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Panda Bears Schaumkronen-Musik

Christian Zellweger am Donnerstag den 24. Juli 2014

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Wie schön, wenn nach vier Tagen Gurtenfestival wieder mal jemand vor einem steht, der Musik als Kunstform begreift und nicht als Zuhörerbelustigung. Die auf dem Berg vielbeschworene Energie aus dem Publikum ist Panda Bear denn wohl auch nicht der wichtigste Antrieb. Mit geschlossenen Augen und tief in seinen Samples vergraben trägt er seine Songs vor und schafft an diesem wetterleuchtenden Sommerabend Momente, an die man sich gerne erinnert.

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Referenzpunkte für Panda Bears Schaffen zu nennen, wäre unsinnig. Wir freuen uns ganz einfach auf das angekündigte Album, Panda Bear Meets The Grim Reaper. Man darf annehmen, dass es in dieselbe Richtung gehen wird, wie sie dieser Bad-Bonn-Abend nahm. Und der klang gar nicht so sehr nach Angesicht des Todes. Es ist eine bunte und oft auch sonnige Welt, die sich Noah Lennox schuf, um darüber seine Gesangslinien zu ziehen. Die bewegen sich oft in einer getragenen Traurigkeit, nur um dann wieder von der nächsten Beats-und-Sample-Welle augelöscht zu werden. Eine wunderbar flirrende Schaumkronenmusik ist das.

Unser ehemaliger Kapitän Benedikt Sartorius hat vor dem Konzert mit Panda Bear gesprochen. Lesen Sie weiter auf seiner neuen Barkasse, dem Tonspuren-Blog.

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