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Ist Denken Luxus?

Gisela Feuz am Freitag den 22. Mai 2015

Wissen sie, was das Schöne ist am Philosophieren, werte Leserschaft? Es kann nicht einfach das Smartphone gezückt und eine richtige Antwort gefunden werden. Und ausserdem machen wir es alle täglich. Sie nicht? Na haben Sie schon einmal einen Tag lang auf rationale Entscheidungen, Intuition, Gefühl, Stimmungen, die Interpretation der Wahrnehmung, Zweifel, Überzeugungen, Meinungen und Wünsche verzichtet? Eben. Wird der philosophische Begriff etwas weiter gefasst, so stellen wir alle bewusst oder unbewusst fast ständig philosophische Überlegungen an.

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Ach so, Sie haben sich an der Uni während 32 Semestern mit Kant, Hegel, Wittgenstein, Descartes, Voltaire und Horkheimer beschäftigt, strecken nun den Zeigefinger in die Luft und verkünden eifrig: «Der Begriff ‘Philosophie’ ist für eine akademische Disziplin reserviert, in der klare, strenge und stringente Spielregeln herrschen!»? Dann  haben Sie natürlich auch recht. Trotzdem sei Ihnen der Aufsatz «Marktplatz vs. Elfenbeintunnel» von Dr. Lisa Herzog im aktuellen Themendossier von Philosophie.ch ans Herz gelegt, in welchem sie die akademischen Elfenbeinturm-Denker mit Sokrates kontrastiert, der gerne im alten Athen auf dem Marktplatz Bürger mit seinen Ansichten aufschreckte.

Philosophische Fragen sollen Teil unseres Alltags sein und sind es auch und genau diese Tatsache wird morgen Samstag bei einer Podiumsdiskussion vertieft behandelt. Die Gesprächsleitung übernimmt Olivia Bosshart, diskutieren werden Autor Detlef Berentzen (taz.die Tageszeitung), Ethikerin Barbara Bleisch (SRF Sternstunde Philosophie) und Barbara Schmitz (Privatdozentin der Universität Basel). Sie sind alle herzlich eingeladen mitzutun. Mit oder ohne 32 Semester auf dem Bucke.

«Ist Denken ein Luxus? Philosophie im Alltag» findet am Samstag 23. Mai um 19 Uhr im Berner Generationen Haus statt. Das aktuelle philosophische Themendossier  finden Sie hier.

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