Big Mother is watching you

Elektronische Fussfessel für Kleinkinder: Dieses Ortungsgerät wird unter dem Namen «Mommy I'm Here» verkauft.

Elektronische Fussfessel: Kinder-Ortungsgerät mit dem findigen Namen «Mommy I'm Here».

Sind Sie auch schon nervös durch einen Laden gehetzt auf der Suche nach Ihrem Kind, das in den fünf Sekunden, in denen Sie ihm den Rücken zugewandt hatten, plötzlich von der Bildfläche verschwunden war? Oder haben Sie schon einmal eine halbe Stunde lang mit dem Abendessen auf Ihren Sprössling gewartet, voller Angst, es könnte ihm etwas passiert sein, während er bloss die Zeit vergessen hat? Geht es nach den Erfindern sogenannter Tracking-Geräte, sollen Eltern solche nervenaufreibenden Situationen künftig erspart bleiben. Das Rezept ist einfach: Dem Kind das Kleinstgerät mit Ortungsfunktion in die Tasche stecken und schon können Mama und Papa via GPS jederzeit überprüfen, wo sich der Nachwuchs gerade befindet.

In der Schweiz sind solche Überwachungsgeräte noch nicht sonderlich verbreitet, doch die Zahl der Anbieter und Produkte nimmt stetig zu. Das Fröschli, das jüngste Gerät der Zürcher Firma Tracker.com, ist bereits rund tausendmal über den Ladentisch gegangen. Laut Pressesprecher Vladi Barrosa rechnet man damit, dass «Weihnachten den Verkauf zusätzlich ankurbeln wird, zumal die Geräte nun auch bei M-Electronics und in Mobilezone-Shops erhältlich sind.» Beim Fröschli handelt es sich um ein Einfach-Handy, mit dem das Kind weder SMS schreiben noch surfen, sondern nur telefonieren kann. Und auch dies nur auf vier fest einprogrammierte Telefonnummern. Dafür enthält das Gerät einen SOS-Knopf, den man auf Wunsch mit der rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale euro-helpline verknüpfen kann. Und fast noch wichtiger: Der Standort des Fröschlis und somit auch seines Trägers ist jederzeit überprüfbar, und dies nicht nur via Computer, sondern auch via Smartphone. Ein Riesenvorteil, wie die Macher finden, könne man doch so zum Beispiel im Europapark nur kurz aufs Handy schauen, wenn man sein Kind in der Menge verloren habe, und schon wisse man, wo es sich gerade befinde.

Was Sicherheit suggeriert, birgt in Tat und Wahrheit neue Gefahren. Denn wer sich zu sehr auf die Technik verlässt, wird nachlässig. Wieso soll ich immer so genau darauf achten, ob mein Kind unterwegs noch in meiner Nähe ist, wenn ich es doch per Knopfdruck jederzeit und überall problemlos wiederfinde? Und den Heimweg von seinem Freund schafft es doch sicher auch alleine – und falls nicht, soll es eben kurz anrufen und Mama checkt via GPS, wo es sich verlaufen hat.

Auch bei Pro Juventute zeigt man sich den neuen Gadgets gegenüber sehr kritisch. «Solche Geräte vermitteln Eltern eine falsche Sicherheit», sagt Direktor Stephan Oetker, «sie bieten dem Kind keinerlei Schutz vor Gefahr, sondern geben nur seinen Standort an – und diesen unter Umständen nicht einmal korrekt.» Tatsächlich braucht ein GPS-Sender nämlich freie Sicht zum Himmel, um seinen Standort korrekt wiederzugeben. In dichten Wäldern, Städten mit vielen Hochhäusern oder innerhalb von Gebäuden funktionieren die Tracking-Geräte deshalb nur bedingt.

Wer als Mutter oder Vater mit dem Gedanken spielt, dem Kind ein solches Gerät anzuschaffen, sollte sich fragen, was seine Motive sind: Ist das Kind tatsächlich so unmittelbar bedroht, dass eine ständige Überwachung notwendig ist? Oder geht es vielmehr darum, die eigenen, möglicherweise übertriebenen Ängste damit zu bekämpfen? Trifft Ersteres zu, wendet man sich besser gleich an die Behörden oder begleitet das Kind persönlich auf dem Schulweg. Sind das Problem hingegen vielmehr die eigenen Ängste, dann muss man auch die Lösung bei sich selber suchen. Dem Kind elektronische Fussfesseln anzulegen ist höchsten Symptombekämpfung, geht der Ursache der übertriebenen Sorge aber nicht auf den Grund und kann sie folglich auch nicht tilgen.

Ganz abgesehen davon hat jedes Kind ein Recht auf Freiräume. Stellen Sie sich vor, Sie wären als Primarschüler ununterbrochen von Ihren Eltern überwacht worden. Hätten Sie das wirklich gewollt? Ja hätten Sie das überhaupt mit sich machen lassen? Ich vermute, dass sich die betroffenen Kinder ziemlich bald ein paar Tricks einfallen lassen werden, um der Big Mother wenigstens zeitweise zu entkommen. Nichts ist einfacher, als das Fröschli bei der Kollegin zuhause liegen zu lassen, um endlich einmal einen richtig freien Nachmittag zu geniessen.

Pro-Juventute-Direktor Oetiker kann sich solche Szenen durchaus vorstellen, würde sie jedoch lieber verhindern. «Erziehung sollte kein ständiger Machtkampf sein», sagt er. Vielmehr sei das Ziel, dass «die Kinder selbständig werden und lernen, sich an Abmachungen zu halten». Dafür braucht es aber ganz sicher keinen GPS-Sender, sondern Eltern, die sich Zeit nehmen für ihr Kind, es auf Gefahren hinweisen und ihm erklären, wie es damit umzugehen hat. Eltern, die ihr Kind während der ersten Lebensjahre intensiv begleiten, damit sie ihm danach mit einem guten Gefühl immer mehr Freiräume zugestehen können und es so dabei unterstützen, zu einem selbständigen, selbstbewussten Erwachsenen heranzuwachsen.

Kinder und Jugendliche werden in unserer Gesellschaft sowieso je länger desto mehr durch unzählige Verbote und Vorschriften eingeengt. Dabei wünschen sie sich nichts sehnlicher als Bewegungsräume und mehr Freiheiten, wie die Aktion «Bau dir deinen Kanton der Zukunft» von Pro Juventute dieses Jahr zeigte. Gestehen wir ihnen also wenigstens das Recht zu, sich ohne ständige Überwachung im Alltag bewegen zu dürfen.

232 Kommentare zu «Big Mother is watching you»

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Kindgerechte, besonnene Aufklärung seitens der Eltern finde ich wichtig und richtig, genauso wie hin- statt weggschauen und falls nötig, rechtzeitig einschreiten und eingreifen. Dem Kind darf jedoch nie unnötig Angst mit dem Thema „böser Mann“ eingeflösst werden. Nicht dass es sich aus lauter Angst vor ihm weder auf die Strasse, noch in den Kindergarten oder in die Schule getraut! Vor diesen neuen GPS-Geräten, welche (entführte) Kinder scheinbar orten soll, halte ich persönlich nicht viel. Solche Geräte wähnen Kinder wie Eltern in einer (Schein)-Sicherheit, was wiederum gefährlich sein kann.

  • Handsender sagt:

    Früher war eben alles besser.

  • Chris Schneider sagt:

    Die Eltern entführter Kinder wären wohl fro gewesen um so einen Sender. Es muss nicht alles Neue immer so verteufelt werden.

    • Brunhild Steiner sagt:

      ja, vorausgesetzt der Entführer schmeisst das Gerät nicht weg,
      und damit würde ich rechnen.
      Es ist unsere Angst mit der wir umgehen lernen müssen,
      jedenfalls solange wir nicht in einem Hochrisikogebiet leben-
      und als tatsächliches Hochrisiko würde ich eher den Strassenverkehr ansehen.

  • Vogler sagt:

    Wann kommt wohl der erste Bericht in der Zeitung: Kind wegen GPS entführt?

  • Vogler sagt:

    Ich habe 4 Kinder. Ich habe glaub jedes meiner Kinder mal im Laden verloren. Stellt euch vor, sie leben noch. Es hat ihnen nicht geschadet im Gegenteil. Wie sollen Kinder aus ihren Fehlern lernen, wenn sie gar keine machen dürfen und können? Dann verwundert man sich, wenn sie als Erwachsene nicht klar kommen. Wollt ihr nun selbständige junge Menschen erziehen oder wollt ihr Elternschmarotzende junge Menschen, welche ohne Mami und Papi nichts gebacken bekommen?

  • rage sagt:

    Ein Gugus ist das.

    Zu einem gesunden Erwachsenenleben gehört eine gehörige Portion Risiko, und zwar schon in der Kindheit. Natürlich ist es mit Gefahren verbunden, wenn meine Kinder allein zur Schule laufen. Aber das Risiko einer Entführung steht in keinem Verhältnis zum Vertrauensentzug, der mit so einem Gerät einher geht. Was nütz’s, wenn das Kind unter Argusaugen gross wird, wenn es dadurch dafür zum totalen Paranoiker heranwächst?!

    Schön und beruhigend für die Eltern, aber das ist auch schon alles. Für die Kinder ist das vor allem eins: Ungesund.

  • Stefanie sagt:

    Alles halb so schlimm, solche Geräte braucht’s einfach nicht. Unsere Eltern haben’s uns vorgemacht, und wir müsen’s halt noch lernen.

  • heidi reiff sagt:

    Schuss ein Schrei, das war Karl May…… Wenn wir schon Kinder auf die Welt bringen, haben wir auch eine Verantwortung, ich bin da vielen Menschen begegnet, eine Bauernfrau hat mir mal erzählt, dass sie ihr Kind lebendig verloren hat, weil der Güllendeckel nicht zu war, Bauernfrauen mit 10 Kindern waren meist überfordert, hat man denn nur Kinder auf die Welt gestellt als Sklaven zum mithelfen beim Heuen, die moderne Skalverei ist jetzt einfach das Fitnessstudio oder das Solarium , Schlankheitswahn, Piercing, Tatoo, Haarverlängerung , Kommerz, Kommerz, Ausbeutung nach wie vor, Amerika nei Dank

  • heidi reiff sagt:

    Für die Sicherheit der Kinder finde ich einfach gut, wenn Sie Ansprechspersonen haben, es gibt z.B. auch Babyphones, das hatten meine Enkelinnen, diese Phones vermitteln einfach, wenn Babys schreien, da ist einfach eine Ansprechsperson vorhanden, die reagieren kann. Kinder haben das Recht sich in einer Notsituation zu melden, das können wir ja unseren Kids vermitteln ganz normal und ohne Zeigefinger und Drohung, einfach geduldig erklären, Kinder sind lernfähig und keine Dubeli, Männer im Laufgitter, Esther Villars, was mich einfach nervt, diese Ueberforderung, Weltweit zählt nur Leistung. Ein

  • Marcel Zufferey sagt:

    Und wer kein Produkt von Tracker.com kaufen will, kann immer noch auf Google Latitude zurück greifen: Das ist erst noch gratis! Einzige Bedingung: Der Goof muss ein Natel haben. Kann man auch ganz im Geheimen beim Partner oder der Partnerin installieren…

  • Meier sagt:

    es ist schon krank wenn man seine eigene kinder mit einem GPS verfolgt…

  • Katharina sagt:

    Jeanette, ich muss es nun doch sagen. ich finde diesen Artikel nicht gut, weil er einer der FUD (fear, uncertainty deception) Artikel ist. Sie vermischen einiges, was die Technologien dieser Geraete betrifft und nähren die weit verbreitete Technophobie und (berechtigte Angst) eines orwellianischen Überwachungsstaates. Sie tun Frauen keinen Dienst, indem Sie undifferenziert und uninformiert über Technologie schreiben. sie nähren damit auch das bei Frauen verinnerliche Schema, bei Technologie auf ‚Hände verrühren und ich verstehe es sowieso nicht‘ zu schalten.

    • alien sagt:

      Das finde ich explizit nicht. Der Mamablog hat schon immer Berichts- UND Kommentarfunktion in einem gehabt, und das hier ist keine Ausnahme. Natürlich könnten die technischen Details genauer sein, aber irgend etwas gibt es ja eigentlich stets zu bemängeln, nobödis pörfäckt. Diese Vermischung von Technikbericht und soziologischer Betrachtung ist halt in der modernen Berichterstattung durchaus üblich, und man darf nicht erwarten, dass die Leute, weder Schreiber noch Leser, von der Technik übermässig viel Ahnung haben. Ich bin im Gegenteil dankbar, dass die Sache nicht unkritisch durchgewunken

    • Jeanette Kuster sagt:

      Wieso «uninformiert und „ich verstehe es sowieso nicht“»?

      • Gabi sagt:

        Ach kommen Sie…

        Ganz offensichtlich haben Sie einfach nicht so geschrieben, wie stramme Pasdaran das von Ihnen erwarten… Sie „tun den Frauen keinen Dienst“! Das ist ja wohl schon Kardinalsvorwurf genug.

        Darum geht es nach Katharinas Ansicht nun einmal. Passen Sie sich also gefälligst an und mache Sie es das nächste Mal doch einfach besser!

        …Und kommen Sie mir bloss nicht damit, was SIE eigentlich schreiben möchten!

      • Katharina sagt:

        Sorry, aber wenn sie das nicht verstehen…..

        oder muss ich ihnen das Meme ‘Hände verrühren und ich verstehe es sowieso nicht’ ausdeutschen? eher peinlich.

  • tststs sagt:

    Also ich habe mir gerade das Gerät reingezogen und finde es toll… Als Einstieg ins Handyalter (nur Notwendigkeit, nicht ständiges dranhängen), für den unwahrscheinlichen Notfall, nicht nur meines eigenen Kindes, es kann auch Anrufen, wenn das Gspändli verletzt ist… Also bevor ich den Kids ein „Notfallhandy“ gebe (oder sehen das die anderen hier genauso/ähnlich problematisch), dann dieses Gerät…
    Meine Mutter hat früher durchs Quartier geschrieen, wenn ich zu spät nach hause kam, jetzt setzts einfach den Warnanruf
    🙂

    • tststs sagt:

      Haha, aber die Falle ist dann wohl, dass man ein Abo dafür braucht
      🙂

    • E.H.Roth sagt:

      hm, .. das schreien der muttis….

      und wie wir das geliebt haben wenn mami aus dem fester geschrieen hat, wenn wir gerade so schön am spielen gewesen sind mit unseren gspändlis und gspusis…

      …..und sie schreien noch immer die muttis …..

      • Astrid sagt:

        Mögen sie noch lange schreien, die Muttis. Tausendmal besser als die Sprösslinge auf dem Natel anzurufen…..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein, tun sie nicht!

        Ich hab’s als Kind gehasst, diese Schreierein durch die Landschaft und hab es mir, von ein paar Ausnahmen abgesehen, die ich an einer Hand aufzählen kann, tunlichst unterlassen. Genauso wie das lautstark Anweisung erteilen auf dem Spielplatz, immer aus sicherer Distanz. Meine Kinder hätten da gar nicht hingehört. Ich finde es lächerlich und respektlos, wir sind doch nicht auf dem Exzerzierplatz. Wer etwas will von einem Kind, soll zu ihm hintreten und es in normaler Lautstärke bitten oder auffordern.

      • alien sagt:

        Sie können ja heutzutags ganz modern *ins Telefon* brüllen.

  • StefanB sagt:

    Entweder: Die Welt ist sehr gefährlich, und die Eltern müssen froh sein um jede Hilfe, dass sie ihre Kinder wieder finden.
    Oder: Die Welt ist (bei uns!) relativ ungefährlich…
    Im ersten Fall wäre es fahrlässig,(kleine) Kinder unbeaufsichtigt nach draussen zu lassen. Im zweiten Fall sind die Geräte unnötig.
    Und was die Velo- und Skihelme betrifft: Da gerade bei Anfängern Stürze unvermeidlich sind, ist ein Kopfschutz als Vorsichtsmassnahme durchaus sinnvoll.

    • tststs sagt:

      „Im zweiten Fall sind die Geräte unnötig.“ Das ist doch eine Frage der Perspektive. Gesellschaftlich gesehen gehe ich sofort mit Ihnen einig, da tut ein Nachkomme mehr oder weniger nicht weh…
      Aber auf das einzelne Schicksal herabgebrochen rechtfertigt ein einziges gerettes Kinderleben den Einsatz einer ganzen Armada solcher Geräte…

      • StefanB sagt:

        Hm, dann müssten Sie auch für die Einführung von Tempo 30 generell innerorts und Tempo 50 ausserorts sowie Tempo 60 auf Autobahnen sein, liebe tststs.
        Ich glaube eben nicht, dass ein einziges Kinderleben mit diesen Geräten gerettet werden kann. Es verleitet im Gegenteil zu Sorglosigkeit, und gefährdet deshalb die Kinder!

      • tststs sagt:

        Es ist mir ein Rätsel wie Sie ein rettende Funktion absprechen, aber eine Gefährdung durch das Produkt bestätigen können. Es ist doch eine Frage des individuellen Umgangs…
        Und ja, mit Ihrem Tempobeispiel haben Sie recht, deshalb DARF/MUSS sich das Gesetz NICHT am Individualfall orientieren.
        Aber als Eltern steht man doch in einem etwas anderen Verhältnis zu seinem Kind, als der Staat zu seinen Bürgern…
        Was nützt es dem moralischen (schlechten) Gewissen, wenn man sich mit dem Gesetz trösten kann…
        Nichts, oder?

      • Widerspenstige sagt:

        Also dann sind auch die Nacktscanner bei der Flugkontrolle gerechtfertigt, da es ja sein könnte, dass….?! Für mich ein unmöglicher Verhältnisblödsinn, weil es die 100% Sicherheit einfach nicht gibt. Wo mehr Kontrolle eingesetzt wird, da werden persönliche Datenschutzgrenzen überschritten und zwar nicht im Vernachlässigkeitsbereich, sondern der Nutzen hinkt zu weit hinter den Investitionsmitteln u Massnahmen/Behinderungen deswegen etc. zurück!

      • StefanB sagt:

        Nun, tststs, je mehr wir der Technik vertrauen und an sie delegieren, desto mehr stehlen wir uns aus der Verantwortung, die wir bei der Geburt bzw. Zeugung übernommen haben. Und ich weiss, Technik besteht nicht per se, dahinter stecken Menschen, und Menschen haben und machen Fehler. Deshalb ist fehlerlose Technik schlicht unmöglich.
        Kennen Sie die Rückwärts-fahrhilfen beim Auto? Seit es diese gibt, gibts mehr Kollisionen beim Rückwärtsfahren, als vorher…

      • tststs sagt:

        Da pflichte ich Ihnen bei. Also manchen ERWACHSENEN würde ich gerne durchschütteln und laut zurufen „Hirni iischalte“.
        Aber es handelt sich hier ja um Kinder (ich habe das Gefühl, das wird hier von Zeit zu Zeit vergessen… weshalb glauben die meisten, dass sich ein Kind beleidigt fühlt, wenn die Eltern es überwachen, und nicht behütet?!? –> Erwachsenendenken).
        Sie impfen Ihr Kind ja auch immer noch, obwohl bei den meisten Krankheiten das Ansteckungsrisiko extrem klein ist… Es gäbe noch zig Beispiele, die mehr oder minder alle zeigen, dass der Umgang über Schaden oder Erfolg entscheidet..

      • Sportpapi sagt:

        Das mit den Rückwärtsfahrhilfen ist mir neu, aber auch nicht abwägig. Aber: http://www.gentex.com/images/Backup_Camera_Display_Evaluation_lr_GER.pdf
        Bei den Helmen beim Skifahren diskutiert man Ähnliches: Es wird mehr Risiko eingegangen, je mehr man Schütze trägt. Es ist allerdings eine Frage nach Huhn oder EI, und nicht so einfach zu beantworten.

      • tststs sagt:

        „desto mehr stehlen wir uns aus der Verantwortung, die wir bei der Geburt bzw. Zeugung übernommen haben“
        Also dem Kind heimlich nachlaufen und beobachten wäre ok, mit technischer Unterstützung nicht…?!?
        🙂
        🙂
        🙂

      • tststs sagt:

        @Sportpapi: Gibt sicher Fälle, aber doch nicht generell so oder? Dem würde ich entgegensetzen, dass eher ängstliche Personen zu Schützen neigen, also eher vorsichtig fahren, ob mit oder ohne Helm…
        Und noch einmal: Helm, Gurt, Leuchtstreifen etc. trage ich ja nicht wegen mir, sondern wegen den anderen….

      • tststs sagt:

        Ja also bei diesen sogenannten Einparkhilfen habe ich auch schon Sachen gesehen….uiuiuiui… Aber ja, für die 1.50m Goldküstenlady ist es schwer, überhaupt bis zum Bildschirm in ihrem SUV-Amaturenbrett scharf zu sehen…
        🙂
        (Sorry für die Klischeeeeees)

      • Sportpapi sagt:

        Eigentlich geht es doch um das: http://www.projuventute.ch/Detailansicht-Pressemitteilung.136.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=376&cHash=2e20481a944faed81b40faf4398b82c0
        Aber natürlich altersgerecht. Heisst, wir entlasten die Kinder schrittweise in die Selbstständigkeit, wobei mit jedem Schritt natürlich auch ein Risiko verbunden ist. In diesem Prozess gibt es einen kurzen Moment, wo ein solches Gerät allenfalls sinnvoll wäre. Trotzdem ist es doch auch eine Botschaft an die Kinder, eben Kontrolle statt Vertrauen. Und das ist ein falsches Signal. Dann biete ich lieber Sicherheit durch Präsenz.

      • tststs sagt:

        Vllt verstehe ich Sie falsch Sportpapi: Aber ist „Präsenz“ nicht einfach „Kontrolle“ vor Ort?!? (also dementsprechend als „falsches Signal“ ebenfalls nicht geeignet)?

      • StefanB sagt:

        Tststs, ich habe als Kind, soweit ich denken kann, mich immer der als Gängelei empfundenen elterlichen Überwachung zu entziehen gesucht (nach dem Motto: „jajaj, mami malt mal wieder den Teufel an die Wand!“).
        Und nein, es geht eben nicht um Kinder, sondern um die (mE. übertriebenen bis eingebildeten) Ängste der Erwachsenen, die mit diesen Geräten geradezu geschürt werden. Und indem die Hersteller sagen: „wir nehmen Euch diese Sorgen ab!“ verführen sie die Eltern geradezu zur Sorglosigkeit.
        PS: Das mit der Rückfahrhilfe stammt von einem Autospengler.

      • tststs sagt:

        Also, das weiss ich nicht, ob uns das Gerät (resp, der Hersteller) so sagt… muss ehrlich zugeben, habe mich über das Produkt selber (Anbieter, Werbung etc) nicht informiert…
        Oder ob wir nicht genau wieder mit den gleichen Einwänden kommen (Denkverbot), wie bei anderen technischen Errungenschaften…
        Und jetzt sagen Sie mir mal, welche Angst von Eltern unbegründet sei (nicht unwahrscheinlich, unbegründet…)?! Ich glaube, Kindsliebe ist auch ein klein wenig von Verlustangst geprägt (deshalb haben Eltern wohl auch mehr Mühe mit dem Abnabeln als Pupertierende…)

      • tststs sagt:

        Wir scheinen uns hier ja einig zu sein, dass das Gerät höchstens für den Notfall sinnvoll sei. D.h. wir alle würden vernünftigen, die Kinder nicht einschüchternden Umgang damit pflegen…
        Aber ja, man kann den anderen Vernunft zu- oder absprechen. Das sagt dann manchmal aber mehr über den Beurteilenden aus, als über die Beurteilten selber…

      • StefanB sagt:

        OK, tststs, kurze Erläuterung: Das Gerät ortet Kinder (besser: den Träger). Wenn die Eltern nicht mehr selber aufpassen, sondern dafür diesen elektronischen Babysitter anschaffen, ist das Kind gefährdeter als ohne.
        Kommt hinzu, dass die Daten dieser Geräte auch missbraucht werden können. Nicht nur von Fremden, auch von den Eltern selbst. Stellen Sie sich einfach mal die patriarchalische Familie vor, deren halbwüchsige Tochter nach der Schule zu ihrem Freund geht. Oder die vor dem rabiaten Vater mitsamt Ortungsgerät ins Mädchenhaus flüchtet.

      • StefanB sagt:

        tststs: Das Problem beim Notfall ist, dass man kaum weiss, wann er eintrifft…

      • tststs sagt:

        Ja aber Stefan, sind wir jetzt im grossen & ganzen vernunftbegabte Wesen oder alles heimliche Psychopathen?!? Würden wir es vernünftig einsetzen oder nicht?!
        Und zu Ihrem Beispiel: ich sehe das etwas anders, es verhindert keinen gebrochenen Arm (das würden aber zuschauende Eltern auch nicht verhindern, höchstens wenn die Beobachtungsposition 50cm vom Kind weg ist, aber das wären dann wirklich Klammer-eltern). Aber wenn man Kind mit gebrochenem Arm in einem Graben liegt, finde ich es schneller…
        Nochmal das Helmbeispiel: er verhindert keinen Sturz, aber er minimiert u.U. die Konsequenzen…

      • Widerspenstige sagt:

        Bin ich froh, dass Du es so träf formuliert hast, StefanB. Genau das meine ich eben auch, dass sich die Benutzer in einer falschen Sicherheit wähnen und es dem Gerät übertragen, dafür zu sorgen. Das wäre einfach zu fatal und wegen dem Notfall wäre auch so ein Gerät kaum nützlicher als Suchhunde oder ein simples Handy.

        Mein Fazit: Ein unnützes Gerät, das ‚Fröschli‘ also, das niemand braucht. Sondern noch gefährlich sein kann, je nach Sicherheitswahn der Eltern.

      • tststs sagt:

        Also können wir uns so einigen: Bei dummen, ängstlichen, pädophilen Eltern wäre das Gerät in falschen Händen. Bei vernünftigen Eltern ist es durchaus ein sinnvolles Gerät….

      • Sportpapi sagt:

        Vernünftige Eltern sparen sich das Geld…

      • tststs sagt:

        @Widerspenstige: Welches Gerät genau, ist mir persönlich eigentlich egal; und moralisch gesehen macht es keinen Unterschied, ob die Ortung via Handy oder via Spezialgerät stattfindet…
        Und auch Sie überraschen mich, wie wenig Sie Ihren Mitmenschen zutrauen… Es wägt sich hier niemand in falscher Sicherheit, Sie unterstellen das einfach den anderen Menschen! Und eben, das wirft dann nicht gerade das netteste Licht auf den Untersteller selber…
        🙂
        Anders gesagt: nur weil Sie sich deshalb in falscher Sicherheit wiegen würden, tun das nicht alle anderen auch…
        Nüt für uguet…

      • Frank Baum sagt:

        Bei Helm und Rückfahrhilfen bin ich mir nicht so sicher. Kann man wirklich eine Zunahme der Unfälle auf die Verwendung von Hlemen oder Rückfahrhilfe zurückführen? Gerade beim Skifahren fällt auf, dass wesentlich mehr Leute unterwegs sind als früher – nicht zuletzt dank besserer Lifte. Auch bei der Rückfahrhilfe stellt sich die Frage nach der Anzahl Autos im Verkehr. Ich bin da nicht so pessimistisch, wenn es um neue Technologien geht.

      • tststs sagt:

        Frank Baum: Logisch überlegt, und wahrscheinlich haben Sie recht. Solche techn. Hilfen mögen in einzelnen Fällen zu Hirn-aus-Schäden führen; sie verhindern aber in anderen Fällen einen Schaden. Die Anzahl von Verkehrsteilnehmer (Schnee- oder Asphaltpiste) sind da sicher wichtigere Indikatoren…

      • StefanB sagt:

        Tststs: Wenn mein Kind mit gebrochenem Arm im Graben liegt, würde mein Kind aufstehen und den nächsten Erwachsenen um Hilfe bitten. Oder so laut vor Schmerzen schreien, dass einer der vernunftbegabten Erwachsenen (oder auch der vernünftigen anderen Kinder) aufmerksam wird und Hilfe holt. Ich habe doch die Hoffnung, dass wir nicht alle so abgestumpft sind und ein schreiendes Kind sich selbst überlassen.

      • Widerspenstige sagt:

        Wieso unterstellst Du mir sowas und StefanB hat diesselben Vorbehalte, wird jedoch anders beurteilt von Dir? Habe ich anders argumentiert oder woran liegt es? Meine Meinung deckt sich mit derjenigen von Stefan…merkwürdige Art meine gegenteilige Meinung so einzustufen. Oder bin ich Dir irgendwo zu nahe getreten?

        Ich stehe generell misstrauisch technischen Geräten gegenüber, die wie Pilze aus dem Boden wachsen und uns KonsumentInnen vorgaukeln wollen, sie unbedingt besitzen zu müssen. Common sense, tststs…

      • StefanB sagt:

        Frank Baum: Wie gesagt, ich gebe nur wieder, was einem Autospengler aufgefallen ist: er hat mehr Schäden vom Rückwärtsfahren zu reparieren, als vor der verbreiteten Einführung dieser Hilfen.
        Klar gibt es mehr Autos, aber diese Schäden entstehen ja nicht beim Fahren, sondern meistens beim Parkieren.

      • Frank Baum sagt:

        @Stefan: Wiso sollte jemand ein schreiendes Kind ignorieren? Ich denke nicht, dass wir weniger hilfsbereit sind. Im Gegenteil. Ich denke, wir kümmern uns immer mehr umeinander. Ich habe aber noch nie eine Person ignoriert, die in einer Notsituation war, weil ich dachte, die Person wird wohl ein Handy haben und sich selber helfen können.

        Egal welche Hilfsmittel wir heranziehen, können wir doch immer noch selber entscheiden, wie wir uns verhalten.

      • Frank Baum sagt:

        @Stefan: Aber wie Sie selber sagen, diese Einparkhilfen haben sich durchgesetzt. Deshalb glaube ich auch, dass sie unter dem Strich einiges gebracht haben. Das wäre ja nicht der Fall, wenn sie die Leute zum rücksichtslosen Retourfahren anzetteln würden. Aber es ist richtig, man muss wissen, was sie können und was nicht und sie nehmen einem die Verantwortung über das steuern des Autos nicht ab.

  • dres sagt:

    Bei uns gehts ohne High Tech: Junior ist seit Geburt in Ketten gelegt, die werden nur zum Baden kurz entfernt. So wächst er absolut sicher und sicher sehr glücklich auf! 😉 Fussfesseln für Kinder – was denen nicht alles einfällt für ihre Orgien… 😉

  • Auguste sagt:

    hmm…, wenn die frühkindliche gps-gewöhnung dazu führen könnte, dass das langweilige und indiskrete „wo bisch…?“ nicht mehr die meistgestellte frage der welt bleibt, dann könnte ich mich für dieses „schlangenöl des kommunikationszeitalters“ fast schon wieder etwas erwärmen.

  • StefanB sagt:

    Ungelöste Frage: Wie sicher sind diese Dinger überhaupt? Wie kann sichergestellt werden, dass diese „Spielzeuge“ nicht missbräuchlich verwendet werden? Oder die Daten, die mit diesen Geräten erhoben werden?
    Was (mir) nicht klar ist: Wie funzt so ein Ding? Existiert eine Zentrale, an die die GPS-Daten (über ein eigenes Netz) übermittelt werden, so frage ich mich, warum ich die Aufenthaltsorte meiner Kinder quasi veröffentlichen soll (oder wer traut diesen Firmen?) Oder braucht der GPS-Empfänger eine SIM-Card wie ein Handy, sodass ich die im Gerät gespeicherten Daten über GMS abrufen kann?

    • Widerspenstige sagt:

      @StefanB
      Ja, das sind genau die Fragen, die gestellt werden müssen. Nach meiner Information werden sämtliche Übertragungsdaten irgendwo gesammelt und gespeichert und das ist für mich unakzeptabel. Niemand hat das Recht, Daten über meine Art zu Leben zu sammeln und unbedarfte Kinder bereits willentlich – von den eigenen Eltern notabene! – fremden Datensammelstellen anzuvertrauen. Ich fragem ich wirkliich, wo hier der gesunde Menschenverstand hingekommen ist?! Lasse ich meine Hausschlüssel auch dort liegen, wo sie sicher von Fremden gefunden werden können?? 🙁

      • tststs sagt:

        Und auch hier, wenn Sies schon ansprechen: die Frage nach dem Hausverstand… Wer in gottesnamen könnte Interesse daran haben, den Bewegungsradius aller Kinder zu katalogisieren…? Und weshalb?

      • Widerspenstige sagt:

        Hausverstand? Eine neue Wortkreation von tststs am Mittag des 28.11.11, wow!
        In welcher Welt lebst Du denn? Nicht alle Menschen sind Verbrecher, nein, aber es gibt nun mal Kinderhändler, die das ganz gerne wissen möchten, ok? (George Orwell dürfte sich gerade im Grab gedreht haben…!!)

      • tststs sagt:

        @Widerspenstige: 1. Gibt es das Wort… 2. Der durchschnittliche Kinderschänder geht wohl eher auf den Kinderspielplatz, als sich in irgendeine Datenbank hineinzuhacken (soooo einfach ist das auch nun wieder nicht, wie einige wohl glauben….)
        Und im Moment glaube ich, lebe ich in der realistischeren Welt…
        🙂

      • Sportpapi sagt:

        Kinderhändler? Kinderschänder? Und gleichzeitig noch Computer-Genie? tststs hat doch irgendwie recht – eher werden solche Daten für Marketingzwecke missbraucht, als dass hier irgendwelche Unholde Zugang hätten. Zumal die es sich wirklich einfacher machen können. Und wieder einmal: Wie viele solche Kinderschänder, die auf den Spielplätzen lauern, gibt es in der Schweiz?

      • StefanB sagt:

        Vielleicht eben die Kinderschänder? Mit diesen GPS-Daten leiten wir diese kriminellen Elemente ja geradzu zu den Kindern. Da können Sie Ihre Kinder ja gleich in der Odenwald-Schule anmelden.
        Ich kann mir momentan auch nicht erklären, wozu das gut sein sollte -ausser vielleicht, dass man so den idealen Süsswaren-Kramladenstandort ermitteln könnte… Aber nach meiner Erfahrung wird, wo Daten vorhanden sind, immer jemand sein, der diese analysiert und daraus seinen Vorteil ziehen möchte.

      • StefanB sagt:

        Sportpapi: und wie viele Kinder werden jedes Jahr Opfer eines Unfalls in der Einsamkeit, so dass sie per GPS geortet werden müssten? Die lassen sich wohl auch an einer Hand abzählen.

      • Sportpapi sagt:

        Eben. Weshalb ich diese Geräte als völlig unnütz ansehe. Als schädlich für das Vertrauen zwischen Kind und Eltern. Als potentiell gefährlich, weil man sich darauf verlässt, statt andere Vorkehrungen zu treffen.

      • tststs sagt:

        Schädlich fürs Vertrauen? Welches Vertrauen? Ich dachte, so etwas baut sich mit der Zeit auf…?!?
        Auch wenn ich mich hier als Hysterikerin hinstelle (obwohl ich eigentlich das pure Gegenteil bin), so gehe ich doch mit dem Motto: vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ich kontrolliere doch auch zuerst, ob mein Kind die Hausaufgaben macht. Und wenn ich sehe, dass es sie regelmässig erledigt (Vertrauen erworben), dann kontrolliere ich nicht mehr so oft…
        Sind das nicht die Grundpfeiler der Kindererziehung: Liebe und Kontrolle?
        🙂

      • Katharina sagt:

        Kinderhändler und Kinderschänder sind nicht das selbe. Erstere sind kriminelle Organisationen, die sehr professionell arbeiten und durchaus Interesse und die technischen Hilfsmittel haben, solche Daten zu haben. Zweitere sind häufig Kunden von ersteren, denn sie verkehren in den reichen, privilegierten und politisch systematisch abgeschirmten Kreisen der Oberschicht.

    • alien sagt:

      Gute Fragen. Nun, die Dinger sind ja einfach kastrierte Mobiltelefone mit GPS-Empfängern, an sich also so sicher bzw unsicher wie das GSM-Netz (und seine Nachfolger, also UMTS, LTE etc.). Der Standort des Trägers wird per Datenverbindung oder SMS an die Zentrale übermittelt, die sie speichert und per Web sichtbar macht. Und hier wird es unsicher: Wer die Site hackt, sieht natürlich diese Daten. Wer also ein gutes Passwort braucht, ist schon mal einigermassen sicher. Der Site kann es aber so ergehen wie Sony oder DigiNotar.

      • alien sagt:

        Wenn ich nur dran denke, wie viel Empörung es ausgelöst hat, als bekannt wurde, dass die Mobilfunkbetreiber die ungefähren Standorte ihrer Kunden stets kennen. Hier geht es um die *genauen* Standorte.

        Ein grösseres Problem sehe ich im Sozialen: Kein Mensch soll auf Schritt und Tritt überwacht werden (ausser vielleicht Julian Assange 🙂

      • alien sagt:

        Nur zur Klarstellung: Die Mobilfunkbetreiber MÜSSEN ja wissen, wo ihre Kunden sind, damit sie ein herein kommendes Telefongespräch auch zu ihnen leiten können. Sie geben diese Informationen aber nicht einfach so preis.

      • tststs sagt:

        Aber Sie wissen schon, weshalb überhaupt die Mobiltelefonie für die zivilen Bürger frei gegeben wurde…? Um den Überwachungsstaat zu fördern…
        🙂

      • alien sagt:

        Nö, das wusste ich nich. Wer weiss sowas?

      • Marco Glattfelder sagt:

        Das geht ganz einfach auch ohne GPS, aber nicht so genau. Sicher hat jemand mal die Google Maps von einem iPhone im Haus verwendet. Da steht ja so ein blauer Kreis der die in etwa Zone des Aufenthaltes anzeigt, was bedeutet, dass man keinen GPS-Empfang hat. Das wird mit der CELLID der Sendemaste mit welchen das Telefon verbunden ist berechnet. Google liefert ein Dienst dazu: Man kann die CELLID eingeben und man bekommt die Koordinaten der Sender. Liefert das Gerät auch noch die Signalstärke ist der Rest Triangulation

      • alien sagt:

        Das meinte ich mit den „ungefähren“ Standorten der Benutzer. GPS ist bei den meisten Telefonen meist ausgeschaltet, da es viel Energie braucht. Ich wollte halt die dreckigen Details dem Leser ersparen. Sonst beginnen wir, über „Timing Advance“ zu reden…

  • Sportpapi sagt:

    Es gäbe natürlich noch ein paar sehr erfreuliche Nebeneffekte. So könnte ich dank GPS auch gleich den Bewegungsumfang meiner Kinder messen und sie noch einmal ins Freie schicken, wenn sie ihre minimale Stunde bei leichter Anstrengung noch nicht absolviert haben…

    • tststs sagt:

      Oder die Erweiterung für die Weight Watchers: eine Gleichschaltung mit dem Kühlschrank. Bei zu geringem Bewegungsradius bleibt der Kühlschrank verschlossen…
      🙂

  • Astrid sagt:

    Als wir unser Kind verloren, wollte ich SUVs/Autos abschaffen, das Spital verklagen, die Medien grad dazu, unsere anderen Kinder nicht mehr aus den Augen lassen, unser aller Handlungsspielraum am liebsten zu 100% und jederzeit überwachen.
    Bis mir klarwurde, dass ich das, was meine eigene Kindheit ausgemacht hatte, nämlich viel Freiheit, Geheimnisse vor den Eltern, Seich machen und ihn selber wieder ausbaden, an Orten zu spielen und mich herumzutreiben, von denen meine Eltern bis heute nichts wissen, meinen eigenen Kindern vorenthielt. Vor lauter Schmerz u. Wut über die grosse Ungerechtigkeit

    • Astrid sagt:

      /2 ein Kind auf schlimme Weise zu verlieren, hatte ich für die anderen Kinder, denen ich immer eine Kindheit wie die meine gewünscht hatte, ein Hochsicherheitsgefängnis gebaut, mit Rundumüberwachung. Unser aller Leben fing mit dieser Erkenntnis neu an. Leben ist gefährlich, ein Kind zu verlieren ist grauenhaft, aber es hilft niemandem, den Lebenden die Freiheit zu beschneiden und sei es bloss symbolisch. Die Intention ist das Problem, nicht das Ueberwachungsding. Wir sagen damit unseren Kindern indirekt, wir vertrauen ihnen nicht, weil wir unsere eigenen Aengste nicht überwinden können.

      • mostindianer sagt:

        dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

      • tststs sagt:

        Oje, ich hoffe, Sie konnten mit der Zeit lernen, mit dem Verlust umzugehen…
        🙁
        Aber noch einmal: Ein solches Gerät verhindert in keiner Weise, dass ein Kind Seich macht, oder Geheimnisse hat (es zeigt ja nur an, wo das Kind ist, nicht was es macht – wir haben die ersten heimlichen Ziggis ja auf dem Spielplatz geraucht… – ).
        Und man könnte den Punkt des Missbrauchs auch anders ausdrücken (Achtung-Übertreibungswarne): „Liebes Kind, ich vertraue Dir, aber der Welt da draussen nicht so ganz (ich gurte mich ja auch wegen den anderen, und nicht wegen meines eigenen Fahrstils an *g*).“

      • Astrid sagt:

        tststs, mir geht es um das symbolische und die Haltung der Eltern, die hinter diesem Ueberwachungswunsch steht. Praktisch ist ja jedes Kind, das mit Natel ausgestattet ist, bereits auffindbar und wenn ich ein Kind mit einer schweren Krankheit hätte, würde ich es wahrscheinlich auch mit was-weiss-ich ausstatten. Aber warum müssen Eltern 24 Stunden wissen, wo ihr Kind ist (und man beachte, ein 3-jähriger ist selbstverständlich etwas anderes als ein 8-jähriger)? Wenn wir ehrlich sind, ist es die pure Angst vor dem Leben und seinen Risiken. Die Statistiken sagen, dass heute wesentl. weniger Kinder

      • tststs sagt:

        Aber Astrid, dass ist doch dann eine Sache des Umgangs. Ich habe es schon gesagt und andere auch: Geht es um den Notfall oder um eine Überwachung… Die Rede ist doch von ersterem… oder?
        Und ich glaube, wenn Eltern dann tagtäglich vor dem PC verfolgen, wo ihr Kind genau ist, dann machen sie das auch schon heute (Kontrollanrufe bei anderen Eltern, verfolgen etc….)

      • Astrid sagt:

        /2 sterben (das gilt für alle Todesarten) als vor 20 Jahren – aber Eltern haben trotzdem das Gefühl, um uns herum herrsche Sodom und Gomorrha. Das ging mir auch so, bis ich am eigenen Leibe erfuhr, dass es eben nicht so ist: dass wir hier im Westen vergleichsweise sicher, frei und ohne Angst leben könnten, wenn wir es nur zulassen würden. Diese Fröschli-Dinger sind für mich nur symbolisch wichtig, indem sie etwas (Non-Verbales) den Kindern mitteilen: ich habe solche Angst und Du solltest das auch haben. Und Angst gebiert Verzagtheit, Lebensinkompetenz und noch mehr Angst.

      • Astrid sagt:

        ts, allein die Tatsache, dass wir die Rundumüberwachung vor uns selber rechtfertigen, in diesem Falle mit Notfall, zeigt ja, dass es eben mal mindestens um eine gedankliche Einschränkung geht, seitens der Eltern natürlich. Ich sage es nochmal, in bestimmten Situationen halte ich das für möglich, aber flächendeckend? Horror!

      • StefanB sagt:

        Tsts, nein, das glaube ich nicht, denn dazu müsste man sich (und seine irrationalen Ängste) den anderen Eltern offenbaren. So kann man das aber anonym betreiben.
        Und was die Geschichte Unfall vs Überwachung betrifft: So vieles wurde als Prävention eingeführt, dient aber mehrheitlich der Überwachung, so kann man heute faktisch in keiner Innenstadt mehr unbeobachtet durch die Gassen schlendern…
        Und vielleicht steckt irgendwann eine Frau ihrem Mann, den sie der Untreue verdächtigt, so ein Ding in die Jackentasche.

      • tststs sagt:

        Sie treffen natürlich schon auch wunde Punkte, aber dieses Gefühl müssten die Kinder ja dann auch beim Velo/Skihelm, beim Leuchtstreifen für den Chindsgi, beim Schienbeinschoner für den Fussball, beim Handgeben beim Überdiestrasselaufen etc haben…
        Aber eben, ich finde 1. man muss den Kindern nicht alles mit Erwachsenenlogik erklären (wieso nicht einfach in den Rucksack schoppen und dem Kind gar nichts erzählen…) und 2. soll mein Kind auch lernen, dass es Gefahr da draussen gibt (und da es eher mit dem Velo verletzt im Strassengraben landet, als von einem Massenmörder getötet zu werden, weshalb soll ich es für diesen möglichen Fall Hilfsmittel mitgeben?)

      • tststs sagt:

        Ok, StefanB. Es scheint mir aber, als würden Sie viel eher auf dieses unzutreffende Paranoia hereinfallen als ich….
        Ich habe auf jeden Fall noch keine Angst, dass irgendein gemeiner BigBrother mich beim pöschtele beobachtet…

      • tststs sagt:

        Und dieses Paranoia sagt mir jetzt, dass kein blut mehr im Hirn ist… Zeit für Nahrung…
        In diesem Sinne: En Guete…

      • Sportpapi sagt:

        Wobei ich nicht glaube, dass in Ihrem Fall heute der Kühlschrank schon geöffnet ist. 🙂

    • Widerspenstige sagt:

      Astrid, das tut mir echt leid für Sie und ich kann Ihre Erklärung pro oder contra diese Überwachung des Vorschulkindes nur unterstreichen. Sie haben da etwas ganz Wichtiges aus dieser so schmerzlichen Erfahrung erkannt: die eigene Angst zu überwinden und sie nicht dem Kind zu übertragen.
      Herzlichen Dank für dieses beeindruckende Statement zu diesem heiklen Thema!

      Ich sehe jetzt übrigens Ihre Art, in die Bresche zu springen ganz spontan jeweils wenn zB Gabi sich verrannt hat, in einem ganz anderen Licht. Ich werde dem Sorge tragen in Zukunft, versprochen.

      • Astrid sagt:

        Es wäre mir lieber, Widerspenstige, wenn Sie das nicht täten. Soweit ich das selber sehen kann, hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Gabis ‚Verrenner‘ sind für mich oft genug keine, sondern berechtigte Einwände. Ich fasse hier niemanden mit Samthandschuhen an, den ich für ‚fehlgeleitet‘ halte und ich erwarte das selber ganz sicher auch nicht. Aber ich nehme mir das Recht, gefühlte Ungerechtigkeiten zu benennen. Und wenn mir jemand sympathisch ist, hilft das natürlich.

      • Widerspenstige sagt:

        Gut Astrid, ich habe Ihren Einwand verstanden. Aber als Aussenstehende hat man manchmal einen anderen Blick, da die Perspektive sich verändert hat. Hier wird kaum jemand mit Samthandschuhen angefasst, seien Sie unbesorgt.

      • Astrid sagt:

        Das wiederum interessiert mich sehr, Widerspenstige: es ist etwas vom interessantesten, die eigenen Perspektiven mit denen anderer abzugleichen (oder eben nicht…). Das finde ich sehr reizvoll und es ist mMn auch eine der wenigen Möglichkeiten zu lernen, mit Kritik umzugehen und sich zu hinterfragen. Bei Kollegen und Freunden ist es schon oft schwierig, so offen zu sein wie (angeblich) gefordert. In einem Blog ist das viel einfacher und man gibt sich keine Blösse, wenn man seine Positionen ab und zu mal hinterfragt (ich weiss, auch ich habe noch viiiieeeel zu lernen). En Guete!

  • Frank Baum sagt:

    Wie bei allen Technologien stellt sich vor allem die Frage, wie man diese nutzt. So ein Gerät muss weder eine falsche Sicherheit vorgaukeln noch dem Vertrauensverhältnis zum Kind im Wege stehen. Es ist einfach eine Frage, ob man die Möglichketen und Grenzen von dem Gerät versteht und ob man es sinnvoll einsetzt. Dann kann so etwas durchaus praktisch sein. Ich denke aber eher, dass die Geräte nicht genau genug sind, um sinnvoll zu sein.

    • tststs sagt:

      Zwei Daumen hoch!
      Wobei man schon sagen kann, dass GPS allgemein immer genauer wird (vgl. Position auf dem Smartphone bestimmen, oder dies GPS-Tracker-Spiele im Internet…)…

      • alien sagt:

        Bei GPS ist die erreichbare Genauigkeit limitiert. Manchmal ist es recht genau, manchmal recht ungenau. GPS wird nicht genauer mit der Zeit, nur die Geräte bieten mehr Komfort.

    • Frank Baum sagt:

      Ich verwende das GPS auf dem Smartphone nicht. Ich kenne nur das GPS im Auto. Das trifft bestetfalls auf +/- 3m und das eben lediglich im Freien. Das reicht, wenn man eine Adresse sucht. Für das hier beschriebene Problem ist das aber zu ungenau, denke ich.

      • tststs sagt:

        Also eben, ich bin technisch nicht allzu versiert, es gibt da sicherlich auch grosse Unterschiede (je nach Preis?).
        Aber ein gutes GPS kann mehr oder minder auf den Sekundengrad genau angeben, wo sich jemand befindet… Aber ja, das sind dann spezielle GPS-Geräte, und nicht Geräte mit einem eingebauten GPS
        🙂

    • StefanB sagt:

      Ich denke, das Problem ist nicht die Ungenauigkeit (eine Unstimmigkeit von +/- 3m führt „nur“ zu einem Suchareal von ca. 30 m2) Und ja, praktisch mag es sein – für die Eltern. Für die Kinder eher weniger…

      • Frank Baum sagt:

        Naja, die Frage ist doch, in welchen Situationen möchte man so etwas einsetzen und zu welchem Zweck? Zur reinen Kontrolle (ist das Kind in die Schule gegangen, zu den Freunden, in die Badi, etc.). Dann sind +/- 3m genug. Das ist tatsächlich die reine Überwachung.

        Ich dachte eher an Situationen, wie: man verliert sich im Getümmel, man findet den vereinbarten Treffpunkt nicht, etc.

        Es gibt viele Situationen, wo man so etwas nutzen kann. Die Frage ist eben: wie.

      • tststs sagt:

        Ganz genau, deshalb würde ich auch individuell entscheiden, wann jetzt ein Ortungsgerät sinnvoll ist (also nicht wenn die Kinder direkt vor dem Haus spielen, aber vvlt wenn sie in den naheliegenden Wald zum schlitteln gehen… )
        Ich finde es lustig, dass jmd., der so ein Gerät benutzen würde, fast schon als paranoid bezeichnet wird, hier aber frischfröhlich die Verfolgungsparanoia von einigen als normal dargestellt wird
        🙂

  • StefanB sagt:

    Ja, soll denn um Himmels willen alles an Big Brother/Sister abgetreten werden? Leute, lernt doch wieder mal, selbst die Verantwortung für Euch und Eure Kinder zu übernehmen.

    Das einzige, das solche Geräte wirklich tun, ist die Taschen der Hersteller zu füllen. Sobald es älter ist, lernt das Kind, dass es diese Fessel ablegen kann – Effekt gleich Null! Dass damit aber Eltern ihren Kindern ein grundlegendes Misstrauen vermitteln, ist erziehungsmässig kontraproduktiv. Und auch Kinder haben ein Recht auf Schutz ihrer Privatsphäre…

  • Auguste sagt:

    hmm…, lieber gott, warum musstest du steve jobs zur dir rufen, bevor er sich dem „fröschli“ widmen konnte?…schloss der fünfjährige kevin sein abendgebet.

  • mostindianer sagt:

    es ist doch ein trugschluss. solche geräte bieten keinen schutz. nur (evtl.) die sicherheit zu wissen, wo der träger des gerätes (oder das gerät selbst) ist.

    • tststs sagt:

      Ich glaube, wir sind hier alle kluge Köpfe, und auch wenn es vorher nicht klar war, haben wir alle dieses Gerät jetzt kennengelernt, und wissen, dass es kein Schutz generiert… Danke!
      Vllt könnte Abhilfe geschaffen werden, wenn man noch einen Alarm einbaut (so einer mit Bolzen, gibt es schon für Frauen….)

      • tststs sagt:

        Also ehrlich, wie manche Menschen über ihre Mitmenschen denken…
        Oder glauben Sie, die Bergsportler haben auch alle ein Lawinensuchgerät dabei, weil sie glauben, es schütze vor Lawinen….
        Na wohl kaum!

      • StefanB sagt:

        Warum nicht gleich eine kleine Dosis Pfefferspray, denn wer daran herummanipuliert, kann ja nur böses im Schilde führen…

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Wer in Versuchung kommt, so ein Gerät anzuschaffen, muss sich einfach bewusst machen, dass es das Kind nicht schützt, sondern nur seinen Standort durchgibt, im Normalfall.

    Allerdings wäre das bei Kindern, die entführt wurden, entscheidend. Es gibt keine allgemeingültige Antwort, ich hab von Promikindern gehört, denen ein Ortungschip in den Backenzahn gepflanzt wurde. Ja verrückt, andererseits kann ich es auch verstehen, wenn man Kinder möglichst schützen will. Ich kann mir vorstellen, dass es Konstellationen gibt, die einen solchen Chip rechtfertigen.

    • Marco Glattfelder sagt:

      Na ja. Entscheidend vielleicht nicht, aber sicher hilfreich. Das „Mummy I’m here“ im Bild oben ist z.B. kein GPS Gerät, aber eine elektronische Narbelschur, d.h. wenn ein Kleinkind mehr als 10m von der Mutter entfernt ist piepst das Ding. Es gibt das gleiche für Koffer… und kostet weniger. Das mit den Backenzahn ist ein Hoax.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Also ehrlich gesagt würde ich mein Vertrauen
        im Fall des Allerschlimmsten,
        dann doch lieber auf einen Chip im Backenzahn setzen-
        als auf ein Handy, das sehr schnell gefunden und weggeschmissen ist…,
        wenn es wirklich um die Sicherheit gehen soll bietet eine implantierte Lösung den besseren „Schutz“

      • Katharina sagt:

        nun denn, hinter der Erfindung von „“Mummy I’m here” steht ein konkreter Fall. (kann auf deren Website nachgelesen werden).

        dort steht auch folgendes“ Have you ever turned around and your child is not there? Over 800,000 times per year a child is lost while out with a parent or caregiver in the U.S. This leads to over 50,000 real abductions.“ Das gerät macht eben schon Sinn. Es ist simpel und ist nicht teuer.

      • E.H.Roth sagt:

        Kath

        wir leben nicht in den USA und diese Paranoia geschürt durch cnn und sonstiger TV Berichterstattung ist einfach nur lächerlich. Weiter auch deren marketing/verkaufs-propaganda welche ein Produkt via Angst verkaufen hat mit unserer Kultur nichts zu tun. Wenn unsere jungen Eltern in CH beginnen diesen Schrott in unsere Kultur übertragen, sehe ich das als eine Wahrnehmungsstörung oder einfach um sich wichtig zu machen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Aber das sich umdrehen und Kind nicht mehr sehen hat in einem Mega-Super-Wahnsinns-Einkaufszentrum
        mit ich weiss nicht wievielen Kunden drin
        schon eine andere Dimension als hier in einem Quartiermigros.
        Da würde ich schon erst gerne mehr wissen, wo kommt das am häufigsten vor,
        in was für Ortschaftsgrössen usw
        und ist es dann immer noch vergleichbar?

      • Katharina sagt:

        Roth, dann sollten die Autorinnen hier vielleicht nicht auf ein Gerät verweisen, das hier eben wirklich sehr viel Sinn macht. das ‚wir leben nicht in Amerika‘, dieser antiamerikanische Reflex, ist nun wirklich einfach Scheisse. Auch, dass es nichts mit eurer Kultur zu tun habe. das stimmt einfach nicht. gleich ennet der grenze gibt es auch Hypermarkets in D und F. bequem schnell aus der Schweiz erreichbar und häufig genutzt wegen Preisunterschieden und Währungsvorteilen.

        Zudem wird bei euch auch sehr wohl über Angst vermarktet, Ich verweise da nur auf politische Diskussionen.

      • Katharina sagt:

        Weiter, Roth, ist es dann so, dass bei Formulierungen wie ‚unsere Kultur‘ und ‚das passt da nicht herein‘ und wehe Leute adoptieren das dann doch, sie dann als Wichtigtuer mit einer Wahrnehmungsstörung (!) abzuurteilen, löst dann meinen Antischweizer Reflex aus. denn was Sie da sagen ist schlicht einfach engstirnig und borniert.

        Ein auf schweizerische Verhältnisse angepasste Anwendung: Zürcher HB in der Stosszeit und Sie sind mit ihrem Kind unterwegs. in dem Gewusel ist ein Kleines sehr schnell ausser Sichtweise und das kleine wegen des Gewusels auch schnell desorientiert.

      • Katharina sagt:

        Und um das auch vorwegzunehmen: nehmen wir auch gleich an, dass der Fahrplan es nicht zulässt einen Zug ausserhalb der Stosszeiten zu nehmen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina: wir hatten früher die Auflage uns
        in zum Beispiel so einem Bahnhofsszenario, dicht an der Mutter zu halten,
        und falls wir uns aus den Augen verlieren war immer ein Treffpunkt abgemacht.
        Sind die Kinder so klein dass sie das nicht packen würden
        dann gehören sie entweder in einen Buggy oder an die Leine
        (was ich persönlich auch schon öfters gemacht hab,
        denn, ich wiederhole mich, ich hab leider nicht soviele Arme wie ein Tintenfisch…

      • alien sagt:

        Katharina, ein kleines Kind hältst Du an der Hand und einem grösseren gibst Du ein Telefon mit. Da braucht es kein GSM.

      • Katharina sagt:

        Brunhild, sicher geben Eltern solche Anweisungen. Es ist aber so, dass das Gedränge und die Eile der Leute in sekundenschnnelle das Kind aus der Nähe schubsen können und es dann auch schnell verwirrt wird und den Treffpunkt nicht erreichen kann, weil das Gedränge einfach zu gross ist für einen Dreikäsehoch. wenn es Pech hat müsste es dann noch gegen den Strom laufen und bingo, es ist irgendwo, nur nicht wo es sein sollte.

        Das Gerät kann Sinn machen und aus der Entscheidung, es anzuschaffen, eine Moraltirade über amerikanische Paranoia Gadgets zu machen ist einfach ignorant.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina: mir geht es weniger um eine Paranoia, aber dass anstatt offen über unsere Ängste und Befürchtungen gesprochen wird und wie wir damit umgehen können,
        uns technische Problemlösungen schmackhaft gemacht werden,
        welche, davon gehe ich jedenfalls mal aus, kein einziges Verbrechen wirklich verhindern werden-
        Handlungsbedarf besteht auf diesem Gebiet in der sofortigen Freigabe der entsprechenden Handydaten etc.
        Dem Kinder-im-Gewühl-nicht-verlieren kann man vorbeugen,
        und anstatt ein Bewusstsein zu schaffen dass immer irgendwelche Technik lösen wird

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        wär mir ein Arbeiten an unser aller Bewusstsein, dass man nämlich nicht wie ein Irrer durch die Menge walzt, rücksichtslos und ohne Augen, resp. nur mit Augen für das eigene Ziel, wesentlich lieber…

      • alien sagt:

        Ich meinte GPS. Akronymverwirrung.

      • StefanB sagt:

        Katharina: Ich will nicht moralisieren: Es ist ganz einfach, ein verlorenes Kind zu finden, denn entweder sie sind klein, dann weinen sie meist laut (wobei so kleine Kinder meist an der Hand oder im Buggy geführt werden), da braucht man nur mal genau hinzuhören. Grössere Kinder werden vielleicht abgetrieben, andrerseits kann man ihnen auch beibringen, sich an den Rand (die Wand) treiben zu lassen, da dort das Gedränge kleiner ist. und dann von dort aus versuchen, gegen den Strom zu schwimmen. Und ja, auch diese haben eine Stimme – man sollte vielleicht halt mal auf den iPod verzichten.

      • Katharina sagt:

        Brunhild, ich rede hier ganz konkret über das Gerate „Mummy I’m here”. ein simpler Sender im RFID Spektrum und einem Empfänger mit Piepser. das Geraet übermittelt keine Daten und die Reichweite ist diejenige von RFID, also eben sehr lokal.

        Wie ich weiter unten sagte, kritisiere ich diesen Artikel eben genau deswegen, weil alles vermischt wurde und aus dieser Undiffernziertheit teilweise abstruse Ideen hier in den Kommentaren rumschwirren. bei den Handys mit Geolokation über Datenbanken sieht sinnvoll oder nicht und Sicherheit (siehe Kinderhändler) schon wieder ganz anders aus.

      • Astrid sagt:

        Lassen wir doch mal sowohl anti-amerikanische als auch anti-Schweizer Reflexe weg. Dieses Gerät spielt ganz klar mit der Angst von Eltern, dass ihren Kindern etwas zustösst. Diese Angst kennen alle Eltern: bei jedem in den Medien veröffentlichten Unfall mit oder Mord an Kindern kommt sie wieder hoch und lässt sich dementsprechend ausgezeichnet vermarkten. Stefan B hat heute morgen schon mehrmals darauf hingewiesen, dass wir als Eltern eine persönliche Entscheidung treffen müssen: beschneiden wir das Recht auf Freiheit unserer Kinder (ja, das gibt es!) für eine, ich sage:

      • Astrid sagt:

        /2 vermeintliche und falsche Sicherheit? Letztlich ist das die Entscheidung jedes einzelnen, aber ich meine doch, dass die Alternative, sich nämlich über das wirkliche Ausmass der vermeintlichen Gefahren klar zu werden und zu sehen, dass unsere Aengste eben genau das sind, nämlich irrational, unsere Kinder eher zu selbstbewussten und handlungsfähigen Erwachsenen machen als der (verständliche) Wunsch, sie vor allem zu schützen.

      • Katharina sagt:

        Weiter, Brunhild ist es auch ganz einfach so, dass es in der konkreten Situation eine Zumutung ist, auf das fehlende Bewusstsein , mangelnde Rücksichtnahme usw. zu pochen, denn in der konkreten Situation kann ich als Mutter diese Umstände nicht ändern. Warum dann also nicht ein “Mummy I’m here” anschaffen, womit meine nur zwei Hände frei bleiben? Ich bin ja kein Tintenfisch mit acht super langen Armen, die dann Kind 1 und Kind 2 (im gleichen Alter) und Gepäck hantieren und die irr dahin walzenden Zombies noch auf Sicherheitsabstand halten.

      • alien sagt:

        Gleich zwei? Ist ja ein Ding.

      • Katharina sagt:

        Astrid, ich möchte darauf hinweisen, dass das differenziert gesehen werden muss. denn es sind, wie ich mehrfach erwähnte nicht einfach ‚diese Geräte‘ sondern es gibt fragwürdige und eben sinnvolle, also zB das “Mummy I’m here”, worüber ich in diesem Thread diskutierte.

        Ich sehe nun wirklich nicht, wie ein “Mummy I’m here” die Freiheit eines Kindes einschränken soll. Ich frage mich sogar, inwiefern ein Kinderhandy (das Froeschli vom Artikel) das tun soll.

        Ich verstehe sehr wohl, worauf Sie mit overprotective Mother hinweisen und gebe Ihnen da auch Recht. ich finde gerade deshalb eben ein Kinder Handy etwas praktisches, weil das Kind (im Kindergarten- oder Primarschulalter, für welche Altersgruppe diese Handys wohl gedacht sind), so die Möglichkeit hat, mich anzurufen. Es hilft also dem Kind auch im erfahren des Freiraumes, weil es die Gewissheit hat, anrufen zu können, wenn es denn will oder muss. Natürlich heisst es auch, dass ich als Mama nicht alle fünf Minuten anrufe, das wäre eben besagte Overprotection.
        Ich würde allerdings von einem Handy, das einen Geotrackingdienst mitbedient, nicht kaufen. Aus Sicherheits-Überlegungen. In Notfällen kann ja über die CellID Daten die in jedem Handynetz und jedem Telefontyp verfügbar sind die nötigen Standort Daten eruiert werden. Sobald die Notrufnummer (also hier 911) angerufen wird, wirken auch die legalen Rahmenbedingungen entsprechend, damit die Infos sofort an die Notfall Dienste gehen.
        Bei Fällen, die unter das Miranda Gesetz fallen, entfallen auch einige Gesetze der Privatsphäre und der Miranda Alarm, wie er dann heisst, geht landesweit raus, mit Bild, Signalement und einer zentralen 1-800 Nummer. Das Auto Kennzeichen der verdächtigen Person wird dabei auch angezeigt, das Ganze auch auf den Highway Displays.
        Das sind keine vermeintliche Gefahren, sondern echte und das Miranda System etwa wurde erst eingeführt, weil die Mutter eines solchen Kindes bis vor den Kongress ging. Eine gute Sache.
        Ich bin jedenfalls vorsichtig damit, etwas als vermeintliche Gefahr abzukanzeln.
        Im Moment bin ich daran, mein Haus zu childproofen. Bin ich da nun überbeschützend oder macht es einfach Sinn, jetzt wo dazu Zeit ist, die unmittelbare Umgebung eines Kindes auf Sicherheit etwas abzuklopfen? Das selbe dann später was den Schulweg betrifft. Halt bevor die schulzeit anfaengt mehrmals mitgehen um selber zu sehen wo gefahren sind usw.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina: so kleine Kinder, mit denen man in so ein beschriebenes Gedränge wie von Dir beschrieben hineinmuss,
        die mit einem Abdriften komplett verloren sind, da würde ich auf einen Buggy zurückgreifen, oder mich selber schon von Beginn weg an der Wand halten usw-
        es ist doch nicht so dass früher, als es noch keine Geräte gab, massenweise Katastrophen geschehen sind?
        Im Übrigen war ich sehr auf der Sicherheitseite und habe Schubladenstopper, Klettverschlüsse über Schranktüren etc verlegt, wo sich andere an den Kopf gelangt haben- dafür ist mir aber auch viel Schaden erspart geblieben… 😉

      • Katharina sagt:

        da unterlief mir ein Fehler. es geht um Amber Alert, nicht Miranda Alert bzw Gesetze.

      • Katharina sagt:

        Brunhild, Wand in der Haupthalle des Zürcher HBs, oder Gleisquerhalle? und dann auf dem Perron mit Gleisen auf beiden Seiten? ich hab die Situation visuell im Kopf….

        buggy für ein 4 jähriges?

        klar gab es das früher nicht, aber jetzt gibt es das eben und dann warum nicht? da mach ich mich wichtig, habe Wahrnehmungsstörungen und bin paranoid? also bitte.

        eben im Haus tut Frau was Sinn macht. ich lasse meine Steckdosen im Kinderzimmer höher legen. im Erdgeschoss wird Küchen-Türe in den Garten und die Veranda-Tür mit Selbstschliessern versehen, wegen dem Pool.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina: das eine ist ein Auseinandergerissenwerden vermeiden,
        und so unmöglich ist das also auch im HB nicht,
        jedenfalls bin ich da öfters mit gleich drei Kleinen durch…
        Das andere das Wiederfinden, und ich glaub dass wir hier wirklich nicht unbedingt auf so ein Gerät angewiesen sind. Manchmal hab ich ihnen bewusst was sehr Grelles angezogen, um sie eben sofort aus der Masse heraus „leuchten“ zu sehen. Mich wundert ein wenig dass ein Wiederfinden nur noch über Gerät möglich sein soll. Beinah schon Verantwortungslosigkeit (einfach die gesammelten Eindrücke der Pro-Seite, nicht von Dir!)

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        unterschoben oder sachte in den Raum gestellt wird
        wenn sich Eltern das nun nicht anschaffen werden…

      • Sportpapi sagt:

        „Es hilft also dem Kind auch im erfahren des Freiraumes, weil es die Gewissheit hat, anrufen zu können, wenn es denn will oder muss.“ Mag sein, dass dies einigen Kindern als Freiheit vorkommt. Ich habe da andere Ideen.
        Erinnert mich an die Pfadilager früpher, die ich geleitet habe. Immer war den Kindern streng verboten, nach Hause zu telefonieren ,weil nach jedem Anrif wieder die heimtückische Heimwehkrankheit ausbrach. Heute lässt sich das ja nicht mehr regeln. Entsprechend kommen heute Kinder in die Lager, denen die Eltern zugesichert haben, dass sie jederzeit anrufen können.

      • Sportpapi sagt:

        Und, verrückt. Die Eltern stehen auch sofort wieder auf der Matte, wenn das Kind ein Problem hat. So erlebt in einem nationalen Leichtathletiklager mit Jugendlichen. Als die Eltern dann nach 3 Stunden Fahrt eintrafen, wusste die Tochter schon nicht mehr, weshalb sie eigentlich angeruifen hatte und weshalb sie dringend abgeholt werden wollte…. (natürlich habe auch die Leiter nichts mitbekommen, bis die Eltern dastanden…)

      • Katharina sagt:

        Sportpapi… ich finde es amüsant, wenn Schweizer von Freiheit reden. echt.

        Vor allem weil ihr eine gesamte Moraltheologie darüber aufbaut, ob jemand ein 10 Dollar Gadget kaufen darf oder nicht….. darf, genau, denn so führt ihr euch auf.

        Jedenfalls riecht das Elternanrufverbot im Pfadilager genauso wie ich den Verein und das Lager eben wahrnehme.

        Es riecht halt schon deutschtuemelnd. Dass Du Dir als Lagerleiter das Recht herausnimmst den Kindern strengstens zu verbieten den Eltern heimzurufen macht dich eben zu einem Lagerleiter mit Umerziehungsanspruch, um es diplomatisch zu sagen.

      • Gabi sagt:

        Klar doch, Katharina

        Da versteht man dann auch, wieso Ihr Ruf, die Männer zu „eliminieren“ seine Berechtigung hat.

        Ein schönes Wort übrigens. Ev. weiblichen Ursprungs? Jedenfalls gewiss nicht so brachial wie „ärbarmungslos verrnichtän!“, dessen Anklänge Ihnen ja extreeem fern liegen müssen. Extrem. Ist was gaaanz Anderes und Sie sollten sich unbedingt gleich wieder ostentativ über diesen Nazivergleich aufregen, der jeder (naja… fast) Grundlage entbehrt.

        Macht ein Riesentamtam um ihr Lieblingsthema, ist aber vollkommen gefangen von Ebendemselben in allen Ausprägungen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina: bist Du Dir sicher dass ein-bis zweiwöchige Lager in diesem Alterssegment in den USA so ganz anders gehandhabt werden?

  • tststs sagt:

    Also ich muss mal hier ein bisschen das Gegenvotum ergreifen:
    1. „Dabei wünschen sie sich nichts sehnlicher als … mehr Freiheiten“. Ganz sicher? Meine Erfahrung zeigt eher (wobei es natürlich immer alle Variationen gibt), dass Kinder eher Grenzen bevorzugen! Die natürlich da sind, um sie zu überschreiten oder zumindest zu touchieren.
    2. Die Autorin führt hier das Gerät ad absurdum: Es ist doch primär nicht zur ständigen Überwachung gedacht (also ich stelle mir gerade Eltern vor, die den ganzen Tag bei der Arbeit nur verfolgen, wo ihr Kind gerade ist…), sondern zur Überprüfung in Notfällen, wo das Kind in etwa ist… Also ist es noch am „umetämperle“ bei einem Spielkameraden, oder sollte besser die Polizei gerufen werden.
    Dass es in 99% aller Fälle umsonst angeschaffen wurde, liegt auf der Hand; aber gurten wir uns am Morgen nicht auch wegen einer Wahrscheinlichkeit von unter 1% im Auto an? Zwingen wir nicht unsere Kinder Velo/Ski-Helme zu tragen, obwohl die Gefahr einer schlimmen Verletzung im kaum messbaren Bereich liegt…?

    • Sportpapi sagt:

      @tststs: 1) eben. Und wie die Autorin schreibt, führt das dazu, dass die Sender irgendwo deponiert werden – Scheinsicherheit! 2) Eltern versprechen also, das Gerät zur im Notfall zu benutzen? Und nicht noch schnell einen Kontrollblick oder gar einen Verlauf zu beobachten? Über die Helme könnte man in diesem Zusammenhang aber auch noch diskutieren, da haben Sie natürlich völlig recht. Wobei die immerhin einen Schutz bedeuten, diese Geräte aber eigentlich nicht.

      • tststs sagt:

        Nein, Sie bieten keinen Schutz. Aber im Nachhinein zu wissen, dass dieses blöde Fröschli gereicht hätte, dass mein Kind noch lebt… (und eben, es mag nur ein Fall alle drei Jahre sein, aber ich finde eben, dieser Fall wäre es dann wert gewesen…)
        Und ja, man müsste es vllt etwas „cooler“ gestalten, wie das im Text erwähnte Handy, dann „verlegens“ die Kinder auch weniger schnell…

      • tststs sagt:

        Und ja, ich glaube viele Eltern (die meisten?) würden es nur im Notfall benutzen… Dasselbe erwarten sie ja auch von ihren Kindern, wenn sie ihnen ein Notfallhandy mitgeben…

      • StefanB sagt:

        Nein, tsts, es ist eben so, dass das Gerät keinen Schutz bietet – also nichts von „wenn mein Kind das Fröschli gehabt hätte, würde es noch leben“.
        Im Falle eines Falles weiss man aber wenigstens, wo die Leiche zu suchen wäre – wenn der Täter nicht aus Gründen der Verschleierung, das Fröschli einfach irgendwohin schmeisst, z. Bsp. auf den nächsten vorbeifahrenden Lastwagen.

      • Sportpapi sagt:

        Doch, im Extremfall hilft es natürlich. Dass das Kind nach einem Unfall verletzt in der Kälte liegt ist wohl wahrscheinlicher, als dass es ermordet wird. Aber insgesamt kommt es dennoch praktisch nie vor.

      • StefanB sagt:

        Ein Kind, das länger verletzt in der Kälte liegt, würde wohl a) beim Verkehrsunfall von andren Verkehrsteilnehmern oder Unfallbeteiligten aufgefunden, b) bei anderen Unfällen wohl auch sonst bald vermisst werden…
        Wenn ein (älteres) Kind Vertrauen in seine Eltern haben kann, dann wird es sagen, wo es sein wird. Wenn aber das Vertrauen nicht da ist (und ich erachte so ein Gerät als ausgesprochenes Misstrauen), wird es wohl schon x-mal vorher irgendwo „vergessen“ worden sein. Und wenn das Kind „jünger“ ist, so sollte es kein grossen Strecken alleine zurücklegen müssen.

      • tststs sagt:

        @StefanB: Sportpapi hat die Frage schon beantwortet… Aber ich gehe davon aus, dass, um es nochmals zu erwähnen, dann Wintersportler mit einem Lawinentracker in Ihren Augen auch ein paar Halbschlaue sind…
        Ich erinnere an den Fall Lucie (irgendwo am Zürichsee), die hätte man wahrscheinlich noch lebend gefunden, wenn dazumal die Behörden die Handydaten schneller freigegeben hätte, mit Fröschli also ziemlich sicher…

      • Sportpapi sagt:

        Die Lawinentracker führen aber auch dazu, dass sich einige Leute fahrlässig verhalten. Noch schlimmer ist es mit der REGA-Mitgliedschaft… (Blöd, wenn dann das Natel nicht funktioniert…)

      • StefanB sagt:

        Nein, der Lawinentracker ist ein intelligentes Gerät für Leute, die sich *freiwillig* in eine Gefahr begeben, die grösser ist als im normalen Leben. Wenn ich mich in ausserordentliche Gefahrenzonen bewege, sorge ich für diese Gefahren.
        Hier geht es aber nicht um ausserordentliche, sondern um normale Gefahren. Und es geht darum, dass diese Geräte die Freiheit der Kinder beeinträchtigen. Wenn es nicht um Kinder, sondern um Erwachsene ginge, wäre der Aufschrei immens.

      • tststs sagt:

        Wo genau behindert en solches Gerät die Kinder? Ok, bei abgebildetem Modell ist das Kind sicher in der Mobilität ein bisschen eingeschränkt… aber das könnte man leicht besser machen…

      • tststs sagt:

        Ich behindere jeden Tag die Freiheit meiner Kinder, indem ich nämlich sage: „Es ist Zeit fürs Bett!“
        Schliesslich ist es doch meine Aufgabe als Mutter die Kinder tagtäglich einzuschränken und Grenzen aufzuzeigen.
        Und ich persönlich finde halt, dass man mit Kindern nicht wie mit Erwachsenen umgeht. Manchmal ist etwas so, weil ich es sage (als Mutter), dass es so ist. Ende Debatte! Ich würde auch meinen (Klein)Kind nicht ausführlich erklären, weshalb es einen Tracker dabei hätte….

      • Sportpapi sagt:

        Wenn es dem Kleinkind etwas mehr Bewegungsradius verschaffen würde, wäre ja gut. Daran glaube ich aber nicht. Es gibt aber auch nicht nur Kleinkinder und Erwachsene, sondern es findet dazwischen eine grosse Entwicklung statt. Der Weg in die Freiheit ist auch mit (Selbst-) Vertrauen und zunehmender Selbstständigkeit verbunden. Ein Kind, das sich immer überwacht weiss, wird das vielleicht nicht so einfach entwickeln.

      • tststs sagt:

        @StefanB: Aber auch hier die Frage: Ist die Gefahrenzone wirklich so gross, dass ein Lawinentracker NOTWENDIG wäre? Resp. ist es nicht so, dass bei wirklichem Gefahrenpotential ein wahrer Alpinist gar nicht mehr in den Berg geht?
        Ebä! Wie fast alle Sicherheitsmassnahmen ist es für den unwahrscheinlichen bis ca. 5%igen Fall der Fälle gemacht… (oder was genau nützen Schwimmwesten schon wieder in einem Flugzeug?!? 🙂 )

      • StefanB sagt:

        Ja, tsts, und im Falle eines Fluges übers Gebirge wäre ein Eispickel vorzuziehen. 🙂
        Im Ernst: es ist ein Unterschied, ob eine elterliche Anordnung wie „Ab ins Bett!“ aufgrund elterlicher Autorität gegeben wird, oder aus Vorsicht oder Misstrauen Geräte aufgedrängt werden.
        Es ist wie immer eine Frage der Abschätzung von Nutzen (Ortung im Falle eines Unfalles oder gar Verbrechens) gegenüber den Gefahren (möglicher Vertrauensverlust, Missbrauch der Daten durch Eltern/Hersteller/Dritte). Und in meinen Augen sich hier die negativen Aspekte weit grösser als ein Nutzen.

      • tststs sagt:

        StefanB: Man müsste aber sagen, dass Schaden nur bei unsachgemässer Benutzung entsteht…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs:
        „Ich würde auch meinen (Klein)Kind nicht ausführlich erklären, weshalb es einen Tracker dabei hätte….“
        in welchem Kleinkindalter würden Sie denn das (Klein)Kind unbeaufsichtigt auf Wald und Flur alleinelassen?

      • tststs sagt:

        Kommt natürlich auf die Umgebung an…
        Es geht ja auch um Situationen wie Schulreise oder so…

      • tststs sagt:

        Bei „ungefährlicher“ Umgebung so ab dem Kindergartenalter (ca. 4-5J.)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs: also würden Sie Ihr Kindergartenkind in Ihrer Wohnumgebung-
        falls diese das Prädikat „ungefährlich“ trägt-
        lieber mit oder lieber ohne Ortungsmöglichkeit draussen spielen lassen?

      • Sportpapi sagt:

        Also: Ich lassen den Kindergärtner ins Freie, begleitet mit: „Bleib bitte auf dem Spielplatz/Areal, so dass ich dich finde, wenn der Znach bereit ist. Wenn etwas ist – ich bin zuhause. Viel Spass!“ Oder dasselbe, aber noch. „Wart, ich gebe dir noch einen Rucksack mit. Bitte nicht verlieren…“ Oder: „Hier noch ein Fussband. Bitte zieh da nicht ab, wenn du spielst.“ Und vielleicht noch die Erklärung: „Das ist, damit ich dich finde, wenn du dich nicht an meine Anweisung hältst…“

    • Marco Glattfelder sagt:

      Ich bin auch der Meining, dass es moralisch unbedenklich ist. Dennoch geben diese Geräte ein falsche Sciherheit, weil diese in Notfall nur ein 20% Wahrscheinlichkeit haben ganeu zu funktionieren. Es muss sehr viel stimmen. Die Batterie muss geladen sein, es muss ein GPS Signal haben und dazu auch noch GSM (was oft aber nicht immer der Fall ist). Arbeitet das GPS zu viel ist die Batterie innert ein paar Stunden leer. Dazu neigen die Billigeräte oft zu „klemmen“ wenn das GPS Signal verloren geht. Es ist dazu noch ein gutes Geschäft da so ein Gerät in Chhina um die 40$ kostet.

      • tststs sagt:

        Wobei es sich dann um einen Ausgleich handelt. Es vermittelt ein falsches Sicherheitsgefühl, wo es vorab ein falsches (übertriebenes) Gefahrengefühl vermittelt hat…
        🙂

      • Sportpapi sagt:

        Eben, das mit dem übertriebenen Gefahrengefühl ist die Gefahr…

    • Franziska sagt:

      Es wäre interessant zu sehen ob Eltern, welche Ihre Kinder mit einem „Fröschli“ ausrüsten wirklich Grenzen setzen können. Grenzen sind wichtig das stimmt, aber setzt Fröschli nicht die falschen Signale? Gehören nicht Vertrauen beim einen und Grenzen zu setzten beim anderen (z.B. beim Süssigkeiten Essen, beim Fernsehschauen, beim Computer spielen etc.) zu einer Erziehung? Ich glaube es ist immer das Mittelmass das zählt und genau das ist doch so schwierig zu erreichen…

  • Chris Schneider sagt:

    Die Eltern von vermissten und danach tod aufgefundenen Kindern wären wohl dankbar für so ein Gerät gewesen. Man soll nicht immer alles neue verteufeln!

  • E.H.Roth sagt:

    hm, einfach nur krank solche Leute und Eltern die so hysterisch sind und nur schon einen Gedanken an so etwas perverses verschwenden wie Fussfesseln am eigenen Kind!! All diese Eltern sollte man Fussfesseln umbinden und eine 7×24 Überwachung unterziehen mit einem knallhartem Reporting ala roth und das ist nicht kuscheln.

    • mapa sagt:

      Diese Art von Chip kann nur auf die Entfernung von wenigen Metern gelesen werden und eignet sich somit nicht für ein Fernortung…..hat somit sehr wenig mit dem Eingangstext zu tun.

    • Katharina sagt:

      Rita:

      der Chip geht nicht unter die haut.
      er verlinkt (meist) erwachsene Personen mit einer Datenbank (health record), in der verschriebene Medikamente, allfällige Gesundheitsindikationen und Allergien aufgezeichnet sind. in einem Notfall (e.g. Autounfall und anschliessende Bewusstlosigkeit, oder Leute mit Alzheimer) kann der Notfalldienst die Daten auslesen und entsprechend agieren. RFID kann nicht über weite Distanzen gelesen werden.

      da verdrehen Sie Dinge , weil sie den Clip nicht verstanden und von der Technologie nichts begriffen haben.

    • marcus sagt:

      rita, in den augen der katharina der grossen sind wir alles tubeli, somit alles für sie im grünen bereich.

  • mostindianer sagt:

    einfach nur paranoid, sorry. warum überhaupt das kind aus dem haus lassen? warum überhaupt ein kind in die welt setzen…?

    • Stefan sagt:

      Sag den Mist mal der Mutter von Ylenia, die von einem miesen Scheisstypen verschleppt und ermordet wurde. Es ist mein Kind, meine Angst also auch meine Entscheidung. Hier gross den weltoffenen liberal-Revoluzzer zu geben ist simpel und ziemlich billig.

      • mostindianer sagt:

        jaja genau, die welt ist voll von miesen scheisstypen. hier geht’s um gesunden menschenverstand. es fahren auch miese scheisstypen in autos herum, die mein kind überfahren könnten, es gibt miese scheisstypen, die meinem kind ein falsches medikament verschreiben, es gibt miese scheisstypen, die zuhause die steckdosen nicht mit einem sicherheitsstöpsel versiegelt haben, es gibt miese scheisstypen, die wasser in ein schwimmbad füllen, damit kinder darin ertrinken…

      • tststs sagt:

        Tja und trotzdem gurten Sie Ihr Kind an, setzen es wahrscheinlich auch in den passenden Kindersitz, obwohl es wahrscheinlich gar nie nötig gewesen sein wird…

      • mostindianer sagt:

        angurten gehört zur unfallverhütung und hat damit rein gar nichts zu tun. abgesehen davon, auch das bietet niemals 100%en schutz vor anderen autofahrern, die ein rotlicht überfahren…

      • Sportpapi sagt:

        Bin ich jetzt sehr rechthaberisch, wenn ich bestreite, dass Angurten zur UnfallVERHÜTUNG gehört?

      • mostindianer sagt:

        gegenfrage: was bedeutet die abkürzung „bfu“?

      • tststs sagt:

        ähhh, also verhüten kann der Unfall höchstens die beteiligten Autofahrer, und sicher nicht das Kind hinten drin. Oder meinen Sie Fälle, wo es einfach nur Blechschaden gab, (Erwachsenen nichts passiert) und das Kind blieb dank dem Sitz heil… (Also Glück im Unglück, resp. Umfall im Umfall?!)

      • Sportpapi sagt:

        Ja, vielleicht ist der Name bfu auch falsch.

      • Cybot sagt:

        Genau in dem Fall wird das Ding aber überhaupt nichts nützen. Ein Entführer müsste schon sehr dämlich sein, wenn er seinem Opfer das Handy nicht wegnimmt, ein Ortungsgerät natürlich genauso. Und ein Gerät zu kaufen, das nur dann etwas nützt, wenn nichts wirklich schlimmes passiert, ist geradezu die Definition von Paranoia.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Also ich wär ja dafür dass eine Art Alternativfröschli jedes,
    in die Tempo 30 bis Wohnzone einbiegendes Gefährt anspringt,
    und bei Geschwindigkeitsübertretung eine Vollbremsung aktiviert
    inklusive Protokoll samt Kennzeichen an den nächstgelegenen Polizeiposten-
    dann müsste mensch sich schon mal um einen Punkt bezüglich effektiver Kindsgefährdung
    nicht mehr so Sorgen machen…

  • Francesca sagt:

    Warum nicht gleich einen Chip einpflanzen?? Ja, ich verlor meine Kinder auch zwei, drei Mal, einmal an der Fasnacht, Horror. Aber: wie will man einem Kind ein Grundvertrauen in diese Welt mitgeben, wenn man es selber nicht hat?

  • Maria sagt:

    Unsere Tochter, damals 6, ging vor über 12 Jahren mit einer Freundin ebenfalls im Europapark verloren. Klar, es waren angstvolle 45 min., bis wir sie mit Hilfe des Personals in „Italien“ aufgetrieben hatten. ABER, es war den beiden eine Lebenslehre, sie hatten nämlich auch gelernt, sich ohne elterliche Unterstützung irgendwie zu behelfen. Nur so kommt es zur Selbständigkeit. Wie geht es wohl einem Kind, das unter ständiger Überwachung aufwachsen musste, wenn es dann mal erwachsen sein soll? Wie schafft es diesen Sprung? Eltern, was tut ihr nur euren Kindern an!

    • alien sagt:

      Das sehe ich gleich. Kinder brauchen ihre Freiräume, vor allem die gefühlten Freiräume.

    • Andi sagt:

      Italien ist ehrlich auch nicht gerade der Ort, wo ich meine Tochter verlieren möchte.

    • tststs sagt:

      Also ich habe mal in einem Einkaufszentrum gearbeitet (Verwaltung), wo auch die verloren gegangenen Kinder abgegeben wurden… Also von Selbstständigkeit erlernen habe ich selten etwas gemerkt. Die meisten Kinder (so zwischen 3 und 10) haben vor allem eines gemacht: herzerweichend geweint! Und ganz ehrlich: zu lernen gibt es für die Kinder schon mal gar nichts. Der Fehler liegt mMn einzig und allein bei den Eltern; was also bitte sollten die Kinder lernen? Und den wenigsten bleibt in Erinnerung: „oh wow, ich habe mich so tapfer geschlagen“, sondern: „Endlich, ist Mami/Papi da“… je schneller, je besser. Ergo müsste alles, was einer schneller Auffindung dient, eigentlich zu unterstützen sein!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs: bin nicht ganz einverstanden, es kommt sehr darauf an was vorher gemacht worden ist!
        Wurden mit dem Kind „Notfallszenarien“ durchbesprochen?
        Wurde dem Kind versichert, dass sich die Mutter/der Vater auf keinen Fall ohne das Kind aus dem definierten Gebiet (Warenhausetage etc) verabschieden würde? Und dass es selber auf keinen Fall diese Etage verlassen soll? Auch wenn es vielleicht im oberen/unteren Stock jemanden sieht der wie das Mami/der Papi aussieht?
        Kürzlich ist meine Tochter „verloren“ gegangen, sie ist erst zu einer Verkäuferin, wurde von ihr an den Kundendienst

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ (der gleich nebenan war)
        verwiesen, ist dorthin, hat klar sagen können wen sie sucht und tapfer ausgeharrt.
        Das war uns in unserer langen mit-Kindern-unterwegs-Karriere noch nie passiert
        (dass der Kundendienst eingschaltet werden musste)
        und ich hab bei dieser Gelegenheit auch grad noch gelernt, dass man die „Kind wartet auf Mami“-Durchsage nicht überall gleich gut hören kann, und sie deshalb wiederholt werden müssen-
        dachte ich sei aber schon ein flinkes Mami,
        noch während der ersten Durchsage schon am Zielort- es war aber schon die dritte Durchsage…

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/
        und gelernt dabei hat meine Tochter, laut ihren eigenen Aussagen, doch einiges…

      • tststs sagt:

        Jein, einerseits gebe ich Ihnen recht. Andererseits: „Notfallszenarien“?!? Ich übertreib jetzt mal: Ihr Kind muss lernen, wie es sich verhält, wenn die Eltern einen Fehler machen? (Es ist hier vllt noch wichtig, zu sagen von welchem Alter man spricht…)Muss das Kind überhaupt etwas darüber wissen, welche „Gefahren“ da draussen sind (also die „Gefahr, dass die Eltern nicht gut genug schauen“). Oder gehört es nicht gerade zu den Elternpflichten, gewisse Szenarien von den Kindern fernzuhalten?
        Und wie erklären Sie folgendes Dilemma: a) Nie mit Fremden sprechen. b) im Notfall Fremde ansprechen?

      • Sportpapi sagt:

        Sie sagen ernsthaft Ihrem Kind, es soll „nie mit Fremden sprechen“? Ja, dann schaffen Sie wirklich ein Dilemma. Nicht mit „Fremden“ mitgehen, reicht eigentlich. Aber natürlich muss ein Kind lernen, wie es sich im Nofall zu verhalten hat (ob der Notfall nun vom Kind oder den Eltern verschuldet ist, sei einmal dahingestellt). Und sich beim Personal zu melden, ist da sicher nicht falsch.

      • tststs sagt:

        Auch hier Sportpapi, sprechen Sie von einem 4jährigen, oder von einem 9jährigen?
        „Nicht mitgehen….“ und wenn die Verkäuferin sagt „gehen wir mal ins Büro….“
        Sie sehen, ich übertreibe natürlich ein bisschen. Es geht mir aber auch um die prinzipielle Diskussion die im MB angerissen wird: Ist die Welt wirklch so gefährlich, wie wir manchmal das Gefühl haben? Und sind wir unseren Kindern wirklich dienlich, wenn wir dieses Gefühl weitervermitteln…

      • Sportpapi sagt:

        „Ist die Welt wirklch so gefährlich, wie wir manchmal das Gefühl haben? Und sind wir unseren Kindern wirklich dienlich, wenn wir dieses Gefühl weitervermitteln…“ Das wäre mal eine gute Diskussion. Womit wir dann sogleich bei den Helmen ankommen würden…
        Hier geht es um etwas anderes – ich würde dem deshalb auch nicht NOTFALLszenario sagen. Sondern: Wenn du uns verlierst, keine Aufregung. Und entsprechende Handlungsanweisungen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs: „Notfallszenario“ heisst für mich aus der Warte des Kindes gesehen,
        dass es nämlich seine Bezugsperson aus den Augen verloren hat-
        was auch immer nun die Gründe dafür sein mögen!
        Das ist für das Kind sehr wohl ein Notfall und wohl nicht mit den angenehmsten Gefühlen verbunden.
        Wenn Sie mit mehreren Kindern in jungem Alter unterwegs sind dann kann es schon mal vorkommen dass Sie eines kurz aus den Augen verlieren, ausser Sie binden die Kinder jeweils per Leine an sich an (was ich übrigens auch schon gemacht habe, da mir die Armanzahl eines Tintenfisches fehlt…).

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ ja und klar müssen unsere Kinder auch mit unseren Fehlern klarkommen können,
        wir stellen uns jedenfalls nicht als die fehlerfreien Superhelden hin…,
        das bedeutet ja noch lange nicht dass wir ihnen in schärzesten Farben alle möglichen Versagensszenarien unsererseits oder alle möglichen Verbrechensszenarien ausmalen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/ das betroffene Kind ist 9, aber das grundsätzliche Thema haben wir schon viel früher einfliessen lassen,
        spätestens als sie auf zwei Beinen alleine unterwegs waren.

    • Sportpapi sagt:

      Ich weiss noch, wie wie als kleine Kinder die Adresse unserer Ferienwohnung in Italien auswändig lernen mussten. Die kenne ich noch heute… Verloren gegangen sind wir nur, wenn wir uns aus dem vorgegebenen (doch schon relativ grossen) Bereich begeben haben, und dem Rückweg am Strand nicht mehr auf Anhieb gefunden haben. Das war uns auf jeden Fall eine Lehre (einige Orte merken, um den Weg wieder zu finden, ansonsten nicht so weit weg gehen). Aber im Einkaufszentrum liegt es viellecht auch eher an den Eltern im Kaufrausch, wenn sie ihre Kinder verlieren 🙂

      • E.H.Roth sagt:

        hm, Sportler ist ja nochmals gut gegangen. Haben wir als Kinder den Weg nicht gefunden oder sind verloren gegangen war es immer unsere Schuld aber bestimmt nicht die der Eltern.

        Heute brauchen die Kids schon ein Navi um schon aus der Wohnung zu kommen.. ausser beim Dealer oder den örtlichen Polizeiposten, den finden sie … aber das ist eine andere Geschichte.

      • Sportpapi sagt:

        Wir haben Kindern früher auch schon die Adresse aufgeschrieben in den Sack gegeben. Ist einfach schwierig am Strand…

  • Brunsli sagt:

    Also ich wäre dafür, dass man direkt nach der Geburt einen GPS Chip einpflanzt und DNA für die internationale Datenbank abnimmt. Fingerabdrücke speichert und eine eindeutige Personen Nummer vergibt. Diese würde dann auch das Leben aller Software vereinfachen, bei denen ich unter verschiedenen Kundennummern registriert bin. *Ironie off*

    • alien sagt:

      Weisst Du was, Brunsli? Da gibt es sicher haufenweise Politiker, die von sowas träumen. Ich denke, das ist nur eine Frage der Zeit, bis es soweit ist. Dann weiss der Staat immer genau, wo Du grad bist, mit wem. Und wenn Du irgendwo bist, wo abgehört wird, auch warum.

      Horrorvision.

      • StefanB sagt:

        Dann gibts sicher wieder so Idi… ich meine, „intellektuell Herausgeforderte“, die sich Alufolie um den Kopf (oder wo der Chip auchimmer eingepflanzt wird) wickeln, damit die staatlichen Ortungshüter irregeleitet werden.

      • tststs sagt:

        Ja gell, und Arbeitslose gibts dann auch keine mehr, weil irgendjemand die zig Millionen Daten vom Staat ja auch verarbeiten, sortieren, katalogisieren und ablegen muss…
        Und endlich gibt es auch keine Menschen mehr, die an magelndem Selbstbewusstsein leiden! Schliesslich sind sie ja soooo wichtig, dass der Staat (als mein Nachbar?!?) sie überwachen muss…
        Horror, wer solche Visionen hat…

      • alien sagt:

        Wieso? Sind diese Visionen so undenkbar? Mitnichten. Eigentlich alles, was möglich ist, wird auch gemacht, früher oder später. Und der totale Überwachungsstaat ist schon heute machbar, also wird er morgen gewollt sein, von den „Entscheidungsträger „.

        Und das mit der Folie: Das ist nicht ganz absurd, einfach sehr unwirksam. Auch ein Mobiltelefon funktioniert, in Alufolie gewickelt, ja weiterhin, und zwar beim Senden und Empfangen.

      • tststs sagt:

        @alien: Im Ernst? Wir haben die technische Errungenschaft der A-Bombe, hundertfach realisiert, und trotzdem sind wir noch da…
        Sehen Sie, ich finde Datenschutz auch wichtig… aber BigBrother als Überwachungsstaat setzt immer noch ein Motiv voraus. Und das wäre?
        Wenn Sie an die Fichen-Affäre denken, ist dies aber immer noch etwas anderes als eine totale Überwachung… denn diese ist schlicht nicht realisierbar. Oder wieviele Überwacher braucht es um 8 Mio Menschen lückenlos zu überwachen?!?$
        Das hat für mich persönlich viel mehr mit Paranoia zu tun als diese Fussfessel…

      • alien sagt:

        Och, sooo viele Menschen braucht es nicht mehr, und mit den Fortschritten in Computerhard- und software werden es immer weniger. Und Atombomben sind ja ein paar explodiert, wobei auch einige Millionen Menschen um die Ecke gebracht wurden. Und wer ist es, der den Überwachungsstaat will? Ff, lies die Zeitung, da kannst Du immer mal wieder von den feuchten Träumen der Behörden lesen. Und ich rede nicht von „Paranoia quarterly“ sondern von NZZ und TA.

      • tststs sagt:

        Nun gut, das sehe ich wohl grundsätzlich ein bisschen anders… Für mich gibt es nicht „die Behörden“, „der Staat“… In der Schweiz (und ich rede hier immer nur von uns), sind die Behörden auch immer noch das Volk, also mit den einzelnen Menschen gleichzusetzen… Und nicht irgendein hirnloser Apparat, der stupid alles ausführt, was man ihm sagt…
        (vlg. Film „The Cube“)

  • Franz Oettli sagt:

    Leben heisst auch Abschied nehmen. Menschen, die einem lieb und wertvoll waren, sind plötzlich nicht mehr da. Der Tod kommt manchmal unversehends schnell. Manchmal bedaure ich es, die Fehler gemacht zu haben. Man sollte die Beziehungen wertschätzen. Wer weiss, wenn sie plötzlich vorbei sind.

  • Marco Glattfelder sagt:

    Ich kenne diese Projekte sehr gut, und habe einige „early adopter“ schon vor 5 Jahre beraten. In der Tat ist das überwachen von Kindern nicht eine sehr sinnvolle Anwendung. Es gibt grudsätzlich 2 Anwendungsfälle: Die Überwachung und der Notfall. Das erste überlasse ich der Diskussion, letzteres ist bei Geräte wie Fröschli & Co. sogar ein Problem. Man muss sich vorstellen, das Kind ist irgendwie in einem Gebäude. Trockenübungen mögen funktionieren aber realistische Tests haben gezeigt, dass eine normale Handyortung viel effizienter ist. Nichts für den Kinderschutz also.

    • Sportpapi sagt:

      Handyortung bei Kindern?

      • Marco Glattfelder sagt:

        Nur wenn diese ein Handy tragen. Vorausgesetzt. Aber wie ich beobachten kann ist dies schon bei 8-jährige oft der Fall. Zugegeben bei klenere Kinder braucht man halt ein „Fröschli“. Aber wie gesagt: diese taugen im Notfall oft nichts. Oftmals, wel das Fröschli nicht geladen worden ist. Wenn man die Bewegungen im Sandkasten nachträglich analysieren möchte ist GPS so oder so zu ungenau 😉

      • Sportpapi sagt:

        Wenn ich einem Jugendlichen ein Handy gebe (nicht für einen Abend, sondern generell), dann muss ich ihm auch sonst vertrauen können. Da brauche ich sicher keine Überwachung mehr. Beim Sandkasten wäre sowieso ein elektrischer Kuhdraht um den Spielplatz sinnvoller, oder? 🙂

      • Marco Glattfelder sagt:

        Ja. Einverstanden. Ich sehe hier nur eine Nutzung im Falle eines Notfalles. Also nicht das Vetrauen im Kind sonder, dass an der Umwelt ist hiet das Thema. Passiert was potentiell hässliches möchte man – in etwa – wissen wo das Kind ist. Oft genügt enfach zu wissen in welcher Ortschaft sich das Kind befindet. Dafür genügt, dass ein Handy eigeschlatet ist.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.