Zitronensocken statt Notfallstation

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Hausmittel helfen oft besser gegen den Husten, als stundenlang in der Notaufnahme herumzusitzen.

Was tun, wenn das Kind am Sonntag plötzlich Fieber bekommt? Sofort ins Spital bringen, antworten immer mehr Eltern. Und so steigt die Zahl der jüngsten Notfallpatienten Jahr für Jahr an: Hat die Notaufnahme des Zürcher Kinderspitals 2009 noch knapp 28’000 Notfälle verzeichnet, so waren es 2010 bereits 31’000. Damit Bagatellfälle die auf schwerkranke oder -verletzte Kinder ausgerichtete Notaufnahme nicht länger belagern, hat das Kinderspital vor einem Jahr die sogenannte Notfallpraxis eingeführt. Ein Kinderarzt leistet dort seinen Notfalldienst und kümmert sich um Patienten mit Husten, Durchfall oder leichten Schrammen – also solche, die eigentlich gar nicht so dringend einen Arzt bräuchten.

An dieselbe Klientel richtet sich auch die Kinder-Permanence, welche am 1. November beim Zürcher Hauptbahnhof eröffnen wird. 365 Tage im Jahr, von 11 bis 21 Uhr, werden dort Kinder ab Geburt bis 14 Jahre ohne Voranmeldung betreut. Drei bis vier Ärzte werden jeden Tag im Dienst sein, um Not- und Bagatellfälle wie Husten, Durchfall, Fieber, Erkältungen oder kleinere Verletzungen zu behandeln. Sollte die Kinder-Permanence auf grosses Interesse stossen, stellen die Verantwortlichen bereits eine Ausweitung der Öffnungszeiten in Aussicht.

Dass es soweit kommen wird, ist so gut wie sicher. Die Zahlen belegen, dass das Bedürfnis nach Notfallpraxen enorm ist. Aber warum eigentlich?

Es darf bezweifelt werden, dass die heutigen Kinder plötzlich viel häufiger erkranken oder sich verletzen als früher. Geraten die Eltern also einfach schneller in Panik? Ja, sagt der Leitende Arzt der Notaufnahme im Kinderspital Zürich Georg Staubli in einem Interview: «Eltern sind eindeutig stärker sensibilisiert als früher.» Die Gründe sind vielleicht nicht einmal mangelnde, sondern eher zuviel Information: Seit der Schweinegrippe-Hysterie wirkt jeder Schnupfen verdächtig und im Internet findet man garantiert für jedes noch so harmlose Symptom eine mögliche lebensbedrohliche Ursache.

Oder sind viele Eltern womöglich einfach zu bequem geworden? Es sei eben mühsamer, per Telefon Hilfe zu suchen, als einfach in die Notaufnahme zu gehen, sagt Michael Meier, Projektleiter der Kinder-Permanence. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man am Wochenende schon mal eine halbe Stunde auf den Rückruf des diensthabenden Notfall-Kinderarztes warten muss. Und ja, auch während der Woche ist es nicht immer einfach, telefonischen Rat zu bekommen. Unser Kinderarzt etwa ist so begehrt, dass oft zwanzig Anrufversuche nötig sind, bis die Leitung endlich frei ist. Aber deshalb bei jedem Infekt gleich ins Spital rennen? Ein solches Verhalten belastet nicht nur das Gesundheitssystem und die Notfallstationen, sondern auch das kranke Kind, das im schlimmsten Fall erst stundenlang im Wartezimmer sitzen muss, um danach von einem ihm völlig fremden Arzt untersucht zu werden.

In Zeiten, in denen alternative Heilmethoden boomen, erscheint es zusätzlich seltsam, dass Eltern beim ersten Anzeichen einer Erkältung sofort zum Arzt rennen und nach der Chemiekeule schreien. Dabei gibt es unzählige, seit Jahrzehnten erprobte Hausmittel, die ebenso gut helfen und deren Zutaten oft sogar zu Hause im Vorratsschrank verfügbar sind. «Das Wissen über alte Hausmittel wie Zwiebelwickel und Essigsocken ist verlorengegangen, die Erfahrungen der Grosseltern fehlen», sagt Staubli. Der Familienverbund komme nicht mehr so zum Tragen wie früher. Keine valable Erklärung, wie ich finde. Denn auch wenn die Eltern nicht gleich um die Ecke wohnen, so kann man Sie doch per Telefon oder SMS jederzeit um Rat fragen.

Sind sie aus irgendeinem Grund doch unerreichbar, hilft auch der Griff zu einem Kindergesundheits-Ratgeber, der sowieso in jeden Haushalt gehört. Oder ein Besuch beim Mamablog: Nachfolgend eine Auswahl an Hausmitteln gegen die gängigsten Kinder-Wehwehchen, alle dem Buch «Kinder sanft und natürlich heilen» entnommen und teilweise bereits im Kusterschen Haushalt getestet und für gut befunden.

Reizhusten:
In einem Teelöffel etwas Sonnenblumenöl mit Zucker mischen und dem Kind mehrmals täglich nach Bedarf geben.

Schnupfen:
Nachts eine aufgeschnittene Zwiebel neben das Bettchen legen (auch bei Babys anwendbar).
Tagsüber warmen Holunderbeerensirup (gibts fertig in der Apotheke) zu trinken geben.

Fieber:
Tränken Sie zwei Baumwollsocken in zimmerwarmem Zitronenwasser (2-3 Spritzer Zitronensaft auf 2 dl Wasser). Socken gut auswringen, anziehen. Als zweite Schicht ziehen Sie ein paar Nummern zu grosse Wollsocken darüber. Etwa eine Viertelstunde lang einwirken lassen.

Für Babys ab 6 Monate: Zwei Windeltücher in zimmerwarmem Wasser tränken, Tücher auswringen, mehrmals falten und beide Waden (von Knöchel bis Knie) damit umwickeln. Das Baby damit circa eine Viertelstunde ruhen lassen. Vorher und nachher Temperatur messen – wenn das Fieber nicht gesunken ist, den Wickel noch zweimal wiederholen. Achtung: Der Wickel darf nur angewendet werden, wenn Händchen und Füsschen des Babys warm sind.

Durchfall:
Reife zerdrückte Bananen und mit der Schale geriebenen Apfel zu essen geben. Die Bananen enthalten viel Kalium, was wichtig ist für den Salzhaushalt; das im Apfel enthaltene Pektin nimmt Wasser auf und wirkt so dem Durchfall entgegen.

Erbrechen:
Lassen Sie das Kind auf einer frischen, unbehandelten Zitronenschale kauen. Das soll den Brechreiz lindern.

Insektenstich:
Wenn Sie draussen unterwegs sind, einen Löwenzahn knicken und die austretende Milch direkt auf den Stich auftragen. Zuhause ein Salbeiblatt mit der rauen Seite nach unten auf der Haut befestigen.

Prellung:
Arnica-Globuli (D6), das Wundermittel bei stumpfen Verletzungen, gehören in jede Hausapotheke. Anfangs alle zwei Stunden drei Globuli im Mund zergehen lassen, bei Besserung auf ein- bis zweimal 3 Globuli täglich reduzieren. Vor und nach der Einnahme mindesten zwanzig Minuten nichts essen und nur Wasser trinken.

125 Kommentare zu «Zitronensocken statt Notfallstation»

  • Rebekka Salvalaggio sagt:

    Ein Kind lernt mit Krankheiten eher umzugehen, wenn sich auch die Eltern zu helfen wissen. Es kann geschehen, dass kein Krankenhaus um die Ecke ist und in Panik zu geraten ist sicher ungesünder als sich zu informieren und althergebrachtes wenigstens mal anzuwenden. Man sollte wissen, ab welcher Fieberthemperatur ein Arztbesuch unumgänglich wird. Ansonsten empfehle ich Mamis und Papis mehr Büche, Experimente und Selbstvertrauen. Wir haben Fürsorge und Pflege im Blut (und der Milch), sonst würde sich auf Dauer das Zeugen und Gebären erübrigen müssen… Und Angst und -macherei machen krank.

  • Monika sagt:

    Was auch nicht in der Hausapotheke fehlen darf: Lavedelöl! Super bei Verbrennungen!

  • Rahel sagt:

    1. Ich bin Ärztin und arbeite auf einem 24h Notfall eines Spitals. Ich weiss was es heisst Patienten zu behandeln die schwer krank sind und solche die mit jedem Wehwechen zum Arzt oder noch besser zur Notfallaufnahme rennen.
    2. Ich bin Mutter von 2 Kleinkindern. Und auch ist stosse trotz Fachwissen und Vernunft manchmal an meine Grenzen. Manchmal warte ich auch zu Lange mit „Lapalien“ wie Druchfall und Fieber – und musste meine Kinder dann doch halb bewusstlos in den Spital bringen. Mein Tipp: 1-2 Tage warten, Fieber mit Paracetamol behandeln, das Gefühl sagt einem, wann man zum Arzt muss.

  • Katharina sagt:

    My dear friends, this is a happy day. I tell you why: I am privileged. There is someone in my life who shares her love with me. Little me? I asked myself sometimes. Her heart is as big as planet Jupiter and yet she embraces me like comet Shoemaker. Engulfing me in the winds that power her heart. I am so privileged that her LOVE, yes, in capital letters, she gives me. So tonight I devote to her, celebrating her gift to me. There is a movie called eat, pray, love. I propose to change that to eat AND pray to her love.
    I am sorry if I sound cheesy, but happiness hormones are flowing all over me.

  • Vera sagt:

    Hätte lieber ein Austausch von internationalen Hausmittel gelesen (bei so höher Ausländeranteil wäre doch möglich), vor allem, von dort, wo Pharmaindustrie nicht so gut entwickelt ist. Kenne Leute aus Sibirien, die kerngesunde Kinder haben und sehr selten zum Arzt gehen könnten, weil der nächstes Praxis ca. 30 km entfernt war. Die Austausch über Eltern, die überreagieren( was oft nachvollziehbar ist) bringt nichts,

  • Gab es da nicht kürzlich en Buch mit den besten Hausmittelchen, heraus gegeben von einer namhaften Schweizerin (Modeschöpferin, wenn’s mir recht ist)? Wie hiess das noch?

    • helena sagt:

      Kenne ich nicht, aber ich habe 2 Bücher die mir bisher sehr geholfen haben: Das grosse Buch der Hausmittel; was Ärzte emfehlen & Das grosse Praxisbuch der Naturheilkunde.
      Kann ich beide sehr empfehlen!

  • Strässler sagt:

    Als unsere Tochter 2 war holte sie sich am Hinterkopf eine kleine Schramme. Sie war nur klein, aber recht tief, so dass es ein bis zwei Stiche brauchte um eine Infektion vorzubeugen. So rief ich bei der Hotline an, um einen Notfallarzt ausfindig zu machen. Es gab in der ganzen Stadt Zürich an diesem Sonntag zwei Praxen die an diesem Sonntag Notfalldienst hatten. Beide Praxen 3/4 Std.mit ÖV entfernt. Darum wurde uns empfohlen das Kispi aufzusuchen. Weil ich finde Kispi nur im Notfall, brauchte es noch 4 Telefonate bis wir einen Arzt fanden der die Schramme nähte. Das ganze dauerte 15 Minuten.

  • Nocebo sagt:

    die ausländer rennen immer gleich zum notfall, verischerungen sind ja schliesslich dazu leistungen zu zahlen. villeicht sollte man einen gewissen betrag gleich bar verlangen im notfall und wenn es obejktiv tatsächlich angezeigt war übernimmt die KK den ganzen bettel.

    wirkstofflose präparate anzupreisen ist auch nicht wirklich nützlich.

    xmv ab und zu aktivieren!

  • Sandrine sagt:

    Sich liebevoll um das kranke kind kuemmer bringt sicher auch eine heilung, anstelle der globuli koennte man ja auch smarties verwenden. Diese sind guenstiger und gerade so wirkungsvoll

  • Giorgio sagt:

    Da Arnika bei Prellungen etc. hilft müssten dessen Inhaltsstoffe auf D6 wegverdünnt und aufgeschüttelt nach hömöopatischem Verständnis ja das Gegenteil bewirken 🙂
    Chügeli wirken bei Kindern tatsächlich, ähnlich wie Heftpflaster.
    Es ist aber volkommen egal welche man nimmt, solange man sie dem Kind gut „verkauft“.

  • heidi reiff sagt:

    Zentral ist doch, dass Kinder aufgeklärt und aufmerksam gemacht werden auf Gefahren. Ich war als Kind gerne im Wald, da gabs auch Wespennester, riesige Ameisenhaufen etc. Gefährlich sind vorallem Zeckenstiche, da ist nicht zu spassen, das kann tödlich sein. Ich war als Kind immer von Mücken resp. Schnaggen total verstochen, nicht als ich im Wald war sondern in meinem Schlafzimmer, meine Grosskinder haben an ihrem Kajütenbett ein feines Netz zum Schutz im Sommer vor Mücken. Schutzhelme für kleine Kinder mit Velos oder Trottinets, Vorbeugen ist besser als Heilen.

  • Cara Mia sagt:

    Die nächste Stufe ist dann die, dass die Eltern auch der Notfallstation misstrauen. Das schüren Nachrichten wie diese hier: http://www.blick.ch/news/schweiz/aargau/maedchen-4-nach-spitalbesuch-gestorben-108806. Was dann? Mike Shiva oder Kügeli und Bachblüten…

  • Jürgen sagt:

    Wir haben ein gutes Modell bei unseren Kinderärzten: Es ist ein Gemeinschaftspraxis von fünf Ärzten, die auch Samstags und Sonntags vormittags für drei Stunden auf haben. Da ist dann nur ein Arzt da, aber ich habe einen kompetenten Ansprechpartner und muss nicht zur nächsten Kinderklinik in die Notaufnahme. Ob ich nun am Samstag oder am Montag gehe, dürfte die Krankenkasse in etwa das gleich kosten.

    • Chris M. sagt:

      Vorbildlich!
      aber sicher in einer Stadt! Auf dem Land sind solche Lösungen leider nicht machbar, da gibt es vielleicht einen Kinderarzt an einem Ort oder gar keinen.

  • sandrine sagt:

    Arnika ist als Pflanze sicher heilvoll. Aber in den Globulis ist der Stoff nicht mehr erhalten.Homöopathie ist nicht gleich pflanzlich sondern reines Placebo. Liebe Homöopathie-Anhänger, bitte informiert euch zuerst, aus was die Globuli überhaupt sind, dann werded ihr bestimmt auch kein Geld mehr dafür verschwenden.

    • helena sagt:

      Und wie erklärt sich, dass die Globulis bei Babys und auch Tieren helfen?

    • Jeanette Kuster sagt:

      Der Placebo-Effekt mag bei Erwachsenen oder grösseren Kindern eine Rolle spielen. Bei unserer Tochter und sogar unseren Katzen helfen Globuli aber ebenfalls gut – mit Placebo hat das sicher nichts zu tun…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Jeanette Kuster:
        es gibt Untersuchungen die den Placeboeffekt bei Kindern und Tieren auf die Zuversicht desjenigen,
        welcher ihnen die Globuli, Tropfen uä abgibt- also die Eltern oder der Tierhalter, welche mit dem Globuli auch seine Zuversicht dass es bald besser werden wird vermittelt, zurückführen.
        Ganz so einfach lässt sich der Placeboeffekt bei Kindern und Katzen nîcht wegwischen,
        der „Glaube daran“ vom Umfeld muss miteingerechnet werden.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Ich kenne diese Untersuchungen. Meine persönliche Erfahrung widerspricht diesen Resultaten allerdings, denn auch in der Homöopathie hilft nicht jedes Mittel immer, es muss schon erst das richtige gefunden werden.
        Aber bei dem Thema scheiden sich bekanntlich die Geister.

      • Eni sagt:

        Ich muss da vollumfänglich Frau Kuster recht geben. Mein Sohn hat ein paar Wochen Ritalin bekommen da die Ärzte der Meinung waren, dass dies helfen könnte gegen die verletzungsbedingten Konzentrationsstörungen. Ausser dass er ein paar Kilo Gewicht verloren hat passierte gar nichts. Danach bekam er homöophatisches Opium welches ebenfalls nicht gewirkt hat, obwohl ich darauf grosse Hoffnungen gesetzt habe. Kurze Zeit später wechselten wir zu Phosphor und da merkte man schon wenige Tage später eine positive Wirkung obwohl ich dem skeptisch gegenüber gewesen bin.

      • Eni sagt:

        Hört bitte auf damit die Homöophatie ins lächerliche zu ziehen nur weil Ihr Freunde in der Pharmabranche habt oder damit Euer Geld verdient.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Eni: keine Sorge, mit Antihomöopathiekampagnen verdiene ich gar kein Geld,
        wollte einfach drauf aufmerksam machen dass sich das Placeboargument auch auf den Verabreicher bezieht.

        Ich bin sehr froh dass das bei Ihrem Sohn Wirkung zeigt!

      • Eni sagt:

        @ Brunhilde Steiner

        Ich finde es bemerkenswert, dass diese Pseudo-Placeboeffekt-Studien jeweils von Pharma-Herstellern in Auftrag gegeben werden, die werden Ihren „seriösen Wissenschaftlern“ schon den Tarif durchgeben was diese herauszufinden haben, schliesslich steht viel Geld auf dem Spiel für diese Maffia.

        Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich bin sicher keine Gegnerin der modernen Medizin -ohne diese hätte mein Kleiner nicht überlebt- aber vielleicht sollte sich die Pharmabranche besinnen, dass ihr Daseinszweck darin besteht Menschen zu heilen und nicht darin schädliche Medis

      • Eni sagt:

        möglichst lange auf dem Markt zu halten um die Forschungskosten reinzuholen, selbst dann noch, wenn die Schädlichkeit längst erwiesen wurde. Bei solchen Machenschaften ist es kein Wunder, dass es Menschen gibt, die auf Teufel komm raus die moderne Medizin verweigern auch mal mit tödlichem Ausgang.

      • Eni sagt:

        @ mila

        Nun, ich denke, dass man das auch aus anderer Sicht betrachten sollte. Ärzte wissen am besten um die Risiken und haben vielleicht auch am meisten Angst. Ist ähnlich wie bei der Kaiserschnittrate: die meisten Gynäkologinnen gebären nicht spontan, wohingegen männliche Frauenärzte die Spontangeburt verherrlichen und womöglich noch solche Sprüche bringen wie: „es ist noch Keines dringeblieben“ oder „es sind noch alle rausgekommen“. Ich denke, dass es sich einfach, dass es sich auch um verschiedene Sichtweisen handelt. Gerade auch bei Krebsbehandlungen: bei Patienten zählt eine

      • Eni sagt:

        möglichst hohe Überlebensrate, aber für sich selber wählt man eine Variante die weniger qualvoll ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Eni: ehrlich gesagt finde ich es zunehmend schwierig im ganzen Studiendschungel die jeweilgen vermuteten oder tatsächlichen Abhängigkeiten zu orten, selber rauszufinden was auch noch eine Rolle gespielt haben könnte, wo es auch noch gemeinsame Faktoren gehabt hat- die aber nicht erfasst worden sind usw etc.
        Und dann noch so ehrlich zu sein, Studien die meine Sicht bestätigen „zu fressen“
        und solche die mir nicht passen zu „zerpflücken“-
        aber da bin ich wohl nicht die Allereinzige…

      • Eni sagt:

        Es geht nicht darum etwas zu zerplücken, sondern um die gegenseitige Akzeptanz von Medizin und Naturheilmitteln. Ich mische beides so wie es passt und wie ich es für richtig finde und sehe nicht ein warum die eine Seite die Andere madig machen muss. Bei mir selber zB kann ich nichts anwenden ausserhalb der Schulmedizin, weil ich bei allem was ich bisher ausprobiert habe Kehrsymtome bekommen habe, aber auch in der Schulmedizin benötige ich oft eine höhere Dosis damit ich überhaupt darauf anspreche, selbst Antibiotika muss ich teilweise mehrmals nehmen um Infekte loszuwerden.

  • Daniel sagt:

    Woher soll ich als Nichtmediziner denn wissen, ob mein Sohn sich auch mit Hausmittelchen helfen lässt? Da fahre ich doch lieber zu einem Spezialisten, dann habe ich wenigstens Sicherheit!

    • *sigh* sagt:

      Tun Sie das ruhig, habe ich kein Problem damit. Bezahlen Sie einfach selbst dafür wenn es dann doch (schon wieder) nichts war.

      • Daniel sagt:

        Kein Problem, das bezahle ich noch so gerne selbst, bevor ich igendwelche Hausmittelchen zur Hand nehme die meist ja sowieso nicht wirken.

    • elena sagt:

      Sicherheit? Glauben Sie wirklich daran, dass die Aerzteschaft für Sicherheit steht? Meine Güte….Sicherheit, die gibt es einfach nie und nirgens. Medizin, das grosse Geschäft mit der Angst. Wir haben davon gut gelebt.

      • Daniel sagt:

        Aber hankerum mit Hausmittelchen hantieren, das ist dann wieder in Ordnung oder was?

      • Delphi sagt:

        Hausmittelchen lol .. was glauben Sie denn woraus die Pillen bestehen .. nichts anderes ! einfach chemisch verpackt und denkt ihr wirklich das dass so gut für uns ist für dein Kind ? du gibst ihnen lieber Chemie als Natur? unser wissen über natürliche Heilmethoden ist Jahr tausende alt und die Pharmaindustrie baut alle ihre Medis darauf auf damit sie diese Teuer viel zu teuer verkaufen kann. Ehrlich gesagt da mach ich nicht mit, meine Kinder wenn sie Krank sind pflege ich sie gebe ihnen Zeit und liebe und Natur vorallem erst einmal! selten musste ich dann trotzdem zum artzt… hab 3 Kinder

  • Gianin May sagt:

    Bagatellfälle sollen zu 100% selbst finanziert werden müssen

    • *sigh* sagt:

      +++

      Eigentlich sollte es doch wie folgt ablaufen:
      1. Telefon an Gesundheitshotline (KK, Oma, Nachbarn, …), die spricht eine Empfehlung aus (kann aber für eine ggf. falsche (tödliche) Empfehlung nicht rechtlich belangt werden! Wichtig!)
      2. Eltern halten sich an die Empfehlung oder auch nicht und gehen zum Arzt/Notfall
      3. Kind wird ohne Arztkonsultation gesund oder
      3. Kind wird von Arzt behandelt gesund –> bei Bagatelle tragen die Eltern 100% der Kosten, ansonsten die KK.
      —> gesunder Menschenverstand in den Ablauf integrieriert. Super Sache nicht?

      • mhhhhhh sagt:

        Bagatelle sollten in dem Fall aber bei allen Menschen selbst bezahlt werden. So ne alte Frau kann doch sicher ihren Verband wechseln, oder? Bagatelle.. Mhhhh überhaupt das Gebären! Kann doch überall auf der Welt jede Frau, nur wir brauchen Spitalplätze dazu? Ts ts… Und Männer: die Prostata wird halt grösser = Bagatelle! Hei, echt super Sache, danke Sigh.

      • *sigh* sagt:

        Kennt ihr den? „100%ige Sicherheit gibt es nicht.“
        Wer alle möglichen Eventualitäten abgeklärt haben will, soll im Falle von nicht-auffinden des Worst-Case-Szenarios auch für die Panik-Mache geradestehen und für die unnötig verursachten Kosten geradestehen.
        Meinetwegen tut’s auch eine pauschale von 100.- pro Arztbesuch die bei nicht-Bagetelle von der KK-Prämienrechnung oder vom Selbstbehaltabgezogen werden kann.

        @Jürgen: Dafür haben Sie ja dann die Hotline die Ihnen auf dem unbekanntem Gebiet der Medizin Empfehlungen ausspricht. Nach und nach werden Sie sich das Wissen aneignen – wie damals..

      • mira sagt:

        Wir haben schon mehrfach der Hotline angerufen und gefragt, was wir tun sollten. Meistens kam der Rat, in das Spital zu gehen, obwohl wir es lieber mit „Hausmittel“ probiert hätten. Babies sind noch nicht so robust wie Erwachsene oder grössere Kinder. Und lieber so, als zu spät ins Spital und dann braucht es den richtig grossen Einsatz (und der kostet dan richtig).

      • *sigh* sagt:

        @mira: Bei Babies siehts auch wieder anders aus, da hat Pippi mit ihrer Angst ums Austrocknen schon recht. Bloss ab (ich schätze jetzt mal drauflos) 4 Jahren ist einem Kind auch mal einige Tage Kranksein zuzutrauen und es muss nicht gleich der superteure Spezialist (oder gar Spital wo dann wirkliche Notfälle warten/sterben müssen) bemüht werden.

    • Jürgen sagt:

      ‚Tschuldigung, aber weiss ich vorher immer schon, ob es ein Bagatellfall ist? Traue ich mich dann noch zum Arzt, wenn ich die Kosten eventuell nicht tragen kann? Und: Auch Malaria fängt nur als Fieber an, Diabetes-Schock äußert sich auch nur in Durst, eine Nierenentzündung ist auch erst mal nur hohe Temperatur…

      • mhhhhhh sagt:

        Danke für die Nüchternheit, ich war grad bitz hässig… Aber so meinte ich es auch.

      • Kathy sagt:

        Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag, danke sigh.

      • Claudia sagt:

        @Jürgen. Wenn man mit einem kleinen Kind in ein Malaria-Gebiet reist, ist man echt auch selber schuld. Also weiss man ja, ob es Malaria sein könnte oder nicht. Meine Eltern haben mich wegen Fieber nie ins Spital gebracht, sondern mit Essigsocken behandelt. Ich finde es schlimm, wenn diese überforderten und hysterischen Eltern die Notaufnahmen für echte Notfälle blockieren.

      • Chris M. sagt:

        …. ins Malariagebiet reisen ?!?
        Malaria kommt schon in der Po-Ebene vor und bald auch im Tessin, mit der Klimaerwärmung folgend bald andere Tropenkrankheiten, mit den Flugverbindungen in jene Gegenden „blinde Passagiere“, die Krankheiten übertragen können vor der eigenen Haustür.

        Die Diagnose wird in Zukunft komplexer werden.

  • Sylvie sagt:

    ich finde die erwähnten zahlen und die neuen angebote, deren erweiterung bereits angekündigt sind, ziemlich erschreckend. kinder, die es gewohnt sind, beim kleinsten wehwehchen in den notfall getragen zu werden, werden tendenziell zu erwachsenen, die wegen kleinigkeiten zum arzt rennen werden. unsere gesundheitskosten lassen grüssen.
    dem thema sorge/angst kann mit der wahl einer guten kinderarztpraxis begegnet werden. meine kinderärztin ist telefonisch gut erreichbar, kann gut einschätzen, ob ein besuch verhältnismässig ist und die praxisgemeinschaft deckt lange öffnungszeiten ab.

    • E.H.Roth sagt:

      schlimmer, diese Kinder sind auch tendenziell schwach und verweichlicht. Deshalb, sollten diese Eltern zur Kasse gebeten werden.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Heute haben die meisten Eltern 1 Kind oder 2, entsprechend kostbar sind die dann. Ich verstehe gut, dass keine Risiken eingegangen werden wollen und bei unklarem, hohem Fieber das Spital aufgesucht wird, lieber einmal zu oft als zu wenig. Vor allem bei sehr kleinen Kindern, die auch nicht sagen können, wo und wie es ihnen wehtut, ist der Arzt die richtige Anlaufstelle, dafür gibt es die Ärzte ja. Wenn wir alles selber können, brauchen wir sie nicht. Ausserdem trocknen gerade kleine Körper sehr schnell aus, bei Durchfall mit Erbrechen ist das ein grosses Risiko.

    • E.H.Roth sagt:

      uhhh, kostbar… austrocknen, grosses Risiko…gleich immer mit dem schlimmsten rechnen … solche Leute sollten einfach keine Kinder haben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Kannst es nicht lassen, musst dich auf mich einschiessen, egal bei welchem Thema. Was bist du für ein armseliger Zwerg!

      • Katharina sagt:

        Roth, was soll das? es ist besser wenn bei anzeichen von gesundheitsproblemem eine fachperson konsulitert wird, statt irgendein quacksalber mit dem schlangenoel.

        dehydration ist tatsaechlich ein oft unterschaetzes risiko. ncht nur bei kindern.
        leider leben wir in einer vergifteten umwelt. und diese gifte beeintraechtigen ein kleines schneller als ein erwachsenes. also gopf. logisch dass es heutzutage mehr komplikationen gibt.
        wie koennen sie so etwas sagen wie solche menschen sollten keine kinder haben?

    • Jürgen sagt:

      Okay, man muss nicht übertreiben, aber Pippi hat recht: kleine (und kleinste) Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene, die mal eben drei Tage Fieber oder Durchfall wegstecken oder selbst entscheiden können, wann es ihnen so dreckig geht, dass ein Arztbesuch nötig ist. Ich würde mir da keine Gedanken machen: wenn ich mir unsicher bin, gehe ich zum Kinderarzt. Lieber einmal mehr als einmal zu wenig.

      • Elisabeth sagt:

        Schliesse mich Eurer Meinung an, Pippi und Jürgen! „Erfahrung haben“ heisst nämlich auch, bei Unsicherheit telefonisch oder per Notfall eine Fachperson zu konsultieren – better safe than sorry! Und wer schon einem Kleinkind auf dem letzten Zacken versucht hat, kaffeelöffeliweise Flüssigkeit zuzuführen nur um es dann doch am Tropf zu sehen, weiss, brüllt nicht mehr „o die blöden überbesorgten Eltern“!

      • E.H.Roth sagt:

        @Pippi, 😉 cool bleiben
        ist eigentlich Dein Papi stolz auf Dich?

    • Tanja sagt:

      Meine Eltern hatten auch „nur“ 2 Kinder, meinen Bruder und mich. Trotzdem wurde alles mit Hausmitteli kuriert, ich kann mich kaum erinnern, dass ich als Kind jemals beim Doktor war wegen einer Lappalie, mit Ausnahme der vorgeschriebenen Untersuchungen beim Schularzt.
      Denke schon, dass heute bei Eltern eine gewisse Hysterie vorherrscht.

      • Chris M. sagt:

        Meist sind es Angst und Unwissen bzw. zu wenig Erfahrung,
        nur bei einer Minderheit ist es Hysterie.

  • oma sagt:

    Zitronensocken kenne ich persönlich nicht, aber die berühmt/berüchtogten Essigsöckli. ich erinner mich „gerne“ an die fiebrigen Tage meines Sohnes, als er krankheitshalber auf den Wohnzimmersofa residierte, mich mit Wünschen nach feiner (meist Cola)Tranksame, etwas gutes zm Essen (natürlich nichts Gesundes), Wunsch nach Gesellschaft, Lesestoff und der Fernbedinung auf Trab gehalten hat. Meine kleine Rache waren dann die berüchtigten Essigsöckli, die ihn dann schnell und wunderbar gesund werden liessen.

  • Manuel Schaub sagt:

    Einmal mehr zeigt sich: Das internet hat nicht Medizin studiert! Das aller-, allerschlimmst, was eltern tun können, ist bei jedem Husten des Kindes online sich in irgendwelchen Foren zu „informieren“. da werden die schlimmsten halbwahrheiten, horrorvorstellungen und sowohl nutzlose wie auch teure behandlungen empfohlen. Aus jedem profanen ausschlag wird sofort ein Tumor und eine laufende Nase ist eine schreckliche, unheilbare neurologische Krankheit.
    Glaubt es endlich: Vià ein Forum wird keine Diagnose gestellt! Niemals! Zuerst mal Tee trinken, dann zum Hausarzt, nur wenn nötig.

    • E.H.Roth sagt:

      stimmt, jetzt stellen Sie sich vor was in Zukunft kommen wird. Eine verblödete Generation die ihr Wissen nur aus dem Internet kennt. Übertriebene Fürsorge und Ängstlichkeits-Wahn von Alt-Eltern die wegen jedem kleinsten hüsteln ihrer Kindes gleich in den Spital rennen, müssten sofort zu Kasse gebeten werden.

    • Chris M. sagt:

      Das wie bei allen Fachleuten, Heftli, Fernsehdoktoren, usw, auch: auch im Internet muss man genau schauen, wem man traut. Es gibt hoch kompetente Seiten und es gibt Fehlinformationen von Scharlatanen oder noch häufiger von Geschäftemachern, die einfach ihr Präparat verkaufen wollen.

      Mit etwas gesundem Menschenverstand sind die kompetenten Seiten gut zu finden über die Seiten von Krankenkassen, Universitäten, Spitälern, Ärztenetzwerken, usw. und nicht über Google & Co.

      So erhält man Informationen, wenn dann noch Unsicherheiten bleiben, hilft ein Gespräch mit dem zB. Ärztephon.

    • Dani Kobler sagt:

      @ Manuel Schaub: Sie raten also Kommentare in Foren nicht ernst zu nehmen, und schreiben die in einem Kommentar zu einem Blog. Ja was nun, soll ich sie ernst nehmen und Tee trinken oder soll ich es bleiben lassen?

  • martin sagt:

    Prellung: Arnica-Globuli (D6), wenn man an dieses Placebopräparat glaubt…

    Bei Insektenstichen hilft auch Spucke und Erde vermischt sehr gut

  • Maja sagt:

    Ich denke viele Eltern sind beim 1. Kind verunsichert.

    • Henri sagt:

      Das ist bestimmt so.
      Beim zweiten Kind wäre es schon besser mit der Erfahrung, beim dritten noch mehr, aber meist ist ja beim ersten oder zweiten Kind auch schon das Ende der Fahnenstange erreicht, wodurch der Erfahrungseffekt verpufft.
      Früher waren auch Grosseltern mit der diesbezüglichen Erfahrung präsenter.
      Gesundheits-Bücher sind meist zwar sehr informativ, ersetzen aber keine echte Erfahrung, zudem fehlt im „Fall der Fälle“ dann die Ruhe, um ein solches Buch zu konsultieren und adäquat handeln zu können.

  • gugus sagt:

    ich bin auch eher ängstlich und unsicher, ich gebe es zu. allerdings renne ich dann nicht in die notfallstation, sondern rufe beim ärztefon an (http://www.aerztefon.ch/ bzw. 044 421 21 21). ich finde die dienstleistung sehr sinnvoll. in der notfallstation waren wir in den letzten 6einhalb jahren ein mal, nachdem mir der mann vom ärztefon dazu geraten hatte.

  • Sportpapi sagt:

    Vieles ist ja auch eine Frage des Angebots. Wir sind häufig bei Problemen am Freitag noch zum Arzt, damit wir nicht am Wochenende als Notfall gehen müssen. Aber das ist wie mit dem einkaufen. Weshalb planen, wenn an jeder Ecke ein Tankstellenshop geöffnet hat?

  • Martin Frey sagt:

    Der Artikel richtet sich wahrscheinlich an die falsche Zielgruppe da die Leute, die nicht nur die Notfallstationen für Kinder sondern auch die für Erwachsene Abend für Abend überrennen, den Mamablog höchstwahrscheinlich nicht lesen. Ein Grundproblem besteht darin dass zuwenig Pädiater ausgebildet werden. Dann, wie im Artikel richtig erwähnt, ist bei breiten Schichten der gesunde Menschenverstand im Umgang mit Krankheiten schlicht abhanden gekommen. Und drittens, sind es v.a. Ausländer die oft keinen Haus-/Kinderarzt haben, da sie dieses Prinzip aus ihren Herkunftsländern schlicht nicht kennen.

  • Thomas Mark sagt:

    Hier wird laufend von „Eltern“ gesprochen.
    In Tat und Wahrheit sind es die total überforderten Mütter, welche zwar die 8 Symptome müder Haut kennen, für jede Tageszeit die richtige Schminke mitsamt ihren dazu passenden Kleidern tragen und dafür sorgen, dass das Kind jederzeit einen Helm trägt (auch auf dem Sofa) damit jaaaa nichts passiert.
    Sobald aber mal ein bisschen Fieber auftaucht, ist man in der Notfallstation und jeder blaue Fleck am Schienbein muss mit einem CT kontrolliert werden. Das SUper-Vorzeige-ich-bin-die-beste-Mutter-Projekt Kind muss ja gehätschelt werden.

    • mhhhhhh sagt:

      Öh, ist da jemand schlecht gelaunt?? Als ich UND mein Mann vor einem Jahr mit unserer damals 5 Monaten alte Tochter dummerweise in den Notfall fuhren, ging das Fieber trotz mehrmaliger Zäpfliverabreichung nicht unter 39 Grad. Wir waren auch eher irritiert (das Kind eigentlich munter), aber so nach 3 Zäpfli, dachten wir, sollte doch weniger Tempi da sein. Wir würden es nie mehr machen, sondern künftig die Zäpfli-Gewichtsangaben lesen;-) Aber die vier vorangehenden Anrufe beim Kindernotrufe haben da auch nicht hingewiesen drauf.. Und eben, wir waren noch Frischlinge..

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mhhhhh: also mich irritiert eigentlich dass Sie ein Medikament einnehmen oder verabreichen
        OHNE den Beipackzettel samt Dosierungstabellen zu konsultieren,
        das hätte bös ins Auge gehen können.
        Aber da Sie es nie mehr machen werden bin ich beruhigt und wünsche viele fieberfreie Tage… 😉

      • mhhhhhh sagt:

        Ich würds auch nicht mehr so machen….. wir lasen die packungsbeilage schon, aber das kind nahm seit kauf der packung und lektüre zu und lag oberhalb der gewichtsgrenze. ts ts…. diese eltern!

  • Nina Ochsner sagt:

    Warum nicht diese Eltern an den erhöhten Kosten teilhaben lassen? Das lässt ihnen die Freiheit, eine Notfallstation aufzusuchen und bestraft die anderen nicht, die ihre Hausaufgaben gemacht haben.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Entsolidarisierung, auf Kosten der Kinder, geit’s no?

      • Sportpapi sagt:

        Es ist auch meist im Sinne der Kinder, wenn man mit ihnen nicht aufgeregt in den Notfall rennt/rast. Und allgemein hat die vielzitierte Solidarität einfach auch einmal eine Grenze erreicht.

  • Lynn Neuenschwander sagt:

    Normalerweise sind Kinder unter der Woche miteinander, Inkubationszeit 2 – 3 Tage. Man rechne. Entweder man geht dann zu einem Notfallarzt, der nicht auf Kinder spezialisiert ist und kriegt fragwürdige Verordnungen, oder man ruft im Notfall des Spitals an und wird gebeten, dann doch vorbei zu kommen, da man keine Telefondiagnose stellen kann. Das hat nichts mit Übersensibilisierung zu tun sondern mit elterlicher Fürsorge. Man hat aber eigentlich Sonntags um 23:00 anderes zu tun als den „bequemen“ Notfall aufzusuchen, ist aber manchmal notwendig.

  • Silvia sagt:

    Wie helfen Essig, oder Zitronen- Wasser das Fieber herunter zu bringen, ginge es auch mit, nur Wasser?

  • Massimo sagt:

    Es ist das gleiche wie mit der Erziehung, alles an andere abschieben. Früher haben die Kinder auch (fast) alles überlebt, ohne gleich zur Notfallstation zu rennen. Aber wie soll ein Kind einmal spähter wissen, dass es auch anders geht, wenn die heutigen Eltern wegen jedem Bobo in die Notfallstation rennen und dann auch gleich noch das Gefühl haben, ihr Kind braucht zuerst Hilfe vor allen andern. Dann sitzen sie zwei, drei Stunden in der Notaufnahme und beschweren sich, weil ihr Sohneman oder Tochter nicht gleich dran kommen und wenn sie dran sind, ist die Schramme schon fast wieder verheilt!

    • Sibelius sagt:

      Logischerweise sind dann als die Eltern der heutigen übervorsichtigen Eltern an allem schuld. Aber ich dachte doch, früher sei doch alles besser gewesen?

  • Richard Hennig sagt:

    Als Ausbilder von Rettungskursen, finde ich sollten alle Eltern vor der Geburt ihres ersten Kindes einen 2 oder 3 tägigen (je nach Zeit) Kurs besuchen, nicht nur lernt Mann/Frau dort die wichtigsten Handgriffe bei Notfällen, Mann/Frau lernt auch relatif einfach Schlimmes von banalen Symptomen zu unterscheiden.Also liebe Eltern, die schw. Lebenrettungsgesellschaft oder auch Andere bieten sicher in Eurer Nähe Kurse an die euch helfen können.Bildet Euch aus, es ist gar nicht so schwer und würde die Notfallstationen sehr entasten.

  • Zerweck Robert sagt:

    Wer sein Kind bei Fieber gleich sofort ins Spital bringen will, der sollte besser keine Kinder und auch keine Hasutiere haben. Hypochonder sind dafür einfach nicht geeignet !

  • Chris M. sagt:

    negative Auswirkugen

    Wenn Eltern häufig unnötig zum Arzt/Notarzt/Notfallstation/Permanence rennen, belastet das die Krankenkasse und damit uns alle.

    Wenn dann Eltern den Arzt auch noch ultimativ auffordern, dringend etwas zu tun, obwohl es eigentlich nur Bettruhe bräuchte, oder vom Arzt zwingend ein Medikament (=Antibiotikum) verlangen, wird es gefährlich. Der schrankenlose und übertriebene und dumme/unüberlegte/unnötige Antibiotika-Verbrauch beschert uns mehr und mehr resistente Bakterien, die sich nicht mehr bekämpfen lassen und zu grossen Problemen bis hin zu Todesfällen führt.

    • mhhhhhh sagt:

      Und da sind dann die Eltern schuld, wenn der Arzt das geforderte Medi verschreibt? Sorry, ich gehe davon aus, dass ein Arzt/Ärztin schlau genug ist, mir zu erklären, warum jetzt Massnahme X oder Medi Y benötigt wird oder eben nicht. Und halt standhaft bleibt. Ich hatte bisher nur Ärzte, die immer zuerst anderes vorschlugen, oder dann „wenn das nichts nützt innert .. Tagen, schauen wir, ob wir um (Antibiotika/Cortison und ähnliches) nicht drum herumkommen“. Also, die Fachleute sind auch gefragt hier!

      • *sigh* sagt:

        „Ach Herr Doktor Sie als Fachmann denken also das ist nur ein Husten der mit etwas Ruhe und warmhalten abklingt? Na, das weiss ich aber besser, wenn Sie mir keine Pille geben wollen dann gehe ich halt zum Doktor XY nebenan – der will mir nämlich wirklich helfen und verkauft mir darum ein unnötiges Medikament. Kostet mich ja nichts, bezahlt ja die KK..“

    • Chris M. sagt:

      Der Arzt ist ein sebständiger Unternehmer, der am Umsatz verdient und sich seine Kunden warmhalten muss. Das ist ein Teilder Motivation, das Medikament trotzdem abzugeben. Der andere Teil sind massiv fordernde Eltern, wie oben erwähnt, mit der Drohung eben zum nächsten willigeren Arzt zu gehen.

      Auf diesem Weg werden tausende von Antibiotika gegen Grippe verschrieben, obwohl jedem Arzt klar ist, dass Antibiotika gegen Grippe keine Wirkung haben. Die Wirkung bezieht sich nur auf die Psyche des Patienten und die Kasse des Arztes.

  • Doris Kuster sagt:

    Gegen Beulen am Kopf hilft übrigens ein starker Magnet. Den Magneten ein paar Minuten auf die geprellte Stelle halten oder leicht darüber bewegen. Das Magnetfeld verhindert, dass das Gewebe anschwillt.
    http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/287052.html

    • Urs sagt:

      Was bei Ratten wirkt, muss ja für den Menschen auch gut sein.
      Kühlen hilft übrigens erwiesenermassen.
      Ich bin für ein Gesetz, dass jeder Haushalt mit Kindern einen Magneten im Tiefkühlfach haben muss. Dann können wir so richtig Prämien sparen.

    • Maja sagt:

      Da genügt auch ein Fünflieber oder sonst ein kaltes Metall.

  • Sibelius sagt:

    Fieber ist eine Reaktion des Körpers, um eine Infektion zu bekämpfen. Wir lassen es bei unseren Kinder daher einfach zu, und setzen erst fiebersenkende Mittel ein, wenn das Fieber hoch wird, das Kind offensichtlich leidet oder es bereits mehrere Tage anhält (um dem Kind eine Pause zu geben).

  • d.m.f sagt:

    Wenn man schon in Sorge ist, wirkt es bestimmt nicht beruhigend, dass heutzutage bei jedem Kind, das zu Schaden kommt, an erster Stelle nach der Schuld der Eltern gefragt wird („Was, mit 40 Grad Fieber habt Ihr das Kleine nicht zum Arzt gebracht?!“). Ausserdem ist Name „Hausarzt“ mittlerweile grob irreführend, und Kinder werden nicht nur Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 17.00 Uhr krank. Was die Hausmittel angeht: schon mal versucht, ein 2jähriges, das unter Übelkeit leidet, Zitronenschale kauen zu lassen?! Traut doch den Eltern zu, dass sie ihr Bestes getan haben und Hilfe brauchen.

    • Chris M. sagt:

      Wenn jemand versucht, das Beste zu tun, heisst das noch lange nicht, dass es das Beste ist.

      Eine grosse Rolle spielen hier Angst und fehlende Kenntnisse bzw. Information. Zudem sollte man akzeptieren, dass Kinder krank werden, ohne dass man jemanden schuldig sprechen muss. Komischerweise gehören die Leute, die am meisten nach Schuldigen suchen, oft zu den Gegnern von Impfungen und anderen Präventionsmassnahmen.

  • Franz Oettli sagt:

    Was uns nicht umbringt, macht uns stärker, haben wir jeweils den Kinder gesagt und der Krankheit einfach die notwendige Zeit zum Heilen gegeben. Kinderkrankheiten alle durchgemacht, zuerst der eine, dann der andere. Und so ging’s eigentlich immer gut. Klar, die Buben hatten auch mal tiefe Schürfwunden vom Wald oder mal einen gebrochenen Arm vom Fussball, da mussten wir halt zum Arzt.

  • Reto sagt:

    Wir leben in amerikanisch hysterischen Zeiten, wo der normale und gesunde ! Menschenverstand ausgeblendet wird.
    Nach BSE, Vogel- und Schweinegrippe neben all den anderen täglichen Klima- und sonstigen Hysterien (Hilfe, draussen ist ein Wetter und egal was für eines, es ist eine Katastrophe). Kein Wunder, fangen alle an, zu überreagieren und spinnen.
    Kenne auch Leute, die wegen jedem ersten Hüstelchen und Fieberchen gleich zum Doktor rennen. Das ist einfach lächerlich. Früher hat man das schlicht und einfach auch nicht gemacht. Und es war auch nicht nötig.

    • J_Randi sagt:

      Heute propagieren die gleichen Leute Arnica-Globuli (D6). Das ist einfach lächerlich. Früher hat man das schlicht und einfach auch nicht gemacht. Und es war auch nicht nötig.

    • Chris M. sagt:

      Jedes Kind braucht eine minimale Menge Dreck – das stärkt das Immunsystem, dazu noch einige Infektionen und (harmlose) Krankheiten, Kontakte zu Tieren und wilder Natur (Feld und Wald).

      Aber heute werden die Kinder teilweise überbehütet, von allem, was nicht klinisch sauber ist, ferngehalten. Kein Wunder funktionieren die Abwehrkräfte nicht und beschäftigen uns Asthma und Allergien.

      Am Ende werden wir noch krank aus Angst, wir könnten krank werden! 🙂

      • Silvia Müller sagt:

        Hoffentlich stumpfen die Menschen ob all dem Mediengeschrei von all den Pandemien und sonstigen Abzock-Hysterien ab und glücklicherweise gibt es auch noch viele vernünftige Aerzte, das muss man auch mal sagen, die nicht gleich eine Fiberus Komplexus diagnostizieren, wenn man mal eine Grippe hat.
        Hatte als Kind auch Grippe – ab und an – und lebe heute immer noch. Hurra.
        Teelein, Bettflasche, Ruhe und viel Schlafen haben schnell geholfen.
        In der heutigen Leistungsgesellschaft darf man ja nicht mehr krank sein, muss ständig und stetig jung, fit und erfolglos sein. Das stresst ganz schön.

  • louis fink sagt:

    Gesunder Menschenverstand
    Mein Kind hat Fieber? Sonst nichts weiteres? 38 Grad? – genug trinken, ab ins Bett, vielleicht n Fieberzäpfli. Morgen oder vielleicht übermorgen ists meist wieder ok. Dafür brauchts doch keine Notfallstation, sondern einfach gesunden Menschenverstand.

    • Chris M. sagt:

      Bei einfachen Krankheiten genügt die Abwehr des Körpers bzw. die eigenen Heilkräfte. Fieber zeigt an, dass die Abwehr aktiv ist und muss normalerweise nicht bekämpft werden. Nur bei hohem Fieber (altersabhängig) sind Massnahmen wie Zäpfli nötig. Tee trinken und abwarten reicht häufig.

  • Wüthrich sagt:

    Auch altersentsprechende Fieberzäpfli und ein bisschen gesunden Menschenverstand gehören in jede Familien-Hausapotheke. In einer Zeit in der auch Erwachsene kaum mehr krank sein können/dürfen, geht das bei Kindern auch nicht. Wenn die Kinder nicht ernsthaft krank sind holen sie es sich vielleicht in der Notfallpraxis…

  • lamakki sagt:

    Aehm… Wieso wird Arzt immer gleich mit Chemiekeule gleichgesetzt? Alternative Heilmethoden, die ihre Wirkung wissenschaftlich beweisen konnten, werden in den Behandlungskatalog aufgenommen. Ein Beispiel dazu ist dry needling, die wissenschaftlich bewiesene Form vom unwissenschaftlichen Vorlaeufer Akupunktur. Man hat nicht nur die Wahl zwischen Chemie und Hokuspokus. Es gibt auch natuerliche Heilmethoden, die von Aerzten propagiert werden, wenn sie funktionieren…

    • Chris M. sagt:

      alles Erfahrungsmedizin!!

      Man vermutet, dass etwas nützen könnte und probiert es dann aus. Wenns nichts nützt, vergessen wirs, wenns nützt, behalten wirs. Der grosse Unterschied: bei der „wissenschaftlichen“ Medizin, wird der Nutzen statistisch ausgewertet (das ist wirklich ein Unterschied, weil objektiver als andere Methoden), aber es bleibt Erfahrungsmedizin! Aber diese Statistiken sind keine Beweise – sondern nur in Zahlen gefasste Erfahrungen.

      • delusion sagt:

        Naja. Wenn sie gerne mit Gummistiefeln ins Kino sitzen und später eine Brille brauchen, kann ihre Grossmuter auch sagen, dass Gummistiefel den Augen schaden. Erfahrungswissen ist anfällig für Fehlschlüsse.

        Statistische Signifikanztests sollen zeigen, wie wahrscheinlich das Auftreten eines beobachteten Zusammenhangs unter rein zufälligen Voraussetzungen wäre.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Cum_hoc_ergo_propter_hoc

      • Chris M. sagt:

        Trotzdem:
        auch der modernen Pharma bleibt nichts anderes als Erfahrungswissen, dh. Versuch und Irrtum mit mehr oder weniger Statistik garniert. Die Wissenschaft ist noch weit davon entfernt, den Menschen mit den Krankheiten und den Reaktionen auf Substanzen in einem Modell berechnen zu können. Was heute in wenigen Bereichen geht: in Modellen wahrscheinliche Kandidaten herausfiltern, die dann die Anzahl Test reduzieren. Aber auch dann: mit diesen Kandidaten-Substanzen gehts wieder um Versuch und Irrtum, eben Erfahrung bezüglich Wirkung und Nebenwirkung plus etwas Statistik.

    • Chris M. sagt:

      alles Erfahrungsmedizin!!

      Naja, manchmal werden die Wirkstoffe von Grossmutters Heilmittelchen extrahiert und chemisch hergestellt – dann kann mans sogar patentieren. Zusätzlicher Vorteil: grössere Reinheit und bessere Dosierung.

  • Chris M. sagt:

    Der Artikel spricht verschiedene Themenbereiche an, die bei der Diskussion vielleicht besser nicht vermischt werden sollten:

    1. Wie können Eltern die Krankheiten der Kinder erkennen, bzw. harmlose von ernsthaften unterschieden, bzw. entscheiden, ob sofort ein Arzt eingreifen muss oder bis zur regulären Sprechstunde gewartet werden kann.

    2. Wie gehen Eltern mit der Angst um? Die eigene Angst oder die des KIndes?

    3. Welche Mittel sind verfügbar?

    • Chris M. sagt:

      Krankheiten erkennen

      Wie richtig bemerkt wurde, können Bücher/Ratgeber helfen. Verschiedene Krankenkassen bieten einen Telefondienst an, bei dem man nachfragen kann und von Fachpersonen Auskunft erhält. Dies als Ersatz für Erfahrungswissen, das früher in der Familie weitergegeben wurde (nachdem in einer Grossfamilie das erste Kind Keuchhusten hatte, wusste man, wie man die andern 10 behandeln musste). Zudem war früher im Notfall der Hausarzt rund um die Uhr verfügbar und kam auch mal am Wochenende mitten in der Nacht ins Haus um das Kind zu sehen.

    • Chris M. sagt:

      Die Angst

      Vielen Eltern fehlt die Erfahrung. Was man in einer Grossfamilie früher mehmals pro Jahr erlebt hat, ist in der Kleinfamilie zum seltenen Fall geworden, der Angst macht.

      Dazu kommt ein Stadt/Land-Gegensatz. In eher abgelegenen ländlichen Gebieten ist die Anzahl Arztbesuche pro Person deutlich tiefer als in der Stadt. Einerseits hängt das mit der Verfügbarkeit der Ärzte zusammen, andererseits mit der Einstellung: Probleme selber bewältigen oder Hilfe holen? Die Autarkie ist auf dem Land höher, die Schwelle, Hilfe zu hole auch.

      • Chris M. sagt:

        Kommt hinzu, dass die Angst und Aufregung der Eltern das Problem verstärken kann: Wenn die Eltern soooo grosse Angst haben, muss es ja etwas seeeehr Schlimmes sein und das Kind bekommt auch Angst und Fieber und Heulen und Tränen und Schmerzen und …..

        Viel einfacher sind Beruhigung, Ruhe, Zuwendung, Zeit, …. und Beschäftigung: wenn die Eltrn mit der Zubereitung von Hausmittelchen beschäftigt sind, klingt die Aufregung meistens schon mehrere Grade ab. Das Kind sieht, dass man sich kümmert und beruhigt sich auch….

      • Chris M. sagt:

        Dass es nicht immer gleich den Arzt braucht, zeigt auch die Erfahrung:
        Eine Grippe dauert ohne Arzt ein einhalb Wochen, mit Arzt dauert sie zehn Tage.

    • Chris M. sagt:

      Die Mittelchen

      Eine gut sortierte Hausapotheke hilft – die Bücher/Ratgeber enthalten zum Teil Listen mit Empfehlungen. Wie erwähnt, muss es nicht immer Chemie aus der Apotheke sein. Tee, Kräuter, Zwibeln, Knoblauch & Co. haben sich über Generationen bewährt – leider ist das Wissen darüber in vielen Familien verloren gegangen.

      Bei kleinen Boboli genügt zum Teil auch ein „Nix-drin forte“ (sieht aus wie ein Smarties mit einem Tropfen Zitronensaft angefeuchtet), der Placebo-Effekt tut seine Wirkung genauso wie irgend etwas anderes von D20 oder D50 oder so.

      • Roland sagt:

        Globuli (D6) ist ja das „nix-drin-forte“.

      • Chris M. sagt:

        🙂
        sooo explizit wollte ich es dann doch nicht sagen!

      • Jürgen sagt:

        Eine Lungenentzündung bei Kleinkindern dauert mit Arzt und Antibiotika 5 Tage, ohne Arzt verläuft sie möglicherweile tödlich…
        Hört Euch doch mal in Eurer Eltern-/Großelterngeneration um: wie viele Geschwister sind da im Kindesalter gestorben? Es waren nicht wenige. Die Hausmittelchen kannten Sie damals sicher gut…

      • Chris M. sagt:

        Ja.

        Darum habe ich ja im ersten Teil meines Beitrages betont, dass es wichtig ist, die ernsthaften von den harmlosen Erkrankungen zu unterscheiden und dass Eltern dabei auf Hilfe angewiesen sind. Die moderne Medizin ist auch für Kinder ein Segen – leider aber für die Eltern manchmal auch eine Versuchung, immer das Maximum zu beanspruchen. Diese Versuchung gab es für die Grosseltern noch nicht – mit allen Vor- und Nachteilen, dh. geringeren Kosten aber auch geringerer Wirkung bei ernsthaften Fällen.

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