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Den Kopf drehen

christian pauli am Samstag den 10. September 2011

Es ist zu vermelden auch in diesen Spalten das Musikfestival, welches am Donnerstag eröffnet wurde, und noch bis am nächsten Sonntag, 18. September dauert. Das Festival widmet sich dem Thema Flucht und spielt an 14 Orten in dieser Stadt. Gute Gelegenheit, den Kopf zu drehen und dort hin zu gehen, wo man sonst nicht ist. Ins Konservatorium zum Beispiel.

Daselbst fand gestern eine Weltpremiere statt, in der Gestalt des Ensemble Vertigos, der neuen Gruppe für Zeitgenössische Musik, entstanden und unterhalten von der Hochschule der Künste HKB. Das Ensemble Vertigo spielte vier Kompositionen, die im Auftrag des Musikfestivals entstanden sind, und sich, aha, dem Thema Flucht widmeten.

Mir gefiel Clinton Haycrafts «No Escape», ein rockiges Kammerstück für gemischtes Ensemble und Elektronik und Teresa Carrascos «Railes», eine vielstimmige, einnehmende Komposition für Mezzosoprane und Instrumentalquintett. Hier macht sich eine neue Generation von «klassischen» Musikerinnen und Musikern bemerkbar. Unverkrampft und neugierig auf der Suche nach der klingenden Gegenwart.

Wenn wir schon bei zeitgenössischer Musik sind, erlaube ich mir einen kleinen, zugegebenermassen nicht ganz uneigennütziger Ausblick in dieser Sache. Generiert vom Veranstaltungskalender der Zeitschrift «Dissonance» (unter Ort Bern eingeben):

10. September 2011, 19 Uhr
Tonus-Music Labor
48 Minutes / 48 Drummers, mit Michael Gerber, Alex Antener und Don Li
 
11. September 2011, 19:30 Uhr
Konservatorium
VERTIGO, ensemble für zeitgenössische musik der hochschule der künste bern, Stücke von Wael Sami El-Kholy, Kaspar von Grüningen, Aram Hovhannisyan und Ulrike Mayer-Spohn
 
16. September 2011, 18 Uhr
Konservatorium
Ensemble Makrokosmos “Nouveaux horizons, explorations”, Stücke von Antoine Fachard, Rajiv Satapati, Mathieu Corajod, Stefan Wirth, Xavier Dayer
 
17. September 2011, 20 Uhr
Dampfzentrale
ensemble proton bern
, Stücke von Xavier Dayer, Gabrielle Brunner und Christian Henking
 
7./8. Oktober 2011, 20 Uhr
Dampfzentrale
Festival Mikroton, mit Christian Kesten, Stephen Altoft, Robin Hayward, Johnny Chang,  Christian Kobi, Jonas Kocher, Petra Ronner, Martin Lorenz und dem Mondrian Ensemble
 
28./29./30. Oktober 2011, 20 Uhr
Münster
Festival Zoom-In, mit Thomas Ankersmit, Phil Niblock, Christian Wolfarth, Herpes Ö Deluxe, Duo Studer-Frey, Jacques Demierre

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Ein Kommentar zu “Den Kopf drehen”

  1. Simona Isler sagt:

    Gewonnen hat den Wettbewerb übrigens Aram Hovanissyan mit der Komposition “Klänge der verwüsteten Täler II”. Zu hören war das Stück gestern, am zweiten Konzertabend des Kompositionswettbewerbs.