Wer will schon Christoph Blocher als Vorbild?

Ein Papablog von Sandro Brotz.

Ein Vorbild muss nicht unbedingt ein Abbild sein: Vater und Sohn.

Ein Vorbild muss nicht unbedingt ein Abbild sein: Vater und Sohn.

Unser Sohn – dieser sechsjährige Ché Guevara Junior – akzeptiert in seiner frührebellischen Phase genau ein Vorbild: seinen besten, anderthalb Jahre älteren Freund R. Wenn es für diesen Schlafenszeit ist, kann sich auch unser Sohn vorstellen, ohne Protestgebrüll ins Bett zu steigen. Wenn R. drei Minuten lang die Zähne putzt, dann sind es auch bei unserem Sohn ausnahmsweise mehr als gefühlte 60 Sekunden. Und wenn R. sich bedankt, kann es auch Sohnemann plötzlich ganz artig. Da trifft es sich gut, dass sie Wand an Wand wohnen. Im Zweifelsfall wird auf die sozialen Kompetenzen von R. verwiesen, wenn Klein Ché seinen Papa mal wieder «würklich blöd, sehr blöd» und seine Mama «diä Allergemeinschti» findet. Das kommt in der jetzigen Übergangsphase vom Kindergarten zur Schule gerade ziemlich häufig vor.

Kurzum: Unser Sohn lässt sich nichts sagen. Die Mutter aller Gegenfragen, die ich bei ihm in sträflicher Naivität frühestens in der Pubertät erwartet habe, stellt er heute schon mehrfach täglich: «Warum muss ich?» In der Kaskade seiner Abwehrhaltung folgt dem «Nein!», ein «Nein!!!», ein Protest, der ab und an in einem Boxschlag seinerseits ausartet.

Unsere lieben Nachbarn, Freunde und Bekannten neigen abwechselnd zu folgenden Einschätzungen: «Das ist nur eine Phase», «Je älter, desto einfacher», «Er ist bestimmt im Wachstum» – oder mein aktueller Favorit: «Du warst sicher nicht anders». Natürlich war ich das nicht, aber hilft uns das jetzt weiter? R. ist also zu unserem Hoffnungsträger und Klumpenrisiko in Erziehungsfragen mutiert. Ein Vorbild, wie es im Erziehungslehrbuch steht. Bleibt die bange Frage: Ob Klein Ché auch mal noch in die Richtung von R. einbiegt?

Genau in dieser angespannten Phase, die nur mit dem Unwort des währungspolitischen Augenblicks bezeichnet werden kann (volatil), rammt mir Journalist Martin Ebel den verbalen Ellenbogen in den Magen. Väter und Lehrer würden «kaum mehr zum Vorbild taugen», schreibt er im «Tages-Anzeiger». Seine Schlussfolgerung im Stil von Vorthesen-Denker Roger Köppel: Es geht auch ohne Eltern als Leitfiguren.

Durchatmen. Nun gut, ich lege mich jetzt mit einem geschätzten Literatur-Kritiker, Schriftsteller und Jury-Mitglied mehrerer renommierter Buchpreise an – und mag mich vielleicht nicht so gewählt ausdrücken, dass es für eine Nominierung beim Bachmann-Preis reicht, aber: Diese Argumentation kann man getrost in die Tonne treten.

Wer den Anspruch aufgibt, als Vater kein Vorbild mehr zu sein, der kapituliert. Ein Vorbild muss noch lange kein Abbild sein, wie es meine kluge Liebste sagt. So ist es. Wer will schon wie Christoph Blocher werden – ausser Magdalena Martullo? Der Mann, der von Herrliberg aus im hohen Alter statt den Ruhestand zu geniessen weiter in der Schweizer Politik zeuselt, hat es als Vater wohl so formuliert: «Mach mir einen Antrag, warum du spielen willst und ich entscheide dann, ob ich dem stattgeben kann.»

Das Blocher-Prinzip ist der Gegenpol zur Ebel-These. Beide taugen, mit Verlaub, nicht viel. Man muss ein Kind dazu erziehen, dass es selber das Beste will. Irgendwann wird uns das als Eltern von Klein Ché auch noch gelingen. Denn wir lieben ihn zu fest, um nicht wenigstens täglich zu versuchen, Vorbilder zu sein. Auch wenn es mitunter verdammt viel Nerven kostet.

Brotz_Portrait_farbig_Juni11 Sandro Brotz (41) ist stellvertretender Chefredaktor bei der Zeitung «Der Sonntag», twittert unter @swissbrotz und ist süchtig nach Dauerläufen. Er hat einen Sohn (6) und lebt mit seiner Familie in Kilchberg ZH.

137 Kommentare zu «Wer will schon Christoph Blocher als Vorbild?»

  • paula sagt:

    CHB ist sicherlich kein Vater ohne Fehl und Tadel – aber es gibt noch viel, viel schlimmere! Und wenn ich seine tochter beobachte – so schlecht kann er doch nicht sein!

  • Besserwisser sagt:

    Den Anspruch ‚als Vater kein Vorbild mehr zu sein‘ kann man getrost aufgeben, meiner Meinung nach zumindest. Aber vielleicht hat der Autor ja auch den Anspruch gemeint, ein Vorbild zu sein. 😉

  • Sportpapi sagt:

    Sind das die modernen Lausbubenstreiche? Da reicht dann aber eine Ohrfeige nicht mehr!
    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Die-Leute-machen-sich-keine-Vorstellung-was-da-wirklich-passiert/story/23918682

    • Brunhild Steiner sagt:

      vielleicht eine Zwangsverpflichtung zur Schulsivesterorganisation inklusive Garantieübernahme für schadloses Vorgehen sowie Durchführen inklusive Aufräumen?… 😉

  • macho sagt:

    an alle väter, von einem unswissenden jüngling: antiautoritär, autoritär, links, rechts, jedem das seine, hauptsache anwesend, fürsorglich und optimistisch…

    • macho sagt:

      http://www.youtube.com/watch?v=xB_9SaFEr8U&feature=related

      ich will auch einen sohn, wenn sogar maximal abgekühlte jungs zitternde hände bekommen bei dem gefühl, muss gut sein.

      I hope you grow up to become that everything you can be
      That’s all I wanted for you young’n, like Father, like Son

      But in the end I hope you only turn out better than me
      I hope you know I love you young’n, like Father, like Son

      My little man, your day is coming, coming, your day is coming

      • Brunhild Steiner sagt:

        @macho: zitternde-Hände-Gefühl wird auch durch Tochter garantiert 😉 und so unwissend sind Sie nun auch wieder nicht…:-)

      • macho sagt:

        @Brunhild

        da bin ich mir sicher, eine tochter wäre genau so schön. am besten beides! 😀

  • Reto Markofer sagt:

    @Auguste: hmm, ich mache mir Gedanken darüber, was das hmm zu Beginn Ihrer Statements zu bedeuten hat. Ist das ein Zeichen dafür, dass Sie sich die Sache nicht leicht machen und wirklich, wirklich alle Thesen und Antithesen durchexerziert haben bevor Sie sich aufs öffentliche Terrain vorgewagt haben? Und das sowohl im Fussball- als auch im Mamablog. Hut ab!

    • Auguste sagt:

      hmm…, jemand vermutete auch schon mal, dass ich vor jedem post ein stück schokolade esse, reto markofer. aber eigentlich dient es nur dazu, verwechslungen mit gleichnamigen auszuschliessen. es wird ja wohl nicht noch jemand so deppert sein und stur vor jede antwort ein hmm, drei punkte und ein komma hinsetzen. bis jetzt funktionierts.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Kompliment, Herr Brotz. Dieser Text ist einfach ABSOLUT brilliant geschrieben. Als Mann habe ich übrigens die Ironie mitbekommen! Und der Seitenhieb zu Magdalena Blocherhat gesessen. Eine Frau, die eine perfekte Kopie ihres Vaters abgibt resp. ihn noch zu übertreffen versucht punkto Arroganz und Kaltschnäuzigkeit – einfach grauslig. Zum Thema Erziehung: wenn Sie für Ihren Sohn den Sandsack spielen, wird es nicht klappen mit Anstand und Respekt. Echte Zuwendung aus Interesse an seinen Emotionen und Spielregeln im Zusammenleben, die mit Ihren Emotionen übereinstimmen, das wird’s sein.

  • Füchsin sagt:

    …profitieren könnte. Nach Ihrem Modell können wir den Staat konsequent abschaffen und anarchistische Modelle stützen. Ach nein – ich vergass, das traditionelle Familienbild. Wie genau leben Sie das? Mit einem Lohn? Mit welchen Bildungschancen für Ihre Kinder? Ach, ich vergass – Sie brauchen nur für die Bildung der Jungs vorzusorgen, Mädchen brauchen ja keine – die sollen heiraten und Mann, Kindern und Haushalt dienen. Tja, zum Glück hat sich unsere Welt leicht gewandelt…

  • Füchsin sagt:

    @Orlando: dann bezahlen Sie doch bitteschön (gefällist) auch Ihre AHV selbst, ebenso Ihren gesamten Unterhalt – auf der Basis einer Vollkostenrechnung selbstverständlich! Eine Gesellschaft lebt von der Solidarität (auch) zwischen den Generationen. Es gibt mannigfaltig Gründe für die Beteiligung der öffentlichen Hand an Betreuungskosten für Kinder. Viele Eltern müssen viel Geld für die Kinderbetreuung zahlen, ohne eine Gewähr dafür zu haben, dass die Qualität stimmt oder gar die Elemente eines Marktes spielen würden. Wofür genau möchten Sie denn Steuern zahlen? Überlegen Sie immer gut, wer…

    • Orlando S. sagt:

      Was hat die AHV mit dem zu tun, was ich gesagt habe: jeder soll für seinen Lebensstil selber Verantwortung tragen. Wenn jemand zwei Tage nach Entbindung sofort wieder ins Büro will, wenn jemand sein Kind ohne Vater aufziehen will, wenn jemandem ein Kind grad nicht in den Kram passt – bitteschön: dann bezahlt es aber auch selber.

      Das Eingesparte sollte direkt jenen Familien zukommen, die ihren Kindern ein intaktes Familienleben mitgeben und den Weg in ein selbstverantwortliches, erfolgreiches und soziales Leben ermöglichen.

      Und wenn schon: Eltern steuerlich entlasten! Nicht subventionieren.

      • @ Orlando – Vielleicht müssen wir das wirklich umkrempeln. EIne steuerliche Entlastung wäre mir auch viel lieber als eine Subventionierung. So kann ich selber Entscheiden, welche Kosten ich geteilt haben möchte und welche ich selber tragen will was mir wiederum weniger Abhängigkeit generiert.

  • Sibelius sagt:

    kaum zu glauben, dass ein paar leute glauben, dass der sohn wirklich so heisst.

  • Susi sagt:

    Aber hallo an alle Kritiker:
    Ist nicht jede/jeder einmal ge- oder überfordert, ob als Eltern oder sonst in irgendeiner Rolle?
    Ich habe mich beim Lesen jedenfalls köstlich amüsiert und kann mich sehr gut einfühlen.
    Kompliment!

  • René Fasnacht sagt:

    „Wie er sich räuspert und wie er spuckt, / Das habt Ihr ihm glücklich abgeguckt.“ Über Vorbildfunktion wusste schon Schiller (und vor ihm sicher andere) gut Bescheid. Wenn Sandro Brotz auch vier Kinder gut über die Runden gebracht hat – wie Christoph Blocher – dann darf er auch ein Buch schreiben über Vorbildfunktion. Auch noch wenn er dann 70 ist…. Viel Erfolg in der Vorbildfunktion!

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Finden Sie, dass Christoph Blocher vier Kinder gut über die Runden gebracht hat? Schauen und hören Sie sich nur Magdalena Martullo mal an. Ach ja, der wirtschaftliche Erfolg ist ja das A und O, wenn es um menschliche Qualitäten geht. Nicht immer, aber immer öfters. Prost !

      • xyxyxy sagt:

        sehen sie hier liegt genau ihr Problem: bloss weil ihnen diese Leute unsympathisch sind und sie nichts mit ihren politischen Ideen anfangen können, heisst das doch nicht, dass sie über ihr Familienleben urteilen können.
        Das nenne ich eine spiessige Intoleranz. Wer nicht meine Meinungen vertritt und nicht auf meiner Wellenlänge schwebt, den verachte ich und der ist bestimmt schlechter Vater etc. – eine kleingeistige Haltung.

        Damit sage ich nicht dass der CB ein guter Vater wäre, das kann ich genau so wenig wissen, wie das Gegenteil. Ich kenne diese Familie ja nicht von innen.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @xy 0801: Ich habe von den menschlichen Qualitäten gesprochen. Und da sind weit und breitkeine sichtbar für mich bei dieser Frau Martullo.

      • xyxyxy sagt:

        das dürfen sie gerne so finden – mir sind viele Leute auch nicht sympathisch, aber jmd zu absolut zu verurteilen, von dem ich nur eine Doku gesehen habe, finde ich total überheblich – zeugt für mich nicht gerade von einer humanen Weitsicht, sondern von hübsch gepflegten Feindbildern

  • Franz Oettli sagt:

    Ja Herr Brotz, wenn Ihnen der Bengel jetzt schon auf der Nase rumtanzt, dann wünsche ich Ihnen gute Nacht, wenn er erst mal älter ist. Je früher er Respekt vor den Eltern lernt, desto besser. Bald ist’s zu spät.

    • Sandro Brotz sagt:

      Danke, Herr Oettli – als Eltern lernt man regelmässig genauso viel dazu wie das eigene Kind. Und nicht sämtliche Antworten auf Erziehungsfragen sind in schlauen Büchern einfach mal schnell nachzuschlagen. Grenzen setzen ist genau so wichtig wie Geduld haben und Intuition zulassen. Finde ich.
      Alles Gute.

  • A.Tschannen sagt:

    Interessanter Beitrag und Kommentare.. Hitze hin und her… Ich würde Herr Brotz empfehlen ein paar Bücher über Kinderpsychologie und Erziehung zu lesen. Es hilft in jeder Phase zu verstehen was mit dem Kind los ist. Negatives Verhalten hat immer Ursachen. Wenn man diese Ursache herrausfindet, kann das Verhalten auch geaendert werden. Auf jeden Fall, viel Glück!

    • Sandro Brotz sagt:

      Merci! Der Schulbeginn hat die Situation schon „entkrampft“…
      Auch Ihnen alles Gute.

    • heidi reiff sagt:

      Ich habe viele Bücher gelesen über Psychologie, das Gedankengut von Alice Miller fasziniert mich nach wie vor, Alice Miller hat Pionierarbeit geleistet, was das Thema KINDSMISSHANDLUNG betrifft, vom Vatikan bekam sie nie eine Antwort, der Benedikt macht jetzt Winke Winke oder der Dalai Lama , Charlie Brown, ist ein Clown.. Ich bin nach wie vor auf der Seite der Kinder ob Bub oder Mädchen. Patriarchat, nein Danke… böse Emanze, sammelt mal endlich das Holz für den Scheiterhaufen, ich liefere dann den Blasbalk. damit das Feuer nicht auslöscht….., gute Nacht…….

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Ich würde Herr Brotz empfehlen, KEINE Bücher über Kinderpsychologie und Erziehung zu lesen. Aber das weiss er selbst ja schon lange, dass diese Literatursparte ein Tummelplatz von verwirrten Neurotikern ist. Der Schweizer Kinderarzt und Autor Remo Largo natürlich ausgenommen.

  • heidi reiff sagt:

    Weisch no ane 68 d’Wält het sich bewegt, jede brucht si Insle, jede si Palmestrand, jede legt si seel i eigne Sand, schaffe und go bickle, si mer nit scho zwit, ja Träum si nid vergäbe, sie sind Ventil vom Gmeuet, Weltensegler und Bernertroubadour spielt sich nicht auf als Gott seine Lieder sind authentisch und echt. Ich gehe nicht in Sack und Asche . Punkt.

  • heidi reiff sagt:

    Unbequeme Menschen sind nicht beliebt, Kadavergehorsam ist IN . GOTT MACHT ALLES , BRRRRRRRRRRRRRRR.

  • heidi reiff sagt:

    Christina Stürmers Lieder mag ich sehr, sind zwar echt ambivalent, eine Grundaussage ist, lass mich doch so wie ich bin, BRAUCH KEINEN HEILIGENSCHEIN. Ich mag Wasser, vielleicht schaff ichs mal, im Rhein schwimmen zu gehen. Als kleines Kind war ich im Eglisee allein, war einfach neugierig und hab mich ins Wasser gestürzt, ich habs überlebt, Grenzen setzen heisst für mich Kinder zu schützen und sie normal zu begleiten, Kinder sehen keine Gefahren, vor vielen Jahren bin ich einem Menschen begegnet der in Aarburg Erziehungsanstalt gearbeitet hat, er hat Menschen begleitet ohne sich anzupassen.

  • xyxyxy sagt:

    den Sinn dieses Beitrags sehe ich gar nicht, was will der Mann sagen? Irgendwie scheint es, dass er gegen Blocher ist, nur was hat das mit Erziehung zu tun? Er weiss ja nicht einmal wie dieser Mann vom Herrliberg seine Kinder erzogen hat. (Oder gibt es ein Erziehungsbuch von CB?) – Nichtssagende Rethorik.
    Erziehung hat mit „ziehen“ zu tun. Man das Kind nicht weiter bringen kann, als dort wo man selbst ist, bzw. nichts verlangen kann, was man selbst nicht tut.
    Vorbild allein, ist aber nicht alles. Man muss auch Grenzen setzen, davon schrieb er nichts und ja, man siehts.

    • Erika Amsler sagt:

      Brotz ist gegen Blocher: Jede Woche giftelt „Der Sonntag“ gegen Blocher oder zumindest gegen die SVP. Wenn das so weitergeht muss ich wohl der SVP beitreten. – Ché Guevara Junior? Ché Guevara Senior ist seit 1967 tot…

      • Auguste sagt:

        hmm…, dort geht es aber zu wie früher bei den privatbanken, erika amsler – ein paar millionen sollten sie schon mitbringen, sonst dürfen sie nur huldigen und wählen nach vorgabe. mal eine andere sonntagszeitung kaufen, scheint mir eine angemessenere reaktion zu sein und dafür reichen fünf stutz im sack.

      • Einer muss probieren den Blochers dieser Schweiz Einhalt zu gebieten! Die haben genug Landschaden angerichtet mit ihren betont einfachen Lösungen für komplizierte Probleme. Würde es nach denen gehen würde mit der Faust erzogen: Erst mal die Faust auf den Tisch hauen um rumzubrüllen dass sowieso alles A-Löcher sind, dann die Faust in den Sack, weil sie lieber rummötzeln als nachzudenken und am Schluss die rhetorische Faust ins Gesicht weil ausser heisser Luft nichts rauskommt.

        Damit meine ich,das möchte ich betonen, nicht ausschliesslich SVP Wähler. Von denen gibts nämlich auch schlaue.

      • heidi reiff sagt:

        Ich war als junge Frau einmal ein Chevarra-Anhängerin, es ging mir um Freiheit, ich bin einfach eine Rebellin. Innerlich, ich kann es rational nicht beschreiben. Ich kenne den Beatenberg aus persönlichen Erfahrungen, ist glaube ich der Spielplatz nach wie vor der Gurus hab mich da auch mal eingelassen am Rande, Rette sich wer kann von dieser iNDOKTRINATIONSBANDE .

      • StefanB sagt:

        Eigentlich ist Erika Amslers Idee gar nicht so schlecht: Wir alle,die uns eine wahrhatftige Partei des Schweizer Volkes wünschen, und nicht eine, die die Interessen von ein paar Multi… (ob .. milliionär oder konzern, bleibe dahingestellt) vertritt, sollten doch in Massen der SVP beitreten, dort als reguläre Mitglieder die Vorstände auf Gemeinde- Bezirks- Kantons- und Bundesebene auswechseln und die Partei wieder von Demagogie- auf Demokratiekurs bringen.

      • Sandro Brotz sagt:

        Liebe Frau Amsler – nein, ich bin nicht gegen Blocher. Aber ich bin beispielsweise gegen die Verunglimpfung von Ethnien und Plakataktionen wie „Kosovaren schlitzen Schweizer auf“. Da zweifle ich dann manchmal, ob die „Erfinder“ solcher Slogans eine Erziehung genossen haben, die auf Respekt einander gegenüber beruht.
        MfG

      • Auguste sagt:

        hmm…, ein subversiver „reverse-take over“ der svp – welch genialer plan stefanb. er könnte sogar gelingen, weil bis sich rita fuhrer und der ex-julius bär stratege, kaufmann, der wie hummler auch fast immer daneben lag mit seinen prognosen, über den einsatz der 200 propaganda-millionen geeinigt hätten – was mit fuhrer als partei gar nie möglich sein wird – könnte der coup schon durch sein und die no-future organisation bdp würde auch im gleichen wisch gemoppt.

        brillantes polit-mopping ersetzte das legendäre polit-mobbing – alles was rechts ist, aber langweilig wirds mit der svp kaum.

    • kaya sagt:

      Der Sinn dieses Beitrags dürfte der sein, dass der stolze Papi endlich mal eine Gelegenheit bekommen hat von seinem pfiffigen Tausendsassa zu erzählen. Es scheint ja, dass all die guten Ratschläge seiner Nachbarn, Freude usw. bei ihm nicht wirklich so gut ankommen, kann mir auch kaum vorstellen, dass diese Papis Begeisterung über Sohnemann teilen .

      • xyxyxy sagt:

        @sutter – ich habe nichts dagegen wenn jemand politisch gegen Blocher schreibt, mit politischen und wirtschaftlichen Argumenten, aber es ist doch völlig unsinnig in Themen wie Erziehung mit einem vorgeschobenen Blocher-Teufel zu argumentieren. Das ist einfach nur billig.
        Wenn er von „boxen“ und „blöder Papi“ schreibt, soll er uns doch sagen, wie er dem wirklich begegnet oder es gleich ganz bleiben lassen.

      • StefanB sagt:

        @xy; Das Blocher-Prinzip ist (ausnahmsweise) nicht nach Christoph Blocher, sondern nach seiner Frau Silvia (?) benannt, die ein sehr altväterisches Erziehungsprinzip vertritt.

      • xyxyxy sagt:

        danke für den Hinweis – hab mal kurz gegoogelt, hab das schon wieder vergessen, dass der Mann ein Buch geschrieben hat (interessiert mich halt nicht) – nehme also einen Teil meiner Kritik wieder zurück
        keine Fragen stellen etc. – scheint mir auch sehr blöde und unsympathisch – aber ich kenne das Buch nicht

        dennoch Herr Brotz: Sprachakrobatik und ich-bin-nicht-Blocher und zum eigentlichen Thema nichts sagen, da sollte doch mehr zu erwarten sein

      • @ xyxyxy korrekt. Ich muss zu meiner Schande gestehen dass der name B. bei mir einen Reflex auslöst den ich schwer unterbinden kann.

      • xyxyxy sagt:

        @sutter – man darf niemanden für so wichtig halten, dass er in uns gleich einen Reflex auslöst. Zudem, wenn wir mit Blocher sämtliches Übel der Schweiz personifizieren, worin unterscheiden wir uns dann noch von denen, die sämtliches Übel der Schweiz mit den „Linken und Netten“ personifizieren?
        Das eine ist so billig und unüberlegt wie das andere. Solche Feindbilder dienen in erster Linie um sich selbst zu den „Guten“ zählen zu können.

      • @ xyxyxy korrekt. wahre worte!

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Tja, xy usw.1341: , da läuft mir wieder meine emotionale Intelligenz über den Weg. Ich hab den „Sinn“ dieses Beitrags sofort begriffen. Die Erfahrungen eines engagierten Vaters mit „seinem“ Querdenker-Sprössling in höchst witziger Form schildern und dabei das soziale und politische Umfeld mit kleinen Seitenhieben miteinbeziehen. Es geht hier sogar auch um einen literarischen Anspruch an einen Text, dem sich der Autor gestellt hat !

      • xyxyxy sagt:

        da haben sie’s mir aber mit etwas verspätung wieder heimgezahlt Herr Niederer –
        aber ok so könnte man das sehen
        dennoch: den Sprössling als Querdenker zu bezeichnen, halte ich für reichlich geschönt. Ein normales Kind mit einem „dicken Grind“, das lernen muss, das nicht die ganze Welt nach seiner Pfeife tanzen muss. So wie wir das alle lernen müssen. Das wird ein wenig hochdramatisiert oder mit dem „Che“ eben fast schon heroisiert und als Rezept dagegen, gar nichts „eine Phase“ etc. – nein, überzeugt mich nicht. Finde ich auch nicht mutig.

  • Cara Mia sagt:

    Ich mag den Text, fertig. Und Vorbild ist man natürlich, in jeder Hinsicht. Drum ist Erziehung Selbsterziehung. Viel Spass mit Klein-Che! Wir müssen die Kinder nehmen, wie sie sind – sie uns auch.

    • Sandro Brotz sagt:

      Danke! Der letzte Satz trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Na ja, der letzte Satz von Cara Mia hat’s in sich. Ich denke immer wieder, wenn ich auf der Strasse sehe, wie respekt- und lieblos viele Eltern ihre Kinder behandeln: warum gibt es nicht massenhaft Amokläufer? Die Gründe wären vorhanden ! Kinder scheinen vordergründig extrem hart zu sein im Nehmen.

  • die Brüste haben mir besser gefallen….

  • heidi reiff sagt:

    Ich habe meine Kinder normal begleitet, mein Sohn war ein extremer Pedant schon als kleines Kind, sein Fingerspitzengefühl bewundere ich nach wie vor, als kleiner Bub brachte er alles zum Drehen, ein Vorhängeschloss auf einem Tisch zu drehen war ohne Anweisung für ihn kein Problem, meine Kinder sind mir nie auf der Nase rumgetanzt. Kinder sind keine Tyrannen, sie werden durch pechschwarze Pädagogig inkl. Religionsphanatismus dazu gemacht. Punkt.

  • Auguste sagt:

    hmm…, was wären wir bloss ohne die vorbildlichen blochers? als ich jüngst beim abtrocknen einen teller fallen liess, tröstete ich mich damit, dass herr blocher schon viel mehr geschirr zerschlagen hat und das der liebe seiner frau überhaupt keinen abbruch tat. für seine töchter muss er schon ein vorbild gewesen sein. eine sieht aus wie er, spricht wie er und geht wie er – aber ist definitiv keine ente. die andere produziert die herrlichen basler läckerli, in deren zuckerguss manche schon das antlitz des herrn gesehen haben wollen. was tuchweber können, können confiseure schon lange.

    • heidi reiff sagt:

      Scherben bringen Glück 🙂

      Ich bin zwar eine waschechte Baslerin, die Baslerleckerli haben mir nie geschmeckt, hmm……

    • plop sagt:

      Bühne Huber singt irgendwo: „i ha me gschiir verschlage, aus i je gschiir ha ghaa“ – ob Herr B. sich dazu mal Gedanken machen sollte?

  • kaya sagt:

    Sagen sie mal Herr Brotz, finden sie es normal, dass ihr Sohn sie schlägt, auch wenn seine Boxhiebe ihnen (noch) nichts anhaben können? Ich geh mal davon aus, dass sie ihr Kind nicht schlagen, wieso aber tolerieren sie eine solche Handlung von ihm, der doch als Erstklässer bestimmt schon weiss, dass man das nicht tut? Vielleicht sollten sie sich darüber mal ein paar Gedanken machen, die Schulkollegen ihres Bengels sind ihnen bestimmt dankbar, von ihm nicht gleich eine auf die Nuss zubekommen, wenn ihm etwas nicht passt.

    • plop sagt:

      Weisst du, kaya, ich vermute einen Zusammenhang mit der Übernamensgebung… Diese klingt bei mir arg nach Goldsohn…

      • xyxyxy sagt:

        @kaya -sehe ich auch so, weder boxen, noch Beleidigungen darf man akzeptieren. Tut man es, sagt man dem Kind nur, dass man es nicht für voll nimmt (das ist ganz schlimm). Im übrigen muss jeder Mensch lernen andere zu respektieren und das beginnt in der Familie.

        Der Artikel überzeugt mich kein bisschen, da können auch Che und Blocher nicht darüber hinwegtäuschen. Was sagt er?
        „Es kommt eh alles gut, weil wir unser Kind lieben“ – Ah, das ging schon bei gaaaanz vielen ins Auge.

    • Sandro Brotz sagt:

      Keine Bange, Kaya – das weiss unser Liebling schon und es sind auch absolute Ausnahmen. Seit die Schule am Montag begonnen hat, pendelt sich diese „Übergangsphase“ auch schon wieder langsam ein. Es war und ist bestimmt auch die Ungewissheit vor all den neuen Abläufen dabei, die hier durchdringt. Im Übrigen – auch an andere Kommentierende: Es schwingt mitunter auch Ironie mit in meinen Zeilen… Danke jedenfalls für alle Tipps, Hinweise und Anregungen!

      • kaya sagt:

        Sorry Herr Brotz, Ironie finde ich leider keine in ihren Zeilen, könnte aber auch damit zusammenhägen, dass ich mich in einer „Übergangsphase“ befinde.

      • Auguste sagt:

        hmm…, es ist dieser „bierernst“ der neuen väter, der manchmal dazu führt, dass man denen selbstironie schon fast nicht mehr zutraut. ironie geht ja eigentlich nie, aber auf ironie im eigenen text hinzuweisen, geht gar nie. wie wusste schon guderian: „klotzen nicht kleckern!“ – tragen sie einfach dicker auf, herr brotz oder tauschen sie das „b“ gegen ein „p“ und dann wird nomen zu omen.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      @xy usw. 1349: „weder boxen, noch Beleidigungen darf man akzeptieren. Tut man es, sagt man dem Kind nur, dass man es nicht für voll nimmt“. Falsch überlegt resp. eine Gehirnwindung ist verdreht. Man sagt dem Kind, dass man sich selbst (mit seinen Emotionen) nicht ernst nimmt > ein scheintotes Gegenüber, das man aufwecken muss, FÜHLT das Kind.

      • xyxyxy sagt:

        sie sind mir zu intelligent – ich kann ihnen nicht folgen

      • Brunhild Steiner sagt:

        @xyxyxy
        beim lesen der ganzen Dialoge zwischen Ihnen und Herrn Niederer beschleicht mich irgendwie das Gefühl,
        dass möglicherweise auch umgekehrt gefahren ist?
        (was das „nicht folgen können“ betrifft)

  • Derrwisch sagt:

    Huch, was macht denn Blocher hier im Blog?

    • Auguste sagt:

      hmm…, erst der rechte derwisch, jetzt noch der linke derwisch – bei so vielen, die wischen, könnte man fast glauben, dass wir einen sauberen wahlkampf haben werden.

    • Der ist auch überall diese Tage, der Stöffeli…

      Ich habe den Blog heute leider auch nicht so richtig verstanden. Keine Ahnung worum es sich heute dreht. Ich konnte nur Trotz und Blocher mitnehmen, für den Rest brauche ich eine Zusammenfassung.

      Ich weiss nur dass man als Vater Vorbild ist, auch wenn man keines ist denn die Kleinen orientieren sich nach oben

  • heidi reiff sagt:

    Ich bin nicht erpicht auf auessere Fassaden, gestylte Männer mit Fliegen und Krawatten nein Danke, ein einfacher Arbeiter, Gipser Maler verrichtet seine Arbeit im Ueberkleid, diese Hardliner und Manager sind auch nicht das gelbe vom Ei. Ja ich wiederhole mich, wir Menschen sind doch ein Stück weit Gewohnheitstiere. Deine Kinder sind nicht deine Kinder (Kalil Gibran)

  • Füchsin sagt:

    Bei den Blochers alles in Ordnung??? Na dann schaut euch mal diese krass unterschiedlichen Wahrnehmungen der Gesellschaft innerhalb der blocherschen Familie an…. Blochers Schwester ist das pure Gegenteil von ihm! Krasser Pol zu krassem Pol – alles in Ordnung? Extremismus vs. Extremismus!

    • kaya sagt:

      ….und nicht zu vergessen sein krasser Bruder.

    • Astrid sagt:

      Ach, und das soll schlecht sein? Eine wirkliche Familie lebt davon, dass man das aushält, diese Unterschiede. So ganz falsch kann das dann nicht gelaufen sein. Blochers Schwester ist völlig konträrer politischer Ansicht als er, aber trotzdem ein Teil der Familie. Das ist mir eher ein Vorbild, als eine stramm auf einer Linie stehende Familie, die nach aussen auf Einigkeit macht, sich aber innen zerreisst. Mal ganz davon abgesehen, dass wir alle keinerlei Ahnung haben dürften, wie das Innenleben dieser oder jeder anderen Familie aussieht.

      • Füchsin sagt:

        Ganz einverstanden, dass es Unterschiede geben soll und es diese auszuhalten gilt. Mein Beitrag bezieht sich auf die Aussage von Orlando S., wonach die Blochers als Bilderbuchbeispiel für gelungenes Familienleben versus all die gescheiterten Existenzen „aus geschiedenen, alleinerziehenden, patchwork, fulltime-Kita und anderen Familienmodell-Experimenten im Volch“. Leben und leben lassen – Probleme und Glückliches gibts gleichermassen in allen Varianten des Zusammenlebens.

      • Orlando S. sagt:

        Ich sprach eigentlich von den Blochers, Christoph & Silvia und Kinder. Wobei die Geschwister wohl alle auch ziemliche Alphatiere sind, stimmt.

        Sag ich ja, jedem das seine. Aber dann bezahlts gefälligst auch selber. Von der Abtreibung bis zum Krippenplatz. Die Gesetzgebung muss sich auf die traditionelle Familie als zivilisatorisches Erfolgsmodell ausrichten und nicht auf die alternativen Experimente.

      • Ich wüsste eigentlich auch ganz gerne wohin ein Grossteil meines Geldes hingeht.

      • …und auch wie das traditionelle Familienmodell 2011 auszusehen hat.

  • tommaso sagt:

    „Wer den Anspruch aufgibt, als Vater kein Vorbild mehr zu sein, der kapituliert.“

    Doppelte Verneinungen sollte man nicht nie wegzulassen vergessen, wenn man nicht unsicher sein will, dass das Gesagte nicht negativ missverstanden werden soll…

  • Rahel sagt:

    Herrlich das mit dem Antrag was das Spielen angeht!!! Werde ich bei uns auch einführen 🙂 *joke*

    • Orlando S. sagt:

      Die kugeln sich doch vor lachen. Wenn man sich so die Familie Blocher anschaut, scheint mir bei denen jedenfalls ziemlich viel in Ordnung zu sein, ganz im Gegensatz zu all den Ergebnisen aus geschiedenen, alleinerziehenden, patchwork, fulltime-Kita und anderen Familienmodell-Experimenten im Volch.

    • Wichtig ist dass man sich nicht darum kümmert, was andere davon denken wie man lebt.

      • Rahel sagt:

        Das ist schon richtig, versuche ich auch immer wieder aufs Neue, und ertappe mich doch immer wieder dabei, dass ich dann eben doch darüber nachdenke wie wohl Familie XY die gleiche Situation handelt!

  • Manfred Meier sagt:

    Blocher bashing auf allen Kanälen _yawwwn_
    Und: Wer sein Kind Ché nennt hat’s nicht anders verdient (und wohl auch nicht anders gewollt, sein ganzes kryptorevolutionäres Weltbild könnte ja in Frage gestellt werden).

  • André Kaufmann sagt:

    Es gibt keine perfekten Pläne, nur gute Absichten.

    Mit Che Guevara verglichen zu werden ist übrigens weder süss noch intelligent. So wird ihm unter andrem die Internierung homosexueller Männer vorgeworfen.

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    @ herr brotz: ich habe den grundfehler ihrer erziehung gefunden: „Man muss ein Kind dazu erziehen, dass es selber das Beste will.“ als dauerläufersüchtiger ist das für sie natürlich schwierig zu verstehen. wie wäre es mit: ‚man kann hoffen, sein kind dazu zu erziehen, dass es nach höherem strebt?‘

  • Auguste sagt:

    hmm…, wo liegt das problem? helfen sie einfach ihren nachbarn den kleinen r. weiterhin absolut vorbildtauglich zu erziehen – schenken sie den leuten auch mal das eine oder andere wellness-wochende und hüten sie das vorbild ein paar tage – sie werden sehen, dass auch der umweg zum ziel führen kann. methodisch könnte auch ein volle dröhnung mit toy story 1 – 3 und cars 1 & 2 wirkung im ziel bringen. und wenn alles nichts hilft, bleibt ja immer noch star wars I – VI. die stelle mit: „i’m your father, luke“ wird sogar ihren ché ins grübeln bringen.

    youtube: tim mcrgraw – don’t take the girl

    • Brunhild Steiner sagt:

      😉 also wenn man so viel Glück hat, dass einem das liebe Umfeld aus lauter Dankbarkeit über die positiv-prägenden Ausstrahlungen des hausinternen Nachwuchses (selbstverständlich mit Langzeitwirkung) ein Wellness-Wochenende schenkt, also dann hat man wirklich Glück! 🙂

      • Auguste sagt:

        hmm…, brunhild steiner, bei den heutigen wechselkursen ist so ein wellness-wochenende-geschenk im wellness-paradies austria auch nicht mehr die geste, die es mal war. und an die richtige inflation, die da hinter dem horizont lauert, mag ich nicht einmal denken. man möchte es beinahe dem bundesrat gleichtun und das geld einfach zum fenster raus auf die hoteliers und die gebeutelten exporteure mit offenem geldbeutel werfen. dann wäre man alle montetären sorgen für fünf minuten los.

      • Auguste sagt:

        hmm…, brundhild steiner, und dann gibt es in diesen „volatilen“ zeiten noch ein paar einfache und praktische erziehungshilfen für vorbilder:

        youtube: ricky van shelton – keep it between the lines (offical video)

      • Cara Mia sagt:

        Wäre noch vorstellbar, dass im nächsten Blog der Daddy von Klein-R schreibt, wie er den schlechten Einfluss von Klein-Che in den Griff kriegen könnte…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Auguste: merci für das Lied, ein bisschen Bodenhaftung schadet nie-
        allerdings stelle ich mir das mit einem Mobilityauto nicht so romantisch-gelassen vor,..,
        auf dass wir es schaffen immer einigermassen zwischen den Linien zu bleiben…:-)

  • RosaRot sagt:

    Ein wirrer Blog eines Vaters, der schon jetzt enttäuscht ist, dass ihn sein Sohn nicht so toll findet. Anspruch und Wirklichkeit sind nicht das Gleiche und das merken eben auch schon 6-jährige. Vielleicht kann es der Sohn einfach nicht begreifen, dass der Papi jeden Tag mit seiner Rennsucht versucht dem Leben davonzulaufen. Das SVP-Bashing am Schluss ist wirklich nur noch peinlich und soll wohl dazu beitragen, dass Herr Brotz wenigstens in der linken Szenebeiz doch noch zu seinen Schulterklopfern kommt.

  • Rima sagt:

    Erziehung ist Selbsterziehung. Hat mans so ein gefitztes Kerlchen als Sohn, ist das ja eigentich eine Glückssache was die Sach nicht einfacher macht. Da ist mann/fraugefordert und man muss dauernd sich selber hinterfragen. Den Link zu Herr Blocher sehe ich hier aber nicht unbedingt ein.

  • Alex sagt:

    Interessanter Ansatz. Da ich selbst (noch) nicht Vater bin ist meine Meinung noch eher von Fremdeindrücken geprägt. Ich glaube schon, dass es Vorbilder braucht. Bei Ihrem Sohn müsste ja das Ziel sein, dass er für einen weiteren Nachbarsbuben jeweils ein Vorbild sein kann. Gleichzeitig sollte es jedem Erwachsenen am Herzen liegen ein Vorbild für alle zu sein. Sei dies der generelle Umgang anderen, einhalten von Regeln oder eben auch mal das Brechen von Regeln für einen nicht eingennützigen Zweck.
    Ein weiterer interessanter Artikel zum Thema Vorbilder auch hier: http://t.co/STk06i4

  • Andrea sagt:

    Ach, mit sechs Jahren machen die das auch noch? Meiner macht genau das mit seinen 22 Monaten, Gebrüll, nein, wehrt sich mit Händen und Füssen… und ich dachte, mit sechs wären die einsichtiger…

    • Ups sagt:

      Wenn die Eltern 4 Jahre später auch noch nicht begreifen, was das Kind will, muss es halt weiterhin sich wehren.. Ich hoffe mindestens, es liegt daran, weil meine auch mit knapp 2 Jahren das Sich-lauthals-Wehren entdeckt hat.

      • Daniela sagt:

        🙂 Ruhe und Gelassenheit hilft im Trotzalter (2-4), mit 6 Jahren und vorallem dann wenn sie wirklich erwachsen werden. Meines erachtens normale Entwicklungsphasen und hat auch nichts mit Krankheiten zu tun.

  • Daniela sagt:

    Also ich höre das NEIN und den Protest auch häufig an einem Tag und ich verstehe. Meine Tochter ist ebenfalls 6 und wird selbständig, kann alles schon alleine und freut sich wenn sie so gross ist das sie Mama nicht mehr zuhören und folgen muss. 🙂

  • Robert sagt:

    Lieber Herr Brotz, ich bezweifle, dass das Problem des Trötzelns sehr viel mit demjenigen des allenfalls abwesenden Vorbildes zu tun hat. Viel eher ist es wohl eine relativ komplexe emotionale Situation ihres Sohnes, die ihn mehr als normal rebellieren lässt? Und wahrscheinlich ist es gerade für die Eltern als Teil dieser Situation äusserst schwierig zu erkennen, WARUM das nun wirklich ausgelöst wird. Bis hin zur Möglichkeit, dass ihr Kind irgendeine Form von ADS zeigen könnte.

    • E.H.Roth sagt:

      Ach kommen Sie Robert, immer wenn ein Kind etwas mehr Bewegung braucht/will heisst es gleich ADS! Immer diese suche nach Ausreden und Entschuldigungen. Schickt den kleinen Terroristen in die Pfadi, Sportverein wo er sich austoben kann ob es ihm passt oder nicht.

  • juhee sagt:

    den Anspruch aufzugeben, KEIN Vorbild zu sein enspricht – mit Verlaub – glaub gerade nicht ihrem Ansinnen, oder liege ich falsch? brauchen ich oder sie eine lektion in logik?

    • Robert sagt:

      Ne, der Satz war offenbar falsch, was seine Syntax anbelangt. Aus lauter Verzweiflung einmal zu oft negiert. Was zu verstehen es allerdings auch nicht leichter macht, das eigentliche Anliegen des Artikels zu entdecken. Ist es allenfalls bloss ein Aufschrei der Frustration?

  • Mamita sagt:

    Wie Blocher?! Um himmels Willen! Alle paar Minuten „die Linken“ hören müssen?

  • E.H.Roth sagt:

    hm, .. denn wir lieben ihn zu fest und wenn nicht täglich versuchen… . dass ein sechs Jähriger zwei Erwachsen auf der Nase rumtanzen kann. So, die Ausrede heisst liebe. Wissen Sie Herr S.B. ich wünsche mir mehr Blocher’s in der CH und in Europa als Politiker und Wirtschaftsführer aber das ist meine und meines Umfeldes Ansicht. Auch als Vorbild taugt ein Blocher bei weitem mehr als Sie sich denken können.

    • Hans Spörri sagt:

      Lieber Herr Roth, zum Glück habe ich nichts mit Ihnen und Ihrem Umfeld zu tun. Sind Sie als Erwachsener geboren oder kann es sein, dass Sie auch mal ein Kind gewesen sind? Ich frage mich, weshalb immerwieder solche Leute wie Sie, die nichts aber auch gar nichts mit der modernen Erziehung (und damit meine icht NICHT antiautoritär oder sonst was in diese Richtung) am Hut haben, hier Kommentare abgeben. Mich würde es noch interessieren, ob Sie Kinder haben – mein Tipp: Nein!

      • E.H.Roth sagt:

        aha, Lieber Herr Spörri, Sie leben und denken die richtige Richtung also den Mainstream des 21. Jahrhunderts? Was glauben Sie, sind Leute wie ich jetzt Schuld an der Misere in Europa? Es sind doch alles moderne Menschen (behaupten es jedenfalls) diese Volksnahen Politiker und usw. und trotzdem … sie sehen und lesen es ja selber überall in Politik, Wirtschaft … ein versagen nach dem anderen… Zur modernen Erziehung Hr. Spörri, das Thema ist bei mir zum Glück durch und sehe jedenfalls am Resultat keine Fehler aber mein Ziel war auch nie ein perfekter Mensch zu sein.

    • E.H.Roth sagt:

      wissen das Motto war immer möglichst kein reines Reinhelft zu haben.

    • Cara Mia sagt:

      Oh, Vorbild Blocher hatten wir doch schon. Das war die alte DDR. Mauern hoch und eigenes Süppchen kochen. Bei CB ist es einfach ein kapitalistisches, dort war es ein kommunistisches. Taugt alles nichts, schon gar nicht als Vorbild. Ein derart von sich eingenommener Mensch kann niemals Vorbild sein, schon gar nicht für Kinder. Zum Glück für seine Kinder hat er die Erziehung delegiert und mit Abwesenheit geglänzt, als echter Mann. Deshalb sterben echte Mannen ja auch aus.

      • E.H.Roth. sagt:

        @Cara Mia
        nun, nicht alle Frauen sind Deiner Meinung. Es soll sogar solche geben die haben kein Problem damit wenn der Mann etwas mehr Abwesend ist aber wenn es Frau stört, vorher überlegen und einen anderen Mann wählen.

  • Sportpapi sagt:

    Da hst du für einmal recht. Es lenkt nur vom Inhalt ab, der viel mehr her gibt als viele der Denkanstösse in letzter Zeit im Mamablog.

    • Sportpapi sagt:

      Da war doch mal etwas, auf das ich geantwortet habe. Wird die Märchenerzählerin heute wieder entfernt?

      • Auguste sagt:

        hmm…, sportpapi, an so heissen tagen etwas langsam mit den riesenfelgen – da kann einem schon etwas trümmlig werden, offensichtlich.

  • Mario Aldrovandi sagt:

    Du musst ein Kind nicht erziehen; es macht dir alles nach.

    • heidi reiff sagt:

      Super ihr Beitrag, Kinder lernen in der 1. Entwicklungsphase durch Nachahmung, Entwicklungspsychologie ist glaub ich für viele ein Fremdwort

      • Jean sagt:

        Leider gibt es soviele Eltern die nie „erzogen“ wurde. Die 3 bis 4 ersten Jahre sind für das Kind das Beispiel des ganzen Lebens.

  • Ich hoffte auf die Pointe, dass eben R. Blocher zum Vorbild habe, was Korrektmensch Sandro Brotz zutiefst ins Grübeln brächte. Aber da ist nix. Vielleicht hätte man, wegen „Klumpenrisiko“, noch Kind zwei, dreii (eventuell gar vier) ins Rennen schicken sollen. Die Papakolumne scheint derzeit die beliebteste (aber auch schwierigste) Textsorte für männliche Journis zu sein. Die Stümper zeigen die Könnerschaft eines Bänz Friedli und eines Sven Broder. lasst Köppel Papablog schreiben!

    • Tom sagt:

      Hat denn der Köppel zum Thema mehr als Prosa beizutragen? So’n paar echte Einsichten, wie sie in diesem Land insbesondere Mütter haben, die sich intensiv mit der Kindererziehung beschäftigen, sind sehr willkommen. Ein bisschen heisse, Köppel’sche Luft bringt nichts.

      • Sportpapi sagt:

        Köppel erklärt die Welt. Diese sieht bei im immer so aus, wie es die meisten anderen gerade nicht sehen. Das hat den Vorteil, dass er hin und wieder – selten – sagen kann, als einziger schon frühzeitig alles richtig gesehen zu haben…

      • adlerauge sagt:

        „la crise n’existe pas“

      • Auguste sagt:

        hmm…, adlerauge, was denken sie, wenn der herr köppel noch einmal eine frontseite rückgängig machen könnte, welche wäre das wohl?

        andererseits, könnte er auch seinem, von sportpapi erwähnten, reflex zum opfer fallen und auch noch den wirrsten standpunkt versuchen schönzuschreiben. das sich winden des chefredaktors zusammen mit christoph mörgeli und peter bodenmann weiter hinten in schönster, widersprüchlicher zweisamkeit vereint, macht das blatt zur unterhaltsamen badi-lektüre an sommertagen. sehr schön auch die alibi-leserbriefe von links, die sich vor rechts zum affen machen dürfen.

  • Richi sagt:

    Sie tun mir leid!

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