gegenseitig vor einem grösseren Publikum und wenn man eine Person ist, die Versprechen einhält, dann hält man es auch ein. Ist aber natürlich nicht der „leichteste“ Schritt… :-). Das Problem ist ja, dass man sich da was verspricht, obwohl man das gar nicht so genau weiss oder so…aber ich glaube hier ist diese Entscheidung wichtig, nicht aufzugeben und sich für dieses Versprechen einzusetzen

  • René Nidegger sagt:

    Wenn Schwule nicht heiraten dürfen, ist es diskriminierend; wenn Heteros heiraten wollen, gibt es mindestens acht, gemäss anderen Kommentaren sogar 1000 Gründe dagegen. Was einer hat, das will er nicht, und was er will, das hat er nicht.

  • pat plüss sagt:

    e h e ist eine abkürzung lateinischen ursprungs:

    errare humanum est.

  • adriano heitmann sagt:

    Si raccomanda alle donne di sposarsi. Il divorzio è un affare colossale. vale la pena farsi sposare per essere poi mantenute con lo stesso standard di vita (con i figli) per il resto dei propri giorni (secondo il diritto attuale).Inoltre il divorzio è la prima causa della povertà in Svizzera. Nel nostro paese non abbiamo il diritto al divorzio. Record nazionale per ottenere il divorzio: Mendrisio Sud con 28 anni di procedure!!! Cari sposini: benvenuti all’inferno delle conseguenze del matrimonio.

  • Karl Gustafson sagt:

    „7. Steuervorteile und Vergünstigungen: Sie können ein triftiger Grund fürs Konkubinat sein. Ein gut verdienendes Konkubinatspaar kann jährlich mehrere 1000 Franken sparen.“

    Dies bedeutend eigentlich, dass verheiratete Paare mehrere 1000 Franken zu viel zahlen. Irgendjemand muss es ja zahlen. Wäre fairer, wenn Konkubinatspaare mehrere 500 Franken mehr zahlen würden und verheiratete Paare dafür mehrere 500 Franken weniger.

    • Irene König sagt:

      zumindest im Kanton BL stimmt diese Aussage nicht: Da wird für die Berechnung der Steuern, 2x das halbe steuerbare Einkommen versteuert. Sprich bei Steuerbarem einkommen von 140’000 nicht der Steuerfuss von 140’000 sondern von 70’000 und dieser Betrag mal 2.

      da sich der Steuerfuss von den Gemeind an der Staatssteuer anhängt (meinem Fall 48%), ist auch dort nur der Steuerfuss von 2×70’000 genommen.
      Somit ist der einzigste Betrag, die Bundessteuer. diese ist im Verhältnis zu allen Steuern sehr gering und kann nicht 1000-de von Franken ausmachen

  • Irene sagt:

    Wir heiraten einzig und allein aufgrund von Punkt 7 nicht: Solange wir jedes Jahr zigtausende von Franken zusätzlich dem Staat übergeben müssten, nur damit wir das ominöse Fest mit dem ominösen weissen Kleid auch noch feiern könnten, „verweigern“ wir uns. Mit dem neuen Namensrecht und der gemeinsamen elterlichen Sorgen spielt es sowieso keine Rolle mehr, die Kinder tragen auch im unverheirateten Zustand den Nachnamen ihres Papis und ich fühle mich um einiges wohler, wenn ich die nicht wirklich notwendigen, aber so herzigen Kinderkleidchen von meinem eigenen, selber verdienten Geld bezahlen kan

  • Eni sagt:

    Bei mir ist es eher umgekehrt: ich kann es mir gar nicht leisten im Konkubinat zu leben, denn dann würden mir die Kinderalimente nicht mehr bevorschusst. So musste ich schon Männer ziehen lassen, die nicht verstehen konnten, dass ich in meiner eigenen Wohnung bleiben möchte.

  • Peter Meier sagt:

    Wir haben das auch so gesehen……aber dann wollten wir ein Kind, das ist jetzt da, also haben wir vor der Geburt geheiratet. Wir denken für ein Kind ist es identitätsstiftend, wenn alle Familienmitglider den gleichen Nachnamen tragen. Das ist jetzt meine Meinung, also bitte keine militanten Umstimmungsversuche von irgendwelchen Ehegegnern.

  • Gabriela sagt:

    Hochinteressante Bildwahl zum Artikel: Die Quellenangabe führt auf Google erwartungsgemäss (bei dem Namen) zu einem Russen. Russen tragen ihren Ehering an der rechten Hand – und nun schauen Sie sich mal die rechte Hand der Dame an… Wobei das noch nichts über einen EheVERTRAG aussagt, darum gehts ihm Artikel ja auch nicht.

    • Francesca sagt:

      Naja, SIE hat einen Ehering am Finger, wenn das denn einer ist. Was noch nichts darüber aussagt, dass der Kerl dahinter auch ihr Ehemann ist…

  • Anne Frei sagt:

    Wir feiern dieses Jahr unser 20-jähriges Jubiläum. Mein Partner ist 75, ich werde 90 Jahre alt. Wir sind beide verwitwet und haben erwachsene Kinder. Heiraten kam und kommt für uns beide nicht in Frage. Ich möchte nie mehr finanziell von einem Mann abhängig sein und bei jedem Einkauf um Erlaubnis bitten.
    Bei uns funktioniert das Zusammenleben, wir helfen, ergänzen und mögen uns und immer wenn ich meinen Partner sehe packt mich ein warmes Gefühl und denke„ ich han de eifach gern“. Das Standesamt und die Kirche sind keine Garantie um zusammen zu bleiben und glücklich zu sein. Es braucht mehr als ein Ehering und 2 Unterschriften. Wir versuchen täglich einander einen schönen Tag zu bereiten.
    Von meinem ersten Mann bin ich geschieden, ich habe meine vier Kinder ohne seine oder fremde Finanzielle Hilfe aufgezogen, ich habe für sie gearbeitet.

    • Francesca sagt:

      Danke für diese Worte.

    • Karl Mrak sagt:

      Sie wollen in Ihrem Bericht den Lesern hier wirklich weismachen Sie seien 90 Jahre alt? Ich glaube Ihnen kein Wort. In diesem hohen Alter wird wohl auch der Einkauf das unwichtigste Tagesgeschäft sein, selbst wenn Sie ihn noch selber ausführen (was ich bezweifle). Damals nach dem Krieg 4 Kinder ohne fremde und finanzielle Hilfe aufziehen, keine Chance.

      • Eni sagt:

        @ Karl Mrak

        Ich habe eine 92 jährige Kundin, die noch im eigenen Haus wohnt und auch selber einkaufen geht. Nach dem Krieg gab es vom Staat keine finanzielle Unterstützung, also kann es sehr gut sein, dass die Geschichte von Frau Frei stimmt.

      • Anne Frei sagt:

        Lieber Karl Mark, es ist nicht schlimm, wenn sie nicht glauben, dass ich im Dezember 90 Jahre alt werde. Alle die mich neu kennen lernen, glauben es auch nicht. Ich höre nicht mehr so gut, habe auf einem Auge AMG ( Age Macula Degeneration) – keine schöne Sache – führt meist zu Blindheit. Mein Rücken ist auch nicht mehr „das gelbe von Ei“ , ABER ich liebe das Leben, ich freue mich jeden Tag, dass es mir so gut geht… Ich kann noch denken, lesen und interessiere mich für Alles. Ich kaufe tatsächlich noch selber ein, wenigstens meine persönlichen Sachen, kleide mich gut und bin gepflegt. Möchten sie sonst noch etwas wissen?

      • Herr K. Mark: Ihre Einschätzung teile ich voll und ganz. Herumtrollen ist ja auch noch beliebt bei gewissen „Zeitgenossen“ Nichts gegen 90-zig-Jährige, aber dieser Stuss haut dem Fass den Boden heraus!

      • Korrektur: K. Mrak, und an Frau A. Frei, „der Stuss“ bezieht sich nicht auf den Inhalt ihres Schreibens, sondern auf die eher Nichtkompatibilität im Heute. So eine wünschenswerte Vorstellung die sich noch viele insgeheim denken, ist leider abhanden gekommen, zerschellt an der aktuellen Realität. Deshalb in Träume. Eine Psychologengeschichte…

      • Caroline Huffer sagt:

        Schämen Sie sich in Grund und Boden! Die Generation meiner Grosstanten ist fitter, als Sie es evtl. jemals sein werden, eben gerade deswegen, weil die entbehrungsreicher gelebt haben. Können Sie sich nicht einfach für eine ältere Lady freuen, die nach nicht so einem einfachen Leben jetzt Ihren Ruhestand zum Glück in guter geistiger wie auch hoffentlich körperlicher Verfassung geniesst?

      • Una sagt:

        @Mrak: Meine Urgrossmutter ist in den 10er Jahren des 20. JH aus Russland nach Zürich gekommen, mit 5 Kindern. Die hat sie alle ganz allein aufgezogen. Stellen Sie sich das vor. Meine Grossmutter wurde sehr früh Witwe, als meine Mutter noch ein Kind war. Auch sie hat ihre Kinder alleine grossgezogen. Stellen Sie sich vor. Das gibt es wirklich.

    • TPchen sagt:

      Das ist ein herzerwärmender und so klarer Wegweiser für den Weg zum gemeinsamen Glück. Daraus kann ich lernen. Auch von mir vielen Dank dafür.

      • Anne Frei sagt:

        Für all die Pro und Contra zu meinen Antworten muss ich nachfügen: Ich hatte viele entbehrungsreiche Jahre, aber nie aufgegeben an etwas Besseres für meine Zukunft zu denken, auch habe gelernt geduldig, tolerant und dankbar zu sein und was wichtig ist, ich bin eine grosse Optimistin, ich denke positiv. Natürlich habe ich auch allen Grund dazu, ich habe ein wundervoller Partner, er steht mir bei.

    • Caroline sagt:

      Liebe Anne
      Sie machen das völlig richtig und ich hoffe, es wirkt von einer 37-jährigen nicht herablassend, wenn ich stolz auf ‚Mädels‘ wie Sie sind, die begriffen haben, auf was es im Leben ankommt! Ich wünsche Ihnen und Ihrem Liebsten Gesundheit und noch viele schöne gemeinsame Momente und Begegnungen!

    • Caroline Huffer sagt:

      Liebe Anne
      Sie haben alles richtig gemacht und hatten wahrscheinlich vor 60 Jahren und auch später viel dicke Haut beweisen müssen! Ich habe ein Faible für starke Mädels (ich 37-jährig, ebenfalls F), die ohne den nervigen, keifenden Ton der Feministinnen artikulieren können! Ich wünsche Ihnen und Ihrem Schatz noch viele tolle Momente und eine gute Gesundheit!

      • Anne Frei sagt:

        Liebe Caroline
        Danke für ihre Antworten. Schade, dass ich so weit weg wohne – Südafrika – sonst hätte ich sie gerne zum Kaffe eingeladen. Man muss Geduld mit den Männern haben, aber ich mag sie dennoch. Nur eben, es geht besser ohne Trauschein. Man muss Platz haben um zu atmen.-

      • Hotel Papa sagt:

        To be happy with a man, you must love him a little, and understand him a lot.
        To be happy wiht a woman you must love her a lot, and not try to understand her at all.

      • Caroline Huffer sagt:

        Liebe Anne

        Ich stosse telepathisch bei meinem nächsten Kaffee mit Ihnen an und mag die ‚Jungs‘ ebenfalls! Liebe Grüsse nach Südafrika!

  • Stettler Stefan sagt:

    Gemäss dem Volkswirtschaftler und Glücksforscher Bruno Frey sollen Ehepaare glücklicher sein als andere: „Auch haben die Forscher herausgefunden, dass verheiratete Leute glücklicher als Unverheiratete sind. Allerdings ist das Glück sehr unterschiedlich über die Dauer einer Ehe verteilt. Zum Hochzeitstag steigt das Glück sehr deutlich an, fällt danach allerdings wieder ab – wenn auch in der Regel nicht mehr so tief wie in den Jahren vor der Ehe.“
    Er begründet es damit dass die Sicherheit in der Ehe grösser ist. Dasselbe haben übrigens die Forscher über religiöse Menschen herausgefunden.

  • Reto B. sagt:

    Es gibt einen guten Grund zu heiraten: Wenn man Kinder bekommt, zur Absicherung finanzieller Art für den/die der/die weniger verdient und um gewisse Rechte an Partner und Kinder zu haben, v.a. für den Vater.

    Es gibt einen guten Grund nicht zu heiraten: Es lohnt sich finanziell in keiner Hinsicht, sofern man nicht Kinder hat.

    • Blanche Wu sagt:

      Auch mit Kinder lohnt es sich nicht. Für mich ist die „Heirat“ oder der Akt der dahinter steht wichtig. Aber dieser Akt kann auch ohne Staat vollzogen werden. Wer nur heiratet als Absicherung, der soll es bleiben lassen. Auch mit Kinder. Noch dümmer ist, man will nicht heiraten, dann geschieht ein „Unfall“ und man heiratet. Es ist ja logisch, dass so etwas auf schwammigen Beinen steht. Und die Sache mit unehelichen Kindern…auf dieses Geschwätz soll sich niemand in die Ecke gedrängt fühlen. Die Kinder sind nicht anders ob mit Unterschrift oder ohne.

  • Francesca sagt:

    Bindungsangst muss kein Grund sein für ein Konkubinat. Immerhin: dieses „auf immer und ewig“, die Schwüre und Versprechungen, von denen keiner weiss, ob er es wirklich einhalten können wird, können schon Fragen aufwerfen. Kann ich das wirklich versprechen? Die Hälfte aller Ehen zerbricht, trotz allen Versprechungen und Schwüre, all diese Leute wurden wortbrüchig. Da stimmt doch etwas nicht mehr. Wir sollten die Ehe anders regeln. Eher in Richtung „eingetragene Partnerschaft“. Vom Epos befreien. Ein Zueinanderstehen ohne Schwüre und Versprechungen. Ein Vertrag mit Kündigungsmöglichkeit.

    • Reto B. sagt:

      Dann hätte ich nicht geheiratet… Wenn ich mit meiner Frau Kinder haben will, dann muss sie mir nicht bei der Planung kommen mit, aber wenn ich dann keinen Bock mehr hab. Die Kinder sind dann da, und ich will von ihr das versprechen, dass sie immer alles in ihrer Macht stehende tun wird, um für das Wohlergehen der Familie zu sorgen, genauso, wie ich ihr das gleiche Versprechen gebe.

    • Franz Pfister sagt:

      Nun Francesca, ein Vetrag sieht für die Auflösung desselben aber nur zwei Varianten:
      – In gegenseitigem Einverständnis zu den im Vertrag beschriebenen Bedingungen (die nicht gegen geltendes Gesetz verstossen dürfen).
      – Vertragsbruch seitens der einen Vertragspartei mit den im Vertrag beschriebenen Konsequenzen (die nicht gegen geltendes Gesetz verstossen dürfen).
      Da jede für eine der beiden Parteien sinnvolle Ausgestaltung des Vertrages gegen geltende Gesetze verstossen würde, wären diese (Ehe-)Verträge allesamt nichtig, bzw. im besten Fall zweitrangig.

    • Franz Pfister sagt:

      Beim Vertragsbruch kommt zudem die „Schuldfrage“ zum Zug welche unsere Regierung abgeschafft hat und die sich nicht mehr auf die Konsequenzen auswirken darf.

    • Hotel Papa sagt:

      Ist es doch jetzt schon. Der Vertrag ist leichter aufzulösen als ein Mietvertrag.

      • Francesca sagt:

        @Franz P.: Du gehst vom geltenden Recht aus, und das finde ich eben gerade überholt. Eine Kündigung ist bei jedem andern Vertrag auch gegen den Willen des Vertragspartners möglich, ewige Verträge sind verboten. Es braucht keinen Vertragsbruch, bloss die Kündigung. Natürlich müsste man die Folgen regeln. Aber dieses „bis dass der Tod Euch scheidet“ ist nicht mehr zeitgemäss. Wer aus der Ehe will, muss dies tun können, ohne das ganze Scheidungstheater. Die Leute gehen ja gleichwohl. Hätte man im Ehevertrag vereinbart, was gilt, wenn einer geht (oder kündigt), dann wäre vieles einfacher.

      • Hotel Papa sagt:

        Nochmal: Ist doch heute schon so: Es braucht nichtmal das dreimalige „ich verstosse Dich!“ aus dem Islam. Es braucht ein einmaliges „Ich will nicht mehr!“ und dann schlimmstenfalls noch zwei Jahre Wartezeit.

      • Eni sagt:

        Bei mir dauerte die Scheidung 4 Jahre

  • Hannes Müller sagt:

    Es gab verschiedene rechtliche Formen der Ehe, bevor die Kirche ca im 12. Jahrhundert auch da die Definitionshoheit an sich riss.

    • Peterhans Enrico sagt:

      Religionsbashing ist so 2009! Wir leben im Jahr 2013, entweder sie freunden sich damit an, oder sie wandern nach Saudi-Arabien aus! Dort bestimmt das 6. Jahrhundert nach Chr. den Tagesablauf! Ausseer sie sind reich, dann können sie tun und lassen was sie wollen!

    • Christian Roth sagt:

      Ja, die gab es. Alle von Männern gemacht. Meist lief es darauf hinaus, dass der Mann eine Ehe einseitig scheiden konnte und die Frau damit auf die Strasse setzte. Die Kirche hat die Definitionshoheit an sich gerissen, um die Frauen zu schützen. Und für die letzten Jahrhunderte sind die wirtschaftlich abhängigen Frauen so deutlich besser gefahren.
      Also Vorsicht: Es ist nicht alles so, wie es scheint.

  • Marco sagt:

    Wieder ein so unnötiger Beitrag. Wenn jemand heiraten will soll er oder sie. Wenn nicht ist es auch i.O….

  • Miranmao sagt:

    Mir fallen übrigens 1000 gute Gründe ein, nicht zu heiraten, nicht nur deren 8…

  • Chris Keller sagt:

    Hoi,
    Wer heiratet geht Pflichten ein u muss Verantwortung tragen wie bei jeder anderen Vereinbarung im Leben. Heiraten wird oft über-romantisiert. Zu viele haben die vorgekaute Vorstellung im Kopf es wäre ein Garant für Glück, gesellschaftlichen u moralischen Zusammenhalt, Familie usw.Die einflussreichen wirtschaftlichen u rechtliche Konsequenzen werden dabei oft komplett ausgeblendet. Spätestens ab der Scheidung beginnt aber dann das Gejammere nach Fairness, tja hast wohl das kleingedruckte nicht gelesen.
    Provokativ gesagt wäre das grosse Hochzeits-Fest der einzige Grund für mich zu heiraten

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Die ganze Diskussion ist eigentlich überflüssig, da der Bund schon seit einiger Zeit an einer Gesetzesänderung bastelt, die auch Väter im Konkubinat zu Unterhaltszahlungen an die Mutter verpflichtet. Wer jetzt aufschreit muss sich eines klar sein, der Staat macht sich die selben Gedanken wie der Scheidungsrichter, einer muss häufig bezahlen, entweder der Staat oder der Kindsvater. Sowohl der Staat als auch der Scheidungsrichter findet es besser, wenn der Kindsvater bezahlt.

    • Daniel Adler sagt:

      „da der Bund schon seit einiger Zeit an einer Gesetzesänderung bastelt, die auch Väter im Konkubinat zu Unterhaltszahlungen an die Mutter verpflichtet“. Haben Sie mir eine Fundstelle oder eine Quellenangabe für diese Aussage? Mir ist nicht bekannt, dass dies Gegenstand einer parlamentarischen Diskussion ist. Vielleicht vielmehr Wunschdenken Ihrerseits. Oder Vielleicht verwechseln Sie einfach die Unterhaltszahlungen an die Mutter für das Kind (Kindesunterhalt), der unabhängig vom Zivilstand der Eltern geschuldet ist, mit einem Unterhalt an den Ex-(Ehe)Partner?

      • Bernhard Maag sagt:

        Gemeint ist der sogenannte Betreuungsunterhalt. Art. 285 Abs. 2 VE-ZGB:“ Bei der Bemessung des Unterhaltsbeitrages sind auch die mit der Betreuung des Kindes durch die Eltern und Dritte verbundenen Kosten zu berücksichtigen.“

      • Daniel Adler sagt:

        @Maag: Beim vorgeschlagenenen Betreuungsunterhalt gemäss Art. 285 Abs. 2 VE-ZGB geht es um einen Unterhaltsanspruch des KINDES und nicht um einen Unterhaltsanspruch des Ex-Partners bei Auflösung des Konkubinats Im Gegenteil: Der nacheheliche Unterhalt des Ehegatten soll zugunsten des Kindesunterhalts abgeschwächt werden. Die Aussage von Jörg Hanspeter oben, dass “der Bund schon seit einiger Zeit an einer Gesetzesänderung bastelt, die auch Väter im Konkubinat zu Unterhaltszahlungen an die Mutter verpflichtet” ist schlicht falsch und entbehrt jeder Grundlage.

  • Reto Weber sagt:

    Ich finde die Heirat etwas schönes. Abgesehen von rechtlichen und finanziellen Argumenten, hat für mich die Heirat etwas ernsthaftes. Zu sagen, ich liebe dich oder wir ziehen zusammen, ist relativ einfach. Ein Eheversprechen abzugeben, ist schon eine grössere Hürde. Da überlegt man sich vieles. Es ist ein echter Tatbeweis eines Willens, sich beizustehen und für einander da zu sein. Es unterstreicht die Ernsthaftigkeit der gegenseitigen Zuneigung (auch gegen aussen) weit mehr als einfach im Konkubinat zu leben. Aber das ist eine subjektive Empfindung.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das ist nicht subjektiv, das ist so. Ehe ist eine wesentlich höhere Form als Konkubinat. Es geht eben nicht nur um Gefühle, es geht um Selbstverständnis, Sozialität und Verantwortung.
      Ich bin kein Romantiker, aber wirkliche Liebe beginnt bei Inmöglichnahme von Selbstaufgabe. Muss man nicht gleich tun, muss man nur für möglich halten.
      Die Heirat ist dann nur der Stempel darunter, für sich wertlos. Aber das Eingangstor für eine andere Qualität, die man mit herkömmlichen Mitteln nicht hat.

  • Carmen Alexandra sagt:

    Zu Punkt 5:
    Ich bin 22, ein Kind von seit 30 Jahren glücklich verheirateten Eltern und sehe trotzdem keinen Grund, zu heiraten. V.a. wegen Punkt 1.

    • katu sagt:

      Carmen! Alexandra! Ich bin 25 und Kind von geschiedenen Eltern – die nach 10 Jahren immer noch streiten:) und ich sehe es gleich wie du. Bin übrrascht, dass es Frauen wie dich gibt!

      Ausserdem: Eine Frau die in der heutigen Zeit den Mann nicht unter Druck setzt – mit dem Thema Heirat, hat bessere Chancen ein Lebenlang eine glückliche Beziehung zu führen! Danke GABRIELA BRAUN – es gibt noch mehr als nur 8 Punkte die gegen eine Heirat sprechen…

  • Ivo Gee sagt:

    Das es sich um eine Kolumne handelt, ist bestimmt keinem entgangen.
    Der Humor in diesem Beitrag von Gabriela Braun ist wohl den meisten Kommentarschreibern nicht aufgefallen.
    Ich jedenfalls amüsiere mich köstlich. Danke für die heiteren Momente 🙂

  • Hannes Müller sagt:

    Die Ehe ist ein Vertrag, und auch einer, der aufgelöst werden kann. Damit fallen die obgenannten Gründe gegen die Ehe weg (ausser dem mit der AHV). Ausserdem hat man im ExtremfLL (zB Partner im Koma) wenigstens noch die Möglichkeit zur Einflussnahme.

    • Hannes Müller sagt:

      Ups, dass er nicht will, habe ich glatt überlesen. (Fragt nicht weil traumatisiert = will nicht). Das ist natürlich ein Grund, nicht zu heiraten: Einer von beiden will nicht.

  • Flix Swiss sagt:

    Wir leben zusammen nur 43 Jahre. Nicht verheirated kein Grund zum scheiden. Ich bin 77 Jahre jung meine Gefaerhte 67 sind immer noch gluecklich mitein ander.

  • Markus Sennheiser sagt:

    Hab diese konversation kopiert, vieles davon ist schon heute real:

    Ich bin in einer Beziehung aber nicht verheiratet, Also immer für was neues zu haben. Und da meine alte bald ausgedient hat, solls wieder was jüngeres sein. Das Angebot ist da und nimmt eher zu als ab. Ja, aber wohin nun mit all diese ausgemusterte Frauen? Nicht mein problem, die wollten es so: Frauenpower, Karriere, sich nicht binden etc…Haben anscheinend die Rechnung ohne ihre jüngere Konkurrentinnen gemacht, nun sollen sie selber schauen wohin. Ja, hoffen wir nur dass dies uns nicht so viel, kostet, weisst ja..Steuern et

  • Hotel Papa sagt:

    „Mein Lebenspartner ziert sich schon seit Jahren, mich zu fragen, was ich ihm jedoch keine Sekunde verüble.“

    Warum zierst Du Dich?

  • dänu sagt:

    Ich denke dass es bei den meisten Menschen im Konkubinat Angst davor haben, diese Verantwortung zu übernehmen und eine Bindung einzugehen aus der man nicht einfach so rausgehen kann. Die vielen Geschichten die man heute hört nimmt natürlich auch die Zuversicht zur Ehe.
    Eine Ehe ist nicht einfach, das vergessen viele. Es ist nicht immer so wie man sich das vorstellt, sondern es benötigt Arbeit. So ziemlich alles was lohnenswert ist, benötigt Arbeit und kommt nicht von selbst.

  • Sonnenschein sagt:

    Ja möchte unbedingt noch hinzufügen dass wenn man sich nicht so sehr sicher ist oder besser formuliert ich finde es tödlich wenn man sich mit Trauschein keine grosse Mühe mehr geben muss man ist ja so quasi per Amt/Fackel aneinander gebunden, natürlich werden es jetzt einige abstreiten, aber so ist es nun mal man strengt sich immer wieder viel mehr an denn man weiss der andere kann jederzeit gehen.
    Kinder habe ich auch noch nie wirklich gewoll und möchte auch keine mehr dieses Gen fehlt mir vollkommmen.
    Meine Freiheit und Unabhänigkeit geht mir über alles mit all seinen Vor/Nachteilen.

  • Sonnenschein sagt:

    Also Ehrlich ich finde Heiraten so etwas von unwichtig (meinerseits),Liebe hängt von mir aus ganz sicher nicht vom Trauschein ab und was soll dieser Stress für einen Tag der für mich ganz sicher nicht der schönste Tag in meinem Leben sein soll und ja mit diesem Geld gehe ich mit meinem Partner tausendmal lieber länger in die Ferien.
    Wichtig ist nur dass wenn man zusammenlebt sich finanziell absichern tut so dass es dem Partner zugut kommt falls einer früher stribt ect.
    Ich finde es zudem sehr angenehm bei einigen Punkten auch noch Geld einzusparen ist doch suuuuuuuper!

  • Miranmao sagt:

    Heiraten – wozu? Für das kleine bisschen Körperwärme? Für das tägliche Gekeife einer Frau, die sich für „emanzipiert“ hält, in Tat und Wahrheit aber einfach nur grob und unfeminin ist? Damit ich als Ernährer und Sponsor fungieren kann, und wenn ich ihr dann zu langweilig werde oder sie das Gefühl hat, sie bräuchte jetzt so mir nichts dir nichts einen Anderen, dann nach der Scheidung auch noch weiterhin den finanziellen Unterstützer geben darf? – Wer sich als Mann wie eine Weihnachtsgans ausnehmen lassen will, soll das ruhig mit sich machen lassen – ich mache bei dem Spiel nicht mit.

    • think about sagt:

      Ich lese hier eher Wut und sehr negative Erfahrungen…äussere mich hierzu nicht weiter da es bei ihnen eh für die Katz „oder Gans“ ist…

    • pixel sagt:

      Liebe ist kein Spiel. Aber heiraten müssen Sie natürlich trotzdem nicht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es ist eben die Tragik in der Schweiz, dass eine auf Liebe beruhen sollte Beziehung wirtschaftlich interpretiert wird. Ich kenne keinen anderen Staat, in dem das so mittelalterlich zugeht. Da kann man als Mann nur weglaufen.
      Ehe und Familie sind etwas Schönes, das Schönste überhaupt. Deshalb muss es eine Schutzzone bleiben, die nicht als Versorgungswerk ausgenutzt wird.
      Wenn jemand am oder im Leben scheitert, muss die Gemeinschaft das regulieren, nicht der eventuale Ex- Partner. Eigenverantwortung macht schon Sinn, aber nicht immer und schon gar nicht so direkt und primitiv.

      • Sportpapi sagt:

        „Wenn jemand am oder im Leben scheitert, muss die Gemeinschaft das regulieren, nicht der eventuale Ex- Partner. Eigenverantwortung macht schon Sinn, aber nicht immer und schon gar nicht so direkt und primitiv.“ Wann und wie macht denn Eigenverantwortung Sinn, wenn nicht hier? Andererseits: Ganz am Schluss ist ja tatsächlich immder die Gemeinschaft, der Sozialstaat da. Aber je mehr der einspringen muss, desto mehr fordert er eben auch Mitsprache bei den ursprünglichen Entscheidungen. Und das schränkt dann die Freiheit aller drastisch ein!

      • Pixel sagt:

        Ich glaube sp, hier sollten Sie nochmals in die Tiefe lesen und nicht das interpretieren, was scheinbar auf de Hand zu liegen scheint. ML hat auch hier in der Sache Recht: Liebe muss nicht wirtschaftlich interpretiert werden. Kurz: ?
        Man muss nicht heiraten, um zu lieben. Andererseits darf man aber nicht bestraft werden, wenn man gerne diese Symbolik des Zueinandergehörens mit der Ehe unterstreichen möchte. Die Ehe macht hier in der CH nur dann Sinn, wenn eine wirtschaftliche Abhängigkeit vom einem zum anderen Partner gegeben ist. Das wird unterstützt. Und wieso wird man für mehr Steuern

      • Pixel sagt:

        Verdonnert wenn man diese Abhängigkeiten voneinander nicht hat und trotzdem diese Symbolik haben möchte? Oder auch einfach nur will, dass alle denselben Namen tragen? Für wen genau zahle ich in so einem Fall mit?

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Darauf habe ich aber nicht Bezug genommen. Sondern direkt diese Staatsgläubigkeit angeprangert. Dass es kein wirtschaftlicher Nachteil sein sollte, wenn zwei heiraten, da sind wir ja einig.

      • pixel sagt:

        Sp, ich meine eben, der Kreis schliesst sich, wenn man den ersten Teil berücksichtigt. Ich nehme hier jetzt Bezug zu Ihrem Zitat von MLs Aussage. Wenn die Ehen in die Brüche gehen, sind nicht Wenige (meist Frauen) auf Sozialhilfe angewiesen. Würde der Staat erst gar nicht solche Abhängigkeit fördern – um nicht zu sagen entstehen lassen – dann hätte die Gesellschaft auch nicht mitzutragen in einer Sache, die ja eigentlich so grossartig als Privatangelegenheit angepriesen wird.
        Aber egal, das ist alles sehr theoretisch und ich kann zwar diese Sichtweise einnehmen, aber anwenden tu ich sie nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Der Staat ermöglicht es mit Sozialhilfe, eine Ehe zu beenden, eine Familie aufzutrennen, auch wenn man es sich eigentlich gar nicht leisten kann. Ich finde das sehr grosszügig, sehr freiheitlich von der Gesellschaft. Konsequent selbstverantwortlich wäre anders. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die gleiche Gesellschaft auf der anderen Seite die Freiheit glücklicher Paare einschränken möchte, ihr Leben so zu organisieren, wie es ihnen passt. Und wie kommen Sie darauf, dass der Staat ausgerechnet das Einverdienermodell fördert? Ich erlebe das Gegenteil!

  • Barbara Federer sagt:

    Interessant – Aschenputtel! Meine Mutter heiratete meinen Vater 1963. Sie erzählte mal, dass sie einen Schock hatte, als der Standesbeante sagte, wer das Oberhaupt der Familie sei – der Mann… Sie hielt sich einfach nachher daran fest, dass er auch sagte: die Schlüsselgewalt obliegt der Frau. Ha! Sie sind übrigens immer noch verheiratet… Obwohl sie ein paar Male eigentlich (schon fast) davonlief.

    • Muttis Liebling sagt:

      Meine Schwester und ich haben meinen Vater gezwungen, für 2 Jahre auszuziehen, indem er eine internierte Zusatzausbildung gemacht hat. Als er wieder zurück kam hatte ich die Grundausbildung als Elitesoldat hinter mir und habe ihn verprügelt. Schonend, nur das es weh tut, keinen Schaden macht.
      Danach ging es, es gab keine Übergriffe mehr auf meine Mutter. Die hat mit ihm weiter ziemlich glücklich gelebt und hat richtig getrauert, als er starb. Ich habe mich 20 Jahre rausgehalten, auf meine Mama ist Verlass, die ruft schon, wenn sie mich braucht.

    • pixel sagt:

      Und wieso ist sie noch verheiratet? Weil sie vorhersah, dass sie den Schlüssel abgeben muss und sich gleichzeitig nicht eine eigene Wohnung leisten kann? Weil sie Jahrzehnte nicht mehr berufstätig war und sich komplett in die Abhängigkeit begab? Ich schweiss auf unseren Wohnungsschlüssel. Ich hab lieber noch dazu meinen eigenen Autoschlüssel in der Hand.

  • Guido Singenberger sagt:

    Guten Tag Frau Gabriela Braun. Es gibt nur 1 Grund zu heiraten. Weil man sich liebt.

    • Daniel Adler sagt:

      Rund die Hälfte der in der Schweiz geschlossenen Ehen sind binational und die Motive sind oft ausländerrechtlich motiviert (nicht zu verwechseln mit illegalen Scheinehen). Für eine Heirat spricht auch, wenn eine Person (meistens die Frau) finanziell abgesichert und versorgt werden „muss“. Da Frauen (bewusst oder unbewusst) öfter ihren Partner aus dem oberen Teil der Nahrungskette auswählen (Bildung, Einkommen, Status, Körperbau) und sich mehrheitlich um die Kinder kümmern (klassische Rollenverteilung), erscheint für jede Frau in dieser Situation die Ehe als sinnvoll, für den Mann eher nicht.

    • pixel sagt:

      Das ist ein Grund das Leben miteinander zu teilen. Nicht die Papiere.

  • Barbara Federer sagt:

    Letzte Woche zehn Gründe zu heiraten, heute acht Gründe nicht zu heiraten. Also: Dann ist jetzt doch Heiraten angesagt!?

    • Hotel Papa sagt:

      Hm. Das Wort „gewichten“ ist Dir ein Begriff?

    • Muttis Liebling sagt:

      Ja sicher, wer nie geheiratet hat, dem fehlt etwas in der Biographie. Verheiratet sein, Familie zu haben ist das emotional Erfüllenste. Schöner geht nicht.
      Wenn denn aber so ein mittelalterliches Familienrecht wie in CH da aus niedrigsten Beweggründen reinreguliert, dann verstehe ich die Verweigerer. Hier würde ich nie heiraten, weil ich nie und niemals Verantwortung für eine Partnerin haben will, ich erwarte vollständige Gleichberechtigung, eine Frau die so stark ist, wie ich. Kein Aschenputtel, wie es das CH Familienrecht thematisiert.

      • Reto B. sagt:

        Sie dürfen mich gerne widerlegen, aber wenn in einer Ehe beide exakt gleich viel liefern, dann sind sie scheidungstechnisch auch gleichberechtigt, oder nicht? Problematisch ist vielmehr, wenn einer Geld verdient und einer zuhause ist.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich würde nie mit einer Frau zusammen leben, die die Hausfrauennummer macht. Insofern hat die Frage sich erledigt. Ich bin für gleiche Rechte und gleiche Pflichten in der Beziehung, die man dann aushandeln muss.
        Kinder sind kein Grund, nicht am öffentlichen Wertschöpfungsprozess teilzunehmen. Für Kinderbetreuung ist der Staat zuständig, nicht die Familie. Das ist eine Errungenschaft der Aufklärung, welche sich in CH noch nicht richtig rumgesprochen hat.

      • pixel sagt:

        absolut bei Ihnen ML. Solange der Staat das Modell „Frau bleibt zu Hause, Mann verdient“ belohnt, kann man sich den Mund fusselig reden zum Thema Gleichberechtigung. Wir sind genau aus diesem Grund nicht verheiratet. Wieso soll ich dem Staat auch noch 5000-7000 CHF pro Jahr abdrücken, damit ich arbeiten geh? Ich lass mich doch dafür nicht bestrafen.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Sie sind also einverstanden mit: „Für Kinderbetreuung ist der Staat zuständig, nicht die Familie.“ Recht haben Sie allerdings mit der Meinung, die ich verstanden habe. Dass die „Heiratsstrafe“ endlich abgeschafft werden sollte. Weshalb sollten wir mehr Steuern zahlen als beispielsweise Sie, nur weil wir verheiratet sind?

      • Pixel sagt:

        Sp, man kann heiraten weil man zb die Frau, die nicht arbeitet, schützen möchte mit dieser vertraglichen Regelung. Somit ist das ja in Ordnung. Zahlen Sie (oder andere Paare in dieser Konstellation) dann drauf? Eher nicht. Und ja, ich teile im Grundgedanken auch ML’s Meinung. Der Grundgedanke sagt nichts anderes aus, als dass es im (ökonomoschen, nicht regulatorischen) Interesse des Staates sein muss, Nachwuchs i.S. der Population zu fördern während gleichermassen gewährleistet wird, dass gleichberechtigt jeder im Lande für eben dessen Wirtschaftswohl und auch Wachstum sorgt.

      • Pixel sagt:

        Während Sie die Meinung vertreten, dass es toll ist, wenn die Frau die Wahl darüber hat arbeiten zu gehen oder nicht, finde ich eben – obschon ich verstehe was Sie meinen – gleichzeitig vernachlässigt Sie im volkswirtschaftlichen Sinne ihre Pflichten. Oder anders: es ist legitim, eine Perspektive die sich an ein volkswirtschaftliches Modell anlehnt, einzunehmen. und nochmals: Mir als Person und Individuum ist das tatsächlich wurst ob die Frauen arbeiten gehen wollen oder nicht. Ich werte nicht die Person.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Es ist irgendwie schon seltsam, dass die „Befreiung“ der Frau offenbar nur gelingen kann, wenn sie nun neuen Zwängen zu gehorchen hat. Volkswirtschaftliche Pflichten? So etwas gibt es nicht. Oder wer sollte diese Pflichten formulieren? Und vielleicht könnte es ja sein, dass dass jemand auch etwas für die Gesellschaft leistet, ohne dass dies an seinen Steuerzahlen ablesbar ist?

      • pixel sagt:

        Sp, richtig, Ihrem letzten Satz stimme ich zu. Obschon das mit grosser Wahrscheinlichkeit die Minderheit derer ist, die zu Hause bleiben. Den ersten Teil verstehe ich nicht. Oder Sie haben mich nicht verstanden.

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ Das Problem in CH ist die vollständige Kommerzialisierung. Man meint alles über Geschäftsprozesse lösen zu können.Ist aber nicht.

  • Looser sagt:

    Was ist, wenn man als Mann nach 15 Jahren Ehe vor die Tatsache gestellt wird, dass die Ehefrau ein neues Leben möchte, nachdem Ihr Mann den Job verloren hat und gleichzeitig eine Krebsdiagnose erhalten hat? Wie in guten so auch in schlechten Zeiten für die Frau keine Bedeutung mehr hat? Von der Polizei aus der eigenen Liegenschaft mit Lügen von einem Tag auf den anderen auf die Strasse geworfen worden ist? Über Anwälte erfahren muss, dass Mann ein Managersalär über CHF 200’000 nach Hause zu tragen hat, dass es der so armen Frau weiterhin gut geht ? Wo bleit die Fairness? Wer kann mir helfen?

    • Neni sagt:

      Ihre Geschichte ist schrecklich. Ich wünsche ihnen mentale kraft und Ausdauer und viel viel Gesundheit!!!

      • Looser sagt:

        aber leider war!!!!! Danke für Ihre Wünsche!!!!!!

      • Eni sagt:

        Suchen Sie schnellstmöglich eine Männerberatungstelle auf, die sind kostenlos und können Ihnen weiterhelfen bez Anwaltssuche (bei geringem Einkommen wird dieser vom Staat bezahlt) und reichen Sie eine Klage wegen Verleumdung ein. Ausserdem muss ein Gericht auch auf Ihren Gesundheitszustand Rücksicht nehmen.

      • Eni sagt:

        Wünche Ihnen ebenfalls viel Gesundheit, Kraft und Mut.

      • Und noch was, bitte ändern sie ihren NICK-NAMEN….Looser passt ganz und gar nicht, ich Rate zu KÄMPFER, weil grundsätzlich ist das leben sehr schön, hat man die Lebens Schläge mal verdaut und ausgestoßen!!

      • Frank Baum sagt:

        Leider wird in der Schweiz kein gericht Ihre Anliegen gerecht würdigen. Dem steht unser Eherecht im Wege, das einsitig zu Gundsten der Frau ausgelegt ist. Das gehört korrigiert. Leider wird das nicht geschehen, egal wie viele ein ähnliches Schicksal erleben wie Sie das hier erzählen. Das ist auch schnell erklärt: Sie haben leider weder eine Lobby noch eine Anlaufstelle. Unsere Regierung lässt es sich Millionen kosten, um „Frauenbeauftragte“ und ähnliches zu finanzieren. Für Leute wie Sie haben die Linken nur ein müdes Lächeln übrig. Traurig aber das ist die Heuchelei der Linken.

  • Miranmao sagt:

    Einem Mann, der in der heutigen Zeit, in welcher die Gesetze beim Scheitern der Ehe hauptsächlich zu Gunsten der Frau sprechen und den Mann unter Umständen finanziell am Existenzminimum weitervegetieren lassen, ist einfach nicht mehr zu helfen. Haben wir der Frauenemanzipation zu verdanken, dass dies so ist und viele Männer einfach keine Lust mehr haben, sich dem Heiratsrisiko auszusetzen.

  • Gerhard Engler sagt:

    1. :Auch ein verheiratetes Paar kann sich jederzeit trennen und jahrlang ohne Scheidung getrennt leben.
    2.: Ehen werdenin der Schweiz standesamtlich geschlossen. Die kirchliche Trauung ist rechtlich bedeutungslos.
    3. : Kinder sind das wichtigste Argument für eine Ehe. Keine Kinder sind kein Argument gegen eine Ehe.
    4. + 5.: Für Kinder ist Scheidung eine Katastrophe, aber es wäre genauso eine Katastrophe, wenn sich die unverheirateten Eltern trennen.
    6. Der Vorteil der Ehe ist, dass man keinen Vertrag ausarbeiten muss
    7.+8.: die einzigen wirklichen Gründe gegen die Ehe

    • Hotel Papa sagt:

      „Der Vorteil der Ehe ist, dass man keinen Vertrag ausarbeiten muss“

      Sondern einen eingeht, den keinE AlleinverdieneR bei Verstand unterschreiben würde.

  • Jan Holler sagt:

    Auch ein Verheirateter kann sagen, er sei verheiratet, weil er den Partner liebt. Kinder sind auch schon von jedem da (3). Verheiratet war einer auch schon einmal. Punkt 6 (Konkubinatsvertrag) widerspricht Punkt 1 (Freiwilligkeit). Kann mich den Eindruckes nicht erwehren, dass es den beiden in erster Linie ums Geld geht, dass darum die Punkte 7 (Steuern) und 8 (AHV) in dieser Liste an erster Stelle stehen sollten.

  • Jan Holler sagt:

    Kann mich den Eindruckes nicht erwehren, dass es den beiden in erster Linie ums Geld geht, dass darum die Punkte 7 (Steuern) und 8 (AHV) in dieser Liste an erster Stelle stehen sollten. Der Rest soll wohl davon ablenken. Punkt 6 (Konkubinatsvertrag) widerspricht Punkt 1 (Freiwilligkeit). Zudem kann auch ein Verheirateter sagen, er sei verheiratet, weil er den Partner liebt. Kinder sind auch schon von jedem da (3). Verheiratet war einer auch schon einmal.
    Also was soll diese Aufzählung?

    • Gabriela Braun sagt:

      Lieber Herr Holler, mein Lebenspartner und ich haben noch nie den Taschenrechner gezückt um auszurechnen, wieviel Geld wir allenfalls sparen, weil wir im Konkubinat zusammenleben. Die Aufzählung stimmt für mich durchaus in der Reihenfolge: Die wichtigsten Punkte kommen zuerst, die unwichtigen zuletzt.

      • Jan Holler sagt:

        Beim ersten Punkt sehe ich kein Argument gegen das Heiraten. Mann kann durchaus auch aus Liebe heiraten. Der zweite Punkt spricht auch nicht gegen das Heiraten. Den dritten Punkt haben Sie nicht nötig, Kinder sind schon da. Der vierte Punkt ist keine Begründung gegen das Heiraten. Der fünfte ebenso nicht, für Kinder ist auch die Trennung eines (Konkubinats)paares schlimm. Der sechste ist Heiraten light (ausserdem ist man auch ohne Konkubinatsvertrag unterhaltspflichtig).
        Also bleiben nur Punkt 7 und 8 als wirkliche Punkte übrig, die gegen das Heiraten sprechen.

    • mia sagt:

      @Leserin: Doch, doch, auch Sie wollen das., ausser, Sie sind schon 85 oder niemand will sich mit Ihnen einlassen.. Wie sagte doch einst der Fuchs in der Fabel:, als ihm die Trauben zu hoch hingen und er sie nicht erreichen konnte? „Ach“ sagte er „sie sind ja doch zu sauer“.

  • Anh Toan sagt:

    Ich finde an diesem interssant, dass dem Partner nicht „verübelt“ wird, dass er sich ziert zu fragen.

    Da meine ich rauslesen zu können, dass Sie schon „Ja“ sagen würden, wenn er sich entschliessen könnte?

    • Gabriela Braun sagt:

      Nun ja. die Chance dafür liegt bei 50 Prozent. Nicht umsonst steht die Freiwilligkeit und eigene Unabhängigkeit an erster Stelle der Liste…

    • mia sagt:

      @Anh Toan: Jede Frau möchte den Mann, den sie liebt, heiraten – ganz bestimmt und auch heute noch. Ich bin allerdings nicht ganz sicher, ob es heute denn tatsächlich noch LIEBES-Paare im eigentlichen Sinn so oft noch gibt, oder nur noch Interessengemeinschaften, wo die Frau lediglich auf einen Erzeuger für ihr/e Kind/er aus ist, um irgendwelchen gesellschaftlichen Normen zu entsprechen und zu zeigen, dass sie’s „auch kann“ bzw. der Mann ebenfalls nur eine Mutter für seine Lendenfrüchte sucht, weil es ihn unaufhaltsam drängt, seine einzigartigen, unvergleichlichen Gene weiterzuvererben.

      • urs müller sagt:

        meine rede… es geht bergab, deshalb gehts so leicht… die ehe war und ist noch immer eine institution, die dem sozialen halt gibt. auch wenn sie selber nichts garantiert, so ist sie doch etwas, das die menschen aneinander zu binden sucht.
        und kommt mir nun nicht mit: „was ist mit den unglücklichen ehen?“ tja, die gibts leider auch, deshalb kann man sich scheiden – am besten natürlich erst nach 2 jahren trennung… diese ständige multioptionsgesellschaft (frauen wie männer) wird eines tages unser untergang sein…

      • Leserin sagt:

        Mia, wie kommen Sie dazu, zu behaupten, JEDE Frau wolle das, was Sie wollen? Ich bin eine Frau und will das nicht, Ihre Aussage ist somit widerlegt.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Gabriela Braun:
    denken Sie wirklich Punkt 5 ist ein tragfähiges Argument?
    Und Kinder die trennende Konkubinatseltern erleben würden dies als weniger schlimm erachten,
    weil die Eltern, ob nun eigene oder bloss der Konkubinatspartner, nicht „verheiratet“ sind?
    Und für Sie selber wäre eine Trennung auch nur halb so dramatisch
    weil der ganze Scheidungspapierkrieg entfällt?

    Wie eine Trennung erlebt wird-
    ob aus Ehe oder Konkubinat
    hat doch mit den Mitwirkenden
    und nicht mit vorhandenen Papieren zu tun!!!

    • Gabriela Braun sagt:

      Liebe Frau Steiner, die Trennung und Scheidung der Eltern ist eine prägende Erfahrung. Das Erlebte kann durchaus ein Grund gegen die Ehe sein. Doch eine Trennung für das Paar sowie die Kinder ist immer schmerzhaft – unabhängig davon, ob das Paar verheiratet war oder nicht. Da gebe ich Ihnen Recht.

  • Tamara sagt:

    Viel wichtiger als Heirats-Frage ist doch die Frage, ob man gemeinsam Kinder haben will oder nicht. Eine Trennung von nicht verheirateten Eltern ist genauso schlimm wie eine Scheidung. Dasselbe gilt übrigens auch bei einer Patchworkfamilie…Die Mutigen (oder auch verrückten;)) sind für mich diejenigen, die gemeinsame kinder haben oder in einer Patchworkfamilie leben.

  • esmeralda sagt:

    Wir haben uns vor x Jahren die Fragen gestellt, welche Vorteile eine Heitrat mit sich bringt, was ein Weiterführen des Konkubinates für die Zukunft bedeutet etc. Nach gründlicher Abwägung haben wir uns entschlossen zu heiraten.
    In den x Jahren, die nun vergangen sind, wurden für Konkubinatspaare die Nachteile einen um den anderen abgeschafft. Nur noch ganz wenig spricht für das Heiraten. Heute fiele die Entscheidung sicher anders aus. Aber irgendwie fühle ich doch ein bisschen verar…, da die Nachteile des Heiratens – die Steuern, die AHV – noch nicht behoben.

  • Muttis Liebling sagt:

    Man heiratet, um 2 Familien verschmelzen zu lassen, Vermögen, Land, sozialen, politischen Einfluss zusammenzulegen. Wenn 2 Bauern benachbarte Felder hatten, sollten deren Kinder heiraten, denn ein grosses Feld bewirtschaftet sich leichter.
    Gefühle hingegen sind kein Grund für eine Ehe, die kann man auch so leben und gewöhnlich finden die auch einmal ein Ende.
    Die Liebesheirat ist ein Denkmodell der Moderne, gibt es für das breite Volk etwa seit 1870. Die lebenslange Ehe hatte bei einer Lebenserwartung von < 40 Jahren Sinn, heute nicht mehr. Wer es allerdings schafft, dem darf man gratulieren.

  • cyan jaeger sagt:

    Ehe ist ein überholtes Relikt aus einer verromantisierten Zeit der Renaissance – das Konstrukt Ehe dient nur als juristischer Rahmenvertrag, der während der Laufzeit diverse Nachteile für die Beteiligten bringt und seine volle Wirkung erst beim Scheitern der Ehe erzielt. Wobei die Gerechtigkeit dann meist auf der Strecke bleibt – die Ehe als vom Staat unterstützte Institution sollte schnellstmöglich abgeschafft werden oder aber das Gesetz muss so geändert werden, dass sämtlichen Nachteile die aus der Ehe entstehen, ausgemerzt werden.

    • Jan sagt:

      Ihre Aussage ist unreflektiert. Die Ehe dient in erster Linie dem Schutz der Familie. Diese ist die Basis unserer Gesellschaft und Zukunft.

      • Hotel Papa sagt:

        Dieser Schutz ist schon lange aufgegeben worden. Der Staat hat sich hier klammheimlich aus der Verantwortung gezogen.

      • Somara sagt:

        Dieser Schutz war und ist absurd – denn es wurde immer nur nur die Ehe geschützt, nicht aber die Familie. Ehe hat viel mit Moral und wenig mit Familie zu tun, denn nichteheliche Kinder fielen durch alle Raster – also ob nichteheliche Kinder nicht auch in Familien leben würden.

        Wenn überhaupt, dann ist die Familie zu schützen und Familie ist, wo Kinder leben und es spielt keine Rolle, wie viele Erwachsene welches Geschlechts und welchen Zivilstands auch immer für die Kinder verantwortlich sind.

  • Alexa sagt:

    Hört doch auf mit diesem Hickhack. Die Heirats- und auch Geschlechterkampf- Geschichte nervt nur noch. Die die Heiraten sind ok und die die es nicht tun auch. Muss doch jede (r) selber wissen. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Lebensform sind bekannt. Es gibt kein besser oder schlechter da für jeden die Wichtigkeiten im Leben anders sind.

    • gabi sagt:

      Rchtig.

      Merci.

      • Haha sagt:

        Danke Alexa. Ich staune immer wieder, wie viele offensichtlich frustrierte Menschen es zu diesem Thema gibt.

      • gabi sagt:

        Jep.

        Wo´s ja nun wirklich um etwas geht, was man entweder tun oder dann halt lassen kann.

        Und bei dem man – in unserer Demokratie – sogar noch mit beeinflussen könnte, wie der gesetzliche Rahmen künftig gesteckt wird.

        Wahrscheinlich sind viele einfach froh, sie müssen sich nicht mit Ernsterem befassen (oder fliehen dem so bewusst).

    • Daniel Küttel sagt:

      Like Button such!!! Na ja, dann eben so: Ich stimme Ihnen 100% zu Alexa. Schönen Tag

    • think about sagt:

      Genau… niemand hat mich gefragt ob ich geboren werden möchte… also schreibt mir auch nicht vor wie ich zu leben habe 🙂 Jeder soll entscheiden….. Ich verstehe jedoch den Einen oder Anderen Pessimisten (Optimist mit Erfahrung) hier im Blog. Aber Allgemeingültigkeit hat dies kaum.

  • Dominique sagt:

    Ich möchte von niemandem abhängig sein. Eine Heirat begrenzt romantische Interaktionen auf ein einziges Individuum, ein Umstand der eine extreme Monotonie bedeutet.

    • Ka sagt:

      so kurzsichtig gedacht. Der Mensch ist doch so komplex, vielseitig und wandelbar. Mein Partner überrascht mich immer wieder, auch nach 20 Jahren. Man glaubt sich zu kennen, aber in unterschiedlichen Situationen kommen dann auch immer wieder andere Seiten zum Vorschau. Man muss halt offen und neugierig sein, so entdeckt man sich immer wieder aufs neue! Das ist überhaupt nicht monoton!!

  • plop sagt:

    Zu Punkt 5: Auch unverheiratete Paare mit Kindern können sich trennen und denselben Scherbenhaufen hinterlassen… Dieser Punkt gilt so eigentlich nicht, wird aber häufig aufgeführt.

  • Andreas Meili sagt:

    Da fragt man sich als Verheirateter dann, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um den Staat bei der AHV am besten abzuzocken und die verheirateten die Zeche bezahlen zu lassen?
    Da sollte endlich etwas geschehen, dass diese Ungleichbehandlung aufhört und der Egoismus ein wenig eingeschränkt wird.

    • Tom Lips sagt:

      Als Unternehmer habe ich 45 Jahre grosse AHV Beiträge einbezahlt, als Arbeitgeber zu stattlichen AHV Beiträgen einen Teil beigetragen. Nun bin ich verwitwet in Pension und will mit meiner ebenfalls lebenslang AHV zahlenden Partnerin ohne Ehe zusammen leben. Dies nicht wegen der AHV, aber die Einzel-Rente als Witwer steht mir zu. Von Egoismus und Abzocke sollte man nicht so leichtfertig schreiben, scheint mir. Ich war 37 Jahre glücklich verheiratet und sehe nicht ein warum meine AHV-Versicherung die vertraglichen Leistungen in meiner neuen Situation nicht zahlen soll.

  • Florian Steiger sagt:

    Punkt 8 gilt nicht, bis das gros der Generation die jetzt ins heirats’fähige‘ Alter kommt die AHV erhalten wird (wenn es die dann noch gibt) ist dieses Problem hoffentlich schon lange behoben!

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Das dargestellte Beispiel ist jetzt nicht gerade gut gewählt für Diskussion über heiraten Ja oder Nein. Beide waren schon mal verheiratet, beidehaben schon Kinder, weitere Kinder will man nicht, wieso sollte man heiraten? Spannedn wäre auch, wieviel der Ex-Mann bezahlt, wäre vielleicht auch ein Grund?

    • Gabriela Braun sagt:

      Ich war nicht verheiratet. Ich war von Beginn weg alleinerziehend und für das gemeinsame Kind erhalte ich einen Minimalbetrag.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Dann Hut ab, gibt es sie doch, die emanzipierte Frau, die in der Lage ist, sich selber durchs Leben zu schlagen? Allerdings hätte offenbar eine Heirat mit Vater des Kindes vermutlich finanziell auch nichts gebracht, da er ja jetzt für das Kind nur einen Minimalbetrag bezahlt. Eine Heirat mit dem neuen Partner ohne zusätzliches Kind würde dann auch nich allzuviel bringen, finanziell gesehen, bei einer Trennung. Also, grundsätzlich bleibe ich dabei, ein schlechtes Beispiel.

      • Somara sagt:

        Jörg Hanspeter: Natürlich gibt es diese Frauen – sie sind gar nicht selten. Sämtliche Scheidungsväter meiner Umgebung zahlen relativ moderat Unterhalt an die Kinder und absolut nichts an die Frauen.
        Wer nach dem traditionellen Familienmodell lebt, bei dem die Frau jahrelang daheim ist, damit die Kinder nicht in die Krippe müssen, darf sich nicht wundern, wenn der Mann bei einer Scheidung Unsummen auch für den Unterhalt der Frau zahlen muss – deshalb Männer: sorgt dafür, dass eure Frauen arbeiten gehen, dann müsst ihr nach einer Scheidung auch nichts zahlen!

      • Hotel Papa sagt:

        Korrekt Somara. Bloss dürfte dieses Argument, in dieser Form im Vorfeld gemacht, das Thema in vielen Fällen ziemlich schnell beerdigen.

      • Franz Pfister sagt:

        @Somara:
        „Sorgt dafür, dass…“
        Da muss ich jetzt aber schon ein wenig lachen, bzw. heulen! Wie soll Mann denn „dafür sorgen dass Frau arbeiten geht “ wenn sie das nicht will? Die rechtliche Handhabe diesbezüglich ist inexistent.
        Das einzige was Mann tun kann, ist ohne Rücksprache den Job zu künden (zu reduzieren) und zu Hause anmelden, dass Mann künftig 50% der Kinderbetreuung und des Haushalts übernimmt und Frau dafür 50% arbeiten gehen soll, und zwar auf einem Job der auch etwas einbringt. Ob Frau das mitmacht oder gleich die Scheidung einreicht?

      • Leserin sagt:

        @Hotel Papa und Franz: Seid ihr denn zwangsverheiratet worden mit einer Frau, die sich geweigert hat, arbeiten zu gehen? Wohl nicht, eher habt ihr sie ausgewählt und diesem Modell somit zugestimmt. Für viele Männer ist es selbstverständlich, dass die Frau daheim ihren Haushalt besorgt und ihnen rund um die Uhr als Bedienstete zur Verfügung steht. Dass dies im Falle einer Trennung nun einmal negative Konsequenzen hat, realisieren sie erst im Nachhinein – und beschweren sich dann umso lauter.

      • Franz Pfister sagt:

        @Leserin: Hierzu das mögliche Zitat von Frau:
        „Jetzt wo das Kind da ist und ich diesen süssen Wonneproppen habe, möchte ich doch nicht mehr so schnell arbeiten gehen wie geplant, und wenn dann irgendwann mal, dann allerhöchstens mit einer 40% Anstellung.“
        Ich beklage die 100% Versorgerlast auf meinen Schulter nicht, aber das immer ausgeblendet wird, dass ich vor dem Gesetz auch noch 100% auf den guten Willen meiner Frau angewiesen bin und sie mich ausnehmen könnte wenn sie wollte, nervt gewaltig. Ich beschrieb hier meine einzige Möglichkeit dies zu ändern. GleichbeRECHTigung ist anders.

      • Hotel Papa sagt:

        Nö. Meine hat immer ca. 80% gearbeitet. Selbständig in einem Beruf, der nicht viel mehr als einen Zustupf abwarf. War schön für die Kinder, so die Arbeitswelt kennenzulernen. Für mich im Nachhinein eine Katastrophe; unsere Altersvorsorge war nicht für Scheidung konzipiert.

        Hindsight is 20/20.

        Aber jetzt mal ernsthaft: Dieses Thema in die Eheplanung einzubringen ist etwa ähnlich erfolgversprechend, wie einen Ehevertrag vorzuschlagen: Dürfte in einem grossen Prozentsatz der Fälle für sie ein Dealbreaker sein.

      • Franz Pfister sagt:

        Ausserdem: Ich habe keine Bedienstete, ich habe eine – meine – Frau! Ich arbeite zwischen 45 und 50 Stunden die Woche und mache übrigens auch noch Wäsche und einen Teil der Putzarbeit. Auch die Kinder kommen bei mir nach dem Job an erster Stelle, nur habe ich nunmal nicht so viel Zeit für diese wie meine Frau (dafür steht etwas zu Essen auf dem Tisch!). Dies alles wäre dem Richter egal wenn sie eines Tages nicht mehr wollte. Wertschätzung? Seitens meiner Frau ja (ohne Garantie), vonseiten Gesetz? Fehlanzeige (mit Garantie).

  • Walter Gull sagt:

    Der Artikel zeigt, dass die Parlamente in der Pflicht sind, aus Gerechtigkeitsgründen die „HEIRATSSTRAFE“ endlich abzuschaffen. Für den Staat wären auch dann verheiratete Paare günstiger (z.B. krisensicherer) als Konkubinate. Das Thema ist schon seit mehr als einer Generation aktuell, gehandelt wird immer noch nicht! Es darf schlicht nicht sein, dass, wer heiratet, der „Dumme“ ist, auch wenn die Ehe gelingt. Eine freiheitliche rasch realisierbare Lösung ist eine periodische die Wahlfreiheit.

  • Daniel Stanislaus Martel sagt:

    Heirate oder heirate nicht, du wirst es in jedem Falle bereuen.
    Sokrates

  • Nina sagt:

    @Monika: Die Aussage mit den Eltern ist falsch. Wenn Kinder da sind, fällt die Erb- und Pflichtteilsberechtigung der Eltern weg. Die Begünstigung in der Lebensversicherung könnte also nur von den Kindern angefochten werden und das auch nur wenn der Rückkaufwert 1/4 der gesamten Teilungsmasse übersteigt..

  • Lukas Christen sagt:

    Viele jungen Menschen kennen den Unterschied nicht.
    Sie meinen: wenn man verheiratet ist führe man auch eine Ehe.
    Das ist jedoch nicht dasselbe.
    Vom Kehlkopf an aufwärts gibt es vorübergehend (bis sich die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse wieder massiv verschlechtern und man einander wieder „braucht“) kaum Gründe zu heiraten.
    Unterhalb der Gürtellinie gibt es ebenfalls keine (guten) Gründe.
    Eine Ehe ist eine Herzenssache!
    Darüber zu depattieren und argumentieren ist buchstäblich „sinnlos“…

    • Reto Stadelman sagt:

      Die Ehe hat nichts mit Liebe oder der Kirche zu tun, sie ist in unseren modernen Zeiten schlicht eine juristische Angelegenheit die das Zusammenleben nachweislich besser und einfacher regelt als dies ein Konkubinat tut. Punkt. Von daher sind auch gerade zwei gute Gründe gegen die Ehe erwähnt worden.
      7. Steuervorteile und Vergünstigungen
      8. Mehr Geld im Alter
      Zwei Dinge die sich hoffentlich schon bald ändern. Das Herzensargument ist ausgelutscht, genau so wie das Scheidungskindargument. Ich habe einen anderen Verdacht warum heute nicht mehr geheiratet wird. Es ist „cool“ nicht zu heiraten…

    • Heinz sagt:

      Meine Ehe war eine Herzensangelegenheit. Meine Frau und ich waren uns absolut bewusst, dass eine Ehe ohne Kinder von der finanziellen Seite her kompletter Blödsinn ist. Was aber auch wieder klar aufzeigt, dass hier endlich gehandelt werden sollte. Trotzdem käme es mir nicht in den Sinn mich deshalb von meiner Frau scheiden zu lassen und danach in einem Konkubinat mit ihr zu leben.

      Klingt sehr old school und ist es wahrscheinlich auch.. aber ich liebe meine Frau und geniesse es ihr Ehemann sein zu dürfen!

      • irina sagt:

        @Heinz: Genauso geht es mir auch. Ich liebe meinen Mann auch nach 40 Ehejahren noch sehr. Mir scheint überhaupt, dass es heute nur noch darum geht, was finanziell gesehen am vorteilhaftesten ist. Ausserdem sind viele junge Leute schon deshalb oft desillusioniet, weil sie die Scheidungen ihrer Eltern miterleben und durchleiden mussten.

      • Hannes Müller sagt:

        Völlig uncool 😉

      • Hotel Papa sagt:

        Schön irina. Aber das Finanzielle ist das, was dir bleibt, wenn du vor dem Scherbenhaufen stehst. Und ein Versicherung gegen den gibts nicht.

  • Giachino Thomas sagt:

    tja, wir werden nächsten monat heiraten und freuen uns schon sehr darauf… nichts für ungut, aber meiner meinung nach haben manche lieber den „fünfer“ im sack als richtige „eier“ in der hose 😉

  • Kurt Weber sagt:

    Solange sie und er mit gemeinsamen Kindern zusammenleben, spricht wenig gegen eine Ehe. Sind die Kinder mal selbständig, kann aus finanziellen Gründen immer noch geschieden und ins Konkubinat gewechselt werden.

    • Francesca sagt:

      Diese Lösung ist nicht gut, denn dann beerben Sie sich nicht mehr! Sie müssen die reduzierte AHV gegen das Erbe abwägen. Und währen der Berufstätigkeit zahlen Sie mehr Steuern. Wenn schon, dann aufs Alter hin heiraten – vorausgesetzt immer, beide sind finanziell eigenständig.

  • Frank Baum sagt:

    Der springende Punkt ist doch, dass dieses Paar keine gemeinsame Kinder haben will. Ohne Kinder spielt die Ehe wirklich keine grosse Rolle mehr. Interessant ist auch, dass er nicht mehr heiraten will, nachdem er schon einmal eine Scheidung durchstehen musste. Das sagt eigentlich schon alles über unser Eherecht aus.

    • barbara sagt:

      Wenn die beiden keine gemeinsamen Kinder haben, wird die Trennung für den Mann nicht wirklich ein Nachteil sein. Eine Trennung nach langjähriger Partnerschaft ist mit oder ohne Trauschein doch immer schmerzhaft. Ich habe dieses Jahr geheiratet nach 10 jähriger Beziehung. Wir sind beide über 50J. und wollen keine gemeinsamen Kinder. Wir sind beide geschieden. Nichtsdestotroz: wir wollten heiraten, damit wir nicht alles via Anwalt und Verträge regeln müssen. Und weil wir die Verbindlichkeit mögen. Heute will sich kaum mehr jemand festlegen, alles wird kurzfristig per SMS noch entschieden.

      • Frank Baum sagt:

        Man sollte meinen, dass eine Scheidung für den Mann nicht wirklich ein Nachteil ist, wenn keine eigenen Kinder im Spiel sind. Das stimmt so leider auch nicht: im schweizer eherecht wird trotzdem Alimente geschuldet. Wir kennen da keine Grenzen. Eine Bekannte liess sich ohne gemeinsame Kinder scheiden. Sie hat eine Vereinbarung aufgesetz, in der sie keine Alimente forderte und wurde dann vom Gericht daran erinnert, dass sie hier eigentlich Anspruch auf Alimente hat und den doch bitte einbauen soll. So läuft das bei uns.

  • Michi sagt:

    Das sind nicht 8 Gründe, nicht zu heiraten, sondern 8 Gründe seinen Egoismus auszuleben…reduziert auf Geld und Konsum!

    • Yvonne sagt:

      Was hat den bitte schön Konkubinat mit Egoismus zu tun?

      • Masi sagt:

        Wahrscheinlich ist es weniger der Egoismus; mehr die Angst vor Verpflichtungen oder davor, nicht so einfach/günstig aus der „Sache“ herauszukommen.
        Es soll jedes Paar für sich entscheiden, in welcher Form es zusammenleben will. Niemand kann einem eine Garantie geben, dass eine Ehe ein Leben lang hält. Manchmal gehört halt einfach auch etwas Mut dazu.

      • gabi sagt:

        Hat Ehe denn automatisch mit Altruismus zu tun?

        Falls der Staat (also wir alle!) Interesse daran hat, eine gegenseitig verpflichtende Bindung wie die Ehe zu fördern, dann soll er die Leitplanken dafür legen.

        Und falls nicht, eben nicht.

      • think about sagt:

        „Lohnt es sich denn?“ fragt der Kopf.
        „Nein, aber es tut so gut!“ antwortet das Herz.

    • Müller sagt:

      @ Michi: bis Du die Erwartungen Deiner Frau nicht mehr erfüllst….dann gehts los. Viel Spass noch… Gruss Reto

    • Miranmao sagt:

      Na und? Wird dadurch irgendjemand geschädigt?

    • Leo Klaus sagt:

      Sorry! und was ist daran so besonders egoistisch, wenn Frau Braun und ihr Partner sich nicht fuer das „konventionelle“ Modell entschieden haben? Ich bin selber verheiratet, aber ich kenne viele Paare die es nicht sind. Jeder darf machen was er/sie will. Die Nachteile (bzgl. Erbschaft usw.) nimmt das Paar in Kauf. Geld ist ein wichtiges Thema fuer uns alle, oder haben Sie soviel dass Sie sich Idealismus leisten koennen?

      Eigentlich sollten wir sowieso auf einem Modell zusteuern, wo jede Person einzeln besteuert wird. Das wuerde auch den Frauen motivieren ihre Berufstaetigkeit nicht aufzugeben.

  • Francesca sagt:

    Fehlt noch die AHV: Die Ehepaarrente ist um ca. 25% niedriger als die Einzelrente, ca. CHF 1000 monatlich. Wenn beide Partner ihr Einkommen haben und abgesichert sind, braucht man nicht zu heiraten. Wir werden uns nicht beerben, wir haben gegeneinander keinerlei Forderungen, jeder von uns ist für sich selber verantwortlich. Wir haben gemeinsame Kinder, die bereits erwachsen sind – und ich bin glücklich ledig, ohne jeglichen Vertrag, und ohne Trauma. Da ich beruflich den Kindern zuliebe etwas zurück steckte, hat er eine Lebensversicherung zu meinen Gunsten abgeschlossen. Fertig.

    • Monica sagt:

      Ihnen ist schon bewusst das dass mit der Lebensversicherung ein Witz ist. Zitat aus der Website http://www.konkubinat.ch „Sofern pflichtteilsberechtigte Personen vorhanden sind, können diese allenfalls eine Verletzung ihrer Pflichtteile geltend machen, wenn der Rückkaufswert der Versicherung ihre Pflichtteile verletzt“ heisst auch seine Eltern hätten Anspruch auf Ihren Erbteil genauso wie Ihre Kinder. Was ich Ihnen allerdings empfehlen kann: Das die Eltern eine Erbverzichtserklärung unterschreiben würden.

    • Alberto La Rocca sagt:

      Das mit der Eheparrente ist nur die Halbe Wahrheit, Tatsache ist, dass gerade bei einem gut verdienenden Ehepaar der nicht-erwerbstätige Partner, besonders wenn es die Frau ist, gratis, d.h. auf Kosten der Alleinstehenden und Doppelverdiener Versicherungsleistungen erhält, für die sie/er keine Prämien bezahlt hat.

    • Francesca sagt:

      Ja, ist mir alles klar. Der Rückkaufswert. Das lässt sich verschmerzen.

      • Francesca sagt:

        Und zu Alberto: ich sagte klipp und klar, dass keine finanzielle Abhängigkeit bestehen darf, sonst geht das Muster nicht auf! Sobald ein Partner zugunsten der Partnerschaft/Familie mehr Gratisarbeit leistet, als der andere, stimmt die Sache nicht mehr. Es darf nicht der eine ausser Haus Geld verdienen, und der andere macht den Haushalt, sonst ist ein Konkubinat nicht fair.

      • Francesca sagt:

        Monica: sobald Kinder da sind, erben die Eltern des Verstrobenen nichts mehr. Bei uns erben nur die Kinder.

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