Volksschulgleichung: Ein Kind = 3 Kühe

Integration von Behinderten: In Basel längst Alltag in Schulen

Integration von Behinderten: In Basel längst Alltag in Schulen

Das Wochenende stand wieder einmal im Zeichen der Schule: In den Samstagszeitungen und der Sonntagspresse wurden gleich mehrere Baustellen besichtigt: Am Freitag kündigte die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) an, aus der vehementen Kritik gegen  ihr Sonderpädagogik-Konzept Konsequenzen zu ziehen und das Tempo bei der schulische Integration von Sonderschülern zu drosseln. Am Samstag trat der Berufsverband der Schweizer Lehrer (LCH) vor die Presse und forderte höhere Löhne. Salärvergleiche zeigten gemäss einer Studie von PricewaterhouseCoopers, dass ein Primarlehrer nach sechs Jahren im Beruf bis zu 85 Prozent weniger verdiene als in einer vergleichbaren Position in der Finanzbranche. Und am Sonntag präsentierte die NZZ am Sonntag eine OECD-Studie, wonach die Förderung der schlechtesten Schüler für die wirtschaftliche Zukunft des Landes zentral sei. «Unser Bildungssystem ist im Grunde noch immer eine gigantische Sortiermaschine», kritisierte Bildungsforscher Andreas Schleicher im Interview die Schweizer Volksschule und monierte: «Im Bildungsbereich stehen wir etwa dort, wo die Medizin vor 100 Jahren war: Viel Ideologie, viel Tradition, sehr wenig Wissen. Und dann kommen Bildungspolitiker und stülpen eine Reform auf die andere. Das ist, als ob man irgendwelche Medikamente produziert und sagt, das wird schon nützen. Und die Medikamente dann dreissig Menschen ohne individuelle Diagnostik verabreicht.»

Wie wirkungslos die bis anhin verabreichten Medikamente tatsächlich waren, zeigt  der Rückzieher von Regine Aeppli: Das Ergebnis der Vernehmlassung ist eine wahrhaft bittere Pille:  Weder Lehrerschaft und Schulleitungen noch die Behindertenverbände, die sich einst für die schulische Integration stark machten, glaubten daran, dass Sonderschüler mit den heutigen Mitteln in Regelklassen angemessen gefördert werden können: Die Klassen sind zu gross, es fehlt an sonderpädagogisch ausgebildetem Personal und an der Bereitschaft der Lehrerinnen und Lehrer, noch mehr aufgebürdet zu bekommen. Denn in Zürich werden diese, anders als etwa in Basel, nur rund 9 Stunden pro Woche von Heilpädagogen entlastet. Der Rest der Woche muss die Lehrerschaft selber schauen, wie sie mit Behinderten und Hochbegabten auf dem selben Schulbank klarkommen.

«Integration ist auch eine Frage der persönlichen Einstellung, und die kann man kaum verordnen», sagte Aeppli am Freitag vor der Presse. Damit hat sie im Grundsatz sicher recht. Konkret aber scheiterte das Integrationskonzept weniger an der persönlichen Einstellung des Lehrkörpers, als vielmehr an der fragwürdigen Einstellung der Schulpolitiker: Ein Kanton, der wie Zürich seit 1999 einen Zuwachs von Sonderschulzuweisungen von 40 Prozent verzeichnet und dieses  Problem so lösen will, dass der Kanton dabei 17 Millionen spart, macht ein klares Statement: Die Volksschule ist ein Sparschwein.

«Für einen Primarschüler wird pro Jahr rund 12’000 Franken ausgegeben, für eine Milchkuh 4000 Franken», rechnete  der Basler Ökonomieprofessor Silvio Borner schon vor fünf Jahren  vor  und bezeichnet die Gleichung «3 Kühe = 1 Kind» als «grotesk». Solch groteske Volksschulgleichungen führen dann zu der nicht minder grotesken Tatsache, dass im Kanton Zürich die Zahl geistig behinderter Kinder so schnell steigt wie nirgendwo sonst. Die Sonderschulen jedenfalls platzen hier aus allen Nähten. Seit die Kleinklassen aufgelöst wurden, suchen immer mehr Eltern von Kindern mit Lern- oder Verhaltensproblemen einen Sonderschulplatz. Mit anderen Worten: Die schulische Integration führte im Kanton Zürich zu stärkerem Ausschluss. Das Gegenteil von dem, was man mit dem neuen Volksschulgesetz eigentlich erreichen wollte.

Es ist also durchaus vernünftig, das Sonderschulkonzept unter diesen Umständen zu begraben. Doch gelöst ist das Problem damit noch lange nicht. Die Schweizer Volksschule hat eine der grössten Ausschlussraten Europas und schneidet auch bei der Chancengleichheit schlecht ab. Sie schafft es nicht nur schlechter als andere Länder, schwächere Schüler in Regelklassen zu fördern, sie reproduziert via Schule auch die sozialen Klassen. Die Schule als Selektionsapparat mag im 19. Jahrhundert noch völlig gereicht haben, argumentiert Bildungsforscher Andreas Schleicher im NZZ-Interview, schliesslich sei es damals einfach darum gegangen, den Drittel herauszufiltern, der dann den anderen zwei Dritteln diktierte, wie sie arbeiten sollten. Heute sei das genau so veraltet wie ein Fliessband-Produktionsbetrieb des 19. Jahrhunderts.

Heute nämlich gehört Bildung zu den  wichtigsten Faktoren für wirtschaftliches Wachstum. Und der Bildungsmisserfolg jedes einzelnen Schülers, jeder einzelnen Schülerin  bürdet gemäss der OECD-Studie der ganzen Gesellschaft hohe Kosten auf.

Höchste Zeit also, da zu investieren, wo Rendite zu erwarten ist: In die Primarschule. Bleibt die Frage: Warum ist die Separationsrate in Schweizer Schulen so gross? Ist der Lehrermangel mit höheren Löhnen zu beheben? Und an welchen Integrations-Modellen soll sich der Kanton Zürich orientieren?

176 Kommentare zu «Volksschulgleichung: Ein Kind = 3 Kühe»

  • Richard sagt:

    @Eremit:

    Bitte verwenden Sie nicht das Wort „mongoloid“; es wird schon seit langem von den Bürgern der Mongolei und heutzutage auch von den betroffenen Behinderten mit gleichlautendem Namen als verletzend, herabsetzend und diskriminierend empfunden. Der richtige Ausdruck ist „Menschen mit Down-Syndrom“ oder „Menschen mit Trisomie 21“.
    Zur Definition von Behinderung gibt es hier einen ausführlichen Text:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geistige_Behinderung

    Richard
    http://www.insieme21.ch

    • Eremit sagt:

      Danke für den Hinweis und die Links.

      Gemäss Wiki: „Der Begriff geistige Behinderung bezeichnet einen andauernden Zustand deutlich unterdurchschnittlicher kognitiver Fähigkeiten eines Menschen“
      Dem entsprechend könnte man alle Schüler, die von der Schule eine 3.5 heim bringen als geistig Behindert bezeichnen?
      Oder man nehme eine Gesellschaft bei der in den Schulen nur Mathematik unterrichtet wird, sollte man dass Kinder die an Dyskalkulie leiden als geistig Behindert bezeichnen? Und umgekehrt, man nehme eine Gesellschaft bei der in den Schulen nur Linguistik unterrichtet wird, sollte man dass Kinder die an Legasthenie leiden als geistig Behindert bezeichnen?
      Wer legt die standardisierten Tests fest, welche über geistige Behinderung urteilen?
      Wir sind unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen mentalen Stärken. Ich vermute, die Mehrheit wäre dem entsprechend in irgend einem Bereich geistig Behindert.

      „Ist die Durchführung eines Intelligenztests … nicht möglich, werden andere Tests durchgeführt (zum Beispiel selbstständiges Essen und Trinken, … , selbstständiges Ankleiden)“
      Das sind für mich im Augenblick die einzigen glaubwürdigen Kriterien für eine geistige Behinderung: Wer ohne körperliche Behinderung ab 5J(?) nicht selbständig essen, trinken und sich anziehen kann.

  • Sonja sagt:

    Eremit, mit dieser Aussage „Meines Erachtens sind mongolide Menschen geistig behindert, der Rest nicht, sonst müsste man den Menschen, die eine Sonderschule besucht haben auf Grund ihrer geistigen Behinderung im Erwachsenenalter einen Vormund stellen und somit ihnen auch das Stimm- und Wahlrecht aberkennen.“ hat du dich leider gleich selber disqualifiziert!

    es gibt sehr wohl Richtlinien, wer als geistig behindert gilt und wer nicht.

  • Weber sagt:

    Diejenigen die das Schwedenmodell haben möchten, wie hoch ist der Ausländeranteil in Schweden? 2 oder 3 % und die sind alle eher gebildet…….das geht bei uns einfach nicht ein System 1 zu 1 zuübernehmen.

    Jedes Jahr besucht eine finnische Delegation Leher Schulen in Zürich und sind hoch überrascht wie wir das machen mit so einem hohen Anteil fremdsprachiger Kinder und die meisten aus Bildungsfernen Familien in Finnland ist der Ausländeranteil 2% !!!!

    • digitaltraveler sagt:

      Die Ergebnisse der Pisa-Studien über Schweden spiegeln – wie überall auch – das Gesamtergebnis aller Schulen welche mitgemacht haben wieder. Auch im hochgelobten Schweden gibt es z.T. gravierende Unterschiede – z.B. die Metropole Malmö und gewisse Bezirke Stockholms welche im Vergleich zum Schwedischen Gesamtresultat um massiv schlechter abschneiden.
      Bei Google wird man relativ schnell fündig – mehr will ich nicht dazu sagen…..

  • Eremit sagt:

    Was sind geistig behinderter Kinder?
    Meines Erachtens sind mongolide Menschen geistig behindert, der Rest nicht, sonst müsste man den Menschen, die eine Sonderschule besucht haben auf Grund ihrer geistigen Behinderung im Erwachsenenalter einen Vormund stellen und somit ihnen auch das Stimm- und Wahlrecht aberkennen. Dem ist aber nicht so.
    Oder darf man sich erlauben, Menschen, die nicht Matrizen-, Integral- und Potenzialrechen können ebenfalls als geistig behindert zu bezeichnen?
    Jede und Jeder von uns hat ein unterschiedliches Spektrum von Stärken und Schwächen, wenn man hingeht und z.B. sich selbst als Masstab nimmt, dann können die Menschen mit mental weniger ausgeprägten Stärken nur eins: Trotz bestem Willen scheitern.

    „seit 1999 einen Zuwachs von Sonderschulzuweisungen von 40 Prozent verzeichnet …im Kanton Zürich die Zahl geistig behinderter Kinder so schnell steigt wie nirgendwo sonst.“
    Warum ist dies so? Gibt es wirklich mehr Schulkinder mit Störungen und Behinderungen oder hat unsere Gesellschaft einfach vermehrt das Bild von einem perfekten Menschen im Kopf, bzw. ist „elitärer“ geworden und grenzt mental weniger begabte rascher aus?
    Das wäre sehr bedenklich. Heisst es nicht Volksschule anstelle von Eliteschule?

    „Die Schule als Selektionsapparat mag im 19. Jahrhundert noch völlig gereicht haben, argumentiert Bildungsforscher Andreas Schleicher im NZZ-Interview, schliesslich sei es damals einfach darum gegangen, den Drittel herauszufiltern, der dann den anderen zwei Dritteln diktierte, wie sie arbeiten sollten.“
    Sorry, diese Sichtweise ist falsch. Menschen, die man früher durch das Bildungssystem heraus filterte wurden z.B. bei der ehemaligen BBC als Spezialisten eingesetzt. Führungspositionen hingegen vorzugsweise von „Praktikern“ die sich weiter gebildet haben. Erst seit Anfang 90igern wurden die Praktiker durch Akademiker in Führungspositionen ersetzt.

    „Heute sei das genau so veraltet wie ein Fliessband-Produktionsbetrieb des 19. Jahrhunderts.“
    Ohne Fliessbandproduktion könnte man sich heute kein Natel, kein PC und kein Auto zu akzeptablen Preisen kaufen.

    „Warum ist die Separationsrate in Schweizer Schulen so gross?“
    Gesellschaftlicher Wandel, bzw. Wandel des Wertesystems?

    „Ist der Lehrermangel mit höheren Löhnen zu beheben?“
    Nur beschränkt. Man kann einen Beruf in Bezug auf Entlöhnung pro volle Stunde attraktiv machen, damit der Anreiz aus finanziellen Gründen den Beruf zu wechseln gering ist. Nur ab einem bestimmten Punkt wird die Entlöhnung nur noch interessant für habgierige Menschen. Man betrachte da mal die Lohnunterschiede zwischen Finanzsektor, IT, Architektur, Bau und Maschinenbau. Rein lohnmässig müssten alle IT-, Architektur-, Bau- und Maschinenbaustudenten sofort ihr Studium abbrechen und sich dem Finanzsektor widmen. Nur sie tun dies nicht, wieso? Für manche Menschen ist ihr Beruf ihre „Erfüllung“ und wenn da neben bei jemand mit Geld winkt, dann lassen sie sich nicht vom Weg abbringen. Dem Lehrermangel kann man m.E. nur dann entgegen wirken, wenn der Beruf und die Ausbildung dazu vermehrt Männer-tauglich gemacht wird. Und das heisst nicht mehr Lohn oder Karrierechancen für Lehrer, sondern weniger Willkür in der Lehrerausbildung und in der Gesellschaft, zumal Männer i.d.R. nicht so ausgeprägte schauspielerische Fähigkeiten haben und sich auch nicht so sehr prostituieren lassen wie Frauen. Beispiele in denen Lehrer der gesellschaftlichen Willkür ausgeliefert sind gibt m.E. im RL genügend um die hier nochmals zu erwähnen.

    „Und an welchen Integrations-Modellen soll sich der Kanton Zürich orientieren?“
    Kleinklassen dürfen nicht zum gesellschaftlichen Auffangbecken werden wie mancherorts Einführungsklassen: Da gab/gibt es Gemeinden, wo man Kinder von vorwiegend finanzschwachen Eltern in Einführungsklassen fand. Nicht dass die Kinder irgend wie geistig behindert wären, sondern der Mechanismus eher darin zu finden war, dass die Kindergärtnerin, welche die Empfehlung abgab sehr mit finanzstarken Eltern sympathisierte. Desweitern hatte dies so groteske Züge, dass in geburtenschwanchen Jahrgängen immer „zufälliger Weise“ genügend Kinder gefunden werden konnten um den gesetzlichen Minimalanzahl an Kinder zu haben und in geburtenreichen Jahrgängen diese Klassen als Auffangbecken dienten für die überzähligen Kinder, welche in den Normalklassen keinen Platz hatten.
    Kleinklassen sollte es schon geben auch wenn nur ein Kind diese besucht und der Kanton muss Mindestkriterien festlegen, damit keine Kinder die gemobbt oder ausgegrenzt werden sich in Kleinklassen wieder finden. Ebenso sollte es möglich sein, dass wenn ein Kind sich eines Tages „öffnet“ es ungehindert in eine „Normalklasse“ übertreten kann. Ähnlich wie der Übertritt von der Sek in die Bez, einfach ohne den Verlust eines Schuljahres. Ich behaupte, dass dies bei vernünftigen Schulstandarts möglich ist.

  • digitaltraveler sagt:

    Ich habe schon öfters den Mamablog besucht – meistens sehr interessante Themen.
    Beim heutigen Thema ist ein wichtiger Aspekt noch nicht erwähnt worden:
    Nebst der unsäglichen Reformitis, herbeigeführt durch Schreibtischtäter in z.T. blindem Aktionismus, haben die Lehrkräfte von Heute nicht nur die ganzen Reformen zu ertragen, sondern „dürfen“ heutzutage noch einen beträchtlichen Teil der Erziehung der Schüler übernehmen-

    • adlerauge sagt:

      die beobachtung bzgl. reformitis deckt sich mit den aussagen nicht weniger zürcher lehrkräfte in meinem umfeld.

      hand aufs herz, die vollintegration ist doch nichts anderes als ein verkapptes sparpaket. im grunde eine hehre idee verkommt die integration zu einer auf mehreren ebenen kontraproduktiven massnahme weil den lehrekräften der „regelklasse“ keine oder zuwenig unterstützung zugeteilt wird.

      • digitaltraveler sagt:

        Viele Reformbestrebungen wie auch der immer grösser werdende Papierkrieg wurde – obwohl dieses Land ja gerne für alles Schlechte auf dieser Welt verantwortlich gemacht wird – aus den USA übernommen.
        Dieser Compliance-Fimmel ist ein Ersatz für den gesunden Menschenverstand da dieser eben nicht messbar ist.

        Bringt leider nichts ausser eben Papierkrieg – aber immerhin wir sind compliant und nur das Zählt. Was deswegen unter die Räder kommt interessiert die Schreibtischtäter und Memoschieber überhaupt nicht – ganz im Gegenteil.

        Mit diesem ganzen „Grümpel“ den die Lehrer hier mitmachen müssen sind die eigentlich überzähligen Jobs der Verwaltungstäter gesichert.

        Bei all diesem Brimborium geht der zentrale Fokus der Schule komplett verloren: Das Vermitteln von Wissen!

        Nachdem ich das Video vom Verein „Schule im Sinkflug“ gesehen habe erscheinen mir die Schulen nicht mehr der primäre Hort der Wissensvermittlung zu sein sondern über das ganze Land verteilte Teilzeit-Therapieanstalten mit eingegliederten Spezialisten welche eine offensichtlich erhebliche Anzahl Kinder mit Lese- Schreib- und anderen Schwächen unterstützen um diesen eine Teilnahme am Unterricht in der Regelklasse zu ermöglichen.

        Ueber die Gründe dieser Schwächen kann man einige Vermutungen, wenn nicht sogar stichhaltige stichhaltige Beweise anführen.

        Man kann mich jetzt in der Luft zerreissen aber, sorry, aber ich muss annehmen dass der Film nicht nur die Situation dieser Schule beschreibt sondern den Tatsachen in vielen anderen Schulen wiederspiegelt.

        Wenn es nur schon problematisch ist den Kindern eine solide Grundbildung in Lesen, Schreiben, Mathematik usw. beizubringen, bin ich auch nicht mehr über die z.T. gravierenden Mangel an Allgemeinwissen bei den heutigen Kindern und Teenagern erstaunt.

        Ich erinnere mich als ob es gestern gewesen wäre: Vor vielen Jahren (ca. 20) wurden in den USA mehreren tausend Kindern und Jugendlichen verschiedene Fragen gestellt um heraus zu finden wie es um deren Allgemeinwissen steht.

        Eine Frage lautete: Woher kommt die Milch?
        80% antworteten: Aus der Flasche.

        Mann oh Mann haben wir uns damals über die blöden Amis krumm gelacht.

        Was wären heute die Antworten UNSERER Kinder und Jugendlicher? Wetten werden gerne angenommen.

  • schnoigge sagt:

    Diese Homepage dürfte Sie interessieren: Wo die (Zürcher) Schulen heute stehen. http://www.schule-im-sinkflug.ch

  • Hansli sagt:

    Wollte beim Lesen einige Kommentare anhängen, aber die findet keiner mehr.

    Lohn
    Ein Lehrer verdient überdurchschnittlich! Und Gymilehrer sind deutlich überbezahlt. Ausser vielleicht Mathematik- oder Physiklehrer verdient jeder Gymilehrer deutlich mehr als jemand in der Privatwirtschaft oder beim Staat. Für mich sollte die Einkommenspyramide umgekehrt sein, da der Primarlehrer der wichtigste ist. Er legt die Basis und was da verpfuscht wird, ist kaum aufzuholen, ausser die Eltern bezahlen Nachhilfestunden.

    Das Grundproblem sind sicher nicht die Ausländer, ich kenne auch Fälle mit schwierigen Klassen mit 100%-CH Kinder. Und früher, so lange ist das nun auch nicht her bei mir, war auch nicht alles besser. Der Anteil an schlechten Schüler war sicher gleich hoch. Nur sind die Jobs für diese Schüler nicht mehr vorhanden und viele ehemalige Berufe erfordern heute bessere qualifizierte Schüler. Wir müssen als Gesellschaft diese Schüler auf ein höheres Niveau bringen. D.h. Kleinere Klassen und damit individuelleren Unterricht. Das Problem ist doch das ca. 2/3 der Schüler mehr können als früher und das letze Drittel irgendwo untergeht. Der Kuhvergleich ist genial und zeigt deutlich die politischen Prioritäten.

    • Eremit sagt:

      Der Lohn
      Irrtum vorbehalten, dauert die Ausbildung für ein Gymileher länger als zu einem Primarleher. Ist das gerecht, wenn diejenigen, welche länder sich ausbilden lassen müssen und somit mehr ausbildungsbedingte Schulden haben weniger verdienen?

      Die Arbeit
      „Nur sind die Jobs für diese Schüler nicht mehr vorhanden und viele ehemalige Berufe erfordern heute bessere qualifizierte Schüler. Wir müssen als Gesellschaft diese Schüler auf ein höheres Niveau bringen.“
      Ja dem Ist so, nur warum? Es fand eine Akademisierung des Management statt, in der als Folge auch die „unteren“ Jobs akademisiert werden. Langfrisig gesehen ist das ganze m.E. ein gesellschaftlicher Bumerang, der u.a. zu einer „Selbstzerfleischung“ der Gesellschaft führt.

      • Hansli sagt:

        Die Gymilehrer haben von allen Lehrern den einfachsten Job. Alle ihre Schüler sind freiwillig da! Und wie geschrieben, im Vergleich zur Privatwirtschaft oder auch dem Staat haben die meisten einen höheren Lohn.

        Das ist nicht nur eine Akademisierung: Englisch gehört zum Beispiel in in vielen Unternehmen zum Standard, schliesslich wird Weltweit produziert und verkauft. Das war noch vor 20 Jahren nicht üblich.
        Bringen wir unser Auto in die Werkstatt haben werden wir von einem Elektronikfachmann bedient. Einer der „nur“ ein bisschen herum schraubt finden wir nicht mehr.
        Früher hatte die Sekretärin eine Schreibmaschine und musste fehlerfrei schreiben. Die heutigen Officprogramme wirklich zu beherrschen sind eine Wissenschaft für sich, dazu kommt eben englisch, usw….

        An der Akademisierung (FH, Uni, ETH) führt kein Weg vorbei. Zu viele Jobs wurden durch den Computer radikal verändert und viele einfache Jobs sind dadurch verschwunden.

  • Hansli sagt:

    Wollte beim Lesen einige Kommentare anhängen, aber die findet keiner mehr.

    Lohn
    Ein Lehrer verdient überdurchschnittlich! Und Gymilehrer sind deutlich überbezahlt. Ausser vielleicht Mathematik- oder Physiklehrer verdient jeder Gymilehrer deutlich mehr als jemand in der Privatwirtschaft oder beim Staat. Für mich sollte die Einkommenspyramide umgekehrt sein, da der Primarlehrer der wichtigste ist. Er legt die Basis und was da verpfuscht wird, ist kaum aufzuholen, ausser die Eltern bezahlen Nachhilfestunden.

    Das Grundproblem sind sicher nicht die Ausländer, ich kenne auch Fälle mit schwierigen Klassen mit 100%-CH Kinder. Und früher, so lange ist das nun auch nicht her bei mir, war auch nicht alles besser. Der Anteil an schlechten Schüler war sicher gleich hoch. Nur sind die Jobs für diese Schüler nicht mehr vorhanden und viele ehemalige Berufe erfordern heute bessere qualifizierte Schüler. Wir müssen als Gesellschaft diese Schüler auf ein höheres Niveau bringen. D.h. Kleinere Klassen und damit individuelleren Unterricht. Das Problem ist doch das ca. 2/3 der Schüler mehr können als früher und das letze Drittel irgendwo untergeht.

    Antworten

  • Hansli sagt:

    Wollte beim Lesen einige Kommentare anhängen, aber die findet keiner mehr.

    Lohn
    Ein Lehrer verdient überdurchschnittlich! Und Gymilehrer sind deutlich überbezahlt. Ausser vielleicht Mathematik- oder Physiklehrer verdient jeder Gymilehrer deutlich mehr als jemand in der Privatwirtschaft oder beim Staat. Für mich sollte die Einkommenspyramide umgekehrt sein, da der Primarlehrer der wichtigste ist. Er legt die Basis und was da verpfuscht wird, ist kaum aufzuholen, ausser die Eltern bezahlen Nachhilfestunden.

    Das Grundproblem sind sicher nicht die Ausländer, ich kenne auch Fälle mit schwierigen Klassen mit 100%-CH Kinder. Und früher, so lange ist das nun auch nicht her bei mir, war auch nicht alles besser. Der Anteil an schlechten Schüler war sicher gleich hoch. Nur sind die Jobs für diese Schüler nicht mehr vorhanden und viele ehemalige Berufe erfordern heute bessere qualifizierte Schüler. Wir müssen als Gesellschaft diese Schüler auf ein höheres Niveau bringen. D.h. Kleinere Klassen und damit individuelleren Unterricht. Das Problem ist doch das ca. 2/3 der Schüler mehr können als früher und das letze Drittel irgendwo untergeht.

  • Eni sagt:

    Wenn ich da manche Kommentare lese kommt mir die Galle hoch!

    Tschuldigung, mein Sohn ist auch ein „Problemfall“ der viel Aufmerksamkeit von den Lehrpersonen braucht, aber nicht weil er schlecht erzogen ist sondern weil der durch einen Unfall schwere Hirnverletzungen hat. Wenn es nach der Schulbehörde gegenagen wäre, wäre mein Kleiner in der heilpädagogischen Schule gelandet ohne Chance, je in der freien Wirtschaft einer Arbeit nach zu gehen. Niemals hätte ich das zugelassen und wenn nötig per Gericht durchgesetzt.

    Da haben viele andere „Gesunde“ weniger Anrecht auf den Besuch der Regelklasse, weil sie sich eben nicht an Regeln halten und den Unterricht stören.

    • Caterina della Collina sagt:

      @ Laura
      Brava!
      Genau so sehe ich das auch.
      Ab 3 Kindergarten, ohne Drill und Angst.
      So spricht jedes Kind akzentfrei, ob das die Anti-Harmosse zugeben oder nicht

  • Michael sagt:

    Ich kann den Satz: „Der Wettbewerb zwischen den Schulen muss erhöht werden. Das steigert die Leistung.“ nicht mehr hören!
    Jede Schule und jeder Lehrer würde gerne besseren Unterricht gestalten. Ich als Lehrperson brauche nicht noch mehr DRUCK, ich brauche ZEIT, brauchbare LEHRMITTEL und endlich mal KOMPETENTE BILDUNGSPOLITIKER.
    Dass so viele Eltern negative Erfahrungen machen, stimmt mich nachdenklich, vor allem darum weil vieles gegen die Lehrpersonen als Ausführende gerichtet scheint. Ich habe bisher bei gegenseitigem Engagement sehr viele positive Erfahrungen gemacht bezüglich Zusammenarbeit. Und ja, den Unterricht gestaltet die Lehrperson. Sie bestimmt auch die Sitzordnung, Unterrichtsmodelle etc. weil sie dafür ausgebildet wurde. Ist teilweise erschreckend, was über Unterrichtsmodelle geschrieben wird, meist von Personen die keine Ahnung haben. Trotzdem als Lehrperson hole ich mir das Feedback der Eltern ein. Auch wenn es kein professionelles ist, habe ich schon oft wertvolle Hinweise erhalten und diese im Unterricht umgesetzt. Ich schätze diese Zusammenarbeit und hoffe, dass die Energie, welche in einseitige Beschuldigungen und Klagen gesteckt wird (von Lehrpersonen und Eltern), in das Verbessern der Zusammenarbeit investiert wird.
    Und noch was zur Chancengleichheit. Die gibt es eh nicht! Illusion, Wunsch- (traum). Wann beginnen wir endlich von Chancengerechtigkeit zu sprechen. Jedes Kind wird entsprechend seinen Begabungen und Voraussetzungen gefördert. Die Leistungsstärkeren genau so, wie die Leistungsschwächeren und, nicht zu vergessen, der Durchschnitt. Wie bitte soll ich als Lehrperson (oder die Schule) Chancengleichheit kreieren, wenn die Schere bereits vor und kurz nach der Geburt aufgeht. Dort werden grundlegende Eigenschaften und Kompetenzen erworben.
    Und noch was: Ssoooooo schlimm, wie einige den Zustand der Volksschule skizzieren ist es nun auch wieder nicht. Die Kinder kommen bei mir doch meistens gern in die Schule und die Zusammenarbeit mit den Eltern ist gut. Trotzdem, es muss sich Einiges ändern.

    • Nicole Althaus sagt:

      Einverstanden, reden wir von Chancengerechtigkeit. Ich finde es chancenungerecht, dass in der Schweiz GymansialschülerInnen fast nur aus Akademikerhaushalten stammen. Ich finde es chancenungerecht, dass begabtenförderung noch immer vom Glück abhängt, in welcher Klasse ein Kind landet. Ich finde es verdammt chancenungerecht, wenn in Genf vielmehr Kinder eine höhere Bildung erreichen als in Zürich oder Luzern.

      • StefanB sagt:

        Liebe Frau Althaus:

        Kann sein, dass dies ungerecht ist. Aber als engagierte Journalistin werden Sie die Grundtugend des Journalismus beherzigen und recherchieren, warum das so ist:

        A. Hat Genf denn das bessere Schulsystem als Zürich? Oder hat Genf wegen der vielen internationalen Organisationen eine höhere Akademikerdichte?

        B: Dass „Gymeler“ fast nur aus Akademikerhaushalten kommen, hat womit zu tun? Haben Akademiker einfach höhere Löhne, dass sie sich eher die Nachhilfe leisten können, um sie auf Gyminiveau zu bringen? Oder ist in Akademikerkreisen nicht einfach die Bedeutung guter Schulbildung einfach klarer? Oder ist vielleicht auch so, dass Intelligenz vererbt wird?

        C: Begabtenförderung hängt nicht nur vom Glück ab, in welche Klasse ein Kind kommt. Es hat auch damit zu tun, ob Eltern diese Förderung für ihr Kind annehmen wollen; ebenso auch, dass Fachleute überehrgeizigen Eltern sagen, dass ihr Kind nun mal nicht so begabt ist, wie diese Eltern meinen. Chancengerechtigkeit würde eben auch bedeuten, dass man regelmässig alle Kinder objektiv testet, ob und wie begabt sie sind.Regelmässig deshalb, weil sich hier vieles ändern kann im Laufe der Kindesentwicklung – zum Guten wie zum Schlechten. Und zu definieren wäre auch, welche Art der Begabung: Technisch – naturwissenschaftlich, handwerklich, sportlich, musikalisch, künstlerisch?

      • Laura TI sagt:

        Das wird daran liegen, dass die Schulen in anderen Kantonen anders geführt werden. Im Tessin haben wir keine Integrationsprobleme. Kindergarten ab 3, im ersten Jahr nur Vormittags inklusive Mittagessen, ab dem 2. Jahr von 9 Uhr am Morgen bis 16 Uhr am Nachmittag durchgehend. Unsere Kinder sprechen alle Italienisch, auch die von bildungsfernen oder anders sprachigen Eltern. Im Gymi sind die Klassen bunt durchmischt, die Akademikerkinder gehen meistens in die teuren Privatschulen die aber auch nicht besser sind als das staatliche Gymnasium eher wenige streng, bzw, wer nicht ins Gymi kommt, der bezahlt die Privatschule dafür, dass das Kind die Matura trotzdem kriegt.

      • Dors Venabili sagt:

        @Nicole Althaus

        Sie verwechseln etwas wesentliches: Ein Gymnasiast hat im Leben nicht die besseren Chancen als ein Sekundarschüler. Die entscheidende Frage ist, was ein Schüler in seiner Schulzeit gelernt hat. Kann er esen, schreiben, rechnen? Kann er lernen und arbeiten?

        In der Stadt Bern zum Beispiel ist der Unterschied zwischen heute und vor 40 Jahren auffällig:

        Heutzutage können in der Stadt Bern die Sekundarschüler Ende 9. Klasse einigermassen Lesen und Schreiben und ganz wenig Rechnen. Französischkenntnisse sind rudimentär, auf dem Niveau, das ich in der sechsten Klasse hatte.

        Die drei weiteren Schuljahre im Gymnasium werden nur angehängt, um in Fremdsprachen Englisch und Französisch wie auch beim Leseverständnis in Deutsch und in der Mathematik ein akzeptables Niveau zu erreichen.

        Ein Grossteil der Maturanden ergreift anschliessend ein Berufslehre. Der Form halber werden die Lehrabschlüsse in Physiotherapie, Krankenpflege, Anästesietechnik, Operationstechnik, Geburtshilfe als „Bachelor in Pflegewissenschaften“ drapiert. Das ist ein reiner Etikettenschwindel.

        Die Wahrheit ist folgende: Um dasselbe schulische Niveau zu erreichen, muss ein Schüler heute 12 Jahre zur Schule. In dieser Zeit erreicht er dasselbe wie vor 30 Jahren ein Schüler in 9 Jahren lernte. Zudem hatten die Schüler vor 30 Jahren auch noch Anstand, gutes Benehmen, Pünktlichkeit, Arbeitshaltung gelernt. Sie kannten die Strassenverkehrsgesetze und hielten sich daran. Kiffen taten damals nur ganz wenige.

        Dass Gymnasiasten fast nur aus Akademikerhaushalten stammen, das stimmte nicht einmal vor 30 Jahren. In unserem Gymnasium hatten bei 6 von 24 Schülern die Eltern einen Universitätsabschluss. Dazu kommen noch drei Schüler, deren Väter einen Fachhochschulabschluss hatte. Die anderen Väter waren Handwerker.

        Ich sage es immer wieder Germanisten haben ein bisschen ein Problem mit Zahlen.

      • Michael sagt:

        da haben Sie recht, es gibt viel zu tun. Aber eben, Es müsste bereits vor der Schulzeit eingegriffen werden. Die Lesesozialisation beginnt zu Hause nicht in der Schule, viele grundlegende Mathematische Erkenntnisse werden zu Hause gemacht bevor Kinder in den Kindergarten kommen. Und ob wir das dort bereits wollen/können ist eine andere Frage. Bezüglich Schule bin ich auch der Ansicht, dass es da etwas zu tun gibt. Aber als Lehrperson kann ich gewisse Leute einfach nicht mehr hören mit Ihren wunderbaren Vorschlägen und utopischen Anforderungen an die Schule.
        Ihre Vorschläge? Um diesen Missständen zu begegnen.

      • Caterina della Collina sagt:

        Frau Althaus

        In Zürich und Luzern spricht man Dialekt, in Genf Französich.
        Zudem wird in der Westschweiz tendenziell sicher früher eingeschult.

        Was würden Sie persönlich in Zürich unternehmen, um die Chancengerechtigkeit zu unterstützen?

        Ich würde nicht gleich so dramatisch mit Gymi oder nicht daherkommen.
        Warum ist nur Gymi eine Chance.
        Es geht hier zuerst um Integration.

        Kinder aus Akademikerhaushalten haben in dieser Hinsicht einen unaufholbaren Vorteil (?), trotzdem bringen es auch andere Kinder weit, vielleicht auf dem 2. Bildungsweg, der in der Schweiz einzigartig ist.

      • Dors Venabili sagt:

        Dors Venabili sagt:
        Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.
        15. Juni 2010 um 05:46

        @redaktion: Bitte die zweite Version freischalten. Sprachliche Unklarheiten besser formuliert.

        FRAU ALTHAUS FORDERT CHANCENGLEICHHEIT, SUBITO.
        Ist Chancengleichheit dann gegeben, wenn jeder Halbschlaue auch noch eine Matur im Sack hat?

        FOLGENDES SIND DIE FAKTEN AUS DER FORSCHUNG:
        Intelligenz wird zu ungefähr 50% genetisch vererbt. Das ist die während vielen Jahren immer von neuem wissenschaftlich bestätigte Ursache von Intelligenz. Intelligente Eltern haben also auch die intelligenteren Kinder.

        Intelligenz determiniert weitgehend den beruflichen Erfolg. Intelligente Eltern haben also die bessere Ausbildung, besseres Einkommen.

        Mit zunehmendem Alter wird die Umgebung im Vergleich zur genetischen Ausstattung immer weniger wichtig für die Intelligenz eines Menschen. Mit 8-jährig ist die soziale Stellung der Eltern noch wichtig für die Entwicklung. Im Alter von 23 Jahren ist der Zustand der Herkunftsfamilie nahezu bedeutungslos. Die armen Kinder haben mit den reichen gleichgezogen.

        SCHLUSSFOLGERUNG AUS DEN FORSCHUNGSERGEBNISSEN:
        Der bei weitem häufigste Grund warum in einem selektiven Schulwesen mehr Akademikerkinder eine Matura und ein Universitätsstudium machen, ist also die genetische Ausstattung. Wollten wir die von den SP-hörigen Medien geforderte Gleichschaltung des Schulerfolges, so haben wir nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl

        POLITISCHE ALTERNATIVE:
        a) Wir zeugen gleichförmige Baby-Klone in der Retorte, brüten diese in einem Tank aus und ziehen sie in Kinderkrippen hoch.
        b) Wir nivellieren die Schulen nach unten, so dass auch die intelligentesten gleichwenig lernen wie die dümmsten.

        DIE ENTSCHEIDENDE FRAGE:
        Die Frage ist nicht, sollen alle Kinder die gleichen Chancen haben. Die entscheidende Frage ist:
        Wollen wir in der Schule auf geordnete Weise die Selektion vornehmen oder überlassen wir die Auswahl der freien Wildbahn?

        Spätestens fünf Jahre nach Abschluss des Einheitsversager-Gymnasiums nach SP-Manier wird sich in jedem denkbaren Fall zeigen,
        – welche Schüler sich in einem ehrlichen Beruf bewähren, Krankenschwestern, Operationstechniker,
        – welche der disziplinierten Arbeit als Chemikerinnen oder Maschineningenieure gewachsen sind und
        – welche den bequemen Weg zum arbeitslosen Historiker, überflüssigen Soziologen, der besserwisserischen Psychologin oder der verträumten Germanistin gehen.

      • adlerauge sagt:

        max, wenn du dein leidiges SP-bashing mal beiseite lassen könntest, wäre es mir sogar möglich, in einigen punkten mit dir einig zu sein. so kann ich dich leider nicht ganz ernst nehmen.

      • Caterina della Collina sagt:

        @ Dors

        Wo haben Sie denn das Gymnasium gemacht?
        Kann fast nicht glauben, dass 15 von 24 Kindern aus einer Handwerkerfamilie stammten.
        Vor 40 Jahren sprachen die wenigsten Sekundarschüler gut Französisch, geschweige denn Englisch.
        Sonst müsste die Hälfte aller 50-60 jährigen heute gut Französisch sprechen, was ganz definitiv nicht stimmt.
        Sie scheinen eine ganz spezielle Sekundarschule gemacht zu haben.
        Auch in Mathematik wäre ich mir nicht ganz so sicher: wenn man die Lehrmittel heute mit denen vor 40 Jahren vergleicht, ist da relativ klar eine Steigerung erkenntlich.
        Ob diese Lehrpläne dann eingehalten werden, kann ich nicht beurteilen. Wurden sie aber auch früher nicht rigoros.

        Schauen wir doch, was heute relativ einfach, ohne grossen Kostenaufwand verbessert werden könnte.

        Und noch was:
        Mathematik ist ja eigentlich eine sehr primitive ,vorprogrammierte Sprache, welche aus Ja und Nein besteht, jedenfalls auf Volksschulniveau.
        Und: das grösste Problem der Schüler ist meistens nicht, die Aufgabe mathematisch zu lösen, sondern die gestellte
        Aufgabe sprachlich zu verstehen.

      • Dors Venabili sagt:

        @Caterina della Collina

        Ihr sehr primitives Verständnis von „Mathematik“ mag ich nicht kommentieren. Sie meinen vermutlich bool’sche Algebra, die aber an den Volksschulen zu recht nicht gelehrt wird.

        Ich musste an der Eintrittsprüfung ins Gymnasium komplette französische Sätze mit subjonctif und passé simple übersetzen am Ende der Sek. Den passé simple schaffte ich, beim subjonctif machte ich Fehler und so gab es halt eine 5.

        Das heisst noch lange nicht, dass ich das drei Jahrzehnte später auch noch könnte.

    • „Ich finde es chancenungerecht, dass in der Schweiz GymansialschülerInnen fast nur aus Akademikerhaushalten stammen.“

      Ist das wirklich wahr? Das gäbe allerdings schwer zu denken!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das ist so, Marcel, es gab eine Statistik dazu, ich hab sie auch gelesen. Du bist doch hier der Hüter der Statistiken, es sollte kein Problem für dich sein, diese zu finden, vielen Dank für die Mühe!

    • Jaja, ich bin die Studien- und Statistikenzyklopädie- allerdings nur auf meinen Fachgebieten. Und das Bildungswesen ist kein Fachgebiet von mir, da muss ich kleinlaut passen. Darum schreibe ich auch nicht soviel in diesem Thread.

      Aber suchen könnte man die natürlich, diese Statistik.

  • Gion Saram sagt:

    Zwei Ueberlegungen für die alle Streithähne und Streithühner bei diesem Thema:

    1. Warum dürfen erwachsene Bürger zwischen 24 Sorten Kaffee bei Starbucks und 85 Krankenkassen auswählen, aber nicht in welches Schuldmodell sie ihr Kind schicken dürfen, nachdem ihnen die Kosten dafür vom Staat bereits mittels Steueramt abgepresst wurden. Wenn der Staat allen Eltern Erziehungsgutscheine ausgeben würden, dann könnten wir Eltern uns selber die Schule aussuchen die am meisten den Wünschen und Bedürfnissen unser Kinder und Eltern entspricht. Schulen mit einem erfolgreichen Modell würden wachsen und weniger erfolgreiche Schulen aufkaufen und übernehmen, erfolglose Schulen würden von selber vom Markt verschwinden. Eltern aller Bildungs- und Einkommensstufen hätten dieselben Möglichkeiten ihren Kindern eine Bildung in einer guten Schule zu ermöglichen, auch wenn sie sich nicht unbedingt eine Wohnung an der Goldküste leisten können.

    2. Das Schweizerische föderalistische System führt dazu das wir die Möglichkeit haben in 24 Kantonen mit 24 paralell
    laufenden Experimenten verschiedene Lösungenansätzen für dasselbe Problem zu erproben. Wenn sich in diesem
    Massenexperiment ein Kanton mit einer herausragend besseren Lösung profiliert, ergäbe das die Möglichkeit das die
    anderen 23 Kantone vom Erfolgsmodell lernen und profitieren könnten. Das setzt aber voraus das wir eine Pressse haben
    die in der Lage ist, ohne regionale und ideologische Vorurteile Fakten und Tatsachen zu vergleichen und zu beschreiben.
    Und das wir Politiker wählen die genügend intelligent sind, erfolgreiche Lösungen von anderen zu übernehmen auch wenn
    diese Lösungen nicht auf dem eigenen Mist gewachsen sind. Wenn ihr nun lautstark verlangt das die ganze Schweiz ein
    einheitliches Schulmodell einführen sollte, dann reduziert ihr die Wahrscheinlichkeit das wir mit unseren Schulexperimenten
    eine nachhaltige Lösung finden um den Faktor 24. Denn es gibt keine Garantie das ein einheitliches Schulmodell sich
    rascher nachhaltige Resultate liefern würde als 24 parallel laufende Schulmodelle.

    • Michael sagt:

      1. Naja,
      Schule ist kein Betrieb und stellt auch kein Produkt her. Daher hinkt Ihr Vergleich.Auch die Umsetzung wäre problematisch. So würden zum Beispiel erfolgreiche Schulen wachsen, dh. in erfolgreichen Schulen würden z.b. die Klassen immer grösser. Ein Schulhaus kann nicht von heute auf Morgen umgebaut und erweitert werden. Und wenn ich als Lehrperson in einem Schulhaus mit schlechtem Ruf (muss nicht gleich schlechte Arbeit sein) arbeite, habe ich eine kleine Klasse mit weniger Aufwand. Und falls dies Lohnabhängig sein würde: Viel Spass beim Suchen von guten Lehrpersonen in Schulhäusern, wo viel Verbesserung notwendig wäre.
      Und: Wer sagt, dass die Schulen an der Goldküsten besser sind als anderswo? Wenn sie die privaten Institute meinen, dann kann ich nur so viel sagen: Kleinere Klassengrössen, bessere Ausstattung. Dies könnte man auch mit freier Schulwahl in den öffentlichen Schulen nicht erreichen, nur mit mehr finanziellem Aufwand. Und mehr Finanzen inmitten von Steuerausfällen zu fordern…
      2. Bin genau Ihrer Meinung.

    • Nicole Althaus sagt:

      Punkt 1 würde sicher stellen, dass punkt 2 funktionierte.

  • kaugel sagt:

    der erste (und wichtigste!) schritt wäre, sämtliche bezahlten experten in hohem bogen rauszuschmeissen, die sogenannte „bildungskomission“ abzuschaffen und der örtlichen schulpflege das mitspracherecht zu entziehen. hinterher soll man den ganzen aufwand für eine landesweite komission betreiben, die sich die verschiedenen konzepte anschaut und versucht, das beste aus jeder guten lösung rauszuholen. hinterher soll dann ein für die ganze schweiz verbindliches konzept ausgearbeitet werden, das alle kantone zu übernehmen haben.

    dabei müsste man einige wichtige punkte berücksichtigen:

    erstens: dass der zweite (und mitnichten minderwertige!) zweig unseres bildungssystems, die berufslehre, zulauf braucht. da sind politische lösungen nötig, ob es den kantonen, parteien und arbeitgebern passt oder nicht. zum beispiel massive steuererleichterungen für ausbildende betriebe.

    zweitens: die gigantische budgetübermacht der kantonsschulen muss gebrochen werden. wer schon einmal gehört hat, wieviel ein kantilehrer mit entsprechender dienstzeit verdient, dem wird auch ohne die misere der primarlehrer halb schlecht, und der versteht, wieso die kantilehrer im ganzen getue stets schön den mund halten. weniger geld für das personal der kantis, mehr für das der primar- und sekundarschulen.

    drittens: tagesschulen und blockzeiten allgemein einführen.

    viertens: keine teilnahme mehr an internationalem blödsinn wie der pisastudie. unser gesamtes system folgt nicht dem europäischen durchschnitt, sondern hat seit jeher eine eigene linie gehabt; vergleichen ist absolut sinnlos.

    fünftens: alle die hundertfünfzigtausend faschistischen selektionsstufen und tests wieder abschaffen, und zwar für die schüler ebenso wie die lehrer. keine amokläufe hinsichtlich beurteilungen, arztbesuchen und expertenanalysen für schüler mehr, kein von der schulleitung oder -pflege ausgehender zwang, sein kind umzuplatzieren oder ihm sogar medikamente zu verabreichen. gleiche anforderungen für alle schüler, und insgesamt niedrigere. selektion nach leistungsbereitschaft bereits in der kindheit ist die beste garantie dafür, dass unsere geistige elite total austrocknet. – und für die lehrer: keine bewertungen mehr, keine selbstevaluation und -kritik (himmel, dieser ganze scheiss erinnert einen doch eher an maos china als eine schule!), keine evaluation von und durch kollegen.

    sechstens: deutsch- (bzw. französisch-, italienisch-) lektionen für ALLE. auch für die schweizer kinder. wenn die kinder von zugewanderten ab kindsgi deutsch lernen können und müssen, so können die schweizer kinder gleich mitmachen. die allgemeine deutschkompetenz der schweizer ist oberlausig, damit kann man nicht früh genug anfangen.

    etwas hinzuzufügen…?

    • Cara Mia sagt:

      Wieso beherrschst Du die Gross- und Kleinschreibung nicht? Mühsam, dies zu lesen, aber bestätigt Deine Theorie der lausigen Deutschkenntnisse von Schweizern… 😉

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Gymnasiallehrer haben auch eine ganz andere Ausbildung als Primarlehrer, nicht wahr? Bis vor kurzen wurden Primarlehrer nicht an der Uni ausgebildet, es brauchte dazu keine Matur, das Seminar war oftmals zweite Wahl, wenn es mit dem Gymi nicht geklappt hat. Dass ein solches Selektionsverfahren dann keine engagierten Lehrer/Innen generierte, liegt auf der Hand.

      • kaugel sagt:

        die höhere bildung der kantonsschullehrer rechtfertigt die absurd hohen löhne nicht. auch das system, den jüngeren lehrern (mit familie, zinsen und so weiter) weniger zu bezahlen als den altgedienten, ist heute doch komplett antiquiert und absurd. ausserdem sage ich ja nicht, dass man den primarlehrern gleichviel bezahlen soll; bloss den einen etwas mehr, den anderen etwas weniger. das ist alles.

      • Auguste sagt:

        hmm…, familie und zinsen in der selben klammer. ein interessanter fall, kaugel.

      • kaugel sagt:

        ja durchaus, auguste. oder müssen wir hier wirklich allen ernstes nochmal durchkauen, inwiefern kinderlose weniger ausgaben haben als eltern? wohl kaum. dass ein junger kantilehrer familie hat und mieten zahlen muss, klingt das so abwegig?

        doch die dicke kohle kommt für die kantilehrer erst später. zu beginn haben sie nicht viel, aber ist der nachwuchs erstmal aus dem haus, dann regnet’s das zeug.

    • Dors Venabili sagt:

      @kaugel
      Im grossen und ganzen bin ich einverstanden. Bei den Tagesschulen bin ich dagegen, weil es unbedingt notwendig ist, dass die Eltern sich mit ihren Kindern den Tag über abgeben, ihnen bei den Aufgaben helfen, etc. Das hilft den Kindern, das Leben, den Lernstoff, die Realität noch in einem anderen Zusammenhang zu verstehen. Es fördert den Zusammenhalt in den Familien.
      Bei der Schulpflege weiss ich nicht, worum es Ihnen geht. Das ist in jedem Kanton anders. Im Kanton Bern hat jede Gemeinde eine Schulkommission, die auch die Lehrer wählt. Das ist sehr wichtig für die lokale und soziale Verankerung der Volksschule.

      Beim Deutschunterricht fehlt es vor allem am Leistungswillen und an der Disziplin. Guten sprachlichen Ausdruck erlernt man nur mit fleissigem Üben, bei den Fällen nur mit Drill. (Ich weiss, beim Wiederlesen finde ich manchmal in meinen eigenen Schriften Fallfehler, ist mir peinlich.) Zu diesen Themen finden Sie regelmässig meine Meinung in meinem eigenen Bl0g.

      • StefanB sagt:

        die Eltern sich mit ihren Kindern den Tag über abgeben
        Wer denn? Soll also die Mutter oder der Vater zuhause bleiben und Kinder hüten?

        Es ist ganz klar: in einer Zeit, in der von allen Arbeitnehmenden Flexibilität verlangt wird, auch bez. Wohnort, da bringt es nichts, Familien an Orte und Kantone zu fesseln! Wir brauchen endlich die Abschaffung des Kantönligeistes, nicht nur bei der Bildung!

        Die Schulkommission wählt die Lehrer, ist schon klar; leider ist so, dass: 1. ein einmal gewählter Lehrer mit stetiger Wiederwahl rechnen kann, wie gut er auch als Lehrer ist, und 2. muss die Kommission ja heute in Zeiten des Lehrermangels das wählen, was sich überhaupt noch bewirbt; viel Auswahl ist da ja heute nicht mehr.

      • Dors Venabili sagt:

        @StefanB

        Richtig, ich bin für ein zentrales Aufzuchtlager für Kinder. Stacheldraht, Wachtürme und Hundepatrouillen. So brauchen sich die Eltern nicht mehr mit ihren Kindern zu befassen und es spielt für die Kinder auch keine Rolle mehr, in welchem Kanton das Lager ist.

        Ihr Einwurf hinterlässt nicht den Eindruck, dass Sie persönlich Kinder haben. Sollen die Menschen arbeiten um zu leben oder sollen sie leben um zu arbeiten?

      • kaugel sagt:

        bei der schulpflege geht es mir darum, dass viel zu oft lokalpolitischer dünkel bestimmt, was geschieht. föderalismus und autonomie der gemeinde in allen ehren, aber der dilettantismus, dem unser heutiges system tür und tor öffnet, ist beängstigend. wen habe ich für die schulpflege denn auf dem wahlzettel? in einem ort mit über 4000 einwohnern gibt es so etwas wie einen wahlkampf dahingehend doch gar nicht mehr. da wählt man „seine“ partei, und das ist’s dann. das können wir als einzige qualitätsprüfung der bildung unserer kinder doch nicht akzeptieren.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Die Abschaffung der Schulkommissionen kann man nur unterstützen – profilierungsgeile Lokalpolitiker, die weder von Pädagogik noch von der kindlichen Entwicklung oder von Bildungspolitik auch nur die leiseste Ahnung haben und das auch gar nicht als Manko verstehen. In solch sensiblen Gebieten wie Schule, Vormundschaft und Fürsorge haben Laien, die ihr Amt als politisches Sprungbrett nützen wollen, nichts verloren. Wenn es um das Wohl von Kindern und Abhängigen geht, müssen die Profis ran.

      Ich habe absichtlich ein bisschen überspitzt formuliert, natürlich gibt es immer die löblichen Ausnahmen, die sich wirklich interessieren für Kinder und auch kompetent sind, nach meinen Erfahrungen sind sie leider ganz entschieden in der Minderzahl.

  • Silvio Borners Berechnungen in diesen Zusammenhang zu setzen, ist natürlich noch beeindruckender, als seinerzeit, als sie dafür dienten, den Wahn im Bereich der internationalen Agrarsubventionen aufzuzeigen. Doch das sit SVP-Hoheitsgebiet, da wage ich nichts dazu zu sagen.

    Den Grund für die steigende Anzahl Sonderschüler sehe ich vor allem in den steigenden schulischen Ansprüchen. Dazu hat Jürg Jegge ein gutes Buch geschrieben: Fit und fertig. Hier beschreibt er sehr schön, wie aus unseren Kindern zusehends wirtschaftskompatible Leistungsdrohnen gefertigt werden wie am Fliessband. Ich bin froh, dass meine Tochter in der Sechsten nicht schon Differentialgleichungen lösen-, dazu noch chinesisch lernen (nebst E & F) und ökonomische Modellrechnungen erstellen muss!

    Natürlich muss mehr in die Bildung investiert werden- doch wir sollten auch darauf achten, dass die schulischen Ansprüche an unsere Kinder im blinden, ökonomischen Gehorsam nicht in den Himmel wachsen! Sonst werden sie eines Tages genauso gemolken, wie die von Silvio Borner erwähnten Kühe- und gehalten wie Batteriehühner.

    • Yves sagt:

      Die Schule war jetzt schon mehrfach Thema in diesem Blog. Ich stelle fest, dass Schüler, Eltern und Lehrer mit dem heutigen System nicht zufrieden sind. Ich würde sogar soweit gehen, dass der Unmut vor allem bei den Etlern noch nie so gross war.
      Ich gehe mal davon aus, dass dies noch nicht bis zu den Politikern vorgedrungen ist. Dabei gäbe es genügend Modelle, die wir sehr einfach übernehmen könnten und die sich in diversen vergleichbaren Ländern gut bewährt haben. Aber nein, wir Schweizer wissen alles besser und müssen immer unser eigenes Süppchen kochen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, noch eine interessante politisch absolut korrekte form für vater/mutter: etlern. langsam bin ich für schreibfreigabe – soll die doch jeder bezeichnen wie er will.

    • „Der Druck auf die Schüler hat deutlich zugenommen, und damit auch die Anzahl der Kinder, die diesem Druck nicht gewachsen sind. Man versucht, die Kinder fit für das «harte Leben» zu machen – und macht sie im Rahmen dieses Fitnessprogramms jetzt schon fertig. Entsprechend viele Therapeuten versuchen dann an allen Enden, den Kindern etwas nachzuhelfen.“ Jürg Jegge

      Als Kontra zur allgemeinen Ausländer-Vernabili-Schelte. Hat was, oder?

  • Widerspenstige sagt:

    Liebe Nicole Althaus

    Zuallererst gratuliere ich Ihnen herzlich zu Ihrem neuen verantwortungsvollen Job als Chefredaktorin der ‚wir eltern‘- Fachzeitschrift per 1. September 2010! Ich freue mich wirklich über diese gute Nachricht, denn Ihre Fachkompetenz liegt auf der Hand und Sie haben diesen wichtigen Job mehr als verdient. Schön dass dies die jetzige Redaktion ebenso sieht und Sie ‚mit aufs Boot‘ geholt hat. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Durchsetzungskraft und Energie! 😉

    Zum Thema heute – am Gedenktag des schweizweiten Frauenstreiktages 1991(!), als 500 000 Frauen ihre Arbeit niederlegten und damit ihren Unmut über die Ungleichbehandlung in der Gesellschaft vorallem am Arbeitsplatz etc. aufmerksam machten – und vorallem der Titel dazu: das habe ich in einem anderen thread reklamiert, ob ein Kind in der Schweiz eigentlich weniger wert sei als eine Kuh im Stall, welche subventioniert wird ohne wenn und aber und gebe @Irene Recht wegen dem Schulsystem nach Schwedischem Vorbild. Ich plädiere schon lange dafür und es wäre wirklich an der Zeit, sich dieses Erfolgsmodell genauer anzusehen.

    • Nicole Althaus sagt:

      Herzlichen Dank für die guten Wünsche. „Wir eltern“ ist allerdings bei der AZ-Medien angesiedelt und kein Tamedia-Produkt.
      Zum Frauenstreiktag: Wir hatten am Freitag die Carte Blanche zu diesem Thema drin!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Liebe Nicole, ich schliesse mich den Gratulationen an, viel Glück bei der neuen Herausforderung!

    • zeitungsleser sagt:

      ohne Ihre kollektive freude beeinträchtigen zu wollen, kann ich sie betr. frauenstreiktag nicht teilen. mir fällt beim frauenstreiktag 1991 nämlich vorallem ein, dass ich an der demo in basel weggeschickt wurde. männer waren unerwünscht und wurden von der rednerin zum sofortigen verlassen des areals aufgefordert. gut, ich war ein junge damals, aber trotzdem, meine mutter und ich, wir gingen. es gibt entsprechend – für mich – nichts zu feiern.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Kopf hoch, zeitungsleser, Betonköpfe/Innen gibt es überall, leider……. 🙂

      • Widerspenstige sagt:

        lieber zeitungsleser, das war einer der grössten Fehler der Feministinnen jener Zeit. Sie organisierten den Frauenstreiktag unter dem Motto: ‚Kein Mann wird uns diesen Tag versauen und Streikende hindern, unserem Aufruf zu folgen!‘ Es war eine verdammt harte Zeit und es wurden zahlreiche Arbeiterinnen an ihrem Arbeitsplatz von den Personalchefs aufgefordert, ja nicht an diesem ‚Arbeitsvernichtungstag‘ mitzumachen sonst erfolge die Kündigung bei Fuss etc.! Es wurde wirklich mit harten Pandagen von uns Frauen gekämpft. Aber dass kein Unterschied zwischen wohlwollendem Mittun von männlichen Beförwortern vom OK geduldet wurde, ist mehr als bedauerlich. Aber wie sieht es denn heute noch beim ‚Sechseläuten-Umzug‘ aus? Da ‚dürfen‘ erst ab 2011 die ersten Frauen am Umzug mitgehen – und das im 21. Jh.!! Wir haben lange Geduld für diese Diskriminierung des weiblichen Geschlechts gezeigt – wirklich lange!

      • Auguste sagt:

        @ widerspenstige

        hmm…, unter den beduinen gab’s halt ein paar störrische kamele. übrigens, guter tip mit dem mug und der sachertorte – passt wunderbar zusammen.

      • zeitungsleser sagt:

        @widerspenstige. ich bin weder personalchef (übrigens sind politische streiks nicht vom streikrecht gedeckt) noch zünfter (wenn das so heisst).

      • maia sagt:

        @Wiederspengstige: das „Da ‘dürfen’ erst ab 2011 die ersten Frauen am Umzug mitgehen – und das im 21. Jh.!! “ stimmt nicht. Ich bin schon ca. 1969 das erste mal am 6i-lüte mitgelaufen. Ich war zwar damals ein Mädchen aber es sind auch Fraun mitgelaufen. 2011 wird das erstemal sein dass die Frauenzunft mitmarschieren darf (ob das wirklich etwas ist, worüberman sich freuen soll bleibe dahin gestellt! Jeden Unsinn den Männer machen müssten wir Frauen doch eingentlich nicht mitmachen). Neue Zünfte müssen sich einige Jahre gedulden, bis sie mitlaufen dürfen. Das ist auch bei Quatiertzünften so.

    • sumu sagt:

      Sich auf ein par Betonköpfe hinauszureden ist eindeutig zu billig. In dieser Zeit ist die Frauenbewegung ganz gezielt gegen Männer aufgetreten nicht nur am Frauenstreiktag. Die Art und Weise wie Exponenten der Frauenbewegung vorgegangen sind (und wie dieses Vorgehen von der Basis gestützt wurde) hat die Einstellung einer Generation junger Männer eindeutig und nachhaltig verändert. Viele (wenn auch nicht alle) die mit mir in dieser Zeit gross wurden und ein Bewusstsein für politische und soziale Grundlagen entwickelten haben (obwohl von gleichberechtigten Müttern und Vätern zu einer emanzipierten Denkweise erzogen) Sexismus erstmals von der Emanzipationsbewegung abbekommen. Und um es klar zu formulieren, die fette Klatsche. Ohne Differenzierung, ohne Möglichkeit sich zu wehren und mit der Verpflichtung das auch noch gut zu finden. Die Lehre war klar und ist angekommen Frauenbewgung ist für Frauen für Gleichberechtigung hat da leider nie jemand etwas getan.

  • Pascal Sutter sagt:

    Die Schweiz braucht ein einheitliches Schulsystem. Wenn jeder Kanton wursteln kann wie es ihm so passt, dann geht bald gar nichts mehr. Und vor allem – Schulklassen dürfen nicht grösser als 15 Schüler haben. Ich verzichte gerne auf eine subventionierte Landwirtschaft, eine zweite Gotthardröhre und neue Züge wenn meine Kinder eine ordentliche Audbildung bekommen können.

    • Raphi sagt:

      „Wenn jeder Kanton wursteln kann wie es ihm so passt, dann geht bald gar nichts mehr.“
      Das hat ja aber bisher offenbar geklappt… ^^
      Föderalismus in Ehren aber bei der Bildung ist das für die Katz. Und geht ins Geld. Da muss man sparen, aber das gesparte Geld (und mehr) in Vereinheitlichung (nicht Gleichmachung) stecken.

  • Caterina della Collina sagt:

    In keinem europäischen Land mit relativ hohem Ausländeranteil werden Kinder so spät eingeschult, wie in der Schweiz.
    Nirgends sprechen Ausländerkinder so schlecht die Schulsprache wie hier.
    Dies hat einen direkten Zusammenhang: für Ausländer ist eine Einschulung mit 7 zu spät. Das hat nichts mit ihrer bildungsfernen Herkunft oder Intelligenz zu tun. Manchmal kommt die allerdings dazu, ja, und was dann?
    Sprachlich kommen sie nie mehr auf einen grünen Zweig.
    Sie pendeln dauernd zwischen dem anderssprachigen Zuhause, dem dialektvermischten Pausenplatz und der Schule. Mit 4 Lektionen Deutsch auch für Schweizer übrigens sehr schwierig.
    In der 4. Klasse schreiben viele der gefrühstückten, pünktlichen und ach so anständigen Schweizerlein wie Die Wilde 13.

    Aber eben, noch immer ist hier die Mehrheit gegen gut geführte Tagesschulen, wo eine einheitliche Sprache gesprochen wird, kein Fernseher läuft (auch bei den Schweizern sehr beliebt) und auch sonst viel vermittelt wird.

    Die lieben Harmos Gegner dürfen ihre Kinder gerne bis 7 zu Hause behalten, wo sie gefördert-, z.T zu völligen Egoisten herangezogen werden und bei der Einschulung felsenfest davon überzeugt sind, besser als alle andern zu sein.

    Entweder bekennt man sich zum Rassisten und lässt keine Ausländer rein, oder man gibt ihnen eine angemessene Chance.

    Die Retourkutsche kommt sonst ganz schnell zurück.
    Die schlecht ausgebildeten Menschen mit Kapazitäten (natürlich haben die nicht alle, aber darum geht es nicht), werden zu mürrischen, unzufriedenen Bürgern, welche den Staat schliesslich mehr kosten, als es eine frühe Bildung, sprich Chancengleichheit, getan hätte.

    • Cara Mia sagt:

      Die Kinder kommen mit 5 in den Kindergarten, und sollten dort schon Deutsch lernen. Ab drei können sie zudem in Spielgruppen, also das Argument mit den Ausländern und dass die nicht Deutsch lernen wegen der späten Einschulung, sticht leider nicht. Aber ansonsten finde ich auch, dass zu spät eingeschult wird.

      Sprachschwierigkeiten haben Ausländerkinder zum einen, weil sie immer nur im eigenen Kulturkreis bleiben, und das trifft insbesondere und gerade auch für die Expats zu, also die Engländer und Amis, die bei uns in der Chefetage arbeiten, und kein sozial schwieriges Umfeld haben.

      Andererseits macht ihnen die Tatsache Probleme, dass unsere Schriftsprache der Umgangssprache nicht entspricht, und zwar in keinem Landesteil, am stärksten aber in der deutschen Schweiz.

      • Caterina della Collina sagt:

        Warum finden Sie dann ansonsten, dass zu spät eingeschult wird?
        Man hätte dann gleich 2 Fliegen auf einen Schlag.

        Ausländerkinder gehen nicht in Spielgruppen (vielleicht Deutsche, doch), glauben Sie mir. Das mag ein Fehler ihrer Eltern sein, aber zwingen kann man sie dazu nicht. Dazu kommt die finanzielle Belastung.

        Wenn das Argument mit der späten Einschulung nicht sticht: warum sprechen dieselben Ausländer in andern Ländern wie Holland, Frankreich, Italien…plötzlich die Landessprache ohne Akzent?
        Sie werden mit 3-4 eingeschult und zwar in Tagesschulen.
        Die Uebung macht den Meister, das ist wie beim Erlernen eines Musikinstruments: früh und regelmässig

        Im Kindergarten lernt man Dialekt, nicht Deutsch!
        Zudem ist Kindergarten ab 5 in der Schweiz erst gerade jetzt Trumpf, und der Kindergarten dauert meist wenige Stunden am Tag.

        Ich sage ja nicht, dass frühe Einschulung für alle besser ist. Chancengleichheit fördert sie aber von Beginn weg.

      • Caterina della Collina sagt:

        Die Expats haben keine Sprachschwierigkeiten, weil wir uns diesen Anglo-Diktatoren immer gleich anpassen und noch stolz sind darauf, d.h. die müssen sich nicht einmal bemühen…
        Die sollten mal Deutsch oder eine offizielle Landessprache beherrschen, wenn sie hier das Sagen haben wollen.

        Im eigenen Kulturkreis bleiben Kinder, wenn sie und ihre Eltern schlecht die Landessprache beherrschen.
        Sage ich ja die ganze Zeit: Sprache ist die wichtigste Integration, auch wenn es anfangs nur mit sanftem Zwang geht.
        Die Leute werden’s uns danken.
        (Mir macht diese Tatsache keine Probleme, aber vielen andern, Chancenungleichheitlern…)

      • mira sagt:

        @Caterina della Collina
        Aber viele Ausländerkinder gehen in die Kinderkrippe. In gewissen Quartieren in Basel bilden Ausländerkinder eine sehr deutliche Mehrheit in den Kinderkrippen.

      • Caterina della Collina sagt:

        @ Mira
        Dann ist Basel aber fortschrittlich!!!
        Und genau diese Kinder sprechen besser Deutsch als Kinder, die nicht in die Krippe gehen (ich meine Ausländer).

        Die Kinder gehen meines Wissens erst im Schulalter, also ab 6-7 in die Krippe.
        Vielleicht ist dies in Basel anders.

        In die Kinderkrippe gehen Kinder meist, wenn ihre Eltern arbeiten, nicht weil sie Ausländer sind.
        Dass viele Ausländerfrauen arbeiten müssen, ist wohl allen bekannt.

      • Lehrzeit sagt:

        Ich weiss nicht wo Sie wohnen, in der Stadt Zürich kommen die Kinder mit 4 in den Kindergarten, mit 6 in die erste Klasse, mit 12 in die Oberstufe. Mit 13 machen sie dann die ersten Schnupperlehren, mit 14 schliessen sie einen Lehrvertrag ab und ab 15 sind sie in der Stifti.

      • Caterina della Collina sagt:

        @Lehrzeit

        Die Zürcher waren schon immer schneller als die Berner.

        Wie ich aber weiss, ist der Stichtag in ZH der 30. April. Wenige Kinder sind dann um die 41/2 Jahre alt.
        2/3 der Kinder sind dann 5+-.

        Lehre? In Zürich wollen doch alle ins Rämibühl, nehmen schon in der 5. Klasse Nachhilfeunterricht…
        Aber das ist am Blog vorbei geschrieben.

    • Auguste sagt:

      hmm…, wie wichtig die sprachliche ausdrucksfähigkeit ist, sieht man wöchentlich, wenn unterbelichtete stammtisch-krakeler, mit sünneli-pin am revers und kurzen ärmeln unter dem veston, in der öffentlichen wahrnehmung besser verstanden werden, als ein intelligenter tessiner mit starkem akzent und bescheidenen partei-führungsqualitäten. ihre kritik an der desaströsen schulsprache-sitituation trifft den nagel auf den kopf, katrin vom hügel.

      • Auguste sagt:

        hmm…, und ja, ich bin gegen eine einverleibung baden-würtembergs in die eidgenossenschaft. die können zwar nach eigener aussage alles, aber auch kein richtiges deutsch.

      • Walter sagt:

        „Wir können alles ausser Hochdeutsch“

        Und damit bei „uns“ bestens aufgehoben.

      • Auguste sagt:

        hmm…, wenn man’s dann wieder von diesem standpunkt aus betrachtet…. vielleicht sollten die deutschen sich die idee mit der abschaffung der allgemeinen wehrpflicht noch einmal gut durch den kopf gehen lassen. schliesslich lauert in der südflanke „die beste armee der welt“.

    • Dors Venabili sagt:

      @Caterina della Corte

      Ich sehe nicht ein, warum wir Schweizer mit unseren Kinder die Folgen der verfehlten Einwanderungspolitik unserer classe politique ausbaden sollten. Wenn Schweizer Eltern ihre Kinder erst mit 7 in die Schule schicken wollen, dann haben die SP Büffel und die Grünen Bonzen denen nicht dreinzureden, nur weil es ein paar Prozent unfähige ausländische Eltern gibt.

      Zudem, warum sollte das Staatswesen die Kosten auf sich nehmen, wenn ausländische Eltern nur von dieser Schweiz profitieren wollen? Und sich nicht für eine erfolgreiche Integration ihrer Kinder einsetzen?

      Nehmen wir zum Beispiel den Zehnten der Tamilen. Die Tamil Tigers kassierten während über 20 Jahren 10% des Lohnes von jedem in der Schweiz wohnhaftne Tamilen. Mit diesem Geld wurde der Krieg in Sri Lanka geführt. Ohne dieses hier bei uns verdiente Geld wäre der Krieg dort vor 20 Jahren zuende gewesen. Mit demselben Geld hätten diese Leute genausogut die Integration ihrer Kinder durchführen können.

      Das gleiche gilt für die „hey mann“, die jeden Rappen zusammensparen, um ihrem Filius zum 18. einen BMW M5 zu kaufen. Sie könnten mit demselben Geld die sprachliche und schulische Integration bezahlen.

      • Caterina della Collina sagt:

        @Dors

        Leider komme ich nicht von der Corte

        Ich sage ja, gerne dürfen die Harmos Gegner ihre Kinder (nicht Goofe, das sind die Ausländer) bis 7 zu Hause behalten.
        Bin da sehr liberal eingestellt, wie Sie.
        Allerdings kostet auf die Dauer eine Integration der Ausländer mit gezielter Sprachförderung weniger, als die Rettung der UBS…

      • kaugel sagt:

        sehr viel weniger. ist schon interessant, wie wir für die „sozialen“ dinge nie geld haben, überall hapert’s am stutz, bei den schulen, der integration, den versicherungen… aber knall auf fall 65 milliarden rausblasen, um den kollegas bei der UBS den hintern zu retten, das geht dann plötzlich, da haben wir dann plötzlich geld.

      • Lea sagt:

        Caterina della Collina K B-M non est.

      • Caterina della Collina sagt:

        @Lea

        K B-M non est???
        Komme da leider nicht mit. Bin wohl von einem bildungsfreien Planeten.

  • Cara Mia sagt:

    Parole: irgendwie durchhalten, und dann haben sie die Schule endlich, endlich, ENDLICH hinter sich! Ich fiebere diesem Moment richtiggehend entgegen, die Jüngste hat noch zwei Jahre und ich habe die Nase absolut gestrichen voll von dem ganzen Theater, den dauernden Revisionen, Sparübungen, Gleichmachereien, Förderprogrammen (nur für die schwachen Schüler), Integrationsprogrammen, Anti-Drogen-Programmen, Anti-Littering-Programmen, Elternratssitzungen, Elternbeiräten, Elternabenden, Aufklärungskrisensitzugen, Schulhausfestern, Schüleraufführungen, Kuchenbackaktionen… und so weiter und so fort.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich kann Dir so nachfühlen, Cara Mia, und unterschreibe Deine Aussage! Vorallem diese Unsitte, weniger begabte Kinder auf Teufel komm‘ raus fördern zu wollen (sie leiden entsetzlich unter diesem Druck!) und hochbegabte Kinder ihrem Schicksal zu überlassen mit der lapidaren Begründung ‚die lernen ja eh schnell und brauchen keine spezielle Förderung‘! Weit gefehlt, die löschen einfach irgendwann ab, langweilen sich nur noch und fangen an, den Unterricht zu stören. Habe ich alles selbst durchgemacht mit meinen Jungs und wusste nicht mehr ein und aus. Da half nur noch Augen zu und durch…

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Fühle mit dir, halte durch….. 😉

    • Widerspenstige sagt:

      Ich kann Dir so nachfühlen, Cara Mia, und unterschreibe Deine Aussage! Ich kann nicht verstehen, dass jedes weniger begabte Kind auf Teufel komm‘ raus gefördert werden muss (und sie leiden entsetzlich unter diesem Druck!) und Hochbegabte ihrem Schicksal überlassen werden mit dem lapidaren Hinweis: ‚Die lernen eh alles zu schnell und benötigen keine besondere Unterstützung, für was denn?!‘ Dass sie ziemlich schnell nicht mehr mitmachen im Unterricht, einfach irgendwann ablöschen, gelangweilt anfangen, den Unterricht zu stören, den Sinn von Hausaufgaben machen nicht mehr sehen etc. ist mehr als ein Problem für Eltern und LehrerInnen und MitschülerInnen! Das habe ich alles mit meinen Jungs mitgemacht und wusste nicht mehr ein noch aus, zum Verzweifeln! Ich musste sie immer wieder wegen ‚Magenschmerzen‘ entschuldigen, weil sie einfach nicht mehr in die Schule gehen wollten und mit dem Hausarzt zusammen mit Lehrern gesprochen habe. Ein Leidensweg fing an ohne Ende…bis zum Gymi und dann waren verständnisvollere LehrerInnen am Drücker. Endlich! Freie Schulwahl ist unabdingbar und hilft wirklich für alle Betroffenen! (mein Beitrag um 11.15h ist einfach verschwunden…?)

    • lisa sagt:

      cara mia, ich auch, aber ich habe noch eine gefühlte ewigkeit vor mir…

  • Berger sagt:

    @ Irene

    Sie haben absolut Recht das Schwedische Schulsystem wäre Ideal.

    Der Wettbewerb zwischen den Schulen muss gefördert werden. Zudem glaube ich nicht, dass wir es uns leisten können bei den Öffentlichen Schulen zu sparen. Was wir da investieren bekommen wir doppelt zurück.

    • Yves sagt:

      Der fehlende Wettbewerb macht die Eltern auch zu Bittstellern bei den Lehrern und den Schulen. Durch Wettbewerb und mehr Selbstbestimmung der Schulen sollten sich dann auch die guten Modelle durchsetzen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das ist ein ganz wichtiges Argument für Wettbewerb in der Schule, Eltern und Kinder sollen nicht die Bittsteller sein in einem System, dem sich kein Kind entziehen kann. Freie Schulwahl ist unabdingbar.

    • kaugel sagt:

      wettbewerb unter den schulen macht das bildungssystem nicht besser, sondern völlig kaputt. was, glaubt ihr, passiert, wenn einige schulen erstmal besser dastehen als andere? der run, den wir heute auf die kantonsschulen und privatgymis haben, werden wir wiedersehen – bloss alle stufen übergreifend. die betreffenden „besseren“ schulen werden sich überlegen müssen, wie sie mit der anzahl bewerber umgehen wollen, und werden entweder a) geld oder b) leistungswut zum prinzipiellen zulassungskriterium machen.

      und damit werden die schulen an sich wieder einen zacken schlechter: weil es eben WIEDER um nichts weiter geht als leistung. entweder hinsichtlich kohle; dann ist’s ein wettbewerb für die eltern und familien insgesamt. oder die noten; und dann ist’s für den schüler terror. in keinem der beiden fälle wird erstens an das kind und zweitens an die realistischen bedürfnisse der so viel zitierten wirtschaft gedacht.

      die übrigbleibenden schulen werden damit zu anstalten verkommen, in denen man den schnelleren teil der schüler an aufnahmeprüfungen hetzt und den langsameren aufgibt.

      • Berger sagt:

        In Schweden scheints trotzdem zu funktionieren… habe da noch nichts von negativen Berichten gehört.
        Allgemein sollten wir uns alle näher mit diesem Schulmodell befassen. Bin nicht sicher, ob Kaugel sich wirklich damit auseinander gesetzt hat.

      • Lea sagt:

        wettbewerb unter den schulen …

        da habe ich auch bedenken. schaut euch die usa an.

        die oeffentlichen schulen verdienen den namen schule fast nicht mehr.
        die privaten sind teur und teurer.

        resultat:

        schon fuer die pre-k plaetze werden antraege gleich nach geburt des kindes geschrieben. ditto kindergarten usw.

        die guten hochschulen sind meist ivy-league und kosten pro semester 50’000 usd und mehr.

        ein akademiker der von einer ivy-leaue promoviert, beginnt sein/ihr berufsleben also mit schnell mla mit 500’000 usd schulden.

        es gibt ein paar, deren eltern genug stutz haben, das bar zu zahlen.

        der rest aber nicht.

        somit ensteht eine vermoegende elite, die bildungsmaessig inzucht betreibt.
        die anderen haben wenig chancen, ueberhaupt eine solche bildung zu erhalten.

        nebenbei. ivy-league unis sind nicht unbedingt qualitativ hochstehend.
        wenn naemlich der check fuer 50’000 pro semester praktisch den abschluss garantiert, da fehlt qualitaetskontrolle.

        resultat: schaut eiuch die entscheidungstraegende elite an und bildet eure eigene meinung.

        das beste was die schweiz hatte, war deren bildungssystem. die meisten waren gut gebildet. was machten die nur?

      • Beda Gygli sagt:

        Freie Schulwahl produziert doch nur Arbeitslose und Verlierer. Ich will hier keine englischen Verhältnisse mit öffentlichen Schulen, die das Sammelbecken der Verlierer sind. Wo die Schüler nichts mehr lernen können weil die guten Lehrer solche Schüler nicht unterrichten wollen und die schlechten Lehrer die Klasse nicht im Griff haben.
        Wenn alle guten und netten Schüler separat gefördert werden, werden sie nicht unbedingt besser, sondern einfach von einem Teil der Gesellschaft getrennt. Und die Chancenlosen sind dann die Verlierer, für die guten fleissigen Schüler dann den Rest des Lebens Arbeitslosenversicherung, Sozialleistungen und IV finanzieren. Da habe ich lieber ein System, wo sich alle zusammenraufen und dann mit gleichen Chancen ins Arbeitsleben gehen. Die guten Schüler kommen sowieso mit jedem System zurecht.
        Billiger kommt es ausserdem, wenn die Schüler nicht in teure Privatschulen gekarrt werden, sondern mit dem Velo ins Dorf fahren. Das gesparte Geld kann man dann lieber in eine gute Schule investieren, statt in Nachhilfe und Privatschulen, das ist volkswirtschaftlich sinnvoller. Im Moment zahlt mein Nachhilfeschüler 70 Franken pro Lektion (!), mit diesem Geld kann man locker Aufgabenstunden in der Schule für 5 Schüler finanzieren.

      • kaugel sagt:

        lieber berger, ich lebe zufälligerweise in einem land, in welchem der wettbewerb unter den schulen realität ist; und wenn ich von den folgen davon rede, dann meine ich exakt den zustand, in welchem das system in meiner wahlheimat im moment ist.

        allgemein sollten sich andere länder näher mit unserem bildungsmodell (lehre als alternative zur zwingenden universitätsbildung) befassen. aber bin nicht sicher, ob sich bei uns zu hause überhaupt je jemand mit dem entsprechenden problem auseinandersetzt. berger sicher nicht.

      • Irene sagt:

        Schwedisches Schulsystem: keine Schule darf teurer sein als die andere – der Staat gibt den Eltern eine Art „Vouchers“ ab und wo man diesen Voucher dann einlöst ist eben jedem selbst überlassen. Wenn eine Schule also überleben will indem sie genug Schüler hat, muss sie sich „Mühe“ geben. Sie muss dafür sorgen, dass die Lehrer motiviert sind, dass es den Schülern gut geht und auch, dass die Schüler Leistung bringen. Ich sehe an diesem System nichts Falsches – gleichberechtigter Wettbewerb hat schon immer gut getan.
        Und nur weil man in Schweden die freie Schulwahl hat, heisst das noch lange nicht, dass man sich einen Schulabschluss kaufen kann. Und es befreit Eltern auch nicht von ihrer Erziehungspflicht … das hat meiner Meinung nach nichts mit dem Schulsystem zu tun – ausser wenn man Kinder noch früher einschult, dass die Eltern dann noch mehr denken, die Erziehung werde für sie erledigt. Solche Eltern gibt es offenbar leider einfach …

  • Berger sagt:

    Die Kinder endlich früher einschulen!
    Vernetztes Denken fördern!

    Und liebste Doris Darf ich höflich fragen; Was für eine Ausbildung Sie gemacht haben?

    • Genau: Früher einschulen!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Früher einschulen, bringt überhaupt nichts. Die Entwicklungsunterschiede bei Kindern können mehrere Jahre betragen, laut Remo Largo.

      • Yves sagt:

        „Früher einschulen, bringt überhaupt nichts. „… Hä? Wieso sollte das nichts bringen? Nur weil die Kinder einen unterschiedlichen Entwicklungsstand haben? Den haben die Kinder auch noch mit 4-7 Jahren. So what? Dafür lernen die Kinder schon sehr früh, wie sich jeder in einem Kollektiv einzubringen hat.

      • Matthias sagt:

        Sie denken also gleichschaltung sei die essentielle lösung für gute Bildung? Normalerweise gibt es wenig wirklich begabte Leute die sich „normal“ Verhalten. Menschen sind keine Roboter. Niemand muss sich ins Kollektiv einbringen. Das ist faschistoides Geschwätz.

      • altmodische mutter sagt:

        genau, am besten schenkt man dem kind schon zur geburt an stelle eines paketes pampers, einen scuhlthek! gebt den kindern doch wieder zeit, mind. ein paar jahre wirklich unbeschwert kind zu sein. ich denke ein einstieg in kindergarten -und schulbesuch mit 4 jahren genügt. als eltern hat man ja unendliche möglichkeiten sein kind indivisuell und seiner veranlagung entsprechend zu hause zu fördern. dafür aber müssten sich die eltern selbst zeit nehmen und nicht die ganze verantwortung schon möglichst früh an krippen, tagesstätten und tagesmütter zu „delegieren“ und dann die fehlschläge und verantwortung diesen und den lehern anzulasten.

    • Dors Venabili sagt:

      @Berger

      Würde ich noch unter meinem richtigen nick schreiben dürfen, so könnten sie sich auch in meinem eigenen Bl0g umsehen. Sie würden sehr viel erfahren über meine Schulbildung und etwas weniges auch über meinen akademischen Hintergrund. Leider müssen Sie halt jetzt darauf verzichten.

      Das wird von der Tagi-Redaktion nämlich verpotten. Die wollen keine selbständig denkenden, akademisch geschulten, statistisch bewanderten, lebenserfahrenen Kommentatoren, die zu dem Thema etwas zu sagen haben.

      Vor allem, wenn einer daherkommt, der richtig rechnen kann, dann ist er für jeden Germanisten und für jeden Mainstream-Journalisten ein ständiger Greuel, dass es ihm einen Knäuel gibt im Gewürge seiner Gedärme.

    • Yves sagt:

      Mich erstaunt es immer wieder, dass wir nicht einfach hingehen, und erfolgreiche Modelle aus dem Ausland nehmen und bei uns einführen. So viel anderst sind wir hier in der Schweiz bei weitem nicht.

      Früher einschulen funktioniert bestens. Eine Bekannte aus Belgien ist begeistert!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich meinte damit, dass das Problem nicht einfach gelöst ist mir früherem Einschulen. Weil die Kinder grosse Unterschiede in der Entwicklung aufweisen können, sind eben die Einschulungsklassen, die über mehrere Jahre gehen können, das Richtige. Ihre Forderung, erfolgreiche ausländische Modelle zu importieren, kann ich nur unterschreiben, ich denke da vor allem an das finnische Modell, wo die Lehrer von morgens bis abends in der Schule sind, wo sie m.M. nach auch hingehören.

      • Henri sagt:

        ja ich finde auch, je früher einschulen desto besser, zudem, man spart sich da den Krippenplatz.

      • Henri sagt:

        **Ironie aus**

    • Auguste sagt:

      hmm…, „und liebste doris darf ich höflich fragen…“ – ich lache mir gerade den ranzen voll. wahrscheinlich unbeabsichtigt, aber grossartig, berger.

      • Dors Venabili sagt:

        @auguste

        Sie sind an der Quelle, also klären Sie den Berger auf.

      • Lehrzeit sagt:

        Vierjährige Kinder sind schlicht überfordert damit, morgens 4 Stunden am Stück in einer Gruppe von 25-30 Kinder unterrichtet zu werden! Sie brauchen erwachsene Menschen, die mit ihnen Gespräche führen und sie an ihrem Leben teilnehmen lassen. So lernen sie die Sprache gut, bekommen auf kindgerechte Art und Weise Beziehung und tägliche Abläufe vermittelt. Die Kinder, welche jetzt ein Jahr früher zur Schule gehen, werden keine besseren Leistungen erbringen, die fremdsprachigen unter ihnen währen in der Krippe besser aufgehoben gewesen.
        Dr. Largo hat Recht: Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

      • Hedon Zwiefel sagt:

        Hiess Doris nicht im früheren leben Max?

      • Dors Venabili sagt:

        @Hedon Zwiefel
        Es heisst Dors, nicht Doris. Dors Venabili ist ein humaniformer Roboter mit weiblichen Körpermerkmalen. Sie wurde zum ausschliesslichen Zweck geschaffen, den Mathematiker Professor Hari Seldon zu beschützen. Dieser ist der Begründer der statistischen Psychohistorik und macht sich Gedanken über das Ende des ersten galaktischen Imperiums.

    • maia sagt:

      Ja, ja, nehmt doch den Eltern die Kinder gleich im Spital weg….. dann wird schon alles richtig kommen!!!!
      Vielleicht sollte man schlicht und einfach Eltern auch mal wieder daran erinnern, was ihre Aufgabe ist und dass nicht einfach alles delegiert werden kann. Kinder brauchen Zeit und Zuwendung. Wer lieber arbeiten möchte soll es doch einfach sein lassen. Man/Frau kann einfach nicht alles im Leben haben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich finde auch, dass man Kindern unbedingt genug Zeit lassen muss, damit sie spielen können und frei sind von schulischen Anforderungen. Ich habe meine Kinder eher spät eingeschult, obschon sie intellektuell früh entwickelt waren, ihre emotionale Entwicklung lief überhaupt nicht parallel, der Ältere war ein kleiner Träumer, Hans Guck in die Luft, der jüngere ein wildes Kind, das enorm Bewegung brauchte. Ich wollte beiden Zeit geben, bevor ich sie einschulen liess, es hat sich bewährt.

      • altmodische mutter sagt:

        oh liebe maia, endlich eine vermutlich jüngere frau deren ansichten ich nur untestützen kann!

  • Irene sagt:

    Ich schicke meine Tochter auf eine Privatschule – seit 1 Jahr ist sie jetzt dort und ich frag mich höchstens warum ich das nicht viel früher gemacht habe. Das Schwedische Schulsystem (freie Schulwahl – und überall kostet die Schule gleich viel) finde ich optimal – so sind die Schulen gezwungen, auf die Schüler einzugehen, den Lehrern ein attraktives Umfeld zu schaffen und sich ehrlich darum zu kümmern wenn jemand nicht mitkommt.

    Um vorwegzunehmen: JA, wir sind privilegiert, dass wir uns eine private Schule leisten können! Und JA, damit beugt man dem Problem, dass es offenbar Eltern gibt die denken, es ist die Aufgabe der Lehrer, die Kinder zu erziehen, nicht vor. Dafür fällt mir jetzt auch keine schlaue Lösung ein; unsere Tochter ist erzogen, kommt pünktlich, sauber und vollständig angezogen in die Schule und soweit ich das beurteilen kann und von den Echos höre, ist sie dort auch anständig. Aber endlich sind da Lehrer, die meine Tochter nicht einfach aus dem Fenster träumen lassen – sie wollen, dass sie mitmacht. In der öffentlichen Schule hab ich lediglich gehört „es ist halt so schön, ihre Tochter schwatzt nie rum“! Super – dass sie aber auch nicht zuhört, hat dann keinen interessiert!! Hauptsache schön ruhig, damit sich die Lehrerin den „Problemschülern“ widmen kann. Das Einsehen hatte letztlich meine Tochter … aber wir konnten sie auffangen und ich bin glücklich darüber!!

    • Yves sagt:

      Geht mir mit meinen Kindern genau so. Leider ist es für viele Familien finanziel nicht möglich, die Kinder in eine private Schule zu schicken. An einer öffentlichen Schule richtet sich 80% der Zeit und Kraft der Lehrer auf die „Problem-Fälle“. Da bleiben eben viele anständige und nette Kinder auf der Strecke. Meine Kinder haben jetzt endlich wieder freude am Lernen und an der Schule. Und das ist mir das Geld allemal wert.

      • Adi sagt:

        Es ist traurig das hier zu lesen. Ich besuchte Anfang der 90er jahre noch die öffentliche Schule im Kanton Zürich (linkes Seeufer), bereits da war der Ausländeranteil hoch (bei 50% in der 1. – 3. Klasse). Heute weiss ich, ich verdanke es primär einem Top-Primarlehrer, viel von der Schule zu profitieren trotz erschwerenden Umständen.

        Später sind wir in den Kanton SZ gezogen wo ich dann weiterhin die öffentliche Sek und das Gymnasium besuchte, um dann später in Zürich die ETH in Angriff zu nehmen. Eine klassische Schulkarriere in unserem öffentlichen Schulsystem. Aber wenn ich die Kommentare hier lesen, werde ich meine Kinder dereinst wohl auch in eine Privatschule schicken müssen. Traurig aber wahr.

  • lara sagt:

    „Salärvergleiche zeigten gemäss einer Studie von PricewaterhouseCoopers, dass ein Primarlehrer nach sechs Jahren im Beruf bis zu 85 Prozent weniger verdiene als in einer vergleichbaren Position in der Finanzbranche. “

    ha ha … selten so gelacht… in JEDER anderer branche verdient man in vergleichbaren positionen viel weniger als in der finanzbranche!

    • Irene sagt:

      Das war auch mein 1. Gedanke … dieser Schuss geht voll ins Schwarze 😉

      • Nicole Althaus sagt:

        ja – Und wie wurden die Ferien verrechnet? Das frage ich mich auch. Und wo kann man sonst den Anspruch auf 35 Prozent für die nächsten 2 jahre und dann lieber 46 % durchsetzten ausser in der Schule? —-Aber Privilegien erkennt man oft erst, wenn man sie verloren hat – da geht es den Lehrerinnen nicht anders als allen anderen Menschen.

      • Matthias sagt:

        Naja, Journalisten haben gut reden. Die haben ja noch nie in ihrem Leben gearbeitet. 😉

    • Yves sagt:

      Sehe ich auch so. Der Vergleich mit der Finanzbranche ist nicht zulässig. Da müsste schon der schweizer Durchschnitt genommen werden. Leider würde da PWC rausfinden, dass die Lehrer mit dem Salär auf oder sogar leicht über dem Durchschnitt liegen.

      Das Problem ist doch ein Anderes: viele wollen heute ihr Leben geniessen (wenn möglich guter Lohn, wenig Verantwortung, wenig Arbeiten, Ferien nehmen wenns gerade in den Kram passt etc.) Da passt für viele der Lehrerberuf nicht ins Lebenskonzept.

      • Pasci sagt:

        Ich kenne die Löhne der Finanzbranche aus eigener Erfahrung und die Löhne der Lehrer von verschiedenen Verwandten, die in unterschiedlichen Funktionen mit einer grossen Palette an verschiedenen Dienstjahren tätig sind. Die Zahlen die in der Zeitung publiziert wurden, sind schlicht und einfach falsch. Für die Lehrer gibt es offizielle Lohnlisten, die Belegen den Zahlenirrtum.

        Falls die Lehrerlöhne wirklich angehoben werden sollen, da bin ich grundsätzlich dafür, dann nicht bei den Einstiegslöhnen sondern am Ende der Dienstjahre. So würde es möglich, dass bei einem Lehrer mit 45 Jahren nicht mehr „Ende der Fahnenstange“ ist.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        In weltweiten Kaufkraft Vergleichen sind die Lehrerlöhne in der Schweiz an der Spitze, nur in Japan verdienen sie mehr. Ich verstehe das Gejammer nicht, heute finden wohl bald alle, die weniger als 10’000 im Monat verdienen, dass sie ausgebeutet werden. Da sind die Exzesse im Finanzsektor ursächlich schuld, wenn ich mich mit Marcel Ospel vergleiche, kann ich nur frustriert sein, jedenfalls, wenn ich meine Wertigkeit von meinem Salär abhängig mache.

      • Lea sagt:

        Es ist von PriceWaterhouseCoopers. Es muss stimmen.
        Denen glauebn viele Entscheidungstraeger. Es gibt wohl bei den Zahlenkochern eine haute Cuisine.

        Schreibe 1 behalte 5 ist die neue mathematik.

        da de das wissen, wissen sie dass die finanzler viel mehr verdienen. aber nur die in der haute cuisine abteilung im 55. stockwerk.

        die anderen sind naehmlich auch nur klone im cubicle land.

    • Walter sagt:

      Und welche Position in der Privatwirtschaft ist mit dem Lehrerberuf vergleichbar? Angestellter? mittleres/höheres Kader?

      • Matthias sagt:

        Ich würde einmal sagen mittleres Kader. Ich nehme an sie nehmen hier den Vergleich der nötigen vorbildung um an die Stelle zu kommen.

    • Cybot sagt:

      Vor allem aber macht die Aussage keinen Sinn. 85% weniger hiesse ja, dass einer in der Wirtschaft z.B. 500’000 verdienen würde, als Lehrer aber nur 75’000 im Jahr. Und niemand verdient nach 6 Jahren eine halbe Million, auch nicht bei einer Bank.

      Gemeint war wohl eher, dass er in der Wirtschaft 85% mehr verdienen könnte, das klingt dann schon etwas realistischer.

      • Dors Venabili sagt:

        @cybot
        und vielleicht sollte es auch nur 85% vom Lohn eines Finanzfachmannes heissen. Das hiesse dann, der verdient 17.6% mehr.

        Wir sind beim Alten Thema: Journalisten müssen nicht rechnen können. Sie müssen linientreu dieselben SP-Positionen wiederkäuen. Das ist weniger anstrengend als Nachrechnen.

      • Nicole Althaus sagt:

        Ach, gucken Sie sich doch die Texte an und die Studien, die ich verlinkt habe – und geben Sie nicht dauernd den Journalisten schuld.

      • Matthias sagt:

        Da hat man doch ganz vergessen – Journalisten stehen über allem und dürfen nicht kritisiert werden.
        Die journalisten sind durchaus an vielen Übel der Gesellschaft schuld, ob sie das nun einsehen wollen oder nicht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Klar, schon früher hat man den Überbringer der schlechten Nachricht getötet……

      • Auguste sagt:

        hmm…, und köppel wird offensichtlich überschätzt.

      • mensch sagt:

        dann kann er sich ja bei ihnen beraten lassen, nicht

      • Matthias sagt:

        Das wären dann die Drucker und nicht die Journalisten..
        Oder in diesem Fall die Provider 😉

      • Widerspenstige sagt:

        Matthias, Sie betonen Journalisten und nicht Journalistinnen – danke für diese vernachlässigte aber wichtige Kleinigkeit der Gleichstellung in der Sprache! (Stadtregierung Bern lässt grüssen ;- ) Sonst müssten Sie das Wort in Zukunft so schreiben: JournalistInnen, um auch von Frauen der schreibenden Zunft wahr genommen und vorallem Ernst genommen zu werden. Nur so als Tipp im Alltag gedacht…

      • v for vietcong sagt:

        das ist ja lächerlich…

      • Matthias sagt:

        Naja, da wird sich jede Journalistin freuen das ich nur behaupte das Journalisten viel Übel brachten. 😉 Und ich glaube zumindest im „aktuellen“ Fall mit den Haftfotos war wohl auch ein Mann Schuld.

      • Matthias sagt:

        @ Widerspenstige
        Pippi hat übrigens auch nicht ÜberbringerIn geschrieben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja die Böse, hat einfach die weibliche Form ignoriert…. 😉

      • Widerspenstige sagt:

        Aber Matthias, das hat Pippi in diesem konkreten Fall richtig gemacht, weil es zu jener Zeit noch keine Frauen als Überbringerinnen von Todesnachrichten hoch zu Ross gegeben haben dürfte. Das waren bewaffnete Kuriere, welche reiten konnten wie der Teufel höchstpersönlich, wollten sie nicht umgehend getötet werden vom Empfänger der Todesnachricht (huch!)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Reiten wie der Teufel, ich muss unbedingt wieder mal aufs Pferd……

      • Cara Mia sagt:

        Aber bitte nicht im Damensattel, Pippi, Du würdest mir fehlen… 😉

      • Lea sagt:

        gender neutrale sprache ist eben englisch, nicht deutsch.

      • v for vietcong sagt:

        das ist jetzt sehr unjournalistisch frau althaus. die kunst wäre doch den inhalt sinngemäss so stark zu kürzen, dass man sich die studien sparen kann. alles andere ist belangloses zitieren von texten die kein mensch je lesen wird. da der tagi online langsam auf blick niveau angekommen ist, wundert mich das jedoch nicht mehr. ich dachte eine zeit lang, die qualität die das gedruckte blatt früher hatte, schaffe irgendwann mal den sprung ins elektronische. scheinbar ein wunschtraum von mir. jetzt haben wir eine ‚zeitung‘ die eigentlich ein paar blogs sind mit ein paar meldungen dazwischen, wann apple neue produkte auf den markt bringt. ich will wirklich nicht beleidigend sein, aber es ist manchmal wirklich schlimm mit euch. ihr web journies geniesst noch ein wenig vom glanz der alten journalistengarde (jene, die noch kein internet hatten um zu recherchieren, jene die problemen nachgegangen sind – mehr als ein live-ticker halt) aber dieser glanz wird langsam stumpf. echt schade, was ihr aus dem online tagi gemacht habt. und mit wem ich auch spreche, jeder sieht das so. jeder.

      • kaugel sagt:

        tatsächlich ist der tagi online schlechter als der blick. wenn ihr mich fragt, wenigstens. die leute beim blick können wenigstens agenturmeldungen umschreiben, ohne sogar noch in den titeln fehler zu machen. da steht’s bei newsnetz eher schlecht.

      • Widerspenstige sagt:

        …’jeder sieht das so. jeder.‘ das heisst alle Männer ohne Ausnahme sehen das so. Ach so, und was meinen denn die Frauen, mit denen Du darüber sprichst dazu, lieber vietcong? 😉
        Übrigens sind Studien ab und an wichtig, damit aktuelle Themen untermauert werden können – manchmal sind Studien wirklich tauglich, echt wahr…Aber Blogs wie dieser sind inzwischen wichtig geworden, deshalb gilt in anderen Blogs strengere Zensur bei politischen Themen, nur hier sind sie sehr moderat (aber meine Beiträge ‚verhangen‘ ab und an im Nirwana aus welchen Gründen auch immer, zu kritisch, zu emotional, zu ich-weiss-auch-nicht-wieso)…

      • Homey sagt:

        Danke – bin voll einverstanden. Ohne die Beiträge zu Miss- und Misterwahlen, Apple und Apps, und nun die WM2010 bleibt dem on-line Tagi so langsam aber sicher beschämend wenig… ist dieser Ramsch noch mit den Publizistischen Leitlinien vereinbar? Schade, da kann ein Medienkonzern wie Tamedia doch viel mehr draus machen! Herren Supino, Rickenbacher, Richer, Wälty, Marti, Eiselin, sie sind gefordert! Schweizer Qualität (nicht unbedingt mit SVP-Sonne) ist gefragt, einen Blick-online gibt’s bereits einen zu viel…

      • Adi sagt:

        Ich habe mich bei den 85% auch gewundert…

        Nun, es gibt Investment-Banker, die nach 6 Jahren mit Bonus irgendwo bei 300k-500k verdienen. Aber die sind eine kleine Gruppe und eine absolute Ausnahme und nicht die Regel „in der Finanzbranche“.

        Gehen wir von den erwähnten 75k CHF aus, dann kann ich mir die 85% nur erklären wenn man als 100% Bezugsgrösse den Lehrergehalt nimmt (was in der verwendeten Formulierung allerdings atypisch wenn nicht sogar falsch wäre)

        75k = 100%
        138.75k = 185% (Banker verdient dann 85% mehr)

        …das wäre dann wohl eher ein Lohn der realistisch ist nach einigen Jahren (aber immer noch stattlich) – wirklich interessant ist, was eine „vergleichbare“ Tätigkeit ist.

        Dennoch verstehe ich die Forderung nach mehr Lohn – 80-90k wären durchaus angemessen, wenn man den Lehrerberuf wieder attraktiver machen will. Aber neben dem Geld spielen auch viele andere Faktoren eine Rolle für die (Un-)Attraktivität des Berufs.

      • Walter sagt:

        Aus der Südostschweiz:

        „Ein Primarlehrer mit sechs Jahren Erfahrung erhalte nur 78’000 Franken. Wäre er in die Finanzbranche eingestiegen, könnte er ein Jahreseinkommen von 144’500 Franken erzielen, wie es in einer Mitteilung des LCH heisst.“

      • Yves sagt:

        Ich bezweifle, dass die Leherer in grosser Anzahl in der Finanzbranche überhaupt einen Job finden würden…

      • Adi sagt:

        @Walter

        Die 144′500 CHF belegen meine Interpretation der 85%, dennoch finde ich sie falsch bzw. unglücklich formulier.

        Wenn der Banker 144′500 CHF verdient und der Lehrer 78’000 CHF, dann verdient der Lehrer 46.02% weniger als der Banker. Die Bezugsgrösse ist der Banklohn.

        Offenbar können die Lehrer nicht richtig Proozent/Dreisatz rechnen 😉 …darum arbeiten sie wohl auch besser nicht auf einer Bank *scnr*

  • Stuzzicadenti sagt:

    Menschen bzw. Kinder haben individuelle Talente. Somit braucht es Schulen, an denen solche Gaben entdeckt und gefördert werden können. Erreichen tut man dies mit grossen Gesamtschulen, die vom Biologielabor übers Multimedia-Studio bis hin zur Turnhalle alles bieten. Dann kann man auch mit Fachlehren arbeiten, die mehr bringen als die derzeitigen Primarlehrer, die jeden Stoff in kärglich ausgestatteten Schulen unterrichten..

    • Dors Venabili sagt:

      @Stuzzicadenti:
      In welchem Alter sollen Kinder ihrer Meinung nach solch stimulierendem Lehrbetrieb ausgesetzt werden?
      Ich ging ab der fünften Klasse in die Sekundarschule. Da war das vollkommen üblich, fast im ganzen Kanton Bern.

      Hingegen vollkommen ungeeignet finde ich solches Lernen für Kinder unter 11 Jahren. So bekommen die Kinder nujr eine sturme Birne von all den ständigen Wechseln zwischen verschiedenen Schulzimmern und unterschiedlichen Lehrern.

      Diese Sekundarschulen wurden dank einer aus dem Kanton St.Gallen zugewanderten grünen Bildungsdirektorin abgeschafft. Sie war für die Gleichschaltung aller Kinder, das heisst sie sorgte sich schon vor 20 Jahren um die flächendeckende Verdummung unserer Schüler. Das Resultat ist, dass für technische Berufe die Lehrstellen nicht mehr besetzt werden können. Die meisten Neuntklässler können nicht genug Rechnen, um Lastwagenmechaniker zu lernen. Auch im räumlichen Vorstellen, dem praktischen Verständnis, bei der Arbeitsdisziplin mangelt es regelmässig. Wie gesagt, es waren 20 Jahre sozialistische Bildungspolitik, die ein funktionierendes Schulsystem vermurkst haben.

  • Dors Venabili sagt:

    Der folgende Satz in dem Blog wird weder begründet, noch ist er gerechtfertigt. Es ist die ewige dümmlich SP-Leier:

    “ Die Schweizer Volksschule hat eine der grössten Ausschlussraten Europas und schneidet auch bei der Chancengleichheit schlecht ab. Sie schafft es nicht nur schlechter als andere Länder, schwächere Schüler in Regelklassen zu fördern, sie reproduziert via Schule auch die sozialen Klassen.“

    Kein Land in Europa hat einen so hohen Ausländeranteil an der Bevölkerung wie die Schweiz. Kein Land in Europa kann sich leisten in jeder Schulklasse mindestens ein Viertel Einwandererkinder ohne brauchbare Kenntnisse irgendeiner Sprache mit zuziehen. Diese Kinder können weder ordentliches Deutsch noch beherrschen sie die Sprache ihres Herkunftslandes. Ihre Eltern sind sogenannt „bildungsfern“. Das heisst sie können weder lesen noch schreiben, noch besitzen sie Bücher. Sie lesen den Kindern keine Geschichten vor und beschäftigen sie mit Dauerfernsehkonsum.

    Was die SP konkret fordert: Die Schweizerkinder sollen genau gleich blöd, genau gleich unfähig, genau gleich ungebildet sein, wie diese bildungsfernen Einwanderer.

    Die erste PISA Studie zeigte übrigens statistisch signifikant, dass es der Ausländeranteil aus bildungsfernen Schichten ist, der das Niveau der Klasse beim Leseverständnis drückt. Es hat nichts mit dem Schulsystem und schon gar nichts mit der Qualität der Lehrer zu tun.

    • Dors Venabili sagt:

      Vergass noch zu erwähnen:
      Bildungsferner Kulturkreis heisst auch, die Eltern messen der Schulbildung keine Bedeutung zu.

      Sie ermutigen die Kinder nicht zu schulischer Leistung. Aufgabenmachen, Gehorsam dem Lehrer gegenüber lehren sie ihren Goofen nicht. Dass die Kinder ausgeruht und gefrühstückt pünktlich in der Schule sein sollen, das sind für solche Eltern keine Notwendigkeitnen.

      • adlerauge sagt:

        und die ausländer sind selbstverständlich ohne ausnahme demselben topf zuzuordnen.

      • Dors Venabili sagt:

        @adlerauge
        Kann es sein, dass Sie die Ausländer alle demselben Topf zuordnen? Oder könnte es sein, dass Sie eines von diesen PISA-Kindern mit eingeschränktem Leseverständnis sind, so ein Produkt der 80er-Jahre-Selbsterfahrungs-Pädagogik?

        Ich habe geschrieben,
        a) Kein Land in Europa hat einen so hohen Ausländeranteil wie die Schweiz, was statistisch erwiesen ist.
        b) Habe ich geschrieben, keine Schulklasse in der Schweiz hat weniger als ein Viertel bildungsferne Ausländerkinder. Haben ich mit dieser Aussage behauptet, ALLE Ausländerkinder seien bildungsfern? Nein.

        Stimmt meine Behauptung mit dem Viertel? Nein, das ist Dors‘ Polemik.

        Es gibt tatsächlich einige Orte auf dem Land, wo der Anteil an bildungsfernen Ausländern in den Schulen kleiner als ein Viertel ist. Dorthin ziehen vernünftige Eltern mit ihren Kindern.

        Es gibt auch Privatschulen, wo der Anteil bildungsferner Ausländer kleiner ist als ein Viertel. Dorthin schickt die städtische Elite der rot-grünen Bildungsdirektorinnen ihre Kinder in die Schule. Ihren eigenen Goofen muten diese Politikerinnen nämlich die Schulen nicht zu, die sie verbrochen haben.

        Die Streuung zwischen den Klassen ist enorm gross, auch das zeigt die Auswertung der PISA Daten. Genau darum sind Eltern mit ihrem Nachwuchs erfolgreich, die ihre Kinder bewusst nicht in dem rot-grünen Sumpf zur Schule schicken.

    • Matthias sagt:

      Ich denke eher das die SVP Wähler aus Bildungsfernen Schichten kommen. Aber schreiben sie ruhig weiter bildungsferne Kommentare. 🙂

      • Dors Venabili sagt:

        Dors Venabili sagt:
        Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.
        14. Juni 2010 um 10:43

        @Redaktion: Bitte diesen Version des Einwurfes freischalten. Sie ist komplettiert. Bei der vorherigen Version hat Ihre Blogsoftware zwei Wörter geschluckt, weil sie als Formatierung interpretiert wurden.

        @Matthias

        Sehr viele SVP Wähler sind Arbeiter und Handwerker. Die SVP ist die Arbeiterpartei von heute.

        Sie, Matthias hängen diesen Arbeitern und Handwerkern mit Ihrem Kommentar an, sie könnten nicht lesen und schreiben und verweigerten ihren Kindern den Zugang zu einer guten Ausbildung

        Das ist der übliche Dünkel der Besserwisser in den Büros und in dem Ämtern. Das ist die Sorte Leute also, die brav und regelmässig SP wählen und den Tagesanzeiger abonnieren.

        Sie verpassen nämlich das wesentliche: Um einen Handwerkerberuf zu erlernen, muss man lesen, schreiben und vor allem rechnen können. Für Juristen und Journalisten genügen zwei Befehle: copy und paste. Die müssen nicht einmal abtippen heutzutage.

      • Pascal Sutter sagt:

        Das scheint eine Erklärung für alles zu sein.

      • Matthias sagt:

        @ Dors Venabili

        Die Handwerker die lesen und schreiben können werden wohl nicht eine Partei wählen deren Chef Multimilliardär ist. Übrigens auch studierter Jurist. Keiner der auch nur ein fünkchen Verstand hat wird ihm abnehmen das er ein einfacher Bürger ist und nicht zu der Intellektuellen Elite gehört.

        Er ist kein einfacher Arbeiter. Genausowenig wie Herr Professor Mörgeli. Oder der gute Chef der Stadler Rail… warum denken sie sollten Bonzen einer Partei für Arbeiter beitretten? Denken sie Bauern sind so arm wie der 0815 Angestellte? Denken sie ein Büro angestellter verdient exorbitant mehr als ein Handwerker? Glauben sie immer noch an das Märchen das der 0815 Büro Typ irgendetwas anderes ist als ein moderner Fabrikarbeiter? Fabrikhalle durch Grossraumbüro ausgetauscht, viel mehr ist da nicht passiert.

      • Berger sagt:

        @Doris

        Machen Sie hier Werbung für die SVP? Sind so eine, welche für die SVP in Foren und Blogs neue Mitglieder sucht? Dieses Problem gabs doch in GB. Dort haben rechtextreme Parteien Leute angestellt, welche Ihr Parteiprogramm durch verschiedene Foren gejagt haben.
        Bitte verschonen Sie uns mit Parteiwerbung.

      • Dors Venabili sagt:

        @Berger

        Ich sage einfach die Wahrheit und die Wahrheit ist: Die Grünen und die Roten vermurksen dieses Schulwesen. Dass die SVP das bessere Bildungspolitik mache, das habe ich nirgends geschrieben. Es wir aber langsam Zeit, dass sich die SVP der Bildungspolitik annimmt. In dem Sinn sind meine Einwürfe eine Ermahnung an die SVP, sich wie richtige Männer um die Kinder in den Schulen zu kümmern und das nicht nur den linken Besserwisser-Weibern zu überlassen.

        Matthias behauptet alle SVP Wähler seien blöde. Und ich habe klargestellt, dass Handwerker und Arbeiter in der Mehrheit SVP wählen und den Grossteil der SVP-Wählerschaft ausmachen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Doris und die richtigen Männer….. sonst noch eine Platte auf Lager?

      • Berger sagt:

        Die SVP ist sicherlich keine Bildungspartei und wird es die nächste Zeit sicherlich nicht werden.
        Wer mit Parolen wie; Frauen an den Herd auf sich aufmerksam machen muss hat nichts mit Bildung am Hut.

        Wir müssen nun endlich die guten Dinge die im Ausland in deren Schulen funktionieren hier in der Schweiz übernehmen. Die Nordischen Länder machens uns vor.

        Ach ja Dors.. schön, dass Sie die Wahrheit sagen, aber ist diese nicht stets subjektiv, wenn man seine Meinung, als Wahrheit vertritt?! Im übrigen sind Ihre Aussagen leider nicht von hoher Intelligenz gespickt andernfalls, würden Sie nicht von richtigen Männern und Besser-wisser Weiber sprechen.

      • Dors Venabili sagt:

        @Caterina della Collina

        Nein, ich spreche kein Serbisch und kein Türkisch und kein Albanisch. Aber ich rede mit Türken, Albanern und Italienern und frage sie über ge nau solches aus.

        @Berger

        Die SVP sei keine Bildungspartei? Häh, wie bitte? Wieviele Lehrlinge machen bei einem SVP-Mitglied eine Berufslehre?

        Immerhin ist die Sile Lehrerin von Beruf, oder?
        Wenn Sie die neuesten Äusserungen der SVP Parteileitung, des Vize-Präsidenten und der SVP-Strategen lesen, dann stellen Sie sich fest, dass sich die SVP in Zukunft mehr mit dem staatlichen Bildungswesen befassen wollen.

        Und leider die Wahrheit ist, dass es vor allem Frauen sind, die das Schulsystem kaputt reformiert haben.

        Es sind fast ausschliesslich Erziehungs-BürokratINNEN, die den Lehrern das Schulegeben versauen. In dem Sinn ist es eine kluge Einschätzung, basierend auf einer gut informierten qualitativen Datenerhebung, wenn ich über die Spur der Verwüstung schreibe, gezogen von linken Besserwisser-Weibern.

    • Caterina della Collina sagt:

      Woher wissen Sie denn, dass „diese Kinder die Sprache ihres Herkunftlandes nicht beherrschen“?
      Sprechen Sie Serbisch, Italienisch, Türkisch…nicht typisch für eine anti SP-lerin.

      • Lea sagt:

        Caterina della Collina ist nicht K B-M.

      • Caterina della Collina sagt:

        @Dort

        Tschuldigung: was fragen Sie sie genau über solches aus?
        Ich komm da einfach nicht mit.

        Und noch was: warum gleich immer so über die Frauen herziehen! Sind Sie Frau oder Mann? Das kommt hier
        nicht ganz durch.

        Wie noch unsere Grossväter und Väter erzählten, war die Volksschule unter gewissen diktatorischen Lehrern(m) ein Greuel.
        Geschlagen wurde man, blossgestellt..und zwar auf primitivste Weise.
        Denke nicht, dass dies heue noch so passiert.

    • adlerauge sagt:

      dabei hat max ja schon das patentrezept zum problem: wenn alle kinder zum frühstück dieselbe substanz löffeln würde, wie er gäbe es keine schulischen probleme mehr.

    • Maja sagt:

      Genau so ist es. Aber was kann man da tun wenn die SP das nicht einsehen will.
      Natürlich können diese Kinder nichts dafür und es sollte ihnen geholfen werden. Aber bitte nicht auf Kosten unserer Kinder.

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