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Die Gassenarbeit feiert Geburtstag

Gisela Feuz am Freitag den 13. September 2013

«Aber wiso amene Donschtig?!» Die Frage war gestern in der Reitschule allgegenwärtig. Die Kirchliche Gassenarbeit Bern feierte ihr 25-jähriges Bestehen im Rössli und im Dachstock und hatte dafür nicht weniger als sechs Bands eingeladen. Irgendein zynischer Scherzkecks vor Ort meinte, dass sich die Gassenarbeit wohl zukünftige Kundschaft sichern wolle und deswegen an einem Donnerstag feiere. Ruedi Löffel, der selber mit Isabel Calvo und Ursula Aellen im operativen Bereich der Gassenarbeit tätig ist, grinste ob dem derben Spruch, berichtigte und erklärte aber dann. Man habe explizit den Donnerstag ausgewählt, weil man Leute beim Fest dabeihaben wollte, welche die Institution, den Geburtstag, den Anlass und die Konzerte zu würdigen und schätzen wüssten, und nicht einfach partywütige Teenager, denen es nur darum gehe, sich die Kante zu geben.

Geschätzt wurde das Fest und vor allem die Programmation der Konzerte sehr. Den Start machte im Rössli Electric Menic, die Budget Boozers sorgten dann im Dachstock mit ihrem vergnüglichen Garagenrock für die erste ordentliche Verspätung im Zeitplan und die werten Herren Monsters, über die ja hier bereits ausgiebig berichtet wurde, legten ein wildes, hartes wenn auch etwas leises (ahahaa) Konzert auf die Dachstock-Bretter. «Die wärde immer wie dadaistischer», kommentierte Herr Zeno Tornado die repetitiven und reduzierten Song-Strukturen von Beat-Man und seinen Mannen.

monsters

Besagter Herr Tornado beschallte zu späterer Stunde mit seinen Core-Set das Rössli, zuvor wurde die Dachstockbühne aber noch den beiden Lümmeln von der Revolting Allschwil Posse zur Verfügung gestellt. Es ist immer wieder von neuem ein Vergnügen, den Herren Rufener (BOOB) und Koller (Baby Jail) alias VR Horny und MC Folio dabei zuzuschauen, wie sie zotige Sprüche vom Stapel lassen, genüsslich die pubertierenden Rap-Flegel markieren, mit vergnüglichem Kindskopf-Humor über stinkende Punkerfreundinnen herziehen (in der Reitschule!) und das Publikum als «vollweiche Mammelifigger» beschimpfen.

RAP

Fazit des Abens: Ein grosses Dankeschön gebührt allen MitarbeiterInnen der Kirchlichen Gassenarbeit. Eure Arbeit wird enorm geschätzt, was der grosse Publikumsaufmarsch gestern Abend wohl mehr als deutlich gemacht hat….. und «Kanarievogelfigger» ist ein Wort, das man viel öfters brauchen sollte.

Was Zeno Tornado mit seinen Core-Set im Rössli veranstaltete und zu noch späterer Stunde Mani Porno zusammen mit Raphael Urweider und unserem Herrn Burri, darüber kann Frau Feuz leider nicht berichten. Wer war da? Wie war’s?

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Ein Kommentar zu “Die Gassenarbeit feiert Geburtstag”

  1. PAtrick sagt:

    hihi; auch nicht ManiPorno mit em Resli Burri abgewartet…