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Bizarre Musikgenres Teil 3: Danger Music

Gisela Feuz am Dienstag den 28. Januar 2014

Die Welt der Musikgenres ist eine vielfältige, bunte und manchmal unfreiwillig komische. In dieser Serie sollen Genres zum Zuge kommen, von denen Sie bis anhin vielleicht (zu recht) noch nie gehört haben. Heute: Danger Music.

«Wo man sing, da lass’ dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder», meinte einst der Deutsche Dichter und Schriftsteller Johann Gottfried Seume. Wo allerdings Danger Music gespielt wird, sei durchaus zur Vorsicht aufgerufen, denn hier wird Musik zu etwas Gefährlichem, gehen die Betreiber des jungen Avantgarde-Genre doch davon aus, dass Musikstücke entweder die Zuhörerschaft oder den Künstler verletzen können oder werden. Oft werden Danger Music-Performances bereits abgesagt, bevor sie überhaupt durchgeführt werden können, weswegen diese Anti-Musik eher als Philosophie oder politisches Statement und weniger als wirkliche Komposition zu verstehen ist. So wird zum Beispiel in Stücken die Anweisung gegeben, man solle dermassen laut spielen, dass die Teilnehmer taub würden (was allerdings bei anständigen Rock-Konzerten auch nicht anders sein sollte) oder aber Bomben ins Publikum werfen.

Ein Vertreter des Danger-Music-Genres ist die japanische Band Hanatarash, die berüchtigt für ihre gefährlichen Live-Shows ist, in denen auch mal ein Bulldozer quer durch den Konzertraum gefahren wird. Werfen Sie also besser zuerst einen Blick über die Schulter, bevor sie sich untenstehendes Video angucken.

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