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Postkarte aus dem Misox

Urs Rihs am Samstag den 12. August 2017

KulturStattBern immer mal wieder mit Grüssen aus dem Exil, der Urs sitzt gerade dreizehnhundert Meter über Ganges Aare auf dem Donnerbalken und teilt seine Eindrücke von der Alp für Zuhause.

Hier im Wald, wo der Bach so klar, dass wir ihn wie das Wild aus dem Flussbett saufen.

Da, wo in trockensteingemauerten Hütten alles Gute von der Decke hängt, damit die Mäuse nicht noch dicker werden.

Dem Älpler zum Dank wir Zigaretten drehen – für Obdach, Trank und Nächstenliebe. Wir in den Schlaf rauschen, zwischen Gewittertosen, Kuhglockengeläut und Pink Floyd.

Hier, wo die Zeit zu klumpen beginnt, zwischen Brot backen, Pilze sammeln und Stöck, Wiis, Stich.

Da, wo keine Spiegel sind, sondern nur Freunde und Natur.

Liebes Städtchen, ich denk an dich, hier auf der schönsten Freiluftlatrine der Alpen – bis bald.

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