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Was mit mir geworden wäre, wäre ich in Bern geblieben

Roland Fischer am Dienstag den 5. Februar 2013

Michael Günzburger ist nicht geblieben. Der Berner Künstler lebt seit ein paar Jahren in Zürich. Aber er hat Bern natürlich mitgenommen, als er ging. Aus der Erinnerung hat er sich die Stadt dann, kann man sagen: von der Seele gezeichnet, in einer langen Serie mit obigem Titel. Da gibt es natürlich allerlei Leerstellen und Verschiebungen, und irgendwie wirkt alles kleiner als gewohnt, man weiss nicht recht wieso. Das Gedächtnis ist ein seltsames Teleskop.

Einige der Bilder aus der Serie haben es auch in die grosse und sehr schön gemachte Monographie geschafft, die dieser Tage erschienen ist. Raphael Urweider hat zu Günzburgers «Plots» Textminiaturen beigesteuert, und so ist aus dem Bildband viel mehr als bloss eine künstlerische Bestandesaufnahme geworden – sondern ein Stöberbuch voller Geschichten, eine Entdeckungsreise zwischen Buchdeckeln.

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Am Donnerstag bekommt Michael Günzburger Gelegenheit, seine Erinnerung aufzufrischen: In einer Ausstellung im Progr-Ableger des Kunstmuseums zeigt er kleinformatige Zeichnungen, die bei einem Atelieraufenthalt in Indien entstanden sind. Am Abend dann ist Berner Vernissage von «Plots», im Lehrerzimmer.

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Ein Kommentar zu “Was mit mir geworden wäre, wäre ich in Bern geblieben”

  1. Fischer sagt:

    ein ps zur entdeckungsreise, aus dem verlagstext:

    Das Künstlerbuch ist weder Dokumentation noch Monografie, sondern bildet die Suche nach einer Bildstrategie ab.

    hier noch ein paar erinnerungen:

    geblieben
    geblieben
    geblieben