Archiv für die Kategorie ‘Daten & Termine’

Kulturbeutel 33/17

Gisela Feuz am Montag den 14. August 2017

Frau Feuz empfiehlt:
Ab Mittwoch gastiert der Zirkus Chnopf auf der Warmbächlibrache, Freitag und Samstag wird der Kocherpark von Helden aus der heimischen DJ-Zunft in eine Stadtoase verwandelt und am Samstag ist nicht nur Säbeli Bum im Lorrainebad, sondern Heissassa und Rambazamba im ganzen Quartier: Lorraine-Chilbi.

Mirko Schwab empfiehlt:
sich an der Neustadt laben; montags heissts Rap, dienstags gibts Gitarren, am Mittwoch ist das Wort und der Donnerstag hält Avantgarde und Hochschulpop bereit.

Der Urs empfiehlt:
Eine Zeitreise, aber ohne DeLorean DMC-12 – sündhaft teuer die Mühle mittlerweile! Nein, nein, viel einfacher: MAD CADDIES posaunen am Mittwoch schliesslich im ISC. Und die Jungs aus Kalifornien blasen uns mit ihrem Ska-Punk Sound gedacht direkt zurück an den Rand der Halfpipe – als man noch stabile Knochen hatte, intakte Bänder und dabei ein Schachbrettmuster auf dem Dakine trug.
Bosstones, Reel Big Fish und eben, die Caddies – two thousand something teenage O.S.T quasi, wer fühlt mit?
Ach, und wenn wir die Nostalgie aus dem Fell geschüttelt haben, am Samstag sicher mit Frau Feuz an die Lorrainechilbi. Eins schnappen dort, auch schon am Nami und mit Kinderwagen möglich.

Fischer empfiehlt:
Zum Abschluss noch einmal auf die Allmend, zu Magic Almond. Unsere an Hamburg verlorene Miko Hucko kommt zu Besuch, zum Kochen, Cocktailmixen und zum urbanen Spielen.

Täitänik im Kino Aschtoria

Gisela Feuz am Mittwoch den 9. August 2017

Unser Lieblingswalliser, der Schriftsteller Rolf Hermann, war mit dem Famililenclan im Kino, «Täitänik» stand auf dem Programm. KSB verleiht Hermanns Groossmama Ida-Klara hiermit hochoffiziell den Kritikerpreis für die beste Filmrezension ever. Aber schauen Sie doch selber.

Und falls Sies weniger mit der Populärkultur haben und wissenschaftliche Arbeiten bevorzugen, dann sei Ihnen «Di Evoluschen of de Lötschentaler Daiölökt – Kwuo waadis?» von Tscheims Eibrähäm Ezechiel Morill ans Herz gelegt.

Rolf Hermann liest am 31. August im Café Kairo aus seinem letzen Wurf «Das Leben ist ein Steilhang», ein schmuckes Büchlein, welches kuriose Episoden auf Walliserdeutsch beinhaltet. Keine Sorge. Mit Hochdeutscher Übersetzung. Also das Büchlein. Im Kairo müssen Sie dann schon selber gucken.

Kulturbeutel 32/17

Milena Krstic am Montag den 7. August 2017

Die Krstic empfiehlt:
Queendom of Trap im Bonsi. Am Friti. Faye vo 3hunna6 leit uf. Du weisch.

Frau Feuz empfiehlt:
einen dicken weissen Fisch, beziehungsweise das Stationentheater «Moby Dick», welches von VORORT ab Dienstag unter, auf und neben der Wohleibrücke am schönen Wohlensee gezeigt wird.

Der Urs empfiehlt:
Das Souli wird 25 und das ist doch ein bitzeli wie wenn Mami Geburi hat – darf man nicht verpassen, sonst gibts Schelte!
«Sous Le Pont la plage» mes amis, also geht hin, am Donnerstag.

Fischer empfiehlt:
Kunst-Sommerpause vorbei – und zack Vernissage. Heute abend im noch ziemlich neuen Kunstraum Dreiviertel, beim Monbijoupark. Die Multimediakünstlerin und digitale Dichterin (aha?) Anna Tolkacheva zeigt ihre Auseinandersetzung mit Bern, Frucht ihrer Residency im Progr.

Kulturbeutel 31/17

Gisela Feuz am Montag den 31. Juli 2017

Frau Feuz empfiehlt:
Heute Abend gibts im ISC mit Siberian Meat Grinder aus Russland eine ordentliche Hardcore-Föhnung. Am Wochenende führt kein Weg am Ostfest auf dem Vorplatz des Punto vorbei, denn dort ist die Crème de la Crème der einheimischen Indie-Szene zugegen, so wie zum Beispiel Lord Kesseli & the Drums, Fai Baba, oder One Sentence. Supervisor feat. Bahur Ghazi, um nur ein paar wenige zu nennen.

Die Krstic empfiehlt:
Ostfest, ja! Ich spiele noch einen extra Tusch für Voodoohop, die am Samstag dort aufkreuzen werden. Musica electronica bem dançante, viu. Und dann können Sie immer noch wählen, ob Sie sich «Thelma and Louise» – den Roadtrip-Film schlechthin – am Donnerstag oder am Sonntag im Kino Cinématte ansehen wollen. Um die Lust darauf zu steigern, reicht eine Runde auf Google.

Mirko Schwab empfiehlt:
Original Soundtrack Festival, auf jeden! Am Dienstag vorher ist noch irgend so ein recht arbiträrer Feiertag. Wer sich da nicht mit Cervalat in Schwarzpulver auf dänischer Importlegende abspeisen lässt, sei entweder nach Richtown eingeladen – Äms Fäscht heisst die gemütliche Versammlung in der Zürcher Bäckeranlage und «Gegenöffentlichkeit zum 1. August». Mittendrin übrigens die trueberner Exportlegenden S.O.S.

Der Urs empfiehlt:
«Friede dem Hüttendorf, Krieg den Palästen» oder so, heute Montag ist schliesslich Zaff-Fest! Vorbeigehen und mit guten Menschen einen heben – den Dienstag darf man dann schliesslich getrost verpennen.

Fischer empfiehlt:
Gratis ins Museum! Und zwar nächsten Samstag – und alle weiteren Samstage im August. Neunzehn Museen in Bern und Umgebung machen mit, auch alle grossen.

Kulturbeutel 30/17

Milena Krstic am Montag den 24. Juli 2017

Die Krstic empfiehlt:
Ohne ihn würden Sie diese Zeilen hier nicht lesen, weil er hat ihn erfunden, den KSB Blog: Benedikt Sartorius, Musikjournalist und am Freitag als DJ im Amt, wenn er im Kino Rex Pool-Sounds auflegt. Dort hinzugehen empfehle ich wärmstens, auch wegen dem Hotel-aus-den-60ern-Ambiente, in dem der DJ Sie überraschen wird.

Frau Feuz empfiehlt:
am Mittwoch beschallt der Alpine-Dubber vom Amt Dubokaj das Abschlussfest der Sommertournee von Radio Bollwerk im Zaffaraya und am Freitag spielen auf der Schützenmatt bei No Borders No Nations die Lokalhelden Baze und Jeans for Jesus auf.

Der Urs empfiehlt:
Mal eine Woche Abstand zu Übergangsprojekten!  Was die Knospe im Gemüseregal, scheint mir bisweilen die Zwischennutzung im Quartier – Saufen nur noch an temporären Orten und der Zeitgeist steckt auf Brachen fest – Ist auf Dauer denn nichts mehr wert?
Geht doch mal wieder zu den Beständigen – ins Brass Gärtli auf einen Eistee beispielsweise oder ins Souli für eine Focaccia mit Salat, denn gerade im Sommer darben die Vernachlässigten!

Fischer empfiehlt:
Always on the bright side of life zu luegen. Und zwar am besten wieder einmal auf Grossleinwand – Gelegenheit dazu gibt es am Mittwoch im Lichtspiel.

Schwab empfiehlt:
Früh aufstehen. Bisschen Luft lassen. Ein dickes Buch lesen. Lineares Radio. Facebook zu. Und dann evtl. (im englischen Sinne), wenn das Gspüri wieder eingerenkt ist, über die Schützenmatte tanzen mit Batuk. Die hat Frau Feuz noch vergessen.

Kulturbeutel 29/17

Milena Krstic am Montag den 17. Juli 2017

Die Krstic empfiehlt:
Waren Sie schon bei der magischen Mandel aka magnetischen Allmend? Falls nicht, könnte sich diese Woche für einen Besuch anbieten. Dort gibt es ab Mittwoch nämlich einen Videospaziergang zu erleben, geleitet vom Multimedia affinen Philip Ortelli, der uns die Skulptur von Serge Brignoni näherbringen will. Sie wissen nicht, von welcher Skulptur die Rede ist? I dänk o nid und gerade drum geh ich hin.

Der Urs empfiehlt:
Raus an die frische Waldluft mit Sack, Pack und Radio. Letzteres braucht ihr Tagediebe nämlich, wenn ihr euch ab Mittwoch nach Schniggene bei Brenzikofen begebt, ans «Boui-Boui» nämlich, dem legendären Musik- und Kleinkunstfestival. Dort braucht man nebst  tragbarem Rundfunkempfänger nichts mehr, als einen freien Geist, um unaufgeregt Momente des Staunens, Lachens und guten Lebens zu geniessen. Klingt fair, nicht? Aber bitte mit ÖV anreisen!
Und heute Montagabend geht doch in die Cinématte und gönnt euch SON OF A FOOL – ein Streifen über eine Zirkus-Theater-Compagnie im Ausnahmezustand und die Odyssee eines Sohnes auf der Suche nach seinem Vater. Hab letzte Woche mit dem Regietypen gequatscht und der wirkte schön rastlos. Gute Voraussetzung für tollen Film – dacht ich mir – drum der Tipp, geht schauen und sagt Bescheid.

Fischer empfiehlt:
Die Radio Bollwerk Sommertour ist am Mittwoch zu Besuch im Lorrainebad. Lokalmatador Mastra verspricht einen Mix von Improvisationsdrang und Perfektionsstreben, leider nur bis kurz vor acht. Ach ja, die Nachbarn.

Mirko Schwab empfiehlt:
Ebenfalls «Boui-Boui». Doppelt gehypet hält halt besser. Und weil der Urs die Rahmenbedingungen schon so farbig ausgemalt hat, hier ein paar musikalische Empfehlungen darüberhinein: Am Mittwoch lofi und legit eingrooven mit Bloglady Milena Patagônia, den Zivilisationsfrust kathartisch wegfegen mit Liedreiterpunk Roger F. und schliesslich einmal schnausen in der Synth-Pop-Confiserie von Sophie Adams Namaka. Der Donnerstag hält nebst den enfants terribles des Quartierraps FHG auch die Blues-Checker The Konincks bereit, die alltbewährtes bis angegoren-abgehangenes so spielen, dass es einen frisch dünkt. Am Freitag dann bei den betörenden Naked In English Class vorbei, weil düster-lüsternste Farbgebung des Festivals und auch die Nkonsonkonson Star Band würd ich nicht missen – Highlife und Afrobeat ergreifen den kleinen weissen boi-boi auch fast genau 20 Jahre nach Fela Kutis Tod noch immer mit den dringlichsten Tanzrhythmen. Und zum samstäglichen Abschluss gilts die mit Stimmgewalt und Humor auftrumpfende Sarah Reid anzuhören, Indie-informierte Seelenmusik ist ihr Terrain und Nobody Reads heisst das entsprechende Dreigespann.

Kulturbeutel 28/17

Milena Krstic am Montag den 10. Juli 2017

Die Krstic empfiehlt:
Unser Urs hat bereits ein paar lobende Zeilen zu berichten gewusst über Frank Spirit und die Krstic hat schon getanzt zu Franks knackigen Disco-Soul Tunes. Deshalb sei hier empfohlen, am Donnerstag eben solches zu tun, im Ross nämlich steigt die Sause. Das Berner Duo kommt aber nicht alleine, sondern bringt mit Romain Fx einen Gast mit, den sie auf ihrer Japantour kennengelernt haben. Vamos dancar, gente.

Frau Feuz empfiehlt:
Am Montagabend lädt die Musikförderung Bern zum gemütlichen Biertrinken, Schwatzen und Networken bei Parkonia im Kocherpark. Fürs musikalische Wohl sorgen «For a Few Dollars More», also Mitglieder von Artlu Bubble & The Dead Animal Gang. Wer sich nicht mit der Masse auf den Gurten bewegen mag, dem sei das lauschige Festival im Hof des Kairo ans Herz gelegt. Mit von der Partie sind unter anderem die The Weyers aus Tsüri, Stereo Total de Berlän und Massicot de Schnef. Und wem es zu heiss ist in der Stadt, der findet Abkühlung beim Tschingelhell in Guttannen. Dort sind Sissy Fox, Blind Butcher, Captain Control, Quieta und diverse andere zu Gast.

Fischer empfiehlt:
Wieder mal ein ziemlicher Gugus unten am Fuss des Gurtenfestival-Trubels. Zum fünfjährigen Jubiläum gibt’s in der Heiteren Fahnen einmal mehr etwas andere Livemusik auf der Grandpalais Terrace und Tanz bis spät im Prunksaal.

Der Urs empfiehlt:
Puh, habt schon hart abgegrast hier Freunde… Ich mag sicher auch die dandyeske Alternative zum Massenbesäufnis der Sonnencrème geölten und übel ausdünstenden Körpern auf dem Hausberg anpreisen –  darum unbedingt mit Frau F in den Kairokeller! Hier wird die feine Klinge geführt und trinken kann man trotzdem.
Sonst weiss ich echt nicht recht meine Lieben – vielleicht mal wieder  im OLDIESSHOP nach schwarzem Gold bohren gehen, das empfiehlt sich an heissen Sommertagen, da hat man am meisten Platz und die beste Beratung. Ask for library records

Mirko Schwab empfiehlt:
Apéro. In jeder Lebenslage, Apéro. Auch diesen Donnerstag wieder. Auf dem kuschligen Vorplatz beim Punto, mit DJ-Akrobatik de Studer TM und als Aufwärmübung fürs diesjährig erstmalig letztmalige Ostfest, das am 4. und 5. August wie eine Sternschnuppe im Berner Nachthimmel verglühen wird. Wish you were there.

Kulturbeutel 27/17

Urs Rihs am Montag den 3. Juli 2017

Der Urs empfiehlt:
Die halbe Stadt zu Protest bei den HanseatInnen und dazu Sommerpause in den meisten Schenken und Kaschemmen – das ja mal ne Aussicht für nächste Woche Freunde… In solchen Spannen empfehlen sich die notorischen Wiederholungstäter – die Kulturvollabhängigen, welche auch in der Konzertnebensaison den Stoff voll durchziehen. So beispielsweise im heilgen Bad in Düdingen. Dort kreuzt am Mittwoch ein gewisser Kevin Morby samt Band und pressfrischem Album im Gepäck zum Konzert auf. Oder ganz Daheim und sowieso mittwochs, die Radio Bollwerk Sommertour – bis Ende Juli übrigens an wechselnden Orten – mit dem «Studio Mondial» in der Zoo Bar.

Mirko Schwab empfiehlt:
Hoch lebt auf das Schlagzeugerherz: Unter dem Namen «Buergi’s Quest» macht sich Groovegrossmeister Fabian Buergi gemeinsam mit brother in crime onna bass Toni Schiavano konzertante Herausforderungen. Diesen Donnerstag dabei: Domi Chansorn, Multieverything und aber auch Katz an den Kübeln. Die Matte Brennerei könnte brennen in der Tat.

Frau Feuz empfiehlt:
Während die Buben in der Matte zeuseln und im Düdinger Wald Nielen rauchen, geht die Chefin moshen und zwar morgen im ISC mit den Hardcore-Punk-Legenden  Agnostic Front. Am Donnerstag gehts dann mit den Future-R’n’B-Poppern True im Liebefeldpark etwas subtiler und dezenter zu und her.

Die Krstic empfiehlt:
Ich hatte letzte Woche im Zeppelin so einen Schönen, dass ich Sie da hinschicken möchte: Am Freitag spielt dort, wo die Scheiben zerschlagen und das Barpersonal uber charmant ist, Tashi Noir vom Tech Noir Club auf. Dann noch ein #freundepromoten: Am Freitag eröffnet in der Stadtgalerie die Sommerlochfenster-Ausstellung «Argument Place». Es geht um – Zitat Pressetext – «Bilder ohne Träger, Aktionen ohne Ausführung, Zustände der Unvollständigkeit» und unsere ehemalige Mitbloggerin Sarah Elena Müller zeigt gemeinsam mit Roger F. einen Kurzfilm. Frau Müller hat dazu einen so schönen Einladungstext geschrieben, dass der hier hereingepastet gehört:«’The Drollinger Solution’ im Limbus des Videoloops, ganz frisch überarbeitet, ganz hot hot Version DEF x.0.2. Der Film handelt von der Möglichkeit, das komplette Leben in einem technologischen Dämmerzustand zu verbringen, das Programm F.O.X. Daten und Erkenntnisse sammeln zu lassen, während das aufgelöste Selbst ein von Sorgen befreites, verantwortungsloses Dasein geniesst.»

Fischer empfiehlt:
Fehlen eigentlich nur noch die kulturellen Säulenheiligen draussen in Holligen. Transform feat. Tom Kummer hat da was mit dem Europaplatz angestellt. Das wird gefeiert, am Samstag, mit einer schönen Schwetti Live-Gästen, darunter Reverend Beat-Man und Big Zis. 

Kulturbeutel 26/17

Gisela Feuz am Montag den 26. Juni 2017

Frau Feuz empfiehlt:
am Donnerstag taufen im Rössli die Punk-Hardcorer The Strapones ihre neue 7″, am Freitag zeigt die Kultmoviegang im Ciné Clubs Lady Terminator (ausschliesslich für Filmmasochist*innen) und am Samstag kann man sich auf der kleinen Schanze bei der 24. Ausgabe von Anyone Can Play Guitar so richig schön die Birne verbruzeln. Mit von der Partie sind Get the Gorgeous, Willibald, Circles, Frankie Safari und Black Cat Bone.

Die Krstic empfiehlt mal was anderes:
Nämlich statt nur an der Heiliggeistkirche vorbeizustressen, dort einzutreten und sich die Ausstellung Ikonen² anzusehen. Wie erkläre ich Ihnen, was Ikonen sind, falls Sie das nicht schon wissen? Küre erklärt aus dem Bett heraus: «Flache, zweidimensional dargestellte Heilige. Es gibt sie auch im Auto, am Rückspiegel baumelnd etwa». In der Heiliggeistkirche wird sich diesem Thema traditionell und avantgardistisch angenähert, unter anderem mittels einem wiederbelebten Hundeskelett und einem Gedenkort für die Ausgeschlossenen. Vernissage ist am Freitag, 18 Uhr.

Der Urs empfiehlt:
Schnauze tief ihr LokalpatriotInnen – ein Lobieslied auf den freien Jura an dieser Stelle! Schickt euch mal ins Café du Soleil,  im guten alten Seigneleger – ja in Bern on dit comme ça – dort steppt zwar nicht der Bär, dafür aber ein horizontgerichteter Gemeinsinn . Am Samstag war Urs dort eingeladen zu Mister Milano, gutem Essen und wenig Bier. Da bleibt nur zu resümieren – gönnt euch selbst mal diesen diesen wunderbaren Flecken nahe Ferne! Fichtengesäumt zu erreichen via Hauptstrasse oder Regionalbahn, euch wird die trockene Bundesstadtspucke wegbleiben. Familiäre Atmosphäre, gute Musik und ein Hauch Fernwehflavour in doch ach so naher Region. Nächsten Samstag mit der Bluesnight des diesjährigen FÊTE DU SOLEIL Festivals – da bleibt nichts als Liebe übrig.

Fischer empfiehlt:
Memories, music and mojitos
in der Galerie DuflonRacz am Samstag (Kinderfoto mitnehmen!). Und falls es nach der Erinnerungsaktion mit der Künstlerin Nina Haab ein paar Mojitos zu viel wurden: am Sonntag dann Who cares, it’s Wurst, mit Live-Musik und den besten Würsten weit und breit (Eigendeklaration), in einem schönen Länggass-Garten.

Kulturbeutel 25/17

Milena Krstic am Montag den 19. Juni 2017

Die Krstic empfiehlt:
Ehrlich gesagt chumeni nid so drus beim diesjährigen Pressetext zum Festival Belluard Bollwerk. Von der Game-Theater-Truppe machina eX ist die Rede und dass die seit dem Monat Mai schon dran sind und vor Ort ein Spektakel zusammenbrauen. Erwähnt sind Busfahrten an geheime Plätze und irgendwann am Textende steht geschrieben, dass sich die diesjährige, 34. Ausgabe, mit Alltäglichem befasst. Nun gut. Lassen wir uns überraschen – von diesem Festival nämlich gerne. Am Donnerstag fängts an und dauert bis am 1. Juli.

Der Urs empfiehlt:
So einen sündhaft überteuerten Deluxe-Badi-Burger im Lorrainebedli, wahlweise einem mittellosen Kind geschenkt oder den PreispolitiknörglerInnen an den Kopf gezimmert.
Wissen letztere eigentlich wieviel Arbeit hinter so einem Gastrokonzept steckt, wie mickerig die Margen auf Essen sind, woher diese Menschen stammen die da anreissen? Ich breche hier mal eine Lanze fürs Kulturpräkariat – die gehören nicht der hardcore Fukuyama-Fraktion an, sondern grossteils dem Heimblock – Spalterei ziemt sich demnach nicht!
Ach, und wenn wir schon fast beim Baden sind, das Kino Rex Bern bläst von Montag bis Donnerstag unter dem Titel «Splash» zum Open-Air im Innenhof des GenerationenHauses. Gezeigt werden Sommerfilme wie «La piscine», «The Swimmer», «The Party» und «A Bigger Splash».

Fischer empfiehlt:
Die Apokalypse überleben, es wird wieder heiss. Also entweder in die Badi oder zum Seminar mit dem Künstler Nino Baumgartner: Am Freitag gibt’s in der Stadtgalerie eine kurze Einführung in Überlebenstechniken und anschliessend eine praktische Tour mit Abendessen.

Mirko Schwab empfiehlt:
Süss, les Badiboys. Während Dandy und Urs nebeneinander auf dem Frottiertuch liegen, glückliche Biofritten in Hummus tunken und sich Proust vorlesen, steigt im Emmentaler Nest Signau das Kugelfest. Politik und Porno, Mucke und Mücken, DIY und XXY, Werwölflen und Werweissen – kurz, den wichtigen Fragen mit Humor auf die Spur kommen, einen Geilen haben und das bis tief in die Nacht. 22. – 25. Juni.

Frau Feuz empfiehlt:
Sie heissen Cecilia de Buurenworst, Ibrahim al Merguezi und Maithai Landjäger-Satay und sind die Protagonisten des Muscials «Sit so guet, s.v.p.», das ab Donnerstag in der Dampfzentrale über die Bühne geht. Musical? Keine Sorge, den Schabernack haben sich die Herren Matto Kämpf, Rapahel Urweider, Dennis Schwabenland und Simon Hari ausgedacht, das heisst, es wird zwar gesungen, aber eben mit richtig schön bitterbös-derbem Inhalt.