Grenzenlose Liebe

Vorbild Romeo und Julia: Binationale Paare folgen nicht den Gesetzen von Herkunft und Gesellschaft.

Vorbild Romeo und Julia: Binationale Paare folgen nicht den Gesetzen von Herkunft und Gesellschaft.

Liebe geht durch den Magen. Bei mir gelegentlich auch auf den Magen. Denn meine Frau kommt aus einem Land, wo man Speisen bevorzugt, die im Fett schwimmen. Eine Bagatelle? Keineswegs. Essen und Trinken birgt für uns ungeahntes Konfliktpotenzial, weil es nicht nur um Nahrungsmittel geht, sondern um viel mehr: Was hält man von den Traditionen des anderen? Wer setzt sich durch? Die Tücken und Reize binationaler Beziehungen!

Während solche Paare früher die Ausnahme waren, werden sie mit jedem Jahr häufiger. In der Schweiz ist heute jede zweite Ehe binational.  Wobei fast jeder vierte Mann eine Ausländerin heiratet. Weshalb? Sind einheimische Frauen, wie bisweilen behauptet wird, zu emanzipiert? Stellen wir einfach mal fest, dass Globalisierung und Mobilität nicht nur Zuwanderung geschaffen, sondern auch zu interkulturellen Begegnungen geführt haben. Gelegenheit macht halt Liebe.

Liebe wiederum macht blind. Und so entdeckt mancher den kulturellen Graben oft erst, wenn er in ihn hineingefallen ist. Nehmen wir die Sprache. Irgendwann weicht die Faszination des exotisch-erotischen Akzents nervtötenden Verständigungsproblemen, vor allem bei hitzigen Diskussionen. Weiter kann der Mangel an gemeinsamen linguistischer Codes ein Problem sein. Versucht man dem Partner ein Wortspiel aus der eigenen Sprache zu erklären, ist der Gag so gut wie tot. Das gleiche gilt für Gedichte, Lieder oder Werbeslogans. Hinzu kommt das generelle Gefühl einer Verkümmerung der eigenen Sprachkompetenz. Sowie die traurige Einsicht, den Kindern «Schellenursli» und «Momo» alleine vorstellen zu müssen.

Freilich korrelieren solche Schwierigkeiten mit der Grösse des Kulturunterschieds. Je nach Herkunft des Partners, ist er mit Sprache, Religion oder (Un-)Pünktlichkeit bereits vertraut. Falls nicht, sind weitere familiäre Knacknüsse programmiert. Dass mein Sohn katholisch getauft wurde, liess meinen atheistischen Vater in geradezu biblischem Zorn aufheulen. Sowieso die Kinder: Mit welchen Erziehungsnormen sollen sie aufwachsen? Welche Sprache am Esstisch reden? An welche Herkunft sollen ihre Namen erinnern?

Kurz, weshalb überhaupt den steinigen Weg einer interkulturellen Ehe einschlagen? Als ich diese Frage meiner Frau stellte, gab sie die Antwort, die auch ich parat gehabt hätte: Ohne mich würde sie sich in ihrer Kultur gefangen fühlen. Zudem schleicht sich der Alltag weniger schnell in die Beziehung ein (nicht zuletzt, weil die Beziehung wegen erwähnter Stolpersteine immer wieder aufs Neue ausgehandelt werden muss). Und: Mag einem das fremde Essen nicht immer schmecken, hat die andere Kultur ja auch Einiges zu bieten. In Fall meiner Frau etwa einen hohe Wertschätzung der Familie – was meine Sichtweise («Familie ist per se spiessig») verändert hat. Auch die Auslandtrips machen Spass (aber bitte nicht an Weihnachten!).

Vor- und Nachteile interkultureller Beziehungen aufzulisten, ist jedoch sinnlos. Letztlich muss jedes Paar seine eigenen Regeln aufstellen, seine eigene Geschichte leben. Die Sozialwissenschaften haben dafür natürlich einen tollen Begriff: «Die Konstruktion einer neuen interkulturellen Wirklichkeit.» Etwas knackiger könnte man auch sagen: Binationale Paare verkörpern die romantische Liebe. Weil sie nicht den Gesetzen von Herkunft und Gesellschaft folgen und sich nicht von bürokratischen Hürden oder Dünkel ihres Umfelds beirren lassen. Wie Romeo und Julia.

Bestimmt gibt es auch viele Mamablog-Leser(innen), die in einer interkulturellen Beziehung leben. Welches sind für Sie die Bereicherungen und Belastungen?

zweifelPhilippe Zweifel, 36, ist Kulturredaktor bei Newsnetz und Vater eines Sohnes. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.

328 Kommentare zu «Grenzenlose Liebe»

  • Matthias sagt:

    Also gegen die Schweizer Frauen habe ich gar nichts auszusetzen. Geheiratet habe ich trotzdem eine Amerikanerin. Das war vor zwanzig Jahren.

    Cross-, Trans-, International hin, Emanzipation, Ostblock und Schellenursli her:

    Ich hätte sie auch geheiratet, wenn Sie eine Schweizerin gewesen wäre.

  • Fatma sagt:

    Ich bin selbst das Produkt einer binationalen Ehe und ich bin wirklich stolz darauf zwei Kulturen in mir vereinen zu können. Meine Eltern haben mir die besten Eigenschaften der türkischen sowie der schweizerischen Kultur mitgegeben. Ich habe zwei Heimatorte, ich habe so zu sagen zwei Muttersprachen und viel Freunde aus beiden Kulturkreisen. ich denke so eine binationale Partnerschaft kann sehr bereichernd sein, bringt jedoch auch mehr Probleme und Konflikte mit sich als eine ein-nationale Ehe. Das wichtigste ist, dass man sich den negativen Aspekten von Anfang an bewusst ist, egal wie verliebt man ist und nett und zuvorkommend der Partner ist. Früher oder später tauchen die kulturellen Unterschiede und möglichen Streitpunkte auf. Man kann auch nicht erwarten, dass sich der Partner einem völlig anpasst und man selbst nichts von dessen Kultur/Religion/Sprache usw. weiss und annimmt. Ich glaube, das Wichtigste bei einer binationalen Partnerschaft ist das „Aufeinander-zugehen“ und die Situation realistisch und nüchtern zu betrachten. Die rosarote Brille ist da wohl weniger angebracht. Wobei diese meines Erachtens in jeder Beziehung mit Vorsicht zu geniessen ist.

    • Simon sagt:

      Ich hoffe meine Kinder können mal so schreiben! Bin mitten drin in einer sauschweren Fase (Bolivien/Schweiz) harscharf an der Scheidung vorbei. Ich kann echt alles mitfühlen vom Schellenursli bis zum fettigen Essen. Speziell das mit dem “Aufeinander-zugehen” statt rosaroter Brille hat mir gerade sehr wohl getan.
      Merci und Gruss in die Schweiz

  • travel sagt:

    alle sprechen von Toleranz und erzählen wie und wo überall man war.
    die weinigsten nehmen aber ein bisschen dieser Kultur oder Offenheit mit. Die, wir Schweizer reisen auf dem ganzen Globus und vergessen, dass es hier schon lange um „one world“ geht. wenn wir eine Fremdsprache sprechen wollen wir möglichst schnell dessen Akzent annehmen um möglichst akzep-tiert zu werden…

    wenn ich aber wieder Inland bin und der wichtige „Kantönli Geist“ zu Tisch kommt und die frage „was für ein Dialekt ist das“ folgen wird mir schnell bewusst wie klein kariert wir sind.

    anderer vergeblich Alle 30 min. Autobahnfahrt folgt ein Nati_Fussballverein oder sogar einen anderen Dialekt der mit einer „gewissen“ Rivalität begegnet wird.

    solange man solche Probleme hat, kann man nicht von Toleranz gegenüber anderer Nationen spre-chen.
    der eigene Röstigraben zeigt, dass Integration nicht abgeschlossen ist, oder die Abneigung gegenüber der eigenen Landesdialekte. aber da muss sich jeder an der Nase nehmen. wir haben ein Generationen Problem.

    stolzer Schweizer sind die wenigsten, alle träumen ein leben lang vom Auswandern anstatt das Flair und die Gelassenheit vom Ausland (nicht nur die Luxusgüter) zu importieren…

  • Larsito sagt:

    @Ph. Zweifel schade, dass hier von Interkulturalität die Rede ist. Gerade binationale Beziehung bedürfen viel eher des Begriffs Transkulturalität! damit verliert man den Fokus auf das Trennende, und sucht nach Gemeinsamkeiten. Das bedeutet nicht, dass es nicht nach wie vor Trennendes gibt, aber vielleicht verliert es an Gewicht, wenn man den eigenen Beoachtunsfokus ändert. Andererseits merkt man dann auch, dass auch nicht-binationale Ehen mit sehr ähnlichen „Problemen“ konfrontiert sind. Die kulturellen Unterschiede eines Schweizer Bankers und einem Schweizer Bergbauer sind vermutlich viel grösser als zwischen einem Schweizer und einem südafrikanischen Banker… Und gerade das mit dem Essen kann jede Beziehung treffen: der Kartoffelsalat der Schwiegereltern ist ja doch nie gleich gut wie jener der eigenen Eltern! Wäre doch ein Versuch wert, sich auf die Gemeinsamkeiten zu konzentrieren und sich danach wieder über die bereichernden Unterschiede zu freuen!

  • Globetrotterin sagt:

    @adrian

    Du scheinst hier etwas ganz falsch zu verstehen. Wir Frauen sehen uns keineswegs als „unattraktiv und ungewollt“, wenn wir Single bleiben. Tatsache ist, dass wir es vorziehen alleine zu leben, als uns mit Typen wie Dir zu umgeben!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      „Keinen Mann um jeden Preis“ war mal der deutsche Titel eines amerikanischen Bestsellers, gilt immer noch….

  • Alain sagt:

    @ Mami71
    Die Rede war und ist natürlich nicht über eine absolut homogene Gesellschaft die entweder so oder so ist; klar gibt es unterschiedliche Menschen in jeder Gesellschaft, aber man kann durchaus eine allgemeine Richtung oder Einstellung feststellen. Eben so wie man nicht grundlos den Italiener als „Macho“ bezeichnet (und natürlich nicht jeden einzelnen dabei meint, sondern eine überwiegende, subjektive Wahrnehmun).
    Und hier meine ich nicht nur die Haltung dem Mann gegenüber, sondern auch gegenüber Nachkommen. Mir fällt auf (und es stört mich) wie lieblos die Schweizerinnen (und hier wieder natürlich nicht alle, aber eine Mehrheit) ihre Kinder behandelln. Resultat: sehr früh verlassen die Kinder das Elternhaus oder haben ein gestörtes Verhätnis zu ihnen. Vergleich doch das bitte mit den italienischen Familien. Die Beziehungen innerhalb der Familie funktionieren dort viel besser und halten viel mehr. Was meinst du woran das liegt? So wie der Mann für viele Bereiche ausserhalb des Haushalts zuständig ist, so ist die Frau bzw. die Mutter für viele familiäre Funktionen verantwortlich. Ich behaupte hier ganz kühn, die Mutterrolle sei die wichtigste und gewichtigste in der Familie. Wer gebärt die Kinder, stillt sie und verbringt die meiste Zeit mit ihnen? Nicht umsonst bekommt die Frau meist automatisch und korrekterweise das Sorgerecht für die Kinder im Falle der Scheidung.

    ps. es freut mich doch sehr dass die Beziehung in deinem Fall harmonisch funktionert 🙂

    • adlerauge sagt:

      … und dann hocken sie bis über 30 zuhause im hotel mama. das kann’s doch auch nicht sein? wo bleibt da die gesunde ablösung? keine ahnung, in welchem umfeld sie sich bewegen, aber eine mehrheit der schweizer mütter als lieblos im umgang mit ihren kindern zu bezeichnen ist schon sehr gewagt.

      • Eni sagt:

        @ adlerauge

        Danke.

        Gerade diejenigen italo Männer die in bella Italia zuhause aufgewachsen sind, taugen dann oft schlecht als Ehemann. Von Mama wurden die Bubis vergöttert und dann machen sie den Schwiegertöchtern das Leben zur Hölle.

      • Lea sagt:

        Es kommt sehr auf die Kultur an, wann Ablösung stattzufinden habe.

        hierzu ein lokaler Witz: er ist etwas über dreißig, weiß und lebt bei Mama. Er muss jüdisch sein.

        (Jüdische Single Männer gelten in vielen Kreisen als gute Partie)

        Ganz abgesehen davon, dass in Akademiker-Familien wegen Studium oft bis nahe an dreißig zu Hause gelebt wird.
        (Matura mit 20, 4 Jahre Hauptstudium, 4 Jahre bis Doktorat = etwa 28).

        Italienische Männer haben ja schon wegen der schönen Sprache ein riesen Plus. Ist ja unfair so was, wenn man das schweizerdeutsche Gekrächzte daneben hört.

        Da geht auch etwas Machismo leicht durch, vor allem weil seine Mama göttlich kocht.
        Ich nehme ja schon an Gewicht zu, wenn ich nur an die Sonntagsmahle bei Großmama denke.
        Manga, picola, manga!

      • pedrodesconocido sagt:

        @Lea
        Wo wir doch sonst immer so akribisch orthografisch sind: mangia, piccola, mangia!

      • Lea sagt:

        @pedro. das i habe ich wohl verschluckt als Nonna noch einmal nachschoepfte. meine orthografie ist ja vorbildlich…nicht?
        🙂

      • Mike sagt:

        Cool Adlerauge…genau so is es! in den eigenen Reihen erlebt…und dazu sind es noch totale „Ichmenschen“ ! Es dreht sich nur um sie. Wenn der Partner sorgen hat…soll dieser selber damit klar kommen! Die Anderen sind nichts…. bis Mama stirbt. Dann ist da ein häufchen Elend ! Und dann kommt das Sozialamt ins Spiel. Leider so!

  • Dem ist nämlich tatsächlich NICHT so

    so, das meinte ich natürlich.

  • Summasumarum: Ein ausländischer Partner oder eine ausländische Partnerin sind kein Hinweis auf einen Schweizer oder eine Schweizerin mit unterentwickeltem Selbstbewusstsein.

    Dem ist nämlich tatsächlich so- wobei zu bemerken ist, dass es das andere durchaus auch gibt.

    Und es stimmt: Wo die Liebe hinfällt, ist kein Kraut gewachsen.

  • mami71 sagt:

    Ich finde es nervig, wie gewisse Schweizer Männer alle Schweizerinnen in den gleichen Topf werfen (Emanzen, unweiblich, frigid, etc.), um ihre Beziehungen zu nicht-schweizerischen Frauen zu „rechtfertigen“. Mir, Schweizerin, hat man auch von ausländischer Seite sehr viel Weiblichkeit attestiert, als Emanze bezeichne ich mich auch nicht, da ich von meiner Erziehung her ein traditionelles Familienbild vermittelt bekam: nämlich dass auch eine „Nur-Hausfrau-und-Mutter-und-Ehefrau“ einen vollwertigen Beitrag leistet, die Familie, ihren Partner unterstützt, ohne das der „wirtschaftliche“ Erfolg des Mannes und Vaters nicht möglich wäre, und ohne dass die Frau dabei zum Huscheli am Herd verkommt. Meine Grossmütter und Urgrossmütter lebten auf die gleiche Weise und zogen und schwierigsten Bedingungen (u.a. während des Krieges) die Kinder gross, leisteten enorme Arbeiten usw. Emanzen? Weil sie manchmal auch sagten, wo’s lang geht?
    Bin ich aber vielleicht eine Emanze, weil ich, wie Männer auch, sage was ich will und was nicht? Weil ich einen Hochschulabschluss habe und jahrelang einen guten Job hatte? Weil ich weiss, dass ich nicht auf einen Mann als Ernährer angewiesen sein muss, sondern notfalls auch für mich selber sorgen könnte? Ich bin nun verheiratet, Mutter einer Tochter und auch glücklich als Hausfrau und Vollzeitmutter. Meinen Job habe ich freiwillig aufgegeben, obwohl es für uns finanziell manchmal eng wird.
    Ich bin übrigens mit einem Italiener verheiratet, der grösstenteils in Italien aufgewachsen ist und nicht richtig Deutsch spricht. (Ich kann recht gut Italienisch.) Er ist kein Macho, aber auch kein Softie, der nun unter der Fuchtel einer helvetischen Emanze leben muss. Wir ergänzen uns und harmonisieren durch gemeinsame Interessen, helfen einander, lieben uns, haben die gleichen Werte, die gleichen Ziele. Ich konnte früher mit „Südländern“ nicht viel anfangen und falle durch meine religiöse Einstellung (alles andere als streng katholisch) etwas aus dem von seiner Familie gesetzten Rahmen. (Was vielleicht einzig für meine Schwiegermutter ein Problem ist, was aber weniger ein kulturelles, sondern ein charakterliches Problem ist.) Was soll’s?
    Wir haben uns füreinander entschieden, und ich habe nicht gezielt den Italiener geheiratet, sondern den Mann, den ich liebe. Meine Beziehungen zu Schweizern waren gescheitert, „dann suche ich mir halt einen Ausländer“ – so geht das m.E. nicht. Ich hatte auch ausländische Partner. Dass es am Schluss ein Italiener war, bei dem es gepasst hat, lag an seiner Persönlichkeit, seinem Charakter, nicht an seinem ausländischen Pass.
    „Wo die Liebe hinfällt, da ist kein Kraut gewachsen“ – ich habe mir diese Liebe nicht gesucht, mir aber auch keine Schranken aufgebaut und schon von im Voraus die Männer schubladisiert. So wie Italiener sind nicht alle super-potente Machos sind (oder was für Klischees unter verzweifelt nach einem ausländischen Partner suchenden Frauen grad so gängig sind), sind nicht alle Schweizerinnen Emanzen – wer so denkt, ist ja schon gezwungen, sich eine Partnerin/einen Partner mit anderer Herkunft zu suchen. Ich kenne viele, sehr tolle Paare, wo beide Schweizer sind.

    • travel sagt:

      genau diese präzise ausdruckweise wird als „emanze“ interpretiert… einige bringen den temperament in wörter zum ausdruck, der andere in einer lauten stimme. eine starke frau braucht einen starken partner. wer aber etwas nicht ganz versteht fühlt sich auch nicht angefriffen.

      leider führt unsere wohlige unahängigkeit und die neugier nach besserem früher oder später zur trennung und nicht zur bindung, nur die harmonie und die toleranz können evtl. dies abwenden

    • René Wetzel sagt:

      gottseidank gibt’s noch lesenswerte beiträge wie denjenigen von MAMI71 – so quasi „live aus dem leben“, intelligent formuliert, nachvollziehbar… und recht tiefgründig – chapeau, merci… und: viel glück!

  • gargamel sagt:

    lustig ist ja in diesem zusammenhang, dass gegen 90% der fans von frauen aus dem ex-ostblock sonst gerne mit begriffen wie „überfremdung“ usw. hantieren…

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Die Schizophrenie im eigenen Lebenslauf fällt halt vielen nicht auf, „meine“ Ausländerin und „mein“ Ausländer dürfen bleiben, der Rest kann ruhig gehen.

    • Tanja sagt:

      Besonders symptomatisch bei der Luzerner SVP, da sind nämlich nicht wenige mit Ostblöcklerinnen verheiratet, fahren aber sonst ihre knallharte aussländerfeindliche Linie. Habe mich schon oft gefragt, wie das geht……

      • Auguste sagt:

        hmm…, eine ausländerkritische haltung ist innenpolitik. kontakte in die ehemaligen länder des ostblocks ist eine art aussenpolitik. und sex schlägt ideologie allemal – auch bei der svp.

  • adrian sagt:

    @sebastian, pippi langstrumpf,
    naja ich denke latinas beneiden oft unsere frauen. eben wegen deren unabhaengigkeit und vermeinliche straerke. sie wissen aber kaum, dass dadurch unsere frauen unattraktiv und ungewollt sind. sie wollen zuviel und erwarten zuviel.
    ich erinnere mich an die suesse serie pippi langstrumpf. eine erwachsene frau, die sich so nennt, ob lange rote oder kurze weisse haare, hat einige probleme. warscheinlich frigide

    • stef sagt:

      @Adrian Da versucht wohl jemand tiefes Niveau zu untertauchen. Ich bin ja häufig auch nicht mit Pipi einverstanden, aber was soll das mit frigid zu tun haben? Ich hoffe, du hast keine Probleme, der Rest der Menschheit kommt nicht ohne aus.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Unbedingt…..

  • Widerspenstige sagt:

    ‚Bis 40 Jahre schreibt das Leben den Text, alles was nachher kommt ist der Kommentar dazu…‘ (mir unbekannter Autor)

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Doch, das hat was – überlege gerade, was das für mein Leben bedeutet – ja, mehrheitlich stimmt es.

  • lilly sagt:

    Wie witzig diese Diskussion zu lesen… 🙂
    Ich habe selber einen Freund der ursprünglich aus der Karibik stammt. Und diese Aussage reicht meistens schon um den Leuten ein Bild in ihre Köpfe zu pflanzen. Sie denken, hui, die ist sicher so eine unsichere, hässliche, dickliche Schweizerin, war noch nie aus dem Land raus, hat keinen Schweizer gekriegt, jetzt hat sich irgend so ein Schwarzer ihrer erbarmt.
    Und wenn wir dann einen älteren Schweizer Mann sehen mit einer jungen Asiatin oder Russin dann denken wir er sei bestimmt impotent, habe keine Manieren, wolle eine unterwürfige Frau und so weiter und so fort.
    Ist doch alles ein Seich. Klar gibt es diese Beispiele und es liegt in der Natur des Menschen solche Dinge in kleine Schublädchen zu stecken um einfacher und schneller Entscheidungen zu treffen und Situationen einschätzen zu können.
    Ich persönlich bin weder unsicher noch hässlich, mein Freund hat kein unsagbar grosses Geschlechtsteil, wir lernen voneinander, sprechen gegenseitig die Muttersprache des andern fast wie unsere eigene Muttersprache, das macht alles sehr einfach. Mit dem Herkunftsland hat es meiner Meinung nach nicht so viel zu tun, eher mit der persönlichen Einstellung, der Kindheit, Lebenseinstellung, Humor.
    Live and let live meine LIeben.
    Merci, Adieu.

  • Kris sagt:

    Schon mal überlegt dass die Entwicklung zumindest in der Paarung CH Mann und Ausländerin einfach mit dem Willen zu tun haben könnte, WIRKLICH jemanden kennenlernen zu wollen? Ich war auf zahlreichen Schweizer Plattformen aktiv. Immer die gleichen unmotivierten Sprüche kamen als Antwort, sofern überhaut, die CH Frauen sahen es in den allermeisten Fällen gar nicht als normal an überhaupt zu antworten. Den Nuggi endgültig rausgehausen hat es mir dann als mir eine schrieb wozu ich sie anschreibe. Ja, wozu hat sich die Lady denn angemeldet dort? Zum Pizza bestellen??? ich habs dann mal mit Kontaktplattformen in Russland versucht – das war 2006. Ich war erstaunt, wie offen und herzlich die Frauen schrieben. Auch Absagen natürlich. Seitdem hätte ich über 30 Frauen kennenlernen können. Ich war etliche Male in der Ukraine und in Russland. Und schreibe das hier gerade aus Russland, wo ich zu Besuch meiner Traumfrau bin. Und ich bin wütend auf mich. Wütend, so viel Zeit auf den CH Plattformen verblödet zu haben. An Mänenr die das hier lesen und sich fragen warum es in der CH einfach nicht klappen will: Es liegt nicht an euch. Macht den entscheidenden Schritt vorwärts, ein guter Einstieg ist interfriendship.de. Bei Englischkenntnissen auch love.mail.ru. Ach ja, an die Frauen die das lesen: Ich habe nichts gegen CH-CH Beziehungen. Aber wie unterkühlt – oder man sagt eben emanzipiert – Frauen in der CH sind stelle ich jedesmal am stärksten fest wenn ich vom Osten zurück kehre. Und nein, Frauen aus dem Osten sind nicht „schwach“, im Gegenteil, hier gibt die Frau den Ton an. Aber das Wort Emanzipation kennen sie schlicht nicht. Die war hier nie nötig. Hier musst du als Mann was leisten, du kriegst aber auch was zurück. In der CH leistest du nur als Mann was, und du kriegst nix, nicht mal ein Lächeln.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich finde die Menschen bei uns auch oft unterkühlt, wenn ich so mit Italien oder Frankreich vergleiche, sogar in England haben sie mehr Humor. Aber das gilt für die Männer genauso, farblose Langweiler, die denken, dass sie den fehlenden Esprit mit einer sicheren Anstellung oder einem tollen Auto wettmachen können. Zum Glück gibt es auch andere, es hat im Mamablog z.B. ein paar, die wirklich gut rüberkommen.

      • Lea sagt:

        unterkühlt – grenzenlose Liebe muss sich ja nicht nur auf Sol 3 beschränken.

        Hydrogene Wolkenform v. Beteigeuze. Ich suche Dich. Wenn Du ein merkurianischer Fackler m. Spaß am Sex bist, dann schreib mir sofort! Körpertemperatur nicht vergessen!

  • adrian sagt:

    ich war noch nie verheiratet, hatte aber viele freundinnen. zuerst in der schweiz, dann rund um die erde. ich wohne nun seit fast 10 jahren in lateinamerika und war zuvor ein weltenbummler. ich bin 42 jahre alt. das letzte was ich mir, nach meinen erfahrungen, vorstellen koennte ist eine betziehung mit einer schweizer frau. emanzipation ist eine utopie, weil eine frau nicht zum mann werden kann. frauen, die das anstreben, wie in der schweiz und anderen westlichen laendern, sind eben nicht begehrt und unfraulich. darum bin seelig und zufrieden mit nichtschweizer frauen. eben wie 50% von uns.

    • sebastian sagt:

      @adrian – hinzuzufuegen bleibt, wenn wir hier das schreiben wuerden, was die lateinamerikanische frau ueber die europaeische frau denkt und sagt, wuerden wir vermutlich gelyncht. Das forum scheint mir zudem von der grauhaarigen kurzhaarfrisur tragenden emanzipierten frau zu wimmeln……………;-).

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Mit Vorurteilen lebt’s sich völlig ungeniert….
        Denken sie, ein kritischer Geist braucht einen grauen Haarschopf, um zu funktionieren? Meine Haare sind lang, etwas lockig und blond……

      • sebastian sagt:

        aha, noch zu jung fuer grau, kommt noch, dann, wenn Sie sich auf die suche nach der verlorenen weiblichkeit begeben

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Denken sie, mit Haarefärben kommt die Jugend zurück – welch ein Trugschluss! Wir werden alle alt, ich denke nicht, dass ich deswegen meine Weiblichkeit verlieren werde, sie ist ein Teil meiner Menschlichkeit! Ich kenne alte Menschen, die einfach gut aussehen, gerade kürzlich sah ich wieder so eine Frau, der Name ist mir entfallen, sie gab dem Spiegel ein langes Interview, weil sie alle Dostojewski Romane neu übersetzt hat. Eine schöne, faszinierende Frau, über 80 Jahre alt. Sie trug allerdings auch nicht die Rentneruniform, sprich Töne zwischen Grau und Beige. Nein, eine Wolljacke, deren Kornblumenblau herrlich korrespondierte mit ihren Augen. Auch der Bergsteiger und Schauspieler Luis Trenker war so ein Typ, der bis ins hohe Alter attraktiv war, wahrscheinlich, weil er immer aktiv blieb.

      • Sigi sagt:

        Swetlana Geier

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Sigi, so heisst sie, Swetlana Geier.

  • Sabrina sagt:

    Leider kenn ich zu viele Ehen die ins Wasser fielen. Grund ist eine andere Kultur. Ich habe absolut nichts dagegen, wenn jemand eine andere Person aus einem anderen Kulturkreis heiratet, aber bitte zuerst einmal ausprobieren und eine gewisse Zeit zusammen leben. Nachher gibt es immer zwei Verlierer oder noch mehr (falls Kinder vorhanden sind).

    • Luise sagt:

      Hallo!!! Und all die gescheiterten Ehen unter Schweizerinnen und Schweizern???

      Leider auch in diesem Blog: Fremdenfeindlichkeit.

  • Forestli sagt:

    Diese Diskusion hier ist völlig überflüssig. Ich sage nur, wo die Liebe hinfällt und versucht nicht immer „das Gegenüber“ verändern zu müssen!!!

  • marco rubiconi sagt:

    Frauen mit naiv-rosaroter 3. Welt-Romantik-Brille.

    Wer in der Website: http://www.1001geschichte.de ein bischen rumstöbert, dem macht sich ein riesengrosses Gruselkabinett an Geschichten auf.

    Die Kosten daraus darf dann allzu häufig der tumbe Steuerzahler bzw. die tumbe Steuerzahlerin übernehmen.

    Wie seht ihr das ???????????????????????????????????????

  • heidi reiff sagt:

    @ Pippi Langstrumpf

    Sorry für meine verspätete Antwort, typisch Spätzünderin. Ich hab Mühe mit Machtstrukturen – Macht ist alles – Macht nichts : – )

    Die Italiener waren damals gut genug für die Schweiz um auf dem Bau zu chrampfen, die Uebernamen waren ja bekannt „Tschingge“. Leider laufen noch heute so Muster ab “ der Moor hat seine Schuldigkeit getan, der Moor kann gehen “
    moderner Sklaventum weltweit. Ich habe mich nach meinen Möglichkeitenkeiten als junge Frau eingesetzt für die Rechte der Frau, so wie ich informiert bin sind die sog. Emanzen am Stammtischgequasel nicht so beliebt, ist nur vom Hörensagen. Ich bin für Gleichberechtigung das gilt auch für Männer. Es gibt viele sog. Luder die Männer ausnehmen wie Weihnachtserpel, die zentrale Frage ist doch wo haben wir das gelernt ? Manchmal ist es auch fördernd etwas wieder zu verlernen. Meine Tochter war 15 Jahre lang mit einem Heiland verheiratet ein Inder, ich kenne die Hintergründe seiner Familie, Familienfehden auch dort, ich mische mich da nicht rein mit wenigen Ausnahmen die nötig waren zum Schutz meiner Grosskinder. Ballywood ist gross geschrieben bei Indern teurer Schmuck und Gewänder, pompös muss es sein. Meine Tochter hat einen neuen Lebenspartner, ihre freie Entscheidung, ich mag es ihr von Herzen gönnen. Kultur ist nicht das A und O vom Leben.

    Viel Spass noch beim Bettmümpfeli TV, jedem das Seine oder nicht.

  • Peter Meier sagt:

    Sehr geehrter Herr Zweifel

    Mit grossem Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen. Eine Ihrer Aussagen hat mich sehr überrascht: „In der Schweiz heiratet heute jeder zweite Mann eine Ausländerin.“ Gemäss meinen Recherchen beim Bundesamt für Statistik (http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/05/01.html) komme ich für das Jahr 2008 auf lediglich 20% anstatt wie von Ihnen behauptet 50%. Können Sie mir Angaben zu Ihrer Datenbasis geben?

    Vielen Dank und freundliche Grüsse

    • Efbi sagt:

      Die Zahl habe ich keine Sekunde lang geglaubt, war aber zu faul, sie zu überprüfen.
      Ein Dankeschön an Herrn Meier für diesen nützlichen Kommentar.

    • Philippe Zweifel sagt:

      Sie haben recht, da hat sich ein fehler eingeschlichen: jede zweite ehe in der schweiz ist binational. jede vierte findet zwischen einem schweizer und einer ausländerin statt.

      • Peter Meier sagt:

        Schade, wäre spannend gewesen.

        Herr Zweifel, es stimmt aber auch nicht, dass jede zweite Ehe in der Schweiz binational ist, ausser sie wissen mit Sicherheit, dass alle Ehen unter Ausländern binational sind. Ohne diese Information kann man lediglich sagen, dass mindestens 36% aller Ehen binational sind.

  • Laowang sagt:

    Meine Frau und ich leben seit fünf Jahren glücklich zusammen und sind seit drei Jahren verheiratet. Sie kommt aus China. Kulturelle Probleme haben wir nicht, aber ich interessiere mich schon seit meiner Jugend für fernöstliche Kultur und Philosophie. Ich lerne auch Chinesisch, was es mir erlaubt, mit der Familie meiner Frau in Kontakt zu treten. Wichtig scheint mir, das beide Partner auf die jeweilige Kultur zugehen.

  • Simone sagt:

    Sehr geehrter Herr Zweifel, ich habe grösste (ja, blöd) Zweifel an der Authentizität Ihrer Aussage. Mal abgesehen vom Frittieren und Ihrem Namen bleiben Sie uns unter anderem die Herkunft Ihrer (nein, nicht Kartoffelprodukte) Allerliebsten schuldig. Ich habe selbst „interkulturelle“ Erfahrungen und finde Ihren Blog leider sehr überflüssig. Ich komme nicht draus, was Sie meinen. Sorry.

  • xorxe sagt:

    Na da hab ich ja ein paar Hosenscheisser angepiekst, nur weil ich sage, was ich möchte. Selbstverständlich kann ja dann die Frau genauso sagen, was sie möchte. Ich zwinge niemanden zu gar nichts. Und wenn’s dann passt, ok. Und sonst wird halt nichts draus. Aber ich bin nicht bereit, meine Wünsche zum Vorneherein zu verstecken, weil sie evtl. das nicht möchte. Ich lasse mich domestizieren von irgendwelchen Feministinnen. Ich habe in vielen Ländern viele Freundinnen gehabt (Schweizerinnen waren nie dabei!), und noch nie hat sich eine beklagt, und bei jeder könnte ich jederzeit zurückkehren. Warum? Weil ich sie anständig behandelt habe, weil ich nie geheuchelt und gelogen habe, weil ich nie etwas versprochen habe, das ich nicht gehalten habe. Und ich habe nie jemanden zu etwas gezwungen. Aber ich lasse mich auch nicht dazu zwingen, dann Liebe zu machen, wenn es einer Frau passt, dann gehe ich halt ein Haus weiter, so what? Darf ich ein Leben lang nicht mehr Fussball spielen, weil meine Frau nicht gerne Fussball spielt?? Bei der Kindererziehung habe ich meine Prinzipien, warum sollte ich darüber ellenlang diskutieren? Wenn die Frau das anders will, dann sucht sie halt einen andern Partner, na und? Das diskutiere ich ein für allemal, bevor ich Kinder auf die Welt stelle, aber nicht jeden Tag neu.
    Und das saudumme Schema von Küche und Bett kann nur einer zu kurz gekommenen Frau entspringen: Bis jetzt habe ich mich vorwiegend um die Küche und um die Kinder gekümmert (ich bin alleinerziehend mit 2 Kindern seit 10 Jahren!). Und das, was ich im Bett will, das mache ich auch, und zwar mit der Frau, die das Gleiche will, wie gesagt: ich zwinge niemanden. Ich lasse mir nicht sagen, wie oft die statistische Norm in meinem Alter ist (ich werde dieses Jahr 60! und ich esse 2 Mal am Tag, ich putze meine Zähne 2 Mal am Tag, ich gehe 2 Mal am Tag auf die Toilette, und ich mache 2 Mal am Tag Liebe, wo also ist das Problem?) Wir sollten doch endlich aufhören damit, Sex immer mit Liebe zu koppeln, das bringt nur unnötigen Ärger.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      „Ich lasse mich domestizieren von irgendwelchen Feministinnen. “
      Na eben, geht doch…..

    • Eni sagt:

      @ Xorxe

      Sie hatten in vielen Ländern viele Freundinnen aber darunter war nie eine Schweizerin? Aber geheirat haben Sie doch eine Schweizerin un das 17 Jahre lang, freiwillig. Das geht bei mir nicht auf.

      Nein, in die Hose mache ich nicht mehr, seit ich 1 1/2 Jahre bin, ist also ein paar Jährchen her. 😉

      Schönen Sonntag

  • Mercy sagt:

    I read this article and it brought me to tears.
    As time goes by it continues being a huge subject the fact that people of different culture and color can love each other and be happy!

    I’m a daughter of a black father and a white mother. As a mixed couple they were no exception those times.

    I was raised in good schools, I lived and studied in several countries and I assume I as raised with good principles.

    I married the love of my life and I moved to Zürich. As I had lived in different countries I understood it would be no transition to what I had experienced before.

    Well, It has been the hardest thing Ive ever done in my life.

    It is not only hard to be married to a swiss because Im recognized as a foreigner but in my case Im also black and it causes even more stir!

    Im a Geographer and a pianist, I dont show any cleavage, I respect the rules of the country, I value the Swiss culture….

    However, when people see me, they dont know who I am! They see what their Pre made concept of a foreign person is!

    Why do man in Switzerland approach me on the tram station, asking if I am a prostitute? When I most likely am going to the University?
    Why Im looked down in many places as if I am going to assalt a bank?
    Why cant I be just a normal human being, trying to live up for its capacity?

    To love a swiss man, being a foreigner woman, youve gotta be tough.

    Maybe thats why they love us so much. We dont give up so easily!
    Love is worthwhile!

    • Lea sagt:

      you are not a native english speaker, are you?

      „Pre made concept“ is a germanism.

      there is an english speaking forum in switzerland: „http://www.englishforum.ch/“. Mostly expatriates living in Switzerland. one said after having relocated to many countries, that adapting to switzerland is the most difficult of all.

      makes you think, no?

      • david sagt:

        @Lea@Eni@Pippi

        Ich glaube, Ihr habt ein schweres Problem!

      • Oskar sagt:

        Sehe ich genau so, vorallem bei Lea.

        Aren’t you, Lea, aren’t you heisst es. Wenn Du selbst nur englisch radebrichst, würde ich mich hüten, andere anzuschwärzen.

        Lea, du pisst hier jedem ans Bein und massregelst jeden männlichen Leser. Lass es. Du bist anstrengend und frustriert.

      • Eni sagt:

        @ David

        Bitte präzisieren Sie Ihre Aussage.

        Ich weiss sehr wohl, dass ich manchmal etwas forsch bin und ja, manchmal geht der Gaul mit mir durch.

        Wenn Sie auf meine Aussagen betreff Xorxe ansprechen: Ich finde seine Aussegen sehr egoistisch. Ich mag keine Egoisten.

      • Lea sagt:

        @ Oskar aka R.S aka andere 11. Mai 2010 um 14:54:

        Eine Frage, die mit „…nicht wahr?“ beendet wird, wird im englischen mit der Umkehr des Verbes beantwortet.

        also: „you are not a native english speaker“ -> Are not – aren’t -> * -1 = are.

        Germanismen sind recht gut zu erkennen.

        “Pre made concept”: Vorgefertigtes Konzept.

        Was Mercy meinte ist preconceived idea. oder einfach to be judgemental. vorverurteilend vorurteile habend.
        Den ganzen Einwurf las ich eben als Trolleinwurf, weil sich jemand als afrikanische oder – wegen ‚Englisch’ als afroamerikanische Einwanderin ausgibt, das Englisch aber eben ziemlich eindeutig auf deutsch als Muttersprache hinweist.
        Ein Versuch also, dem Thema eine Drehrichtung zu Rassismus zu geben.

        Meine Kernaussage und der Verweis auf das englische Forum als Plattform für Expatriates hast Du völlig außer acht gelassen. Dort steht die Sicht von Leuten, die in der Schweiz als Zugewanderte leben.

    • Oskar sagt:

      @ Eni

      Tja, und Xorxe mag wohl keine Gäule. Und nun?

      • Eni sagt:

        Also, Ihrer Meinung nach habe ich ein Problem und ich habe Sie um präzisierung gebeten. Also? Aufgrund welcher Aussage kommen Sie zu so einem Schluss? Sie müssen ja schon was dazu zu sagen haben, wenn Sie sich schon eine solches Urteil über mich bilden ohne mich zu kennen. Also?

    • rolvetra sagt:

      I am Swiss, from a Swissgerman mother and a Swissroman father. I have lived in several swiss cities and many years abroad By experience I can confirm to you that Zurich which I know well is the worst, most racistic and arrogant place in Switzerland. You would not have such problems in Basel or Geneva. Sorrry for you.

  • Lea sagt:

    Hübsche reiselustige Desulforomonade, Masse 8 mal 2 Mikrometer derzeit unterwegs auf einem ferromagnetischen Pyritkrümel im van-Allen-Gürtel, sucht elegante gramnegative terrestrische oder venusianische Thiopneutes zum Austausch von Erfahrungen und Sex-Pilis. Sie sollte starke Flagellen haben und Spaß am interstellaren hitchhiking. Wie wär’s mit einem blind date am black smoker ZA223K234 im Golf von Mexiko? Barophile bevorzugt! Mikroärobe oder andere Perverse zwecklos.

  • Lea sagt:

    OMNIVAC-5000-Computer möchte Bekanntschaft mit aufgeschlossenem Staubsauger schließen. Anrufen und Programmierzeit ausmachen!

  • Alex Keller sagt:

    Sicher gibt es sowohl kulturelle, wie auch sprachliche Unterschiede, aus denen in gewissen Situationen Missverständnisse entstehen. Man ist sich aber diesen Unterschieden bewusst und versucht diese dementsprechend mit Beispielen dem anderen Partner zu vermitteln, wie man so schön sagt „mit Händen und Füssen“. Habe momentan einfach das Glück, dass wir beide der Sprache Englisch mächtig sind. Aber wie von anderen schon umschrieben, die Religion kann ein Stolperstein sein, mit Glück aber auch nur ein kleiner. Die gesellschaftliche Offenheit (freundlicher Empfang eines Menschen aus einem anderen kulturellen Kreis) und technische Errungenschaft (Mobilephone, Internet, Skype mit Webcam…) macht nämlich vor keiner Kultur halt „Zum Glück“

    Freundliche Grüsse,

    Alex K.

    • Oskar sagt:

      Als ob die Frauen hier im Forum die Wahrheit für sich gepachtet hätten. Es ist schon ein starkes Stück, wenn Genossinen ihren Kolleginnen vorschreiben wollen, was sie zu wollen haben und was nicht.

      Aber dann buschig werden wenn man nachfrägt, wo denn der Unterschied liegt zwischen einen Schweizer Mann mit seiner Thai-Freundin und einer Schweizer Frau mit ihrem Kenyianischen Freund.

      Und gleich kommt ne Salve von wegen die Typen kriegen bestimmt keinen ab, resp. keinen mehr hoch. Na ja, batikumschwungene und hennagefärbte Frauen scheinen ja auch nicht gerade der Topseller zu sein.

      Stein – Glashaus – ihr versteht bestimmt.

      • Eni sagt:

        @ Oskar

        Wenn sich im Mama-Blog so viele Männer über die Sexunlust ihrer Frauen beklagen, hinterfrage ich das schon. Ich kenne in meinem Umfeld fast nur Frauen die gerne Sex mögen, also wo happert es denn? Vielleicht hat halt Frau lieber gar keinen Sex als immer schlechten Sex.

        Was hat das mit Glashaus zu tun?

      • Henri sagt:

        @Eni 13. Mai 2010 um 21:24

        Ob es für das eigene Seelenheil wiklich besser ist, anstelle von schlechtem Sex gar keinen Sex zu haben, das sei mal dahingestellt, weil es nicht sicher so ist.

        Sicher ist aber:
        Sex ist das Mittel der Wahl, mit welchem Frauen die Männer kontrollieren – ein anderes haben sie im Regelfall auch nicht.
        Das war schon immer so, ist heute so und wird wohl so bleiben – es sei denn, die Verweiblichung der Männer und die Vermännlichung der Frauen schreitet fort – dann, wer weiss, könnten vielleicht sogar mal diese Rollen getauscht werden.

        Und ja, ich kenne einige Frauen, welche gerne bis sehr Sex haben.
        Ich habe auch gerne Schokolade, das heisst aber nicht, dass ich sie immer esse.

        Und genauso halten es die Frauen mit dem Sex – sie verzichten lieber mal, um dessen Wert als Handelsware nicht sinken zu lassen.
        Auch die, welche gerne Sex haben.

        Scheint ein instinktives Verhalten der Frauen zu sein.

      • Eni sagt:

        @ Henri

        Die Verweigerungstaktik von Nähe ist nicht nur bei Frauen zu beobachten, Männer können das eher noch besser, weil sie sich völlig verweigern wenn ihnen etwas nicht in den Kram passt und so ihre Ueberlegenheit zu demonstrieren. Besonders gut funktioniert das, wenn Frau kleine Kinder hat und die Frau Babypause hat oder auch nur teizeit arbeitet. Um die Frau zu erpressen, kommt Mann dann einfach nicht nach Hause oder erst spätabends und das Wochenlang in dem Wissen, dass die Mutter nicht einfach ihre kinder im stich lässt und einfach rausgeht. Aushungern nennt man das wohl.

  • Alain sagt:

    Ich muss einfach feststellen, dass immer mehr Schweizer eine ausländische und vor allem asiatische Partnerin bevorzugen. Das wird sicherlich seine Gründe haben. Kann es sein, dass die Schweizerinnen einfach zu wening feminin sind? Ich jedenfalls kann mich keiner Beziehung mir einer Schweizerin besinnen und das nach 24 Jahren leben in der Schweiz. Ich finde eine Beziehung funktioniert immer noch am besten, wenn der Mann ein Mann bleibt und die Frau eine Frau. Und das haben die meisten Schweizerinnen einfach verlernt!

    • Tanja sagt:

      Ich muss einfach feststellen, dass immer mehr Schweizerinnen einen ausländischen (südamerikanischen, afrikanischen, Nordamerikanischen) Partner bevorzugen (siehe ausgeglichene Statistik von Ehen mit Schweizerinnen-Ausländern und Schweizern-Ausländerinnen). Das wird sicherlich seine Gründe haben. Kann es sein, dass die Schweizer einfach zu wenig maskulin sind? Ich jedenfalls…..etc.etc.etc………….

      • Hedon Zweifel sagt:

        Und woher kommt es, dass Männer nicht mehr so Maskulin sind? Ist das nicht eine der Kernforderungen des Feminismus?
        Wer erwartet heute von Männer, dass Sie mehr im Haushalt sein sollten, ihr Abeitspensum reduzieren sollen, damit sie frau unterstützen können bei Haushalt und Erziehung? Wer erwartet, dass Männer einfühlsame Zuhörer sein sollten und nur noch politisch korrekt jedoch nicht dem eigenen Empfinden entsprechend antworten dürfen?

      • Tanja sagt:

        @Hedon Zweifel: Man kann den Haushalt manchen und doch ein ganzer Mann sein. Mein Ehemann beweist das jeden Tag. Wenn ihre Männlichkeit an ein bisschen Haushalt machen schon kaputt geht, dann ist es doch schon vorher übel darum bestellt gewesen, meinen Sie nicht?

  • Xorxe sagt:

    Von wegen kulturellen Unterschieden und verschiedenen Gewohnheiten: Ich gewöhne mich lieber an Thai-Küche als an irgendwelche gutschweizerische vegetarische Bio-Salatküche. Zudem möchte ich (nach 17 Jahren Erfahrung einer Ehe mit einer Schweizerin) eine Frau, die auch Pflichten kennt, nicht nur Rechte. Erotik und Sexualität sollte nicht eine Einbahnstrasse sein, wo die Frau den Ton und Zeitpunkt bestimmt. Es ist für mich einfacher eine Fremdsprache zu lernen, als dieses politisch korrekte, oekologisch, feministisch, nicht rassistische Wischi Waschi. Auch möchte ich, dass meine Frau und ich die Kinder nicht nach dieser Weicheier Teddybärenpädagogik erziehen, aus der nur überlebensunfähige Frustraten mit Helfersyndrom erwachsen können, die vom Staat durchgefüttert werden müssen. Viel Kommunikation funktioniert ohnehin aussersprachlich, wenn sie funktioniert, nd sonst nützt auch die „gemeinsame“ Sprache nichts, in der man dann endlos über Beziehung diskutiert und nie an ein Ende kommt, ausser früher oder später ans Ende der Ehe.

    • Eni sagt:

      @ Xorxe

      ICH möchte! ICH möchte! ICH möchte! ICH möchte!

      Was darf denn Ihre Frau möchten, was bleibt für sie übrig?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die darf diesem senkrechten Schweizer Egoisten dienen, in Küche und Bett stets willig und widerspruchslos.

      • Eni sagt:

        @ Pippi Langstrumpf

        Aah, Sie meinen, da wird aus müssen ein dürfen gemacht? Ja, so kann man es natürlich auch drehen.

        Ich frage mich sowieso, ob all diese sexuell vernachlässigten Männer im Bett Versager sind, dass ihre schweizer Frauen in der Erotik immer so klemmen. Die meisten Frauen in meinem Umfeld mögen Sex.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das habe ich mich auch schon oft gefragt, wahrscheinlich ist das des Pudels Kern, obschon ich persönlich mich in dieser Beziehung nicht beklagen kann.

      • Peter sagt:

        Och Mädels, das ist doch Nachtreten und schlechter Stil.

    • Maja sagt:

      Sie waren 17 Jahre mit der Gesellschaft verheiratet und nun versuchen sie es mit der thailändischen Gesellschaft.
      Sie tun mir leid.

  • Fiona sagt:

    Tja, wenn ein Schweizer eine Ausländerin hat, ist das sicher total etwas anderes, als umgekehrt. In der obenerwähnten Titelstory und dergleichen gibts oft Kinder und sie macht den Haushalt.
    Bei der Schweizerin: Erst war sie noch emanzipiert und wollte keinen Bünzli. Oft kommt es jedoch so heraus, dass sie dann in der Beziehung zum ausländischen Mann doch zum Schluss den ganzen Laden führen muss. Und ausserdem bricht irgendwann wohl dann der Macho aus dem Südländer oder Afrikaner raus….. Wenn die Babys klein sind geht es ja noch, aber im Schulalter kommen die kulturellen Wünsche des Einzelnen ans Tageslicht.

  • Und was viele Schweizerinnen und Schweizer mit einem / einer ausl. PartnerIn unterschätzen ist der Umstand, dass Hochdeutsch und Schwiizertütsch zwei völlig verchiedene Sprachen sind. In den Sprachschulen wird Ersteres vermittelt, aber im Alltag wird Zweiteres gesprochen.

    • Peter sagt:

      Ich befürchte die Unterschiede zwischen Hoch- und Schweizerdeutsch sind noch das allerkleinste Problem…

  • Peter sagt:

    Der Artikel scheint vorallem bei den Frauen hier einen wunden Punkt getroffen zu haben. Hoppla, sind ja nicht nur die männlichen Grüsel die sich in der 3. Welt eine Frau anlachen und somit der Frauenbewegung ein Messer in den Rücken stossen.

    Plötzlich platzt es aus allen raus, sie hätten auch eine aussereuropäische (sic!) Beziehung. Bei Männern ist es ein Unding und menschenverachtend und kleine Männer kreigen sonst keine ab. Ihr Frauen nennt das bei euch dann einfach eine aussereuroäische Beziehung, und das Problem ist gar keines mehr.

    Würde mich jemand danach fragen, ich würde antworten, schöner Selbstbetrug, das.

  • CH-CH sagt:

    Der Artikel ist sehr schön und treffend beschrieben, Danke!

    Allerdings fehlt mir ein Aspekt, welcher gerade in der Schweiz nicht vergessen gehen sollte. Ich (Deutschschweizerin) lebe seit bald zehn Jahren mit meinem Freund (Romand). Ja wir sind beide Schweizer, aber unsere Muttersprache ist verschieden und der kulturelle Hintergrund (durch Deutsche oder Französische Lebensart beeinflusst) ist unbestreitbar anders. Viele Erlebnisse (es sind ja nicht nur Negative!), welche von befreundeten Paaren erzält werden, die mit Partner aus anderen Ländern zusammen leben, erleben wir auch.

    • Tanja sagt:

      Ja, sogar Paare, von denen beide aus der Deutschschweiz stammen, erleben „kulturelle“ Unterschiede. Denn es ist unterschiedlich, was in jeder einzelnen Familie weitergegeben wird, vorgelebt wird an Werten und was als wichtig erachtet wird. Ein Paar wo die Partner aus zwei verschiedenen Kulturen stammen, kann oft mit diesen Differenzen bewusster umgehen, weil man ja weiss, dass diese Unterschiede bestehen. Ein CH-CH Paar denkt oft nicht daran, obwohl diese Unterschiede genau so bestehen.

      • Luise sagt:

        Hab alle eure Kommentare mit Interesse gelesen.

        Bin 55, meine Eltern führten eine binationale Ehe (Mutter Italienerin, Vater CH) und ich erlebte Rassismus von klein auf. Ich stelle fest, dass sich da nichts geändert hat. Wir können wohl nur selber etwas ändern.

        Mein Sohn ist mit einer Ukrainerin verheiratet und es ist unglaublich, was wir an Rassismus einstecken müssen. Sogar von so genannt fortschrittlichen Menschen, die sich sicher nicht als Rassisten sehen. Schon meine Mutter musste sich sagen lassen, sie hätte meinen Vater nur wegen des Geldes geheiratet. Zwei Generationen und viele binationale Ehen später tönt es noch gleich.

        Die fetten Speisen unserer Ukrainierin zu schlucken ist wesentlich weniger schlimm als den alltäglichen Rassismus zu ertragen.

      • Maja sagt:

        genau so sehe ich das auch. Manchmal dachte ich wirklich mein Mann komme vom Mars. Am schwierigsten ist
        das Gelingen einer guten Ehe wenn sie oder er dauernd daran denken was wohl die Nachbartn etc. denken.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Luise, was sie erlebten als Kind kann ich gut nachvollziehen, zu dieser Zeit waren die Italiener in der Schweiz von vielen nicht gern gesehen, sie wurden teils geplagt und als Menschen zweiter Klasse behandelt. Aber das war kein Rassismus, weil wir ja derselben „Rasse“ angehören, Europäer sind Europäer. Das macht die Diskriminierung der Italiener nicht besser, im Gegenteil, sie ist umso unverständlicher, aber es ist trotzdem kein Rassismus, es ist wohl eher Fremdenhass, wir sollten diese Begriffe auseinanderhalten. Sie sind nicht die erste hier, die Rassismus schreibt und Fremdenhass meint, deshalb musste ich das mal erwähnen. Inzwischen sind die Italiener nicht nur gerngesehen, sie werden geliebt bei uns, weil sie nicht mehr fremd sind, auch wenn sie nicht genau gleich sind wie wir. Das ist doch toll, was sich innerhalb von zwei Generationen verbessert hat.

      Fremdenhass ist übrigens ein Phänomen, das sich auch schon im Kleinen entwickelt. Wenn das Schwimmbad in unserem Dorf im Sommer komplett überfüllt war, gab es einige, die fanden, die „Auswärtigen“ aus den umliegenden Dörfern brauchten nicht auch noch den Platz zu versperren, die seien schliesslich selber schuld, wenn sie kein Schwimmbad betrieben. Sie sehen, die Ausgrenzung fängt schon im ganz Kleinen an, sie ist übrigens auch nicht Schweiz typisch, sondern eine sehr „menschliche“ Eigenschaft. Ich konnte z.B. beobachten, wie sich die Bewohner der äolischen Inseln von den Festlandsizilianern abgegrenzt haben, da fielen Ausdrücke wie „stronzo messinese“ etc. Die Inselbewohner fanden, sie seien ganz anders als jene, natürlich denen überlegen, und möchten keinesfalls in einen Topf geworfen werden. Als ich anmerkte, ich sähe keinen grossen Unterschied, habe ich mich gehörig in die Nesseln gesetzt.

      • Luise sagt:

        Du hast recht Pippi: Fremdenhass ist nicht Rassismus und umgekehrt. Und trotzdem geht es um das gleiche: Menschen werden wegen irgendetwas abgelehnt. Zum Beispiel meine Schwiegertochter, wenn sie mit ihrem russischen Akzent spricht, dazu kommt, dass sie noch sehr schön ist, was den Neid erweckt. Ach, ich fühle mich oft wie eine Löwin, die ihr Junges schützen möchte.

        Ja, Fremdenhass ist nicht schweiztypisch. Ich bereise seit 30 Jahren Lateinamerika. Dort ist es so: Wie dunkler die Hautfarbe, umso tiefer unten auf der Hackordnung. Und Indio ist ein Schimpfwort.

        Das einzige was etwas bringt ist, wenn wir selber dort wo wir sind anders handeln. Aber nicht ins Gegenteil verfallen. Ein Fremder, Andersrassiger ist nicht einfach ein guter Mensch.

      • Lea sagt:

        Genaugenommen gibt es bei homo sapiens sapiens keine Rassen im Sinne der Zoologie.

        Somit sind Xenophobie, Fremdenhass und Rassismus nur graduelle Unterscheidungen zwischen Angst und Hass gegenüber Andersartigen. Die darunterliegende Einstellung ist die selbe.

        Bei Europäern von einer ‚Rasse’ zu reden finde ich rein historisch schon etwas gefährlich. Eigentlich ist der Gen-Pool durch Völkerwanderungen, Invasionen und der langen Präsenz der antiken Römer gut durchmischt.

        Kulturell ist Europa auch nicht wirklich eine Einheit. Schon wegen den verschiedenen Sprachen nicht. Gerade das ist der Reiz und die Schönheit des Kontinentes.

  • kaT sagt:

    wow……das ist einfach toll, dass ihr dieses Thema bringt und ich möchte mich auch bei vielen Kommentatoren bedanken…..es tut so gut über dieses Thema zu lesen, und verschiedene Meinungen zu lesen…..DANKE! :))

    Es gibt so viele verschiedene Kulturen und dann kommen auch immer noch das individuelle Zusammenspiel der Beteiligten ins Spiel, die Charaktere…..aber ich gebe allen Recht die behaupten, dass eine interkulturelle Beziehung „Arbeit“ bedeutet….oft mehr als in einer CH-CH Beziehung oder CH-EU auch noch meistens…

    Ich bin schon um die Welt gekommen und habe jetzt einen afrikanischen Freund, der aber auch zum Teil in Amerika gelebt hat, selbst schon gereist ist, das macht einen grossen Unterschied zu Afrikanern die so zu sagen „direkt“ aus Afrika kommen……die sind anders drauf…..kann gut gehen, kann schlecht gehen….da kommt es dann auch extrem auf den Charakter an, zumindest ist das meine Ehrfahrung…

    Ausserdem mag es eigenartig scheinen, aber es kommt bei Afrikanern oft auch noch darauf an aus welchem Land genau sie stammen, da gibts auch nochmal einige kulturelle Verhaltensunterschiede.

    Auch Asiaten unterscheiden sich sehr deutlich in ihrem Verhalten von Europäern, ich habe Inder, Vietnamesen, Thailänder als Freunde…..

    ….Wahrscheinlich ist die Aussage, dass die Südamerikaner den Europäern kulturell und mental am Nächsten sind relativ nach vollziehbar.

    Es ist wirklich nicht mit einer rosaroten Brille anzugehen…..man sollte sich sehr bewusst sein was es bedeutet mit jemandem aus einer anderen Kultur zusammen zu sein, es gibt viele Reibungspunkte und vieles, dass auch schwierig ist zu wissen, wie Hintergründe der entsprechenden Kultur.

    SEHR WICHTIG finde ich, dass man auch kritisch ist und sich fragen stellt wie: Warum verhält sich jemand so und so? Woher kommt das? Wie verhält sich die Person im Zusammenhang mit der Familie? Grade bei Männern: wie in ihrem Land? In ihrem ursprünglichen Umfeld? Da kann eine Blinde Liebe noch ganz schön auf die Welt kommen!
    Es kann alles gut laufen in der Schweiz, aber wie ist es wenn man mit Mann und Kindern dann in seinem Land ist? Möglicherweise wir er sich anders Verhalten da es von ihm Verlangt wird.
    Wie wird er zu seiner Frau stehen falls es zum Streit oder Unstimmigkeiten kommt?
    Grade bei Indern: Familie ist alles – was wird er sagen wenn die Familie anderer Meinung ist als du? Steht er zu dir? Wie geht er allgemein mit Druck von seiner Kultur um?
    –Und wie stehts mit Geld? Es geht doch nicht dass die ganze Familie von Eurem Geld abhängig wird.
    Grenzen müssen gesetzt werden, wichtige Dinge am Besten am Anfang von einer solchen Beziehung hinterfragt werden, verstehen wie es der andere Paartner sieht, rein aus dem Grund heraus, dass man auch so unerwartete-um nicht böse zu sagen-Überraschungen möglichst zu vermeiden…

    Ich hoffe ich kann anderen Lesern damit auch helfen und oder es als meinen Denkanstoss weiter geben. 🙂

    **Enjoy life with who ever** 🙂

    • Hedon Zweifel sagt:

      „Ausserdem mag es eigenartig scheinen, aber es kommt bei Afrikanern oft auch noch darauf an aus welchem Land genau sie stammen, da gibts auch nochmal einige kulturelle Verhaltensunterschiede.“
      Afrika ist halt schon ein grosses Land, mit seinen mehr als Tausend verschiedenen Sprachen!

      • kaT sagt:

        Haha 😉 jaa es ist eigentlich schon fast absurd verallgemeinern zu wollen nicht?!
        Allerdings eben anderseits auch wieder nicht……trotzdem hab ich grad durch meinen Freund und andere afrikanische Freunde schon so einige krasse unterschiede mitbekommen…..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja, genetisch seien uns die Ostafrikaner näher als ihren Westafrikanischen Landsleuten, habe ich mal gelesen, ist doch interessant, nicht wahr?

  • Markus S. sagt:

    Ich bin seit 8 Jahren mit einer Afrikanerin/Amerikanerin verheiratet und möchte 2 Dinge zur Diskussion beitragen: Erstens: Ich war zuvor mit einer Schweizerin verheiratet und kann genau sagen, weshalb ich Schweizer Frauen nicht mehr möchte: Vernuft, Vernunft, Vernunft! Alles muss immer vernünftig sein: Nicht zu viel trinken, nicht zuviel Fleisch essen, nicht zuviel autofahren, nicht zu viel von allem. Aber ich als Schweizer bin selber schon zu vernünftig deshalb ist das alles einfach zu viel vom gleichen, d.h langweilig. Meine Frau liess ich von mir scheiden weil ich zuviel verdiente!!!
    Nun zur anderen Seite: Meine Frau ist das Gegenteil von vernünftig – alles pure Emotion. Das ist positiv ausgedrückt sehr bereichernd und sehr erfrischend aber auch sehr anstrengend und konfliktreich im Alltag. Meine erste Beziehung war zu viel vom gleichen – wir hatten niemals Streit. Die interkulturelle Bezieung ist jetzt sehr spannend aber auch erschöpfend – eine fast tägliche (!) Achterbahnfahrt vom absoluten Hochgefühl bis zu Scheidungsplänen. Ich bin mir nicht so sicher, was besser ist? Gibt es einen Mittelweg?

  • marcel sagt:

    Wir kennen mehrere gemischtrassige Paare, zufälligerweise alles weisse Frauen mit dunkelhäutigen Männern. In keiner dieser Beziehungen wird hauptsächlich deutsch gesprochen, keiner der Männer versteht/spricht gutes Deutsch, auch nach vielen Jahren nicht; sie verkehren hauptsächlich und intensiv mit Landsleuten. Das hat leider immer zur Folge, dass sich die Beziehungen zu diesen Paaren eigentlich auf eine Beziehung zur Frau beschränken, da der Partner den Gesprächen nicht wirklich folgen kann, auch wenn diese in Hochdeutsch erfolgen, der Mann geht seine eigenen Wege und bleibt den Bekannten der Frau fremd.

    Ich glaube nicht, dass sich Frauen dieser Problematik mit all ihren Konsequenzen ganz bewusst sind. Sie glauben wahrscheinlich, das würde sich bessern mit der Zeit oder sogar ganz vorbeigehen, was es aber vielfach nicht tut. Im Gegenteil, in der Regel geben sich die Bekannten/Verwandten anfangs viel Mühe, lassen aber mit der Zeit nach, weil es (das Wort sagt es) mühsam ist – und bleibt, da sich die Sprachkompetenzen meist auf (zu) tiefem Niveau stabilisieren. So eine Situation dürfte für jede Beziehung eine ziemlich Belastung darstellen, und das natürlich zusätzlich zu den Problemen, die jede Beziehung bedrohen.

    Bis und mit heute kenne ich eigentlich niemanden, der es geschafft hätte, sich ohne wirklich gute Mundartkenntnisse hier (in der Deutschschweiz) zu integrieren. Ich wünschte, es wäre anders, aber nach etwa einem halben Dutzend „Fällen“, welche genau so abgelaufen sind, bin ich ziemlich ratlos.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich verstehe vieles, aber eine solche Partnerwahl verstehe ich nicht. Wovon lebt diese Beziehung, wenn kein adäquater verbaler Austausch stattfinden kann? Immer nur rammeln kann es ja auch nicht sein, dazu wird auch das langweilig, wenn es stumm vor sich geht. Also, worin liegt der Reiz?

      Das gilt übrigens für beide Geschlechter. Ich kannte mal eine Thailänderin, die war schon seit 20 Jahren in der Schweiz verheiratet mit einem Schweizer, sie hatten 2 Kinder, die Frau konnte nur gebrochen deutsch sprechen. Dazu war sie immer noch Analphabetin!! Sowas übersteigt meine Vorstellungskraft, wie kann der Mann es zulassen, dass seine Frau noch nicht mal lesen und schreiben lernt? Sie sagte mir, sie kenne auch andere Frauen, die hier so leben wie sie. Natürlich hat sie schon lange den Schweizerpass. Hier haben die Behörden eine echte Verpflichtung: Wer nicht lesen und schreiben kann und keine der Landessprachen genügend spricht, wird nicht eingebürgert, das sollte selbstverständlich sein. Ach, ich merke, wie ich mich aufrege…..

      • Hedon Zwiefel sagt:

        Kann das sein dass Sie in sehr patriarchalischen Mustern denken. Wenn der mann die Frau nicht zur Weiterbildung schickt, dann schafft Sie das nie von sich aus und auch die Kinder kommen da nicht auf die Idee???

      • markus sagt:

        @Pippi, sorry aber es gibt auch Schweizer Analphabeten, willst Du die Ausbürgern? Was ist mit den Spaniern die seit 40 Jahren hier arbeiten und noch kein Deutsch können? Mir würde es auch nicht gefallen wenn ich mich mit meiner Frau nicht unterhalten könnte, aber es muss ja nicht unbedingt Deutsch sein, ich selber rede täglich mehr Englisch als Deutsch und in unserer Globalisierten, Emanzipierten Welt darf doch eine Frau die Sprache erlernen welche Sie will 😉 Haben sich die Spanier, Italiener welche seit 40 Jahren hier leben alle wirklich integriert? Die sind ja auch mehr oder weniger unter sich geblieben und wissen nach 40 Jahren noch nicht wer Tell war (ausser das Bier aus dem Coop).
        Man sollte sich unseren Begebenheiten anpassen, also unsere Gesetzte und Kultur achten, aber unbedingt Deutsch lernen finde ich daneben. Es gibt auch Rumantsch die kein Deutsch können und 90% der Schweizer verstehen diese nicht, auch Ausbürgern? Die Schweiz ist ein sooo kleines unterbelichtetes Land welches ohne Ausländer gar nicht überleben könnte. Komischerweise lernen die Schweizer in St.Moritz fleissig Russisch damit Sie in zukunft überleben können, hmmm ach ja Cash und Maximum Profit das ist ja die Religion der Schweizer! Hätte ich fast vergessen 😉 P.s bin Secondo und stolz darauf! Wir haben dieses Land zu dem gemacht was es ist, ach ich reg mich schon wieder auf ab so viel ras…….

      • markus sagt:

        @Pipi, es gibt auch Schweizer Analphabeten und was ist mit den Spaniern welche schon seit 40 Jahren hier leben und keine Deutsch sprechen? Mich würde es auch stören wenn ich meine Frau nicht verstehen würde, aber muss es den unbedingt Deutsch sein? Ich rede täglich mehr Englisch beim arbeiten als Deutsch und in unserer Globalisierten, Emanzipierten Welt darf doch eine Frau die Sprache lernen welche Sie will oder? Was ist mit den Rumantsch? Die versteht gar niemand und dürfen auch in der Schweiz leben.
        P.s bin stolzer Secondo und ohne uns gäbe es die Schweiz gar nicht mehr, wir haben die Schweiz zu dem gemacht was sie ist! Und in den Kinderkrippen werden die Schweizer Kinder meistens auch von C-Bewilligungen betreut, ach ich reg mich wieder soooo auf ab soviel rass…
        Heil Dir Helvetia (ach das war doch die mit dem Römischen Offizier oder ?)

      • Georg sagt:

        @Pippi

        „wie kann der Mann es zulassen, dass seine Frau noch nicht mal lesen und schreiben lernt?“
        Marcel hat oben ausgeführt, dass dies auch bei gegensätzlicher Konstellation (CH-Frau, Ausländer-Mann) vorkommt. Item.
        Ein Teilaspekt ist sicherlich die Angst vor Kontrollverlust (man ist sich wohl bewusst, dass der eigene Marktwert nicht sehr hoch ist und befürchtet den Absprung des Partners bei Integration). Seien wir ehrlich, die Frauen die ich mit Schwarzafrikanern sehe, sind sehr oft dick, hässlich und ungepflegt. Die Männer die ich mit jungen Thailänderinnen sehe, sind sehr oft alt, beschädigt und ungepflegt.

        Es liegt in der Eigenverantwortung des Immigranten, die Sprache zu lernen und diese Verantwortung kann auch kein Ehepartner übernehmen. Als Beispiel die Italiener, 1. Generation: Während bei einigen bereits deren Secondo-Kinder studieren konnten da sich die Eltern bemühten, zuhause auch deutsch zu sprechen, können andere selbst nach über 30 Jahren kaum ein Wort. Während einige sich hier eine Existenz aufgebaut haben, Eigenheim besitzen und einen Freundeskreis haben der nicht nur Landsleute umfasst, träumen andere noch von der Rückkehr nach Italien und verpassen darob ein glückliches Leben in der Schweiz. Und dann sind sie nach der Pensionierung wieder „daheim“ und stellen erstaunt fest, dass fast alles anders ist, die Welt auch dort nicht stehen geblieben ist und die Enkelkinder weit weg sind.
        Auch unter Immigranten gibt es nunmal massive Unterschiede.

        Salopp formuliert: Wer bereits im Land X ein Idiot war, wird mit dem Grenzübertritt in die Schweiz nicht intelligenter. Traurig ist höchstens, dass der andere, sich integrierende Teil dann immer in denselben Topf geworfen wird.

    • marcel sagt:

      Wenn der Mann nicht gut deutsch kann heisst das doch nicht, dass sich ein Paar nicht richtig verständigen kann. Zum Beispiel wenn beide sehr gut spanisch sprechen, oder englisch, oder wie auch immer. Das Problem ist ja in den Fällen nicht die Verständigung untereinander (die ich ja eh nicht richtig beurteilen kann), sondern diejenge mit dem Umfeld, die zu einer Nichtintegration des Partners führen. Mangelndes (sprachliches) Verständnis untereinander kann manchmal sogar nützlich sein, habe ich irgendwie das Gefühl 😉

      • markus sagt:

        Integration und sich an die Kultur anpassen finde ich auch wichtiger als die Sprache und Du hast recht sprachliche Missverständnisse können dazu führen das man sich besser zuhört und eher aufpasst was man sagt. Ich finde es ein Bereicherung, es können ja nicht alle aus dem gleichen Dorf kommen (Inzucht und so) und die gleichen Interessen haben, wäre ja langweilig.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Wer einen ausländischen Partner „importiert“, hat ihm gegenüber eine Garantenstellung, d.h. er sorgt dafür, dass eine echte Teilnahme am Leben hier so schnell wie möglich stattfinden kann. Meine damalige Schwägerin aus dem Iran konnte z.B. sehr gut Englisch, mein Bruder auch, trotzdem hat sie sofort Deutschkurse besucht, als sie hier war. Nach einem Jahr konnte sie fliessend sprechen und bald auch Bücher lesen auf Deutsch. Es kann auch eine andere Landessprache sein, wir haben ja deren vier.

      Ich finde einfach, wer seinen Partner vorgibt zu lieben, respektiert ihn auch. Dazu gehört, dass man/frau alles tut, ihm/ihr die Eingewöhnung so leicht als möglich zu machen. Bei gewissen Leuten habe ich manchmal das Gefühl, sie hätten sich besser ein Haustier angeschafft, das kann man auch kraulen, und zum Putzen eine Putzfrau.

      • Auguste sagt:

        hmm…, ganz abgeregt scheinen sie sich noch nicht zu haben, pippi. aber sie haben natürlich recht. seinem ausländischen partner das erlernen elementarer sprachkenntnisse zu ermöglichen, ist eine indiskutable pflicht des partners in dessen land man lebt. ebenso sollten zuwanderer hier verpflichtet werden, in einem vernünftigen zeitrahmen genügend grundkenntnisse einer landessprache zu erlernen und darüber eine prüfung abzulegen. das ist der elementarste schritt der integration und wohl kaum zuviel verlangt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Da haben sie recht, Auguste, ich habe mich noch nicht abgeregt. Ich frage mich manchmal, ob ich im falschen Film bin, dann kommen sie, und rücken die Sache zurecht, merci 😉

      • Stef sagt:

        Das mit dem Sprache lernen ist so eine Sache, hängt von der Schulbildung ab die man schon mitbringt, der Sprachfähigkeit und ganz wichtig vom Beruf, ab.
        Wenn jemand in einer Grossküche arbeitet lernt er eher Tamil und wenn sie auf dem Bau arbeitet eher Italienisch (die Kompromisssprache auf dem Bau) oder kroatisch.
        Da sprechen die Arbeitskollegen nie deutsch, da ist es schon viel schwieriger was zu lernen. Und abends noch in einen Kurs gehen, nach 9 Stunden auf dem Bau? Das geht schon, bringt aber häufig nicht viel, weil man einfach zu müde ist und auch das stillsitzen und lernen verlernt hat.
        Ich finde es auch wichtig, dass die Leute Deutsch lernen, aber nicht vergessen, manche haben es sehr schwer, das liegt dann nicht immer an der Motivation oder dem Willen.
        Und übrigens, warum stört es viel weniger, wenn uns jemand auf English anspricht, als auf Bosnisch?
        Ich liebe die Schweiz für ihre Sprachvielfalt.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Apropos Spanier: Bei uns ist alles dreisprachig angeschrieben, da ist es für einen Spanier kein Problem, aus dem Italienischen und evt. Französischen abzuleiten. Das macht es für einen Spanier nicht wirklich notwendig, Deutsch zu lernen, für den Franzosen und den Italiener ebenfalls nicht. Das habe ich selber in Spanien erlebt: Ich spreche Italienisch aber kein Spanisch, als die mich nie verstanden, wenn ich Englisch sprach, wechselte ich auf Italienisch, von da an hatte ich keine Probleme mehr, wir verstanden einander.

  • “ Aber bei den meisten schweizer Frauen ist das überhaupt nicht anders“ – absolut korrekt. Diese mutieren sich dann noch als Top-Parasiten. Am Schluss muss man sich fragen, ob man eine Frau ‚gekauft‘ hat mit horrenden Folgekosten. Bordelle unter dem Strich wären allesamt günstiger für den Mann;)

    • Tanja sagt:

      Mit Männern, die immer den gleichen Tussen, die nur so funktionieren, nachlaufen, habe ich kein Mitleid. Man könnte sich ja auch mal eine Frau mit Format und Charakter – davon gibt es genug – aussuchen, statt sich immer von der gleichen schönen (aber innen leider leeren) Hülle bezirzen lassen. Da ist oben zitiertes Schema dann wirklich unausweichlich.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wüsste da noch einen passenden Spruch: An Schönheit gewöhnt man sich, an Dummheit nicht!

  • Hedon Zwiefel sagt:

    Wenn Frau wegen dem Versorger heiratet ist das so normal, dass es meist nicht wahrgenommen wird. Wieso soll es in einer „emanzipierten“ Gesellschaft nicht auch umgekehrt klappen?
    Ich bin gerade auf Brautschau. Angebote im Internet bekomme ich als Akademiker fast ausschliesslich, von Frauen die „hochheiraten“ wollen: Verkäuferinnen, Assistentinnen aller Art und nicht zuletzt von Hausfrauen und alleinstehenden Müttern, und dann noch von Russinnen.
    Und von wegen Männer haben Angst vor starken Frauen: von Frauen auf gleichem und höherem akademischen Niveau gibt es fast ausnahmslos Absagen ohne Begründung und das trotz eines gewissen Exotenbonus.

    • Diese Wirklichkeit will aber niemand sehen: Natürlich heiraten Frauen aus der Ferne u. a. aus materiellen Gründen. Aber bei den meisten schweizer Frauen ist das überhaupt nicht anders- nur dass diese einem dann irgendetwas von Sicherheit zu erzählen versuchen. Und Sicherheit heisst übersetzt materielle Sicherheit- nicht nur, aber doch vorwiegend. Und dann das ganze Gerede von der gekauften Frau, hat hier keine abgekriegt, die hat dich doch nur wegen dem Geld geheiratet etc., das man sich von vielen „eingeborenen“ Frauen manchmal anhören muss: Diese Stimmen kann man allesamt getrost rauchen.

      • markus sagt:

        Diese Vorurteile existieren aber auch im Ausland, viele denken dann oh sie/er hat einen Schweizer geheiratet, nun ist sie/er Reich. Wenn sich dann rausstellt das der Schweizer dann doch nicht Reich ist kommt das grosse heulen. Finde es schade dass die Frauen nur noch ans Hochschlafen und an Maximum Profit denken, Teenager die Ihren Körper für Gucci Täschchen verkaufen usw. ist Geld wirklich soo wichtig?

    • Eni sagt:

      @ Hedon Zweifel

      Ich weiss nicht, wie alt Sie sind, aber ab einem gewissen Alter gibt es halt sehr viele Frauen nur noch „second Hand“. Verstehe schon, dass Sie nicht einfach nur ein Versorger von armen Frauen sein wollen, aber die Realität ist einfach, dass es zunehmend schwieriger wird eine Frau ohne „Rucksack“ zu finden.

      Wünschen Ihnen trotzdem viel Glück und hoffe, Sie finden was Sie suchen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Hedon, worauf führen sie denn die Absagen zurück, haben sie eine bestimmte Vermutung? Das können ja x Gründe sein, ich verstehe nicht ganz, worauf sie hinauswollen?

      • Hedon Zwiefel sagt:

        Aus meiner Sicht ist es ein Märchen, dass das Gros der Schweizerinnen wirklich emanzipiert ist und gleichberechtigte Partnerschaften anstrebet. Darauf geht’s hinaus.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und das merken sie an den Absagen, oder wie? Sagen sie, „ich will dann im Fall eine gleichberechtigte Partnerschaft“ und dann sagt die Frau, also in dem Fall sind sie nichts für mich? Die Akademikerinnen wollen also sofort die bezahlte Arbeit aufgeben und sich von ihnen aushalten lassen?

  • Georg sagt:

    Kenne einige Frauen, welche geprägt vom everything-is-possible-life-your-life-happyend-guaranteed einen Ausländer geheiratet haben.
    Das ist ja per se eine schöne Sache, mit der Liebesheirat und so. ABER: Nach einigen Jahren sind die Meisten Frauen dann wieder solo (teilweise ziemlich genau nach Erteilung Aufenthaltsbewilligung – Zufall?), wurden betrogen oder haben sich zu frustrierten Drachen entwickelt, weil sie sich zum Beispiel keine Kinder leisten können, Vollzeiterwerbstätig sein müssen während der Gatte seit Jahren – wenn überhaupt – Gelegenheitsjobs ausübt. Die Bürokolleginnen gleichen Alters werden schwanger und der Frust wächst ins bodenlose.

    Wie auch im Steuerrecht gilt: Bedenke das Ende. 😉

    • Lisa II sagt:

      Wer beruflich mit Scheidungen zu tun hat, muss dir, Georg, beipflichten. Die Konstellation „verzweifelte Mittvierzigerin mit 20 Jahre jüngerem Ausländer“ – anders formuliert „Liebesgesäusel gegen Aufenthaltsbewilligung“ ist weit verbreitet und nimmt regelmässig ein schauriges Ende. Schlimm mitanzuschauen, wie sich Frauen verarschen lassen.

      • markus sagt:

        Ist dies umgekehrt auch so ? Also der 50 jährige mit seiner 25 jährigen ?

      • Georg sagt:

        Von wem lassen sich diese Frauen Deiner Meinung nach verarschen? Vom ausländischen Gatten der sich mit einer Aufenthaltsbewilligung wirtschaftliche Vorteile sichern will? Oder doch vom propagierten Mainstream welcher mit der Institution Ehe generell sehr blauäugig umgeht?
        Vernunftehen sind sicher nicht das gelbe vom Ei, aber mittlerweile sind wir im ungesunden Gegenteil angelangt; Hauptsache Liebe, der Rest ergibt sich dann schon automatisch…

        Mir fällt es schwer, diese Frauen als Opfer anzusehen. Genauso wie man als 50jähriger Mann damit rechnen muss, dass die junge Thailänderin weg ist, sobald Sprache & Aufenthalt gesichert sind und sich bessere Optionen ergeben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich hoffe, dass der post am richtigen Ort erscheint:

        @Lea, doch wir haben in der Schweiz natürlich ein Ausgleichssystem, die Gemeinden mit dem Kanton und die Kantone untereinander, wobei das nur einen Teil der Zusatzlasten, die Zentrumsgemeinden haben, abdeckt. Gerade für grosse Orte, die viele Arbeitsplätze bereitstellen, ist es ein Problem, wenn alle die Gutverdiendenden anderswo wohnen und Steuern zahlen. Viele Leute, die im steuergünstigen Kanton Schwyz wohnen, arbeiten in Zürich, wo die Löhne am höchsten sind. Das ist ein Problem, das noch nicht gelöst ist, deshalb gibt es Diskussionen, das man das Steuerrecht dahingehend ändert, dass ein Teil der Steuern dort bezahlt wird, wo man arbeitet.

        Niederlassungsfreiheit gilt für alle, die nicht den Asylstatus haben.

    • Hedon Zwiefel sagt:

      Dass in der hiesigen Kultur der Mann rackern MUSS und die Frau zu hause bleiben DARF ist „normal“. Werden die Rolle mal vertauscht, bleibt die Frau trotzdem das arme Opfer.
      Wo bleibt die Emanzipation… für den Mann?

      • Eni sagt:

        Habe eine Bekannte, die mit einem Aussereuropäer verheiratet ist. Sie arbeitet 100%, die Kinder werden von den Grosseltern gehütet und er geht mindestens 1 mal jährlch auf ihre Kosten nach Hause in die Ferien, alleine natürlich. Als ich sie mal fragte, warum sie das so aushält war ihre Antwort: Der Sex ist super!

        Was soll man dazu noch sagen?

      • markus sagt:

        Aussereuropäer ? In dem Fall Schweizer ?

      • Hedon Zwiefel sagt:

        Deine Frage ist doch schon mal erstaunlich. Hast Du schon mal einen Mann gefragt, weshalb er die Ferien für die Frau bezahlt?! Es sei dahingestellt, ob er nun mit in die Ferien geht oder arbeitshalber zuhause bleibt und Frau und Kinder ohne ihn losziehen?!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hedon Zwiefel: ich vermute mal der Unterschied liegt darin dass die Frau in Eni’s Schilderung 100% lohnarbeitet, die Betreuung der Kinder selber sicherstellen musste, den Haushalt mit allem Drum und Dran eigenhändig erledigen oder organisieren lassen muss, und der Mann nach fulminanter Bettgeschehniss-lieferungen in die Ferien darf, auf ihre Kosten.
        Ihre Frage bezieht sich eher auf Rollenteilungen, wo eben wirklich geteilt wird. Also Frau zuhause, erledigt Haushalt und Betreuung, geht mit den Kindern in die Ferien und da der Mann nicht soviele Wochen wie Schulferien vorhanden Ferien hat, geht sie alleine und er bezahlt es. Ich nehme mal an die Leistungen welche diese Frau erbringt, übersteigen die Leistungen in Eni’s Beispiel bei weitem, haushoch, um ein Vielfaches, immens- beliebiges bitte ankreuzen… .

      • Eni sagt:

        Der Mann arbeitet nichts, macht im Haushalt nichts und hütet die Kinder nicht. Dafür, dass die ganze Famile in seine Heimat fliegen kann für Ferien reicht ihr Gehalt nicht aus.

        Frage also: womit hat er sich Ferien verdient? Weil er gut beim Schnackseln ist?

        @ Markus

        Hatten Sie bei Geografie einen Fensterplatz? Ich jedenfalls bin froh, dass wir nicht in der EU sind. Denen geht es nämlich sehr besch……..

      • Lea sagt:

        nur griechenland geht es schlecht. spanien ist noch nicht pleite, belgien war immer pleite. frankreich dachte immer sie seien vergoldet aber es war nur eine sonderlieferung von plastik aus disneyland.
        deutschland kann nicht pleite sein. wenn es ist, dann verschieben sie einfach die grenze damit es so ausschaut als ob es polen waere.

        grossbritannien tut so als ob sie nicht in europa waeren. deren pleite zaehlt also nicht.
        oesterreich ist irgenwo zwischen habsburg und ungarn. das formular zum europa-antrag ist immer noch pendent im schloss kafkas. irgendein unterformular muss nachgerejcht werden, aber die 5 schilling zum drucken fehlen.
        italien geht einfach schnell nach new jersey ein paar verbuddelte lirascheine holen. no problem capish?

      • Eni sagt:

        @ Lea

        Gehen Sie nach Hollland, da würde jeder lieber gestern als heute aus der EU austreten.

      • Lea sagt:

        @Eni 9. Mai 2010 um 12:58:
        Logisch. Die sind nicht auf meiner ‚Liste‘, somit nicht pleite und daher können sie es sich leisten, auszutreten. Eigentlich ironisch, wenn man bedenkt, dass die Kernidee der EU aus der Freihandelszone der Benelux-Staaten kommt.

        Aber dann taten die Franzosen mit und heute haben wir eben französische Bürokratie und Zentralismus der Commissaires.

        Inzwischen freuen sich die Amis am zerfall des Euros, auch wenn der Obama so tut als ob er sich um Griechenland sorge.

        Was denkt Ihr, würde geschehen, wenn Europa sich wirklich am Riemen reissen könnte und eine echte Demokratie im Stile einer USA aufbauen würde?
        Die hätten echt schiss.

        Aber eigentlich war mein Einwurf nur etwas euro-bashing.

      • Eni sagt:

        @ Lea

        Nein, der Lebensstandard ist durch den Euro in Holland erheblich gesunken. 1 Euro entspricht der Kaufkraft von 2.2 Gulden. Alles ist zwischen 20 und 30% teurer geworden als zu Zeiten des Guldens.

      • Lea sagt:

        Deshalb heisst die Waehrung Teuro. denn das ist in Deutschland z.b. auch so gewesen. Ich halte sehr viel von Holland. Das Land ist nun echt nicht pleite.

        Auch in der Schweiz ist alles teurer geworden. schon der durchschnittliche Preispegel ist 20-30% ueber dem der nachbarn.

        >>>Aber eigentlich war mein Einwurf nur etwas euro-bashing.

      • Eni sagt:

        @ Lea

        Das mit dem Euro-bashing habe ich mitbekommen.

        Schön, dass Sie so viel von Holland halten, obwohl die nicht einmal Niederlassungsfreiheit haben.

      • Lea sagt:

        „obwohl die nicht einmal Niederlassungsfreiheit haben“ … das scheint mir aber ein nicht unweiser entschluss zu sein, wenn man die situation in der schweiz und anderswo bedenkt. ich meine 30% auslaender in einem land ohne viel platz ist schon viel. selbst hier ist es nur etwa 10%.

      • Eni sagt:

        @ Lea

        Nein, die hölländischen Bürger haben keine Niederlassungsfreiheit innerhalb Holland. Unglaublich aber wahr. Weiss das auch erst seit letztem Jahr. Mein Onkel brauchte zum umziehen eine Bewilligung der neuen Wohngemeinde obwohl das die Heimatstadt ist.

      • Lea sagt:

        echt? das ist aber bescheuert. Holland ist ja etwa so gross wie ein Verwaltungsbezirk hier. Ist das nicht ein Grundrecht (Menschenrechtskonvention)?

      • Eni sagt:

        Ja, ich bin selber aus meiner Rosa wolke gefallen 🙂

        Die Gemeinden und städte wollen so verhindern, dass Sozialhilfeempfäner oder solche die es werden könnten zuwandern.

        Das Sozialsystem in Holland ist immer am Rande des Zusammenbruchs. Wer nicht arbeiten will hat ein gutes Leben da.

      • Lea sagt:

        „Ja, ich bin selber aus meiner Rosa wolke gefallen“ – passiert mir eher mit den besch. meds die nicht immer gut arbeiten. aber mit den meds ist alles wie in watte gebauscht. eine art gepufferte wahrnehmnung. graessliches gefuehl.

        ich versteh das schon dass die gemeinden sich schuetzen wollen. ich sehe aber echt grundsaetzliche probleme. vorallem wenn eine gemeinde bessere anstellungsmoeglichkeiten bietet. gibt es keine ausgleichszahlungen auf nationaler ebene?

        wie ist das eigentlich in der schweiz?

      • Eni sagt:

        Für Schweizer-Bürger ist die Niederlassungsfreiheit und auf jeden Fall auch für Ausländer mit c-Bewilligung

      • Auch in der Hoffnung, dass mein Kommentar in etwa da erscheint, wo er erscheinen soll:

        In der Schweiz wurden nach der Schliessung der offenen Drogenszene am Letten („needlepark“) in Zürich von städtischer Seite sog. Rückführungszentren für Drogenabhängige eingerichtet, deren Zweck darin bestand, ausserzürcherische Drogenabhängige auf Basis des 1936 verabschiedeten Gesetzes über den fürsorgerischen Freiheitsentzug (FFE) in ihre Heimatgemeinden zu überführen.

        Das Zentrum im Gerichtsgebäude bei der Kantonpolizei exisitiert heute noch.

      • Dabei ging es im Wesentlichen darum, dass dem städtischen Sozialamt durch all die ausserzürcherischen Drogenabhängigen nicht zuviele Kosten entstehen.

  • Rafael sagt:

    … gerne erinnere ich die Eidgenossen an den genialen Münchner Regisseur Rainer Fassbinder mit seine Film „Angst essen Seele auf“

    Ich weiss Spiessertum ist praktisch in der Schweiz eine Art Benimmvorschrift. 🙂 Das ist bestimmt ein Weg, meiner ists nicht.

    Das Paar selbst versteht sich gut, das Umfeld lehnt es ab, mit Vorurteilen

  • Clooney sagt:

    Ich bin seit etwa 10 Jahren mit einer Frau aus der CR verheiratet. Kulturelle Unterschiede zwischen unseren Ländern gibt es durchaus, wie stark sich diese aber innerhalb unserer Beziehung auswirken ist schwer zu beurteilen. Ist jetzt eine Macke des Partners auf dessen Herkunft oder dessen Persönlichkeit zurückzuführen? Man muss da sehr vorsichtig sein mit seinen Urteilen.

    Dennoch, das Zusammenleben als binationales Paar bringt viele Besonderheiten mit sich:
    Das andere Land: in der binationalen Partnerschaft ist man nicht nur mit einem Partner verbunden, sondern gleichzeitig auch mit dessen Heimatland. Wenn man dieses Land nicht mag, wird es schwierig (die CR ist da einfach: eine uns verwandte, mitteleuropäische und demokratische Kultur und erst noch mit einer herrlichen Brauereitradition).
    Die andere Sprache: beide Partner müssen die Muttersprache des anderen einigermassen beherrschen. Ansonsten wird Vieles einfach schwierig: Besuche von Freunden aus dem Land des anderen, Familienfeste, etc.: wenn ein Partner immer übersetzen muss, wird es für beide zu einer Qual.
    Heimweh: Auch nach über zehn Jahren in der CH leidet meine Frau immer noch daran. Es wird wohl nie ganz vorbeigehen.
    Vorurteile: eine binationale Partnerschaft, namentlich wenn einer der Partner nicht aus einem Nachbarland der CH kommt, wird immer argwöhnisch betrachtet: sie sucht ein bequemes Leben und Geld, er hat ja sonst keine Chancen auf dem Heiratsmarkt. Auch hier sollte man vorsichtig und fair bleiben: in den wohl meisten Fällen hat sich das Paar einfach ganz normal verliebt (das war auch bei uns so, lang ist’s her!). Nicht umsonst haben binationale Ehen eine etwas tiefere Scheidungsquote als CH/CH-Paare (die Quelle beim BA für Statistik hat jemand in diesem Blog schon angegeben).
    Kindererziehung: wir haben festgestellt, dass bei uns ausgerechnet in diesem wichtigen Bereich kulturelle Unterschiede dazwischenfunken: während meine Frau einen sehr autoritären Stil pflegt, bin ich zurückhaltender. Wir haben festgestellt, dass auch andere CH/CR-Paare genau diesen Konflikt haben.

    Alles in allem: man darf kulturelle Unterschiede weder negieren noch ignorieren. Auch eine Romatisierung ist völlig fehl am Platz. Diese Unterschiede prägen ein binationales Paar während seiner ganzen Beziehung. Viel Arbeit, viel Freude, aber auch viel Leid!

    • Rheinländerin sagt:

      vielen Dank für diese sachliche und doch persönliche Analyse. Gebe Ihnen in einigen Punkten Recht. Besonders wichtig ist der Hinweis, zu unterscheiden – was der kulturellen Herkunft, was der Persönlichkeit und was dem Lebensweg des Partners geschuldet ist.

      Ich kenne im Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis viele binationale Paare. Mein Mann und ich sind auch eines (und wir sind uns in vielen Punkten sogar erstaunlich ähnlich). Mir ist aber bisher nicht aufgefallen, dass es hier mehr Schwierigkeiten gibt als in gleichnationalen Beziehungen (vorausgesetzt man spricht eine gemeinsame Sprache gut genug), dafür gibt es vielleicht machmal andere Streitpunkte.

      Eines ist allerdings allen gemein: der oder die Partnerin stammen zum größten Teil aus Europa oder sind bereits als Migrantenkind im Lebensland aufgewachsen. Und alle haben ein ähnliches Bildungs- bzw. Charakterniveau. Das scheint die Sache doch wesentlich zu vereinfachen. Außerdem sollte man eine gewisse Grundoffenheit, Neugier und Toleranz mitbringen, aber das gilt ja eigentliche für jede Partnerschaft.

      @ ich weiß nicht mehr wer es war:

      Finde den Artikel nicht zum Fremdschämen, dafür sind die erwähnten Beispiele über Essgwohnheiten, Religion oder Familienanbindung doch viel zu allgemein gehalten.

      @ Pippi Langstrumpf
      Ihre Emanzipiertheit in Ehren, aber dieses ständige allgemeine Herumgehacke auf den Männern geht mir langsam auf den Geist. Ich kenne so viele gute, normale, liebenswürdige und ehrliche Männer, dass ich mich langsam frage, in welchem Umfeld sie sich bewegen. Oder anders gesagt, ich suche mir als Gesellschaft nur die aus, die meinem „Ehrenkodex oder meine Lebensphilosophie“ teilen. Das gilt für Männer wie für Frauen – alle anderen meide ich.

    • kaT sagt:

      @Clooney
      Danke! Ich werds mir merken für später sollten mein afrilkanischer Freund (siehe Kommentar weiter unten) und ich an den Punkt kommen! 🙂
      Es freut mich von den Erfahrungen eines gut funktionierenden binationalen Paares zu hören, dass schon so lange verheiratet ist.
      Auch in einem weiteren Punkt haben Sie recht: es ist trotz allem immer eine Frage des „Zusammenfindens“ und des „Zusammenpassens“ der Persönlichkeiten woher man auch kommt…..
      🙂

  • heidi reiff sagt:

    @ Pippi Langstrumpf

    Ich habe mir jahrelang so Seifensoaps im TV reingezogen zur Unterhaltung – Verbotene Liebe – Gute Zeiten -schlechte Zeiten – zwischendurch auch – Tatort – meist war die Motivation Frauenfiguren, die mich fasziniert haben z.B. die Odental. Ich bin etwas überbildert, um mich zu schützen schaue ich seit ca. 1 Jahr kein TV mehr, es geht in diesen Soaps meist um Intrigen, die ich hasse wie Gift. Die Figuren Pippi Langstrumpf und Momo sind nach wie vor meine Ikonen. Mir geht es gut, seit ich vor und hinter meiner Türe wische, ich trage Sorge zu mir selbst, ist mein Weg. Die Aussage – das Ziel ist der Weg – der Weg ist das Ziel, damit kann ich nichts anfangen.

    • Auguste sagt:

      hmm…, aber ich bitte sie, heidi reiff, seien sie ein wenig nachsichtig mit sich selbst – lena odental/ulrike folkerts ist doch die göttin unter den tv-kommissaren.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Hallo Heidi Reiff, habe ihren post an mich erst eben entdeckt. Ich gebe ihnen recht, was Soaps anbelangt, aber ehrlich gesagt, habe ich wenig davon geguckt, früher mal Dallas und Denver, dann gabs später mal eine Anwaltsserie, die verhandelten dauernd so extravagante Fälle, leider habe ich den Titel vergessen. Ich schaue sonst wenig Serien, aber Tatort, Wer wird Millionär und Sandra Maischberger schaue ich regelmässig. Einmal ging es um einen Fall, wo einem Mann gekündigt wurde, weil er am Tourette Syndrom litt, die Plädoyers waren echt gut.

      Am liebsten mag ich die Themenabende auf Arte, so spannend, vor allem, wenn es um geschichtliche Themen geht, in bester Erinnerung ist mir immer noch der Abend, der den Medicis gewidmet war. Als Fan der Renaissance klebt man da praktisch am Bildschirm.

      Ich finde auch, dass man sich von der Bilderüberflutung schützen muss, vor allem all diese Castingshows sind ein Graus, aber ich finde immer wieder Sachen, die mich echt ansprechen, gestern Abend z.B. die Tiershow mit Frank Elstner. Wissen sie, vor dem TV kann ich herrlich entspannen, wenn ich einen anstrengenden Tag hatte.

  • Franziska sagt:

    Ich stimme zu, dass die Differenzen verschiedener Kulturen eine Ehe schwieriger machen und doch habe ich, als meine beste Freundin einen Thailänder heiratete, gelernt, dass es schön ist auch etwas zu wagen. Für die Liebe einzustehen und das zu tun was von Herzen kommt. Mitten in den damaligen Diskussionen hat sie mir nämlich gesagt: „Wenn Du jemanden liebst und Du würdest nur wegen dem kulturellen Unterschied nein sagen, dann ist das eine Entscheidung. Doch wenn Du Jahre später immer wieder daran denken musst: hätte ich doch, ach vielleicht wäre ich mit ihm Glücklich gewesen etc. Dann wäre dies ganz schlimm für mich, denn ich hätte nicht versucht mein Glück zu finden. Meine Frage nun: Würdest Du das wollen?“ Ich muss gestehen, dass ich dies zum Anlass nahm und die Situation von einer anderen Seite her betrachtete. Ich finde es nun sehr schön, dass sie diesen Schritt gewagt hat. Es ist ganz klar, dass ich mir Gedanken mache was alles passieren könnte, ich sehe manchmal Stolpersteine die meine Freundin ganz gelassen hinnimmt und ich wünsche ihr, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Am Ende des Tages, scheint sie mit Ihrem Mann über ähnliches zu streiten wie ich mit meinem Mann aus dem gleichen Kulturkreis.

    • Oskar sagt:

      Das ist schön, so ein gutes Beispiel zu haben. Leider hatte ich in meinem Bekanntenkreis eher das Gegenteil das Gefühl.Vielleicht merke ich mir auch leichter solch prägnant Schlechtes. Kann schon sein.

      Aber es gibt halt trotz des ganzen Strampelns vorgefasste Meinungen, die wohl nicht nur herbeiphantasiert wurden. Mein engster Freund war mit seiner Frau aus Uganda verheiratet, was schief ging. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Ich nannte ihn im Spass und nur zu Zweit immer die weisse Massai, was er immer mit einem Tomätli quittierte. Mit grenzenloser Romantik hat diese Art von Partnerschaft wohl sehr selten zu tun.

      Als Aussenstehender ist nur sehr schwer und unvollständig in fremde Beziehung reinzusehen. Aber eine Meinung macht man sich trotzdem.

  • Oskar sagt:

    Und was heisst denn hier eure Kultur. Du weisst doch gar nicht was für einen Kultur ich pflege und schleppe.

    • Lea sagt:

      dieses bl0g laeuft auf tagesanzeiger. ein schweizerisches blatt. die mehrheit der kommentare machen den anschein, dass sie aus der selben ecke stammen. ergo eure kultur = cishelvetien.

      transhelvetien allerdings ist etwas anderes.

  • Oskar sagt:

    Früher motzte ich auch mal hier im Forum rum. Aber seit heute wird mir so einiges klar. Schätzenderweise sind mehr als die Hälfte der Kommentatoren hier mit fremden Kulturen – Männern oder Frauen – verbandelt und verheiratet. Kein Wunder ergiesst sich hier soviel. Da eröffnen sich viel grössere Gräben. Er schliesst die Zahnpastatube nicht oder sie läuft immer im Schlabberlook rum, oh Gott, alles Peanuts.

    Meiner Meinung nach ist das bewusste Suchen nach einem Partner aus dem Ausland eine Bankrotterklärung. Wenn es sich ergibt, umso besser. Represäntativ ist es wohl nicht, aber aus meinen Bekanntenkreis kenne ich nur, musste meine Kinder aus Tuniesien mit Bundesbeamten zurückholen, wurde von seiner Mutter als Hure bezeichnet bis Kohle weg oder weiss was ich was.

    • Lea sagt:

      ja. eine bankrotterklaerung fuer eure kultur vielleicht – oder die mind-games, die in beziehung so zu laufen scheinen. fast schon psychologische kriegsfuehrung.

      • Oskar sagt:

        Sehe ich nicht so drastisch. Irgendwann muss man doch einfach entscheiden, ich fahre nach Thailand, Kenia, Jamaica oder wohin auch immer. Wie argumentiert man das sich selbst gegeüber.

        Lasse mich gerne eines Besseren belehren.

      • Lea sagt:

        jamaica. …. nein. schwarzwurzeln ausgraben ist doch so achtziger. und das bong mag ich auch nicht. the girls are nice, though .

  • Hallo Auguste! Hier drunter darfst wieder urinieren, voll erlaubt.
    Obiger Post, der unangenehm tief blicken lässt, wirft die Frage auf, sind auch Männer so begabt mit Familieninterna publizistische Karriere zu machen? Ich fürchte eher nein. Trotz 30 Jahre gendermainstreaming und sitzpinkeln. Irgendwie berührt mich dieser Einblick in die gemischte Ehe des Chefs der Puffmütter unangenehmer, als manche Verlautbarungen der beiden Mamabloggerinnen. Nun weiss ich nicht, ob ich falsch gewickelt bin (die Mehrheit der Kommentatorinnen wird ja heftig nicken), oder ob hier eine anthropologische Konstante schlummert. Typen, die somal lässig aus Ihrem Nähkästenchen berichten scheinen mir mit weniger Fingerspitzengefühl vorzugehen, als Frauen in gleicher Lage. Aber vielleicht bin ich mit diesem Eindruck ja einzig auf der Welt. Blogge es hier nur für die Leser Innen und Aussen, die hier auch Fremdscham überkommt. Ihr seid nicht allen!

    Auguste! Aaaauuuuuguste! Komm pack deinen schiedel aus!
    Hier darfst du!

    Hier!

    • Lea sagt:

      vergiss nicht der schampus war warm und gestreckt, zu 80 das halbeli.

    • Auguste sagt:

      hmm…, sorry giorgio girardet, dieser „domina-scheiss“ ist nicht mein ding. ich schau ein andermal wieder bei ihnen vorbei – wenn es rechts ist.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Herr Girardet, ich finde ihre „Ausrutscher“ daneben. Überlegen sie doch bitte, bevor sie schreiben, je primitiver desto lustiger stimmt nicht….

  • Stuzzicadenti sagt:

    Interkulturelle Lieben bzw. Ehen zwischen Schweizern und Ausländerinnen sind ja eigentlich nicht das Problem. Das liegt bei der stetig wachsenden Anzahl unverheirateter Schweizerinnen… Die bekommen vermehrt keinen mehr ab und bleiben allein..

    • Cybot sagt:

      Solche Aussagen sind reine Vorurteile aufgrund von Hörensagen. Die Statistik sagt etwas anderes, hat weiter unten ja netterweise schon jemand gepostet: es heiraten ähnlich viele Schweizer ausländische Frauen wie Schweizerinnen ausländische Männer. Da bleiben kein bisschen mehr unverheiratete Schweizerinnen als Schweizer übrig.

  • Hedon Zwiefel sagt:

    Ich war persönlich damit verbunden. Meine Bekannten kamen am Fernsehen. Und dann wollte ich wissen ob man im Reality-Doku-Format die „Weisse Massai“ noch toppen kann.
    Jetzt mal ernsthaft:
    Ist das Problem bei diesen Beziehungen nicht auch die Verleitung im Anderen als Tabula Rasa zu betrachten? Weil man zu wenig über den Hintergrund des Gegenübers weiss, malt man sich das oft unbewusst in der eigenen Phantasie in den schönsten Farben aus. Und da die Kommunikation nicht perfekt ist, dauert es länger, bis die projizierten Bilder scharf gestellt werden und der Weichzeichnungfilter rausgenommen wird.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      …und es dementsprechend länger dauert, bis frau merkt, dass sie sich zum Affen macht.

  • Lea sagt:

    @lara sagt 6. Mai 2010 um 15:44…ach so. Casting Shows. wenn die nicht so laut waeren. koennte ich davon einschlafen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Für mich ist TV schon seit Jahren die beste Einschlafhilfe. Wir mokierten uns als Kinder jeweils über die Erwachsenen, die im Sessel schnarchten, wer hätte gedacht, dass wir selbst so schnell an diesem Punkt sind…… 😉

      • Lea sagt:

        Nur dass die Werbung einen wieder aufweckt. Hier haben die meisten leute fernseher im Schlafzimmer, nicht im Wohnzimmer.

        was mir in letzter zeit auffaellt, dass praktisch nichts mehr produciert wurde die letzten zwei jahre. also nur noch re-runs – auch auf den premium kanaelen.

        praktisch ist dann allerdings, dass das ganze im marathon laeuft. der eine kanal hat goerge lopez, der andere seinfeld, dann two and a half men, dann according to jim und golden girls. kanal einschalten und fertig schnarchen los.

  • lara sagt:

    aus demselben grund man allen anderen mist auch schaut. fürs eigene ego! weil so blöd wie die leute in diesen dokus/super nanny/was auch immer ist man ja selbst nicht = man fühlt sich überlegen = gut fürs eigene ego

    fremdschämen: vorallem bei castingshows, der protagonist ist so schlecht (und merkt es selber nicht), dass man sich an seiner stelle schämt

  • eva sagt:

    Nach sechs Jahren härtester Beziehungsarbeit muss ich (Schweizerin, verheiratet mit einem Afrikaner, ein gemeinsames Kind) sagen: Experiment gescheitert. Am Anfang ist man verliebt, da sehen nicht nur binationale Paare alles rosa. Was danach kommt, ist: doppelt und dreimal soviel Kommunikation, bis man einander versteht (wenn überhaupt), knallharte Fights um Dinge, die bei Paaren mit dem gleichem kulturellem Hintergrund meist selbstverständlich sind, und, zumindest bei uns: mit jedem Tag vergrössert sich das Bewusstsein, wie weit man wirklich voneinander entfernt ist. Ungefähr so viele tausend Kilometer emotional wie es geographisch sind.
    Solange ich als Frau den Karren schmiss, die Finanzen im Griff hatte, den Hauptteil verdiente, alles organisierte, Differenzen zwischen meinem Mann und der Umwelt abpufferte, die Korrespondenz erledigte usw., ging mehr oder weniger alles gut. Die Dekompensation trat bei uns in genau dem Moment ein, wo ich schwanger wurde, zu schwächeln begann und meine eigene Bedürftigkeit zu Lichte kam. Dazu, sehr kreativ: schwere Krankheit. Meine Biologie verlangte ab diesem Zeitpunkt für eine vorübergehende Zeit nach einem Beschützer und Festungs-Verteidiger, damit ich mich um den internen Nestbau und um meine Gesundung kümmern konnte. (Sehr unemanzipiert, ich weiss. Aber hei, willst du gegen die Natur ankämpfen? Vergiss es!)
    Einen Beschützer oder gar Ernährer kann Frau in dieser meinen Situation sich aber gehörig abschreiben. Warum nur halten Ehen von Männern mit einer Ausländerin um Vieles länger als umgekehrt? Er der Macher, sie die Abhängige: funktioniert seit Aeonen besser als das umgekehrte Modell. Womit ich nicht sagen will: besseres Modell. Beide sind Kacke. Aber die Idee, dass sich statt der Abhängigkeit ein gleichberechtigtes Beziehungsgefüge enwickelt, hat sich als grosse Illusion entpuppt.
    Die Voraussetzungen dazu sind auch denkbar schlecht. Denn wie schwer hat es einer, der seine Heimat, seine Familie, seine Kultur, seine Wurzeln verlässt und in einem total fremden Land bei Null beginnen muss. Dazu verdammt, für ewig zerrissen zu sein (ganz besonders, wenn Kinder ins Spiel kommen), ein Fuss in Afrika oder irgendwo, einer in Europa, je weiter die Distanz, umso grösser der Spagat. Da kommt JEDEM nicht wenig Kraft abhanden, und zwar chronisch. Solange dies der andere kompensiert, mag es funktionieren, danach nicht mehr.
    Wir haben einander losgelassen, und zumindest die Kraft, die wir täglich gebraucht haben, um einander in der Mitte entgegenzukommen, haben wir zurückgewonnen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Eindrückliche Beschreibung! Mir kommen die afrikanischen Frauen so stark vor, obschon sie wenig zu melden haben, sie ziehen den Karren und krampfen den ganzen Tag. Im Gegensatz dazu die Männer, die sind gut drauf, verströmen manchmal Charme und Leichtigkeit, aber eigentlich sind sie wie grosse Kinder, für ein partnerschaftliches Modell gänzlich ungeeignet. Ich habe ein paar solcher Konstellationen, wie hier beschrieben, aus nächster Nähe beobachten können, es harzte immer an den gleichen Stellen.

      Man sollte mir jetzt nicht Rassismus vorwerfen, die Afroamerikaner sind anders, jedenfalls die, welche sich in der harten Berufswelt behaupten konnten. Es ist alles eine Frage der Sozialisation.

      • Hedon Zwiefel sagt:

        Das mit wenig zu melden, das ist ein Vorurteil einer Feministin. Aber es ist schon so, dort bleibt die wirkliche Arbeit (Feld, Markt, Haushalt: wasser und holz holen ) an der Frau hängen. Finde ich gut sozialisiert. Da bezahle ich gerne einen Brautpreis für so eine Mitstreiterin im Haushalt.

        Die Männer tragen nur die Verantwortung 😉

      • Eni sagt:

        @ Hedon Zweifel

        Verantwortung für was? Dafür dass er sich nicht überarbeitet beim Nichtstun 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein Hedon, das ist nicht das Vorurteil einer Feministin. Mein Arzt, der lange in Afrika gelebt und gearbeitet hatte, sagte mir mal, das Schlimmste, was dir passieren kann, ist als Frau in Afrika geboren zu werden.

    • markus sagt:

      Sehr schön und ehrlich geschrieben. Es kommt auch auf den Kulturkreis an woher der Partner stammt. Meine Frau kommt aus Asien und dort ist es auch so das die Frau den Karren zieht, die meisten Geschäfte sind in Frauenhand und der Mann hängt halt nur rum. Denke das ist bei den Afrikanern ähnlich (natürlich nicht alle). Bei uns ist eher das Problem dass beide die Hosen anhaben wollen, weil wir es so gelernt haben. Sie ist in Asien der Boss der Familie und ich bin es hier und wie man(n) weiss kann es nur einen geben. Wir mussten uns darauf einigen das jeder ein Gebiet hat in dem er der Boss ist und der andere dort auch nicht reinredet, es funktioniert gut. Es ist auch wichtig das beide Seiten die Kultur des anderen versteht. Viele Probleme entstehen nicht durch sprachliche sondern durch kulturelle Missverständnisse, z.B hat meine Frau nie verstanden warum ich Koche, Abwasche, die Wäsche mache usw. da ein Mann die in Asien das nie machen würde und hat dies zuerst sogar als Schwäche gesehen. Heute weiss Sie das viele Männer alleine Leben und die Familie nicht so einen starken zusammenhalt hat wie in Asien. Auch das wir unsere Eltern als Last ansehen und diese ins Altersheim verfrachten versteht sie Absolut nicht, für sie ist es eine ehre den Eltern zu helfen und würde Ihre nie in ein Altersheim geben, das wäre eine Schande. Für mich ist es eine grosse Bereicherung ein teil einer uralten Kultur zu werden, aber beide Seiten müssen sich darauf einlassen und Verständnis für einander aufbringen. Das einzig negative einer Mischbeziehung ist für mich die Umwelt weil viele Menschen halt Asien, Afrika, Südamerika nur aus RTL Soaps kennen und sie dort natürlich nicht positiven sondern die negativen Beispiele zeigen wegen den Quoten. Auch die Ämter in der Schweiz sind teilweise sehr rassistisch und machen einem das Leben schwer.

      • Stimmt: In Asien reissen sich die Frauen den Arsch auf, während die Männer… nicht so viel tun. Das trifft überwiegend zu. Meien Frau ist die Matriarchin zuhause und kommandiert dort einen Familienclan von 30+ Personen. Ihren gesamten Bericht kann ich absolut nachvollziehen.

        Und ein Problem kenne ich nur zu gut: Offen zu Tage tretender Rassismus- vor allem von Frauen übrigens. Der wachsende Rassismus ist etwas, was mir immer mehr zu schaffen macht. Er belastet mich sogar, wenn ich ehrlich sein will. Dabei sind der Phantasie gewisser Frauen offenbar keine Grenzen gesetzt. Wenn ich so eine mal in flagranti erwische- was mir bislang leider noch nie gelungen ist- nun, die wird ein rethorisches, blaues Wunder erleben. Aber zünftig!

      • markus sagt:

        Ja das habe ich auch schon bemerkt, ich wurde mal von einer als Kinderf… beschimpft weil ich mit meiner asiatischen Stieftochter einkaufen war. Fand ich irgendwie nicht so witzig. Hätte Ihr auch am liebsten……. Aber man lernt darüber zu stehen und solche Menschen zu bemitleiden (obwohl sie kein mitleid verdient haben)

      • Pipi, Deine Assoziation ist völlig, aber v.ö.l.l.i.g. fehl am Platz. Da hast Du Dir genau den Falschen ausgesucht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Marcel, da bin ich beruhigt (wegen der Assoziation). Finde ich gut, wenn du auf Rassismus direkt reagierst. Musst mir deswegen aber nicht noch schnell einen Gingg verpassen von wegen Ideologie, leider ist es mehr als das.

      • Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie mir dieser verdammte Rassismus mittlerweile an die Nieren geht. Im ernst: Dank meiner bikulturellen Beziehung bin ich- gut, meine Verwandten kommen aus insgesamt 5 Ländern, verteilt auf mittlerweile drei Kontinente- zum Glück nicht (mehr) auf Gedeih und Verderb an dieses Land gebunden. Wenn sie hier in Europa eine Designer-Adolf aus der Mottenkiste zaubern, bin ich dann schnell weg… So einen tu‘ ich mir nicht an, niemals!

      • Lea sagt:

        „Wenn sie hier in Europa eine Designer-Adolf aus der Mottenkiste zaubern“ Echt? Ist das wirklich eine Tendenz? ich meine eine starke Tendenz, nciht ain paar Wirre die dann 2% Stimmen ausmachen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Marcel, blau aber nur rhetorisch, gäu……

      • Im Übrigen nehme ich mir das Recht heraus, auf offenen Rassismus entsprechend zu reagieren. Du hältst mit Deinen ideologischen Pauschalurteilen gegenüber Männern ja auch nicht zurück, Pipi.

      • Lea sagt:

        shut up about racism. marcel. you don’t evene know what you are talking about.

        now go back to your room and grab a kleenex so you can fap without messing up all my house.

      • Lea sagt:

        Marcel Zufferey sagt 7. Mai 2010 um 06:59: Nein, das hat mit der Stichwortliste bzw. der darin angedeuteten Krankheit zu tun. und die Medikamnete wirken nach einer gewissen Zeit nicht mehr richtig.

        50’000 USD in Therapeutenrechnungen und alles was dabei herauskommt ist: Now take THIS pill.

  • kaugel sagt:

    dass einem die frage, weswegen man nicht eine schweizerin geheiratet habe, immer wieder begegnet, ist nervtötend und wenigstens ebenso schwer zu beantworten wie die frage an ein schweizer paar, wieso sie ausgerechnet einander geheiratet hätten. das weiss man schon selber, grosse erklärungen sind selten nötig, und wenn angegangen oft leicht misszuverstehen. was mich umgehauen hat, als ich meiner frau begegnet bin, war ihr selbstvertrauen. das war kein wohlstand- oder bildungsbedingtes selbstvertrauen, sondern eine art gesetztheit und ruhe, dank der sie sich nicht dauernd verteidigen und gegen irgend etwas behaupten musste. seit ich ihr begegnet bin, hat für mich die art, wie schweizer frauen mit dem leben umgehen, etwas extrem defensives – mental und emotional stets bis an die zähne bewaffnet, sind die schweizerinnen immer parat, jeden in den metaphorischen hintern zu treten, der sie infrage stellt. obwohl wir hier im „entwickelten westen“ sind und seit jahrzehnten gleichstellung betreiben oder zumindest diskutieren, reiten wir ununterbrochen auf geschlechterklischees und „unterschieden“ herum. hier in estland ist das alles noch extrem neu – allgemein kommt man hier einfach miteinander zurecht. mal sind kompromisse nötig, mal nicht; es geht ohne permanente aufregung und ohne ununterbrochene analyse. sehr schön.

  • mamacita sagt:

    ah, und das Foto zum Artikel (weiss den Titel dieses Filmes nicht mehr) hat ein bisschen Fremdschäm Potential….

    • lara sagt:

      die weisse massai oder so…

      der ganze film hat fremdschämpotential!

      • Hedon Zwiefel sagt:

        Noch peinlicher ist die Doku auf SF1 von der Bernerin, die einen afrikanischen „Prinzen“ geheiratet hat. Da haben sich nämlich auch die Filmemacher gehörig blamiert.

      • lara sagt:

        he he ja ich erinnere mich! das war wirklich übel.

      • Eni sagt:

        Aha, dann habe ich also nichts verpasst, weil ich mir das nicht angesehen habe? Warum haben Sie sich das angesehen, wenn es so peinlich war? Aus Gwunder oder aus Langeweile?

      • Lea sagt:

        Was ist fremdschämpotential?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Seit diesem Film habe ich gerollte Fussnägel, Einfalt meets african king……

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Mein Bruder war mit einer Iranerin verheiratet, sie wuchs in Theheran auf, als Einzelkind, eine wahre „Prinzessin“. Ich mochte sie sehr gern, die ganze Familie fand sie toll, wie war modern und aufgeschlossen, trug bauchfrei, was bei ihrer Figur eine echte Augenweide war. Aber das waren nur Äusserlichkeiten, im Wesen war sie sehr konservativ, in ihrer Kultur ist der Mann einerseits Chef im Haus und andererseits hat er seine Frau auf Händen zu tragen, mit diesen Ansprüchen war mein Bruder echt überfordert, es ging dann auch nicht lange gut. Später hatte er lange eine Beziehung mit einer Afroamerikanerin, obschon sie äusserlich viel fremder wirkte, war sie uns viel ähnlicher, sie sah aus wie eine afrikanische Göttin, tickte aber wie wir, war unkompliziert und kumpelhaft.

    • Auguste sagt:

      hmm…, dann kennen sie schon zwei, die in der persischen wüste an ganz ähnlichen klippen schiffbruch erlitten, pippi.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Auguste, Tausendundeinenacht kennt viele Opfer. Da ist Griechenland schon näher, liegt auf der Route, auch musikmässig, in Griechenland höre ich immer Radio, wenn ich im Hotelzimmer bin. Da kommen diese Griechenschlager, schon leicht „Gungelimusig“, aber nicht allzu orientalisch, nicht ganz fremd. Eine reizende Mischung, auch die Küche des östlichen Mittelmeeres ist so, etwas Fremdes im Vertrauten.

      • jely belly bean sagt:

        was haben sie falschgemacht, auguste? das auf den händen tragen oder das chef sein?

      • Lea sagt:

        iran ist ein gutes gelaende fue das testen von neuen nukaleer waffen an idiots wie das geissenpeterchen, das das land jetzt fuehrt. irgendwann im herbst dann. muessen erst schauen ob die chinesen unsere falschen schecks noch decken.

        lustig, tumpes yankee chic und ignorant about world politics zu spielen.

  • mamacita sagt:

    Wir haben uns im Herkunftsland meines Mannes kennengelernt, was evtl. einfacher ist als wenn man sich hier trifft und einem der Hintergrund des Partners total fremd ist? regelmässige Ferientrips helfen dass man sich selber den Kultur-Unterschied wieder vor Augen führen kann und auch, dass der Partner seine entfernte Heimat nicht zu idealisieren beginnt.

    • Ginola sagt:

      @mamacita

      Ferientrips sind besser als nichts, durchaus. Aber das genügt meistens eben nicht, um sich die Kulturunterschiede vor Augen zu führen. Diese lernt man viel besser kennen, wenn man auch eine Zeit lang dort gearbeitet und gewohnt hat. M

      • mamacita sagt:

        genau, das hatte ich ja auch Anfrangs 🙂 aber man vergisst nach sehr kurzer Zeit wie’s dort war wenn man wieder hier lebt und dann dienen die Ferien trips als memory refresher 🙂

      • Ginola sagt:

        @mamacita

        „Memory refresher“ – Guter Ausdruck!

        Es kommt halt darauf an, wie lange man dort war…. –

        Persönlich Frage: Ist dir ein „Mexer“ in die CH gefolgt?

      • mamacita sagt:

        Panameño 😉

      • Ginola sagt:

        @mamacita

        Spannend!

        Wie steht es dort mit dem „machismo“? Hat er sich gut eingelebt hier?

      • Lea sagt:

        @Ginola sagt 6. Mai 2010 um 13:40:
        “ Ist dir ein “Mexer” „?????? Mexikaner hiesse das. oder?

        Zudem ist die Kultur Panamas und diejenige Mexikos etwa so unterschiedlich wie Italien und Spanien.

      • Ginola sagt:

        @Lea

        Aber ja, du hast schon recht. „Ein Mexer“ ist halt so ein Ausdruck, der sich in meinem Umfeld so entwickelt hat. Der Ausdruck hat mitnichten den Anspruch, grammatikalischen Regeln zu genügen. Deshalb habe ich es ja in Anführungszeichen geschrieben…- aber okay, habe gedacht, dass sei klar

        Das kann ich nicht beurteilen. Mexiko und einige südamerikansiche Länder kenne ich ziemlich gut. aber in Panama war ich noch nie. Du kannst mich aber gerne aufklären, sofern du die Unterschiede kennst (also, nicht aus den Büchern).

        Aber hey, wer hat denn überhaupt gesagt bzw. geschrieben, dass die Kulturen ähnlich seien?? Schreibst du dies wegen meiner „Machismo-Bemerkung“??

    • jely belly bean sagt:

      @lea: diese kleinen unterschiede sind doch läppisch im vergleich zu den individuellen unterschieden mann, frau, sexuelle identität, beruf, kulturelle selbst-zuordnung.

      • Lea sagt:

        sag das mal in der latino community in sagen wir mal Miami. Unterhaltsam wird etwa sein, Kubaner und Mexikaner in den gleichen Topf zu werfen. Was die dann mit dir machen ist weder mango, merenge noch lambada.

        enchillada wohl eher.

        das wesentliche sollte nicht sein die unterchiede zu suchen, sondern die gemeinsamkeiten.

        die unterschiede machen das ganze doch erst schoen und vielfaeltig.

        monokultur ist langweilig und zum wahnsinnig werden monoton.

    • Lea sagt:

      „Aber ja, du hast schon recht. “Ein Mexer” ist halt so ein Ausdruck, der sich in meinem Umfeld so entwickelt hat.“

      genau.

      so wie meiser, tschinggen, N-Wort, cholo, gringo, eurotrash im gleichen umfeld sich halt so eingebuergert hat.

      • Ginola sagt:

        @Lea; 19:24

        Lea, die Ausdrücke die du aufgelistet hast sind Beleidigungen. „Mexer“ ist mitnichten beleidigend.

  • Auguste sagt:

    hmm…, auf den flügeln der liebe lassen sich grenzen mühelos überwinden – wären da bloss nicht diese verdammten glasscheiben.

    • Welche Glasscheiben?

      Die Liebe als Motiv für eine Beziehung ist eh nur eine Konstruktion…

      Aber eine überzeugende!

      • Ginola sagt:

        @Marcel Zufferey

        Eine sehr überzeugende!

        Ach übrigens, was hält denn „diese Konstruktion“ zusammen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Was wäre die Alternative, die arrangierte Ehe? Vielen Dank……

      • All diese Superlative werden sie am Schluss noch ganz bodigen.

      • Ich meine natürlich dieses Streben nach dem leidlosen Glück: Alles haben wollen und nichts dafür bezahlen. Der wachsende Egoismus dürfte sie übrigens auch bald bodigen, wenn wir schon beim Thema sind.

      • Ginola sagt:

        @Marcel Zufferey, 13:47

        Zu dieser Erkenntnis muss man halt zuerst mal kommen. Ha, Orientierungssinn als Kernkompetenz um sich im Dschungel der Superlativen nicht zu verirren… 😉

        Aber die Liebe wird auch diesen Sturm überleben –

    • @Ginola: Was diese Konstruktion zusammenhält? Die bürgerlichen Wertvorstellungen aus dem 19. Jahrhundert- und ihre zahlreichen Übersetzungen ins Einundzwanzigste. Nebenher noch die wirklichen Gefühle.

      Was sie auf jeden Fall nicht mehr lange aushält, sind all die Überfrachtungen, die in den vergangenen Jahrzehnten dazu gekommen sind: Supersex, Superlife, Superkinder, Superwohnung, Superferien, Super, super, super!

      • Auguste sagt:

        hmm…, bei einem punkt ihrer aufzählung bin ich geneigt, ein stoibersches ääähhh…. an den anfang einer replik zu setzen.

        glasscheiben? die unsichtbaren hindernisse, die der banale alltag so mit sich bringt.

      • Ginola sagt:

        @Marcel Zufferey

        Verständnisfrage: Sind für dich die wirklichen Gefühle die realen, „gefühlten“ Gefühle ?

        Und ja, ich gebe dir absolut recht. Das Karrusell der Superlativen dreht sich immer wie schneller. Und wenn man mal drauf sitzt, ist es schwierig, wieder ohne „collateral damage“ abzusteigen.

        Tja, man darf halt trotz der permanenten Reizüberflutung seine Orientierung nicht verlieren, denke ich. Das ist wohl das beste Gegenmittel, der Versuchung zu widerstehen…

      • @Ginola: Eindeutig die realen. Bis zu einem gewissen Grade hat es die, so nehme ich zumindest an, schon immer gegeben. Einfach nicht in dieser Ausschliesslichkeit, wie heute (super, super, super und nix andres!).

    • Lea sagt:

      „Die Liebe als Motiv für eine Beziehung ist eh nur eine Konstruktion…“ ist das nicht ein widerspruch zum buergerlichen ideal „Die bürgerlichen Wertvorstellungen aus dem 19. Jahrhundert“ , das du als graviationskraft deiner beziehung anfuehrst – etwas das bei einem gemaess eigenen angaben bekennenden marxisten nicht stimmen kann.

      liebe als konstrukt, um eine beziehung zusammenzuhalten…heisst ja dass du das als selsbtbetruegerische illusion anschaust und die wahren gruende einer beziehung oekonomische sind. auch oekonomie der gefuehle. du redest von echten und gefuehlten gefuehlen.

      you are troubled with self deception.

      • Die Liebe in dieser Ausschliesslichkeit in einer Beziehung zwischen Mann und Frau ist tatsächlich auf die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts zurückzuführen. Dabei hat sich das seinerzeit aufstrebende Bürgertum bei der klassischen Romantik bedient. Dank der Trennung von Arbeits- und Lebensplatz (Wohnen) war ein neues Beziehungsmodell vonnöten- daraus resultierte dann das Ideal der bürgerlichen (Klein)Familie mit Erwerbsmann, Hausfrau und Kindern. So richtig den Durchbruch geschafft hat dieses Familienmodell allerdings erst in den Wirtschaftswunderjahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Troubled with self deception? No, I’m not. 😉

        Ein bekennender Marxist bin ich übrigens keineswegs, ich weiss nicht woher Du das hast- auf jeden Fall ganz sicher nicht von mir.

      • Im Übrigen habe ich lediglich gesagt- und zwar weiter unten- dass Gefühle wahrscheinlich sehr wohl schon immer vorhanden waren- einfach nicht in dieser Ausschliesslichkeit.

        Muttu besser lesen!

      • Lea sagt:

        Also ich bezog meine liebe nicht von der bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts . habe von denen auch nie einen mail-order katalog erhalten.

        ich wusste auch nicht, dass gefuehle gekauft werden koennen, und erst noch ueber eine firma der vergangenheit.

        also ich weiss nicht so recht wo meine gefuehle gemcht werden. habe eben nie gefuelhsfabriken gesehen. auch keine gesellschaftsplanwirtschafter die mir das via elektroschock ins hirni brennen.

        wenn die in diesem forum es immer noch nicht hingekriegt haben, dass die kommentare ordentlich logisch geordnet erscheinen,ist es sehr schwierig oben von unten zu unterscheiden von gestern und heute und morgen.

        irgendwann, irgendwo , irgendwie hast du was von dem marx und seinen bruedern geschrieben.

        tia. gemaess deienr theorie waren alle vor dem 19 jahrhundert polygamisten und liebten alle ihre partner gleich.

        das mag in den kreisen der aristokratie so gewesen sein. das mausarme fussvolk dagegen wurde irgendwann einfach schwanger und gekrampft haben alle inklusive die kinder, um der mageren furche etwas essen abzugewinnen.

        trotzdem bin ich sicher, dass sich auch diese armen geliebt haben. meist heftiger las die noblen, die aus langeweile und ueberdruss nicht mehr wussten in welcher stellung ung kombination sie ueberhaupt noch was freude beim spile haben koennen.

        der rest ist anerzogene – oder in den schulen oft mit riehmen und stock eingeblaeute – gehirnwaesche. soziale konditionierung oder so. neu-speak sozialisation. und bist du nicht willig so brauch ich gewalt.

        muss ich bessr bukstapirn aber nix edit funkton here.

        tumpes yankie chic halt muede jez.

      • Zur Zeit finde ich den historischen Sell-off an der NYSE ohnehin viel spannender.

      • Lea sagt:

        sell off ist gut…. antizyklisch!!!! sagte warren buffet.
        der rest sind die lemminge die an der boerse immer verlieren.

        aber die banker lieben es eh greek. ich meine damit nicht griechenland sondern f your a…

    • Henri sagt:

      @Pippi Langstrumpf 6. Mai 2010 um 13:37
      >>>
      Was wäre die Alternative, die arrangierte Ehe? Vielen Dank……
      >>>

      Sie urteilen vorschnell.
      In vielen Ländern gibt es nach wie vor die arrangierte Ehe, und sie endet keineswegs schlechter als die Liebes-Ehe (bei unserer Scheidungsrate leicht zu erreichen …).
      Bei uns ist die arrangierte Ehe gleichgesetzt mit der Verletzung der Selbstbestimmung, und darum wird sie regelrecht verteufelt.

      Aber seien wir ehrlich: es gibt hier bei uns nur wenige Liebes-Beziehungen, welche ihre Liebe über die Jahrzehnte retten können.
      Das liegt aber meines Erachtens nicht unbedingt daran, dass sie im eigentlichen Sinne scheitern, sondern weil wir von den Liebes-Beziehung etwas erwarten, was sie offensichlich nicht geben kann: „ewigi Liebi…“.

      Oberflächlich betrachtet.

      Würden wir aber näher hinschauen, würden wir sehen, dass sich die Liebe (bei den „erfolgreichen“ Paaren) über die Jahrzehnte in etwas anderes verwandelt hat – es ist dann nicht mehr die heisse Liebe, sondern etwas anders, was ich momentan nicht genau bezeichnen kann (ich finde gerade die Worte nicht) – anders gesagt, die beiden Metalle wurden legiert, verschweisst – sie reiben nicht mehr aneinander, bis sie glühen 😉 , sie sind eins.

      Dasselbe passiert aber auch bei arrangerten Ehen, nur dass dort von Beginn an die wirtschaftliche und loyale Gemeinschaft im Vordergrund steht.

      • Lea sagt:

        ich grosses cholo mit pferdeschwanz und dickes konto. du huebsches pussy. ich will haben dich. ich kaufen haus deiner eltern und du musst. sonst ich verscheuchen eltern aus haus.

        gute sach, arrangiertes ehe. sehr gut.

        mi cholo es el mejor. huiiii.

        sicher ist arrangiete ehe eine ganz koshere sache und nicht schlechter.

        tumbes yankee chic jetzt kotzen gehn im mack donalds….

      • Henri sagt:

        @Lea 7. Mai 2010 um 03:02

        Was immer Sie genommen haben: nehmen Sie weniger davon!

      • Widerspenstige sagt:

        Lea, such crazy things you can say – but I’m laughing out laud, yes I do so and that’s good sometimes!!! 🙂

  • 3 Sprachen, 3 Küchen, 3 Menschen, zweieinhalb Mentalitäten, zwei Kulturen und eine Mischkultur, Wurzeln hier und dort, Verschiedenartigkeiten, Gemeinsamkeiten, Herz aus dem Südosten, Ratio aus dem Norden, Sprachprobleme wie geschildert, viele Bücher, ausgeprägter, pragmatischer Familiensinn, Abnützungserscheinungen vorhanden- trotzdem läufts, was will man mehr?

  • Andreas sagt:

    Als Kind selbst aus einer binationalen Beziehung entsanden halte ich gar nichts davon.

    Als ich erst kürzlich in einer anderen grossen schweizer Medienzeitung lesen musste das Kinder mit nur einem Teil „schweizerisch“ nicht echte Schweizer sind zeigt es mir auf wo die Problematiken liegen.

    Ich entstamme zu halb aus der Schweiz und zu halb aus einem Südostland, die Geschichte ist komplizierter, meinen „biologischen“ schweizer Vater kenne ich nicht also heirate meine Mutter später einen anderen Schweizer der mich adoptierte und dessen schweizer Familiennamen ich nun trage.

    Die Identität eines Menschen, die kulturelle Herkunft, die Familie, das ICH Befinden macht einen Menschen aus, das sind alles Eigenschaften die ich nicht kenne, ich weiss nicht wer ich bin, wo meine Heimat ist, was wirklich meine Familie ist , den starken Zusammenbund, das Heimatgefühl ist für mich alles ein Fremdwort.Aus irgendeinen Grund „nur Gott weiss es “ gibt es verschiedene Kulturen, Sprachen, Ethnien.

    Das Gefühl des Herkunftslosen trieb mich sogar eine Zeitlang in eine tiefste Alkoholsucht und einen Selbstzerstörungsprozess,ich bekam eine tiefe Identitätskrise, ich bin von nichts ein „Ganzes“ ich habe einen Familiennamen der nicht mir gehört und deren Familie genetisch nicht die meine ist.Ich bin kein echter Schweizer wie auch kein echter Südosteuropaer, hin und wieder kommt ein Gefühl des tiefsten Hasses und Verabscheudung gegenüber meiner Mutter auf mit der ewigen selbern Frage „Wieso hast du mir das angetan“

    Ich wuchs in einer „multikult“ Freundschaftskreis aus, Menschen aus dem Balkan, aus Italien, aus Sri Lanka aus der Türkei und Co.Interessant wurden die Beziehungen die danach zum Partner/Partnerinnen entstanden, alle suchten ihre Landsfrauen bez Landsmänner aus.Da sah ich wo die Multikulti Gesellschaft anfängt und auch wieder aufhört.

    Ich kenne auch viele HALB/HALB Menschen viele haben ein gestörtes Persönlichkeitsverhältnis zum „Ich“ das was einen Menschen ausmacht.

    DIe Zeugung eines Kindes aus verschiedenen Ländern ist für mich purer Egoismus, ich kann nicht nachvollziehen wieso Eltern das einem Kind antun, ist es purer Egoismus oder die pure Dummheit?

    Die aktuelle Wirtschaftskrise zeigt auch die Grenzen des vereinten Europas auf, gehts den Menschen gut ist Multikulti prima, aber wehe der Lebenstandart sinkt , Ungarn, allg. die Ostblockländer zeigen das Resultat auf, die Rechtsorientieren Parteien gewinnnen massiv an Zulauf und Punkte.

    Selbst in Frankreich oder gar die USA kommt die Rassenthematik wieder auf, es werden die Schuldigen gefunden.

    Meine Erkenntis und Überzeugung:

    Multikulti ist genau so ein gescheitertes Projekt wie die EU als Gemeinschaft!

    • Eni sagt:

      Kann es sein, dass das Problem mit Ihrer Nicht-Identität daher kommt, dass Sie aus einer Verbindung stammen die nicht aus echter Zuneigung und Respekt bestanden hat sondern aus wirtschaftlichen Gründen? Sie wurden ja auch adoptiert, da haben auch viele Kinder ein Problem damit.

      In der Klasse meines Sohnes hat es auch einen Jungen dessen Vater „exotischer“ Abstammung ist. Der Vater ist mittlererweile mit einer Frau aus seiner heimatlichen Umgebung verheiratet und der Junge hat und macht ziemllich Probleme. Dazu zu sagen ist, dass der Grossvater mütterlicherseits das Kind nicht akzeptiert.

      Ich glaube einfach, dass Verbindungen aus den „falschen Gründen“ keinen Bestand haben können. Egal ob jetzt der Mann glaubt in Thailand ein unterwürfiges Weibchen zu finden, dass ihm ewig die Füsse küsst und auf dem Boden kriecht oder die Afrikanerin, die sich ein besseres Leben erhofft.

      Verbindungen egal ob national oder binational können nur dann bestehen, wenn sie auf gegenseiteiger Zuneigung und ehrlichem Respekt gegenüber der fremden Kultur des Partners gegenüber beruht.

    • Lea sagt:

      „Als ich erst kürzlich in einer anderen grossen schweizer Medienzeitung lesen musste das Kinder mit nur einem Teil “schweizerisch” nicht echte Schweizer sind zeigt es mir auf wo die Problematiken liegen.“

      genau dieser satz drueckt ganz deutlich aus, wo der hase begraben ist und diese diskussion anderswo so gar nicht stattfindet.

      multikulturell funktioniert ausgezeichnet.

      die USA ist ein erfolgsbeweis. und das trotz diversrer probleme.

      wenn ich diesen thread durchlese, kommt mir nur eines in den sinn?

      ja habt ihr das nach vier grossen ethnischen kriegen (deutsch – franzoesischer, ww1, ww2 und Jugoslawien) immer noch nicht begriffen?

      die Eu wird nicht an multikulti scheitern, sondern daran, dass es

      1) keine demokratie ist
      2) die geminschaftswaehrung wegen der stark unterschiedlichen nationalen oekonomien nicht funktionieren kann
      3) EU keine politsche einheit (aehnlich der USA) ist sondern eine mini UNO.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Lea, genau das sind die Gründe, ich kann deine Analyse betr. EU nur unterschreiben.

      • Cybot sagt:

        Im Grundsatz gebe ich dir durchaus Recht. Der Punkt, bei dem ich aber gar nicht einverstanden bin, ist Nr. 2. Auch in den USA gibt es grosse Unterschiede zwischen der ökonomischen Stärke der einzelnen Teilstaaten. Dort kann ein Kalifornien aber Pleite machen, obwohl es verhältnismässig deutlich grösser ist als Griechenland in der EU. Der Unterschied ist einfach gesagt, dass in den USA die übrigen Staaten (bzw. die Fed) dafür blechen, während sie sich in der EU davor zu drücken versuchen und die Schuld auf die anderen abschieben.
        Die Probleme liegen daher eher in Punkt 3 und nicht daran, dass es „nicht funktionieren kann“.

      • Lea sagt:

        @Cybot: Das stimmt nicht, was du da schreibst. die feds blechen eben gerade nicht. das war auch ein politikum, da die obama administration zwar den fat cats der wallstreet und den dinosuarierproduzenten in detroit mit staatsanleiehn und einkaufen der aktien unter die arme grieft, aber dem grossen konjunkturmotor kalifornien eben nicht.

        die anderen staaten bezahlen nichts an der pleite eines teilstaates, das wird ueber anleihen finanziert. und kalifornien haelt sich mit schuldscheinen ueber wasser.

        einige teilstatten haben in ihrer verfassung staatsdefizite verboten. d.h. sie sind verplichtet, einen ausgewogenen haushalt zu fuehren und anleihen zum ausgleich eines temporaeren defizites muessen innert zwei jahren wieder ausgeglichen sein. (z.b. texas). du kannst jetzt raten, welche staaten zurzeit eine florierende wirtschaft haben.

        zudem ist es gerade in der eu so, dass die anderen staaten blechen. sieht man ja an griechenland und bald spanien. das zieht dann die starken ins gleiche loch. das ist ja gerade das bescheurte an dem eurosystem.

        zu dimensionen: Californien ist etwa so gross wie schweden. es ist die acht groesste oekonmie weltweit.
        texas ist gleich grss wie deutschland und frankreich.es istt die nummer zehn weltweit.

        die anderen sind strukturell nicht dermassen unterschiedlich wie einzelne laender europas.

        das thema war multikulturell und es kann gesagt werden, dass das hier erfolgreich laeuft. wohl auch, weil hier die leute sich nicht staendig wegen waschordnung, anderen kleidern und der anzahl gebuerenabfallsaecke auf den zehen rumtrampen.

  • jelly belly bean sagt:

    kulturelle unterschiede sind doch schnee von gestern, die individuelle identität zählt. lasst uns uns vermengen und vermischen und eine neue menschenrasse soll entstehen!

  • Nina sagt:

    Ich bin sowohl das Kind einer Bi-nationalen Ehe als auch jetze Teil eines Bi-nationelen Ehepaars. Und ehrlich gesagt habe ich immer gedacht, dass ich keinen Schweizer heiraten werde. Die meisten Schweizer waren was die Liebe angeht leider oft eher pragmatisch als leidenschaftlich eingestellt. Als Bi-nationales Paar hat man vor allem am Anfang oft einige Hindernisse zu überwinden und das schweisst auch zusammen und eine lari-fari Beziehung ist nicht möglich. Gerade wenn einer von beiden sein Heimatland verlässt damit man zusammens sein kann, zeugt das davon wie viel man einander bedeutet.
    Für mich überwiegen bei weitem die Pluspunkte und ich erlebe es als Bereicherung, nicht nur aus einer ‚Kultur‘ zu kommen oder nur in einer zu leben. Als Kind sieht man mit Eltern aus zwei verschiedenen Ländern, das es nicht nur einen Weg gibt und ein weiters Plus ist es natürlich auch mit mehrern Sprachen aufzuwachsen.

    Betreffend Differenzen und Gemeinsamkeiten: Gemeinsamkeiten kann man sich auch schaffen, diese sind ja keineswegs gottgegeben und verändern sich auch immer wieder.

  • tamtam sagt:

    bin in 2. ehe wieder mit einer ausländerin verheiratet(1 war eine eingebü. italienerin, die grösstenteils in der schweiz aufgewachsen ist), diesmal aber nicht mit einer europäerin. ich selber bin die meiste zeit meiner kindheit und jugend in anderen ländern wohnhaft gewesen, was mir zum glück den vorteil gab immer offen für andere kulturen zu sein. die sprache meiner frau bin ich zwar immer noch am lernen( schwierig für jemanden der kein sprachtalent ist, aber ich bin gewillt). es gibt sogar eine tolle gemeinsamkeit in der sprachendifferenz und das sind sprichwörter. beide haben wir von unseren eltern einen berg an sprichwörtern mit auf den weg bekommen, da ist es immer wieder toll wenn wir gleichbedeutende sprichwörter finden und diese dann in der jeweils anderen sprache lernen. und die kulturelle differenz lässt dann aber auch mal die fetzen fliegen, aber es zeigt sich jedesmal das es eigentlich unnötig wäre, aber ein bisschen würze darf ja auch mal sein(sonst ist es wie suppe ohne geschmack). und was die emanzipation angeht so steht sie weit vor manch anderer schweizerin, die emanzipation meistens mit pochen auf recht verwechselt.
    und die neugier und die zufriedenheit sich immer besser zu verstehen ist immer wieder lohnenswert. und eines ist gewiss ich werde eines tages ein migrant sein und meiner frau in ihr land folgen. es ist für mich nämlich gemütlicher als hier(wettermässig zu verstehen).

    „des nachbarn kirschen schmecken immer besser“ stimmt!

  • Exot sagt:

    Binatoinale Partnerschaften haben durchaus einen Reiz; sie sind neu, anders, verlockend. Sie sind sowohl Fascinosum als auch Tremendum. Der Artikel lässt allerdings vollkommen ausser Acht, dass zwischen allen Individuen eine gewisse Unterschiedlichkeit existiert. Uninationale Beziehungen können ebenso soziale und kulturelle Differenzen aufzeigen. Es ist naiv zu glauben, dass die nationale Identität mit der individuellen Charaktereigneschaften übereinstimmen muss.

    Ich persönlich bin als gebürtiger Zürcher in einer Beziehung mit einem Deutschen aus dem Ruhrgebiet. Ja, es gibt Differenzen. Die Gemeinsamkeiten sind allerdings grösser. Sie werden nur allzu oft vernachlässigt. Nicht die Differenzen, sondern die Gemeinsamkeiten fördern die Zweisamkeit.

  • Guest sagt:

    Als Tochter einer binationalen Ehe kann ich nur sagen, dass diese nur dann funktioniert, wenn sie nicht mit dem Gedanken an eben diese Kulturmischung geschlossen wird. Meine Eltern haben sich mit 17/18 kennengelernt und die einzigen die sich um den kulturellen Unterschied Gedanken gemacht haben waren ihre Eltern, also meine Grosseltern. Für die zwei selbst war es einfach Liebe.
    Zudem kann ich wirklich sagen, dass ich enorm davon profitiert habe noch eine andere Sichtweise der Dinge kennenzulernen, mein Vater der aus der Türkei stammt ist zwar schon ‚assimiliert ‚, trotzdem war es immer spannend die alten Geschichten aus seiner Kindheit zu hören und die Einstellung z.B zu Familie von beiden Grosseltern zu vergleichen…beides hat seinen Reiz.
    Die türkische Grossmutter hat immer eine offene Türe, die Bude voll, kocht, rennt Kindern hinterher um sie zu füttern, mischt sich dafür ungefragt in alles ein, bei meiner schweizer Grossmutter kann man nicht spontan vorbeigehen, alles ist ruhig und gesittet…dafür überfällt sie mich auch nie unangemeldet.
    Da ich hier geboren und aufgewachsen bin und meine Mutter Schweizerin ist, fühle ich mich klar als Schweizerin, ein Stück der türkischen Mentalität hoffe ich trotzdem zu bewahren…das Schöne ist, ich kann mir auswählen welche Aspekte mir gefallen.
    Einzig die Vorurteile denen ich begegne können das ganze manchmal erschweren, wenn ich z.B. in gebrochenem Deutsch angesprochen werde, da ich mein Aussehen vom Vater habe…aber na ja, ich versuche einfach darüber zu stehen.

    Nun habe ich selbst ein kleines Kind…bei ihm treffen 4 verschiedene Kulturen aufeinander da mein Mann auch aus einer binationalen Ehe stammt…das wird bestimmt spannend, da kann man nur noch sagen… ein Erdenbürger! – wen interessiert da der kulturelle Hintergrund

    • Auguste sagt:

      hmm…, seit ich die arena manchmal schaue, habe ich keine probleme mehr mit gebrochenem Deutsch.

    • Cara Mia sagt:

      Da seid Ihr ja nichts anderes als typische Schweizer. Denn geht man bei uns Schweizern den Stammbaum etwas rauf, sind wir doch alle irgendwelche „Mischlinge“. Das macht es so spannend. Drei Kulturen bringen wir schon rein schweizerisch unter einen Hut, im Kulturenspagat sind wir also geübt.

      • Cybot sagt:

        Das lustige ist, dass das sogar für viele Superschweizer gilt. Christoph Blochers Urgrossvater war angeblich sogar ein illegaler Einwanderer. Wenn man solche Sachen mal weiss, kann man über die ganzen nationalistischen Tiraden echt nur noch müde lächeln.

    • Raphi sagt:

      Ich bin auch binational und fühle mich als Schweizer… Ich bin mir aber nicht sicher ob ich mir gewisse Charakterzüge „aussuchen“ könnte… schön wärs…

      • Guest sagt:

        Sicherlich nicht die Charakterzüge, die haben ja auch nichts mit der Nationalität zu tun, denke ich. Es gibt aber Werte / Traditionen die man Ausleben kann oder halt eben nicht. Bei mir ist es halt eine Mischung.

    • jelly belly bean sagt:

      meine mutter stammt aus dem angelsächsischen raum. mit dem resultat, dass mir als deutschschweizer amerikaner oder australier näher sind als waadtländer oder österreicher. aber hey, man muss doch einfach offen bleiben – warum ist der bauch soviel toleranter als der kopf?

    • studimutter sagt:

      Das ist ja lustig, ich stamme aus einer binationalen Partnerschaft und mein Mann auch.
      Unsere Kinder haben auch 4 kulturelle Hintergründe, wobei ich finde, dass man diese nicht überschätzen soll.

      Klar hat mich dies als Kind und als Partnerin beeinflusst, aber ich denke, identifizieren, wenn überhaupt, tu ich mich am ehesten mit meinem Geburtsland. So rufe ich beim Fussball hopp Schwiiz, mein Mann (sorry) hopp Dütschland und nichts Osteuropäisches oder Asiatisches :-). Ist auch besser so, aus fussballerischer Sicht.

  • lara sagt:

    hmm in meinem freundeskreis haben fast alle frauen einen ausländer geheiratet, die männer aber schweizerinnen. gibts dazu zahlen?

    mein eindruck ist eher, dass je besser ausgebildet die frau ist desto höher die wahrscheinlichkeit, dass sie einen ausländer heiratet. bei den männern umgekehrt… hält sich dann irgendwie die waage

    • Martin sagt:

      Natürlich gibt es dazu Zahlen.
      Laut Angaben des Bundesamtes für Statistik (BSF) sind im Jahr 2007 49.7% aller in der Schweiz geschlossenen Ehen binational.
      Schweizerin heiratet Ausländer: 20.8%
      Schweizer heriatet Ausländerin: 22.4%
      Ausländerin heiratet Ausländer*: 6.5%
      *einer anderen Nationalität
      (http://www.binational.ch/)
      oder
      http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/22/publ.Document.125299.pdf
      auf Seite 11.
      Dein Freundeskreis ist also nicht repräsentativ für die Schweiz.

      • Auguste sagt:

        hmm…, nice effort, martin, danke. hat mich auch wunder genommen.

      • lara sagt:

        ist doch aber interessant, dass die schweizer sich das ‚holen‘ was sie hier nicht kriegen. sprich die gut ausgebildeten frauen – gut gebildete männer (weil sie nach oben heiraten wollen) und die schweizer holen sich die devoten frauen(weil sie nach unten heiraten). über die gründe dafür wurde im blog ja schon zur genüge diskutiert.

      • mira sagt:

        @Lara
        Und was ist mit den ganzen Frauen die Afrikaner und Araber heiraten? Die heiraten ja fast immer „nach unten“. Wie passt das in Ihre Theorie rein?

      • Eni sagt:

        @ mira

        Vielleicht der Mythos des feurigen Liebhabers?

      • lara sagt:

        die ausnahme bestätigt die regel.

        die meisten heiraten doch deutsche, andere europäer, australier, amerikaner usw.

      • jely belly bean sagt:

        und etwa die gleiche anzahl ehen wird in der schweiz wieder geschieden…gibts eine korrelation? oder anders gefragt: was hält besser, die binationale variante oder die mononationale?

    • Richi sagt:

      Das mit dem Geld verdienen war auch bei uns ein Thema. Ich wäre bereit gewesen zu meinem Schatz nach München zu ziehen. Aber bei dem tiefen Lohnniveau und den fast schweizerischen Wohnungspreisen dort, war’s nun wirklich attraktiver, dass sie zu mir zieht. Sie freut sich jetzt, dass sie nicht nur mich hat, sondern auch mehr Geld für Klamotten, Auto und Urlaub verpulvern kann…

      • Martin sagt:

        @jely belly bean:
        Das BFS hat auch dazu Zahlen:
        http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/06/06.html
        Im Jahr 2008 gab es in der Schweiz 19’613 Scheidungen.
        Die Staatsangehörigkeiten vor der Heirat waren:
        Schweizer und Ausländerin: 15%
        Ausländer und Schweizerin: 16%
        Ausländer und Ausländerin: 16%
        Das kannst du dann vergleichen mit den Zahlen zu den Eheschliessungen weiter oben.
        Die Kombination Schweizer und Schweizerin hatte 50% der Eheschliessungen und 53% der Scheidungen.
        Sieht danach aus, dass es sich für uns Schweizer/inner lohnt, Ausländer/innen zu heiraten…
        Wir werfen mit der Bezeichnung „Ausländer/in“ natürlich viel in einen Topf. Für eine Baslerin ist eine Tessinerin wahrscheinlich exotischer als eine Elsässerin.

    • @Lara
      Mir scheint, es gibt kein schweizerisches „Ehekonzept“ mehr. An der Landi 1939 wurde den 10% Männern die Hölle heiss gemacht, die eine Ausländerin heiraten würden. Es galt ein „völkisches“ Konzept aufrecht zu erhalten: Er Aktivbürger und Ernährer, Sie Mutter und wohltätige Helferin im Gemeinwesen. Mit der Kulturwende von 1968 und dem neuen Ehegesetz ist das alte Schweizer Ehekonzept derart verwässert worden, dass es heute sowohl für Frauen als für Männer einfacher ist einen Ausländer oder eine Ausländerin zu heiraten. In beiden Fällen gibt es einen Partner, der ein Land verlassen hat, sein soziales Umfeld zurückgelassen hat und darum sich eine Scheidung zweimal überlegt. Während bei einem CH-CH-Paar der Geschlechterkrieg nach neuen Eherecht derart aufreibend sein kann, dass man nach der Geburt der Kinder lieber wieder die Finger voneinander lässt. Was das für den längerfristigen Bestand der „Willensnation“ heisst, wenn die dauerhaftesten Ehen diejenigen sind, die „keinen Schweizer heiraten wollen“? Unsere Enkel werden es wissen.

      • Auguste sagt:

        @ giorgio girardet

        hmm…, sie scheinen nicht viel vertrauen in die werte zu haben, die dieses land ausmachen. für die mehrzahl der menschen, die hierher kommen, sind sie ein nicht zu unterschätzender grund, dass sie hier ihre neue heimat suchen. entsprechend versuchen auch sie, ihnen sorge zu tragen. und um die schwarzen schafe kümmern sich ja kreise, denen sie nicht abgeneigt sind. läuft doch alles gar nicht so schlecht, wenn man es sich genau überlegt. sonst noch jemand, der gerne die legendäre landi von 1939 und die darauf folgenden jahre live miterlebt hätte?

        was haben sie eigentlich gegen philippe zweifel? raus damit, vielleicht verstehe ich es ja.

      • 1939 ist populärer, als einem lieb sein kann. Es gibt ganz offensichtlich Menschen, die sich den erfolglosen Kunstmaler mit Schnauz wieder zurückwünschen, der mitunter in einem dreiachsigen Merrrrrrrrcédéssss unterwegs war- und später den Volkswagen aus der Taufe gehoben hat.

        Nebst dem Volksempfänger natürlich.

      • Ganz völkisch eben, wie es sich gehört.

      • @Auguste und die anderen Feinde von „1939“
        Von den „Werten von 1939“, der nationalen Solidarität, profitieren alle die AHV, EO oder Mutterschaftsversicherung beziehen. Hitler war der grösste Förderer des schweizerischen Sozialstaates. Wer „1939“ dröge findet, soll doch auf AHV, EO und Mutterschaftsversicherung verzichten.

        Und ja, es kann durchaus sein, dass die zuheiratenden Migranten die „Werte von 1939“ mehr schätzen in der Schweiz, weil 1939 ihre Vorfahren in einem Land waren, wo es nicht so kuschelig war, wie unter dem schlimmen „Landi-Geist“ von 1939. Insofern haben Sie recht.

      • Auguste sagt:

        @ girogio girardet

        hmm…, ich bin weder ein feind des jahres 1939 noch des „landi-geistes“. das was wir heute als „landi-geist“ bezeichnen war wohl das resultat einer zeit, die von grosser unsicherheit und kriegsangst in ganz europa geprägt war. die landi war in unserem land eine willkommene möglichkeit zusammen zu kommen und nationales zusammengehörigkeitsgefühl sichtbar auszudrücken. im nachhin ein glücksfall – so geplant war sie nämlich nicht.

        hitler war kein förderer – höchstens von barbarei, tod, verderben und vernichtung. so wie der moderne schweizerische bundesstaat ein resultat der napoleonischen epoche war, so hat die existenzangst der kriegsjahre damals im nachhinein zu neuem denken und politischen konstellationen hierzulande geführt. hitler in diesem kontext ein rolle zuzuweisen, ist nichts weiter als provokativer unsinn.

      • Nun wissen wir wenigstens, welchem politischen Lager gewisse Kommentatoren zuzuordnen sind:

        Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben

  • Matthias sagt:

    Warum die Frau meistens dem Mann folgt? Das ist eigentlich wirklich eine interessante Frage.

    Ich meine, hier kann es gut sein, das viele Frauen hier herkommen weil in der Schweiz halt die Lebensqualität besser ist als in ihrem Land, aber ich denke das passiert auch in anderen Ländern oft. Zb. Deutsche die dann nach Afrika zu ihrem Mann ziehen oder ähnliches.

    Eventuell ist der Mann hier einfach sturer? Oder die Frau sieht eher den Reiz eines fremden Landes?

    • Ginola sagt:

      @Matthias

      Ich denke, dass die Frauen wahrscheinlich flexibler und selbstständiger sind. Der Mann braucht wahrscheinlich eher noch seine Eltern oder zumindest die Nähe…- Ich weiss es nicht, nur so Ideen.

      Es wäre schön, die Perspektive der Frau zu hören?

    • Cara Mia sagt:

      Der Mann verdient ja in der Regel das Hauptgeld und hat eine Stelle, den Haushalt kann man überall machen, auch die Kinder aufziehen. Wenn die Frau die bessere Stelle hat, folgt zuweilen auch der Mann. So zieht wohl der Afrikaner eher zu seiner deutschen Frau, als umgekehrt.

      • Ginola sagt:

        @ Cara Mia

        Ja, wenn die Augangslage so ist, wie du schreibst (Frau keine Stelle, kein Geld) mag das sicherlich ein Grund sein. Ist schon klar. Aber bei dieser Ausgangslage sitzt dann das Klischee „sie ist doch nur wegen dem Geld hier bzw. mit ihm zusammen“ sehr locker…- Und wenn es zutrifft, stehen die Zeichen für die Beziehung, na, sagen wir mal, auf Sturm.

        Ich meine jedoch den Fall, bei welchem beide einen Job haben und somit Geld verdienen.

      • Eni sagt:

        @ Ginola

        Es ist halt Realität, dass Ausländer oder Ausländerinnen sehr oft in die Schweiz einheiraten wegen Geld und Aufentaltsbewilligung. Viele kommen ja aus armen Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit.

        In meiner Ex- Schwiegerverwndtschaft gab es auch so einen Fall. Eine Schweizerin heiratete einen Albaner ( für sie war es die grosse Liebe) und am Tag nach der Hochzeit hat er ihr schon eröffnet, dass er nun doch keine Kinder will, obwohl sie sich in der Kinderfrage vorher einig waren. Die Ehe ist heute geschieden und er wieder verheiratet mit einer Albanerin.

        Natürlich kann man es nicht so veralgemeinern. Auch bei uns gibt es junge, hübsche Bibis, die eine alten, hässlichen aber dafür reichen Mann heiraten. Moderne Prostitution nennt man das dann wohl. Leistung für Gegenleistung.

      • Ginola sagt:

        @Eni

        Tja Eni, schlussendlich prostiuieren sich doch die meisten Menschen tagtäglich… 😉

        Sicherlich gibt es Leute, welche aus diesem Grund in die Schweiz kommen und heiraten wollen. Ich denke aber doch, dass dies heutzutage die Minderheit ist.

      • Eni sagt:

        @ Ginola

        Habe ja gesagt, dass man das nicht verallgemeinern kann. Ist auch nicht so, dass ich kein Verständnis habe, dass jemand verzweifelt nach Sicherheit sucht. Habe nur erwähnt, wie die Realität aussieht und sollte keine Wertung sein.

      • Hedon Zwiefel sagt:

        Finde ich nicht. Geh halt mal nach Afrika, da leben einige Europäerinnen, wenn Sie es geschafft haben sich in die Familien dort einzureihen.
        Die Ursache ist doch bodenständiger. Der Mann ist eher der, welcher sich verpflichtet fühlt ein Haus zu bauen, welches die Frau dann einrichtet. Er baut es tendenziell dort, wo er seine Wurzeln und Beziehungen hat, kurz wo er sich auskennt.

      • Eni sagt:

        @ Ginola

        Es gibt Menschen für die bedeutet Sicherheit nicht körperliche Geborgenheit sondern leibliche unversehrtheit ( in Gebieten wo Krieg herrscht oder wo man seine Meinung nicht frei äussern darf) und auch wirtschafliche Sicherheit ( in Ländern wo grosse armut herrscht und arbeitslosigkeit). Diese Menschen kommen in ein fremdes Land und lassen die Geborgenheit zurück, weil sei keinen anderen Ausweg sehen oder haben.

        Aber ja, schlussendlich gehen wohl viele Beziehungen auseinander, weil der eine inder Beziehung am ausgestrcktem Arm verhungert aber das ist wohl auch in „gleichrassigen“ Beziehungen so.

    • Ginola sagt:

      @Hedon Zwiefel

      Tja, in der Evolution finden sich alle Antworten…-

      Aber deine Einschätzung ist wohl nicht ganz falsch.

      @Eni

      Eben genau das glaube ich nicht. Die Sicherheit, nun, nennen wir es doch besser Geborgenheit ist doch nirgends so nah, wie dort, wo man aufgewachsen ist…-

      • Hedon Zwiefel sagt:

        Und noch etwas bodenständiges.
        In fast allen Kulturen wechselt die Frau zur Familie des Mannes, da gibt es wenig Ausnahmen. Man nehme nur schon die Sache mit dem Namen der Frau. Die Afrikaner zahlen eine Brautpreis als Entschädigung u.a. für die abgeworbene Arbeitskraft. Die Inder zahlen eine Mitgift, weil die Frau ein dort Bürde ist (nur Frauen aus ärmeren Schichten müssen auswärts arbeiten, in den oberen Schichten ist es ein dürfen).
        Wer kennt Kulturen, in denen der Mann in die Familie der Frau einheiratet?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Hedon Zwiefel, es gibt solche Kulturen noch immer in der Südsee, die Ehen dort sollen sehr glücklich sein.

      • Hedon Zwiefel sagt:

        Stimmt. Eine Kollege hat eine Frau aus Papua, weil er mal dort gearbeitet hat. Da hat die Familie der Frau das sagen über die Ehe.

  • Ginola sagt:

    Ich denke es ist ein grosser Mythos, dass Männer ausländische Frauen suchen, weil diese weniger emanzipiert sind (Also, eigentlich ist es sowieso ein Mythos, dass Männer Probleme haben mit emanzipierten Frauen) Oder sagen wir es so: Ein Mann der eine Frau aus einem anderen Kulturkreis nur dann heiratet, weil sie (anscheinend) weniger emanzipiert ist, ist sehr naiv, kurzsichtig, ja, einfach nur dumm. Da die Frau nämlich meistens dem Mann in sein Land folgt (wieso eigentlich?), merkt diese dann sehr schnell, wie der Hase läuft. Und schon fällt das ganze Kartenhaus zusammen. Denn meistens sind dann diese Frauen umso emanzipierter als manch andere Schweizer Frau.

    Es gibt wohl nicht mehr oder weniger Probleme als bei einer „herkömmlichen“ Partnerschaft. Einfach nur andere. Gemeinsamer kultureller Hintergrund in Ehren, es kann doch auch lähmend wirken.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass ein grosser Vorzug die Tatsache ist, dass es in einer binationalen Ehe wohl einiges mehr zu entdecken gibt. Das „brachliegende Land“ ist doch viel grösser. Klar, das kann manchmal sicherlich sehr nervenaufreibend sein. Da man eben aus einem anderen Kulturkreis kommt, lernt man zwangsläufig Brücken zu bauen und Kompromisse suchen. für mich sehr entscheidende Faktoren, für eine funktionierende Beziehung bzw. um eine Beziehung aufrecht zu erhalten. Ja nicht nur, sind dies doch Faktoren welche für das Zusammenleben generell wichtig sind.

    • mira sagt:

      Männer mit „Thai-Frauen“ sind oftmals Männer die keine Schweizerin abkriegen würden. Gründe dafür können vielfältig sein, nicht immer ist es Dummheit oder Hässlichkeit. Auch eine ausgeprägte Menschenscheue kann zu so einem Schritt führen.

      • Eni sagt:

        Viele Männer, die eine Thai heiraten haben kein oder wenig Selbstbewusstsein, auch wenn sie gut aussehen und einigermassen gut verdienen. Oftmals sind das auch eher kleine Männer, die äusserlich nicht dem Bild eines starken Mannes entsprechen

      • Gion Saram sagt:

        @mira Ein sehr gut beobachteter Punkt, aber ich würde das sogar noch etwas präzisieren und anstatt Menschenscheue von Frauenscheue sprechen. Ich kenne in meinem Freundeskreis diverse Männer, die weder hässlich noch unfreundlich oder sonstwie abartig unsozial sind und trotzdem während Jahrzehnten keine einheimische Partnerin oder gar überhaupt keine Partnerin hatten. Der eine von ihnen schwärmt auch von Asiatinnen, obwohl er wenn er sich etwas mehr bemühen würde, auch locker eine einheimische Damen finden würde. Wäre er ein Pferd würde man ihn kopfscheu nennen, als Mann trifft wohl der Begriff „Frauenscheu“ am ehesten den Nagel auf den Kopf.

      • Lea sagt:

        „Viele Männer, die eine Thai heiraten haben kein oder wenig Selbstbewusstsein, auch wenn sie gut aussehen und einigermassen gut verdienen. Oftmals sind das auch eher kleine Männer, die äusserlich nicht dem Bild eines starken Mannes entsprechen“ … das kann doch nicht Dein ernst sein. etwa der gleiche Mythos, wie dass afrikansiche Männer ein grösseres Familienstück hätten.

      • Eni sagt:

        @ Lea

        Die Männer die ich kenne und die eine Thai haben sind fast alle kleingewachsen aber nciht hässlich und verdienen auch gut aber sie haben keien Selbstbewusstsein. Mythos hin oder her, ich kann nur von denen sprechen die ich kenne.

        Ob das mit dem afrikanischen extra-grossen“Familienstück“ stimmt, kann ich nicht beurteilen, habe noch nie eines gesehen.

      • jely belly bean sagt:

        @gion: und dann gibt es nicht wenige die entweder gescheiterte ehen und beziehungen mit schweizerinnen hinter sich haben und nun etwas neues ausprobieren wollen und dann noch die, denen zum beispiel vietnamesinnen einfach besser gefallen, ästhetisch und als soziale, liebenswerte und familienorientierte wesen. könnte ja auch sein, oder?

      • markus sagt:

        Gääähhhnnn, ihr schaut öfters RTL ? Alle Frauen mit Brille sind Emanzen? Alle Frauen mit Kurzen Haaren Lesben? Natürlich gibt es viele Schweizer die eine Thai heiraten weil Sie hier keine bekommen oder keine von hier wollen, aber es gibt auch sehr viele kleine hässliche Italiener mit hübschen Schweizer Frauen! Haben sich da die Frauen alle einen Italiener geholt weil sie kein Selbstbewusstsein haben? Weniger RTL schauen würde einigen gut tun, es gibt auch Brasilianische Topmodels die arme Japaner heiraten und zwar aus einem einfachen Grund den hier viele nicht kennen, man nennt es Liebe.

      • Lea sagt:

        brasilianerinnen habe zudem noch mit dem landestreifen eine navigationshilfe 🙂

      • Eni sagt:

        @ Markus

        Ich schaue kein Fernsehen ich beobachte meine Umwelt, das ist mehr Unterhaltung als das TV bieten kann 🙂

      • Aber wenn Frauen mit einem Afrikaner zusammen sind, dann ist das natürlich etwas gaaaaaaanz anderes, jaja: Die alte Leier.

        Schlaft weiter.

    • Henri sagt:

      Es gibt auch viele Männer, welche Jahre im Ausland arbeiteten und dann eben eine Frau von dort kennen- und lieben lernten und am Ende folge die Frau dem Manneheirher – comme il faut ….

      Es gibt viele Gründe, warum ein CH-Mann eine ausländische Frau hat – und meist sind sie von aussen nicht ersichtlich.

      Aber Vorurteile sind ja auch etwas schön Bequemes ….

  • Rebecca sagt:

    Ich glaube, wir haben 5 Jahre gebraucht, um wirklich herauszufinden, was wir wirklich meinen, wenn wir welchen Wortlaut benutzen…mein Mann hat F Muttersprache, ich deutsch, er im Ausland aufgewachsen, ich immer an einem Ort. Völligst andere Konflikt Kultur. Ich finde es total spannend und manchmal extrem anstrengend. Und mit dem Kleinen läuft alles zusammen und die Schweizer Kultur läuft auch noch mit hinein.

    Mein muss einfach doppelt soviel kommunizieren wie in einer „gleichsprachigen“ Partnerschaft. Und auch nach 10 Jahren gibt es tatsächlich noch Missverständnispotential….

    • Ginola sagt:

      @Rebecca

      Aber ist es doch gerade dieses „Muss“ an Kommunikation, welche die Beziehung aufrecht erhalten? Oder, ist denn nicht genau fehlende Kommunikation(sbereitschaft) ein häufiger Grund, dass die Beziehung auseinander fällt?

      Nach 10 Jahren noch Missverständnisse? Wie schön das doch ist! Das heisst, die Beziehung lebt.

  • lamakki sagt:

    Mein Freund ist Liechtensteiner. Ist das interkulturell? 😉

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Der Vater meines Sohnes ist Sizilianer. Meiner Mutter, obwohl 4-sprachig und weltoffen, war das im Dorf meiner Familie damals etwas peinlich, also sagte sie, er sei ein Tessiner, wir amüsierten uns sehr. Mit Sizilianer verband die Landbevölkerung damals noch mehr als heute den feurigen, etwas ungebildeten Olivenpflücker. Mein Sizilianer stand damals kurz vor dem medizinischen Staatsexamen und kam aus sehr gutsituierter Familie, es hat dann trotzdem nicht geklappt. Aber das hatte nichts mit seiner Nationalität, aber sehr viel mit seinem Charakter zu tun, er war einfach zu verwöhnt.

  • Raphi sagt:

    Meine Frau ist aus Österreich. Man könnte meinen der kulturelle Graben existiere da nicht… Denkste!
    Ich glaube gerade dass meine Frau gedacht hat „so anders sind die Schweizer ja eh nicht“ bringt sie oft zum stolpern 🙂

  • Cara Mia sagt:

    Bei uns stimmt von aussen betrachtet alles: gleiche Herkunft, gleicher Dialekt, gleiche Kultur, immer in der gleichen Stadt gelebt… und dennoch: er: bedächtig, langsam, überhöflich, modisch jenseits aller Regeln immer daneben – ich: immer im Schuss, rasch, direkt, Modetussi… Mit einem, wie ich es bin, würde ich wahnsinnig, er hingegen würde mit einer, wie er es ist, definitiv einschlafen. Aber ab und zu kracht und glöpft es gewaltig, die individuell-kulturellen Hürden sind dann fast unüberwindbar. Aber man ergänzt sich doch im Grunde prima. Ab und zu eine kleine Seelenverwandtschaft wäre dennoch nicht zu verachten. Wofür gibt es Freunde? Eben.

    • Thommy sagt:

      eben!
      Wenn man halbwegs vernünftig daran geht gibt es Mentalitätsunterschiede zwischen Menschen – alles andere hat nur eine recht kurze Halbwertszeit. Selbst die vielen Männer, die sich Thai-Frauen kaufen und mit hierher bringen wachen früher oder später auf (oder sind es die Frauen, die aufwachen?) und werden feststellen müssen, dass in dem devoten Frauchen eine selbstbewusste Frau steckt.
      Was sind denn eigentlich Kulturunterschiede? Eigentlich geht es umLebensgewohnheiten und Traditionen – und die können zwischen zwei Schweizern genauso dramatisch unterschiedlich sein wie zwischen Menschen aus zwei Nationen.

      • markus sagt:

        Überigens kaufen auch die Thais Ihre Frauen, das Brautgeld ist ein Bestandteil vieler Kulturen, in Indien ist es umgekehrt, dort bezahlen die Frauen die Männer. Der Grund hat damit zu tun das ein Familienmitglied wegfällt und dadurch ein minus entsteht, dieses minus wird mit dem Brautgeld ausgeglichen. Wenn Sie mehr Geld hat als Er dann muss kein Brautgeld bezahlt werden (ja es gibt auch Reiche Frauen im Ausland)

  • mira sagt:

    Und erst all die Schweizerinnen, die sich (warum auch immer…) einen Ausländer schnappen… 😉

    Ernüchternd wird es halt dann, wenn der feurige Liebhaber eigentlich ein ganz normaler Spanien-Bünzli ist und der exotische Inder ein typischer Hindu-Normalo. Die Entzauberung dauert bei Ausländern etwas länger als bei Schweizern, aber auch sie kommt mit Sicherheit. Was bleibt sind dann oftmals ungewünschte Haltungen und Erwartungen. Genaues Hinsehen (eben auch hinter die Kultur-Kulisse) ist daher am Anfang von grosser Bedeutung.

    Bestimmt sind solche Ehen aber nebst all den aufgelisteten Schwierigkeiten auch sehr bereichernd. Ich hatte vor meiner Ehe ebenfalls exotische Freundschaften und kann den Reiz schon verstehen. Für eine Ehe hätte es aber bei mir nicht gereicht. Obwohl mein Mann auch von ‚ännet dem Rhyy‘ kommt…

    Ich wünsche Ihnen viel Durchhaltevermögen!

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