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Oh Shnit!!

Milena Krstic am Donnerstag den 9. Oktober 2014

Meine ersten Karriereschritte beging ich im Callcenter des grössten Mobilfunkanbieters der Schweiz. Ich half den Menschen, herauszufinden, welches Handy-Abonnement sich am besten eignet: Soll es ein Natel xtra-liberty plus, Natel xtra-liberty mini oder doch ein Natel xtra-liberty-schlagmichtot sein? Da kommt auch das Personal ins Grübeln.

Wenn ich heute das Programm des Kurzfilmfestivals Shnit studiere, kommen all diese Gefühle wieder hoch: So viele Informationen, die so ähnlich klingen. In fünf Tagen werden in Bern 160 Kurzfilme gezeigt, es gibt verschiedene Spielstätten (z. B. das Zelt im Innenhof des Progr) und «Playgrounds» (u. a. Moskau und Cape Town), zwei Überthemen («Life Is a Beach» und «Marry Me»), es gibt SHNIT Opening, Night of Nominations, Local Flavour, Animates, Documents, Experiments … AAAH!

Und doch: Dieses im Jahr 2003 in Bern gegründete Kurzfilmfestival ist eine feine Sache und startet nun – gestärkt durch den Kulturpreis der Burgergemeinde Bern – in Runde zwölf.

Ich bin dann gestern, so ziemlich gegen Ende des Eröffnungstages, noch beim Peeping Shnit hineingesneakt: dort, wo die «lüstern-frivolen» Kurzfilme gezeigt werden. Nach der ersten Hälfte habe ich die Hitze in der Aula des Progrs nicht mehr ertragen, aber zum Glück hat es für die Penismaus gereicht, denn die ist toll:

PS. «Penismouse», der Kurzfilm des Polen Kristof Babaski, ist bereits im Jahr 1957 entstanden, wurde aber erst in den letzten Jahren entdeckt. Ein kleines Kugelschreiber-Zauberstück!

 Das Shnit dauert noch bis am Sonntag, 12. Oktober. Das ganze Programm hier.

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