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RaBe-Bowling mit dem Dude

Gisela Feuz am Sonntag den 17. November 2013
dude anonymus

dude anonymus

«In einem Bowlingcenter kann man nur eine Art von Party machen, eine Big-Lebowski-Party, ist ja wohl so was von klar.» Der Mann mit der dezidierten Meinung heisst Martin Schneider, ist Musikredaktor bei Berns alternativem Kulturradio RaBe und legt sehr viel Phantasie und Herzblut an den Tag, wenn es darum geht, für RaBe Parties zu organisieren. Gestern Abend wurde nun also das Bowlingcenter Marzili in Beschlag genommen, um dem «Dude» zu huldigen.

Der Hauptdarsteller aus dem Coen-Brüder-Kultstreifen «The Big Lebowski» zeichnet sich nebst seinem unaufgeregten Gemüt und seinen skurrilen Sprüchen ja vor allem auch durch seine, nun ja, nicht exakt erlesene Garderobe aus. Entsprechend gab es gestern den einen oder anderen ausgeleierten Frottee-Bademantel über abenteuerlich gemusterten Shorts zu begutachten. Getrunken wurde stilgerecht das sadistische Resultat einer Gemeinschaftsarbeit von Alkohol- und Milchindustrie: White Russian, der wohl unsäglichste Drink überhaupt.

Auf der Bühne standen dann allerdings nicht die (fiktive) nihilistische Band «Autobahn», sondern die Berner 60er-Jahre Soul-Combo The Super Supers. Diese waren aber durchaus ein ebenbürtiger Ersatz, lieferten sie mit unaufgeregter Dude-Attitüde doch den perfekten Soundtrack für die vergnügliche Bowlingsause, die dank Platten der Capital Souls Sinners bis in die frühen Morgenstunden dauerte. Fehlte eigentlich nur noch die nackte Ausdrucks-Malerin und ein Teppich als Klo.

the super supers

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