Archiv für die Kategorie ‘#BernNotBrooklyn’

#BernNotBrooklyn

Urs Rihs am Sonntag den 15. Oktober 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist was los, zum Beispiel in allen wilden Gärten und sonst  artenreichen Flecken der Hood. Und der Herbst taucht die Siedlung sowieso in Gold, also raus aus euren leinenbezogenen Federn und an die Frische!

Die letzten Halme Lavendel blühen auf Balkonia.

Und für alle von der letzten Nacht Ermatteten oder sonst noch morgentlich Uninspirierten; der Klassiker wäre natürlich der BoGa unter der Lorrainenbrücke, wobei alles andere als wild. Die Warmbächlibrache hingegen – bietet Pioniere verschiedenster Couleur. Oder aber, für alle mit guter zweiter Luft, rauf in die Wälder Richtung Ulmizer, heut ist die perfekte Laubfärbung dazu!

#BernNotBrooklyn

Gisela Feuz am Sonntag den 8. Oktober 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los, zum Beispiel wenn am Samstagabend ein Wiener, ein St. Galler, ein Berner und ein gebürtiger Amerikaner, der im deutschen Münster lebt, zusammen in die Saiten greifen bzw. auf die Trommel hauen. So geschehen bei Joe McMahon and the Dockineers im sympathisch gastfreundlichen Planetspade in der doch eigentlich so ungastlichen Wankdorffeld-Industrie-Öde. Im Vorprogramm? Ein Schotte namens Billy Liar mit blauen Haaren. Cosmopolitan as fuck, dieses Bern.

 

#BernNotBrooklyn

Roland Fischer am Sonntag den 1. Oktober 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist was los, zum Beispiel zum Abschluss von Transform unter der Autobahnbrücke am Europaplatz, wo gestern abend Just another woman in space zu Besuch war. Also zwei Frauen, wenn man es genau nimmt. Aber das mit dem Space traf es schon sehr richtig.

#BernNotBrooklyn

Roland Fischer am Sonntag den 17. September 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist was los, zum Beispiel bei der Saisoneröffnung in der Dampfzentrale, mit einer wunderbar verglitchten Performance von Annalena Fröhlich. 30 Jahre Zuversicht! Und es kommen hoffentlich noch ein paar Jahre mehr.

Zum Jubiläum gibt es heute nachmittag auch noch eine Sonder-Edition des Club Soleil, noch bis um acht.

#BernNotBrooklyn

Roland Fischer am Sonntag den 10. September 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist was los, zum Beispiel bei der irrlichternden Renaissance des Musikfestivals Bern, das derzeit mit einer mobilen Bar durch die Stadt zieht.

Mal vor dem Münster, mal vor der grossen Halle, mal vor der Dampfzentrale: ein seltsames Gefährt macht derzeit die Runde, rauchend und blitzend. Und serviert auch sonst noch einiges den Verstand Vernebelndes. «will­-o’­-the­-wisp» ist noch heute unterwegs, eben noch zum Frühschoppen vor dem Kino Rex, demnächst vor dem Kapitel. Und dann ist dieses irgendwie unfassbarste aller Berner Musikfestivals auch schon wieder vorbei.

Erlebten Sie eine wilde Nacht in Bern und haben per Zufall ein passendes Föteli dazu? Dann posten Sie es auf einer digitalen Plattform unter dem Hashtag #BernNotBrooklyn. KSB wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es pünktlich zum Katerfrühstück.

#BernNotBrooklyn

Urs Rihs am Sonntag den 27. August 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist zumal was los, zum Beispiel wenn im Kulturkomplex der Schlosserei an der Murtenstrasse zum Fest geladen wird.

Eigentlich stand abendliches Rumstreunen im Bremer auf dem Programm, paar Bäume fällen, hie und da eine Scheiterbeige umkicken – was man halt so macht, wenn mit den Zugezogenen aus dem Osten auf Piste. Langeweile bekämpfen haben die da schliesslich gelernt.
Doch aus Angst vor der Balkanisierung Berns und weiteren schrecklichen Schlagzeilen liess man den Bremer aussen vor wie er ist und schwenkte auf die bespielte Schlosserei an der Murtenstrasse um. Karl Müller hatte zum Tanz geladen.

Dort herrschte Gewächshausstimmung: Heiss, farbig und irgendwie steril. Klang und roch – auch weil rauchfrei – auf Anhieb nicht gerade nach Bleiben. Aber dieser BEA Flavour erzeugte zusammen mit den artifiziell brennenden Tonnen im Raum und dem Bühnengebotenem eine bizarre Sogwirkung. Knallte das Schiessen von Lotusblüten, müsste der Rausch wohl in etwa diesem Vibe entsprechen – als perlte alles ab, dafür hart intensiv. Oder wars das Lean Bier?

Spätestens mit dem Kopf im Cloud Rap der stadteigenen Neo-Slacker YANGBOY$  – Napoleon Dynamite meets G-Side wurde jedenfalls klar, dass es weder St. Galler noch einen Wald braucht, um der Langeweile Herr zu werden. Die wird nämlich in der trüben Wolke der BOY$ schlicht zum Strickgarn frischer romantischer Stränge aufgesplissen. Bitter nötig hingegen.

Erlebten Sie eine wilde Nacht in Bern und haben per Zufall ein passendes Föteli dazu? Dann posten Sie es auf einer digitalen Plattform unter dem Hashtag #BernNotBrooklyn. KSB wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es pünktlich zum Katerfrühstück.

got some wrung lean from Karl Müller…

#BernNotBrooklyn

Urs Rihs am Sonntag den 20. August 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los, zum Beispiel wenn Captn Snack am NEUstadt-lab auf Deck gesichtet wird!

SüsswassermatrosInnen aufgepasst! Der wirkliche Tätschmeister auf der Schütz ist momentan eigentlich Captn Snack, auch wenn er alle Verantwortung von sich weist. Bei guter Laune frittiert er in seiner Kombüse pfeifend Gemüse und Fisch und bietet seine starke Schulter zum Heulen an. Aber das Wetter dreht bei ihm auch schnell mal auf Nordwind. Wer also nicht aufpasst, kriegt eins gepaddelt und wer nicht spurt, der wird zum Plankenschrubben verdonnert.
Gerüchteweise ist Captn Snack zudem anaerob verflixt gut trainiert und kann deshalb beunruhigend lange unter Wasser bleiben – nehmt euch also beim Aareschwumm auf Höhe Blutturm in Acht, seinen Pranken entkommt niemand so schnell…

Erlebten Sie eine wilde Nacht in Bern und haben per Zufall ein passendes Föteli dazu? Dann posten Sie es auf einer digitalen Plattform unter dem Hashtag #BernNotBrooklyn. KSB wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es pünktlich zum Katerfrühstück.

Captn Snack – der wirkliche Hüter des Neustadt-labs – gesichtet auf dem UNA-Achterdeck. Eigentlich ein lieber Kerl, aber wehe wenn losgelassen…

 

#BernNotBrooklyn

Gisela Feuz am Sonntag den 13. August 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los, zum Beispiel wenn im dritten UG einer Industriehalle im Warmbächliareal der Trailer zu einem neuen Film gedreht wird.

Dass der Film «Heidiland» so rein gar nichts mit Swissness am Hut hat, macht spätestens der Untertitel klar: «They fucked with the wrong Heidi». Entsprungen ist das rabiate Heide der Phantasie des Berner Filmregisseurs Johannes Hartmann, der für seine derbe Heimatfilmparodie keinen geringeren als Tero Kaukomaa («Iron Sky», ja genau, Nazis auf dem Mond und so) und Valentin Greutert («One Way Trip 3D») an Bord holen konnte. Eine dystopische Horror-Angelegenheit solls werden, dieses Heidliland, in welcher sich die Schweiz hinter dicken Grenzmauern vor der Aussenwelt verschanzt hat, und eine Miliz-Armee dafür sorgt, dass niemand ins vermeintliche Paradies gerät, der die falschen Fragen stellt.

Und das Heidi? Die tritt Vertretern dieser Miliz-Armee so richtig in die Eier. Und in diverse andere Körperteile, und zwar bis das Kunstblut nur so spritzt. Es mache schon ziemlich viel Spass so viele Typen in Nazi-Uniformen zu verdreschen, sagt Schauspielerin Jessy Moravec, und grinst breit. Noch breiter grinst Special-Effect-Mann Daniel Steffen, der wahrscheinlich mehrer Badewannen Kunstblut angerührt hat für den dreitägigen Teaser-Dreh. Für die Produktion des eigentlichen Filmes, die im besten Fall nächstes Jahr beginnt, wird Steffen dann wohl einen Tanklaster anmieten müssen.

Posten Sie Ihr Foto/Video auf irgendeiner digitalen sozialen Plattform mit dem Zusatz #BernNotBrooklyn. KSB wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es pünktlich zum Katerfrühstück. Oder auch ein bisschen später.

#Brooklyn

Mirko Schwab am Sonntag den 6. August 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los Ostbern eben schon.

Perfekte Bühnensymmetrie mit Fai Baba, Sicht von der Bollwerk-Booth. (Stylerboy Urs war der Fotomann.)

Wenn einem die Augen zufallen und die Wörter nicht, und ganz grundsätzlich, ist man froh um solche Menschen, Weggefährten würde man pathetisch, brothers in crime jedenfalls, die, während sich alles im Rauch auflöst, den man sich zuführen muss, um ruhen zu können, die einem diesen Moment von der Länge eines Snareschlags zuspielen als Foto, den Film anhalten und das Narrativ zurückbringen.

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#BernNotBrooklyn

Gisela Feuz am Sonntag den 23. Juli 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los, zum Beispiel am Sonntagabend vor dem Verkehrskunde-Lokal an der Effingerstrasse, wo sich folgender Dialog ereignete.

Junger Mann: «Nein, wir haben nicht alle gleichzeitig die Fahrprüfung bestanden. Wir sind hier, weil wir ein seltenes Tier abmurksen wollen.»

Frau Feuz (enerviert): «Und wann genau ist denn Tierhass so salonfähig geworden, dass man sich freimütig dazu bekennt und sich öffentlich zu Abmurks-Gruppen zusammenschliesst, he?! Und überhaupt! Was für ein Tier soll denn das bitteschön sein?!»

Junger Mann: «Kein richtiges Tier, denk. Ein virtuelles, das eben nur heute erscheint. Heissen tuts Lugia, ist so eine Art Vogel und man braucht mindestens 15 Verbündete, um es abschiessen zu können. Ja haben Sie denn noch nie was von Pokémon GO gehört?»

Frau Feuz hätte im 17 Jahrhundert einmal auf das Tamagotchi einer Freundin aufpassen sollen, und hat heute noch Alpträume, weil der Sauhund, pardon, der Sauvogel damals verreckt ist.  Von dem her ist mir jeder sympathisch, der einen Vogel erledigt, weil ich ihn dann nicht verhungern lassen kann. Bloss: was ist denn aus dem guten alten Taubenvergiften geworden?

Posten Sie Ihr Foto/Video auf irgendeiner digitalen sozialen Plattform mit dem Zusatz #BernNotBrooklyn. KSB wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es pünktlich zum Katerfrühstück. Oder auch ein bisschen später. Und Frau Feuz ist im Fall nicht wirklich eine Vogelhasserin. Hat ja selber einen.