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Bücherkiste: Afrika und weitere Lücken in meinem Wissen

Miko Hucko am Donnerstag den 25. Dezember 2014

Es hat alles mit diesem Spiel angefangen, ein SuperApp, das mir zeigte, wie schlecht doch meine geographischen Kenntnisse sind. Vor allem, was den Kontinent südlich des unseren betrifft. Ja, von der Geschichte der afrikanischen Nationalstaaten und eigentlich, ich gebe es zu, von ihrer blossen Existenz weiss ich nichts.

Ah, moment, es hat alles noch vorher angefangen. Als ich nämlich nach dem Film Sans Soleil ganz und gar davon überzeugt war, so etwas wie Guinea-Bissau könne es nicht geben. Und wenn, dann liege es bestimmt nicht in Westafrika. Ups. Zum Glück lerne ich aus Fehlern! Und aus Unwissen auch.

Jetzt hat eine sehr aufmerksame Person mir zu Weihnachten diesen fetten Schmöcker hier geschenkt, gerade frisch erschienen:

Visionäre Kopie  Visonäre Afrikas. Soso. Da dachte ich erst so, ui, da hat wieder eineR von uns Europäer_innen sich was Nettes ausgedacht, um dieses mysteriöse Afrika für uns versändlich zu machen. Aber nein! Zum Glück nicht. Und es handelt sich hierbei auch nicht um ein langweiliges Geschichtsbuch oder um ein Schlechtes-Gewissen-Mach-Buch.

In gut verdaubaren Häppchen werden kurze Porträts von Persönlichkeiten quer über den Kontinent verstreut geliefert, geschrieben von Afrikaner_innen selbst, die von ebendiesen Persönlichkeiten inspiriert wurden. Das geht von aufständischen Namibianerrn Ende 19.Jh. über einen  metaphysisch-künstlerischen Sultan in Kamerun bis hin zu feministischen Vorreiterinnen in Simbabwe.

Und jetzt noch das Sahnehäubchen: Zu jedem Porträt gehört eine kleine Afrikakarte mit Fähnchen, damit auch Geografienullen wie ich sich ein Bild darüber machen können, wo denn dieses Land liegt, von dem hier gesprochen wird.

 

 

Visionäre Afrikas. Der Kontinent in ungewöhnlichen Porträts. Peter Hammer Verlag 2014. ISBN: 978-3-7795-0487-0

 

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