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Hotel zur fröhlichen Stunde – Zimmer des Tages: 17

Roland Fischer am Montag den 15. September 2014

Für die Dauer der Biennale Bern wird das Schlachthaus von verschiedenen Künstlern zu einem Hotel umfunktioniert. Der Kulturblog ihres Vertrauens geht diese Woche undercover und wirft jeden Tag einen indiskreten Blick in eines der Zimmer.

Das Hotel wurde als Motiv vielfach in der Kunst gespiegelt. Es ist ein Ort der Begegnung und des temporären Aufenthalts, wo Intimität auf Anonymität trifft. Das Kollektiv Bern nimmt es sich als Metapher vor: als Konstrukt, als sozialer, ökonomischer und ideeller Dienstleistungsbetrieb, als Sehnsuchtsort und Clash unterschiedlicher Lebensrealitäten. Welcome im Hotel zur fröhlichen Stunde, where «you can check out any time you like, but you can never leave».

Ein Projekt des Kollektiv Bern mit Blond & Gilles, les Lieux, IZA – Institut für zeitgenössische Analyse, Milieu, off center, Transform und Worms.

Heute: Nr. 17, eingerichtet vom IZA

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Das modellhafte Zimmer vom IZA ist Spiegel ästhetischer, kultureller und technischer Dimensionen des Hotels: Viele Schriftsteller der Literaturgeschichte schrieben ihre Romane in Hotelzimmern und auch die Nr. 17 wird während der Biennale Bern zur literarischen Produktionsstätte: Emanuel Bundi ist am Pult und schreibt und schreibt und schreibt. Neben ihm laufen an ausgewählten Abenden Videos von Till Velten, die sich um Service-Personal-Schulungen und Hausdienerinnen drehen oder man kann sich durch das Hotelfilmprogramm der Künstlergruppe WORMS zappen, das über Zeitgeschehnisse und Kulturpolitik aufklärt. Irgendwo im Hotelzimmer findet sich ein originaler Meldezettel eines anonymen Gastes aus Abu Dhabi – das ist dann Konzeptkunst. Achtung, nicht verpassen: Am Mittwochabend grosser Workshop: «How to make a bed» (ab 18 Uhr) sowie Contest: «Who makes a bed the fastest». Zum Festivalschluss am Samstag zelebriert das IZA dann im Rahmen einer Gala mit Buchvernissage die frischen Texte von Emanuel Bundi.

 17 innen

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