Was Mütter verschweigen

MAMABLOG-LIPS

Mutter schweigt womöglich auch deshalb, weil sie das Doppeleinkommen nicht gefährden will.

Mütter (und Väter) müssen ihre Kinder erziehen und deshalb bringen gute Mütter (und Väter) ihren Kindern bei: Man darf nicht lügen. Lügen ist schlecht. Lügen ist unmoralisch. Aber wie so oft sind die eigenen Vorgaben nicht so leicht einzuhalten, wenn es um einen selber geht. Die durchschnittliche Mutter ist nämlich selber eine fleissige Lügnerin, so ergab eine Umfrage des britischen Web-Portals Netmums mit 5000 Befragten. Mütter belügen demnach andere Mütter, ihre Partner, ja sogar ihre Kinder. Besonders gerne lügen sie aber gegenüber ihren eigenen Müttern.

Fast drei Viertel der befragten Mütter gaben an, dass sie ihren Eltern was vorflunkern, wenn es darum geht, wie sie mit ihrer Familie zurechtkommen. Aber auch was die Frage betrifft, wie viel sie tatsächlich mit ihren Kindern spielen, wie oft sie sie fernsehen lassen und wie sie sie ernähren, flunkern Mütter gerne. Ebenso, was Finanzfragen und ihr Liebesleben betrifft.

Die Resultate erstaunen nicht besonders. Versagensängste, das Gefühl, nicht zu genügen, mit der Situation schlechter klarzukommen als die andern – wer kennt das nicht? Mit guten Freundinnen kann man das vielleicht diskutieren – mit Müttern will man das in der Regel eher nicht. (Notiz: Auf diesen Gedanken zurückkommen, wenn das eigene Kind in die Pubertät kommt). Denn entweder war diese ein so strahlendes Idealbild von Vorzeigemutter, dass man dagegen immer eine wandelnde Mängelliste bleiben wird, oder dann hat sie es ganz und gar nicht auf die Reihe gekriegt und es bleibt nur die Erkenntnis, dass man selber keinen Deut besser ist.

Interessanter ist die Frage, wie man seinen Kindern beibringen soll, man dürfe nicht lügen, wenn man anderen gegenüber nicht ehrlich ist. Und das betrifft nicht einmal nur die eigene Mutter. Bei Mumsrock.com findet sich beispielsweise eine Liste über jene Dinge, die Mütter ihren Männern verschweigen. Neben den oben erwähnten Flunkereien über den TV-Konsum der Kinder und ihre Ernährung tauchten da auch Punkte wie die Folgenden auf: Dass Mütter eigentlich lieber alleine in die Ferien fahren würden und dies bloss nicht tun, weil sie dafür zu gut erzogen sind. Dass sie zu viel Geld für Kosmetika ausgeben. Dass sie im Bett Multitasking betreiben und beim Liebesakt darüber nachdenken, welches das beste Rezept für Blumenkohl ist. Oder welche TV-Bullen man nicht von der Bettkante stossen würde. Und dass Mütter nur deshalb nicht laut sagen, was sie denken, weil sie den Status quo mit Kindern und Doppeleinkommen nicht gefährden wollen.

Also nun: Ist lügen in jedem Fall unmoralisch oder gibt es gewisse Themen, über die lügen okay ist? Der Philosoph und Schriftsteller Maurice T. Maschino hat in dieser Frage eine originelle Ansicht. Er sagt: Die Lüge in der Partnerschaft, zu der er auch Unterlassung, Halbwahrheiten, Verschweigen, Beschönigen zählt, sei nicht nur unvermeidlich, sondern sogar notwendig – er versteht sie als eigene Form der Liebe. Gelogen werde vor allem, wenn jemand sich in seiner Intimität gestört fühle, etwa durch einengende Lebenssituationen oder Moralvorstellungen. Dahinter stehe die Angst vor der Einvernahme anderer und die Angst, sich selbst zu verlieren. Und obwohl das Lügen moralisch verdammt würde, nütze es letztlich beiden Partnern. Dem einen bringe sie Freiheit, dem andern Schutz vor unnötiger Brutalität und die Beibehaltung der Illusion. Oder wie La Rochefoucauld sagte: «In der Freundschaft und in der Liebe ist man über jene Dinge, die man nicht weiss, glücklicher als über jene, die man weiss.»

Ist nur die Frage, wie man das seinen Kindern beibringen soll. Wahrscheinlich werden sie ja dann von selber drauf kommen, wenn man sie darüber ausfragt, wie es in ihrer Beziehung oder ihrer eigenen Familie so läuft. Denn manchmal ist es wohl schlicht höflicher zu lügen.

193 Kommentare zu «Was Mütter verschweigen»

  • Reto sagt:

    LÜGEN:
    Dem einen bringe sie Freiheit, dem andern Schutz vor unnötiger Brutalität und die Beibehaltung der Illusion:
    Dann wollen wir hoffen, dass er/sie nie herausfindet, dass er/sie einer Illusion nachgehangen ist. Ansonsten dürfte die Reaktion sehr viel heftiger ausfallen, als es bei Ehrlichkeit je gewesen wäre. Und je nach Thematik weitreichendere Konsequenzen haben, als man sich dachte-eingestehen wollte.

  • Nicolas Bullet sagt:

    Der Artikel ist nur so gespickt von einem konservativen bzw. altertümlichen Bildungsnieveaus. Der autor macht lauter Kurzsichtigkeitsoffenbarungen und zudem einiger diskriminierenden Vorurteilsmanifestationen.
    Bsp. 1:Lügen sollen also Frauen. Wie stehts mit Männern?
    Bsp. 2:Lügen soll normal und gesund sein, zmd. ein gewisses Mass. Es hilft seine Identität und Sicherheit bzw. die der anderen sogar zu wahren. Wie wärs mit einer tiefgründig aufgeklärten und fortschrittlichen Identität, damit diese Zweifel bzw. Schizophrenie bez. Täuschung oder Ehrlichkeit erst gar nicht aufkommen? Nun ja, dafür brauchts viel Zeit, viel Geduld, viel Bescheidenheit und v.a. mehr Innen statt Aussen, was sicher keine Grösse bzw. Tugend unserer Zeit ist.
    Nun ja, der Mensch wird sich schon noch weiterentwickeln. Wie anders auch möglich!?
    Viele nur über Gefühle, wenige über Rationalität bzw. über Logik. Fallen wir also erstmals defig auf die Schnauze oder wie ein modernes Zitat sagt: Der Mensch lernt sich erst zu verbessern bzw. weiterzuentwickeln, wenn er vor dem Abgrund steht.
    Sind wir denn so in die Jahre gekommen, Schul- bzw. Lernmüde oder einfach voller Angst oder Egoismus? Ach ja, da wäre noch das Status- bzw. das völlig destruktive salonfähige Prestigdenken und die verkannte Dauerunterhaltungsbranche.
    Sapere Aude, wenn den die Gefühle dafür bereit sind.

  • fufi sagt:

    Die Grundfrage ist doch, weshalb wir alle lügen und wieder lügen und immer wieder lügen.
    Aus Angst vor Strafe (Ich war’s nicht, aber SIE hat angefangen)? aus Bequemlichkeit (Mir geht’s gut, und dir)? um dazu zu gehören (echt geile Klamotten!)? und scheint’s ganz besonders beliebt: aus eigenem Vorteil: (Also, ICH würde das empfehlen; kauft MICH!, wählt MICH!)?

    Die grössten und schlimmsten Lügen scheinen mir diejenigen, die wir uns selbst sagen!
    Klaro, wir spielen alle unsere Rollen, privat, beruflich und was weiss ich wo. Wir sind SchauspielerInnen, die „uns selbst“ spielen. Und so häufig umgeben wir uns mit Requisiten, die diese unsere gespielte Rolle noch verstärken (….. ).
    MANN/FRAU, bin ICH aber gut! Aber das geht nur so lange, als auch ANDERE mich derart gut finden. Dann heisst’s nämlich mal gschwind: Kusch kusch Baby, you’re really out of time.

    Und dann der Blick in den Zauberspiegel:
    Ist DAS wirklich ich?
    ABGESCHMINKT! – NICHTS!
    🙁

  • heidi reiff sagt:

    @ globetrotterin

    Ich bin einfach vorsichtig auf Kinder zugegangen, meine Grosskinder umarmen mich einfach spontan -Hebe drucke gärn ha – ich klammere nicht – Kinder können gut und spontan loslassen – eine gute CD gibts von Christina Stürmer , sie spricht auch von Ihrer Mutter ist echt ambivalent ihre Aussagen. Picke mir die Rosinen raus, „lass mich doch so wie ich bin, – brauch keinen Heiligenschein – das persönliche Befinden drückt Christina Stürmer einfach aus in Liederform. Mag Liedermacher und Liedermacherinnen sehr, resp. einfach ihre Aussagen, Sie sind ja unterwegs, ist doch ein Weg, so Windsurfen find ich eine gute Sache, lassen Sie sich nichts kaputtmachen, Sie sind der Kaptitän. Sie sagen wo es lang geht. Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie ziehen vorbei, wie dunkele Schatten, kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschiessen, es bleibet dabei, die Gedanken sind frei – ich denke was ich will und was mich beglücket, doch alles in der Still und wie es sich schicket- es bleibet dabei die Gedanken sind frei. Habs bis jetzt noch nicht geschafft in ein Hirni eines anderen reinzuschauen, ein offenes Gespräch kann ev. Berge versetzen. Bleiben Sie sich selbst treu. Selbstbetrug ist der grösste Betrug, Selbstverrat ist Betrug.

  • StefanB sagt:

    Ich stosse gerade auf ein interessantes Phänomen: die Autorin beschreibt, dass Frauen ihre Mütter belügen, und im nächsten, dass sie gewisse Dinge nie mit den eigenen Eltern besprechen würden. So, wie ich dies verstehe, werden hier Mütter und Eltern synonym verwendet.

    Aber Hand aufs Herz: Sprechen wir wirklich nur mit den Müttern (selbst wenn wir sie anlügen)? Und noch eine Frage: Ist es leichter (oder schwerer), ein Thema mit der Mutter zu besprechen, als mit dem Vater darüber zu diskutieren? Was dann unweigerlich dazu führt zu fragen: lügen wir die Mutter ebenso an wie den Vater, oder gibt es Themen, bei denen wir zum einen Elternteil ehrlicher sind als zum anderen?

    Dass wir mit unseren Eltern anders und andere Dinge besprechen, als mit unseren Freunden, und deshalb auch auf andere Weise unehrlich sind, liegt wohl einfach daran, dass unsere Freundinnen und Freunde so ziemlich unserer Generation angehören und so mehr oder weniger den gleichen Erfahrungshintergrund besitzen.

  • Roland Ehrlich sagt:

    Michèle Binswanger schreibt: „Man darf nicht lügen. Lügen ist schlecht. Lügen ist unmoralisch. Aber wie so oft sind die eigenen Vorgaben nicht so leicht einzuhalten, wenn es um einen selber geht. Die durchschnittliche Mutter ist nämlich selber eine fleissige Lügnerin [ d.h. sie lügt auch ihren Kindern dauernd was vor, z.B. wenns ums Geld oder um ihr Liebesleben geht ]“.
    Ich finde diese Sätze entlarvend, sie zeigen, wie Frau Binswanger selber erzogen wurde, und wie wenig sie verstanden hat.
    Sehr wahrscheinlich ist sie selber eine sehr routinierte und unreflektierte Lügnerin gegenüber ihren Kindern.
    Es geht nämlich stets nur um die Motivation, nicht um die Tat selbst. Unter gewissen Umständen ist es richtig und notwendig zu lügen, und unter anderen Umständen ist es vollkommen unmoralisch und falsch zu lügen.
    Es ist zum Beispiel fast immer falsch zu lügen, um eine Machtposition zu erlangen oder zu erhalten. Wer seine Kinder ohne triftigen Grund anlügt, schwächt sie. Auch Falschinformation oder vorenthaltene Information schwächt die Kinder.
    Es schwächt aber nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Beziehung zu den Eltern.
    Meine Mutter hatte mich zum Beispiel frech angelogen, als ich mit vier oder fünf Jahren wissen wollte, wo die Kinder bei der Frau rauskommen. Das schwächte mich, weil ich später im Kindergarten für meinen Irrglauben ausgelacht wurde. Es schwächte aber auch die Beziehung zu meiner Mutter, weil ich ihr seit diesem Ereignis nie mehr Glauben schenkte, sondern alles, was sie sagte, mit Skepsis aufnahm und zuerst auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfte. Es prägt mein Frauenbild bis heute, es hat mich gewissermassen für die Verlogenheit der Frauen sensibilisiert.

    • mila sagt:

      ich finde es ja schon sehr praktisch, wenn man in seinem leben einen (äusseren) urquell allen übels ausmachen und vor dieser folie alle späteren erfahrungen einordnen kann. auch eine möglichkeit, sich einer tatsächlichen auseinandersetzung mit der realität zu entziehen.

      • xyxyxy sagt:

        @mila

        vielleicht schiebt Roland ehrlich alles auf äussere Umstände ab – vielleicht aber auch nicht.

        Jedenfalls beschreibt er, dass man mit „Lügen“ nicht so pauschal hantieren kann, wie dies der Artikel und die meisten Kommentarschreiber tun. Er zeigt auf, dass Lügen folgen haben, sehr oft sind sie weitreichender als wir uns vorstellen können.
        Es wäre doch viel sinnvoller diese Gedanken aufzugreifen, als R.E zu unterstellen, er würde in einer faulen Ausrede leben.

      • mila sagt:

        „Es prägt mein Frauenbild bis heute, es hat mich gewissermassen für die Verlogenheit der Frauen sensibilisiert.“

        nennen sie das ein realistisches frauen- oder weltbild? ich nenne das eine praktische entschuldigungshaltung. es gab hier durchaus den einen oder anderen kommentar, der weit tiefgründiger auf das thema einging als der von roland.

      • heidi reiff sagt:

        Kann ich gut nachvollziehen was Sie schreiben. Als meine Mutter schwanger war mit Ihrem 4. Kind, ich war 5 Jahre alt und ich Sie gefragt habe , wie denn das Kindlein in ihren Bauch gekommen ist hat sie mir gesagt – der LIEBE GOTT hat mir ein Körnchen in den Bauch gepflanzt – . Ammenmärchen werden doch den Kindern aufgetischt – die Märchen von den idealisierten Gebrüder Grimm enthalten inhaltlich viel SADISMUS – .Kindgerecht können wir doch Kinder aufklären,, Kinder haben das Recht Fragen zu stellen . Ich habe normale Fragen gestellt, meist war die Antwort : „du bist eine Wundernase“ . Die Mickey Mouse Heftchen von Walt Disney waren echt amüsant, war so ein Impuls, mit meinem älteren Bruder – Peter Pan und Glöckchen zu spielen – .

  • mila sagt:

    sorry, orthografie funktioniert nicht mehr.

  • Max sagt:

    Sehr geehrte Mamablogleser/innen,
    wer es genau wissen möchte wieso das Lügen so gesellschaftsfähig ist und die „Notlügen“ mittlerweile zu einem ganz normalen Verhalten vieler Menschen geworden sind, darf gerne die folgende Erörterung von Max durchlesen:

    Die Institutionalisierung der Lügerei als Mittel zur Erhaltung des Status Quo

    Ich habe das Gefühl, das Lügen hat sich in der Gesellschaft deshalb so etabliert, weil das ganze
    System so aufgebaut ist. Die Politiker lügen, die Lehrer lügen, die Vorgesetzten lügen, die Religionen lügen und wenn die Eltern ihre Kinder über alle Missstände in der Gesellschaft aufklären würden, gelten diese sofort als Naivlinge, Hippies, Anarchisten, Marxisten oder werden geächtet und dies nur, weil sie sich den geltenden Normen nicht anpassen wollen und stattdessen für Gerechtigkeit plädieren. Als Beispiel schauen wir doch mal auf das Parteiprogramm der SP, in dem der Kapitalismus als ungerecht demaskiert wurde und stattdessen die Umsetzung einer gerechteren Alternative gefordert wird. Wie viele Gegner und sogar Parteigenossen stören sich an solch klaren Worten, die das Problem beim Namen nennen? Sogar wenn man als Zivilist gewisse Missstände beim Namen nennt, heißt es von vielen Seiten sofort: „Radikaler Linker. Sozialist. Schwarzseher. Pessimist. Querulant. Undankbarer Flegel. Das stimmt doch alles nicht, uns geht’s doch allen gut, usw.“

    Das mit dem Lügen ist eine sehr komplexe und subtile Angelegenheit. Den Menschen wird das Lügen vom System – der nach materiellem Wohlstand eifernden Gesellschaft – anerzogen. Fast niemand gibt in unserer nach Profit gierenden Kultur gerne zu, dass die globale Ausbeutung von Mensch und Natur zum Zweck des materiellen Wohlstandes und zur Friedensicherung keine nachhaltige Lösung ist (P.S. Fortschritt ist auch ohne eine solche Ausbeutung möglich).Um über solche Tatsachen hinwegzusehen, findet ein kollektives Verdrängen statt, das mit Lügen am Leben erhalten wird. Dies ist eine Illusion, die jedoch von den meisten als solche erkannt wird, ja sogar unterstützt wird, weil viele ihre Zufriedenheit nach dieser Illusion ausgerichtet haben. Gleichzeitig dient es als Legitimationsgrundlage vieler Menschen, um in privaten und geschäftlichen Angelegenheiten auch lügen zu dürfen, im Sinne von: “ Die Regierung und Wirtschaft lügt doch auch zu ihrem Vorteil, also dürfen (müssen) wir für unseren Vorteil auch lügen.“ Wir sehen, zuerst kommt das „sich selbst belügen“ und dann erst das „andere belügen“.

    Haben sich die alten Naturvölker und Ureinwohner auch gegenseitig belogen? Wahrscheinlich eher nicht, denn diese mussten (müssen) um überleben zu können, zusammenhalten und gemeinsam Lösungen für Probleme entwickeln und umsetzen. Dort wurde ein notorischer Lügner ziemlich sicher aus der Gemeinschaft ausgestoßen, weil so jemand in einem auf Vertrauen aufbauenden System, der ganzen Gemeinschaft schaden würde. Heutzutage ist es leider genau umgekehrt. In der heutigen Kultur des Profits und Kapitals, denken viele Menschen, dass man alle Probleme mit Geld lösen kann – den richtigen Partner finden, Glückseligkeit durch finanzielle Absicherung, Weisheit durch hohe akademische Titel usw. – und das Vertrauen geht zu Lasten des „sich mit Geld alles kaufen können“ immer mehr verloren, nach dem Motto: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Dies ist aber ein Trugschluss der auf kurzfristige Befriedigung des Egos ausgelegten Gesellschaft, denn das Vertrauen ist die Grundlage für das gemeinsame Handeln zum Wohle der Gemeinschaft oder anders ausgedrückt; fehlt das Vertrauen, fängt der Mensch an zu lügen. Vertrauen kann nur gefördert werden, wenn man den Wert der Faktoren Geld und materieller Wohlstand unter die zwischenmenschlichen Beziehungen stellt und nicht darüber.

    • Orlando S. sagt:

      Dass der Sozialismus jemals eine „gerechte Alternative“ gewesen wäre – das ist eine Lüge, mein braver Herr Genosse!

      Ihre „gerechtere Gesellschaft“ wurde stets auf Zwang begründet. Es braucht genau nicht die Beseitigung von Kapital (in der Umsetzung bedeutete das ja immer, dass der Staat der Monopolkapitalist wurde: Ballung der finanziellen und politischen Macht…kommt nie gut…) und „Profitdenken“ (was ist denn die Alternative? Verlustdenken, Tauschwirtschaft?) sondern es genügt im Sinne einer Fairnessregel – sie nennens im letzten Abschnitt „Vertrauen“ – das rechtliche Prinzip von Treu und Glauben und von Redlichkeit im Geschäftsverkehr. Bona Fide. Wenn man menschliche Interaktion in einer Gesellschaft als ein Gewirr von Verträgen zwischen Menschen, Gruppen von menschen und Institutionen abgeschlossen werden, so ist jeder Vertragspartner durch dieses Prinzip vor Arglist, Täuschung, Lüge, Fälschung etc. geschützt. Das kannten schon die Römer.

      Also, belügen sie sich nicht selber Mann! 😉

      • Max sagt:

        @ Orlando

        Da ist wieder Ihr Wahrnehmungsfehler mein lieber Herr Orlando.
        Die Ideale einer auf Sozialismus aufbauenden Gesellschaft sind in der Tat von edlen Ideen geprägt, genauso wie der Kapitalismus. Wenn jedoch das Ego bei der Umsetzung solcher Ideale zu sehr rein pfuscht, sind alle Gesellschaftsformen früher oder später dem Untergang geweiht. Das Kernproblem liegt, wie ich bei meiner Erörterung erkläre, am fehlenden Vertrauen. Dies wird durch die Gier nach materiellem Wohlstand (eine Illusion vieler vom Ego gesteuerten Menschen, die sich davon Frieden und Erlösung erhoffen) gefördert.
        Um dieses Kernproblem nun aufzulösen, bedarf es einer Transformation des menschlichen Bewusstseins. Ohne eine Bewusstseinsänderung der Menschen wird das Ego weiterhin die Oberhand behalten und immer mehr Menschen werden sich wegen Geld, Land, Erdöl und anderen Besitztümern gegenseitig umbringen. Nur so nebenbei Herr Orlando, das 20. Jahrhundert war eines der mörderischsten überhaupt. Noch niemals in der Geschichte der Menschheit (die uns bekannte), gab es so viele Todesopfer (über 100 Millionen), die durch fremde Gewalteinwirkung gestorben sind, sprich Mord usw. Die allermeisten dieser Gräueltaten sind von egoistischen Motivationen geprägt. Vielleicht haben Sie, Herr Orlando, die Hoffnung auf eine friedliche Welt bereits abgeschrieben, vielleicht sind Sie auch so Jemand, der selber so tief in einem Ego –Bewusstsein drinsitzt, so dass sie nicht verstehen, dass es auch anders geht, nämlich mit Frieden.
        Nach Ihren bisherigen Beiträgen im Mamablog zu urteilen, sind sie ein gläubiger Christ. Stimmt das? Also, Herr Orlando; Jesus Christus hatte genau so eine Transformation des Bewusstseins gepredigt. Und was taten seine Zeitgenossen? Sie töteten Ihn. Und wieso? Weil das Ego dieser Menschen zu stark war, als dass Sie eine friedlichere Welt erschaffen wollten.

      • Max sagt:

        P.S. @ Herr Orlando

        Ich empfehle Ihnen mehr von einer Grundlageargumentation gebrauch zu machen statt einer Symptomargumentation, die alle Ungerechtigkeiten auf dieser Welt zu rechtfertigen versuchen.

  • heidi reiff sagt:

    Ich bin mir SELBST EINE GUTE MUTTER , wauw, ich verwöhne mich selbst wauw, frei , frei , frei , frei, ich habe kein schlechtes Gewissen, frei frei frei frei, meine Grosskinder sind so authentisch und keine Schleimscheisserinnen, Freiheit ist doch das höchste Gut für Menschen ob Mann oder Frau.

    • Cara Mia sagt:

      Freedom s just another word for nothing have to lose…Janis Joplin

      • Globetrotterin sagt:

        Nein, nein, Cara Mia! Ich bin zwar oft Ihrer Meinung, aber diesmal hat ganz eindeutig heidi reiff die Nase vorn!

    • Globetrotterin sagt:

      @heidi reiff:
      Ich umarme Sie, Schwester im Geiste!

      • heidi reiff sagt:

        Ich umarme Sie ebenfalls, schon Ihr Nickname ist auf „Aufsteller“ 🙂

      • Globetrotterin sagt:

        @heidi reiff:
        Sie müssen wirklich eine ganz coole Grossmutter sein. Ich wünschte, ich hätte eine Mutter, wie Sie es sind!

    • Eremit sagt:

      Frei ………………… wovon?

      Frei von Nahrungsmittel?
      Frei von allen Menschen?
      Frei von Naturgesetzen?

    • „Der Mensch ist frei geboren- und liegt doch überall in Ketten.“ Jean-Jacques Rousseau

      Ketten, Ketten, Ketten, Ketten!

      • mila sagt:

        schon wieder dieser rousseau. kant wusste es besser.

      • Also ich mag Rousseau. Was genau wusste Kant denn besser?

      • mila sagt:

        wie der mensch aus seine selbstverschuldeten unmündigkeit entkommen – oder eben seine ketten los wird.

      • Ja, diese selbstverschuldete Unmündigkeit… bis zum Tode?

        Wie mir dünkt, wurde die Freiheit in den letzten Jahrzehnten von allen Seiten so richtig durchgeprügelt und nach Belieben und Interessenlage in Beschlag genommen. Ich persönlich bin kein allzu grosser Verfechter der Freiheit. Unabhängugkeit bis zu einem gewissen Grade ja- aber Freiheit?

      • Katharina sagt:

        „wie der mensch aus seine selbstverschuldeten unmündigkeit entkommen – oder eben seine ketten los wird.“

        das ist bull.

        siehe aktuellem anlass was in aegypten vor sich geht, wo alles nun mit waffen niedergeschlagen wird.

        selbstverschuldet?

      • Katharina sagt:

        Marcel, ich finde neben Liebe Freiheit das kostbarste Gut des Mensch-Seins.

        Weil es so kostbar ist, wird es betrogen, bestohlen und verdreht, weil menschen eben verlernt haben.

        ich habe diesen satz heute gelesen:

        „Evil is that which is not good. The Bible defines evil as the condition of being alone. In this sense, evil may be seen as that which goes against, or is outside of society, both in terms of values and actions.“

        Eine definition, die ich seltsam finde, aber sie hat was.

        ist das paradies dann die absenz von moral und gesellschaft?
        freiheit dann der schritt des unlernens all diesen ballastes?

      • mila sagt:

        ach katharina, da ging es doch um einen ganz anderen zusammenhang… nicht, dass ich idealistin wäre.

        @marcel zufferey: freiheit? unabhängigkeit? eine definitionsfrage für mich. aber ich werde, wie katharina es eben schon angemerkt hat, auch nicht mit waffen bedroht.

      • Ja, genau: Fremdbestimmung! Im Zeitalter wachsender Fremdbestimmung- also wachsender Un-Freiheit- muss ja ständig mit der Freiheit- einem freilich vom reinen Selbstzweck getriebenen Begriff von Freiheit- gesprochen werden. Ein Sklave merkt erst dann nicht mehr, dass er ein Sklave ist, wenn er glaubt, frei zu sein…

      • mila sagt:

        wo besitzt denn der heutige mensch tatsächlich noch eine hoffnung auf freiheit oder autonomie? wohl in seinem denken. aber gerade hier ist es überaus anstrengend, sich gegen die inbesitznahme der gesellschaft zu wehren (respektive gegen den strom zu schwimmen). womit wir wieder bei kant wären.

      • mila sagt:

        um es auf den punkt zu bringen: der ausspruch „sapere aude“ hat für mich nichts an aktualität eingebüsst.

      • StefanB sagt:

        Zum Stichwort Freiheit passt nun aber (wieder einmal, und auch, wenns bereits etwas abgedroschen ist): Meine Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des anderen beginnt.

        Freiheit ist kein erstrebenswertes Gut an sich – will heissen: Wer die allergrösstmögliche Freiheit für sich beansprucht, beschneidet in ausserordentlichem Masse die Freiheit der anderen. Wollen wir also für alle die Freiheit maximal halten, so ist sie für jeden einzelnen ziemlich beschränkt.

        Für diese Problem aber gilt:
        Jeder hat das Recht zu erzählen, was er/sie will – und das Vis-à-vis hat das Recht, zu glauben, was er/sie will 🙂

  • mila sagt:

    kann mir nicht helfen, katharina, erinnert mich sehr an iron & wine, passing afternoon:

    There are times that walk from you like some passing afternoon
    Summer warmed the open window of her honeymoon
    And she chose a yard to burn but the ground remembers her
    Wooden spoons, her children stir her Bougainvillea blooms

    todtraurig, aber schön.

    • Katharina sagt:

      The one I long for is married.
      She knows as well as me
      That the murmur of our love
      Will shatter many hearts.

      And yet her attraction so far
      Lures me like the song of the sirens from afar.

      So far away that her unreachable touch
      Becomes a sweet affair of its own
      As if I already tasted her sweet nectar.

      • mila sagt:

        yep. passt definitiv zu:

        There are sailing ships that pass all our bodies in the grass
        Springtime calls her children ‚till she let’s them go at last
        And she’s chosen where to be, though she’s lost her wedding ring
        Somewhere near her misplaced jar of Bougainvillea seeds

        There are things we can’t recall, blind as night that finds us all
        Winter tucks her children in, her fragile china dolls
        But my hands remember hers, rolling ‚round the shaded ferns
        Naked arms, her secrets still like songs I’d never learned

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        @Kate & Mila

        Wunder- wunderschön!

  • Katharina sagt:

    Einige Lügen entstehen aus übereifrigem sozialem Druck.
    Einige Lügen sind Abwehr eines Kontroll-Freaks, was Mütter öfter sind.

    Solche sind Abwehr. Taktisch vertretbar. Strategisch manchmal notwendig, wenn die Beziehung selber nicht einfach gekappt werden kann.

    Andere Lügen sind solche der Liebe.
    Will ich meiner Partnerin wirklich sagen, was an dem verrückten Nachmittag lief,
    Einem einmaligen Sturm den wir einfach nicht weiterziehen lassen wollten?
    Will ich ihr diesen unnötigen Schmerz zufügen?

    Will ich wirklich nachhaken, wenn ich es in ihren Augen sehe?
    Dieses Nachglühen?
    Liebe ich sie nicht mehr,
    wenn ich es lächelnd übersehe,
    meine Tränen verstecke weil ich es ihr gönne,
    meine Wut darüber wegstecke, dass im Kopf ich es ihr gönne und doch jeder Moment ihres Beisammenseins vor meinem geistigen Auge vorbeizieht,
    Seufzen für Seufzen ihrer Leidenschaft brennt?

  • Sue Tirami sagt:

    Ich beobachte gerne Menschen aber bei manchen frage ich mich, ob die nicht wenigestens eine gute Freundin haben die sagen dass die Frisur oder das Kleid absolut nicht passend ist.

  • Vogt-Steffen sagt:

    „Man darf nicht lügen. Lügen ist schlecht. Lügen ist unmoralisch. “ – Ich kenne nichts andres von meiner Ex – wie sollen denn die Kinder sein? Frauen haben eine angeborne Tendenz zum Lügen. Selbst Beistandinnen und Fürsprecherinnen lügen u.a. im JS Dielsdorf.

  • xyxyxy sagt:

    @dani kobler

    ja wunderbares glücksgefühl, wenn Sie den Schaden haben, weil andere die Schuld auf sie schieben… das wünsch ich ihnen doch von ganzem Herzen.
    Lügen holen uns früher oder später ein. Nicht dass jeder Mist tatsächlich einmal ans Tageslicht kommt. Aber Instant-Karma wird uns heimsuchen ganz bestimmt.

    @Cara Mia hat grundsätzlich Recht. Lügen schwächt uns und unseren Charakter und wer zu viel lügt verliert den Bezug zur Realität.

    @Binswanger
    Im übrigen würde ich schon unterscheiden zwischen, nicht alles sagen – beschönigen und einer eindeutigen Lüge. Ich denke es ist dem Thema nicht förderlich, wenn man eben nicht die Nuancen unterscheiden kann, das führt dazu dass man „Lügen“ global und undifferenziert rechtfertigt und wie das im Artikel gemacht wird, sogar positiv deutet. Eine Dummheit der heutigen Zeit.
    Wenn ich einer Gastgeberin sage, dass Essen schmecke hervorragend (obwohl sie nur mittelmässig gekocht hat) ist das eben nicht das gleiche, wie wenn ich neben meiner Frau ein verlogenes Doppelleben führe.

    Gerade darum ist der Artikel sehr, sehr schwach, weil überhaupt nicht differenziert wird. Das aber müssen wir den Kindern beibringen. Toleranz und Grenzen. Man muss nicht immer alles sagen, man darf nicht immer alles sagen was man denkt, aber prinzipiell soll man ein Mensch sein der Wahrhaftig ist und auf dessen Wort man sich verlassen kann, ein Mensch dem man vertrauen kann.
    Dann wird man erfolg haben in seinen Beziehungen und wohl auch im Beruf. Ein Lügner hingegen ist ein einsamer Mensch, zwangsläufig.

    • Dani Kobler sagt:

      @ xyxyxy: Dabei hatte ich noch extra geschrieben:
      >> ohne erwischt zu werden oder jemanden Unschuldigen …
      Und Lügen holen uns tatsächlich selten ein, spatestens wenn die Steuerbehörde was von definitiver Veranlagung schreibt kann man wieder ruhig schlafen und sich vornehmen dieses Jahr wirklich je 200.- an WWF und Greenpeace zu schicken.
      Des Karma willens natürlich. Ich wünsche dir auch, von ganzem Herzen, ehrlich, eine gute Nacht.

      • heidi reiff sagt:

        Sind Sie da nicht etwas einseitig mit Ihren Beurteilungen ? Ich schwimme nicht im Geld, Onkel Dagobert aus der Micky Mouse Szene von W. Disney war nicht mein Onkel im früheren Leben, ist es noch gestattet, diesen verlogenen Gurus die Stirn zu bieten? Vielleicht einfach für mich als Kind ein Seelentröster, hat mir persönlich mehr gebracht als verlogene Bibelsprüche. Ich bin nicht so leutselig, brauche immer etwas Zeit zum verdauen, ist doch normal oder nicht, ich achte auf meinen psychischen Körper, der gehört zu mir, mach einfach mal so Fingerübungen, ist gratis, lasse mich über diese immense Reklamelobby nicht über den Tisch ziehen. Ich kann Knollenblätterpilze und Fliegenpilze (giftige) von Morcheln noch relativ gut unterscheiden hmm die mag ich die Morcheln. Ist normale Lust nach wie vor ein Sakrilegium ? fAKT ist einfach, dass das Problem Welthunger nicht mit Winke Winke von Papst Benedikt oder Clown Dalai Lama oder Bhudus gelöst ist den Pharao hab ich jetzt noch vergessen, Pyramiden , buh buh buh buh.

  • Dani Kobler sagt:

    Ein Fernseher gehört nicht in den Müll.
    Funktioniert er noch gehört er auf Ricardo, falls nicht bringt man ihn auf den Werkhof der Gemeinde.
    Frauen haben keine Ahung von Müll und Recycling.

    • Dani Kobler sagt:

      Falscher Ort, geht an @ Cara Mia, 3. Februar 2011 um 14:41

      • Patrick Tigri sagt:

        „Müll“ ist ein anderes Wort für „Abfall“ und alte Elektrogeräte sind Abfall, ob sie recycelt werden können oder nicht, ist doch zweitrangig im Kontext hier.

      • Cara Mia sagt:

        Danke Patrick. Dani Kobler hat’s nicht so ganz mitgekriegt, was ich sagen wollte, also hier mit der Holzkeule: es wird nirgendwo derart unverfroren, permanent und unglaublich gelogen, wie in den Televisionssendungen, vor allem der Werbung. Klar jetzt?

      • Dani Kobler sagt:

        @ Cara Mia: Und wohin schmeisst du nach dieser Logik dein Laptop, schliesslich soll auch nicht alles stimmen was im www steht.

      • Katharina sagt:

        Der fernseher ist ja nur transportmedium des gesendeten muells. muss ich jetzt mein gehirn beim werkhof abgeben?

    • Dani Kobler sagt:

      Ich würde Kommentare in Blogs, meine eigenen eingeschlossen, nicht so ernst nehmen.
      Hatte ich das Smilie vergessen?

  • Ich gebe unverblümt zu, dass das Schwangersein viel einfacher war als das Kinderhaben und ärger mich oft, dass wenige offen zugeben wollen, dass eine Familie zu haben wahrlich alles andere als ein Zuckerschlecken ist.

    • Hans Mustermann sagt:

      In Sachen Ehe, Schwangerschaft und Familie wäre Warheit soweiso kontraproduktiv. Sind aj jetzt schon zuwemig Kinder in der Schweiz. Ausserdem gibt es nichts schöneres wie lachende Kinder. 🙂

    • Chris M. sagt:

      Es ist ein Zuckerschlecken, aber manchmal ist etwas Zitrone dazwischen zur Abwechslung! 🙂

      Im Ernst, Schwangerschaft kann ganz schön happig sein (meine Frau lag bei beiden Schwangerschaften mehrere Wochen im Spital). Und doch ist es einfach, weil ein Ende absehbar ist und für alle Komplikationen (meist) eine zuständige Fachperson zur Hilfe bereit steht.

      „Familie haben“ ist eine andere Grössenordnung und um vieles komplexer. Die anstehenden Fragen sind viel weniger einfach als die ständige Frage während der Schwangerschaft „Ist der Termin jetzt vor oder nach dem 10.?“ Es geht um Beziehungen und um Anpassungsprozesse von verschiedenen, sich ständig ändernden Personen. Dabei wird auch immer wieder die eigene Person in Frage gestellt. Prioritäten ändern dauernd, manchmal kurzfristig. Bei Stress-Situationen kann kein Ende voraus gesagt werden. Und so weiter ….

      Und doch: Kinder haben und Kinder aufwachsen sehen, sehen wie sie lernen, sich entwickeln, mehr und mehr eigene Schritte tun, ist etwas vom Schönsten in meinem Leben (auch wenn es manchmal nervt, wenn sie ihre Schritte nicht so tun, wie ich es eigentlich wollte). All diese Erfahrungen mit meiner Frau teilen und die Herausforderungen gemeinsam meistern, dabei wachsen, ist ebenso eine schöne Erfahrung. Die gemeinsamen Erlebnisse, die zusammen gelösten Probleme sind ein wertvoller Schatz unserer Partnerschaft und Beziehung, Lohn der Anstrengung und der schlaflosen Nächte.

      Wenn ich nochmals jung wäre, ich würd’s wieder tun.

  • Cara Mia sagt:

    Wer es ehrlich mag, werfe seinen Fernseher in den Müll.

    • Auguste sagt:

      hmm…, sie zweifeln also auch dran, dass es bei diesen unglaublichen schiedsrichter-fehlentscheidungen nicht mit rechten dingen zugeht?

      • Patrick Tigri sagt:

        Tjach, Auguste, wenn ich daran zweifelte, dass es bei irgendwas NICHT mit rechten Dingen zugeht, dann würde ich ja vermuten, dass die Sache nach den Regeln funktioniert…

        Und Cara, ob Du’s glaubst oder nicht, isch abe gar keine televisore.

    • Eremit sagt:

      Willkommen im Club der Billag-freien Zone, Cara Mia.

  • ana sagt:

    lügen ist bei uns eigentlich kein thema. unwahrheiten erzählt doch jeder mal, und jede beschönigt das eine oder andere auch mal. warum also sollen kinder das nicht auch tun dürfen? wir sagen unseren kindern jedenfalls nicht präventiv, dass sie nicht lügen sollen. und wenn wir merken, dass sie flunkern, dann ist das eigentlich nicht der rede wert weil nachvollziehbar oder unwichtig. sollte jedoch ein kind dauernd irgendwelche lügereien oder eben flunkereien von sich geben, dann müsste man wahrscheinlich den grund dafür ganz wo anders suchen.

    • Cara Mia sagt:

      Man versucht halt den Kindern Zivilcourage beizubringen: wenn man was ausgefressen hat, steht man dazu und trägt die Konsequenzen, Ehrensache. Bloss sollte man das auch vorleben. Ehrlichkeit und Zivilcourage stärken die Kinder, Lügereien und Drückebergereien schwächen sie. Wer lügt, steht nicht zu sich.

      • Dani Kobler sagt:

        Hast du als Kind je mal was zerstört, verbrannt, vernichtet, verkratzt, versenkt oder sonstwie unbrachbar gemacht?
        Die Tat ist entdeckt worden, aber du konnstet dich mit einer abenteuerlichen Geschichte ein Albi verschaffen ohne erwischt zu werden oder jemanden Unschuldigen ans Messer zu liefern? Unbezahlbar diese Erfahrung und das Glücksgefühl nicht erwischt worden zu sein.
        Solche Erfahrungen verblassen nicht so schnell, auch weil immer ein kleines mulmiges Gefühl in der Magengegend bleibt.
        Diese Erfahrung dass man machmal ungeschoren davonkommt ist auch wichtig.

      • Hans Mustermann sagt:

        Genau. Erst wenn man erfolgreich in der Lage ist dieSchuld auf einen anderen zu schieben,lohnt sich der Gedanke an eine Karriere in der Chefetage..
        Also immer fleisig üben..

      • Sue Tirami sagt:

        Finde ich suuuuuuuuper, wenn man als Erwachsener immmer noch stolz darauf ist, dass man einem unschuldigen eins reingebrannt hat, bravo!!!!!!!!!!

      • Eremit sagt:

        @Dani Kobler
        Das kleine mulmige Gefühl stirbt mit der Zeit wenn man sich daran gewöhnt hat. Daher wie Hans Mustermann: „immer fleissig üben“.

        Wer ist hart genug und spricht die unschöne Wahrheit aus auch wenn man sich dadurch selber „schadet“? Und wer ist ein „Weichei“ und vertuscht die Wahrheit?

        „Nur die Harten kommen in der Garten (Eden)“.

      • Dani Kobler sagt:

        @ Sue Tirami: Also reingebrannt hatte ich nur dem Teppich eines, der war zwar wirklich unschuldig, aber mein Cousin und ich irgendwie auch, mit 7 oder 8 Jahren.
        Und weil die Erwachsenen nur wissen wollten wer auf die Idee gekommen ist und wir beide wirklich nicht mehr wussten wer von uns die Idee hatte, haben wir halt geschwiegen, und sind beide ungeschoren davongekommen.
        Der Anfang einer wunderbaren Freundschaft.

      • Dani Kobler sagt:

        @ Eremit: ich denke der Hans Mustermann irrt wenn er meint mit andern in die Schuhe schieben mache man Karriere. Ich denke es ist zielführender sich mit den Federn des Kollegen zu schmücken.
        Aber wissen tue ich es nicht und ich übe weder das eine noch andere.

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    lügen? notlügen? weisse lügen? hüben wie drüben? ich sage bloss:

    ehrlich währt am längsten. und ich habe recht.

  • Libertin sagt:

    Wer lügt mehr, Männer oder Frauen? Dazu hat stand-up Comedian Chris Rock eine eigene Meinung. Wer fetten amerikanischen Slang versteht und über 18 Jahre alt ist guckt auf youtube den clip „biggest liar men or women“. :-DDD

    • Eremit sagt:

      Nach der These „eine Frau ist dem Mann immer zwei Schritte voraus“: Wenn es mit der Gesellschaft bergab gehen wird lügen Frauen mehr als Männer, und wenn es mit der Gesellschaft bergauf gehen wird lügen Männer mehr als Frauen.
      Wobei, man soll keiner Umfrage trauen.

  • Chris M. sagt:

    Ich denke, dass man mit den Massstäben betreffend Lüge nicht allzu streng sein darf.

    Wenn ich mich an die Ferien von 19xx erinnere, dann sehe ich noch gut unser aufregendes Abenteuer vor mir, die Angst und der Ärger aber sind beinahe (oder fast ganz) vergessen. Die Erinnerung ist selektiv, darum sind auch die alten Zeiten immer gut (oder besser als heute). Ist das schon Lüge?
    Es braucht nicht soviel zeitlichen Abstand. Diese Mechanismus spielt schon, wenn ich von der Party erzähle ….. Diese Erzählungen sind subjektiv, also gefärbt. Ist das schon Lüge? (Übrigens: wenn die Polizei zu verschiedenen Zeitpunkten 10 Zeugen eines Unfalles befragt, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie am Ende 20 Versionen gesammelt hat. Hat jemand gelogen? Nein, aber die Erinnerung ist nicht perfekt.)

    Wenn eine Frau ihrem Mann nicht dasselbe erzählt wie ihrer Mutter, hat sie dann gelogen?

    Was stellen wir fest, wenn wir eine perönliche, emotionale Erzählung mit einem streng wissenschaftlich objektiven und vollständigen Bericht vergleichen? Ist die Erzählung Lüge?

    ….

    Dann kommen noch die sozialen Umgangsregeln dazu. „Guten Morgen! Wie geht’s?“ – „Danke. GUUUTT!!!“ Schon gelogen? oder wäre die Antwort: „Es geht sie überhaupt nichts an, wie es mir geht!“ wirklich besser?

    Oder soll ich einen Freund verraten oder die Wahrheit sagen? Hätte einer der Gestapo sagen sollen, die Juden hätten sich auf dem Estrich versteckt, oder hätte er besser gelogen? Soll ein Manager oder Politiker die Wahrheit sagen, wenn eine vorzeitige Bekanntgabe einer Transaktion ein Verstoss gegen die Börsengesetze (mit Millionenbussen als Folge) oder ein Verstoss gegen Geheimhaltungspflichten wäre?
    Keine einfache Wahl. Ist nie Lügen wirklich immer richtig?

    …..

    Lügen ist unmoralisch!
    Lügen kann richtig sein! (Es kommt auf das Resultat {grösserer Nutzen, geringerer Schaden für die meisten Betroffenen} an!)

    Beide Aussagen können ethisch begründet werden, je nach dem, von welchen ethischen Grundsätzen man ausgeht.

    Ich verstehe es, wenn mn den Kindern am Anfang sagt, das Lügen nicht gut ist. Aber wenn sie älter werden, kann man sie zu einer differenzierteren Betrachtungsweise führen. Das heisst nicht, dass man jede Lüge entschuldigt, sondern dass man anerkennt, dass es in bestimmten Situationen sehr gute und achtenswerte Gründe für eine Lüge geben kann!

    • xyxyxy sagt:

      danke – endlich mal ein wenig gesunder Menschenverstand der differenziert.

      Manchmal beschleicht mich das Gefühl dass die intellektuelle Faulheit nur benutzt wird um sein eigenes unmoralisches Verhalten zu rechtfertigen: Man findet schnell ein paar harmlose Beispiele, wo praktisch jedermann nicht die 100% Wahrheit sagt und schon rechtfertigt man damit, dass man Freund und Frau anlügt, ein Doppelleben führt, unehrlich ist, andere übervorteilt – sprich ein Mensch ohne Charakter ist. Und dabei kommt man sich noch schlau und aufgeklärt vor.
      Was solls: reiner Selbstbetrug. Der Lügner schadet sich selbst am allermeisten.

    • Eremit sagt:

      @Chris M.
      Wer definiert wie gross der Nutzen und wie klein der Schaden durch die Lüge sein wird? Etwa ihr Ego?

      • Chris M. sagt:

        „grösserer Nutzen, geringerer Schaden für die meisten Betroffenen“ ist eine Variante der dem Utilitarismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus) zugrunde liegenden Maxime: „Handle so, dass das grösstmögliche Mass an Glück entsteht!“

        Natürlich ist es im Einzelfall meistens sehr schwierig festzustellen, wie sich Handlungen auswirken könnten, um dann diejenige mit dem positivsten Ergebnis auszuwählen. So werden die meisten Entscheide dieser Art mit vielen Unsicherheiten und Fehlern behaftet sein trotz allem ehrlichen Bestreben. So ist das Leben.

        Mir ging es in meinem Beitrag vor allem darum, beim Thema „Lüge“ von einem simplen „Schwarz-Weiss“-Schema wegzukommen und zu diferenzieren.

  • Auguste sagt:

    hmm…, wenn etwas wirklich für sich behalten will, sollte man kein bankgeheimnis daraus machen.

  • Orlando S. sagt:

    Jede Gesellschaft muss doch mit einem gewissen Mass an Hypokrisie umgehen und leben können.

    …die Familie damit, dass der Ehesegen schief hängt, was man gegenüber den Kindern oder den Schwiegereltern nie zugeben würde.
    …die Verwandschaft damit, dass niemand dem X das Erbe gönnt, man sich aber gern von ihm zum Essen einladen lässt
    …das Quartier, wo alle über die Kinder von Y lästern, aber man deren alleinerziehende Mutter nie deswegen angehen würde.
    …die Gemeinde, die an Finanzschwäche leidet und an Überalterung, aber nie den Einwohnern verkünden würde: macht Platz für junge Gutverdienende
    …die Firma, für die sich die Abteilung Z eigentlich nicht mehr rentiert, die an ihr aber aus Nostalgiegründen festhält

    usw. Überall wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Zum Problem wird das erst wenn Personen oder Gruppen von Personen zu Schaden kommen dadurch. Sofern die Lüge eher zum allgemeinen Nutzen beiträgt, ist sie opportun. Das ist dann eben systemimmanente Hypokrisie (Heuchelei).
    Die totale Ehrlichkeit ist nur mit totaler moralischer Redlichkeit aller Mitglieder zu haben. Totale Transparenz finde ich eher beängstigend. In einer Welt, in der kein Wikileaks mehr möglich ist, möchte ich nicht unbedingt leben.

    Ausserdem ist es nicht lügen, wenn man einen Sachverhalt behauptet, von dem man nicht weiss, dass er eigentlich so nicht stimmt. Insofern könnte man sagen: man kann nicht alles wissen, und soll auch nicht. Es lebe das elegante Wegschauen, das gewisse Dinge nicht wissen wollen, ja, die gezielte Ignoranz!

    • Globetrotterin sagt:

      Was für ein erbärmliches Leben! Sagte ich’s doch oben: Bei Männern gehört Lügen ganz einfach zu ihrem Weltbild. Grauenhaft. Das ist es wohl, was mich immer wieder abschreckt.

      • Orlando S. sagt:

        Also, ganz ehrlich jetzt: bei ihnen bin ich froh, dass ich abschreckend wirke!

      • Patrick Tigri sagt:

        Bitte, Globine, wenn über Frauen eine solche Generalschuldzuweisung verbreitet wird, dann wehrst Du Dich mit Händen, Füssen, Fingernägeln und Zähnen. Und zu Recht.

        Bei Männern ist eine solche aber genauso unfair. Ich wehre mich also gegen Ihre diskriminierende Aussage.

        Abgesehen davon hat O meines Erachtens hier nicht Unrecht. An den von ihm aufgezählten Lügen sind Frauen ja oft als willige Helferinnen beteiligt.

        Dass das Leben erbärmlich ist, da stimme ich Ihnen voll zu, Globine, aber voll. Das Leben des Menschen.

      • Orlando S. sagt:

        Nur des Menschen?… Man kann sich ja zwei Hunde halten, dann gleicht sich das aus im Haushalt 🙂

      • Patrick Tigri sagt:

        Wenn mir heute jemand kommt mit „Denke positiv!“, dann stopf ich ihm das so zurück in den Hals, dass er sich fragt, wie er bisher das Erbrechen zurückgehalten hat beim Lügen.

      • mila sagt:

        für einmal schliesse ich mich dir an, patrick. der orlando hat hier – bis auf den letzten absatz, der doch sehr diskussionswürdig ist – ein paar vernünftige gedanken aufs papier gebracht (oder so ähnlich).

      • Lina sagt:

        Wer mit solch hosenlupfigen Gemeinplätzen herumfuchtelt, nimmt es mit der Wahrheit aber auch nicht gerade genau.

        Wer nie lügt, hat keine Phantasie.

        Schon der olle Plato monierte, die Dichter (von Dichterinnen keine Spur) seien kleine Lügenbolde (und nicht etwa Lügnerinnen), weil sie nicht mit dem Wesen der Dinge herumfuchteln, sondern bloss mit dessen Schein.

        Bloss mit dem Schein? Immerhin. All das. – Item: Auch Plato sprach ausschliesslich von Männern. Und deshalb nehme ich meinen ersten Satz zurück und behaupte das Gegenteil: Bravo Globi! Hundert Punkte plus Waschmaschine, äh, Rasenmäher.

      • Patrick Tigri sagt:

        Jungs, habt Ihr auch das Gefühl, dass die Dichte an Frauen hier drin mit was im Kopf, immer schon sehr hoch, diese Woche einen Gump gemacht hat?

        Ich jedenfalls bin beeindruckt, was ich hiermit wieder einmal sage (und mich dem Risiko aussetze, von Kat als auf Beutejagd bezeichnet zu werden… tant pis)

      • Katharina sagt:

        Streifemaler: entweder Du hoerst auf mit diesen Anspielungen oder ‚I go public‘.

      • Patrick Tigri sagt:

        Äh womit?

      • Katharina sagt:

        i can start with the chat logs.

      • Patrick Tigri sagt:

        Who’s interested in… chat logs????

    • mikkesch sagt:

      @Globetrotterin
      Bei den Frauen etwa nicht??? Die Frauen lügen ja bereits, wenn wir sie nach dem Alter fragen..
      Wenigstens in einem Punkt sind sich die Männer und Frauen einig. Sie misstrauen den Frauen..

      • Cara Mia sagt:

        Aber das geschieht dem entsprechenden Mann Recht, denn MANN fragt keine Frau nach dem Alter! zzzzz…

      • Auguste sagt:

        hmm…, wenn sich ein mann gedanken über das alter einer frau machen muss, dann ist sie möglicherweise noch zu jung.

      • Hans Mustermann sagt:

        Ist eigentlich Push-Up, Wonderbra und Schminke schon arglistige Täuschung?

  • Auguste sagt:

    hmm…, verschweigen, lügen, schummeln etc. sind erprobte werkzeuge in der sozialen tool-box. die kunst liegt einzig darin, sie richtig einzusetzen. unangenehmes sollte vielleicht nicht eingehämmert werden – und galt verschwiegenheit nicht mal als erstrebenswerte tugend?

    • Rotkäppchen sagt:

      Doch doch, werter Auguste, reden ist Silber aber Schweigen ist Gold! Nur verpassen die meisten den Zeitpunkt… 😉

      • Auguste sagt:

        hmm…, käppchen, verschwiegenheit war auch schon mal ein thema bei der unglaublich talentierten song-writerin:

        youtube: lucinda williams – metal firecracker

      • Eremit sagt:

        „Jedes Wort zuviel ist ein Gedanke zuwenig“

  • Globetrotterin sagt:

    Ich lüge äusserst selten. Und zwar nicht aus irgendeiner moralischen Überzeugung heraus, sondern weil ich mir mein Leben nicht unnötig komplizieren will. Lügen ziehen meist einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Lügen nach sich, ich muss mich immer an meine Lügen erinnern, um mich nicht zu verplappern. Das ist mir ganz einfach zu bescheuert und zu kompliziert. Erfahrungsgemäss können Frauen mit der Wahrheit besser umgehen als Männer. Das ist einer der Gründe, weshalb mir Männer einfach zu anstrengend sind.

    • Auguste sagt:

      hmm…, dafür können sie besser rasen mähen als…

    • Patrick Tigri sagt:

      Ich weiss nicht, wer besser und wer schlechter lügen kann, im Gegensatz zu Globine, aber ich weiss, dass unter vielen Männern die Wahrhaftigkeit von Frauen einen sehr schlechten Ruf geniesst.

      Vielleicht kann man sagen, dass jedes Geschlecht eine bestimmte Domäne hat, wo es besser lügen kann als das andere. Beim Orgasmusvorspielen zum Beispiel muss ich keine besonderen Betrugsgeschicklichkeiten auspacken, da sich Frauen eh nicht vorstellen können, hier betrogen zu werden… Frauen haben es in dieser Disziplin, hört man, zu einiger Fertigkeit gebracht.

      • Hans Mustermann sagt:

        Bei Frauen heist das ja auch nicht Lügen sondern Emphatie. Die Kunst niemandem Weh zu tun. oder eben gerade das Gegenteil..

      • Auguste sagt:

        hmm…, der rücken schmerz, es brennt schon arg und schudel hampelt schon fast 3h auf einem rum und verkneift es sich, völlig uneigennützig, noch immer. kann man es einer frau da verdenken, dass sie dann zu einer kleinen list greift und ein bisschen schummelt. das es schon das dritte mal hintereinander ist, ist ja nicht der fehler der guten frau.

    • Hans Mustermann sagt:

      Also Lespe aus Ehrlichkeit? Oder Faulheit? Wäre für mich kein guter Grund schwul zu werden..

    • tobe or not tobe sagt:

      @Globetrotterin: Ich glaube das ist kein Genderproblem, wer oder wer nicht mit der Wahrheit umgehen kann, sondern reine Charaktersache…. Habe das auch Reihenweise bei Frauen erlebt…..

      Doch das was die meisten machen, Frauen und Männer: SICH SELBER ANLÜGEN…..

      • Hans Mustermann sagt:

        Das fängt bei einigen schon bei der Kleidergrösse an

      • Cara Mia sagt:

        Naja, die Lespe ist das arme Ding unter Schudel, der Wespe, die nie sticht. Und wie der sich’s so stundenlang verkneift, da lügt der doch auch, möchte seit langem endlich kommen, aber darf ja noch nicht, muss zeigen, was er kann, und ihr ist’s längst vergangen, Kopf x mal an der Wand angeschlagen, Schleudertrauma und Gebärmutterstauchung. Also ich wär hier für ehrlich. Denn so hat er tonnenweise Fraueneroberungen aufzuweisen, aber die scheinen ja alle Fersengeld gegeben zu haben…

      • Hans Mustermann sagt:

        Aber erst nach mutiblen vorgetäuschten Orgasmen.. Soll mal noch eine sagen Lügen könne nicht gut für die Gesundheit sein..

    • Lina sagt:

      Ich lüge regelmässig und bezahle dafür. Beim Psychoanalytiker. Mein langweiliges Leben ist doch längst erzählt. Aber er sieht so gut aus, da will ich jetzt noch ein paar Jährchen anhängen.

      • mila sagt:

        schätzchen, vielleicht würde es ihnen gut tun, den psychoanalytiker zu wechseln. der sollte nämlich kein lifestyle-accessoire sein. aber möglicherweise habe ich sie ja auch nur falsch verstanden.

      • Hans Mustermann sagt:

        Lina ich liebe dir.. noch mehr wie letzes mal..

      • mila sagt:

        ups, da hat eine falsch gelesen: „aber es (das leben) sieht so gut aus…“, statt „er sieht so gut aus“. diesen beweggrund kann ich natürlich vollkommen nachvollziehen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, woher können sie russisch, hans mustermann?

      • Patrick Tigri sagt:

        Vom Businesss. Oder war’s vom Geschäft?

  • heidi reiff sagt:

    Viele Kinder lügen aus Angst vor Strafe, das ist ein berechtigter Schutzmechanismus für Kinder, Kinder brauchen Zuwendung und Liebe. Ach die armen überforderten Eltern, kann doch passieren, dass denen mal die Hand ausrutscht so ziehen sich viele Erwachsene aus der Schlinge. Wenn ich Angst hatte als kleines Kind habe ich immer geschrieen : ich sterbe – ich hatte Todesangst – wurde einfach nicht ernstgenommen . Zum Glück werden hier zumindest in westlichen Ländern Kinder liebevoll begleitet so wie ich informiert bin und das auch mitbekomme . Kinder sind keine Tyrannen, die probieren einfach ihre Grenzen aus, intuitiv spüren sie, wo sie was am ehesten bekommen was sie sich wünschen.

  • Als einer, der versucht mit der Wahrheit zu gehen (ein Narr halt), sehe ich, dass es die allergrösste Mehrheit sich einen Deut um diese kümmert, bzw. es mit ihr nicht genau nehmen, oder meinen, sie nach Belieben ihnen anpassen zu können, und es bleibe dann immer noch die Wahrheit.

    • Cara Mia sagt:

      Und dann wundern sie sich, wenn ihnen immer mit Skepsis und Zurückhaltung begegnet wird… Eins ist klar: Wer angelogen wird, spürt das auch, und Kinder sowieso.

  • Kurzunbuendig sagt:

    luegen ist einfach und schmerzlos
    wahrheit ist direkt aber schmerzhaft

    Also ich bevorzuge lieber die schmerzhafte Wahrheit als die durch Luegen kaschierte Unwahrheit. Laengerfristige Partnerschaften basieren auf Ehrlichkeit, alles andere ist Humbug und fuehrt garantiert zu Konflikten / Problemen / noch mehr Verletzung wenn die Wahrheit doch ans Tageslicht kommt.

    Wenn eine Frau/Mann Ihrem/r Partner/Partnerin sagen wuerde, dass Sie/Er unzufrieden im Bett ist, dann hilft das Beiden, als wenn Sie/Er einfach parallel noch eine andere Geschichte am Laufen hat.

    Irgendwann muesste sich halt die Frau/Mann entscheiden, ob Sie/Er beim Partner annaehernd Vollkommenheit findet oder nicht und die Konsequenzen ziehen.

    Das Leben ist kein Wunschkonzert, entweder mit der Person zusammen wo es klappt oder halt mit keiner Person zusammen, halbe Geschichten lohnen sich nicht. Und spaetestens hierbei MUSS man ehrlich zu sich selbst sein und da bringen Luegen rein gar nichts.

    Im Besten Fall sollte man sich diese Frage VOR dem gemeinsamen Kinderkriegen beantworten!

    • mikkesch sagt:

      Die Antwort darauf lautet:“ Es ist die Bequemlichkeit“. In dieser Hinsicht schwingt das weibliche Geschlecht obenauf. Lieber in Missstimmung eine Beziehung aufrechterhalten, als auf den eigenen Beinen zu stehen.

      • Kurzunbuendig sagt:

        Ja, die Bequemlichkeit bzw. das Verwoehntwerden ist wahrschienlich wirklich aller Anfang Uebels.

        Plus, waehrend bei vielen Maedels (leider) eine gewisse Windfahnigkeit zum Tagesgeschaeft gehoert – ich versuche bewusst nicht allzusehr zu pauschalisieren – wird maennlichen Windfahnen ziemlich schnell die Luft aus den Segeln genommen.

        Manchmal fragt man sich doch ernsthaft, wieso die Menschen immerfort nach einem noch besseren, intelligenteren, attraktiveren, potenterem, schlagfertigerem etc. Gegenueber suchen. Die Multi-Optionsgesellschaft laesst gruessen.

        Btw. wer sonst nervt sich ab den seit 2-3 omnipraesenten Werbefenstern von Partner-Vermittlungsagenturen? Wenn ich deren Slogan in Erinnerung rufe „perfekten partner und so“ dann krieg ich Brechreiz. Wunschkataloge haben den Nachteil, dass man selber nichts machen muss – die Eigenentwicklung bleibt auf der Strecke – mit den bekannten Nebenwirkungen.

    • Eremit sagt:

      Stimmt; belogen zu werden kann sehr schmerzhaft sein, weil mann z.B. als Weichei betrachtet wird, das die harte Wahrheit nicht verträgt, oder mann nicht als „würdig/gut“ genung gilt für die harte Wahrheit. Insofern ist für manche Männer die Lüge eine Beleidigung und da kann es leider passieren, dass der eine oder andere ausrastet und die Frau für die Lüge „bestraft“. Böse Männer? Nicht unbedingt.

  • Sandra sagt:

    Da fällt mir folgende Geschichte ein: Am Vormittag meiner Hochzeit gingen meine Mutter und ich gemeinsam zum Coiffeur. Ich war an diesem Tag vom Glück beseelt und schwebte in anderen Sphären. Im Nachhinein habe ich anhand der Hochzeitsfotos feststellen müssen, dass meine Frisur so gar nicht zu mir passte. Meine Mutter hatte damals ähnliche Gedanken, „doch wie hätte ich dir sagen sollen, dass die Frisur besser hätte sein können?“ Ich wäre froh drum gewesen – obwohl ich nicht sagen kann, wie ich in jenem Moment auf die „Ehrlichkeit“ reagiert hätte. Trotzdem hat mich dies gelehrt, dass ich meiner Tochter gegenüber diesbezüglich schonungsloser sein werde.

    • mila sagt:

      sandra, sie hätten eher ihre trauzeugin mitnehmen sollen. wenn sie eine wirklich gute freundin ist, hätte sie das frisurproblem auf jeden fall angesprochen. meine hat jedenfalls dafür gesorgt, dass auch der letzte faltenwurf des kleides sass.

  • mikkesch sagt:

    Die Frauen würden mehr gestehen, wenn ihnen bekannt wäre, wieviel die Männer schon wissen.

    • Eremit sagt:

      Manchmal ist das aber gerade DIE Methode herauszufinden was für einen Charakter die andere Person hat, in dem man nicht sagt was man weis.

  • Es gibt immer Situationen, in denen Notlügen oder Verschweigen für eine Beziehung notwendig sind,
    damit sie weiter bestehen kann, sofern sie nicht im Kern bereits beschädigt ist. Noch etwas zu den
    Kommentatoren: Gebt Euch sprachlich mehr Mühe, die Rechtschreibung ist oft becshämend.

    • Cara Mia sagt:

      Der mit der Sprache ist gut, siehe das letzte Wort… Aber auch der Rest: es ist ja sowas von gut, den Seitensprung zu verschweigen, denn sonst geht die Beziehung doch kaputt! Ist das nicht die Logik von so manchem? Nicht der Seitensprung ist das Problem, sondern die Lügerei. Lügen mögen ein Gefühl von Macht vermitteln, letztlich machen sie aber nur einsam.

  • Robert sagt:

    Was die Kinder anbelangt, so geht es in meinen Augen darum, ihnen beizubringen, WAS eigentlich eine Lüge ist. Etwas Intimes zu verschweigen, etwas Peinliches nicht erzählen, Gedanken für sich zu behalten – würde ich meinen Kindern nicht als „Lüge“ erklären.

    Wenn man dahin kommt, im einzelnen Fall darüber zu sprechen, WARUM eine „Lüge“ inakzaptabel war, dann kann man doch sehr gut ein gesundes Verständnis davon erreichen, was Lügen sind und was nicht.

    Was meine Frau anbelangt, war ich zu Beginn unserer Beziehung eher offener als jetzt – und die Beziehung hat darob eher gelitten. Ich denke, dass ich gelernt habe, all das für mich zu behalten, was ihr nicht weh tut, dass sie es nicht weiss, aber weh tun würde, wenn sie es wüsste. Und in diesem Punkt sind wir uns gegenüber so offen, dass ich weiss, dass sie dasselbe tut.

    Ich glaube, es ist die Absicht, die hinter solchem steckt, die wichtig ist. Wenn ein Betrug dahintersteckt, böser Wille, dann handelt es sich nach meinem Verständnis um eine Lüge. Aber sicher nicht, wenn das Motiv Sorgsamkeit und Symathie ist.

    • Linda-Sue sagt:

      genau so sehe ich das auch, vorallem der letzte Abschnitt. Es ist doch sehr wichtig was für eine Motivation dahinter steht oder wer das Gegenüber ist, welche Beziehung man zueinander hat…

    • KT sagt:

      Schön für Sie, wenn Sie das immer so exakt beurteilen können, was andere zu wissen brauchen und was nicht…

    • Kathy sagt:

      Für mich ist das Motiv zweitrangig – ich möchte die Wahrheit hören, auch wenn sie mich verletzt!

      • tobe or not tobe sagt:

        Lieber kurz und schmerlzlos als in die länge Gezogen und die Lüge hat sich im Leben so eingebunden, dass die Wahrheit mehr schmerzen bereitet…

  • AlexKeller sagt:

    Wenn ich lesen muss, „schön deprimierend genug“, dann kommt mir nur eines in den Sinn: Die jungen Eltern sind einfach zu verwöhnt! Kinder bedeuten Arbeit und arbeit ist Disziplin und Fleiss. Leider werden Kinder heute „eher als wertvollere Produkte“ angeschaut und nicht als ebenbürtige Lebewesen, die noch viel lernen müssen.

    zum Glück denken viele Eltern in anderen Ländern anders… eben, auch weil Sie nicht so verwöhnt sind!

  • KT sagt:

    All is fair in love and war, oder wie war das nochmal?
    Also ich finde mich auch nicht besonders in dem Artikel. Ich finde, Lügen hat auch was mit sich selbst verbiegen zu tun. Wenn ich nicht einmal vor den Menschen, die mir am nächsten sind, zu meiner Meinung und meinen Gefühlen stehen könnte, hätte ich das Gefühl, dass da ziemlich was schief läuft. Und ja, ich habe auch schon meiner Mutter die Wahrheit über ihre Frisur flüstern müssen – aber das kann durchaus schonungsvoll geschehen. Man nennt das konstruktive Kritik. Die Wahrheit sagen muss ja nicht dem Elefanten im Porzellanladen gleichkommen… Ich bin schliesslich auch froh, wenn man mich nicht vor der Wahrheit verschont, denn nur mit ehrlicher Kritik kann ich Dinge ändern und verbessern.
    Der einzige Bereich, in dem Lügen wirklich manchmal unumgänglich ist, ist die Schweigepflicht, die ich in meinem Beruf habe – da hab ich auch schon mit „ich weiss es nicht“ geantwortet, wenn ich neugierig ausgefragt worden bin, obwohl das nicht stimmte. Die Standardantwort ist „Das darf ich dir nicht sagen, frag ihn/sie selber“ – aber das gibt manchmal schon zuviel preis.

    • Robert sagt:

      Allenfalls hat Ihre Mutter Ihnen dafür nie zugeflüstert, dass Sie von Frisuren weder wirklich eine Ahnung haben noch auch nur annähernd kompetent erscheinen, sich darüber ein Bild zu machen. Sie liebt sie dafür zu sehr.

      • KT sagt:

        Das könnte schon sein. Bloss mache ich die Erfahrung, dass Ehrlichkeit eine Kultur ist, die gepflegt werden will – und wenn sie sich etabliert hat, muss man auch keine Angst mehr haben, dem anderen weh zu tun. Daher könnte meine Mutter mir sagen, wenn sie findet, meine Meinung interessiere sie nicht. Was sie auch schon getan hat, glauben Sie mir… 😉 und das akzeptiere ich gern. Als reifer Mensch ist man i.d.R. in der Lage, Feedback zu filtern und zu entscheiden, was davon man annimmt. Wenn das Feedback aber aus lauter Liebe (oder versteckt sich hinter der Liebe die Angst…?) gar nie kommt, dann spricht das nicht gerade für die Beziehung…

    • Eremit sagt:

      „All is fair in love and war“, d.h. Menschen verleumden, einsperren, misshandeln, vergewaltigen, töten usw.?
      Nein danke! Da lebt man besser als Einsiedler.

  • Linda-Sue sagt:

    Also jetzt mal ganz langsam: Soll das etwa heissen den Osterhasen gibt es gar nicht? Jesses ich checks langsam echt nicht mehr…. 😉

  • Lina sagt:

    Die soziale Schon-Lüge ist ein Muss. Oder soll ich meiner Mutter die Wahrheit über ihre Dauerwelle flüstern? – Na also.

    • Cara Mia sagt:

      Grins. Glatter Selbstmord…

      • mikkesch sagt:

        Eben doch! Man sollte der Schwiegermutter, oder wen es denn auch betrifft, sagen konnen, die Dauerwelle kommt nicht an, versuch was Anderes oder Neues. Dann bleibt auch die grauenvolle Dauerwelle aus. Da muss ich der @Pippi Langstrumpf die Stange halten. Es gibt wirklich sehr wenige Leute, welche „straight forward“ kundgeben, was sie denken oder im Schilde führen. Die @Pippi Langstrumpf gehört zu denen die, weil sie eben radikal erhlich ist, schnell zum Feindbild der Blogger gestemplt und somit ausgegerenzt wird. Unter dem Strich fragt man sich zu Recht, hat sich die Ehrlickkeit den je gelohnt?

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das musst du sogar, wer soll es sonst sagen? Du kannst es doch mit einer positiven Botschaft verpacken, lass dir was einfallen.

      • Lina sagt:

        Da bräuchte ich schon dein Humorpotential, Pipi.

      • Cara Mia sagt:

        Hm. Stell mir gerade die Situation mit meiner Mutter vor und positive Botschaft… „Mami, du siehst doch total super aus für dein Alter, aber wegen der Frisur“ … bloss nicht, Alter findet bei ihr nicht statt… also anders: „Mami, mit deinem Superhaar hast du doch gar keine Dauerwelle nötig!“. Dumm ist sie nicht, weiss, dass sie nur dünne Fädelein hat… dritter Versuch: „wusstest du, das glatt geföhnt total in ist?“ – ich mach doch nicht was alle machen…

        ES GEHT NICHT BEI ALLEN MIT DEN POSITIVEN BOTSCHAFTEN!!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich hatte mal eine gute Bekannte, die war sehr unsicher, was Stil und Frisur anbelangt. Das hatte eine experimentierfreudige Coiffeuse (Achtung, die sind häufig) schamlos ausgenutzt und ihr einen wirklich unmöglich grauenhaften, furchtbaren Schnitt verpasst. Nacken ausrasiert, die Stoppeln weiss gebleicht, die Haut darunter von der Bleiche ganz rot gesprenkelt, grauuuuuenhaft. Als ich die Frau sah, stiess ich einen Schrei aus, sie guckte mich ganz unglücklich an und fragte, „ist es wirklich so schlimm“? Nein, viel schlimmer, „du musst sofort Schadenersatz verlangen, die hat dich entstellt“. Also ansetzen konnte man nicht, aber sie bekam das Geld zurück, immerhin. Hätte ich lügen sollen, mich zur Komplizin dieser toll gewordenen, sich selbst überschätzenden Coiffeuse machen? Nie im Leben!

    • Kathy sagt:

      Ja Lina, aber nur wenn sie fragt. Lieber ehrlich sein („gefällt MIR nicht“) als falsche Begeisterung zu heucheln.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Dieser Artikel ist doch ein arges Klischee.

    Ich finde mich da überhaupt nicht, eigentlich in keiner Zeile. Ich kenne zwar solche Frauen, aber ich bin nicht mit ihnen befreundet. Mit solchen sich selbst entfremdeten, fremdgesteuerten, verlogenen Wesen komm ich nicht klar. Das ist ein Frauenbild aus den 50er Jahren, da war ich noch nicht mal geboren. Ich kann nicht glauben, dass die heutigen Frauen noch so sind. Einzelne wohl, bedauernswerte, aber nicht generell.

    Was das Lügen anbelangt: Ich hab meine Kinder nicht angelogen, das mach ich auch heute nicht. Man kann auch Unangehnehmes so sagen, dass es akzeptiert werden kann. Wenn ich ihnen etwas nicht sagen wollte, hab ich das klar gesagt, das wurde akzeptiert.

    • Cara Mia sagt:

      Ich könnte das hier voll unterschreiben. Aber ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob das wirklich ehrlich ist ;). Sorry Pippi: ich meine ehrlich zu dir selber. Ich lüge nie bewusst und gezielt, wie diese Weibchen früher, da hast du Recht. Da gehörte es zum Spiel, dem Mann was vorzuflunkern. Machen noch heute manche Damen, wenn es ums Portemonnaie des Mannes geht, nebenher. Oder den Orgasmus…

      Aber ist man wirklich immer so total ehrlich, auch zu sich selber? Ich glaube nicht, aber es ist nicht typisch Frau, sondern menschlich. Erzählst du den Kindern, dass der Nachbar ausgezogen ist, weil er von der Nachbarin in flagranti erwischt wurde, wenn das deren Kinder nicht wissen (hoffentlich…)? Und all das Zeug mit Christkind, Sankt Nikolaus, etc. – sind doch glatte Lügen. Die Oma ist im Himmel, erzählen wir. Glatt gelogen. Du schaffst das schon. Und woher sollten wir das wissen??

      Wenn man von der strikten Realität ausgeht und alle Motivationen unbeachtet lässt, dann lügt man vermutlich dauernd. Damit man sich das nicht eingestehen muss, lügt man wohl zusätzlich sich selber an, der ehrlich ist der Mensch, ehrlich überzeugt von sich selber.

      • Linda-Sue sagt:

        „Oma ist im Himmel“, hat für mich eher mit Glauben zu tun, als mit Lügen, klar wenn man Atheist ist dann nicht.
        „Du schaffst das schon“, ist positive Motivation, hat für mich auch nicht mit Lügen zu tun, ausser man geht wirklich selber zu 100% schon vorher davon aus, dass der Typ eh versagen wird.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Cara, das meine ich, dieses bewusste Lügen und diese Hinterhältigkeiten, das gibt es bei mir nicht, wirklich nicht. Ich mach mir da auch nichts vor, ich weiss, dass ich mich höchst unwohl fühle, wenn ich mich verstellen muss, das ist es mir nicht wert.

        Dass man nicht immer alles sagt, ist nicht dasselbe wie lügen, man kann kleine Kinder nicht mit menschlichen Abgründen konfrontieren, andererseits kann man schon sehr früh den Kindern erklären, dass Fehler machen dazu gehört, niemand ist perfekt, auch die Mama nicht. Niemand muss perfekt sein, aber man gibt sich Mühe in dem, was man tut. ich weiss wirklich nicht, wie ich im von dir geschilderten Fall des Nachbarn in flagranti reagiert hätte, aber wahrscheinlich hätte ich tatsächlich gesagt, worum es geht, nicht wenn die Kinder 4 Jahre alt sind, aber so mit 7 können die das verstehen. Ich finde es sowieso falsch, wenn Kinder in einer Blase der heilen Welt aufwachsen, das ist doch verlogen, sie tun sich nur um so schwerer, wenn sie sehen, was eigentlich geht. Man kann die harte Realität auch kindgerecht vermitteln, ich denke da z.B. an die Prävention, wenn es um sexuellen Missbrauch geht. Wie soll sich ein Kind abgrenzen können, wenn es von solchen Dingen keine Ahnung hat und der Meinung ist, alle Erwachsenen sind gut? Das geht einfach nicht, man muss die Kinder schon früh lernen, differenziert zu denken, auch wenn es schwierig ist.

        Es geht mir hier nicht um die kleinen Notlügen, die braucht zwischendurch jeder, die schmieren das Zusammenleben. Mir geht es um die Authentizität, ich will keinem Bild entsprechen müssen, und meine Kinder auch nicht. Dieses Vorspielen, aus falschem Angepasstsein, das ist es, was mir auch den Wecker geht. Und gerade innerhalb der Familie finde ich es umso erbärmlicher, wenn man nicht zu sich und seinen Schwächen stehen kann, das zeugt von einem äusserst mangelhaften Selbstbewusstsein.

      • Cara Mia sagt:

        Sehe ich genau gleich, Pippi. Ich kann Leuten, die lügen – vor allem nahestehenden – einfach keinen Respekt mehr entgegenbringen. Hatte so eine Freundin. Es ging nicht mehr, ich mochte nicht mehr mit der abmachen – wusste ja nie, was von dem, was sie so erzählte, wirklich stimmt. Da kann ich mich nicht mehr motivieren, mich auf ein Gespräch wirklich einzulassen, und für Blabla braucht es keine Freundin.

    • Lina sagt:

      Du hast einfach aufgehört, deine Lügen zu zählen. So very clever!

    • Urs sagt:

      Fr. Langstrumpf !

      Ist dieser Kommentar nun gelogen oder nicht? Naaaa ? Fängt es nicht schon beim Pseudonym an… das ganze Dilema?

      😉

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Eine Lüge wäre es dann, wenn ich mit diesem Nick jemanden bewusst täuschen möchte. Möchte ich das? Ist eine bewusste Täuschung wahrscheinlich? Dann müsste man davon ausgehen, dass es für die meisten Leute glaubhaft ist, dass ich Pippi Langstrumpf bin. Ja, also……. 8)

      • Patrick Tigri sagt:

        Pippi, Du zerstörst jetzt grad Urs‘ Welt.

      • Orlando S. sagt:

        @Püppi. nein, sie nehmen ja jeweils einfach einen anderen Nick und geben sich als Mann aus…
        Wie verlogen ist DAS?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Furioso, du bist grad der Rechte, der das Wort *verlogen* in den Mund nimmt…… Schüttelt es dich nicht ein wenig, wenn du sowas schreibst, oder bist du schon so abgehärtet und weisst selbst nicht mehr, was stimmt und was nicht?

        Ich weiss schon, dass es dich furchtbar in die Sätze bringt, weil du nicht weisst, wer ich sonst noch bin, sein könnte / männlich / weiblich? Das Netz ist weit und unergründlich, damit muss man umgehen können, sonst bleibt man besser draussen.

        Es gibt nichts, womit du mich so provozieren könntest, dass ich dir meine Identität/en verraten würde, damit musst du dich abfinden. Dass deine mich nicht im Geringsten interessiert, dürfte dir nicht entgangen sein.

        Wir sind hier in der virtuellen Welt, nix verwechseln!

  • Daniel sagt:

    Das Prinzip ist relativ einfach in unserer verquerten Gesellschaftsform: Je höher in dedr Hierarchie desto mehr wird vorgegaukelt was recht und unrecht ist. ( z.Bsp. wer so und so stimmt ist kein Schweizer SVP oder die Weltreliginsvertreter oder das macht man nicht) , dieses „das macht man nicht“ sitzt so tief in der Schweizers Eingeweide das er ja lügen muss um sich nicht gänzlich zu verleugnen. Somit scheinen mir die oben beschriebenen „Lügen“ ein Schutz gegen Lebenslügen die nach Solidaritaet lechzen weil sie wenn man sie alleine liess jämmerlich verkümmern würden. Leider ist die Zivilcourage nicht des Schweizers Stärke und die Männer haben hier auch keiine Eier ausser zum Kohle zu verdienen um all diese lächerlichen Fassaden abzureissen, nein sie werden noch verstärkt mit all den verböterlisabstimmungen was eben heisst es ist verbozen also mach ichs heimlich so einfach ist das eben und wer das nicht begreift der tut mir leid

  • Dani Kobler sagt:

    Wieso soll man seinen Kindern beibringen das man nicht lügen darf? Weil sie sonst nicht in den Himmel kommen?
    Natürlich darf man lügen, man darf auch böse sein, Schadenfreude zeigen, Freude vorspielen, Intriegen konstruieren, etc.
    Alles andere ist ziemlich weltfremd und … ähm … ziemlich verlogen.

    • Nelly sagt:

      Oder auch „Life’s a bitch, get used to it!“

      Mütter, die ihre Ehemänner, Kinder und die eigene Mutter anlügen sind einfach nur eines: normal. Der Alltag als (Vollzeit-)Mutter ist so schön deprimierend genug, den soll man sich ruhig etwas schön lügen dürfen. Stundenlange Spaziergänge? Viel Kuscheln und Büechli anschauen? Total gesunden Gemüseauflauf gekocht? Klar, wenn es hilft, gerunzelte Stirnen seitens Grossmutter und Papi zu vermeiden, obwohl man eigentlich überhaupt nicht draussen war, keine Zeit für das Kind hatte und es schon wieder Teigwaren gab? Ich finde das total legitim und jede Mutter, die behauptet, es nie getan zu haben, lügt erst recht!

      • Urs sagt:

        Dumm nur, das die Lügendetektoren der Frauen viel sensibler als die der Mänenr sind… Es gibt hier also mindestens zwei Startpositionen im Leben…

    • Maja sagt:

      aber herr kobler, dass dürfen doch nur politiker;)

      • J_Randi sagt:

        Schön wär’s. Wie Dani Kobler richtig sagt, gehört Lügen zum Leben. Manchmal ist es sogar humaner als die Wahrheit.

    • Pumuckl sagt:

      Ich kann mir nicht helfen, aber dieser Lebenshaltung kann ich nichts abgewinnen. Wenn es etwas gäbe, was Partnerschaft, Freundschaft oder Ehe mit mir riskiert, dann ist das, wenn man mich belügt. Die Wahrheit ist zwar nicht immer angenehm, aber besser, als zusätzlich noch durch die Lüge als Person herabgewürdigt zu werden.

      • Kathy sagt:

        Genau meine Meinung. Lieber eine unbequeme Wahrheit ins Gesicht als herausfinden, dass man angelogen wurde.

  • Urs sagt:

    Ahaa !

    Ich hab’s geahnt… schon immer, schon von frühesten Jahren war da stets so ein Gefühl der Ungewissheit, einem Schemenhaften wabern von Licht und Schatten… man wird hin und her gezogen und geschoben zwischen dem was wahr ist und allem anderen… . nun hier ganz offiziel die Bestätigung nach der ich die letzten Jahre, ja eigentlich ein ganzes Leben, gesucht habe. Neue Wege werden sich mir von nun an auftun…

    Leider kann da von Wissen und Erkenntnis keine Rede sein, da es ja sonst keine Lügen mehr wären… man die Täterin also solche erkannt hätte. Aber es wird einem keine Chance zur Erkenntiserweiterung gegeben, das wird mit List und Tücke verhindert…

    Man lebet also schon von frühsten Kindesbeinen an in einer, mindestens teilweise, diffusen Welt bei der nie so richtig klar ist was real und was unreal ist.

    Was blos zu tun? Ein Dilemma oder doch ein Ausweg auf einem der unzähligen Wege zur Weisheit? Aber dann, will ich es wirklich Wissen, Immer und ohne Ausnahme, Alles ?

  • Cara Mia sagt:

    Die Grenze ist wohl da, wo eine Lüge das Vertrauensverhältnis zerstört, und damit die Beziehung. Es sind hier ja manche sehr erfinderisch, wenn sie ihre Affären kaschieren, und die müssen sich dann nicht wundern, wenn die belogene Person den Laden dicht macht und die Beziehung nur noch auf dem Papier bestehen bleibt, wenn überhaupt.

    Aber manchmal ist eine Nichtinformation auch schlauer, weil man sonst unnötig Wirbel verursacht. Etwa das Beispiel mit den Kindern, die gegen die Regeln TV geschaut haben und die man selber schon gemassregelt hat. Erzählt man das dem Vater, fängt der Streit unter Umständen nochmals von vorne an, und ein friedliches Nachtessen ist unmöglich. Zudem ist das nun keine Info, die unbedingt notwendig ist, finde ich.

    Als die Kinder noch klein waren, habe ich zuweilen auch hören müssen, der Vater der Kinder fühle sich übergangen und erfahre nicht alles. Hat er auch nicht, aber nicht absichtlich. Wer kleine Kinder hat, ist dauernd eingespannt, regelt hier, tröstet da, macht ab oder auch nicht und bevor der Vater nach Hause kommt, ist es eh stressig, weil ja das Nachtessen zubereitet werden muss, parallel zum Aufpassen auf die Kinder. Da ist man doch nur noch froh, wenn endlich alle glücklich am Tisch sitzen und mag einfach nicht noch einen Report ablegen. Im Gegenteil, man möchte endlich, endlich ein Erwachsenengespräch… und ER will wissen, was alles so gegangen ist.

    • Pumuckl sagt:

      Hallo Cara Mia. Irgendwie würde mich interessieren, wie Ihr Kommentar gelautet hätte, wenn ER sich erlaubt hätte, nicht wissen zu wollen, was am Tag alles so gegangen ist.

      • Cara Mia sagt:

        Sie meinen, ich hätte mich über Desinteresse beklagt? Ich glaube nicht. In der Phase war ich ziemlich am Anschlag, und ER war zusätzlicher Druck, häufig genug, leider. Es war auch nicht so, dass er dauernd gefragt hat, eher so, dass er, wenn er etwas hörte, mir vorwarf, dass er das ja gar nicht gewusst hätte. Ich habe aber selten etwas absichtlich verschwiegen, und wenn eher so, wie oben beschrieben, dem Frieden zuliebe.

    • Chris M. sagt:

      Na, da sind wohl nicht alle Frauen gleich.
      Meine Frau war froh, wenn ich nach Hause kam und sie alles bei mir abladen konnte, allen Stress, allen Frust, alle Anspannung, aber auch alle Überraschungen und Freuden sprudelten einfach so (beinahe non-stop) heraus, kaum war ich in der Wohnung. Ich geb’s zu, manchmal wäre mir etwas weniger lieber gewesen.
      Wenn ich nicht zugehört hätte, wäre ich nicht solidarisch gewesen und hätte meine Frau emotional im Stich gelassen (aus ihrer Sicht). Zudem war sie froh um moralische Unterstützung und Bestätigung, nicht nur in Konflikten, sondern auch im täglichen Kleinkram.

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