Was Sie schon immer über Aufklärung wissen wollten, aber nie zu fragen wagten

aufklärung

Wie sag ichs meinem Kind? Abigail Breslin und Ryan Reynolds im Film «Definitely, Maybe» (2008).

Der Mamablog widmet dem Thema Sexualität einen Schwerpunkt. Gestern konnte Sie im Beitrag von Michèle Binswanger lesen, wie der Terminus Sexsucht zu einer Art Modediagnose geworden ist – und was dies über unser Verhältnis zur Lust sagt.

Das Bild der frühreifen Jugendlichen, die heute alle schon mit elf Jahren mit wechselnden Partnern ungeschützten Sex haben, hält sich hartnäckig. Zu Unrecht. Tatsächlich kommen Jugendliche zwar immer früher in die Pubertät. Hatten Mädchen in den 20er-Jahren mit durchschnittlich 14,6 Jahren ihre erste Periode, sind sie heute laut Sexualforschern bereits mit knapp zehn Jahren soweit. Und bei den Jungs sieht es nicht viel anders aus: Deren sogenanntes Ejakularchealter, also der Zeitpunkt des ersten Samenergusses, ist im Laufe der Zeit ebenfalls stetig gesunken: Bei immer mehr Knaben beginnt die Pubertät heute bereits vor dem zwölften Geburtstag.

Für ihr erstes Mal lassen sich die Teenager aber trotzdem noch etwas länger Zeit: Mit 17 Jahren haben zwei Drittel der Schweizer Jugendlichen das erste Mal hinter sich. Und die meisten von ihnen verhalten sich dabei verantwortungsbewusst und benutzen Verhütungsmittel, wie eine Studie der Uni Basel zeigt. Dieselbe Studie belegt allerdings auch, dass viele Jugendliche ihr Wissen über Verhütung und Fortpflanzung gnadenlos überschätzen. So bejahten etwa 76 Prozent die Frage, ob sie wüssten, wann das Risiko schwanger zu werden am grössten sei. Knapp die Hälfte davon gab dann aber eine falsche Antwort.

Das eigentliche Problem unserer Jugend ist also nicht zu früher und zu viel Sex, sondern zu wenig und zu schlechte Aufklärung. Denn ja, aufgeklärt wurde der Grossteil dieser Jugendlichen laut eigener Aussage. Die meisten von ihnen in der Schule, viele auch von der Mutter oder von Gleichaltrigen. Die Väter bleiben bei dem Thema Nebendarsteller, geben doch bloss 1 Prozent der Mädchen und 5 Prozent der Jungs an, vom Papa aufgeklärt worden zu sein.

Egal ob Lehrer, Mutter oder Vater den Aufklärungsjob übernehmen, oft hindert ihr eigenes Schamgefühl sie daran, diesen erfolgreich zu meistern. Unsere Expertentipps sollen Ihnen eine Stütze sein fürs Aufklärungsgespräch. Beziehungsweise für die Aufklärungsgespräche, denn die ersten Fragen zur Sexualität stellt Ihnen Ihr Kind garantiert schon mit zwei, drei Jahren – und wenn Sie das Thema offen behandeln, wird es bis ins Erwachsenenalter nicht mehr damit aufhören.

Wenn die Kinder nicht von selbst fragen: In welchem Alter soll man mit dem Aufklärungsbuch auf sie zukommen?

«Kinder sind von Geburt an, ja sogar schon vor der Geburt Sexualwesen, das beschreibt die psychologische und medizinische Forschung seit Jahrzehnten», sagt Marina Costa, Fachärztin für Kinder und Jugendliche, Schulärztin und Co-Leiterin der Fachstelle für Sexualpädagogik LustundFrust. Wichtig bei der Aufklärung sei, dass diese dem Entwicklungsstand des Kindes entspreche. «Jedes Kind verfügt über einen eigenen «Aufklärungskompass». Die Eltern sollten auf Äusserungen des Kindes achten – Fragen, Zeichnungen oder andere Geschehnisse – und daran erkennen, wann die Themen der Sexualaufklärung anzugehen sind», sagt Costa. Zudem sei es wichtig, über Sexualität ebenso normal und unaufgeregt zu reden, wie man das Kind zum Beispiel auch über gesunde Ernährung, Bewegung oder gegenseitigen Respekt aufkläre.

Gabriela Jegge vom Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz ergänzt, dass gerade Eltern stiller Kinder im Bereich der Sexualerziehung eine besondere Verantwortung zu tragen hätten: «Sie sollten Anregungen für Gespräche schaffen und sich auch im Umgang mit Körperlichkeit nicht verschliessen.» Wichtig sei es jedoch, auf die Grenzen des Kindes zu achten, also behutsam vorzugehen und Rücksicht auf die kindlichen Bedürfnisse und Signale zu nehmen. «Unterstützend für ein Gespräch sind sicherlich altersentsprechende Bilderbücher. Das gemeinsame Bücherlesen ist eine gute Möglichkeit der Aufklärung.» Eine Liste empfehlenswerter Aufklärungsbücher finden sich auf www.amorix.ch.

Wie sehr soll man bei der Aufklärung ins Detail gehen?

«Je kleiner die Kinder sind, desto weniger Details sind gefragt. Und desto eher sind «erlebte» Körpererfahrungen und Vorbilder wichtig», so Gabriela Jegge. Was die Eltern vorleben, prägt das Kind. Es ist darum nicht nur erlaubt, sondern sogar ratsam, als Elternpaar auch vor den Augen der Kinder zärtlich miteinander zu sein, sich zu küssen oder zu umarmen. «Eine sexualfreundliche Erziehung ist mehr als Aufklärung und Informationsvermittlung. Sie findet nicht punktuell oder einmalig statt, sondern ist eher eine Haltung der Eltern», sagt Jegge.

Wie soll man die Geschlechtsteile nennen, wenn das Kleinkind danach fragt?

«Die einzelnen Körperteile sollten unbedingt richtig benennt werden», sagt Marina Costa. So müssten keine lustigen Bezeichnungen wie «Müscheli» oder «Schnäggli» erfunden werden und man könne die Kinder davor schützen, gewisse Worte als «Schmutzworte» zu empfinden. «Zudem ist es wichtig, dem Kind gleichzeitig beizubringen, welche Körperteile als privat gelten und von anderen nicht angefasst werden dürfen, und wie es diesen Anspruch auf Privatsphäre durchsetzen kann. Auf diese Weise agiert man präventiv gegen Kindsmissbrauch», sagt Costa.

Soll man im Aufklärungsgespräch persönliche Erfahrungen einbringen?

Annette Bischof-Campbell von der Beratungsplattform lilli bejaht die Frage klar: «Es ist besser, wenn man nicht versucht, alles ganz neutral zu erklären, denn ein grosser Teil des Sexualitäts-Wissens ist nun mal sehr stark gefärbt von persönlichen Erfahrungen. Und statt zu sagen «Das ist so», hilft die Aussage «Das habe ich so erlebt, es kann aber sein, dass du das ganz anders erlebst, denn jeder Mensch erlebt die Sexualität anders» dem Kind meist mehr.» Gerade um nicht nur die eine, persönliche gefärbte Sicht auf die Dinge zu erfahren, ist es gut, wenn die Kinder auch Zugang zu anderen Aufklärungs-Quellen haben – zum Beispiel Bücher, den Aufklärungsunterricht in der Schule oder Aufklärungswebsites.

Wie soll man reagieren, wenn die Tochter oder der Sohn etwas fragt, über das man selber nicht genau Bescheid weiss?

«Eltern müssen nicht allwissend sein», beruhigt Gabriela Jegge, «wichtiger ist es, ehrlich zu sein und sich einzugestehen, dass man nicht in allen Lebensbereichen Fachexperte ist.» Jugend-Ratgeber, Lexikas (zum Beispiel «Schülerduden Sexualität») oder Internetseiten können fast immer die entsprechenden Antworten liefern.

Dürfen Kinder etwas vom Sexleben der Eltern mitbekommen oder schadet ihnen das?

«Warum sollten Kinder nicht wissen, dass ihre Eltern eine Sexualität haben? Sie haben ja selbst eine – schon Babys empfinden bewiesenermassen sexuelle Erregung», sagt Annette Bischof-Campbell von lilli. Man müsse das Thema Sexualität sicher nicht künstlich von Kindern fernhalten. Im Gegenteil: «Wenn die Sexualität tabuisiert wird, entstehen übermässige Scham, Hemmungen und Sprachlosigkeit um sie herum.» Gleichzeitig ist es allerdings auch wichtig für Kinder zu lernen, dass ihre Eltern gerne ungestört sind, wenn sie sich lieben. Denn die sexuelle Beziehung des Elternpaares soll umgekehrt schliesslich auch keinen Schaden nehmen. Es besteht also ein klarer Unterschied zwischen Privatsphäre beim Sex einhalten und Sex verheimlichen: «Eltern als Rollenvorbilder können Kindern einerseits zeigen, dass Sexualität nicht tabuisiert werden muss. Andererseits sollen sie ihnen auch beibringen, dass Menschen beim Sex ein Anrecht auf eine Privatsphäre haben.»

Der Teenager hat zum ersten Mal eine feste Beziehung. Soll man als Elternteil das Thema Verhütungsmittel direkt ansprechen, oder besser nur  Gesprächsbereitschaft signalisieren?

Laut Gabriela Jegge sollen Eltern ihre Kinder durchaus auf dieses Thema ansprechen, doch es sei auch in Ordnung, nur Gesprächsbereitschaft und Offenheit zu signalisieren. «Wenn Mutter und Vater ein Gespräch über Sexualität peinlich ist und diese bis anhin nie ein Thema war, wird es unter Umständen schwierig werden, just in dem Moment, da das Kind erstmals eine Partnerschaft eingegangen ist, das Thema Verhütung offen auf den Tisch zu bringen.» Also empfiehlt es sich eher, dem Kind ganz nebenbei ein Gespräch über die noch frische Beziehung anzubieten, ohne aber darauf zu drängen oder gleich Detailfragen zu stellen. Welcher Weg der richtige ist, spüren Eltern selber. «Grundsätzlich gilt jedoch: Schweigen ist Silber, Reden ist Gold – aber von Anfang an!»

Vorausgesetzt der Teenager informiert die Eltern darüber: Soll das erste Mal der Tochter oder des Sohnes im Elternhaus stattfinden, oder soll man das junge Paar den Ort selber wählen lassen?

Es ist wichtig für die heranwachsenden Töchter und Söhne, dass sie eine Privatsphäre haben. Dazu gehören private Orte, die sie selber auswählen dürfen. Und die Eltern können dem jungen Paar beim ersten Mal sowieso nicht über die Schultern schauen oder es kontrollieren. «Umso wichtiger ist der gute Einfluss der Eltern vor dem ersten Mal. Eltern sollten sich vergewissern, dass und wie für Verhütung gesorgt wird», sagt Annette Bischof-Campbell (siehe vorherige Frage). Jugendliche haben meist viele Fragen bezüglich dem ersten Mal. Wenn im Elternhaus ein Klima der offenen Kommunikation und Toleranz herrscht, dann wird der Nachwuchs eher mit seinen Anliegen zu den Eltern kommen – und auch eher zum Gespräch bereit sein, wenn die Eltern das Thema von sich aus ansprechen. «Helfen kann auch, wenn die Eltern den Jugendlichen informative Bücher und Links bereitstellen», so Bischof-Campbell.

Wie bereitet man die Tochter auf den ersten Frauenarzt-Termin vor und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

DEN richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. «Jede Jugendliche sollte in der Lage sein (dürfen), selber darüber zu entscheiden, ob sie zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt möchte. Dieser Entscheid ist zu respektieren – ebenso ob die Jugendliche mit oder ohne Eltern oder andere Begleitung dorthin gehen möchte», sagt Marina Costa. Auch bedeutet einen Frauenarztbesuch nicht automatisch, dass eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt wird. Je nach Fragestellung und Situation kann auch nur eine ausführliche Beratung stattfinden.

Wie soll man reagieren, wenn das pubertierende Kind ein Problem mit dem eigenen Körper hat und dies äussert, man es selber aber nicht nachvollziehen kann?

Gerade in der Pubertät sind Probleme mit dem eigenen Körper an der Tagesordnung. Das Kind wächst in einen Frauen- oder Männerkörper hinein und muss erst lernen, sich dort zuhause zu fühlen. Jungs und Mädchen vergleichen sich mit anderen und sind dabei sehr unsicher und selbstkritisch. «Man sollte ihre Probleme auf jeden Fall ernst nehmen und nicht herunterspielen, also erst mal Verständnis zeigen», sagt Bischof-Campbell, «die meisten Eltern können sich ja selber noch an diverse Unsicherheiten in der Kindheit und Jugend zurückerinnern. Gleichzeitig ist es wichtig, dem Kind möglichst viel Bestätigung und positives Feedback zu seinem Körper und natürlich auch zu seiner Person zu geben.» Viele Körperprobleme entstehen laut der Expertin, weil die Kinder oder Jugendlichen ihr Äusseres mit Darstellungen in den Medien vergleichen. Darum sollte man ihnen auch die Fakten aufzeigen: Wie breit das «Norm-Spektrum» bezüglich Körperbau tatsächlich ist, wie sich der Körper in der Pubertät verändert und entwickelt. Ein hervorragender Gegenpol zu einem unsicheren Körperbild sei schliesslich auch ein gutes Körpergefühl, sagt Bischof-Campbell: «Eltern sollten ihre Kinder dazu ermutigen, körperorientierte Dinge zu tun, die ihnen Spass machen und sich gut anfühlen. So zum Beispiel Sport, Tanzen oder auch Körperpflege.»

57 Kommentare zu «Was Sie schon immer über Aufklärung wissen wollten, aber nie zu fragen wagten»

  • mark sagt:

    Kinder Kinder Kinder…es gibt keine perfekte Erziehung. Die Gesellschaft ist so versteift, das Themen wie Sex immer noch als Tabu gelten, obwohl überall Present. Schade eigentlich, denn so wachsen viele Menschen verkrampft auf und müssen damit Leben, dass sie durch diese Übervorsorge auch im Jobmarkt sich nicht durschlagen können.
    Die Mammageneration sollte verboten werden. Es sollten supermenschen gezüchtet werden, die den heutigen Ansprüchen gerecht werden. Warum um das Kind eine Wand bild vor den Gefahren der Welt, wenn es dadurch später sein Leben lang leiden wird?

  • Blanche Wu sagt:

    Ich frage mich warum das vielen so schwehr fällt. Ich wurde rein medizinisch aufgekärt und zwar an dem Tag als ich meine Periode bekamn. Jedoch hielt sich der Umfang in Grenzen. Frauenzyklus und für was er ist wurde erklärt. Aber nicht die Geschlechtsteile. Trotzdem wusste ich mit 15 etliche Wörter über beide Geschletsteile. Der grosse Teil ist aber einfach für das öffentliche Ohr nicht so geeignet. Oder will die Mutter erklären dass ich eine Fot.., Mös…, etc. habe? Da sagt sie mir lieber Vagina. Ich als Tennie fühle mich damit auch viel wohler.

  • Monsieur de Hummel sagt:

    @ Anh Toan
    Ich stellle mir gerade die Situation vor, in der ich mit meinem Vater über meine Penisgrösse spreche. Was soll er da gross tun? Den Massstab und ein Playboy holen und dann mal vergleiche?

    Bei der Aufklärung reichen wohl zu Beginn mal die Grundlagen (Was ist Sex? Wie geht es ungefähr? Wie schützt man sich?). Den Rest findet man doch ganz von alleine raus. Also meine Eltern haben nie mit mir über Analsex, Penisringe, Spanking und so weiter gesprochen. WEnn Interesse da ist, findet man das schon alleine raus.

  • heidi reiff sagt:

    e einfach so gut aufgeklärt, dass sie wussten, wann der Eisprung der Frau statt fand. Traurig ist, dass nach wie vor Kinder die Verantwortung für ihre Eltern übernehmen müssen und nicht umgekehrt auf dieser Ebene wäre ev. Aufklärungsbedarf.

  • heidi reiff sagt:

    Jedes Kind hat das Recht fragen zu stellen und eine kindgerechte Antwort zu bekommen auch in Fragen der Körperlichkeit mit allem drum und dran. Wenn ein Kind badet oder duscht, hat es auch Recht die Türe zu verschliessen, Kinder haben vermutlich auch Schamgefühle, die es zu respektieren gibt. Teenes klären sich doch meist gegenseitig auf. Wenn meine Enkelin mal ein Bad nimmt mit ihrer Freundin platze ich nicht einfach zur Tür herein, Kinder wollen ernstgenommen werden, das ist alles.

    Früher war oft die Ansicht, wenn bei einem Paar ein Kinderwunsch da war zb. 2 Kinder also 2x Sex,waren di

  • Stefan W. sagt:

    Die Wichtigkeit der Aufklärung gehört zu den Dingen, die „jedem klar sind“. Dabei gibt es dafür recht wenig Evidenz. Wo ist eigentlich der Beweis dafür, dass früh und „richtig“ aufgeklärte Kinder gesündere Menschen mit besseren Beziehungen werden, als solche, die alles selber erfahren mussten/durften?
    Ich würde hier für etwas weniger Dogma und etwas mehr Flexibilität plädieren: Wenn das Kind fragt, soll es eine altersgerechte Antwort bekommen, aber keine ungewollte „Aufklärungsstunde“. Aufklärung ist kein guter Zweck per se, den es um jeden Preis durchzusetzen gilt, damit das Kind was wird.

  • Ronja sagt:

    Nun, ich denke es geht weniger darum, was wir zu wissen glauben, was die Kids anscheinend zu erfahren brauchen und auf was für eine Art und Weise…. – Kinder und Tennies kommunizieren das selber sehr klar… Wenn meine Teenies das lesen würden, was hier geschrieben steht, bekämen sie den Eindruck, dass die Erwachsenen sie nicht für voll nehmen! Weniger reden und Artikel kommentieren bzw. Im Netz surfen und die Zeit mit den Kids verbringen, vermutlich die bessere Variante….

  • Anh Toan sagt:

    Aufklaerung ist nur notwendig, wenn vorher Verdunkelung betrieben wurde.

    Verdunkelung ist Tabuisierung, Verteufelung, Verleugnung hier von Sexualitaet, allgemein, der eigenen und derjenigen des Kindes.

    Warum verdunkeln wir vorher? Ist dies legitim?

  • xyxyxy sagt:

    Was Kindergartenaufklärung betrifft. Das Problem sehe ich dort, dass eben nicht jedes Kind im gleichen Alter die gleichen Fragen und Bedürfnisse hat diesbezüglich. Deshalb wären doch die Eltern prädistiniert ihre Kinder bis zum Pubertätsalter hin, kindgerecht aufzuklären.
    Dumm ist, dass das halt einige nicht tun (95% der Männer? – ist diese „Studie“ gesichert?)

  • xyxyxy sagt:

    ich finde es eigentlich selbstverständlich was im Artikel gesagt wird. Dass nur 5% der Väter aufklären verwundert mich, wenn man an das freimütige Geplapper über Sex denkt (auch im Blog).
    Wichtiger Punkt: Sex ist nichts zum schämen, aber Intim (Privat). Soviel gesunder Menschenverstand haben leider viele nicht.
    Daher kommen dann auch dumme Ideen wie, dass man mit seinen Kindern über eigene sexuelle Spezialpraktiken spricht. (Am besten noch gleich vorzeigen, man ist ja nicht verklemmt!). Sexualität ohne Intimität ist abtörnend, davon können Kinder m überfreizügigen Eltern ein Lied singen.

    • Hedon Zweifel sagt:

      Wen wundert diese niedrige Quote. In der heutigen Gesellschaft kann das schnell mal ausgelgt werden als sexueller Übergriff oder Kindsmissbrauch. Mann = Tätet = Monster, das immer nur an das eine denkt. Kind oder Frau = wehrlos = Opfer das nie Begehren hat.

  • Auguste sagt:

    hmm…, aufklärung findet im kindesalter ja fast täglich in irgendeiner form statt. als e-junioren knirpse duschten wir nach den spielen oft mit den erwachsenen spielern anderer mannschaften. wir kleinen in badehosen – die grossen nackt. eines tages sagte der eingesprungene trainer, der sonst die senioren trainierte: „d’schluech weg zum duschä, buebe!“. für ein paar minuten wurde zaghaftigkeit greifbar, dann trafen elf „poulets“ auf „bären“. 10 minuten später waren wir einen schritt weiter auf unserem weg zum manne. wir lachen am grümpi noch heute über die gefühlslage in jenem schlüsselmoment.

    • Sibelius sagt:

      danke für den lacher.

      in der tat ist es so, dass sportclubs in dieser hinsicht wichtig sind. nirgends kann man so einfach seine scham für den intimbereich seines körpers loswerden. ausserdem lernt man, mit dem einen oder anderen spruch umzugehen und auch mal zurückzugeben. im gimi war es bei uns so, dass die leute von sportclubs immer geduscht haben, die anderen sich nicht getrauten und in der schulstunde vor sich hinstanken.

  • Daniel sagt:

    Die Kinder werden schon genug früh aufgeklärt. Aber das man schon im Kindergarten damit Anfangen will, das finde ich echt zu früh. Gerade im heutigen Zeitalter des Internets kommen die Kids Automatisch an solche Inormationen!

    • Kathy sagt:

      Mich hat die Sexualität schon vor dem Kindergarten interessiert – und ich war sehr froh, dass ich meine Eltern alles fragen konnte und eine ehrliche Antwort bekam.

      Wenn du deine Kinder selber aufklärst Daniel, dann kannst du bestimmen in welcher Art und Weise sie mit dem Thema vertraut werden. Überlässt du das dem Internet, kann sehr vieles falsch laufen. Also drück dich nicht vor deiner Verantwortung!

      • xyxyxy sagt:

        kann ich nur zustimmen Kathy! das ganze dem Internet und der Pornoindustrie zu überlassen ist wohl die denkbar schlechteste Variante.
        Spätestens wenn die Kinder damit konfrontiert werden, muss man als Eltern von sich aus das Gespräch suchen.

    • Robert sagt:

      Kommt ja auch ein bisschen drauf an, was man alles unter „Aufklärung“ versteht. In der analen Phase kommt man ja unweigerlich auch zu gewissen Fragen und Sachverhalten, die sich ganz nahe an der sexuellen Aufklärung bewegen. Es hat ja alles miteinander zu tun.

      Mein Söhni hatte mit ca. 2 Jahren mal gesagt, dass die Autos auf der Strasse nicht da an den Strassenrand hinkacken sollen. Weil da lagen Haufen zwischen geparkten Autos. Die folgende Diskussion hat sich über allerlei deftige Themengebiete erstreckt – und das führte zwangsweise auch zur Sexualität.

    • StefanB sagt:

      Eben genau deshalb, Daniel. Die Kinder kommen heute ohne (grössere) Schwierigkeiten als alle Informationen (ob wahr oder nicht, ist eine andere Frage). Genau darum muss unbedingt aufgeklärt werden – wenns die Eltern nicht tun, lernen die Kids im Internet was falsches.

      • Daniel sagt:

        Also meine Kinder sind schon längst Aufgeklärt. Mein Sohn ist 28 und meine Tochter 32! Die musste man nicht aufklären, die lasen das BRAVO und POP ROCKY (Dr. Sommer und so) und wenn fragen diesbezüglich waren, meine Frau und ich waren ja auch noch da! Ich will damit nur sagen, das im heutigen Zeitalter des Internets die Kids es schon viel einfacher haben! Sicher ist es als Elternteil auch wichtig, das man die Kinder im Auge behalten soll. Gerade bei gewissen Seiten im Internet!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Daniel: das klingt beinahe als hätten Sie die Aufklärung Bravo und Pop Rocky überlassen???
        Meine Kinder muss man ebenfalls nicht aufklären,
        aber eine Bravo oder Pop Rocky hatten sie noch nie in der Hand- das mag wohl noch kommen, aber in erster Linie sollte dieses Thema von Beginn weg und natürlich eingebettet zuhause behandelt werden.
        Dankbarkeit für irgendwelche Internetseite scheint mir da nicht sehr angebracht zu sein.
        Und einfacher macht es das für die Kinder mit Sicherheit nicht.

  • Ups sagt:

    Ein guter Artikel nach meinem Erachten.

  • Auguste sagt:

    hmm…, guter punkt an toan, aufklärung mit diesem warnenden unterton ist keine aufklärung, sondern eine schlecht getarnte präventions-kampagne. das braucht kein mensch und jugendliche schon gar nicht. die sexualität bleibt das ganze leben über verwirrend, mit diesem wissen im hinterkopf sollten erwachsene eigentlich erwachsen genug sein zu wissen, dass es keine patentlösungen gibt, höchstens ein paar sachen, die sich besser bewährt haben und andere, die halt nicht so toll funktionieren.

    • Anh Toan sagt:

      Danke @Auguste: Ich meine, bei einem Artikel ueber Aufklaerung im Jahre 2011 erwarte ich Auseinandersetzung mit Themen wie Selbstbefriedigung, Homosexualitaet etc. Die wirklichen Fragen eines pupertierenden Jungen: Ist mein Ding gross genug? Ab wie hauefig wird Onanie krankhaft, vielleicht doch schaedlich? Wie soll ich dieses Ding kontrollieren, wenns im unpassendsten Moment die Hose zu sprengen droht (Als Vater: „In Deinem Alter musste ich auch meistens auf dem Bauch liegen in der Badi!). Wozu ein Kondom gut ist, weiss ein Teenager heute.

  • StefanB sagt:

    Zudem ist es wichtig, dem Kind gleichzeitig beizubringen, welche Körperteile als privat gelten und von anderen nicht angefasst werden dürfen Ich denke, man muss dem Kind das nicht beibringen, (fast) alle wissen das wohl von selbst. wichtiger ist der Rest: zu lernen, Nein zu sagen. Dem Kind beizubringen, dass es das Recht auf Privatsphäre hat (und ja, auch gegenüber den Eltern!)

    • Nala sagt:

      Meiner Meinung nach gelten alle Körperteile als privat. Weshalb sollte eine andere Person mein Arm anfassen dürfen, wenn ich das nicht will? Daher Nein sagen lernen ist sicher das Wichtigste. Und Privatsphäre sollten Eltern auch schon bei Vorpupertierenden achten. Eine geschlossene Tür wird nicht einfach geöffnet. Muss man sowas echt den Eltern noch sagen?

    • Lea sagt:

      Ich halte es auch für wenig hilfreich, Kindern beizubringen, dass (nur) einzelnen Körpeteile privat sind. Kinder (und Erwachenen) sollten über alle Körpeteile selber bestimmen dürfen. Wenn ein Kind zb. die begrüssungs Wangenküsse von Oma nicht mag, ist das ok und falls sich das Kind (noch) nicht genügend durchsetzen kann der Oma klarzumachen.

      • Anh Toan sagt:

        @Lea: Vielleicht kann man dem Kind auch klar machen, dass es die Wangenkuesse der Oma ueber sich ergehen lassen muss, denn obwohl nur selten geliebt, ist an Wangenkuessen noch niemand gestorben! Ich gebe Dir recht, wenn das Kind nur von dieser „Wangenkneiferin“ nicht angefasst werden will, oder halt einfach sehr extrem auf Koerperkontakt negativ reagiert, dann ist das Recht des Kindes zu respektieren. Aber wir wollen Kinder schon zu sozialen Wesen erziehen, dazu gehoert auch mal etwas erdulden.

    • Auguste sagt:

      hmm…, stefanb sieht das wohl eher aus einer praktischen warte. kindern wird anerkennend über den kopf gestrichen oder auf die schultern geklopft, in den oberarm geknufft usw. es gibt schon ein paar körperteile am menschen, die ein bisschen öffentlicher als andere sind.

      youtube: dartmouth sucks

      • Anh Toan sagt:

        ist Beruehren an nicht so oeffentlichen Koerperteilen, hat auch was mit Sexualitaet zu tun.

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Das Herz zu berühren ist auch etwas sehr Intimes…… 😉

        http://youtu.be/7AjpQQn1yZs

        Bei aller Aufklärerei sollte die emotionale Seite nie vergessen werden, Liebe ist mehr als Sex und vollständig ist Sex wohl nur, wenn es emotional berührend ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pippa: das wär für mich dann eben ganzheitliche
        (und sehr wesentliche Punkte nicht aussen vor lassend)
        Aufklärung, das andere ist einfach Information über, ein bisschen vereinfacht gesagt, Vorgänge und Abläufe- und je nach ideologischer Ausrichtung am liebsten noch mit praktischer Anleitung, inklusive netterweise bereitgestelltem Köfferli.

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Ja Brunhilde, ganzheitlich ist das Stichwort, das sehe ich genauso. Technische Abläufe und körperliche Vorgänge sind nur das Eine, für das Wesentliche, die Anziehung und den Zauber, woraus im besten Fall Liebe entstehen kann, braucht es Einfühlungsvermögen und sicher zuallerletzt irgendwelche plüschigen oder gummigen Widerlichkeiten oder sonstige Gebrauchsanweisungen, die jeden mit IQ über 70 beleidigen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pippa: 🙂

  • StefanB sagt:

    Hm, mich erinnert der Artikel an die Szene, in der die Eltern das Kind zu sich zitieren: „Komm mal her, wir müssen mit dir reden!“ und dann kommt ein monologisches Pseudogespräch über die „Sache mit den Blumen und den Bienen“ – und vor allem, was man vom Kind erwartet.
    Der wichtigste Rat fehlt: Jederzeit ein offenes Ohr zu haben für Fragen und Nöte, und gegebenenfalls einen geschlossenen Mund, um das Kind sich selbst finden zu lassen, auch wenns in eine Richtung tendiert, die einem selbst nicht passt.

  • Anh Toan sagt:

    Der Beitrag ist verklemmt, ausweichend, vage und altmodisch:

    1. Die geforderte richtige Benennung von Geschlechtsteilen wird im gesamten Artikel geschickt vermieden! (Nebenbei: Wer sagt Vagina oder Penis?)

    2. Geredet wird einzig ueber Hetero-Standard-Sex, dabei sind die sexuellen Erfahrungen/Unsicherheiten/Fragen von Teenagern wohl eher im Bereich der Selbstbefriedigung zu finden, wird nicht mal erwaehnt,

    3. Tendenz des Artikels: Ziel von Aufklaerung ist die Verhinderung ungewollter Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten, statt freier Entwicklung eigener Sexualitaet.

    arm!

    • Robert sagt:

      Wir haben Vagina und Penis gesagt. Nebenbei.

      Also: Was ist denn die Rolle der Eltern bei der freien Entwicklung der Sexualität deren Kinder?

      • StefanB sagt:

        @Robert: Wann? bei der Aufklärung der eigenen Kinder, oder bei der eigenen Aufklärung durch die Eltern?

      • Anh Toan sagt:

        @Robert: Kuno Lauener: „Hett sie sym Schnaebi aechtsch ou ae Name gaeh, villicht dr glych wie mym!“ ist nicht ueber Kinder.

        Wie will man Kinder aufklaeren, wenn man selbst nicht dazu stehen kann

        – sich selbst zu befriedigen
        – selber noch immer unsicher zu sein
        – Oralsex (aktiv und passiv) zu moegen

        Nina Hagen:“ Vor dem ersten Kinderschrei’n, muss ich mich erstmals selbst befrei’n!“

        Die Rolle der Eltern: Zuerst mal EIGENE Aufklaerung, sprich akzeptieren der eigenen Sexualitaet als Bestandteil seiner selbst. Dann gelingt es vielleicht, Fragen des Kindes zu beantworten.

      • Anh Toan sagt:

        @Robert: Was ist die Rolle der Eltern:

        Kinder stellen Fragen, erhalten sie darauf keine oder ausweichende Antworten, hoeren die Fragen in diese Richtung auf. Die Intitiative zu Aufklaerung muss vom Kind kommen (woher kommen Babies? Was ist Onanie? Was ist Analsex?Warum ist die Frau so dick?). Die Fragen kommen, das Kind merkt jedoch, mit diesen Fragen Schamgefuehle bei den Eltern zu provozieren. Die Eltern fuehlen sich unwohl, denn wie wollen sie mit dem Kind ueber seine Sexualitaet reden, wenn sie nicht ueber ihre eigene Sexualitaet reden koennen?

      • Anh Toan sagt:

        @Robert, dem ich jetzt was unterstelle, was vielleicht komplett falsch ist, jedoch bestimmt fuer manche Leser zutrifft|: Koennen Sie mit Ihrem Kind nicht ueber Sexualitaet reden, reden Sie darueber, warum Sie dies nicht koennen! Reden Sie ueber Ihre Schamgefuehle (die gehoeren auch zur Sexualitaet), Ihre eigene Unsicherheit, damit ist dem Kind mehr gedient, als mit einer technischen Anleitung, welches Koerperteil wann und wo wie lange hin muss, oder besser nicht soll. Teenager sind nicht doof, auch sie haben Probleme mit dem Verstehen der eigenen Gefuehle, fuer Menstruationszyklen gibts Wiki.

      • Robert sagt:

        Klar habe ich Schamgefühle, klar fühle ich mich unsicher. Unsicher fühle ich mich aber schon angesichts des Umstandes, dass das Kind nichts über Sexualität wissen will. Und ich bin Anhänger der Meinung, dass das Schamgefühl der Kinder nicht bloss fremdgemacht sein kann. Aber ich kann ja wohl schlecht ein Gespräch darüber anfangen, warum ich mit dem Kind nicht über Sexualität sprechen kann, wenn es sich so offensichtlich nicht dafür interessiert.

      • Robert sagt:

        Ich kann ja auch schlecht hingehen und fragen: „Hey, sag mal, onanierst du eigentlich manchmal? Hast du damit vielleicht ein Problem über das du reden willst?“ Der überlegt sich doch gleich, ob er nicht doch bald mal von zuhause ausziehen will.

      • Anh Toan sagt:

        @Robert: Es mag durchaus sein, dass Eltern nicht der richtige Ansprechpartner in der Pubertaet sind, da Pubertaet auch Emanzipation von den Eltern ist. Da kann man sich nicht mit allem anvertrauen. Ich kann mir nicht vorstellen, ein „Aufklaerungsgespraech“ zu fuehren, da muesste ich laufend an Ces Keiser denken und lachen (my Sohn nimm Platz), ich wuerde aber auch nie Fragen zu Sexualitaet ausweichen. Wie waers mit Portnoy’s Beschwerden? Keine Ahnung wo ich dieses Buch mit 13 her hatte, aber ich weiss, ich fuehlte mich deutlich weniger allein.

    • Auguste sagt:

      hmm…, ich finde fünfjährige die vagina und penis sagen ähnlich irritierend wie vierzehnjährige, die mit muescheli und zipfeli daherkommen. auch sollte man freundinnen nicht unbedingt „muschi“ nennen, das kann man später als ehemann und ministerpräsident immer noch tun.

      • Ups sagt:

        Ja, aber wie nennen? Ich sage (Kind ist 20 Monate und hat noch nichts gefragt zum Thema…) Schnäbi und ähhhh Scheide. Peinlichpeinlich, aber Muschi sage ich sicher nicht und Pfiffli auch nicht, und nicht Vagina, nicht Schnitte, nicht Schlitz, Vulva nicht, ähhhh ja wie denn?? Ich selbst lasse meine Körperteile auch unbenannt. Was mein Oralsexleben damit zu tun hat, versteh ich nicht.

      • Jürg. sagt:

        @Ups
        Glied und Scheide ?

      • Anh Toan sagt:

        @UPS: Die Namensgebung fuer primaere Geschlechtsorgane ist fuer mich elementarer Bestandteil des ersten „hardcore pettings“ oder noch amerikanischere (vielleicht altmodische) Teenagersprache „3rd base“ (Den Begriff „Vorspiel“ mag ich nicht, da er ein „Hauptspiel“ impliziert). Sex hat viel von kindlichem Spiel, Erfindung neuer, geheimer Namen fuer intime Koerperteile schaffen gemeinsame Intimitaet. Da wir Zuneigung aus Kinderzeit kennen, sind Verniedlichungen nicht zwingend unpassend. Darum sag ich nicht, wie mein Rumpelstilzchen wirtklich heisst.

      • Dominique sagt:

        Wie wichtig es sein kann, dass Kinder/Jugendliche ihre Geschlechtsteile korrekt bennen können, sieht man, wenn man sie im Falle eines sexuellen Missbrauchs befragen muss. Sicherlich sollte dieses geringe Risiko eine Übergriffs nicht der Motivator sein, mit dem Kind seine Geschlechtsteile benennen zu können und doch kann es hilfreich sein – auch in der eigenen Sexualität dann. Es ist erschreckend, wieviele Jugendliche – vor allem Mädchen – nicht mal genau wissen, was die Klitoris ist…

    • Ralf Schrader sagt:

      Gebe völlig recht, der Artikel zeugt von Unaufgeklärtheit. Es ist allerdings auch ein Widerspruch in sich, Intimes nichtintim zu erörtern. Allerdings gibt es bei der Sexualität auch Nichtintimes, Empfängnisverhütung z.B. kann man biologisch und sozial erklären und gehört deshalb nicht in die Aufklärung sondern in den Schulstoff. Weniger, um es dann zu tun, mehr, um es dann bewusst nicht zu tun. Die wichtigsten Fragen, was hat Liebe mit Sexualität, Ehe mit Liebe und schliesslich Ehe mit Sexualität zu tun, wenig nämlich, kann man entweder nie oder nur später und dann nur kulturell vermitteln.

  • Robert sagt:

    Vieles zum Thema Aufklärung wird einem sozusagen „erst dann unklar, wenn man es gerade versucht, richtig zu machen“. Schwierig daran finde ich nicht all diese klar zu formulierenden Fragen, sondern die feinen Zwischentöne, die den Unterschied zwischen Theorie und Praxis machen.
    Z.B. das Gefühl, ganz einfach nicht die geringste Ahnung zu haben, wo das eigenen Kind diesbezüglich gerade steht. Gepaart mit dem Gefühl, dass jede Frage in die Richtung den Kommunikationskanal nur noch enger macht. Ich denke, manchmal sind auch einfach die Eltern nicht die Richtigen…

    • Robert sagt:

      … für solche Gespräche. Denn ich finde es dann wichtiger, dass eben genau die Eltern die Intimsphäre der Kinder achten und zwar akribisch. Schliesslich lebt man eng zusammen. Dann ist es – so denke ich – manchmal wichtiger, sich nicht nackt im Bad anzutreffen als über die Empfängnisbereitschaft des anderen Geschlechts zu reden.

  • E.H.Roth sagt:

    hm, Ryan Reynolds ist ein toller Schauspieler..

  • A.Tschannen sagt:

    Das Thema „Aufklaerung“ hatten wir ja gerade…

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.