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Pater Pio und seine Pseudowunden

Blog-Redaktion am Samstag den 31. Oktober 2015

In allen Religionen ist die Grenze zwischen Glaube und Aberglaube fliessend. Da Kirchen die Hüter des Übersinnlichen sind, erliegen viele der Versuchung, die rote Linie zu überschreiten. Denn dort befindet sich das Reich der Wunder, das Gläubige elektrisiert. Ein Paradebeispiel ist der italienische Pater Pio, der den Aberglauben hemmungslos kultivierte und zelebrierte.

Neben den Päpsten ist Pater Pio in Italien und weit über die Grenzen des Stiefels hinaus die bekannteste katholische Kirchenfigur. Nach einer Umfrage der katholischen Zeitschrift «Famiglia Cristiana» beteten einst mehr italienische Gläubige zu Pater Pio als zu Jesus Christus oder der Mutter Gottes. Bis vor wenigen Jahren pilgerten auch mehr Gläubige zum Kapuzinerkloster von San Giovanni Rotondo, Apulien, der Stätte seines Wirkens, als zum Wallfahrtsort Lourdes. Auch nach seinem Tod 1968 riss der Pilgerstrom nicht ab.

Doch nun versiegt dieser allmählich, der Ort mit den unzähligen Hotels gleicht zeitweise einer Geisterstadt. Der Glanz des heiligen Popstars verblasst, die Karawane der Gläubigen zieht weiter. Auch der Glaube ist also nicht davor gefeit, Modetrends zu unterliegen. Oder haben sich die Gläubigen etwa emanzipiert?

Gründe gäbe es tatsächlich viele, Pater Pio in der Mottenkiste zu versenken. Denn der Geistliche war nicht nur eine schillernde Figur, er trickste und führte die Gläubigen hinters Licht. Trotzdem scheute sich die katholische Kirche nicht, Pater Pio fast in Rekordzeit heilig und selig zu sprechen. Damit machte sie sich zum Komplizen eines sehr fragwürdigen Geistlichen.

Der Pater spielte virtuos und erfolgreich auf der ganzen geistlichen PR-Klaviatur. Er gab sich demütig, operierte aber als Ich-AG. Mit angeblichen Wunderheilungen zog er die Kranken und Ängstlichen an und suggerierte, direkt mit Jesus kommunizieren zu können und mit entsprechenden Heilkräften aus dem Himmel versorgt zu werden. Staunen liess er seine Fans auch mit angeblich treffsicheren Prophezeiungen.

Die grösste Attraktion waren hingegen seine Stigmata. Das Phänomen begann 1910 mit Hautrötungen an den Händen. Er habe so sehr mit Jesus mitgelitten, dass sich Wundmale entwickelt hätten, liess er durchblicken. Das kam sogar dem Vatikan suspekt vor, weshalb er dem Padre manchmal verbot, in der Öffentlichkeit aufzutreten.

Zu den Skeptikern gehörte vor allem der italienische Historiker Sergio Luzzatto. Er wies nach, dass Pater Pio grosse Mengen Karbolsäure einkaufte und damit offensichtlich die Wunden verursachte. Pio bezog auch beträchtliche Mengen des Nervengifts Vertarin. Der Historiker vermutete, Pater Pio habe mit dem Nervengift die Schmerzen betäubt. Der Kapuzinerorden verteidigte hingegen ihren berühmten Bruder mit dem Argument, Pio habe die Karbolsäure Phenol gebraucht, um Spritzen zu reinigen.

Auf jeden Fall liess sich Pio nicht bremsen, im Lauf der Jahre traten auch an Brust und Füssen Stigmata auf und wurden immer tiefer. Und mit den wachsenden Pilgerströmen wurden die kritischen Stimmen immer leiser, zumal die Besucher der Region zu wirtschaftlichem Aufschwung verhalfen.

Als er 1999 selig- und 2002 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen wurde, pilgerten Hunderttausende nach Rom. Die kritischen Stimmen – auch die innerkirchlichen – waren längst verstummt. Niemand interessierte sich mehr für die Recherchen des Historikers Luzzatto, die ergeben hatten, dass Pater Pio intime Beziehungen mit Frauen gepflegt und die faschistische Bewegung in Italien unterstützt haben soll.

Solche Kleinigkeiten kümmerten Papst Johannes Paul II. und die Kurie nicht im Geringsten. Hauptsache, sie hatten eine neue Gallionsfigur und medienträchtige Zeremonien bei der Selig- und Heiligsprechung mit Hunderttausenden von Besuchern. Es störte sie auch nicht, dass ihr Heiliger tief in die okkulte Trickkiste griff. So behauptete Pater Pio nach lupenreiner esoterischer Manier, die Gabe der Bilokation zu besitzen. Also gleichzeitig an verschiedenen Orten unterschiedlichen Personen erscheinen zu können. Dabei hat Jesus selbst vor okkulten Praktiken gewarnt.

Der Spuk ging weiter, nachdem Pater Pio gestorben war. «Auch nach seinem Tod erfolgen solche Erscheinungen», lesen wir auf der offiziellen Website über ihn. Dort sind auch die «Botschaften an die Welt» wiedergegeben, die Pater Pio seinen Anhängern aus dem Himmel übermittelt. Schon erstaunlich, was unter dem Dach der katholischen Kirche alles Platz findet. Nur die Wiederverheirateten müssen draussen bleiben, wenn die Kommunion verteilt wird.​

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275 Kommentare zu “Pater Pio und seine Pseudowunden”

  1. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Ireland – “Archbishop reveals concerns about recent cases of possible abuse by priests – Speaking to Eamonn Mallie on Irish TV, the leader of Ireland’s Catholics said, “Every single time that I come across anything now that potentially could be a criminal offence, it may not be a criminal offence, but potentially- we now have a system, we have a dedicated person”. “With regard to my own life and my own work as archbishop,” Martin continued, “I would say yes, even since last September [2014] there have been a number of cases, not of child abuse, but cases where we’ve been worried that somebody who is vulnerable may have been abused by a priest.” (6.11.2015)

    http://www.thejournal.ie/archbishop-abuse-case-2428577-Nov2015/

  2. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Peru – “Catholic society admits sex abuse probe against founder – A secretive Roman Catholic society with chapters across South America and in the U.S. has revealed under pressure that a Vatican investigator is looking into allegations that its founder sexually molested young recruits. The scandal at the Peru-based Sodalitium Christianae Vitae, or Sodalitium of Christian Life, has close parallels to other recent cases of charismatic Catholic leaders in Latin America being accused of sex abuse — as well as the church dragging its feet on investigating claims and trying to keep scandals quiet.” (31.10.2015)

    http://www.businessinsider.com/ap-peru-catholic-society-admits-sex-abuse-probe-against-founder-2015-10?IR=T

  3. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    UK – “A Jersey Anglican Church group has asked the Archbishop of Canterbury to make public a report into protecting young vulnerable people in the church. In 2008 a woman, known as HG, made a formal complaint about abuse by a Jersey churchwarden. The inquiry into the handling of the complaint recommended no disciplinary action should be taken against any Jersey Anglican clergy member. The report has been kept confidential on legal advice. HG said its publication could cause her harm and threatened legal action. The renewed calls for it to be made public have been made in a letter from Senator Sir Philip Bailhache, the Lay Chair of the Deanery, to the Most Reverend Justin Welby, who said the matter was “gravely affecting Jersey”.” (5.11.2015)

    http://www.bbc.com/news/world-europe-jersey-34734328

  4. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Suisse – “Un prêtre tessinois à la retraite soupçonné d’abus sexuel – Un prêtre tessinois de 64 ans, à la retraite, est sous les verrous. La justice le soupçonne de différents abus sexuels, notamment sur des enfants ou des personnes en situation de dépendance. Le prêtre suisse domicilié dans la région de Lugano n’exerce plus aucune activité pastorale, précise la police cantonale tessinoise jeudi dans un communiqué.” (17.9.2015)

    http://www.rts.ch/info/regions/autres-cantons/7094342-un-pretre-tessinois-a-la-retraite-soupconne-d-abus-sexuel.html?rts_source=rss_t

  5. Fürchtegott Hablützel sagt:

    @Herr Bamberger,
    danke für das stete Aufzeigen von Einzeltätern der RKK. Uns interessiert, wieviele RKK Angehörige in schweizerischen und französischen Justizvollzugsanstalten leben und resozialisiert werden.
    Im Falle der Juden ist es einfach; in beiden Ländern null.
    Im Falle der Gläubigen (undeutsch: Muslime) sind es in der Schweiz rund 34%, in Frankreich über 50%.Die Universität Zürich hat eine kriminalwissenschaftliche Abteilung, die entsprechende Daten erhoben hat.

  6. Pasionaria sagt:

    Karl Martell
    ….. immer noch der Alte

    “Sehr schön, wie Sie auf meine Mitteilung/Feststellung eingehen, sehr sachlich, ganz und gar nicht wadenbeissend.”
    Und was ist mit meinen Mitteilungen/Fragen, deren Beantwortung ich zuvor braeuchte……, dann halt nochmals “Sie zaehlen da Unmengen an Glaubensgemeinschaften, Sekten und Lehren auf. Koennen Sie uns vorgaengig bitte die Unterschiede einerseits und die Gemeinsamkeiten anderseits zu der Ihrigen bekannt geben?”

    Wohl auch bezeichnend, dass Sie das Zwicken in den Waden als Beissen empfinden.
    Wissen Sie, strammer Herr, wir versuchten eigentlich lange den Engel in Ihnen zu streicheln, vergebens, nun muessen wir zwangslaeufig den xenophoben Diabolo in Ihnen zwicken.

    Zudem, gottesfuerchtiger Eidgenosse des letzten Jahrhunderts, auf Ihre dermassen verdrehten Meinungen, resp. Ihre Hetzen, Stellung zu nehmen, bedarf es wohl gleich verdrehtes Gedankengut oder einen cool gebliebenen Analienysten, siehe um 10.37h. Diese Nerven und Vokabulare besitzen nicht alle.

  7. Pasionaria sagt:

    Bernie
    “Und unterstütze eine Initiative für ein Verbot ritueller Beschneidungen . Können Sie damit leben?” – Sehr sogar, es soll niemals rituell, dafuer aber fachmaennisch und unter Narkose geschehen.
    “Käme eine schöne Fee und würde mir den Wunsch für eine neue Gesetzgebung erfüllen, dann…..”

    Warum muss die Fee schoen sein, Solange sie Wuensche erfuellt?
    Dazu gaebe es aber noch viel wichtigere und weitsichtigere Wuensche, die den Ihren einschliessen wuerden: Es duerfen keine Kinder in eine Religionsgemeinschaft und deren Rituale gepresst werden, sie sollen ab 16 Jahren selbst entscheiden duerfen/muessen.

    Sicherlich, ziemlich sehr sicher…… sieht es M.Bamberger aehnlich..

  8. Rodolfo sagt:

    @ Karl Martell junior
    Und was wollen Sie mit diesen Prozentzahlen ausdrücken?
    Dass die Juden sehr rechtschaffen sind und die Muslime sehr kriminell?
    Erinnern Sie sich noch an die Schlacht von Marignano, als die übermütig grosskotzigen Eidgenossen grauenhaft auf den Deckel bekommen haben?
    Die wollten doch tatsächlich Italien erobern!
    Dabei geht das doch viel einfacher:
    Wir reisen als Touristen dort hin und geniessen das schöne Wetter, das Meer und die Italianita.
    Aber die grobschlächtigen Eidgenossen wollten mit dem Kopf durch die Wand…
    Und jetzt behaupten sie, sie seien neutral, dabei sind sie vor allem auf der Seite des Geldes.
    An den seriösen Banker glauben wohl nur noch Sie!
    Womöglich glauben Sie noch, dass der Storch die Kinder bringt.
    Dabei sind es die Flüchtlinge.
    Herr und Frau Schweizer arbeiten so viel für die Karrière und fürs Eigenheim, dass zum Kinder kriegen und aufziehen die Zeit fehlt.
    Die Kinder der Flüchtlinge werden unsere AHV finanzieren.
    Wenn sie nicht kriminell werden.

  9. andersen sagt:

    @Rodolfo schreibt:

    Die Kinder der Flüchtlinge werden unser AHV finanzieren.
    Nein.
    Erst wird die Schweizer und die Inländer im Pflicht genommen, dieser Problem mit der demografische Entwicklung zu lösen.
    Und die Politiker werden nach Lösungen suchen müssen, damit weitere Menschen nicht flüchten müssen.

    Zurück zum Thema:
    Padre Pio hat es geschafft ein von die modernste Spitäler in Italien zu errichten:

    Neue Arbeitsplätze und ein gute akute Behandlung.

  10. Rodolfo sagt:

    @ andersen
    In die Pflicht genommen?
    Wie soll das denn gehen?
    Amtlich verordnetes Kinder kriegen etwa?

    @ Homo Dummkopf
    Freut mich, wenn Sie nicht aufgeben und bleiben, auch wenn Sie hin und wieder angefeindet werden!
    Hugo Stamm stellt uns ja mit seiner Gastfreundschaft und Toleranz (die auch gewisse Grenzen hat. Dann ertönt die jeweils Trillerpfeife des “Schiedsrichters”: “Foul! Verwarnung! Gelbe Karte! Rote Karte für den Beitrag, der gelöscht wird!”) eine hervorragende Spielwiese zur Verfügung, auf der wir -mit einem Leitartikel als thematischem Aufhänger- unseren Gedanken freien Lauf lassen können und wortwörtlich über “Gott und die Welt” miteinander diskutieren können!
    Die Unterscheidung in “Weltlich” und “Religiös” ist nämlich auch so ein polares “Schwarz-Weiss-Denken”, welches zwar Ordnung schafft, aber der komplizierten Wirklichkeit in keiner Weise gerecht wird.
    “Gott” hat sehr viel mit “der Welt” zu tun und “die Welt” hat sehr viel mit “Gott” zu tun.
    Beides ist untrennbar miteinander verbunden.
    Das war jetzt ganz allgemein.
    Nun kommt die Feinarbeit im Detail:
    Was ist an dem Artikel über “Neuvölkische Propaganda” schwach?
    Nur zu sagen, etwas sei “schwach” ist mit Erlaub (tönt schon vornehm wissenschaftlich, dieses “mit Erlaub”..) eine schwache Kritik!
    Der (schwache) Vorwurf der “Schwäche” fällt so wie ein Buh(!)merang auf Sie zurück.
    Also hake ich nochmals nach:
    Warum bewerten Sie den von mir empfohlenen Artikel aus dem Tages Anzeiger von gestern als “schwach”?

  11. Solochrist sagt:

    @ Pasionaria 2. November 2015
    @ Rabbi Jussuf

    Danke für eure Antwort. 🙂

    Nun ‘meine’ Blondine heisst Maike van den Boom und hat auch ein Buch zum Thema Glück geschrieben.
    h ttp://www.focus.de/kultur/vermischtes/maike-van-den-boom-so-werden-sie-gluecklich_id_4675671.html

    Fasziniert hat mich ihr Gedanke, dass wir für das Glück des anderen mitverantwortlich sind: ‘lächle uns es lächelt zurück’…

    und eben dies fehlt (nicht nur) hier am ‘stammtisch’. Die Antworten und Beiträge auf die himmelschreienden Themen im Blog sind eigentlich schon vorgegeben!

    dä solochrischt
    🙂

  12. Rodolfo sagt:

    @ Solochrist
    Jetzt weiss ich, warum pasionaria nichts von dieser “Blondine” hält…
    Auch ich reagiere allergisch auf eine solche “Positivismus”-Verkünderin, die uns sagt: “Die Armen haben gar kein Problem mit ihrer Misère, denn sie sind ja soo glücklich!”
    So ist es eben nicht!
    Sie haben sehr wohl ein Problem mit der ungleichen Verteilung des Reichtums!
    Aber sie machen einfach das beste daraus, während wir hierzulande auf hohem Niveau jammern.
    Solche Luxusprobleme hätten die wirklich armen auch gerne…
    Aber ob sie deswegen glücklich sind, weil sie keine Luxusprobleme haben, sondern existentielle Probleme, bezweifle ich.
    Ich habe schon erlebt wie ein alkoholisierter “Armer” zu mir sagte:
    “I have no problems, except money.”
    In der Folge redete er sich zunehmend in Rage, bis es für mich sehr ungemütlich wurde, da ich als Weisser Schuld haben musste an seinem Geld-Mangel.
    Bei einem Gang auf die Toilette folgte er mir zusammen mit einem Kollegen.
    Die Gefahr von Kidnapping war plötzlich real geworden.
    Schliesslich stellte sich mein relativ gross gewachsener Bodygebuildeter Schwager breitbeinig und grimmig neben mich ans Pissoir, worauf sich die Armen (aber soo glücklichen!) verzogen.
    So ist die Realität in den glücklichen armen Ländern, dort, wo keine Blondinen-Touristinen hin kommen…

    Und noch was:
    Auf den Spruch “lächle uns, es lächelt zurück:” reagiere ich allergisch!
    Unsere neue Chefin hat diesen Spruch in unserem Geschäft aufgehängt, bevor sie mich aus dem Betrieb gemobbt hat…
    Ich würde ganz im Gegenteil sagen:
    Misstraue den künstlich lächelnden, scheinbar Glücklichen, denn sie sind so selbstbeherrscht, dass sie ein Monstrum in sich tragen.
    Ihre Seele ist eine Mördergrube.

  13. andersen sagt:

    @Rodolfo

    Die meisten Kinder werde in den Ferien erzeugt.
    36 Stundenwoche und 6 Wochen Ferien, da könnte noch viele Überraschungen geben.
    Gratis Krippenplätze und flexible Arbeitsgeber.

    Ich bin leergefühl, ist zu Zeit ein Problem.
    Familienväter, die die Kinder nicht mehr wahrnimmt und Ehemänner, der die eigene Frau nicht mehr zu sagen hat, Abschottung und Rückzug sind die Folgen.

  14. Roland K. Moser sagt:

    @ Armin
    31. Oktober 2015 um 16:39
    Der gefällt mir!

  15. Roland K. Moser sagt:

    War es in diesem Blog, wo jemand geschrieben hat, dass die Bergpredigt von Jesus vielleicht nur ironisch gemeint war?

  16. Homo Dummkopf sagt:

    tschuldigung…wenn ichs eilig habe….zudem ist immer schwer bei meinen Texten auseinander zu halten, was ist Ironie, was ist “so gemeint”…
    was sind absichtliche Buchstabenfehler oder was ist versehentliches WERK meines kaputten Internets, PCs bzw. der überschnellen Tastatur, die einfach nicht spurt….

  17. Solochrist sagt:

    @ Rodolfo, 7. November 20

    Hey, danke für Deine Zeilen, Deine Gedanken. Lass mich noch etwas darüber nachdenken.
    Dein Schwager, wie ist seine Nummer 😉

    dä solochrischt
    guät druf trotz Schwiegervater bsuäch… (Do nützt aläs lächlä nüt)

  18. Rodolfo sagt:

    @ Solochrist
    Mein Schwager ist jetzt in Amerika.
    Seine Telephonnummer weiss ich nicht.
    Aber übernächstes Jahr werde ich ihn wahrscheinlich treffen.
    Dann kann ich ihn fragen.
    Einen Schwierig Vater weglächeln?
    Schwierig…

  19. Rodolfo sagt:

    @ andersen
    Dazu ist gerade im Tagi-Magi ein Artikel erschienen:
    “Was ist bloss mit den Männern los?”
    Was passiert, wenn er die Lust am Sex in der Beziehung verliert.
    Von Anuschka Roshani

  20. andersen sagt:

    Ein guter Zitat gibt es von Padre Pio:

    Ich will niemand ein Bonbon geben, wenn sie ein Abführmittel braucht.

  21. Homo Dummkopf sagt:

    PS
    wir sind doch wohl einer Meinung, dass dieses Zeitalter die Welt nicht als “Paradies” beläßt, was sie viel mehr sein könnte, würde man die “Gesetze” der Natur befolgen. Dafür gibt es viele Fenster (ich als Sehmenschin sehe magische “paradiesische” Schönheit…und tatsächlich jene verschwenderishe Vielfalt…die aber unter barbarischer Vereinheitlichung ausgemerzt wird)
    wir sind auch einer Meinung, dass wir als westliche Welt teilen und unterstützen müssen (wobei ich der Meinung bin, dass Entwurzelung von Menschen generell nicht zuträglich ist) Spätestens jetzt wäre es an der höchsten Zeit, vieles radikal zu verändern. Aber sehen Sie wesentliche Mitmacher? Und wenn ja, wohingehend veränern?

    cc Gruppe—>telekolleg Faszination Psychologie (lohnt sich! ua. youtube BR alpha..)
    cc Meinungsmache, Video und Folien
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=28283

  22. Homo Dummkopf sagt:

    Worldprimetime…

    die Flüge fallen aus (weil die Flugbegleiter streiken) und Homo Dummkopf steht bedeppert da und kommt nicht hin und kommt nicht weg. Wollte mal eben zu einem Konzert in England jetten. Pech gehabt, Kleener…
    Mußt umdisponieren…und Ansprüche und Routine zurück schrauben. Vielleicht mit Solar fahren oder ein Ebike aus recycelten Teilen….

  23. Pasionaria sagt:

    Rodolfo
    Cc Solochrist
    am 7.11 um 07.36h @ Solochrist – prima geschildert und getroffen, danke, besonders:
    “Jetzt weiss ich, warum p. nichts von dieser “Blondine” hält…
    Auch ich reagiere allergisch auf eine solche “Positivismus”-Verkünderin, die uns sagt: “Die Armen haben gar kein Problem mit ihrer Misère, denn sie sind ja soo glücklich!”
    So ist es eben nicht! Sie haben sehr wohl ein Problem mit der ungleichen Verteilung des Reichtums!
    Aber sie machen einfach das beste daraus, während wir hierzulande auf hohem Niveau jammern.
    Solche Luxusprobleme hätten die wirklich armen auch gerne… Aber ob sie deswegen glücklich sind, weil sie keine Luxusprobleme haben, sondern existentielle Probleme, bezweifle ich………..
    Misstraue den künstlich lächelnden, scheinbar Glücklichen”

    Um ‘kuenstlich’ das sog. Glueck zu vermitteln, greifen diese Profi-Gluecksfeen oder -Prinzen auch in die erdichtete, resp. falsch dargestellte Trickkisten. Siehe die Oranjefee mit dem Panzerverglasten-Kinder-Privattaxi, so muehsam.

    Vielleicht muss man doch laenger in einem Lande leben, wo es sehr viel Armut gibt, um die Verklaerungen um das Thema Glueck zu erkennen.

    .
    Solochrist
    “Nun ‘meine’ Blondine heisst Maike van den Boom und hat auch ein Buch zum Thema Glück geschrieben.”
    Das ist ja das Problem: Glueck und Religion lassen sich dermassen einfach und trickreich verkaufen, sehr bedenklich und schade.
    Bitte Du, Solochrist, wirst doch nicht darauf hineinfallen.

    Nun, Solochrist, auch ich kann Dich auf einen, halt nicht blauaeugigen, Fachmann und seines Zeichens Psychologe und Psychotherapeut hinweisen, der auch ein Buch zum Thema Glueck schrieb:
    h ttp://www.ard.de/home/themenwoche/Guenter_Scheich___Positives_Denken_macht_ungluecklich_/409126/index.html

    Frage an Dich: Ist das Glueck nicht eigentlich ein heikler Sammelbegriff, worin zu viele zu viel einpacken und teilweise dies noch verkaufen wollen?
    Meines Erachtens gibt es sowieso nicht DAS Glueck, es hat soviele Schattierungen wie das Leben selbst. Und selbstverstaendlich – was Du wohl meinst – heisst gluecklich sein nicht, das Beste von allem zu haben, sondern das moeglichst Beste aus allem zu machen. Das steht wieder auf einem anderen Blatt.
    Jedenfalls, versuchen wir doch, jemanden in unserer naeheren oder weiteren Umgebung gluecklich zu machen, dann bekommt man oft (auch das nicht immer – aber immer oefter…..) viel Glueck zurueck.

    Vergiss lieber die schwatzhafte, geschaeftstuechtig-schwindelnde, olle, blonde Oranjefrau, und zaubere, auch ohne dem fahlen Maike-Rezept, ein Laecheln auf Deines Schwiegervaters Gesicht via dem Deinigen.

    Fazit: GluecksvermittlerInnen lassen vom Glueck traeumen, wovon Realisten sich nichts traeumen lassen.

  24. Pasionaria sagt:

    Solochrist
    Wo steckst Du, hoffentlich nicht bei einer blonden Gluecksfee?
    Betreffend dem Positiven Denken moechte ich Dich gerne auf den Stammblog von dazumal aufmerksam machen. Ueberflieg ihn mal, und mach Deine Gedanken dazu. Die Pas. solltest Du natuerlich nicht nur ueberfliegen, sondern studieren. (Hoffentlich habe ich keinen Stuss geschrieben…..!)
    Hoere gerne Deinen Kommentar dazu.

    .
    Steinlaus
    Wie geht es Dir unterdessen? Bist Du schon einigermassen mobil, vorallem ohne Schmerzen?
    Immer noch in der Reha ‘arbeitend’?
    Alles Gute und baldige Vollgenesung.

  25. Pasionaria sagt:

    Solochrist
    Ja, den Link haette ich natuerlich auch liefern sollen, hier:
    h ttp://blog.tagesanzeiger.ch/hugostamm/index.php/22/die-kraft-des-positiven-denkens/
    Viel Vergnuegen und mach was draus!