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Botschaften aus dem Jenseits

Hugo Stamm am Samstag den 23. August 2014
Solheim Cup - Preview Day 3

Esoteriker verstehen Gott als höhere Form von Energie. (Foto: Getty Images)

Das Gespräch mit Gott ist ein alter Menschheitstraum und ein zentraler Inhalt vieler Glaubensgemeinschaften. Die Kommunikation mit dem höchsten Wesen vermittelt die Überzeugung, dass es überhaupt einen Schöpfer gibt und wir ihn erfahren. Aus Sehnsucht, mit Gott in einen Dialog zu treten, ist das Gebet entstanden. Es weist autosuggestive Elemente auf und hilft, Glaubenszweifel zu zerstreuen. Der Glaube an Gott als eine Art Übervater vermittelt Geborgenheit.

Esoterikern geht diese spirituelle Heimat vordergründig ab. Sie glauben nicht an einen personalen Gott. Sie verstehen Gott als höhere Form von Energie, eine Art Urkraft, die in einer hohen Frequenz schwingt.

Diese Vorstellung ist nicht sonderlich sinnlich. Wir denken dabei intuitiv an physikalische Attribute. Gott als Energiequelle wirkt auch nicht spirituell. Doch für Esoteriker besteht das ganze Universum ausschliesslich aus Energie, somit auch Gott. Immerhin sind sie damit in gewissem Sinn moderner als monotheistische Religionen. Denn die Physik erklärt die Welt ebenfalls vom Prinzip der Energie her.

Doch das Energiemodell ist der einzige zeitgemässe Aspekt der esoterischen Ideen. Die geistigen Wurzeln der Esoterik reichen bis in frühere Epochen, in denen der Aberglaube das vorherrschende Prinzip war. Ausserdem ist das Energiemodell kein attraktives Marketingkonzept, es fehlen die emotionalen Bezüge. Trotzdem hat die Esoterik einen beispiellosen Siegeszug angetreten und ist zur Ersatzreligion geworden. Der Trick: Die Esoterik hat Ersatzgötter geschaffen, die sogenannten Avatare oder aufgestiegene Meister. Diese stellen die Kommunikation mit den kosmischen göttlichen Instanzen mittels Channeling her und sorgen für ein emotionales Schaumbad.

Konkret: Erleuchtete spirituelle Meister werden nach ihrem Tod Teil der göttlichen Hierarchie und stellen sich als Vermittler in den Dienst der Menschen. So können medial begabte Personen, also Medien, einen geistigen Kanal zu den aufgestiegenen Meistern herstellen und angeblich authentische Botschaften aus dem Jenseits empfangen. Quasi ein aktuelles Evangelium.

Diese Botschaften der verschiedenen esoterischen Medien erinnern oft an eine Märchenstunde von Trudi Gerster. Und sie widersprechen sich nicht selten diametral. Das kümmert Esoteriker aber wenig, denn das kritische Hinterfragen ist nicht erwünscht. Es ist auch kein Zufall, dass das Channeling an Uriella erinnert, die sich ebenfalls als Sprachrohr Gottes versteht und auch Botschaften aus dem Jenseits empfängt. Ihre Trefferquote ist etwa gleich tief wie diejenige der Avatare, die auch gern Zukunftsprognosen machen. Würde das Channeling funktionieren, wäre die Welt schon hundertfach untergegangen.

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201 Kommentare zu “Botschaften aus dem Jenseits”

  1. Hypatia sagt:

    Michael Bamberger am 28. August 2014 um 15:14@ Brunhild Steiner

    “Würden Sie darauf immer noch Ihrer Tochter zu diesem Arzttermin beim Gynäkologen XY raten?”

    Sehen Sie denn nicht, dass Sie mit solchen Fragen religiös gläubige Menschen diskriminieren, wenn Sie sich diese Frage mit “Nein” beantworten oder auch nur ein “Nein” erwarten? –

    Das ist es denn auch, was mich an Ihrer Argumentationen schon lange stört. Sie diskriminieren hier öffentlich religiös Gläubige und grenzen sie aus unserer Gesellschaft aus, oder haben doch wenigstens den Wunsch, dies zu tun.

  2. Ueli sagt:

    @Michael Bamberger
    Sie massen sich doch nicht ernsthaft an zu wissen ob die Autoren des Alten Testaments überhaupt nicht wussten was eine Metapher ist? Ich glaube Sie unterschätzen unsere religiösen “Steinzeitpoeten” ganz gewaltig – die haben noch ganz andere Geheimnisse der Natur sich vor Augen führen können – nur klingt die Sprache dieser Zeit für uns moderne Menschen halt recht antiquiert. Jeglicher Monotheismus wäre nicht einmal eine Diskussion wert – falls man ihn einfach mit der modernen Wissenschaft “erledigen” könnte. Die grossen Religionskritiker von Nietzsche, Feuerbach über Marx, Stirner und Freud – gingen deswegen auch einen anderen Weg – da die Herrschaften wussten, dass man dem Rätsel des Monotheismus nicht mit einem plumpen Materialismus den Gar ausmachen kann.

  3. Michael Bamberger sagt:

    @ Felix

    Sollte Brunhild Steiner einen Anwalt in der Form eines ewig-jammernden plat pays Hominiden gebrauchen, wird sie sich höchst wahrscheinlich nicht bei Jacques Brel, sondern bei Dir melden, denn Jacques Brel hatte wenigstens eine sehr grosse Portion Talent.

  4. Michael Bamberger sagt:

    @ Brunhild Steiner

    Wenn Sie Zeit und Lust haben und auch offen genug dafür sind, dann empfehle ich – zum Thema welches wir seit kurzer Zeit durchkauen – folgendes:

    http://www.youtube.com/watch?v=ctuloBOYolE

    Im affirmativen Fall wünsche ich Ihnen viel Vergnügen und viel Spass dabei.

  5. Michael Bamberger sagt:

    @ Ueli

    “Sie massen sich doch nicht ernsthaft an zu wissen ob die Autoren des Alten Testaments überhaupt nicht wussten was eine Metapher ist?”

    Belegen Sie mir das Gegenteil, aber bitte mit stichhaltigen Argumenten.

  6. Nada sagt:

    @Michael Bamberger: Ich interpretiere überhaupt nichts, genauso wenig wie die Autoren der Genesis dies taten und dabei nicht im Entferntesten an Metaphern dachten, weil sie es einfach nicht besser wussten.

    Dachten die Autoren der Geschichte deiner Meinung nach tatsächlich, dass sie einen Tatsachenbericht aufschrieben? Oder könnte es nicht vielleicht so gewesen sein, dass sich die Autoren mit diesem Schöpfungsmythos deutlich von anderen Völkern abheben wollten:

    Der Bericht soll etwa zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft entstanden sein (siehe Priesterschrift). In Abgrenzung zur polytheistischen Weltsicht der Babylonier stellten sie nun die Einzigartigkeit ihres Gottes heraus, der Herr über die gesamte Schöpfung ist. Der Glaube der Israeliten an ihren Gott, in der babylonischen Verbannung, in der äußeren Niederlage des Volkes Israels, wurde nun als Identifikationsgrundlage für das Volk erkannt und sollte gefestigt werden. Er musste der Versuchung der scheinbar siegreichen Religion Babylons mit seinen prunkvollen Liturgien (beispielsweise des Neujahrsfestes) widerstehen.

    Das kleine Israel war umgeben von den großen Kulturvölkern der Babylonier und Ägypter, die unter anderem auch die Gestirne und die Elemente als Götter verehrten. Im Gegensatz zu den verbreiteten Ansichten der meisten polytheistischen Religionen jener Zeit, wonach diese durch göttliche Zeugungen entstanden, lehrt die Bibel, dass alles durch das Wort Gottes erschaffen wurde (wikipedia)

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass folgende Verse eine klare Spitze gegen den Glauben der Babylonier waren:

    Gen 1,16 Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne.
    Gen 1,17 Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten.

  7. Brunhild Steiner sagt:

    @Michael Bamberger, 28. August 2014 um 17:28 @ Brunhild Steiner

    “Nein, ich leite überhaupt keine wasserdicht gegebene Nicht-Existenz ab…”,

    dann muss ich das wohl anders formulieren, irgendwie in die Richtung:
    in Ihren Begründungen warum es keinen Gott geben kann, neigen Sie dazu, Hinweise zur ET zu machen.
    Diese Hinweise scheinen für Sie ein wichtiges Argumentarium darzustellen,
    was mich zur beanstandeten Schlussfolgerung gebracht hat.

    “I rest my case!”
    Auf Deutsch: bei der ist mehr als Hopfen und Malz verloren?

    Den Video werde ich mir anschauen und Sie bezüglich erlebtem Vergnügen/Spass wissen lassen.

  8. Brunhild Steiner sagt:

    @Michael Bamberger:
    war soeben dort, werde diese 2h ein andermal investieren. Allerdings hab ich von dieser Debatte schon gehört, respektive deutsche Berichte darüber gelesen, bin also nicht ganz unvoreingenommen. Dass sich jemand “der meine Sichtweise verteidigen sollte” unter die Räder kommt, erschüttert meine Überzeugungen nicht unbedingt doch ich werde die Details noch liefern.

  9. Ueli sagt:

    @Michael Bamberger
    Lesen Sie z.B. das Buch “Moses ein Ägypter” von Jan Assmann und werden Sie ein bisschen Demütiger punkto Intelligenz / Wissen der AT-Verfasser.

  10. Ueli sagt:

    @Michael Bamberger
    Entschuldigung: “Moses der Ägypter” – “Entzifferung einer Gedächtnisspur” von Jan Assmann.

  11. andersen sagt:

    Früher galt die Gesetzte des Tropenwalds für das ” Zusammenleben””, das Prinzip von Fressen und Gefressenwerden.
    Dieser Sichtweise ist alt.
    Die Denker im antiken Rom warnten vor zweitausend Jahren:
    Homo homini lupus-der Mensch verhält sich seinem Mitmenschen gegenüber wie ein Wolf.
    Die Gedanken der Evolutionslehre auf die menschliche Geschichte zu übertragen war für die Kriegstreiber, nahe zu verführerisch, wurde auch nur von Machos vorangetrieben, die Kampflustiger sind und so war die biologische Betrachtungsweise vor allem im 19. und 20.Jahrhundert in Mode gekommen.
    Aber die biologische Betrachtung genügt nicht.

    Weil die Geschichte der aufrecht gehenden Zweibeiner weist eine Besonderheit auf:

    Die Menschen haben um sich herum eine Zivilisation aufgebaut und sie Leben in einer selbst geschaffenen Kunstwelt, wo Kultur, Recht, Freiheit und Moral wirksam ist.
    Und alle die Werte bestimmen wesentlich mit, welchen Weg die Menschheit gegangen ist und welch Richtung sie künftig einschlagen wird.

    Nur die menschlichen Gesellschaften sind derart komplex organisiert und allzu simplen “natürlichen” Erklärungen, sollte der Mensch misstrauen.

  12. Michael Bamberger sagt:

    @ Nada

    “Dachten die Autoren der Geschichte deiner Meinung nach tatsächlich, dass sie einen Tatsachenbericht aufschrieben?”

    Nein, das dachten sie mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht, denn was ihnen als Vorlagen diente, waren lediglich Schöpfungsmythen älteren Ursprungs. Das griechische Wort Mythologia setzt sich übrigen aus Mythoi = Geschichten und Legein = Erzählen zusammen.

    “Als älteste bekannte Schöpfungsmythen der westlichen Welt gelten die der Sumerer mit den auch später in der Bibel auftauchenden Motiven. Diese Mythen, beispielsweise die Erschaffung des Menschen, wurden in angepasster Form von den eindringenden Semiten übernommen.” (Wiki)

    „Du (Nintu) bist der Mutterleib, der die Menschen erschafft; erschaffe den Urmenschen, dass er das Joch auf sich nehme. Er nehme das Joch auf sich, das Werk des Enlil; den Tragkorb des Gottes trage der Mensch … Geschtu’e, den Gott der Planungsfähigkeit schlachteten sie (die Götter) in ihrer Versammlung. Mit seinem Fleisch und Blut überschüttete Nintu den Lehm. Für all die zukünftigen Tage … wurde nun aus dem Fleisch der Götter der Widimmu … Die Igigu, die großen Götter, spieen Speichel auf den Lehm … Mami/Nintu tat ihren Mund auf und sprach: Eure (Igigu) schwere Mühsal schaffte ich ab, euren Tragkorb legte ich den Menschen auf.“ (Atraḫasis-Epos, Tafel 1, Verse 194 bis 241 – um 1800 v.u.Z)

    “Das Gilgamesch-Epos ( um 1800 v.u.Z) enthält zahlreiche Parallelen zur biblischen Überlieferung. So erinnert die Figur des biblischen Noach stark an den göttlich auserwählten Helden Utnapischtim. Im 1. Buch Mose, Kapitel 6 EU findet sich auch das Motiv von Engeln, die sich auf der Erde materialisiert haben und Beziehungen mit Menschenfrauen eingegangen sind.” (Wiki)

    Um was es mir aber in meiner Replik an Ueli in erster Linie ging, war das Aufzeigen die Abwesenheit von u.a. geschichtlichem, geologischen und biologischem Wissen der Mythenerzähler, so dass ihnen also nichts anderes übrig blieb, als sich bestehende Mythen einzuverleiben und als Welterklärung hinzustellen, was wiederum bedeutet, dass sie gar keine Möglichkeit hatten, aus ihren Mythen Metaphern zu machen, da sich hinter ihren Mythen gar nichts mehr befand, ausser lauter Unwissen.

    Erst seit Lamarck und insbesondere seit Darwin, hat sich dieses bronzezeitlich mythologische Weltbild radikal geändert.

  13. Michael Bamberger sagt:

    @ Nada

    Erratum: “Um was es mir aber in meiner Replik an Ueli in erster Linie ging, war das Aufzeigen der Abwesenheit von…”

  14. Ueli sagt:

    @andersen
    “Homo homini lupus” ist ein Spruch von Thomas Hobbes und der ist ein dunkler Theoretiker des aufstrebenden Bürgertums des 18. Jahrhunderts und kein alter Römer. Übrigens: Gerade die Komplexität der modernen Gesellschaften führt zu einem Bedürfnis nach “Simplizität” und da bieten sich sowohl Nationalismus, Sozialdarwinismus und auch religiöser Fundamentalismus geradezu als “perfekte Lösung” an – vor allem für einfachere Gemüter. Die Nazis fanden ihre Klientel hauptsächlich beim verarmten Kleinbürgertum…

  15. olive sagt:

    @andersen

    Die lateinische Sentenz homo homini lupus ist ein abgewandeltes Zitat des römischen Komödiendichters Titus Maccius Plautus (ca. 254–184 v. Chr.).

    Im Originaltext von Plautus[1] steht lupus vorn:

    lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit non novit.

    Übersetzung:

    Ein Wolf ist der Mensch dem Menschen, nicht ein Mensch, wenn man sich nicht kennt.

    Bekannt wurde der Ausspruch durch den englischen Staatstheoretiker und Philosophen Thomas Hobbes. Immer wieder wird behauptet, dieser Ausspruch stamme aus seinem Hauptwerk Leviathan. Stattdessen stammt die Passage aber aus der Widmung des Werkes De Cive[2], die Hobbes an William Cavendish richtet. Er gebraucht Homo homini lupus als Beschreibung für den vorstaatlichen Naturzustand des Menschen. Weniger bekannt, aber für das Verständnis zentral ist Hobbes’ Relativierung des Satzes: Er schreibt, es seien „beide Sätze wahr: Der Mensch ist ein Gott für den Menschen, und: Der Mensch ist ein Wolf für den Menschen; jener, wenn man die Bürger untereinander, dieser, wenn man die Staaten untereinander vergleicht.“[3]

    Heute bekannt ist hauptsächlich die aus dem Zusammenhang genommene Bedeutung „Der Mensch ist des Menschen Wolf“, also frei übersetzt: „Der Mensch verhält sich gegenüber seinen Mitmenschen unmenschlich.“

    wiki

    Sie bedienen sich wohl “aus dem Zusammenhang genommenen Bedeutung” der Mensch verhält ich gegenüber seinen mitmenschen unmenschlich.

    So gesehen ist der Satz sowieso unangebracht, wenn man die Wöfe ein bisschen kennt.

    Die Gedanken der Evolutionslehre auf die menschliche Geschichte zu übertragen war für die Kriegstreiber, nahe zu verführerisch, wurde auch nur von Machos vorangetrieben, die Kampflustiger sind und so war die biologische Betrachtungsweise vor allem im 19. und 20.Jahrhundert in Mode gekommen.

    Die Evolutionstheorie wurde nicht auf die menschliche Geschichte übertragen, sie beinhaltet die menschliche Geschichte.

    Sie versuchen, den Menschen unbedingt da heraus zu nehmen, aus der Entstehung, aus der Natur , er soll ein höheres wesen sein, das über allem steht.

    Ein Wesen, das in Gefangenschaft zuerst fragt, wo bin ich
    nicht wie der Affe, der sofort aus dem Schüsselchen isst, weil er halt dumm ist..

    🙁

  16. andersen sagt:

    Es gibt einer der führenden Forscher , der Schweizer Biologe Renato Paro.
    Er hat genetisch identische Fruchtfliegen einem Hitzeschock ausgesetzt.
    Als die Fliegen schlüpften, hatten sie rote, statt weisse Augen.
    Sie vererbten ihre roten Augen weiter, obwohl die Gene selbst durch den Hitzeschock nicht verändert wurde.
    Daraus schliesst Renato Paro:
    Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Gene.

    Eben in der Natur, gilt der Damenwahl.
    Und der Mensch macht diesbezüglich keine Ausnahme.
    Die Wünsche der “Weibchen” sind bekanntermassen vielfältig, sie wollen mehr als ein hohlköpfigen Schönling.
    Dass die Welt bevölkert bleibt von Dichtern, Denkern und Malern und denen die Humor hat, unterscheiden wir Menschen der Tier, weil um Lachen zu können, braucht es Geist und ein Tier lacht nicht.
    Und das die Männer auch noch dazu fähig ist, eben zum Singen, spannend zu erzählen, eindrucksvoll zu Malen, verdanken sie die Frauen, denn die Frauen schufen den Mann nach ihren Wünschen.

    Hier braucht man nicht , wie Darwin extra auf den Galapagosinseln zu fliegen.

  17. Gian Battista Raschèr sagt:

    @ Michael Bamberger am 29. August 2014 um 09:14:

    “Nein, das dachten sie mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht, denn was ihnen als Vorlagen diente, waren lediglich Schöpfungsmythen älteren Ursprungs. Das griechische Wort Mythologia setzt sich übrigen aus Mythoi = Geschichten und Legein = Erzählen zusammen.”

    Sie vermischen Mythos und Mythologie.

    “… was wiederum bedeutet, dass sie gar keine Möglichkeit hatten, aus ihren Mythen Metaphern zu machen, da sich hinter ihren Mythen gar nichts mehr befand, ausser lauter Unwissen.”

    Falsch. Erkundigen Sie sich, was ein Mythos und eine Metapher verbindet.

    “Erst seit Lamarck und insbesondere seit Darwin, hat sich dieses bronzezeitlich mythologische Weltbild radikal geändert.”

    Falsch. Habe selten so einen Unsinn gelesen. Ich verzichte auf Hinweise.

  18. andersen sagt:

    Olive

    Wollen Sie hiermit sagen, dass wir noch Menschenrechte für Affen braucht?

    Ohje.

  19. Ueli sagt:

    @Bamberger
    Der Mythos ist der Schoss der Wissenschaft (nicht ihr primitives Gegenteil) und noch viel mehr. Wenn z.B. Prometheus nach dem ersehnten Tode schreit : “amore mortis terminum anquirens mali” – so verbirgt sich in diesem kleinen Satz ein Buch.

  20. Ueli sagt:

    @olive
    Die Evolutionstheorie wurde leider von Ideologen und Propagandaministern auf die menschliche Geschichte übertragen. Siehe Eugenik im 20. Jahrhundert, Nationalsozialismus, Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Herrenmenschengehabe von Japan über Deutschland bis nach Amerika, Rechtfertigung des Kolonialismus im 19. und 20. Jahrhundert, Weltkriege…

  21. hm sagt:

    So treffend der ueli manchmal sein mag, so treffend selbstentlarvend ist er handkehrum dann auch wieder: Thomas Hobbes ist kein “dunkler Theoretiker des aufstrebenden Bürgertums des 18. Jahrhunderts” (wenn schon des 17.), aber der gute Hobbes macht sich als erster wieder einmal ein paar Gedanken über die Legitimation des Staates und seiner Gesetze. Dazu bedient er sich eines kleinen Tricks, indem er nämlich versucht, sich den Menschen in seinem Ur- bzw. Naturzustand vorzustellen und daraus die Legitmation abzuleiten (er tut dies i.Ü. um Zirkelschlüsse zu vermeiden). Damit eröffnet er die sog. “Naturrechtsdebatte”, also die Suche nach der Antwort auf die Legitimation von Staat und Gesetz und eben, und das ist zentral (für jeden Gechichtsunterricht) – jenseits einer Legitimation, die auf einer göttlich-rechtlichen Vorstellung basiert, also so, wie noch die Reformatoren mit der Bibel in der Hand ein Jahrhundert zuvor Gesetze schreiben.
    Er ist also nicht so “dunkel”, vielmehr macht er als erster wieder Licht.
    (… und ihn in eine Reihe mit “Bürgertum”, “Kleinbürgertum” bis zu “Nazis” stellen zu wollen ist schlichtweg mehr als dooof)

  22. Michael Bamberger sagt:

    @ Olive

    Sie schreiben an Andersen: “Die Evolutionstheorie wurde nicht auf die menschliche Geschichte übertragen, sie beinhaltet die menschliche Geschichte. Sie versuchen, den Menschen unbedingt da heraus zu nehmen, aus der Entstehung, aus der Natur, er soll ein höheres wesen sein, das über allem steht.”

    Das macht nicht nur Andersen, sondern grundsätzlich alle Religionen. Und da liegt eine wesentliche Diskrepanz zu den Naturwissenschaften im allgemeinen und zur Evolutionswissenschaft im speziellen.

    Von den bronzezeitlichen Schöpfungsmythen an, über die Mythen von unsterblichen Seelen, von Paradiesen und Engelswesen, von Mensch gewordenen und von den Toten aufstehenden Göttern und Göttersöhne, von Teufeln über Höllen, über mythische Wunder und richtende Himmelswesen und noch so vieles mehr, gehen die unzähligen ausgestorbenen wie auch die noch existenten Religionen von Phänomenen aus, welche den Naturgesetzen diametral widersprechen und für welche es nicht die geringsten Belege gibt, geschweige denn die notwendige Plausibilität, um überhaupt daran zu denken, Hypothesen aufzustellen.

  23. Ranger sagt:

    @Bamberger am 28. August 2014 um 18:49

    “… zum Thema, das (welches..) wir seit kurzer Zeit durchkauen – …”

    Das Thema hier lautet: “Botschaften aus dem Jenseits” – was Sie hier aber seit relativ längerer Zeit wiederkäuen, ist wohl eher Ihre Selbstdarstellung.

  24. Michael Bamberger sagt:

    @ Gian Battista Raschèr

    “Sie vermischen Mythos und Mythologie.”

    So so, tu ich das, was Sie nicht sagen?

    “Ein Mythos ist in seiner ursprünglichen Bedeutung eine Erzählung, mit der Menschen und Kulturen ihr Welt- und Selbstverständnis zum Ausdruck bringen.” (Wiki)

    “Mythologie bezeichnet die Gesamtheit der Mythen eines Kulturraumes oder eines Volkes, einer Region oder einer sozialen Gruppe…” (Wiki)

    “Falsch. Erkundigen Sie sich, was ein Mythos und eine Metapher verbindet.”

    Na was soll denn bitte diese Verbindung sein? Da bin ich aber gespannt.

    “Falsch. Habe selten so einen Unsinn gelesen. Ich verzichte auf Hinweise.”

    Klar verzichten Sie, denn Sie haben nicht den geringsten Hinweis um das, was Sie als Unsinn bezeichnen, zu belegen.

  25. Michael Bamberger sagt:

    @ Ueli

    Die Prometheus-Sage ist kein Mythos, Sie Spassvogel, sondern eben eine Sage. Warum glauben Sie wohl, dass sie die Prometheus-Sage genannt wird?

  26. Michael Bamberger sagt:

    @ Brunhild Steiner

    “dann muss ich das wohl anders formulieren, irgendwie in die Richtung: in Ihren Begründungen warum es keinen Gott geben kann, neigen Sie dazu, Hinweise zur ET zu machen. Diese Hinweise scheinen für Sie ein wichtiges Argumentarium darzustellen, was mich zur beanstandeten Schlussfolgerung gebracht hat.”

    Ich neige nicht dazu, Hinweise zur ET zu machen, um zu begründen, warum es keinen Gott geben kann. Natürlich könnte es so etwas geben, nur stellt sich die Frage, wie plausibel solch ein übernatürliches Phänomen ist. Wende ich beim Plausibilitätstest Occam’s razor an, ist für mich die Wahrscheinlichkeit von einem oder von mehreren Göttern nahe bei Null. Doch ich lasse mich jederzeit, basiert auf Fakten, eines Besseren belehren. Oder um es mit Eddi Brugger auszudrücken: “I change my mind when facts change.”

  27. Gian Battista Raschèr sagt:

    @ Michael Bamberger am 29. August 2014 um 13:02:

    “Klar verzichten Sie, denn Sie haben nicht den geringsten Hinweis[,] um das, was Sie als Unsinn bezeichnen, zu belegen.”

    Stimmt.

    😀

  28. Brunhild Steiner sagt:

    @Michael Bamberger, 29. August 2014 um 13:35 @ Brunhild Steiner

    “Ich neige nicht dazu, Hinweise zur ET zu machen, um zu begründen, warum es keinen Gott geben kann.”

    So, tun Sie das nicht, dann liegts wohl an meiner Wahrnehmung.

  29. Gian Battista Raschèr sagt:

    @ Michael Bamberger am 29. August 2014 um 13:35:

    “Oder um es mit Eddi Brugger auszudrücken: ‘I change my mind when facts change.'”

    … was selbstredend “mind” voraussetzt.

    😉

  30. Gian Battista Raschèr sagt:

    @ Michael Bamberger am 29. August 2014 um 13:17:

    “Die Prometheus-Sage ist kein Mythos, Sie Spassvogel, sondern eben eine Sage. Warum glauben Sie wohl, dass sie die Prometheus-Sage genannt wird?”

    Sagen Sie mal, Herr Bamberger, schreiben Sie solcherlei eigentlich absichtlich, um Widerspruch zu provozieren und Aufmerksamkeit zu erhalten?

    “Eine Spieldose ist ein selbstspielendes mechanisches Musikinstrument.” (Wikipedia)

    “Der Begriff Kakophonie bezeichnet in der Musik und Literatur Laute und Geräusche, die besonders hart, unangenehm oder unästhetisch klingen.” (Wikipedia)

  31. andersen sagt:

    Hier bin ich eher auch ein Anhänger des Wahrscheinlichkeitsrechnung von Blaise Pascal.

    (……………) im Klammer wohl bemerkt.

    Darum mag ich die Zitate von Ihm;

    Ein Tropfen Liebe ist viel wichtiger als ein Ozean der Verstand.

  32. olive sagt:

    @andersen

    “Wollen Sie hiermit sagen, dass wir noch Menschenrechte für Affen braucht?”

    Nein.

    Sie verstehen leider nur Bahnhof, aber diesmal liegt es nicht an mir.

    @Ueli

    dass die Evolutionstheorie missbraucht wird für alle möglichen schandtaten, können sie ihr doch nicht anlasten.

    Schon der meistgebrauchte Begriff in diesem Zusammenhang “Survival of the Fittest” wird falsch gebraucht :

    „Fit“ oder „Fitness“ beschreibt im Darwinschen Sinne den Grad der Anpassung an die Umwelt (also die adaptive Spezialisierung), oder auch die Reproduktionsfähigkeit trotz geringer Spezialisierung, und nicht die körperliche Stärke und Durchsetzungsfähigkeit im Sinne einer direkten Konkurrenzverdrängung unter Einsatz von Gewalt.

    Beschreibungen der Vorgänge und der vorstellungen von darwin wurden flugs umgemünzt in alles, was nützlich ist für die Herrschenden.

    Wie Sie gut am IS sehen können, kann alles missbraucht werden, selbst ein heiliges Buch, um andere einfach umzubringen.

  33. hm sagt:

    Ja, wens interessiert: Der kleine Trick von Hobbes basiert ja eben auf den Erfahrungen des Englischen Bürgerkriegs bzw. auf der Erkenntnis, dass eben die Zirkelschlüsse um die Sündhaftigkeit der Menschen ins Chaos des Bürgerkreigs gemündet haben. Man sollte nicht vergessen, dass auch die Traktate eines Lilburne oder Winstanleys, abgesehen vom revolutionär-politischen, utopischen (im konstuktiven Sinn) Inhalt, natürlich biblizistisch argumentieren (Wie denn sonst)?
    Will damit sagen: Die radikale jakobinische Linke der Vor-Aufklärung argumentiert auch mit der Bibel in der Hand — Tschieses Kreist 😉

  34. hm sagt:

    … und sie schwingt auch das Schwert
    🙁

  35. Ueli sagt:

    @Michael Bamberger
    “Prometheus ist in der griechischen MYTHOLOGIE der Freund und Kulturstifter der Menschheit.” (Wikipedia)

  36. hm sagt:

    Nein, zentral für die Bedeutung Hobbes ist der Umstand, dass sich der Diskurs um das Böse im oder am Menschen von einer theologischen Ebene mit metaphysischem Überbau auf eine materialistisch-philosophische verlagert, auch unter Ausschluss des ideellen summum bonum, also dieser ursprünglich antik-griechischen, später aristotelisch-scholastischen Idee, wonach das Gute im Menschen, da ja vorhanden, nur darauf warte sich zu für alle zu verwirklichen. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der menschlichen Bedürfnisse ist das aber ausgeschlossen. Somit wird auch eine jede politische Gemeinschaft (wie die chiliastisch orientierten True Levellers Winstanleys z.B.) auch nur ihren Heilsweg gemäss ihren speziellen Bedürfnissen aufzeigen wollen oder können – und dies führt unvermeidlich in den Bürgerkrieg.

  37. Ueli sagt:

    @Michael Bamberger
    Nach dem Beweis des alten Kant ist die Plausibilität eines existierenden Gottes genau 50:50 – d.h. man kann weder beweisen, dass er existiert, noch dass er nicht existiert. Sie dürfen Ihre Wette setzen – aber nicht selber “Gott spielen”. Good luck!

  38. Michael Bamberger sagt:

    @ Ueli

    ““Prometheus ist in der griechischen MYTHOLOGIE der Freund und Kulturstifter der Menschheit.” (Wikipedia)”

    Das stimmt was die mythologische Figur anbelangt, ist aber falsch was die Prometheus-Sage anbelangt, wie Sie auf der selben Wiki-Seite unter Absatz 2 unschwer ersehen können.

  39. Michael Bamberger sagt:

    @ Brunhild Steiner

    “So, tun Sie das nicht, dann liegts wohl an meiner Wahrnehmung.”

    Ich denke nicht, dass es an Ihrer Wahrnehmung liegt, sondern lediglich daran, dass die Nicht-Existenz von etwas sich nicht belegen lässt, wie ich schon gestern um 17:28 darlegte.

  40. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Österreich / Tirol – “Priester büßten Ansehen ein…Das Ansehen von zwölf Sparten wurde abgefragt, wie etwa jenes der Priester. Das größte besitzen Ärzte (Durchschnittswert von 1,64), gefolgt von den Handwerkern (1,91), Industriellen (2,35), Hoteliers (2,53) sowie den Bauern/Bäuerinnen (2,58). Dahinter rangieren Künstler (2,75) und Journalisten (2,89). Dass Politiker (3,55) unter den von den Tirolern bewerteten Berufsgruppen das schlechteste Image in der Öffentlichkeit haben, verwundert angesichts der aktuellen Verdrossenheit über die politische Elite nicht. Bankern (3,25) wird derzeit auch keine große Sympathie entgegengebracht. Doch nicht nur sie haben eine Imagekrise: Beamte (3,13) finden sich wie Geistliche und Lehrer (jeweils 2,94) gleichermaßen am Ende des Rankings. Marktforscherin Barbara Traweger-Ravanelli (IMAD) überrascht das doch sehr angekratzte Ansehen der Priester nicht. „Die Diskussionen über den Missbrauch in kirchlichen Institutionen wirkt sich hier natürlich nachhaltig aus. Da bildet Tirol keine Ausnahme.“ (27.8.14)

    http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/8885251-91/priester-b%C3%BC%C3%9Ften-ansehen-ein-image-der-bauern-gut.csp

  41. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Deutschland – “Bis zum Frühsommer vergangenen Jahres war in der damals noch eigenen Pfarreiengemeinschaft Unterthürheim/Pfaffenhofen ein deutscher Priester tätig. Er wurde suspendiert, weil er unter Verdacht stand, in den 1980er Jahren sexuellen Missbrauch begangen zu haben. Das kirchenrechtliche Verfahren gegen den Seelsorger ist immer noch nicht abgeschlossen, wie der Leiter der Pressestelle im Bistum Augsburg, Dr. Karl-Georg Michel kürzlich auf Anfrage gegenüber unserer Zeitung bestätigte. Seit März dieses Jahres hat der ehemalige Unterthürheimer Pfarrer zudem einen rechtskräftigen Strafbefehl der Augsburger Staatsanwaltschaft am Hals. Ihm wird der Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen. „Er ist emeritiert, die Ausübung des Dienstes als Priester ist ihm dauerhaft untersagt“, teilt Bistums-Pressesprecher Michel mit.” (28.8.14)

    http://www.augsburger-allgemeine.de/wertingen/Vorfreude-auf-den-naechsten-Seelsorger-id31148712.html

  42. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – “A Filipino Catholic priest in New Jersey faces sex abuse charges after his August 21 arrest for allegedly molesting a teenage boy. A report by Catholic News Asia said the Diocese of Trenton received the news about 67-year-old Fr. Romannilo “Nilo” Apura with heavy hearts. Apura, who is originally from Borongan City in Eastern Samar, reportedly molested a 16-year-old at the boy’s family home in Trenton, New Jersey earlier this year.” (29.8.14

    http://www.abs-cbnnews.com/global-filipino/08/29/14/filipino-priest-faces-sex-abuse-charges-new-jersey

  43. olive sagt:

    Noch zu den an Ueli erwähnten “IS”:

    habe bei “hartaberfair” von Julian Reichelt

    Julian Reichelt wurde 1980 in Hamburg geboren. Von 2002 bis Ende 2003 volontierte er bei BILD, wo er später als Chefreporter und heute als Chefredakteur von BILD.de arbeitet.
    Julian Reichelt (Chefredakteur von „Bild.de“, Kriegsreporter (u.a. im Irak, in Afghanistan und im Libanon-Krieg))

    Zuvor war er freier Autor, ebenfalls für BILD, für Park Avenue und andere. Für BILD berichtete er über die Kriege in Afghanistan, im Irak und in Georgien, sowie über den Libanonkrieg im Sommer 2006. Für seine Reportage “Sie können uns töten, aber niemals besiegen”, erschienen in BILD, erhielt er 2008 den Axel-Springer-Preis für junge Journalisten in der Kategorie “überregionale Tageszeitungen”.

    dass man besser beim “ISIS” bleiben sollte, denn das heisst Islamischer Staat Irak und Syrien, die hätten das in IS umgewandelt, weil sie expandieren wollen über die ganze Welt, darum “Islamischer staat”, also die ganze Welt als islamisches Kalifat.

    Die Ehre sollte man ihnen nicht antun, sondern sie “nur” ISIS nennen, leuchtet mir ein.

  44. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Australia – “Former St Mary’s Cathedral College principal charged with historical child abuse offences – A Catholic brother and former principal of a Sydney school has been charged with child abuse offences dating back more than three decades. Police will allege David Standen, 65, molested eight boys, all aged 12, when he was a teacher at St Patrick’s, Goulburn, between 1978 and 1980. Brother Standen, who also goes by the name William Peter Standen, was the principal at St Mary’s Cathedral College for a decade before he retired in 2010. He cared for thousands of boys during his 37-year teaching career, during which time he spent six years as the deputy principal at St Dominic’s College, Penrith. Detectives arrested Brother Standen at Sydney Airport on August 19.” (29.8.14)

    http://www.smh.com.au/national/former-st-marys-cathedral-college-principal-charged-with-historical-child-abuse-offences-20140828-109in7.html#ixzz3BnVripV1

  45. Ueli sagt:

    @Michael Bamberger
    Nun, ich sprach die mythologische Figur an – oder ist mein Zitat aus der Sage? Wie dem auch sei…was meinen Sie zum alten Kant und seiner “Wahrscheinlichkeit”, dass es einen Gott gibt oder nicht?

  46. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    UK – “Church deacon who sexually abused 10 schoolboys is jailed for nine years – A church deacon who sexually abused 10 schoolboys under the “cloak of discipline” has been jailed for nine years. Alan Morris, 64, committed the offences while handing out punishments as a teacher at an all-boys Catholic school in Manchester from 1973-1990. He was said to have a “fearsome reputation” as a strict disciplinarian at St Ambrose college, which was then run by the Christian Brothers holy order.” (28.8.14)

    http://www.theguardian.com/uk-news/2014/aug/28/alan-morris-church-deacon-jailed-sex-abuse-10-schoolboys

  47. Michael Bamberger sagt:

    @ Ueli

    Sie sprachen die Sage an, mit dem Todeswunsch des angeketteten Prometheus.

    Zu Kant: Können Sie bitte die entsprechende Passage mit Quellennachweis zitieren?

  48. Gian Battista Raschèr sagt:

    Endlich einmal etwas Interessantes: “Amore mortis terminum anquirens mali” ist bei Cicero als Zitat aus der Prometheus-Tragödie von Aischylos zu finden. Diese Tragödie zählt als dramatische Bearbeitung bereits zur Nachwirkung des Mythos (Herbert Hunger, Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, Reinbek bei Hamburg 1984, S. 353 f.).

  49. Patrick Hugentobler sagt:

    Michael Bamberger

    29. August 2014 um 09:14
    “Als älteste bekannte Schöpfungsmythen der westlichen Welt gelten die der Sumerer mit den auch später in der Bibel
    auftauchenden Motiven.”

    Es ist schade, dass
    1. die Bibelschreiber nicht wussten, wie man korrekt zitiert.
    Dann würde man erkennen, dass die Bibel nicht so ursprünglich ist, wie sie vorgibt.
    2. nicht jeder Bibelschreiber namentlich erwähnt worden ist.
    Dann würde man erkennen, wie viele Flickschuster am Werke waren.

    Wie heisst es auf der letzten Seite der Bibel?
    (Offenbarung 22:18, 19) . . .
    „Ich lege vor jedermann Zeugnis ab, der die Worte der Prophezeiung dieser Buchrolle hört:
    Wenn jemand einen Zusatz zu diesen Dingen macht, wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in dieser Buchrolle geschrieben stehen; 
    19 und wenn jemand irgend etwas von den Worten der Buchrolle dieser Prophezeiung wegnimmt, wird Gott dessen Teil
    von den Bäumen des Lebens und aus der heiligen Stadt wegnehmen, Dinge, die in dieser Buchrolle geschrieben stehen.

    Ob der Verfasser zu denjenigen gehört, die er hier anprangert?
    Honi soit qui mal y pense.

    Irgendwie erinnert mich das an die Schulzeit.
    Wer rief unter den Klassenkameraden am lautesten, wenn er eines übel riechenden Windes gewahr wurde?

    Wie auch immer:
    die Tatsache, dass das Hinzufügen oder Wegnehmen in der Bibel erwähnt wird, zeigt, dass hinzugefügt und weggenommen wurde.

  50. Michael Bamberger sagt:

    @ Patrick Hugentobler

    “Es ist schade, dass 1. die Bibelschreiber nicht wussten…”

    Ob es “schade” ist, müssten eigentlich jene beurteilen, die ihr Weltbild auf den Versen der Bibel aufbauen.

    Für alle anderen, hier ein paar Gedanken Einsteins dazu:

    “Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden. Keine noch so feinsinnige Auslegung kann (für mich) etwas daran ändern. Diese verfeinerten Auslegungen sind naturgemäß höchst mannigfaltig und haben so gut wie nichts mit dem Urtext zu schaffen. Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Inkarnation des primitiven Aberglaubens.”

    (Albert Einstein in seinem Brief an den jüdischen Religionsphilosophen Eric Gutkind im Januar 1954)