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Was geht im Progr?

Gisela Feuz am Mittwoch den 3. September 2014

Das Kulturzentrum Progr feiert dieses Wochenende Jubiläum: Seit 10 Jahren wird hinter den dicken Sandsteinmauern künstlerisch gearbeitet. «Pah, künstlerisch arbeiten», wird nun der Eine oder die Andere ausrufen, «ist ja allgemein bekannt, dass Künstler ein Lotterleben führen und in erster Linie Feste feiern!» Ist dem wirklich so? Frau Feuz hat für Sie am Montagmorgen 11 Uhr einen Blick hinter einige Atelier-Türen gewagt und die Arbeitssituation überprüft.

Progr

Bild: Valerie Chételat

Atelier 359: Die Fotografin Nadine Andrey nimmt Retouchen an einem Architekturmodell vor, Grafiker Christoph Frei erstellt eine Infografik für Berufsbildner.
Atelier 109: Heinz Lauener und Clemens Wild stellen ihre Pappmaché- und Holzfiguren für die kommenden Ausstellung am Progr-Fest zusammen.
Atelier U66: Der Akkordeonist Mario Batkovic komponiert Stücke für sein neues Solo-Album.
Atelier 010: Die Programmiererin Wanda Bracher erstellt eine Webseite für eine Institution, welche Kulturschaffende in geschäftlichen Belangen unterstützt.
Atelier 358: Matteo Taramelli und Elisa Tangheroni arbeiten an einer Soundinstallation, welche auf einem kinetischen System basiert.
Atelier 264: Filmemacherin Laila Kühni kontaktiert Festivals für ihren Dokumentarfilm «Der Antiquar am Hirschengraben».
Atelier 209: Die bildende Künstlerin Sonam Brauen arbeitet an einer Installation mit Menschenhaar zum Thema «Den Körper verlassen».
Atelier 361: Der Fotograf Martin Bichsel stellt eine Rechnung aus.
Atelier 307: Die bildende Künstlerin Salome Egger bereitet die Performance «green, green, green» vor, ihre Doktorarbeit im Bereich der Kunstforschung.
Atelier 255: Beate Hörlezeder vom Kammerorchester Camerata Bern rechnet Konzerttickets ab.

Allen Unkenrufen zum Trotz: Im Progr wird tatsächlich eifrig Kunst produziert bzw. seriös kulturell gearbeitet. Und da darf man denn auch mal eine anständige Sause feiern. Das tut das Kulturzentrum von morgen Donnerstag bis Samstag, wobei alle Sparten, in denen im Haus gearbeitet wird, vertreten sind: Musik, Tanz, Literatur, Performance, Mode, Fotografie, Design, Grafik, Film, bildende Kunst und andere. Das üppige Festprogramm finden sie hier. Happy Birthday Progr, hoch die Tassen!

Mehr zum Progr als Kulturstätte und seiner turbulenten Geschichte gibt es in der Print-Ausgabe von «Der Bund» vom Donnerstag 4. September zu lesen.

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