Trash macht froh!

MamablogD2

Reality-TV gibt es in unterschiedlichen Güteklassen: Eine Teilnehmerin von «Frauentausch». (Foto: RTL)

Als Ende Neunziger «Big Brother» ins Fernsehen kam, waren wir, damals junge Journalistenschüler, fassungslos. Und als es hiess, das Schweizer Fernsehen ziehe jetzt auch mit, verstanden wir die Welt nicht mehr. Wer konnte schon so bekloppt sein, da mitzumachen? Zum Beispiel ein Bekannter von uns, wie ich bald herausfand, als ich mir die Sendung ansah. Aus beruflichem Interesse natürlich. Damit beantwortet sich auch gleich die zweite Frage: Wer guckt sich so was an? Wir! Eine Bande von Voyeuren, natürlich.

Die Aufregung kann heute kaum mehr jemand nachvollziehen. Längst sind wir alles gewohnt, von der Doku aus dem Knast über renitente, fettleibige Kids, die wir in Afrika im Bootcamp leiden und nörgeln sehen. Aber Gewöhnung ist nur das eine, was unsere Empörung in Schach hält. Das andere ist die schlichte Feststellung, wie gut es tut, wenn andere sich stellvertretend für einen durchs Elend dieser Welt quälen. Den Kniff kannten schon die Römer, als sie andere öffentlich den Löwen zum Frass vorwarfen.

Wenigstens darf man mittlerweile zugeben, dass einem Trash-TV wohl tut. Als ich vor Jahren damit anfing, mir eisern den Donnerstagabend für «Frauentausch» zu reservieren, hielten mich deshalb alle für bescheuert. Zwar tun das heute noch einige, aber sicher nicht wegen meiner Vorliebe für Reality-TV oder, um es mit Harald Schmidts verpönten Worten zu sagen, «Unterschichts-TV».

Darum ist es höchste Zeit für eine kleine Lobeshymne auf Reality-TV als psychische Unterstützung für Mütter und Väter. Folgende drei Sendungen, können Ihnen helfen, sich schön, elterlich kompetent und hinlänglich solvent zu fühlen. Alle, die das nicht nötig haben, springen von hier gleich zum Literaturtipp am Ende des Artikels.

«Extrem schön»:

Sie finden sich zu dick? Oder Ihre Zähne sind gelb und etwas schief? Ihr Bad-Hair-Day dauert gefühlte 365 Tage pro Jahr? Vergessen Sie‘s. So arm dran, wie die geplagten Seelen, die unter Tränen vor laufender Kamera ihre Problemzonen zeigen, sind Sie nie im Leben.

Dafür werden denen in aller Öffentlichkeit faule Zahnfragmente, Riesennasen und Hängebäuche weggemacht. Sie werden völlig neu erfunden. Zumindest äusserlich. Leider fehlt die Antwort auf die Frage: «Plötzlich nicht mehr hässlich, was nun?» Ich möchte wissen, ob der ungepflegte Kartoffelsack, der seiner verunstalteten Frau stets versicherte, dass er sie liebt, wie sie ist, nun abserviert wird. Immerhin ist seine Frau nun in eine andere optische Liga aufgestiegen. Trotz kleiner Mängel, der Egopoliturfaktor der Sendung ist unschlagbar.

«Frauentausch»:

Dieses simple Format ist für mich die Königin des Trash-TVs. Seit bald zehn Jahren tauschen zwei Mütter für zehn Tage die Familie. Dabei stammen sie aus möglichst diametral entgegengesetzten Milieus. Die Einblicke in die Lebensentwürfe oder auch –verwürfe in der ersten halben Stunde sind das Filet der Sendung. Da kann man sich so richtig selbstgerecht auf die Schulter klopfen und sagen, na bitte, es könnte noch ärger sein. Ich habe einen Job, ich habe Freunde, ich brülle meine Kinder nicht an, schaue nicht acht Stunden am Tag fern und ich habe keine Wohnwand und dafür Zähne. Was will man mehr?

«Die Geissens»:

Doofer geht nicht mehr. Eine neureiche Familie wie aus dem Prolo-Bilderbuch zeigt, was man mit zu viel Kohle alles anstellen kann. Mittagessen In St. Tropez, 8000 Euro sparen, indem man nur für 20’000 statt für 28’000 auf Einkaufstour geht oder im Wattenmeer Quallen quälen. Geeignet für alle, die sich mehr Geld wünschen und sich einbilden, damit wäre ihr Leben sicher viel spannender. Vergessen Sie‘s.

Wenn Ihnen keiner dieser Vorschläge hilft, gibt es allein schon auf RTL II noch mehr als 40 weitere Doku-Soaps von künstlicher Befruchtung bis zu schwangeren Teenagern. Aber Achtung: Einige davon sind nur «Scripted Reality», von Laien nachgespielte, meist erfundene Stories. Die haben nicht mal Placebo-Effekt. Ok, ein bisschen «Scripted Reality» hat es natürlich überall drin, aber wir wollen ja mal nicht kleinlich sein. Die gibt es ja auch im echten Leben, wenn wir noch aufräumen und die Weihnachtsbeleuchtung anwerfen, bevor der Besuch zum selbstgemachten (sic!) Kartoffelstock kommt.

Und hier der versprochene Literaturtipp für alle, die sich intellektuell reinwaschen möchten: Amélie Nothombs «Reality Show».

Apropos intellektuell: Die Reality-Soaps des Schweizer Fernsehens funktionieren leider nicht richtig. Dafür sind sie zu sauber und zu fair. Das ist im richtigen Leben super, auf dem Bildschirm wirkt es nur wie Schulfernsehen mit Kamillentee.

184 Kommentare zu «Trash macht froh!»

  • Rabe sagt:

    Mich macht dieses beknackte Zeug halb krank, wenn ich es denn mal schaue, was sich manchmal leider nicht verhindern lässt. Ich kann aber ein bisschen verstehen, dass man zum Abschalten von einem strengen Arbeitstag mal was Trashiges schaut. In meinem Fall sind’s dann eher Action-B-Movies Sorte RTL II, deren Story so vorhersehbar und Schauspieler so schlecht sind, dass man es als ungewollte Satire betrachten kann. War schon in der Schule bei langweiligen Lehrern ein toller Trick: Man stellt sich einfach vor, der Typ da vorne ist ein Schauspieler, der den Lehrer haarklein imitiert: Sehr amüsant!

  • Odin Freimann sagt:

    Ja ist schon ne tolle Sache, dieses Reality TV. Hält die Leute dumm und erzeugt bei der arbeitenden Mittelklasse den Eindruck, man sei ja noch weit entfernt von „denen da unten“. So merken wir weniger, wie nahe wir ihnen in Wahrheit sind, und wie weit weg wir alle zusammen von denen weit oben sind. Wie Sie ja selber schreiben, wussten darum auch die alten Römer. Brot und Spiele, es ist das alte Lied. Damit der kleine Mann Angst hat vor dem noch kleineren Mann, und nicht merkt, dass der grosse Mann beide fest im Griff hat.

  • Steiner78 sagt:

    Nur mal so: Wer damals in der Schweiz nachgezogen hat mit dem ganzen Reality-Klumpatsch, war nicht DAS Schweizer Fernsehen, sondern das längst dahingeschiedene TV3, das übrigens den gleichen Besitzer hatte wie dieser Blog.

  • Daniel Zollinger sagt:

    Mich wundert im allgemeinen die hohe Einschaltsquote bei dem Schwachsinn?

  • Tomas sagt:

    Was stimmt mit mir nicht, wenn ich, um mich grossartig zu finden, die erwähnten Formate nicht schauen muss?
    Und wenn ich dennoch irgendwo ein Paar aus dem Zusammenhang gerissene Minuten erleiden muss, stellt sich bei mir eher das Gegenteilige Gefühl ein?

  • Pixel sagt:

    Ging an Katharina (jetzt fängt das mit den verrutschten K o mm en t a ren wieder an – fast schlimmer als die Wortliste….)

  • Katharina sagt:

    natuerli…… whatever.

  • gabi sagt:

    Schreckliches Gefühl, plötzlich feststellen zu müssen, dass bloss eine grössere Anzahl Kanäle keinesfalls mit einer intensiveren Demokratisierung einher geht.

  • Beno sagt:

    Toppunkt eines Fernseh-Gladiators ist meiner Meinung nach der holländische „Terror-Jaap“
    Nachdem er 1 Million Euro gewonnen hat während der Fernseh Serie „der goldene Käfig“ , ist er schwer abgestürzt. Sein Geld hat er verschleudert durch Drugs, Feste und falschen „Aktien“ …und scheint früher Kontakte gehabt zu haben mit Joran van der Sloot ( mutmasslicher Mörder zweier Frauen ).
    …und die Show geht fröhlich weiter mit „sterren-springen“: http://www.youtube.com/watch?v=k3GJO3L2S00

  • Daniele del spirito sagt:

    Manche macht der Träsch noch viel froher als der Trash. Aber bitte dem BAG nicht weitersagen……..

  • Manfred Grieshaber sagt:

    Mein Grossvater war ein weiser Mann. Er sagte einmal zu mir: „Es gibt zwei Arten sich gross und überlegen zu fühlen, man macht seine Umgebung nieder oder man leistet etwas Aussergewöhnliches. Leider ist das erste viel einfacher als das zweite und deshalb gibt es so viele Idioten auf der Welt.“ Und bei Trash TV braucht man seine Umgebung noch nicht einmal mehr selber niederzumachen, das erledigen die Macher dieser Sendungen.

    • alien sagt:

      Das tun ja Benker so: die kaufen noch mehr von den faulen Aktien, wenn sie fallen, damit sie den Durchschnittsverlust drücken können. Das funzioniert

  • Filo sagt:

    Interessant ist, dass es in Deutschland eine Unmenge schlechter Schauspieler zu geben scheint, die all diesen gescripteten Trash aufführen. Mich würde einmal aus erster Hand interessieren wie solche Drehs ablaufen. Versprecher und Lacher bei „Realitätsfernsehen“ wären sicher auch ganz lustig, werden aber aus naheliegenden Gründen leider nicht gezeigt. Schliesslich ist ja alles „echt“ 🙂

  • Markus sagt:

    Was ich eher Traurig finde ist das heute (vorallem Frauen!) um jeden Preis ins TV und Rampenlicht wollen, koste es was wolle…

    • Carolina sagt:

      Finde ich noch einen wichtigen Punkt. Wie ist es möglich, dass sich junge Frauen für einen Junggesellen so blosstellen (mir fiele da noch ein anderer Ausdruck ein)? Und es sind beileibe nicht nur dumme, naive Frauen ohne Ausbildung und Berufschancen. Es scheint auch genügend Eltern zu geben, die es für völlig ok halten, ihre Töchter mit 16 zu Modellcastings zu schicken, vorsingen zu lassen und sich oft genug vorführen zu lassen. Woher kommt das? Wer trägt hier Verantwortung?

  • Bert sagt:

    Wenn mir langweilig ist, schaue ich in manche Trash-Sendungen online rein. Nicht weil ich das Gefühl habe, besser zu sein, sondern nur wegen des Unterhaltungswertes und Zeitvertreib. Wenn ich allerdings fühle, dass die Personen vor der Kamera blossgestellt wird und teilweise in Tränen ausbricht oder nur noch herumgeschrien wird, löscht es mir ab und ich breche den Stream ab.

  • Franz Oettli sagt:

    Ich bin froh, haben wir heute mehr TV-Sender als früher. Es gibt mehr und auch umfangreichere Reportagen, z.B. die Arte Thementage (wenn das Geld halt noch reicht). Interessant ist auch, dasselbe Thema in ausländischen Sendern anzugucken. Sat1, RTL und wie diese komischen Sender heissen schaue ich nicht, die Themen interessieren mich einfach nicht.

  • Panos sagt:

    Diese „Trashsendungen“ schauen sich eigentlich die Leute mit den gleichen ärmlichen verhältnissen. Eigentlich sind es genau die gleichen Asis die das schauen, um sich selbst zu bestätigen, dass sie im Vergleich zu denen nicht dumm sind.

  • Mauritius Hafner sagt:

    Es gibt da einen Roman. Er heisst „Schöne Neue Welt“.

  • Eni sagt:

    Lustig, wie sich die Möchtegern-Elite hier darüber ereifert nie solchen Müll anzusehen aber doch bestens darüber bescheid weiss. Warum kann man nicht einfach zugeben, dass man auch ab und zu solche Sendungen reinzieht? Obwohl ich fast nie TV schaue (max 1 mal Wöchentlich) bezeichne ich mich als Hardcore-Fan von „Bauer ledig sucht“ und bin trotzdem intelligent genug um zu wissen, dass die oft dümmlichen Dialoge gefaked sind. Finde die Sendung weder real noch bildend, sondern einfach unterhaltsam und fertig.

    • Stephan sagt:

      Ist ja auch ok, ich finds einfach langweillig und gucke wegen der vielen Werbung und auch weil es zeitlich viel praktischer ist, kein TV mehr, sondern nur noch kinox etc. irgend wie finde ich fernsehen schrecklich retro, ich lese Zeitungen nur noch digital, warum soll ich dann pünktlich um acht vor der Glotze sitzen?

  • manuel sagt:

    wie peinlich, sich an solchen sendungen zu ergötzen, aber macht nur weiter so, einerkollone-mir-nach-marsch, nur noch wenige meter, dann dürfte der abgrund sichtbar werden, aber keine angst, wir werden euch den weg weisen. es geht hier nur um eines, den menschen vorzugaukeln, dass es leute gibt, denen es noch beschissener geht, dass dabei nicht’s, aber auch gar nichts echt ist, bis auf die äussere hülle der protagonisten, sollte mittlerweile jeder begriffen haben. wann, ja wann werden die menschen endlich zusammenstehen und sich gegen dieses ausbeuterische system zu wehr setzten…

  • Mit eigener Firma, zwei Kinder, ein Pferd, Haushalt und viele Leidenschaften wie Kochen, Fotografieren oder Lesen fehlt mir schlicht weg die Zeit für solche Sendungen. Und glaube eigentlich nicht, dass ich da viel verpasst habe…

  • tststs sagt:

    Tststs’s Liste akzeptablen Trashes (fühlen Sie sich frei, Ergänzungen hinzuzufügen):
    – GZSZ
    – Rosamunde Pilcher
    – Kunst und Krempel
    – alle Arten von Zoo-Serien
    – Star Wars
    – Roseanne (Queen of Trash)
    – MTV
    – Lucky Luke Hefte
    – Calvin und Hobbes (resp. alle Comicstrips in Zeitschriften)
    – M-Budget-Energydrinks
    – Unechter Schmuck aus Manor, H&M und Konsorten
    – Gschwellti mit Cervelat
    – Mozart

    • xyxyxy sagt:

      ok Pixel ich versuchs – also ihre Liste passt nicht ganz zum Artikel
      thema sind ja nciht einmal B-Movies sondern eben diese „Reality“ Formate

      Mozart ist bestimmt kein Trash sondern Kulturgut, das sich über Jahrhunderte gehalten hat
      sonst‘ hmm Star Wars hab ich jeden Teil angeschaut – geteiltes Urteil – ein Fan bin ich nicht …
      Lucky Luke, Calvin und Hobbes sind Comics – auf dem Klo anderer Leute gelesen, ist doch ziemlich Niveauvoll
      den Rest kenn ich nicht oder nur vom Hörensagen

      was halten sie denn von meiner nivauvollen Alternative, die ich heute gepostet habe? angeschaut?

      • xyxyxy sagt:

        jetzt habe ich sie pixel genannt – bin untröstlich …. Verzeihung

      • tststs sagt:

        Ich nehms als Kompliment 🙂
        Und natürlich habe ich (auch @SP) extra die Liste erweitert…
        Also ich glaube, dass Mozart seinerzeit durch aus als Trash-Komponist fungierte (was, der will Opern in vulgärem Deutsch aufführen…?!? Wo bleibt da das Gehobene….?)

        Meinen Sie den Rammstein-Link? Ich muss ja wohl nicht betonen, dass für einige Leute die Bezeichnung „Trash“ für Rammstein noch viel zu hoch gegriffen wäre 😉 Ich glaube manchmal ist es eben so, dass man durch den Trash hindurchschauen muss, um das Niveau zu erkennen (und RS wäre doch ein Paradebeispiel dafür…)

    • Sportpapi sagt:

      Über diese Art von Trash wurde heute diskutiert? Eher nicht, oder?

      • tststs sagt:

        Naja, ich nehme an, jemand der sich zu gut ist für gewisse Formate, der ist sich auch für anderes zu schade (zB einen feinen Chlöpfer…) 🙂

      • xyxyxy sagt:

        na ich weiss nicht…. tsts
        ich könnte jemandem schon erklären, warum Rammstein Kunst ist

        aber bis jetzt hat ja noch kein „Reality“ Anhänger behauptet, es wäre Kunst
        ausser evt. ich, der gesagt hat, dass die Macher „geschickt“ sind und sehr klug die Volksseele erspüren und sie mit so wenig Geld als möglich, bei der Stange halten. (Wobei hier natürlich nur die Ur-Macher gelten, die anderen kopieren ja einfach und zahlen Franchise.)

      • Sportpapi sagt:

        Für mich gibt es schon noch einen Unterschied zwischen seichter Unterhaltung (teilweise sogar sehr gut gemacht!) und dem öffentlichen Blosstellen von Menschen, die das nicht einmal selber merken. Manchmal ist es schlicht langweilig, manchmal tun mit die Leute aber auch leid. Keines von beidem verträgt sich mit einem entspannenden Fernsehabend.

      • gabi sagt:

        Naja… Von wegen öffentlichem Blossstellen von Leuten, die´s nicht mal merken: Immerhin hat es so einer sogar mal zum Präsidenten der USA gebracht!

        – Und der hätte in jeder Reality-Show einen klasse Hampelmann abgegeben!

    • marie sagt:

      @ts
      roseanne steht zwar für white trash – für mich war und ist sie weiterbildung vom feinsten!
      und hörnlisalat mit mayo 😛

      • tststs sagt:

        @xy: Ja eben, und irgendjemandem gelänge sicher auch eine Erklärung, weshalb Frauentausch Kunst ist… 🙂

        @marie: genau das meinte ich, wenn ich sage, das „geistliche Oben“ ist eben nicht immer in der „OBERschicht“ zu finden…

      • tststs sagt:

        das „geistige Oben“ natürlich…

      • xyxyxy sagt:

        tsts – man könnte, aber niemand tut es… und damit zeigt sich, dass ihre Argumention so wenig verhebät wie ihre Liste, welche plötzlich Reality-TV mit anderen SAchen vermischt, die damit nichts zu tun haben.
        Man könnte Reality-TV natürlich als Kunst bezeichnen, selbst sch..s..n kann man als Kunst bezeichnen. Ich widerspreche nicht.
        MIR ABER ist eben diese Art zutiefst zuwider, diese reine N.rz. stisch. e Selbstdarstellung, wo der einzige Inhalt, das leere ICH ist.
        Das ist ein grundlegender Unterschied zu einem Musiker, Autor oder Bildhauer.
        Es ist die totale Prost. Itu tion. –

    • tststs sagt:

      ahh um den Kreis zu schliessen gehört selbstverständlich auch noch das Folgende auf die Trash-Liste:
      Männer in Röcken

      😉
      🙂
      🙂

    • Carolina sagt:

      Aber ts, jetzt enttäuschen Sie mich aber doch. Was ist denn an Ihrer Liste wirklicher Trash? Ich dachte da eher an solche Dinge wie Dschungelcamp, Bauer sucht Frau, so ein Ding, das meine Töchter geschaut haben, mit wildgewordener Jugend (grauenhaft), perfektes Dinner (liebe ich), Kaufen/Mieten/Wohnen, eben die Katzenberger (für die ich ziemlichen Respekt habe), Glööckler (Respekt dito, aber oh G.tt) etc. Ihre Liste würde ja heissen, dass billig automatisch trashig ist – sehe ich nicht so.

      • Carolina sagt:

        Ist ja schon merkwürdig. Da ist das Thema heute Trash, wenn man es aber beim Namen nennt, wird es nicht freige.sch.al.tet……

      • Muttis Liebling sagt:

        Carolina, ich fürchte, die merken das nicht. Das war mal eine Kommunikationsplattform. Wir können uns mal verstehen, oder auch mal verabscheuen, aber wir kommunizieren und irgendwie kennen wir uns alle und jeder ausser der aktuellen Redaktion weiss, was er zu erwarten hat.
        Nur was nützt das, wenn die Beiträge erst zeitasynchron lesbar werden. Wenn das so weiter geht, sollten die Macher den Blog einstellen, oder wir den boykotieren.
        Thomas Hürlimann hat mal gesagt, das Wesen der Schweizer besteht in sozialer Feigheit. Hier ist der Beleg.
        Liebe Grüsse

      • Katharina sagt:

        essentially, the discussion here is mostly t rash, so….. tune in tomorrow for your daily dose.

      • Pixel sagt:

        Wie hat es Pippi an anderer Stelle so treffend beschrieben…: jedem Format das Publikum das es verdient.

      • Katharina sagt:

        richtig

    • alien sagt:

      Also, tsts, Deine Liste akzeptablen Trashs enthält vor allem Zeugs, das nicht sehr trashig ist. Und enthält Zeugs, das nicht akzeptabel ist. Rosamunde Pilcher und GZSZ finde ich inakzeptabel, anderes, das Du erwähnst, ist langweilig und für mich nicht interessant. Nein, ich finde das meiste, was im Fernsehen kommt, idiotisch, dumm, verdummend. Darum habe ich auch keinen. Ein bisschen Zattoo tut es. Ausserdem habe ich einen schnellen Internetanschluss für die wertvolleren Sachen wie Homeland (shitt, es geht erst im Frühling weiter, die letzte Folge der 2. Staffel habe ich gestern geguckt…).

  • Theo sagt:

    Die Macher dieser Sendungen, die damit nicht schlecht verdienen, freuen sich über solche Artikel, Frau Fischer. Je mehr Beachtung, je mehr Werbeeinnahmen. Es gibt Spezialisten, die sich täglich mit nichts anderem beschäftigen als welche TV-Sendung wie stark im Gespräch ist (quod hic est demonstrandum…!) und wo es sich zu werben lohnt. Gratuliere, dass sie die nächste Staffel „Frauentausch“ mitfinanzieren helfen!

  • Ottokar Mettler sagt:

    Alle diese Reality Konzepte sind grösstenteils gescriptet, auch jene, bei denen es nicht völlig offensichtlich ist. Es gibt auch zahlreiche Opfer bei diesen Sendungen, die absichtlich getäuscht wurden. Wenn die Darsteller nicht schon vor der Kamera die Anweisungen des Aufnahmeleiters befolgen, wird im Schnittraum alles zurechtgebogen. Gerade auch Frauentausch ist dabei einer der Unrühmlichsten Vertreter, auf Beispiele stosst man schnell nach etwas Recherche. Das zerstört auch noch den letzten ohnehin geringen Unterhaltungswert, den diese Konzepte haben. Da läuft wirklich besseres im TV.

    • Carl Over sagt:

      „Da läuft wirklich besseres im TV.“

      Ja was denn, lieber Ottokar?

      • gabi sagt:

        Z.B. heute auf Arte über Kinderspielzeug… Was ich leider verpasst habe.

        Aber angesichts meiner phobischen Befürchtungen (diese Chinesen!) wohl besser.

  • Francesca sagt:

    Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, empfinde nichts als gähnende Langweile. Als ich im Spital war, schaute ich ein paar der Sendungen, drum weiss ich überhaupt, wovon hier die Rede ist. Läuft ja nichts anderes tagsüber. Warum diese Sendungen froh machen soll, ist mir ein Rätsel.

    • Moni sagt:

      Aber das ist doch gerade das Gute an solchen Sendungen. Wenn man krank im Bett liegt und das schaut, ist man schlagartig wieder gesund :-).

  • xyxyxy sagt:

    Also Frau F. – sie täuschen sich, wenn sie meinen eine Bande von Voyeuren würde das gucken.
    Es ist eine Bande von blöckenden Schafen, denen die Formate-Macher vormachen, sie wären (etwas bösartige) Voyeure.
    Das ist der grosse Witz.
    Dabei haben die Formate-Macher einfach irgendwann gemerkt, dass man die Schafe auch mit viel weniger Geld bei der Stange halten kann.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Na, wer sagt’s denn! Pünktlich zum Fest die neuesten Zahlen über die bezahlte und die unbezahlte Arbeit:

    http://www.oecd.org/berlin/presse/kochenpflegenputzenoecd-studiezeigtungleichgewichtdergeschlechter.htm

    Die Vereinsarbeit, die namentlich der Sportler hier immer als Rechtfertigung anführt, warum Männer im Haushalt faule Säcke sein dürfen, macht den kleinsten Teil der Freiwilligenarbeit aus, gerade mal 7 Minuten! pro Tag!

    Auch wenn es hier um Deutschland geht, vermute ich mal, dass es in der CH ungefähr ähnlich aussieht.

    • marcus sagt:

      trash macht froh wäre das thema.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wir sind hier in einem Mamiblog, da passt es JEDEN TAG, aufzuzeigen, wie Frauen von der Gesellschaft als Fussabtreter benutzt werden.

      • marcus sagt:

        hät’s fast vergessen (man sieht’s ja so kaum im alltag), aber danke.

      • Annebelle sagt:

        Pipi, ist wohl ein Deutsches Problem! Alles gut hier in der Schweiz 😉

      • gabi sagt:

        Die Arme ist einfach etwas frustriert, weil sie den Anschluss verloren hat und nun hofft, durch immer wilderes Absingen der althergebrachten Phrasen, irgend jemand von den Schwester, die mittlerweile schon ausm Wald raus sind, auf sich aumerksam machen zu können, um wieder in den Schoss (aber im Fall unrasiert!) der Gemeinschaft zurück zu finden.

        http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/britische-feministin-laurie-penny-im-interview-a-870017.html

      • Sportpapi sagt:

        Das Interview lässt mich nun eher ratlos zurück, Gabi. Hat die Frau etwas zu sagen?

      • gabi sagt:

        Ich freu mich ja schon nur, wenn erlärte „Feministinnen“ (was immer das auch sei) sich explizit gegen die absurden Lustvorschriften einer Pippi zur Wehr setzen.

        Unterschreiben, werd ich bei diesem Interview auch nicht alles wollen. Aber das klingt doch nach einer grundsätzlichen Offenheit… Also einer Bereitschaft zum Austausch. Also ein Widerspruch zu Pippi per se.

    • Theo sagt:

      Bei Pippi zuhause putzt und wäscht ja bekanntlich die zum Hungerlohn ausgebeutete Putze – kommt die in dieser Statistik auch vor?

      Und was ist mit der Tatsache, dass Frauen einfach viel reinlicher sind, als Männer?

      • Jan Herbst sagt:

        Lustig. Zu diesem Thema meint meine Freundin immer wieder: „Ich kann mit nicht vorstellen, dass es auf Männertoiletten so fürchterlich aussieht, wie auf Frauen-WCs.“ (An die Wand geklebte Tampons auf der Uni-Toilette etc.). Die Haltung, dass andere den Dreck schon für sie wegputzen, scheint bei Frauen und Männern also etwa gleich stark vertreten zu sein. Es heisst ja auch Kinderstube – und nicht Mädchen- oder Jungenstube …

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Falsch Theo, bei mir arbeitet niemand für einen Hungerlohn. Ich stamme aus einer Unternehmerfamilie und weiss, wie wichtig die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist. Kürzlich sagte mir meine Putzfrau, sie kommen sehr gern zu mir, es sei, wie wenn sich für sich putze, nur dass sie bei mir dafür bezahlt wird. Wer putzen lässt für Gottes Lohn sind Männer wie du, die lassen sich von den Frauen den Dreck wegräumen und zahlen dafür noch nicht mal einen Hungerlohn.

      • alien sagt:

        Ja, nur gibt es mit Sicherheit auch haufenweise Hausfrauen, die ihre Hausangestellten behandeln wie Dreck. Sei fair, Pippi.

      • Sportpapi sagt:

        Ich weiss einfach nicht, ob die Frauen damit gut fahren würden, wenn ihnen die Männer einen Putzfrauen oder Haushälterinnenlohn bezahlen würden – statt das Familieneinkommen zu teilen.

      • alien sagt:

        Es gibt sicher solche, die das tun oder getan haben, wäre gut, ihre Erfahrungen zu hören.

    • Pedro sagt:

      Efraimstochter, ich kann nicht verstehen weshalb du immer in den Blogs die Unzulänglichkeiten der Männer anprangern musst. Da du zweifellos intelligent bist könntest du deine Energie doch eher in die Solidarisierung der Schweizer Frauen stecken und mit einer Initiative dafür sorgen, dass sich die Verhältnisse für die Frauen zum Bessern ändern.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja, ich gründe eine Frauenpartei, wo auch Männer Mitglied werden dürfen, nach strenger Aufnahmekontrolle 🙄 machst du mit?

      • Pedro sagt:

        Nein Rollgardina, natürlich nicht. Du bist mir zu verbittert. Vor einiger Zeit habe ich deine Posts amüsiert gelesen, mittlerweile rege ich mich aber nur noch drüber auf.

      • Pedro sagt:

        Du trägst mehr und mehr dazu bei, dass ich nur noch Fehler bei Frauen suche.

      • gabi sagt:

        …Also bei Pipp würd ich mich dann aber fürs Finden bedanken!

        😀

      • alien sagt:

        Tja, Pippi, ehrlich gesagt, wirst Du wohl keinen Mann finden, der, wenn es ihm einigermassen gut geht, bei Deiner Partei Mitglied werden will.

    • Sportpapi sagt:

      Ach Pippi. Wo ist denn eigentlich die Kehrseite der Medaille, nämlich die bezahlten Arbeitsstunden für die Familie? Du weisst sicher, dass gemäss offizieller Statistik in der Schweiz Väter von kleinen Kindern total mehr arbeiten als die Mütter? Und du wirst ja wohl auch nicht behaupten wollen, dass in der Schweiz nur die Männer über Geld verfügen (=ausgeben!), während die Frauen, die nur „unbezahlte“ Arbeit leisten, mittellos bleiben. Also hör endlich auf mit dem Mist!

  • peter berger sagt:

    Opuim für’s Volk, möglichst viele in einer Scheinwelt lassen um von den wirklichen Problemen abzulenken.
    Parallell dazu wird die Welt in grossem Stil umgbaut und niemand oder nur wenige nehmen Notiz davon.

    • Francesca sagt:

      Je so eine Sendung gesehen? Ist eben gerade keine Schein-, sondern eine Schei..-Welt. Denen geht es ja noch mieser als mir, also bin ich doch froh und glücklich, irgendwie so muss das funktionieren. Die benehmen sich ja noch mehr daneben, sind noch fetter, noch hässlicher – hurra, wie geht es mir doch gut. So im Stil „wenn man sieht wie’s bei andern ist, müssen wir ja froh sein…“. Einfach nur spiessig.

  • xyxyxy sagt:

    ich gebs auf – Sinnlosigkeit in Reinkultur diese willkürliche Zensur

    • tststs sagt:

      ja, heute sind sie ganz pingelig: G o t t ist anscheindend schon zuviel des Guten 🙂

      • Lichtblau sagt:

        Gut ist Ihr „Flatty, der neben dem Uni-Diplom hängt“ durchgekommen – made my day.

      • xyxyxy sagt:

        ja eine Antwort hängt immer noch obwohl ich genau dieses Wort sogar geteilt habe, das G Wort mit zwei T am Schluss
        (mal schauen ob es so durch kommt)

  • mira sagt:

    Bis jetzt hab ich es durch das Leben geschafft, ohne mir auch nur ein einziges Mal so eine Show anzusehen. Und ich muss sagen, ich habe nichts vermisst und fühle mich auch so als gute Mutter und privilegierte Person.
    Ich denke, es ist eine Frage der persönlichen Vorliebe, ob man sich lieber nach unten oder nach oben orientiert. Mir liegt letzteres eher und ich denke dabei nicht an Reichtum, sondern an geistige Reife.

    • Heidi Merz sagt:

      schön gesagt! 🙂

    • tststs sagt:

      Auch ich habe überlebt, ohne das Meiste davon zu sehen… Aber ich finde eben gerade nicht, das die „gute“ geistige Reife nur „oben“ zu finden ist… Oder noch viel grundlegender gefragt: wer hat die Deutungshoheit für „geistig“ „oben“ und „unten“…?

  • tststs sagt:

    Ach ja, wenn Schadenfreude soooo eine abartige menschliche Eigenschaft wäre, gäbe es nicht schon seit Jahrzehnten ein Format wie „Versteckte Kamera“ (und das noch im staatlich rechtlichen TV… Uiuiuiui, würde Samson da sagen 😉 )

  • Pascal Sutter sagt:

    Ich kann mich an diese Frauentausch-Sendung erinnern. http://goo.gl/gRu3g Ich sage nur: Erotikspielzeug

  • Auguste sagt:

    hmm…, die geissens sind kult. wer wissen will, wie totale, neureiche sinnlosigkeit in einer tagesstruktur aussieht, der ist dort genau richtig. „robert!, robert!!…robert!!!“ – wenn ein vorname töten kann – und man nicht versteht, warum die nächste folge nicht mit einer beerdigung beginnt. dass robert geiss mal zu geld gekommen ist, trau ich dem schon zu, prollig aber ziemlich wach wie der ist. und man will ja auch den moment nicht verpassen, wo dann mal all die kohle ausgegeben ist, und der abstieg beginnt. man kann eigentlich nicht hinsehen, aber manchmal kann ich auch nicht wegzappen.

    • mia sagt:

      Auf welchem Sender läuft denn die Sendung mit diesen offenbar ganz und gar verlorenen Seelen?

    • Lichtblau sagt:

      Um mit Fritz Langs Peter Kürten zu reden: „Will nicht, muss“? Hmm, da verzichte ich lieber schweren Herzens, bevor es mich reinzieht. Allerdings: War da nicht eine CH-Soap über unsere einheimischen Geissens, die Bellers (mit „Russen-Tusse“ Irina) angekündigt?

      • Auguste sagt:

        hmm.., jetzt ängstigen sie mich aber etwas, lichtblau. schweizer können doku, aber nicht doku-soap. uns geht die selbstironie, die dafür zwingend nötig ist, und das ganze überhaupt erst erträglich macht, völlig ab. den russen übrigens noch mehr. ohne dieses gefühl des zweifels – „der/die glaubt den scheiss, den er/sie uns da serviert nicht wirklich, oder?“ – wären solche formate doch noch unerträglicher als sie es jetzt schon sind.

        „dumb-tv“ der spitzenklasse ist ja tele top – bünzlitum vor gelbem hintergrund und keiner von denen merkts. nur eine moderatorin entschädigt für das ganze elend.

  • anne sagt:

    ich kann die Lust am Voyeurismus durchaus nachvollziehen und gewisse Sendungen habe ich mir auch schon angetan – allerdings nicht ohne produktive Nebenbeschäftigung, ansonsten ist das ja nicht auszuhalten. ABER, bei Frauentausch wurde mir ganz übel, da die Kinder der Familien stark involviert sind. Je nachdem wer ihnen da vor die Nase gesetzt wird, kann das übel traumatisierend sein. Da hört für mich dann der Spass auf.

  • Sarah Brunner sagt:

    Ich liebe Frauetausch un co.. Trotz HSG Master Abschluss.. Als Student hat man einfach so viel Zeit:)

    • Valeria sagt:

      Naja. Letzteres hängt in erster Linie von der finanziellen Unterstützung durchs Elternhauses und dem Studiengang ab…

  • Mascha sagt:

    Ich „trashe“ auch in und wieder gerne (die Autorin hat Daniela Katzenberger vergessen!), aber immer mit einem schlechten Gefühl (ich weiss, ein Widerspruch!)…werden doch menschliche Schicksale vor laufender Kamera gegen einen läppischen Nominalbetrag seziert und zu Geld gemacht – Respekt- und Pietätslosigkeit in Reinkultur, in meinen Augen – und ich mache mit.

    • tststs sagt:

      Willkommen in der freien Welt! Da darf sich jeder zu Tode saufen, rauchen, fressen oder eben zur Schau stellen…
      Ich finde, das macht unsere Welt besser, nicht schlechter. Aber es ist mir schon klar, dass Einige hier lieber noch weiter Bevormunden möchten, weil sie sich schlicht nicht vorstellen können, dass Leute da FREIWILLIG mitmachen… Also ungeniert weiter gucken… 😉

    • Auguste sagt:

      hmm…, die „musings“ von daniela katzenberger sind manchmal pures gold. mit augen grösser als die möpse und diesem wunderbaren süd-west dialekt und singsang in der stimme erklärt sie einem die welt, wie sie aus mallorca oder ludwigshafen aussieht. das hat was ungemein entspannendes, und man braucht nicht mal hinzugucken. danach noch marietta slomka, die einem die welt aus dem heute-studio in unnachahmlicher lockerheit und mit kleinen „schnütchen“ näherbringt. dagegen können doch alle 4.50/min esoterik-kasper gleich einpacken.

      youtube: george jones – choices

      • tststs sagt:

        Also ich lass mir die Welt bedeutend lieber von einer Katzenberger erklären, als von einem Reich-Ranicki… 🙂 Und wer „Dr.Katzenbergs Badreise“ gelesen hat, wird Frau Katzenberger nie mehr mit denselben Augen sehen (quasi Hochkultur meets Hightrash) 😉

      • Auguste sagt:

        hmm…, tststs, der unterschied zwischen marcel reich-ranicki und daniela katzenberger ist doch nur der hintergrund der show – seiner feuilleton, ihrer bunte. beide haben die gabe mit randthemen die massen anzuziehen. die müssten sich eigentlich mögen, wenn auch nicht verstehen.

        gestatten sie mir eine private frage: ihr flatty hängt nicht an der wohn- oder schlafzimmerwand, oder? und das uni-diplom ist auch keine foto-tapete (mein augenblicklicher gesichtsausdruck widerspiegelt grossen zweifel)?

        sorry, jetzt sind es zwei geworden – was neugier und besorgnis aus einem machen können.

    • Pixel sagt:

      Genau deswegen boykottiere ich St e fa n Ra a b. Businessman der harten Tour.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Raab ist nur erträglich, wenn er ganz besondere Gäste hat, das ist 1 – 2 Mal im Jahr der Fall. Er verkauft Prolltum als erfrischend frech, irgendwie öde. Wenn er seine Gäste nötigt, ist das auch nicht witzig anzuschauen.

  • Heidi Merz sagt:

    Wenn das Realität ist, wenn es wirklich solche Menschen gibt, dann wird mir angst und bange vor der seelischen Verarmung und Verwahrlosung. Da präsentiert sich wandelnde Perspektivlosigkeit und nimmt sich selbst den letzten Rest Würde. Mir tut das weh, und es geht mir nicht schlecht genug, um mich ob des Anblicks selbst besser fühlen zu können oder zu wollen. Ich träume von einer Gesellschaft, in der alle eine Perspektive haben und nicht zu verwahrlost sind, ihre eigene Würde zu schützen.

    • xyxyxy sagt:

      Frau Merz – keine dieser Sendungen ist wirklich echt. Natürlich haben auch diese Formate einen Regisseur, einen Skriptbuch Schreiber, Schnitt – bzw. Narrzisten als Selbstdarsteller, die sich selbst vor Publikum inszenieren.
      Die Verblödung ist also am Zuschauer, wenn er die billige Inszenierung nicht erkennt, wenn er sich eben nachher klüger und besser fühlt, so wie Frau F. – oder so wie sie verängstigt, beklommen – das ist ja genau das, was die Macher bezwecken.

      • xyxyxy sagt:

        Wer das hingegen durchschaut, für den ist es einfach nur ätzend, langweilig – wie ein einfältiger Krimi/Thriller, dessen immer gleiches Strickmuster, alles vorhersehen lässt, bis hin zu den platten vorhersehbaren Dialogen.
        (Anmerkung: Teil 1 in der Schlaufe)

    • Monica Ruoff sagt:

      Wörter wie Würde, Verantwortung, Empathie usw. sind m.E. für die meisten Mitmenschen derart abstrakte Begriffe, dass sie damit nichts anfangen können. Das gibt uns aber nicht das Recht, deswegen auf diese Menschen herabzusehen und uns besser zu fühlen, sondern verpflichtet uns dazu, im Rahmen unserer Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass nicht nur unsere eigene Würde nicht angetastet wird, sondern auch die Würde derer, die sie nicht selbst verteidigen können. Ein erster Schritt dazu könnte sein, sich nicht besser zu fühlen, nur weil man zufällig! mit einem höheren (emotionalen) IQ geboren wurde.

      • Heidi Merz sagt:

        Da pflichte ich Ihnen bei, Frau Ruoff. Und genau deswegen ist es für mich unerträglich, solche Sendungen zu sehen. Und ebenso genau deswegen habe ich weder Bedarf noch Wunsch, mich beim Anblick dieser Menschen besser zu fühlen. Im übrigen glaube ich trotz Uniabschluss nicht an IQs und auch nicht daran, dass Schulbildung etwas über Intelligenz aussagt.

  • Andi Meier sagt:

    Was daran macht froh? Zu sehen, dass es in unserer „zivilisierten“ Gesellschaft noch so viele ungebildete Analphabeten gibt? Zu wissen, dass die Sender deren Armut und Naivität ausnutzen, um sie für eine mickrige Gage vor einem Millionenpublikum bloss zu stellen?
    Mich macht das traurig, erst recht wenn dann noch scheinbar gebildete Leute diese Formate verteidigen.

    • xyxyxy sagt:

      Bildung führt meist nur zu Einbildung – nützliche Intelligenz formt sich im Charakter

    • tststs sagt:

      Oh, noch so ein Wesen von Gottes Gnaden, das sich im menschlichen Makel der Schadenfreude und des „Sich-über-andere-stellen“ nicht wiederfinden kann…

      😉

    • xyxyxy sagt:

      ich liebe tiefschwarzen Humor tststs – ich liebe sogar das bösartige – aber bitte, mit etwas Intelligenz
      wie gesagt: es ist mir zu dumm – das ist für mich so unerträglich wie das Quitschen einer Gabel auf dem Porzellanteller

    • Monica Ruoff sagt:

      Ich habe kein TV-Gerät, dafür aber einen sämtliche Bildungsschichten umfassenden Freundeskreis und kann Ihnen sagen, die bildungsfernen Menschen sind stolz darauf, wenn sie mal im TV auftreten dürfen und sich so viele Menschen (scheinbar) ihrer Probleme annehmen. Sie fühlen sich dadurch nicht ausgebeutet oder zur Show gestellt, sondern ernst genommen. Wenn das anders wäre, würden sie bei diesen Sendungen nicht mitmachen. Bedauern unsererseits ist da fehl am Platz.

      • xyxyxy sagt:

        tststs – leider sperrt die Red. meine eigentlich Antwort auf das ganz beharrlich weiter.
        Ich weiss, dass sich meine Einstellung elitär anhört (und wohl auch ist). Aber hier stehe ich, ich kann nicht anders: Solche Sendungen kränken mein Ego – genauso wie ein Thriller mit unlogischem Schluss – es quitscht in meinen Ohren. Sorry – so fühle ich und ich muss es sagen.
        Aber geben sie doch zu, dass das unendlich viel besser ist:
        http://www.youtube.com/watch?v=0IeZVz-2oyA

      • Andi Meier sagt:

        Den Problemen nimmt sich eben niemand an. Die Sendungen sind in der Regel nur darauf ausgerichtet, ihre Protagonisten, die sich eigentlich Hilfe oder Verständnis erhofft hätten, als dumm darzustellen.
        Was danach mit den Leuten passiert, interessiert dann niemanden mehr (z.bsp. Mobbing oder die hohen Stromrechnungen verursacht durch das TV-Team)

      • tststs sagt:

        Natürlich ist mir auch so manches zu doof, xy, aber eben, es ist mein Geschmack! Und ja, Sie (und andere) kommen elitär rüber; aber gleichzeitig macht man sich genau da lächerlich, weil man elitär das Gefühl hat, über den Geschmack könne man sich von anderen (Tieffliegern) abgrenzen…
        Übrigens: mein Ego wurde zB durch „the 6th sense“ aufs äusserste gekränkt (ich mein, wie kann man diesen Film nicht nach 20 Min durchschauen….); die Mehrheit findet diesen Film aber gerade wegen seiner „überraschenden Wende“ gut… und was sagt das jetzt über meine Intelligenz oder die der Anderen aus? Nüt..

      • xyxyxy sagt:

        tsts – wie sie sehen, habe ich kein Problem mich durchaus selbstkritisch zu betrachten (ich glaube sogar, dass ich heute der einzige bin, der sein eigenes Votum selbst in ein kritisches Licht stellt! darüber sollten sie mal nachdenken) – allerdings finde ich es schon seltsam, wenn sie uns, die wir beim Anschauen solcher Formate leiden, einfach verbieten wollen, das zu fühlen und das auszusprechen. Wollen sie uns etwa zwingen, dass wir Dummes gut finden – nur um ja niemandem die Freude daran zu verderben?

      • tststs sagt:

        @xy: es ist mMn halt einen grossen Unterschied, ob man schreibt: „ich finde das doof“ (da darf man nämlich alles, man darf sogar ARTE doof finden), oder ob man sich zu einem „das ist doof (und alle dies schauen sind sowieso zu bemitleiden)“ hinreissen lässt! (ohne dass ich Ihnen jetzt das eine oder andere unterstelle *gg*)…

      • xyxyxy sagt:

        danke – tsts
        ich habe ja geschrieben mir ist es zu doof
        und es ist tatsächlich wahr: ich sah keine einzige Folge Dschungelcamp oder DSDS (manchmal wage ich mich gar nicht das zu sagen … weil es ja ALLE kennen).
        natürlich IST es auch doof. Das geben ja alle zu. Am schlimmsten sind natürlcih die, die es schauen und sich dann darüber moralisch entrüsten und es dann wieder schauen. Da bin ich mit ihnen. das ist die grösste Form der Heuchelei.

        Mich ärgert v.a. dass die Leute tatsächlich daran glauben es sei real und nicht letztlich von Machern inzszeniert.

      • xyxyxy sagt:

        tststs 2 / zum Anderen widerstehe ich dem Impuls die Konsumenten dieser Sendungen als Vollid…. zu verurteilen. Das ist zwar tatsächlich mein natürlciher Reflex, aber ich kenne ja genug Leute, die ich an sich für ganz i.O. sind und ich auch klug halte, die sich regelmässig das eine oder andere Format ansehen.

        Aber was mich betrifft: hier stehe ich, ich kann nciht anders. Es quischt mir in der Seele.
        Und ich finde es durchaus richtig, dass man darüber lästert – denn die Formate sind ja total Salonfähig.

      • tststs sagt:

        @xy: ja, das ist mir auch aufgefallen (meine ganze hämische Kritik richtet sich ja eigentlich auch nicht an Sie)
        Mit dem Dschungelcamp habe ich auch so meine Mühe, wegen der Tierquälerei (ja, ich bin da kleingeistig, auch ein Spinnentier oder Käfer ist nicht dazu da um uns zu belustigen, schon garn icht wenn er dafür sterben muss)…
        „Mich ärgert v.a. dass die Leute tatsächlich daran glauben es sei real und nicht letztlich von Machern inzszeniert.“ Da liegt doch der Hund begraben; aber es ist doch nicht das Problem des TVs/Formats, wenn die Rezipienten von Haus aus sooo blöd sind…

      • tststs sagt:

        „Aber was mich betrifft: hier stehe ich, ich kann nciht anders. Es quischt mir in der Seele.“
        Vllt schon gesehen, habe extra eine „Trash-Liste“ angelegt, um mal zu schauen, was die Leute so für (annehmbaren) Trash halten…
        Please feel free… 🙂

    • tststs sagt:

      Jaja, ich weiss XY, mein Humor und meine Schreibe sind halt schon ziemlich durch Trash-TV verhunzt worden…
      Übrigens, wie ist es so da oben, wenn man sich so über andere stellt?! Ich mein, ich finds schon schwindelerregend auf die RTL2-Bewohner herunterzuschauen, aber von da oben muss es ja überwältigend sein…
      😉

      • Lichtblau sagt:

        Ich selbst gucke die deutschen Realitysoaps auch nicht, weil sie mich eher runterziehen als amüsieren. Meine Tochter im Teenageralter hingegen schon. Da bleibt auch bei mir rein akustisch einiges hängen – und da sind Perlen dabei: So kommen in verschiedenen Dating-Formaten (?) immer wieder „liebevolle Lausitzer“, „herzensgute Hessen“ oder „niedliche Niederrheiner“ vor. Oder sind es stets die selben, die nie eine entsprechende Frau finden? Realsatire vom Feinsten, die man im CH-TV schon vermisst.

    • mia sagt:

      Ungebildete Analphabeten? Das ist Pleonasmus. Es gibt nämlich keine gebildeten Analphabeten!

      • tststs sagt:

        Ganz sicher? Ist Wissen wirklich zwingend an Schriftlichkeit gebunden?

      • Carolina sagt:

        ts, Sie sind eine Frau nach meinem Herzen. Als ob man nicht sogenannten trash mit einem Bewusstsein schauen könnte, dass man trash schaut – und es trotzdem interessiert. Und Sie haben völlig Recht: die Zuschauerquoten sind dermassen hoch, dass man sich fragt, wieviele der Zufällig-Reinzapper denn dann doch zu den Aficionados gehören. Ich stehe dazu, dass ich Serien schaue, die der Bildungsbürger mir am liebsten untersagen würde. Wo meine persönliche Fremdschämgrenze ist, entscheide ausschliesslich ich. Und niemand hat das Recht, sich darüber zu ereifern.

      • Carolina sagt:

        Ich erinnere daran, dass ein überaus kluger Kopf wie H.a.r.a.l.d S.chm.i.dt anfangs angegangen wurde, weil er bewusst gegen jede Form von p.c. verstiess. Da ist es mir doch lieber, wenn Trash-TV klar erkennbar ist. Für mich ist es extrem interessant zu beobachten, wie Menschen kämpfen damit, nicht vorgeführt werden zu wollen, aber eben doch ihre ‚five minutes of fame‘ zu haben. Diese Menschen alle als durchgeknallt oder krank oder unterschichtig zu bezeichnen, ist schon ziemlich überheblich.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Seine niederen Instinkte als wissenschaftliches Interesse zu verkaufen ist auch überheblich und ziemlich plump. Klar, jeder entscheidet selbst, wo seine Schmerzgrenze ist. Und ich entscheide, was ich über Leute denke, die sich regelmässig solchen Mist reinziehen und sich irgendwie herausreden wollen. Schweigt einfach und schaut, was ihr braucht, jede Sendung hat das Publikum, das sie verdient, oder umgekehrt.

      • Carolina sagt:

        Wer redet von wissenschaftlichem Interesse? Ich nicht. Manches davon interessiert mich einfach. Punkt. Und ja, ich entscheide auch selber, was ich von Leuten halte, die die körperliche Transformation eines Trash-Senders einer armen Kreatur in eine pseudo-schöne für in Ordnung und wünschenswert befinden und sich auch noch einbilden, das wäre moralisch einwandfreier als Bauer-sucht-Frau schauen oder was-auch-immer.

      • tststs sagt:

        „ts, Sie sind eine Frau nach meinem Herzen.“ Sie fühlen richtig 🙂
        „Ich stehe dazu, dass ich Serien schaue, die der Bildungsbürger mir am liebsten untersagen würde. Wo meine persönliche Fremdschämgrenze ist, entscheide ausschliesslich ich. Und niemand hat das Recht, sich darüber zu ereifern.“ Bin ganz bei Ihnen… eben, ich habe schon an anderer Stelle geschrieben: wer hat den bitte die Deutungshoheit darüber, ob und was „Trash“ ist…???

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Du machst wieder mal einen Denkfehler Astrid/Caroline/wer auch immer: es geht nicht um Schönheit, es geht nur um Unauffälligkeit, um ein Aussehen, bei dem sich nicht alle auf der Strasse umdrehen, um noch mal, und noch mal…… gucken zu können, weil das Aussehen einer Person dermassen vom Durchschnitt abweicht, dass sie ein Eyecatcher sind, wo immer sie sich bewegen. Ich habe die Sendung dreimal gesehen, jedes Mal waren das arme Kreaturen, wo ich einfach nur erleichtert war, dass die endlich einigermassen normal leben können. Klar geht es um Werbung für die Schönheitsindustrie, tja…..

      • tststs sagt:

        Jeder von uns hat doch so eine „Kultur-Schwachstelle“… Und irgendwie hat man dann immer das Gefühl, man müsse irgendeine rationale Erklärung dafür finden, weshalb man gerade diese bestimmte Trash-Format schaut… sonst könnte man ja noch als „unterschichtig“ oder „doof“ oder „minderbemittelt“ durchgehen…
        NEIN! Jede/r darf schauen, was er/sie will, ohne Rechtfertigung, ohne vernünftige Erklärung… Oder hat sich schon jemals jemand rechtfertigen müssen, wenn er lieber Vanille (die Trashsorte unter den Geschmäckern) anstatt ein so gehobenes Eis wie Pistazie bevorzugt? Ebä… 🙂

  • Manuela sagt:

    Fernseher noch vor der Flatscreen-Ära abgeschafft. Problem gelöst.

    Wunderlich ist nur, in wie vielen Online-Medien die letzte Tatort-Folge minuziös besprochen wird. Der Sinn erschließt sich mir nicht unbedingt.

    • Cybot sagt:

      Eigentlich ist es nur ein Online-Schreiberling, die veröffentlichen nur alle das gleiche. Aber find ich auch völlig sinnfrei, als wäre der Tatort irgendwie ein kulturelles Ereignis. Der könnte auch gleich die neuste Simpsons-Folge oder das Sandmännchen analysieren, wäre etwa gleich relevant für die Welt.

    • Valeria sagt:

      @ Manuela:
      Ich muss immer wieder feststellen, wie viel Zeit einem so ohne Fernseher bleibt. Und im Notfall reicht dann wilmaa. Allerdings ist es eine teure Angelegenheit, wenn man die volle Billag-Gebühr bezahlt und (mindestens was den Fernseh-Teil davon angeht), diese Dienstleistung durchschnittlich einmal pro Jahr nutzt… Was soll’s, ist ja für die Allgemeinheit.

      • Katharina sagt:

        Billag ist fuer die Allgemeinheit? echt? faszinierende Logik…

      • Valeria sagt:

        Nun ja. Ich persönlich kenne keine Person, die nicht bezahlt, bzw. nach den heute geltenden Richtlinien bezahlen müsste. Das ist für mich schon „Allgemeinheit“…

  • Alex Schneider sagt:

    «Ich habe einen Job, ich habe Freunde, ich brülle meine Kinder nicht an, schaue nicht acht Stunden am Tag fern und ich habe keine Wohnwand und dafür Zähne. Was will man mehr?»

    Die Fliesentische.
    Sie haben die typischen Fliesentische vergessen.

    http://kompetenzcenter.dirknet.net/?page_id=380

  • Claudia sagt:

    also ich muss andrea recht geben, so einmal im monat schalte ich mich auch in einen frauentausch, wir wandern aus (auch immer sehr amüsant!) und fühle mich nachher immer unschlagbar. man kann das ja auch mit humor sehen!

  • xyxyxy sagt:

    stellen sie sich vor: ich habe noch keine ganze Folge von auch nur irgendeiner dieser Sendungen gesehen – es ist mir schlicht zu blöd

    • Muttis Liebling sagt:

      Dem möchte ich mich anschliessen. In meinem TV-Gerät sind sogar die Sender aus der Liste entfernt, welche Deratiges im Programm führen.

    • tststs sagt:

      Das sind immer die besten Aussagen: habe es noch nie gesehen, aber es ist mir zu blöd… ja was jetzt? Hat man es gesehen und kann sich eine persönliche Meinung bilden, oder hat man es noch nicht gesehen…

      • xyxyxy sagt:

        da kann ich nur sagen: tststs – ich habe kein Programm „ganz“ gesehen (genau lesen!) – d.h. ich habe schon 5 Minuten gesehen – oder ich sehe die Werbung dafür, oder im Fitnesscenter am Laufband 10 Minuten – und nach 5 oder gar 10 Minuten, weiss man genau worum es geht tststs – warum für mich der Konsum beinahe unerträglich ist, schreibe ich weiter unten – (leider in der Schlaufe)
        Alternative – auch schon gepostet

      • tststs sagt:

        Sorry, xy, Sie machens schlimmer, nicht besser (und gell, Sie lesens schon mit einem Augenzwinkern):
        Also dann sind mir die Dummen doch noch lieber, die einfach so die Meinungen anderer blind kopieren, als welche, die sich 5 (bis 10, ich genau gelesen 😉 ) Minuten mit was beschäftigen und dann bereit sind für ein abschliessendes, persönliches Urteil…
        (ach, wenn ich mir überlege, wie viele gute Filme und Bücher mir entgangen wären, wenn ich nur 10 Minuten durchgehalten hätte…)

      • xyxyxy sagt:

        G o und dann die zwei T bewahre. Diese Argumentation ist jetzt aber unter ihrem sonstigen Niveau. Filme und Bücher und Serien sind ein anderes Format. „Reality“ TV – kann man nach 5 min. sehr wohl einteilen.
        Es ist billig TV – hat mit Reality eigentlich nichts zu tun, sondern nur mit geschickten Machern, die wissen, was man der Volksseele gut verkaufen kann.
        Ansonsten lesen Sie meine anderen Antworten. Ich möchte ihnen wirklich nicht ihr Vergnügen schmälern tststs – aber ich muss einfach das sagen, was ich denke.

      • Annebelle sagt:

        @ tststs – ich schliesse mich deiner Meinung an!
        (wohl aus der Dummheit oder Faulheit selber zu denken) 😉

      • lentini sagt:

        test

      • lentini sagt:

        aah, ich scheine meine strafe (für was auch immer) abgesessen zu haben und bin aus dem spamfilter entfernt worden… unterwürfigsten dank auch an die allmächtigen z-e-n-s-o-r-e-n…

        zum thema:

        „Das sind immer die besten Aussagen: habe es noch nie gesehen, aber es ist mir zu blöd… ja was jetzt?“

        nun ja, ich zumindest muss auch nicht hundescheisse probieren, um zu wissen, dass die nicht schmeckt…

  • dres sagt:

    Trash macht froh – zumindest die ähnlich Minderprivilegierten. Aber dass da noch von „unterschiedlichen Güteklassen“ geschrieben wird erstaunt mich trotzdem ein bisschen. Ich wechsle für heute definitiv zu den Fussball-Blogs, da ist das Niveau um einiges höher…

  • Philipp Rittermann sagt:

    es erstaunt bei solchen sendungen immer wieder, wie gerne die leute bereit sind, ihre gesamten intimitäten preis zu geben. die formate funktionieren nach einem ganz einfachen prinzip -> je dümmlicher, ärmer, verzweifelter die kandidaten, desto mehr zuschauer die sich aufatmend in ihren billig-sofas räkelnd sagen „gott, glücklicherweise geht es mir nicht (ganz so) schlecht.“
    eigentlich ein armutszeugnis für unsere gesellschaft, sich ob dem leid anderer zu erfreuen – man sollte sich an den „besseren“ messen, nicht an den losern.

    • Lichtblau sagt:

      Philipp „Micky Krause“ Rittermann wir unterschätzt!

    • Pixel sagt:

      Nö, ich glaub nicht dass es damit zu tun hat, dass man sich besser fühlen soll, sondern eher damit, dass der Mensch eine neugierige Spezies ist und allzu gerne die Nase in fremde Angelegenheiten steckt. Dass es nicht das ergötzen am Elend anderer ist beweisen mitunter Formate die Stars und Sternchen beleuchten.

      • Pixel sagt:

        Wir haben genügend Elend auf dieser Welt – sich daran zu ergötzen wäre ethisch und moralisch undenkbar.

      • Katharina sagt:

        „sich daran zu ergötzen wäre ethisch und moralisch undenkbar.“ – why do you think they produce these shows? because many people watch it. simple as that. it is essentiallt the same voyeurism as news casts. just more up close and personal. turn it off . simple as that.

  • Ueli Schreiner sagt:

    Darüber habe wir auch schon viel diskutiert, am wöchentlichen Stammtisch,
    wo wir manchmal einen historischen Fernseh-Rückblick machen.
    Warum ist heutzutage das TV so mies ?
    Da prallen natürlich die Meinungen aufeinander.
    Die einen vermuten, es liege am Charakter der TV-Macher (genetisch), die anderen sind eher für die Milieu-Theorie.
    Das heisst, gescheiter sind wir auch nicht geworden…

  • Beni sagt:

    Zeitverschwendung.

  • Jacques Tati sagt:

    Reality-TV sagt mehr über die Macher dieser TV-Beiträge aus, als über die gezeigten Personen.
    Weil diese Vorstellung der „Realität“ ist in den Köpfen der Macher …

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Allerdings!

      Ich finde es zwar auch toll, wenn man sich nicht mit unnötigen Hemmungen quält, aber die Hemmung, diesen Dreck zu gucken, darf man sich ruhig bewahren. Wer dieser Hemmung verlustig ging und nun kühn behauptet, dass sowieso alle gucken, versucht bloss eine Rechtfertigung, die nicht funktioniert. Nein, es gucken eben nicht alle, nur viel zu viele! Wenn man beim Herumzappen mal hängenbleibt und sich das anschaut, ist es nicht dasselbe, wie gezielt einzuschalten. Einige der erwähnten Formate hab ich auch schon gesehen, finde es aber mehr deprimierend als aufbauend.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es ist auch kein Zufall, dass vor allem private Sender solchen Mist senden, die in jeder Hinsicht billigste Art, TV zu machen. Und bei ‚Unglaublich schön‘ eigentlich eine komplette Werbesendung. Aber gerade dieses Format hat, m.M.n., am meisten Berechtigung, weil da ein echter Leidensdruck besteht. Wer wie Frankensteins Abschussprüfung durchs Leben gehen muss, hat nur Nachteile, dass man daran etwas ändern kann, finde ich ein Stück Gerechtigkeit in einer ungerechten Welt. Ich mag es ALLEN gönnen, wenn sie nicht mehr als Quasimodo ihr Leben fristen müssen.

      • tststs sagt:

        Also ist es jetzt Dreck oder hat es seine Daseinsberechtigung? Oder hat es seine Daseinsberechtigung als Dreck?!
        😉

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es ist Dreck zum Fremdschämen. Eine Ausnahme ist, nach meine unvollständigen Übersicht, die Sendung mit den Quasimodos, aus den genannten Gründen.

      • gabi sagt:

        Ich les immer wieder gerne (eitel:Man lässt es sich so gerne bestätigen) mit welcher absolut verachtenden Geringschätzung Pippi von „Quasimodos“ zu berichten weiss. Oder von Stinkern. Oder von alten Geiferern.

        Schöne neue Welt.

        Leider bloss für – vermutlich eher jüngere – Maoris.

        Fast wie in Amifilmen (apropos billige Formate): Irgendwie sind bei ihr die Bösen, die Blöden und die Doofen – klingt fast wie ein Leone!) praktischerweise auch immer gleich die Hässlichen, die Ungustiösen, die Stinker.

        (manchmal denk ich: Vielleicht ist „Feminismus“ viel einfacher als kompliziert vermutet!)

      • Katharina sagt:

        ich finde es auch zum Fremdschämen, dass die SRG mit einem Jahresbudget von mehr als einer Milliarde Franken nicht mehr hervorbringt als den Giacobbo am Sonntag Abend….

      • Katharina sagt:

        S R G ist auf dem Index. lol.

      • Katharina sagt:

        so ist G i a c o b b o , was nun wirklich extrem peinlich ist. you are THAT uptight?

    • Annebelle sagt:

      „Reality-TV sagt mehr über die Macher dieser TV-Beiträge aus, als über die gezeigten Personen.“
      Ich glaube es sagt am meisten über die Zuschauer aus und ihre Bedürfnisse. Und Hand aufs Herz: das sind WIR ALLE 😉

      • Markus Schneider sagt:

        Nein, das sind NICHT wir alle, sondern das seid IHR alle. Ich habe diesbezüglich einzig das Bedürfnis, diesen Dreck beim Namen zu nennen, denn Unterhaltung ist etwas vollkommen anderes. Eigentlich dürfte es schon lange nicht mehr Fernsehen heissen, sondern Drecksehen – und was heisst schon sehen: Dreckgaffen.

  • Markus Schneider sagt:

    Das Unterschichts-TV heisst nicht so, weil Leute aus der Unterschicht darin vorgeführt werden, sondern weil sich Leute aus der Unterschicht diesen Dreck ansehen. Und gemeint ist hier die geistige Unterschicht.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …da wären Sie wohl noch erstaunt über den hohen Prozentsatz an geistiger Unterschicht in den jeweiligen Ländern, immerhin bestehen diese Formate genausolange und kein bisschen länger wie die Einschaltquoten stimmen,
      ob da wirklich immer nur und ausschliesslich alle anderen daran beteilgt sind aber wir nicht?

    • Muttis Liebling sagt:

      sagen wir besser, diese Art der Unterhaltung ist ein Kriterium für die Zugehörigkeit zur Unterschicht. Sowohl die Produzenten als auch die Konsumenten betreffend.

    • tststs sagt:

      Ach immer dieses Möchtegern-Bildungsbürgertum, das sich glaubt von den geistig Schwachen abzuheben, indem es betont, im TV nur Arte und anderes Sinnvolles (sprich keinen Dreck) zu schauen…
      Bis ein noch Möchtegernerer-Bildungsbürger kommt und uns TV-Guckern (gehoben oder nicht) klar macht, dass ein TV-Gerät sowieso nur in Haushalten von Minderbemittelten zu finden sei…
      Ach, da gönn ich mir GZSZ im Flatty, der direkt neben meinem Uni-Diplom hängt 😉

      • Alex V. sagt:

        Hihi, genau. Und die Kinder von den Möchtegernerer-Bildungsbürger waren die, die dann als ich klein war immer bei mir zu Hause hockten, weil sie zu Hause keinen TV hatten…Ich zieh mir manchmal auch gerne so Trash-TV rein, ich als Mann sehe sogar sehr gerne Vermisst auf RTL, da kullern bei mir sogar manchmal die Tränen…:-)

      • Roman Rebitz sagt:

        Die „scheinbar“ Intelligenteren müssen sich ja auch Opfer suchen um sich abzuheben, so geht das durch alle Kasten 🙂 Ich bin froh wenn der Hilfsarbeiter mit IQ 100 mein Haus baut und nicht einer mit IQ 150, das Haus würde sonst nie fertig gebaut 🙂

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