Archiv für die Kategorie ‘Daten & Termine’

Kulturbeutel 25 / 18

Urs Rihs am Montag den 18. Juni 2018

dER uRS EMPFIEHLT:
Derbe Strommusik. Die kommt ja meistens gut, aber so wie diesen Donnerstag im Rössli werden ihre Grenzen selten gelotet. Rummelsnuff und Asbach, das sind weder Dj’s noch Frickler, dafür singen sie moderne Arbeiterlieder. Zu Marx’ Geburtstag? Auf eigene Gefahr!

Frau Feuz empfiehlt:
Falls Sie dem Fussball aus dem Weg gehen möchte, bietet das Kino Rex beste Gelegenheit. Am Mittwoch wird dort zum Beispiel Akira gezeigt. Katsuhiro Otomos komplexer Zeichentrickfilm spielt in einem Tokio, das nach einer atomaren Katastrophe von Gewalt und Chaos erschüttert wird. Von wegen Zeichentrick ist Kinderkram! Am Donnerstag spielen die Synthie-New-Waver Melker im Löscher und am Samstag dubbt Dubokaj im Barbière.

Fischer empfiehlt:
Ein wenig angewandte Klangforschung in Bümpliz draussen. Am Donnerstag servieren The E’s zum Abschluss der Sonic Research Reihe in der Cabane B eine Portion «fully improvised deggressive psychedelic thrash».

Schwab empfiehlt:
Sich das Herz weit aufreissen lassen von 1 of a kind Rea Dubach im Orbital Garden – Stimme, Saiten, Treteffekte, it’s called «Holographic Sympathy».

JJ empfiehlt:
Samstagnacht in’s Kapitel zu den Techno-Nerds von Tiefgang. Am Rand des Dancefloors stehen und rhythmisch zum Strobo-Licht blinzeln oder exzessiv tanzen bis Sonntagmorgen. Geht beides.

 

Kulturbeutel 24 / 18

Mirko Schwab am Montag den 11. Juni 2018

Schwab empfiehlt:
Im Drinnen und Draussen des alten Progymnasiums werden ab Donnerstag alternative Perspektiven auf unser liebstes Ballspiel verhandelt – queere, feministische, abgründige, aufklärerische, politische und hoffentlich auch lustige. Spielplan hier.

Die Ursi empfiehlt:
DÄLEK, hat nichts mit Kari zu tun, aber mit Karl Kani, also im weitesten Sinne, weil Hip-Hop – im weitesten Sinne. DÄLEK sind Pioniere des Experimentalraps, und ich mein Sprechgesang, nicht den genetisch veränderten auf den Feldern. Am Freitag im Stock, support by REINDEER, grande. Peace and out.

Fischer empfiehlt:
Beyond am Mittwoch: entweder Blue Note-Dok im Kino Rex oder Künstliche Intelligenz und Moral. Oder gleich beides hintereinander, Binge-Kultur.
(Und sich hin und wieder einen queeren Drink mixen zu lassen im Progrhof, vom Barkeeper Ihres Vertrauens – Labar est là.)

JJ empfiehlt:
Ich würd’ mir ja am Mittwoch mal wieder eine Session des Theaterzirkus Wunderplunder für’s Gemüt gönnen, aber ich muss im Stadion in der Bierfabrik stehen. Foo Fighters, Massenevent, weisse Männer mit Gitarren. Auch geil.
Ansonsten: Aare chillen und easy bleiben.

Freche Beobachter des Weltgeschehens

Gisela Feuz am Dienstag den 5. Juni 2018

Da haben sich zwei gefunden. Kritische, freche und genaue Beobachter des Weltgeschehens sind sie beide, wenn auch die eine der getreuen Recherche und faktischen Wiedergabe verpflichtet ist und der andere die Fantasie walten lassen darf. Die Rede ist von der Wochenzeitung WOZ und von Ruedi Widmer, seines Zeichens begnadeter Cartoonist, der regelmässig für mehrere Print- und Onlinemedien zeichnet, so auch für die Geizkrägen unsere Tamedia-Chefs in Züri oben. WOZ und Widmer sind einander freundschaftlich verbunden – letzterer schreibt und zeichnet seit 15 Jahren für erstere –  und beide sind sie mit neuen Büchern auf gemeinsamer Lesetour.

Als die WOZ 1981 erstmals erschien, war Ruedi Widmer gerade mal achtjährig und dürfte sich noch herzlich wenig um den selbstverwalteten Alternativbetrieb ohne ChefInnen mit Einheitslohn geschert haben. Sowieso glaubte damals niemand so recht daran, dass sich die bekennend linke Wochenzeitung so lange würde halten können. Dies und mehr berichtet Stefan Howald in seinem neuen Buch Links und bündig, in welchem er die Geschichte der WOZ aufarbeitet und journalistische Erfolgsgeschichten noch einmal aufgreift.

Als Erfolgsgeschichte können auch die Kolumnen und Cartoons des Ruedi Widmer bezeichnet werden, der einst beim Satire-Magazin Titanic in die Humor-Lehre ging. In seinem fünften Buch Widmers Weltausstellung versammelt der gebürtige Winterthurer Kolumnen aus den letzten acht Jahren, in denen er Themen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aufs Korn nimmt. So bekommen Nationalstölzler ebenso ihr Fett weg wie Carl Hirschmann (was macht der eigentlich?!), fantasielose Werber oder «heterosexuelle, weisse Mannesmänner». Vor allem aber besticht Widmers Weltausstellung durch die unverkennbaren Zeichnungen, in denen der Cartoonist pointiert bis bitterbös gesellschaftliche Phänomene und Entwicklungen aufgreift und dabei einer offensichtlichen Vorliebe fürs Absurde und Lächerliche frönt.

Liebe WOZ, lieber Ruedi Widmer, danke, dass ihr uns hintersinnig immer wieder den Spiegel vorhaltet. Auf dass wir noch viel von euch lesen und sehen werden!

Live zu sehen gibts Stefan Howald und Ruedi Widmer heute Abend im Kairo, beide präsentieren sie dort ihre Bücher Links und bündig sowie Widmers Weltausstellung.

Kulturbeutel 23/18

Urs Rihs am Montag den 4. Juni 2018

Der Urs empfiehlt:
Wolken, diese wichtigtuerischen oben am Zelt.
Unerreichbaren.
Ab Mittwoch trotzdem im TOJO Theater der Reitschule, eine ultra Produktion. Freitag und Samstag stabile Wetterlage, jeweils ab 20:30 Uhr – «WOLKEN» das Stück. Join the cloud.

Frau Feuz empfiehlt:
Donnerstag bis Samstag läuft im Kino Rex die Fussballfilreihe Match Cut, dabei gibts nicht nur Filme wie etwa die Todeself, El Otro Futbol oder Meisterträume zu sehen, sondern auch Podiumsdiskussionen, Musik und natürlich: Bier. Ebenfalls ab Donnerstag läuft in der Heiteren Fahne Teil zwei von Dr Blöffer. Im Schwank des verehrten Sprachakrobaten Timmermahn wird dieses Mal geheiratet und wir hoffen dass es dabei wieder gleich fantastisch unsinnig zu und her geht wie im ersten Teil.

Fischer empfiehlt:
In die Dampfere für eine Doppelladung Kurzfutter – die Veranstalter gehen offensichtlich mit der Zeit, Aufmerksamkeitsspanne und so. Am Freitag und Samstag gibt es also gleich zweimal Kurzstücke von jungen Tanzschaffenden, zunächst ist der Tanzfaktor mit neuen Stücken aus der ganzen Schweiz zu Gast und in der Folge versucht sich noch die lokale Szene, hoffentlich in der Bilanz mit mehr trial als error.

Die Krstic empfiehlt:
Ich hatte letztes Jahr am Kugelfest so einen geilen, dass ich nur wärmstens empfehlen kann, sich beim Soli-Tanzen im Frauenraum schon mal einzustimmen auf die zweite Ausgabe dieses kulturpolitischen Festivals, das wieder in pretty Signau stattfinden wird.

Schwab empfiehlt:
Tanzen mit Hirn und Gerät, aber Tanzen! Das Rössli tischt feinste Selektor-Fingerfertigkeit auf: Kwasiba Savage straight outta London Town und die Bois von Frank Spirit schauen, dass der Musiktrip freigeistig und keine Arschritze trocken bleibt. Rumstehenrauchen ist nicht. Donnerstag.

Kulturbeutel 22/18

Milena Krstic am Montag den 28. Mai 2018

Die Krstic empfiehlt:
«Die Klügere kippt nach» heisst die satirische Talkshow, ins Leben gerufen von Lisa Catena und Aline Trede, die beide auch durch den Abend führen. Am Dienstag gibts einen Bar-Talk im Burgunder, gemeinsam mit den Gästen Caroline Fux (Psychologin und Sexberaterin beim Blick) und dem Adrianos Café Teilhaber Adrian Iten. Viel Liebe für diesen Start. Aber bevor Dienstag ist, ist es ja noch heute und da steigen Sie am besten in den Grellen Keller hinab, weil, ein guter Ort, um zu sehen, was bald aus dem kulturellen Untergrund hinaufsteigen wird.

Der ÜD empfiehlt:
Naja, die Kilbi offensichtlich, aber man will ja nicht zynisch sein. Nachdem die Chose nach gefühlten zweikommasieben Sekunden «aufgeschaltet» im Internetzi ausverkauft war.
Darum ein Tipp für Verzweifelte: Mal ganz salopp auf Insta oder FB für einzelne Tix fragen, wurde etliches verlost die Tage und gibt auch immer wieder Verhinderte mit Restanstand, welche Billetts für den Normalpreis abgeben. Erfolgreicher als man glauben mag die Methode und natürlich way better als bei Schwarzmarkthu#*@!öhnen anzukaufen – Boykott den Kilbivampiren!

Fischer empfiehlt:
Ein musikalisch-filmischer Meteoriteneinschlag: Martin Schütz (Cello und Electronics) vertont am Freitag live den famosen dänischen Stummfilm Verdens Undergang, der eine Welt nach der grossen Katastrophe in schaurig-schöne Bilder packt. Wen es eher bei digital-kommerziellen Katastrophenszenarien schaudert: Am Donnerstag wird darüber im Käfigturm diskutiert, am Freitag und Samstag werden konkrete Anleitungen für ein alternatives Netz entwickelt. Reclaim the internet!

Frau Feuz empfiehlt:
Minimalismus, Präzision, Dissonanzen sowie treibende Bassläufe und Rhythmen. Etwa so lässt sich der Noise-Rock beschreiben, den Gitarrist Steve Albini am Dienstagabend zusammen mit seinen Shellac im Dachstock veranstaltet.

Schwab empfiehlt:
Kugelkino
am Freitag im schönen Kinematographentheater der Reitschule. Denn auch dieses Jahr wieder wirds ein Kugelfest geben (26. – 29. Juli), das soziokulturelle Fragen stellt, Bock macht und auf die Kakke haut. Bis dahin eben auch mal Kino. Gezeigt wird «Frohes Schaffen» – zur Senkung der Arbeitsmoral für den l’homme qui travaille.

Kulturbeutel 21/18

Gisela Feuz am Dienstag den 22. Mai 2018

Frau Feuz empfiehlt:
Am Mittwoch ist im Punto «Niger’s most famous Tuareg Rock Star» zu Gast. Eine Secret Show solls sein, drum hier namenlos angekündigt. Oder wies die Veranstalter in schönster Wilhelm-Busch-Manier formulieren: «It’s a secret, Kinder, mit Verlaub / flickt das Ding doch, seid gescheit / doch jetzt wisst ihrs sicher, are we right?» Am Donnerstag sorgt Berns «Alleinunterhalterinnen-Duo des Grauses» alias Cruise Ship Misery beim Theaterfestival Auawirleben für musikalische Unterhaltung und am Freitag gehts im Dachstock mit Impure Wilhelmina und Coilguns richtig zappenduster in die Metal-Noise-Vollen.

Die Krstic empfiehlt:
Am Freitag legt der ehemalige KSB-Chef Benedikt Sartorius im schönsten Kinofoyer Berns (ok, ich weiss immer noch nicht, ob ich dasjenige im Kino ABC oder eben das im Rex mehr feiere) populäre Musik auf. Am Samstag gerne dann abtanzen an der AUA Abschlussfete zu den Tunes der Frau mit dem Controller am Bauch und M für Musik-Gewinnerin: Jessiqoui. Danach pilgern Sie am besten in den Frauenraum, weil dort ist Statement009-Party, bespielt von acht Frauen aus der Schweiz, die sich zu einem Kollektiv zusammengeschlossen haben und nun ihre erste Labelnacht in Bern schmeissen.

Der Urs empfiehlt:
«Das Leben vor dem Tod», macht Sinn und spielt im REX. Von Herrn Regisseur Gregor Frei, ein wahrer Gentilhomme und Anwalt des kleinen Menschen, färbt immer auf seine Filme ab und das ist so schön so –
Dienstag 1400 & 1830, Mittwoch ebendiese.

Schwab empfiehlt:
Unser spontanes Ross bläst am Donnerstag zu Feldermelder und E&A Rüegger. Sequenzergeflüster und in die eigene Fleischlichkeit fahrendes aus dem Unterbewusstsein dreier Fribürger. Grand style! Und am Mittwoch eben, Frau Feuz hat Recht.

Fischer empfiehlt:
Schon wieder eine Eröffnung in der neuen Progr-Galerie Reflector – es geht da Schlag auf Schlag. Nun kommen Chatbots und weitere Informationssysteme zu Wort, das Berliner Künstlerkollektiv Lou Cantor präsentiert Werke On information.

Kulturbeutel 20/18

Roland Fischer am Montag den 14. Mai 2018

Fischer empfiehlt:
Grosse Sause am Freitag – die Kunsthalle feiert ihren Legendenstatus (und ach ja, Geburtstag) und schenkt sich selber eine luftige Sommerbar. Es gibt Musik von Princess P, Où êtes-vous Toutes?, Kejeblos, Mah’mood, WTF, es gibt Shots von Kunst-Freunden und es gibt noch alles mögliche mehr. Wettergott hilf!

Schwab empfiehlt:
Zweimal Yo La Tengo ohne Vorgruppe. Klingt vernünftig. Ab ins Fri-Son am Mittwoch, ihr Slackers!

Der Urs empfiehlt:
Die sèche entflammt, den Bordeaux entkorkt, dazu Trenchcoat, Rollkragen, Wildledertreter.
Wahlweise 501, Ramones Shirt, le rouge à lèvre!
Und ab damit ins bee-flat am Sonntag – zu Duck Duck Grey Duck.

Die Krstic empfiehlt:
Genau, Herr Fischer, Kunsthalle am Freitag. Sie können dort an der Bar (in irgendwelchen Haushalten gottverlassenen und nun in die Kunsthalle verfrachteten) Fusel trinken, während ich mir irgendwo eine Gurkenschorle besorge. Vorher aber ist am Mittwoch Eröffnung des Theaterfestivals Auawirleben, dank dem das Frischste aus der Freien Theaterszene in unsere Stadt geholt wird. Für die Eröffnungsfeier gilt sympathischerweise: «No VIPs» but «EOEL (everyone on eye level)».

Frau Feuz empfiehlt
vor dem Rössli ein Zelt aufzustellen. Am Mittwoch gibts dort mit Pirol und Helga Blohm Dynastie Poskrautrock  zu hören, am Donnerstag sind einerseits die unverwüstlichen Garagerocker Lombego Surfers zu Besuch, andererseits werden Combineharvester psychedelische Drone-Welten auftun. Am Sonntag robben Sie dann einfach über die Strasse ins ISC, dort gibst Punk-Pfingsten mit The Restarts, The Strapones und Krass Kepala, letztere all the way from Indonesia wegen Visa-Problemen ohne Krass Kepala.

#BernNotBrooklyn

Mirko Schwab am Sonntag den 13. Mai 2018

Bern ist zwar nicht Brooklyn …

23. Mai

Besser Du weisst:
Omara Moctar
Mit eigentlichem Namen, doch
B. geheissen
Ist unterwegs
Nach dem Burgernziel.
Oh.

Kulturbeutel 19/18

Milena Krstic am Montag den 7. Mai 2018

Die Krstic empfiehlt:
Blinkende Bäume, strauchelnde Beats und nebenan zieht die Aare vorbei: Die Dampfzentrale bietet am Donnerstag Die lange Nacht der elektronischen Musik, an der sich ds Düremache lohnen wird. Am Samstag tauft Steff la Cheffe ihre «Härz Schritt Macherin» im Dachstock. Da ich Spotify-Premium-Abonnentin bin, hab ich schon hereingehört. Mein Lieblingstrack so far ist der Opener: «Demontiere dFassade» singt sie in «Himbeergschtrüpp». Da will ich dabei sein.

Der Urs empfiehlt:
Auf Rasen liegen, im Halbschatten von Bäumchen, dazu Oliven essen und Geschichten wälzen. Auf Holzstegen sich sonnen, im Halbschlaf und entfernten Melodien lauschen. Am Samstag öffnen sich die Türen zu unserem Sonnentempel – dem Lorrainebedli.

Fischer empfiehlt:
Ab Freitag pilgert man wieder nach Solothurn, wenn man Bücher mit allem Drum und Dran mag. Und vorher am Donnerstag noch rasch eine gute Portion Elektronisches, in der Dampfere; und zuerst reichts noch in die Cabane B, wo Florian Bürki in einer 4-Kanal-Installation analoge und digitale Elektronik vermischt. 

Frau Feuz empfiehlt:
eine ordentliche Ladung Konzerte und Bingo:  Am Dienstag sind die Doommetaller Spotlights im Rössli zu Gast am Donnerstag gibts im ISC bei Born from Pain eine ordentliche Ladung Hardocre auf die Ohren, am Freitag tauft Reverend Beat-Man & the New Wave das neue Album in der Heiteren Fahne und am Sonntag sind dann wiederum im ISC die Postrocker von Caspian zu Gast. Bingo? Am Freitag im Kairo.

Schwab empfiehlt:
Ach, bongoboi Urs, unverbesserlicher Schöngeist – c‘est pour toi. Obacht! Eigenwerbung für meine Herzensbuben. Disclaimer: Fuck you. Der krautsy Impro-Wahnsinn Caesarean Moons begeht Plattentaufe. Davor homeboi Howald im Föhn seiner drei Verstärker. Musikalisches Verspultsein also für die wachen Geister der Sandsteinstadt. Ein Freitagabend im Puntokeller.

Kulturbeutel 18/18

Gisela Feuz am Montag den 30. April 2018

Frau Feuz empfiehlt:
heute Abend den letzten Comedy-Club im Bonsoir mit dabei: Lisa Catena, Gabriel Vetter, Jane Mumford, Pony M., Zukkihund und Herr Richiger. Am Mittwoch gibts mit Christian Kjellvander und Twin Bandit eine Doppelpack Anti-Folk im Murifeld Kultur Atelier und am Samstag feiert der wunderbare Nerd-Verlag Edition Taberna Kritika 10-jähriges Bestehen, mit dabei: Christian de Simoni, Dominik Riedo, Elisabeth Wandeler-Deck, Franz Dodel uva.

Die Krstic empfiehlt:
Pamela Méndez’
Plattentaufe natürlich. Am Mittwoch im Progr. Im Vorprogramm spielt die auch tolle Melissa Kassab. 

Schwab empfiehlt:
Frau Méndez eben, die sich den karrieristischen Logiken des Musikbusiness versperrt hat, ihre Existenz als Musikerin und Mensch immer auch politisch denkt und die Dinge selber macht aus Prinzip. Wäre die Musik auf der neuen Platte nun nicht so anmutig … was wär ein solcher Handstand wert? Aber Frau Méndez eben, sie klingt – und am Bestechendsten klingt sie inmitten ihrer feinen Band. War mein Plan, Krstic! Jetzt musste ich halt schnell ausholen.

Alternativ oder ergänzend geben Sie sich bitte Hanspeter Nsames Heldentor in Dauerschleife und trinken Prosecco und machen viel Liebe.

Der Urs empfiehlt:
Möglichkeiten um selbstbestimmt alternative Wohnformen zu leben, sind auch in unserer Rot-Grünen Stadt Mangelware. Zu wenige Liegenschaften in genossenschaftlicher Hand, kaum Wagenplätze, Gentrifizierung der Quartiere und wer also nur wenig Geld hat, ist per se gelackmeiert.
Das Kino der Reitschule nimmt sich dem Thema an und präsentiert den Filmzyklus «LEBST DU NOCH ODER WOHNST DU SCHON».
Starten tut das am Freitag mit dem Streifen Die Strategie der Schnecke vom kolumbianischen Regisseur Sergio Cabrera. Und wer dazu nach passender Lektüre sucht, gönne sich das Standardwerk Das  Recht auf Sadt von Henri Lefebvre. Ein Klassiker der zur Moderne.

Fischer empfiehlt:
Im Käfigturm (ausgerechnet!) wird in einer Ausstellung und einer Veranstaltungsreihe darüber nachgedacht, was Öffentlichkeit im digitalen Raum bedeutet. Mittwoch ist Vernissage, Donnerstag gibt’s eine Diskussion zur Frage, ob im Internet alles allen gehört. Wozu wir hier ja auch was zu sagen haben, also stellen wir auch gleich das halbe Podium.