Konkubinat: Mütter zahlen drauf

Einer der beiden ist gestresst: Uma Thurman im Film «Motherhood», 2009. (Foto: John Wells Productions)

Sie sind ein Paar, schon seit Jahren. Sie leben zusammen, kaufen sich gemeinsam Möbel – und schon bald bekommen sie ein Kind. Heiraten war für die beiden bislang kein Thema. Weshalb auch, sie leben ihr Leben gut ohne Trauschein. Sie wissen auch so, dass sie zusammengehören. Er und sie stehen mit beiden Füssen auf dem Boden. Beide verdienen Geld, sind unabhängig und zufrieden, wie sie sich ihr Leben eingerichtet haben.

Ist das Kind da, wird sie ihr Arbeitspensum auf 40 Prozent reduzieren. Er wird weiterhin jeden Tag zur Arbeit fahren. Sie werden, wie die meisten befreundeten Paare auch, einen Unterhaltsvertrag aufsetzen. Zur Sicherheit; sollte ihre Beziehung wider erwarten auseinandergehen. Das gemeinsame Sorgerecht für das Kind werden sie sowieso haben. Alles scheint geregelt.

Doch das ist ein Trugschluss. Insbesondere für die Frau kann das Zusammenleben im Konkubinat zur Falle werden. Trennt sich das Paar ein paar Jahre später – dieses Risiko beträgt gemäss aktuellen Zahlen immerhin 50 Prozent -, macht sie Zweite. Die Frau hat mit erheblichen Nachteilen zu kämpfen. Dessen sind sich viele Paare mit Kind, die unverheiratet sind, häufig nicht bewusst.

Obwohl das Konkubinat eine weitverbreitete Lebensform ist, existiert für den wirtschaftlich schwächer gestellten Partner keine gesetzlich geregelte Absicherung. Dies betrifft meist die Frau, da sie sich hauptsächlich um den Nachwuchs kümmert und deshalb wenig oder kein Geld verdient. Trennt sich das Paar, hat die Frau bei der AHV eine viel schlechtere Vorsorge als der Mann, weil kein Splitting wie bei einer Scheidung durchgeführt wird. Rechtlich gesehen sind die Konkubinatspartner Einzelpersonen. Dasselbe geschieht mit dem Pensionskassenvermögen sowie den Ersparnissen: beides Vermögen, das der Mann während der Beziehung aufgrund seiner Arbeitstätigkeit anhäufen konnte. Auch sie werden – ganz anders als bei einer Scheidung von Eheleuten – bei einer Trennung des Paares nicht aufgeteilt.

Doch das ist nicht alles: Bei einer Trennung stehen der Frau, die im Konkubinat gelebt hat, keine persönlichen Unterhaltsbeiträge zu. Sie erhält lediglich Unterhaltsbeiträge für die gemeinsamen Kinder. Das kann für eine Mutter finanziell sehr einschneidend, ja geradezu dramatisch sein. Die Juristin und Präsidentin der Zürcher Frauenzentrale, Andrea Gisler, staunt denn auch, wie wenig sich werdende Mütter mit ihrer persönlichen Absicherung beschäftigen. Dabei versicherten sich die Schweizer sonst allgemein gegen so vieles und mitunter auch Unnötiges. Doch frage sie Paare danach, wie sie sich für den Fall einer Trennung absicherten, reagierten diese häufig mit Unverständnis. «Sie halten meine Frage für völlig deplatziert und unromantisch», sagt Gisler. Dabei könne für die Frau eine Trennung ein abrupter Fall in die Armut bedeuten.

Die Juristin rät deshalb Paaren, die ein Kind bekommen und nicht heiraten wollen, sich eingehend mit der rechtlichen Situation zu befassen. Eine gewisse Absicherung kann unter bestimmten Voraussetzungen bei der Pensionskasse erreicht werden. Sollte der Partner sterben, erhält der Hinterbliebene eine kleine Hinterlassenenrente. Nicht allerdings bei einer Trennung. Dann haben die zerstrittenen Lebenspartner nichts davon. Sinnvoll ist auch ein Konkubinatsvertrag, in dem das Paar Alimentenzahlungen oder Abfindungen verbindlich regelt. Dieser soll regelmässig auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Die wohl einfachste und sicherste Lösung ist allerdings in vielen Fällen noch immer die Heirat. Dazu rät auch Andrea Gisler den meisten werdenden Eltern, die nach der Geburt das Modell mit einer nicht oder Teilzeit erwerbstätigen Mutter und einem Vollzeit erwerbstätigen Vater leben wollen. Denn, wie sagt sie so schön: «Es gibt viele Gründe zu heiraten, Liebe ist es nicht.»

Wie halten Sie es, liebe Leserinnen und Leser? Was ist Ihre Erfahrung damit?

Lesen Sie morgen: «Ja und Amen – 7 Gründe, eine Frau zu heiraten», von unserem Papablogger Rinaldo Diezinger. Garantiert romantisch.

392 Kommentare zu «Konkubinat: Mütter zahlen drauf»

  • Fabian sagt:

    Muss ich weiterhin für Sie bezahlen, wenn sie schon in einer neue Beziehung lebt?
    Kind – 1000 CHF
    Mutter – 700CHF

  • michael sagt:

    stimmt – im konkubinat zahlen die mütter drauf und bei der heirat die männer ! ich bin glücklich verheiratet, das seid 13 jahren und daran wird sich auch nichts ändern, glücklicherweise. aber allen anderen rate ich, einen ehevertrag zu machen, so unromatisch es im ersten moment auch klingt. im fall der fälle erspart es viel streit und zank und anwaltskosten !

  • Kay sagt:

    …und neuerdings gibt es dann noch einen weiteren völlig unromantischen Grund, zu heiraten: das tolle, neue (eigentlich zur Vereinfachung und im emanzipatorischem Sinne verbesserter Stellung der Frau gedachten) Schweizer Namensrecht.
    In unserem Fall haben wir jetzt im Konkubinat zwei Kinder, die zwei verschiedene Nachnamen tragen, obwohl von den gleichen Eltern, da ich dummerweise VOR dieser Partnerschaft verheiratet war, aber nach der Scheidung den Ehenamen beibehielt. Einzige Möglichkeit, die Nachnamen zu vereinheitlichen: Heirat und dann alle den Namen des Mannes annehmen…

  • alien sagt:

    Falschen Satz entdeckt: „Zur Sicherheit; sollte ihre Beziehung wider erwarten auseinandergehen.“. Richtig ist: „Zur Sicherheit; sollte ihre Beziehung wie erwartet auseinandergehen.“ Das ist keine dumme Trollerei, Frau Braun. Ich kenne praktisch keine einzige lebenslange gute Beziehung. Und Sie, seien Sie ehrlich, auch nicht.

  • Martin sagt:

    Ich habe eine eigene Firma und verdiene sehr gut. Ich wurde dazu verurteilt, meine Ex monatlich CHF 25’000 und CHF 5’000 pro Kind zu zahlen. Sie lebt mit dem neuen Freund, welcher der Scheidungsgrund war, mietfrei in meinem Haus. Vor unserer Ehe verdiente sie 4’500 als Verkäuferin. Die Dame ist wahrlich saniert! Wie ein Freund treffend sagte: Als Mann zahlst Du immer – entweder vorher oder nachher, wobei die vorab zu bezahlenden Damen auf lange Sicht viel günstiger sind! Deshalb gilt: Immer wenn eine Frau das Thema Heirat anspricht – take your monney and run!

    • Eni sagt:

      Sorry, aber 25000? Klingt für mich eher wie ein Märchen. Da müssten Sie ja über 50000.- verdienen und weh tun, würde es dann nicht.

    • keller sagt:

      …oder zeuge einfach keine kinder. tust es doch deinen kindern zu liebe und haben die nicht das beste auf der welt verdient?

    • alien sagt:

      Oh Gott Martin, was willst Du denn? Dass sie wie vor der Ehe am Hungertuch nagt und die Kinder auch? Echt? Also dann, finde ich, hätte man Dich noch weit mehr abknöpfen sollen. He, Dir geht’s gut, sei froh, dass es den Kindern auch gut geht.

    • Ursula sagt:

      Du bist ein toller Typ – ich hoffe die Frauen sehen das und nehmen vorher Reissaus!

      • Leandro sagt:

        Martin ich verstehe deinen groll. Fuer die kinder zu zahlen – auch in abhaengigkeit der leidtungsfaehigkeit des mannes – ist ok. Das machen wir gerne. Ist logisch. Aber dass sie selbst nach kurzer heirat davon in solchem ausmass profitieren soll obwohl 80 prozent der scheidungen durch frauen eingereicht werden ist schlicht unverstaendlich, nicht nachvolltiehbar und ein resultat unselbstaendiger ü50 emanzen. Dieser zopf gehoert endlich abgeschnitten denn er ist eine beleidigung heutiger emanzipierter selbstaendiger frauen.

  • Blanche Wu sagt:

    Frauen, gebärt einfach keine Kinder mehr. Wenn ein Kind so eine Bürde ist, dann lasst es lieber. Danke.

    Nur zu heiraten um danach Geld zu kriegen…ist pures Geheuchel. Ich dachte Emanzipation heisst, dass die Frau lernt auf eigenen Füssen zu stehen. Anscheinend hat Frau dies bis heute nicht geschafft. Jedenfalls die Mehrheit. Zum Glück kenne ich Frauen, die von ihrer Umgebung genau gar nichts erwarten und sich selber durchs Leben beissen mit Kinder. Ich höre von diesen kein Klagen. Sie nehmen es wie es kommt und schaffen es sogar. Mit wenig Geld und zwei Jobs, etc. es ist möglich.

    • Annette Huber sagt:

      Ja genau, wenig geld, zwei jobs, die kinder fünf tage die woche in der krippe. das ist dann aber auch wieder nicht recht. wir mütter können es niemandem recht machen. auf eigenen beinen stehen (finanziell) UND sich noch voll um kinder kümmern,würde das ein mann schaffen? nein. mit emanzipation hat das gar nichts zu tun. dass man sich absichern möchte für die zukunft (ob mit oder ohne Kinder) ist doch völlig legitim. was haben sie eigentlich für ein (frauen/kinder/lebens)problem?

    • keller sagt:

      wenn du als mann nichts dagegen hast 30 prozent mit deinem arbeitspensum zurück zu gehen, deine frau tut dann das selbe, dann! nur dann hättest du nach deinem model gleichberechtigung….sonst gleicht kinderkriegen für eine frau einem sehr zeit und geldintensivem hobby….es geht in diesem artikel aber um das modell in welchem einer der partner fast gänzlich oder ganz zuhause bleibt. gruss

    • Ursula sagt:

      Würde mich eigentlich interessieren, wie Du aufgewachsen bist? War Deine Mama zuhause?

  • Matteo sagt:

    Hier: Konkubinat und genau diese Fragen allgegenwärtig. Sie schaut zu den 2 Girls, Ich bezahle Rechnungen. Heiraten aus Zwang? No.

    Meine PK würde im Falle meines Ablebens den Kindern eine kleine Rente zahlen. Der Mutter nichts.
    (Deswegen müsste ich eigentlich heiraten).

    Nur: Heiraten ist für mich eben eine Sache der Liebe und der Überzeugung. Die Heirats- und ScheidungsIndustrie unterstützen weil meine PK k*ck ist? Vorher wechsle ich den Job.

    An Eduardo und alle anderen kinderlosen Schmarotzer: erzählt doch Eurer Mutter wie schön es ist keine Kinder zu haben. Sie wird das sehr schätzen..

    • plop sagt:

      Matteo, ich/wir leben das sehr ähnlich wie Ihr, nun stellt sich aber, ehrlich gesagt, die Frage, „liebt“ man sich denn nicht genug, dass man nicht heiratet? Ich habe keine Antwort, für meinen Fall jedenfalls… Sie?

      • Matteo sagt:

        Genau die Sache mit der LIebe ist doch die Gretchenfrage.

        Doch wir lieben uns sehr. Aber wir sind auch beides Scheidungskinder und wir wissen, dass sich unsere Eltern bei der Heirat geliebt haben. Aber Liebe ist vergänglich und genau wehre ich mich vor einer Heirat!

        Mir imponieren hingegen die Paare, welche nach 20 Jahren Konkubinat noch still und heimlich den Bund des Lebens abschliessen. Denn diese wissen wohl ein wenig mehr, dass sie sich auch in schlechten Zeiten lieben.

        Eine Jubeltrubelhochzeit wirds bei mir hingegen nie geben.

    • Ursula sagt:

      Tja, Matteo. Würdest Du Deine Frau wirklich lieben, würdest Du nicht von Nebensächlichkeiten wie Heiratsindustrie etc. reden. Du würdest sie einfach heiraten, weil es Dir wichtig wäre, dass sie im Notfall abgesichert und unterdessen fair behandelt ist! Wer ich bin? Eine, die es weiss. Nach 16 Jahren Konkubinat, während dem ich genau das Beschriebene gemacht habe; Haushalt, Kinder, Job reduziert – plus gratis seine Administration und Buchhaltung. Heute bin ich allein mit der Tochter, keine Pk, AHV minimal, da die Erziehungsgs. auf beide verteilt werden. Null gespart. Eine tolle Liebe war das.

  • Simons sagt:

    Fantastisch – all diese Meinungen und geballten Emotionen! Diese für-und-wider, dieses sich-bedroht-und-ausgenützt fühlen, Weiblein wie Männlein, notabene, und nirgendwo ein Satz zu tiefen Bedürfnissen, Solidarität, das Beste für den andern wünschen und auch machen, Freude und Wohl der Kinder vor Augen haben, Verantwortugsbewusstein und ja, Kompromiss. Neiiii, mir wei aui dä Füfer us Weggli, wiederum Männlein wie Weiblein. Goggi light, Fett light und ja, auch Liebe und Leben light. Als 100 % berufstätige, alleinerziehende und glückliche Frau und Mutter verschlägt es mir da die Sprache…

    • gabi sagt:

      Gute Meldung, Simons.

      Die eigentlich nachdenklich machen sollte…

      • Simons sagt:

        Danke Gabi! Viele Menschen suchen nach dem perfekten Partner um mit ihm/ihr die perfekte Beziehung aufzubauen, in einem perfekten hübschen Eigenheim mit den achsoperfekten Kindern. Und vergessen dabei, dass sie selbst (ich selbstredend inklusive) absolut unperfekte Menschen sind. Mut zur Lücke. Mut zu Fehlern. Mut zu Frustration und macnhmal auch Tränen. Kombiniert Ehrlichkeit, Verständnis und mit dem Willen, Lösungen zu finden, auch wenn sie nicht immer gratis sind 🙂

  • Eduardo sagt:

    Wie schön, als Mann dem ganzen Beziehungs-, Ehe- und Trennungsspektakel von aussen (unverheiratet, keine Kinder, finanziell unabhängig) amüsiert zuschauen zu können …

    • Carolina sagt:

      Wie beelendend, als Frau solche Posts wie Ihre immer und immer wieder lesen zu müssen….. Man muss sich immer wieder klar machen, dass solche Blogs mit dem Alltag relativ wenig zu tun haben: die allermeisten Paare finden eine für sie funktionierende Lösung, gemeinsam, vertrauensvoll, aber eben auch manchmal fehlerhaft. Aber dann kann man etwas dagegen tun, neue Lösungen erarbeiten, anstatt mit Kinderlosigkeit, ständigen Ferien und finanzieller Unabhängigkeit zu prahlen. Sich auf nichts im Leben einlassen wollen ist eine Null-Lösung (Frau, verheiratet, drei Kinder, finanziell unabhängig).

  • Eduardo sagt:

    Bei den meisten Frauen, mit denen es nichts wurde, hatte ich nachträglich mehr oder weniger das Gefühl, wohl einem Unglück entronnen zu sein. Wenn ich mich im Bekanntenkreis umsehe (sie liegt ihm vor allem auf der Tasche, Trennungen, Scheidungskriege, Streit um die Kinder usw.) oder hier die gehässigen Kommentare vieler Frauen lese, dann weiss ich, dass ich recht hatte. Wie es mal ein Bekannter so schön ausdrückte: „Früher, als ich jung war, hätte ich meine Frau vor Liebe auffressen können. Heute bereue ich es, dies damals nicht getan zu haben“ 😉

  • Ole sagt:

    Und was geschieht nach der Trennung und allfälliger Teilung der beruflichen Vorsorge? Ich wage zu behaupten, dass die Chancen der Frau auf ein warmes „Nest“ und auf eine gut gefüllte PK des neuen (Ehe)Partner mehrheitlich wesentlich höher einzustufen ist als beim scheidenden Mann. Man, respektive vor allem Frau, schielt bei der Partnerwahl, aller Emanzipation zum Trotz, halt immer noch am liebsten nach oben….

  • shusha sagt:

    ich bin dafür, die Ehe abzuschaffen. Warum ein Zivilstand, der aus Individuen ein Kollektiv macht, dessen Auflösung dann wieder unendliche Probleme macht? Warum nicht Menschen als solche mit Unterhaltsverpflichtungen (Kinder, Alte, Kranke…) und solche ohne ansehen?

    • Martin sagt:

      Sie möchten also die Gesellschaft zum Kollektiv(haftung) machen? Ja bitte, führen wir doch den Kommunismus ein, da wäre ich dabei. Aber Kapitalismus für die einen und Kommunismus für die anderen ist ja schon pervers

    • Marcos sagt:

      Genau, das sehe ich genau so. Eine im Gesetz verankerte Ehe brauchen wir eigentlich nicht. Für mich müssen vor dem Gesetz einzig die Kinder geschützt werden nicht die Erwachsenen und das ist – ich vermute mal, da ich es nicht weiss – schon jetzt so. Es darf ja nicht sein, dass Kinder von Konkubinatspaaren schlechter gestellt sind als Kindern eines verheiretaten Paares.

      Heiraten ist etwas für die Kirche, nicht für den Staat.

  • Luise sagt:

    Es gibt Teilzeitstellen. Auch für Männer. Auch wenn die Frau etwas weniger verdient lohnt es sich, finanziell eigenständig zu sein. Warum geht es bei einigen? Warum geht es weltweit? Warum hat man bloss in der Schweiz das Gefühl, dass Mütter zu Hause bleiben sollen? Soooo wohlgeraten ist der Nachwuchs hier auch wieder nicht. Eher überbehütet.

    • Karrierefrau sagt:

      Völlig einverstanden, genau!

    • Sportpapi sagt:

      Naja. Ich empfinde den Nachwuchs in der Schweiz als ziemlich gut geraten. Gerade auch im Vergleich mit anderen Ländern. Und es geht ja auch nicht darum, dass Mütter zu Hause bleiben sollen. Sondern dürfen. Und können. Weil sich die Familien diesen Luxus leisten können.
      Ich bin auch nicht sicher, ob die Kinder, die zu Hause auch eine gewisse Freizeit erleben dürfen, pauschal mehr „behütet“ werden. Die Kinder gehen ja auch in die Betreuung, damit sie eben den ganzen Tag betreut werden. Spätestens ab Schulalter finde ich das nicht mehr sinnvoll.

  • Karrierefrau sagt:

    Wie können die Mütter denn drauf zahlen (wenn sie nicht arbeiten) – sie zahlen ja gar nichts.

  • Martin sagt:

    Sonst regelt doch auch alles der Markt. Wieso hier nicht. Es ist doch ganz alleine das Problem des Paares. Wer Kinder will muss selbst für sie sorgen. Wen das Kindswohl gefärdet ist, muss der Staat die Kinder fremdplatzieren.

  • Kristina sagt:

    SO viel Arroganz von Männern – habt ihr denn alle eine Teilzeitstelle? Meine Erfahrung ist dass es in der Schweizer Privatindustrie leider noch immer sehr unüblich ist dass Männer Teilzeit arbeiten, selbst wenn sie es wollten. Und wenn, dann höchstens runter auf 90 oder 80% – wenn die Mutter länger als 3 Monate stillt ist der Entscheid dann schnell gefallen. Und Kinderkrippen und Tagesmütter haben an den meisten Orten noch viel zu wenig Platz.

    • Papa aus Überzeugung sagt:

      Wenn die Frauen dann nach 3 Monaten aufhören würden! gerne erinnere ich an den Blog Französische Vorzeigekinder? Nein danke!
      Mamablog-Redaktion am Dienstag den 27. November 2012
      Eine Carte Blanche von Sibylle Lüpold*

  • Papa aus Überzeugung sagt:

    wo sind eigentlich die Männer.ch? Weshalb teilen sie uns augerechnet hier nicht ihre Meinung mit?

    • Zlatko Jukic sagt:

      Die Meinung? Nicht heiraten, keine Kinder bekommen und das Leben geniessen. Für das gesparte Geld kann man(n) wunderbar ein paar Weltreisen machen. Das erweitert den Horizont viel stärker als ein Kind. Wenn man Gesellschaft will, kann man in einer Beziehung leben oder einen Hund kaufen. Tiere sind viel dankbarer als eine Familie. Die Frauen müssen dann halt schauen, wie sie zu ihrem Nachwuchs kommen. Vielleicht müssen sie ja bald die Männer dafür bezahlen?

      • Martin sagt:

        Die Frauen müssen dann halt schauen, wie sie zu ihrem Nachwuchs kommen. Das wird kein Problem sein, Stichwort Samenbank.Ihr Problem wird sein, wie Frau nicht an ihr Geld kommt, sonst ist nichts mit Ferien.

      • Zähmer sagt:

        „Vielleicht müssen sie ja bald die Männer dafür bezahlen?“ – Eine höchst amüsante Vorstellung: Frauen reisen in Zukunft in exotische Länder, um dort arme, aber gutgebaute Machos für ihre Schwängerung zu bezahlen. 😉
        Zu Hause werden sie dann leider selbst für ihren gesamten Lebensunterhalt und den ihrer Kinder aufkommen müssen, weil sich die einheimischen jungen Männer bald vernünftigerweise nicht mehr auf garantiert zu 50 Prozent scheiternden Ehen mit feministisch indoktrinierten, also lieblosen und egoistischen Frauen einlassen und zudem auf Kinder verzichten werden. Freiheit geht vor …

    • Nicht-Papa aus Überzeugung sagt:

      Meine Meinung:
      Samenspende jung einfrieren, Vasektomie,
      dann Konkubinat..
      dann „auch in der CH gültige“ Verträge miteinander abschliessen..
      Erübrigt jede Heirat im „klassischen Sinne“, denn plötzlich „sagt nicht Vater Staat wie es geht“ – sondern man(n) kann selber einer fairen und ausgewogenen Lösung beitragen/beitreten!

    • Ursula sagt:

      Wurdest Du von einer Frau geboren? Was hat die sich bloss dabei gedacht 😉

  • elena sagt:

    Meine Erfahrung: Im Konkubinat, 3 Töchter, wirtschaftlich haben wir je 50% gearbeitet seit Geburt der ersten Tochter vor 22 Jahren – ich hatte bis heute nie einen Nachteil. Ich war wirtschaftlich auch nie schlechter gestellt – wir waren, sind beide immer wirtschaftlich gleich gestellt. Vielleicht sollte man einfach den alten Zopf über Bord werfen und es als Selbstverständlichkeit anschauen, dass nur sie ihr Pensum reduziert und sich hauptsächlich um die Kinder kümmert. So scheint auch die Textschreiberin dies als nicht zu überlegende Tatsache hinzunehmen. Es gibt dazu schlicht keinen Grund.

    • Roshan sagt:

      richtig.

      • M. Gisler sagt:

        Leider ist es so, dass bei vielen das liebe Geld entscheidet. Verdient der Mann mehr, reduziert eher die Frau ihr Pensum. Würden Männer und Frauen gleich viel verdienen, könnten die Männer mehr reduzieren (und müssten dann bei der Scheidung keinen Unterhalt bezahlen und das gemeinsame Sorgerecht wäre tatsächlich die Regel).

      • Eni sagt:

        50:50 Arbeitspensum und Betreuung wäre wohl die beste Variante, nur kenne ich kaum Paare, wo dieses System genug finanzielle Mittel herbringt. Die Regel ist doch, dass der Eine (meistens der Mann) 100% arbeitet und der Andere zusätzlich noch Teilzeit. Anfangs 30-40%, mit zunehmendem Alter der Kinder dann 60-70 plus die ganze Haushaltslast.

      • tina sagt:

        je 70% ist doch auch gut, und so reichts auch bei nicht so gutem verdienst

    • Susann sagt:

      Die einzigen, die sich das leisten können (weil die Teilzeitstellen vorhanden und gut bezahlt sind). Der Rest setzt darauf, dass zumindest einer noch ein paar Sprossen der Karriereleiter erklimmen kann.

  • Roshan sagt:

    Das ganze besagt ja nur, dass die AHV vielleicht den Familiensituationen der 1920er Jahren entsprach, aber nicht heutigen. Nun denn. Die AHV wird wie in anderen Ländern mit ähnlichem Modell bald nicht mehr finanzierbar sein.

    Pensionskassen waren immer ein von den Gewerkschaften verbogener Knorz mit Kompromissen. Stattdessen sollte die dritte Säule als Vorsorge der Pensionskasse gleichgestellt sein und diese ersetzen.

    Im Übrigen finde ich nur die klare Trennung der Güterstände eine faire Lösung für Partnerschaften. Mit einem dritten Güterstand für allfällige Kinder.

    • Roshan sagt:

      Leben beide Partner im gleichen Haushalt und besteht dabei ein Ungleichgewicht des Einkommens, bzw widmet sich nur einer der Partner sich vollumfänglich um die Kinder, muss mit einer Errungenschaftsbeteiligungsklausel die Vorsorge des nicht erwerbstätigen Partners vom verdienenden Partner mitfinanziert werden, bzw. die dazu geleisteten Abgaben und Abzüge entsprechend dem Güterstand des nichterwerbstätigen Partners anteilsmässig gutgeschrieben werden.

    • Roshan sagt:

      Was die Versorgung der Kinder betrifft, sehe ich das so, dass rechtlich von einer paritätischen Haftung ausgegangen werden sollte, falls es zur Trennung oder Auflösung des gemeinsamen Haushalts kommen sollte, und beide Eltern können sich für diese Haftung versichern lassen, um eigenem wirtschaftlichem Unvermögen vorzubeugen. Der Staat, oder die Gesellschaft sollte die Ankunft des neugeborenen Bürgers mit einer Kapitaleinlage anlässlich der Geburt in eine solche Versicherung ehren. Kinderzulagen, wie sie oft üblich sind, sollten direkt in den gleichen Versicherungsfonds gehen, den ich ähnlich

    • Roshan sagt:

      einer dritten Säule sehe.

  • M. Gisler sagt:

    Bei der Heirat bzw. Scheidung wird niemand über den Tisch gezogen. Das ist eine faire Fifty-Fifty-Lösung.

    Gerade betreffend Vorsorge ist die Heirat wichtig, sonst hat die Frau bei der Trennung eine riesige Lücke – und kann sie wegen der Kinderbetreuung nicht selber füllen. Bekommt die Frau nicht einmal Unterhalt, muss sie allenfallls sogar Sozialhilfe beziehen.

    Das häufigste Argument fürs Nichtheiraten sind die Steuern – das ist sehr kurzfristig gedacht. Zudem bezahlt man mit dem Verheirateten-Abzug, den Kinderabzügen etc. gar nicht so viel mehr.

    • Bernhard sagt:

      Als Konkubinatspartner mit Kind zahle ich massiv weniger Steuern, wie wenn ich verheiratet wäre, da ich den Verheiratetentarif anwenden darf und zudem alle Kinderabzüge geltend machen kann! Von daher ist das hiesige Steuerrecht noch immer sehr ehefeindlich!!

      • M. Gisler sagt:

        Das stimmt zwar leider, aber deswegen nicht zu heiraten ist nicht nur unromantisch, sondern wie gesagt zu kurzfristig gedacht. Kommt es später zur Trennung oder stirbt der Mann, ist die Frau sehr schlecht abgesichert (Lücke bei AHV und Pensionskasse).

    • Frank Baum sagt:

      Wäre die Lösung Fifty-Fifty, dann wäre sie ja fair. Nur das ist sie ja nicht.

      • Laura sagt:

        es sind leider nicht nur die Steuern; wenn verheiratet, bekommt man weniger AHV Rente, was jenseits von fair ist. Dies ist ein weiterer guter Grund nicht zu heiraten, oder sich später scheiden zu lassen.

  • mamiinlove sagt:

    schön geschrieben. nur kurz, ich würde gerne heiraten, ich bin hausfrau,wir haben 2 kinder… wir leben im konkubinat. genau aus den geschilderten gründen, möchte mein partner aber nicht heiraten. na toll… ist leider nicht ’nur‘ die entscheidung der frau! und dank der veröffentlichung solcher artikel, werden ‚die nicht heiratswilligen‘ männer noch unterstüzt in ihrer enscheidung. 🙁

    traurige unverheiratete grüsse

    • Luise sagt:

      Liebe Mami, inlove kannst du auch sein, wenn du nicht verheiratet bist. Such dir schleunigst eine Arbeit und zwar nicht nur für 1, 2 Tage pro Woche sondern mehr. Die Kinder werden dereinst stolz sein, dass ihr Mami immer auf eigenen Füssen stand. Bei meinen ist es zumindest so. Und sie halten es genau gleich! Was für einen Grund – ausser Bequemlichkeit – gibt es, „Hausfrau“ zu sein???

      • Urs sagt:

        Was für einen Grund – ausser Bequemlichkeit – gibt es, “Hausfrau” zu sein???

        So einen riesen, eltern- und lebensfeindlichen Mumpitz habe ich noch kaum je gelesen. Und dann noch von einer Frau?!
        Ich bin sprachlos ab so viel pseudo-feministischer Arroganz!

      • Roland Stuber sagt:

        Danke Luise!

        So einen ehrlichen, ungeschönten, starken, selbstbewussten und realitätsbezogenen Komment
        habe ich noch kaum je hier gelesen!
        Und dann noch von einer Frau!! Ich bin sprachlos ob so Viel Mut!
        P.S. Ewiggestrige und „Bequemliche“ sind die EINZIGEN, die sich darob entrüsten würden..

      • Zähmer sagt:

        „Was für einen Grund – ausser Bequemlichkeit – gibt es, “Hausfrau” zu sein???“ – Vielleicht ist es ja nicht Bequemlichkeit, sondern reine Vernunft, wenn eine Hausfrau (oder ein Hausmann) den Haushalt (Einkaufen, Kochen, Spülen, Waschen, Wäsche aufhängen, Putzen u.v.a.) lieber über den ganzen Tag verteilt erledigt, statt dann zusammengedrängt am Abend und am Wochenende (plus Versorgung der Kinder – 24-Stunden-Kitas gibt es nämlich nicht), wenn man vom Vollzeitschuften für die Arbeitgeber todmüde ist. Domestiken können sich nämlich trotz „Karriere“ die wenigsten Paare leisten.

      • Urs sagt:

        Ich vermute mal, weder Luise noch Roland haben Kinder.

    • Roshan sagt:

      Als Frau empfehle ich auch Ihnen, immer darauf bedacht zu sein, die finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren. Immer. es gibt verschiedene Vertragsinstrumente, um dies zu erreichen, ohne auf Heirat zu pochen. Dass in der Schweiz im Vertragsrecht einige Verbesserungen wünschbar sind, ist sicher so.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Welche Lösung sehen Sie eigentlich, wenn die beiden Partner ungleich verdienen? Getrennte Güterstände über Jahrzehnte? Kinderbetreuung wird entgolten nach Krippentarif oder als Erwerbsersatz? Was halten Sie von der Unsitte, einvernehmliche Verträge im Moment, wo sie zum Tragen kommen als „sittenwidrig“ aufzuheben‘ So sind doch offenbar auch glasklar formulierte Eheverträge keineswegs immer gültig, oder?

      • Roshan sagt:

        SP: Getrennte Güterstände? sicher. Das ist auch in meiner Partnerschaft so. das ist üblich, gerade weil konkret bei uns die Unterschiede des Güterstandes sehr gross sind. Umgekehrt habe ich dafür gesorgt, dass sie, auch wenn sie mich verlassen will, den gleichen Lebensstandard wie bisher führen kann, in dem ich ihr die dazu nötigen Mittel geschenkt habe. Sie sind nun in ihrem Güterstand versiegelt. So bin ich sicher, dass sie nie wegen Geld mit mir sein will.

        Ich verstehe nicht, was Sie mit sittenwidrigen Verträgen meinen.

      • Pixel sagt:

        Richtig Roshan, sehe ich genauso. Sp: es ist nicht relevant, wie viel die jeweilige Partei verdient. Solange man zusammen ist, kann man sich die Sachen ja gemeinsam finanzieren. Abgesehen davon lässt sich auch unschwer ein Schlüssel errechnen, sollte man trotzdem getrennte Finanzen führen wollen. Relevant ist es dann, wenn die Beziehung auseinandergeht und die Frau keine Erwerbstätigkeit aufrechterhalten hat. Genau deswegen muss sie auf eigenen Beinen stehen sollen. Und ausserdem muss man sich dann auch keine solchen blöden Sprüche anhören wie von einigen Ihrer Geschlechtsvertreter hier.

      • Roshan sagt:

        Kinderbetreuung etc. Ich habe weiter unten zum Thema selber, also den Problemen der Altersversorgung und der finanziellen Absicherung der Kinder, ausführlicher geschrieben, was ich dazu meine. Selbstredend dazu, dass meine Ausführungen nur eine andere Sicht auf die mir im Detail nicht so bekannte Rechtslage in der Schweiz sind. Lest es als eine Anregung.

      • Roshan sagt:

        SP: Ich würde den Ansatz des Erwerbsersatzes sehen, um konkret auf Ihre Frage zu antworten. Der andere Ansatz, Krippentarife, kann nicht greifen, weil ja nicht konkret für eine Krippe Geld ausgegeben wurde. Also hypothetische Tarife nie Fakten ersetzen können.

      • Roshan sagt:

        In meinem Land sind Verträge, und dabei insbesondere trustdeclarations nicht einfach so plötzlich nicht mehr gültig. So werden bei Unterhaltspflichten auch automatische liens erwirkt, so der/die betreffende diesen nicht nachkommt, inklusive garnishments auf das Salär und/oder Pfand auf den Immobilienbesitz, Auto oder andere Vermögenswerte.

      • Susann sagt:

        Wow! Ich bin ja weissgott keine Romantikerin, aber würde der Vater meiner Kinder mich nicht heiraten wollen, damit er mich, wenn Alles bachab geht, finanziell so schön im Regen stehen lassen kann, würde ich seine Gefühle für mich schwer, schwer hinterfragen. Wer auch immer sich um die Kinder kümmert, soll doch auch nach einer Trennung ein genügendes Auskommen haben, da die Kinder ja direkt davon betroffen sind. Himmel, dieser Geiz, diese Kälte.

      • Roland Stuber sagt:

        @Roshan
        man merkt, SIE sind nicht Schweizer und müssen sich aus mir noch unerfindlichen Gründen nicht an Schweizer Gesetze halten? Sportpapi hat Recht!

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Ich bin da nicht gut informierrt. Aber es geht um das: http://www.sueddeutsche.de/politik/karlsruhe-bundesrichter-verurteilen-sittenwidrige-ehevertraege-1.887832
        Zu Ihrem anderen Vorschlag: Wenn meine Partnerin so sehr auf Eigenständigkeit beharren würde, dass sie um jeden Preis getrennte Konten haben möchte. Dann sehe ich nicht, weshalb ihre Tätigkeiten in Haushalt und Kinderbetreuung nicht nach Wert der Tätigkeit, sondern als Erwerbsersatz gerechnet werden soll. Ausser natürlich, ICH möchte „um jeden Preis“, dass sie zu Hause bei den Kindern bleibt.

      • Roshan sagt:

        SP, ich dachte hier gehe es vor allem um die Schweizer Situation. Ein Hinweis auf Deutschland betreffend sittenwidrige Verträge scheint mir wenig hilfreich. Ich weiss immer noch nicht, was dieser Begriff im Schweizer Vertragsecht konkret bedeutet.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Klicki hat es an anderer Stelle gut ausgeführt.

    • Joerg Hanspeter sagt:

      Wie war das jetzt noch mal, zuerst planen, dann heiraten, dann Kinder. Ooooch, ja, ich verstehe, soooo unromantisch. Leider lassen sich praktische Probleme nicht mit Romantik lösen.

      • jambo sagt:

        Muss mann sie jetzt bedauern? Sicher nicht. (es klappt eben nicht immer, gell)

      • Eni sagt:

        @ Sportpapi

        Ehe/Unterhaltsverträge werden in der Regel nur dann als Sittenwidrig ungültig erklärt, wenn der Staat einspringen müsste, obwohl der eine Partner genügend Mittel hätte um seine Exfamilie zu versorgen. So wird dann halt wieder der Benachteiligung der einen Partei entgegengewirkt.

    • Ursula sagt:

      Verlass ihn lieber jetzt. Im Moment hast Du noch nicht allzu viel verloren. Seine Grundhaltung zeigt Dir aber schon – er kennt nur seine eigenen Bedürfnisse. Ich habe 16 Jahre gebraucht, das zu kapieren. Und habe heute rein gar nichts, denn Hausarbeit und Kinder aufziehen ist gratis – ausser man gibt sie in die Krippe. Und an Euch Mit-AntworterInnen: wozu wollt ihr überhaupt Kinder, wenn sie dann wer anders grossziehen soll? Ich bin nach wie vor der Ansicht, wer Kinder möchte, nimmt sich auch Zeit dafür. Verantwortung nennt man das.

  • Ruedi Oswald sagt:

    „Das gemeinsame Sorgerecht für das Kind werden sie sowieso haben.“ So ein Quatsch! Genau umgekehrt ist es, die Frau/Mutter hat mit den Kindern im Trennungsfall nach wie vor einen grausamen Trumpf in der Hand à la: „Zahlst du, kannst du die Kinder (vielleicht) sehen – zahlst du nicht, kannst du sie auf ewig vergessen“. Ich spreche aus eigener Erfahrung sowohl als Betroffener wie auch als Sozialarbeiter, der sich mit diesem traurigen Thema seit Jahren befasst.

  • Mike Müller sagt:

    Dass sich die Mutter „hauptsächlich“ um den Nachwuchs kümmert, ist schon lange nicht mehr bei allen Eltern sol. Ich selber kenne viele Paare, die sich gemeinsam um die Kinder kümmern. Der Vater hat sein Pensum reduziert und bleibt die Hälfte der Woche zuhause, damit die Mutter teilzeit arbeiten kann. Bitte hört endlich mal auf mit diesem Märchen, dass Väter ihre Verantwortung nicht wahrnehmen. Und zudem kann einer Mutter, die sich von ihrem Partner trennt, zugemutet werden, irgendwann ihr Leben selber zu finanzieren. Ein Vater muss das ja auch.

    • Frank Baum sagt:

      Sie finden in der Schweiz kein Gericht, dass einer geschiedenen Mutter irgendetwas zumutet. Dagegen wehren sich die Feministinnen erfolgreich.

    • Ursula sagt:

      Ja was? Ich kenne kein einziges Paar, dass das gemacht hat. Sie müssen in einem extrem emann(!)zipierten Umfeld leben. Ihre Erfahrung widerspricht leider auch zu 100% der Statistik. Nach der sind – wenn ich mich nicht täusche – 0.4% Hausmänner, der Rest sind nach wie vor FRAUEN. Ich würde mich unglaublich freuen, wenn das endlich anders wäre!

  • Thomas sagt:

    Bis zum heutigen Datum 03.09.2013 ist die Aussage „Das gemeinsame Sorgerecht für das Kind werden sie sowieso haben.“ schlichtweg falsch. Der Vater bekommt das Sorgerecht dann, wenn es der Mutter genehm ist. Dies soll sich nun ja ändern.

    Es spricht absolut nichts dagegen, wenn sich denn beide absichern wollen, dass beide von Anfang an einem reduzierten Pensum nachgehen, dann ist man auch entsprechend „abgesichert“.

    Aus den gleichen, monetären Gründe – einfach spiegelverkehrt – die hier aufgeführt werden, kann man aus Männeroptik argumentieren, warum eben nicht geheiratet werde sollte.

    • pixel sagt:

      Thomas: Das gemeinsame Sorgerecht ist ausserehelich dann genehmigt, wenn BEIDE es beantragen. Ganz ehrlich. Und wenn Sie sich bereit erklären, gemeinsam auch sämtliche Verpflichtungen wahrzunehmen, dann bin ich ganz bei Ihnen. Meistens aber sind es genau jene, die nahezu im selben Atemzug – praktisch während sie erklären die Frau soll für sich selbst sorgen – gerne auch gleichzeitig der Meinung sind, die Mutter gehöre zum Kind und an den Herd. Und oft sind es genau jene Männer, die nach Möglichkeit lieber einen Mann einstellen als eine Frau im „gebärfähigen“ Alter.

  • Xavier Zurbuchen sagt:

    Der Artikel beschreibt die Gründe, die aus Männersicht gegen eine Heirat sprechen und ist aus einer Mentalität heraus geschrieben, die jeden vernünftigen Mann in die Flucht schlägt. Heiraten, damit er nachher zahlen muss….

    • Zlatko Jukic sagt:

      Deshalb finden Frauen Eheverträge so unromantisch … 😉

      • gabi sagt:

        Hihi… Sorry, wenn die Verbindung anzüglich ist.

        Aber erinnert mich an diesen Witz:

        Warum gucken Frauen Pornos immer bis zum Abspann?

        – Weil sie stets glauben wollen, am Schluss gäb´s noch ne romantische Hochzeit!

        😉

  • Luise sagt:

    Tatsache ist: Männer sind in jedem Fall die Dummen, ob verheiratet oder nicht. Was spricht denn dagegen, dass beide arbeiten, z. B. je 80 %? Dann taucht das Problem schon gar nicht auf. Ich kann nur staunen, wie wenig den Frauen in der Schweiz an finanzieller Selbständigkeit liegt.

    • dem kann ich absolut beipflichten! Abgesehen davon sind finanziell selbständige Frauen als Person mit Charakter um einiges attraktiver. An die selbständige Damenwelt: „lasst Euch aber nicht von Schmarotzern aussehmen, Rat gibt’s bei den Jungs die sich schon die Finger verbrannt haben“.

      PS. Für all meine ungläubigen 30-45 Jungs hab ich den Artikel mal weitergeleitet und den letzten Satz „Es gibt viele Gründe zu heiraten, Liebe ist es nicht“ gelb markiert.

      • Annette Huber sagt:

        was dagegen spricht dass beide 80% arbeiten? ja jetzt überlegen sie mal GAAANZ gut. vielleicht die kinder? sollen die 4 tage die woche in die krippe? das ist ja dann auch wieder nicht recht. also zuerst denken dann reden. finde es erschreckend, die hinterlistig die frauen hier dargestellt werden. will denn hier kein mann seine frau (im alter, bei todesfall des mannes) absichern? sind wir echt schon so weit?

  • Xavier Zurbuchen sagt:

    Genau aus den genannten Gründen werde ich als Mann sicher heiraten. Die Frau ist bei geteiltem Sorgerecht und bei gemeinsamer Betreuung selbst verantwortlich für ihren Lebensunterhalt. Ihr betreibt Werbung für die Heirat mit den Argumenten, die aus Männersicht gegen Heirat sprechen, ganz nach dem Motto, es ist besser für euch liebe Frauen, wenn ihr den Mann mit einer Heirat über den Tisch zieht, damit er möglichst viel bezahlen muss falls ihr euch trennt. Dann habt ihr ein bequemeres Leben und müsste euch nicht um den Lebensunterhalt kümmern. Finde ich verachtenswert.

  • Ralph Suter sagt:

    Das Problem ist doch, dass Männer die Opfer sind, wenn die Beziehung mit Kindern nach einer Ehe auseinandergeht und die Frauen, wenn sie nach einem Konkubinat auseinander geht.
    Der einzig vernünftige Mittelweg ist 50/50-Aufteilung in der Betreuung oder gar keine Kinder (In Anbetracht des kürzlich erreichten Earth Overshoot Days sowieso eine Überlegung wert). Für mich gibt es nur diese beiden Konzepte plus Konkubinat. Ich würde mir lieber die Hand abschneiden, als mir einen Ehering an den Finger stecken zu lassen. In diesem Sinne: Hochzeit ist auch keine Lösung 🙂

  • starling sagt:

    Das Problem kann gelöst werden, wenn alle Kinder eine existenzsichernde Rente erhalten, genau wie die Alten. Die ganze Gemeinschaft ist finanziell verantwortlich für alle Kinder. Damit würden Kinder weder für Frauen noch für Männer ein Armutsrisiko bedeuten und viele Streitereien gäbe es gar nicht.

    • Sportpapi sagt:

      Aha. Und die Kinder werden in irgendeinem staatlichen Heim aufgezogen? Oder wie geht das denn?

    • Sparter sagt:

      „Das Problem kann gelöst werden..“
      Welches Problem?
      Im ganzen Artikel entdeckte ich kein einziges Problem. Es ging nur um Entscheidungen und daraus resultierende Konsequenzen, die man sich vorgängig überlegen sollte.

    • Rotbarsch sagt:

      Richtig. Soll doch der Staat für die Kinder aufkommen. Und für alles andere gleich auch noch.

  • Gino Ramsch sagt:

    Was fehlt ist eigentlichdie gute alte „schuld“ bei dr Sheidung. Es kann doch nicht sein das ei Teil den Parner betrügt und sich dan mit dem neuen Parter und den Kinder im Haus gemütlich macht. Der/Die dumme kann dan alle duchfüttern und für alles bezahlen…. (seber erlebt)

    • Hotel Papa sagt:

      Der Staat hat sich hier klammheimlich aus der Verantwortung gestolen. Weil der „Schuld“ Teil den romantischen Aspekt der Ehe betrifft, will der Staat nichts dazu sagen. Ist ja irgendwie auch korrekt. Dann soll er bitte den Rest auch bleiben lassen und einen Betreuungs und Unterhalts-Vertrag nach fairem Muster zulassen, aber nicht diese sittenwidrige Produkt, das die heutige Staatsehe darstellt.

  • MIke sagt:

    Tja, diese Zustände gab es früher in der Ehe, darum wurden die Rechte angepasst, bis es jetzt bekanntlich ins Gegenteil gekippt ist und der Mann bei einer Scheidung den Kürzeren zieht. Und darum hat sich das Problem jetzt einfach ins Konkubinat verlagert. Womit wieder mal belegt wäre, dass man ein Diskriminierungsproblem nicht mit Gegendiskriminierung löst. FAIRE Verhältnisse müssen her, wo BEIDE zu ihrem Recht kommen. Offenbar gibt es die in keiner Lebensform.

  • simoenchen02 sagt:

    Dem Namen nach sind wir altmodisch, weil wir alle drei (Papi, Sohnemann und ich) gleich heissen. Wir haben auch vor, dass das so bleibt, denn ich denke nicht, dass irgendeiner der grosse Gewinner ist, sollte Mami oder Papi sich in den Kopf setzen, die Scheidung einzureichen… ich bin weder weltfremd noch naiv, doch mir ist vorgelebt worden, dass es sich lohnt, gerade in den nicht so himmelhoch-jauchzenden Zeiten zusammen zu bleiben. …Sohnemann besucht übrigens die Krippe, damit Mami weiterhin brav Sozialbeiträge beisteuern kann und dies stimmt für alle Beteiligten!

  • Bernie sagt:

    Darum ist man ja auch nicht verheiratet.
    Die Kosten der Frau (Betreuungsanteil) sind auch schon im Unterhaltsvertrag mit berücksichtigt. Der Artikel ist fehlerhaft. Es muss von Gesetzes wegen IMMER ein Unterhaltsvertrag für die Kinder erstellt werden. Das hat im Gegensatz zur Ehe den grossen Vorteil, dass es zu keinen Scheidungsstreitigkeiten und Rechtsanwaltskosten kommt. ALLES ist klar geregelt.
    Ehe ist nicht gleich Single und man soll doch aufhören die Ehe mit dem Konkubinat gleichzustellen.
    Die Frau bekommt genug Geld. Das Sozialamt bezahlt gut.

    • Eni sagt:

      So ein Schrott. Das Sozialamt zahlt ja nur dann, wenn die Einkommen beider Ex-Partnern nicht für 2 Haushalte ausreicht.

  • Rolf sagt:

    «Es gibt viele Gründe zu heiraten, Liebe ist es nicht.» Solche Frauen nenne ich „Sozal-Prostituierte“. Was denn sonst!?

    • Widerspenstige sagt:

      Und wie nennt man wohl ’solche Männer‘, die da mitspielen? Kapitalisten-Zuhälter und Freier in einer Person?! Eine Mutter mit Kind braucht besonderen Schutz und Sicherheit. Eine Gesellschaft, welche dies noch immer am Goodwil des ausser Haus Verdienenden abwälzt, ist zum Scheitern verurteilt. Ein Kind ist kein Eigentum, sondern ein Mitglied einer Gesellschaft. Alle das Gegenteil behauptende, verhalten sich jedoch zwiespältig egoistisch. Es soll zur Selbständigkeit und Unabhängigkeit erzogen werden.

      Sehr sehr böse Betrachtungsweise was Du da in einem Mamablog von Dir gegeben hast, Rolf!

      • Sportpapi sagt:

        „Und wie nennt man wohl ‘solche Männer’, die da mitspielen?“ Wenn sie davon wissen: Ja, Freier trifft es woh wie kommst du auf Zuhälter?)l. Wenn nicht: Betrogene. Und ja: die Gesellschaft baut darauf, dass die Kinder Schutz und Sicherheit durch die Eltern erhalten, und der Staat nur subsidiär eingreift. Wir haben noch keine Staatskinder, die irgendwo fern von den Eltern erzogen werden!

      • Widerspenstige sagt:

        Immer dieselbe Leier von Dir, Sportpaps. Das langweilt jetzt aber doch sehr. Wir alle sind der Staat! Wir alle sind Staatsmenschen, ob Frau ob Mann ob Kind ob Mutter ob Vater. WIR ALLE SIND DER STAAT, gecheckt Herr Lehrer?! Falls noch Zweifel über diesen Sachverhalt bestehen, dann erübrigt sich eine Diskussion über alternative Möglichkeiten wie im heutigen Artiekl angestossen. Ansonsten selber überlegen, was denn ein Zuhälter für eine Funktion hat in jener Branche.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Auf die immer gleiche Leier deinerseits bekommst du halt immer die gleiche Antwort meinerseits. „Wir alle sind der Staat“. Also lassen wir doch einfach die Stimmberechtigten entscheiden. Ich hoffe, du bist dann auch gleich demokratisch…

    • tina sagt:

      eigentlich haben wir damals geheiratet, weil uns glaubhaft erzählt wurde, so hätten wir gleiche rechte. wenn wir nicht heiraten, hätte der vater der kinder keine rechte bezüglich den kindern. das war es was ich wollte. eine ausgangslage in der keiner benachteiligt ist. natürlich. ehrlich, ich bin froh dass ich das nur gelesen habe, sozialprostituierte müsste mir ja niemand ins gesicht sagen. der plan war dass wir gleich viel arbeiten und die kinder gleich betreuen, das wäre auch aufgegangen. es kam dann anders (schicksalsschlag)

    • Wenn schon dann SOZIAL Prostituierte, sozial gibt’s nur bei ihnen….(Lümmel)

  • plop sagt:

    Ja, was soll ich dazu sagen? Immerhin bin ich genau „so eine“ unverheiratete, hauptsächlich zu den Kinder schauende Frau. Die Risiken dabei bin ich mir bewusst und im Falle einer Trennung müsste ich ziemlich „hü!“ –
    aus Sicherheitsgründen kann es mir dabei schon mal unwohl sein, aus persönlichen verspricht mir eine „Freiheit“ aber mehr.
    Heiraten? Äh, weiss nicht so recht… Jede Diskussion darüber endete schlussendlich bei uneinigkeiten mit den Namen…

    • peter sagt:

      Das mit den Namen sollte kein Problem mehr sein. Soviel ich weiss hat sicher hier das Gesetz geändert, neu können beide den Namen der Frau oder des Mannes annehmen oder jeder kann seinen eigenen behalten. Nur Doppelnamen sind nicht mehr zulässig. Muss also ein neure Grund zum nicht heiraten gefunden werden 🙂

  • Lia sagt:

    und der Vollständigkeit halber: oder mit dem Modell einer Vollzeit arbeitenden Mutter und einem nicht oder teilzeit arbeitenden Vater. Nur damit es stimmt 🙂

  • Georg sagt:

    Es wird hier immer mal wieder erklärt, der Mann sei der Gelackmeierte. Das stimmt im Resultat oft. Und es stimmt auch, dass sich manch ein Scheidungsmami sein Dasein vom Ex versüssen, sich schamlos aushalten lässt, indem es behauptet, es könne leider, leider nicht erwerbstätig sein. Was aber auch stimmt: Es gibt zu viele Männer, die diesen Namen nicht verdient haben, die den Schwanz einziehen und sich nicht wehren, die in eine trübe Kleinstwohnung ziehen und nur noch bezahlen und dabei immer mehr im Frust versinken. Wehrt euch endlich, und wenn ihr es nicht selbst könnt, lasst euch helfen!

    • tststs sagt:

      Oder schlicht: lacht Euch keine solchen Frauen an! Und heiraten sollte man sie schon gar nicht 😉

    • Frank Baum sagt:

      Gut gebrüllt, Georg. Wie sollen sich die Männer denn wehren, wenn die Rechtslage nun einmal so ist, wie in dem Artikel beschrieben?

      • Georg sagt:

        Mit kreativem Verhandeln und Durchsetzen, zum Beispiel, Frank Baum. Und, „tststs“, Frauen können sich im Lauf der Jahre verändern. Wie auch Männer und Pferde und Hunde.

      • Frank Baum sagt:

        Kreatives Verhandeln? Das ist doch ein dummer Spruch. Verhandeln können sie nur, wenn Sie etwas zum verhandeln haben. Tatsache ist: als Mann sind sie da geliefert – ausser sie machen auf bankrott.

      • Charles sagt:

        Ach, Herr Baum, Sie sind auch so einer. „Verhandeln können Sie nur, wenn Sie etwas zum verhandeln haben.“ und anderen „dumme Sprüche“ vorwerfen und sagen, man müsse den Bankrott erklären. Wie gesagt: SIe sind auch so einer. Erklären Sie also Ihren Bankrott. Wissen Sie was, Herr Baum? ich begreife Frauen, die sich von ihren Männern abwenden… : – )

  • Francesco sagt:

    heiraten um sich abzusichern ist verwerflich und unmoralisch. jedes paar muss sich selbst organisieren was die kinderbetreuung angeht. klar ist, dass frau sowohl mann die kinderbetreuung ernst nehmen muss und klar ist auch, dass frau und mann arbeiten müssen, wenn sie nicht heiraten… ich mann, weiss wie ich es gerne hätte und muss eine frau haben, welche das auch so sieht. eine frau welche gerne selbständig ist und unter keinen umständen von mir abhängig sein möchte. zum glück gibt es sie, diese meineserachtens super-frauen die familie und beruf erfolgreich kombinieren können.

    • Lia sagt:

      .. dir ist schon bewusst, dass noch bis ins letzte Jahrhundert hinein genau das der EINZIGE Grund für eine Ehe war und Liebesheiraten ein modernes Phänomen sind?
      Und sorry, deine Superfrau müsste 100% arbeiten, um bei einer Trennung einigermassen abgesichert zu sein, du demzufolge auch, das heisst, ihr seht euer Kind am Abend und am Wochenende. Das kann es wohl auch nicht sein. So lange ein Elternteil Teilzeit arbeitet, steht es im Fall der Trennung immer schlechter da.

  • Eni sagt:

    Eigentlich, ist das eine völlig überflüssige Diskussion, da es ja eh nur solche Frauen betrift, die einen gut verdienenden Mann haben und Hausmütterchen spielen könne. Der Rest der Frauen landet nach der Konkubinatsauflösung/Ehescheidung eh auf dem Sozialamt. Von nachehelichen Unterhalt können die meisten Frauen wohl nur träumen.

    • Matthias sagt:

      Nachehelicher Unterhalt sollte so oder so gestrichen werden. Viele Frauen arbeiten vor der Scheidung einiges mehr als nach der Schweidug. Ist halt bequem wenn man sich auf den Ex verlassen kann. Alleinerziehende Mütter arbeiten auch mehr als (oder versuchen einen solchen Job zu finden). Ich hätte kein Problem damit gehabt, wenn die Kinder zu mir gezogen wären. Meine Ex hat das gekonnt verhindert. Natürlich auch im Wissen, dass mein Lohn einiges höher war als ihrer und sie sich ein besseres Leben so leisten kann. Vor unseren Kinder hat sie sich selbstverwirklichen wollen. Ich zahle heute dafür.

      • Eni sagt:

        Tut mir leid für Sie Matthias, aber ich erlebte und erlebe die Situation umgekehrt. Mein Mann proletet zwar ständig, was für ein Superdad er ist, aber er ist und bleibt halt ein Egoist. Seit Geburt wurde das Singleleben weiter geführt, für die Familie war nur Zeit, wenn nichts Besseres los war und die Konsequenz war halt die von mir verlangte Scheidung. Geteiltes Sorgerecht wollte ich ihm im Rahmen von 50:50 zugestehen, aber das wollte er nicht.

        Ich arbeite mittlererweile 60%, obwohl ich das gesundheitilch nicht könnte/dürfte und bekomme nur Alimentenbevorschussung aber keinen Unterhalt.

  • Ka sagt:

    Wir wollten nach unserem ersten Kind einen Konkubinats vertrag aufsetzten. Haben dann nach einigem hin und her gemerkt, dass es schon einen guten Vertrag gibt, nämlich den Ehevertrag. Also haben wir geheiratet, völlig unromantisch, aber es hält immer noch, vielleicht gerade weil es eine „Vernunft-Hochzeit“ war.

    • Hermann sagt:

      haben wir auch vor 7 Jahren. Am Morgen zum Standesamt, der Zeuge gemietet. Unser Baby auch dabei, und das Hochzeitsessen beim Italiano, zu dritt. Lasagne. Dann wieder an die Arbeit…..

  • miss_t sagt:

    wie wärs denn damit, dass der staat konkubinatspaare ehepaaren endlich mal gleichstellt? wie in den skandinavischen ländern. und wie wärs damit, wenn nicht nur frauen, sondern auch männer nach der geburt auf teilzeit runter gehen können und dürfen statt sich in der karrieremühle abzustrampeln? Mit einem Baby zu Hause kann Mann zwar ein Vollzeitpensum im Büro vertrödeln, ist aber aufgrund Schlafmangels sowieso nicht wirklich leistungsfähiger als vorher. Dieses verkorkste System macht es Paaren enorm schwer, die aus Einsicht und Ehrlichkeit und Fairness versuchen, gleichgestellt zu leben.

    • Eni sagt:

      Wieso soll ein Konkubinatspaar dem Ehepaar gleichgestellt werden? In der Ehe hat man schliesslich auch die Nachteile der höheren Besteuerung sowie der tieferen Verrentung zu schlucken.

      Entweder man heiratet oder man lebt im Konkubinat mit allen Konsequenzen.

  • Markus Sennheiser sagt:

    Bei Extremfällen würde ich eine solche Absicherung begrüssen und dort muss die Gesetzgebung auch einschreiten. Bei 50% Scheidungsrate wage ich jezt aber mal zu behaupten dass genau diese Absicherungen einer Ehe/Beziehung eine 2te change entzieht. Zuviele und zu schnell stürzen sich dadurch in die Ehe bzw. Familienplanung, da der Staat bei einem Scheitern ja alles regelt und die Gesellschaft mittlerweile es als „Business as usual “ betrachtet. So gross wie auch die Absicherung mag sein, die realität zeigt dass am Schluss es meistens nur verlierer gibt. Vorallem wenn noch Kids im Spiel sind.

  • Franz Pfister sagt:

    Für das klassische Modell (Mann 100% Job, Frau 100% Kind) heisst das zusammengefasst:

    Nach Trennung im Konkubinat:
    Die Frau ist auf den guten Willen des Mannes angewiesen, dass er ihr Geld zur Verfügung stellt weil sie rechtlich keinen Anspruch darauf hat.
    Nach Trennung in der Ehe:
    Der Mann ist auf den guten Willen der Frau angewiesen, dass sie wieder selbst Geld verdient weil er rechtlich keinen Anspruch hat, dass sie einer Erwerbsarbeit nachgeht.

    Beide Varianten bieten Missbrauchspotenzial und sind reparaturbedürftig!

    • adlerauge sagt:

      Sehr schön zusammengefasst.

      • Ka sagt:

        kurzfristig stimmt das, aber aufs Alter hin sieht es im Konkubinat für die Frau noch schlechter aus, weil sie keinen Pensionsanspruch auf sein Einkommen während der gemeinsamen Jahre hat.

      • Franz Pfister sagt:

        @Ka: Im Alter ist es dasselbe. Es geht dann einfach ums PK und AHV Geld, nicht mehr um das „normale“ Einkommen.

    • tststs sagt:

      Hüstelhüstel, mag sein, dass ich mich irre, aber hat sich dieser Punkt „rechtlich keinen Anspruch hat, dass sie einer Erwerbsarbeit nachgeht“ nicht entscheidend geändert? Ein Gericht kann einer Frau den Unterhalten kürzen/streichen, wenn sie fähig zur arbeit ist (auch wenn sie vorher über 10 Jahre vom Arbeitsmarkt fernblieb)…
      Und bitte, es geht mir nicht darum, ein Geschlecht als benachteiligt zu betrachten, denn – Wasser auf die Mühlen – das Gesetz benachteiligt keine Geschlechter per se, sondern ein Partner innerhalb eines Systems.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Nach meinem Wissen ist es so, dass eine Frau mit kleinen Kindern (bis 7?, 10?), die sie betreut, nicht gezwungen werden kann, einem Erwerbsjob nachzugehen. Auch wenn sie bisher 100% gearbeitet hat. Das heisst, sie kann tatsächlich ihre Erwerbsarbeit reduzieren, weil ja nun die Kinderbetreuung durch den Partner wegfällt – auch wenn der diese noch so gerne in bisherigem Umfang leisten würde.

      • Franz Pfister sagt:

        Anstelle davon, dass das Gericht der Frau den Unterhalt kürzen/streichen KANN sofern irgendwer irgendwie beweist, dass sie arbeiten könnte, sollte das Gericht dem Mann die Möglichkeit anbieten, dass er sein Arbeitspensum bis zu 50% reduzieren KANN damit Frau im gleichen Masse arbeiten MUSS und sich so selbst versorgen MUSS während Mann in dieser Zeit für die Kinderbetreuung sorgen MUSS.
        Das Total-Einkommen der beiden muss dann nach Abzug von dem was für die Kinder benötigt wird, zu gleichen Teilen zwischen Frau und Mann aufgeteilt werden. Wie (normalerweise) in der Ehe zuvor auch.

    • Shane sagt:

      Saubere Antwort, ohne Zorn und plakativer Entrüstung. Danke Franz, Recht hast du!

  • Fabio Heiniger sagt:

    Die Resonanz auf den Beitrag zeigt, wie stark bei den Leserinnen und Lesern der Äusserungsbedarf ist. Ich würde mich äusserst freuen, wenn die Autorin ähnliche, aber ehrlich gemeinte Tipps auf Lager hat, wie man die Ehe planen könnte, so dass Mann sein Armutsrisiko reduzieren kann. Meiner Meinung nach sollte nach einer aufgelösten Ehe oder Konkubinat ein Fonds eingerichtet werden, in den beide nach indiv. Möglichkeit einzahlen, ansonsten niemandem etwas schuldet, keinen Cent!

    • tststs sagt:

      Im Moment vermisse ich zwar noch die Leserinnen, kann aber das Fernbleiben gut verstehen…
      „wenn die Autorin ähnliche, aber ehrlich gemeinte Tipps auf Lager hat,“ bin zwar nicht die Autorin, aber der Tipp ist ganz einfach: schlicht nicht dieses Modell wählen. Wenn man(n) nicht während der Ehe finanziell für die Frau/den Partner aufkommen muss, dann auch nicht nach der Scheidung. Dies bedingt aber, dass man(n) seinen Teil dazu beiträgt, dass frau/man auch mit Kindern arbeiten gehen kann…

      • tststs sagt:

        Und einfach weil wir uns noch nicht kennen Hr. Heiniger: ich unterstelle keinesfalls, dass dies hauptsächlich (oder gar einzig) am Willen der Männer scheitert; Gesellschaft und Wirtschaft hinken noch hintendrein…

      • Hotel Papa sagt:

        Was tut man, wenn, was nicht so selten ist, frau in einem „Selbstverwirklichungsberuf“ arbeitet, der zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel abwirft? Immer 100% gearbeitet (OK, das ist eher die Ausnahme) und trotzdem nicht in der Lage, wesentlich beizutragen?

      • tststs sagt:

        Mhmmm, dann wird es höchste Zeit für einen Mindestlohn in diesem Land 🙂
        Aber ich gehe mal davon aus, dass Sie das nicht meinen…

        Aber grundsätzlich einmal die Frage: wie sollte es überhaupt Ihr Problem sein? Ausser Sie machen es zu Ihrem Problem (indem man nämlich eine Frau heiratet und ihr verspricht, für sie finanziell aufzukommen ohne Bedacht zu haben, was das in letzter Konsequenz bedeutet…)

      • Hotel Papa sagt:

        Es ist insofern mein Problem, weil daraus das „ohne einen Rappen Alimente von oben resultiert. Und das Gericht hätte mich wohl hemmunglos zu „Nachehelicher Solidarität“ verdonnert (wenn ich den Begriff höre, kommt mir die Galle hoch), wenn sie ihn denn gefordert hätte. Dazu bestand aber nach dem Hupf von einem warmen Bett ins nächste kein Bedarf. Soviel Stil hat sie dann doch bewiesen.

        Ja, das ist Bitterkeit, die man da hört. Stehe ich dazu.

      • Anh Toan sagt:

        @Hotel Papa: Habe einen Bekannten, dessen Ex nicht mal soviel Stil hat: Die Frau hüpft in ein anderes Bett, er arbeitet 100%, betreut 2 Kinder (logischerweise zeitweise durch Dritte) und zahlt für sich, die Kinder, die Ex und ihre Anwältin, und den neuen, nicht arbeitenden Freund der Ex (Die Ex hat kein Interesse, den Scheidungsprozess zu erledigen). Kenne aber auch Männer, die sich vor Alimentenverpflichtungen drücken, und sich in Asien mit jungen Mädchen vergnügen, während zu Hause entweder die Ex oder der Staat für alles aufkommen muss.

        Manche Männer sind böse und manche Frauen auch.

      • Frank Baum sagt:

        @Ahn Toan: Die EX-Frau in Ihrem Beispiel verstösst gegen kein Gesetz. Die Männer, die sich in Asien vergnügen, währenddessen in der Schweiz die Ex vom Staat finanziert wird, hingegen schon. Es gibt böse Männer genauso wie böse Frauen. Wir haben aber ein Eherecht, bei dem böse Frauen ihr Unwesen treiben könne ohne dass sie gegen ein Gesetz verstossen.

      • Eni sagt:

        Sorry Anh Toan, kein Gericht verknurrt einen Expartner dazu, denn neuen Stecher der Ex zu subventionieren. Diese Geschichte geht doch eher unter Märchen von der bösen Hexe.

      • Anh Toan sagt:

        @Eni: Solöange die Scheidung nicht erledigt ist, und das kann lange hinausgezögert werden, schuldet der Erwerbstätige bedingungslos Unterhalt, und davon lebt dann auch der neue Freund. Habe ich erwähnt, trotz begrenzter Zeichenzahl.

        @Frank Baum: Das mit „kriminell“ ist aber ein Papiertiger: Mann „verliert“ seinen Job, nimmt ein Burnout, eine Depression, und findet halt nur etwas als Englischaushilfslehrer in Saigon für rund 1’500 USD pro Monat: Damit lebt man dort gut, kann aber nichts bezahlen.

      • Anh Toan sagt:

        @Frank Baum: Apropos „kriminell“: Hab mal einen Typen gehört, der die Frage, ob er kriminell sei, mit „nur in wenigen Ländern dieser Welt“ beantwortet hat.

  • The Damned sagt:

    Beim Sorgerecht sehen die Männer sowohl im Konkubinat (gar keine Rechte) als auch in einer Ehe steinalt aus. Nun sind wir also soweit, dass sowohl die vielgelobten, ’neuen‘ Beziehungsmodelle als auch die Ehe völlig untauglich sind… Langsam frage ich mich, ob da nicht eine politische Absicht dahinter steckt. Wem bringt eine Gesellschaft voller isolierter Individuen etwas..?

  • Joli sagt:

    Mütter zahlen immer drauf, wenn man es von materieller Sicht aus sieht. Wir müssen zurück zum Mutterrecht: Wer d.Kinder hat, dem gehört der Hof u.das Land, es wird von Mutter auf Tochter vererbt. Das Muttergut ist absolut tabu für Männer u.Söhne.
    Auf d.Moderne übertragen, würde das viel ändern.
    Andererseits finde ich es spannend, dass so wenige Männer d.Kinder zu sich nehmen, trotz deren Aussagen, dass sie sie doch sooo seeehr lieben. Kinderaufzucht ist das wohl mühsamste und undankbarste „Geschäft“ im Leben v.Menschen.
    Also Herren, zeigt mal wie fit, ausdauernd u.nervenstark Ihr seid…

    • Fabio Heiniger sagt:

      vielleicht deshalb, weil die Kinder von der Frau als Waffe missbraucht werden, und der Staat den Abzug drückt. Den zynischen Kommentar könnten Sie sich auch schenken, Fräulein Joli.

    • Sportpapi sagt:

      Ja, schon erstaunlich, wie wenige Männer nach einer Trennung die Kinder zu sich nehmen. Obwohl sie das alle doch könnten, wenn sie nur wollten…

      • tststs sagt:

        Durchbruch oder Ironie?!? 😉

      • Es gibt auch diese Version: Frau zieht nach 20 ehejahren aus, überlässt Haus und Hof dem Mann, zahlt Alimente bis sie die geteilte Sorgepflicht übernehmen kann! Auch nach der Scheidung werden die Bedürfnisse der Kinder in Freundschaft besprochen. Es wäre jetzt einfach mal zeit das, viele Männer von ihrem ANGSTROSS herunterkämen und die ehe wie auch die Scheidung mit weniger Emotionen angehen sodass ALLE noch Qualität in der Zukunft haben

      • Sportpapi sagt:

        @Irena: Gerade weil die Männer meist keineswegs von Angst erfüllt sind heiraten sie ja. Aus emotionalen Gründen allerdings, eher weniger aus Vernunft. Dass sie dabei auf die Nase fliegen können, ist aber natürlich Tatsache.

    • Hotel Papa sagt:

      Hier. Allerdings ohne eine Rappen Unterhalt von ihrer Seite. Und auch nur möglich, weil der Jüngere schon vierzehn war.

      • tststs sagt:

        Sie meinen wohl eher Alimente?

      • Hotel Papa sagt:

        Ja.

      • Unser teilzeitsportlehrer wieder mal! Da ich jetzt schon 50 Jahre auf dem Buckel habe können auch sie mir nicht weismachen das, Männer nur aus emotionellen gründen heiraten und wenn dies der fall sein sollte geht’s da um dasFREUD-SCHE PRINZIP (Ödipus ausgelassen). Und was bedeutend eigentlich emotionell? Nach Spinoza: Freude-Trauer-verlangen, es gibt noch etliche andere Möglichkeiten, siehe Aristoteles/Descartes/Kant/ Nietzsche etc.und zurück zum Thema: Paare heiraten weil sie aneinander Glauben, nicht mehr und nicht weniger…..

      • Sportpapi sagt:

        @Irene: „Paare heiraten weil sie aneinander Glauben, nicht mehr und nicht weniger…..“ Eben. Aus emotionalen Gründen.

    • chrigel sagt:

      nö, danke, das überlass ich dann doch lieber andern (genau wie meine partnerin)…!

  • Christoph Bögli sagt:

    Die einfachste Lösung wäre in dieser Situation nicht Heirat, sondern eine gleichmässige Aufteilung der Betreuungszeit bzw. wenn Arbeitszeitreduktionen nicht möglich sind ein Rückgriff auf Kitas und Co. Es ist keineswegs zwingend, dass einfach die Mutter die ganze Last tragen muss und als ach so modernes, eheloses Doppelverdiener-Paar sollte man das darum auch problemlos regeln können. Wenn das nicht gelingt muss man sich schon nach den Gründen fragen: Vorauseilender Gehorsam der Mutter? Oder weil es in dem Moment so schön bequem ist und nett sowieso mit dem Kind..?

    • tststs sagt:

      Also wenn wir es ganz nüchtern betrachten, dann ist das die Ideallösung: jedes Elternteil ist ab Geburt verpflichtet, 50% der Betreuung zu übernehmen. Wie er diese 50% löst, ist ganz seine Sache: selber kümmern, Grosseltern einspannen, während dieser Zeit arbeiten gehen und vom Lohn eine Nanny/die Kindsmutter bezahlen…

      • tststs sagt:

        Und wie immer gilt natürlich: vom Lohn eine Nanny/Nannerich/Kindsvater/Kindsmutter bezahlen… 😉

      • Sportpapi sagt:

        Aber das ist doch so! Die gleichberechtigten Eltern haben miteinander die Pflicht, ihre Kinder zu 100% zu betreuen. Wie sie das lösen, ist ihnen überlassen.

      • tststs sagt:

        Ahh, ich weiss schon, was Sie meinen SP…klar… 🙂

        Obwohl: Stellen Sie sich ein geschiedenes Paar vor, so mit klassichem Wochenende-Elternteil. Also beim einen Elternteil wohnt das Kind, wird betreut etc., der andere Elternteil zahlt Alimente und hat das Kind am Wochenende.
        D.h. ein Elternteil schaut pro Woche 3 Tage mehr, für diese 3 Tage erhält er Alimente. Die Frage ist jetzt, ob 1000.- Alimente ein angemessener Preis sind für 15 Tage Betreuung… wissen Sie was ich meine? Es nimmt doch nicht jeder seine 50%-Pflicht wirklich wahr…und in einem Polizeistaat könnte man das sanktionien

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Es ist Sache der Gerichte, eine faire Regelung zu finden. Alimente in Abhängigkeit zur wirtschaftlichen Kraft und zum Alter der Kinder. Ich mag da jetzt nicht spekulieren (wie kommen Sie gerade auf 1000 Franken?).

      • Eni sagt:

        Meine Kinder sind übers Jahr verteilt vielleicht 10 oder 12 mal bei ihrem Vater (hoch gerechnet), die übrigen Tage sind sie bei mir. Von 1000.- pro Kind kann ich nur träumen, ebenso von nachehelichen Unterhalt. Arbeite 60% und darf die Tagesstrukturen der Schule auch noch alleine berappen.

        Da wird doch wieder einmal von sehr hohem finaziellen Niveau ausgegangen.

      • tststs sagt:

        Also die 1000.- sollen überhaupt nicht in Stein gemeisselt sein. Ist so aus meiner Erfahrung der Durchschnittswert (aus allen Altern und Kaufkräften, kenne solche, die extrem hoch und solche, die extrem tief sind).
        Ich weiss, ist ein wenig ein konstruiertes Beispiel: es ging mir nur darum, dass SP natürlich im Prinzip recht hat, im IDEALFALL kümmern sich beide zu 50% darum. Aber in der Realität sieht es dann eben doch etwas anders aus…

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Das war keineswegs meine Aussage.

  • Martin Cesna sagt:

    Ich bitte die Autorin darum, sich die Prognosen der AHV-Renten im Vergleich zu den AHV-Beiträgen zu beschaffen für die Jahre, wo sie selber mal etwa AHV-berechtigt sein könnte. Die Realität dann könnte so sein, dass eine aktuelle Diskussion um die Altersabsicherung nur noch lächerlich ist. Auch die Pensionskassen haben ähnliche Prognosen, jedoch zusätzlich noch das Risiko der Börsen.
    Quitessenz: Postkarte mit 65 oder 69 von der AHV: 120.- Fr. monatlich, von der Pensionskasse etwas Ähnliches.
    Man arbeitet dann wieder bis zum Umfallen.

  • Richard Jones sagt:

    „Die Frau hat mit erheblichen Nachteilen zu kämpfen.“ Wenn sie so denkt, ist die eigene Denkweise ihr grösster Nachteil!

    Aber stimmt natürlich – im Mamablog darf es nicht sein, dass der Mann gut dasteht. Männer sind böse. Immer. Frauen das Opfer. Männer könnten sich nämlich von ihnen scheiden lassen. 50% tun es. Und die anderen 50% denken, er könnte es tun.

    Mehr als vor der Ehe müsste man vor der Wirtschaft warnen, die Männer täglich von ihren Familien wegreisst und Frauen vorlebt, eine Karriere sei das höchste der Gefühle. Sie ist für mehr der Scheidungen verantwortlich als die Männer.

    • Koller sagt:

      Sorry, sie lesen anscheinend nicht täglich, das war seit langem wieder mal ein Text zu Gunsten der Mütter. Ist ja auch ein Mammablog. Normal ist hier die Mütter zu kritisieren und ihnen für das ganze Unheil der Welt die Schuld zu geben. (siehe Hollenstein). Sie sehen ja die Kommentare, würde sagen zu 80% von Männern. Von Männern die nun Unterhalt bezahlen müssen. Haben sie sich wohl auch so wehement gewehrt als es darum ging wer auf die Kínder aufpasst? Warscheinlich nicht.. das kam ihnen gerade Recht.

  • Stefan sagt:

    Nun, es ist halt so: „De Füfer und s Weggli“, das geht nicht!
    Der Staat bietet mit der Ehe eine Pauschallösung. Der Vorteil ist, man ist für sämtliche Situationen abgesichert. Der Nachteil: Wenns in die Hose geht, wird kompliziert und man hat noch lange daran zu knabbern (rsp. zahlen)
    Wer nicht heiraten will hat auch einen Vorteil: Geht die Beziehung in die Brüche, sind keinerlei Verpflichtungen da.
    Die Nachteile sind im Blog beschrieben.
    Manchmal muss man sich halt entscheiden im Leben. Aber manchmal kann man einfach nicht alles haben!

    • tststs sagt:

      Ich stimme Ihnen absolut zu, ausser eine kleine Korrektur: „Der Nachteil: Wenns in die Hose geht, wird kompliziert….“ Eben nicht, wie Sie ja selber schreiben, vorher wird alles abgesichert/geregelt. Aber manch eine/r wird sich eben erst bei der Scheidung bewusst, auf was für einen Vertrag er/sie sich eingelassen hat…

      • Sportpapi sagt:

        Sind denn eigentlich diese Verträge auch gültig, die man zu guten Zeiten abgeschlossen hat? Z.B. auch Eheverträge. Oder sind die dann nicht plötzlich wieder „sittenwidrig“?

    • Frank Baum sagt:

      Leider bietet der Staat eine Pauschallösung, die für Männer extrem unausgewogen ist. Das gehört korrigiert, wie dieser Artikel demonstriert, der Mütter für Narren hält, die nicht von diesem Pauschalangebot gebrauch machen.

  • Sander Wermelinger sagt:

    Das Konkubinat benachteiligt die Frau, die Ehe benachteiligt den Mann… vielleicht sollte man die Gesetzeslage mal ein bisschen anpassen und sich irgendwo in der Mitte treffen.

    • tststs sagt:

      Insofern Sie Ehe mit traditioneller Rollenverteilung gleichsetzen: ja.
      Ansosten hat die Ehe ja den Vorteil, dass eben überhaupt ein Vertrag/Regelwerk aufgesetzt wird, das beide beeinflussen können.

  • The Damned sagt:

    Wenn wir weiterhin sämtliche Lebensbereich durchökonomisieren, sieht es bei uns bald so aus, wie in Japan, dass eine der weltweit tiefsten Geburtsquoten hat: 60 Prozent aller Männer und 40 Prozent aller Frauen haben keinen Partner mehr:

    http://www.japancrush.com/2013/stories/60-of-men-50-of-women-between-18-and-39-have-no-partner.html

    Dafür sind sie vorbildliche Wirtschaftssubjekte, die sich bis zum letzten Blutstropfen aussaugen lassen… Irgendwann einmal wird es zwischen den Menschen nur noch den Markt geben, Angebot und Nachfrage. Damit bewahrheitet sich das neoliberale Menschenbild.

    • marie sagt:

      voll ihrer meinung td! dem ist nichts mehr beizufügen. kann das sein, dass wir uns hier einmal mehr über ein minderheitenproblem „streiten“? in meinem umfeld müssen alle arbeiten, um die rechungen pünktlich zu bezahlen und ende des monats bleibt eher wenig übrig, wenn überhaupt was…

  • altkonkubine sagt:

    Die Juristin hat recht. Ich hab das selbst alles erlebt. Aber ob mir persönlich wohler gewesen wäre, wenn der Vater der Kinder von seinem kläglichen Büetzerlohn auch noch für mich hätte aufkommen müssen, bezweifle ich.
    Die Angelegenheit ist komplex, da spielen viele Faktoren eine Rolle. Schlussendlich ist unsere Gesellschaft doch alles andere als Kinder- und Familienfreundlich. Und das Mass aller Dinge für menschliche Bedürfnisse ist doch finanzielle Leistung und der sogenannte Durchschnittslohn der reichen Schweiz, der fern aller reellen Löhne von sehr vielen Arbeitnehmenden ist.

    • tststs sagt:

      Kann ich nur unterschreiben… Wie gesagt, ich bin absolut tolerant und jedes Paar nach seiner Facon… aber wie sich nach wie vor gewisse Paare für dieses Modell entscheiden, ist mir ein Rätsel (er malocht sich ins Burnout und sie wird nicht einmal bezahlt…oder umgekehrt)…

      • gabi sagt:

        Völlig tolerant, völlig tolerant!

        Jeder nach seiner Facon.

        Nur halt nicht nach der „falschen“ Facon.

        “wenn sich Männlein zu Hause ein Weiblein gönnt, dass auf Haus und Kinder aufpasst”

      • tststs sagt:

        Wissen Sie Gabi, wenn Sie mich schon zitieren, dann aber bitte erst, wenn Sie es auch verstanden haben! Habe ich irgendetwas gegen dieses System gesagt?!? Nope, ich habe nur gesagt, dass wer sich dafür entscheidet, auch mit den Konsequenzen leben darf. Und bitte, wir sind hier in einem Blog! Mein Tonfall darf also durchaus verraten, was meine persönliche Meinung zu einer Sache ist…und ich kann trotzdem tolerant dabei sein… oder heisst Toleranz für Sie, dass man keine Meinung mehr haben darf?

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Was heisst denn Toleranz für Sie? Inwiefern sind Sie tolerant? Und nach diesem Massstab: Wie kann man überhaupt intolerant sein?

      • gabi sagt:

        Ist doch ganz einfach, SP:

        Intolerant sind einfach immer die Anderen.

        Tolerant bin ich.
        Weil das, was Andere als intolerant empfinden, ist ja einfach nur meine Meinung.

        … Und meine Meinung zu unterdrücken ist natürlich – wir ahnen es schon! – intolerant.

        Hei; was ist das Leben doch einfach!

        🙂

      • Sportpapi sagt:

        Naja, offenbar ist mit tolerant gemeint: Ich will es ja nicht verbieten, aber… (und könnte ich es, würde ich es…)

  • wiseman sagt:

    all dieses gejammere von den sog. emanzipierten. da musste ein funktionierendes rollenmodell unbedingt umgestossen werden und jetzt wo es vielfach gelebt wird, scheint es wieder nicht recht zu sein. dabei gilt auch heute noch, was jeder mann früher oder später lernt. sobald kinder da sind, hat die frau das sagen und tut es auch! mit subtilen drohungen wird der mann gefügig gehalten, um den mütterlichen nestbau ja nicht zu gefährden. liebe männer, unsere weibchen haben uns früher oder später im griff, mit oder ohne trauschein. also traut euch oder lebt ganz unverbindlich ohne kleine racker.

  • Wüthrich sagt:

    Ein Behördenvertreter hat vor einiger Zeit einmal gesagt, dass es im Konkubinat gewünscht wäre, die absolute Freiheit zu haben. Da gehöre es dann dazu, dass jeder auch für sich selbst das Risiko trage, sonst könne man ja heiraten.

  • Alberto La Rocca sagt:

    Wieder einmal ein tränenrühriger Artikel, der uns die Benachteiligung der Frauen aufzeigen soll, die sich keinen Partner für die Nachzucht aussuchen wollen, der mit ihnen Familienarbeit und Broterwerb 50 : 50 teilen will.

    Im 21. Jh. kriegt man keine ungewollten Kinder, diese Frauen haben eine Entscheidung getroffen, für die sie (und ihr Partner) alleine verantwortlich sind. Wie lustig, dass die „empanzipierten“ Frauen immer wieder gerne auf die Wohltaten der patriarchalen Institution „Ehe“ zurückgreifen – heutzutage kann sie ja den Fünfer, das Weggli und das Lächeln des Samenspender haben …

    • tststs sagt:

      Nope, trauriger Artikel, der aufzeigt, dass Elternteile, die sich zu Hause um ihre Kinder kümmern und deshalb auf Erwerbstätigkeit verzichten u.U. benachteiligt sind. Es ist einzig die Realität, die hier das Geschlecht der überwiegend Benachteiligten bestimmt…

      • Alberto La Rocca sagt:

        a) niemand ist gezwungen sich zu reproduzieren
        b) jede Frau ist in der Partnerwahl frei – in der Schweiz sind Zwangspaarungen, bzw. -Ehen, strafrechtlich verboten
        c) noch nie in der Geschichte der Menschheit wurden die Reproduktionskosten in diesem Ausmass von der Gesellschaft getragen – das Patriarchat, bzw. die Ehe, war deshalb ein erfolgreiches System, weil es den Ehemann verpflichtet, für eigene und Kuckucks-Kinder anzuschaffen, sofern seine Frau (wie einige wenige Beispiele in der Schweiz) diese Verantwortung übernehmen will
        d) die Anspruchshaltung der Frauen erinnern mich an Carlos …

      • Alberto La Rocca sagt:

        c) sollte heissen:

        noch nie in der Geschichte der Menschheit wurden die Reproduktionskosten in diesem Ausmass von der Gesellschaft getragen – das Patriarchat, bzw. die Ehe, war deshalb ein erfolgreiches System, weil es den Ehemann verpflichtet, für eigene und Kuckucks-Kinder anzuschaffen, sofern nicht seine Frau (wie einige wenige Beispiele in der Schweiz) diese Verantwortung übernehmen will

  • Hanspeter Gantenbein sagt:

    Es ist heute absolut möglich, dass beide Elternteile 100% arbeiten. Nur wenn das ein Paar nicht will, oder eine Ehepartner das nicht will, dann muss entsprechend ein Elternteil Zeitweilig zu Haus bleiben. Das ist aber eine freie Entscheidung.
    Diese freie Entscheidung aber dem Mann anzulasten ist einfach nicht reif. Mich erinnert das ein wenig an den Fall Carlos der gerade in den Medien ist, da wird einfach gefordert und gefordert, aber keine Verantwortung übernommen.

    Fazit: Zu Hause Chef sein ist ein Privileg das mit Kosten verbunden ist die der arbeitende ausgleicht.

    • tststs sagt:

      Herr Gantenbein, genau das ist es doch, was ich auch meine. Jede Familie sollte sich so arrangieren, wie sie es will. Denn wenn sich die beiden dazu entscheiden zu 100% zu arbeiten (Kinderbetreung zB durch Hort), dann passiert es sicher nicht bei einer Scheidung, dass der Mann plötzlich für die Frau zahlen muss. Hat man sicher aber entscheiden, dass einer zu Hause bleibt und Kinder betreut und der andere arbeitet auswärts, dann ist es doch nur logisch, dass, wenn die Liebe vergeht (sprich Scheidung), die andere Abmachung noch gilt…

      • tststs sagt:

        „Zu Hause Chef sein ist ein Privileg das mit Kosten verbunden ist die der arbeitende ausgleicht.“
        Kinder zu haben ohne sie betreuen zu müssen, ist ein Privileg das mit Kosten verbunden ist, die durch externe Arbeit ausgeglichen werden. 😉

    • Weiblich123 sagt:

      Immer wenn in einer Familie mehr als 100% gearbeitet wird, werden die Kinder in die Kinderkrippe abgeschoben.
      Verantwortung abgeschoben.

  • Giulietta sagt:

    Dieser Satz: „Nur wegen einem Kind braucht man nicht grad zu heiraten“ ist für mich total unverständlich. Was könnte denn ein besserer Grund sein als ein Kind? Da kann ich nur sagen, selber schuld. All diese Frauen, die meinen, sie könnten das Rad neu erfinden und eben modern sein, müssen halt ihre Erfahrungen selber machen und wenn es gar nicht anders geht, dann halt auf die harte Tour.

  • Widerspenstige sagt:

    Die Kinderbetreuung gehört vom Staat finanziert durch einen Fonds, welcher diese kinderunfreundliche Alimentierung aufhebt. Dieser ständige unwürdige Streit um das Geld für Kinderbetreuung gehört verändert! Weder eine Mutter noch ein Vater darf innerhalb einer Beziehung und auch nicht bei Trennung benachteiligt werden. Diese Gesetze müssen endlich der Realität entsprechend angepasst werden. Also jedes Kind erhält höhere Kinder-/Ausbildungszulagen und finanziert sich selber via Staatsfonds. Dieser wird durch die Allgemeinheit gespiesen. Bis das gesicherte Grundeinkommen gGE eingeführt wird.

    • Widerspenstige sagt:

      Ist dieser Knackpunkt endlich gelöst, dann wird sich auch diese Frage ob Konkubiant oder Heirat entspannen. Denn beide Partner können sich trotz Kindererziehung einem Einkommen selbständig widmen. Das wiederrum bedingt eine gegenseitige flexible Arbeitsteilung und Teilzeit während den ersten vier Jahren bis das Kind in den Kindergarten geht. Dann ein Vertrag machen bei Konkubinat nach dem Prinzip einer Errungenschaftsbeteiligung wie bei Heirat als Alternative zur Gütergemeinschaft. Unter Berücksichtigung der Kinderbetreuung, welche separat aufgelistet werden sollte. Ja, das ist unromantisch.

      • Reto B. sagt:

        Diiiieehiiiiie Intttternatiooonaaaale *sing*

        Mit 15 hab ich auch noch geglaubt, dass das funktioniert.

        Später hab ich herausgefunden, dass was nix kostet nix wert ist und eine Gesellschaft, in der jeder machen kann worauf er/sie Lust hat nicht funktioniert. Deshalb ist der schöne Kommunismus immer irgendwie eine Diktatur geworden. Da wird man dann halt nicht mit Geld gezwungen, aber sonst.

      • Widerspenstige sagt:

        Reto, wo ist da Kommunismus drin in meinen Argumenten? Oder wieder die übliche Verwechslung von Kommunismus, Sozialismus, Sozialstaat? Und was kostet nichts und ist nichts wert im Zusammenhang mit meinen Aussagen? Falls die Gratisarbeit einer Familienfrau Zuhause gemeint ist, dann haben Sie recht damit.

    • James sagt:

      Das klingt in der Tat sehr praktisch! Einfach ein Problem dem Staat delegieren und durch die Allgemeinheit finanzieren…

      • tststs sagt:

        Es würde aber allen Benachteiligten (offensichtlich Männer und Frauen) helfen!

      • Hanspeter Gantenbein sagt:

        James: sie wissen ja auch, dass eine Gesellschaft durch Familien gemacht werden?
        Ein Staat der sich nicht um die Familie kümmert stirbt aus. Deswegen sind ja auch Schulen obligatorisch. Der Staat hat Interesse an einer gesunden nächsten Generation.

        Die Gesellschaftlichen Normen und Zwänge sind weggefallen, entsprechend sind auch Strukturen welche das zusammenleben gesichert haben nicht mehr existent. Wenn die Gesellschaft, der Staat, interessiert ist an gesunden modernen Familien wird sie neue Modelle, anstelle der Ehe/Scheidung, entwickeln müssen.

      • Sportpapi sagt:

        @Gantenbein: „Die Gesellschaftlichen Normen und Zwänge sind weggefallen, entsprechend sind auch Strukturen welche das zusammenleben gesichert haben nicht mehr existent.“ Ist das so? Funktioniert das so? Oder kann so vielleicht der Staat einfach nicht funktionieren?
        Basiert die Schweiz nicht auf der (freiwilligen!) Mitarbeit aller, gegenseitiger (aber nicht verordneter!) Solidarität? Darauf, dass jeder Verantwortung übernimmt und nach Kräften seinen Beitrag leistet, aber nur nimmt, wenn es gar nicht anders geht?

      • Reto B. sagt:

        „Basiert die Schweiz nicht auf der (freiwilligen!) Mitarbeit aller, gegenseitiger (aber nicht verordneter!) Solidarität? Darauf, dass jeder Verantwortung übernimmt und nach Kräften seinen Beitrag leistet, aber nur nimmt, wenn es gar nicht anders geht?“

        Sehr gut gesprochen! Genauso sollte es sein… Leider sehe ich nicht, dass es so ist. Friss oder stirb – nimm solange es hat – nach mir die Sintflut und Hedonismus und Egoismus allenthalben. Dass jemand mehr leistet als andere, weil er kann, wird schamlos ausgenutzt – selber Idiot! Das haben wir Herren wie Blocher und Ebner zu verdanken…

      • Sportpapi sagt:

        Nein, das haben wir Menschen wie Ihnen zu verdanken, die dieses Spiel mitspielen. Und erst noch anderen die Schuld dafür geben!

      • tststs sagt:

        Sorry, SP, jetzt muss ein wenig gemein werden: wenn Sie von sich selber tatsächlich das Gefühl haben, dem Ideal zu entsprechen und nicht wie jeder Mensch der „Friss-oder-Stirb-Maxime“ unterworfen zu sein, dann frage ich mich, wie Sie es in Ihrer Göttlichkeit überhaupt noch ertragen können zu uns moralisch äusserst flexiblen Leuten herabzusteigen, wo es sowieso an jedem Ecken mönschelet… 😉

        An dieser Stelle: en guete mitenand

      • Widerspenstige sagt:

        Bin ich froh über solche Argumente wie von tststs (long time no see here) und auch Hanspeter G! Dankeschön. 😀

    • Sportpapi sagt:

      „Weder eine Mutter noch ein Vater darf innerhalb einer Beziehung und auch nicht bei Trennung benachteiligt werden.“ Wenn wir doch nur wüssten, wie das gehen soll. Ich gehe davon aus, dass unter diesen Umständen noch mehr Frauen die Väter ganz aus dem Leben ihrer Kinder entfernen.
      Und wer speist eigentlich diesen Fonds?

      • Widerspenstige sagt:

        Lesen was ich zum Fonds geschrieben habe, SP. Es gibt Überschüsse oder Budgets vom Bund, die jährlich nicht ausgeschöpft werden wie jetzt beim Militär. Da kann doch eine Umverteilung stattfinden kurzfristig und so eine Fonds gespeist werden, nebst der EO! Was für eine Fragerei von Dir ständig.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Wenn es Überschüsse beim Bund gibt, könnte man ja Schulden abbauen oder Steuern senken. Wobei: Steuern senken mit weiteren Ausfällen ist ja sowieso geplant. Und nicht ganz freiwillig.

    • Roshan sagt:

      Je mehr ich darüber nachdenke, WS, desto weniger halte ich von staatlichen Fonds und umso mehr halte ich von Massnahmen, die die private Kapitalanhäufung begünstigen. Dies weil staatliche Fonds immer von einem angenommenen und dauerhaften Beziehungstand ausgehen, der im weitesten Sinn einer Ideologie folgt. Die Realität der einzelnen ist aber anders und unterschiedlich. Sowohl der Overhead als auch die Misinvestition solcher Fonds sind beträchtlich, und ich kann die betreffenden nicht einmal feuern, was ich bei privaten Kapitallösungen durch einen Wechsel jederzeit tun kann.

      • Roshan sagt:

        Im Übrigen hat mir bisher noch niemand die tatsächliche Machbarkeit des gge nachgewiesen, inklusive einer Finanzierungsrechnung. Die Idee ist gut, aber von den Finanzkreisläufen her immer noch ein pipe dream.

      • Widerspenstige sagt:

        Roshan, ich würde eine Kombination anstreben von staatlichem Fonds, gespeist via Überschüsse vom Staatsbudget und/oder Einsparungen durch eine Einheitskrankenkasse, und private Kapitallösung. Nur, wer sich eine 3. Säule leisten kann, der benötigt wohl keine staatliche Unterstützung via Fonds. Da wäre kein Giesskannenprinzip sinnvoll, sondern die Kinderzulagen berechnet nach Einkommen vor einer Geburt. Wer nicht 100% ein eigenes Einkommen generierte eine gewisse Zeit, würde entsprechend weniger vom Staatsfonds für ein Kind erhalten. Bei Härtefällen wären Kinder auf jeden Fall abgesichert.

    • Weiblich123 sagt:

      Sehr schön formuliert. Ausserdem sollte ein 100% Arbeitspensum (z.B. a je zwei 50%-Pensen) ja für eine normalverbrauchende Familie reichen.
      Es reicht immer denen nicht, die sich lieber um sich selber und ihre Altersvorsorge (über-)kümmern und dann ihre Kinder in eine Kinderkrippe abschieben.
      Traurig… aber heutzutage viel gelebte Wahrheit.

  • James sagt:

    Ich verstehe die Warnung an alle Frauen, die in diesem Artikel mitschwingt nicht. Es scheint doch ganz einfach zu sein. Ein Paar mit Kinderwunsch und (eher) traditioneller Rollenverteilung sollte heiraten. Logisch sollte sich de Frau dann absichern! Anderers sieht es bei einem Paar aus ohne Kinderwunsch oder mit einer Rollenverteilung, bei der beide (gleichwertig) arbeiten. Aus rationalen Überlegungen gibt es dann ja keinen Grund für eine Heirat.
    Als Fazit aus diesem Artikel muss Frau ja folgenden Schluss ziehen: Willst Du Sicherheit, dann strebe nach dem traditionellen Rollenmuster!

    • soswald sagt:

      Nein, das Fazit müsste sein: Bleibe finanziell unabhängig von deinem Partner /deiner Partnerin (Unabhängigkeit mit all ihren Vor- und Nachteilen …)

      • Reto B. sagt:

        Oder mal ganz ehrlich… Sind denn alle so verdammt blauäugig, dass sie ohne zu Wissen was auf sie zu kommt, Kinder machen? Wenn ihr verheiratet seid, und sie zuhause bleibt und nicht arbeitet, dann bist du als Mann finanziell für sie verantwortlich – unabhängig ob sie dich liebt, ihr miteinander in die Kiste steigt oder sie für dich kocht und putzt. Wenn ihr nicht verheiratet seid, dann liegt genau das Risiko bei der Frau, da sie „Gratisarbeit leistet“, die nicht abgesichert ist.

        Wer mit dem ein Problem hat, soll soswalds Rat befolgen!

      • tststs sagt:

        Hey Reto, das versuche ich hier schon seit Jahren klar zu machen…findet hier aber wenig bis kein Gehör…

      • tststs sagt:

        Okee, ich formuliere das Ganze halt überspitzter, aber was ernte ich dafür:
        Mich wundert überhaupt, mit welcher Geduld Ihnen da noch geantwortet wird, tststs, wenn Sie hier mit derart abwertenden Sprüchen wie “wenn sich Männlein zu Hause ein Weiblein gönnt, dass auf Haus und Kinder aufpasst” einsteigen.

        Pauschalisierend, tendenziell sexistisch und unverholen davon eingenommen zu wissen, was das Richtige zu sein habe.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Gabi hat doch recht. Sie wissen genau, was richtig ist. Alle, die anders entscheiden, nennen sie selber schuld. Und nennen das dann tolerant…

  • Alex M. sagt:

    Ist das Kind da, wird sie ihr Arbeitspensum auf 40 Prozent reduzieren. Er wird weiterhin jeden Tag zur Arbeit fahren. Sie werden, wie die meisten befreundeten Paare auch, heiraten. Als Absicherung für sie. Alles scheint geregelt.
    Doch das ist ein Trugschluss. Insbesondere für den Mann kann die Ehe zur Falle werden. Trennt sich das Paar ein paar Jahre später – dieses Risiko beträgt gemäss aktuellen Zahlen immerhin 50 Prozent -, macht er Zweiter. Der Mann hat mit erheblichen Nachteilen zu kämpfen. Dessen sind sich viele Paare mit Kind, die verheiratet sind, häufig nicht bewusst.

    • wiseman sagt:

      dies eröffnet auch neue chancen für mann und frau. ist mann nicht erpicht den eigenen gencode zu verewigen, gibt es neue möglichkeiten quasi eine ausfinanzierte familie zu übernehmen. die frau lässt sich einen grossteil der haushaltskosten vom leiblichen vater vergüten und geniesst den luxus unbeschwert mit einem neuen suger daddy. alles realität, bereits heute. also, wer macht hier zweiter?

    • clara müller sagt:

      „Trennt sich das Paar ein paar Jahre später … macht er Zweiter.“
      falsch! trennt sich das paar, machen BEIDE zweiter. ausser er verdient so viel, dass er sehr viel abdrücken muss und sie fristet ein fröhliches leben daheim als ex-ehefrau. mir persönlich ist allerdings kein solcher fall persönlich bekannt. in meinem bekanntenkreis sieht es jedoch so aus: die meisten leben finanziell okay als paar, bei der trennung wird es für beide wesentlich enger. bei den meisten bekannten arbeiten beide, meistens die frau weniger als der mann, geschätzt die frauen im schnitt 50%, die männer im schnitt 80-90%.

      • Weiblich123 sagt:

        Bei Verheirateten Paaren die ich kenne, die sich scheiden liessen, weil z.B. der Mann mit einer Neuen abgehauen ist, ist sie in den meisten Fällen so verletzt, dass sie auf alles verzichtet, nur um diesen Ars** loszuwerden. Verängstigte, meistens jüngere Frauen haben das so getan… also kommt es mit oder ohne Heirat auf dasselbe heraus in der Praxis. Ich kenne zumindest keine, die ihren Ex-Mann so über den Tisch gezogen hat, wie ihr Männer das hier wahrhaben wollt…

  • Sportpapi sagt:

    Also braucht es die Ehe, damit die Frau abgesichert ist. Dabei war doch an dieser Stelle immer wieder zu lesen, dass die Ehe nur den Männern dient… Wie auch immer. Im gleichen Zug, wie die Heiratsstrafe abgeschafft werden muss, sollten auch andere Probleme angepackt werden. Andererseits können doch Nachteile nicht gesetztlich ausgeglichen werden, wenn diese doch gerade bewusst eingegangen werden. Man kann doch nicht „unabhängig“ schreien und sich dann über fehlende Unterstützung beklagen. Transparenz der Vor- und Nachteile ist gefordert und dann freie Entscheidung.

  • Rüdiger sagt:

    Ich habe es nicht bereut meine Liebste geheiratet zu haben. Wir verdienen beide gleich viel. Aber nebst dem Fact dass meine Frau eine Business-Woman ist, hat sie halt dieselben old-school-skills wie meine Mutter (fürsorglich, gut-kochend usw.). Sollten wir einmal Kinder haben, wäre ich bereit zu Hause zu bleiben, sollte es wirtschaftlich gesehen mehr Sinn machen. Traurige Realitäten die da im Artikel beschrieben werden. Habe dies zum Glück nie selbst erleben müssen…

    • tststs sagt:

      Hey Rüdiger, das freut mich für Sie… Ehrlich 🙂 Sie scheinen einer der wenigen Männer zu sein, die das Glück hatten, nicht einen Drachen zu erwischen, der sie nach der Heirat dazu zwingt „die Klappe zu halten“ oder am „Existenzminimum“ zu leben…
      Aber warten Sie…wahrscheinlich sind Sie gar kein richtiger Mann…die anderen werden Sie sicher gleich aufklären… 😉

      • Sportpapi sagt:

        Er hat noch keine Kinder. Und er ist zwar bereit, allenfalls zu Hause zu bleiben und den Kindern zu schauen. Wahrscheinlich seine Frau aber auch, weshalb sie dies am Schlüss übernehmen wird…

      • wiseman sagt:

        geniessen sie ihre zeit, jetzt, wirklich ! es kööönnte ja noch ein klein wenig anders kommen, wenn sich die mütterlichen fürsorge skills weniger auf sie und mehr auf den nachwuchs richten. aber keine angst, sie werden schon geduldet im haushalt, sofern sie schön parieren. widerspruch ist zwecklos und exit bringt sie, zumindest auch finanziell, an den abgrund. ach ja und drei jahre dannach stellen sie fest, dass ihre business woman samt ihrem spross beim neuen business ken eingezogen ist und sie das kinderzimmer, den privatunterricht und vieles mehr immer schön bezuschussen.

      • tststs sagt:

        So, Rüdiger, jetzt wissen Sie’s…

      • Eni sagt:

        Warum müsst Ihr alles mies machen? Seid Ihr so frustriert, dass Rüdiger eine gute Beziehung hat?

        @ Rüdiger

        Herzlichen Glückwunsch, dass es auch schöne Beziehungsbeispiele gibt. Viel Glück weiterhin.

    • Bea sagt:

      Realität ist immer, was man daraus macht… Unsere Realität sieht so aus, dass mein Mann und ich beide gleich viel arbeiten, bzw. uns Erwerbs- und Bereuungsarbeit teilen. Funktioniert für uns sehr gut so und hat den Vorteil, dass Beide finanziell unabhängig bleiben und vom Kleinen als gleichwertige Bezugspersonen wahrgenommen werden.

      • Weiblich123 sagt:

        Schön. Das freut mich. Ich bin verheiratet, hatte damals vorgearbeitet, damit zu 90% unser Haus finanziert um bei einem evtl Kind zu Hause bleiben zu können. Mein Mann verdiente immer viel weniger als ich. Ich musste mir aber seit unserem Sohn immer wieder von ihm anhören: Du hast es ja schön, ich muss arbeiten gehen, das ist streng. Geh doch Du arbeiten…
        Dass ich hier zu Hause einen 24 Stunden Job habe sieht er nicht, er jedoch nur 8h.
        Was zeigt das? In unserer Gesellschaft gilt:
        -der Mann verdient mehr
        -wenn der Mann finanziell schwach ist, soll die Frau nebn Kindern auch noch arbeite

  • Roger Möschler sagt:

    Nach einer Heirat kann der Mann nur noch wählen zwischen Klappe halten oder Existenzminimum

  • Thomas Kern sagt:

    Unglaublich wie hier mit einer Selbstverstaendilichkeit propagiert wird, dass der Mann fuer die Frau schaffen soll, auch dann noch, wenn die beiden schon getrennt sind. Emanzipation ade, oder eher Emanzipation nur dort, wo es fuer die Frau Vorteile bringt?

    • Norma sagt:

      Wer sollte dann, Ihre Meinung nach, auf die Kinder aufpassen?

      • Thomas Kern sagt:

        @Norma: Ja beide Eltern zu gleichen Teilen natuerlich.

      • Reto B. sagt:

        Sind sie nicht der Meinung, dass eine längerdauernde Absenz vom Arbeitsmarkt Lohneinbussen mit sich bringt (gegenüber dem Vollzeitelternteil, dass regelmässig Lohnerhöhungen bekommen kann während dieser Zeit).

        Diese sind also voll zu lasten dessen Elternteils, der zu Hause geblieben ist?

  • M.K. sagt:

    Wenn man den Partner bzw. die Familie nur noch als finanzielles Risiko betrachtet, sollte man eine Beziehung bzw. Gründung einer Familie ganz bleiben lassen
    @turi m. „was sowieso nicht geht, dass frau während kinderhaben nicht arbeitet“ Es ist auch den Männern freigestellt
    sich um die Früchte ihrer Lenden zu kümmern. Es ist jedoch erstaunlich, wieviele Ausreden geltend gemacht werden, um dies (vermeintlich) nicht tun zu können.
    Ein Lob denjenigen Paaren, wo auch der Mann zu Gunsten der Familie sein Arbeitspensum reduziert hat!

    • Sparter sagt:

      Was genau ist am möglichst wenig arbeiten lobenswert?
      Nichts gegen Kinderbetreuung, etc. aber dieses ewige, das ist lobenswert, jenes nicht ist einfach lächerlich und obendrein ein Luxusproblemchen. Die meisten Eltern in diesem Land arbeiten beide: der eine Teil 100% oder fast 100% der andere ca. 50% und bei allem Respekt, die Aufteilung hat in aller Regel rein gar nichts mit Wahlfreiheit zu tun sondern in erster Linie mit Verantwortungsgefühl gegenüber den Kindern und ökonomischer Notwendigkeit.

    • Widerspenstige sagt:

      Richtig M.K.! Das geht wohl einfach noch nicht in diejenigen Köpfe rein, die es betrifft. Während der Vorschulphase eines Kindes Teizeit arbeiten und sich seiner Rolle als Familie bewusster werden hat noch keinem frischgebackenen Vater einen Zacken aus seiner Vaterrolle abgebrochen. Es gibt immer mehr Arbeitgeber, welche dies einsehen und bei entsprechender Nachfrage nachgeben. Es ist ja nur für eine begrenzte Zeit von 1 – 2 Jahren auf 80% oder 60%. So what?

      Hotel Papa, die ‚Notwendigkeit‘ ist bei sehr vielen Fällen ein Rohrkrepierer. Genau! 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Naja, die Vorschulzeit dauert in der Regel 5 Jahre, bei drei Kindern 10 Jahre…

      • Sparter sagt:

        @Widerspenstige
        Wenn das die Leute so wollen, dürfen sie das gerne tun, aber bitte immer auch die Konsequenzen daraus selber tragen und nicht anderen aufbürden.

    • Weiblich123 sagt:

      Einverstanden. Ich merke aber, dass die meisten Paare (also beide) jeweils sehr bald wieder 100% arbeiten und das eigentliche Kindererziehen den Kinderkrippen zuschieben. Weil: es ist super anstrengend ein 100% Elternteil zu sein! Jeder kümmert sich deshalb nur um seinen eigenen Arsch. Keiner um die Kinder.
      Ich sage ja nicht, man muss pro Kind 20 Jahre zu Hause bleiben, aber zumindest dass die ersten paar Jahre jemand für die eigenen Kinder auch zuständig ist (wie so schön gesagt: für die eigenen Früchte seiner Lenden). Am besten beide teilzeit. Noch schöner: zusammen
      Traurige Gesellschaft..

  • tststs sagt:

    Ach, ich habe wieder einmal das Gefühl, die Hälfte der LEute (Männer!???) hat den Blog wieder mal nicht richtig gelesen: Das Konkubinat benachteiligt IM PRINZIP den zu Hause bleibenden Elternteil (IN DER REALITÄT ist dies halt im Moment immer noch die Frau). Man könnte von mir aus auch behaupten, dass die Scheidung IM PRINZIP den auswärts Geld verdienenden Elternteil benachteiligt (IN DER REALITÄT momentan meistens noch der Mann). ABER – und ich habe das schon oft genugt betont – wenn sich Eltern für dieses Modell entscheiden, also einer kümmert sich zu Hause, der andere „bezahlt“…

    • tststs sagt:

      (und sei es nur in Form von Kost und Logis), dann löst sich dieser Vertrag eben nicht mit dem Dahinscheiden der Liebe auf. Oder anders gesagt, wenn sich Männlein zu Hause ein Weiblein gönnt, dass auf Haus und Kinder aufpasst, dann kann er sich diesem Vertrag einfach entziehen, wenn die Liebe gegangen ist!

      • Sportpapi sagt:

        „Wenn sich Männlein zu Hause ein Weiblein gönnt, dass auf Haus und Kinder aufpasst.“ Oder eher: Wenn der Mann es dem Weibchen gönnt, die ersten und besten Jahre zu Hause mit den Kindern zu verbringen, während er auswärts die Famiie versorgt… Sie merken schon, was für ein schräges Weltbild Sie haben. Richtig ist, dass man für eine gewisse Zeit in gegenseitiger Verantwortung/Abhängigkeit verbleibt, verbleiben sollte. Gerade dies ist doch das Problem bei Scheidungen, wo heute vielen Männern ihre Rechte aberkannt werden, die (Zahl-)Pflichten aber (und noch vermehrt) verbleiben.

      • Hanspeter Gantenbein sagt:

        „wenn sich Männlein zu Hause ein Weiblein gönnt, dass auf Haus und Kinder aufpasst“

        sie scheinen in der Zeit stehen geblieben zu sein.
        zu Hause auf die Kinder aufpassen ist immer noch eine autonome Angelegenheit.

        Die Frau ist nicht die Angestellte des Mannes. Falls sie der Meinung sind, dass Männer sich Frauen gönnen und diese abhängig sind von den Männern, dann überrascht es mich nicht, dass sie ein Weltbild haben in welchem die Männer alles regeln. Ein wenig mehr Selbstverantwortung von Ihnen wäre wünschenswert.

      • tststs sagt:

        „Wenn der Mann es dem Weibchen gönnt, die ersten und besten Jahre zu Hause mit den Kindern zu verbringen, während er auswärts die Famiie versorgt“ Genau… aus Selbstlosigkeit haben Männer (und nicht vergessen: auch gewisse Frauen) bis dato auf diesen wunderbaren Job „die ersten und besten Jahre“ verzichtet…
        Und ich frage Sie, SP, stimmt meine Analyse nicht? Könnte nicht jeder Mann dem aus dem Weg gehen (Verarmung bei Scheidung), wenn er schon während der Ehe dafür „sorgt“, dass sie gleich viel arbeiten kann/muss?

      • tststs sagt:

        Herr Gantenbein, es ist schade, dass Sie, anstatt auf meine Statement einzugehen, sich an der überspitzten Formulierung aufhängen,Ich frage deshalb ganz nüchtern: Ein Ehepaar geht den folgenden Vertrag ein:
        Sie verdient auswärts die Brötchen, er bleibt zu Hause und kümmert sich um die Kinder. Sie erhält ihren Lohn vom Arbeitgeber, er erhält seinen Lohn in Form von Kost und Logis. (Er verzichtet in dieser Zeit auch auf Weiterbildung etc.) Nun kommt es so, dass sie halt findet, die Liebe sei tot und kündigt ihm die Liebe auf. Hat sie jetzt das Recht auch den anderen Vertrag einseitig zu künden?

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: In der Realität ist es wohl meist so, dass der Mann einverstanden ist, dass die Frau – selbstverständlich – für einige Zeit vor allem bei den Kindern zu Hause bleibt. Vielfach wohl mit der Idee, dass dies vorübergehend der Fall ist. Wie stellen Sie es sich denn vor, dass der Mann die Partnerin dazu zwingt, gleich viel zum Familieneinkommen beizutragen? Wie soll das gehen? Und was, wenn sie dann nach Geburt sich z.B. plötzlich nicht mehr in der Lage sieht, ihre Erwerbsarbeit wieder aufzunehmen? Etwas, was verständlicherweise häufig vorkommt?

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Interessante Ausgangslage. Sie wird gar nichts künden, solange sie in Gefahr ist, dass der Mann dann mit den geliebten Kindern wegzieht…
        Und ja, irgendwie müssen doch die zusätzlichen Ausgaben für zwei Haushalte finanziert werden. Und ja, wenn man jemandem die Liebe und die Partnerschaft kündigt und von diesem nichts mehr wissen möchte, dann ist es doch schwer verständlich, dass man nach wie vor sein Geld möchte. Dass ein gewisser Ausgleich stattinden muss, das ist ja wohl klar.

      • Hanspeter Gantenbein sagt:

        ja klar hat sie das recht. nur wer sichert sich nicht ab und wenn es dann schief geht muss der andere zahlen?
        ein Mensch der sich so komplett vom anderen Menschen abhängig macht, das ist fahrlässig.

        Den Luxus, dass einer mit den Kindern zu Hause bleiben kann ohne zu Arbeiten, die Zeiten sind praktisch vorbei.
        Das können und wollen sich nur noch wenige leisten. Klar können sie es versuchen, aber wie gesagt, es ist fahrlässig.

      • tststs sagt:

        @SP und Hr. Gantenbein: und jetzt vertauschen Sie in obigem Beispiel mal die Geschlechter…

        „Dass ein gewisser Ausgleich stattinden muss, das ist ja wohl klar.“ Sorry SP, aber ich hatte im Mamablog noch nicht ein einzigs Mal das Gefühl, dass bei gewissen Teilnehmern die Einsicht herrscht, dass ein Grossteil der Menschen/Männer, die Unterhalt und/oder Alimente bezahlen, dies auch zurecht und mit guter Begründung tun (müssen). Es wird nur immer als unfair und von der hinterfotzigen Frau eingefädelt betitelt.

      • tststs sagt:

        „ein Mensch der sich so komplett vom anderen Menschen abhängig macht, das ist fahrlässig.“ Und trotzdem hat unsere Gesellschaft bis vor wenigen Jahren die Frauen genau dazu gezwungen.
        Jeder moderen Mann hat doch nicht zu letzt aus Eigeninteresse höchstes Interesse daran, dass seine Frau finanziell unabhängig von ihm bleibt, sprich, dass er sein möglichstes dazu tut, dass sie selber arbeiten gehen kann. Oder, sollte man sich für Eigenbetreuung der Kinder entschliessen, der Daheimbleibende einen rechtskräftigen Arbeitsvertrag hat, mit festem Lohn, inkl. AHV etc.

      • Reto B. sagt:

        @tststs, genau das ist der Punkt! Und ja, ich bestehe darauf, dass meine Frau arbeitet! Das habe ich auch immer und klar kommuniziert. Sie weiss, dass ich nicht der Bezahler und Provider von Haus und Unterhalt sein will. Unabhängig von unserer Beziehung zueinander.

        Ja es ist schön, wie man sich als Mann gut finden kann, wenn man seinen Liebsten alles ermöglichen kann, weil man wirtschaftlich gut ist. Und es ist auch so, dass, solange die Kinder klein sind, die Präsenzzeit sehr hoch ist, Erziehung und Pflege sind harte Arbeit. Trotzdem!

      • Sportpapi sagt:

        @Reto: Wenn ich mich recht erinnere, haben Sie noch keine Kinder. Bin dann gespannt, wie Sie dieses „ich bestehe darauf“ umsetzen. Falls Ihre Frau das nach der Geburt plötzlich nicht mehr so plastisch sieht. Da verändert sich einiges…

      • tststs sagt:

        @Reto B. Absolut unterstützenswert! (Ich werfe mich zu Ihren Füssen, wenn Sie auch noch ja sagen würden, wenn Ihre Frau als Job auch die Kinder betreuen könnte, resp. natürlich auch Sie!!!)
        Und wenn man(n) dann an eine Frau gerät, die das nicht mitmacht (aus Traditionsdenken, aus Faulheit, aus welchen Gründen auch immer), dann kann man diese Frau von mir aus als reaktionären Drachen, der nur auf den eigenen Vorteil aus ist, abtun…aber man sollte so eine Frau dann auch nicht heiraten und bei der Scheidung verwundert die Augen reiben… *fggg*

      • gabi sagt:

        Mich wundert überhaupt, mit welcher Geduld Ihnen da noch geantwortet wird, tststs, wenn Sie hier mit derart abwertenden Sprüchen wie “wenn sich Männlein zu Hause ein Weiblein gönnt, dass auf Haus und Kinder aufpasst” einsteigen.

        Pauschalisierend, tendenziell sexistisch und unverholen davon eingenommen zu wissen, was das Richtige zu sein habe.

      • Frank Baum sagt:

        Wenn einer arbeitet und der andere nicht, wieso soll man dann bis zum Ende seiner Tage zum Unterhalt verpflichtet sein? Insofern ist das Konkubinat fair. Wenn Kinder im Spiel sind, dann soll Unterhalt an die Kinder geschuldet sein. Das ist OK. Aber an die Ex-Frau? Nein. Die kann arbeiten gehen und sie soll es auch tun. Immerhin: die Feministinnen erzählen uns immer, wie emanzipiert die Frauen sein wollen. Sie sind es nur dann nicht, wenn sie auf Alimente verzichten müssen. Dass daran die Männer schuld sein sollen, zeigt einmal mehr, dass Feminismus und Eigenverantwortung nicht zusammen passen.

      • Reto B. sagt:

        Aber gabi, das ist es ja eben genau…

        Wenn die Frau sagt, ich bleib schon zuhause, geh du arbeiten, wir teilen uns das auf – dann heisst das auf gut deutsch ich übernehme die Regelarbeitszeitbetreuung und du die Regelarbeitslohnarbeit. Was auch immer für eine Karriere da eventuell noch gewinkt hat wird aufs Abstellgleis geschoben, beim Wiedereinstieg ist Madame im Maximum gleichweit wie beim Anfang der Kinderpause. Und jetzt kommt der springende Punkt. Diese Entscheidung wird von beiden gefällt, mit allen Vor und Nachteilen für beide. Heuchler – wenn euch das erst nach der Scheidung stört.

      • Reto B. sagt:

        Und jetzt in den Worten von tststs mit Männlein Weiblein und gönnen. Diese Art der Familie ist nicht besser oder schlechter als andere. Aber wer verheiratet ist 100% arbeitet und die Frau 100% zuhause lässt, der hat diesen Vertrag schon unterschrieben! Man kann unter Umständen darüber reden, wieviel und wie lange der Mann der Frau bei einer eventuellen Scheidung nachzuzahlen hat, da er finanziell besser dasteht, dass er aber auch der Frau und nicht nur den Kindern etwas schuldet steht imho ausser Frage.

      • Reto B. sagt:

        Und ja SP, ich hab noch keine Kinder, abwarten, lange gehts nicht mehr, bei uns läuft schon die Planung, wer wie arbeitet, sobald es soweit ist. Je mehr ich mich mit euch hier unterhalte, desto härter wird meine Position, dass ich persönlich zurückschraube und meiner Frau Lohnarbeit ermögliche / von ihr Lohnarbeit erwarte. Nicht zuletzt, da sie die bessere Ausbildung hat als ich. Sollte es anders kommen, werde ich hier in Kürze zu Kreuze kriechen – versprochen, ich gehe aber nicht davon aus, da meine Frau bis jetzt immer Wort gehalten hat.

      • tina sagt:

        reto, das finde ich eine super einstellung, ich bin sicher das geht auf

      • Sportpapi sagt:

        @Reto: „Man kann unter Umständen darüber reden, wieviel und wie lange der Mann der Frau bei einer eventuellen Scheidung nachzuzahlen hat, da er finanziell besser dasteht, dass er aber auch der Frau und nicht nur den Kindern etwas schuldet steht imho ausser Frage.“ Ja, das steht ausser Frage. Ich kenne einfach viele Frauen, die nach der Geburt nicht mehr wie geplant zur Arbeit zurückgekehrt sind, weil sie die Prioritäten halt einfach verschieben. Grundsätzlich sehe ich das ja auch wie du. Nur glaube ich, dass es auch den Kindern gut tut, bis zum Kindergarten jemand zu Hause zu haben.

      • Sportpapi sagt:

        Und das kostet und hat Konsequenzen. Wir gehen diesen Weg. Und sollte es einmal zu einer Trennung kommen, so ist es klar, dass es zu Ausgleichszahlungen kommen muss. Aber ebenso, dass die geplante Aufstockung der Arbeit der Partnerin mit zunehmendem Alter der Kinder erfolgen muss.

      • tina sagt:

        sportpapi: auch teenager schätzen es, jemanden zuhause zu haben, musste ich feststellen. hätte ich nämlich nicht erwartet. aber das kann ja auch der vater sein, auch in ungetrennten elternbeziehungen

      • Sportpapi sagt:

        Natürlich, Tina. Und es kann sicher auch für die Väter spannend sein!

      • PR sagt:

        „Nun kommt es so, dass sie halt findet, die Liebe sei tot und kündigt ihm die Liebe auf. Hat sie jetzt das Recht auch den anderen Vertrag einseitig zu künden?“
        Der fundamentale Fehler in dieser Argumentation ist, dass es eben nicht sie ist, die den Vertrag kündigt, sondern er. Er kann ausziehen, sich Kost und Logis und vieles mehr finanzieren lassen auf ihre Kosten. Dabei wird er vielleicht noch ca. 50% der Aufgaben übernehmen, für die er anfänglich angestellt war, nämlich lediglich die Kinderbetreuung, nicht aber Einkaufen, Kochen, Putzen, Waschen, Administration usw.

      • PR sagt:

        … gleichzeitig sind die Kosten für sie aber um einiges höher, da zwei Wohnungen finanziert werden müssen. Ausserdem muss sie unter Umständen weite Wege gehen, um die Kinder zu sehen, zumindest viel weitere als vorher. Sie bezahlt also viel mehr, bekommt dafür aber viel weniger geboten. Und das alles ohne jegliches Mitspracherecht ihrerseits.

        Wie man sieht, sind beide Modelle unfair für den jeweils anderen Part. Allerdings kann man im einen Fall über Zusatzverträge abhelfen, im anderen (Heirat) nicht. Ausserdem erlischt die Liebe bei der Frau um einiges schneller, sobald ein Kind da ist.

    • Weiblich123 sagt:

      Also, ich bin jetzt seit 5 Monaten Mutter und bin 24 Stunden mit Kinderbetreuung beschäftigt. Ein 300%-Job also. Das ist gesetztlich ja verboten. Und bezahlen dürfte mich für 300% Arbeit auch niemand legalerweise. Also doch eine Gesetzeslücke??

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Dass Frau im Konkubinat im Nachteil sind, stimmt nur, wenn nach Abzug des Lebensnotwendigen kein finanzieller Spielraum mehr vorhanden ist. Ist dieser Spielraum aber vorhanden, so lässt sich das sehr wohl auch privat regeln (z.B. 3. Säule für die Ehefrau als Ausgleich zur PK des Mannes usw.). Wenn ich einen derartigen Vertrag abschliessen müsste, wäre meine Konkubinatspartnerin je nachdem im Vor- oder Nachteil. Faires Verhalten würde ihr Vorteile bringen, unfaires Verhalten (Wohngemeinschaft mit neuem Freund und trotzdem die volle Unsterstützung beanspruchen usw.) Nachteile.

  • Roli sagt:

    Der heutige Mann weiss, dass er bei der Heirat zu 50% seinen zukünftigen Privatkonkurs unterschreibt.
    Kein Wunder nimmt die Bereitschaft zur Bindung bei Männern immer mehr ab.

    Das heisst nicht das es schlecht ist die Frau gesetzlich für den „Notfall“ Scheidung finanziell abzusichern.
    Leider tritt der Notfall in der heutigen Zeit immer mehr ohne Not ein.

  • turi m. sagt:

    für mich als kinderloser mann ist die sache recht einfach. bin selbständig, universitäre bildung, eigene firma. für mich kommt bloss eine frau als zukünftige kindsmutter in frage, die mindestens dieselbe bildung hat und mindestens ebensoviel verdient. alles andere wäre ein zu grosses risiko, ausgenommen zu werden. sei es, weil wie @sturm 8h09 beschreibt, der mann vielerorts benachteiligt ist, oder bei der heirat bzw trennung. was sowieso nicht geht, dass frau während kinderhaben nicht arbeitet. kenne viele frauen in einer beruflichen sackgasse, die kind als ‚ausstieg‘ sehen, als jobwechsel…

  • Bernhard Sturm sagt:

    Bei uns kommt ein andres Problem dazu: wir sind Konkubinatspartner, arbeiten beide zu 70% und haben 2 Kinder, teilen uns die gesamte Haushaltsarbeit exakt auf und verdienen gleich viel. Als Mann werde ich benachteiligt wenn es um alle Abzüge geht: bei den Sozialversicherungen gelte ich als kinderlos, meine Partnerin als alleinerziehend und kann so alle Abzüge geltend machen. Auch erschwerend kommt hinzu: meine Altersvorsorge lässt es zu, dass meine Partnerin als Begünstigte bei meinem Ableben eine Rente bekommt, umgekehrt geht das nicht (staatliche Pensionskasse meiner Partnerin).

    • Eni sagt:

      Man kann nicht den 5-er und das Weggli haben. Rechnen Sie doch einfach: wenn eine Heirat Sie besser stellen würde, dann heiraten Sie, ansonsten halt lassen.

      • Hotel Papa sagt:

        Wie man hier von 5er und Weggli reden kann, ist mir schleierhaft. Hier ist doch genau so ein Paar, das sich die Aufgaben gleichmässig aufteilt, wie es gerade hier immer wieder vorgeschlagen wird. Als dank für eine moderne, MENSCH-gemässe Arbeitstielung wire er vom System gev…

      • Eni sagt:

        @ Hotel Papa

        Man kann heiraten oder halt eben nicht, aber man muss die Konsequenzen tragen. Bleibt man im Konkubinat, kann Frau ev noch KK-Prämien-Subventionen beantragen, was je nach Verdienst des Partners bei Heirat wegfällt. Heiratet man, werden die Steuern anderst berechnet, dafür ist die Rentensicherug für Hinterbliebene besser geregelt. Tschuldigung, ich habe die Gesetze auch nicht gemacht und kann nichts für die Ungerechtigkeiten, aber schliessich muss man sich halt entscheiden, welche Form der Ungerechtigkeit weniger Einbussen (für alle) mit sich bringt.

  • Fabio Heiniger sagt:

    „… wie wenig sich werdende Mütter mit der persönlichen Absicherung beschäftigen“: Jeder so denkende Mann wird von der schweizerischen Femokratie gleich als Egoist abgestempelt. Bei den Frauen ist es natürlich völlig in Ordnung, aus „Absicherung“ zu heiraten, um dann mit 40 ihre Option zur Frühpensionierung einzulösen. Schon mal darüber nachgedacht, warum immer weniger Männer daran denken zu heiraten? Weil keiner Lust hat, sich eigenhändig vogelfrei zu erklären und als Glücksautomat mit staatlicher Bedienungsanleitung zu fungieren.

  • Markus Jordi sagt:

    Neben der Absicherung BEIDER Ehepartner (es soll ja auch Väter geben, die zugunsten der Kindererziehung ihr Arbeitspensum reduzieren) sieht das Institut der Ehe auch einen ordentlichen, gesetzlich klar geregelten Auflösungprozess vor. Dies ist beim Konkubinat nicht der Fall. Da wird mit einfacher Gesellschaft und ähnlichen Hilfskonstrukten herumgeeiert. Mag sein, dass Konkubinatspartner länger zusammen sind als Ehepartner (statistisch nachgewiesen???), aber lieben sie sich deshalb länger/mehr? Auch wenn man einfach gehen könnte, tun dies doch die Wenigsten, insbesondere, wenn Kinder da sind.

  • Bruno sagt:

    Ich fasse zusammen: Bei einer Scheidung wird der Mann ruiniert und lebt fortan in einer Einzimmerwohnung, bei einer Trennung nach Konkubinat muss die Frau aufs Sozialamt. Beides ist etwa gleich bescheuert. Die einzige Lösung, die ich sehe, heisst Grundeinkommen. Das würde womöglich auch die Scheidungs- und Trennungsquote deutlich senken, weil Mama wie Papa genügend Zeit haben, um neben der Krampferei Zeit mit den Kindern zu verbringen.

    • Lennart Kirill sagt:

      @Bruno, Weshalb bitte soll die Allgemeinheit der Steuerzahler für die privaten Entscheide Einzelner bezahlen müssen? Die Entscheidung heirten oder im Konkubinat zu leben, Kinder zu haben oder keine Kinder zu haben ist eine private Entscheidung und die Konsequenzen davon sollten auch die Menschen selber tragen.

      • Hotel Papa sagt:

        Weshalb sollen die, die sich entscheinen, Eltern zu werden, als einzige dafür zahlen, dass es in Zukunft weitergeht, und dass z.B. die hedonistishcen Kinderfreien jemanden haben, der ihnen im Alter den A… abwischt?

    • Widerspenstige sagt:

      DAS ist der Punkt und MUSS endlich zügig in diese Richtung gehen, Bruno und Hotel Papa! Wie schön, dass ich das noch lesen darf hier aus Männermund. 😀

      Lennart, weil Du in einer Gesellschaft lebst und nicht alleine auf einer Insel, die nur Dir gehört. Gecheckt? Wir sitzen alle in dieser Gesellschaft im selben Boot – ausser den ganz Privilegierten, die sich jederzeit absetzen können auf ihren steuerbefreiten Inseln….

  • Hugo Knüsel sagt:

    In der Schweiz kennt man weder die Zwangsheirat noch das Zwangskonkubinat. Die Ehe als pekuniäre Absicherung der Frau, wer hätte das gedacht, propagiert ausgerechnet von einer Frau, in einem Forum, dass sich üblicherweise daran ergötzt den Männern mehr oder weniger subtil vorzuhalten, wie nutzlos sie doch im Vergleich zur modernen, besserausgebildeten, besserverdienenden Frau doch sind. Da geht doch etwas nicht auf. Köstlich welche Blüten dieser Genderscheiss so treibt.

    • Ralph sagt:

      Keine Zwangsheirat in der Schweiz? Für Männer schon, siehe Claudias Beitrag um 7:41 am 3. 9.13: http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/34472/konkubinat-muetter-machen-zweite/comment-page-1/#comment-642825

    • tststs sagt:

      Und herrlich was Sie uns hier für Knüselblüten präsentieren! Es ist ja ok, irgendetwas nicht so toll zu finden, aber dann sollte dies doch etwas kohärent sein und „verhebe“; wenn Sie es so ein Scheiss finden, dann frage ich mich nämlich, weshalb Sie soviel Energie (sprich Tastenanschlage) darauf verschwenden…
      😉

      • Ralph sagt:

        Gebranntes Kind…

      • tststs sagt:

        Mhmmm, also gerade heute (als ich mich endlich wieder mal in den Mamablog wage), habe ich das Gefühl, es sei gerade Gruppentherapie für gebrannte Kinder… 😉
        Ehrlich, wie kann man aus einem „das Konkubinat benachteiligt diejenigen, die zu Gunsten der Kinderbetreuung zu Hause bleiben“ ein „Frauen ruinieren durch Scheidung die Männer“…. (ok, die Autorin hätte im Titel einfach „Elternteil“ durch Mütter ersetzen sollen)….

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ja, wie kann man aus der Überschrift „Konkubinat: Mütter zahlen drauf“ und entsprechendem Text auf das Thema: „Heirat benachteiligt/ruiniert Männer“ kommen. Seltsam, oder?

      • Hugo Knüsel sagt:

        @tststs: Wenn man Ihren „Beitrag“ so liest, hat man den Eindruck, Sie hätten das Wort „kohärent“ erst nachschlagen müssen, oder habe ich etwa Ihre überaus subtile Ironie überlesen? Gute Besserung.

  • Ralf Müller sagt:

    Männer, jetzt haben wir es schriftlich von einer Frau: Wenn wir heiraten sind wir die Verlierer! Also gleich bleiben lassen!

    • tststs sagt:

      Aber nur, wenn Sie Ihre Frau zu einer Hausfrau und Mutter machen…

      • Hanspeter Gantenbein sagt:

        „Aber nur, wenn Sie Ihre Frau zu einer Hausfrau und Mutter machen….“

        wieder so eine Antwort wo der Mann über die Frau entscheidet. Krass, sie machen sich ja komplett abhängig vom Mann.
        Entsprechend wollen sie das Verhalten von Ihm ändern damit sie ja nie in die Gefahr laufen von dem Mann zu etwas „gezwungen“ zu werden. Newsbreak, wir leben im Jahr 2013. Sie sind ein freier Mensch. Mehr Selbstverantwortung bitte.

      • tststs sagt:

        Naja, also wenn eine Frau einen Mann zum Verlieren machen kann, dann kann ein Mann eine Frau zur Hausfrau machen…
        Aber ja Herr Gantenbein, Sie möchten mich gerne in einer bestimmten Ecke sehen und werden alles, was ich schreibe, genau dahingehend passend interpretieren…. (ach langsam kommt mir wieder in den Sinn, was am Mamablog so mühsam ist…)

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Sie stellen sich doch ganz bewusst und resolut genau in die Ecke, in der sie dann auch gesehen werden. Sie teilen kräftig aus, sind aber gerne eingeschnappt, wenn es im gleichen Stil zurückkommt.

      • Hanspeter Gantenbein sagt:

        „Naja, also wenn eine Frau einen Mann zum Verlieren machen kann, dann kann ein Mann eine Frau zur Hausfrau machen…“

        Mann wie Frau können zu Verlierern gemacht werden. Beide tun dies jedoch aus freien Stücken. Meist unüberlegt. Die Konsequenzen lesen wir dann in der Zeitung.

        Die Frau rutscht in die Hausfrauenrolle, der Mann in die Ernährerrolle.
        Wir haben ein Systemproblem wo die Menschen, wenn sie nicht sensibilisiert sind, reinrutschen, das wenn es schief läuft, nur Verlierer Produziert.

      • Sportpapi sagt:

        @Gantenbein: Sie und tststs sind sich ja eigentlich völlig einig… Ausser natürlich, dass bei Ihnen beide „flutschen“, bei tststs aber fast schon traditionell der Mann bestimmt und sowieso immer selber schuld ist. Aber wissen Sie, es könnte ja auch sein, dass nichts schief läuft, weil sich beide Partner bemühen, dass es klappt. Dann könnte es sein, dass eine traditionelle Arbeitsteilung zu einem Mehrertrag führt und beide glücklich macht.

  • Andrea sagt:

    Der Beitrag von Frau Braun ist nur zutreffend bei traditioneller Rollenverteilung, nicht aber wenn beide arbeiten. Dann ist es im Gegenteil wegen der Steuern sehr viel sinnvoller, nicht zu heiraten – die Steuern würden durch die Heirat sehr viel höher.

    • Fabian sagt:

      Nun, das ist natürlich absolut korrekt. Gehen wir davon aus, dass beide Elternteile das selbe Pensum arbeiten und auch genau gleichviel verdienen, ist ihre Schlussforlgerung richtig und eine Heirat lohnt sich wirtschaftlich betrachtet nicht, im Gegenteil! Doch seien wir mal ehrlich… auf wieviele Paar mögen diese Vorssetzungen zutreffen? Der besser verdienende Teil könnte den Partner natürlich auch mit Arbeitsvertrag für die Kindererziehung anstellen, aber das scheint dann doch ein bisschen umständlich…

      • Nina sagt:

        Umständlich mag es sein. Aber warum nicht, denn was ist die Alternative wenn der Mann aus den von Ihnen dargelegten Gründen Angst vor einer Heirat hat. Es würde die Altersvorsorge der Frau sichern, die von ihr geleistete Arbeit würde Werschätzung erfahren und das Lohngefälle würde ausgeglichen. Die Frage bleibt nur, wer zahlt ihren Lohn oder kümmert sich um doe Kinder nach einer Trennung…

  • Daniel Küttel sagt:

    Tja, somit ist es jetzt mal wieder ausgesprochen worden: Heiraten ist für den Mann scheisse, und Konkubinat für die Frau. Man sieht, dass im Gesetz auf beiden Seiten deutlich nachgebessert werden MUSS. Es ist unausweichlich. Das eine FRAU zu einer Heirat rät ist ja kein Wunder, sie ist ja bei der Scheidung auch nicht die Weihnachtsgans, die nach allen Regeln der Kunst ausgenommen wird.

    • Fabian sagt:

      Das trifft dann wohl den Nagel so zielich auf den Kopf.

    • tststs sagt:

      Und auch für Sie nochmals betont: Konkubinat ist nur für denjenigen scheisse, der auf eine bezahlte Arbeit zu Gunsten von Haus und Kinder verzichtet! Scheidung ist für denjenigen scheisse, der sich nicht vorher überlegt, was er da überhaupt für einen Vertrag eingeht! (die Geschlechter haben da eigentlich nichts zu suchen…)

      • Sportpapi sagt:

        Das sieht die Autorin, die sich halt mit der Realität befasst, aber ganz anders.

      • tststs sagt:

        auf eine bezahlte Arbeit zu Gunsten von Haus und Kinder verzichtet = Frau (zumindest in den meisten Fällen)

        Ihnen ist schon klar, SP, wenn in der Realität die Kinderbetreuung vor Ort zu Hauptteilen von Männern übernommen würde, dann würde der Artikel lauten, „Konkubinat-Väter machen zweite“?

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Richtig. Falls es dann einen solchen Artikel gäbe.

  • vertraege!! schutz fuer beide, schlussendlich ist die realitaet der sieger nicht die gefuehle….

  • Claudia sagt:

    Mir wurde sofort nach den ersten zwei Jahren klar, als ich auf unsere Zwillinge aufpassen musste, dass für mich eine Heirat ein „must“ ist. Sobald zwei Kinder da sind und die Frau berufsbedingt viel weniger oder gar nicht arbeiten kann, muss sie sich durch eine Heirat absichern. Ich wäre mir wie ein Idiot vorgekommen, wenn ich mich finanziell nicht so abgesichert hätte – da ich doch 24 h für die Familie da war und hätte sich mein Mann irgendwann getrennt wäre ich finanziell überhaupt nicht abgesichert gewesen. Darum „zwang“ ich meinen Mann zur Heirat.

    • dres sagt:

      Und jetzt sind alle glücklich? Ich wünsche es.

    • Ralph sagt:

      Der Mann, das arme Schwein, als Versicherung für die Frau. Wie romantisch…

      • tststs sagt:

        Super, soll ich jetzt schreiben, die arme Frau, als Gebär- und Betreumaschine für das Überleben seiner Gene?! Na wohl kaum…

      • Reto sagt:

        Na ja, lieber Ralph! Sie müssen das positiv sehen – sonst zahlen Sie als Steuerzahler… Heiraten und scheiden ist Privatvergnügen. Wieso sollte also jemand anders bezahlen ausser die Beteiligten? Trau schau wem.

      • Hanspeter Gantenbein sagt:

        „Super, soll ich jetzt schreiben, die arme Frau, als Gebär- und Betreumaschine für das Überleben seiner Gene?! Na wohl kaum…“

        „Na ja, lieber Ralph! Sie müssen das positiv sehen – sonst zahlen Sie als Steuerzahler… Heiraten und scheiden ist Privatvergnügen. Wieso sollte also jemand anders bezahlen ausser die Beteiligten? Trau schau wem.“

        bla bla. das ist doch einseitiges Geschwätz und sicher nicht nachhaltig. Die besten Beispiele wie eine Gesellschaft den Bach runter geht. Kein Wunder schaut jeder nur noch für sich selber.

    • er wurde ja auch zur VATERSCHAFT gezwungen.:)

      • Claudia sagt:

        Ja die Kinder sind jetzt 8 Jahre alt und ich werde bald wieder mehr arbeiten können. Ich konnte mich in aller Ruhe um die Kinder kümmern. Mein Mann ist nach anfänglicher Skepsis sehr zufrieden. In ein paar Jahren könnte ich mir sogar vorstellen als Hauptverdiener zu arbeiten, damit er sich selbständig machen kann (ein grosser Wunsch von ihm). Ich denke es geht darum, dass beide aufeinander Rücksicht nehmen und man sich gegenseitig unterstützt. Wenn man etwas langfristiger denkt, sollten beide auf die Wünsche des anderen eingehen, so dass sich jeder verwirklichen kann.

      • Sportpapi sagt:

        Super, Claudia!

  • Christoph Vogel sagt:

    Und wenn alles wunderbar läuft, erhalten die Verheirateten im Pensionsalter nur anderthalb AHV-Renten anstelle von zwei vollen Renten, wenn sie ein Konkubinatspaar geblieben wären … Schon mal daran gedacht?

    • Das ist aber noch lange kein genügendes Argument, warum derjenige Gatte, der beruflich zugunsten der Kinderbetreuung zurücksteckt und sich damit Einbussen bei seinen AHV- (und PK-) Beiträgen einhandelt, mit unterlassener Ehe auf einen Ausgleich der AHV- (und PK-) Beiträge (und Witwer-/Witwenrente im Todesfall) verzichten sollte.

      Die AHV-Renten eines Ehepaares sind ausserdem „nur“ provisorisch plafoniert. Nämlich nur so lange sie sich nicht gerichtlich trennen (oder scheiden). Die Plafonierung entfällt bei gerichtlich genehmigter Trennung. Gesplittet wird die AHV (spätestens im Alter) sowieso.

    • The Damned sagt:

      Dann lässt man sich halt wieder scheiden vor der Pensionierung und kassiert anschliessend zwei volle Renten! Ich kenne Paare, die das erfolgreich gemacht haben.

      • Eni sagt:

        Sich vor der Pensionierung scheiden lassen, bringt zwar 2 volle Renten, aber zusammen wohnen darf man dann nicht mehr.

      • tststs sagt:

        ? Darf man ab 65 nicht mehr im Konkubinat zusammenleben? Oder geht es um sowas wie Irreführung der Ämter?

      • erstaunlich was menschen alles fuer geld machen……………….

      • Eni sagt:

        Ein Bekannter von mir, wollte sich ebenfalls vor der Pensionierung scheiden lassen (und weiter mit seiner Frau zusammen bleiben) und da wurde er seitens Behörden klar informiert, dass bei einem erneuten Zusammenleben mit seiner Frau dann trotzdem nur die Ehepaarrente ausbezahlt werde.

  • Felix sagt:

    Im Falle einer Heirat verhält es sich genau umgekehrt. Mutter und Kind sind abgesichert, der Mann steht mit leeren Händen da.

  • Alissia sagt:

    Der letzte Abschnitt ist der wichtigste, der Titel falsch,er setzt voraus, dass main der traditionellen Rollenteilung lebt. Aber dann wird ja meist eh geheiratet.

    Solange die Partner wirtschaftlich etwa gleichwertig sind und sich beide gleich viel um die Kinder kümmern, gibt es keine Grund, zu heiraten. Die Liebe zueinander kann auf andere Arten bezeugt werden. Und meist sind Konkubinatspartner länger zusammen als verheiratete, da es ehrlicher ist und sie nicht zusammen bleiben „müssen“, nur weil sie verheiratet sind. Eine Heirat macht vielleicht dann im fortgeschrittenen Alter Sinn…

    • Giovanni sagt:

      Im fortgeschrittenen Alter macht die Heirat keinen Sinn, da man sich als Ehepaar die AHV Rente teilen muss.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Alissia:
      „Und meist sind Konkubinatspartner länger zusammen als verheiratete…“
      ist ein Mythos, nach einer gewissen Zeitspanne kommen auch diese an drei Weggabelungen, die einen trennen sich-, die anderen entschliessen sich zur verbindlicheren Einheit, und die dritten verbleiben im Konkubinat.

      Die Konkubinatsform an sich hat keine bessere Haltbarkeit als die einer Ehe-
      nach wie vor entscheiden das die Beteiligten mit ihrem Verhalten.

  • Knecht Stephan sagt:

    Und mit der Heirat ist dann der Mann im Falle einer Scheidung der gelackmeierte. Frau muss dann nicht arbeiten wenn sie nicht will. Die Ex meines Arbeitskollegen arbeitet nur 50% weil sie keinen Bock hat für mehr, er zahlt sich dumm und dämlich jetzt damit Madame 50% auf dem Sofa verbringen kann.

    • Eni sagt:

      Dafür sorgt sie an 365 Tagen im Jahr für die Kinder. Ist doch ein Deal, oder?

      • Sportpapi sagt:

        Eher nicht, nein.

      • Georg sagt:

        Ja, ist ein Deal, aber ein lausiger für den Mann. Nun, der Mann könnte sich ja seinen Namen verdienen und sich wehren. Ich kenne auch einen Fall…: Da hat der Mann zu seiner Frau gesagt, er werde für die Kinder bezahlen, aber keinen Rappen für sie. Sollte sie etwas für sich fordern, weil sie ja, „nicht erwerbstätig sein könne“ wegen der Kinder, werde er dem Richter zeigen, dass sie nicht für Kinder sorgen könne, und er, der Mann werde die Kinder übernehmen. So ward es dann. Es ist nämlich wirklich so, dass sich viele „Scheidungsmamis“ ein süsses Leben auf Kosten ihres Ex machen.

      • tststs sagt:

        jööö Georg, sollen ich Ihnen was sagen, es gibt mehr als eine Frau die freiwillig auf Unterhalt verzichtet, weil sie auf keinen Fall noch von ihm abhängig sein will, obwohl es ihr zustehen würde…

      • tststs sagt:

        Und ich kenne einen Fall, wo sie für ihn Unterhalt zahlen muss. Und ich kenne einen Fall, wo gar keine Alimente (geschweige denn Unterhalt) gezahlt wird…etc pp

      • Eni sagt:

        @ George

        Das ist doch alles heisse Luft, was Sie da von sich geben. Mein Ex hat wollte mich auch auf diese Weise zum gemeinsamen Sorgerecht erpressen und hat mir damit gedroht, die Kinder weg zu nehmen. Wissen Sie was der Richter da zu meinem Ex gesagt hat? „Sie können ja noch nicht einmal für sich selber sorgen, aber Ihre Frau hat bewiesen, dass sie gut für die Kinder sorgen kann:“ Der Chef der örtlichen Sozialbehörde geht noch weiter, indem er sagt, dass selbst bei meinem Ableben die Kinder keines Falls zu ihrem Vater kommen, sondern fremdplatziert.

  • Georg sagt:

    Ich bin nicht persönlich betroffen. Aber ich sehe, wie Frauen mit oder ohne Grund die Ehe verlassen, wie sie behaupten, sie könnten keinen Finger mehr rühren, weil sie sich voll um ein mehr oder weniger kleines Kind kümmern müssten – was nach ihrer Ansicht jede Erwerbstätigkeit verunmöglicht -, wie sie das halbe Vermögen mitschleppen, das ihr Mann aufgebaut hat – sie können das nämlich nicht und waren auch nie interessiert daran – und wie sie sich für viele Jahre aus der Ferne aushalten lassen. Achtung, Männer: Die Ehe ist eine Falle für euch, wenn ihr nicht aufpasst und euch deutlich wehrt!

    • Georg sagt:

      Korr.: „…sie können das nämlich nicht und waren auch nie interessiert daran …“ will heissen, sie können das nämlich nicht, ein Vermögen aufbauen, und sie waren auch nie an dieser Aufgabe interessiert.

      • Astrid Meier sagt:

        Was das Betreuen kleiner Kinder angeht: diese werden öfter krank, und wenige Arbeitgeber sind heutzutage bereit zu akzepieren dass Angestellte mehrmals pro Jahr einige Tage fehlen, um kranke Kinder zu betreuen. Das ist ein real existierendes Problem in Zeiten der zerrissenen sozialen und familiären Netzwerke.

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht sollte man dann halt mal in die sozialen Netze investieren, statt diese schlechtzureden. Und übermässige Absenzen wegen sehr vielen Krankheitstagen können ja auch mal aus Solidarität mit dem Arbeitgeber ausgeglichen werden.

    • Bernhard sagt:

      Ich bin selber zu 50% Hausmann und muss sagen, dass der Job bei mir an zweiter Stelle kommt. Gleich nach Feierabend gehts nach Hause. Überstunden, Sitzungen, Meetings oder Weiterbildungen liegen nicht drin. Ein gern gesehener Arbeitnehmer sieht anders aus…Lohnerhöhungen oder Karriere ist reine Utopie. Ich kann es niemandem übel nehmen, wenn er/sie findet, dass wenigstens einer der beiden beruflich ein bisschen „Gas“ geben soll! Und da wir vor allem in diesem Bereich noch keine Gleichberechtigung haben, ist das halt meistens der Mann. Das ist reine Ökonomie…

  • Elisabeth Krail sagt:

    Es werden immer weniger Paare heiraten, das scheint in ganz Europa eine unaufhaltbare Entwicklung zu sein. Die im Artikel aufgeführten Nachteile für die Frau, wenn es zur Trennung kommt und Kinder vorhanden sind, sind offensichtlich und real. Hier sollte sich die Gesetzgebung diesen schon lange festzustellenden Entwicklungen anpassen, sonst erhält die Gesellschaft zunehmend massive Sozialfälle, während sich (in der Regel) der männliche Partner aus der Verantwortung stiehlt. Ein Paar mit Kindern sollte grundsätzlich eheliche Verpflichtungen gesetzlich eingehen müssen wie Verheiratete.

    • Peter Steiner sagt:

      Die Gesetzgebung hat das bereits geregelt: Zivilstand Heirat.

    • Reto Berger sagt:

      Bestimmt nicht, Frau Krail. Dann könnte eine Frau bspw. heimlich die Pille absetzen und der Mann müsste die hinterhältige Dame dann trotzdem heiraten. Es ist gut so wie es ist, geheiratet wird nur, wenn der Mann sein Einverständnis gibt. In Sachen Kinder hat die Frau ja weiterhin die alleinige Kontrolle.

      • Astrid Meier sagt:

        Wieso sollte die Frau die Last der Verhütung tragen, Reto Berger? Ein Mann hat durchaus die Möglichkeiten unerwünschten Nachwuchs zu verhinder. Sich kindlich auf die Frau zu verlassen in der Angelegenheit und dann schmollend seine Verantwortung nicht wahrzunehmen scheint mir nicht der richtige Weg. Zudem kann der Mann ja auch die Kinder betreuen und dafür auf eine Vollanstellung verzichten, dann hat er schon auch Kontrolle über die Kinder…

      • Sportpapi sagt:

        @Astrid Meier: Was ist das für eine Welt, in der der dumme ist, wer sich auf den (geliebten) Partner verlässt? Dieses „Unterjubeln“, das ja hoffentlich nicht häufig vorkommt, ist nichts anderes als Täuschung und Betrug und kann nicht entschuldigt werden. Und was meinen Sie, wie viele Frauen, die unbedingt ein Kind wollen, würden zulassen, dass dieses nach Geburt dann mehr oder weniger vollständig vom Vater betreut wird?

  • Sehr sachlich, sehr richtig. 🙂

    • Hanspeter Lechner sagt:

      … (aber nur) aus der Sicht der Frau!

      • Eva sagt:

        Nicht aus Sicht der Frau, Hanspeter Lechner, sondern aus Sicht des Partners, der im Job mehr zurücksteckt zu Gunsten der Kinder. Dass das in den Köpfen unserer Gesellschaft immer noch die Frau sein MUSS ist für mich total unverständlich! Es sollte doch heutzutage endlich genau so selbstverständlich sein, wenn beide Partner gleich viel arbeiten oder der Mann sein Pensum mehr reduziert.

      • Fabian sagt:

        Nein, sehr sachlich und sehr richtig! Allerdings nicht sehr ausgewogen, das stimmt schon…

      • Sportpapi sagt:

        @Eva: Der Bericht bezieht sich halt darauf, wie es ist, nicht wie es sein sollte. Denn dann gäbe es das Problem ja gar nicht.

      • Hanspeter Gantenbein sagt:

        zurücksteckt zugunsten der Kinder. Ja, die gleiche alte Leier. Mit Kinder den Tag lang zu sein ist ja so was von schrecklich. Wieso habt Ihr denn Familie?
        zu Hause der Chef, den ganzen Tag selber planen können, Badi, Zoo, malen basteln, und das soll schlimm sein? Wer das nicht auf die reihe kriegt ist einfach nicht organisiert.

        Mir scheinen diese Anklagen sind schuld Komplexe der Frauen, sie wissen, dass sie es verdammt gut haben.

      • tststs sagt:

        Naja, Herr Ganteinbein, in unserer Gesellschaft zeigt sich der Wert einer Arbeit halt immer noch über die Entgeltung…
        Und ja, es hat was mit Komplexen der Frau zu tun: nämlich seit Jahr und Tag eine Arbeit zu tun, die ja ach so toll und erfüllend ist, die aber gleichzeitig keinen müden Rappen in die Kasse bringt, Und wenn man sich dieser Ungerechtigkeit bewusst ist, wird diese gleich ins schlechte Gewissen abgedrängt…“man mache es doch für die Kinder“…

      • Hanspeter Gantenbein sagt:

        tja dann reissen sie sich zusammen und bringen die Kinder in die Krippe, den Hort und den Grosseltern. (also das können sie ja als Paar so entscheiden) und suchen sich einen 100% Job. Wo ist das Problem?
        Ach, sie wollen auf die Kinder aufpassen, aber es gibt kein Geld, keine Absicherung dafür? Steckt da das Problem?

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Das ist jetzt wirklich immer die gleiche Leier. Nein, der Wert der Arbeit misst sich keineswegs nur an der Entgeltung. Und persönliche Befriedigung bemisst sich ganz sicher nicht am Lohn. Es gibt schon einen Grund, weshalb viele Frauen (und wahrscheinlich gäbe es auch einige Männer, wenn sie denn könnten) ihren gut bezahlten Job hinschmeissen, weil sie mal etwas Wertvolles, Sinnvolles tun möchten. Kinder aufziehen, sich in und für die Gesellschaft engagieren. Es ist ein Luxus, den sich heute zum Glück doch noch einige Familien leisten können.

      • tststs sagt:

        „Ach, sie wollen auf die Kinder aufpassen, aber es gibt kein Geld, keine Absicherung dafür? Steckt da das Problem?“
        Jaaaaa Herr Gantenbein, da ist der Hund begraben! Würden Hausfrauen und Mütter (und selbstverständlich auch Hausmänner und Väter) angemessen für ihre Arbeit entlöhnt werden (egal jetzt ob durch Partner, Staat, Grundeinkommen o.ä.), dann würde sich die ganze Problematik nicht stellen!

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Die werden doch anständig entlöhnt. Mit viel persönlicher Befriedigung und dem gleichen Anteil/Mitsprache am Familieneinkommen wie der Partner. Manchmal haben sie so mehr Geld zur Verfügung als sie alleine verdienen könnten, aber das nur nebenbei.

      • Hanspeter Gantenbein sagt:

        „“Ach, sie wollen auf die Kinder aufpassen, aber es gibt kein Geld, keine Absicherung dafür? Steckt da das Problem?”
        Jaaaaa Herr Gantenbein, da ist der Hund begraben!“

        ach wissen sie tststs.

        mir ist schon oft aufgefallen, dass die Frauen gar nicht sagen können was sie wirklich wollen.

        Sie wollen nicht mit der Katze aus dem Sack. Deswegen haben wir auch all diese Quoten Diskussionen die am Schluss den Frauen nicht wirklich helfen und den Männern ein Bein stellen. Dabei suchen sie eigentlich einen Weg Ihre Existenz (als mögliche Mutter) abzusichern.

      • tststs sagt:

        Als ob persönliche Befriedigung und Mitspracherecht je satt gemacht hätten… come on

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Als ob die Frauen in der Schweiz wirklich verhungern würden. Come on!

      • tina sagt:

        sportpapi, das gilt in der bestehenden beziehung. der blog verweist aber auf die stellung des partners, der die erwerbstätigkeit zu einem grossen teil aufgab (im gegensatz zum anderen), nach einer trennung.

      • tina sagt:

        getrenntlebende väter verhungern ja auch nicht, auch ohne sorgerecht und auch wenn sie ihre kinder nur noch gelegentlich sehen. trotzdem ist das ein umstand den man diskutieren kann und soll. es hat nämlich gründe, dass es so kommt. wie auch der risikofaktor armut bei müttern, nach einer trennung. kann man sich anschauen, kann man diskutieren.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Schon richtig. Ich habe allerdings ganz allgemein auf tststs reagiert. Dass im Falle einer Trennung ein angemessener Ausgleich stattfinden muss habe ich nie bestritten.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.