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Der Breitsch im Bierrausch

Gisela Feuz am Samstag den 22. März 2014

Zehntausende sollen gestern an der Museumsnacht teilgenommen haben, lässt sich heute der Zeitung entnehmen. War man gestern bei der Eröffnung des Barbières am Breitenrainplatz dabei, fällt es einem schwer, diese Zahl zu glauben, denn es erweckte durchaus den Anschein, dass ganz Bern inklusive sämtlichen Agglomeranern sich zur Taufe der neuen Bar im Zentrum des Breitsch eingefunden hatten.

barbiere

Schön ists geworden, dieses Barbière, diese raumgewordene Bieridee. Selbstgebrauter Hopfensaft ist das Kernelement des neuen Lokales, welches mit Sichtbackstein und grossen Fenstern luftig und grossstädtisch daherkommt. Vom Weizenbier versetzt mit Koreandersamen und Orangenschalen, über ordentlich bitteres Hopfengebräu bis hin zum fruchtigen und schwachbitteren Ale gibts alles, was die Bierbrauer-Seele erfreut. Würde es zumindest geben. Gestern rannte das interessierte und durstige Publikum den sechs Initianten nämlich dermassen die Türen ein, dass bald mal Gläser-Notstand und Bier-Ebbe herrschte. Die langen Wartezeiten an der Bar verleiteten einige Ketzer gar dazu, sich im nahen Coop zur Überbrückung ein schnödes Dosenbier zu besorgen und sich unterwegs bei der Hare-Krishna-Band süssestmögliche Getreidebällchen einzuverleiben.

Die Barbière-Crew dürfte einem zumindest Letzteres nicht übel genommen haben, denn in dem ganzen Tohuwabohu auch noch Essen präparieren zu müssen, wäre wohl zu viel des Guten gewesen. Und die Dosenbier-Sünderinnen werden in baldiger Zukunft wieder bei Barbières einkehren und den infamen Frevel doppelt wettmachen. Versprochen.

Das Barbière am Breitenrainplatz 40 ist ab sofort von Montag bis Freitag 07.00 – 00:30 Uhr und Samstag von 09.00 bis 0.30 Uhr geöffnet.Sonntags herrscht Ruh.

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2 Kommentare zu “Der Breitsch im Bierrausch”

  1. Barbière sagt:

    Danke fürs Vorbeikommen!
    Auswärtige Flüssig- und Festnahrungsüberbrückung nehmen wir niemandem übel und bitten um Entschuldigung für die Wartezeiten.
    Das/die (?) Barbière wird nicht immer so voll sein…

  2. Uschi sagt:

    Oh, chic! Endlich habe ich gleich um die Ecke eine Kneipe, wo ich morgens um sieben nicht der einzige Gast mit einer Stange in der Hand sein werde.
    Oder gibt’s bei den Barbieren etwa auch Kafi? Nicht doch?!