Barbarei mit kirchlichem Segen

History Reloaded

Gewalttätiges Christentum: Nominierung eines protestantischen Bischofs in Nazi-Deutschland 1933. Foto: Gamma-Keystone, Getty

Der Erste Weltkrieg gilt als «Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts». Damit meinte der Erfinder des Begriffs, der US-amerikanische Diplomat George F. Kennan, dass insbesondere der Zweite Weltkrieg, die Shoa und der Gulag ohne den Ersten Weltkrieg nicht denkbar gewesen wären. Die vier grössten Verbrechen des 20. Jahrhunderts haben zwischen 1914 und 1945 etwa 100 Millionen Menschen das Leben gekostet. In diese Zeit fielen zusätzlich der Völkermord an den Armeniern, die japanischen Massaker in Asien, Mussolinis Kriegsverbrechen in Abessinien und diejenigen Francos in Spanien.

Der britische Historiker Eric Hobsbawn nannte deshalb die drei Jahrzehnte das «Zeitalter der Katastrophen». Ihnen folgten in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts weitere Katastrophen wie der «Grosse Sprung nach vorn» in China, der Krieg der USA in Vietnam, die Ermordung einer halben Million Linker in Indonesien, die «Killing Fields» in Kambodscha, die Sowjet-Intervention in Afghanistan oder der Völkermord in Ruanda.

«Für Gott und Vaterland»

Seit dem 11. September 2001 werden Gewalt, Krieg und Barbarei besonders mit dem Islam in Verbindung gebracht. Aus Gründen der Fairness und der Prävention lohnt es sich, die religiösen wie säkularen Hintergründe der erwähnten Katastrophen zu benennen. Der allseitige Schlachtruf im Ersten Weltkrieg lautete: «Für Gott und Vaterland». Die Kirchen verliehen ihm religiöse Glaubwürdigkeit. Bereits 1913 wurde am deutschen Katholikentag, der demonstrativ im lothringischen Metz stattfand, der Kreuzzugsslogan «Gott will es» lanciert.

Ein Jahr später zogen die deutschen und die französischen Katholiken gegeneinander in ihre Kreuzzüge. Der eine richtete sich gegen das laizistische Frankreich, der andere gegen das lutherische Deutschland. Der oberste Feldprediger und spätere Kardinal Michael von Faulhaber sakralisierte den Krieg mit folgenden Worten: «Was ist die Fronleichnamsprozession gegen die Aufzüge an den Fronten, was sind alle Glockengeläute und Hochamtsorgeln gegen den Donner der Kanonen und das Krachen der Mörser.»

Die lutherische Kriegsbegeisterung fand ihren Höhepunkt im Herbst 1917, als sich Luthers Thesenanschlag zum 400. Mal jährte. Ein Standardwerk über den damaligen Anglikanismus trägt den Titel: «The Last Crusade. The Church of England in the First World War». Papst Benedikt XV., der sich aktiv um den Frieden bemühte, fand kein Gehör.

Kirche gegen Kommunismus

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Wehrmacht von den deutschen Kirchen und den klerikalen Würdenträgern unterstützt. Einer der lautesten war der erwähnte Faulhaber. Die grösste Sorge von Papst Pius XII. war die Stärkung des Kommunismus durch den Vormarsch der Roten Armee. Dass die Shoa ohne den religiösen Antijudaismus und den christlich-nationalistischen Antisemitismus unerklärbar bleibt, gestehen heute auch die Kirchen ein.

Einen atheistischen Hintergrund hat der stalinistische Gulag. Mussolinis und Francos Kriege wurden von den Kirchen wie vom Vatikan propagandistisch begleitet. Die japanische Barbarei ist eng verbunden mit dem nationalistisch geprägten Shintoismus, in dem der Kaiser als Gottheit galt. Muslimisch waren die jungtürkischen Täter, die 1915 anderthalb Millionen christliche Armenier umbrachten.

Der Krieg, dem in Vietnam 4 Millionen Asiaten und 60’000 Amerikaner zum Opfer fielen, war stark christlich motiviert. Atheistisch war Maos «Grosser Sprung nach vorn», der in den 1960er-Jahren eine Hungersnot mit Millionen von Toten verursachte. Religionslos waren auch die Roten Khmer, in deren «Killing Fields» 1,7 Millionen Kambodschaner ermordet wurden.

In Indonesien brachten 1965 konservative Islamisten mit katholischer Beteiligung und westlicher Unterstützung eine halbe Million Kommunisten und Gewerkschafter um. Der von der sowjetischen Invasion provozierte Afghanistankrieg kostete in den 1980er-Jahren 1,7 Millionen Menschen das Leben. In Ruanda ermordeten 1994 christliche Hutu-Extremisten etwa 900’000 Tutsis und gemässigte Hutus. Ein Grossteil der katholischen Kirche hat damals schwere Schuld auf sich geladen.

Die heiligen Schriften sind nicht das Problem

Bedeutet die auffällig starke Präsenz von Christen bei den grössten Verbrechen des 20. Jahrhunderts, dass das Christentum gewalttätiger und die Bibel gefährlicher ist als andere Religionen oder Weltanschauungen? Kriege und Genozide haben drei gemeinsame Hintergründe: Verabsolutierung eines Glaubens, einer Ideologie oder Identität, starke Interessen und militärische Macht. Die Probleme liegen nicht in heiligen Schriften, sondern in realgeschichtlichen Entwicklungen und gefährlichen Machtverhältnissen.

Je demokratischer, liberaler, sozialer und vor allem ziviler die Gesinnung und Gestaltung eines Gemeinwesens ist, desto besser ist es gefeit gegen barbarische Verirrungen. Die Staaten, die 1914 die Urkatastrophe produzierten, hatten grosse soziale Konflikte, standen im kolonialen Wettstreit, waren materiell wie mental stark militarisiert und pflegten einen religiös aufgeladenen Nationalismus.

75 Kommentare zu «Barbarei mit kirchlichem Segen»

  • gabi sagt:

    Hört, hört:

    „Weil die Aktivitäten von Muslimen – das Recht, die Religion, die Erziehung, die Bildung, das Leben der Frauen – nach innen auf die eigene Gemeinschaft gerichtet sind, bildet diese Kultur eine besonders geschlossene Parallelgesellschaft. Ihre Säulen sind die islamischen Zentren, allen voran der Imam, mit Koranschule, Elternberatung Sozialarbeit, Freizeitangeboten.“

    oder

    „Die Multikulti-Ideologie, so Ghadban, erklärt alle Kulturen für gleichwertig und stellt damit repressive mit toleranten Kulturen gleich – und sie somit alle als gleich schützenswert hin.“

    Also bloss ein weiterer „Rassist“ (mit nahöstlichen Wurzeln)???

    https://bazonline.ch/kultur/buecher/alles-ausserhalb-von-uns-ist-beuteland/story/22828663

    Kein Whataboutism, wie ihm J. Lang hier frönt.

  • Anh Toàn sagt:

    Noch ein paar „unfrisierte Gedanken“ (S. Lec) zum Thema:

    1. Ich verteidige nicht den Islam, ich verteidige Muslime, bzw. deren Recht auf Glaubens- auf Gewissensfreiheit, deren Recht, als Individuum nicht auf Grund der Zugehörigkeit zu einer Religion beurteilt zu werden, ich verteidige die aufklärererischen Freiheitsrechte.
    2. Ich anerkenne, dass der Islam die gleichen Probleme mit dem modernen Staatsverständnis hat, wie alle Religionen. (Der Dalai Lama will ein freies Tibet als Theokratie.) Vielleicht hat der Islam auch noch ein paar mehr Probleme, die muss er selber lösen.
    3. Wenn wir Aufgeklärten einen Konflikt haben, lösen wir den mit Vernunft. Deeskalation und Eingrenzung. Wenn die grosse Mehrheit der Muslime kein Problem ist, ist nicht der Islam das Problem.

    • gabi sagt:

      Das sieht man auf der Islamkonferenz genauso:

      Nicht der Islam ist das Problem!

      Die Islamkritiker sind es. Die sind Ende vorletzter Woche erst, ausgerechnet dort, dafür angegriffen worden, dass sie sich nur noch mit Polizeischutz bewegen können.

      … Also angegriffen werden, weil ersichtlich ist, dass sie angegriffen werden. Von Menschen, die sich auf den Islam beziehen.

      Aber über DIE regt sich an der Islamkonferenz (mit verschwindend kleinen Ausnahmen) keiner auf… Sondern nur über die Islamkritiker.

      ( jaja – weiss schon, sicher alles Rassisiten!)

      Und die Islamkonferenz greift Seyran Ates, Ahmad Mansour und Abdel Samad bestimmt an, weil die sich gegen den Geist der Aufklärung auflehnen, hm?

      Es ist so tragisch lächerlich, was sie verzapfen.

    • Martin Frey sagt:

      @Anh Toàn
      ad 1. Damit wäre ich einverstanden. Nur ist dem nicht so, wenn man Ihre Beiträge studiert.
      ad 2. Der Islam, respektive die islamische Welt, hat viel gravierendere Probleme mit dem modernen Staatsverständnis als jede andere Weltreligion. Zumindest heutzutage. Das muss man einfach klar benennen. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, sicher die fehlende „Exegese“, keine Aufklärung durchlaufen, Rückwärtsgewandtheit, mangelnde Bildung, die gepflegte Opferhaltung usw. Das geht soweit, dass die islamischen Länder (als einzige Weltreligion) die Menschenrechte pauschal ablehnen, da sie mit dem Islam nicht kompatibel seien…
      ad 3. Das sind Konfliktlösungsstrategien unter Aufgeklärten, das ist korrekt. Im Umgang mit nicht Aufgeklärten (s. Punkt 2) funktioniert das halt oft nicht.

  • Anh Toàn sagt:

    „Abgesehen davon sind die Moslems keine Minderheit mit 1,6 Mia und werden in 10 Jahren die grösste Weltreligion nach Anzahl Menschen sein.“

    Was also meinen Sie Herr Zach, sollten wir tun? Zusehen bis die Moslems die grösste Weltreligion sind? Warten bis die uns Ungläubige totschlagen, wie es der Koran verlangt?

    Was also meinen Sie Gabi, sollten wir tun?

    Was Herr Frey sollten wir tun?

    Ihr warnt hier alle vor dem furchtbar schlimmen Islam, aber dann schweigt ihr, was man dagegen tun soll: Das Formulieren der Antworten auf diese Herausforderungen überlasst ihr dann eben den Dumpfbacken Bürstenschnittbubis mit Armerektion. Weil das Festhalten an unseren werten der Aufklärung und des Christentums haltet ihr ja für naiv.

    • Rolf Zach sagt:

      Soll man auf ihren Sarkasmus, der mich gar nicht stört, aber öfters nicht auf Argumentation anderer eingeht, antworten.
      Jeder Mensch benötigt eine Identität und ein Stolz auf diese, obwohl die überkommene Tradition und die Praktiken der Vorfahren, öfters alles andere als lobenswert sind.
      Nun man auch nicht jeden Italiener, der nach Amerika ging, als Mafiosi bezeichnen und deshalb ihn und seine Nachkommen darüber verdammen. Viele Italiener sind heute US-Patrioten, deren Patriotismus uns eher stört und unterscheiden sich gar nicht mehr in diesem US-Schmelztiegel. Im Paten ist der Chef ein Krimineller, aber er war Offizier im 2. Weltkrieg und ist überzeugt von der US-Nation. Ist diese Italiener und Mexikaner Identität für den Zusammenhalt der US-Nation gefährlich. Ich denke Nein.

      • Rolf Zach sagt:

        Wir denken öfters an die Nazi-Zeit und ihrer Ausrottung der Juden und die wenigsten in Europa will wieder eine derartige Treibjagd. Abgesehen ging es nur direkt um Juden. Der Antisemitismus war eine Kampfansage an die Aufklärung und das Christentum. Nicht die schurkische Schwachheit des Vatikans war da der Feind, sondern die wahren Christen.
        Einwanderung bewirkt immer für uns gewöhnliche Leute Beklemmung. Dies war so in Vietnam, wo die Chinesen von den Kommunisten auf das offene Meer getrieben wurden, obwohl diese ihre Identität verleugneten und Super-Vietnamesen sein wollten. In der Regel gewöhnt man sich an die Fremden, siehe Schwarzenbach Initiative in der Schweiz.
        Der Islam ist eine weltumfassende Stammes-Religion und dies sollten Sie bedenken und die
        Konsequenzen darüber.

      • Anh Toàn sagt:

        Reden Sie über Sadiq Kahn
        Reden Sie über Mohamed Salah
        Reden Sie über die Muslime in der Fussballnati?
        Reden Sie über Güzin Kar?

        Sind die gefährlich für den Zusammenhalt? Ich denke Nein.

        Aber wissen Sie was, apropos der „Zusammenhalt von Nationen“: Nationen basieren genauso auf Lügen wie Religionen. Und sie sind genauso gefährlich wie Religionen. Gründe zu töten und zu sterben.

  • Peter Hess sagt:

    Ich möchte der Aufzählung von Herrn Lang noch eine weitere Zahl hinzufügen: gemäss UNICEF sterben HEUTE jeden Tag 22000 Kinder weltweit an den Folgen der Armut. Das sind 8 Millionen pro Jahr. Das sind nur die Kinder! Und das in einer Welt, die ohne weiteres in der Lage wäre, alle zu versorgen und zu ernähren. Denn das Wissen und die Technologie dazu haben wir.
    Was ist das nun? Krieg, Völkermord, ideologische Verblendung, Unfähigkeit oder einfach nur Gleichgültigkeit? Schwierig zu sagen, aber dass Ungleichheit ein Riesenproblem ist, ist wohl offensichtlich.
    Mir scheint, die Rolle von Religionen wird übertrieben. Sie dienen oft eher als Vehikel um tiefersitzende Probleme zu transportieren. Paradebeispiel: Islam! Damit will ich aber nicht sagen, dass sie nicht zum Problem werden können.

  • Stan Kurz sagt:

    @Niklas Meier: „Die Kreuzzüge waren Antwort auf muslimische Expansionsbestrebungen. Basics … basics“

    Bei Ihnen bestehen wohl „basics“ aus Ihren Vorurteilen und deren Pflege.

    Sie finden keine Quelle (aus jener Zeit), die auffordert, zu den Waffen zu greifen, weil der „muslimischen Expansion“ Einhalt geboten werden muss. Umso mehr aber: „christliche“ Mission/Bekehrung, Gottes Werk tun & „Rück“-Eroberung „christlicher“ Stätten.

    Zu Ihrer Art von „Antwort“ gehört es wohl, die Menschen im fernen Jerusalem zu massakrieren (v.a. Frauen & Kinder). Nachzulesen (mit Quelle) unter Wikipedia: „Belagerung von Jerusalem“ – dort zum Augenzeugenbericht scrollen. Ebenso „basics“: Wiki: „Kreuzzug“.

    Was brauchst du Feinde, wenn du solche Christen hast …

  • Ralf Schrader sagt:

    ‚Ohne den Beitrag der christlichen Religion sind die grössten Katastrophen des 20. Jahrhunderts nicht erklärbar.‘

    Ohne das Christentum ist nichts am aktuellen Europa zu erklären. Ohne Christentum hätte es keinen Renaissance gegeben, keine Aufklärung. Ohne Christentum hätte die europäische Wissenschaft nicht alle anderen überholt.

    Geschichte ist kein Baukasten, bei dem man auf Elemente verzichten kann. Europa ohne Christentum ist so unmöglich wie z.B. die aktuelle USA ohne Europa. Mit allen Vor- und Nachteilen, mit allen Spielarten rechts, wie links. Moralisch und Unmoralisch.

    • Anh Toàn sagt:

      Ohne Christentum hätte es keine Aufklärung gebraucht, da nie vernebelt worden wäre.

      • Anh Toàn sagt:

        Asso mir scheint die Sichtweise, dass es tausend Jahre Christentum brauchte, damit Renaissance und Aufklärung möglich wurden, reichlich absurd.

      • Ralf Schrader sagt:

        Wenn Sie mit Kant gelegentlich den Philosophen der Aufklärung lesen, wird der Ihnen gern mitteilen, dass die wissenschaftlichen und technischen Fortschritte der Renaissance nur auf dem Boden der Christentum möglich war. Nur so konnte die chinesische Kultur in wenigen Jahrzehnten überholt und abgehängt werden.

        Das christlich wissenschaftliche Denken geht von der Äquivalenz der Denk- und der Naturgesetze aus, weil beide von Gott geschaffen sind. So weit konnte bisher keine andere Kultur denken und deshalb ist dieses Denken bisher allen anderen überlegen.

        Ohne Christentum läge das Zentrum der Welt immer noch in Asien und Amerika wäre zwar entdeckt, aber niemals um besiedelt worden. Wir hätten ein völlig andere Welt.

      • Rolf Zach sagt:

        Wo hat Papst Pius XI im Neuen Testament die entsprechenden Zeilen gefunden, damit er die italienischen Kanonen segnen konnte, die Mussolini für die Eroberung von Äthiopien einsetze?
        Wo haben die lutherischen Bischöfe in Deutschland in der Bibel Belege gefunden, um die Juden zu drangsalieren und auszurotten und Hitler zu vergöttlichen.
        Die kirchlichen Gegner dieser geistlichen Potentaten konnten durchaus am besten mit der Bibel gegen sie opponieren.
        Als Nicht-Moslem Anh Toàn wie ich, wissen Sie genau, dass wir als Ungläubige auf ewig verdammt sind und dies sagt nicht ein extremer islamischer Prediger, sondern dies steht im Koran. Jeder Moslem weiß, dass dieses Buch durch den Propheten direkt von Allah kommt. Diese Überzeugung ist Pflicht von 1,6 Mia. Menschen.

      • Anh Toàn sagt:

        Habe mich schlau gemacht dazu: Im Islam können auch Ungläubige ins Paradies kommen, entscheidend ist nicht der Glaube, weder an Gott noch den Propheten, sondern der Lebenswandel. Und ob der reicht fürs Paradies, entscheidet Allah. (Haben mir Muslime gesagt)

      • Rolf Zach sagt:

        Ich nenne Vers 5/Zeile 35/Vers 2/216/Vers 2/193/Vers 4/104/Vers 8/45/Vers 8/65 und Vers 9/111. Eine besonders instruktiver Vers. „Gott hat den Gläubigen ihre Person und ihr Vermögen dafür abgekauft, dass sie das Paradies haben sollen. Nun müssen sie um Gottes willen kämpfen und dabei töten oder selber den Tod erleiden.
        Da ist natürlich klar, dass Neue Testament ist bei diesen Multi-Kulti Linken bösartig (so etwas findet man dort nicht) und der Koran ist die friedlichste Botschaft der Welt.
        Eintritt der moslemischen Frauen ins Paradies ist speziell. Eintritt als Sklavin ihres Gatten, der sich mit den 72 Jungfrauen vergnügt. Steht so im Koran.
        Was sagen die Imame dazu? Nur der Arabisch kann, versteht den Koran. Also wenn man die Luther-Bibel liest, ist das nicht die Bibel!

      • Anh Toàn sagt:

        Ich verstehe Sie nicht, Herr Zach. Warum übernehmen Sie die Auslegung des Korans der lautesten Schreihälse (Was wäre lauter als ein Bomben Selbstmordattentäter) um den Islam zu deuten und negieren, was die grosse Mehrheit der Muslime glaubt? Sie sagen also denn Muslimen, was die eigentlich glauben sollten.

        Machen Sie doch das gleiche mit den Protestanten: Definieren ihn anhand der radikalen Abtreibungsgegner in den USA, irgendwelchen bescheuerten protestantischen Sekten, von mir aus noch Mike Pence. Dann hat die Frau wieder Pflicht, ihrem Herrn Kinder zu gebären, ist die Emanzipation abgeschafft, Abtreibung Auftragsmord ( sagt der Papst sogar).

      • Anh Toàn sagt:

        Sie machen sich den Islam so, dass die Mehrheit der gläubigen keine Muslime sind: Die grosse Mehrheit der Muslime bringt keine Ungläubigen um, ist Ihnen das schon mal aufgefallen? Die machen gar nicht, was Sie behaupten, sei denen vorgeschrieben in deren göttlichen Buch. Die grosse Mehrheit der Muslime sind also schlechte Muslime, machen nicht, was der Koran (gemäss) Ihnen verlangt, und dennoch ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Koran ganz schlimmes verlangt.

        Tschuldigung, aber diese Argumentationsschiene ist unter Ihrem Niveau.

        Muslime tun nur sehr ausnahmsweise Ungläubige totschlagen, etwa so oft, wie Protestanten Bomben in Abtreibungskliniken werfen.

      • Martin Frey sagt:

        „Muslime tun nur sehr ausnahmsweise Ungläubige totschlagen, etwa so oft, wie Protestanten Bomben in Abtreibungskliniken werfen.“
        Das ist wieder so eine steile These von Ihnen, AT. Irgendwie bewundere ich Sie fast für Ihre Wahrnehmungsstörung in Sachen Islam.
        Ich würde vorschlagen, gehen Sie mal nach Pakistan und studieren in dem knapp 200 Millionenvolk die Verhältnisse. Outen Sie sich bitte als Anhänger einer anderen Religion, und äussern Sie sich wenigstens einmal vor Ort etwas kritisch. Dies aber bitte nicht, bevor Sie vorgängig kräftig Langstreckenlauf geübt haben….

      • Anh Toàn sagt:

        Wie viele der 200 Millionen Muslime in Pakistan schlagen Ungläubige tot? Haben Sie Zahlen irgendwo her, Herr Frey.

        Für Srebrenica gibt es zahlen,. 8000 Muslime wurden da von Christen (oder von Aufgeklärten) totgeschlagen.

        Ja so ein body count ist ziemlich primitiv, for allem, wenn sich herausstellt, dass, wie der Beitrag den wir hier kommentieren, dieser zu den „eigenen“ Ungunsten ausfällt.

      • Anh Toàn sagt:

        Also wenn die Hälfte der Muslime irgendwann im Leben einen Ungläubigen totschlagen würden, wie es angeblich der Koran verlange von Muslimen, müssten wir doch pro Jahr etwa 1.3 Milliarden / 100 Jahre leben, gibt 13 Millionen, und davon die Hälfte, also jedes Jahr etwa 7 Millionen von Muslimen totgeschlagene Ungläubige weltweit haben.

        Meine Formulierung, dass Muslime nur sehr ausnahmsweise Ungläubige totschlagen, ist empirisch belegt, keine steile These.

      • Anh Toàn sagt:

        Anscheinend habe ich Wahrnehmungsstörungen, ich kann nirgendwo etwas finden, über jährlich 7 Millionen tote Ungläubige, von Muslimen erschlagen.

        Helfen Sie mir die Fakten wahrzunehmen, wo sind die 7 Millionen toten Ungläubigen?

      • Anh Toàn sagt:

        In der Schweiz leben etwa 400’000 Muslime, wenn sich die Hälfte davon an den Koran hält, und, wie hier behauptet, seine religiöse Pflicht erfüllt und wenigstens einen Ungläubigen im Laufe seines Lebens totschlägt, müssten 500 Ungläubige in der Schweiz jährlich totgeschlagen werden von Muslimen.

        Wer hat hier Wahrnehmungsstörungen?

      • Anh Toàn sagt:

        2’000 ungläubige müssten in der Schweiz totgeschlagen werden, jährlich, wenn die Hälfte der Muslime den hier behaupteten Anweisungen des Korans folgen würden.

      • Martin Frey sagt:

        Jetzt sind Sie wieder auf Ihrem persönlichen Jihad, AT. Wo habe ich dazu irgendwie das auch nur angedeutet, was Sie hier postulieren?
        Selbstverständlich können wir uns die grösstenteils gut integrierten und assimilierten CH-Muslime näher anschauen, sie betreffen uns ja auch mehr, auch wenn sie weltweit alles andere als repräsentativ sind. Aber auch unter ihnen lehnt gemäss der jüngsten Untersuchung ein beträchtlicher Teil nicht nur unsere westlichen Werte ab sondern befürwortet auch die Sharia. Dass nur wenige zu Taten schreiten hat vielleicht auch (zb. eben im Gegensatz zu Südasien wo Lynchmobs regelmässig wüten) mit dem funktionierenden Rechtsstaat zu tun. Es ist ein Unterschied, ob sie einen Kufr töten und dafür gefeiert werden wie in Pakistan, oder Jahre im Gefängnis sitzen.

      • Anh Toàn sagt:

        Ach jetzt Nonsense, würde ich glauben für den Mord an einem Ungläubigen käme ich ins Paradies, würde ich ein paar Jahre Gefängnis auf einer Backe absitzen. Was ist schon lebenslänglich verglichen mit der Ewigkeit? Ein Fliegenschiss.

      • Anh Toàn sagt:

        Aber ja, angeblich Aufgeklärte, die andererseits glauben. dass Jesus Gottes Sohn sei, die Welt von einem Schöpfer gemacht wurde, sich intellektuell und gutmenschlich zum Schutz aufklärierischer werte gegen andere Religionen hetzen, gehen mir mehr auf den Sack, als Dumpfbacken Bürstenschnittbubis mit Armerektion.

        Wo findet Ihr in Eurem so super tollen neuen Testament die Grundlage, gegen Muslime pauschal zu hetzen? Wo findet ihr dies in der Aufklärung?

      • Anh Toàn sagt:

        Wenn die Muslime Eure Feinde sind, was steht dann in Eurem neuen Testament, wie Ihr damit umgehen sollt?

        Bigotte Heuchler seid Ihr, die mit 88 Tattoo sind immerhin ehrlich beschissen.

      • Anh Toàn sagt:

        Nennt mir die Stellen im neuen Testament, wo steht, Ihr sollt richten über die Muslime, ihr sollt Steine werfen auf die Schuldigen, denen ihre Sünden vorhalten und diese anprangern, wo steht es?

      • Martin Frey sagt:

        Also, das mit dem Steine werfen wird heutzutage eigentlich nur noch von einer der grossen Weltreligionen praktiziert, AT. Und wenn Sie mit Ihren Rundumschlägen, von denen niemand weiss an wen sie gerichtet sind, so weiterfahren, unterhalten Sie sich demnächst nur noch mit sich selbst. Dies nur zur Info.

      • Anh Toàn sagt:

        Apropos „Sharia“ Huch, so was schlimmes!

        Soweit ich weiss, gehört zu Sharia auch, dass ein Mann vier Frauen heiraten kann. Da bin ich der Meinung, wir müssten dies als Familie akzeptieren. Z.B. bei Familiennachzug. Soweit bin ich z.B. für Einführung der Sharia. Und da mich diese Konsequenz stört, komme ich zum, so meine ich, vernünftigen Schluss, schaffen wir die Ehe ab, ob zu dritt oder homo oder hetenzweier. Die Hälfte davon wird ohnehin nicht mehr vom Tod geschieden. Regeln Rechte und Pflichten zwischen Kind und Vater bzw. Kind und Mutter. Ich habe Freunde mit Kind, die haben irgendwie vergessen zu heiraten, ging auch ohne.
        Ist ohnehin nur religiöses, feudales und vor allem patriarchales Zeugs, diese Ehe. Allenfalls gut um Probleme zu lösen, die man ohne Ehe nicht hätte.

      • Anh Toàn sagt:

        @Martin Frey “ unterhalten Sie sich demnächst nur noch mit sich selbst. Dies nur zur Info.“

        Ich unterhalte mich nicht mit Ihnen. Ich werde weder Ihre noch die Meinung von Herrn Zach ändern können, und Sie beide nicht meine. Wir sind da alle so gefestigt in unseren Ansichten, dass keine Diskussion daran etwas ändern könnte. Ändern könnten allenfalls einschneidende Erlebnisse, ich könnte Liebste verlieren bei einem islamistischen Selbstmordanschlag, oder Ihnen könnte „passieren“, dass sich eines ihrer Kinder in eine Muslim, eine Muslima verliebt und heiratet. Und Ihre Grosskinder eine Muslima als Grossmutter hätte. Vielleicht Muslim wird? Wäre dann schlimm, wenn Sie nicht lernen könnten, damit umzugehen.

        Kommentare schreibe ich für Leser, die „unentschieden“ sind.

      • Martin Frey sagt:

        „Apropos „Sharia“ Huch, so was schlimmes!“
        Nun, falls Sie sich so damit auskennen wie Sie vorgeben, dann wissen Sie, dass Teile der Sharia nicht mit den Menschenrechten kompatibel sind. Und auch nicht mit unserer westlich-freiheitlichen Werteordnung. Das kann Ihnen gerne egal sein, mir und anderen (ich würde behaupten, den meisten) Mitmenschen jedoch ganz und gar nicht.
        Ich kann und will nicht für Hr. Zach reden, aber ich behaupte mal, ich habe mit Muslimen und dem Islam weniger Mühe als Sie AT mit Kritik an Muslimen und dem Islam. Wenn Sie Ihre Meinung als derart gefestigt bezeichnen, bitteschön. Das merkt jeder (nur so von wegen Aussenwirkung…) Ich für meinen Teil schätze offene Diskussionen mit interessanten Gesprächspartnern, die etwas zu sagen haben.
        Daher, schöner Abend.

      • gabi sagt:

        „… Was zu sagen hat“

        Das ist der Punkt A.T.

        Sie haben bloss einmal mehr bewiesen, dass es Ihnen um nichts Anderes geht, als das Heldenpanini-Bildchen Ihrer selbst.

        – Für ernsthaft Interessierte halt einfach nur: Langweilig. Nichts äusser peinliche Selbstbeweihräucherung aufgrund erfundener Heldentaten.

        Was ich nicht verstehe: Wenn´s Ihnen doch so brennend wichtig ist… Wollen Sie nicht mal versuchen mit einem Gegenargument zu brillieren?

        Treten Sie doch mal in einen ernstzunehmenden Dialog IN BEZUG AUF DAS, WAS IHR GESPRÄCHSPARTNER TÄTSÄCHLICH äussert, anstatt hier bloss immer ihre geliebten Phrasen wiederzukäuen und Klischees abzuarbeiten.

    • Rolf Zach sagt:

      Um es nochmals zu betonen, Islam und Christentum haben beide Transzendenz, sie wissen, dass es Gott gibt. Dies ist Glaube und da hat jeder seine eigene Ansicht oder die seiner Religionsgemeinschaft. Den Staat der westlichen Prägung interessiert dies nicht mehr. Gibt es in Europa noch ein christliches Königreich Spanien? Es gibt aber eine Islamische Republik Pakistan und wie lange es trotz Atatürk nicht wieder Islamische Republik Türkei gibt ist fraglich.
      Es geht um die Diesseitigkeit von Religionen und wie sich dies auswirkt auf die Zivilisation. Toleranz ohne Verfassung und Gesetze ist unmöglich und führt zu Chaos. Es gibt keine Toleranz zwischen ZGB und Scharia. Dagegen kennt der Islam das Millet-System, Parallelgesellschaften mit verschiedenen gesetzlichen Grundlagen auch Zivilrecht.

      • Anh Toàn sagt:

        Mich stören islamische Republiken genauso wie jüdische Staaten.

        Aber wer sich am „jüdischen Staat“ Israel stört, ist ein Antisemit, sich an islamischen Republiken stören, gehört zum guten Ton.

        Kritik an islamischen Staaten ist nicht Kritik am Islam, und Kritik am Islam, am Koran, an Muslimen ist nicht Kritik an islamischen Staaten.

        Apropos Glaube und Aufklärung.: Glaube im religiösen Sinn schliesst Zweifel aus, wer zweifelt ist religiös betrachtet ein Ungläubiger und damit widerspricht jeder religiöser Glaube dem Kern der Aufklärung: Religiöser Glaube weiss, Aufgeklärte zweifeln.

  • Juerg Stuebi sagt:

    Genosse Lang rechnet zusammen, dass 1914 – 1945 die unglaubliche Zahl von 100’000’000 Menschen getötet wurden! Die Genossen Stalin & Mao & Pol Pot haben das locker getoppt. Genosse Mao alleine hat die 100’000’000 überboten. Genosse Stalin hat seinen Nichtangriffspakt-Vertragspartner, Führer Hitler, rein Zahlenmässig und auch an Grausamkeit überboten. Pol Pot eine ‚kleine‘ Nummer aber umso grausamer. Dann kommt noch dazu dass rund 1″000’000’000, also 10x mehr Menschen als Genosse Lang vorrechnet, getötet wurden bevor Sie geboren wurden. Rund 40’000’000 Abtreibungen pro Jahr gibt es auch Heute noch, extrem viele davon in China und ehem. Kommunistischen Ländern. Was sagt der Genosse Lang zu dieser ‚Barbarei mit Marx Segen‘?

    • Ralf Schrader sagt:

      Kommunismus ist eine Gesellschaft ohne Staaten und ohne Geld. Es kann also keine kommunistischen Staaten, erst recht keine kommunistischen Länder geben. Die Sowjetunion hatte niemals Marx Segen. Wäre Lenin Anhänger von Marx gewesen, hätte er die Oktoberrevolution bürgerlich enden lassen.

      Lenin hat sich aber ab 1913 nachweislich von Marx abgewandt und so war dieser ganze angeblich sozialistische Block ein Staatengemisch an der Grenze vom Feudalismus zum Kapitalismus. Keine Spur von Sozialismus und ohne jeden Bezug zu Marx und Kommunismus.

  • Sonusfaber sagt:

    Herr Josef Lang, danke für Ihren Bericht. Sie haben allerdings vergessen, eines der grauenhaftesten Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu erwähnen, das unerhörte Massaker, das die kroatischen Katholiken und insbesondere Franziskaner im Grosskroatien des frommen Ante Pavelić und mit dem Segen von Pius XII. verübt haben im 2. Weltkrieg (sogar die stationierten Nazis haben die damaligen Greueltaten betrübt). Ich bin zudem mit Ihrem Fazit nicht ganz einverstanden: Denn die Wurzel des Übels liegt zweifelsohne auch in den heiligen Schriften und insbesondere im Alten Testament, wo ein äusserst rachesüchtiger und jähzorniger Gott erbarmungslos gegen Gottlose und Abgefallene vorgeht (die von ihm direkt oder indirekt Getöteten belaufen sich auf viele Millionen).

  • Ernst Graf sagt:

    Millionen von Christen zogen gegeneinander in den Krieg und beteten für ihren Sieg. Erhört wurde jeweils nach vier bis fünf Kriegsjahren und 14 Millionen Toten die eine Seite.
    Hilft beten nicht? Vielleicht hätten die Kriege ohne diese Gebete noch länger gedauert.

  • Richard sagt:

    Hätte „das Christentum“ respektive jene die sich zu dieser Religion bekennen, den christlichen Glauben verabsolutiert, wären religiös motivierte Angriffskriege ausgeschlossen, die Schriften der christlichen Apostel hätten das verhindert: „Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind: unter anderem Feindschaft, Zorn, Totschlag etc. – Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit etc.“ aus Galater Kapitel 5.
    Ein weltlich politisches, von der Bibel gelöstes Antichristentum ist eine reale Gefahr für die Menschheit, es kann jederzeit von charismatischen Führerfiguren instrumentalisiert werden, siehe Matthäus 7.15.

  • Michel Berner sagt:

    Für mich persönlich fehlt ein wichtiger Punkt im Artikel. Mittlerweile sollte der Normalbürger verstanden haben, dass im Namen des Christentums Verbrechen begangen wurden. Erstaunlich, dass der Historiker nicht schon früher ansetzte (Kreuzzüge, Inquisitionen etc.). Es wäre jedoch völlig falsch, wenn wir uns aufgrund dieser Tatsache Asche übers Haupt streuen und beispielswiese islamistischen Terror tolerieren würden. Im Gegenteil: Da wir nun aus der Empirie das Wissen haben, was schon im Namen unseres Gottes an Verbrechen begangen wurde, sollten wir alles daran legen, zu verhindern, dass sich die Geschichte in diesem Punkt wiederholt. Und Probleme liegen zwar nicht in heiligen Schriften, sondern in der fehlenden Auslegung derselben!

    • Mark Müller sagt:

      Ich kenne niemanden hier, der islamistischen Terror tolerierten würde.
      Erwähnen müsste man aber auch noch, dass über 95 Prozent des Terrors und der Terroropfer seit dem 2. Weltkrieg hier in Europa nicht von Islamisten, sondern von Katholiken verursacht wurden, nämlich den Nordiren und den Basken. Bitte das berücksichtigen, wenn man auf Islamismus-Alarm macht.

      • Ernst Graf sagt:

        Weder Basken noch Iren verübten die Anschläge aus religiösen Gründen.
        Die Basken wollten ein unabhängiges Baskenland.
        Die katholischen Nodiren wollten den Anschluss an die Republik Irland (Republikaner), die Protestanten, nachkommen schottischer und englischer Einwanderer wollen in der Union bleiben. (Unionisten)

      • Anh Toàn sagt:

        Ach, das beruhigt die Opfer des baskischen oder Nordirischen oder Linken oder Rechten Terrorismus ungemein, dass sie nicht für einen Gott und seinen Propheten starben.

      • Michel Berner sagt:

        Ich wiederhole, Herr Müller: Es ist gut und richtig, dass wir uns unserer dunkler Flecken bewusst sind, da rennen Sie bei mir offene Türen ein. Und zum Kommentar mit dem „Islamismus-Alarm“ mit Ihrem in meinen Ohren etwas tendenziösen Unterton: Ich empfehle zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema das Buch von Elham Manea: „Der alltägliche Islamismus“.

  • Monika Fleischmann sagt:

    Der Text reduziert ein komplexes Phänomen durch eine eindimensionale Leseart auf einen Stereotypen.

  • Peter Zumbühl sagt:

    Der Text ist derart vereinfachend und verkürzt, dass man weinen könnte und schlimmer im manichäischen schwarz/weiss-Denken als die Kirche selbst jemals war; Ach, wenn die Welt nur so einfach wäre, wie Herr Lang sie sich zurecht legt – aber im Grunde sagt er nur das, was man heute zur Thematik im Mainstream so sagt um cool, trendy und modern bei den Leuten anzukommen.

  • René Edward Knupfer sagt:

    In diesem Zusammenhang wäre es hilfreich, Martin Luthers berüchtigtes antisemitisches Pamphlet „Von den Juden und ihren Lügen“ wieder einmal zu lesen. Bekanntlicherweise hat dieser Säulenheilige des Protestantismus mit seiner abscheulichen Hetzschrift seinem erklärten Verehrer Adolf Hitler detaillierte Anweisungen zur Durchführung des Holocaust geliefert. Dessen ungeachtet wird der hemmungslose Hassprediger Luther vom evangelisch-reformierten Kirchenvolk nach wie vor kritiklos als Religionsstifter gefeiert. Dies erklärt auch, dass sich die deutschen Protestanten 1933 bis 1945 in ihrer überwältigenden Mehrheit hinter die Nazis scharten und diesen willig in den Krieg folgten und dem Völkermord entweder passiv zuschauten oder an diesem sogar aktiv teilnahmen.

    • Arnold Laine sagt:

      ich spare mir die von Ihnen empfohlene Lektüre und wage zu behaupten, dass die kath. Kirche kein bisschen heiliger war, im Gegenteil. Die Leitung von KZ auf dem Balkan lag teilweise gar in der Hand kath. Geistlicher (zB. KZ Stara Gradiska, KZ Jasenovac). Und nach dem Krieg half der Vatikan den Nazis bei der Flucht nach Argentinien.

    • Patrik Peter sagt:

      Der guten Form halber sei erwähnt, dass der Papst ab 1945 aktiv geholfen hat die Massenmörder aus den KZ aus Europa zu schleusen. Aus Gründen. Ebenso hat er NIE Stellung gegen den Völkermord an den Juden bezogen. (Weil er selber starker Antisemit war.). Der Südamerikanische Völkermord durch die Katholischen Spanier bitte nicht vergessen. Ebenso diese unsäglichen Katholischen Kreuzzüge. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, wann die Protestanten ähnliches geleistet hätten.
      Aber wissen Sie was? Wir sind am Ende des Tages beide Christen. Den Azteken oder Mayas, den europäischen Juden oder den Ottomanen ist unsere Unterscheidung herzlich egal.

  • Mauritius Hafner sagt:

    Der Missbrauch einer Idee bedeutet nicht, dass die Idee an und für sich falsch wäre. Gleiches gilt hier: Nicht jeder, der sich Christ nennt, ist es auch.

  • Maria Held sagt:

    Gut dass aufgezeigt wird, dass Kriege & Massenmorde mit religiösen Überzeugungen statt fanden. Dass die sogenannten Heiligen Schriften nicht das Problem seien, ist jedoch falsch.

    Die sog. Heiligen Schriften (Bibel und Koran) sind gegenüber Andersgläubigen, Homosexuellen, Kritikern (=Ketzern), Ungläubigen extrem gewalttätig.

    Die menschenverachtenden Aussagen in den sogenannten Heiligen Schriften muss man mit peinlichen und absurden relativierende Verdrehungen so ergänzen, damit diese nicht „falsch“ verstandern werden, dass sie also nicht so verstanden werden, wie sie gemeint und geschrieben sind.

    Eine wirklich friedliche Schrift muss nicht umgedeutet und relativiert werden, sondern ist ohne weitere Ergänzungen friedlich und kann niemanden zu Hass gegen andere anstiften.

    • Kaspar Tanner sagt:

      Ich bin als Atheist nicht ganz bibelfest, darum können’s auch Lücken sein.
      Können Sie mir Passagen aus dem Leben und Wirken Jesu sagen (Neues Testament), wo es gegen Römer, Prostituierte, Schwache oder Frauen ging? Oder gegen Aussenseiter wie die Samaritaner? Oder Verräter wie die Zöllner?
      Bin ich ein Opfer katholischer Propaganda?

  • The American sagt:

    Ich kann nicht folgen. Für mich bleibt die Erkenntnis, dass einige Kriege und Massaker mit kirchlichem Segen, andere ohne ebendiesen und wieder andere ganz ohne Kirche oder Religion stattgefunden hatten.

    Ach ja, was ist mit Vietnam „stark christlich motiviert“? Erklärung bitte. Und hoffentlich nicht einfach, weil die Präsidenten Christen und sehr religiös waren.

  • Meier sagt:

    Bei all den aufgeführten Kriegen ging es nie primär um den Glauben oder um die Religion. Vielmehr waren es links- und rechtsextreme Gruppen, die sich ihre Machtansprüche zusätzlich durch die Religion legitimieren lassen wollten.

    Auffällig ist, das Jo Lang die Kommunisten nur als Opfer erwähnt, nie aber als Täter.

    Die zahlreichen Toten des 20. Jahrhundersts waren grösstenteils Opfer extremer politischer Ideologien und nicht der Kirchen.

    • Robert Spiegel sagt:

      Stimmt doch gar nicht. Kommunisten kommen vier Mal als Täter vor: Stalin’s Gulag, der grosse Sprung nach Vorn, Killing Fields in Kambodscha und die sowjetischen Invasion von Afghanistan.

  • Beat Simmen sagt:

    Eine tödliche Zweiteilung durch Weltanschauungen? Die Schurken sind immer die Andern. Gut-schlecht, lieb-böse, gläubig-ungläubig, an-aus,0-1,…
    „Wer nicht glaubt, wird verdammt“, drohte auch Jesus. (Mark.Ev.16.16.)
    Dieses Muster wiederholt(e) sich in Religionen wie Ideologien. Wer das Falsche glaubt oder zum falschen Volk gehört,wird entwürdigt,verfolgt, getötet.
    Ein ver-zwei-felter Wahn.
    Wer steht darüber? Ich nicht immer.
    Aber so unbequem wie hilfreich ist die Einsicht, dass „es“ nie bloss zwei Seiten hat, sondern unendlich viele.

  • Niklas Meier sagt:

    Was will der Autor mit diesem Artikel sagen? Dass alles was nicht neoliberal ist des Teufels sei? Die Kirche schlecht? Das Heil in einer globalisierten Welt liegt?
    Als Historiker wird er sicher wissen, wer die meisten Menschen versklavt hat und wer das goldene Dreieck erst ermöglichte. Nein, das waren weder Christen noch Europäer.
    Den Vietnamkrieg christlich motiviert zu betrachten ist dann doch etwas gewagt.
    Auch der Titel „Barbarei mit kirchlichem Segen“ scheint mir ungünstig gewählt, erklärt der Autor doch selber gleich, dass ebenso viele Gräueltaten durch Atheisten und Muslime verübt wurden.
    Worum geht es? Die christliche Kirche als Wurzel allen Übels darzustellen? Nationalstaaten verteufeln? Neoliberalität zu predigen?

    • Branko Mavric sagt:

      Letztendlich kam ich zu der selben Frage. Was will er uns nun mitteilen?
      Das Kriege schlichtweg einfach menschlich sind? Und wir Menschen, egal an was für eine Weltanschauung wir glauben, unfähig sind in Frieden miteinander zu leben?
      Wenn das eine neolibearale Ansicht ist, dann führt dies konsequenterweise auch ins Chaos, denn mit diesem Bericht wurde schlussendlich nichts gesagt, was ja im Neoliberalismus eine Auffäligkeit ist.

      Auch hat er all die Vergessen, die sich gegen die jeweiligen Regime gestemmt hatten, Christen Muslime, Atheisten, Buddhisten uvm.

    • Martin Frey sagt:

      Man muss den Autor, seinen Werdegang und die politische Orientierung kennen, um die Stossrichtung des Artikels zu begreifen. Der Artikel ist ein Beispiel dafür, wie problematisch ideologisch motivierte Geschichtsinterpretationen sein können. Und ein Fanal dafür, dass man Geschichte eben nicht Ideologen überlassen soll. Das Kunststück, die Worte Sozialismus oder Kommunismus weder bei den Gulags, der Kulturrevolution, dem Vietnamkrieg oder den Khmer einfliessen zu lassen, ist schon fast bewundernswert.
      Zur Sklaverei: Es gibt heute mehr Sklaven als zu Zeiten der grossen Sklavenschiffe, die meisten vegetieren in islamischen Ländern (@AT). Allen voran Mauretanien, wo rund ein Viertel der Bewohner als Sklaven gehalten werden.

  • Kari sagt:

    Sind die „heiligen Schriften“, die Bibel, der Koran, das Kapital etc. wirklich kein Problem? Ich weiss es nicht. Jedenfalls scheinen sehr viele Bewegungen, die auf solche rekurrierten, in der Geschichte schlimmtes Elend statt das versprochene Heil verbreitet zu haben. Und nicht selten gekennzeichnet durch eine brandgefährliche missionarische, messsianische Stossrichtung! Die Christianisierung Europas oder Amerikas, die Ausbreitung des Islam, die aufgeklärten Befreier 1789 in Paris, kaum waren sie an der Macht, die Installierung des Kommunismus etc.. Eine einzige Blutspur, zig-Millionen Tote, keineswegs nur im faschistischen, christlichen, muslimischen, nicht weniger auch im sozialistischen Machtbereich! Und von manchen brillianten Intellektuellen leider auch noch schön geredet!

  • gabi sagt:

    „Je demokratischer, sozialer, liberaler und vor allem ziviler die Gestaltung eines Gemeinwesens ist, desto besser ist es gefeit gegen barbarische Verirrungen.“

    Oh, ja. Meine ich auch.

    Der logische Schluss scheint aber vielen Menschen in unserem Gemeinwesen nicht mehr so nahe zu liegen, wie er es müsste:

    So früh, so klar und so kompromisslos wie möglich gegen Ideologien vorzugehen, die genau diese Werte ablehnen. Insbesondere, wenn sich die Intoleranz und die Verherrlichung von Segregation, Wissenschafts- und Aufklärungsfeindlichkeit auch noch in das Mäntelchen eines „Glaubens“ hüllt, der sich einzig über einen angeblichen Willen Gottes rechtfertigt, der über den Regeln demokratisch ausgehandelter Gesetze stehe.

    Grad nach so einem Artikel… Oder?!

    • Anh Toàn sagt:

      Nach jedem Artikel, bei jedem Thema, immer, auch wenn es um Sugus geht, jeden Tag, muss man gegen diese Minderheit wettern, Schuld zuweisen, zum Kampf aufrufen gegen deren Fehler und Dummheiten und dass die unsere Demokratie bedrohen:

      Wirklich bei jedem Artikel, muss der Gabi und seine Freunde dies.

      • gabi sagt:

        Was für ein Argumentationsfeuerwerk aber auch.

        … Und so treffend auf das tatsächlich da oben Nachlesbare eingegangen, hm?!

        ((Gähn))

        Bleiben Sie doch einfach gleich komplett beim Selbsterfundenem. Kommen Sie: Erklären Sie doch noch mal, bloss so zum Spass, wie Sie ganz allein (und heldenhaft!) den Muslim Bassam Tibi des Rassismus überführt haben!

        :-))

  • gabi sagt:

    „Aus Gründen der Fairness und der Prävention… “ sollte die Sache lieber ohne Scheuklappen betrachtet werden.

    Es ist nur fair einzugestehen, wie blödsinnig es von nationalistisch orientierten Kirchen war, sich einzureden, Gott hätte seinen Spass am Krieg. Festzustellen, dass dies allerdings nur um den Preis mühsamster Verbiegung dessen geschehen konnte, was tatsächlich im Neuen Testament steht, ist ebenso fair.

    Im Sinne der Prävention wäre es wichtig und richtig darauf hin zu weisen, was dagegen im Koran steht. Immerhin niedergeschrieben von einem Warlord, der schon nur Kritiker fernab jedes Kriegsgeschehens töten liess, ihm wortwörtlich von Gott selber diktiert!

    Ein Grossteil darin dreht sich um Krieg. Inkl. Beuteverteilung, Versklavung, Behandlung der Feinde.

    Heisst?!

    • Mark Müller sagt:

      Gemäss dem 2. Vatikanischen Konzil und wiederholt in ‚Dominus Iesus‘ der Glaubenskongregation sind sowohl das Alte wie auch das Neue Testament ‚heilig und kanonisch, weil sie unter der Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben, Gott zum Urheber haben …‘.
      Zudem werden auch im neuen Testament an einigen Stellen Ungläubige mit Vernichtung und ewiger Folter bedroht, manchmal direkt von Jesus.
      So viel muss man da also nicht verbiegen, um gegen Andersdenkende oder Andersglaubende in den Krieg zu ziehen.

    • Anh Toàn sagt:

      Gabi, der Märtyrer der Aufklärung, im vernünftigen Krieg gegen die bösen und dummen Muslime. Danke Gabi, vielen Dank, gelobet seist Du, für Deinen Kampf in unserem Namen gegen das Böse.

      • Rolf Zach sagt:

        Also die Welt wird besser, wenn wir die mühsamen Errungenschaften der Aufklärung und einer liberalen Rechtsordnung aufgeben, die sich darauf konzentriert den Menschen ihr Leben auf dieser Erde ein wenig sicherer zu machen. Dies im Namen der Toleranz und der multikulturellen Bewegung. Nur im christlichen Abendland war dies möglich. Abgesehen hat weder China noch viel weniger das Osmanische Reich Denker wie David Hume und Kant produziert. Solche Leute dieser Denkrichtung gab es nicht und wenn, leben sie auch heute sehr gefährlich, ein Beispiel dafür Hamed Abdel-Samad. Anh Toàn lassen sie sich weiterhin von ihren Imame beweihräuchern.
        Abgesehen davon sind die Moslems keine Minderheit mit 1,6 Mia und werden in 10 Jahren die grösste Weltreligion nach Anzahl Menschen sein.

      • Anh Toàn sagt:

        Sie meinen also, wir sollten die Werte der Aufklärung wegwerfen, Sippenhaft einführen, alle Muslime sind böse, die Glaubens- und Gewissensfreiheit abschaffen, den Islam verbieten, damit Toleranz werde?

        Wir sollten unsere Werte beiseite legen, die taugen nichts um rückständige Muslime zu bekehren, wir müssen unsere Werte tief vergraben um sie zu schützen und wenn wir die bösen Muslime ausgerottet haben, der Islam vergessen wurde, können wir unsere tollen Werte der Aufklärung wieder hervor holen? Wir haben tolle Werte, die taugen einfach nicht, wenn es schwierig wird?

      • Anh Toàn sagt:

        Die Frage ist, wer die Werte der Aufklärung aufgeben will. Die welche die elementaren Menschenrechte wie Religions- und Gewissensfreiheit abschaffen wollen, die welche Menschen auf Grund der Zugehörigkeit zu einer Religion (Gesinnung) be- und verurteilen, statt anhand derer Taten, schaffen in meinen Augen die Werte der Aufklärung ab.

        Wer nicht dies verlangt, sagt eigentlich, dass die Werte der Aufklärung nichts wert sind, die taugen nicht, man muss die weglegen wenn man etwas erreichen will, die sind gut für Kinderbücher und Festreden, aber wenn es schweirig wird, müssen wir zurück zu Sippenhaft, zu Auge um Auge, zu feste draufhauen, weil nur dies hilft.

        So quasi, ich glaube an antiautiritäre Erziehung, solange mein Kind brav ist, sonst brauche ich Haue.

      • gabi sagt:

        Guter Einstieg, für die immerselbe Leier, A.T.:

        Nichts ausser Blabla. Und natürlich schon die erste Andeutung des immerselben Musters. Selber behaupten, was der Andere äussert (aber in Wirklichkeit nur im eignen Kopf abgeht), um dann das Unterstellte heldenhaft zu bekämpfen.

        Sogar ganz offen mit „Sie meinen also… “ eingeführt.

        Toll. Ich muss nicht mal mitmachen. Sie schaffen´s ganz alleine, A.T.

        Versuchen Sie doch bitte einmal etwas mehr Seriosität einzubringen. Sie desavouieren sich doch nur am Laufmeter, wenn Sie bloss Ihre selbstgestopften Strohpuppen verbrennen..

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