Bizarre Musikgenres Teil 26: Vokaloiden Pop

Gisela Feuz am Mittwoch, den 2. August 2017 um 6:22 Uhr

Die Welt der Musikgenres ist eine vielfältige, bunte und manchmal unfreiwillig komische. In dieser Serie sollen Genres zum Zuge kommen, von denen Sie bis anhin vielleicht (zu recht) noch nie gehört haben. Heute: Vokaloiden Pop.

Sie ist seit über 10 Jahren im Showbusiness, hat 2014 die Welttournee von Lady Gaga eröffnet, sass bei David Lettermann auf dem Sofa und hat Werbeartikel im Wert von ca 1 Milliarde Dollar verkauft. Und trotzdem gibt es die Göre strenggenommen nicht wirklich. Jedenfalls nicht in einer Variante aus Fleisch und Blut. Die Rede ist von Hatsune Miku, einem ewig 16-jährigen Mädchen mit langen türkisfarbenen Haaren, gekleidet in Schuluniform mit kurzem Rock und langer Krawatte.

Die Figur der Hatsune Miku wurde einst als Maskottchen für eine Software entworfen, mit welcher künstliche Gesangsstimmen erzeugt werden können. Der dazugehörige Software-Synthesizer Vocaloid2 wurde 2007 erstmal vorgestellt und gewann rasch an Popularität, so dass bis heute von Usern auf der ganzen Welt über 100’000 Songs mit der Stimme von Hatsune Miku entwickelt wurden. Dabei stehen verschiedene Variationen zur Verfügung, so etwa «enthält viele Seufzer, süss, flüsternd / ausgeglichen, leicht melancholisch / lebhaft, kräftig und hell / steif und angespannt». Aufgrund der enormen Beliebtheit der Stimmensoftware entwickelte sich die Figur Hatsune Miku bald einmal zum eigenständigen Produkt, welches als Hologramm nun Konzerte gibt. Der Name des Mädels lässt sich übrigens in etwa als «Erster Klang der Zukunft» übersetzen (Hatsu «Erster», Ne «Klang», Miku «Zukunft»). Graust Ihnen eigentlich manchmal auch vor dieser sogenannten Zukunft, werte Leserschaft?

Keinzigartiges Lexikon: Folge 31

Milena Krstic am Dienstag, den 1. August 2017 um 5:41 Uhr

Der Berner Schriftsteller Giuliano Musio spürt für KSB jede Woche einen heimlichen Verwandten eines vermeintlich einzigartigen Begriffs auf. Manuel Kämpfer illustriert ihn.

Heute: Der Erdikus
Im Unterschied zum Luftikus ist der Erdikus eine gesetzte und gut strukturierte Person. Da er nur wenige Gefühlsregungen kennt, stehen ihm höchstens drei unterschiedliche Gesichtsausdrücke zur Verfügung: normal, gelangweilt und hungrig. Statt Luftschlösser zu bauen, verfolgt er in seinen Tagträumen realistische Ziele: die Zähne putzen oder einkaufen gehen. Wegen seiner Flugangst nimmt er meist den Landweg, am liebsten mit der Erdhansa. Es wäre aber ungerecht, den Erdikus als Spaßbremse zu bezeichnen. Wenn einige Maßnahmen getroffen werden, kann er durchaus Partys feiern: So werden beispielsweise Hüpfburgen mit Erde statt mit Luft gefüllt, damit sie nicht zu gefährlich sind – eine Vorkehrung übrigens, die der Erdikus auch bei seinem Airbag anwendet.

Für Partys verwendet der Erdikus statt unkoordiniert herumfliegender Luftschlangen lieber Erdschlangen, die sorgfältig ausgerollt werden.

Nächste Woche: Die Salzwatte

Kulturbeutel 31/17

Gisela Feuz am Montag, den 31. Juli 2017 um 6:25 Uhr

Frau Feuz empfiehlt:
Heute Abend gibts im ISC mit Siberian Meat Grinder aus Russland eine ordentliche Hardcore-Föhnung. Am Wochenende führt kein Weg am Ostfest auf dem Vorplatz des Punto vorbei, denn dort ist die Crème de la Crème der einheimischen Indie-Szene zugegen, so wie zum Beispiel Lord Kesseli & the Drums, Fai Baba, oder One Sentence. Supervisor feat. Bahur Ghazi, um nur ein paar wenige zu nennen.

Die Krstic empfiehlt:
Ostfest, ja! Ich spiele noch einen extra Tusch für Voodoohop, die am Samstag dort aufkreuzen werden. Musica electronica bem dançante, viu. Und dann können Sie immer noch wählen, ob Sie sich «Thelma and Louise» – den Roadtrip-Film schlechthin – am Donnerstag oder am Sonntag im Kino Cinématte ansehen wollen. Um die Lust darauf zu steigern, reicht eine Runde auf Google.

Mirko Schwab empfiehlt:
Original Soundtrack Festival, auf jeden! Am Dienstag vorher ist noch irgend so ein recht arbiträrer Feiertag. Wer sich da nicht mit Cervalat in Schwarzpulver auf dänischer Importlegende abspeisen lässt, sei entweder nach Richtown eingeladen – Äms Fäscht heisst die gemütliche Versammlung in der Zürcher Bäckeranlage und «Gegenöffentlichkeit zum 1. August». Mittendrin übrigens die trueberner Exportlegenden S.O.S.

Der Urs empfiehlt:
«Friede dem Hüttendorf, Krieg den Palästen» oder so, heute Montag ist schliesslich Zaff-Fest! Vorbeigehen und mit guten Menschen einen heben – den Dienstag darf man dann schliesslich getrost verpennen.

Fischer empfiehlt:
Gratis ins Museum! Und zwar nächsten Samstag – und alle weiteren Samstage im August. Neunzehn Museen in Bern und Umgebung machen mit, auch alle grossen.

Postkarte aus Leningrad

Gisela Feuz am Freitag, den 28. Juli 2017 um 6:47 Uhr

Andere gehen ins Museum, Frau Feuz geht in die U-Bahn und zwar im schönen St. Petersburg, oder wie es 1955 noch hiess: Leningrad. In dem Jahr wurde in der zweitgrössten Stadt Russlands die Metro eröffnet. Und was für eine. Denn wenn der Sozialist klotzt, dann klotzt er richtig und das tat er eben auch beim Bau der U-Bahnstationen. Die erste Linie verband die wichtigsten Fernbahnhöfe der Stadt südlich der Newa mit den südwestlichen Industriegebieten, wobei auf opulente, tempelartige Prunk-Architektur mit viel Marmor, Skulpturen, Kronleuchtern, Reliefs und Ähnliches gesetzt wurde. Nicht umsonst wurden die Stationen gemeinhin auch als Kathedralen fürs Volk bezeichnet. Aber schauen sie doch selber.

 

Beim Bau besagter U-Bahn musste wegen sumpfigem Untergrund übrigens tiefe gebuddelt werden. Rund 70 Meter tief liegt das U-Bahn-System von St.Petersburg und gehört somit zu den tiefsten Anlagen der Welt. Da dauert eine Fahrt auf der Rolltreppe, zum Beispiel aus der 102 Meter tief gelegenen Station Admiralteiskaja an die Erdoberfläche, locker mal ein paar Minuten.

Sie gehen lieber ins Museum als in die U-Bahn? Dann bietet sich im August beste Gelegenheit. An allen vier Samstagen können dank der Aktion «Gratis ins Museum» 19 beteiligte Berner Institutionen unentgeltlich besucht werden.

This Is The Funniest Metallica Shred Ever Made. Period.

Mirko Schwab am Donnerstag, den 27. Juli 2017 um 5:55 Uhr

«About the absence of women and the presence of hair.» Die Berner Buckelkatze Roger F. grätscht gesellschaftskritisch ins Stadionkonzert.

Viermal brüderliches Reiben mit Mähne.

Was ist ein Shred? Mensch nehme einen Filmauschnitt eines auf allen ebenen übersättigten Grosskonzerts, eines Events; starring zu viel weisse Mannen mit phallischen Gitarren auf einer zu kolossalen Bühne, zuviel Lichtschau, zuviel mass hysteria – und unterlege den Ausschnitt mit einer Neuinterpretation des Originalsongs in extra verschissen. Ein Attentat auf die hegemoniale Zurschaustellung der eigenen Macht im Popkanon oder auch einfach ein schadenfreudiges Spässchen.

In meiner Fantasie allerdings stecken dahinter Frauen aus aller Welt, die den licks-wichsenden Bühnenchauvis einen reinbremsen. Nicht die generationell-zyklische Lust am Vatermord also, sondern eine feministische Briefbombe wird hier in die youtube trends geschmuggelt. Und auch wenn die meisten der abertausend auffindbaren Shreds inna Interwebs wohl ein sauglatter Einfall gelangweilter weisser Kifferjungs sind, bietet dieses Digitalgenre doch einiges an politischer Projektionsfläche.

Roger F. – White Men With Guitars (Schnitt: Roger F. und Giorgia P.)

 

Wohl auch für Roger Fähndrich also known as Roger F., der gerade seinen Protestsong «White Men With Guitars» im Shredgewand ins lokale Internet abgelassen hat. Nicht einfach als Videoclip, wie er betont haben möchte, und auch mitnichten nur als weitere Metallica-Verballhornung. Nein, hier sind wir erst an der Oberfläche dessen, was Fähndrich mal wieder an subversiver Buckelkatzen-Action bereithält.

Der Text erzählt uns von der Vormachtstellung des weissen, männlichen Gitarrenhelden und seiner Inszenierung als Rebell und Prophet einer besseren Gesellschaft, besserer Werte, die nichts weiter mehr sein kann als ein billig tapezierter Marketinggag und letztlich der Selbsterhaltung ebenjener dicktatur zu dienen hat. Und also sind wir angehalten, nie!, nie mehr zu verfallen diesen white men with guitars als Marionetten von Marionetten. Besser mal das eigene Büchlein plündern und sich rausnehmen aus der ganzen Scheisse. Empfiehlt uns Roger F., weisser Mann mit Klampfe. Ein Widespruch, der keiner Auflösung bedarf und dem Protestsong verleiht, was ihm traditionell fehlt, eben auch den brusthaarigen Gitarrenhelden und ihren Verkündungen fehlt: Ironie.

Weil hier nach Aussage des Interpreten nichts verkauft werden will, kein Promo-Porno abgezogen wird, verzichten wir auf die – an dieser Stelle übliche – Verlinkerei zum Werk. Stellvertretend sei dafür auf meinen Lieblingsshred verwiesen. Und auf der Krstics Lieblingsshred.

(Appendix: Die grössten Freuden bereiten solche Filmchen übrigens dann, wenn die originale Irritation der Band, wahrscheinlich über einen Monitormix, der geringfügig anders geraten als auf den vorangegangenen 157 Konzerten der Welttournee, wenn dieser kurze Moment der Unsicherheit also mit einer besonders miesen Stelle im Shredtrack zusammenfällt. Love that.)

Achtung – Raumstation auf Autobahn A1 Richtung Schönbühl!

Urs Rihs am Mittwoch, den 26. Juli 2017 um 11:59 Uhr

Plötzlich herausgerissen aus der fliessenden Selbstvergessenheit – nicht auf der Suche nach sich selbst beim Glasbrunnen, sondern auf dem Hund im Grauholz. Unverhofft, ein Örtchen Stadtkultur am Rande der Autobahn.

Auf der Heimreise vom Jura – dehydriert, übernächtigt und brutal hungrig. Ein Notstopp auf der Raststätte – Grauholz – mit sturmer Birne und zittrigen Händen. Kaffee plus Zopfsandwich, sitzen im Schatten der Tankstelle.

Da, mitten im Lärm der Blechlawine, plötzlich dieses Gefühl, im Würgegriff des bewussten Augenblicks. Eine Mischung aus Fernweh und Heimatgefühl, schauderhaft. Zu nah am Wasser gebaut für sowas – Scheisse!

Vielleicht weil der Kuno hier in seinem Chare einem Hit entgegenrauschte, auf dem Weg zu seinen Liebsten am Züri Flughafen.

Vielleicht weil das Grauholz früher immer erster oder letzter Halt ausserhalb der vertrauten Atmosphäre war. Vor einem Ausflug in die weite Welt oder nach der Rückkehr aus den Ferien. Wie eine Raumstation, schimmernd im gleissenden Sonnenlicht – weiss es nicht, nur dass es hart ans Eingemachte geht.

Zurück im Wagen geht dafür das Radio nicht. Ein Gedanke blitzt auf – am klarsten scheinen Dinge bisweilen an ihren Rändern, an der scharfen Trennlinie zum Anderen. So auch dieses Kultörtchen, unerwartet an dieser Stelle, einbetoniert zwischen Tankstutzen und Autobahn, an der Grenze unserer Stadt.

Im Schatten der Station – auf dem Orbit A1 – Richtung Mikrokosmos Bern

Keinzigartiges Lexikon: Folge 30

Gisela Feuz am Dienstag, den 25. Juli 2017 um 6:19 Uhr

Der Berner Schriftsteller Giuliano Musio spürt für KSB jede Woche einen heimlichen Verwandten eines vermeintlich einzigartigen Begriffs auf. Manuel Kämpfer illustriert ihn.

Heute: Schachglanz setzen
Ursprünglich gab es im Schach drei Möglichkeiten, seinen Partner zu besiegen: schachmatt, schachglanz und – bei Profis – schachhochglanz. Die letzten beiden Spielarten wurden vom Weltschachbund inzwischen verboten, weil sie zu gefährlich sind. Kam es früher in einem Spiel zu einem Patt, begannen automatisch die Schachglanz-Regeln zu greifen. Dabei können die Spieler ihre Figuren nicht nur horizontal, vertikal und diagonal, sondern auch frontal einsetzen: Hat ein Spieler seinen Läufer auf Feld g7 beziehungsweise g2 platziert, kann er im nächsten Zug unter wildem Gekreische seinem Gegner die Spielfiguren ins Gesicht werfen. Da dies heute nicht mehr Brauch ist, sollte die Frage neu beurteilt werden, ob Schach wirklich ein Sport ist.


Schachhochglanz-Spieler verwenden Marmorfiguren und werfen je nach Strategie auch das Brett oder die Schachuhr hinterher.

Nächste Woche: Der Erdikus

Kulturbeutel 30/17

Milena Krstic am Montag, den 24. Juli 2017 um 5:59 Uhr

Die Krstic empfiehlt:
Ohne ihn würden Sie diese Zeilen hier nicht lesen, weil er hat ihn erfunden, den KSB Blog: Benedikt Sartorius, Musikjournalist und am Freitag als DJ im Amt, wenn er im Kino Rex Pool-Sounds auflegt. Dort hinzugehen empfehle ich wärmstens, auch wegen dem Hotel-aus-den-60ern-Ambiente, in dem der DJ Sie überraschen wird.

Frau Feuz empfiehlt:
am Mittwoch beschallt der Alpine-Dubber vom Amt Dubokaj das Abschlussfest der Sommertournee von Radio Bollwerk im Zaffaraya und am Freitag spielen auf der Schützenmatt bei No Borders No Nations die Lokalhelden Baze und Jeans for Jesus auf.

Der Urs empfiehlt:
Mal eine Woche Abstand zu Übergangsprojekten!  Was die Knospe im Gemüseregal, scheint mir bisweilen die Zwischennutzung im Quartier – Saufen nur noch an temporären Orten und der Zeitgeist steckt auf Brachen fest – Ist auf Dauer denn nichts mehr wert?
Geht doch mal wieder zu den Beständigen – ins Brass Gärtli auf einen Eistee beispielsweise oder ins Souli für eine Focaccia mit Salat, denn gerade im Sommer darben die Vernachlässigten!

Fischer empfiehlt:
Always on the bright side of life zu luegen. Und zwar am besten wieder einmal auf Grossleinwand – Gelegenheit dazu gibt es am Mittwoch im Lichtspiel.

Schwab empfiehlt:
Früh aufstehen. Bisschen Luft lassen. Ein dickes Buch lesen. Lineares Radio. Facebook zu. Und dann evtl. (im englischen Sinne), wenn das Gspüri wieder eingerenkt ist, über die Schützenmatte tanzen mit Batuk. Die hat Frau Feuz noch vergessen.

#BernNotBrooklyn

Gisela Feuz am Sonntag, den 23. Juli 2017 um 18:58 Uhr

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los, zum Beispiel am Sonntagabend vor dem Verkehrskunde-Lokal an der Effingerstrasse, wo sich folgender Dialog ereignete.

Junger Mann: «Nein, wir haben nicht alle gleichzeitig die Fahrprüfung bestanden. Wir sind hier, weil wir ein seltenes Tier abmurksen wollen.»

Frau Feuz (enerviert): «Und wann genau ist denn Tierhass so salonfähig geworden, dass man sich freimütig dazu bekennt und sich öffentlich zu Abmurks-Gruppen zusammenschliesst, he?! Und überhaupt! Was für ein Tier soll denn das bitteschön sein?!»

Junger Mann: «Kein richtiges Tier, denk. Ein virtuelles, das eben nur heute erscheint. Heissen tuts Lugia, ist so eine Art Vogel und man braucht mindestens 15 Verbündete, um es abschiessen zu können. Ja haben Sie denn noch nie was von Pokémon GO gehört?»

Frau Feuz hätte im 17 Jahrhundert einmal auf das Tamagotchi einer Freundin aufpassen sollen, und hat heute noch Alpträume, weil der Sauhund, pardon, der Sauvogel damals verreckt ist.  Von dem her ist mir jeder sympathisch, der einen Vogel erledigt, weil ich ihn dann nicht verhungern lassen kann. Bloss: was ist denn aus dem guten alten Taubenvergiften geworden?

Posten Sie Ihr Foto/Video auf irgendeiner digitalen sozialen Plattform mit dem Zusatz #BernNotBrooklyn. KSB wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es pünktlich zum Katerfrühstück. Oder auch ein bisschen später. Und Frau Feuz ist im Fall nicht wirklich eine Vogelhasserin. Hat ja selber einen.

Out of Komfortzone: Tschingelhell

Gisela Feuz am Donnerstag, den 20. Juli 2017 um 14:07 Uhr

In dieser Serie verlässt KSB die Komfortzone und erweitert den eigenen Horizont, indem andere aus der Agglo oder über kulturelle (Un)orte berichten, die uns bis anhin durch die Lappen gegangen sind. Folgende Nachricht hat KSB letztes Wochenende zu früher Morgenstunde von Aussenkorrespondentin Klimbim aus dem hintersten Chrachen (Tschingelmad, Guttannen) erreicht:

«Das Höchstmass der Berichterstattung vom Tschingelhell wäre mit diesen Fotos erreicht. Aüs, Ende, Adieüiç.»

 

Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass sich Aussenkorrespondentin Klimbim im Zelt der charmanten Schnaüzdamen den einen oder andern Triple Erdogan genehmigt hat und irgendeinmal fliessend Türkisch sprach. Anders sind die unterirdischen Temperaturen nahe des Grimselpasses ja auch kaum zu überstehen.

 

Das Tschingelhell ist ein kleines Non-Profit-Festival im schönen Oberhasli, welches letztes Wochenende zum 11. Mal über die Bühne ging. Mit von der Partie waren dieses Jahr Sissy Fox, Captain Control, Blind Butcher, Attack Vertical, Quieta, Instinct Valley und Artlu Bubble & The Dead Animal Gang.  Nebst atemberaubender Bergkulisse, bietet das Tschingelhell 4 Toi-Toi-Klos, handbedruckte T-Shirts und jedes Jahr ein aufwändig und mit viel Liebe dekoriertes Festzelt, dessen Einzelteile mit dem Traktor angeliefert werden.

Du möchtest in unserer Serie mitmachen und über deinen liebsten kulturellen (Un)ort oder deine Lieblingsband berichten? Nichts einfach als das: alle Infos gibts hier.