Pampers statt Panzer

Ein Papablog von Rinaldo Dieziger.

Die Wehrpflicht sollte von einer Vaterpflicht abgelöst werden: Ein Teilnehmer der Fernsehsendung «Alpenfestung – Leben im Réduit» verabschiedet sich von seinem Baby. (Foto: Keystone/Urs Flüeler)

Er richtete den Lauf seines Gewehrs auf den fremden Mann, der plötzlich vor ihm stand. Es war Krieg. Es war Angst. Es war die Hölle. Der Mann hielt die Hände in die Höhe und redete mit tränenerstickter Stimme auf ihn ein. Er verstand kein Wort. Sein Herz schlug bis zum Hals. Die Hand am Abzug zitterte. Als der Mann in seinen Mantel griff, schrie er ihn an. Immer lauter. Nein! Nein! Nein! Und dann drückte er ab. Ratatatata.

In der Tasche fand er ein Foto, das den Mann im Garten vor einem kleinen Haus zeigte. Neben ihm stand eine junge Frau. Sie lächelte und trug ein kleines Kind auf dem Arm.

Der Schütze war mein Urgrossvater, Italiener, und kämpfte im Ersten Weltkrieg im Südtirol gegen die Österreicher. Seine Wehrpflicht hatte er erfüllt. Wie oft er sich wünschte, er hätte es nicht getan, weiss ich nicht mehr.

Vielleicht haben die SVP und das Gros von FDP, CVP, GLP und BDP letzten Dezember bei der Diskussion um die Abschaffung der Wehrpflicht vergessen, was es wirklich heisst, Militärdienst zu leisten, wenn es bis zum Äussersten geht. Denn dafür wollen sie uns Männer weiterhin ausbilden. Unfreiwillig. Mehr als drei Monate lang. Und dann schön regelmässig bis wir 34 sind. Damit wir nicht vergessen, wie das Töten geht.

So viel Geld und Leid muss sein, damit neben dem Matterhorn auch in Zukunft ein rotes Tuch mit weissem Kreuz hängt. Und nicht etwa ein blaues mit goldenen Sternen. Sind Gripen, Stinger, Panzer und Handgranaten wirklich die geeigneten Mittel dafür?

Sollen sich junge Väter für unser Land opfern? Oder soll sich unser Land für junge Väter opfern?

Warum statt 262 Tage lang Krieg den jungen Männern in der Schweiz nicht die Vaterschaft beibringen? Und sie im Ernstfall für ein paar Wochen an die Papafront schicken? Die Aussicht auf einen Vaterschaftsurlaub im Umfang der Rekrutenschule könnte einen Babyboom auslösen, der unser Heer an Schweizerinnen und Schweizern massiv vergrössert. Die Wiederholungskurse noch gar nicht eingerechnet. Wir hätten endlich eine echte Milizarmee, inklusive Frauen, wie die Israelis. Das Einwanderungsproblem wäre gelöst. Wir könnten langfristig gar eine Gegenmacht zu den Chinesen bilden, die zwar bald auf dem Mond gebackene Enten essen, aber nur ein Kind pro Familie produzieren.

Auch die Materialbeschaffung käme uns Steuerzahler günstiger: Pampers statt Panzer (3 für 2 im Coop), Puppen statt Patronen, Schoppen statt Stinger, Nuschelis statt Nuklearwaffen, Buggies statt Bomben, Laufgitter statt Langstreckenraketen. Ueli Maurer, Vater von sechs Kindern, könnte aus dem Vollen schöpfen. Und sich auf eine einvernehmliche Talk-Sendung mit Panzerfahrer Roger Schawinski freuen.

Kampfflugzeuge und Bankgeheimnisse machen die Schweiz weder grösser noch stärker. Was uns echte Grösse verleiht, sind möglichst viele Menschen, die einander Grüezi sagen, miteinander Röteli trinken und wissen, wie man Fondue kocht.

Wir werden nicht untergehen, solange es uns gibt. Und genau das ist das Problem. Gemäss Kinderarzt Remo H. Largo fehlen der Schweiz 1,1 Millionen Kinder, um die Bevölkerung stabil zu halten. Vielleicht helfen der Gripen und die allgemeine Wehrpflicht der leicht überalterten SVP und ihren Anverwandten die nächsten paar Jahre über die Runden. Und dann?

Wir brauchen keine Wehrpflicht, sondern junge Männer, die gewillt sind, ihre gottgegebene Kanone in einem kinderliebenden, familiären Schweizer Umfeld abzufeuern. Ohne Platzpatronen. Freiwillig. Mehrmals. Ratatatata. Denn was ist ein Vaterland ohne Väter?

rinaldoRinaldo Dieziger (37) ist Gründer und Geschäftsführer von Supertext, der ersten Textagentur im Internet. Er diente als Soldat, Funker, Handgranatenspezialist und Küchengehilfe, hat eine Tochter und lebt mit seiner Familie in der Stadt Zürich.

363 Kommentare zu «Pampers statt Panzer»

  • Rheinhold sagt:

    Ein solcher Beitrag löst wohl eher negative als positive Reaktionen aus. Es gibt Pfeiler, an denen darf nicht gerüttelt werden. Doch vielleicht sollte endlich mal gerüttelt werden. Wenn die Schweiz wirklich angegriffen wird, dann hält kein Teilzeitsoldat mit seiner Militärwaffe die anfliegende Rakete auf. Auch kein Teilzeitgeneral wird genügend Know-how haben, um das abzuwehren. Gleichwohl wiegen sich die Schweizer im Gedanken der Sicherheit, bekämpfen die Vaterschaft und fördern die sinnfreien Urlaube im Grünen. Da wäre ein alternativer Urlaub im Grünen, aber „auf der Frau“, wirklich besser.

  • Sven sagt:

    Was hier komplett vergessen wird sind auch die ganzen Kontakte, welcher ein Mann in der RS oder anderen Diensten aufbaut und ihm nachher einen Vorteil gegenüber Frauen in der Geschäftswelt bieten. Wenn man mal etwas zusammen durchgestanden hat, dann weiss man auf wen man zählen kann -und Freunden macht man auch mal einen Gefallen. Alles Dinge, welche Frauen nicht so intesiv erleben. Mein Vorschlag: Alle in der Schweiz sollten einen Dienst an der Gesellschaft tun – sagen wir 10 Wochen und dann jedes jahr nochmals 2. Gleichstellung sollte wirklich ernst genommen werden – in allen Facetten!

  • Joanna sagt:

    Es ist schon echt grausam, welche Einzelschicksale in einem Krieg den Menschen widerfahren sind. Die Summe der einzelnen Schicksale ist die Grausamkeit des gesamten Krieges. Vielen Dank für diesen tollen Artikel!
    Joanna

  • Bitte macht euch mal schlau unter „Epigenetik“ z.B. bei Wikipedia. Dort wird belegt, dass nicht nur die Gene sondern auch das Verhalten der Eltern vererbt werden.

  • Beno sagt:

    Ratatatatata….und jetzt wollen wir Kinder machen !!! 🙂

  • Ernst sagt:

    Was könnte man mit den Milliarden machen, die bei einem Verzicht auf das Militär frei würden? Bezahlbare Wohnungen, Gute Altersheime, bessere Ausbildung der Jugend etc.

  • cat sagt:

    Danke Herr Dieziger – auch wenn einige andere Blogkommentatoren offenbar immer wieder vergessen, dass ein Blog quasi eine Kolumne ist und daher durchaus Stilmittel wie Ironie, Überspitzung und Vereinfachung verwenden darf – geht es hier um ein grundsätzliches Rätsel: wieso werden Unsummen für Wehrpflicht, Rekrutenschule, WS (Stichpunkt: Entschädigung f. Arbeitgeber) etc. ausgegeben, aber bei der Forderung nach mehr Mutter/Vaterschaftsurlaub heisst es sofort: unmöglich! Die Wirtschaft bricht ein und das Land verarmt. Was ist mehr wert? Menschlichkeit oder Militär? (das es zu fast nix braucht)

    • Reto sagt:

      Nur sollte man auch mal den anderen Aspekt sehen, gerade in der RS lernen einige noch die soziale Komponente im Leben kennen, wie Zusammenhalt, für einander einstehen, auch mal Dinge zu tun die man nicht mag. Das sind alles Sachen die gerade die junge Generation leider nicht mehr hat und das Problem wieso es immer weniger Kinder gibt ist sicher nicht wegen dem Militär, sondern weil gerade auch da viele Party machen und Egotrips wichtiger sind… darüber sollte auch mal nachgedacht werden

      • Karl Müller sagt:

        @Reto: „wie Zusammenhalt, für einander einstehen, auch mal Dinge zu tun die man nicht mag.“ Das ist Romantik. Im Militär habe ich vor allem gelernt, dass man sich verschlaufen muss, um nicht ständig die Arschkarte zu ziehen. Und selbst wenn dem so wäre, weshalb wollen Sie das den Frauen vorenthalten? Dürfen Frauen dann nicht lernen müssen, Dinge zu tun, die sie nicht mögen?

      • seraina sagt:

        Immer dieses „die RS hat auch gute Seiten“ und „Kollegialität wie in der RS gibt es niergendwo“! Wir geben Milliarden aus damit unsere jungen Männer Kollegialität und Zusammenhalt lernen??? Die junge Generation würde wohl eher „lernen Dinge zu tun, die man nicht mag“, wenn sie von klein auf zuhause erziehende Väter gehabt hätten!

      • Sportpapi sagt:

        @Seraina: Eben nicht die „junge Generation“, sondern nur ein Teil davon. Und ich habe in den letzten Jahren schon paar Mal gemerkt, dass einigen jungen Damen wirklich mal ein paar Wochen RS oder ähnlich wohl gut getan hätten. Aber das nur am Rand.

  • Hansueli sagt:

    hach…… so ein interessantes Thema……. so verballhornt……… schade

  • Wilfried Stanton sagt:

    1.1 Millionen fehlen – und wieviele dürfen gar nicht erst an den Start und werden abgetrieben? Es gibt einen guten, kleinen Film zum Thema: 180movie

  • Walter Kunz sagt:

    Für was denn auch. Es gibt inzwischen doch sicher schon genügend Privatarmeen welche solche Aufgaben natürlich gegen Horrende Bezahlungen wohl gerne übernehmen würden..?

  • Karl Müller sagt:

    Österreich führt aktuell diese Diskussion der Abschaffung der Wehrpflicht: http://www.nzz.ch/aktuell/international/obligatorische-wehrpflicht-fuer-frauen-im-heer-1.17928492
    Dabei bezieht die SPÖ wie folgt Stellung: „Die SPÖ suggeriert, dass, basierend auf dem Gleichheitsgrundsatz der Verfassung, Frauen in absehbarer Zeit zum Militärdienst verpflichtet werden könnten, falls sich die Stimmbürger bei der Volksbefragung für die Beibehaltung der Wehrpflicht aussprechen.“ Also liebe Frauen, wenn Ihr nicht eingezogen werden wollt, dann bitte für die Abschaffung der Wehrpflicht stimmen. In der CH.

  • Soccerdad sagt:

    Wieder so eine unüberlegte Idee… Schon mal daran gedacht, wer den Urlaub der Mutter finanziert? Genau, all die Untauglichen, nicht der Staat! Dieser Umstand wird früher oder später ein Loch in die Kasse reissen, sie alle werden es merken, wenn es heisst: Solidaritäts % für die Ausgleichskasse im MwSt.
    Jedes Land ohne Miliz verroht, wers nicht glaubt kann gerne in der Geschichte nachlesen

    • Karl Müller sagt:

      @Soccerdad: „Dieser Umstand wird früher oder später ein Loch in die Kasse reissen“ Na das zeigt wenigstens den wahren Grund der Beibehaltung dieser Diskriminierung von Männern: Geld, Geld und nochmals Geld. 140 Millionen pro Jahr, nur weil Männer Männer sind und ein gesundheitliches Gebrechen haben. Doppelt bestraft, bravo.

    • alien sagt:

      „Jedes Land ohne Miliz verroht“ – echt? Ach, wilde Behauptung. Abgesehen davon gibt es viele Länder, die genau dank des Militärs verroht sind.

      • Karl Müller sagt:

        @alien: „Abgesehen davon gibt es viele Länder, die genau dank des Militärs verroht sind.“ Nicht zu vergessen, dass Deutschlands Armeen in den beiden Weltkriegen Wehrpflichtarmeen waren….

  • Julien sagt:

    Man sollte sich bewusst sein, dass es kein RICHTIG/FALSCH gibt, was staatliche Regelungen wie die Dienstpflicht angeht. Es gibt bloss andere Ansichten, und das sollte man auch berücksichtigen!
    Apropos Staaten: Das ist auch nur eine Erfindung, welche uns die Möglichkeit zur Identifizierung und Gemeinschaft bietet. Super! Doch sobald es Gruppierungen gibt resultieren daraus auch Streit, Verfeindungen, Krieg etc. Die Frage ist also: Sparen wir bei der Armee und verlassen uns auf die globale Vernunft oder zahlen wir den Preis einer teuren, guten Armee, welche vielleicht nie gebraucht werden wird?

    • Julien sagt:

      Ich bin für ersteres! Aus dem Grund, weil eine gute Armee, welche in der Lage ist die Nation zu schützen um einiges teurer ist, als das was wir jetzt haben. Das Gesparte sollte man dort verwenden, wo es das Land auch langfristig stärkt. Also beispielsweise Anreize zur Gründung einer Familie (Vaterschaftsurlaub, Kinderzulagen – was weiss ich) und zur Stärkung der sozialen Strukturen. Immigration ist ok (habe ja selber davon profitiert), aber etwas ist falsch, wenn die Urbevölkerung eines Landes ausstirbt und nur dank dieser (Immigration) überlebt. Hochpolitisch und hier hilft auch keine Armee..

  • erika sagt:

    schlichtweg klasse, dieser beitrag!

  • think about sagt:

    ich habe alles meine wehrdienste absolviert – ca 12stk. Einer davon war wohl notwendig – die Anderen sind nicht wirklich zielführen. Ich verstehe nicht, weshalb 2-3 Wochen nicht zur eigentlichen Aus-Weiterbildung genutzt werden kann. Es besteht keine Organisation in diesem Betrieb. Tägliche Sport-Events, Badeausflüge und Grill-Wanderungen stehen oft auf dem Plan. Es kann von Bat zu Bat etwas Unterschiede geben. Aber der Nutzen für die Mütter zuhause ist sicher enorm. Wollen Mütter das ihre Männer zuhause sind nach der Geburt? Es soll ja solche geben die froh sind, wenn er aus dem Haus ist 🙂

    • Hermann sagt:

      Auch ich habe RS und die WKs gemacht. Als dipl. Ing ETH hatte die Armee nur Verwendung als Infanterist fuer mich. Herumstehen und auf den Ausgang warten, wo man sich dann recht besaufen kann. Idiotische Rituale fuer neue Soldaten. Ich lebe heute in den USA, wo ich einige Armeeangehoerige kenne und mit ihnen arbeite. Sorry, liebe Schweiz, aber das was ihr Armee nennt, ist etwas anderes, ohne spezifisch zu werden. Dann lieber zu hause bleiben und dem Mami etwas Arbeit abnehmen, oder aber die Armee so organisieren, dass sie weder Alkoholiker produziert noch Massenmoerder.

  • Roberto Binswanger sagt:

    Die Zeit der Macho-Politiker ist abgelaufen, und damit auch die Zeit, Konflikte mit Waffen und Armeen zu lösen. Selbst die USA haben gemerkt, dass die Kriege im Irak und in Afghanistan nichts gebracht haben. Und die schlauen Chinesen wissen, dass man die Gegner am besten auf dem Wirtschafts-Schlachtfeld in die Knie zwingt.

    • Auguste sagt:

      hmm…, machen sie sich da mal nichts vor, roberto binswanger. die chinesen würden die politik auch mit krieg fortsetzen, wenn sie glaubten, damit durchkommen zu können. was sie davon abhält, sind die andern recht gut gerüsteten pazifik-anrainer. die wirtschaft ist auch kein schlachtfeld. im globalen wettbewerb braucht china intakte absatzmärkte auch und vor allem in den usa. ihr engagement im euro war auch eher pragmatisch als wohltätig. was wie ein schlachtfeld scheint, ist in wahrheit eher ein spielbrett-mix aus monopoly und siedler in catan.

      youtube: brad paisley – american saturday night

      • Frank Baum sagt:

        Auguste, Sie haben ja das Argument für RB geliefert: Die Chinesen brauchen intakte Absatzmärkte. Was hält die Chinesen also davon ab, seine Nachbarn anzugreifen – deren Stand der Rüstung oder deren Potential als Absatzmarkt?

      • Auguste sagt:

        hmm…, frank baum, beides. die chinesen verfolgen ihre hegemonialen ambitionen, die allerdings fast nur dazu dienen, das reich mit genügend rohstoffen zu versorgen, bislang hauptsächlich mit wirtschaftlichen druckmitteln. mehr als eine milliarde potentielle konsumenten ist ein gigantisches marktpotential für alle teilnehmer. darüber hinaus geht es aber den chinesen so wie allen halbstarken – was sie in sachen politischer reife immer noch sind – der reiz die muskeln mal spielen zu lassen, ist immer latent vorhanden – siehe tibet oder andere eigene nicht-han provinzen im westen.

      • Frank Baum sagt:

        @Auguste: Ich glaube, die Chinesen haben mehr Sorgen in der Innenpolitik als in der Aussenpolitik. Tibet ist so ein Beispiel. Die Chinesen haben angst davor, Tibet Autonomie zu zu gestehen, weil nicht abzusehen ist, welche Gelüste anderer Ethnien das nach sich ziehen könnte. Das wird vorerst auch so bleiben. Sie werden aber kaum in einem anderen Land in Fern Ost einmarschieren. Würden die Absatzmärkte einbrechen, bricht die Wirtschaft ein und es besteht das Risiko von Tumulten. In China bildet sich auch – langsam aber sicher – eine Bürgerschicht heraus.

  • Reto sagt:

    thomas meier: ich sage nirgends das drogenhandel etwas mit der armee zu tun hat. wenn sie den thread nochmals lesen werden sie merken, das es nur eine antwort auf die bemerkung katarinas war, costa rica hätte keine probleme. bedauerlich wie sie alles gleich ins lächerliche ziehen müssen. Das die armee die polizei bei subsidiären einsätzen unterstütz ist nämlich per se keine schlechte idee (siehe bspw. brasilien)

    Ihr kommentar bez. der CH im 2.WK zeugt leider von einer sehr einseitigen Geschichtsauffassung und kommt einem Affront gegen die Aktivdienstgenaration gleich. Pfui, sage ich nur!

    • staun sagt:

      […bedauerlich wie sie alles gleich ins lächerliche ziehen müssen…]

      zitat: […»Pfui« gibt lautmalerisch das Geräusch beim Ausspucken wieder. Besonders kleineren Kindern oder Hunden versuchen wir damit klarzumachen, daß etwas eklig und von uns auf garkeinen Fall erwünscht ist….] quelle/querverweis: http://etymologie.tantalosz.de/p.php
      aha. lächerlich machen wird nicht goutiert? vor abscheu spucken hingegen..? nun ja, jeder wie er kann.

  • bruno bellini sagt:

    wenn der militärdienst dem autor rein gar nichts gebracht hat, hat er definitiv etwas falsch gemacht.

  • Auguste sagt:

    hmm…, schon mal überlegt, dass es sie vielleicht gar nicht gäbe, herr d., wenn ihr grossvater ohne militärische ausbildung dem oesterreicher gegenüber gestanden hätte? ihr votum greift viel zu kurz. wehrhaft zu sein ist elementar, auch im zivilen. es hält andere davon ab, grenzen zu überschreiten, weil das schmerzhafte folgen haben könnte – nicht nur physisch.

    klar, heutzutage wären wir alle gern beste väter, aber schon gauss‘ glocke zeigt uns, dass die meisten von uns wahrscheinlich „nur“ genügend sein werden – mit oder ohne militärdienst.

    youtube: gary allan – tough little boys

    • gabi sagt:

      Hhihi… Guschti mit Küchentisch–Geschichtswissen wie eh und je.

      Wenn er ohne militärische Ausbildung dem Österreicher gegenübe gestanden wäre, dann…

      Soso.

      Hätte er keine miltiärische Ausbildung gehabt, wäre er kein Soldat gewesen. Wäre er auch kaum auf dem Schlachtfeld gestanden.

      Massaker an der Zivilbevölkerung gab´s aber im Südtirol während des 1. WK gar nicht (und auch Italiener dienten im Rock des Kaisers): Viel wird über den Militarismus jener Ära geklagt. Dabei aber auch unterschlagen, dass es sich tatsächlich um einen Krieg zw. Armeen handelte.

      Hm… Hmmmm….

      • Auguste sagt:

        hmm…, gabi, bei unwissen hilft nachschlagen. gehen sie mal z.b. auf oesterreich-ungarns armee im ersten weltkrieg (wiki.) der abschnitt „übergriffe auf die zivilbevölkerung“ könnte erhellend sein, sogar in ihrem dämmerigen oberstübchen. es gibt wohl kaum einen krieg, ohne dass die zivilbevölkerung nicht in mitleidenschaft gezogen wurde. das ergab sich schon immer aus der tatsache, dass plünderungen mehr oder weniger offiziell teil der truppenbesoldung im feindesland waren. und wenn sie glauben, da wäre lange gefackelt worden, wenn jemand sein schwein nicht hätte hergeben wollen – ihre welt.

      • gabi sagt:

        Guschti…Es ist ja auch schon lange her. Und es ist tatsächlich gar nicht wirklich schlimm.

        Was zum Schmunzeln und Kopfschütteln führt, ist ja nur dieses verkrampfte Vorgeben von Wissen.

        Sie haben jedenfalls auch von dieser Sache keine Ahnung.

        Ihre Bsp. über die Übergriffe der k.u.k.-Armee sind wohlbekannt. Vielleicht gucken Sie mal – dürfen auch gerne weiter googlen! Nützt dennoch nix – auf welche Schauplätze sich die Beispiele beziehen.

        Ev. schiesst Ihnen dann eine heisse Welle in den Kopf hoch, wenn Sie sich plötzlich erinnern, dass ich dummerweise explitzit vom Südtirol sprach.

      • gabi sagt:

        „es gibt wohl kaum einen krieg, ohne dass die zivilbevölkerung nicht in mitleidenschaft gezogen wurde. “

        Kaum, ja. Ist aber halt – sorry auch, gäll!? – nicht ganz dasselbe wie Zivilisten gleich über den Haufen zu schiessen. Und um bei Ihrem misslungenen Beispiel zu bleiben: Selbst die Slawen, denen die Ösis so paranoid Spionagetätigkeit unterstellten, wurden in der Regel noch vor (zweifellos willkürlich agierende) Schnellgerichte gestellt.

        Die Opfer-Verhältnisszahlen zw. Zivis und Soldaten im 1. WK, und deren Vergleich mit den folgenden Konflikten,

      • gabi sagt:

        such ich Ihnen jetzt aber nicht auch noch raus.

        Das machen Sie sowieso ganz von alleine… In Ihrer verkrampften Suche nach nachgereichten Argumenten für jene Schlichtheiten, die ihnen zuvor jeweils so unbedacht entfleuchen.

        Jedenfalls – um aufs Ernsthafte zurück zu kommen – sind die Opferzahlen unter Zivilisten (worunter natürlich vor allem Kolateralschäden und nicht wie von Ihnen nahe gelegt vor allem Verbrechen zählen) während des 1. WKs noch sehr gering und in keiner Weise mit dem zu vergleichen, was nachher geschah… Als der „Militarismus“ der Kaiserzeiten verurteilt worden ist.

      • Auguste sagt:

        hmm…, gabi, wir könnten jetzt sämtliche kriege der geschichte sezieren, und wir würden immer auf übergriffe gegenüber der zivilbevölkerung stossen. das hat mit der mechanik eines feldzugs zu tun. sobald die versorgungsketten überspannt sind, versorgt sich eine armee im feld d.h. überall dort wo sie verpflegung und anderes zu stillung ihrer bedürfnisse finden kann. das verstärkt sich mit der dauer eines feldzuges und dessen erfolg bzw. misserfolg, weil dann in der regel die versorgung zusammenbricht oder wegen distanzen schwierig wird. das sind fakten, die nicht ich erfand.

      • gabi sagt:

        Soso…. Was wollen Sie jetzt?

        Tortz allem noch einen halben Punkt? Weil immer irgendwo irgendwann…

        Vergeessen Sie´s.

        Das nächste Mal einfach schon vorher ein Bisschen genauer googlen, wenn Sie schon so tun wollen, als ob…

        🙂

    • Auguste sagt:

      hmm…, ich weiss nicht genau, was sie unterstellen wollen, gabi. im ursprungspost bezog ich mich nur rudimentär auf die spezifische begebenheit, die der autor vorgab. danach äusserte ich meine grundsätzlich haltung zur wehrfähig- und haftigkeit. die spezifisch südtiroler-verhältnisse hatte ich tatsächlich nicht im sinn, da sich eine solche begebenheit in jedem kriegsgebiet der welt abspielen kann. so ist krieg. wenn sie es strikt auf das südtirol bezogen, dann haben wir uns missverstanden. posten sie einfach weniger theatralisch, dann werden sie möglicherweise auch besser verstanden.

  • Markus Schneider sagt:

    Es steht Rinaldo D. absolut frei, ins wehrpflichtbefreite Costa Rica zu begeben und sein infantiles Geschwafel dort abzulassen. Ich hoffe so einer hat kein Stimmrecht, denn offenbar hat er noch nicht mal in der Schule im Geschichtsunterricht aufgepasst.

    • lentini sagt:

      geschichtsunterricht, gutes stichwort! wann schon wieder war der letzte „heisse“ einsatz der schweizer armee? nö, nicht 1918, als beim landesstreik in grenchen 3 arbeiter erschossen wurden. es war 1932, als in genf bei einer antifaschistischen demo 13 menschen erschossen wurden…

      • lentini sagt:

        die solidaritätsbekundungen mit den opfern, die danach schweizweit stattfanden, wurden übrigens wieder mit militäraufgeboten beantwortet…

      • Auguste sagt:

        hmm…, jetzt unterschlagen sie aber die aktivdienstzeit zwischen 1939 und 1945, lentini. sobald sie mit geladener waffe den dienst versehen, ist er „heiss“. das zeigt ja auch das von ihnen angeführte beispiel. geschichte grad mal so zurechtbiegen, dass sie ins argument passt, ist bereits eine viel zu verbreitetete – vor allem rechtsnationale – untugend, als dass man auch hier noch damit anfangen sollte. rütli, tell, winkelried, landi 39 und blochers abwahl – gut gibts twitter, damit sich die brüder reihenweise selbst versenken können.

      • lentini sagt:

        heiss ist, wenn geschossen wird (darum hiess der kalte krieg auch kalter krieg – oder denken sie, die sowjets und amis standen sich da jeweils mit platzpatronen gegenüber?) – geschossen hat zwischen 39 und 45 alleine die luftwaffe…

      • Auguste sagt:

        hmm…, lentini, der „kalte krieg“ ist ein politischer und kein militärischer begriff. fürs militär gibt es keine „heissen“ oder „kalten“ kriege – es gibt nur krieg oder kein krieg. räumlich und zeitlich begrenzte militäreinsätze sind operationen, deren „temperatur“ in aller regel auch erst immer hinterher feststeht. die tatsache, dass mit henri guisan ein oberbefehlshaber die armee führte, was hierzulande nur bei hoher kriegsgefahr der fall ist, lässt objektiv wohl kaum zweifel am ernst der lage damals.

      • Auguste sagt:

        hmm…, carolina, ich kommentiere praktisch nie, wo ich fast einen lebenslauf eingeben müsste, um meine 2 cts. loszuwerden. aber wenn sie es probieren wollen für ein spotify-account. die band perry, ein geschwister-trio mit einer hinreissenden sängerin und den vielleicht doofsten männerfrisuren des genres haben zwei herrlich morbide hits in ihrem repertoire:

        youtube: the band perry – if i die young und better dig two

        der all-time friedhofs-klassiker wäre natürlich aj’s nächtliches zwiegespräch mit hank…

        youtube: alan jackson – midnight in montgomery

        good luck, if you wanna try.

      • lentini sagt:

        sie behaupten also, auguste, die ch habe sich zw. 39 und 45 im krieg befunden… echt? ich glaube, da sind sie relativ allein auf weiter flur.

      • Auguste sagt:

        hmm…, lentini, sagte ich mit keinem wort. wenn allerdings die general-mobilmachung erfolgte und ein oberbehehlshaber von der vereinigten bundesversammlung gewählt und vereidigt ist, dann steht man für hiesige verhältnisse glasklar auf der kriegsschwelle. dass er für die schweiz nicht ausbrach, lag nur sehr bedingt in unserer hand. hätte deutschland einen seiner operativen pläne in die tat umgesetzt, hätte es zwischen dem west- und dem russland-feldzug mit beginn im juni 41 praktisch jeden tag losgehen können. danach waren alle deutschen kräfte gebunden. aber wusste man das damals so genau?

  • Marthaler sagt:

    Es würde mich wundern, wenn der Autor selber Wehrdienst geleistet hätte. Wieso also über etwas diskutieren, wenn man keine Erfahrungen vorweisen kann?

    • Genderbender sagt:

      Wer liest, ist gemeinhin im Vorteil:

      „Er diente als Soldat, Funker, Handgranatenspezialist und Küchengehilfe, hat eine Tochter und lebt mit seiner Familie in der Stadt Zürich.“

  • Dave Hill sagt:

    Seh ich auch so: Hört auf, die Männer zu Waschweibern und Weicheiern zu machen – davon haben wir in den letzten Jahren genug produziert.

  • walter roth sagt:

    Unglaublich, diese unsinnige vermischung zweier Themenkreise.

    Aber gut, bleiben wir mal dabei und nehmen noch andere Themen mit hinen.

    Eurokrise, da wird sogar davor gewarnt das es schlussendlich in einem Krieg enden könnte. Siehe Artikel im „Format Trend“.
    Oder auch die Aussagen von Prof. Schachtschneider zur Eurokrise.
    Ist es eine schönes gefühl wenn man Kinder in unsicherer Zeit aufziehen will und ihre Sicherheit nicht gewährleisten kann.
    Eine Armee gehört zu einer gesunden Gesellschaft ebenso wie Kinder.
    Wer das eine von beiden abschafft hat verloren, so oder so.

  • Reto sagt:

    Ja ihr armer Grossvater, er war wahrscheinlich der einzige der jemanden gegen seinen Willen töten musst während des Krieges. Aber vielleicht sollten wir es das nächste Mal einfach sein und rollen dem nächsten Hitler den roten Teppich aus… Niemand tötet gerne, aber SO IST KRIEG! Wenn sie nicht mehr in einer Demokratie mit Landesverteidigung leben wollen, schlage ich Ihnen eins der ca 7 Länder in der Welt ohne Armee vor… Jedes Land hat eine Armee, entweder die fremde oder die eigene… Irgendetwas sagt mir,, das der Autor aber wahrscheinlich Nie in seinem Leben Militärdienst geleistet hat.

    • Alles-Leser sagt:

      Lieber Reto
      Herr Dieziger weiss glaubs schon, wovon er spricht: Rinaldo Dieziger (37) ist Gründer und Geschäftsführer von Supertext, der ersten Textagentur im Internet. Er diente als Soldat, Funker, Handgranatenspezialist und Küchengehilfe, hat eine Tochter und lebt mit seiner Familie in der Stadt Zürich. (Steht nach dem Papablog, neben dem Föteli von Herr Dieziger) Das Einzige, was meines Erachtens Herrn Dieziger fehlt, ist die Erfahrung im Krieg selbst – um zu wissen, dass man das Töten verabscheut, braucht es diese Erfahrung jedoch nicht.

    • Karl Müller sagt:

      @Reto: „das der Autor aber wahrscheinlich Nie in seinem Leben Militärdienst geleistet hat.“ Und wenn schon? Ich habe Dienst geleistet, war Unteroffizier und habe mich täglich über die Diskriminierung geärgert, die wir Männer hier erleiden müssen. Zwangsarbeit oder Abgabe (3% pro Jahr) alleine aus dem Grund, dass in meinem Pass „männlich“ steht.

    • lentini sagt:

      „Aber vielleicht sollten wir es das nächste Mal einfach sein und rollen dem nächsten Hitler den roten Teppich aus…“

      warum denn nicht? hat beim letzten mal ja auch gut funktioniert, oder?

      • Reto sagt:

        Deutsch ist nicht meine Erstsprache, entschuldigung.

        Es muss heissen: “Aber vielleicht sollten wir das nächste Mal einfach keinen Widerstand mehr leisten und dem nächsten Hitler den roten Teppich ausrollen…”

        Was wollen Sie mit Ihrer Frage sagen?

      • lentini sagt:

        dass wir schon beim letzten hitler nicht wirklich widerstand geleistet haben sondern v.a. wegen unserer „guten dienste“ für nazideutschland verschont wurden.
        oder glauben sie wirklich, die dazumal mächtigste militärmaschinerie der welt habe sich vor unseren grenzbesetzern gefürchtet..?

      • gabi sagt:

        Vor den Grenzbesetzern kaum.

        Vor den durchgeknallten Militärs, die allen Ernstes verkünden konnten, alles an Infrastruktur und Industrie in die Luft zu jagen und gemeinsam mit den Vätern und Brüdern der im, dann zerstörten, Unterland zurückgelassenen Famlien ins Reduit zu gehen, um von dort weiter erbitterten Widerstand zu leisten… Vor denen wohl schon eher.

        Wenn ein dermassen fanatischer Plan von Armee und Bevölkerung anstandslos geschluckt – also abgesegnet – wird, dann wird jeder Gegner rechnen.
        Gut, dass die Schweiz den Deutschen auch was zu bieten hatte, wie Flugabwehrkanonen

      • gabi sagt:

        oder Zieloptik, die zu kaufen dann – bis zum Endsieg („die Schweiz, das alte Stachelschwein, die nehm´n wir auf dem Heimweg ein!“) zumindest – einfacher schien, als das Risiko bei einer mühsamen Einnahme nicht nur zahllose Soldaten zu verlieren, sondern eben auch die zuliefernde Industrie.

        Find ich völlig okay für einen komplett eingeschlossenen Kleinstaat.

        Dessen vornehmste Aufgabe war nämlich nicht das Zufriedenstellen von ein paar viertelgebildeten Blogern sieben Jahrzehnte später, sondern der Versuch, seine eigne Bevölkerung möglichst unversehrt durch diesen Wahnsinn zu bringen!

      • lentini sagt:

        nun ja, unter den sechzentel-gebildeten bloggern ist der viertel-gebildete könig…

        wie gesagt, eine brav kuschende, „unabhängige“ schweiz nützte hitler viel mehr als eine okkupierte. ich habe auch verständnis für die damalige situation. aber man soll endlich aufhören, diesen unsinn von der heldenhaften grenzbesetzung, die uns vor dem krieg bewahrt habe, zu pflegen…

      • Ted sagt:

        lentini

        Sie plappern einfach mit ihrem 16tel Verstand im Kreis…

        …was heisst kuschen ?… hätte die CH etwa Deutschland angreifen sollen

        Und nochmals ; Mu.lini hat nachdem er die Gotthardfestung gesehen hat gleich abgewunken ( gesch. Beweis anwesend)
        Die Nord-Südachse UNEINNEHMBAR weil alle Zugänge und Pässe gesprengt worden wäre . Den Wiederaufbau der Passstrassen hätte Deutschland Jahre gekostet.
        Also Herr 16 tel !? …hat die Ausage „vom Kriege bewahrt“ doch einige Berechtigung !

      • Ted sagt:

        Lentini
        nochmals ; Mu.lini hat nachdem er die Gotthardfestung gesehen hat gleich abgewunken ( gesch. Beweis anwesend)
        Die Nord-Südachse UNEINNEHMBAR weil alle Zugänge und Pässe gesprengt worden wäre . Den Wiederaufbau der Passtrassen hätte D. Jahre gekostet.
        Also Herr 16 tel !? …hat die Ausage “vom Kriege bewahrt” doch einige Berechtigung !

      • gabi sagt:

        Soso…. Was Ihr Sechzehntel mehr aber auch alles aus macht. Ganz erstaunlich!

        Man fragt sich als Dümmerer natürlich, wie es sich ein derart Schlauer wohl zu erklären vermag, dass sich die Wehrmacht überhaupt mit der Schweiz beschäftigte. Wieso überhaupt geplant wurde. Wieso wohl ein „Kleines Orientierungsheft Schweiz für die deutschen Truppen im Felde“ vom Generalstab heraus gegeben wurde. Wieso auf den zähen Verteidiungswillen ausdrücklich hin gewiesen wurde.

        Nicht ausschliesslich die Mobilisierung, aber eben AUCH sie, hat die Schweiz vor der Achse bewahrt.

        Darf man durchaus anerkennen.

      • Beno sagt:

        Lentini

        die CH war wegen ihrer Festungen und die Möglichkeit der Sprengung sämtlicher Passtrassen, ein in diesem Moment unüberwindlicher „Orientierungslauf „…
        ein 16tel Hirn genügt um dies zu erkennen 😉

      • lentini sagt:

        nun ja, es war nicht ich, der hier begonnen hat anderen bruchteil-bildung vorzuwerfen, aber dies nur nebenbei.

        klar hat die schweiz gekuscht (bzw. wenn ihnen das lieber ist: geschäfte gemacht): wichtigste devisendrehscheibe für das reich, offener gotthard für hans hinkel und benzini napaloni, waffen verkaufen an die deutschen (und an die allierten – der neutralität muss natürlich genüge getan werden), jüdische flüchtlinge zurückschicken…

        nö, wofür hätte hitler die schweiz okkupieren sollen? er hat ja von ihr alles bekommen, was er wollte…

      • lentini sagt:

        und das mit dem „zähen verteidigungswillen“ kann man natürlich gut verbrämen, wenn der gar nie wirklich getestet wurde…

        auf der anderen seite gab’s da doch den spruch von oberstkorpskommandant wille jr, der nach dem fall der französischen armee die aufhebung der grenzbesetzung forderte, da „der feind ja jetzt besiegt sei“…

      • Beno sagt:

        lentini

        Deutschland hat sich sehr oft geirrt und sich unüberwindlich gefühlt. Wenn Experten dem CH-Taliban gute Chancen gegeben haben, muss da wohl Wahres dran sein…

    • Katharina sagt:

      naja: Costa Rica hat auch keine Armee, ist ein kleines Land in einer nicht so sicheren Region und dennoch ist es frei und sicher.

      • Reto sagt:

        Costa Rica hat keine stehende Armee in Friedenszeiten, dafür massive Probleme und unter anderem deshalb seit 2010 Kriegschiffe sowie ca 7000 US Soldaten permanent im Land, die übrigens straflosigkeit geniessen. Wäre Ihnen dieser Zustand in der CH lieber? Das BIP von Costa Rica ist übrigens ca 5000 $, viel Spass beim Leben!

      • Katharina sagt:

        costa Rica hat massive probleme? im vergleich zum rest von zentralamerika und mexiko durchaus nicht.

      • Reto sagt:

        Genau, und relativ gesehen zu den Toten geht es uns Lebenden auch noch ziemlich gut oder? Was ist denn das bitte für eine Logik? Costa Rica hat Keine Probleme? Machen Sie sich mal mit dem Thema Kinderpürostitution, Drogenhandel, Menschenrechte vertraut bitte! Ich frage mich ernsthaft wenn ich auch ihre andere Kommentrare lese, ob sie ein Troll sind oder wirklich so denken und abstimmen…

      • Katharina sagt:

        ich habe nicht gesagt costa rica habe keine probleme. was ist ihr problem? falls sie hier mitlesen: ich bin gegen eine abschaffung der armee. deren umfang kann sicher diskutiert werden.

        aber sie koennen die europaeische situation nicht einfach so mit zentralamerika vergleichen. ausser, dass die gelder aus jenem drogenkrieg ja bei uns landen, so das klischee dann stimmt.

      • Thomas Meier sagt:

        Ziemlich wirr, dass Sie denken, dass Dinge wie Drogenhandel etwas mit dem Militär zu tun hat. Costa Rica hat nicht die Polizei abgeschafft, sondern die Armee. Oder glauben Sie, dass man in der CH Armee im WK Drogendealer jagen geht? Ausserdem macht es mehr Sinn, ein Land zu seinen Nachbar zu vergleichen, da man keinen Einfluss auf externe Faktoren hat.
        Und nur so: CH hat sich im 2. WK bei den Nazis eingeschleimt ohne Ende und diese wortwörtliche den roten Teppich ausgerollt. So gesehen, haben Sie Ihr Argument gleich selbst wiederlegt…

      • Katharina sagt:

        das us militaer ist wegen dem drogenkrieg in costa rica stationiert, so die offizielle version….

      • gabi sagt:

        Die Schweiz hat… Aha.

        Als Ganzes. Samt und sonders. Und ein Argument hat´s auch gleich selbst widerlegt.

        Was Sie alles wissen über jene Zeit, Thomas Meier.

        Lustig: Gemäss Ihren Vorstellungen der Schweiz und ihres Verhaltens im 2. WK, würd ich gar nicht existieren.

      • Reto sagt:

        Mir ist es grundsätzlich egal ob sie für oder gegen eine Abschaffung der Armee sind, ich respektiere die Meinungsfreiheit (Noch so ein Grundrecht in eine wirklich freien Land….) Ich habe aber ein Problem damit wie sie argumentieren

        Sie sagten um 10.45 Costa Rica ist frei und sicher. und um 10.56 es habe durchaus nicht probleme. und nun sagen sie, sie hätten nie gesagt costa rica habe keine Probleme?

        mir geht es darum damit aufzuzeigen, das costa rica als paradebeispiel halt keine eigene armee hat und nun die us-armee im land hat. so etwas würde ich mir für die CH nicht wünschen.

      • Ted sagt:

        @Thomas Meier

        Vor 3 Jahren hat man zum Gedenken von Henry G. Dokumente freigegeben , welche in deutschen Händen waren, die den Beweis lieferten , dass die CH mit Frankreich zusammenarbeitete. Es waren Verträge, bei denen die Gruppe Bergier ( oder wie sie auch hiessen …) sich die Augen aus dem Kopf gucken würden !
        Nach dem Fall von Frankreich, war jedoch eine grosse Verunsicherung; Guisan erwägte die kampflose Übergabe…nicht zuletzt weil 1000 Panzer im badischen Raum bereit standen. Später wurden die gegen Russland eingesetzt.
        Das „Schleimen“also war gezwungenermassen u.i. Landesinteresse

      • lentini sagt:

        @ted: natürlich war das „schleimen“ im landesinteresse und gezwungenermassen (zum grossen teil – wir wollen mal die vielen fröntler und nazi-sympathisanten jener zeit nicht ganz vergessen) – aber dann soll man doch auch dazu stehen und endlich aufhören den mythos von der heldenhaften grenzbesetzung, die uns vor hitler rettete, zu pflegen.

      • Ted sagt:

        @lentini

        Fakt ist , dass die gut befestigte Schweiz einen sofortigen Angriff verhindert hat ; die Nord-Südachse war durch Mussolini u. Hitler begehrt !
        Schaut man sich die Pläne der Abwehrsituation z. Bsp. Raum Berneroberland bis hin ins Wallis inkl. Simplon; hätte dies für H. enorme Zeit beansprucht. Mussolini hat ja beim besichtigen der Gotthardfestungspläne den Angriff gleich aufgegeben.
        Der Name „Stachelschwein“ , den Hitler der Schweiz gab…hat er nicht zufällig aus den Hosen gepflückt

      • Ted sagt:

        @lentini

        1 Kommentar kommt noch

        Es war nicht die heldenhafte Grensbesetzuung, welche die CH sehr wohl rettete (!) sondern die 30-40 Tausend Bunker und Festungen, sowie der sich abzeichnende Partisanenkrieg im BernerOberland u. Wallis.
        Heutige Kenner der Siituation hätten der vermienten CH mit ihren vielen beweglichen Ski Patrouillen sehr gute Abwehrchancen gegeben.

      • Ted sagt:

        @lentini

        und da wäre noch was; über „nazi-sympathisanten“ gesprochen. In 1940 lebten 88.000 deutsche Nazis in der CH welche probierten Verbindungen zu Deutschland zu schmieden

      • lentini sagt:

        @ted: nun ja, ob 88’000 deutsch nazis bei uns lebten, das entzieht sich meiner kenntnis – es gab aber genug ch fröntler, die es durchaus auch in parlamente schafften. und ob die herren bundesräte jener zeit pilet-golaz, etter oder von steiger wirklich so lupenreine demokraten waren…

        es gab schlichtweg keinen grund für hitler, die schweiz einzunehmen – sie parierte ja brav und nützte ihm als unokkupiertes land viel mehr: 3/4 der ins ausland gehenden goldtransaktionen der reichsbank liefen über die schweiz, die nord-süd-achse (gotthard) war offen für dölf und benito, bührle prod. waffen, …

      • Frank Baum sagt:

        Eigentlich ist es völlig egal, weswegen Hitler nicht in der Schweiz einmarschiert ist. Die Zeiten eines Hitlers sind nämlich vorbei. Wenn wir uns nicht doof anstellen, dann kommen sie auch nicht wieder. Der Spruch: „Jedes Land hat eine Armee, entweder die fremde oder die eigene“ ist aus gestrigen Zeiten. Der Trend ist eindeutig, dass wir immer weniger Armeen brauchen. Werden wir jemals wirklich keine Armee haben? Vielleicht nicht, aber veilleicht einmal eine Gemeinsame (was die Blauhelme im Grunde schon sind).

      • Beno sagt:

        Gewiss die Blauhelme, F.B….bei denen ist die Lösung zu suchen; 😉 eine grössere zahnlose und selbstgefällige Truppe gibts wohl nicht…(neg.Beispiele sind in der Vergangenheit genug zu finden…)

      • Frank Baum sagt:

        @Beno: Es gibt aber auch positive Beispiele in der Vergangenheit. Man kann auch kaum bestreiten, dass das Vorhandensein von eigenen Armeen auch nie den absoluten Schutz vor Kriegen geboten hat. Worauf ich hinaus will: Der Trend führt zu weniger Armee und mehr gemeinsamen Einsätzen – z.B. eben Blauhelmen. Die Anzahl Demokratischer Staaten steigt und die Chancen, dass diese untereindander Krieg führen, sinkt. Die Akzeptanz, Krieg als Ultima Ratio einzusetzen schwindet dramatisch schnell.

      • Beno sagt:

        Theoretisch gebe ich ihnen recht…aber die Welt ist nicht Theorie

        Die Blauhelme sind nur eine Beobachertruppe …weiter nichts ; wollten sie kürzlich in Lybien oder in der nächsten Zukunft Syrien etwa Blauhelme schicken…verkleidet als Sandmännchen 🙂

      • Ted sagt:

        lentini

        sie können hier kaum Halbwahrheiten ausschmieren, ohne wirklich informiert zu sein. Schon mal was vom deutschen Naziort „Davos“ gehört. Es waren nicht zuletzt die Nazi selber, welche für die CH die Geschäfte abwickelten.
        …und warum stellte H. im badischen Raum 1000 Panzer bereit für die Alpen ! …sicher nur Gold bringen 😆

      • lentini sagt:

        ich machs einfach für sie ted: geben sie mir ein, nur ein einziges argument, warum dölf die ch hätte einnehmen wollen…

      • lentini sagt:

        hihi, panzer für die alpen… sie sind ein lustiger kerl!

      • Frank Baum sagt:

        @Beno: In Syrien würden Blauhelme scheitern. Die Vermittler sind ja gescheitert. Nicht alle Konflikte können durch Vermitlung gelöst werden, aber es gibt solche, wo das gelingt: vor allem wenn man im hau-zu-bevor-du-geschlagen-wirst oder Aug-um-Aug Modus steckst (Angst oder Rache). Diese Zyklen kann man durchbrechen. In Syrien haben bislang beide Seiten geglaubt, die andere vernichten zu können.

        Was den Blauhelmen heute fehlt, ist die Möglichkeit, einzugreifen, wo Staaten versagen. Das machen wir heute zT mit nationalen Kräften unter UNO Mandat und irgendwann wahrscheinlich mit Blauhelme

      • gabi sagt:

        Wow…Lentini!

        Jetzt aber!

        So doof kann wirklich nur einer fragen, der allen Ernstes glaubt, es gäbe keines.

        Respekt!

        Sie können sich ja noch unterbieten!

      • gabi sagt:

        oh… da nun doch schon einige andere Zeilen folgten:

        Die anerkennende Bemerkung für Lentini bezog sich natürlich auf

        „geben sie mir ein, nur ein einziges argument, warum dölf die ch hätte einnehmen wollen“

        Kennen Sie eigentlich Wildkatze, Lentini?

        Die hat auch so ein reges Geschichtsinteresse wie Sie. Ich stell Sie Beide bei Gelegenheit mal vor, wenn Sie wieder hier drin ist.
        Okay?

        Sie werden sich prächtig verstehen!

      • Ted sagt:

        Lentini

        Direkte Verbindung zu den Häfen von Italien natürlich ( mit all deren Konsequenzen für Afrika usw. )

        HiHi…in den Schweizer Täler sieht man immer noch Betonblöcke…sogenannte Panzersperren 🙂 warum wohl ???

        Lentini, sie plaudern im 16tel Takt !

      • lentini sagt:

        die deutschen und italienischen züge fuhren ja schon durch den gotthard – plombiert und unkontrolliert.

        ok, einen versuch haben sie noch…

      • Beno sagt:

        Frank Baum sagt:
        9. Januar 2013 um 14:39

        Sie fragten um eine Grund für eine Armee ?…da liefern sie ihn gleich selber , durch die Unfähigkeit der Blauhelme zu bestätigen

      • Frank Baum sagt:

        @Beno: Das stimmt. Wenn Demokratien ihre Armeen einsetzen, dann, um eben da einzugreifen, wo eine Staatsgewalt versagt. Das können die Blauhelme heute noch nicht. Ich glaube aber, dass der Trend dahin geht, dass man irgendwann eine solche Einheit aufstellt, weil wir sonst Trittbrettfahrer haben. Vor allem aber: Wenn das die neue Aufgabe von unseren Armeen ist, dann ist eine Milizarmee die falsche Form, so etwas zu organisieren.

      • lentini sagt:

        übrigens, interessante kleine geschichte am rande: nachdem die ch luftwaffe begann, deutsche luftraumverletzer abzuschiessen (immerhin 11 stück bei 3 verlusten) reagierte der dicke hermann sehr verärgert.

        die reaktion unserer heldenhaften militärischen führung (des generals himself, btw): verbot von luftkämpfen. er verbot seinen kampfpiloten, sich in luftkämpfe mit luftraumverletzern zu begeben!!! soviel zum „zähen verteidigungswillen“…

        die jungs von der luftwaffe waren darüber nicht sehr erfreut…

      • lentini sagt:

        aber eigentlich warte ich immer noch auf argumente, die für einen einmarsch von hans hinkel in der schweiz gesprochen hätten…

        ok, ich geb in der zwischenzeit mal eins dagegen: wo hätte hans sein raubgold in devisen wechseln sollen, wenn die ch plötzlich zum reich gehört hätte?

      • lentini sagt:

        vielleicht kann der g@bilein ihnen helfen ted – seinen höhnischen bemerkungen gemäss muss er auf einem ganzen sack von argumenten hocken…

      • Sportpapi sagt:

        @lentini: Nicht zu vergessen die angeordnete Verdunkelung in der Schweiz, so dass dann halt die falschen Städte bombardiert wurden…
        Dennoch – ist schon spannend, wie ihr alle das so genau wisst, wo doch die Historiker längst nicht so klar sehen. Schwarz/weiss gilt hier eher nicht, oder?

      • Ted sagt:

        Lentini
        Das die Schweiz nicht angegriffen wurde, wegen den Devisen bleibt ein Gerücht…mit Gold lässt sich ALLES und überall abrechnen, sogar via Schweden u.Norwegen
        Nati-D hat besetzt was sie besetzen konnten, die CH konnten sie nicht, aber nach dem Fall des Restes von Europa waren die Schweizer viel einfacher mit Geschäften unter Druk zu setzen…weil sie Angst hatten.
        Und jetzt Lentini, noch eine Chance…warum bauen die Schweizer soviele Festungen und machen Reduitpläne, wenn sie vom dummen Hans doch nichts zu fürchten hatten …jagell…aus Langeweile ! 😆

      • Ted sagt:

        lentini

        Reduit , die Festungen, die Kriegsmob.machung, Einzug der Pferde, die Verminungen …alles nur Show ?!?!…wegen den Devisenwechsel
        …dies hätte also auch billiger und stressfreier gekönnt , hè Frau Lentini ?!

      • gabi sagt:

        Mich erstaunt, dass soviel Intelligenzferne Gestalten wie lentini nicht einfach nur peinlich ist. Aber wahrscheinlich wäre auch dafür ein Mindestmass an Grütze vonnöten.

        Schon nur wenn er seine eignen Vorstellungen mal konkret durchspielen würde (wenn er denn könnte!), müsst ihm ja Einiges klar werden.

        Wo die Nazi ihr Gold und ihre Devisen sonst gewaschen hätten…
        😀 … Prust!
        – Spanien und Portugal?- nie gehört!
        (wahrscheinlich denkt lentini, die hätten unter Napolean gemeinsam mit den Allierten gegen die Deutschen gekämpft).

      • gabi sagt:

        GM/Opel, die BIZ, die Amis selber (apropos Verweigerung jüdischer Flüchtlinskontingente!), die zudem in keinem Moment umzingelt und in einer dermassen aussichtslos scheinenden Situation wie die Schweiz steckten…. wahrscheinlich alles nur gestreute Gerüchte der Aktivdienst-Generation.

        Es zeichnet lustigerweise immer gerade diese Art pc-Phrasendrescher aus, dass die Konsequezen ihrer Elfenbeinturnereien, vollkommen verantwortungslos wären und zig-Tausende Menschen ans Messer geliefert hätten…. Während sie sich das Gegenteil erträumen:

        Mobilmachung hätte man einfach lassen sollen… Weil

      • gabi sagt:

        die Nazis sowieso kein Interesse an einer Okkupation gehabt hätten.

        Hihi…. Zu blöd, dass er die Tausende Frontisten und Sympathisanten grad seber noch erwähnt hat: Die haben von Berlin unterstützt doch genau diesen Anschluss erträumt und gefordert!

        Was hätten die wohl gemacht, wenn die Schweiz sich nicht klar gegen diesen Anschluss verwehrt hätte; hm?!

        Ernsthaft die Frage nach einem guten Grund für einen Einmarsch zu suchen, ist wirklich erschütternd bekloppt, bei einem Regime, dass schon seit 33 nur damit beschäftigt war, für krude Weltherrschaftsfantasien Irrationales am Laufmeter zu

      • gabi sagt:

        produzieren. Gibt´s denn ein einziges Land in Europa, wo´s der GRÖFAZ nicht getan hat, wenn er´s konnte?

        Man stelle sich das Geschenk nur vor: Ein unberührtes* Land mit funktionierender Infrastruktur, Industrie und klugen Köpfen, dass zudem – ein gewichtiger Grund! – über eine gut ausgebildete und ausgerüstete Armee verfügte (der ein guter Ruf voraus eilte), welche man direkt in die überdehnte Wehrmacht hätte integrieren können!

        *unberührt logischerweise… Denn, dass ohne jede Mobilmachung und bekundetem Wehrwillen bei einem Einmarsch etwas zerstört worden wäre, ist ja wohl nicht anzunehmn

      • gabi sagt:

        lentini quasselt da übrigens noch was von den zurückgewiesenen jüdischen Flüchtlingen:

        Was sollte dann wohl mit jenen geschehen, die schon drin waren? Was mit den Desserteuren? Was mit den Regimegegnern, die schon früher in die Schweiz geflüchtet warten? – Denn das einfach alle abgewiesen wurde, ist ja nicht wahr (und ich könnte hier kaum schreiben – by the way!).

        Selbst wenn die Deutschen nicht einmarschiert wären (was ich wie gesagt für eine infantile Hoffnung halte), wüsste ich wirklich nicht, wie sich eine CH-Regierung dann genau gegen diese dt. Forderungen hätte wehren können.

      • gabi sagt:

        … Und dann noch die Luftkampfgeschichte:

        Was für ein menschenverachtendes Verheizerblabla!

        Die Schweiz versuchte anfangs auch die Neutralität des Luftraums zu wahren. Als Erstes gegen simple Überflüge!

        Nachdem sich die Schweizer Piloten (unter fairsten Bedinungen: in denselben Maschinen) tapfer geschlagen und tatsächlich einige Luftsiege errungen hatten, war Göring tatsächlich – und in seinen Augen: wohlbegründet! – fuchsteufelswild.

        Was folgte, war klar die Absicht, Rache zu nehmen: Schweizer Jäger abzuknallen.

        Logischerweise nicht mehr aus einem netten 1 : 1 Verhältnis raus…

      • gabi sagt:

        Denn da schienen die Deutschen den Kürzeren zu ziehen:

        Jägerstaffeln wurden zusammengezogen und warteten in übereinander angeordneten Kreisen nur darauf, dass Schweizer Messerschmitts zu ihnen hochsteigen würden, worauf sich die ganze Überzahl der Gegner auf sie stürzen und abschiessen würde.

        Schlichte Geister, wie lentini, scheinen es für eine klasse Idee zu halten, in so einer Situation Mann und Maschine ohne jeden Nutzen – und ohne jede Chance – zu verheizen. Ganz toll! Ein Mann wie H. DowDing hatte in England begriffen, dass man einen Langen Atem und die Flugzeuge im Falle einer

      • gabi sagt:

        Invasion für wichtigere Aufgaben brauchte und sie nicht sinnlos opfern durfte.

        Die Flugplätze selber anzugreifen konnte die Luftwaffe wiederum nicht wagen: Dass wäre ein (noch) offener(er) Kriegsakt gewesen, durch den die Schweiz – im Gegensatz zu Luftscharmützeln über einem dermassen kleinen Land – automatisch an die Seite der Allierten gedrängt worden wäre… Und da sie dank der Mobilmachung halt dennoch nicht so schnell hätte überrannt werden können, ein sinnloses Risiko für die Deutschen, die sich einen Fluzeugträger der Allierten mitten im Alpenraum wirklich nicht leisten konnten.

      • gabi sagt:

        Da gäb´s noch viel im Sack voller Argumente…

        Aber ich hab dann auch mal Besseres zu tun.

        Der Typ hat ja noch nicht einmal ein einziges ernstzunehmendes Argument, weshalb Htiler die Schweiz NICHT hätte überrennen sollen!

        (was in übriger Weise einfach nur vergangene Geschichte ist, die nicht 1:1 aufs hier und heute, weder pro noch contra Armee, übertragen werde kann!)

      • lentini sagt:

        whoa, erst jetzt gesehen… so viel zusammenhangslose informationsbröcklein, mythen, halbwahrheiten und eigene erfindungen zu einem bizarren „geschichts“-brei zu verrühren… das muss man erst mal bringen.

        es ist wohl die zeit nicht wert das alles einzeln zu kommentieren, aber schön ist dieses, naja, „argument“:

        frage: warum hätte hinkel in der ch einmarschieren sollen?
        antwort: warum hätte die ch wohl die grenze besetzt und panzersperren etc. gebaut, wenn er das nicht hätte tun wollen?

        aha. ja dann….

      • lentini sagt:

        ok, den noch:
        „über eine gut ausgebildete und ausgerüstete Armee verfügte (der ein guter Ruf voraus eilte), welche man direkt in die überdehnte Wehrmacht hätte integrieren können! “

        die armee war zu dem zeitpunkt eben gerade nicht „gut ausgebildet und ausgerüstet“, im gegenteil!
        und was genau war das für ein „guter ruf“, der ihr „vorauseilte“ (wohin war sie denn gerade unterwegs?)? eine armee, die nie einen einsatz sah, wie sollte die überhaupt zu einem ruf kommen?

        aber ich zweifle nicht, dass in ihrem oberstübchen das alles irgendwie logisch klingt…

      • gabi sagt:

        Hihi… Jaja. Das Oberstübchen. Spielt einem so manchen Streich.

        Äh… Wer hatt grad noch mal ein Abschussverhältnis von 3 : 11 erwähnt? War ich das? …Öh.. Nein.

        Gegen die damals als beste der Welt geltende Luftwaffe.

        Was müssen die Drei danach für eine schlechten Ruf gehabt haben.

        Und die Einschätzungen der verschienenen Militärattaches der CH-Armee… Nie gehört.

        Das gut ausgerüstet relativiere ich Ihnen gerne; um die Panzer, z.B. Aber vergleichen Sie mal deren Zustand mit den anderer mit Deutschland verbündeter Armeen.

        Aber bleiben wir doch lieber bei Ihren Superargumenten:

      • gabi sagt:

        Worin genau der Sinn bestünde, die wenigen (im 1 : 1 Kampf offenbar überlegenen) Schweizer Piloten und Maschinen einer Übermacht von feindlichen Jägern auszusetzen, die auf genau das warteten, um sie aus dem Pulk heraus abzuknallen?

        Und auch wenn Sie´s noch so gerne umdrehen würden (Panzersperren als Beweis der Bedrohung, hihi!): Wieso hätte jemand nach dem Rheinland, nach Österreich, nach dem Sudetenland, nach den Beneluxstaaten, nach Norwegen, nach Griechenland, nach Jugoslawien so sicher sein können, dass H. nicht kommen würde?

        – Spanien und Portugal existierten damals schon! 😉

      • Ted sagt:

        lentini
        Partisanenkrieg lässt sich ohne Gleichschritt und geputzten Stiefeln führen; das sah man in Frankreich und Russland, wo die best ausgebildetet Armee der Welt in den Grund sackte.
        Der dumme Hans hätte in den Schweizer Pässen enorm Material und Mannschaften verloren, das er sich nicht leisten konnte. Zudem waren die Alliierten schon lange scharf , um die Schweiz als ideale Ausgangslage zu benutzen.
        Sehen Lentini….von übler Nachrede…lernt man lügen

      • gabi sagt:

        Wohin meine direkten Vorfahren dann – während des Krieges! – geflohen wären, hätt ich liebend gerne noch erfahren.

        Vielleicht nach Österreich? – Weil… Das ist ja auch immer neutral; gäll, lentini?

        Jedenfalls gewiss nicht in die Schweiz, wenn die schon mal auf Grenze räumen gemacht hätte.

        Die Vorstellung, dass das dt.Reich dann einfach weiterhin tatenlos zugesehen hätte, wie sich weiterhin Menschen vor ihm in die unbesetzte Insel in der Mittel absetzen, ist naiv.

        Während des Krieges hätte ich einen solchen Bürger entweder für sträflich dumm oder für einen Frontisten gehalten.

      • Sportpapi sagt:

        Es reicht nun aber auch wieder mal, Gabi. Das sind verschiedenen Themen, in denen es durchaus auch andere als deine Meinung geben kann. Und nicht alle, die anderer Meinung sind, sind Deppen. Dass es die Debatte um das „volle Boot“ gegeben hat, mit einschneidenden Konsequenzen, wirst ja auch du nicht abstreiten. Dass die Schweiz sowohl die Armee mobilisiert hat, als auch auf diplomatischer Ebene manchen Bückling gemacht hat, ist klar. Dass man heute die Bedeutung der Armee her unterschätzt liegt wohl am jahrzehntelangen Kult darum im Zuge der geistigen Landesverteidigung.

      • gabi sagt:

        Leute, die mit guten Argumenten kommen, sind nie Deppen, Sportpapi.

        „Das Boot ist voll“ hat der ja nur am Rande angeschnitten. Eine berechtigte Debatte übrigens. Allerdings nur unter dem Aspekt, wie man das genau definieren kann. Denn dass es halt wirklich irgendwann voll ist, ist klar. Wenn´s allerdings so strickt gehandhabt worden wäre, wie nachträglich kolportiert, dann wäre ich nicht auf der Welt: Also stimmt´s so nicht.

        Dass sich die Schweiz dennoch nicht einfach bloss mit Ruhm bekleckert hat, weiss ich (auch sehr direkt aus den Berichten der Zustände im Flüchtlinslager)

      • gabi sagt:

        Aber eben… Die Graustufen sind´s. Und kein s/w.

        Wem zudem nicht aufgefallen sein will, das Deutschland durchaus nicht für Gold- oder Devisengeschäfte auf die CH angewiesen war, der so tut, als wisse er was, aber nicht zu ahnen scheint, was Portugal, Spanien (und weitestgehend auch die USA!) gleichzeitig so getrieben haben…

        Wer zudem was von von mangeldem Wehrwillen schwadroniert, wenn die Schweiz Soldaten und Maschinen nicht vollkommen sinnfrei in ihr Verderben stürzen wollte…

        Wer grundsätzlich so tut, als hätte man 44 ganz genau wissen können, dass der Krieg im Mai 45 vorbei sein

      • gabi sagt:

        würde (während die Propaganda immer noch den baldigen Einsatz von Wunderwaffen anpries, nachdem die Deutschen nun schon jahrelang ganz erstaunliche Kriegstechnik erfunden hatten)…

        Der bemüht sich halt wirklich redlich, von mir als Depp angesehen zu werden.

        Also lentini hat sich das nun mal wirklich durch viel Einsatz und grossen Eiffer verdient.

      • lentini sagt:

        ach kommt, mädels, ein mindestmass an militärhistorischem wissen sollte schon vorhanden sein, wenn man eine solche diskussion führen möchte. mit einfach drauflos fantasieren wird’s ganz schnell lächerlich…

        beispiel: 3:11 ist ein gutes verhältnis, yup. nur, was waren denn die „opfer“ unserer jäger für flugzeugtypen? soviel als tipp: keine 109er… und was waren das für piloten auf deutscher seite? auch hier ein tipp: es waren keine hartmanns, barkhorns oder gallands…

      • Sportpapi sagt:

        Naja, die Wunderwaffen waren durchaus vorhanden. Nur gingen sie zum Teil nicht in die serielle Produktion, weil man eben auch in D glaubte, den Krieg schneller entscheiden zu können. Auch ich wäre übrigens nicht da, hätte mein Urgrossvater nicht in die Schweiz flüchten können. Ein grosser Teil seiner Brüder und Schwestern wurden aber nicht aufgenommen und in den Tod zurückgeschickt (vom J-Stempfel müssen wir wohl auch nicht anfangen).

      • gabi sagt:

        Graustufen, eben.

        Und wie schätzt Du die Wahrscheinlichkeit ein, dass Dein Urgrossvater ausgerechnet in die CH geflohen wäre, ohne dass die ihren Wehrwillen bekundet hätte? Wäre das ein vielversprechendes Fluchtziel gewesen? – Nach A, nach dem Sudetenland, nach PL, nach den Beneluxstaaten, nach F, nach Norw., nach Griechenland, nach YU?

        Wie hätte CH auf Auslieferungultimaten reagiert?

        (Siehst Du? – Der Depp, deppt ja immer bloss weiter: Will nun aber krampfhaft von der Frage weg, wieso das sinnlose Verheizen von Piloten und Maschinen ein Beweis von Wehrwillen darstellt… Verständlich!)

      • Sportpapi sagt:

        Naja, Gabi, Wehrwillen muss man auch mal zeigen. Ich weiss nun nicht, ob das bei den Flugkämpfen der richtige Ort gewesen wäre. Aber strikte auf Einhaltung der Lufthoheit zu pochen halte ich doch für ziemlich zentral. Nun ja, nicht ohne Grund spricht man immer wieder von Anpassung und Widerstand, wenn man auf die Zeit zu sprechen kommt.

      • lentini sagt:

        ach gabi… schon wieder bei den beleidigungen angelangt? kein gutes zeichen für die relevanz ihrer „argumente“.

        noch ein kleiner tipp zum drüber nachdenken (wegen den devisen): was war denn wohl der unterschied zw. der ch und spanien, portugal etc? mmh? keine angst, sie finden das schon raus.

        und natürlich, der beste weg seine luftwaffe zu schützen, ist sie gar nicht einzusetzen, auch nicht über eigenem boden. und die siege noch nicht mal in den zeitungen zu erwähnen (das könnte hinkel und seine gesellen ja auch ärgern).

        sie dampfplauderer sie.

      • lentini sagt:

        übrigens hat guisan die luftwaffe nicht an die kurze leine gelegt, weil er angst um sie hatte (die armeeführung ging davon aus, dass die luftwaffe im kriegsfall gerade mal 2 tage lang existieren würde. ihr auftrag war selbstaufopferung.)

        dass die deutschen aber begannen weniger kohle zu liefern, und dies erst wieder änderten, als sie sicher waren, dass die ch parierte, hatte einen viel wesentlicheren eindruck gemacht.

      • Frank Baum sagt:

        @lentini: Ihr Beispiel mit den Flugzeugen ist ein klassischer Fall einer Deeskalationsstrategie, nicht mangelnde Wehrhaftigkeit. Die CH sieht sich von einem Feind umgeben, der übermächtig und aggressiv ist. Ziel der CH: um jeden Preis verhindern, dass man angegriffen wird. Wenn man das will, muss man zwei Dinge tun. Man muss signalisieren „Lass mich in Ruhe, oder ich wehre mich!“ und „ich kooperiere mit Dir!“. Wenn ich nur das eine oder das andere mache, dann steigen die Chancen, angegriffen zu werden. Wenn ich nicht kooperiere, provoziere ich. Ohne Wehrhaftigkeit, lade ich zum Angriff ein.

      • gabi sagt:

        „Aber strikte auf Einhaltung der Lufthoheit zu pochen halte ich doch für ziemlich zentral. “

        Wenn ein Pulk von Jägern darauf wartet, dass die Schweizer aufsteigen, um sie abzuknallen?

        Dann muss man einfach hoch? Um sich abknallen zu lassen? Aus Prinzip?

        Ich find´s vernünftig, dass die Schweiz ab diesem Zeitpunkt davon absah ÜBERFLIEGENDE Maschinen nicht weiter anzugreifen.

        – Übrigens ist es interessant, dass dies alles zu einem Zeitpunkt geschah, als die Kriegslage keineswegs so aussah, als ob den Deutschen eine Niederlage drohe… Sie hatten gerade ganz Kontinentaleuropa niedergeworfen!

      • lentini sagt:

        fb: da gehe ich grundsätzlich mit ihnen einig, auch wenn ich das verbot von luftkämpfen auch über eigenem boden als etwas empfinde, dass dem zu demonstrierenden wehrwillen doch ziemlich entgegenwirkte.

        dass der entscheid politisch vernünftig bzw. wohl alternativlos (wenn das ziel sich aus dem krieg herauszuhalten ist) war, das bestreite ich nicht – gerade auch, wenn der von deutschland aufgefahrene wirtschaftliche druck beachtet wird.

        diese handlungen kratzen aber am heroischen bild unserer armee im 2. wk (das ganz offenbar immer noch in vielen köpfen rumgeistert). darauf will ich raus.

      • lentini sagt:

        nein gabriela, es ging nicht darum die luftwaffe zu schonen – immer noch nicht kapiert???

        und noch eine klarstellung: ich mache mich hier nicht über die aktivdienst-generation lustig – es war sicher kein spass, an der grenze zu stehen (mit total veraltetem material, nota bene) und darauf zu warten, dass der hunne angestürmt kommt.

      • gabi sagt:

        Na also, lentini!

        Geht doch.

        Und beim nächsten Mal einfach gleich etwas moderater. Dann klingt´s am Schluss auch nicht so hingebogen.

      • lentini sagt:

        äh, wie meinen? ich sage immer noch dasselbe wie bisher… dass der hunne nicht kommen würde, das konnte, der soldat an der grenze nicht wissen – ein faktum bleibt es trotzdem: der wehrwillen („bis zur letzten patrone“) war v.a. inszenierung, gerettet hat uns die kooperation.

        dass ich das aus der privilegierten lage des nachgeborenen beurteilen kann, das ist mir schon klar. muss ich das extra erwähnen? scheint so….

        und von wegen moderat: viertelbildung, depp, etc. entstammen doch eher ihrem „argumentarium“, nicht meinem…

      • gabi sagt:

        jaja… Da sind wir doch glatt von Ihrem ursprünglichen Thema abgekommen („Nennen Sie mir nur einen Grund, weshalb…“)

        Weiss aber keiner, wieso…

        Aber Sie sagen immer nur dasselbe.

        🙂

        Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn ich eine gewisse Anfangsborniertheit beim Namen nenne.

        Es freut mich ja, dass Sie sich trotz allem noch redlich bemüht , brav gegoogelt und gelesen haben (DowDing – jaja!) und anerkenne, dass Sie zu Fortschritten fähig sind.

        Man darf einfach nicht mehr zu den anfänglichen Behauptungen zurück kehren und dann wirkt´s auch gleich etwas weniger blöd.

      • lentini sagt:

        so, und da ich mich jetzt ausklinken muss – nicht alle können ihre ganzen tage hier verbringen – und als versöhnliche geste noch ein buchtipp für alle, die die geschichte der schweizer luftwaffe ernsthaft interessiert:

        roman schürmann: „helvetische jäger“; rotpunktverlag

        (dass das buch eines linken journalisten und historikers in der „allgemeine schweizerischen militärzeitschrift“ positiv besprochen wurde darf wohl als qualitätsbeweis gedeutet werden.)

      • lentini sagt:

        ach gabi, jetzt wo ich zu denken begann, sie seien lernfähig…

        schauen sie, sie haben mir wirklich noch kein stichhaltiges argument genannt, was hinkel mit einer okkupierten schweiz gewonnen hätte, das er nicht eh schon von ihr kriegte (nein, „er hat auch alle anderen staaten in europa überrannt“ ist eben keines – es ist noch nicht mal eine sinnvolle antwort auf die frage. btw: schon weiter gekommen beim der suche nach dem unterschied zwischen ch und spanien, portugal, etc? wegen den devisendeals?)

        aber eben, ich muss jetzt… sie können also noch ein wenig weiter nachdenken.

      • Ted sagt:

        ich sehe es auch so…. Lentini, die Geige hat hier Einiges schon gelernt; bloss bleiben ein paar dämliche Einfältigkeiten immer noch hängen.>>> Kämpfen bis zur letzten Patrone, …und der Mann an der Grenze. Es waren keine Heldhaftigkeiten, mehr die traurige Notwendigkeit, sich ins Alpenreduit zurückziehen zu müssen und wenn nötig die eigene Infrastruktur zu vernichten .

      • Frank Baum sagt:

        @lentini: Sie kennen doch sicher den Begriff „Schuss vor den Bug“? Genau das hat die CH gemacht, als man Flugzeuge über der Schweiz mit Flak unter Beschuss genommen hat. Signal: „Achtung wir wehren uns!“ aber wir provozieren keinen Kampf. Das Bild des Einsatzes unserer Armee ist für mich nicht eigeschränkt. Mutig war es sicher. Man darf die Ungewissheit nicht unterschätzen: Die Leute damals konnten nicht wissen, wie der Gegner reagieren würde. Die Gefahr war reell und musste auf die, die Dienst taten reell gewirkt haben. Sich dann hinzustellen ist zumindest mutig.

      • lentini sagt:

        „DowDing – jaja!“

        sehen sie gabi, jemand mit echtem interesse an der militärgeschichte, insbesondere der militäraviatikgeschichte, des wk II, der hätte diesen namen niemals falsch geschrieben.

        sie verzeihen also, dass ich sie als „experte“ nicht so ganz ernst nehme und das „wenigstens haben sie gegoogelt“ gerne an sie retourniere.

      • gabi sagt:

        Pffffch-ch-chhhhh…. !

        Ich wusste doch, Sie würden drauf einsteigen.. !

        (auch wenn´s etwas gedauert hat)

        Auf dem Niveau geht´s viel unverkrampfter, nicht wahr?!

        😀

        Passt.

        🙂

        *THUMBS UP*

      • lentini sagt:

        mist, mit so einer raffinierten antwort habe ich natürlich nicht gerechnet – das erklärt natürlich alles. so ein schlaues kerlchen aber auch…

        nun, ich denke trotzdem, dass das ein kleines persönliches downing für sie war.

      • lentini sagt:

        ihr ganz eigenes, kleines themiskyra, sozusagen, hihi.

      • gabi sagt:

        So isses nun mal im Leben, lentini:

        Some times you win, some times you lose.

        Ich überlass es gerne der Nachwelt zu beurteilen, wer von uns hier etwas kümmerlicher abschneidet!

        😉

        Reden Sie sich einfach ein, beim nächsten Mal klappt´s besser.

      • Ted sagt:

        huh, Pech was Lentini…vom hören sagen lernen selbst Einfältige noch lügen 🙂

      • lentini sagt:

        naja, usere kleinen rencontres hier verliefen doch eher nach dem schema: sometimes i win, sometimes you lose, gell.

        aber bitte, ich will ja ihre seifenblase nicht kaputt machen.

      • lentini sagt:

        teddylein, haben dir deine eltern nicht beigebracht still zu sein, wenn erwachsene reden?

        huschhusch ins körbchen mit dir!

      • Ted sagt:

        Aber, aber Lentini….warte doch bis es Frühling wird….du zartes Sprösschen

  • plop sagt:

    Der Gedanke an eine Armeefreie Welt darf nicht immer durch die Vernunft gebodigt werden!
    Deshalb: merci für diesen Text und an alle, welche dieses Gedankengut vertreten ein Lied vom deutschen Barden Hannes Wader:
    http://www.youtube.com/watch?v=RUo_nIHuonY

    • Sportpapi sagt:

      Richtig. Lassen wir doch die Vernunft beiseite und träumen weiter!

      • pixel sagt:

        Und deshalb haben Sie, wie es sich für einen richtigen Schweizer gehört, auch eine Gewehr zu Hause?

      • Sportpapi sagt:

        Nein. Warum?

      • plop sagt:

        pixel: manchmal stuft man den paps falsch ein… Bin mir aber auch nicht ganz sicher, wie ernst er seine Antwort auf mein post meint… Paps?

      • Sportpapi sagt:

        Ich bin mir auch nicht sicher, wie ernst Sie ihren Post gemeint haben können, plop. Ich für meinen Teil halte mich an die Vernunft, und entscheide nicht nach Wunschdenken. Eben: ich schaffe nicht die Feuerwehr ab, weil ich gegen das Feuer bin, und das so wunderbar besingen kann.

      • plop sagt:

        paps, ich spreche vom „Gedanken“. Und das mein ich auch so. Aber ein stückli Vernunft ist auch in mir…

    • Marco Casutt sagt:

      Eine armeefreie Welt ist wäre der Inbegriff von Vernunft und natürlich Ethik. Den Armeebefürwortern mangelt es aber meist nicht an Ersterem, sondern vor allem an der Ethik.

      • Sportpapi sagt:

        Eine armefreie Welt ist vor allem eine Utopie. Das ist wie eine Schweiz ohne Gesetze. Armeegegnern mangelt es entweder an Verstand, oder aber sie verlassen sich darauf, dass andere für ihre Sicherheit garantieren. Was in der kleinen Schweiz vielleicht sogar machbar wäre und bestens zur sonstigen Trittbrettfahrermentalität passen würde.

  • Dieter sagt:

    Ich bin selber Vater und mache Militär. Da wir eine reine Verteidigungsarmee haben ist der Militärdienst für mich kein Problem. Falls dieser Dienst gegenwärtig unnötig erscheint, dann sollten wir Freude daran haben, dass es nicht umgekehrt ist. Als Vater und Ehemann will ich in jedem Falle meine eigene Familie/Freiheit verteidigen können und dürfen falls es das braucht. Nichts ist schlimmer als die eigene Familie leiden zu sehen und nichts machen zu können. Es hat seit Menschheitsgeschichte wohl noch nie ein Zeit ohne Kriege und Streit gegeben. Gibt es leider nicht einmal in der Nachbarschaft.

    • Karl Müller sagt:

      @Dieter: Das alles dürfen Sie auch ohne Wehrpflicht. Die Armee wird nicht abgeschafft, nur die diskriminierende Wehrpflicht.

    • Frank Baum sagt:

      @Dieter: Weil es in der Menschheitsgeschichte nie eine Zeit ohne Kriege und Streit gegeben hat, sollte uns das anregen, die Rolle der Armee und erst recht der Milizarmee zu überdenken. Es hat in der Menschheitsgeschichte noch nie eine Zeit gegeben, wo so viel Friede herrschte wie heute. Wenn man den Trend anschaut, muss man unsere Militätstruktur wirklich hinterfragen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        wo soviel Friede herrschte? Gleichzeitig aber noch nie soviele militärische Auseinandersetzungen, bewaffnete Konflikte gerade auch im kriminellen Milieu das ganze Landstriche der Gesetzeslosigkeit preisgibt, Bürgerkriege…,
        der „Friede“ ist vorallem hierzulande heimisch.

      • Frank Baum sagt:

        @BS: Bei allem Schrecken, früher gab es noch viel mehr Kriege. Früher waren die Chancen, einen gewaltsamen Tod zu finden deutlich höher als heute, selbst wenn man die ganzen Drogenkriege in Mexiko mitrechnet. Innerhalb einer Welt, die so gewaltfrei war, wie noch nie, leben wir erst recht in einer Ecke, die zu den friedlichsten der Welt gehört. Die Frage ist, woran das wohl liegt und meine Behauptung ist: Leute, die in Thun auf Scheiben schiessen haben darauf keinen Einfluss mehr. Die Zeiten sind vorbei und sie kommen genausowenig zurück wie die Sklaverei.

      • marie sagt:

        @f b
        Das Heidelberger Institut für Konfliktforschung meldete vor nicht allzu langer Zeit, dass es noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg so viele Kriege wie 2011 weltweit tobten. Nur finden diese meist in Entwicklungsländern statt, die wir mit Waffen beliefern. Unser Krieg, dh Industrieländer, findet mittels Wirtschaft/Finanzplätze statt.

      • Frank Baum sagt:

        @marie: Anzahl Kriege ist eine umstrittene Aussage. Man hat Definitionsprobleme (wann ist ein Gewaltakt ein Krieg?) und dann auch Messprobleme. Es ist kein Kunststück jeden heutigen Konflikt ausfindig zu machen, es ist viel Schwieriger, Konflikte in der Vergangenheit durchzuzählen (vor allem, wenn man „kleinere“ Konflikte einberechnet), weil die Geschichtsschreibung unvollständig ist. Wenn man Kriege zählt, unterschätzt man die Gewalt in der Vergangenheit. Ein besserer Masstab ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer von Gewalt zu werden. Die Zahlen kennt man beser und die ist gesunken.

      • Frank Baum sagt:

        Trotzdem stimmt es, dass die Kriege in den Entwicklungsländern zugenommen haben. Da gab es einen Aufschwung bei der Emazipation dieser Länder von der Kolonialisierung (einmal in der Freiheit fing der Kampf um die Macht an) und dann wieder mit dem Ende des kalten Krieges, als die Sateliten unabhängig wurden. Das letzte, was ich dazu gelesen habe (Quelle nicht zur Hand) ist aber, dass auch diese Konflikte sich unterdessen wieder stabilisieren.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Frank Baum:
        ich bin nicht auf der „früher war alles besser-Schiene“ unterwegs, aber hier gebe ich marie Recht.
        Im Gegensatz zu den Kriegen in entfernter Vergangenheit ist heute das Vernichtungspotential/Zeit doch durch die aufgerüsteten Waffen um ein Vielfaches höher, ebenso ist es viel einfacher die Truppenversorgung zu gewährleisten und andere dem „zum Erfolg helfenden“ Faktoren.
        Das alles bewegt sich heute in rasender Geschwindigkeit und Effizienz.

      • gabi sagt:

        Interessant wäre (mal ganz abgesehen davon, dass früher viele Konflikte,, die nicht gerade vor der Haustür liefen, gar nicht wahrgenommen werden konnten) die Anzahl dieser „Kriege“ in Relation zur seither sprunghaft angeschwollenen Weltbevölkerung zu setzen. – Also quasi Krieg pro Weltbewohner auszurechnen. Bin nicht sicher, wie´s dann wohl aussähe.

        Abgesehen von „früher war alles besser“: Sind Auseinandersetzungen und gewaltsame Interessenskonflikte bewaffneter Gruppen in Gebieten, die über keine funktionierende Regierung verfügen, ebenfalls Kriege?

        Nicht so simpel pc, please!

      • Frank Baum sagt:

        @gabi: Diese Untersuchungen gerade in Bezug auf die Gesamtbevölkerung wurden ziemlich akribisch gemacht. Das Resultat war eben: Die Wahrscheinlichkeit, Opfer kriegerischer Gewalt zu werden, ist über die Zeit massiv gesunken. Bei den Kriegen gibt es die von Ihnen beschriebene Komplikation (was zähle ich dazu?). Unser Problem ist, dass wir andauernd von Nachrichten über Kriege überflutet werden (wie noch nie zuvor). Das erweckt den Eindruck, dass die Gewalt steigt, obwohl statistisch betrachtet das Gegenteil der Fall ist.

  • Katharina sagt:

    Die tödliche Logik des pazifistischen Utopismus?

    • Katharina sagt:

      … und Ihr Bogen ist mit Ratatatata und dessen Rückbezug im letzten Abschnitt geschmacklos und kindisch.

    • Yannic sagt:

      Hier geht es weder um Pazifismus, noch um Utopie. Die Schweiz hat heute andere Probleme als noch vor 100 Jahren und muss Gelder dementsprechend verlagern. Die Wehpflicht ist veraltet und extrem Geldintensiv! Deutschland hat vor einigen Jahren bereits die Wehpflicht abgschafft. Und was ist passiert? Genau, nichts!

      • Katharina sagt:

        Deutschland ist unter dem Schutzschirm der Nato, den sich mein Land die kleine Wenigkeit von einer Billion oder so pro Jahr kosten lässt…. was indirekt ja auch der Schweiz zugute kommt.

        das Problem mit einer professionellen Armee: die Motivation, bzw wer dann sich zum dienst anmeldet.

        natürlich geht es um Pazifismus, wenn vorgeschlagen wird, die Armee sei in toto unnötig.

      • Sportpapi sagt:

        Sind wir nicht seit Jahrzehnten dran, Gelder zu verlagern? Wie hoch sind denn die prozentualen Armeeausgaben noch, gegenüber früher? Und in Deutschland: Wurde denn nun Geld gespart?

      • Katharina sagt:

        zu DE: Stichwort N A T O….

      • Katharina sagt:

        der rest wartet in der Schlaufe. deutschland ist nun echt ein schlechtes beispiel.

    • Katharina sagt:

      Deutschland ist unter dem Schutzschirm der Nato, den sich mein Land die kleine Wenigkeit von einer Billion oder so pro Jahr kosten lässt…. was indirekt ja auch der Schweiz zugute kommt.

      • Frank Baum sagt:

        Wäre Deutschland ohne Mitgliedschaft in der NATO militärisch bedroht?

      • Beno sagt:

        im Kalten Krieg ?!?!…ohne Zweifel

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Frank Baum:
        vermutlich nicht grad an der Grenze, aber möglicherweise wären ihre Einrichtungen in Krisenländern schutzloser als heute,
        wäre gar nichts in der Nato, also ich weiss ja nicht ob wir da heute noch so frei wären wie wirs im Moment sind, sind/waren ja einige heftigere Konflikte nicht durch Weltmeere getrennt von uns.
        ch denke schon dass die reine Existenz der Nato da einiges bewirkt.

      • Frank Baum sagt:

        @Beno: Der Kalte Krieg ist ja bekanntlich vorbei. Die Frage ist, glauben wir, dass Deutschland wieder bedroht werden könnte. Von seinen unmittelbaren NAchbarn mit Sicherheit nicht mehr. Frankreich und Deutschland werden keinen Krieg mehr vom Stapel reissen – und das hat mit der Nato nichts zu tun. Die Logik, die im 19./20. JH zu den Konflikten geführt hat, greift nicht mehr. Die anderen Nachbarn sind auch keine Bedrohung. Wer könnte also eine sein?

      • Frank Baum sagt:

        @Brunhild Steiner: Das Aufrechterhalten der Stabilität weltweit ist tatsächlich ein Thema. Nur, wo hat die Nato wirklich Deutsche Einrichtungen mit militärischen Mitteln geschützt? Wäre die Nato nicht gewesen, wären wir nicht so frei: das ist richtig. Muss die Nato imer noch sein, ist aber eine ganz andere Frage. Dinge können sich überleben und die Nato gehört dazu. Deshalb muss man sie nicht gleich abschaffen. Nur, sie wird die Gestalt ändern oder gar in einer „globalen Polizei“ aufgehen. Darauf läuft die Funktion heute schon hinaus.

      • Beno sagt:

        F.B.

        Die EU läuft bei Krisenzeiten enorm Gefahr auseinander zu fallen; hier lauern mögliche Herde …

      • B. Weber sagt:

        @Frank Baum: ich möchte hier nur als Beispiel anfügen, dass der letzte Krieg in Europa gerade mal 14 Jahre her ist – und Kriegshandlungen von Österreich über die Grenze beobachtet werden konnten (10-Tage-Krieg in Slowenien (1991), den Kroatienkrieg (1991–1995), den Bosnienkrieg (1992–1995) und den Kosovokrieg (1999)). Das ist ja wirklich nicht so weit weg von der CH!
        Und dann stellt sich die Frage ob wir uns einfach so auf die NATO verlassen können – ohne selber was zum Frieden beizutragen. Das ist doch blauäugig zu glauben, dass die andern uns dann im Notfall schon helfen werden.

      • Frank Baum sagt:

        @Beno: OK, die EU kann auseinander fallen. Daraus ergibt sich Konfliktpotential. Nur, was ist die Wahrscheinlichkeit, dass man deswegen zu den Waffen greift? Die Länder der EU sind dennoch wirtschaftlich miteinander verflochten, wie nie zuvor. Ausserdem haben wir schlicht keine Akzeptanz für Gewalt mehr. Wer vorschlägt, ein Problem mit Krieg zu lösen, wird immer mehr zum Irren erklärt. Selbst die USA können kaum mehr einen Krieg beginnen, weil die Akzeptanz nicht da ist.

      • B. Weber sagt:

        @Frank Baum: „Wer vorschlägt, ein Problem mit Krieg zu lösen, wird immer mehr zum Irren erklärt. Selbst die USA können kaum mehr einen Krieg beginnen, weil die Akzeptanz nicht da ist.“ – da haben Sie ja völlig recht. Doch was nützt es jemanden zum Irren zu erklären wenn er seinen Irrsinn auslebt? Und es gibt leider auf dieser Welt genug Irre die auch noch Macht haben …

      • Frank Baum sagt:

        @ B. Weber: Es gibt auf dieser Welt immer noch genug Irre. Nur, wir finden solche Irre nicht in iner Demokratie und die Anzahl der Irren nimmt ab. Der Drang nach Mitsprache hebelt die Irren am besten aus und dieser Drang setzt sich mehr und mehr durch. Wo er sich einmal durchgesetzt hat, gibt es auch kein Zurück mehr (wie eben bei uns).

      • Beno sagt:

        Frank Baum
        Ich wünsche mir alles andere als Krieg…aber naiv bin ich auch nicht. Russland u. China sind wieder am aufrüsten, andere Länder folgen
        Die USA würde jederzeit wieder Kriege führen, wenn sie das Geld dafür hätten…aber das war nicht die Frage.
        Die EU ist bis jetzt mit einem blauen Auge weggekommen, weil ES bis jetzt eben immer gerichtet werden konnte. Die wirtschaftliche Situation ist aber alles andere als gelöst. Würde die EU auseinander fallen, wird womöglich sehr viel Geld verloren gehen…die Konsequenzen kennen wir nicht, doch ausschließen l.ässt sich Gewalt sicher nicht

      • Frank Baum sagt:

        @Beno: Ich möchte auch nicht behaupten, dass wir auf einem Ponyhof leben. Das Potential für Gewalt ist vorhanden – und wird es auch bleiben. Ich denke aber, die Chancen, dass es zu Gewalt kommt, sinken. Mit dem Aufrüsten: Atomwaffen werden abgerüstet – auch in Russland. Präsident Obama hat eine Welt ohne Atomwaffen zum Ziel erklärt und dieses Ziel ist gar nicht einmal so unrealistisch (auch wenn wir noch nicht da sind). Auch wenn ein paar Nachzügler noch an Atomwaffen schrauben (ob es gelingt oder nicht, ist eine andere Frage), viele haben Atomwaffen aufgegeben.

      • Frank Baum sagt:

        Was die USA von einem weiteren Krieg abhält ist nicht das Geld sondern die Kriegsmüdigkeit. Irak und Afghanistan waren ein Flop – strategisch und erst recht politisch. George W Bush’s Nachruf ist katastrophal – vor allem wegen der Kriege – und nicht einmal Romney hat mit dem Säbel gerasselt – blos nicht! Man ist so Kriegsmüde wie nach Vietnam – blos dass Vietnam um den Faktor 10 blutiger war.

        Worauf ich aber hinaus will, ist die Tendenz. Die zeigt eindeutig nach unten. Das ist nicht unwesentlich. Man sollte sich damit auseinander setzen, was zu Frieden und Stabilität führt.

      • Ted sagt:

        Nein Frank Baum… es stimmt einfach nicht; es ist zwar kein kalter Krieg mehr, wo man sich etliche tausendmal vernichten konnte, ok…aber China rüstest auf wie verrückt, Russland wieder (!), viele Länder z. Bsp Türkei, Brasilien usw. kaufen Kampfjets wie noch nie
        Die USA standen auf dem Punkt Iran anzugreifen ( nichts von Kriegsmüde also..)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Frank Baum:
        „Man sollte sich damit auseinander setzen, was zu Frieden und Stabilität führt.“
        und was, wenn nicht so weit entfernte Gross-Nachbarn diesbezüglich andere Definitionen,
        und dann noch unsren Vorstellungen diametral entgegengesetzte Lösungswege ins Auge fassen?
        Ehrlich gesagt laufen mir da immer nochzuviele „Irre“ mit mächtigen Positionen rum.
        Und die schert es kein bisschen, dass sie von uns zu „Irren“ erklärt worden sind.

      • Frank Baum sagt:

        @Ted: Die USA haben den Iran aber nicht angegriffen. Sie wollen verhindern, dass der Iran Atomwaffen baut. Das haben sie klar gemacht und sie drohen auch ganz toll – auch das ist notwendig, um das Ziel zu erreichen. Würden sie im ernstfall die Anlagen bombardieren? vielleicht. Einmarschieren? Sehr unwahrscheinlich. Sie würden aber auf alle Fälle nicht ihre Macht ausspielen, so wie sie könnten. Früher hätten die USA so etwas noch getan (z.B. Mexiko Krieg, usw). Frühere Nationen sowieso. Die Hemmschwelle ist viel höher und die Zurückhaltung grösser.

      • Frank Baum sagt:

        @BS: Es wird immer Leute geben, die die Dinge anders sehen, wie wir. Es wird auch immer „Irre“ geben. Nur schauen wir doch einmal zurück: Hitler, Stalin, Mao, Moussolini selbst Chruchill. Wir finden heute keine „Irren“ mehr, die die Gewalt verherrlichen oder als ganz normales Mittel neben andere Vorgehensweisen stellen. Man schaue sich doch nur einmal an, welche Sprüche diese „Irren“ gemacht haben. Auch wenn wir mit Hitler- und Stalin-Vergleichen schnell bei der Hand sind, unsere „Irren“ räumen dem Menschenleben einen ganz anderen Wert ein, unsere Politiker sowieso.

      • Frank Baum sagt:

        @BS: Wichtig ist m.E. eben, was zu Frieden und Stabilität führt. Sich bis auf die Zähne zu bewaffnen hilft nicht (gar keine Armee haben auch nicht). Der wichtigste Punkt ist ein stabiles Staatswesen, das von der Mehrheit der Bevölkerung als legitim und fair wahr genommen wird. Die Chancen, dass man von aussen angegriffen wird, sind dann schon sehr gering und die Chance, dass der Staat zerfällt und marodierende Banden sich gegenseitig und andere umbringen erst recht. Im weiteren hilft der Handel: je mehr man mit anderen WIn-Win-Situationen hat, um so geringer das Gewaltrisiko.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Frank Baum:
        tja, dann schätze ich da einige Protagonisten wesentlich negativ-destruktiver ein als Sie,
        und wär im Übrigen nicht mal unglücklich
        wenn Ihre Einschätzung sich als die zutreffendere herausstellen würde.
        Solange sich ganze Staaten um Menschenrechte foutieren sehe ich allerdings eher wenig Anlass dazu. Wer nach innen , seiner eigenen Bevölkerung gegenüber, gewalttätig agiert wird es wohl bei günstiger Gelegenheit auch nach aussen in Erwägung ziehen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Frank Baum:
        „und die Chance, dass der Staat zerfällt und marodierende Banden sich gegenseitig und andere umbringen erst recht“, das stabile Staatswesen unterschreibe ich sofort, und diesbezüglich gebe ich einer Milizarmee den Vorzug da quasi einigermassen ein Querschnitt der Bevölkerung mitdabei wäre. In diesem Zusammenhang sind mir auch gemischte Wohnquartiere, gemischte Schulen und einiges mehr ein grosses Anliegen.
        Niemand sollte die Bodenhaftung verlieren können indem er sich komplett vom „Durchschnitt“ abkoppeln kann.

      • Frank Baum sagt:

        Der wichtigste Faktor ist aber sicher die Gleichberechtigung: Wir sehen jeden Menschen als gleichwertig an. Unsere Fähigkeit, uns in andere hinein zu versetzen ist auf einem noch nie erreichten Niveau. Zu Zeiten des 1. WK galt das nicht. Da waren die Franzosen den Deutschen ein Ungeziefer, das zu beseitigen war. Da galt es keine Rücksicht zu nehmen. Da wurde Gewalt verherrlicht. Selbst die USA lamentiern heute lang und breit „Was, wenn wir die falschen treffen?“ bevor Sie Gewalt einsetzen. 1914 wäre man dafür für Irre erklärt worden. Heute gelten die Heldensprüche von 1914 als irre.

      • Frank Baum sagt:

        @BS 21:35: Ich gebe Ihnen Recht, es gibt Staaten, die sich um die Menschenrechte foutieren. Aber selbst in diesen Staaten: man ist nicht soweit wir wir, aber weiter als wir 1914 waren. Auch diese Staaten machen Fortschritte, wenn es darum geht, sich in die anderen hinein zu denken. Sich in andere hinein zu denken, ist mE eine Art „Übungssache“. Je mehr Gelegenheiten es gibt, sich in andere hinein zu denken, um so eher gelingt es auch, diese zu verstehen. Da denke ich, dass das Internet einen massiven Einfluss hat, den Schurkenstaaten dauerhaft nicht abwehren können.

      • Ted sagt:

        Frank Baum

        „@Ted: Die USA haben den Iran aber nicht angegriffen.“ …dies sagte ich auch nicht… ich sagte sie standen auf dem Punkt !..
        hätten sie`s getan, wären wir vielleicht jetzt im Dienst…

      • Frank Baum sagt:

        @BS 21.42: Das ist auch die Argumentation für eine Miliz und warum dieselbige in der Schweiz eine derarte Tradition hat. Nur, auch das haben wir unterdessen überwunden. ME komen wir ohne diese „Stützräder“ klar und für die Aufgaben, wo wir die Armee noch brauchen können, braucht es eher Profis.

        Die Risiken, dass Gewalt wieder ausricht sehe ich nicht bei der Bewaffnung / Militär, sondern beim Unterlaufen der Stabilität. Wir haben einen Faible für Aufstände und Revolutionen (wie beim Arabischen Frühling oder in Russland). Solche Dinge bergen aber ein Risiko – wie Syrien oder Lybien zeigen.

      • Frank Baum sagt:

        Ein weiteres Risiko sehe ich so wie Sie, BS, dass wir die Fähigkeit verlieren, uns ineinander hineinzu denken, wenn wir uns auseinander leben. Die eigentlichen Wohnquartiere sind das eine, in meinen Augen ist die Segmentierung der Medienlandschaft da viel gefährlicher. In den USA haben ja die Konservativen und die Liberalen jeweils ihre eigenen „Bubbles“ in denen sie sich bewegen. Jeder hat seine eigenen abgeschotteten Nachrichtenquellen. Diese „Bubbles“ erarbeiten Erklärungen für jedes Ereignis. Man hört die andere Seite nicht mehr an, versteht sie nicht und spricht sich die Legitimation ab

      • Frank Baum sagt:

        @Ted: Würden die Amerikaner heute immer noch über Krieg und Frieden entscheiden, wie sie es in den 60er Jahren taten, dann wäre es viel eher zum Krieg gekommen. Immerhin, die Möglichkeit einer ungeliebten Atommacht verändert die strategische Ausgangslage (oder so denkt man immerhin) und das darf man ja nicht hinnehmen. Man schlägt zu, bevor es zu spät ist – selbst wenn man dabei Dörfer ausradiert und man 30’000 Söhne opfert. So etwas kann man heute viel schwerer rechtfertigen.

      • Ted sagt:

        Die USA hatte in den 60er eher weniger über Krieg u. Frieden einzubringen, als sie heute versuchen. Fast wöchentlich holen ihre Drohnen einen Talibanführer aus dem Autositzchen; dies wäre im kalten Krieg nicht toleriert.
        Zudem liegt der 2. Irakkrieg nicht weit zurück…mit wievielen Toten ?

      • Ted sagt:

        Ich habs gleich selber nachgeschaut;

        2003 Einmarsch der Amerikaner im Irak ohne UNO Mandat ( Bilanz; sicher mehr als 250 000 Tote )
        Afganistan 60 000 Tote
        Beide Kriege kosten die USA 1100 Miliarden (!) Euro
        Kosten des Vietnamkrieges für die USA 665 Miliarden

        So sehen sie Frank Baum, wie schnell man aus dem Bauch heraus anders empfinden kann, gerade wie sie dies machten

      • Frank Baum sagt:

        @Ted: Afghanistan und Irak waren wesentlich weniger blutig als Vietnam, wenn man die militärischen und zivilen Opfer aus Kampfhandlungen betrachtet. Ganze Dörfer oder Städte wegbombardieren ist keine akzeptable Vorgehensweise mehr. Man ist auch nicht mehr bereit, eigene Opfer zu bringen. Im 2. WK und im Koreakrieg gab es noch X00’000 Opfer, in Vietnam waren es 30’000 und in Irak / Afghanistan waren es 3’000.

      • Frank Baum sagt:

        @Ted: In Afghanistan und im Irak hat man zwar den Kampf schnell gewonnen (Saddam bzw. die Taliban waren schnell vertrieben) aber man hat die Besetzung unterschätzt. Die meisten zivilen Opfer gehen auf das Chaos NACH den Kampfhandlungen zurück und nicht etwa auf die Kampfhandlungen selbst. Die Neocons haben sich und den Amis vorgemacht, dass das alles ganz schnell geht. Sonst wäre man nie bereit gewesen, den Krieg zu beginnen. Es hat sich als Fehler entpuppt. Die Chancen, dass man so etwas wiederholt sind damit enorm gesunken. Krieg lohnt sich immer weniger.

      • Ted sagt:

        Frank Baum

        Wir beide leben wohl neben verschiedenen Nachrichtenagenturen 😉

        …weil der Krieg in Afghanistan ist für die USA alles andere als gewonnen, sie bleiben noch bis 2017
        …der Krieg hat sich noch nie gelohnt…früher nicht und heute nicht
        …der Irakkrieg forderte ebenso seine Opfer ( 0,5 Millionen ) und blutig war er ebenso; man erinnert sich an die Vernichtung der Irakischen Truppen NACH dem Wegzug aus Kuwait.
        …Sehr viele amerik. Opfer sind erst nachträglich gestorben oder Invalide geworden durch das Desert-Storm-Syndrom ( Vergiftung durch eigene Waffensysteme

      • Frank Baum sagt:

        @Ted: Wir leben wirklich in verschiedenen Nachrichtenwelten.

        Krieg hat sich früher sehr wohl gelohnt. Die Frage ist für wen und wie. Es gab eindeutig Raubzüge oder Kriege, um seine Macht auszudehnen oder zu sichern. Für Machthaber war das eben eine Option. Das ist heute nicht mehr so. Das heisst nicht, dass es nie mehr einer versucht wird, aber die Chancen sinken laufend. Der tiefe Fall des GW Bush ist dafür ein Beispiel.

        Bei den OPferzahlen muss man vorsichtig sein, dass man Opferzahlen aus Kampfhandlungen vergleicht (und da kommen nie und nimmer 0,5 MIO beim Irak-Krieg zusammen).

      • Ted sagt:

        Frank Baum

        Mit früher meinten Sie ja den Vietnamkrieg ?!….war doch keine Rede von Raubzügen und Gebiietserweiterung ?

        …die 0,5 Mil. stammen von einem englischen Untersuchungsteam…nicht etwa von mir

      • Frank Baum sagt:

        @Ted: Die Gewalt hat abgenommen über die Zeit (tendenziell aber nicht kontinuierlich). Das sieht man auf verschiedenen Zeitachsen – ob man Jahrzehnte, Jahrhunderte oder Jahrtausende vergleicht. Um Gewalt und Krieg zu quantifizieren, achtet man auf die Todesopfer relativ zur Weltbevölkerung oder eben: was ist die Wahrscheinlichkeit, einen gewaltsamen Tod zu finden (anstatt: an welche Kriege kann ich mich erinnern?)?

        Das untersuchen verschiedene Leute – am besten beschrieben von Steven Pinker aber auch zu lesen bei Robert Wright und anderen.

      • Ted sagt:

        Frank Baum

        60 Millionen Menschen hat der 2. Weltkrieg das Leben gekostet..!!! .dies hat es in der langen Zeit , wo der Mensch sein Unwesen treibt hier auf der Erde, noch NIE gegegeben

      • Frank Baum sagt:

        Ted: Natürlich gab es noch nie einen Krieg, der so viele Opfer forderte – und aller Wahrscheinlichkeit nach wird es auch nie mehr einen geben. Und trotzdem lässt sich zeigen: Die Anzahl der Opfer im 20. Jahrhundert relativ zur Weltbevölkerung war geringer als im 19. Jahrhundert oder in den Jahrhunderten davor.

  • B. Weber sagt:

    Schade, dass der Autor total vergessen hat, was z.B. ein Herr aus unserem nördlichen Nachbarland in Europa Mitte des 20. Jahrhunderts auch mit Menschen gemacht hat, die sich nicht gewehrt haben oder sich nicht wehren konnten. Leider sieht die Realität in der Welt anders aus als sich das der Autor vorstellt – und gegen gewisse Agressoren hilft „Pempers werfen“ leider nichts!

    • Thomas Meier sagt:

      Inwiefern sieht die Realität anders aus? Deutschland ist eine Demokratie und die Schweiz profitiert sogar täglich davon, dass die EU uns faktisch gratis Schutz bietet. Ausserdem wurde x-fach dokumentiert, dass die Schweiz keine Chance hat sich zu verteidigen. Das war auch im 2. WK schon so. CH wäre ein leichte Beute gewesen, man kannte alle Bunker und Pläne usw und wurde nur deshalb nicht angegriffen, weil man wichtigeres zu tun hatte. Ehrlich gesagt, glaube ich, Sie sind es, der in einer „2.WK/Kalter Krieg“ Fantasiewelt lebt, weil die Fakten alle gegen Sie sprechen…

      • Sportpapi sagt:

        Gratis-Schutz ist gut. Verteidigungsbündnis aber wohl besser und verlässlicher…

      • Katharina sagt:

        nicht die EU, sondern die N A T O und faktisch dann mein Land, das die Hauptlast trägt…

      • gabi sagt:

        Mir scheint nicht, dass Sie sich gross mit Fakten beschäftigt hätten, T. Meier.

        Die Schweiz wurde nicht angegriffen, weil der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag stand.

        Das heisst nicht, dass die Schweiz nicht unbesiegbar gewesen wäre und es schliesst nicht aus, dass man mit der Achse auch kooperierte. Was alles Andere als unmoralisch ist, wenn Sie sich damit nicht nur Zeit, sondern eben auch die Erkenntnis kaufen können, dass sich die Schweiz – die sowieso schon völlig umzingelt war – nach dem „Endsieg“ sowieso ins Schicksal fügen und bis dann nicht schaden könne.

  • Lorena sagt:

    Staatliche Kinder, staatliche Krippen mit staatlichem Label, Aufgabe aller Buergerrechte und -pflichten, staatliche Uebergabe unserer Rechtsordnung nach Bruessel. Wenn Sie das wollen, waehlen Sie die Linken !

    • Pascalidis sagt:

      Vertrauen in den Staat war gestern. Heute gilt – jeder für sich selber

    • Sportpapi sagt:

      Wenn Sie wollen, dass nur die (Steuer-) Vorteile und Interessen von Millionären und Milliardären gewahrt werden, wenn Sie Lug und Betrug fördern möchten, wenn es nur dem Landesinteresse dient, dann wählen Sie die Rechten…

      • Lorena sagt:

        @Sportpapi Wenn fuer sie alles staatliche das Heilsbringende und alles privatwirtschafltiche des Teuefels ist, haben sie ein ziemlich ausgepraegtes Defizit an Geschichtsverstaendnis.

      • Sportpapi sagt:

        Wer heute noch mit links und rechts argumentiert, hat auch nicht gerade viel Ahnung von Geschichte und Politik. Als nächstes werden Sie uns noch erklären, die bürgerlichen Parteien verträten „liberales“! Gedankengut…

      • Lorena sagt:

        @Sportpapi Ich rede von „staatlich“. Die Staatsglaeubigen sind nun mal die Linken. Es waere mir auch lieber, es kaeme mal etwas Produktives aus der Ecke. Ich warte immer noch. Was mit der totalen Verstaatlichung aller Institutionen folgt, haben wir in der DDR gesehen. Leider.

      • Sportpapi sagt:

        Soweit haben Sie recht, Lorena. Und ich spreche von der Alternative, die wir in der Schweiz haben. Wobei es mir schon langsam auf den Geist geht, wie für alles „die Linken“ schuld sein sollen, selbst wenn fast überall seit Jahren bürgerliche Mehrheiten am Ruder sind. Und wie die „Rechten“ überall nach dem Staat rufen, wenn es um ihre eigenen Pfründe geht.

    • pixel sagt:

      Wenn man das wollte, würde man sich für die Diktatur entscheiden und nicht für die Linken.

      • Lorena sagt:

        @Pixel Staatliche Kontrolle in allen Lebensbereichen fuehrt im Endstadion automatisch zur Diktatur. Wozu der Umweg dann?

    • Widerspenstige sagt:

      Jaja…es ist schon eine Krux mit der Durchschaubarkeit des klugen Kapitalismus. Erst verschenkt er Zückerchen an das Proletariat, damit dieses schön ruhig schlummere. Dann verschenkt er grosszügig Pralinés an die lautesten Schreihälse und für sich selber schenkt er sich Goldbarren frei nach dem Motto: Wasser predigen, Wein trinken…

      • Lorena sagt:

        @Widerspensige Ich rede von staatlichen Institutionen. Im Uebrigen will ich nur nicht in allem bevormundet werden. Das ist schon alles. Ihr koennt Euch wieder beruhigen.

    • Widerspenstige sagt:

      Lorena, Sie haben leider nicht begriffen, dass der Staat wir BewohnerInnen sind. Schwierig zu verstehen, ich weiss…. 🙄

      • gabi sagt:

        Wer würde das auch besser verstehen als Sie…

        🙂

      • gabi sagt:

        Dass Dinge schwierig zu verstehen sind, meine ich natürlich …

        😉

      • Lorena sagt:

        @Widerspenstige Tschuldigung, wenn Sie der Diskussion nicht ganz folgen koennen. Versuchens Sie’s doch wieder mit Ihren ueblichen Beschimpfungen.

      • gabi sagt:

        Ist halt alles etwas kompliziert für die Ärmste.

        Und zudem so ganz anders, wie die sich das doch schon so schön vorgedacht hat.

        Schwierig, schwierig, wenn das Abrollen von Phrasen einfach nicht genügt, um der Realität zu trotzen.

  • Pascalidis sagt:

    Jeder der in der Schweizer Armee Dienst geleistet hat weiss, dass dieser Text nur wahr ist. Wenn jeder Batzen der in die Taschen derjenigen Soldaten geht, deren einziger Verdienst es ist, die Infrastruktur zur persönlichen Belustigung und Erholung zu Nutzen, an Familien ausgezahlt würde dann hätten wir bestimmt stabilere Strukturen und keine so hohe Scheidungsrate.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich habe nur diesen post jetzt genauer gelesen (aus Zeitdruck) und darf mich herzlich bedanken für diese klugen Worte, Pascalidis!

      Ebenso ist es schön, so einen längst fälligen guten Artikel im 2013 lesen zu dürfen, dankeschön Herr Dieziger!

      You made my day! 😉 🙂 😀

      • gabi sagt:

        Hach… dieser Zeitdruck auch immer.

        Kann man gar nie so recht in die Tiefe, gäll?!

        Muss man immer schleunigst weiter…

        Ich will dann einfach nicht wieder in ein paar Wochen wieder hören, dass Sie irgendwas mit mir „diskutiert“ hätten, ja; WS!?

        – Selbst wenn Sie da selber glauben.

        Verstehen Sie übrigens den Erfolg der Beatles?

        Kaum zu ertragen, bei dieser offenkundigen Frauenfeindlichkeit, welche diese vier Herren (gem. den von Ihnen definierten Regeln) ständig an den Tag legten!
        So viel Abschätzigkeit!
        Deren Texte führen doch direkt zur Gewalt gegen Frauen!

        🙂
        😀

      • Widerspenstige sagt:

        Ja gabriel, ich arbeite und was machen Sie den ganzen lieben Tag und haben Zeit zum Bloggen? Ich gehe gerne in die Tiefe, wo es sich lohnt, in die Tiefe zu gehen, gäll.

        Wo bin ich ausgerechnet Ihnen eine Antwort schuldig geblieben? Ich denke, wenn jemand es mit Ihnen lange ausgehalten und sich abgemüht hat – vor aller Augen sich von Ihnen hat Demontieren lassen – dann bin ich es. Also bitte gabriel! Dürstet es Sie nach langer Abstinenz dahingehend wieder mal nach einem Kniefall vor Ihnen? Sie sollten dringend sich eine Domina zulegen mit Peitsche und so….das hilft. 😡

      • gabi sagt:

        Das Demontieren haben auch gestern wieder Sie selber übernommen.

        Ich hak (oder auch: hack) nur nach, wo mir die Unterstellungen zu sehr auf den Geist gehen. Wenn Sie wieder mal allzu dummdreist irgendwas selber in den Raum stellen, um dann so zu tun, Sie müssten sich gegen ebendas erwehren. Dass es dabei ausgerechnet immer um Ihre neurotischen Wortklaubereien herum so wirr wird, haben Sie sich schon selber zu zu schreiben.

        Und wenn Sie sich dann sogar noch im Nachschniefen 180° widersprechen (interessiert Sie ja gar nicht, was ich… Aber vorher mal kurz ebendies in Frage gestellt!)

      • gabi sagt:

        dann sollten Sie sich halt einfach mal irgendwann (nach Jahren, ist nun ja mal doch schon eine Zeit; oder?!) einfach zusammenreissen und damit klar kommen, dass das, was Sie schwafeln, Konsequenzen hat.

        Nehmen Sie sich doch wenigstens selber mal beim Wort!

      • Widerspenstige sagt:

        Was den Erfolg der Beatles anbelangt und Musiktexte im Besonderen so gilt dieses Genre als eine absolute Ausnahme. Die Beatles kamen zur richtigen Zeit und transportierten den Geist jener Zeit des Aufbruchs genial in die Köpfe der rebellischen Jugend. Es gab viel weniger Konkurrenz zu jener Zeit, das darf auch noch gesagt werden als heute in der Musikbranche.

        Was mich mehr erfreut ist die Tatsache, dass David Bowie nach zehn Jahren Unterbruch sein neues Album diesen Frühling vorstellen wird. Welcome back! Absolute Beginners – David Bowie http://www.youtube.com/watch?v=o_cHvtPB2dY

      • alien sagt:

        Eine wunderbare Bridge in diesem Song, Widerspenstige.

      • gabi sagt:

        Also ich find „Girl“ ganz grauenhaft!

        Wie viele junge Frauen sind deshalb wohl schon weltweit vergewaltigt worden!

        Es wundert mich keinen Moment, dass G.Harrison sich ausgerechnet einem indischen Guru an den Hals schmiss.

        Dank WS Aufklärung, was dieses abwertende Wort wirklich, wirklich zu bedeuten hat und zu welch grässlichen Taten es führt, seh ich die Beatles weit nüchterner!

      • Widerspenstige sagt:

        Jetzt sollten Sie sich genügend darüber mokiert haben und sich langsam aber sicher wieder einrenken, ok? Sie wollen doch den Dingen auf den Grund gehen und wissen, wieso gerade in Indien bei diesem eklatanten Frauenmangel aus bekannten Gründen Vergewaltigungen sich häufen werden. Genau deshalb kann nicht genügend darauf aufmerksam gemacht werden, dass eine Frau ab einem gewissen Alter – dh Volljährigkeit! – kein Girl oder Mädel oder Mädchen mehr ist. Oder schwafeln etwa Sie nur daher und wollen gar nicht den Dingen auf den Grund gehen?

        Ach so! Es sind ja nur Argumente einer WS – einer Frau!

      • Widerspenstige sagt:

        Songtexte waren schon immer eine Ausnahmeerscheinung – es texten vorwiegend Männer! Es wäre an der Zeit, dass vermehrt Frauen sich dem Songschreiben annehmen würden. Dann wären auch die Songtexte weniger sexistisch. Also es gibt noch viel zu tun Schwestern im Geiste – packen wir es doch einfach endlich an!

        (wie lauten die Songtexte bei Lady Gaga? Wie bei Madonna? Wie bei Tracy Chapman? Wie bei Sade? Eben!)

      • gabi sagt:

        🙂

        Und zu guter Letzt noch die finale Ablasserklärung:

        Ich mokiere mich nicht etwa über den Blödsinn, weil es Blödsinn ist.
        Ich wehre mich nicht etwa gegen Unterstellungen, weil Sie frei aus ihrem neurotischen Oberstübchen entstehen.
        Ich mache Sie nicht etwa auf allzu eklatante Widersprüche aufmerksam, weil´s allzu eklatante Widersprüche sind.

        – Nein!

        Sondern SELBSTVERSTÄNDLICH nur, weil Sie eine Frau sind.

        Sie Ärmste Sie.

        Obwohl… Hat doch auch Gutes: Muss man auch in Zukunft nie weiter drüber anchdenken, weshalb beim Wortgenommenwerden immer so unangenehm anfühlt!

      • lentini sagt:

        ach, hier treiben sie sich rum, gabi! nachdem sie mich so blöd von der seite angemacht haben hätte ich schon gerne noch antwort. ansonsten müsste ich glatt feigheit vor dem fein diagnostizieren…

      • gabi sagt:

        Aber ich hab natürlich Verständnis für Sie:

        Ausser der Naheliegendsten, wieso Sie mit ermüdender Regelmässigkei ins gleiche Sackgässli geraten, würde mir auch keine bessere Erklärung dafür einfallen.

        …Und der wollen Sie sich ja auf gar keine Fall stellen.

        😉

      • gabi sagt:

        Nö, Lentini.

        Schon Ihr Bsp. mit der Auseinandersetzungen zwischen den Messerschmitts (die wenn übehaupt, höchstens für die gegenteilige Sichtweise taugt) zeigt, dass Ihnen da Wissen und ernsthaft Neugier fehlt.

        – Übrigens hätte man dem eigentlichen Sieger der Luftschlacht von England, H.Downing, anfangs so ziemlich dasselbe vorgeworfen.

        – Und ich glaub Ihnen ja durchaus, dass Sie glauben, was Sie da sagen!

        (allerdings nicht zu Ihrem Vorteil)

        So. Und nun muss ich tatsächlich weg.

      • lentini sagt:

        hab’s mir fast gedacht… und wenn sie wirklich eine ahnung hätten, so wüssten sie, dass der mann dowding hiess…

      • Ted sagt:

        Lentini…muss ich Gabi Recht geben; sie knatschen einfach …ohne selber das Gesagte verstanden zu haben

      • gabi sagt:

        Wie schön, dass Sie es zumindest noch gegoogelt haben (googeln mussten!), lentini. So kommen Sie ja doch noch zu etwas geschichtlicher Bildung.

      • lentini sagt:

        tja, im gegensatz zu wikipedia-historikern wie ihnen weiss ich solcherlei auch ohne internet… downing… haha… sie dachten wohl, wegen downing street, gell…

        mich würden aber jetzt noch zwei dinge interessieren (sie dürfen auch gerne wikipedia benutzen):
        – was hätte hinkel mit einem angriff auf die schweiz gewonnen, dass er nicht eh schon von ihr bekam?
        – inwiefern ist dowdings forderung, keine jäger mehr im ausland zu verheizen, um sie für die heimfront zu „sparen“ mit dem dem verbot von luftkämpfen auch über eigenem boden zu vergleichen beim ersten kurzen säbelrasseln des böfei?

      • lentini sagt:

        und, zusatzfrage mit joker: inwiefern ist dieses sofortige kuschen mit dem schönen bildchen von der wehrhaften schweiz und ihrer dissuasiven wirkung zur deckung zu bringen?

        nicht, dass ich tatsächlich antworten erwarten würde… downing…

        ach, noch was, wo ich grad dabei bin: diese smiley-flut andauernd, das geht echt nur, wenn sie ein 15jähriges teenie-mädchen sind. wenn sie als erwachsener mann ernstgenommen werden möchten, so sollten sie darauf verzichten… ehrlich…

      • gabi sagt:

        Aha…

        Also nicht folgen können.

        Schon gedacht.

        🙂

      • lentini sagt:

        nö, erst jetzt gesehen… aber, tatsächlich, auch nicht folgen können. was aber wohl weniger an mir sondern an der inneren, naja, „logik“ ihres doch recht wirren ergusses liegt, mein lieber downing…

        aber es hat mich immerhin zum schmunzeln gebracht, das ist doch auch etwas, gell.

      • gabi sagt:

        Tatsächlich.

        😉

  • Ali Ferkous sagt:

    Die Vaterpflicht existiert seit der Einführung der Ehe für jeden Ehemann, s. ZGB 255 – gleich ob er oder ein anderer Mann die Ehefrau geschwängert hat. Die Mutterpflicht hingegen wurde mit der Legalisierung der Abtreibung abgeschafft. Einmal mehr versucht ein Weichei, uns Männern noch mehr Pflichten aufs Auge zu drücken. Meine Tante hat als junge Frau WK I in Oberitalien erlebt. Da die Österreicher alle so harmlos wie geschildert waren, haben sich die Italienerinnen die Zähne schwarz gefärbt und die Haare kurz geschnitten… statt von Alpini verteidigt, war ihr Dorf von Österreichern besetzt.

    • Hugo Schaller sagt:

      Wie will denn die ach so „heldenhafte“ CH ihre Grenzen mit ein paar „Hellebarden“ (heutige Sturmgewehre) scützen wenn der böse Feind kommt. Die CH hat schon imme eone grosse Lippe aus dem vom Ausland geschützten Rediut gehabt. Gross kläffen ist das eine, die Realität das Andere. Mannohmann, der lächerliche mix aus CH Einfältigkeit und Minderwertigkeitskomplex treibt schon seit Jahrzehnten immer komischere Blüten. Hallo ! Aufwachen !

  • Patrick Frei sagt:

    Selten so einen Käse gelesen. Haben Sie vielleicht ausser mit Ihrem Grossvater auch einmal mit Leuten geredet (z.B. Holländern, Franzosen etc.), deren Länder von fremden Mächten überrannt und jahrelang brutal beherrscht wurden? Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich lieber dafür, für unsere Schweiz zu kämpfen, anstatt sie kampflos irgendjemandem zu überlassen. Gerade auch im Interesse Ihrer Kinder sollte Ihnen daran gelegen sein!

    • lentini sagt:

      „Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich lieber dafür, für unsere Schweiz zu kämpfen, anstatt sie kampflos irgendjemandem zu überlassen.“

      oder, noch besser, wir verkaufen sie dem meistbietenden… lasset sie also nur weiter kommen, die russischen oligarchen, ägyptischen investoren etc.
      die werden sich auch freuen, dass sie, herr frei, deren besitztümer mit ihrem leben verteidigen wollen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @lentini:
        die Chinesen haben Sie vergessen zu erwähnen,
        bin mir nicht so sicher ob die sich gerne unter enem unpersönlichen, weitgefassten „etc“ finden möchten 😉

    • Patrick Frei sagt:

      @Lentini/Steiner: Sorry, aber Ihre Beiträge sind nur lächerlich. Diese defätistische und resignierte Haltung kann ich nur damit nachvollziehen, dass es Ihnen (uns) viel zu gut geht und wir das gar nicht mehr zu schätzen wissen. Aus der warmen Stube kann man sich schon lustig machen über Leute, die ihre Heimat und Leben verteidigen. Reisen Sie doch mal nach Syrien oder Libyen und erkundigen Sie sich bei den Leuten, die für ihre Heimat und Freiheit sterben, ob die das auch so lustig finden!

      • lentini sagt:

        mmh, libyen und syrien… helfen sie mir auf die sprünge: von welchen ländern wurden die gleich wieder angegriffen..?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Patrick Frei:
        ??? was genau bitte soll meine Haltung sein?
        Empfehle Ihnen mal alle Beiträge genauer zu lesen…

  • G. Meier sagt:

    Hat dieser Pazifist ein Haus und fragt sich, weshalb er Prämien für die Gebäudeversicherung bezahlen muss? Fährt er Auto und ärgert sich, weil er Haftpflicht- und Kaskoprämien entrichten muss. Usw., usw. Ich muss leider den alten Spruch zitieren: Jedes Land hat eine Armee, entweder die eigene oder eine fremde. Vom Staat subventionierte Kinder zeugen anstelle eines Militärdienstes. Ist das kurz zusammengefasst die Botschaft, welche der Kolumnist beliebt machen will? Ach, wenn das Leben doch nur so einfach wäre. Träumen ist erlaubt, aber sie auf dieser Plattform zu verbreiten, ist etwas naiv.

    • lentini sagt:

      vermutlich hat dieser pazifist eben kein haus (wie der grossteil der schweizer), sondern drückt überhöhte mieten ab. und fragt sich vielleicht, warum er unter einsatz seines lebens das eigentum und den boden der leute schützen soll, die dann garantiert nicht an der front stünden…

      • G. Meier sagt:

        Sie haben offenbar nicht verstanden, was ich sagen wollte. Ich vergleiche die Armee mit einer Versicherung. Sie wollen vermutlich auch nicht wahrhaben, dass die Unzufriedenheit, auch in Europa, zu Recht wächst. 25 % Arbeitslose in Spanien, Junge sogar zu 50 % usw. Vorerst wird nur politisch Druck auf die Schweiz ausgeübt, aber wer weiss, was passiert, wenn die Situation eskaliert. Dann stehen Sie zu Hause und wechseln Windeln. Pazifismus kann und soll man nicht verbieten, denn er bietet die Chance, das ganze System immer wieder zu überdenken und anzupassen. Aber einen Schutzschild brauchen wir

      • lentini sagt:

        sie haben aber auch mich nicht verstanden: für wen ist denn dieser „schutzschild“? warum soll ich mein leben für den schutz von ospels villen, sawiris investitionen oder vekselbergs firmen in die waagschale werfen?

      • Karl Müller sagt:

        @G.Meier: Abschaffung der Wehrpflicht ist nicht gleich Abschaffung der Armee. Das muss man sauber auseinanderhalten.

  • The Damned sagt:

    Momol, zuerst schaffen wir die Militärdienstpflicht ab, dann führen wir eine kleine, aber effiziente und bestens ausgerüstete Berufsarmee ein- und schaffen für alle (werdenden) Väter einen Vaterschaftsurlaub im selben Rahmen, wie die ganze Dienstpflicht bis zum 45sten Altersjahr dauert. Der Vaterschaftsurlaub kann zeitlich frei eingeteilt werden und ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. So könnte klappen, zumindest auf den ersten Blick.

  • Karin Gut sagt:

    Im Prinzip ja, wir haben voraussichtlich auf lange Sicht ein Geburtendefizit, Familienfreundlichkeit ja. Aber es ist unrealistisch die Geburtenzahl steuern zu wollen, das wird nicht funktionieren.

    Als ersten demographischen Schritt sollte man nun zuerst einmal die Zuwanderungswelle bremsen und die Bevölkerungszahl nicht mehr weiter steigen lassen (die ECOPOP-Initiative dazu ist schon eingereicht). Die jetzt einwandernden 25 bis 45 Jährigen werden für die jetzt geborenen Kinder in der Schweiz zur einer untragbare Rentenlast werden.

  • Sven E. sagt:

    Ist amüsant geschrieben, aber mal ehrlich: Die Schweiz braucht definitiv nicht noch mehr Menschen, die sich um Wohnfläche und Arbeitsplätze prügeln. Einen Babyboom hat bereits der Mutterschaftsurlaub nicht ausgelöst und doch, das Bankgeheimnis hat die Schweiz gross gemacht, auch wenn man das heute kaum mehr sagen darf.

    Provokativ könnte man umgekehrt eigentlich auch Kinderzulagen, Kinderkrippen, Tagesschulen, Mutterschaftsurlaub und alle anderen Kinderförderungsmassnahmen in Frage stellen. Sie haben so wenig zu einem Anstieg der Geburtenrate geführt, wie der Gripen.

    • Rage sagt:

      „und doch, das Bankgeheimnis hat die Schweiz gross gemacht“
      Kommt sehr drauf an, was man unter „gross“ versteht. Es hat uns auf jeden Fall reich gemacht… Reich und glücklich korreliert aber nicht, im Gegenteil. Und ähnliches würde ich mal über charakterliche Grösse behaupten…

      • Sven E. sagt:

        Naja, also eigentlich korreliert reich und glücklich relativ stark, wie vor gar nicht allzu langer Zeit dargelegt wurde. Man wollte wissen, was es mit dem alten Spruch „Geld macht nicht glücklich“ auf sich hat.. und siehe da… oh Wunder, oh Wunder: Mit viel Kohle gehen geringere Existenzängste, längere Lebenserwartung, gesünderes Leben, höheres Wohl- und Glücksbefinden und im allgemeinen tatsächlich auch glücklichere Beziehungen einher… Dass auch der Millionär nicht happy ist, wenn er vor den Bus läuft, versteht sich von selbst.

  • Alex sagt:

    Köstlich geschrieben. Natürlich nicht praktikabel und durchsetzbar, nie mehrheitsfähig, hat aber im Kern schon etwas wahres…

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Was uns echte Grösse verleiht, sind möglichst viele Menschen, die einander Grüezi sagen, miteinander Röteli trinken und wissen, wie man Fondue kocht.“ Hilft uns aber auch nicht weiter wenn das nicht alle als oberstes Ziel verfolgen…, bin eigentlich ganz froh um ausgebildete SchützInnen, zunehmende Gewaltbereitschaft von Einzelpersonen, die nicht mehr durch ein freundliches Grüezi und angebotenes Röteli gestoppt werden können, sondern Grosseinsätze auslösen, lassen mich den Text mit gemischten Gefühlen lesen. Und wenn aus den Einzelpersonen Massen werden ist die Polizei in der Minderheit.

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/spätestens dann wär man/n vielleicht ganz froh es wär eine Armee vorhanden welche zur Unterstützung herangezogen werden könnte- selbstverständlich wär mir hundertmal lieber es wäre nicht nötig, und sehe ich dem Zeitabschnitt wo es um die Dienstfrage gehen wird mit gemischten Gefühlen entgegen,
      aber mir einfach einzureden es würde dann schon respektiert dass wir halt keine mehr haben-
      muss nicht mal eine Nation sein, es reichen hochgerüstete Banden-
      bescherte wohl ein unsanftes Erwachen….

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/ von dem her finde ich das Ausspielen Armeefrage-Vaterschaftsfähigkeit ein bisschen unglücklich,
        was sollte denn nun debattiert werden, die Armeefrage oder der Mann und seine Vaterschaft?
        Seine Sozialisation diesbezüglich etc usw?

      • mila sagt:

        Ich sehe eigentlich nur eins, Brunhild: wenn sich eine klare gesellschaftliche Mehrheit weiterhin für eine Milizarmee auf Basis allgemeiner Wehrpflicht ausspricht, wie dies derzeit (noch) der Fall sein dürfte, werden wir über kurz oder lang nicht um eine Ausweitung der Wehrpflicht auf die Frauen kommen. Es kann nicht sein, dass im Ernstfall nur ein Teil der Bevölkerung dazu gezwungen ist, im Dienste des Gemeinwohls auf den Abzug zu drücken – und danach mit dem Trauma zu leben.

        Ansonsten müssen wir über eine Berufsarmee auf freiwilliger Basis sprechen, aber ob das das kleinere Übel ist?

      • lentini sagt:

        frau steiner, einer armee polizeiaufgaben zu übertragen, das kommt selten gut…

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Wenn sich aber einer immer grösser werdende Gruppe junger Männer ohne Probleme vom Dienst drücken kann, wird dieser natürlich zur Farce und schafft sich praktisch selber ab.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @lentini:
        richtig, bloss hilft das der schon jetzt unterdotierten Polizei nicht weiter-
        ich finde es total daneben wie Polizeiangehörige immer wieder Überstunden und Aufgebote zu leisten haben weil sich Fussballfans und Demonstranten nicht am „freundlich einander Grüezi sagen und ein Röteli trinken“ orientieren! Und würde da sofort personelle Austockung seitens Armee befürworten.

      • lentini sagt:

        wie gesagt, das käme gar nicht gut – soldaten sind nicht ausgebildet für solche einsätze. wenn schon, so sollten sie sich für eine aufstockung der mannschaftsbestände bei den polizeien einsetzen.

      • Karl Müller sagt:

        @Mila: „werden wir über kurz oder lang nicht um eine Ausweitung der Wehrpflicht auf die Frauen kommen.“ Wow über soviel Weitblick bin ich ehrlich beeindruckt, ganz ehrlich. In Österreich ist genau das nämlich zum Thema gemacht worden von der SPÖ vor der Abstimmung am 20.1.13, da ein Zwangsdienst nur für Männer nicht verfassungsgerecht sei und die logische Konsequenz der Wehrpflicht ist. Das ist in der Schweiz auch so, der Zwangsdienst alleine der Männer aufgrund des Geschlechts ist ein Verstoss gegen Budnesverfassung Artikel 8.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @lentini:
        soweit ich das kann, mache ich das auch; aber mir scheint allmählich dass es die Entscheidungsträger lieber drauf ankommen lassen. Und wenn sie’s drauf ankommen lassen wollen ist mir immer noch lieber der Polizeidienst wird von der Armee unterstützt als dass sich zum bitteren Ende die PolizistInnen ganz einfach weigern ihren Einsatz wahrzunehmen- aus lauter Selbstschutz. Irgendwann wird der Tag gekommmen sein, an dem sie die Nase mehr als voll haben von den Risiken die ihnen zugemutet werden, da gehts nicht mehr um „gehört halt zum Beruf“, sondern um Einsparungen bis aufs Blut.

      • Katharina sagt:

        doch doch, lentini hat da schon einen punkt, die vermischung von armee (= verteidigungsaufgaben gegen aussen) und polizei (= sicherstellung des inneren friedens/sicherheit) ist bedenklich. zudem sind die leute auch entsprechend anders ausgebildet und für die jeweils andere rolle schlecht vorbereitet.

      • Sportpapi sagt:

        Es passiert ja etwas: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Polizeioffensive-in-den-Kantonen/story/22210824
        Nur fehlt halt auch da das Geld, bzw. es wird von den Entscheidungsträgern (also uns Stimmberechtigen!) gerne anders verwendet.

      • mila sagt:

        Tja, Herr Müller: Weitsicht bedeutet, alle Faktoren einer Rechnung verhältnismässig zu berücksichtigen – zumindest in meinem Verständnis. Insofern bitte, gern geschehen. Vielleicht nehmen Sie sich ja gelegentlich ein Beispiel daran.

      • Karl Müller sagt:

        @mila: „Weitsicht bedeutet, alle Faktoren einer Rechnung verhältnismässig zu berücksichtigen – zumindest in meinem Verständnis“ Ich freu mich, auch wenn ich diese Erfahrung mit Ihnen zum ersten Mal mache. Falls Sie wissen was ich meine 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @K a t h a r i n a:
        klar, die Vermischung ist bedenklich, für mich ist sie einfach das kleinere Übel hinsichtlich der chronischen Unterdotierung, der zunehmenden Gewaltbereitschaft der sie bei Einsätzen, gerade bei grösseren Anlässen, ausgesetzt sind etc.
        Wenn selbst Ambulanzfahrer bald eskotiert werden müssten, weil sie bei nächtlichen Stadteinsätzen mit Angriffen rechnen müssen (so tief ist die Hemmschwelle gesunken), dann muss entweder das Personal aufgestockt werden, oder halt verschoben, und mir ist dann wirklich egal wenn die Verschiebung von der A r m e e kommt.

      • mila sagt:

        @Müller: Etwas kindlich, diese Retourkutsche, und in etwa so unbeholfen wie Ihre sonstige Hamsterrad-Argumentationsschiene (derart einfach portionierte rhetorische Häppchen nach dem stetig gleichen Schema X fallen selbst dem Unbedarftesten auf und werfen kein sonderlich souveränes Licht auf den Sender, müssen Sie wissen – suchen Sie sich einen besseren PR-Berater).

        Aber üben Sie ruhig weiter. 😉

      • Karl Müller sagt:

        @mila: „Etwas kindlich, diese Retourkutsche,“ na ja, lieber kindlich als stur und selbstherrlich, nicht wahr Mila?
        „derart einfach portionierte rhetorische Häppchen nach dem stetig gleichen Schema X fallen selbst dem Unbedarftesten auf“ Ja dann ist das Ziel meiner Blog-Beiträge ja erreicht. Danke für das Kompliment. Bei wichtigen Themen geht nichts über die Wiederholung, dem Kontext angemessen natürlich. PS: Einen PR-Berater brauche ich nicht, meine Triebfeder ist einzig Gerechtigkeit und nicht geliebt werden. Und Sie?

      • mila sagt:

        Eigen- bis böswillige Miss-, Fehl- und Falschinterpretation, wie Sie so grosszügig in Ihren Kommentaren gestreut ist, gehört dann wohl auch zum Programm… Hauptsache, es steht zuletzt da, wie Herr Müller einen bestimmten Inhalt gesehen haben will, unabhängig davon, was die übrigen Kommentierenden tatsächlich gesagt haben. Oder aber Sie haben wirklich ein substantielles Problem mit der sachgerechten Wahrnehmung fremder Äusserungen – was man unter anderem daran erkennen könnte, dass Sie selbst Kritik der Gegenseite als Kompliment ‚umdeuten‘ wollen….

      • mila sagt:

        Sofern der erste Teil dann auch mal freigeschaltet wird, hier vorweg der Zusatz:

        Gerechtigkeit ist ein viel zu hoch gegriffenes Wort in Ihrem Fall, Herr Müller. Interessensvertretung träfe es eher, wie man unschwer aus Ihren einseitigen Affiliationen und Quellenverweisen herauslesen kann. Und wie gesagt, machen Sie sich doch mal Gedanken dazu, wie Sie fremdwahrgenommen werden – anstatt uneinsichtig von Ihrer geschönten Selbstwahrnehmung auszugehen. Sie könnten im Interesse Ihrer Sache nur gewinnen. 😉

      • mila sagt:

        So, dann hoffen wir mal, das demnächst auch der 2. Teil aufgeschaltet wird. Schönen Tag!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila:
        guten Morgen…:-)
        und auf dass weiterhin der Nebel druchdrungen wird…;-)

      • Brunhild Steiner sagt:

        naja, nicht druch, sondern durch natürlich!

      • Karl Müller sagt:

        @MIla: Wieso denn so furchtbar verbissen? Das wirkt so gar nicht souverän. Sie können mir alles absprechen ausser eines: Gerechtigkeit. Auch beim Thema hier geht es einerseits um Gerechtigkeit, nämlich die Diskriminierung durch den Gesetzgeber einzig, weil ich dem männlichen Geschlecht angehöre. Dagegen zu kämpfen ist ein Akt der Gerechtigkeit. Dass der Autor auf gute Art und Weise noch den Vaterschafts-WK damit verbindet finde ich humorvoll und kreativ, wenn auch leider nicht umsetzbar.

      • mila sagt:

        Aber Her Müller, die ersten Opfer von Propaganda sind bekanntermassen Wahrheit und Gerechtigkeit. Zu mehr reicht es bei Ihnen augenscheinlich nicht, weder zu eigentlicher Meinungsbildung, noch zu sachdienlichem Meinungsaustausch. Und das blosse Rückprojizieren von Aussagen anderer, es wirkt nun wirklich etwas gar hilflos. Ohne vorgefertigte Phrasen funktioniert bei Ihnen scheinbar nichts – ein guter Zeitpunkt zum Aussteg für mich, mag ich doch nicht zahnlose Hunde treten. 😉

      • mila sagt:

        @Redaktion, das bewegt sich doch nun wirklich im Rahmen des Verträglichen.

      • Der Red. sagt:

        Lassen Sie das mal uns entscheiden, mila.

      • mila sagt:

        Woran sich wohl die Zensurschlaufe reibt – am Begriff der Propaganda, oder am zahnlosen Hund, der evt. treffender als zahnloser Tiger formuliert worden wäre?

      • Katharina sagt:

        das rote Wort ist Pro Paganda, mila. bitte nicht lachen.

      • Katharina sagt:

        und der red ist nicht mitglied der red.

        wer hier mehr mitmischelt in der red ist r.e.a.. aka als quotengigolo mit einer distinktiven meinung dazu was kosher sei oder nicht. dispicable.

      • Karl Müller sagt:

        @Mila: Propaganda? Nein, das ist Öffentlichkeitsarbeit und keine Propaganda. Dass es zuweilen einseitig rüberkommt ist mir sehr bewusst, leider ist der Mainstream noch immer weit von der goldenen Mitte entfernt, darum braucht es Antipoden wie mich, die hier etwas am Pendel zerren. Obwohl dieses seinen Zenit überschritten hat und wieder Richtung Mitte tendiert. Erfreulicherweise. Aber es ist noch ein weiter Weg.

  • Andreas Meier sagt:

    So ein Schwachsinn. Selten so einen dämlichen Text gelesen. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Testtext der Textagentur.

  • Sportpapi sagt:

    Dass Frauen schliesslich Kinder gebären war hier ja immer wieder das Hauptargument gegen Gleichberechtigung auch beim Wehrdienst. Insofern ist der Vorschlag ja nur konsequent, denn dass in der Schweiz dereinst auch die Frauen Dienst leisten, halte ich aus verschiedenen Gründen für ausgeschlossen. Ich gehe aber davon aus, dass damit dann auch eine Gebär- bzw. Vater.-/Mutterpflicht verbunden ist? Vielleicht müssen wir dann auch die Kasernen umbauen und mehr Doppelzimmer bereitstellen?

  • Sportpapi sagt:

    Ja, und die Polizei und und die Feuerwehr schaffen wir auch gleich ab. Denn wie mein 5jähriger sagt: „Ich will nicht, dass es Räuber gibt“ – was ihn vom Piraten spielen natürlich nicht abhält. Und auf die Feuerwehr möchte er auch keineswegs verzichten, nur auf das Feuer…

    • Sven E. sagt:

      Ihr Sohn kann die Räuber ja dann mit Pampers bewerfen… Hoffentlich haben die dann aber keine Fonduegabeln dabei…

    • Nala sagt:

      Wobei Sie zugeben müssen, dass wir Polizei und Feuerwehr täglich benötigen und die täglich im Einsatz stehen, während die Armee seit Jahrzehnten nur simuliert und was-wäre-wenn-Spiele betreibt. Einen wirklichen Krieg hat die Schweizer Armee seit 18irgendwas nicht mehr gehabt. Die Weltkriege waren nicht wirklich mit Einsatz unserer (weltbessten 😀 ) Armee begangen worden. Im Gegenteil, die Schweiz wäre überrollt worden, hätten die ausländischen Mächte nicht ihr Geld hier ausgelagert… AdA an der Front mit Knarre aber ohne Munition. Der nächste Polizist kriegt von mir eine Spielzeugpistole.

      • Sportpapi sagt:

        @Nala: Ja, zum Glück hatten wir länger keinen Krieg mehr. Und zum Glück gibt es andere Länder, die dann für uns eingreifen, wenn es nötig ist.

      • Marco Casutt sagt:

        Nana, Nala… Wir könnten, wenn wir nur wollten. Wir haben immerhin die beste Armee der Welt!

      • Frank Baum sagt:

        Wir hatten zum Glück seit 18irgendwas keinen Krieg mehr. Ohne Armee hätten wir den im 20. Jahrhundert alleweil gehabt. Hitler hat sich einen Dreck um Geld geschert. Unsere Armee hat trotzdem Dienste geleistet: sie hat bei Katastrophen unterstützt und übt Friedensmissionen aus. Dabei macht sie zwar kein ratatatata, aber sie schützt den Frieden.

  • max sagt:

    Man kann von mir aus ja gegen die Armee sein, mit so einem strunzdummen, spätpubertären Textchen tut man seinem Anliegen wirklich keinen Gefallen. Ich hoffe, die Texte, die der gute Rinaldo in seiner Agentur anbietet sind von besserer Qualität, sonst sehe ich für seine Firma etwas schwarz

    • staun sagt:

      muss das sein? gehts auch ohne diffamierung und ‚auf den mann‘-zielen? muss mann immer klein machen, um sich gut zu fühlen?

      • max sagt:

        Sorry liebe staun, aber es ist nun mal der gute Rinaldo, der diesen Text geschrieben hat. Und wenn so jemand seine infantile Ader ausleben will, muss er (und Du, liebe staun) halt auch mit Kritik rechnen. Und zwar, mangels eines einzigen schlauen Argumentes im Text, halt auch an der Person des Schreibers. Oder findest Du Grüezi sagen und Röteli trinken als Argument wirklich diskussionswert?
        Uebrigens, einem Text Ironie oder Ueberspitzung zu unterstellen ist nicht selten eine Entschuldigung für die Blödheit desselben.

      • staun sagt:

        […Uebrigens, einem Text Ironie oder Ueberspitzung zu unterstellen ist nicht selten eine Entschuldigung für die Blödheit desselben.]

        nun gut, liebe max.
        der arme text. jetzt soll er auch noch selber schuld sein. ein selbstläufer sozusagen…tztztz

  • margrit sagt:

    …ich musste so lachen wie ich diesen Text las 🙂 Und ich glaube es ging Rinaldo weniger darum die Welt überbevölkern zu lassen, sondern die Papis mit der Vaterschaft vertraut zu machen, was ich eine prima Idee finde. Man darf aber das Augenzwinkern im Text auch nicht überlesen 🙂

  • Lukas sagt:

    Also Ihr Urgrossvater erschoss einen entwaffneten Fein im Krieg? Und es machte ratatata aus dem Karabiner? Der Einstieg ist schon so schräg… Und ich bin Zivildienstler.

  • Philipp Rittermann sagt:

    die miliz-armee hat in der tat ausgedient. angesichts der aktuellen gegebenheiten brauchen wir eine berufsarmee mit soldaten, die ihren job aus überzeugung ausüben. somit bin ich einig, dass eine generelle wehrpflicht heute nur wenig sinn macht – mal abgesehen von der sinnvollen persönlichen prägung des militärdienstes. ich bin aber klar gegen einen vaterschaftsurlaub; er würde der wirtschaft erheblichen schaden zufügen.

    • Mit der Abschaffung der generellen Wehrpflicht bin ich voll einverstanden. Aber der Vaterschaftsurlaub gehört zwingend auch in unserem Land. Warum soll nur das Fehlen der Männer in der Wirtschaft einen erheblichen Schaden zufügen? Wenn die Väter zuhause sind gehen ja die Mütter arbeiten. Wann werden hier zu Lande die Männer endlich verstehen, dass es zwei dazu braucht um Kinder zu erziehen und auch zwei um das Geld für die Familie zu verdienen.

      • Philipp Rittermann sagt:

        ich meine, als wertkonservativer, dass der mann arbeiten geht und die frau sich um die kinder kümmert. so macht jede/r, was er/sie am besten kann.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn die Väter zu Hause sind, gehen ja die Mütter arbeiten. Sicher? Weshalb braucht es dann einen bezahlten Vaterschaftsurlaub?

    • Katharina sagt:

      das Problem mit einer professionellen Armee: die Motivation, bzw wer dann sich zum dienst anmeldet.

      • Philipp Rittermann sagt:

        da gäbe es genügend überzeugte patrioten, denke ich. ich sehe das problem eher bei der befähigung/eignung der bewerber. hier bräuchte es ausgeglichene charaktere mit gesundem durchsetzungsvermögen; aber sicher keine kleinen rambos.

    • Auguste sagt:

      hmm…, p. rittermann, wieso wollen sie eine flexible milizarmee, die man im tiefen frieden bestandesmässig leicht an die bedrohung anpassen könnte – gut, wir kriegen das nicht hin, aber das ist eine andere geschichte – gegen eine teure berufsarmee eintauschen, die man kompromisslos für den gefährlichsten, denkbaren krisenfall ausgerüstet stehen haben muss? hier hüpft die logik und schlägt mit dem kopf auf. eine der lage angepasste wehrpflicht macht schon sinn – das sieht übrigens auch das ch-stimmvolk jeweils so.

      youtube: village people – in the navy

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht weil Massenheere nicht mehr wirklich aktuell sind? Weil die meisten Männer erlebt haben, wie lausig der Ausbildungsstand unserer „besten Armee der Welt“ in Wirklichkeit ist? Weil es an der Ausrüstung fehlt, da diese immer teurer da technologischer wird? Weil es sinnvoller wäre, mit einer international einsetzbaren Berufsarmee unseren Teil an der internationalen Friedenssicherung zu leisten?

      • Auguste sagt:

        hmm…, sportpapi, ich denke nicht, dass mehr ständige auslandseinsätze, die mindestens bataillons-stärke verlangen, beim volk mehrheitsfähig wären. ein stehendes berufsheer, könnten wir uns nur in etwa brigade (+) stärke leisten. damit wären nicht einmal alle sicherungsaufgaben im vorfeld einer sich entwickelnden krise über längere zeit sicherzustellen. von der erfolgversprechenden, robusten verteidigung eines landesabschnitts gar nicht zu reden. der neutrale kleinstaat ist praktisch zur miliz verdammt, wenn eine gewisse verteidigungstiefe erreicht werden muss.

  • jack bouchon sagt:

    Die allgemeine Wehrpflicht ist heute wichtiger den je. Was alles passieren kann in den nächsten Jahren, wird viele ueberraschen. Zudem ist die Armeet der einzige Ort wo sich alle sozialen Schichten noch treffen.Heute wichtiger den je. Das Zusammenleben und Diziplin ist auch ein weiterer positiver Aspekt.
    .

  • Karl Müller sagt:

    „Wir brauchen keine Wehrpflicht, sondern junge Männer, die gewillt sind, ihre gottgegebene Kanone in einem kinderliebenden, familiären Schweizer Umfeld abzufeuern“ Haha, ein Lacher konnte ich mir nicht verkneifen. Guter Artikel, der eine weitere Diskriminierung von uns Männer aufzeigt. Danke dafür.

    • Auguste sagt:

      hmm…, karl müller, blicken sie mal rüber, sie schicken sich gerade an „monk“ zu überholen. wie führten sie eigentlich buch über die täglichen gleichberechtigungsverstösse, als es noch keine smartphones gab. strichli-liste? nur die chinesen glauben an yin & yang, aber die essen auch bernhardiner. wir, die wir esoterik-messen für schräge sausen für durchgeknallte wohlständler ohne sex halten, glauben das nicht und essen chinoise aber nicht den chinois. und trotzdem findet mein metzger, es sei alles im lot, hauptsache die kasse klingelt. übrigens, coop hat wienerinnen-würstchen im angebot.

  • Sigi sagt:

    1950 lebten in der Schweiz ca. 5 Millionen Menschen.
    2012 lebten in der Schweiz ca. 8 Millionen Menschen,
    d.h. eine Zunahme von ca. 3 Millionen Menschen in
    ca. 60 Jahren.

    • Muttis Liebling sagt:

      … das entspricht der Zunahme der Lebenserwartung in CH. Wo ist da das Problem?

      • Sigi sagt:

        Aus 5 Millionen Menschen werden
        8 Millionen Menschen, nur weil sie älter werden?

      • Sportpapi sagt:

        So ist es wohl, Sigi.

      • Katharina sagt:

        tia, die wunder von biologie 2.0

      • Muttis Liebling sagt:

        In 1. Näherung gilt

        Bestand einer Bevölkerung = Anzahl Geborene * Lebensdauer.

        Wenn die Lebensdauer um x% steigt mus das auch ein bevölkerungswachstum von x% erzeugen.Die Zuwanderung kompensiert nicht einmal die Geburtenausfälle. An erster Stelle für das Bevölkerungswachstum steht die rasante Zunahme der mitleren Lebensdauer und genau die muss man reduzieren, wenn m,an eine kleinere Bevölkerung will.

      • Sigi sagt:

        Fazit also, es braucht keine
        1,1 Millionen Kinder, die älteren Menschen
        vermehren sich schon…!

    • pixel sagt:

      Und? Was genau wollen Sie uns damit und im Kontext zum Ar t i kel denn sagen? Lasst uns ein paar Millionen killen?

  • marie sagt:

    Eidgenössisches Departement für Vermehrung, Bevölkerungsschutz und Sport, VBS. Da müsste man nicht mal viel ändern. Endlich mal ein hervorragender Vorschlag, der auch umgesetzt werden könnte! und Ueli könnte all seine Erfahrung als Vater einbringen. klasse R. D., bin voll dabei.

    • Muttis Liebling sagt:

      marie, das ist doch typisches schweizerisches Weicheigebrabbel. Ungediente Männer sind schlechte Liebhaber. Kein Wunder, dass die Herrn hier weder beruflich noch bei den Frauen eine nennenswerte Konkurrenz für uns darstellen. Ausgenommen natürlich die Frauen, die man von sich aus nie ansprechen würde.

      • g-rd sagt:

        „Ungediente Männer sind schlechte Liebhaber“. Da hab ich glaub in meiner Zeit bei der besten Armee der Welt etwas verpasst. Wir lagen zwar öfter in den panzergängigen Geländen des Thurgaus auf der Lauer, um unser Vaterland gegen über den Bodensee schwimmende rote Schüpas zu verteidigen. Warteten in Kellern voller Öpfelhurden auf den Einsatzbefehl. Aber an Liebhaberübungen und Kopulationskampfbahnen kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern.

      • Genderbender sagt:

        g-rd, es ist wohl kein Zufall, dass er sich ‚Muttis Liebling‘ nennt.

      • marie sagt:

        @ml
        Aber auch ML! Kein Wunder sind Männer, die Wehrdienst leisten schlechte Liebhaber. Die sind nach den langen Fussmärschen mit Rucksack und Ordo-Waffe meist müde, der Dienst nervt sie und sind sonst miesepetrig drauf, das Essen… 😉 aber Sie als guter, alter Preusse sehen das natürlich anders. Ich habe gestern auf Arte den Doku über Hindenburg gesehen und fand es doch beruhigend, dass der alte Mann eine so grosse Liebe hatte (die an galoppierender Schwindsucht – ist das TBC?- starb), dass er grad seine erstgeborene Irmengard nach ihr benannte. Sind Sie auch so ein Romantiker? 😉

  • Einzelkind sagt:

    Das letzte was unsere Gesellschaft und Mutter Natur braucht sind noch mehr Menschen! Hören wir endlich auf immer noch mehr Kinder in diese überbevölkerte Schweiz (und Welt!) zu setzen!
    Dass die Immigration abnehmen würde indem die Anzahl Eidgenossen verdoppelt wird glauben Sie doch selbst nicht. Über die Daseinsberechtigung der Armee kann man meinetwegen diskutieren, bzw. vielmehr über deren heutiges Milizsystem…

    • Muttis Liebling sagt:

      Weder die Schweiz noch die Welt sind überbevölkert. Es gibt nur rin paar Einzelkinder, die mehr Ressourcen für sich beanspruchen, als ihnen zusteht. Z.B. mehr als sie 12qm Wohnfläche pro Nase und die gerne in der 28. Etage.
      Zudem ist die Reduktion der Bevölkerungsgrösse über die Geburtlichkeit kontraproduktiv, da das zu strukturellen Verwerfungen, Überalterung genannt führt. Wesentlich effizienter ist die drastische Minderung der Lebenserwartung. Es reicht allemale, 60 Jahre, die dann aber mit wesentlich höherer Qualität zu leben. Man bräuchte dann z.B. keine Altersrückstellungn., keine Rente.

      • Cybot sagt:

        Jeder der in der Schweiz lebt, braucht mindestens das doppelte bis dreifache der Ressourcen, die die Welt pro Person zur Verfügung stellt. Angesichts der ganzen Umweltprobleme, leergefischten Meere etc. zu behaupten, die Welt sei nicht überbevölkert, braucht schon eine ordentliche Portion Ignoranz.

      • Karin Gut sagt:

        @Muttis Liebling: Von der Bevölkerungsdichte her betrachtet ist die Schweiz nicht übervölkert, das ist richtig, wir hätten noch viele Äcker welche man überbauen könnte.
        Das Problem ist der Infrastruktur-Ausbau, um die Lebensqualität auf dem hohen Niveau halten zu können. Neue Flugpisten bauen geht nicht mehr. Wasserkraft kann man auch nicht mehr ausbauen. Neue Strommasten will auch keiner, eine neue Gotthardröhre ebenso wenig wie eine neue Gubriströhre. Neue Bahnlinien können nur noch mit extrem teuren Tunnels gebaut werden. Viel Geld fliesst heute ins Gesundheitswesen statt in Infrastruktur.

      • Frank Baum sagt:

        Wieso 60 Jahre? Wieso machen wir nicht bei 30 Jahren Schluss? „Logan’s Run“ zeigt ja, wie man so etwas organisieren könnte.

    • ng sagt:

      http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/data/01.html

      Hier auf der Zweiten Statistik können Sie sich die Geburtenzahlen seit 1970 anschauen. Das sind keineswegs extrem mehr geworden, sondern sind ziemlich gleich geblieben sind, wenn nicht sogar abgenommen haben.

      Vergleicht man dazu die wachsenden Bevölkerungszahlen, dann wird sicher ein Teil durch Migration zustande gekommen sein, die längere Lebenserwarteung hat aber auch dazu beigetragen:

      http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/02/blank/key/bevoelkerungsstand/02.html

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