Archiv für die Kategorie ‘Politik & Debatten’

Ein paar – leidige – Gedanken zur Reitschule

Roland Fischer am Dienstag den 8. März 2016

Lassen wir mal das Schwarzpeterspiel und halten einfach fest: da wird die Konfrontation gesucht. Und ziemlich zielsicher auch gefunden, wenn ein GFL-Stadtrat im Bund unumwunden von «Terroristen» sprechen darf. Mit denen man – notabene – nicht diskutieren könne. Klingt ein wenig Bush- oder Erdogan-Style, in meinen Ohren. Und zeigt aber deutlich, wie wirkungsvoll die seltsamen Aktionen einer seltsamen (und im Grunde ja wohl kleinen) Gruppe aus der Reitschule sind. Keine Rede also mehr davon, «die Reitschule in geordnete Bahnen zu führen», wie Alex Tschäppät die Hoffnung des letzten Jahres schildert. Nun soll es also an den Leistungsvertrag gehen, konkret wohl an die 60’000 Franken Nebenkosten. Und da würde nun allerdings wundernehmen: wo gehen die hin? Wer würde am meisten getroffen von so einer Sanktion? Glücklicherweise sind die eigentlichen Kultursubventionen zum Beispiel fürs Tojo separat geregelt.

dachstock

Trotzdem wird man den Eindruck nicht los, dass da nicht nur die Polizei oder überhaupt eine als Antipode begriffene Staatsgewalt angegriffen wird, sondern auch der sich immer besser etablierende Kulturbetrieb im Haus. Weil gewisse Kräfte in der Reitschule eben gar nicht wollen, dass da etwas «in geordnete Bahnen» kommt – und dass ihnen die Eskalation also durchaus gefällt. Wäre es nicht an der Zeit, dass die Berner Kulturszene zusammen- und für die Reitschule als Kulturort einsteht? Und damit eben auch klipp und klar gegen die Eskalation auf allen Seiten? Verdammt nochmal, die Reitschule ist kein Furunkel, das möglichst rasch ausgedrückt gehört! Sondern eine Institution, mit allem (mal mehr, mal weniger sympathischen) drum und dran.

Fontänen und Pissoirs

Miko Hucko am Donnerstag den 11. Februar 2016

Dada-Jubiläum wird ja kräftig gefeiert dieses Jahr, weil, hey, weltbedeutende Kunst, die auch ein bisschen aus der Schweiz stammt gibt’s ja nicht alle Tage. Alle Tage passiert es hingegen, dass Kunstwerke falsch zugeschrieben werden oder sofort einen höheren Wert und andere Einschätzung erhalten, wenn der Künstler (sic) sich zu erkennen gibt: als Mann, als Europäer, undsoweitersiekönnenessichdenken.

So ist es nicht weiter erstaunlich, dass ein Urwerk des Dada, Marcel Duchamps Pissoir, wahrscheinlich eher von einer Frau stammt. Auf einmal hat das vermeintlich Dadaistische dann doch eine Bedeutung, wenn eine Frau ein Pissoir als Readymade hinstellt und mit R. Mutt, einem männlichen Pseudonym, unterschreibt. Item.

Elsa von Freytag-Loringhoven heisst die Dame. Nur damit Sie sie nicht wieder vergessen in all der Feierei und dem Lobgehudele. Und für den Bernbezug: Haben Sie sich nicht auch schon immer gefragt, warum es eigentlich an der Zytglogge, Berns Wahrzeichen ein Pissoir hat? Könnte Dada sein. Oder Kritik am Tourismus und am Weltkulturerbe, dem sandsteingeschützten Denkmal, äh.

Das System hat ein Problem

Miko Hucko am Mittwoch den 27. Januar 2016

So der letzte Satz im Lead von Daniel Di Falcos Kommentar zur aktuellen Lage im KTB. Kurzzusammenfassung der Ereignisse: Die Leiterin der Schauspielssparte wird von einen Tag auf den anderen freigestellt, ohne die Spielzeit beenden zu können, ohne Kommentar.

Ja, das System hat wahrlich ein Problem. Remember the Flaggschiff-Principle, das von Seiten der Abteilung Kulturelles immer wieder als quasi alternativlos hingestellt wird? Grössere Häuser, so die Argumentation, macht bessere Kunst mit grösserer Ausstrahlung. Darum also fusionieren, wo es nur geht, hierarchisieren, durchstrukturieren. Aus der Kunst einen wahren Betrieb machen, Geschäftsleitungen und Intendant_innen in einer Person vereinen, Kuration statt selbstbestimmte Produktion.

Die Freistellung von Gräve ist für mich ein weiterer Beweis, dass solche Leuchttürme uns nirgendwo hinführen als in den Tod aller Kreativität. Ich war ja bekanntlich jetzt kein Fan des Programms, dass sie für diese Spielzeit aufgestellt hat. Aber Kunst, Theater, lebt doch gerade von der Reibung, die stattfinden kann, eine Reibung mit der Stadt, eine Reibung mit der Szene. Damit etwas Neues, Spannendes entstehen kann.

Was wir also brauchen, ist nicht nur eine neue Kulturstrategie, die Grosses verspricht in leeren Worthülsen, sondern ein radikales Umdenken darin, was Kunst in einer Stadt für eine Stadt und ihre Bevölkerung bedeuten kann und soll. Und das heisst, sich über die Notwendigkeit von elitären Leucht- und Elfenbeintürme jeglicher Art Gedanken machen. So richtig.

gegenaufgeklärt

Saskia Winkelmann am Freitag den 22. Januar 2016

Gegenaufklärung ist ein tolles Wort. Noch schöner ist es in Neonlettern geschrieben und über eine Bühne gehängt. Es macht viel auf und verbaut nichts. Ausgerechnet das Konzert Theater Bern veranstaltet die Talkshow von und mit Jürg Halter. Die in der Ankündigung verspricht “das Show-Prinzip“ zu „unterlaufen“. Passt das zusammen? Geht das? KSB war in der 2. Ausgabe der Reihe dabei.

Zum Anfang seiner selbsternannten Anti-Talkshow liest Jürg Halter, gekleidet in etwas, das später als grauer Overall in Erinnerung bleibt, ein Pamphlet, mit dem er das Publikum aufklärt über Dinge, die wir schon wissen, sich dafür entschuldigend, dass wir sie schon wissen. Dass die 62 Superreichen zum Beispiel so viel besitzen wie… Sie wissen schon. Impliziert ist natürlich der Vorwurf, dass sich niemand empört, obwohl wir sehen, was schief läuft. Das aufgeklärte, selbstkritische Theaterpublikum nickt zustimmend – in seiner Komfortzone der Kunst, ist es sicher. (Es klatscht einer im Publikum laut bei den Wörtern Fondue und Münchenbuchsee, die später an diesem Abend fallen.) Der Vorwurf ist richtig. Und Halter ist wütend und verzweifelt über die Welt. Er formuliert das immer wieder sich stoisch wiederholend auf Facebook, in Kolumnen, in seinen Gedichten. Auch heute auf der Bühne.

Gegenauflärung_KonzertTheaterBern_Foto:Michael_Schaer

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Auch das Theater hat keine Zukunft

Roland Fischer am Mittwoch den 13. Januar 2016

Man liest es in letzter Zeit allenthalben: Uns ist die Zukunft abhanden gekommen. Sehr schön also, dass das KTB da etwas dagegen unternehmen will und einen kunterbunten Abend zu Bern 2030 in der schön engen Mansarde programmiert, mit Liedern, Texten – und leider ziemlich viel Schabernack drumherum.

bern 2030

Bern 2030 – das war gut gewählt: ein kleiner Schritt in diese im Moment eben ziemlich verschwommene Zukunft, kein Science-Fiction-Wow-Stelldirvor-Morgen, sondern eines das mit unserem Jetzt noch allerhand zu tun hat. Die Versuchsanordnung machte neugierig. Und dann das: ein Abend voller Platitüden und sinnfreier Sketche, der zum Ende mit Varieté-Gesang gerettet werden muss. Ein Präsentierteller für einen eitlen Hausautor, der vor allem mit schlechten Wortspielen glänzte (die Gerechten müssten mehr gelinkt werden, fand er zum Beispiel, oder ihm fiel auf, dass von Gewissensbissen niemand mehr gebissen wird) und dem über eine Trump-Groteske und einen schalen Houellebecq-Islam-Aufguss hinaus nichts zum heutigen Morgen einfiel. Ah doch: die beschwörende Formel, dass wir an uns selber glauben müssten, damit das gut kommt mit der Zukunft und dass wir weniger Schwarzweiss-Denken brauchen. Merci dafür – weder das eine noch das andere gewinnt übrigens an Dringlichkeit, wenn man es mehrmals wiederholt. Dazu noch missratene Publikumsspielchen und die amouröse Erweckung von Doc Brown (die Zukunft umschreiben! ja, das Ensemble schlug sich wacker). Bern? 2030? Da rächt es sich allerdings, dass Elia Rediger mit den lokalen Begebenheiten ganz offensichtlich nichts am Hut hat.

Und so wird Harald Welzers Fazit zur Weltlage leider zur perfekten Kurzfassung der gestrigen (wie allgemeinen) Theatermisere:

Heute ist der visionäre Horizont in unseren westlichen Gegenwartsgesellschaften kaum noch zu sehen, so kurz ist er. Je komfortabler auf der einen Seite und je krisenhafter auf der anderen Seite diese Gegenwart geworden ist, desto weniger Zukunft taucht in den Wunschhaushalten auf. Zukunft, das ist heute: Schlimmeres verhindern, Vorhandenes konservieren, keine Experimente. Das war mal anders.

Schönes Wort, Wunschhaushalt. Und ja, das war mal anders. Einmal zurück in die Zukunft einfach, bitte.

Hope lives!

Roland Fischer am Mittwoch den 6. Januar 2016

Schönes Format in Zürich: Winterreden aus dem Erkerfenster Karls des Grossen, unweit des Grossmünsters (ja, hier ist alles gross). Glühwein nehmen und zwanzig Minuten in der Kälte ausharren, während sich vom ersten Stock herunter eine Persönlichkeit Gedanken zur Lage der Welt macht. Ein guter Test für die rhetorischen Fähigkeiten der Redner: gemütlich machen geht nicht, die Zuhörer müssen bei der Stange gehalten werden. Und ein bisschen warm ums Herz schadet natürlich auch nicht.

winterreden

Den Anfang der prominenten Rednerreihe macht Bern: gestern die US-Botschafterin Suzi LeVine und heute Pedro Lenz. Schöner Kontrast – da die Silicon Valley-Optimistin, die von der hohen Warte der amerikanischen Oberschicht herab sprach und mutig und mit Nachdruck die beste aller Welten und Zeiten behauptete, dort dann der offizielle Sprecher des Malochertums, der mit Vorliebe denen eine Stimme gibt, die den Optimismus eher nicht gepachtet haben. Und sich trotzdem nicht unterkriegen lassen. Da die Hoffnung als Leitmotiv, dort eher als Kampfansage. Hoffnung lebt! predigte Suzi LeVine. Verreckt zuletzt! mögen Pedros Helden entgegnen.

Das Jahr über dem Daumen

Milena Krstic am Donnerstag den 31. Dezember 2015

Die Krstic hat sich durch das KSB-Jahr 2015 gescrollt und fünf Ereignisse herausgepickt. Die Gelegenheit nutzt sie, um ein paar Worte anzubringen zum Unterschied zwischen Marketing und Journalismus.

Fünft persönliche KSB-Highlights, zeitlich chronologisch gelistet:

  1. Was ich nicht mehr erleben will: Mir so etwas wie Godards optische 3-D-Quälerei im Kino ansehen. Kürä war dabei, hat die Entrüstung in Worte gefasst und eine Diskussion entfacht. Hier nachlesen.
  2. Die Franzosen von Feu! Chatterton haben mich schier in den Wahnsinn getrieben mit ihrem anbetungswürdigen Chanson-Pop. Die Konzertkritik vom Festi’Neuch gibt es hier.
  3. Unsere Frau Hucko hat in ihrer Zukünfte-Rubrik am Beispiel des Meret-Oppenheim-Brunnens aufgezeigt, wie das aussehen könnte, wenn Kunst tatsächlich etwas bewirken würde.
  4. Unser ehemalige Autor Oliver Roth hat sich mit diesem Artikel von seiner Tätigkeit bei KSB verabschiedet und damit unseren meistgelikten Beitrag auf Facebook generiert. Aber wie das oft so ist mit diesen Likes: Ich weiss nicht, was sie implizieren wollen. Hatte Herr Roth in den Augen der LikerInnen Recht, wenn er anprangerte, dass KSB zu sehr auf Quantität statt Qualität setzt? Ist der Bernbezug zu gewollt? Oder wollten sie einfach den Herrn Roth gebührend verabschieden? Ich fand Herrn Roths Fragen wichtig und diskussionswürdig. Noch lieber als Likes, hätte ich ein paar Kommentare gelesen.
  5. Nach drei Jahren als Kulturjournalistin und durchschnittlich zwei Konzertbesuchen pro Woche bin ich wahrscheinlich etwas abgestumpft. Damit mich eine Band vom Hocker haut, braucht es weiss der Teufel was. Da kam mir die schräge Bianca Casady gerade recht. Die Coco-Rosie-Sister präsentierte in der Dampfzentrale ein obskures «Porno-Thietor», das mich auf unerklärliche Weise in den Bann zog. Hier gehts zur Kritik von ihrem Konzert am St. Ghetto.

Ausserdem passiert im KSB-Jahr 2015: Der müde Montagshund verabschiedete sich, unsere Frau Feuz war in Banksys Dismaland, KSB hat mit #BernNotBrooklyn einen Hashtag eingeführt und Saskia Winkelmann ist als Autorin zu uns gestossen (grosse Freude nach wie vor!).

Und: Ich habe einen Traum. Dass wir KSB-Journalistinnen nicht als Marketing-Texter missverstanden werden. Journalisten leisten sich eine eigene Meinung. Marketing-Texterinnen hingegen schreiben, was KundenInnen wünschen und erhalten dafür viel Geld. Unsere Meinung ist immer und im besten Fall subjektiv gefärbt, begründet und hat keinen Anspruch daran, zu gefallen.

KSB setzt sich auch in Zukunft dafür ein, kritisch, quick und vielseitig zu bleiben. Eigentlich haben wir uns sogar vorgenommen, in allen drei Punkten einen Zahn zuzulegen.

Es freut uns, wenn Sie weiterhin dabei bleiben.

Fröhliches Neues
Ihre Krstic

PS. Ist Ihnen kalt? Dann hören Sie sich doch nochmal durch die Sommerhits der KSB-Redaktion.«Hurra, diese Welt geht unter!»

Kunst et al.

Roland Fischer am Samstag den 14. November 2015

Ich hätte hier eigentlich etwas über die Kunsthalle-Gastausstellung einer Werbeagentur schreiben wollen, die schon im Vorfeld für einigen Wirbel gesorgt hat. Kunst und Kommerz und andere Geheimnisse (secret kommt übrigens von Sekret: das Abgesonderte). Aber schon am Abend selber hatte ich das Gefühl, dass die ganze Kontroverse eine ziemlich leere ist. Und irgendwoher, an der Bar stehend, kam mir der Logikpoet Wittgenstein und sein philosophischer Befehlston in den Sinn (auch schon fast hundert Jahre her, übrigens):

Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.

contextZuhause habe ich den Computer aufgemacht und ein paar Schlagzeilen gelesen. Und dann noch ein paar Dinge über Wittgenstein. Betrand Russell sagte zum Beispiel über seinen Schüler:

His disposition is that of an artist, intuitive and moody. He says[,] every morning he begins his work with hope, and every evening he ends in despair.

Kunst als etwas zwischen Hoffnung und Verzweiflung Hängendes. Ob das, was über dieses Wochenende an den Kunsthalle-Wänden hängt, Kunst ist? Und ob die Kunst so etwas wie eine Seele hat, die sie verkaufen könnte? Ehrlich: ist doch vollkommen egal.

Gut, Böse, Geld

Miko Hucko am Samstag den 7. November 2015

Wie eine Kirche und überhaupt sehr religiös aufgebaut ist die Ausstellung im Stapferhaus Lenzburg, die ob ihres grossen Erfolgs noch verlängert wurde: GELD.

Es gibt ein Jenseits, Seitenschiffe, Beichtstühle, einen Altar und sogar einen Raum der Offenbarung (yes. endlich sich fühlen wie Onkel Dagobert):

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Die Ausstellung war grösstenteils witzig, spielerisch und informativ. Also richtig toll – sogar mit einem Quizspiel. Einzig zu bemängeln: die niedrige Frauenquote in den diversen Video-Expert_innenrunden sowie die ideologisch rechts-freisinnig geprägte Schlussaussage eines Lehrfilms.

Aber grundsätzlich: Nice one, Lenzburg!

Die Ausstellung GELD. JENSEITS VON GUT UND BÖSE. läuft noch bis zum 25. Juni 2016. Sie haben noch viel Zeit – nehmen Sie sie sich!

spielender Protest

Miko Hucko am Samstag den 31. Oktober 2015

Stell dir vor es ist Demo und keineR geht hin. So fast geschehen heute bei Spiel dich frei. 50 Nasen höchstens waren wir, und davon die Hälfte Kinder, die wir uns kurz nach 13:00 vor dem Kreissaal versammelten. Schade. Ging es doch um ein Thema, das die Stadtberner Gemüter spätestens seit dem Tanz dich frei 2.0 stärkstens erhitzt: Lärm und Raum.

Die Organisierenden sprechen von der Ballenbergisierung von Bern, ich möchte lieber von einer zunehmenden Bürokratisierung in allen Lebensbereichen sprechen. Wir leben in einer Stadt (in einem Land? in einer Zeit?), wo Leben heisst, sich an die unzähligen Regeln und Vorschriften zu halten. Ja nicht aufzufallen oder selber zu denken, Lebendigkeit wird bestraft statt gefördert.  Sonst wäre es mir kaum zu erklären, warum Kinder nicht spielen dürfen oder ein ganzes Quartier in eine Ruhezone verwandelt werden kann.

Leben macht Geräusche. Leben braucht Platz. In Bern aber ist Ruhe die Norm. So sehr, dass auch eine sogenannte Chesslete ziemlich ruhig und in geregelten Bahnen verläuft.

 

 

 

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Die Demo läuft stramm weiter und findet um 15:30 ihren Abschluss bei der Dampfzentrale. Sie können sich wahrscheinlich bei jeder der noch folgenden Stationen anschliessen: 1430 sous-soul Junkerngasse, 1445 Erlacherhof, 1500 Matte Mühleplatz-