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Pythonesker Haudraufhumor

Gisela Feuz am Mittwoch den 30. Oktober 2013

Der Vorgang ist bekannt: Im Urlaub werden haufenweise Fotos geschossen und mit dem Smartphone Filme gedreht, die sich dann zuhause am Computer als einigermassen unansehlich entpuppten. Dieses Phänomen nimmt auch der Berner Autor Matto Kämpf in seinem neuen Kurzfilm «Was Touristen in Bern filmen» aufs Korn. Verwackelte Bilder von Berner Wahrzeichen gibt’s zu sehen, langweilige Busfahrten werden filmisch festgehalten und FCB- und SCB-Fans regulieren öffentlich ihre Körperflüssigkeiten.

Zum Teil sind diese Unsinnigkeiten höchst vergnüglich anzuschauen, vor allem da, wo Kämpf einigermassen pythonesk Bären explodieren lässt oder ein Stromer den Zytgloggeklang justiert. Manchmal ist der Kurzfilm des Berner Tausendsassas allerdings krud und nahe am Schenkelklopferhumor. Aber genau so dürften viele der unzähligen Aufnahmen, die tagtäglich von Berns Blumen, Brunnen, Münster und Aare gemacht werden, wohl auch herauskommen. Entsprechend passt das schon. Und zwischendurch ein bisschen pubertärer Haudraufhumor kann so verkehrt ja nun auch wieder nicht sein.

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Ein Kommentar zu “Pythonesker Haudraufhumor”

  1. Herr Sartorius sagt:

    Den Zoss, den kenne ich, den wähle ich: