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Bizarre Musikgenres Teil 8: Visual Kei

Gisela Feuz am Dienstag den 4. März 2014

Die Welt der Musikgenres ist eine vielfältige, bunte und manchmal unfreiwillig komische. In dieser Serie sollen Genres zum Zuge kommen, von denen Sie bis anhin vielleicht (zu recht) noch nie gehört haben. Heute: Visual Kei.

Falls Sie Visual Kei nicht kennen sollten, freuen Sie sich, denn hier gibts gleich zünftig eins aufs Auge. Jawohl, aufs Auge, denn Visual-Kei-Bands sind weniger für ihre Musik, sondern vielmehr für ihre ausgefallenen Bühnenoutfits bekannt. Visual Kei ist vor allem ein japanisches Phänomen, wobei die Vorbilder in den 80er-Jahren der westlichen Musikszene zu finden sind. Die modische Aufmachung von David Bowie, Souxsie and the Banshees, Twisted Sisters und anderen Bands aus der Glam-Rock- oder Gothic-Ecke haben einige japanische MusikerInnen offenbar dazu inspiriert, sich nach westlichem Vorbild zu kleiden und schminken, wobei in Punkto (Renaissance-)Grellheit gerne noch eines oben drauf gesetzt wird.

visualkei

Es ist nicht gänzlich geklärt, welche japanische Band zuerst im Visual-Kei-Stil auftrat. Als möglicher Vorreiter wird die Band X genannt, obwohl die Truppe selber sich nie dahingehend geäussert hat, sondern sich vielmehr als reine Metal-Band verstand. Musikalisch lassen sich die VK-Bands nicht auf einen Nenner bringen, denn von Pop über Glam Rock bis Heavy Metal ist alles vertreten. Hauptsache schön toupiert, viel Haarspray und ordentlich Farbe auf den Augendeckeln.

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Ein Kommentar zu “Bizarre Musikgenres Teil 8: Visual Kei”

  1. Thomas sagt:

    Ein Musikethnologie aus Bern (jetzt Hannover) arbeitet zu Visual Kei: http://norient.com/blog/visual-kei-die-globalisierung-der-musik/ Schönes Thema, schöne Serie!