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Meister im Verdrängen

Hugo Stamm am Samstag den 17. Mai 2014
Hugo Stamm

Der Tod ist ihr Kerngeschäft: Bestatterfamilie Fisher aus der Erfolgsserie «Six Feet Under» bei der Beerdigung ihres Vaters. (Foto: HBO)

Der Tod ist vorbestimmt, sagte mir kürzlich ein Esoteriker. Dies habe vermutlich mit der karmischen Belastung zu tun, fügte er an.

Die Idee vom vorbestimmten Tod ist weitverbreitet. Bei vielen hat er nicht primär eine religiöse Seite, sondern ist psychologisch begründet. Der Glaube daran entbindet uns ein Stück weit von der Verantwortung. Ganz nach dem Motto: Es hat keinen Sinn, sich allzu viele Gedanken über das Altern und den allfälligen Todeszeitpunkt zu machen, denn im Buch des Todes ist das Datum seit der Geburt vermerkt. Das hilft über quälende Fragen hinweg.

Diese Idee nimmt auch der Angst vor dem Tod einen Teil des Schreckens. Wenn das Todesdatum feststeht, macht es auch wenig Sinn, seriös zu leben oder Vorsorge zu betreiben. Deshalb flüchten wir uns gern in die Aussage: Es kommt, wie es kommt.

Wirklich? Was ist, wenn ich rauche und an Lungenkrebs sterbe? Ist es vorbestimmt, dass ich Raucher werde? Oder hätte ich, wenn ich nicht rauchen würde, am vermeintlichen Todestag einen tödlichen Autounfall?

Wir Menschen sind Meister im Verdrängen. Denn die Idee vom Todesdatum ist voll von Widersprüchen. Vor rund 200 Jahren wurden die Menschen halb so alt wie wir. Weshalb? Hat Gott in einer lichten Stunde entschieden, das Durchschnittsalter anzuheben? Als Belohnung für kollektives Wohlverhalten?

Wohl kaum. Ursache der grösseren Lebenserwartung ist unser Erfindergeist. Technik und Wissenschaft haben unser Leben erleichtert und sicherer gemacht. Vor allem die medizinischen Fortschritte lassen uns älter werden. Zum Beispiel stieg das Durchschnittsalter schlagartig, als die Impfungen erfunden wurden.

Begründet man den Todeszeitpunkt mit der Karmatheorie, stecken wir noch tiefer im Aberglauben. Die Idee besagt, dass wir im aktuellen Dasein dafür büssen, was wir im vergangenen Leben verbockt haben. Das würde bedeuten, dass die Schönen, Reichen und Intelligenten karmisch rein sind und uralt werden, die Hässlichen, Armen und Dummen jedoch früh abberufen werden.

Die Statistik widerlegt diese Denkweise. Und somit die Karmatheorie, wenn sie in Verbindung mit dem Todesdatum gebracht wird. Denn in reichen Ländern leben Arme oft länger als Reiche, weil sie gezwungenermassen ein gesünderes Leben führen und nicht an Zivilisationskrankheiten leiden. Das Leben ist meist komplizierter, als uns Binsenwahrheiten weismachen wollen.

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375 Kommentare zu “Meister im Verdrängen”

  1. U.M. sagt:

    @ Jussuf

    “Warum verlangt du den Sinn zu sehen für den Plan ? Das ist widersprüchlich .”
    Nein, das ist nicht widersprüchlich.

    Wenn du nur die h a l b e Aussage von mir zitierst, die u n b e d i g t zusammen gehört, dann erscheint es natürlich wieder nicht widersprüchlich. Wenn die Aussage aber  so heisst wie ich sie geschrieben haben, die nun wirklich zwingen zusammen  gehört :

    Wenn wir schon einmal erkennen müssen, das wir die Dinge nur in einem verengten Fokus sehen können als Menschen. Warum verlangt du den Sinn zu sehen für den Plan ? Das ist widersprüchlich .

    … und dies folgend auf deine eigene Erkenntnis :

    Da man eine Vorbestimmung nicht sehen kann – höchstens im Nachhinein durch einen verengten Fokus – kann man durchaus sagen, dass es keine Vorbestimmung gibt.

    Dann bleibt  das Verlangen nach, denn Sinn sehen zu müssen ….. sorry …ein Widerspruch .

  2. Part 2 sagt:

    Eine Maus
    verlässt das Haus

    Auf das hat die Katze gewartet
    denn sie versteckte sich im Garten
    und lauerte geduldig
    das ist sie sich schuldig

    bis die Maus
    verlässt das Haus

    nun ist es soweit
    die Katze bereit
    springt auf, packt zu
    und die Maus nanu
    steckt ruckzuck im Maul der Katze
    dieser süssen, brutalen Fratze

    Die Katz beisst einmal feste zu
    aus der Maus da rinnt jetzt Blu(t)

    Die Katz die Maus ins Grase legt
    um zu schauen ob sie sich noch bewegt

    Maus liegt da
    in Ohnmacht verfallen
    DAS sie ganz gut tut schnallen
    Betäubt vom Schmerz
    bewegt sich doch noch ihr kleines Herz

    Die Katze die Maus mit der weichen Pfote antippt
    und die Maus dadurch etwas verschiebt
    Nichts regt sich, nur der geschwinde Atem
    der der Mauses Angst tut verraten

    “Ich weiss, dass Du lebst
    zwischen Leben und Tod Du schwebst
    Schau wie das Leben ist lustig
    ich schmeiss Dich auf, ist es da nicht luftig..?..”

    Die Maus in der Luft hoch oben sich dreht
    was da geschieht sie nicht mehr wirklich versteht
    benommen kriegt sie nicht mehr viel mit
    doch noch genug, wie ihr geschieht

    Sie liegt nun in Katzes Pfötchentrieben
    Es gibt nun noch einige Möglichkeiten
    was ihr ihr Schicksal tut unterbreiten
    ob sie schliesslich dann, durch diese Katze, aus dem Mauseleben geschieden
    steht in einem anderen Reim geschrieben

  3. Alienus sagt:

    @hm 23.05.2014 um 14.02

    Hm, @hm, eigentlich möchte kein klein karierter Verbalspalter sein, aber ist Ihre Aussage nicht ein wenig eher kein Zufall, sondern grundsätzlich ein Sonderfall in der Form, dass nur von unserer Erde aus bei einer„zufälligen“ Konstellationen von Mond zur Sonne die jeweiligen Durchmesser annähernd den selben (+/−) zu haben scheinen. Objektiv dürfte der Durchmesser der beiden gemeinten Himmelskörper astro-pysikalisch sehr unterschiedlich sein.

    Ob hier doch möglicherweise ein Zufall eine Rolle spielt, ist sicherlich unwahrscheinlich, denn solch ein Zufall kann dadurch erklärt werden, dass sich modellhaft die Erde um einer bestimmten Situation befindet, in welcher auch nun mal der Monde auf seiner Umrundung der Erde auch schon zwangsläufig zwischen diese und die Sonne kommt.

    Würden wir hier noch etliche Milliönchen von Jahren warten, so würde die verdunkelnde Scheibe des Mondes die Sonne dann niemals mehr abdecken können, weil sich der Mond von der Erde immer weiter entfernt. Und dann können wir uns über den nicht mehr vorhandenen „Zufall“ solch einer zumindest verbalen Durchmessergleichheit des Mondes und der Sonne unterhalten.

    Fazit: „Einiges Genaues braucht’s halt doch“

    Drum den „Zufall“ in den verbalen Schredder, wieder zurück ins Kästchen mit dem Alphabet und dem Ansinnen an’s Kläppchen: „Fall zu“.

  4. Rabbi Jussuf sagt:

    U.M.
    “Da man eine Vorbestimmung nicht sehen kann – höchstens im Nachhinein durch einen verengten Fokus – kann man durchaus sagen, dass es keine Vorbestimmung gibt.”
    Das war wohl ein wenig ungenau formuliert.
    Wir meinen oft im Nachhinein einen Sinn zu sehen, oder einen Plan, oder einen roten Faden zu sehen, dank dem verengten Fokus, der all die unpassenden Ursachen und Gründe ausblendet, die eigentlich auch noch da sind.

    Das meinte ich auch damit: Unser Hirn sieht Muster, wo gar keine sind.

    Das ist keineswegs widersprüchlich.
    WIR, oder unser Hirne, machen den Sinn. Der ist nicht in den Dingen oder Ereignissen drin.

  5. hm sagt:

    Sorry, mit diesem Blog kann man nicht arbeiten.

  6. hm sagt:

    Erstens hat er mich nicht zu dutzen, wenn er es i.Ü.im unklaren lässt, ob man sich an die 400 Zeichenlimite halten muss oder nicht.

  7. hm sagt:

    @Rabbi, Zusatz
    In die Diskussion um den Gottesplan mag ich mich nicht einmischen: Erstens weil ich persönlich an keinen Gott glaube, und zweitens, weil das Thema historisch durchaus von Relevanz wäre, sofern es um die Untersuchung um die Wirkung eines solchen Glaubens ginge. M.W. stellt die entsprechende Theologie diesen Gottesplan als Mysterium dar, dies gilt insbes. auch für die protestantische Seite, d.h. er spricht im Unterschied etwa zur Heilsbotschaft (die offen verkündet und missioniert und mit der Reformation bzw. den Bibelübersetzungen in die Laien- bzw. Landessprachen auch für jeden nachlesbar wird), das einzelne Individuum viel direkter an, denn mit der Prädestinationstheologie wird der Willen Gottes im Glauben des Individuums thematisiert, und dieser Wille Gottes wird im Glauben jedes einzelnen erfahrbar – oder eben dann später erfahrbar — aber garantiert erfahrbar.
    Darum ist die Prädestination (dies im kath. Glauben ja auch gibt) etwas typisch Protestantisches, denn sie kann auf die Vermittlung von Kirche und Klerus (als Vermittler des Heils) verzichten, da Gott bzw. sein Plan persönlich direkt erfahr- und natürlich auch deutbar wird.

  8. hm sagt:

    ah, Häppchenweise klappts.

  9. hm sagt:

    Zudem ist diese Prädestinationstheologie natürlich ein etwas noch perfideres (als andere) ideologisches Machtinstrument der jeweilige Kirche bzw. deren Theologie, denn nebst der (kollektiv zu erfahrenden) Heilsbotschaft (in der Kirche als Versammlungsraum) tritt sie nun auch als deren Schatten und Drohung jedem einzelnen gegenüber auf, da der Wille Gottes oder eben sein Plan am eigenen Leib erfahrbar ist.

  10. hm sagt:

    @Rabbi, Alienus
    Ich sprach von der Wirkung, welcher dieser „wirklich dumme Zufall“ aufs Weltbild der Menschheit hatte.“
    Dass es sich um einen sog. subjektiven Zufall handelt ist mir auch klar, und auch, dass er für grüne Männchen und rosarote Feen nicht von Bedeutung ist.

  11. U.M. sagt:

    @ Jussuf

    Wenn ich so  immer wiederholende Sätze wie diese höre : ”   Genaueres kann man über die Wahrscheinlichkeit aber nicht sagen,…” – zur gleichen Zeit realisieren muss, dass wir Menschen ( Wissenschaftler speziell ) über Phänomene nachdenken und forschen und experimentieren und trotzdem jetzt schon über viele Jahre” nicht voll dahinter sehen” und immer wieder den Satz wiederholen müssen:  “Genaueres kann man über die Wahrscheinlichkeit aber nicht sagen,…” … indiziert das doch, dass es immerhin ein Planer und Plan dahinter haben könnte und man darf dies nach so vielen Versuchen und Beobachtungen einfach nicht ausschliessen.

     Ich verlange, dass man dem Ding zweifelsfrei ansehen kann, DASS es einen Sinn hat.
    Ein Plan auf Papier, oder im Compi hat offensichtlich einen Sinn, selbst wenn ich vielleicht im Moment nicht weiss, welchen Sinn oder Ziel der Plan hat. Sonst käme ich gar nicht auf die Idee dass das was ich sehe ein Plan sein könnte.

     Nach ewigen Zugestehen ,dass wir immer noch in ” Kinderschuhen” stecken von wegen die Geheimnisse hinter den Naturphänomen wirklich fassen oder zusammenhängend erklären  zu können, solange sollten wir vorher an uns zweifeln, anstatt Möglichkeiten zum vornherein auszuschliessen.

  12. olive sagt:

    @U.M.

    >blockquote> Nach ewigen Zugestehen ,dass wir immer noch in ” Kinderschuhen” stecken von wegen die Geheimnisse hinter den Naturphänomen wirklich fassen oder zusammenhängend erklären zu können, solange sollten wir vorher an uns zweifeln, anstatt Möglichkeiten zum vornherein auszuschliessen.

    Gerade deshalb, weil wir trotz vermehrtem Wissen, noch in den “Kinderschuhen” stecken, erstaunt es mich, dass man es für möglich oder sogar für die einzige Wahrheit hält, was Menschen vor hunderten von Jahren geäussert haben.

    Es zeigt mir, dass sich Menschen Gedanken machen müssen

    dass sie Zusammenhänge suchen müssen

    und oft Zusammenhänge/Muster ( wie Rabbi sagt ) oder Ursachen sehen wollen

    aber deshalb niemand weiss, ob jemand oder etwas hinter dem steckt, was wir nicht verstehen.

    Für mich ist es wahrscheinlich, dass wir uns einen gott erschaffen haben und nicht ein Gott uns, obwohl dies ein tröstlicher Gedanke ist.

  13. Rabbi Jussuf sagt:

    U.M.
    “…dass es immerhin ein Planer und Plan dahinter haben könnte und man darf dies nach so vielen Versuchen und Beobachtungen einfach nicht ausschliessen.”
    Doch kann man. Würde man es nicht ausschliessen, dann müssten die Verfechter der Prädestination genau angeben, was eigentlich zu suchen sei. Da diese das scheuen wie der Teufel das Weihwasser (verständlich, denn sie würden sich nur in Widersprüche verwickeln.), gibt es keinen Grund danach zu suchen.
    Gäbe es auch nur kleinste Hinweise auf einen solchen Plan, dann könnte die Wissenschaft etwas damit anfangen und forschen. Gibt es aber nicht. und kann es nicht geben.

  14. olive sagt:

    Sorry, Formatieren völlig abverheit.

  15. Ex nihilo sagt:

    Es braucht in der Tat keinen Gott, um die Wahrheit zu finden. Was es braucht, ist ein ganzheitliches Denken. Ob religiöses oder materialistisches Denken, keins von beidem genügt für sich allein, weil beides ausschliessend ist. Ganzheitlich denken heisst: Das Bild, das man von der Wahrheit hat, muss alles enthalten, auch das, was man gerne als Quatsch abtun möchte. Und die diskutable Lösung? Die gibt es nicht, jeder muss sie selber für sich herausfinden.

  16. hm sagt:

    @Alienus, Zusatz
    Hätten Sie mein 13.53 gelesen, hätten Sie sich Ihr 15.00 sparen können (Nur damit Sie nächstes Mal nicht Ihre Zeit vergeuden).

  17. olive sagt:

    @U.M.

    >blockquote> Nach ewigen Zugestehen ,dass wir immer noch in ” Kinderschuhen” stecken von wegen die Geheimnisse hinter den Naturphänomen wirklich fassen oder zusammenhängend erklären zu können, solange sollten wir vorher an uns zweifeln, anstatt Möglichkeiten zum vornherein auszuschliessen.

    Gerade deshalb, weil wir trotz vermehrtem Wissen, noch in den “Kinderschuhen” stecken, erstaunt es mich, dass man es für möglich oder sogar für die einzige Wahrheit hält, was Menschen vor hunderten von Jahren geäussert haben.

    Es zeigt mir, dass sich Menschen Gedanken machen müssen

    dass sie Zusammenhänge suchen müssen

    und oft Zusammenhänge/Muster ( wie Rabbi sagt ) oder Ursachen sehen wollen

    aber deshalb niemand weiss, ob jemand oder etwas hinter dem steckt, was wir nicht verstehen.

    Für mich ist es wahrscheinlich, dass wir uns einen Gott erschaffen haben und nicht ein Gott uns, obwohl dies ein tröstlicher Gedanke ist.

  18. U.M. sagt:

    @ Jussuf 
     
    Weil sich bis heute so zeigt, dass wir  nur Anzeichen eines Planes erkennen können , hat die Frage nach SINN des Planes nicht Priorität eher die Frage: Welchen SINN hat unser Leben.

  19. U.M. sagt:

    @ Olive

    Und wenn es also so ist, dass wir  es sind die Gott erschaffen haben( = Illusion ), ist das der Sinn unseres Lebens ?

  20. Michael Bamberger sagt:

    @ hm

    “Darum ist die Prädestination (dies im kath. Glauben ja auch gibt)”

    Die Prädestinationslehre ist ein Musterbeispiel dafür, wie die katholische Kirche sich selber auf den Füssen rumtrampelt und wie folgt stolpert:

    – “Niemand wird von Gott dazu vorherbestimmt, in die Hölle zu kommen; nur eine freiwillige Abkehr von Gott (eine Todsünde), in der man bis zum Ende verharrt, führt dazu.” (Paragraph 1037 – Katechismus der katholischen Kirche)

    – “Die Kirche lehrt, dass Gott durch seinen ewigen Willensratschluss vorherbestimmt hat, wer die ewige Seligkeit erreichen wird und wer nicht. Diese Lehre wird z.B. vom Konzil von Trient vorausgesetzt (vgl. L. Ott, Grundriß der katholischen Dogmatik). In der Bibel findet man dazu im Römerbrief (Kapitel 8,29) einen Hinweis: “Denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei.” (Kathpedia – Prädestination)

  21. olive sagt:

    @U.M.

    wenn es so ist, dass wir uns Gott erschaffen haben, ist das nicht der Sinn des Lebens, sondern wir haben ihn auf unserer Suche nach Sinn erschaffen. Auf unserer Suche nach Gründen für unser Bestehen.

    Wir ertragen es schlecht, dass unser Hiersein einfach eine Tatsache ohne Grund sein soll.

    So haben wir uns eine Figur geschaffen, die unserer einzigen Erfahrung entspringt:

    der liebenden, aber auch strengen und erziehenden Vaterfigur.

    Wohlgemerkt, ich kann nicht behaupten , dass es so ist.

    Aber die heiligen Schriften porträtieren Gott/Allah auffallend menschlich.

    Vielleicht werden wir es erfahren, wenn nicht, dann werden wir auch nicht darum wissen, dass es sich nicht so verhalten hat.

  22. Alienus sagt:

    @hm

    Mh, @hm, hoffentlich ist man Ihnen nicht zufällig auf den Schlips getreten!

    Würden man die Schreibe richtig lesen, so könnte man zufällig und zielgerichtet den Sinn des Zufalls erschließen, oder versuchen, denn m. E. ist dieser fast spielerische „Zufall“ ein wichtiger Schlüssel zur wichtigen „Vorsehung“. Folgend möchte man eine ältere, aber um so erhellende Beschreibung dieser Entwicklung vom Zufall zur Vorsehung darstellen: Oeconomische Encyclopädie von J. G. Krünitz von 1773, denn Altes kann oft erhellender sein als Neues!

    ……Vorsehung (Praevidentia) so viel als Vorhersehung. …..
    Auf Gott angewendet (göttliche Vorsehung, Providentia divina, Providenz) begreift sie die beiden Akte:
    a) der Erhaltung (Conservatio et Creatio continua), d. h. daß Gott alles Erschaffene in seinem Stoff, seiner Art und seinem Zusammenhange fortdauern läßt, also eine Art fortwährender Schöpfung ist, und
    b) der Regierung (Gubernatio), d. h. alle Veränderungen, die in der Welt und mit dem Menschen vorgehen, von Gottes vollkommenem Willen abhängen. …..
    Das Verhältniß der Erhaltung und Regierung Gottes zur Thätigkeit der Geschöpfe, vermöge dessen Gott den Geschöpfen die Kraft erhält und bei ihrer Thätigkeit mittwirkt, heißt in der Dogmatik Concursus die …..
    Dieser Glaube an eine göttliche Vorsehung, in seiner Vollendung dem Christenthum eigen, beruht auf der Idee Gottes als des weisesten und gütigen Schöpfers, als welcher er nicht gedacht werden kann, ohne die Ausnahme, daß er auch die Welt regiere (theologischer Beweis); auf dem Glauben, daß Gott alle Menschen zur höchsten sittlichen Würde (moralischer Beweis) und zur Glückseligkeit (physischer und theologischer Beweis) geschaffen habe; auf der Lebensgeschichte jedes einzelnen Menschen, die unverkennbare Spuren eines höheren Waltens zeigt (historischer Beweis); auf der ausdrücklichen Lehre der heiligen Schrift …..
    Die Regierung hebt jedoch die Freiheit der Menschen nicht auf. Der Glaube an eine Vorsehung erklärt sich gegen den Deismus, welcher will, daß Gott zwar Schöpfer aller Dinge sei, daß aber die Erhaltung derselben in ihnen selbst liegt; gegen den Determinismus, daß nicht nur die Dinge außer dem Menschen, sondern auch des Menschen Willensthätigkeit durch äußere Nothwendigkeit bestimmt werde; gegen den Fatalismus, daß Alles durch blinde Nothwendigkeit, gegen den Kasualismus, daß Alles durch blinden Zufall bestimmt werde; endlich gegen die Ansicht, daß auf die Natur und das Schicksal des Menschen böse Geister Einfluß haben, und denselben dazu anwendeten, den Menschen zu schaden und das Leben zu verbittern, und hält daran fest, daß Gottes Liebe Alles, was den Menschen trifft, zu seinem Besten führen wird, und nach Gottes Heiligkeit, die uns in allen unsern Schicksalen zum Guten erzieht, dem Guten stets der Sieg aufgehoben bleibt, ……….

    Liest man solche Beschreibungen und Auslegungen, wird doch einem bewusst, welch eine große Sprengkraft in diesem System innewohnt. Es ist der eine Schöpfer mit all seiner Mächtigkeit, der man sich nicht entziehen kann. Außer, man entzieht sich dieser Gedankenwelt.

    Wunderbar offen geht es weiter:

    ………. Daher leitet der christliche Glaube auch die Uebel und Leiden des Lebens von Gott ab, und erkennt in ihnen Bildungsmittel des Menschen zur Uebung und Bildung seines Geistes und zur Verherrlichung seiner Tugend. Wenn die Frage aufgeworfen worden ist, ob sich Gott auch um das Kleine bekümmere, so läßt sich darauf nichts entgegnen, als daß Groß und Klein nur menschliche Relativen sind, die vor Gott nicht bestehen; in Gottes Welt und in seinem Weltplan ist Alles wichtig, weil es zum Ganzen gehört. Nach welchem Plane Gott die Welt regiere, vermag der Mensch eben so wenig zu begreifen, als immer einzusehen, warum Gott dieses oder jenes thue. Daher ziemt ihm Unterwerfung unter die höhere Hand, und Vertrauen, daß Alles, was Gott thut, zum wahren Besten gereichen werde. ……….

    Auch hier gilt wieder: „Nichts Genaues weiß man nicht“, aber der göttlich lenkende Zufall exkulpiert das Nichtwissen, das Nichthandeln, das Nichtdenken der Gläubigen / Menschen und führt schnurgerade in die göttliche Vorsehung.

    In Deutschland hat sogar ein „Führer“ die Vorsehung herbeigefleht und herbeigeredet und viele, sehr viele Menschen haben ihm geglaubt

  23. Michael Bamberger sagt:

    @ U.M.

    “Und wenn es also so ist, dass wir es sind die Gott erschaffen haben( = Illusion ), ist das der Sinn unseres Lebens?”

    Und wenn Sie es vorschlagsweise so betrachten würden, Um Musad:

    Was immer wir auch tun, sollte uns zu aller erst der Humor ein beständiger und treuer Begleiter sein, sowie immer auch eine gesunde Portion Bescheidenheit und zwar allemal Hand in Hand mit unserer Einsicht, dass wir uns selber bei allem was wir denken, sagen und tun, nie so schrecklich ernst nehmen sollten, denn nur der Narr hält sich für weise, aber der Weise weiss, dass er ein Narr ist.

    Will der Mensch ernsthafte und aufrichtige Beobachtungen anstellen um Neues zu entdecken, muss er gewissermassen eine Spielernatur sein, er muss nämlich bereit sein zu spekulieren. Und will der Mensch etwas auf dieser Welt bewegen, darf er keine Angst davor haben, gerade deshalb als Narr verspottet zu werden.

    Unser Wissensdrang, das ständige in Frage stellen, wie auch die Fähigkeit zur Kritik und zur Selbstkritik, sind Grundlagen unserer Freiheit. Je freier die Menschen werden, desto weniger Fieber wird die Welt haben und desto grösser wird die Chance eines friedlichen Zusammenlebens aller Menschen. Erst wenn wir erkannt haben, dass nicht unsere Erkenntnis das Leben bestimmt, sondern, dass das Leben unsere Erkenntnis bestimmt, erst dann können wir den Weg zu unserer Freiheit finden.

    Alles Streben nach Veränderung der Menschheit zum Besseren bleibt aber eitle Illusion, solange der Mensch sich nicht in seinem Inneren verändert. Wenn wir etwas ändern wollen, sollten wir nie in der absurden Hoffnung verweilen, dass alles beim Alten bleibt. Wenn die Menschen die Probleme der Welt lösen wollen, dürfen sie nicht dasselbe Denken zur Anwendung bringen, welches die zu lösenden Probleme ursprünglich kreiert hat.

    Wer in seinem Leben, Tun und Denken wenig Sinn findet, fragt oftmals nach dem Sinn des Lebens. Unser Leben hat aber grundsätzlich nur soviel Sinn, wie wir ihm selbst zu geben vermögen.

    Unsere immer tiefere Einsicht in das Universum führt uns zur Erkenntnis, dass unser Dasein eine völlig unbedeutende Interimsphase darstellt. Die fortschreitende Öffnung unseres astrophysikalischen Gesichtspunkts sollte uns eigentlich helfen, unseren Hochmut in Schranken zu weisen. Höher als der Verstand, ist der Zweifel, denn ohne Zweifel gibt es keinen Fortschritt. Es sind grundsätzlich die Zweifel, die die Menschen vereinen, ihre Überzeugungen aber trennen sie. So sind die besten Freunde unserer (beschränkten) Weisheit immer nur die Fragen, die wir stellen. Weise Menschen sind im Besitz von Ideen, einfältige Menschen sind von Ideen besessen.

    Den Versuch eine gefährdete Spezis zu werden hat die Menschheit schon sehr oft unternommen. Anders denken und handeln sollten wir heute und in Zukunft, um ein bisschen weniger gefährdet sein. Unser Weg ist dann der Richtige, wenn er Handlungsmöglichkeiten erweitert, wenn er Prognosen ermöglicht und wenn er Probleme löst. Tradition darf auf diesem Weg keine Notwendigkeit darstellen, da es keine einzig richtige Methode gibt. Je besser wir ein Problem kennen, desto leichter finden wir die Lösung und oft ist die richtige Problemstellung schon viel mehr als die halbe Lösung.

    Was sollen wir tun?

    Wir sollten all unser Tun auf die Verantwortung gegenüber allen Mitmenschen und der Natur, sowie auf unseren Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität für die kommenden Generationen ausrichten. Unsere Handlungen sind dann ethisch, wenn sie der Permanenz des Lebens Rechnung tragen. Dieses Tun ist immer nur jenes, welches wir durch globale Verständigung verabreden, auf Grund seiner Bewährung und Bestätigung in der Welt. Unsere Welt wird aber nie zu einem Paradies werden, denn die Natur denkt nicht, und schon gar nicht in menschlich-romantisch-illusorischen Dimensionen. Aber wenn auf dem gemeinsam vereinbarten Weg, die Liebe und das Mitgefühl zu den zentralen Werten der Menschen guten Willens werden, ausgedrückt durch ein warmes Herz und durch ein Lächeln, dann sind wir auf dem goldrichtigen Weg.

    Und schon alleine daraus ergibt sich der Sinn ganz von selbst, was meinen Sie, Um Musad?

  24. U.M. sagt:

    @ Jolene

    Wenn du in Rabbis Soufflé mehr Widersprüche findest als in deiner Pasta, bin ich bereit meine Meinung zu ändern.

    Ich empfehle dir einfach weiterhin offen zu sein  und deinen Verstand und Dein Herz zu gebrauchen und dich nicht zu schnell von so einem Soufflé verführen zu lassen, auch wenn es auf den ersten Blick zu schmecken scheint.

    Interessant finde ich ,wie vorher angetönt, zu unserem Diskussions-Thema :   

    Boethius

    Lies hier wenn du einwenig Zeit hast :

    de.wikipedia.org/wiki/Boëthius

    …. Ich muss jetzt leider wiedermal weg, bis später …

  25. U.M. sagt:

    //de.wikipedia.org/wiki/Boëthius

  26. Gummibaer sagt:

    Gedankenspiele zum goettlichen Plan und zu Determination :
    a)”Gott ist ewig”
    b)”Gott ist allmaechtig”
    c)”Gottes Wille ist unergruendlich”
    Was, wenn er/sie beschliesst sich zu beenden ? Diese Moeglichkeit besteht laut c) zu Recht wie alle andern Moeglichkeiten. Es sei denn seine Macht und sein Willen sei auf sein/ihr Weiterbestehen beschraenkt.
    Gott als Spielball der Determination ?

  27. Jolene sagt:

    @U.M.

    Mach dir keine Sorgen, dass ich ins nicht ganz koschere Soufflé beisse, wenn es um meinen Glauben geht, verlass ich mich nicht nur auf den Verstand, sondern höre auch auf Herz und Intuition. Die Menukarte hier möchte ich aber auschliesslich unter rationalen Aspekten anschauen, deshalb achte ich genau auf allfällige Widersprüche und Schwachstellen. Ich denke weder dein noch mein Glaube ist ein so schwaches Pflänzchen, dass man ihn schützen muss, indem man vor Widersprüchen die Augen verschliesst. In der Zwischenzeit habe ich den Wiki-Eintrag zu Boethius gelesen. Gehe ich Recht in der Annahme, dass folgendes die Prise ist, mit der du Widersprüche in deinen Nudeln aufzulösen hoffst:

    Im fünften Buch wird die Problematik des Zufalls und des Verhältnisses zwischen göttlichem Vorauswissen und menschlicher Willensfreiheit erörtert. Dabei stellt sich heraus, dass es einen Zufall im Sinne einer Ursachlosigkeit nicht gibt; was aus menschlicher Sicht als Zufall erscheint, ist in Wirklichkeit nur eine Lücke im Wissen des Menschen. Die scheinbar zufälligen Ereignisse sind Bestandteile unbekannter bzw. nicht durchschauter Ursachenreihen. Alles ist von der Vorsehung genau geordnet und vollzieht sich nach Gottes Willen. Damit stellt sich die Frage, wie ein solches Konzept mit der menschlichen Willensfreiheit vereinbar ist, auf welche die Philosophie großen Wert legt. Die Lösung dieses Problems besteht darin, zwar die Festlegung aller Ereignisse durch die Kausalketten, die den Plan der Vorsehung umsetzen, anzunehmen, aber die Willensakte davon auszunehmen. Somit sind die Willensakte als solche nicht determiniert, aber ihre Umsetzung in physische Ereignisse ist determiniert.[48] Ein weiteres Argument lautet, es handle sich um ein Scheinproblem, das sich daraus ergebe, dass Gottes Wissen in der Art eines menschlichen Vorauswissens aufgefasst werde; damit gerate man auf einen Irrweg, da Gottes Wissen im Gegensatz zu einem Vorauswissen überzeitlich sei.[49]

  28. Hypatia sagt:

    Michael Bamberger 22. Mai 2014 um 13:22

    Hypatia

  29. Pasionaria sagt:

    Sinn oder Nichtsinn……

    Komm ich beim Hirnen nicht mehr weiter,
    erscheint es mir doch weit gescheiter,
    Schuettelreime zu kreieren,
    als mich mit Wunschgedanken zu blamieren.

    All die gutgemeinten (Blog-) Argumente
    bringen in mir keine Wende
    Einzig lehret mich die Vergangenheit:
    auch sie hat fuer die Zukunft keine Handhabe bereit.

    MB’s Lebenssinn schliess ich mich gerne an
    das versproch’ne Paradies bereitet sowieso zu wenig Fun.
    Darum einfach nur: leben und leben lassen
    auf einander ruecksichts-und liebevoll ‘aufpassen’……

    Part 2

    ……… richtig witzig und doch grausig
    fuer ein Mauseleben, eher lausig
    des einen Freud – des andern Leid
    auch bei uns Menschen – jeder Zeit!

    Einer lebt – der andre Tod
    einer im Ueberfluss – der and’re in Not
    Ungerecht das Leben ist,
    sowieso der Staerk’re den Schwaechern frisst….

    Die Katz das Spielzeug meint,
    fuer die Maus niemals mehr die Sonne scheint.
    sie nur den Tod erwartet
    Ein Beispiel unter vielen wie die Welt entartet…..

  30. Hypatia sagt:

    Michael Bamberger am 22. Mai 2014 um 13:22 @Hypatia

    Sie wären vermutlich auch bereit, einem auf bestimmte Weise entworfenen, computergesteuerten System Bewusstsein zuzubilligen? –

    Was den Geist so einzigartig macht, davon ist das phänomenale Bewusstsein nur ein Aspekt, – das Vermögen der symbolischen Repräsentation in Zeichensystemen sowie andere nicht weniger beeindruckende kognitive Fähigkeiten gehören auch dazu.

    Immerhin scheinen Sie sich nicht zu den eliminativen Materialisten zu rechnen…

    In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, ob und wenn, welchen Unterschied Sie zwischen awareness und consciousness machen würden und wie Sie diesen Unterschied in die deutsche Sprache übersetzen würden.

  31. U.M. sagt:

    @ Michael Bamerger 23. Mai 2014 um 16:49

    Und schon alleine daraus ergibt sich der Sinn ganz von selbst, was meinen Sie, Um Musad?

    Das meine schnell hingeworfene etwas spitzfindige Bemerkung an Olive, Sie zu so schönen  Gedanken inspiriert hat, freut mich natürlich ausserordentlich !

    Natürlich gibt das nicht nur Sinn, sondern viele Bereiche die sie beschreiben sind absolut notwendig für ein Menschliches Zusammenleben und natürlich auch wichtig für Natur und Tierwelt. 

     Ob Sie es mir jetzt glauben können oder nicht, ich ziehe solche Anschauung auch aus gewissen Aussagen des Korans und Sunna. 

     Das man Ehtik nicht nur aus Religion lehrt( manchmal erscheint es einem eher das Gegenteil ), sondern das dies schon im Menschen verankert ist, was schon einige Zeit meine Meining ist, beweisen gerade Ihre Worte, beweist ein grosser Denker wie Boethius.

    Um mit Jussuf zu argumentieren reicht halt ein weiches Herz und ein Lächeln einfach  nicht 😉

    Um über gewisse Bereiche logisch zu denken, braucht es eher neutrales,kühles Denken und die Emotionen lässt man da lieber etwas bei Seite für einen Moment. – Dies macht genauso Sinn im richtigen Moment, um den Verstand offen zu behalten,um verstehen zu können .

    Das Problem in unserern Diskussionen ist oft, und das m.E. nicht nur von der Glaeubigen Seite her auch von Atheisten und Agostiker ( oder welchen “Gesinnungsgruppen” es da noch gibt), dass da manchmal Emotionen, oder das nicht zerstören wollen des eigenen zurechtgebueschelten  Gedankenkreis, eine “Barriere hinuterlassen ” und es mit klarem auffassen der anderen Meinung zu ende ist .

    ….. das ist nicht gerade ein romantischer Schluss, weil ich jetzt gerade von meinen Gedanke gestört wurde und für eine Weile den Stammtisch verlassen muss…sozusagen weltliche Pflichten rufen mich 🙂

    En schöne Tag wünsch ich

    @ Jolene

    Später ,gell 

  32. andersen sagt:

    Nein, das Problem liegt eher daran, dass viele Menschen vergessen hat, den guten Kampf zu kämpfen, weil sie nicht wissen, was sie mit den eigene Glück anfangen sollen, statt das Selbst voll und ganz in Hingebung und Freude zum Ausdruck zu bringen
    Seit Anbeginn der Zeit hat der Mensch eigentlich immer nur eines gewollt.

    lieben und geliebt werden

    Und seit Anbeginn der Zeit hat der Mensch alles in seiner Macht Stehende getan, um dies unmöglich zu machen.

    Auf sich auf einander zuzubewegen, ist die wesentliche Dynamik alles Lebendigen.
    Das wurde sehr schön von Herr Bamberger formuliert, die sich nicht davon scheut, nackte Liebe zu zeigen.

  33. andersen sagt:

    Ich bin sehr gerührt über die Solidaritätswelle, die in der betroffene Gebiete ( wegen der Wasser-Flut in Osten von Europa).
    Die Schweizer Regierung hat auch Geld gespendet und die verschiedene Organisationen stehen stets zu Verfügung, damit auch die Minen, die in Erde versteckt war, beseitigt wird, damit es nicht zur weiteren Tode kommt.
    Im Moment denken die Menschen dort nicht, was sie behalten können, sondern was sie die Menschen geben können, damit das die betroffene Menschen wieder ein Dach über den Kopf haben kann.

  34. olive sagt:

    @Pasionaria

    “Die Katz das Spielzeug meint,
    fuer die Maus niemals mehr die Sonne scheint.
    sie nur den Tod erwartet
    Ein Beispiel unter vielen wie die Welt entartet…..”

    Vorgestern im TV ich sah

    ein Murmeltier der Natur nah

    friedlich lebend auf dem Berg

    koexistent halt doch ein Zwerg

    verglichen mit der grossen Kuh

    leben sie auf du und du

    “Netz Natur” erwähnte noch am Ende

    des Murmelis , welch traurige Wende

    wichtige Rolle in der Nahrungskette

    so ist Natur, ich wette

  35. Klara Brunner sagt:

    @ andersen

    Das ist nun ziemlich verbrämt. Ich bekomme das Thema ziemlich nah mit und finde schon fast penetrant was vor sich geht. Es scheint mir keine Frage, dass man jenen Menschen Hilfe zukommen lässt, was aber hier bei uns in dem Zusammenhang abgeht ist aus meiner Sicht inadäquat. Ansonsten müsste man sich einmal mehr fragen wohin die Gelder der Schweiz schon jetzt versickert sind wenn kaum etwas bei den Betroffenen angekkommen zu sein scheint.

    Solidarität ist OK, das andere nicht.

  36. Jolene sagt:

    @Pasionaria: Die Katz das Spielzeug meint, fuer die Maus niemals mehr die Sonne scheint. sie nur den Tod erwartet, Ein Beispiel unter vielen wie die Welt entartet…..@Michael Bamberger: Unsere Welt wird aber nie zu einem Paradies werden, denn die Natur denkt nicht, und schon gar nicht in menschlich-romantisch-illusorischen Dimensionen.
    @Olive: so ist Natur, ich wette

    Da wette ich mit. Ich nehme an Adler, Wolf, Katze usw. verhalten sich durchaus artgerecht.

  37. Klara Brunner sagt:

    @ wen’s interessiert

    Ein link des Tagi führt nicht zum blog, wie man annehmen könnte sondern eher auf eine Esoterik-Website mit einem Angebot für Quantenheilung….:-)

  38. zoe sagt:

    mein auge ist beim überfliegen des Blogs hier hängengeblieben 16.49

    Michael Bamberger Was immer wir auch tun, sollte uns zu aller erst der Humor ein beständiger und treuer Begleiter sein, sowie immer auch eine gesunde Portion Bescheidenheit und zwar allemal Hand in Hand mit unserer Einsicht, dass wir uns selber bei allem was wir denken, sagen und tun, nie so schrecklich ernst nehmen sollten, denn nur der Narr hält sich für weise, aber der Weise weiss, dass er ein Narr ist.

    ja herr Bamberger, ja!

  39. Carl Dal Pund sagt:

    Ich wage kaum zu hoffen, dass alle KritikerInnen des natuerlichen Nahrungskettengliedes Katze-Maus/Vogel selber weder Fleisch (insbesondere keines von qualgeschlachteten Tieren) noch Fisch essen, und – wie die radikalen Budis – den Boden vor ihren Tritten, um keine Insekten unter ihren “riesigen” Sohlen zu zertreten….

  40. Carl Dal Pund sagt:

    @ Zensor:

    Bitte nach “Tritten” mit “wischen” ergaenzen…..

  41. Roland W. sagt:

    Carl Dal Pund
    24. Mai 2014 um 14:19

    Lesen Sie das Zeug doch zuerst mal durch, bevor Sie es abschicken! Ein Wunder, dass Sie nicht noch Titten geschrieben haben.

  42. Gummibaer sagt:

    @ Carl Da Pund — “radikale Budis”
    Darf ich Sie auf den Jainismus und seine Prinzipien hinweisen. Vom Buddhismus, Hinduismus und Islam verdraengt und unterdrueckt sind es immerhin noch etwa 4-5 Millionen . In der Mehrzahl aeusserst gebildete Leute wenn auch als Gaeste etwas schwierig zu verpflegen.

  43. U.M. sagt:

    @ Jolene

    Gehe ich Recht in der Annahme, dass folgendes die Prise ist, mit der du Widersprüche in deinen Nudeln aufzulösen hoffst:  

    Richtig erraten. – Ich frage jetzt nicht mehr was du dazu meinst und schliesse  mich auch wieder deinen Worten an, vor  unserer Menukarten-Zusammenstellung :

    “Was die Vorherbestimmung betrifft, zerbreche ich mir nicht gross den Kopf, mich beschäftigen vielmehr Fragen nach dem guten Handeln und meiner persönlichen Verantwortung.”

    Geniesse das angenehmes Klima bei Euch ! Wir haben heute wiedereinmal Temeraturen um 42 Grad Celsius draussen. 

  44. olive sagt:

    @ Roland W.
    24. Mai 2014 um 14:56

    🙂

  45. Gummibaer sagt:

    Die Daempfung des theokratischen Zumuells waere fuer mich ein Verlust. Wenn wir alle (God forbid !) gleicher Meinung sind wird es abgrund-langweilig.
    Aus Wikipedia, Jainism :
    “One of the most important and fundamental doctrines of Jainism refer to the principles of pluralism and multiplicity of viewpoints, and to the notion that truth and reality are perceived differently from diverse points of view, no single one of which is complete………, which can be illustrated through the parable of the blind men and the elephant. In this story, each blind man feels a different part of an elephant: its trunk, leg, ear, and so on. All of them claim to understand and explain the true appearance of the elephant but, due to their limited perspectives, can only partly succeed.”
    Auch die Kommentatoren/innen die am hinteren Ende des Elephanten stehen haben etwas zum Gesamtbild beizutragen!

  46. Carl Dal Pund sagt:

    @Gummibaer (24. Mai 2014 um 19:47):

    Insoweit sich die theokratischen Zumueller in der Sache in den GAU manoevrieren, ist gegen deren Toleranz nix einzuwenden.

    Beitraege zur Sache sollten aber auch von Kritikern an Ketzern und Bigotten toleriert werden, ansonst die Spalt zum bemotzten Einheitsbrei verkommt. Angriffe auf die Person sollten generell gekaerchert werden und nciht selektiv toleriert werden, wenn sie von KetzerInnen oder BigottInnen vorgetragen werden…..

  47. Part 2 sagt:

    Pasionaria 6:35
    “…..
    auch bei uns Menschen – jeder Zeit!
    …..
    Ein Beispiel unter vielen wie die Welt entartet…..”

    getrieben ohne Rast und Ruh
    Lust-/Spielzeuggewinn immer mehr und ohne Tabu
    Richten einzig ihre Sinne
    auf ihre ganz persönlichen Gewinne

  48. Roland W. sagt:

    Carl Dal Pund
    24. Mai 2014 um 14:16
    “… KritikerInnen des natuerlichen Nahrungskettengliedes Katze-Maus/Vogel …”

    Sie meinen das schon richtig, man sollte Tiere nicht kritisieren, die tun nichts aus Boshaftigkeit.
    Ich schätze es beispielsweise an meiner Katze, dass sie den Mut hat, die Hand zu beissen, die sie füttert. Dagegen sind Hunde Memmen, die sich von ihrem Herrn alles gefallen lassen. Wie die allermeisten Menschen von ihrem Arbeitgeber.

  49. Jolene sagt:

    @U.M.: Geniesse das angenehmes Klima bei Euch !

    Mach ich, soweit es mir möglich ist, die Kinder haben leider vor den Ferien nochmals viele Prüfungen und da muss das Hotel Mamma auf ihre Mithilfe verzichten und gelegentlich auch noch Nachhilfe anbieten. Die wenige freie Zeit geniesse ich lieber draussen, es noch nicht sehr warm, aber wunderschön grün. Hoffentlich halten bei euch die Klimaanlagen gut durch, 42 Grad ohne air condition ist ja nicht auszuhalten.