Archiv für die Kategorie ‘Film & Fotografie’

Shnit

Daniel Gaberell am Samstag den 21. Oktober 2006

Dieses Wochenende finden die 4. Shnit-Kurzfilmnächte im Progr statt. Ich mag kurze Filme, sehr sogar. Vor allem deshalb, weil ein schlechter Streifen schnell wieder vorbei ist.

Logo ShnitGestern Freitag besuchte ich für 15 Franken den Block von 20 bis 22 Uhr. Gezeigt wurden 9 Filme und eine etwas übertriebene Selbstdarstellung der VeranstalterInnen.

Der grosse Saal war bis zum letzten Platz gefüllt und die Filme, na ja, waren für meinen Gusto etwas gar matt. Aber nach nur einem von ungefähr 15 Blocks darf ich hier wohl kaum urteilen.

Jedenfalls entsprechen die Kurzfilmnächte einem berner Bedürfnis und das ganze geht ja auch recht ordentlich und professionell über die Bühne. Und jung sind die Berner Filmleute, wahnsinnig jung!

Insofern: gehen Sie hin (heute, morgen oder in einem Jahr).

Mehr Infos gibt es hier.

Apropos CH-Kino

Grazia Pergoletti am Donnerstag den 28. September 2006

Heidi Glössner (links)Bald kommt ein weiterer neuer Schweizer Film in unsere Kinos: Die Herbstzeitlosen von Bettina Oberli. Ein “Feel-Good-Movie” in dem es um rüstige RentnerInnen geht, wie die Vorschauen versprechen. Stéphanie Glaser spielt darin die Hauptrolle: eine Dame, die im hohen Alter beschliesst, ein Geschäft mit aufregenden Dessous zu eröffnen. Soweit, so gut.

An der Seite von Stéphanie Glaser sind eine ganze Reihe anderer Schauspieler und Schauspielerinnen zu sehen. So auch, in einer grossen Rolle, Heidi-Maria Glössner, Ihres Zeichens seit ca. 20 Jahren die Grande Dame des Stadttheaters Bern. Und ausserdem eine der warmherzigsten Diven, die mir je begegnet sind und eine Superkollegin. Wenn ich das mal so aus dem Nähkästchen herausplaudern darf.

Nun hab ich mich doch ein wenig gewundert darüber, im Zusammenhang mit diesem Film, zwei riesige Artikel über (die notabene wunderbare!) Stéphanie Glaser in der hiesigen Presse zu finden, jedoch kein einziges Wort über unsere Berner Lady Nummer eins. Ist dies ein Ausdruck dafür, dass Bern seine KünstlerInnen zu wenig liebt, zu wenig kennt oder einfach nicht stolz genug auf sie ist?

Wie dem auch sei, auch wenn ich nicht objektiv bin: Ich freue mich RIESIG darauf, die wunderbare Glössner in diesem Film zu sehen! Ein Hoch auf Heidi!

Herbstzeit – Kinozeit

Daniel Gaberell am Mittwoch den 27. September 2006

Alle reden vom Hoch der Schweizer Kinofilme, aber irgendwie habe ich das Trittbrett noch nicht gefunden, welches mich in die hochgelobte Schweizer Filmwelt mitnehmen würde…

Hingegen lobe ich die deutschen Filme! «Das Leben der anderen» war ein Genuss wie schon seit langem nicht mehr. Zuerst dachte ich: och nein, bitte nicht schon wieder so Nazi-Zeugs. Dann aber entwickelte sich diese rührende Geschichte zum ersten Herbst-Highlight dieses Jahres.

Emmas Glück

«Emmas Glück» war dann schon eher etwas gar seicht. Nicht unbedingt schlecht, vor allem die zwei Hauptdarsteller gefielen mir sehr gut, aber doch eine Klasse unter «Das Leben der andern».

Bleibt noch «Sehnsucht» und dann natürlich «Das Parfum». Wer Empfehlungen oder Warnungen zu diesen zwei Streifen abgeben möchte, der kommentiere doch nachstehend als kleiner Service für die Besucherinnen und Besucher von KulturStattBern.

Vielen Dank.

Komplexe Welt

Frau Götti am Mittwoch den 9. August 2006

schiff

Den Kopf voll Fragen verlasse ich die Welt der Piraten und Schatztruhen…

Krake Wienurwie kann Herr Tintenfisch ohne Herz überleben?

Warumnurwarum liebt Herr Sparrow die schöne Ich-weiss-nicht-wie-sie-heisst, obwohl er schwul ist?

Wienurwie kommt es, dass ein Ex-Elfe einen Seemann spielt?

Wernurwer ist diese Riesenkrake, die das Piratenschiff in die Tiefe reisst?

Wasnurwas soll all dieses Geschleime, Geschwabble, Gekrakle, Geekle?

Die einzige Frage, die sich mir am Schluss NICHT stellt: Wienurwie werden all diese Fragen in Teil III beantwortet?

Regiert Fussball?

Frau Götti am Mittwoch den 21. Juni 2006

Bundeshaus

Programmvorschlag für alle, denen es ein bisschen genügelet mit Sie wissen ja schon, und die weder aus Japan oder Brasilien, noch aus Kroatien oder Australien kommen:

Das Kino Lichtspiel zeigt am Donnerstag einen interessanten Film.

OK, Sie haben ja recht, Frau Götti wird dort nicht anzutreffen sein, da sie Fussball schauen muss. Aber nicht dass KulturStattBern seine Pflicht nicht erfüllt hätte, auch im derzeitigen Ausnahmezustand.

Bravo Luc Besson

Daniel Gaberell am Dienstag den 30. Mai 2006

Er macht gute Filme, der Franzose. Immer wieder. Sein neustes Werk Angel-A (ist soeben in CinemaStar angelaufen) reiht sich mühelos in die sehenswerte Parade von Bessons Filmen ein.

Eine etwas abgedrehte, aber durchaus sinnliche Geschichte führt den Betrachter durch die Welt der Engel, auf den Eiffelturm, in die Machenschaften der Pariser Unterwelt und in die Herzen der DarstellerInnen. Besonders der sympathische Jamel Debbouze brilliert in der Hauptrolle des Verlierers.

er Die Beinahe-Bloggerin, Parisliebende und frühere Bund-Redaktorin H. G. (hier auf dem Foto) fand den Film „ein wenig zu pathetisch“, betonte aber, dass sie genau dieses Paris, so wie Luc es uns vorführt, wunderschön findet.

Während Frau G. nicht an Engel glauben mag, ich persönlich aber schon (und zwar nicht nur meines Familiennamens wegen), ist der Beweis erbracht, dass die Glaubensfrage für diesen Film keine Rolle spielt.

Bern ist keine Kinostadt

Daniel Gaberell am Dienstag den 23. Mai 2006

Allen Unkenrufen zum Trotz: seit gestern ist klar, Bern ist keine Kinostadt!

Denn zum Zeitpunkt, als der Kassenschlager The da Vinci Code bereits seit 4 Minuten und 47 Sekunden über die Leinwand flimmerte, waren gestern Abend noch immer drei Kinoplätze im Gotthard zu haben.

Einzig eine Möglichkeit kann ich dabei nicht ganz ausschliessen: man könnte die drei leeren Sitze vielleicht auch auf den guten Kino-Geschmack der Bernerinnen und Berner zurückführen – aber nur vielleicht…

Heute Abend jedenfalls bleibt ein Stuhl im Gotthard ganz sicher leer, ich werde es nämlich mit Volver versuchen.

Und ganz nebenbei empfehle ich allen dringend, Hanks, Reno & Co. links liegen zu lassen, es erwarten einem harte drei Kino-Stunden.

kino

Romeo And Juliet Get Married

Daniel Gaberell am Dienstag den 18. April 2006

Nach dem enttäuschenden Cupfinal, erhoffte ich mir fussballerische Genugtuung im soeben angelaufenen Kinofilm „Romeo And Juliet Get Married“.

Doch weit gefehlt: im brasilianischen Streifen dreht sich zwar alles um Fussball (und Liebe), aber der matte und laue Fussballsonntag fand auch in den Abendstunden seine Fortsetzung. Zu lächerlich, zu klischiert und zu übertrieben wirkten die Protagonisten auf der Leinwand.

Lags an meiner Stimmung oder ist der Film tatsächlich schlecht?

Fans

Der Hauptdarsteller (hier ganz vorne, wild fuchtelnd) ist nicht nur Augenarzt, sondern auch Präsident des Fanclubs der Corinthians.