Archiv für die Kategorie ‘Elektronisches’

Von Räumen träumen

Roland Fischer am Dienstag den 28. November 2017

Kleines Quiz? Wie kreativ wird in so einem Büro wohl gearbeitet?

Keine Auflösung, der Schnappschuss ist unlängst beim Vorbeispazieren am Postparc entstanden. Wo es auch noch ziemlich tollen Leerraum gibt, aber ist wohl unbezahlbar. Ganz im Gegensatz zu anderen tollen Räumen, bisschen weniger direkt im Zentrum gelegen, dafür mit viel Aussicht. Das ehemalige PTT-Hochhaus an der Ostermundigenstrasse 93 wird auf drei Etagen zwischenvermietet, für zwei Jahre.

Bei Interesse ist Eile geboten! Die Bewerbungsfrist läuft nur noch bis 1. Dezember. Und pressieren sollte auch, wer den ersten grossen Kulturspektakel im Hochhaus sehen möchte, genau eine Woche später. Pakt packt Neue Musik in den neuen Kulturtower, vom Parterre bis rauf im 17. Stock. Ewig viel Platz in dem Haus – die Teilnehmerzahl ist aber trotzdem beschränkt. Also: Vorverkauf hier.

Und hörthört, Ateliers für ausgewählte Kunstschaffende soll es da dann auch bald geben, und zwar gratis, wie das SRF-Regionaljournal in Erfahrung gebracht hat:

[…] wird auch über Georgina Casparis laufen. Die Zürcherin wird die 10 bis 15 Ateliers, welche gratis an Kunstschaffende vergeben werden kuratieren. «Es wird eine Rotation in den Ateliers geben. Elf Monate arbeiten, im zwölften Monat die Werke ausstellen.»

Abgekartet

Roland Fischer am Donnerstag den 23. November 2017

Gestern im Araber, im Anschluss an die Preisfeier der städtischen Literaturpreise 2017 – herzliche Gratulation an dieser Stelle an Meral Kureyshi, Flurin Jecker, Martin Bieri und Andri Beyeler sowie ans Aprillen-Team! – gab es Gesprächsstoff. Schliesslich hat die sonst doch sehr betuliche Schweizer Literaturwelt gerade ein kleines Erdbeben erlebt, mit der munteren Tirade von Lukas Bärfuss gegen den Schweizer Buchpreis (leider hinter der FAZ-Bezahlschranke). Hat der Mann recht mit seinem Vorwurf, der Preis sei eine abgekartete Sache – keine Kunstauszeichnung, sondern ein geschickt getarntes Verkaufsförderinstrument der Buchbranche? Die sich notabene auch subtil in die Jury-Entscheide einzumischen verstehe? Man war sich nicht einig. Schiebung! meinten die einen. Ach was, kulturbetriebliche Realitäten, die anderen.

Eindeutiger gestaltet sich die Angelegenheit derzeit im Kunstraum gepard14 im Liebefeld:

Schiebung bezeichnet eine kriminelle Handlung zur Begünstigung von Freunden. Und so ist es auch – Strotter Inst. hat ausschliesslich befreundete Kunstschaffende und Musizierende eingeladen. Das in der Kunstwelt gängige Vorgehen der gegenseitigen Begünstigung wird im Diskurs euphemistisch Kanonbildung genannt.

Man muss sagen: Dieser Strotter Inst. hat einen Freundeskreis, der es mit der Adresskartei eines so manchen Kurators locker aufnehmen kann. Und er weiss auch um die kulturpolitischen Schwierigkeiten, in die er da geraten könnte: Um ein Networking und eine Verköstigung von Zaungästen zu verhindern wurde keine Vernissage durchgeführt. Eine Finissage gibt’s trotzdem, diesen Sonntag. Und schon heute abend zwei sehenswerte Elektronik-Acts: dasOrt «ultra rarer Auftritt mit Kopfkino am Ort – am Ende der Mine» und Meienberg «kühle Geschmeidigkeit, entfesselter Wahnsinn».

Techno zum Foto und Mandala Malbücher

Gisela Feuz am Mittwoch den 22. November 2017

Mandala-Malbücher sind ja offenbar total im Trend. Auch bei Erwachsenen. Nicht selten dürfte da beim meditativen Ausmalen auch Musik gehört werden, soll ja gut sein für Kreativität und Hirnwindungen. Bei «Techno zum Foto» wurde der Spiess umgedreht. Hier hat sich nicht ein Kreativer von Musik beeinflussen lassen, sondern andersrum. Das soll jetzt nicht heissen, dass Technoproduzent*innen nicht kreativ seien, ganz im Gegenteil. Das zeigen auch die acht Tracks, welche alle zum gleichen Foto von Nicola Schmid entstanden sind (über welchen Rockboy Schwab hier schon eine Lobeshymne verfasst hat). Hier das Foti in question:

Und? Wie klingt das für Sie? Kommt Ihnen spontan auch ein ratternder Zug in den Sinn? Was die acht Produzent*innen klanglich mit dem Bild assoziieren, können sie dem Zusammenschnitt unten entnehmen. Malen Sie dazu doch ein Mandala und posten sie es in die Kommentarspalte. Die KSB-Produzenten-Crew vertont es dann wiederum für Sie. Wir können aber nur Happy Trance oder Gabber.

Das interdisziplinäre Projekt Techno zu Foto, bzw. die Kompositionen, welche entstanden sind, werden am Samstag in der Dampfzentrale getauft. ab 21 Uhr stehen Marco Repetto, olan (der weiss garantiert, wie Mandala geht, bei der Homepage!), Rafael Kasma und die Tiefgang DJs an den Reglern und Knöpfen.

«Et la gagnante est …»

Gisela Feuz am Sonntag den 19. November 2017

Freitag und Samstag wurde in Bern eine Lanze für die Schweizer Musik gebrochen: Bands aus allen Landesteilen kamen in der Hauptstadt zusammen, um ihr Schaffen zu präsentieren, und zwar nicht nur einem musikinteressierten Publikum, sondern auch Vertretern internationaler Festivals. Das Ungetüm heisst Swiss Live Talents, ist Vernetzungs-, Auftritts- und Sprungbrettplattform, fand dieses Jahr bereits zum dritten Mal statt und wurde von Patron François Moreillon ins Leben gerufen.

Im Vorfeld hatten sich 665 Bands bei Swiss Live Talents registriert, wobei praktisch alle Nominierten (jeweils fünf in neun Kategorien) während der zwei Tage live in Bonsoir, Rössli, Dachstock, Frauenraum oder ISC live auftraten. Gleichzeitig wurden gestern in der Turnhalle die Awards und Preise im Wert von jeweils 5000.- vergeben, wobei eine junge Dame aus dem Wallis völlig verdient gleich zwei Awards mit nach Hause nahm: KT Gorique räumte in der Kategorie Public Award und National Language ab.  KT erblickte einst an der Elfenbeinküste das Leben, ist in Martigny aufgewachsen, und gewann 2012 als erste Frau und jüngste Teilnehmende überhaupt bei den Weltmeisterschaften im Freeestyle-Rap. Wie es sich für eine versierte Wortakrobatin gehört, hat Madame KT Gorique ihre Dankensrede gestern Abend denn auch hurti fulminant hingerappt. Maximum respect!

Weiter mit einem SLT-Chübel nach Hause gegangen sind: Fai Baba, (Fondation Suiss), Odd Beholder (Pop/Indie/Folk/Songwriter), The Last Moan (Rock/Metal), Long Tall Jefferson (Best Emerging Talent), WUGS (Electro/Dance), Koqa Beatbox (Urban/HipHop/Groove/Reggae), Zeal & Ardor (Best Live Act). Ein Augenschein bei den Konzerten, welche im Anschluss an die Awards-Verleihung stattfanden, zeigte: offenbar besteht durchaus Interesse beim Publikum, Schweizer Mucke live zu sehen. So war der Dachstock bei Veronica Fusaro gut gefüllt, das Rössli platze bei den formidablen One Sentence. Supervisor praktisch aus allen Nähten und auch der Andrang bei en Gospel-Teufeln Zeal & Ardor (über die Frau Feuz hier berichtet hat) im ISC war zu später Stunden beträchtlich.

Während beim M4Music die wichtigen Slots meist mit ausländischen Bands belegt werden und der Schweizer Musikpreis etwas gar altvätterlich daherkommt, stehen bei Swiss Live Talents junge Schweizer Musikschaffende aus den unterschiedlichsten Sparten im Zentrum. Und wenn sich eine welsche Crew aufmacht, um in Bern einen club-übergreifenden Konzert-Marathon auf die Beine zu stellen, man dabei ganz tolle Westschweizer Acts kennenlernt und dazu das Tessin als Gastkanton einladen wird, dann ist das alles so verkehrt auch wieder nicht.

«Wie ist das jetzt mit diesem Programm?»

Gisela Feuz am Freitag den 17. November 2017

Nach Zürich und Basel hat nun auch Bern eine: eine School of Sound, also ein Schule für elektronisch versierte Musiker und Musikerinnen. Gestern Abend wurde im Progr zur Eröffnung geladen, das Interesse war gross, der Raum drohte aus allen Nähten zu platzen. Zum Auftakt gabs eine Podiumsdiskussion mit Biru (Round Table Kights, Bonsoir), Jessiquoi, DJ Link (Chlyklass, TukkeiMusic) und Poto Wegener (Swissperform), Gegenstand der Diskussion: Elektronische Musik in Bern.

Biru, Jessiquoi, Emanul Frey (SOS), Gesprächsleiter Björn Schäffner , DJ Link, Poto Wegener (v.l.n.r.)

Offenbar stehen die Zeiten gut für elektronisches Schaffen in der Hauptstadt, so der Tenor auf dem Podium. Wichtig sei einfach, dass man Spass am Handwerk habe und die Freue am Basteln und am Austausch im Vordergrund stehe, sagte Biru. Wer mit der alleinigen Absicht, einen Hit produzieren zu wollen, zu Werke gehe, werde wahrscheinlich scheitern. Ins gleiche Horn stiess Musikerin, Produzentin und Tänzerin Jessiquoi. Bern habe durchaus eine vielfältige elektronische Szene. Man müsse als Performerin halt einfach Präsenz markieren und sich die Sporen im kleinen oder kleinsten Rahmen abverdienen. Dann würden sich einem auch irgendeinmal die Türen der grösseren Clubs auftun.

In Bezug auf die Haltung von Musikkonsumenten habe in den letzten Jahren ein frappanter Wandel stattgefunden, erklärte Biru. Es sei ihm als DJ durchaus schon passiert, dass Leute mit einem Ipod angetanzt seien mit der Bitte, er solle doch davon etwas abspielen. «Früher war die Suche nach einem guten Track wie eine Schatzjagd, heute ist alles jederzeit in Sekundenschnelle verfügbar.» Den Kids sei somit der Wert von Musik auch nicht mehr bekannt, ergänzte Poto Wegener. «Für Fr. 9.90 bekommst du heute 20 Millionen Tracks zu hören, logisch findet da eine Entwertung statt.»

In der Folge wurde ausgiebig über Spotify-Algorhythmen disktuiert und über die verheerenden Folgen, welche eine Annahme der No Billag-Initiative für die schweizerische Musiklandschaft hätte. Wie das denn jetzt sei mit diesem einen Programm, wie sich darin Tracks exportieren liessen, wollte in der anschliessenden Fragerunde ein Besucher wissen. Es tut sich offenbar ordentlich was in diversen nicht ganz so stillen Berner Kämmerchen. Schön!

School of Sound bietet ab sofort im Progr Kurse unterschiedlicher Natur an, welche sich in irgendeiner Form mit der Produktion elektronischer Musik beschäftigen. Dazu gehören auch Kurse, welche exklusiv weiblichen Produzentinnen vorbehalten sind.

Postapokalyptische Kunst & Nachhaltigkeit

Roland Fischer am Mittwoch den 15. November 2017

Räume für Kultur? Gäbe es im Prinzip ja allenthalben. Zum Beispiel in den immer etwas zu mächtig geratenen Lobbies und Aufenthaltsräumen grosser Firmen. Die Mobiliar beim Hirschengraben hat sich konsequenterweise gesagt: Wir können auch ein Museum sein – und uns so nachhaltig um Kunst kümmern, mit zwei extra kuratierten Ausstellungen pro Jahr.

Die aktuelle Schau zum Thema «digital, real – Wie die Kunst zwischen Welten surft» ist eine schöne Gelegenheit, sich einerseits einen (vielleicht etwas gar wilden) Mix an Werken anzusehen,

die sich auf unterschiedliche und überraschende Weise mit digitalen und virtuellen Wirklichkeiten beschäftigen.

Und andererseits einen Blick in die architektonische Seele so eines Unternehmens zu werfen. Besser aber nicht über Mittag, dann geht die Kunst nämlich gern ein wenig unter im Lunch-Gewusel. Man kann es aber auch ganz anders machen und sich auf eine virtuelle Tour durch die Ausstellung begeben, bequem von zuhause aus – am besten mit VR-Brille.

Die Arbeit von Timo Baier und Benjamin Marland beginnt ganz harmlos und menschenleer – und endet ziemlich fern der Nachhaltigkeit, wie sie ein Versicherungskonzern meinen dürfte. Da wurde das mit der Menschenleere im musealen Raum mal zu Ende gedacht.

Nichts wie raus (nach Langenthal, wieder mal)

Roland Fischer am Freitag den 20. Oktober 2017

Ok, ein bisschen schizophren ist das schon. Da hat das Kunsthaus Langenthal noch letztes Jahr selber eine seltsame Ecke des Uncanny Valley erkundet und die Räume mit einer unheimlichen Armada von Bots bevölkert – und nun will es plötzlich nichts wie Raus aus dem digitalen Unbehagen. Aber das soll einen nicht abhalten von einem Besuch der aktuellen Ausstellung, im Gegenteil. Denn tatsächlich bringt dieser Titel den vernetzten Ist-Zustand sehr gut auf den Punkt: Raus aus diesem Digitalen kann (und will) man ja kaum mehr, raus aus dem wachsenden Unbehagen aber gern. Bloss wie?

Dazu hat Ausstellungsmacher Rafael Dörig zusammen mit dem LINK Art Center in Brescia und dem übrigens auch sehr tollen und gleich hinter der jurassisch-französischen Grenze gelegenen Espace Multimédia Gantner ein regelrechtes Best-Of der aktuellen Medienkunstszene zusammengetragen. Da hagelt es klingende Namen wie Zach Blas & Jemima Wyman, James Bridle oder Trevor Paglen. Manche der Arbeiten machen dieses Unbehagen sehr fassbar, manche gehen mit dieser Digital Angst eher augenzwinkernd um und andere wieder entwickeln etwas weniger dystopische Visionen, wo das noch alles hinführen könnte.

Das Ganze läuft noch gut drei Wochen, sollte man sich nicht entgehen lassen. Das Kunsthaus Langenthal hat sich da zum 25jährigen Jubiläum selbst ein schönes Geschenk gemacht – eine Ausstellung von internationalem Format.

Post aus Wiedikon

Mirko Schwab am Freitag den 15. September 2017

Eine von vielen Entdeckungen am Seebahngraben: Ararpad. Verdammt hotter Beatboy aus Z.

Liebes,

Der Italo ums Eck ist authentisch grimmig und verkauft glutenfreie Pizze. Ich schreibe dir aus Wiedikon Zürich 3. Von dort aus also, wo das eingesessene Zürich aufs glutenfreie Zürich trifft, die ganze Nacht Verkehr ist und eine offene Tankstelle. Ich blicke aus meinem Aquarium hinaus auf den Seebahngraben, am unteren Ende des einzigen Reiterbahnhofs der Schweiz – und hacke dir paar Zeilen.

Ich würd dir gerne in Bern begegnen, die letzten vom blechernen Tod befreiten Nächte auf der Schütz besaufen bis das Zeug hält, bei den Eidgenossen oder im Casa Marcello verhocken bis man herausgeputzt wird, unter den Lauben stehenbleiben für ne Gruess und sich wünschen: Bis bald. Heimweh ist berndeutsch.

Aber hier gibts viel zu tun, viel schönes. Auf Einladung kommen die Freunde vorbei, Fernweh-Berliner und Heimweh-Berner und Zürcher von der Szene, stellen ihre Geräte auf, Drumcomputer, Schlagzeuge, Macbooks und Zithern, legen los. Wir dürfen ihnen dreissig Minuten durch die Kamera dabei zuschauen. Ehre genug und dreiundzwanzigmal ein Grund zur Demut. Und der Laden erst: «Bundeshaus Zu Wiedikon» geheissen, fühlt sich an wie ein amerikanischer Diner aus den Fünfzigerjahren und wird von drei herzensguten Bundesrätinnen geschmissen. Dass das Zeug hält – und ich bei mir denke: Gastfreundschaft ist universal.

Eine Woche darf das noch so sein. Geldwechseln, Pizzaholen, Bütec rauf, Bütec runter, fünf Franken easy, zehn Franken soli, Rauchpausen, Blausaufen und am morgen neben einer kiloschweren, wunderschönen To-Do-Liste aufwachen, an die man sich zwar nicht ranschmiegen kann, die einem doch das Herz entzündet.

Eigentlich wollte ich vor allem merci sagen.

XOXO
und bis bald,
mrk

BlauBlau Records Public Address: Bundeshauskonstant konzertant, jeden Abend auch ins F***book gestreamt.
Schaust du mal vorbei, Liebes?

Plötzlich diese Unübersichtlichkeit

Roland Fischer am Samstag den 19. August 2017

Was für ein Aufmarsch im Kirchenfeld: Das Museum für Kommunikation hat gesendet und da draussen sind offenbar sehr viele Leute auf Empfang gegangen. Und finden sich derzeit scharenweise im Museum ein, um einen ersten Eindruck von der neuen Dauerausstellung zu bekommen.

Und wenn dieser Eindruck nicht täuscht, dann wagt das Museum da einiges mit dieser Ausstellung, die gar nicht erst versucht, das Thema «Kommunikation» auf einen simplen Nenner zu bringen. Man fühlt sich zuweilen ein wenig wie in einem Browserfenster, in dem ein paar Tabs zu viele offen sind, so dass die Informationsverarbeitung nicht mehr ganz reibungslos verläuft. Aber vielleicht ist das Durcheinander auch einfach den Besuchermassen geschuldet und den hunderten Kommunikationskanälen, auf denen da gleichzeitig parliert wird.

Also vielleicht besser gleich aufs Dach, wo die älteste Kommunikationstechnologie überhaupt praktiziert wird:

Vor allem Alkohol dient seit jeher als Treibstoff zwischenmenschlicher Beziehungen. “Der Wein enthüllt Verborgenes”, sagte der griechische Philosoph Eratosthenes im 3. Jahrhundert vor Christus. So veranstalteten die Griechen große Festgelage und schöpften beim symposion (altgriechisch für “gemeinsames Trinken”) Wein aus einem großen Kessel.

Da lassen sich dann bestimmt auch folgende Studienergebnisse verifizieren – dem neuen MfK seien insofern noch so einige golden moments gwünscht:

Amerikanische Forscher studierten das Gesprächsverhalten von 720 Teilnehmern, die in Vierergruppen unterschiedliche Drinks konsumieren und sich dabei unterhalten sollten. Diejenigen, die ein alkoholisches Getränk bekamen, redeten mehr miteinander und lächelten sich häufiger an – die Forscher sprechen von “goldenen Momenten” – als die Vergleichsgruppen mit alkoholfreien Drinks.

Welten kreieren!

Roland Fischer am Mittwoch den 5. Juli 2017

Berner Binsenwahrheiten: Warum wegfahren im Sommer, wenn es hier am schönsten ist? Hält sich dann aber doch kaum jemand daran, scheint’s. Konsequenterweise kann man sich die Welt nun auf sehr vielfältige Weise in den Browser holen, einem HKB-Forschungsprojekt sei dank.

Unlängst haben die Macher eine interaktive Version aufgeschaltet, auf der man ganz nach Belieben an der Weltkarte schieben und zerren und herumfiguretlen kann, bis man meint, gar nicht mehr auf die gute alte Mutter Erde herabzuschauen. Nur schon die Namen der verschiedenen Projektionen!

Also: Perspektiven verschieben! Nein, wir sind nicht unbedingt der Nabel der Welt. Auch wenn es an einem aareseligen Sommertag so scheinen mag, wenn man gar nirgendwo sonst hin muss.