Was für ein Geburtstrauma?

Ein Papablog von Maurice Thiriet.

Mamablog_popofatticus

Ein männliches Geburtstrauma lässt sich verhindern: Ein Vater mit Neugeborenem. (Flickr/popofatticus)

Anfang Woche war an dieser Stelle die Belastung einer Geburt für Väter Thema. Diese hätten sich gemäss Umfragen allein gelassen und hilflos gefühlt, was in vielen Fällen nachhaltige Traumata zur Folge gehabt habe.

Das muss nicht sein. Wenn Sie vor, während und nach dem Ereignis nachfolgende Vorkehrungen treffen und Anweisungen befolgen, wird jede Niederkunft auch für Sie zu einer angenehmen und bereichernden Erfahrung:

Vor der Geburt:

  1. Besuchen Sie auf keinen Fall einen Geburtsvorbereitungskurs und lesen Sie nichts zum Thema. Alles, was sie brauchen, ist Marzolino.
  2. Bringen Sie sich bei der Wahl der Geburtsklinik ein. Klären Sie das Verhältnis Gebärsäle und Hebammen im Einsatz ab. Auf zwei Gebärsäle darf nur eine Hebamme kommen.
  3. Vergewissern Sie sich, dass in den Gebärsälen eine Liege für mindestens eine Begleitperson bereitsteht.
  4. Erkundigen Sie sich, ob die Klinik zur Schmerztherapie während der Geburt medizinisches Lachgas anbietet.
  5. Stellen Sie sicher, dass es ein in nützlicher Frist erreichbares Speiselokal gibt, das im für die Geburt infage kommenden Zeitraum weissen Märztrüffel, vom Gourmet auch «Marzolino» genannt, im Angebot hat.

Während der Geburt:

  1. Ihre Frau wird von Anfang an grosse Schmerzen haben und sofort nach Ankunft in der Klinik nach Vollnarkose und Kaiserschnitt verlangen. Fragen Sie das zuständige Personal, ob Lachgas vorhanden sei und ob dies vorerst nicht allenfalls als weniger invasive Variante der Schmerztherapie genüge. Machen Sie ein besorgtes Gesicht.
  2. Warten Sie, bis die Hebamme Ihren Geburtssaal verlassen muss, um im zweiten ihr zugeteilten Geburtssaal zum Rechten zu sehen. Schieben Sie dann die Liege für das Begleitpersonal neben das Bett ihrer Frau und legen sich bequem hin.
  3. Setzen Sie sich den Lachgas-Inhalator wie vorgängig vom medizinischen Personal demonstriert auf und atmen Sie tief ein. Bleiben Sie trotz angenehmer Berauschtheit rücksichtsvoll: Lassen Sie bei Bedarf auch Ihre Frau inhalieren. Versuchen Sie, nicht zu lachen.
  4. Testen Sie hin und wieder, ob Sie noch gehen können und melden Sie sich zum Essen ab, sobald die Hebamme den Gebärsaal wieder betritt. Begeben Sie sich in das vorgängig avisierte Speiselokal und bestellen Sie den Marzolino-Risotto à discrétion.
  5. Lassen Sie den Kellner in halbstündlichem Abstand Marzolino über ihr Risotto raffeln. Wenn Sie keinen Trüffel mehr essen können, steht die Geburt kurz bevor. Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl und begeben Sie sich unverzüglich zurück in den Gebärsaal. Marzolino lügt nicht!

Nach der Geburt:

  1. Verweigern Sie das Durchtrennen der Nabelschnur und bleiben Sie an der Kopfseite des Bettes stehen.
  2. Verweigern Sie das Durchtrennen der Nabelschnur und bleiben Sie an der Kopfseite des Bettes stehen.
  3. Verweigern Sie das Durchtrennen der Nabelschnur und bleiben Sie an der Kopfseite des Bettes stehen.

mauriceMaurice Thiriet ist seit 2008 Inlandredaktor beim «Tages-Anzeiger». 2011 wurde er mit dem Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.

99 Kommentare zu «Was für ein Geburtstrauma?»

  • selten einen so doofen artikel gelesen. ich stelle mir grad vor, wie ein vater in spe diesen liest und sich an die total deplatzierten ratschläge hält…

  • Fritz Brandt sagt:

    Traumatisierte Väter? Geht’s noch? Die Frauen müssten ein Trauma haben, sicher nicht die Männer, die sind ja nur Zuschauer. Braucht ihr noch eine Psycho-Liege oder erholt ihr euch heute noch vom Zeugungsstress? Habe alles schon mehrfach hinter mir, lebe auch noch, untraumatisiert, habe auch die Nabelschnüre jeweils durchgeschnitten und das volle Psycho-Vorbereitungsprogramm mitgemacht. So wild ist alles nicht.

  • Hitz sagt:

    Wow…wenn man sich hier einige Kommentare durchliest, muss man sich schon fragen, woher einige Leute eigentlich die Selbstverständlichkeit nehmen, dass ihre Traumata und negativen Erlebnisse zum Massstab für alle anderen werden müssen. Ich habe auch schon so einiges erlebt, aber ich würde nie jemandem den Humor über diese Art von Erlebnisse nehmen wollen.
    Ich finde den Artikel gar nicht besonders lustig, aber noch viel unlustiger ist dieser verbiesterte Opferfetisch, bei dem jede/r Ehrfurcht für seine Beschädigungen einfordern möchte.

  • marie sagt:

    “ Splatter-FIlme sind Kindergarten!“ …ich glaube diesem post ist nichts mehr beizufügen 😆

  • Keltisches Mädchen sagt:

    Selten so gelacht!
    Als Medizinstudentin durfte ich schon einigen Geburten beiwohnen.. Nun ja, sogar die Ärzte werden von gewissen hardcore Hebammen zusammengestaucht, um dann die Ärmel hoch zu krempeln und das Kind mit einigen (brutalen) Handgriffen auf die Welt zu befördern. Da wurde ich sogar schwach (und ich bin mir Blut und Polytrauma gewohnt!)

    Der Vater steht hilflos daneben, mit einem „Warum musste ich das sehen??? ICH BRAUCH NEN DRINK!“-Blick und ist danach keineswegs so seelig am Grinsen, wie die Hormon-überflutete Mutter!

    Werdende Väter: viel Spass, Splatter-FIlme sind Kindergarten!

  • KT sagt:

    …äh… also… was?

  • Namu sagt:

    Geilä Siech dä Maurice Thiriet

  • Katharina sagt:

    Und das Mantra das wir alle wirklich brauchen können, das des Friedens:

    http://www.youtube.com/watch?v=6XP-f7wPM0A

    Schönen Tag allerseits.

    • alien sagt:

      Süss, von meiner Nachbarin. Wobei: Katharina trifft am Morgen beim Beck wohl mehr Weltstars als ich, wenn ich den ganzen Tag im Nobelhotel in Sanmoritz herumlungere.

  • alien sagt:

    Brüller nicht. Aber Schmunzler doch.

    Del resto: Gabi <drum roll>hat Recht</drum roll>

  • Pascal Sutter sagt:

    Wenn Sie beabsichtigen bei Ihrer Partnerin und Kind im Spital zu bleiben, stellen Sie sicher dass ihnen als Mann auch die sanitären Anlagen zur Verfügung stehen und sie für den happigen Aufpreis auch ein Bett und keinen Liegestuhl bekommen.

  • Chris Fogg sagt:

    Na ja. Lustig ist anders. Meine Frau hat mit meiner Hilfe oder Beistand 3 Kinder auf die Welt gebracht. Also ich hab es ohne grösseren psychischen Schäden überstanden und ohne mir im Vorfeld gross Gedanken zu machen. Sind Männer solche Memmen heute?

  • Anne sagt:

    Ach du meine Güte, da kann man sich heut aber mal wieder aufregen….
    Und nur weil beim Autofahren tödliche Unfälle geschehen können, darf man sich jetzt darüber nicht mehr lustig machen? Wie langweilig.

  • Daniel Küttel sagt:

    Hat sich der Tagi schon mal überlegt, einen Forenpsychologen einzustellen, der sich die Mamablog Kommentare vornimmt und die Geschädigten betreut? Einige sollten über ihre Sorgen reden. Ist ja unheimlich wie man einen Blog deuten kann.

  • adrian wehrli sagt:

    Tatsächlich, ein seltenes Phänomen: Der Text, „so so, la la“, etwas retardiert, bisschen sauglatt denkt man beim lesen. Dann die Kommetare dazu! Der Hammmer! Wau! So viel peinlich-religiösen Eifer findet man sonst nur beim Bio-Bäcker am Sonntag morgen. Daher Gratualtion dem Autor für das Echo das er ausgelöst hat. You made my day!

  • Katharina sagt:

    Erstaunlich, was ein Überangebot an Rat gebenden Listen mit 10 Punkten so auslösen kann. Betreffend Lustigsein ist es halt so wie bei SRF. Da muss auch am Gefäss selber etikettiert sein, dass es Humor sei. Aber es ist sicher amüsant zu lesen, mit welchem Bierernst diejenigen angegangen werden, die’s nicht lustig fanden.

    • alien sagt:

      Humorverständnis hierzulande ist ein rares Gut. Wenn es sich um Witz handelt, so Peach-Weber-mässig, dann geht’s noch, Viktor Giacobbo kann sich wohl nur mit Mühe im Spätprogramm halten, Lorenz Keiser ist aber schon jenseits und nicht mehrheitsfähig. Thiriet macht zum Glück auch normalen Journalismus, dann hat er wenigstens was zu Beissen.

  • marie sagt:

    jetzt fängt diese karussel schon wieder an… es herrschte ein paar tage ENDLICH ruhe im karton und jetzt das schon wieder!
    :rolleyes:

    • Katharina sagt:

      Naja. Immerhin hat WS ausdrücklich nach jenem Herrn gefragt, als es hier ruhig wurde. Jene Nachfrage und den Wunsch nach dessen Wiederkunft fand ich gelinde gesagt seltsam. Aber der tägliche Tanz zu Dritt in der Winde scheint ihr Spass zu machen.

    • Widerspenstige sagt:

      Es macht bis zu einem gewissen Punkt Spass und hält diesen Blog nur so aufrecht. Das war kalkuliertes Risiko meine Erwähnung und Nachfrage. Auch Dich habe ich erwähnt Kat.Das muss niemand verstehen, ausser vllt. Marketingstrategen und Moderatoren. Aber wenn man objektiv den Verlauf in den letzten Tagen ansieht, dann war ich sehr zurück haltend u wollte mich nicht wieder zu sehr provozieren lassen. Man kann doch seine Meinung äussern, ohne gleich in Respektlosigkeiten auszuufern.

      Ich habe gelernt sofort zu reagieren, wenn missfallende Wörter unter ein gewisses Diskussionsniveau fallen.

    • alien sagt:

      Gabi diskutiert ja nicht mit (oder wenigstens sehr selten), sondern er stört Diskussionen. Daraus bezieht er seine Lebensenergie.

      Leute, merkt das doch endlich.

    • gabi sagt:

      Das Leben als Comic.

      Passt.

    • Katharina sagt:

      WS: Was hier was aufrecht hält, ist schon eine Frage. Ich bezweifle, dass unsere Beiträge wirklich aus der Sicht des Produktes selber relevant sind. So immerhin einige Hinweise über einen privaten Kanal.

      was das Marketing betrifft, so stösst mich das uniforme Co-Branding eher ab. auch mangelt es etwas an Transparenz, was die Beziehungen und Verstrickungen zu anderen Plattformen betrifft.

      Es ist ganz sicher so, dass seitenweise Verläufe der bekannten Karusselltänze die wenigsten goutieren. Es verstopft diesen Platz des Austausches.

    • Katharina sagt:

      WS,2: Zum Austausch bräuchte es dann allerdings auch Vorgaben, die was hergeben und da sehe ich doch einen Mangel oder zumindest einen Mangel an mich interessierendem.

    • alien sagt:

      WS, das ist schon in Ordnung. Nur: Wer Unterirdisches kommentiert, begibt sich, wenn er nicht höllisch aufpasst, dafür ebenfalls unter die Erde. Er hätte das also lieber gelassen. Manchmal, da gebe ich Dir sehr Recht, ist es nicht zu umgehen. Man MUSS zurückhauen.

    • gabi sagt:

      „Es verstopft diesen Platz des Austausches.“

      … Was sich so ja eigentlich auch erst einmal von jedem sinnleeren Phrasenmantra sagen liesse.

      😉

      PS: Wenn´s so arg ist, sei einmal mehr wieder drauf hingewiesen: es gibt einen Weg aus diesem Karussell raus!

    • Katharina sagt:

      „es gibt einen Weg aus diesem Karussell raus!“ betrifft ja nur diejenigen, die sich darauf befindlich sich wähnen. ich nicht.

      Zum Mantra eignet sich ja auch dies:

      http://www.youtube.com/watch?v=URyPIhVF0UM

  • Widerspenstige sagt:

    Ach ja? Dort habe ich gestern noch spät abends vorbei gelesen und wollte noch etwas dazu bemerken. Hab’s aber gelassen, weil ich weder mit ‚blabla‘ noch als ‚Figur‘ und ähnlichen Respektlosigkeiten mich diskusionswürdig ausgesetzt sehen will. Entweder Sie u auch Sportpaps unterlassen solche Ausdrücke oder ich habe kein grösseres Interesse mich mit Ihnen auszutauschen.

    • gabi sagt:

      Das können Sie doch gar nicht,WS!

      Ausser Phrasen und Ideolgieversätzen, die Sie in Gewissheiten bis hin zu paranoiden Verschwörungsvorstellungen packen, haben Sie gar keine Tauschware.

      Und zu diesem Schluss komm ich nach X Monaten und Versuchen!

      Da ist nix außer wiedergekauten Klischeevorstellungen.

      Und weil dem so ist, können Sie sich türlich auch niemals auf einen ernsthaften Austausch einlassen.

      So, wie das Frau Arendt für Ihresgleichen treffend auf den Punkt gebracht hat.

      Bloss, dass Stalinanhänger einen etwas trifftigern Grund hatten, sich selbständigem Denken zu verweigern.

    • Sportpapi sagt:

      @WS: Ich habe in ganz bestimmtem Zusammenhang deine Aussage so bezeichnet, und ich stehe dazu. Bleib halt konkret und bei der Sache, und solche Bewertungen (ich hätte ja auch Phrasen sagen können…) erübrigen sich. Oder du verzichtest auf die Diskussion, wie angedroht, oder ich, wie Gabi mir empfiehlt…

  • gabi sagt:

    Hab übrigens im ursprünglichen Blog zu diesem Thema grad auch im Gedenken an Sie, WS, noch mal die Hannah Arendt-Analogie gefunden… Und sie hat noch viel besser auf Ihresgleichen gepasst, als in meiner harmloseren Erinnerung.

  • Widerspenstige sagt:

    Bis zur Freigabe meines post doch noch dies zur Abschwächung: mit einem weinenden und mit einem lachenden Auge durchgewunken diese Realsatire aus der Generation des Sauglattismus 🙄

  • Widerspenstige sagt:

    Aber, aber Maurice Th…….was haben Sie sich nur dabei gedacht? Das geht doch gar nicht, nein. Beim nächsten Leben werden Sie zur Strafe als Frau geboren und gebären 10 Kinder, einverstanden? Dann werden wir darüber reklamierenden Mütter als Väter geboren und nehmen mal gemütlich Lachgas, um dem Wahnsinn einer Geburt mal ein Schnippchen zu schlagen. Also was Sie können, können wir auch. Hier auf der anderen Seite des Lebens gibt es Dinge, die man so richtig durch den Kakko ziehen darf u dann gibt es noch Dinge wie Geburten, die man tunlichst nicht durch den Kakko zieht, einverstanden?

    • Philipp Rittermann sagt:

      sie waren auch nicht immer brav und stehen auf der selben verzögerungsliste, wie ich.

    • Philipp Rittermann sagt:

      und wieso soll ausgerechnet die geburt ein tabu-thema sein?! sonst lässt ihr frauen euch doch auch über jede trivialität aus!? es ist ganz klar, dass der geburtsvorgang für den mann einen geringeren bis leicht ekligen stellenwert hat. das hat die natur so eingerichtet und ist ganz normal. und – ihre angedroht strafe, die ist wirklich drakonisch, brrr!¨;)

    • alien sagt:

      WS, es darf nur ganz ganz ganz wenige Sachen geben, über die kein Humor erlaubt sein soll. Mir fallen grad so Sachen ein wie Pädophilie, Tierquälerei und Holocaust.

      Geburten sind aber sehr wohl humortauglich.

    • @Widerspenstige sagt:

      ufff…ich glaub da braucht jemand wieder mal ne neue packung batterien!….

  • Peter sagt:

    Lustig, ja, aber erstgenommen fühle ich mich nicht…

  • Francesca sagt:

    Hab mich schief gelacht. Aber wenn ich so die andern Kommentare lese, scheine ich ein einfaches Gemüt zu haben, welches den Ernst der Sache nicht begriffen hat. Diesen Autoren ins Album geschrieben: Leute, die nicht über sich selber lachen können, sind langweilig, und nicht dieser Text hier. Wer sich in seinen Traumata suhlen will – bitte. Aber Achtung, das gibt verbitterte und grimmige Falten, und wenn man dann mal alt ist, rennen die Kinder schreiend davon… das passiert nicht mit Lachfalten!

    • Gabi sagt:

      Ein Tabu ist ein Tabu ist ein Tabu.

    • Ylene sagt:

      Der Artikel war ja leider nicht lustig, sondern mehr so asi-a…lochmässig halt. Erinnert mich an die Leute, welche billige Witzchen über Behinderte machen. (Behinderte, welche Witze über sich selber machen, sind wiederum cool.) Und ja, Geburten gehen grösstenteils gut, sind aber manchmal halt auch tödlich (wie gerade eben in meinem Bekanntenkreis). Ich nehme mal an, die meisten der paar wenigen Leute mit Geburtstrauma haben einen guten Grund dafür und die sollte man auch ernst nehmen. Ich mache mich auch nicht über Vergewaltigungsopfer, Querschnittgelähmte, etc. lustig.

    • tina sagt:

      nicht alle leute finden die selben sachen lustig. ich finde den text auch nicht lustig, was aber noch lange nicht bedeutet, dass ich nicht über mich lachen kann. oder sonst über etwas. vermutlich über dinge, die weder francesca noch der autor des blogs lustig finden, sehr gut möglich

      • gabi sagt:

        Ich find´s übrigens auch nicht den Brüller.

        Aber die Heftigkeit der Gegenreaktionen gibt doch einen kleinen Hinweis darauf, was für Einige schon an sich einem Sakrileg gleich kommt.

        Spätestens da würd ich mich doch fragen, in wiefern welche Haltung der gesellschaftlichen Konvention geschuldet ist und wie offen das Thema überhaupt diskutiert werden kann.

        … Und hier in der Anonymität ist das ja noch ne ganz einfache Übung.

        Ich bild mir zwar ein, ich stand drüber. Aber gestaunt hab ich damals schon, welche geballte Vorstellung „wie das heutzutage“ zu sein hat, mir entgegen schlug.

  • Gian Gino sagt:

    Die Nabelschnur kann man also auch von der Kopfseite des Bettes durchtrennen.

    Wenn schon sollte es heissen:

    1. Verweigern Sie die Detailpräsentation der Plazenta.
    2. Verweigern Sie die Detailpräsentation der Plazenta.
    3. Verweigern Sie die Detailpräsentation der Plazenta.

    🙂

    • Gabi sagt:

      Und falls jemand immer noch nicht glauben möchte, dass es ganz unterschiedliche Zugänge zu diesem Thema – und daher wohl kaum allgemeingültige Aussagen über die entsprechenden Gemütszustände – gibt:

      http://www.anonymekoeche.net/?p=379

    • tina sagt:

      ich fand übrigens den anblick meiner eigenen plazenta nun auch nicht gerade ähm romantisch. ich finde es schon nicht lustig hinzusehen wenn ich mich geschnitten habe. ich will keine innereien von mir sehen. mag sein dass medizinisches personal sich das gewohnt ist, aber ich nicht, und ich will auch nicht. natürlich hin oder her, ich finde den anblick hochgradig grusig, weil es so blutig ist so ein undefinierbares stück irgendwas.
      ich bin vermutlich nicht die einzige mutter, der es so geht.

      • dorothea.cuce sagt:

        Nur gut, dass es nicht schon ganz wie in der Tierwelt zugeht, da fressen Katzenmütter die Plazenta ja nah der Geburt! Zu viel Natur ist ungesund. Zum Glück hat man mir nach meinen 4 Geburten diesen wirklich grusigen Anblick erspart.

  • Manfred Meier sagt:

    Also dieser Text, naja, lustig ist für mich anders. Aber in einem Punkt hat Herr Thiriet völlig Recht: Der Hebamme (oder noch schlimmer: den Hebammen) muss man ausweichen so gut es geht. Sie verkörpern die letzte Bastion des brachialen Schwanz-ab-Feminismus. Am besten meidet Mann sie wie der Teufel das Weihwasser.

    • bitta sagt:

      .. und aus welchem Jahrhundert stammen denn Sie, dass Sie solche Hebammen kennen?

      • Karl Sommer sagt:

        @M. Meier: Sie haben recht – Hebammen können Männer anschauen, als hätten sie eine Vergewaltigung begangen, als müssten sie die eigene Frau vor einem schützen. Nun, hier sehen sie, wie wenig sich diese militante Zunft dabei überlegt, denn in einer Welt ohne Männer wären sie ziemlich rasch ihren Job los.

  • Irene sagt:

    Wieder einmal ein herrlicher Papablog!

    Nein, ich habe noch keine Kinder, aber ich finde diese Papablogs ziemlich erfrischend.
    Da gibt es mal ein Elternteil, das sich nicht selbst bedauert, sondern den Irrsinn des Lebens mal auf den Punkt bringt.
    Bitte weiter so.

  • alien sagt:

    Ueee, Maurice, weiter so. In welchem Restaurant isst Du Dein Risottin al Marzolin? Ci vado pure io.

    Den Satz mit dem Inhalator fand ich sehr lustig. Wie Du zwischen den Zeilen klar machst (und ein alternatives Vorgehen gar nicht in Betracht ziehst), dass das Lachgas für Dich ist und nicht für die Gebärende, ist rhetorisch lässig. Und, was ich erfreulich finde, die notorischen Spielverderber hier im Mamablog (die Nörgler, die notorischen Spassbremsen, die Turboidioten halt) werden bei Deinen Sachen immer seltener. Aussterben werden sie nie.

    • E.T. sagt:

      Es ist ok, Spass zu haben, Alien, ausserirdische Spasskanone, bis du selber mal in der Situaiton stehst, wo’s um Leben und Tod geht und an die Grenzen deiner Belastbarkeit kommst – hoffentlich wirds nicht traumatisch. Wäre gespannt, wie du dann redest. Pass auf, dass das, was du hier austeilst, nicht auf dich selber zurück fällt.

      • alien sagt:

        E.T., ich WAR schon einmal dem Tod nahe, erdreiste Dich nicht, zu spekulieren über mich. Krebs überlebt anyone? Und ich habe bei zwei Geburten geholfen, und es ganz anders erlebt als Maurice.

      • Gabi sagt:

        Keine Sorge. Alien ist ein ganz Toleranter…

        😉

      • E.T. sagt:

        Gut zu wissen! Hab Alien halt im Universum draussen noch nie getroffen – danke dennoch für den HInweis. 🙂

      • gabi sagt:

        Ich doch auch nicht.

        Aber ich weiss es aus erster Hand. Von ihm selber, wie er immer gerne betont: Er ist eigentlich kein so Schubladisierer.

        (und wenn Sie zufälligerweise NZZ-Leser sind oder Banker oder sogar gar mal mit der SVP geliebäugelt haben… Keinesfalls erwähnen!)

        😉

      • E.T. sagt:

        NZZ lese ich, Banker bin ich nicht und liebäugeln tue ich gerne mit meinem Schatz (nimmer mit dieser Partei) 😉

      • alien sagt:

        He, E.T. bitte, wir sind doch quasi Brüder. Also bitte, mach Dich doch nicht lustig über mich.

  • tststs sagt:

    Oje, Leute, habe mich heute wieder mal hierher verirrt; aber zur immer stärker auftretenden Intoleranz kommt jetzt auch noch Humorlosigkeit dazu (jawohl „Losigkeit“; man muss nicht darüber lachen, aber es den anderen absprechen zu wollen, geht ja gar nicht…).
    Wünsche Ihnen viel Spass beim Motzen; Lachen und Witze machen scheint verboten…wo kämen wir dahin bei so einer todernsten Sache wie Geburt…

    Zum Schluss bleibt mir noch der Hinweis: halten Sie es als Mann wie der Autor: Das Kopfende ist ihr Platz!

    Es grüsst kopfschüttelnd
    tststs

  • Nina sagt:

    Haha (ironisch). Ist doch nicht alles so kompliziert im Leben: Mann überlege sich im Voraus, was er möchte und teile das seiner Frau klar mit. Frau akzeptiere das und organisiere sich entsprechend. Falls Mann dabei sein will, dann unbedingt einen Geb.vorbereitungskurs besuchen und die Hebamme um präzise Tipps fragen, was er da so konkret machen kann (da gibt es einiges: zu trinken bringen, Zimmer lüften, Hand halten usw.)! Und dann, während der Geburt: auf seinen Bauch hören und rausgehen, wenn es nicht (mehr) geht bzw. auch mal was essen/trinken und sich hinsetzen oder legen bei Bedarf. Easy!

    • Nina sagt:

      P.s. Mann muss sich – wie schon mehrmals erwähnt von anderen hier – auch bewusst sein, dass eine Geburt sehr jäh ein ganz schlimmes Ende nehmen muss und er dann effektiv allein in der Ecke steht und selber damit klar kommen muss… Das muss er allerdings auch, wenn er nicht dabei ist, aber manchmal ist es einfacher, etwas zu verdauen, wenn man nicht alle Details 1:1 selber mitbekommt… Das sei bei den Überlegungen im Vorfeld der Geburt zu berücksichtigen. Andererseits wird die Frau gerade in der Situation wohl unendlich dankbar sein, wenn ihr jemand Vertrautes zur Seite stehen kann.

      • Nina sagt:

        Sorry: nehmen KANN (nicht muss – zum Glück!!). Was aber die Ausnahme ist – ebenfalls zum Glück.

  • Ylene sagt:

    Im Anbetracht dessen, dass bei der Geburt mein erstes Kind fast draufgegangen wäre und jetzt bei einer guten Freundin wegen vorzeitiger Plazentaablösung ihr Kind 2 Tage vor Termin im Bauch erstickt und sie selber fast verblutet ist, finde ich solche nicht mal lustig geschriebenen Artikel schlicht zum kotzen. Ich brabble sicher nicht von einem Wunder, wenn ein Kind gesund zur Welt kommt (schliesslich geschieht dies zum Glück meistens), aber die paar Leute, welche ein Trauma wegen der Geburt ihres Kindes haben, haben meistens einen sehr guten Grund dafür und sind nicht einfach Heulsusis.

  • Roberto sagt:

    Weshalb laufen Papa Blogs unter Mama Blog?
    Weshalb stecken mir solche Papa Blogs jeweils nur quer im Hals?
    Weshalb versteckt der Tage seine sexistische Seite unter Mama Blog?

  • Was bei all diesen Diskussionen selten bedacht wird: Auch Männer sind irgendwann von Müttern geboren worden und deren Geburt verlief vermutlich nicht bei Jedem problemlos. D.h. wenn Männer bei der Geburt ihrer eigenen Kinder dabei sind, können deren eigene Geburtstraumatas aktiviert werden. Das geschieht normalerweise unbewusst.

  • Sandra sagt:

    Klasse! Ein Mann, der Humor hat! Vielen Dank!

  • Manuela sagt:

    Also ich fand’s schon befremdlich, dass ich nach der ersten Geburt immer nur gefragt wurde, wie es denn war? Wie ich mich damit gefühlt hab etc. Und die ganzen Kurse, die angeboten werden zu Geburtstraumata. Das mit der Eideidei-Geburt und das viele Gschürschmi. Das ist irgendwie schon eine konstruierte aufgesetzte Sache, denn solange alle gesund sind, braucht man nicht zur Geburt das große Traraaaa machen, sondern meinetwegen hinterher. Eine Geburt dauert nur ein paar Stunden und ist bitteschön nix esoterisches. Aber wenn man immer alles mit großen Erwartungen überfrachten muss…

    • Gabi sagt:

      Jep. Das Thema wird zunehmend überladen.

      (wie eigentlich das Meiste, was aus jener gewissen Ecke mit immer noch mehr Bedeutsamkeit befrachtet werden muss)

  • gabi sagt:

    Also ich find´s dem Thema (und der Ernsthaftigkeit, mit welcher grad hierbei einmal mehr Einige zu wissen glauben, was gefälligst für Alle das Richtige zu sein hat) durchaus angemessen!

    Mit dem Hinweis darauf schmälere ich zwar die Möglichkeit dass es eintrifft drastisch, aber eigentlich warte ich ja nur drauf, bis irgend ne Konventionsvorbeterin sogar noch den Tipp gäbe, solche Männer sollten lieber in ne Kneipe auf ein Bier, als bei der Geburt dabei zu sein…

    😀

  • Michael Waser sagt:

    verrückt, was für Persönlichkeiten der Journalismus heute anzieht

  • Manfred sagt:

    Auch wenn der Autor vielleicht der Meinung ist, er habe einen satirisch-kreativen Erguss gehabt mit seinem Text – diesen finde ich weder lustig und noch ist er ein guter Input, um eine Diskussion anzustossen. Ich liebe Humor und Geistreiches, doch manchmal ist es besser, die Hand auf den Mund zu legen und zu schweigen bzw. die Finger von den Tasten zu lassen. War bei den Geburten meiner 3 Töchter dabei, bei der mittleren reichte es nicht mehr rechtzeitig ins Geburtshaus, und so assistierte ich meiner Frau im Badzimmer, bis endlich die Hebamme eintraf und checkte, ob KInd + Mutter ok sind.

  • vater sagt:

    klar, da sie vermutlich ein sozial inkompetenter mensch sind, werden sie, wenn sie so vorgehen bestimmt kein trauma haben. dafür ihre frau…

  • Heinz sagt:

    Eine Geburt an sich ist ein Wunder, immer wieder! Was da in den Spitäler abläuft ist ein gewönlicher Arbeitsablauf mit mehreren Schichtwechseln, zusammen mit einem Ausbildungsprogramm. Wenn man es zum ersten mal erlebt kann es hart werden. Satire ist da kaum angesagt, ob über Frauen noch über Männer!

  • Little Miss Sunshine sagt:

    Ist zwar nicht ganz Ernst zu nehmen, aber ich hab trotzdem laut gelacht! Danke!

    • Gabi sagt:

      Also mit Ihnen will ich keinesfalls auf ne Beerdigung.

      Ihrer Formulierung entnehme ich, dass Sie normalerweise vor allem in ernstzunehmenden Situationen in lautes Gelächter ausbrechen…

      😉

  • Mami2011 sagt:

    Doof, dööfer, am dööfsten dieser Artikel.

  • Lidia sagt:

    Dieses Kommentar ist nicht nur peinlich, sondern auch despektierlich gegenüber solchen Männer, die wirklich ein Geburtstrauma erlitten haben. Wer so einen Text schreibt, bringt zum Ausdruck, dass er eigentlich keine Ahnung hat davon, worüber er redet. Vielleicht sollte diese Person auf der eigenen Haut mal erleben, was es heisst, bei der Geburt das eigene Kleine fast zu verlieren und dabei nichts machen zu können. Das ist das Schlimmste, was man erleben kann. Und deshalb sind solche Beiträge völlig daneben.

    • Philipp Rittermann sagt:

      das ist nicht so schlimm. ich war seinerzeit auch dabei und habe das ganze so ähnlich wie im schlachthof betrachtet. habe sogar von der entbindenden ärztin ein kompliment für professionelles verhalten bekommen. und dann, nach dem 6. grossen in der kneipe – ist jedes trauma weg.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    vor der geburt – trinken sie. während der geburt – trinken sie. nach der geburt – trinken sie.

  • Daniel sagt:

    Soll das jetzt lustig sein? Ich habe ja schon viele dumme Sprüche über Männer bei der Geburt gehört und auch selber gemacht, aber so einen dummen Quatsch habe ich noch nie gehört… Ich war bei der Geburt von unseren drei Kindern vom Anfang bis zum Ende immer dabei und kann mir sehr wohl vorstellen, dass eine Geburt auch bei einem Mann ein Trauma auslösen können, deshalb sind solche dummen Beiträge völlig deplatziert.

    • sabine sagt:

      was denn, warum so verbissen? eine kleine Lachgasparty während der Geburt ist doch nett! ich kenne sogar ein Geburtshaus, in dem die Väter gerne im Gärtli einen Joint rauchen, bevor sie dem Fraueli haptonomisch den Bauch halten. ob die Frau auch einen Zug nimmt, ist ihr freigestellt, es soll ja entspannend wirken.

      • Manfred sagt:

        Meine Frau war in 3 verschiedenen Geburtshäusern, und ich als Vater auch. Habe dort nie einen Vater kennengelernt, der im Garten einen Joint rein gezogen hat.

      • sabine sagt:

        @Manfred. Nun ja, man muss das Gras natürlich selber mitbringen. So weit geht der Service dann doch nicht.

      • Manfred sagt:

        Ahaaa…. – dachte immer, Kühe fressen Gras.

      • sabine sagt:

        @Manfred: Das Kräutlein, von ich rede, leistet in der Geburtshilfe schon seit Jahrtausenden seinen hilfreiche Dienste, das wissen wir aus archäologischen Funden und der Volksmedizin (zB Nordafrika). Es wird – da haben Sie Recht – auch von Kühen gern gefressen, da ja, wie Sie vielleicht wissen, sämtliche Säugetiere Rezeptoren für seine Wirkstoffe besitzen. Selbst Insekten mögen es, wobei die Bienen allerdings Mohn bevorzugen. Einige aus der Gattung Homo Sapiens wissen offenbar weniger als Insekten. Traurig.

      • Manfred sagt:

        Hätte nicht gedacht, dass Mann in diesem Blog – ist es eigentlich der Cannabis- oder der Mama-Blog ? – etwas dazu lernt. ;-)Habe übrigens mal in einem Seminar von einem Drogenexperten gehört, dass Salbe oder Tinktur aus Binsenkraut, welche im Mittelalter schwangern Frauen bei Schwangerschaftsbeschwerden von Kräuterfrauen („Hexen“) auf den Bauch gestrichen wurde, Halluzinationen auslösten (Ritte bzw. Trips auf dem Besenstil), weil die Wirkstoffe direkt ins Blut und ins Hirn gelangten.

      • sabine sagt:

        @ Bilsenkrautöl, auf den Damm gerieben, soll schon manchen Dammriss verhindert und die Frau dank seiner pharmakologischen Eigenschaften in einen Zustand versetzt haben, der ihr die seelische Arbeit an der Geburt erleichterte. Sie sollten nicht alle Ammenmärchen glauben über Halluzinationen und so Zeugs. Schon Paracelsus sagte: „Dosis sola venenum facit“ – Im Übrigen bitte nicht so bünzlig: wieso in einem Mamablog nicht mal über Pflanzen berichten, die traditionell in der Geburtshilfe verwendet wurden, obwohl heutzutage leider als pöse „Drogen“ verteufelt.

  • Keller sagt:

    Im Februar kam unser Sohn zur Welt und es war eine intensive Geburt. Ich finde den Artikel einfach spitze und konnte herzhaft lachen….

  • Markus sagt:

    Muss das sein? Ich finde diese diesen dümmlich-distanzierten Satireversuch ziemlich peinlich.

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