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Rambo: Aus Fleisch, Blut und Schaumstoff

Milena Krstic am Freitag den 14. März 2014

rambow2042--anna-menzelEines habe ich in meiner sehr bescheidenen Karriere als Theater-Besucherin gelernt: Sind Puppen im Spiel, kommt es gut. Schon Matto Kämpfs Splätterlitheater damals hat mein Herz erobert. Gestern Abend nun tat es die Theatergruppe Das Helmi aus Berlin. «Rambo» heisst ihr Stück, und den Film habe ich nicht gesehen, aber mir eben noch den Trailer angeguckt. Und ja, das deckt sich so ziemlich mit dem, was auf der Bühne des Schlachthaus-Theaters geschehen ist. Obwohl ich in den ersten Minuten der Vorstellung skeptisch war, weil das eher nach erotischem Ausdruckstanz ausgesehen hatte und innerlich reklamierte ich, weil man hatte mir Puppen versprochen. Die tauchten bald schon auf, und das machte am Ende einen der Reize der Show aus: Die Schauspieler wechselten sich mit ihren Schaumstoffhelden ab.

Jetzt habe ich ja nicht so viel Erfahrung mit Theater, sass da, und mir ging dieses 1st-World-Dilemma durch den Kopf: «Ist das jetzt unangebracht, wenn ich während der Vorstellung ein Foto mit meinem Handy schiesse?» Ich habe es unterlassen. Leider! Wo es doch so viele schöne trashige Foto-Momente gegeben hätte: Rambo am Lagerfeuer aus Pappe, kuschelnd mit der Eule, umgeben von wilden Stofftieren? Sesamstrasse-Revival! Die Kampfszenen in Zeitlupe? Wun-der-schön!

Wenn Sie also vor dem «clubben»/Ausgang sonstiger Art noch Lust auf Theater haben und Ihnen eine handvoll derber Momente nichts anhaben kann: Gehen Sie sich «Rambo» heute oder morgen Abend noch anschauen. Aber nehmen Sie um Himmels Willen keine Kinder mit!

PS. Hier mit fundierten Hintergrundinformationen zum Stück.

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5 Kommentare zu “Rambo: Aus Fleisch, Blut und Schaumstoff”

  1. Hans Brix sagt:

    Absolut empfehlenswert!!! Ps: gut haben sie den Apparat in der Tasche gelassen.

  2. Maike Lex sagt:

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    Dabei hat Florian alias Helmi-Mastermind gestern sogar noch gesagt: Das nächste Projekt könnte “Rambo für Kinder” sein. Es sei doch absolut kindisch, das: in den Wald rennen, sich verschanzen und Feind spielen.

  3. Milena K. sagt:

    Ist es also tatsächlich unangebracht? Oder würde ein Foto aus der Vorstellung die Magie zerstören?

  4. Hans Brix sagt:

    für ihren Blog wäre es sicher cool gewesen. Grundsätzlich ist es nicht angebracht im Theater zu filmen, fotografieren oder mit dem Tablet zu schreiben und gamen. Fragen sie jeweils an der Kasse oder die Auftretenden. Die Helmis hätten sie wohl fotografieren lassen, fehlte ihnen doch die Kamera fürs Gruppenfoto der Polizisten

  5. Miko Hucko sagt:

    Also ich muss sagen, dass ich ein Foto, wenn diskret gemacht, ganz in Ordnung finde. Völlig daneben finde ich Filmen, weil mir so mein Recht auf den Inhalt genommen wird. Ein Bild aber ist für mich als Künstlerin nur nützlich, weil es Betrachtende gluschtig darauf machen kann, was ich da so tue. Zum Gamen: also dann liegt es vielleicht auch einfach am falschen Publikum in der falschen Vorstellung…