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Flieger-Comic und Tintenkilby bei Blackyard

Gisela Feuz am Donnerstag den 26. Februar 2015

«Eigentlich wäre Tintenkilby ja als ursprünglicher Name gedacht gewesen für unsere Truppe. Dann haben wir uns aber Blackyard getauft.» Das Grafik- und Illustrationskollektiv Blackyard ist stadtbekannt und das nicht erst seit der Kampagne «Aare you safe?», mit der auf Gefahren beim Aare-Schwumm hingewiesen wurde. Vor sechs Jahren haben sich Philipp Thöni, Jared Muralt, Silvio Brügger und Christian Calame zusammengetan, um fortan viele Bands mit Plattencovers, Kulturbetriebe wie die Reitschule mit Plakaten oder Grosskonzerne wie die Swisscom mit Kampagnen zu beglücken. Dabei hat Jared Muralt ganz nebenbei auch noch seinen ersten Comic-Band gezeichnet, der nun unter anderem im hauseigenen, neu gegründeten Verlag Tintenkilby erschienen ist. «So konnten wir den Namen dann doch noch gebrauchen», erzählt Muralt.

Muralt hatte während sieben Jahren an seinem ersten Comic-Band «Hellship» gezeichnet, halt immer dann, wenn ihm die Auftragslage eine kleine Pause gewährte. Dann sei via soziale Medien der französische Comic-Verlag Paquet an ihn herangetreten und habe gefragt, ob er seinen Flieger-Comic nicht bei ihnen auf Französisch herausgeben wolle, was Muralt natürlich nicht abschlagen mochte. «Ein postitiver Nebeneffekt war, dass ich nun die Geschichte endlich fertig machen musste. Sonst wäre sie vielleicht noch lange eine Leiche im Keller geblieben.» Für Blackyard sei es finaziell lohnender, wenn Bücher hausintern herausgegeben werden könnten. Der Vorteil, der einem ein Verlag biete, sei ja vor allem die Werbung und Streuung, aber die könnten sie auch ganz gut selber übernehmen, da sie besten vernetzt seien, führt Muralt aus. Somit ist die deutsche und englische Version von «Hellship» nun im hauseigenen Tintenkilby-Verlag erschienen.

Hellship – Trailer from BlackYard GmbH on Vimeo.

Die «Fast-Leiche» ist im Südpazifik situiert und zwar in einem Zeitraum, in welchem der zweite Weltkrieg dem Ende zugeht. Ungeachtet dessen wütet aber immer noch ein erbitterter Luftkrieg. Die Stimmung ist sowohl auf japanischer wie auch amerikanischer Seite gereizt, alle möchten sie doch eigentlich nur nach Hause zu Frau und Kind. Doch da gilt es eben noch eine letzte Mission zu erfüllen, die für den Protagonisten Kapitän Edward Bator zum schwärzesten Tag seines Lebens werden soll. Natürlich habe die Geschichte kein Happy End. «Zure Chriegs-Gschicht ghört kes Häppy-End!», so Muralt. Immerhin gibt es aber für seinen Flieger-Comic «Hellship» ein Happy-End, denn dessen Erscheinen in drei Sprachen kann heute Abend gebührend gefeiert werden.

Die Vernissage von «Hellship» inklusive Barbetrieb und Posterverkauf findet heute Abend im Blackyard-Headquarter am Nydeggstalden 1a ab 17Uhr statt. Hellship wurde im Tintenkilby Verlag auf Deutsch und Englisch herausgegeben und erschien beim Paquet Verlag in der renommierten «Collection Cockpit» auf Französisch.

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