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Steiler Aufstieg von philosophie.ch

Gisela Feuz am Donnerstag den 29. August 2013

«Steil, steil, steil» antwortet Anja Leser mit einem Grinsen auf die Frage, wie sich denn ihr Baby, die Online-Plattform philosophie.ch, seit der Aufschaltung der Themendossiers vor rund einem Jahr entwickelt habe (KSB berichtete). Ausschliesslich positive Rückmeldungen habe sie zu den Themendossier erhalten und sie sei selber erstaunt, wie gut die Plattform funktioniere. Leute würden sich melden, weil sie Kontakte zu Philosophen aus einem speziellen Themengebiet brauchten, generelle Fragen zu philosophischen Themen oder zum Studium hätten und auch die Liste zu Weiterbildungsangeboten werde enorm geschätzt.

philoTatsächlich hat sich philosophie.ch so weit etablieren können, dass eine private Stiftung die hauptsächliche Finanzierung übernommen hat und eine solche auch für kommende Jahre in Aussicht gestellt hat. Höchst erfreulich sei auch, dass es zu Kooperationen mit der SRF-Sendung Sternstunde Philosophie gekommen sei, dass im Tagesanzeiger eine ganze Reihe zu philosophie.ch abgedruckt wurde und dass sich so viele neue Kontakte ergeben hätten, führt Madame Leser in breitestem Baseldeutsch aus.

Einen richtigen Downer habe es eigentlich nicht gegeben. Schwierig sei einzig, dem unterschiedlichen Niveau, Wissenstand und Hintergrund der Leserschaft gerecht zu werden, so dass man nicht an der Oberfläche bleibe und so zum Plauschformat verkomme, aber gleichzeitig auch nicht in allzu abstrakten Fachjargon verfalle. Fürwahr eine Gratwanderung. Der Spagat gelingt Anja Leser, welche alle Texte selber verfasst, aber einwandfrei. Überzeugen Sie sich doch selber, werte Leser und Leserinnen, unter den bis anhin erschienenen Themendossiers (brandaktuell gestern aufgeschaltet Nr. 11 zum Thema «Digitale Welt») wird bestimmt auch eines für sie dabei sein. Schon erstaunlich was da alles in schummrigen Berner Kellerbüros verfasst wird, nicht?

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