Archiv für die Kategorie ‘Hin & Weg’

Next level Biersaufen

Gisela Feuz am Donnerstag den 28. September 2017

Sie finden Verchleiderlis doof, aber tragen (zumindest im Herzen) ihr Haar blau und ihr Ohr sicherheitsnadeldurchpiekst? Dann ist heute Ihr Glückstag, beziehungsweise heute können Sie Ihr Glück für Samstag aufgleisen. Dann geht in Olten nämlich eine Punk-Sause über die Bühne, die sich gewaschen hat. Oder eben auch nicht. Tun sie ja nicht so gerne, waschen, die Punks. Item.

Auf Besuch kommen zwei Urgesteine aus der Deutschen 3-Akkord-Szene. Zum einen sind dies Slime, die sich 1979 in Hamburg zusammentaten und welche mit Texten wie «Deutschland muss sterben» gegen Staat und Spiessertum rebellierten. Zum anderen sind am Samstag auch NoRMAhl zugegen, die ganz bestimmt nicht bei Deutschlehrerin Feuz im Unterricht waren sich im Verlauf ihres 39-jährigen Bandbestehens mit politisch provokativen Texten, aber auch mit lyrischen Meisterleistungen wie «Biervampir» oder «Drecksau» hervortaten. Sie finden Punk so was von gestern? Nun ja. Wenn eine Partei wie die AfD in den Bundestag einzieht, ist man froh um jeden, der gegen stramm Rechts ansingt. Nicht?

KSB verlost 2×2 Tickets für Slime & Normahl am Samstag 30. September in der Schützi Olten. Teilnehmen können Sie HIER bis Samstag 10 Uhr, benachrichtigt werden sie dann bis 12 Uhr.

Postkarte aus Ghana

Milena Krstic am Mittwoch den 27. September 2017

Chale*, was geht

Ghana sei Afrika für AnfängerInnen, hast du gemeint. Damit kann ich leben.

Ghana, das ist auf besagtem Kontinenten mittig links platziert, in der Nähe von Sierra Leone. Kindersoldaten und so. Genau. Aber hey, ich habe nichts zu berichten von Hungerbäuchen, Dürrekatastrophen und Kriegen. Ich habe auf das Meer geguckt, während Küre eins gekifft hat. Ich habe dem vierjährigen Soldier applaudiert, als er den Boxwettkampf gewonnen hat. Ich habe fried plantain mit Reis gegessen und zu Kwesi Arthurs «Grind Day» gekopfnickt.

Ich bin mit dem Tro Tro an den Labadi Beach gefahren und habe von der netten Dame auf dem Markt Black Soap gekauft. Ich war im Brazil House und habe mit Steloo gequatscht und bin ihm nachgetanzt, als er sich samt seinem Soundsystem auf einem Leiterwagen durch die Strassen kutschieren liess.

Jetzt folge ich ihm auf Instagram und gucke mir seine Stories an, um mich ab und zu nach crazy Accra zu beamen.

Das Internet stillt mein Fernweh. Und vielleicht gehe ich nächstes Jahr wieder ans Chale Wote, dieses Strassenkunstfestival, das mir Afrika von einer Seite präsentiert, die ich normalerweise nicht zu sehen bekomme. Das Afrika, in dem elektronische Musik gehört wird und Künstlerinnen wie selbstverständlich fünfzig Prozent eines Festival Line-Ups ausmachen. Dieses Afrika, das sich nicht safarimässig aufhübscht für die Touris, sondern stolz, stark und staubig so ziemlich etwas vom unaufgeregt Coolsten ist, was ich in der letzten Zeit erlebt habe.

You go, Accra.

*Chale ist ein Ausdruck, der – übersetzt aus dem Ga, einer Sprache, die auf Accras Strassen gesprochen wird – so viel heisst wie «Mann», «Alter» oder «Kumpel».

Die Krstic war im August dieses Jahres am Chale Wote Street Art Festival. Die ganze Geschichte dazu ist kürzlich auf dem Lieblingsblog Norient erschienen.

Irgendwo im Jura

Roland Fischer am Donnerstag den 7. September 2017

Wieder mal raus aus der Stadt. Wo es noch Raum gibt, für Kraut und Unkraut. Und für Kunst. Ziemlich grandioser Raum, in diesem Fall.

Irgendwo in den Jurahügeln steht eine alte Klosteranlage, die schon ein Weilchen kein Kloster mehr ist. Die Anlage inzwischen eine psychiatrische Anstalt, die imposante Kirche: meist leer. Und zwar leer auf eine Weise, die man sonst nicht kennt bei Sakralräumen – nicht mehr überladen mit religiösem Dekor, aber auch nicht Ruine. Ein White Cube der sakralen Art, so kommt die Architektur mal ganz anders zur Geltung.

Und noch viel interessanter wird es, wenn sich Künstler in diesem Riesenraum ausbreiten dürfen. Seit ein paar Jahren wird die Kirche jeden Sommer zum Art Space, dank einem umtriebigen Team rund um die Bernerin Marina Porobic (Bone, Berner Filmpreis Festival) und eingeladenen Künstlern. Dieses Jahr haben sich Lutz & Guggisberg in Bellelay ausgetobt, mit dem üblichen Schalk nehmen sie es locker mit der sakralen Ehrwürdigkeit auf. Eine Art Arche Noah des Heute haben sie da hineingezimmert, mit einer Unmenge simpel gekneteter Viecher und Sachen aus Ton. Ein labyrinthisches Bestiarium, Variationen zu einem Thema, eine nicht so richtig geschickte aber dafür umso unterhaltsamere Kreation. Was wenn der Schöpfer zwei linke Hände gehabt hätte?

Diesen Samstag ist schon Finissage, mit einem Konzert von Lutz & Guggisberg mit Roland Widmer. Und obwohl hinter den sieben Bergen: Man kommt da auch gut mit dem Postauto hin. Service fürs Publik.

Nur damit du weisst

Mirko Schwab am Samstag den 26. August 2017

Seit zwei Tagen nur noch Trettmann. (Ein ganzer LKW voll mit bulgarischen Melonen, Schüblig.)

Mit automatischer Tonhöhenkorrektur und einer strikten Entsättigungspolitik in der Bildsprache hat sich das Kreuzberger Label Kitschkrieg einen guten Ruf erspielt. Prädikat Zeitgeist. Darüber thront, als unangefochtener König: Ronny Trettmann. Seit sich der in Karl-Marx-Stadt geborene Seelensänger vor zwei Jahren seines Vornamens entledigt und das karibianische Timbre merklich abgedunkelt hat, wird ihm weit über die Dancehall-Szene hinaus Respekt gezollt. Mit Recht: Keiner versteht es wie er, den Kitsch mit dem Krieg zu verheiraten, Plastik und Soul unter 1 white cap zusammenzuführen. Weiter darf man schwärmen, dass ihm auch textlich – mit der Nonchallance eines alten Hasen und unter Einbezug alter Dancehall-Gimmicks – die Dinge gut gelingen. Zuletzt: «Grauer Beton».

Eine Ballade zwischen Plattenbauten, von der Spätjugend in der Wendezeit. Das durch die Hip-Hop-Schulen tradierte Bild des Blocks – in den schlechtesten Varianten als Betteln um Realness – wird hier in sorgfältigen Schattierungen gemalt.

«Und ab und zu hielt gleich dort wo wir wohn’n
Ein ganzer LKW voll mit bulgarischen Melon’n»

Und obwohl doch unterschiedliches Terrain, der Westen von Bern und der Osten Deutschlands, klingt aus der Ferne dies Piano an:

«Es het Schüblig ggäh.»

Trettmann spielt am 03. November im Dachstock.

«Voi ma non poi»

Gisela Feuz am Donnerstag den 17. August 2017

Alle sind sie parat für die grosse Show, die Zirkusband schmetter gutgelaunt eine lüpfige Nummer über die Brache, bloss einer verschanzt sich ängstlich hinter dem Vorhang und will so gar nicht ins Rampenlicht. Angst spielen liege ihm, sagt Ivan Georgiev. Der 32-jährige Schauspieler und Teatro-Dimitri-Absolvent ist dieses Jahr das erste Mal mit dem Zirkus Chnopf  unterwegs, der zur Zeit auf der Warmbächlibrache gastiert und dort sein neustes Programm «Panik» zeigt. Angst spielen kann er tatsächlich, ist es doch nicht nur für Kinder höchst amüsant, Georgiev dabei zuzuschauen, wie er den furchtsamen Clown mimt, dessen Angstattacken ihn in allerlei missliche Lagen manöverieren. (Kostprobe gibts hier.)

Wie jedes Jahr lotet der Zirkus Chnopf, diese familiäre farbenfrohe Zirkus-Institution, die bereits seit 27 Jahren mit ihren Wohnwagen durch die Lande tingelt, in seiner künstlerischen Arbeit ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema aus. Spielerisch und mit viel Humor wird dieses Mal die Frage aufgegriffen, wie es mit den unterschiedlichen Arten von Ängsten umzugehen gilt, wie diese in Frustratrion oder Wut umschlagen können, und wie verletzlich eine Seele doch wird, wenn die zugehörige Person stets nur scheitert.

Die Geschichte rund um den ängstlichen Clown und die schöne Seiltänzerin wird mit Hilfe von Artistik, Theater und viel Live-Musik erzählt. Diabolos und Menschen fliegen ungefähr gleich hoch durch die Luft, vergnüglich überspitzte Balzkämpfe erinnern an Wrestling-Einlagen und mit viel Slapstick wird genüsslich absurde Komik erzeugt. Dabei reicht den insgesamt 10 Artist*innen (davon 5 Jungartist*innen mit Jahregang 1997 oder jünger) oftmals der eigene Körper als Mittel zum Ausdruck.

Die Atmosphäre, welche der alternative Kleinzirkus Chnopf auf der Warmbächlibrache kreiert, ist charmant, behaglich und ungezwungen. Ausserdem dürfte ein Besuch im Chnopf auch um einiges günstiger ausfallen, als einer beim grossen Bruder auf der Allmend – beim Chnopf wird am Ende der Vorstellung Hutgeld gesammelt. Allerdings dürfte nach der Begutachtung von «Panik» dem einen oder anderen Elternteil die eigene Jungmannschaft ordentlich in den Ohren liegen, dass jetzt unbedingt und auf der Stelle ein Trampolin angeschafft werden müsse. In diesem Fall halten sie es doch mit dem ängstlichen Clown und sagen sie ganz einfach «voi ma non poi»*.

Der Zirkus Chnopf  ist noch am Freitag 19:30 (mit Konzert von Los Hermanos Perdidos), Samstag 16:30 und 19:30 und Sonntag 16:30 auf der Warmbächlibrache zu sehen.

*Bevor Sie die Sprachpolizei verständigen:  Ihm sei sehr wohl bewusst, dass es eigentlich «voglio man non posso» heissen würde, sagte der ängstliche Clown alias Ivan Georgiev. Aber was klingt besser, he? Eben.

 

Out of Komfortzone: Schloss Schadau

Milena Krstic am Samstag den 5. August 2017

In dieser Serie verlässt KSB die Komfortzone und erweitert den eigenen Horizont, indem andere aus der Agglo oder über kulturelle (Un)orte berichten, die uns bis anhin durch die Lappen gegangen sind. In dieser Ausgabe berichtet Remo Rickenbacher aus dem Schloss Schadau im disneylandischen Thun. 

Mein Schreib-Atelier befindet sich im Schloss Schadau. Wenn man vor sich den Thunersee und ein opulentes Bergpanorama präsentiert bekommt, mag das gleichzeitig inspirieren und ablenken. Damit ich gedanklich nicht abdrifte, habe ich das Foto einer Katze vergrössert, auf eine Alu-Platte aufgezogen und im Atelier aufgestellt. Sie überwacht nun als Big Brother jeden meiner Arbeitsschritte. Und wenn ich unaufmerksam bin, stürzt sich die Katze plötzlich in Richtung Boden, wo die Platte einen höllischen Lärm erzeugt. Manchmal streichle ich das Bild auch.

Wenn ich nicht gerade schreibe, verbringe ich die meiste Zeit im Badezimmer. Die sanitäre Anlage bietet nicht nur ein Wespennest und vorlaute Vögel, sondern auch Schimmel, Schmutz und schlechten Rotwein. Ich halte fest: Bei der Badreinigung gibt es erträglichere Massnahmen, als den Schimmel an den Wänden wegzunagen.

Slam Poet Remo Rickenbacher betrachet die über ihn wachende Big Brother Katze …

… und zeigt uns den Schimmel in der Waschanlage des feudalen Schlosses. Bilder: David Oesch

Remo Rickenbacher ist in Thun geboren und aufgewachsen, lebt und amtet heute von Bern aus. Seiner Heimat hat er gemeinsam mit dem Filmemacher David Oesch ein kritisches Denkmal namens «Stadt der Falten» gesetzt. Seit dem Jahr 2007 organisiert und moderiert er den Thuner Slam im Cafe Bar Mokka. Rickenbacher ist es auch, der einen der schönsten Abgesänge auf MC Anliker geschrieben hat. Aktuelle Auftrittsdaten finden Sie auf seiner Internetseite.

Nessie gesichtet!!!

Gisela Feuz am Freitag den 4. August 2017

  – – BREAKING NEWS – –

Werte KSB-Leser*innen, ich habe in diesem Schottland Video-Aufnahmen machen können, welche die Existenz von Nessie ein für all Mal beweisen!!! Hier exklusiv für Sie:

 

Es erstaunt nicht, dass sich Nessie in Loch Ness bis anhin einwandfrei zu verbergen wusste. Schliesslich ist besagtes Loch mit einer Tiefe von 230 Metern der zweitiefste See der britischen Inseln, wobei der grösste Teil auf mehr als 152 Tiefe liegt und gerade mal 13.6% der Seefläch flacher sind als 30 Meter. Das heisst: Die Ränder sind sausteil, und fallen an gewissen Stellen gar in einem Winkel von 75° ab.

Wer jetzt gerade gedacht hat «ideal bei heissem Wetter für einen Köpfler, da stösst man sich wenigstens nicht die Birne», dem seien folgende Fakten nicht vorenthalten: In tieferen Lagen ist Loch Ness gerade mal fünf Grad warm, an der Oberfläche könnte der See in einem sonnenreichen Sommer (also eigentlich nie) theoretisch 12 Grad erreichen. Wer hier baden geht, ist entweder ein knallharter Hund oder strunzblau – egal zu welcher Liga man gehört, bevor fünf Minuten um sind, ist die Chance gross, dass man den Löffel abgegeben hat. Ausserdem ist Loch Ness aufgrund von Torfpartikeln tiefschwarz und soll über zahlreiche Höhlen und Ausbuchtungen verfügen – dort unten dürfte sich also tatsächlich so einiges tummeln. Aber wer weiss das schon so genau. Bis anhin waren mehr Menschen auf dem Mond als am Grunde von Loch Ness.

Sie mögen tiefe Seen? Dann machen Sie doch einen Ausflug nach Brienz. Der Brienzersee ist mit seinen 260 Metern noch tiefer als Loch Ness, in ähnlich malerischer Umgebung angesiedelt, dabei aber mit aktuellen 20 Grad temperaturmässig schon fast im Bereich Kinderplanschbecken. Und Monster gibt es dort dieses Wochenende am Brienzersee Rockfestival auch zu begutachten.

In da hud

Roland Fischer am Donnerstag den 3. August 2017

Nettes neues Crowd-Hobby: Stadtpläne einfärben, damit man weiss, in welchem Quartier was los ist. Wo findet sich der Geldadel, wo ist Touristenalarm, wo verkehren die Hipster (wahlweise Alarm oder Attraktion). Ein einzelner Pinselstrich bewirkt noch nichts, erst die Masse macht’s. Hier der aktuelle Stand für Bern:

Andere Städte sind schon viel detaillierter koloriert – ein Blick lohnt sich womöglich für die nächste Ferienplanung. Und man kann sich vorstellen, dass da auch schon etliche Edit-Wars à la Wikipedia toben.

Fantastische Nerd-Veranstaltung

Gisela Feuz am Samstag den 8. Juli 2017

Man muss schon ein ausgesprochener Nerd relativ fest an Filmen interessiert sein, um sich nachmittags bei diesem Wetter in einen Kinosaal zu setzen. In Neuchâtel tun dies die Tage ziemlich viele Leute, dort geht nämlich das NIFFF, das internationale Fantastic Film Festival, über die Leinwand. Nebst dem japanischen Helden Takashi Miike, der seinen 101 Film vorstellte (das Mutterschiff hat hier berichtet), sind zahlreiche andere Lieberhaber*innen von Übersinnlichem, Unerklärlichem und Fantastischem aus aller Welt nach Neuchâtel gereist. Erfreulich: Die Schweizer*innen brauchen sich mit ihren Erzeugnissen keinesfalls zu verstecken. Im Gegenteil. Der Kurzfilmblock macht klar: Hier wird mit viel Ideenreichtum, stilistischer Vielfalt und auch Humor zur Sache gegangen.

Richtig lustig ist zum Beispiel «Schutzplan Vollmond» von Elias Jutzet, welcher die Verbrüderung zweier Werwölfe über den Röstgraben hinweg zeigt. Oder auch Sophie Wietlisbachs filmische Postkarte «Swiss Made», die in drei Minuten den Alpentourismus aufs Korn nimmt. Eher grimm geht es dann in Arnaud Baurs Western «Sons of Bitches» zu und her, an dem ein gewisser Quentin Tarantino bestimmt seine Freude hätte, derweilen Luc Walpoth in «One of Them» eine postapokalyptische Welt zeichnet, in welcher Menschen zu lebenden Batterien werden. Richtig übel (mit weggucken müssen) wirds dann in Izù Troins Animationsfilm «Féroce», in welchem ein junger leitender Angestellte gnadenlos durch einen Wald gejagt wird, während Bart Wasems Alptraumparodie «Zarr-Dos» mit schwebenden Riesenköpfen als Hauptfiguren an Absurdität und Nonsense kaum zu überbieten ist.

Wer dem NIFFF noch nie einen Besuch abgestattet hat, sollte dies unbedingt tun. Nicht nur gibt es zahlreiche Filme zu entdecken und zwar inmitten eines Publikums, das Werbespots mitsingt und mitklatscht und auch sonst mit Zwischenrufen für vergnügliche Stimmung sorgt, sondern auch das Rahmenprogramm unten am malerischen Neuenburgersee lässt sich sehen. Wie einer der Musiker der Rambling Wheels erklärte, welche mit ihrer Space-Rock-Oper «Interstellar Riot» das Festival eröffneten, könne man das ganze NIFFF über einfach feiern, ohne sich auch nur ein einziges Mal in einen Kinosaal zu verirren. Man glaubt ihm auf Anhieb.

Heute ist Abschlusstag des NIFFF, seit 10 Uhr laufen Filme, gucken und feiern kann man bis spät in die Nacht. Übringens ist/war auch die Berner Cervelat-Prominienz vor Ort prominent vertreten: Reverend Beat-Man hat eine Carte Blanche erhalten und durfte seine Lieblingsfilme vorstellen, derweilen DJ Biru von den Round Table Knights unten am See auf der Open Air Bühne die Plattenteller rotieren liess.

Welten kreieren!

Roland Fischer am Mittwoch den 5. Juli 2017

Berner Binsenwahrheiten: Warum wegfahren im Sommer, wenn es hier am schönsten ist? Hält sich dann aber doch kaum jemand daran, scheint’s. Konsequenterweise kann man sich die Welt nun auf sehr vielfältige Weise in den Browser holen, einem HKB-Forschungsprojekt sei dank.

Unlängst haben die Macher eine interaktive Version aufgeschaltet, auf der man ganz nach Belieben an der Weltkarte schieben und zerren und herumfiguretlen kann, bis man meint, gar nicht mehr auf die gute alte Mutter Erde herabzuschauen. Nur schon die Namen der verschiedenen Projektionen!

Also: Perspektiven verschieben! Nein, wir sind nicht unbedingt der Nabel der Welt. Auch wenn es an einem aareseligen Sommertag so scheinen mag, wenn man gar nirgendwo sonst hin muss.