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Austropop à la Specknockerln

Gisela Feuz am Sonntag den 22. Februar 2015

Jetzt mal ehrlich, werte Leserschaft, wie viele österreichische Popmusiker aus den 80er-Jahren können Sie aus dem Stegreif aufzählen? Na klar, Falco. Aber dann ist auch schon bald mal fertig, nicht? Frau Feuz jedenfalls hat gestern Abend im Vorfeld von «Willkommen Österreich» in der Brasserie Eiger kläglich versagt, als es um die Benamsung austropopscher Künstler und Künstlerinnen ging.

Die schmucke Brasserie am Eigerplatz widmete den gestrigen Samstagabend ganz unseren nordöstlichen Nachbaren und stellte Griesnockerl-Suppe, Spinatknödel, Tiroler Schweinskrustenbraten und andere landestypische Leckereien auf den Tisch. Einzig der Bananensplit sorgte für Gesprächsstoff, wobei die Mutmassungen dahin gingen, dass David E. Strickler, welchem die Erfindung der gespaltenen Banane zugeordnet wird (Wikipedia weiss: 1904 in Latrobe in Pennsylvania), wohl ein ausgewanderter Österreicher gewesen sei.

brass

Im Anschluss sorgten die drei Specknockerln (Patrick Abt an Gitarre, Mago Flück am Bass und Gerhard Goebel zuerst hinter den Herdplatten dann am Mikrofon) für musikalische Unterhaltung und spielten österreichische Popmusik aus den 80er-Jahren. Wie konnte man nur Rainhard Fendrich «Es lebe der Sport» vergessen? Oder «Burli» und «Fata Morgana» von den grossartigen EAV? Und haben Sie gewusst, dass Opus und ihr «Life is Life» aus der Steiermark kamen und das DÖF eigentlich für Deutsch-Österreichisches Feingefühl steht? Das absolute musikalische Highlight des Abends war aber Wolfgang Ambros mit seinem «Mir geht es wie dem Jesus». Sie haben noch nie von Wolfgang Ambros gehört? Ich zuvor auch nicht, werte Leserschaft. Drum können wir uns gleich zusammen in die Ecke stellen zum Schämen.

Leider wird es schon bald einen Wechsel geben in der Brasserie Eiger. Hans Rufer, der mit seinem Team den Eiger erst im Sommer letzten Jahres übernommen hat, hat seine kurzfristige Kündigung eingereicht. Das ist schade, Housi! Wie und ob es mit den Samstagskonzerten in der Brasserie am Eigerplatz weitergehen wird, ist noch unklar.

EAV sind zur Zeit auf Werwolf-Tour und spielen am Donnerstag 26.2. in Zürich im neuen Theater Spirgarten und am Sonntag 1.3. in Pratteln im Z7.

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3 Kommentare zu “Austropop à la Specknockerln”

  1. Gubor Fröhlich sagt:

    Leider wird es schon bald einen Wechsel geben in der Brasserie Eiger. Hans Rufer, der mit seinem Team den Eiger erst im Sommer letzten Jahres übernommen hat, hat seine kurzfristige Kündigung eingereicht. Das ist schade, Housi! Wie und ob es mit den Samstagskonzerten in der Brasserie am Eigerplatz weitergehen wird, ist noch unklar.

    ???
    Der Eiger hat sich von einer Trostlosen Beiz zu was sehr Gutes verändert. Wirklich Schade, wieder mal typisch Bern oder was?

  2. Thomas Bollinger sagt:

    Also Georg Danzer und Wolfgang Ambros sollte man schon kennen, wenn man vor 1995 geboren wurde. Es lebe der Zentralfriedhof und das Havelka!

  3. Frau Feuz sagt:

    Housi meint:
    «Ein neues Angebot der Fondation gad Stiftung innerhalb einer Umstrukturierungsmassnahme war für mich nicht mehr das Richtige. Schweren Herzens entschied ich mich, zu kündigen.
    Auch Nadia Schweizer wird sich aufgrund dieser Umstände per Ende Februar verabschieden.»