Tod eines Vaters

Manche Todesnachrichten berühren einen seltsam. Vergangenen Samstag erschoss sich auch Gunter Sachs, 78, Playboy, Künstler, Kunstsammler und Vater in seinem Haus in Gstaad. Ich las die Meldung am Tag danach, am Sonntag.

Wir feierten den Geburtstag des Sohnes, der dieses Jahr auf den Muttertag fiel. Wir frühstückten mit Müttern und Freunden, es gab Geschenke und später gingen wir ins Schwimmbad, wo ich dem Sohn aus einem Buch über die Steinzeit vorlas, das er geschenkt bekommen hatte. Wir verfolgten die Entwicklung des Menschen vom Australopithecus bis zum Homo sapiens, lasen, wie er lebte, jagte, was er erfand. Wie er sich künstlerisch ausdrückte, wie er seine Toten bestattete. All das können wir wissen, weil der heutige Mensch Knochen, Zeichnungen, Spuren und Übereste gefunden hat, aufgrund derer er sich sein Vorgeschichte zusammenreimt. Der Sohn staunte, hatte dann genug und rannte zum Schwimmbecken, um sich abzukühlen.

Ich blieb auf der Wiese und las vom Selbstmord des Gunther Sachs. Er sei an der ausweglosen Krankheit A. erkrankt, hatte Sachs in einem Abschiedsbrief geschrieben und meinte damit Alzheimer. Mit dieser Aussicht wollte er nicht weiter leben. Und so erschoss er sich.

Im Web wurde über Sachs‘ Tod diskutiert. Die einen sprachen über Depressionen, die anderen bewunderten Sachs Mut in dieser Situation, die Dritten sprachen der Familie Beileid und Mitgefühl aus. Und schon tauchte die obligate Frage auf: Darf man das? Denn Sachs hinterlässt Kinder – sie sind bereits erwachsen. Einen Vater haben sie dennoch verloren.

Ich war ebenfalls erwachsen, als mein Vater starb, völlig unerwartet in einem weit entfernten Land. Welches Leben wir auch haben, der Tod eines Elternteils ist immer eine entscheidende Interpunktion. Der Tod, und wie er gekommen ist, wird ins eigene Leben einverleibt. Bei mir war das ein Telefonanruf aus Indien, Fotos seiner Leiche und von der Abschiedszeremonie. Keine Möglichkeit, sich zu verabschieden, keine Möglichkeit, noch Fragen zu stellen. Meine Mutter brachte nach der Feuerbestattung eine Urne mit seiner Asche, ein kleiner Topf, nicht grösser als eine Teetasse, mit seinen sterblichen Überresten. Ein halbes Jahr später reiste wir alle mit Schwestern, den Schwagern und Freunden nach Indien ins Dorf, in dem er gestorben ist. Wir streuten den Inhalt der Urne in den Fluss.

Wie hätte ich reagiert, wenn er sich selbst das Leben genommen hätte?

Noch bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, rief der Sohn mich zu sich. Er wollte über seinen Geburtstag sprechen, über die Nacht da er geboren worden war und über sein taufrisches Leben als Siebenjähriger. Ich erzählte ihm, wie er als Zweijähriger zum ersten Mal das Konzept Geburtstag begriffen habe, wie sein Gesicht buchstäblich zu leuchten angefangen habe, als wir ihm das Geburtstagslied sangen.

«Ja», meinte er. «Aber heute habe ich begriffen, dass mich jede Sekunde, die ich lebe, dem Tod näher bringt», meinte er. Ich dachte an etwas, das ich mal gelesen habe. Dass jeder Mensch bei seiner Geburt eine Henkersschlinge um den Hals trägt, aber niemand genau weiss, wie lange das Seil ist. «Was bleibt eigentlich von uns, wenn wir sterben?» wollte er wissen. Ich redete etwas von Werken, welche die Menschen schaffen und dem Wissen, das weiter tradiert wird, der Erinnerung, die in den Hinterbliebenen weiter lebt. Aber er sagte: «Nein, ich meine ganz konkret. Das Fleisch wird wieder zu Erde, nicht? Und vielleicht bleiben ein paar Knochen, denn die verrotten nicht so gut.»

Ich weiss nicht, wie Sachs‘ Kinder darüber denken, aber irgendwie habe ich Respekt vor der Entscheidung. Was bleibt am Ende des Tages? Trauer? Erinnerungen? Kunstwerke, Wissen? Oder einfach ein paar Knochen, Erde zu Erde, Staub zu Staub?

Abends sagte ich meinem Sohn gute Nacht. Er strahlte vor Stolz, nun war er sieben Jahre alt. Sieben! Dann resümierte er, was er alles geschenkt bekommen habe und von wem. Am Schluss sah er mich an. «Aber das grösste Geschenk habe ich von Dir bekommen.» Ich hatte ihm eine Bettdecke geschenkt. Oh, die Bettdecke war besser als ein Kompass, ein Medizinköfferchen, ein Velo? Er zwinkerte mir zu. «Du hast mir das Leben geschenkt.»

235 Kommentare zu «Tod eines Vaters»

  • doiss sagt:

    nur zwei fragen:
    was ist an sachs welt “pervers”?
    worin liegt der “Stil” dieser begegnung?
    wenn hier jemand “albern” war, und noch immer alber ist, dann sicher nicht der schal.

  • Ursula Hörth sagt:

    Herr Sachs war Playboy aber er hatte Stil. Ich begegnete ihm vor nunmehr 20 Jahren auf einem Flughafen. Da war er schon ein alter Mann und ich war das, was man eine Sexbombe nennt und wir saßen in der Lufthansa-Lounge. Er sprach mich an, aber ich machte ihm klar, dass ich in seiner perversen, oberflächlichen Welt nicht zuhause bin. Er nahm das lachend hin und fragte mich, ob ich ihn auf die Seychellen begleiten würde. Als ich ihm sagte, dass ich niemals nie mit einem Deutschen, lachte er nur. Das fand ich süß. Aber sein Schal war albern.

    Eine unserer drei Familien-Inseln heißt heute Gunter.

  • Mali sagt:

    So schmerzhaft stelle ich mir das Leben mit einem Elternteil vor, das wegen A. oder was auch immer nicht mehr erreichbar ist. Auch das ist ein „Zwischenreich“, zu dem man keinen Zugang mehr hat. Ich stelle mir das für die Kinder viel traumatischer vor als ein selbstgewählter „Ausgang“. Wobei mir ein miteinander diskutierter Ausgang mit Exit besser erscheint als eine unabgesprochene Handlung.
    P.S. Ich habe zwei Kinder und hatte das Glück, dass beide Elternteile bei geistiger Gesundheit gestorben sind. Im Pflegeheim dahinvegetieren möchte ich meinen Kindern nicht zumuten. Deshalb: Patientenver

  • Mali sagt:

    Beide haben mir an einem gewissen Punkt klar zu verstehen gegeben, dass sie nicht weiter therapiert werden, sondern in Ruhe gehen möchten. Bei Tieren darf man diesen Signalen einer Selbstbestimmung Rechnung tragen.
    Die dritte Katze „verschwand“ (oder „wurde sie verschwunden“?) dreijährig an einem kalten 21. November. Während ich beim Tod der beiden kranken Katzen zwar extrem traurig, aber irgendwie mit mir im Reinen war, habe ich den Verlust von Momo nie verwunden. Weil sie in eine Art „Zwischenreich“ gegangen ist, zu dem ich keinen Zugang mehr hatte.

  • Mali sagt:

    Erst jetzt gerade gelesen, weshalb die Diskussion wohl vorbei ist, ich mir wohl nur noch etwas von der Seele schreibe. Ich finde den Blog von M.B. sehr sehr gut, weil er die Kernfrage nach dem Sinn des Lebens stellt. Auch ich finde, dass man den Entscheid von G.S. respektieren muss.
    Ein Bild: Ich hatte einmal drei Katzen. Zwei davon sind in mittelhohem Alter gestorben, ein Kater mit 12 nach zwei Jahren diagnostiziertem Diabetes, eine (behandlungsresistente) 15-jährige Katze nur einige Wochen nach der Diagnose Schilddrüsenüberfunktion.

  • Ruedi sagt:

    Du meine Güte hier hat es aber eine stattliche Anzahl von Psychopathen…bloss nichts wie weg !

  • Susi Fruttel sagt:

    @Zing-Tao

    Doch doch Sw…ty ist mit Airtumbl in ein warmes Land abgereist ! So long

  • Σαπφώ sagt:

    Eben. Niemand weis, was privat in der Familie geschah. Warum nicht? Weil es die Öffentlichkeit nichts angeht.

    • Sweety sagt:

      Hallo alter Chinese, ..dieser Mann ist belesen, plus ein russischer Spion…und er hat gute Argumente !

  • Sweety sagt:

    @Zing-Tao
    Günther Sachs hatte wohl seinen letzten Schnappschuss, bloss das Bildchen nie gesehen..

    Was die Selbst-Diagnose angeht, die leugnet nicht…. Mit jeder Woche verliert der Mensch ein Stück seiner Person und eigene Lebensgeschichte.
    Dieser Mann wollte dies nicht, …und ich finde ,wir haben dies zu respektieren !

    • Sweety sagt:

      @Zing-Tao

      Ich kann mir keine ärztliche Diagnose bei ihm nicht vorstellen.

      Ist das nicht der taoistische Weg übrigens…sorgen für Selbstauflösung ?

    • Σαπφώ sagt:

      Und wer sagt, dass eine solche Abklärung NICHT geschah?

  • Kinder haben den Entscheid ihrer Eltern zu akzeptieren. Sie können diesen nicht vorschreiben wie diese zu leben haben sofern sie davon nicht unmittelbar in ihrem eigenen Leben eingeschränkt werden. Man kommt alleine auf die Welt und man geht alleine von dieser Welt. Dazwischen geht man hin- und wieder mit anderen Menschen ein Stückchen des Lebensweges gemeinsam. Das berechtigt die anderen Menschen aber nicht einem dazwischen zu funken.

  • Hermann sagt:

    Gestern habe ich im Club einer Diskussion ueber Alzheimer zugehoert. Mit Erstaunen habe ich erfahren, wie Roebi Koller und seine Gaeste die Krankheit Alzheimer verniedlichten. So als wuerde man ein bisschen vergesslich und dann gehts ab in den netten Alzheimers Club. Was in der Mitte der Krankheit passiert, wo das Kurzzeitgedaechtnis total ausfaellt und nichts mehr von der Umwelt verstanden wird, scheint niemand zu kennen, da dann so starke Medikamente angewandt werden, dass der Patient nur noch friedlich laechelt. Ich habe Alzheimer nun 8 Jahre erlebt und beobachtet, ich verstehe Sachs.

  • oma sagt:

    Eine weitere Tatsache: ist, der menschliche JKörper ist meines Erachtens überhaupt nicht dafür geschaffen. auch mit Einsatz mit künstlichen Mittel, so alt zu werden, wie es jetzt „so in Mode “ gekommen ist. Viele unserer Sinnesorgane nutzen sich mit der Zeit ab und lassen sich weder mit Botox noch teuren Cremen jung erhalten. Weshalb müssen wir der Natur immer ins Handwerk pfuschen und „am Leben“ erhalten, was einfach sein persönliches „Verfalldatum“ erreicht hat.
    Ich ziehe es vor eine glückliches und erfülltes Leben zu haben, als um alles in der Welt einen Rekord im Alt werden zu erreichen

    • Brunhild Steiner sagt:

      Wie setzen Sie das konkret um? Verzichten Sie auf kreislaufstabilisierende Medikamente,
      auf nierenunterstützende Massnahmen, auf Medikamente die den Altersdiabetes in Griff halten sollten?
      Wo ist Ihre Schmerzgrenze, wo würden Sie dann eben genau ebenfalls zum Arzt und sogar ins Spital gehen,
      ganz egal was für Kosten es verursachen würde?
      Diese „künstlichen Mittel“ beginnen ja eigentlich schon bei den Kinderimpfungen…

      • talon sagt:

        Oder beim PDA oder Kaiserschnitt…………

      • Hermann sagt:

        Talon reagiert wie alle, Null Ahnung. Besuchen Sie ein Heim fuer Alzheimer Faelle und konzentrieren Sie sich auf CBD Faelle oder aehnliche (neurologische Komplikationen). Wenn Sie diesen Patienten den Horror ins Gesicht geschrieben sehen, ist Ihnen die Antwort klar. Meine erste Frau ist seid 2003 in diesem Zustand, ich weiss wovon ich spreche. Ihr Hirn wird bald so sein, dass sie nicht mehr schlucken kann, und dann wird sie verhungern, oder an Schlaeuchen ohne Bewusstsein weiterleben. Es braucht kein Genie, um herauszufinden, wo sich ein Kaiserschnitt von dem unterscheidet.

      • talon sagt:

        @hermann
        Eigentlich ging es um diese Aussage „Weshalb müssen wir der Natur immer ins Handwerk pfuschen“. Es sollte nur mal aufzeigen, wie weit schon dieses ins Handwerk pfuschen reicht, das wir ohne überhaupt nicht mehr leben können, bzw. es mit einem immensen Blutzoll bezahlen müssten. Im übrigen, wie sie meinen anderen Posts entnehmen können, bin ich ein befürworter davon, das jeder selbst entscheiden kann, wann er geht.

      • Hermann sagt:

        Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass ueberall eine grosse Unkentniss herrscht, was uns mit unserer Alterslawine bevorsteht. Ich habe 8 Jahre Erfahrung damit und erlebe, wie alle kneifen. Da kommen zwei faule Ausreden; 1. Der/die merkt sowieso nicht mehr was ablaeuft, und 2. Wir wollen unseren Medizinapparat nicht aufgeben, denn Medizin ist gut. Damit ist man aus dem Schneider und muss nicht mehr darueber nachdenken, dass man eine Welt einrichten sollte, wo man sich nicht zu erschiessen hat, wenn man zu diesem Punkt kommt. Die Alten haben keine Lobby und die Jungen wollen nichts wissen.

      • talon sagt:

        @Hermann
        Da hast du meine vollste zustimmung.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hermann: „Wir wollen unseren Medizinapparat nicht aufgeben, denn Medizin ist gut.“
        Das ist ja genau der Punkt, ab wann sollen die medizinischen Leistungen reduziert werden?
        Wo wären oma und wir bereit uns aufs normale Sterben durch Lungenentzündung einzulassen?
        Langlebigkeit ist eine Folge, und manchmal dunkle Seite, unserer verbessterten Lebensumstände und Technologien.
        Bloss haben uns diese Errungenschaften nicht gleichzeit die Fähigkeiten verschafft damit auch klarzukommen.
        Sollen wir also alles weiterhin nutzen wie zuvor, im Wissen, wir könnten im Notfall den Stecker ziehen?

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/ wer hat den Mut seinen alten Verwandten zuzugestehen dass sie immer weniger essen und trinken wollen-
      und somit auf eine Art das Sterben selber einleiten, oder überhaupt einen älteren Menschen, der dazu noch seinen Wunsch nach „ihn einfach sein lassen“ äussert, aufgrund einer Krankheit sterben zu lassen?
      Solange sie noch irgendwie behandelbar zu sein scheint?

      • Hermann sagt:

        Das sind die Kernfragen. Dazu meine ich, erstens soll man ein Dokument erstellen, welches genau sagt, was in einem solchen Fall mit einem geschehen soll, und zweitens denke ich, waere es gut, wenn das Allgemeinwissen ueber neurologische Krankheitsentwicklungen verbessert wird. Wussten Sie, dass vor ein paar Jahren eine Studie gemacht wurde (Stanford), die zeigte, dass ueber 30% der Pfleger solcher Patienten vor dem Patienten starben wegen Ueberforderung? Im Schatten der Gesellschaft laufen Dramen ab, die unmenschlich sind.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hermann: das Thema ist ungeheuer komplex und den Kernfragen wird ausgewichen, dass Angehörige, welche die gesamte Pflege übernehmen, einer enormen Belastung ausgesetzt sind ist selbstverständlich- und sollte nicht so sein. In CH wird jeder einen betreuten Platz finden, hindernd sind da nicht die fnanziellen Aspekte sondern manchmal dass die Angehörigen eine Pflegeheimeinweisung als eigenes Versagen, oder als nicht statthaft (etc) ansehen. Zu oft bis zum letzter erschöpften Sekunde gewartet wird- und dann nicht sofort ein freier Platz zur Verfügung steht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ Patientenverfügungen sind ebenfalls nicht zu unterschätzen, und zwar nicht erst im Alter, auch bei anstehenden Operationen, oder eigentlich allgemein, wer weiss schon ob er den nächsten Tag gesund übersteht, für das schlechtere Szenario ist es von Vorteil wenn die Angehörigen wissen was im schlimmsten Fall mit den schlimmsten Prognosen vom Betreffenden gewünscht wäre.

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/ doch auch das andere müsste Platz haben, ein entspannter und „lockerer Umgang“ mit Fragen der Sterbehilfe, besonders wenn sie von passiver zu aktiver gleitet, darf und sollte nie dazu führen dass Menschen ihre Lebensberechtigung abgesprochen wird. Gewöhnen wir uns daran dass bei bestimmten Diagnosen und/oder Krankheitsstadien vermehrt zur aktiven Sterbehilfe (also keine „Sterbeförderung“ aufgrund palliativer Massnahmen) gegriffen wird, dann wird irgendwann überlegt werden ob nicht auch jüngeren Schwerbehinderte, Hirnverletzten usw mit einer aktiven Sterbehilfe gedient wäre.

      • Brunhild Steiner sagt:

        4/ und das macht mir Angst, denn von den Kostenfrage her
        würden die Argumente ganz schwer in die Waagschaale der Befürworter fallen.

      • Hermann sagt:

        Alzheimer geht so: Man stelle sich vor, dass man ploetzlich in Moskau ist, die Sprache nicht versteht, die Schrift nicht kennt, also nichts lesen kann, keinen Menschen kennt, nichts zu essen bekommt (man registriert essen nicht) und jeden Menschen als Gefahr erlebt. Dann wird man eingesperrt, keine Toilette, oft noch belacht und beleidigt. Dante koennte es vielleicht noch besser beschreiben.

      • Brouwniekrater sagt:

        @Hermann

        Günther Sachs weiss die Lösung…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hermann: das Bild das Sie vom Leben, welches Alzheimer mit sich bringt, zeichnen, kann ich so nicht ganz nachvollziehen. Zumindest hierzulande wird über diese Krankheit geforscht, und zwar nicht nur was deren Ursachen betrifft, sondern auch was die optimalen Pflegevoraussetzungen betrifft.
        Das eine ist die persönliche Freiheit wie mensch mit einer derartigen Diagnose umgehen will.
        Das andere, dass gute Betreuung und Pflege nicht am fehlenden Wissen darüber scheitert, sondern mit Finanzen zu tun hat.

      • Hermann sagt:

        Meine Beschreibung kommt von der Pflege meiner Frau, wo ich jede Phase so beobachten konnte. Das Verschwinden des Kurzzeitgedaechtnis bringt mit sich, dass die gegenwaertige Umgebung sinnlos wird, was als grosse Bedrohung erlebt wird. Beobachten Sie sich selbst: Wenn sie in eine bedrohliche Situation geraten, setzen sie einen Fluchtplan zusammen, der daraus besteht, was sie eben gesehen haben und wie sie denken, entweichen zu koennen. Genau das kann jemand ohne Kurzzeitgedaechtnis nicht mehr. Das produziert Panik. Angst ohne Ende. Klar sichtbar bevor Medikamente eingesetzt werden.

  • oma sagt:

    meine Antwort an Hermann 11.5. 12.08 Uhr

  • Hermann sagt:

    Ich bin erstaunt, dass bei allem Nachdenken ueber die Ethik eines Selbstmordes wegen Alzheimer ein Punkt nicht zur Sprache kommt: Diese Krankheit kann Kosten von ca 100’000 Franken pro Jahr verursachen. Sie dauert bis ueber 13 Jahre. Man rechne. Hier in den USA zahlt der Staat nichts daran. Praktisch alle betroffenen Familien gehen daran bankrott. Ich bin ein alter Vater und mute das meinen KIndern nicht zu, denn das Ersparte soll fuer ihre Ausbildung da sein, nicht fuer meine Pflege als lebender Toter. Was ist schlimmer, seinen Vater tot zu finden oder ihn 13 Jahre lang sterben zu sehen?

    • Brunhild Steiner sagt:

      Ein weiterer schwieriger Punkt, hochstehende medizinische Versorgung die niemand ablehnt bringt uns dann ins Gefilde des „auf sehr anstrengende Weise die letzten Jahre/Monate zu verbringen“.
      Bei Alzheimer wird schwierig sein, den „richtigen“ Punkt des Exit zu erwischen, zwischen der Diagnose welche man eventuell noch bei ziemlichem Bewusstsein (und auch Lebensbejahung) erhält ,und dem Abbau der für einen nicht mehr tragbar ist kann eine grosse Zeitspanne liegen. Da für sich den „richtigen“ Zeitpunkt, bei dem man in den letzten Sekunden nichts bereut, zu treffen ist nicht einfach.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ wird Suizid bei Diagnose Alzheimer zunehmend gängig und normal, dann steigt der Druck auf diejenigen welche sich für den natürlicheren Lauf der Dinge entscheiden wollen, der Kostenpunkt wird spätestens dann ein gewichtiges Argument in der Debatte werden.
        Zu fragen wäre dann auch ab welchem Alter andere Therapien nicht mehr angeboten werden sollen, ist es im Endeffekt nicht auch günstiger wenn Menschen ab einem gewissen Alter an Krankheiten sterben anstelle mit Spitzenmedizin (Operationen, Therapien, teure Medikament etc) weitere Jahre verschafft zu bekommen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/ hinter verschlossenen Türen werden all diese Fragen schon länger gewälzt und irgendwann werden wir uns ihnen- und ihren unangenehmen Antworten- wohl stellen müssen.
        Jedenfalls, wenn ich wählen müsste,
        dann würde ich zumindest einen begleiteten Altersuizid eines Angehörigen durch Exit
        einem Erschiessen bei weitem vorziehen!!!

    • oma sagt:

      mir voll aus dem Herzen gesproch!

    • alpha pfeifer sagt:

      es wird ja viel von den kindern gesprochen. aber die sind erwachsen, also sollten sie mit dem tod umgehen können.
      exit oder änliche vereine würde ich der erschiessung auch vorziehen.
      wo ziehen wir die grenze, krankheitshalber suizid zu begehen. was wäre, wenn die krankenkasse statt langer teurer nutzloser 2-3 monate länger leben spitzenmedizin, den begleiteten suizid bezahlen?
      ist es würdevoller, den todeszeitpunkt selbst zu wählen oder mit medikamenten vollgestopf, den tod unter schmerzen und belastung der angehörigen hinauszuzögern, mit dem wissen, das sowieso bald zu ende ist?

  • oma sagt:

    Du hast mir das Leben geschenkt – was, stelle ich die Frage, wenn ein Kind das „geschenkte Leben“ nicht als Geschenk sondern als Last oder als Egoismus der Mutter empfinden?
    Was für eine beschissene Mutter muss man da gewesen sein, obwohl man sein Bestes gegeben hat!

  • oma sagt:

    Nicht ganz zue Überschrift passend, aber mir ein Bedürfnis:
    Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass ich in der vergleichbaren Situation denselben Mut habe. Eine Existens als Alzheimerkranke in einer Pflegeinstitution ausgeliefert zu sein, dahin zu dämmern und den Angehörigen und Pflegenden zur Last zu fallen – für mich ein unerträglicher Gedanke.

  • Erich K. aus Z sagt:

    Es wird aber auch das letzte Weltgeschehen für den Mamablog verwurstet, egal wie sehr es an den Haaren herbeigezogen ist.

  • andreas sagt:

    danke, einfach danke. danke dir, mama blog. ein dreimonatepapa

  • Jean Lenaux sagt:

    Die Autorin reflektiert Ihre Gedanken über das Leben und über den Tod. Sie tut dies sehr praktisch und bodenständig anhand ihres konkreten familiären Umfeldes und nicht philosophisch abgehoben. Frau Binswanger hat einfach aufgeschrieben, was ihr durch den Kopf ging. Dafür auf ihr herumzuhacken ist schon ein menschliches Armutszeugnis und auch nicht intelligent. Steve Jobs hat über den Tod und über das Leben ein interessante Rede gehalten: http://www.youtube.com/watch?v=UF8uR6Z6KLc

  • Manfred Meier sagt:

    Also zuerst habe ich den süssen Schluss mit Herrn B. jun. auch nicht geglaubt. Dann aber erinnerte ich mich: Der Junge Mann hat mich schon einmal schwer beeindruckt, s. http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/14810/soll-gott-von-der-schule-fliegen/. Damals übertrug er die etwas mühsameren Jobs an Mutter und Schwester, um sich selber auf’s Beten zu verlegen – absolut nutzlos, aber tönt irgendwie wichtig. Und nun die Bemerkung vom geschenkten Leben….. Der kleine Macho scheint ganz genau zu wissen, wie er seine Mutter rumkriegen kann.

  • Silena sagt:

    Schade, ich habe beim anklicken erstens einen anderen Beitrag von M. Biswanger erwartet und zweitens finde ich die daraus resultierende Disskusion als belanglos.
    Mein Vater hat sich im Herbst das Leben genommen unter tragischen Umständen. Günter Sachs wurde übrigens von seinem 26-jährigen Sohn gefunden. Wenn der Mann schon einen quick and easy way out möchte, dann bitte soll er auch dafür sorgen, dass nicht sein eigener Sohn ihn finden muss – wenigstens da wäre Rücksicht angebracht. Denn ich fand den Tod meines Vaters sehr egoistisch auch fast als Verrat an meine Familie.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Diesen Fragen und Problemstellungen möchten viele lieber ausweichen und berufen sich auf Entscheidungsfreiheit welche unterstützen soll, den unterschiedlichsten Geschichten, Hintergründen und Verstrickungen nicht ins Auge sehen zu müssen. Auch nichts ins Auge sehen müssen dass irgendwer ja finden und aufräumen muss.
      Lassen Sie nicht von Voten verunsichern welche Ihnen Ihrerseits Egoismus vorwerfen weil Sie sich wagen diese Tat als egoistisch zu empfinden. Und decken Sie Wut und Verbitterung nicht mit „über die Toten sollten wir nicht schlecht reden-etc“ zu. Für dieses erste Jahr viel Kraft!

    • Cara Mia sagt:

      Wut ist wichtig und auch richtig. Wir müssen aber auch anerkennen, dass wir sozusagen vom Trockenen aus nicht beurteilen können, wie gross das Leiden des Verstorbenen subjektiv wirklich war. Ihr Vater, oder GS, hat die Sache nicht mehr so sehen können, wie wir heute, und wohl nicht mehr die Kraft gehabt, einen für die Angehörigen erträglicheren Weg zu wählen. Andernfalls hätte er es wohl getan. Diese Erkenntnis wird irgendwann zum Verzeihen und zum Loslassen führen. Viel Kraft!

    • Silena sagt:

      Danke Brunhild und Cara, für eure ermutigenden Worte.

  • Sibelius sagt:

    Interessant, dass gerade dieser Beitrag (den ich nicht gut finde) besonders fiese, ja fast schon beleidigende Reaktionen gegenüber der Autorin zur Folge hat. Ich glaube, dass kommt davon, dass sie sich und ihre Familie gegenüber der anonymen Bloggemeinde zu sehr geöffnet hat. Dabei wird man verletzlich, und das scheint für gewisse Leute das Zeichen zum Angriff zu sein.

    • Michael sagt:

      Da gebe ich Dir recht. Wow. Absolut und komplett daneben die Comments. Die meisten dann auch noch von Frauen. Mir ist das absolut unverständlich. Aus dem Text kommt alles klar hervor. Hier Leben, da Tod + eingerahmt in eine persönliche Erfahrung.
      Ich fand den Artikel gut.

  • heidi reiff sagt:

    @ Rudi Weizmann

    Ein zentraler Punkt, den Sie ansprechen, ich bin eine Frau, war eine Leistungsbestie so werden wir doch seit eh und je definiert, Menschen werden meist nach WIE vor nach LEISTUNG definiert. Beim kleinsten Fehler den ich machte habe ich mich selbst verdammt und in die Hölle gewünscht, dank Begleitung von div. Menschen konnte ich mich mal selbst ernst nehmen, eine Odysee, seit ich mich selbst ernst nehme und mir selbst eine gute Mutter bin geht es mir besser. Ein Weg ist, destruktive Muster nicht zu wiederholen, z.B. Schläge, wer sein Kind liebt, züchtigt es brrrrrrrrrrrrrrrr

    • Kurt Isler sagt:

      Heidi es ist wunderschön über alle Blogs hinweg den Weg Ihrer Reifung und Entfaltung mitverfolgen zu können. Ich kenne Sie mitlerweile besser als mich selbst. Dieser Exhibitionismus, diese Extrovertiertheit mit der Sie uns doch schon seit langem beglücken. Ich hoffe inbrünstig, nie so zu werden, wenn ich dann auch mal so zum alten Isler gehöre!

      • Brouwniekrater sagt:

        @Kurt Bisler..Na Kurti,… keine Sorge , wenn du einmal ein alter Bisler bist, wird dich Brunhild Steiner pflegen….solange, bis du dich wie eine Brausetablette im Leintuch aufgelöst hast !

      • Kurt Isler sagt:

        Ey Brouwnie, ich will ja nicht noch despektierlicher sein als ich es schon war, aber wenn ich dann mal ein alter Bisler bin, wird das liebe Heidi entweder in Windeln im Bettchen mit Seitengitter liegen, oder mit den beiden Erzengeln Gabriel und Michael als himmlische Kunstflugstaffel im Tiefstformationsflug über unsere Köpfe hinwegdonnern und uns mit dem Lärm ärgern. Möglicherweise klinken sie dann auch noch ein paar Brouwniebomben über deinem Kopf aus.

      • Brouwniekrater sagt:

        @ Kurt Bisler…am liebsten dann gleich Brouwnie-Splitterbomben…dies würde wieder passen wenn ich gerade Eis esse !
        Übrigens…leihst du mir mal August aus und lässt den Bierdeckel gleich auf seinem Kopfe liegen…?

      • Kurt Isler sagt:

        @Brouwnie: Ja, mach ich. Ich schick ihn dann gleich mal bei dir vorbei…..

      • Auguste sagt:

        hmm…, ratet mal, wer sich über eure troll-vollpfosten nummer – „isler & doof“ – die hucke voll lacht.

      • Kurt Isler sagt:

        Wer denn? Waren wir denn gut, dass sich besagtes Subjekt die Hucke voll lacht?

      • Brouwniekrater sagt:

        @ Kurt Bisler…ich finde zahnlose Männer ( ohne Huckzähne..) einfach das ultime Geniessen !

      • Kurt Isler sagt:

        @Brouwnie: Nötigenfalls müsste man der Zahnlosigkeit etwas ‚auf die Sprünge helfen‘. Übrigens der Guschtli ist in den nächsten Blog abgehauen und *entwicklungshilft* (andere würden sagen ’nervt‘) die Leute dort.

      • Auguste sagt:

        hmm…, isler, das lächerlichmachen kann ich ja offensichtlich euch zwei knalltüten getrost selbst überlassen – weiter so, ihr seid auf gutem wege.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Der Abschaum im Rinnstein, wie Auguste gestern so schön erwähnte! Immer wenn ich denke, der Tiefpunkt sei erreicht, finden solch findige Trollen noch ein Stägli weiter nytzi.

      • Kurt Isler sagt:

        @Pippi: Blog-Justitia Pippi hat gesprochen. Das Individum welches sich in diesen Blogs immer wieder mit heftigen und psychisch unkontrollierten Angriffen hervortut. Angriffe auf Leute die einfach nur ihren Standpunkt vertreten. Und ich meine nicht mich. Hast du ADHS (nicht ADSL, nicht verwechseln)?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ha, psychisch unkontrolliert……

        Wie war das mit August’s Zahnlosigkeit, der du auf die Sprünge helfen wolltest? Bei dir gibt’s nichts mehr zu kontrollieren, Hopfen und Malz verloren, genauso wie bei deinesgleichen hier im Blog. Feines Trüppchen der Psychopathen.

      • Kurt Isler sagt:

        Sag mal Pippi, wie wird man eigentlich so rechthaberisch und so aggressiv wie du es immer bist? Hat dein Pippi, äh, Pappi, Sachen mit Dir gemacht die er nicht hätte tun dürfen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Rechthaberisch und aggressiv, weil ich Idioten wie dir Tee gebe?

      • Kurt Isler sagt:

        Ich sagte doch weiter oben schon, dass ich nicht mich meine. Zu dumm um zu verstehen? Und du leidest wie der Guschtli unter massiver Selbstüberschätzung, wenn du glaubst mir Tee gegeben zu haben (was für eine stupide Redensart), nur weil du das Wort Idioten einflechtest. Ich habe dich schon über versch. Blogs beobachtet und sehe deinen menschenverachtenden Ton sobald jemand von deiner Direktive abweicht. Du hast mir noch keine Antwort gegeben. Dein Pappi? Hat er oder hat er nicht?

    • Auguste sagt:

      hmm…, schon wieder am „jemand über alle blogs hinweg…“ verfolgen isler/gabathuler? was für ein bemerkenswerter loser-zeitvertreib – ein klein wenig pathologisch und total erbärmlich mit einem hauch widerlichkeit im abgang. da will man nur noch speien. zeit für den nächsten nick und ip-adresse, isler – ihre zeit ist schon wieder am ablaufen.

  • Brouwniekrater sagt:

    Günther Sachs hatte ein volles Leben hinter sich und hat seiner Umgebung sicher viel bedeutet und gegeben (… nicht in materieller Hinsicht gemeint ) Jetzt hat er für sich entschieden ! Respektieren wir dies doch !

    • Kurt Isler sagt:

      Nachdem er seiner Umgebeung viel gegeben hatte, dachte er sich selber mal etwas zu geben? Die Kugel. Klingt plausibel. Ist für mich nachvollziehbar.

      • Brouwniekrater sagt:

        @ Kurt Bisler;….dir gönne ich sie eigentlich auch…klingt plausibel ….nachvollziehen !

      • Brouwniekrater sagt:

        @Kurt Bisler; …frage das mal deinen Bäcker um die Ecke ! Übrigens Selbiges kann Kurt auch auf der Stirne haben,…NACH der berühmten Kugel…

      • Kurt Isler sagt:

        also geht es um eine braune Öffnung? In meinem Falle dann halt mitten auf der Stirn. Pfui Teufel, wie widerlich. Will sich der braune Krater, nicht lieber einen anderen Namen zulegen? z.B. Rosa Wolke, oder Wattebäuschchen. Einfach so was in der Art. Wäre dann ja noch immer in geistiger Verwandtschaft mit dem braunen Krater. Kann er den Sinn meiner Worte verstehen?

      • Brouwniekrater sagt:

        @Rotkäppchen; …für den Fall sie nicht mehr zurückkommt…backe ich dir eine Neue. Eine, die du so richtig knutschen kannst…!

    • Rotkäppchen sagt:

      Ja Brownie, recht hast! Bin ganz bekümmert wegen seinem Suizid, finde keine Worte und bin völlig perplex wegen einigen verwurmten Kommentaren hier…sogar meine Lieblingseule ist erschrocken davon geflogen von meiner Schulter, als sie meine Bestürzung bemerkte. ..ächz!! Abrakadabra verschwindibus!! 😡

  • Rudi Weizmann sagt:

    Gunther Sachs hat zeit seines Lebens immer sehr hohe Ansprüche an sich selbst gestellt. Bis ins Detail hat alles gestimmt, von der Schuhspitze bis zum Scheitel. Seine Handlungen war stets überlegt, obwohl oft speziell. Sicher ist diese Entscheidung für die Familie sehr hart, doch vielleicht auch begründbar. Es ist Ausdruck eines bestimmten Menschenbilds, wo das eigene Versagen mit vielen Schmerzen verbunden ist. Soviel ich weiss, hat auch schon sein Vater den selben Weg gewählt. Vielleicht ist gerade dies eine Herausforderung für die Familie, mit gewissen Situationen anders umzugehen?

    • Auguste sagt:

      hmm…, vielleicht war gunther sachs auch nur glücklich mit seinem leben und wollte es am ende nicht einfach vergessen.

      • E.H.Roth sagt:

        wir wissen es nicht, vermutlich ist es so, wenn jemand die meiste Zeit auf der Überholspur leben konnte…

    • Kurt Isler sagt:

      Möglicherweise hatte er aber die Schusswaffe kurz vorher von einem guten Freund geschenkt bekommen. Man weiss ja, reiche Leute beschenken sich manchmal mit Exklusivitäten, bei denen wir nur den Kopf schütteln können. Na ja, dann wollte er halt mal die Wirkung ausprobieren. Und da die Putzfrau an dem Tag frei hatte, probierte er das Teil an sich selber aus. Reine Neugierde, mehr nicht, vermute ich mal!

  • Blaser sagt:

    Wenn es geschehen ist, fragt man sich, musste dies sein. Dabei scheinen wir zu vergessen, dass es das Leben ist, über das jedes Individuum letztendlich als fast noch einziges frei entscheiden kann. Und von dieser Freiheit macht der Mensch Gebrauch, absolut selbstlos und ohne jemanden zu fragen. Traurig für die Hinterbliebenen, beruhigend für den, der es vollzogen hat, auch wenn es unserer Meinung nach nicht die Lösung ist – warum nur? Weil Geburt, Leben und Tod die Einheit ist, individuell und trotzdem gewollt.

  • Kurt Isler sagt:

    So ein Selbstmord des Vaters macht nur dann Sinn, wenn er die Mutter und die Kinder mit in den Tod nimmt. Dann sind alle im Jenseits wieder zusammen, was wunderschön ist. Nicht vergessen genug Münzen für den Fährmann mitzunehmen.

    • Eni sagt:

      Sonst geht es Ihnen noch gut, oder?

      Jemand der solche Äusserungen macht gehört weggesperrt.

      • Nia sagt:

        Kann Eni nur zustimmen. Denken vor dem Schreiben wäre kein Luxus. Wenn das zu anstrengend ist, kann man das Schreiben auch lassen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Selbstmord macht nie Sinn, zumindest nicht für die Hinerbliebenen-
      blenden Sie bitte weitere Familienangehörige nicht aus!

      • heidi reiff sagt:

        Bekannt ist ja, dass es Väter gibt, die ihre ganze Familie auslöschen unter dem sog. Motto, wenn ich nicht leben kann sollt du resp. ihr auch nicht leben, Rabenmütter die ihre Kinder verhungern lassen , schreckliche Dinge. Ich schätze einfach mein Leben im Hier und Jetzt. Ich habe einen guten Draht zu alten Menschen, werde ab und zu auch angesprochen von alten Menschen obwohl ich keinen roten Fleck auf der Stirn habe, das Leben passiert.

    • Katharina sagt:

      Dieser Kommentar ist wegen seiner abgrundtiefen Respektlosigkeit der beste. Denn der Artikel verdient nicht mehr.

      • Auguste sagt:

        hmm…, katharina, der blog nimmt das kurze innehalten über die meldung vom tod einer persönlichkeit, über deren leben die öffentlichkeit durch die medien jahrzehntelang immer wieder mal informiert wurde, zum anlass, kurz über tod, urmenschen, traurige und glückliche momente im leben zu sinnieren. ich habe auch kurz aufgehorcht als die meldung aus dem autoradio kam und gedacht, dass ich das nicht gedacht hätte…aber alzheimer. dann schaltete die ampel auf grün und weiter ging’s.

        der negativ-superlativ von ihnen im zusammenhang mit einem üblen troll-post ist auch keine sternstunde.

      • Kurt Isler sagt:

        @Auguschtli: hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, aber eher hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, evtl. doch eher hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, es könnte aber auch sein hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, nein nein nicht hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, sondern hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, verstanden oder eher hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, also nochmals hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, hmm…, klar jetzt? hmm…,

      • Auguste sagt:

        hmm…, ich liebe es, die trolle mit heruntergelassenen hosen flippen zu sehen. und machen sie sich nichts vor, isler, die verniedlichung meines nicks schafft keine augenhöhe.

      • Kurt Isler sagt:

        Augenhöhe? Wie soll das denn jemals funktionieren bei Deiner geistigen Grösse eines Zwerges? Ich könnte ja Dir mein Bierglas auf den Kopf stellen während Du… na, Du weisst schon!

      • Amanda de Pompadour sagt:

        Sicher keine Sternstunde, Auguste, nur an Ihrer Stelle waere ich etwas vorsichtig damit wen sie als troll bezeichnen und wen nicht, bzw wo sie trollerei tolerieren ud wo nicht. ihre serh weite toleranz dazu bei einigen hochprofil leuten hier spricht baende darueber, was sie ueber die person denken.

  • Hans sagt:

    Niemand hat mich gefragt ob ich auf diese Welt kommen will, also soll auch niemand fragen warum ich freiwillig gehen will. Pasta.

    • Cara Mia sagt:

      Man kann’s auch umdrehen, denn eigentlich sticht Deine Logik nicht, Hans: Du konntest nicht mitreden beim Geborenwerden, also hast Du auch beim Sterben nichts zu sagen! Was natürlich nicht meine Meinung ist. Und Pasta sind Teigwaren. Das was Du meinst, heisst Basta. Oder Hugh!

      • Hans sagt:

        Das mit dem Basta anerkenn ich, das mit dem Sterben, da muss ich Dir widersprechen, er hat seinen Weg gewählt und das ist für mich und viele andere Menschen gut so.

  • tobe or not tobe sagt:

    KINDER SAGEN DIE WARHEIT _ ERWACHSENE LÜGEN SICH SELBER AN.!

    • tobe or not tobe sagt:

      mich inbegriffen.. :.-)

    • Sparter sagt:

      Naja, die Wahrheit ist manchmal auch etwas komplizierter und hat verschiedene Seiten. Meine (bescheidene) Erfahrung ist, dass sich viele sehr schwer tun, mal die „Wahrheit“ aus einer anderen Perspektive zu betrachten und bereits voreingenommen sind. Kinder haben den Vorteil, dass sie noch nicht so stark voreingenommen sind.
      Ist das nun aber ein Sich-Anlügen, oder doch?

      • tobe or not tobe sagt:

        Irgendwie ein Sich-Anlügen, weil man unterbewusst das unangenehme verdrängt. Auf der anderen Seite kanns auch ein Selstschutz sein, den man sich in den Jahren aneignet. Die Arroganz im Alter alles zu wissen, kann jeden Treffen.!

    • Markus Schneider sagt:

      Irrtum: KInder plappern bloss den Erwachsenen nach und Schwachköpfe glauben an die Wahrheit aus Kindermund.

      • heidi reiff sagt:

        Ja kleine Kinder lernen durch Nachahmung, das Hirn ist bei der Geburt noch nicht voll entwickelt. (Entwicklungspsychologie)

  • Eni sagt:

    Manchmal denkt man, es ist stark festzuhalten.
    Doch es ist das Loslassen, das wahre Stärke zeigt.

    In diesem Sinne viel Kraft für alle Hinterbliebenen aller Verstorbenen.

  • Max sagt:

    Egoist der sonderklasse, er hätte auch EXIT oder so was in anspruch nehmen können. Aber nicht ein Blutbad anrichten, die armen Angehörigen. Mein Beileid.

    • Brax sagt:

      War eben kein Weichei….alte Garde, welche noch in den Stiefeln stirbt. Warmduscher und Careteam Jammerer verstehen das nicht.

  • Znuk sagt:

    Rührend… Echt… Träne verdrückt.

    Und bitte noch oben rechts das Alter des Sohnes anpassen!

  • Lou sagt:

    Mein Vater ist letztes Jahr nach 10 harten Jahren an den Folgen Alzheimers gestorben. Er hatte zwar bis lange in die schwersten Krenkheitsmomente hinein noch vereinzelt schöne Augenblicke – die meisten Zeit aber hat er enorm gelitten. Es war ein Leben ohne viel Würde und ohne Lebensfreude. Gunter Sachs wusste was kommt und hat sich für den Freitod entschieden, das ist sein gutes Recht. Mein Vater wusste auch was kommt, er hat sich einfach anders entschieden.

  • heidi reiff sagt:

    Ich habe einige Menschen in meinem nahen Umfeld durch Freitod verloren, jeder selbstbetroffene Mensch geht anders um mit der sog. Trauerarbeit. Ich kenne die Hintergründe dieser Mitmenschen. Wie älter dass ich werde, wie mehr hänge ich am Leben, vom Wunsch her möchte ich uralt werden, ich lass es mal auf mich zukommen. Es gibt Menschen die im Altersheim in der Sterbephase einfach friedlich einschlafen und nichtmehr erwachen, andere haben Agonie.

    Mein Tochter hat mir mal als kleines Mädchen gesagt : – Mammi mir muend nüt usser stärbe – Kinder sagen die Wahrheit .

  • Pascal Sutter sagt:

    Da man Suizid nicht einfach aus einer Laune hinaus macht, ist es auch jedermanns eigene Sache, wenn er sich selbst das Leben nimmt. Ist das Egoistisch? Klar. Kann sein. Aber das Leben, das gehört einem selbst und man kann kämpfen oder kapitulieren. Ich persönlich respektiere dies.

  • Roland Ehrlich sagt:

    Es muss jeder selber entscheiden können, ob er weiterleben, oder sich umbringen will.
    In Falle Gunter Sachs sehe ich die Kinder jedoch nicht tangiert, weil sie bereits erwachsen sind, und den Verlust verkraften können. Dass sich Sachs aus Angst vor seiner Alzheimer-Erkrankung umbrachte, stimmt mich jedoch nachdenklich.
    Er erschoss sich aus einer Angst vor Kontrollverlust heraus (also eigentlich aus Eitelkeit), weil Alzheimer-Kranke Stück für Stück verblöden, je weiter die Krankheit fortschreitet.
    Alzheimer ist eine natürliche Alterskrankheit. Darf man heute nicht mehr alters-blöd werden ?

    I

    • Margrith sagt:

      Alzheimer-Demenzkrankheit ist ein langsames sterben, diese Krankheit als alters-blöd zu bezeichen finde ich sehr dumm.
      Unter Kontrollverlust ist nicht Eitelkeit. Oder wie würden Sie es aussprechen wenn Ihre Ehefrau Ihnen die Windeln wechseln muss.

      • E.H.Roth sagt:

        Herr R.E. aha, also verblöden sagen Sie. hm, Sie waren nicht oft in einem Spital oder Pflegeheim sonst hätten Sie die Lektion fürs Leben gelernt.

    • Rose sagt:

      Alzheimer ist kein natürliches Altern, sondern eine Krankheit. Ich empfehle ihnen (R.Ehrlich) einen Besuch im Pflegeheim……DANACH dürfen sie so urteilen und schreiben. Obwohl das auch immer noch etwas anderes ist, als wenn es einen selbst (bzw. einen Angehörigen) betrifft.

  • Annemarie Hartmann sagt:

    ich finde es sehr traurig, dass Sich Gunter Sachs das Leben genommen hat. Er war so ein schöner Mann und mir tun die Hinterbliebenen leid. Es ist für Sie sicher schwer zu verstehen, dass er nicht mehr da ist.
    GS brauchte sicher viel Mut, sich selbst zu töten. Ich könnte das nicht machen. Ich hoffe, dass seine Frau und seine Kinder damit klarkommen und ihm verzeihen. Ich hoffe, dass für ihn ein gutes Plätzchen im Himmel reserviert ist.

  • Manuela sagt:

    Was hier nicht diskutiert wird, ist diese schreckliche Krankheit. Da kann man nicht einfach sagen ´das muss er aushalten´. Jahre lang hinzudämmern, ohne Hoffnung auf Heilung. Wie fühlt sich wohl der Betroffene und wie die Angehörigen, wenn sie nicht mehr erkannt werden? Jeden Tag ein bisschen Abschied mehr, bis alle am Ende froh sind, wenn es endlich vorbei ist, weil alle schlussendlich erkennen müssen, dass die Situation unerträglich ist?
    Das Problem ist: Ein erkrankter Mensch geht – heute oder morgen – langsam oder schnell. Das ist wohl ein Unterschied, aber der Schmerz ist immer gleich.

  • Chris Heyduk sagt:

    Dass ein älterer Mensch wegen einer Krankheit aus dem Leben scheiden will, kann ich verstehen. Wenn jedoch Frau und Kinder vorhanden sind, sollte man dies zumindest mit ihnen vorher besprechen oder sie entsprechend darauf vorbereiten – so weit das überhaupt möglich ist… Sich aber einfach die Pistole an den Kopf zu setzen, finde ich den Hinterbliebenen gegenüber irgendwie rücksichtslos.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Ich finde es widerlich, wie hier mit dem Tod eines berühmten Mannes versucht wird, Quoten zu generieren. Suiziddiskussionen anhand eines „Beispiels“ sind unanständig!

    Den Angehörigen gehört Respekt und Beileid!

    Wir sollten uns dazu nicht mehr äussern.

    • tobe or not tobe sagt:

      Wieso Themen ausweichen, die vielleicht unangenehm sind? Aber jeden von uns betreffen können ? Nicht nur akzeptieren was man gerne hören möchte, das unangenehme ist was wir noch nicht akzeptieren. Also let’s discus 🙂

    • Katharina sagt:

      Bin mit Dir einig. Dann kommt dazu, dass halt die Facebook Status Meldungen sicher auch hilfreich waren.

    • Kurt Isler sagt:

      Wir ertragen Pippi ja auch und die ist ja auch unangenehm bis manchmal abstossend, wenn sie zu keifen beginnt

      • Auguste sagt:

        hmm…, qualifizieren sie stufengerecht, isler: trolle bewerten ausschliesslich trolle. der abschaum bleibe gefälligst unter seinesgleichen im rinnstein.

    • Gene Amdahl sagt:

      Pipi wer entscheidet denn hier über Anstand oder dessen Gegenteil. Suiziddiskussionen anhand eines “Beispiels” sind unanständig – heisst das dass wir mehrere Beispiele benötigen? Warum haben Sie sich denn geäussert?

      Frau Binswanger hat schon das richtige Thema/Titel gewählt – nur im falschen Kontext d.h. sie dürfte ruhig über dieses Thema schreiben da es immer aktuell ist. Hr Sachs anerbot sich nun ‚unfreiwillig‘ weil aktuell. Ob Fr Binswanger Quoten damit generiert ist irrelevant – relevant sind die Auswirkungen/Folgen eines Suizid auf minderjährige Kinder. Meistens verursacht durch Frauen?

    • Daniel sagt:

      Wer berühmt ist im Leben, ist auch berühmt im Sterben. Da ist nichts widerliches dabei.

  • Max sagt:

    Was soll die Kritik? Auch unsere siebenjährige Tochter weiss schon sehr viel geist- und gefühlreiches zu berichten oder zu erfragen. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass wir ihr und den anderen Kindern genügend Raum für eine gewisse Bodenständigkeit geben.

    • Amanda sagt:

      „Auch unsere siebenjährige Tochter weiss schon sehr viel geist- und gefühlreiches zu berichten oder zu erfragen.“
      Das glaube ich Ihnen sofort. Die meisten siebenjährigen Kinder sind dazu in der Lage, so man sie denn lässt. Meine Kritik zielt nicht auf die kindlichen Gedanken oder Empfindungen. Die ziehe ich nicht in Zweifel.

      • Cara Mia sagt:

        Aber WEHE eine Mutter steht dazu, dass ihr Kind nicht auf den Kopf gefallen ist. So was von unbescheiden aber auch.

      • Amanda sagt:

        @ Cara Mia
        Ihre Antworten auf meine Kommentare sind unsachlich. Warum gehen Sie nicht auf meine Argumente ein, sondern beharren auf Unterstellungen, die jeder Grundlage entbehren? Und – by the way: Sind Sie mit den dos and don’ts feuilletonistischen Schreibens vertraut? Vermutlich nicht! Denn darum, und nur darum ging es in meinen Kommentaren! Mit Ihren pseudo-psychologischen Ferndiagnosen machen Sie sich nur lächerlich!

  • Cara Mia sagt:

    Wieso reitet Ihr denn jetzt da auf dem Sohn von Frau Binswanger rum? Darum geht es doch gar nicht. Sie hat doch bloss den Text irgendwie garniert, ob der Sohn das nun tatsächlich gesagt hat oder nicht, ist doch so lang wie breit. Lächerlich, gerade bei diesem Thema, also wirklich.

    • Amanda sagt:

      Niemand hier reitet auf dem Sohn von Frau Binswanger rum! Vielleicht sollten Sie die Kommentare aufmerksamer lesen?
      Finden Sie es angemessen, einen Text über Suizid mit Zitaten seines 7-jährigen Sohnes „irgendwie“ zu „garnieren“? Oh! Ich vergass „ob der Sohn das nun tatsächlich gesagt hat oder nicht, ist doch so lang wie breit.“ Für Sie. Nicht für mich!

      • Cara Mia sagt:

        Es geht hier um „Tod eines Vater“, nicht um „IQ eines Sohnes“. Da scheinen Sie ein Problem zu haben. Wie wäre es mit einem Gastbeitrag? Dann erörtern wir dies in epischer Breite. Denn kleine Kinder können wirklich sehr altklug sein, aber das ist hier off topics.

      • Amanda sagt:

        @ Cara Mia:
        „Es geht hier ( – ) nicht um “IQ eines Sohnes”. HURRA! Genau so sehe ich es auch!

    • Primia sagt:

      Es geht um das Thema Suizid eines verblichenen Stars. Wie viele unbekannte Menschen allein in der Schweiz sich das Leben nehmen! Kein Hahn schreit danach. Durch die vom 7-jährigen Sohn angeblich gemachten Äusserungen lenkt Frau Binswanger vom eigentlichen Thema ab und ihr Beitrag verkommt zu einer reinen Selbstdarstellung. Wer selbst Kinder hatte und vielleicht schon Enkelkinder hat, weiss das kein 7-Jähriger solche Aussagen macht. Wie Cara Mia sagt: Das ist off topics.

      • salma sagt:

        Ein riesen Danke an Primia. Bin absolut der selben Meinung. Hier macht sich keiner über den Sohn lustig, sondern über die Tatsache dass wir hier scho ein wenig für dumm verkauft werden. Wer glaubt wird seelig…

      • Gene Amdahl sagt:

        @Primia: BRAVO PRIMA! Genau so ist es – nur die Cara hat das noch nicht begriffen. Nur wenn diese solche Dramen in deren nächster Umgebung einmal selbst erleben darf, fällt eventuell mal der Groschen.

        Das mit der Selbstdarstellung wurde Frau Binswanger schon einmal unterbreitet. Wir nehmen mal an, dass das ein weibliches Makel ist. Was würde sie wohl schreiben, wenn sie keine Kinder hätte? Da wäre wohl der Selbstmord von Hr Sachs uninteressant?

  • Larissa sagt:

    über Suizide (obwohl ich die Haltung sehr gut verstehen kann) Nachahmer-Effekte haben kann.

  • Larissa sagt:

    „Ich weiss nicht, wie Sachs’ Kinder darüber denken, aber irgendwie habe ich Respekt vor der Entscheidung.“ – natürlich darf man das denken, nur eine solche Haltung macht die Trauer von Hinterbliebenen noch schwieriger. Sie suggeriert, dass ein solcher Tod schneller zu akzeptieren sei, als ein normaler. Diese suizid-akezptierende Haltung gerade bei Intellektuellen, führt dazu, dass sich Angehörige noch isolierter vorkommen und ist manchmal schlimmer als naives Tabuisieren. In meinem Fall habe ich mit 23, nach dem Tod meines Vaters, plötzlich nahezu sämtliche Sozialkontakte missen müssen („Du brauchst doch jetzt ganz viel Stille und Ruhe!“) was ich als Erfahrung wirklich niemandem wünsche.

    • Larissa sagt:

      Das Nachdenken über Suizide als freie Entscheidungen, sollte mit Blick auf Angehörige und Freude geschehen. Nicht zuletzt haben diese nun auch ein erhöhtes Suizidrisiko, weil die vorgelebte Problemlösung in eigenen schwierigen Lebenssituationen nun immer präsent ist. (Gunter Sachs’ Vater hat sich auch das Leben genommen).
      Das letzte, was mein Vater las, war ein Weltwoche-Artikel, in dem die Legalisierung von begleitetem Suizid bei psychischen Krankheiten gefordert wird. Eine Bitte an alle JournalistInnen und Kommentierende: seien Sie sich bewusst, dass positives und verstehendes Schreiben übe

  • Gene Amdahl sagt:

    „Manche Todesnachrichten berühren einen seltsam.“ – Schon merkwürdig dass diese Nachricht Frau Binswanger berührte? – Weil er ein Frauenheld war oder GEld und Ruhm hatte?

    Wird der Tod eines Vaters plötzlich relevant im MamaBlog?

    Wissen Sie überhaupt wie viele Väter Selbstmord verübten in geraumer Zeit mit oder ohne deren Kindern? Berührte Sie dies?
    Am 07.04.2011 hat sich der Vater Berther das Leben genommen, da seine Frau die drei Kinder systematisch von ihm verfremdete und ihn finanziell ruinieren wollte! (siehe schickenstei.ch)

    Dieser Artikel ist doch eine Heuchelei – oder ?

    • sista hope sagt:

      schweiget, ihr herzlosen!

      • talon sagt:

        @sista hope
        Warum? Wenn wir schon über Suizid reden, dann können wir auch über die vielschichtigen Gründe reden. http://eltern.t-online.de/suizid-jugendliche-toeten-sich-selbst/id_42241056/index

      • Gene Amdahl sagt:

        @sista hope: Die Herzlosen?
        Das sind all diejenigen und speziell mehrheitlich Mütter, Jugendämter, Vormundschaftsbehörden und die Justiz, welche am Tod(Selbstmord) eines Vaters die Mitschuld tragen.
        Es sind dann die Kinder, welche ihr Leben lang darunter unsäglich leiden müssen. Das wäre ein wirkliches Thema für Fr Binswanger und nicht der Tod von G. Sachs nur weil der bekannt war durch sein Luxusleben und dessen Weibergeschichten.

        Von Fr. Binswanger darf man mehr erwarten zu diesem Thema, da diese schon vorgängig u.a. vom Selbstmord von Hr Behrer wusste. Nur der war eben kein Playboy!

    • Cara Mia sagt:

      Höchst interessant, wie hier jeder aus seiner eigenen Problematik heraus kommentiert. Ich finde es heute besonders auffällig. Gene ist wieder ein schönes Beispiel, neben Amanda natürlich.

      • Gene Amdahl sagt:

        @Cara Mia: Von Cara und Co. war ja auch nie was Schlaues zu erwarten? Setz Dich mal mit dem Titel auseinander resp. mit der Thematik bevor Du wieder Unsinn schreibst aus Langeweile.

  • Dres sagt:

    Jawohl, hackt auf der Autorin herum, das gehört sich insbesondere für Mütter, die sich in einem permanenten Kinder-Vergleichs-Wettkampf befinden. Dieses Gezicke – erstaunlicherweise hier auch von männlicher Seite – ist allerdings deutlich lächerlicher als eine schöne Sonntagsgeschichte, die gegen Ende vielleicht ein bisschen arg zugespitzt worden ist…

    • Amanda sagt:

      Nein, Dres. Es geht nicht um einen Kinder-Vergleichs-Wettkampf. Es geht um Fiktion und Realität, um Stil und Glaubwürdigkeit, im Hinblick auf journalistisches Schreiben.

  • sista hope sagt:

    schön! einfach nur schön, dieser blog. kinder sind sehr wohl fähig, die philosophie vom leben und vom tod zu begreifen… wenn man sie nur lässt. ich danke für diesen persönlichen beitrag. ich finde es erfrischend, über den tod zu lesen. ein gedanke, der mich auch immer wieder beschäftigt und irgendwann noch viel intensiver beschäftigen wird. ich meine, der bewusste umgang mit dem tod, macht das leben noch viel schöner!
    ps: mich erstaunen die reaktionen einiger leser hier. wo bleibt der respekt und das mitgefühl?

    • heater sagt:

      „wo bleibt der respekt und das mitgefühl?“ Her GS ist nicht mein Jahrgang. Habe seinen Wikieintrag gelesen. Er hat meinen Respekt. Seine Voraussetzungen bezüglich finaziellem waren ja nicht die schlechtesten. Vielmehr bewundere ich aber noch seiine Mutter.

      • sista hope sagt:

        ich meinte eigentlich den respekt gegenüber der autorin, die hier perlen vor die säue wirft. aber jedes leben will respektiert werden, sie haben schon recht.

  • Daniel sagt:

    Ich finde die ganze Diskussion eigentlich für die Katz. Wenn jemand nicht mehr will, dann soll er/sie selbst bestimmen können. Schliesslich ist jede/r für ihr/sein Leben selbst verantwortlich.

  • bitta sagt:

    man ist so lange für seine Kinder verantwortlich, bis sie flügge sind – danach sollte man das Recht auf sein eigenes Leben oder eben sein eigenes Sterben zurück bekommen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Also ganz nehmen lasse ich mir „mein eigenes Leben“ auch vor Entflüggung nicht!
      Und später bleibt mir ein Anliegen dass unsere Kinder immer eine Anlaufstelle hätten
      bei der sie unvoreingenommen einfach gewollt und geliebt sind,
      und sie an uns abschauen könnten wie man tiefste Klüfte überwinden kann.
      Ich wünsche mir dass wir den Mut aufs Leben nie verlieren werden.

  • diva sagt:

    ich finde es auch ein bisschen aus den fingern gesogen… aber andererseits haben wir es hier ja mit einer frau der marke «supermom» zu tun. und supermoms haben bekanntlich auch superkids…

  • Libertin sagt:

    Der Mann war Mathematiker. 78 Jahre alt. Man rechne. M.E. ein typischer Bilanzsuizid.

  • Besorgter Vater sagt:

    Es gibt gute Gründe dass Selbstmord in vermutlich allen Gesellschaftsordnungen und Religionen verboten ist. Eine Gesellschaft würde nicht weit kommen wenn sich jeder bei einem düsteren Problem am Horizont einfach davon stehlen würde. Oder noch schlimmer jeder der ein Problem ist dazu aufgefordert würde sich „vom Acker“ zu machen.
    Dennoch ist es doch nachvollziehbar, dass eine unheilbare, schwere Krankheit, die in ihrem Verlauf die Persönlichkeit vollständig vernichtet, ein verzeihlicher Grund ist sich und vor allem seinen Angehörigen dieses Siechtum nicht antun zu wollen.

    • bitta sagt:

      und Sie denken, ein Verbot würde einen Suizidwilligen davon abhalten, seine Tat zu begehen? Denken Sie ernsthaft, man hat ein Problemchen und sagt, „och, da bring ich mich halt mal schnell um“? Nein! Wer sich umbringen möchte, hat das hin- und her überlegt und lässt sich auch von einem Verbot nicht abhalten. Immerhin war es bei Herrn Sachs sein freier Wille, der Entschluss eines (noch) wachen Geistes, während zB bei Depressiven die Entscheidung aus einer Situation fällt, die aus einer geistigen Krankheit entstanden ist. Diese Gedanken kenne ich selbst zur Genüge, war lange schwerst depressiv.

    • Sohn sagt:

      Es kann durchaus auch andere achtbare Gründe als eine Krankheit für Suizid geben. Schlimm für die Hinterbliebenen sind Affekthandlungen, aus einem momentanen Tief heraus. Trotzdem muss man die Tat akzeptieren, das braucht Zeit und ist mit gewaltigen Gefühlsschwankungen verbunden. Im Laufe der Zeit kristallisiert sich die Liebe und Zuneigung und auch Verständnis für den Verstorbenen aus dem ganzen Wust von auch negativen Gefühlen wie Ohnmacht, Wut und Unverständnis.

  • @Thomas
    Sie müssen Madame entschuldigen. Sie gehört jener Frauengeneration, welche die volle Ernte der Emanzipation einfahren durfte. Sie war nie ein “Fräulein”, liess sich nicht konfirmieren, weil sie den patriarchalen Quark ihrer Vormütter und Vorväter nicht mitmachen wollte, sie gründete eine Familie und behielt den Namen ihres Clans aus Eitelkeit bei. Und ihre wurde immer gesagt: Bravo, ihre seid die Avantgarde. Wer so aufwächst, der glaubt am Schluss tatsächlich, sie habe Kraft ihrer weiblichen Allmacht dem Sohn das “Leben geschenkt”. Auch “Powerfrauen” können lächerlich werden.

    • Andrea sagt:

      „Wer so aufwächst, der glaubt am Schluss tatsächlich, sie habe Kraft ihrer weiblichen Allmacht dem Sohn das “Leben geschenkt”.“

      Hat sie das nicht auch? Kinder werden nun mal von Männern und Frauen gezeugt, aber von Frauen geboren. Feministisches Gehabe und Avantgardetum hin und her.

      • Ursula sagt:

        „Mutter schenkte euch das Leben/Das genügt, wenn man’s bedenkt“
        Erich Kästner, 1928 aus „Weihnachtsgedicht chemisch gereinigt“

  • Vreny sagt:

    Ein unerwarteter Suizid ist für die Hinterbliebenen bestimmt eine extreme Belastung, oft verbunden mit schweren Selbstvorwürfen. Anders sieht es m.E. aus bei einem geplanten und kommunizierten Freitod. Über diese Möglichkeit haben mein Mann und ich im fortgeschrittenen Stadium seiner Krebserkrankung sehr ausführlich gesprochen und ich hätte es akzeptiert und verstanden, wenn er diesen Weg gewählt hätte. Insofern kann ich die Entscheidung von G. Sachs nachvollziehen, ich hoffe aber, dass seine Familie im Vorfeld Bescheid wusste und die Möglichkeit bekam, es zu verstehen und Abschied zu nehmen.

    • tami sagt:

      Auch ein erwarteter Suizid kann bestürzen. Mein Vater hat oft darüber gesprochen. er war schwer krank. eines tages hat er sich im wald erschossen. es war erwartet und unerwartet zu gleich. für alle ein riesen schock.
      ich bewundere meinen vater für seinen mut und stolz. ich kann und werde ihn nie für seine entscheidung verurteilen. wer das krankheitsbild kannte kann nur grosses verständniss aufbringen.
      und trotzdem wird dieser tod mich mein leben lang schwerer belasten als ein natürlicher.

      • Vreny sagt:

        „Auch ein erwarteter Suizid kann bestürzen“: da haben Sie natürlich recht. „…und trotzdem wird dieser tod mich mein leben lang schwerer belasten als ein natürlicher „. Im Verlauf der Trauerbewältigung um meinen verstorbenen Mann habe ich mir Gedanken gemacht, wie es wohl gewesen wäre, wenn er tatsächlich den Freitod gewählt hätte. Ich könnte mir vorstellen, dass trotz allem Verständnis hie und da leiser Zweifel aufgekommen wäre und die Frage, ob ich es nicht hätte verhindern sollen in der irrigen Hoffnung, dass vielleicht morgen ein Wundermittel entdeckt würde. Aber es kam ja dann nicht dazu

  • Dres sagt:

    Schöner Text, Frau Binswanger – wenn auch vielleicht ein bisschen zu perfekt abgerundet. 😉
    Das Thema Suizid ist schwierig, schmerzhaft – und vor allem gibt es keine richtige oder falsche Antwort dazu.

  • Jo Mooth sagt:

    Die Hinterbliebenen haben einen Suizid hinzunehmen. Jeder Mensch hat das Recht auf den Tod, gleich wie er das Recht auf das Leben hat. Allerdings gibt es Suizidarten, die anderen Menschen Schaden zufügen. Aus Boshaftigkeit wird aber wohl selten jemand so eine Todesart wählen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Das sagen Sie als wohl noch immer überzeugt Kinderloser.
      Sobald Sie aber Kinder haben, insbesondere jüngere Kinder kommen ganz viele Aspekte/Fragestellungen hinzu,
      denen sich ein Suizidwilliger stellen sollte.
      Auch für einen Partner ist es eine enorme Belastung, aber im Gegensatz zum Kind hat er die Möglichkeit das Ereignis irgendwie ein bisschen kognitiv zu bearbeiten, ein Kind hat da keine Chance.
      Hat mensch wirklich das Recht dies seinem Kind anzutun?

      • Um solche – gerade für „emanzipierte“ – komplexe Gedankengänge abzukürzen, ist es praktisch zu sagen: „Gott will das nicht“. Nur neigen eben ausgerechnet „emanzipierte“ dazu, dies nach einer solchen Aussage aus Trotz nicht einsehen, ja nicht mal bedenken zu wollen, da sie „Gott“ als Negation des „Vernünftigen“ definiert haben. Solche „emanzipierte“ sind ja eben „frei“. Ihre Freiheit beschränkt sich meist darin, zu entscheiden, wer ihr Flacon mit dem „Egoïste“-Parfum erben soll.

      • Sesamina sagt:

        Recht darauf oder nicht – Ich denke, wenn man Kinder hat, geht man eine gewisse Verantwortung ein, da hat man nicht mehr unbedingt das Recht, alles zu tun, was einem in den Sinn kommt. Aber Suizid ist nicht ein freiwilleger Akt, es ist die Handlung eines Menschen, der verzweifelt ist und keinen anderen Ausweg mehr sieht. Der Tod meines Partners, der mich mit unseren beiden kleinen und keineswegs erwachsenen Kindern allein gelassen hat, war so gesehen nicht zu verhindern, so gern ich und meine Kinder das getan hätten. Sie wachsen jetzt ohne ihn auf.

      • Jo Mooth sagt:

        Ja, das Recht auf den Tod steht jedem Menschen zu, auch einem Vater. Dieses Recht ist Teil der Menschenwürde.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Jo Mooth: und was ist mit dem Kind und seinen Rechten welche ebenso Teil seiner Menschenwürde ist?
        Welche Menschenwürde und welches Recht soll nun gewichtiger sein?

    • Anna sagt:

      Ja, das sehe ich genauso. G.S. war sicher klug genug, um die Konsequenzen abzuwägen. Was wissen denn wir, ob er nicht mit seinen ERWACHSENEN Kindern und seiner Frau sogar darüber geredet hat? Evtl. gibt es noch einen privaten Brief. Es steht keinem zu, darüber zu urteilen. Etwas anders sehe ich es, wenn noch kleine Kinder da sind. Einer aus unserem Dorf hat sich mit 40 erschossen, ohne Abschiedsbrief, ohne Krankheit, und hinterliess einen 7-jährigen Sohn, der ihn fand. Das halte ich für feige, aber der wollte wohl seiner Frau eins auswischen, die Ehe kriselte. Das war sehr mies.

      • Eni sagt:

        Ziemlich einfach, zu behaupten, dass er der Frau eins auswischen wollte; niemand bringt sich um um jemandem eins auzuwischen.

        Ansonsten steht es uns nicht zu über einen Suizid zu urteilen. Jeder hat das Recht, über das Ende seines Lebens selbst zu bestimmen. Klar haben Kinder ein Recht auf ihre Eltern, aber ist es denn nicht besser, der Besagte bringt sich selber um als seine ganze Familie?

      • Miriam sagt:

        @Eni: ich kenne/kannte jemanden (teenager) der sich (wahrscheinlich) uA das Leben nahm um seinen Eltern eins „auszuwischen“..es stand so was ähnliches im Abschiedsbrief wie: „ihr habt mich nie beachtet+euch nie um mich gekümmert, jetzt seht ihr was ihr davon habt“.er nahm sich das Leben mit der Pistole des Vaters auf dem Balkon des Elternhauses als seine Eltern im anliegenden Zimmer waren..mir kam es wirklich als „Trotzreaktion“ vor-aber mit grauenhaften Konsequenzen..ich meine, er verpasst jetzt das ganze Leben!!!

      • Sparter sagt:

        @Miriam
        Mit seinem Abschiedsbrief wollte er wohl seiner Wut Luft machen. Das heisst aber noch lange nicht, dass sein Tod eine Trotzreaktion war.

      • Eni sagt:

        @ Miriam

        Das sehe ich so wie Sparter; wie gross muss die Verzweiflung dieses Jungen gewesen sein? Wie furchtbar für die Eltern.

      • Miriam sagt:

        @sparter: ja ich weiss..aber damals (ich war ein bisschen älter) hatte ich wirklich das Gefühl es sei eine Trotz- oder „Bestrafungsreaktion“..auch wenn es nicht so war- die Worte im Abschiedsbrief waren, meiner Meinung nach, schon eine Bestrafung oder Anschuldigung für die Eltern und so: ich habs euch ja gesagt, aber ihr wolltet nicht hören also sollt ihr fühlen..ich glaube er war sich nicht bewusst welche Auswirkungen sein Suizid auch auf SEIN Leben hat, mir kam es so vor als bezog er sein Selbstmord auf andere und ihr Verhalten statt auf sein Leben…

      • Brunhild Steiner sagt:

        Verzweiflung schliesst Trotz nicht aus und Trotz nicht Verzweiflung,
        gerade in diesem verletzlichen Alter wo die verschiedensten Gefühle überschwemmen und die Basis, wenn nicht stabil genug, leicht weggeschwemmt werden kann.
        Die Suizidrate von Jugendlichen ist bei uns sehr hoch, das solten wir nicht vergessen.
        Das sind nicht Menschen die am Ende ihres Lebens stehen und sich den Endfolgen von Alzheimer ausweichen wollen.

      • Sparter sagt:

        @Miriam
        Natürlich kann ich das nicht beurteilen, da ich die Situation nicht erlebte. Dass das auf dich so wirkte akzeptiere ich, trotzdem bezweifle ich, dass das wirklich DIE Beweggründe waren. Vielleicht waren sie es in der Situation selbst, aber ein Suizid hat meist eine lange Vorgeschichte und da ist nicht ETWAS im Spiel sondern ein „Klima“. Das ETWAS ist allenfalls der Auslöser.

  • Tomas sagt:

    Egal wie gut das vorangegangene Text ist, mit dem rosarot klebrigen letzten Satz bleibt nur der Beigeschmack übrig. Schade.
    Ich meine, dass die Kinder einmal die erwähnten Tatsachen realisieren kennen alle Eltern, aber dass man sich in einem solchen Pathos ersäuft, das schaffen nur wenige.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      So empfinde ich das auch, eine solche Selbstbeweihräucherung (mein Sohn, das kleine Genie) ist schon etwas peinlich. 🙁

  • Irene sagt:

    Meine Mutter hat sich das Leben genommen als ich 16 Jahre alt war. Ich bin heute über 40 Jahre … und es „plagt“ mich noch immer. Das WARUM wird mich wohl mein ganzes Leben verfolgen. Ich habe viele Phasen durchlebt; Schock, Trauer, Wut, Verzweiflung … und immer mal wieder ein bisschen Verständnis. Verstehen, dass sie diesen Weg gewählt hat. Aber völlig egal wie es mir während meines Lebens erging (und das war auch nicht immer „erfrischend“), ich habe mir geschworen, dass ich das meinem Kind NIE antun werde. Und oft braucht es wohl mehr Mut, am Leben zu bleiben als „freiwillig“ zu gehen…

    • Cara Mia sagt:

      Ja, dies seinem 16-jährigen Kind anzutun, ist grausam. Suizid hat eine stark egozentrische Komponente. Wer sich umbringt, entzieht sich dem andern vollständig, hinterlässt den andern chancenlos. Kinder übernehmen von Natur aus immer die Schuld. Sind die Kinder aber erwachsen und ist das Leiden übermässig, dann sollte der Freitod möglich sein. Aber manchmal ist das Leiden halt auch früher schon übermässig und dominant und der Betroffene nicht mehr fähig, klar zu sehen. Dann bleibt nur noch das Verzeihen und Loslassen. Auch dazu braucht es Mut, und den wünsche ich Dir!

      • Sparter sagt:

        Es erscheint, als hätte es eine egozentrische Komponente. Es kann auch sein, dass die Mutter dachte, dass ihre Tochter ohne sie besser dran sei.

    • Kurt Isler sagt:

      Du warst zu wenig folgsam. Sie ertrug Dich wohl nicht mehr…

      • Eni sagt:

        @ Kurt Isler

        Sie sind ein Ungeheuer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

        Mein Gott, da fehlen einem die Worte¨.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Herr Isler fehlt es einfach an Feinfühligkeit in welchen Threads Provokationen und Trollereien durchaus Platz haben können, und wo eher nicht- oder er setzt bewusst gerade hier ein und erfreut sich an den empörten Reaktionen…

      • Auguste sagt:

        hmm…, brunhild steiner, woher soll bei typen, die nicht einmal über ein mindestmass an zivilem anstand – von geist will ich schon gar nicht sprechen – verfügen, so etwas wie mitgefühl herkommen. das ist ganz und gar unmöglich. trolle sind abschaum in buchstabenform und müssen entsprechend behandelt werden – delete, please!

      • Brunhild Steiner sagt:

        Also, Auguste, dann gilt wohl ab jetzt: grünes Licht und Cobra übernehmen Sie…,
        begegnen werden Sie dem Herrn wohl noch ab und an…
        friedlichen Abend trotzdem…

      • Eni sagt:

        @ Brunhilde Steiner

        Es gibt wohl einen Unterschied zwischen fehlender Feinfühligkeit und grenzenloser Bösartigkeit.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Eni: das dumme an gedruckten Worten ist, dass sie den mitgemeinten Sarkasmus meist nur schlecht transportieren, natürlich war es bösartig, vorallem komplett daneben bei diesem Thema aufmischeln zu gehen.

      • Markus Schneider sagt:

        Dass Kurt Isler einfach nur recht haben könnte, wird nicht mal in Betracht gezogen. Und wenn es die Wahrheit wäre? Natürlich: Dann darf sie nicht wahr sein.

  • Beat Hess sagt:

    Suizid ist ein gewaltiger, nicht umkehrbarer Schritt, mit Folgen nicht nur für den „Gehenden“, aber auch für die Hinterbliebenen. Nichtsdestotrotz ist die Möglichkeit des Suizids für mich aber Teil der persönlichen Freiheit. Es mag sehr gute Gründe geben, diesen Schritt zu gehen und dem Umfeld steht keine Wertung zu. Was ändert es am Schmerz der Hinterbliebenen, ob das Sterben dem Sterbenden durch Krankheit oder Unfall oder einen Gewaltakt aufgezwungen wurde oder ob er diesen Weg aus freien Stücken gewählt hat?

    • Wer Lehrer oder Eltern erlebt hat, denen ein „Suizid“ widerfahren ist, der weiss, dass es diesen Menschen sehr zu schaffen macht. Die Frage: „Hätte ich es verhindetrn können/sollen?“ bleibt eine nagende, welche diese Menschen noch bis an ihr Lebensende verfolgt. Es gehört zur männlichen adoleszenten Selbstdarstellung mit dem Tod zu „spienzeln“: der junge Werther hatte die Pistole auf dem Nachttisch, Goethe führte sich den Dolch an die Brust: um es zu testen. Darum auch das „Kavaliersdelikt“ des „Munitionsklaus“ im Militär: viele tragen eine Patrone bei sich herum, die sie sich „geben“ könnten.

      • Beat Hess sagt:

        Beim Munitionsklau macht mir mehr Sorgen, ob die entwendeten Patronen gegen Andere eingesetzt werden könnten.

    • Amanda sagt:

      Am Schmerz ändert es wohl nichts. Doch oft fühlen sich die Hinterbliebenen bei einem Suizid mitverantwortlich, machen sich
      den Vorwurf, Anzeichen nicht erkannt-, dem Verstorbenen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Selbstzweifel, wie „vielleicht hätte ich es verhindern können, wenn …“ belasten viele Angehörige ein Leben lang.

      • Beat Hess sagt:

        Hier würde es wiederum in der Verantwortung der Sterbenden liegen, seinen Hinterbliebenen zu erklären, wieso man diesen Schritt gewählt hat. Diese können dessen Weg auch begleiten, wie beispielsweise bei Todkranken, welche Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Ich habe in berührenden Dokumentationen gesehen, dass dies sehr würdevoll geschehen kann.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Beat Hess: ein sehr grosser Unterschied wie inzwischen Mehrere festgehalten haben.
      Insbesondere Angehörige und Kinder tragen sehr schwer an den Fragen ob es an ihnen gelegen habe,
      was sie anders hätten machen sollen usw.

      • talon sagt:

        Und offenbaren hier einen ungeahnten Edoismus, denn es kreist sich in ihren Gedanken alles um sie selbst und nicht um den Menschen, der sich das Leben nahm. Die Menschen sollten einfach akzeptieren, das jemand nicht mehr Leben wollte, es ist sein Leben, er kann damit machen was er will.

      • Beat Hess sagt:

        @talon: Naja, das ist wohl etwas einfach gesagt. Ich denke einfach, dass es auch hier kein Schwarz-Weiss gibt (im Sinne von „Suizid ist verwerflich den Hinterbliebenen gegenüber“). So wie der Wunsch eines Menschen akzeptiert werden muss, mit seiner Situation nicht mehr weiterleben zu können/wollen, muss auch auf die Hinterbliebenen geachtet werden. Wie ich in meiner Antwort an Amanda schrieb, könnte jemand im Idealfall auch auf diesem Weg durch seine Liebsten begleitet werden. Aber ich sehe natürlich ein, dass dies nicht immer möglich ist. Dieses Thema bleibt schwierig.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @talon: „er kann damit machen was er will.“
        wenn er erfolgreich ausblendet dass sein Verhalten und Taten unter Umständen sehr prägende Auswirkungen auf sein nächstes Umfeld hat, dann kann er das vermutlich. Ob es die reifeste Einstellung ist bleibt offen.
        Denn immerhin sind es die Zurückgelassenen welche sich ein Leben lang damit auseinandersetzen müssen, diesen Menschen Egoismus (das meinsten Sie wohl?) vorzuwerfen finde ich einigermassen unverfroren.

      • talon sagt:

        @brunhild
        Jede Tat hat prägende Auswirkungen. Nichtsdestotrotz hatle ich es für egoistisch, einem Menschen ein Leben aufzubürden, das er nicht möcht, einzig aus dem Grund, damit es mir besser geht. Zum zweiten ist es egoistisch, weil sich die anghörigen meist nur fragen „Was habe ich…“ sie interessieren sich also nur für sich, das sie damit nichts zu tun haben, kommt überhaupt nicht in den Sinn.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @talon: ich weiss nicht von welchem Szenario Sie ausgehen,
        was ist unter „Leben das er nicht möchte aufbürden“ zu verstehen?
        Unsere Entscheidungsfähigkeit beschränkt sich nicht bloss auf Leben oder Nichtleben,
        es stehen uns noch ganz viele andere Lösungsmöglichkeiten offen und je nach Alter und Familienumstände macht es sehr viel Sinn sich nicht für den tödlichsten zu entscheiden.
        Suizid hinterlässt Auswirkungen welche Sie nicht mit Ladendiebstahl oder einer Ohrfeige vergleichen können.
        Da einfach von „es ist mein Recht und die anderen müssen dann halt selber schauen“ zu sprechen, nein.

      • talon sagt:

        @brunhil
        Suizid ist ja nicht etwas, was man einfach so mal beschliest, dazu muss es einem Menschen richtig beschissen gehen. Es muss der Selbsterhaltungstrieb ausgeschaltet werden usw usw. also mitnichten eine einfache Tätigkeit. So jemand hat schon andere möglichkeiten in betracht gezogen, und sie waren für ihn nicht hilfreich. Der Tot gehört zum natürlichsten auf der Welt, es wäre gut, wenn die Menschen lernen würden, damit umzugehen, anstatt jemanden zu zwingen, ein Leben zu leben, das er auf den Tot nicht ausstehen kann. Die Gesellschaft kann nur forschen, warum dieser Mensch, sein Leben

      • talon sagt:

        so sehr verachtet hat um für die Zukunft etwas zu verändern, falls möglich.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @talon: haben oder hatten Sie schon mit Suizid zu tun?
        Menschen durch Suizid verloren oder Hinterbliebene begleitet?
        Mir macht es Mühe auf diesem Gebiet alles so schön in der Theorie abzuhandeln, denn die Theorie „hat schon andere Möglichkeiten in Betracht gezogen und sie waren nicht hilfreich“ zeigt den grossen Haken, offenbar eben nicht die wirklich hilfreichen, und oft findet man selber nicht mehr heraus wenn man sich in diese Spirale hineinbegeben hat-
        dieses „nicht-mehr-herausgefunden-haben“ mit „es war sein freier und entschiedener Wille“ gleichzusetzen finde ich falsch.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Teil 2, sich einzureden dass sei immer auf erklärten und freien Willen zurückzuführen macht es der Gesellschaft natürlich leicht, denn dann muss ja nichts hinterfragt werden was zu solchen Entscheidungen geführt haben könnte, denn es waren ja niemals äussere negative Umstände, fehlende Hilfestellungen, grundsätzliche Fehlentwicklungen im System mitbeteiligt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @talon: das hab ich noch vergessen
        „Der Tot gehört zum natürlichsten auf der Welt“
        Der Tod ja, aber nicht Tod durch Suizid, Suizid ist eher ein Armutszeugnis für die Gesamtgesellschaft und
        „es wäre gut, wenn die Menschen lernen würden“ sich endlich Gefühlen der Hilflosigkeit, Aussichtslosigkeit, vermeintlicher Ausweglosigkeit, innerem Elend und äusserem Druck bei sich, aber auch bei ihren Mitmenschen zu stellen und nicht auf diese hochglanzpolierte „wir sind alle cool und erfolgreich und wer will der kann etc Geschichte zu machen, die es den Gefährdeten zusätzlich erschwert sich zu öffnen.

      • Brouwniekrater sagt:

        @ Brunhild Steiner; ..was hat den der Alzheimer von Günter Sachs und dem damit verbundene Suizid, mit der Gesamtgesellschaft zu tun ? Hat ihr vehementes Ablehnen der Selbsttötung vielleicht mit Deutscher Glaubensknorrigheit zu tun? Hoffentlich müssen sie dies selber nicht einmal „büssen „…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Brouwniekrater: es geht schon lange nicht mehr nur um Herr Sachs, sondern um Suizid allgemein,
        und zwar Suizid und nicht (manchmal vorgezogene) Sterbehilfe.
        Im Übrigen lehne ich vorallem die Hilfsunbereitschaft unseres Systemes ab,
        die hohe Suizidrate in der Schweiz sehe ich bloss als Symptom.
        Freiheit in Anspruch nehmen sollte Hand in Hand mit Verantwortung für sein Umfeld wahrnehmen einhergehen. Dazu brauchts manchmal auch Hände von aussen, denn ab einem bestimmten Punkt ist man wie zu tief in der Spirale drin.

      • Brouwniekrater sagt:

        @Brunhild Steiger, ..Verantwortung im Umfeld „ja“…aber nicht auf diese moralistische Weise , wie sie dies betreiben.
        Übrigens habe ich keine Lust „die Sterbehilfefrage“ oder den „Suizid in der CH“ über den Rücken von Günter Sachs hier weiter zu diskutieren.
        Zudem,… manchmal ist es eben das KLEINERE ÜBEL, dass Angehörige den toten Körper nach einem Suizid finden..Es ist nur eine Frage , wie man damit umgeht…

      • Brunhild Steiner sagt:

        Das Meiste hier drin wird zu Beginn am Rücken irgendeines Ereignisses und Menschen aufgehängt, sonst könnte man ziemlich viele solcher Veranstaltungen schliessen.
        Wissen Sie denn aus eigener Erfahrung dass die Auswirkungen des Auffinden eines toten Angehörigen durch Suizid bloss eine Frage des Umganges damit ist? Inklusive sämtlicher sonstiger Fragestellungen welche sich ergeben?
        Zum mitdiskutieren sind Sie höchstens eingeladen, aber niemals gezwungen,
        wenn Sie die Lust also verlässt dann lassen Sie es sein.

  • Cara Mia sagt:

    Mit Gunther Sachs hat uns ein Urgestein verlassen. Es zeigt die eigene Vergänglichkeit an, wenn Vorbilder, Idole, die wir jung und kraftvoll kannten, welken und erlöschen. Das ist das eine. Traurig ist, dass Gunther sich möglicherweise irrte. Aber auch dann: wir sollten einen Suizid grundsätzlich nicht beurteilen. Akzeptieren müssen wir nicht den Suizid, sondern den Tod und damit die Tatsache, dass uns ein lieber Mensch verlassen hat, und wir nun ohne ihn auskommen müssen.

  • Ein sehr schöner Post. Und im Ergebnis läuft es auf das hinaus, was die Religion lehrt, die ach so „unvernünftige“: die Todesstunde sei in Gottes Hand, wie der Fötus. Aus der Logik des „Mein Bauch gehört mir“, folgt auch „Mein Leben gehört mir“. Der männliche Suizid ist nicht besser vor Alzheimer und wird nicht besser, wenn keine Dienstwaffe im Spiel ist. Es sind die Gefühle der Hinterbliebenen, die verletzt werden, doch dem beschränkten männlichen Intellekt ist dies einfacher zu vermitteln, wenn es „Gott der Allmächtige“ verbietet. Es sind die Angehörigen die Trauern müssen/wollen, aber …

    • … Männer fügen sich solch „weibischen Bedürfnissen“ eher, wenn es ihnen der „Herr Heerscharen“ verbietet, denn was Strammstehen heisst, bis man vornüber fällt, das kennen sie vom Militär. Schön wie der Sohn sich bei der Mutter bedankt „für das Leben“. Ich weiss nicht: mir wäre es als Mutter dabei etwas unheimlich zumute. Darum sind viele Kinder froh, dass sie wissen, dass in der Taufe ihr Leben „in Gottes Hand“ gegeben wurde und sie von allen väterlichen und mütterlichen Allmachtsfantasien vor Gott und den Menschen als ganz neues Wunder dastehen: „so lange er will“.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Die Krankheit A… ist Alzheimer? Und das Leben wird von den Müttern geschenkt? Amyoitrophe Lateralsklerose, Akute Leukämie, Adenokarzinom, Alveolarzellkarzinom, Amaurosis, Arterielle Verschlusskrankheit, Arthrorse, Arthritis, AIDS, Alkohoabusus, Asthma bronchiale, AV-Knoten Arhythmie, Aortenklappeninsuffizienz oder -stenose, Aneurysma der Aorta, Allergie, Autoimmunerkrankung, Altersschwerhörigkeit, Anorexia mentalis, Aphasie, Asbestose, Aspergillose können aber auch sehr zermürbend sein. Willkommen im Palast der menschlichen Eitelkeiten.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @GG
      „…doch dem beschränkten männlichen Intellekt ist dies einfacher zu vermitteln, wenn…“
      das mit dem „beschränkt“ haben Sie ins Spiel gebracht…;-)

      „Ich weiss nicht: mir wäre es als Mutter dabei etwas unheimlich zumute.“
      Mir auch, und deshalb bin ich sehr froh dass ich unseren Kindern nicht nur das Leben,
      sondern auch das Wissen über ihren zu 50% beteiligten Vater geschenkt habe,
      welches ihre Lebensdankbarkeit- wenn sie die äussern,
      nicht ausschliesslich auf mich fokussiert, sondern in der 2.Form Plural.

      Ansonsten ein sehr schöner Artikel der verschiedenste tiefe Aspekte berührt.

    • Blitz Blank sagt:

      Ja, ja die Todesstunde ist in Gottes Hand. Was für eine schöne Sonntagspredigt, doch leider ohne jeden Bezug zur Realität. Nehmen sie mal das industrielle „Sterben“ unserer lieben Nutztiere. Dort ist die die Todesstunde menschliches Werk. Ob im Schlachthof der Tod wohl auch so metaphysisch ist, wie wir das für uns Menschen so gerne hätten. Schauen wir der Tatsache ins Auge: Wir sind alleine auf dem Raumschiff Erde, was eigentlich Grund genug wäre, das Wunder des Lebens zu schätzen und zu bewahren. Die Wunder sind diesseitig, nicht jenseitig.

  • Amanda sagt:

    „Nein, ich meine ganz konkret.“
    „Aber das grösste Geschenk habe ich von Dir bekommen. Du hast mir das Leben geschenkt.“
    Sätze aus dem Mund eines 7-jährigen Jungen?
    Ich staune …..

    • heater sagt:

      Ich noch viel mehr. Ein Junge der wahrscheinlich schon die Relativitätstheorie versteht? Da wächst ja gerade ein Nobelpreisträger heran. Ich hoffe wir alle verpassen da nichts.

      • Amanda sagt:

        Ja – ein ausserordentliches Kind!
        Liegt vielleicht auch daran: „Ich erzählte ihm, wie er als Zweijähriger zum ersten Mal das Konzept Geburtstag begriffen habe, …“. Erstaunlich auch, dass bei diesem Anlass nicht nur seine Augen leuchteten, sondern „buchstäblich sein Gesicht“.

      • heater sagt:

        Ja, ich glaube Frau Binswanger hat mittlerweile den Grad der lächerlichkeit erreicht. Aber als Journi muss man ja etwas abliefern. Egal ob rational oder irrational. BTW: Bei manchem was die Aitorinen hier von sich geben, habe ich echt Mühe. Würde eine Frau v.d.Leyen (7 Kinder) das schreiben, ok! Diese Frau weiss von was sie berichtet. Aber Frauen die sich der Massenvermehrung verweigern? Haputsache einer bezahlt mich für diesen Stuss.

      • HuGo sagt:

        Ja Frau Binswanger…!
        …Nobelpreisträger wird ihr Kind ist wohl bereits dieses Jahr werden. Das Kind mit 7 Jahren, welches dazu noch feststellt, dass jede Sekunde die es lebt, es dem Tode näher bringt….! Die Doktorarbeit hat „dieses Kind“ sicher auch bereits geschrieben. Was bleibt,… ich habe Zeit verschwendet beim lesen dieses Artikels und jetzt noch beim Schreiben. Herzlichen Dank Heater, sie bringen es mit ihrem Komentar von 7.48 Uhr auf den Punkt…..-> lächerlich und Stuss ist nur der Vornahme, ich habe mich krumm gelacht!

    • Besorgter Vater sagt:

      Wenn man Kindern in Ruhe Gedanken zu Tod und Leben erzählt dann sind sie auch in der Lage ihre eigenen Gedanken zu entwickeln und auf tiefe Erkenntnisse zu kommen. Zu erkennen dass man auch irgendwann sterben wird und dass man von einem Menschen das Leben geschenkt bekommen hat ist durchaus im Horizont eines kleinen Kindes wenn man diesem Gelegenheit und Ruhe dazu lässt eigenen Gedanken nachzuhängen. .. Und übrigens gibt es Nobelpreisträger die selbst als Erwachsene noch viell Blödsinn von sich gegeben haben.

    • E.H.Roth sagt:

      hm, dieser Satz ist störend und irritiert.

    • Simone sagt:

      Die Weisheiten eines Kindes kriegt man sonst halt nur zu hören, wenn man eben zuhört und dem Kind nicht ständig den Mund verbietet!
      Beispiel:What does Love mean? A group of professional people posed this question to a group of 4 to 8 year-olds, „What does love mean?“

      „When my grandmother got arthritis, she couldn’t bend over and paint
      her toenails anymore. So my grandfather does it for her all the time, even when his hands
      got arthritis too. That’s love.“ Rebecca- age 8

      „Love is when my mommy makes coffee for my daddy and she takes a sip before giving it to him, to make sure the taste is OK.“ Danny – age 7

      „Love is what’s in the room with you at Christmas if you stop opening presents and listen.“ Bobby – age 7 (Wow!)

      If you want to learn to love better, you should start with a friend who you hate,“ Nikka – age 6
      (we need a few million more Nikka ’s on this planet)

      „Love is like a little old woman and a little old man who are still friends even after they know each other so well.“ Tommy – age 6

      „You really shouldn’t say ‚I love you‘ unless you mean it. But if you mean it, you should say it a lot. People forget.“ Jessica – age 8

      • Simone sagt:

        Und mein Liebling: And the final one — Author and lecturer Leo Buscaglia once talked about a contest he was asked to judge. The purpose of the contest was to find the most caring child.
        The winner was a four year old child whose next door neighbour was an elderly gentleman who had recently lost his wife. Upon seeing the man cry, the little boy went into the old gentleman’s yard, climbed onto his lap, and just sat there. When his Mother asked what he had said to the neighbour, the little boy said, „Nothing, I just helped him cry“

      • Nia sagt:

        Wunderbar. Danke.

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