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Bizarre Musikgenres Teil 16: Crunkcore

Gisela Feuz am Mittwoch den 29. Oktober 2014

Die Welt der Musikgenres ist eine vielfältige, bunte und manchmal unfreiwillig komische. In dieser Serie sollen Genres zum Zuge kommen, von denen Sie bis anhin vielleicht (zu recht) noch nie gehört haben. Heute: Crunkcore

Crunkcore hat seinen Ursprung eigentlich in der EMO-Szene und bedeutet nichts anderes, als dass Sprechgesang mit elektronischen Beats und Schreien kombiniert wird. Von der traditionellen Rock-Instrumentierung hat man sich im Crunkcore verabschiedet, dafür darf Kollege Computer ran, von Emo sind die schmachtenden Stimmen geblieben, besungen wird aber nicht die Verzweiflung des empfindsamen Subjektes in der grausamen Welt, sondern vielmehr wird darüber sinniert, ob einem Alkohol bei einem nächtlichen Besäufnis allenfalls ein bisschen Spass bereiten könnte. Die Stimmen sind zum Teil so arg verfremdet, dass ein Gastauftritt in «Die Schlümpfe» eigentlich kein Problem darstellen dürfte, Haarschnitte und -farben schreien nach Frisurenpolizei und die Hüftverrenkungen der tanzenden Teenie-Mädels sind mal mehr, meistens aber weniger lasziv.

Weswegen werden die armen Mädels denn überhaupt so zusammengebrüllt? Was ist die Aufgabe des rosa Nilpferdes? Ist das überhaupt ein rosa Nilpferd? Wieso wird der wertvolle Schnaps verschüttet und nicht getrunken? Und wer sind diese 9,5 Millionen Menschen, welche sich dieses Video angeschaut haben??? Fragen über Fragen. Es ist zum Schreien, jäuuuuurrrr!

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2 Kommentare zu “Bizarre Musikgenres Teil 16: Crunkcore”

  1. Protagonist sagt:

    ihr schubladenstock schient mit der untersten schublade zu beginnen, werte Frau Feuz. und immer wenn ich denke, sie können unmöglich noch eine tiefere schublade finden, gibt’s sowas um die ohren. bin auf die nächst-unterste gespannt!

    was es mit dem rosa nilpferd (soll das tatsächlich ein nilpferd sein?) auf sich hat, kann ich ihnen leider auch nicht beantworten; ich hab’s mehr mit dem unsichtbaren rosa einhorn.

  2. Frau Feuz sagt:

    Mein Genre-Schubladenstock reicht von der tiefsten Hölle bis in den Himmel, werter Herr Protagonist, geradewegs bis in den Stall des rosa Einhorns. Von dem her: schlimmer geht immer!
    *insnotizbüchleinnotier*
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