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Die Kehrseite des Spielautomaten

Roland Fischer am Montag den 1. Juli 2013

Belluard nochmal. Das Festival ist ja bekannt dafür, nicht auf dem Bühnenbretterboden zu bleiben, sondern gern auch mal in den Stadtraum auszugreifen. Dieses Jahr begibt man sich zum Beispiel in eine schummrige Seitengasse der Altstadt, in eine Spielhölle voller Videogames. Future Nostalgia heisst das Festivalthema, und nostalgisch wird es einem da auch zumute (so man nicht erst 20 Jahre zählt): alte Kisten, robuste Joysticks, Pixelgrafik und 8-Bit-Fiepen und -Krachen. Ein bisschen museal mutet das an.

Aber: Diese Games tun nur alt. Tatsächlich pervertieren die Designer Jonas Oehrli und Hannes Bär die (brutale) Game-Naivität, indem sie den Spieleklassikern etwas andere Storylines verpassen: Strassenkämpfe? Nur zu, macht noch viel mehr Spass, wenn man als Polizist mit aufmüpfigen Demonstranten aufräumt («Beat the Mob»). Sich den Weg freibomben? Lässt sich auch leicht politisch aufladen («Holy Bomber»). Vier Kästen stehen bereit – einen Franken einwerfen und drauflosballern. Und sich dann auf dem Heimweg so seine Gedanken machen.

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3 Kommentare zu “Die Kehrseite des Spielautomaten”

  1. Marcel sagt:

    Sehr schönes Spiel :)

  2. Jana sagt:

    Hab das Spiel gespielt, ist schon ganz lustig…